Dieses Wochenende hat mir selber erneut bewiesen, dass meine Interessen wirklich weit gefächert sind. Zumindest sehe ich das so.
Freitagabend, nach der recht friedlichen und überraschenderweise kurzen Eigentümerversammlung, schafften es Carsten und ich noch zu der 20:15-Vorstellung ins Kino. Da wir im Vorfeld nicht wussten, wie lange die Versammlung dauern wird, hatten wir uns schon Plan B zurechtgelegt: 23:00 Uhr, wobei das für mich schon eine recht kritische Zeit wäre. Auf jeden Fall saßen wir pünklicht zum Anfang des Films „District 9“. Schon die Kinotrailer fand ich sehr interessant und der Streifen hat mich nicht enttäuscht. Allein die Vorstellung, dass in Südafrika 1 Mio. Aliens in einem Auffanglager bleiben müssen fand ich überwältigend. Es ging in der Geschicht um Ausgrenzung, um Ideale und um Verständnis für diejenigen, die absolut anders sind als man selbst. Aber auch um die Brutalität der Konzerne, wenn es darum geht, neue Waffen in den Umlauf zu bringen. Das Ende ist offen – ich schätze, Teil II ist nicht ausgeschlossen. Die Art der Erzählung fand ich faszinierend, denn die Geschichte ist aufgebaut wie eine Dokumentation, mit Interviews, Meinungsumfragen auf der Straße und Überwachungskameraausschnitten. Man bekommt das Gefühl vermittelt, dass es alles wirklich passiert ist! Allerdings fanden Carsten und ich, dass man die FSK 16 zurecht verliehen hat. An manchen Stellen kam uns sogar der Gedanke, dass vielleicht auch FSK 18 noch passender wäre. Nicht desto trotz ist das ein Film, welcher zum Nachdenken anregt und das fand ich richtig gut.
So brutal der Freitagabend war, so witzig und lustig wurde der Abend danach. Ich traf mich mit Anna, meiner Lieblingsfreundin, und mit ihrer Schwester, um den Tag der offenen Tür im Schauspielhaus mitzuerleben. Wir suchten uns aus dem Programm ein paar interessante Veranstaltungen aus und zogen los durch das große, zum Teil recht unübersichtliche Theater, um die passenden Orte zu finden. Wir warteten etliche Minuten, bis wir zu einer Show konnten, welche uns wirklich interessiert hat. Es ging dort vorrangig um Pantomime. Aber das Warten hat sich gelohnt! Wir hatten wirklich enorm viel Spaß an den Auftritten der Dresdner Schauspieler, u.a. Rainer König, welcher den Prolog aus dem Stück „Faust ohne Worte“ auf die Bühne brachte (hier mehr darüber: http://www.faust-ohne-worte.de) aber auch die Auftritte der Gäste aus den USA und aus Frankreich waren umwerfend! Zum Schluß gönnten wir uns noch einen, zum Glück nicht zu ernst nehmenden, Monolog über den Strategieaufbau mehr Besucher ins Theater zu bekommen und verzogen uns anschließend in „Bussmanns Brasil“, um einen Käffchen zu trinken und uns über all das zu unterhalten, was seit unserem letzten Treffen alles passiert ist.Â
Nach Hause kam ich mit schmerzenden Kiefer, denn wir haben wirklich wahnsinnig viel gelacht, da jede von uns ein paar gute Geschichten auf Lager hatte.  Ganz nebenbei haben wir uns noch verabredet zusammen im Kino „Die Frau eines Zeitreisenden“ anzusehen. Ich schätze, das könnte in 2-3 Wochen soweit sein und freue mich schon enorm auf diesen Ausflug!
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