Aug.
Der gestrige Abend war einfach toll! Ich habe nach der Arbeit Elli (der dritte Teenager im Italienurlaub) und Kerstin (ihre Mama) zu Hause abgeholt und zu uns gefahren. Dort warteten auf dem Tisch schon die aufgewÀrmte, am Tag zuvor gekochte KÀse-Lauch-Suppe und im Fernsehraum eine Auswahl von 520 Urlaubsbildern, von Carsten absolut liebevoll als PrÀsentation aufbereitet, nachdem wir gemeinsam diese aus 2.800 Aufnahmen ausgesucht haben.
Dank einer Neuerwerbung meines Mannes konnten wir die Fotos ganz gemĂŒtlich auf der Couch am groĂen Fernsehbildschirm ansehen. An der richtigen Stelle der PrĂ€sentation holten wir auch unser Lieblings-Italiendrink „Lemoncino“ aus dem KĂŒhlrucksack, dabei hatten wir auch schon ohne Alkohol enorm viel SpaĂ bei der Bilderbetrachtung. Zum AbschluĂ bekamen die beiden eine DVD mit allen Bildern dieses Urlaubs und wurden von uns nach Hause gebracht.
Heute wollte ich endlich ein altes Versprechen einlösen und mit Stephanie ein wenig Fahrrad am Elbradweg fahren. Beim Aufpumpen meines Drahtesels stellten wir aber entsetzt fest, dass ich im Hinterrad ein Loch habe und die Luft sogar gut hörbar und mit einem Wahnsinnstempo entwich. Ich entschied mich dann mit Carstens Rad zu fahren. DafĂŒr musste mein Schatz es nur noch aufpumpen und den Sattel tiefer stellen. Ich weiss warum ich diesen Mann so liebe! Er hat alles ohne Murren gemacht und wir fuhren los.
Erst besorgten wir Vulkanisierungskleber fĂŒr mein Damenfahrrad, wo ich wesentlich komfortabler und eleganter meinen Allerwertesten auf den Sattel schwingen kann und danach wechselten wir auf den Elbradweg. In einer knappen halben Stunde waren mein Kind und ich schon in der Innenstadt. Auf der anderen, NeustĂ€dter, Elbseite ging es dann zurĂŒck Richtung Heimat. Alles lief wunderbar, aber man hĂ€tte vielleicht die Zeichen, sprich Anfangsschwierigkeiten, doch ernster nehmen sollen. Das Schicksal schlug nĂ€mlich noch unerwartet zu und zwar auf dem StĂŒck Weg, wo man als Erwachsener auf der StraĂe fahren sollte und die StraĂenbahnschienen den Asphalt beherrschten. Carstens RĂ€der sind schmaler als meine und beim Ăberqueren der Schienen bin ich mit dem Hinterrad in die Furche reingekommen, was wie erwartet zu einem Sturz fĂŒhrte. Aber ich hatte mal wieder GlĂŒck im UnglĂŒck, denn sowohl das Fahhrad als auch ich haben nur kleine Blessuren vorzuweisen. Mein linker Unterarm hat etwas von der obersten Hautschicht verloren und das Vorderrad stand nicht mehr 100%-ig gerade, aber inzwischen ist das mechanische Problem wieder behoben und meine AbschĂŒrfungen werden bestimmt auch frĂŒher oder spĂ€ter heilen.
Nach dem Mittagessen ruhten wir uns körperlich aus und sahen uns die Geschichte von Harry Potter und dem Halbblutprinzen-Geheimnis im Kino an. Derzeit machen die MĂ€dels einen GemĂŒsesalat in der KĂŒche und ich darf im Wohnzimmer sitzen, meinen linken FuĂ mit einer KĂŒhlpackung ausgestattet hochlegen und den Kurzbericht ĂŒber unser Leben in den letzten zwei Tagen verfassen.


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