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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2015 21.
Juni

Dieses Wochenende hat sich irgendwie nach und nach zu einem kleinen Marathon schöner Begegnungen mit Menschen entwickelt, welche man nicht all zu oft sieht.

Es begann mit einer Familienzusammenkunft am Freitagabend. Stephanie hat nach einigen Wochen mal wieder ihrer Heimat einen Besuch abgestattet. Da kam selbstverständlich auch Andrea gern nach Striesen. Das Wochenende wird bekanntlich bei uns traditionell mit einem Besuch beim Dönermann eingeläutet und das war natürlich auch diesmal trotz Kinderzusammenkunft so – sehr zur Freude von Yusuf, der sich total in Stephie „verguckt“ hat. Als Nachtisch hatten wir etwas ganz besonderes, denn Stephanie hat vor ihrer Reise nach Dresden noch gearbeitet und brachte uns allen somit leckeren Käsekuchen ihres Arbeitgebers mit. Wir konnten ja schon so einige Sorten bei unserem Polenkurzurlaubzwischenstopp in Potsdam testen und haben sie für außerordentlich essenswert befunden. Nun wissen wir seit diesem Wochenende auch, dass die Sorten Stracciatella und Mohn ebenfalls den bereits gegessenen Sorten in Nichts nachstehen    🙂

Am Samstagmorgen frühstückten wir bereits um 7 Uhr zusammen mit Stephanie, denn Carsten und ich haben schon vor langer Zeit unsere Teilnahme bei einer Wanderung zugesagt. Das Wetter war zwar nicht so, wie man es sich für die Mitte Juni gewünscht hätte, aber wir haben ja schließlich auch Regenjacken und Regenschirme in unserem Haushalt und diese Utensilien durften diesmal eben mitreisen. Für mich war diese Wandertour unter anderem dadurch so schön, weil sie von 3 meiner ehemaligen Russischkursteilnehmern ins Leben gerufen wurde. Wir sahen uns nach vier gemeinsamen VHS-Semestern seit Ende Januar nicht mehr, da hatten wir egal bei welchem Wetter viel zu bereden    🙂     natürlich schnatterten wir vorrangig beim Laufen    🙂

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Ganz nebenbei erklommen wir den Gohrisch, Papststein und erkundeten unter anderem einige Höhlen auf dem Kleinhennersdorfer Stein. Das Wetter benahm sich wie ein Teenager, so hatten wir sowohl den schönsten Sonnenschein als auch unerwartete und heftige Regengüsse auf der Strecke verteilt. Aber am Ende der Wandertour konnten wir unsere nassen Sachen im Wochenendhaus von Kerstin aufhängen, sich vom selbstgemachten Kuchen und Gegrilltem verwöhnen lassen und den Tag bei einem Rotwein und Knistern der Holzscheite in der Feuerschale ausklingen lassen.

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Auch heute war wieder an ein längeres Verweilen im Bett nicht zu denken, nur diesmal waren wir die Gastgeber. Unsere Freunde aus Adelaide, welche uns im Sommer 2010 drei Wochen lang bei sich beherbergten, sind gerade mit dem Auto durch Europa unterwegs. Wir konnten sie dafür gewinnen, bei uns auf ihrem Weg von Leipzig nach Wien eine kleine Reisepause einzulegen und gemeinsam mit uns zu frühstücken. Wir kehrten in der dresdenweit bekannten Bäckerei Wippler am Körnerplatz ein und liefen danach noch ein wenig durch die Innenstadt von Dresden, um auch Tim, ihrem jüngeren Sohn, unsere wunderschöne Stadt zu zeigen … Marina und Sascha waren ja schon einmal vor einigen Jahren bei uns zu Besuch. Da durfte der Zwinger natürlich genau so wenig fehlen …

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… wie der Fürstenzug am Dresdner Schloss:

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Aber alles Schöne geht irgendwann zu Ende und nun sitzen Carsten und ich wieder ganz allein in unserer Wohnung    😉    ihr braucht uns dennoch nicht  zu bedauern, denn auch in der kommenden Woche sind schon wieder einige interessante Unternehmungen und Treffen geplant    😀



2015 25.
Mai

Da ich inzwischen eine ganz extreme Sehnsucht nach Meer und Sand entwickelt habe und meinem Schatz die Ohren regelmäßig volljammerte, hat er sich wieder einmal von seiner gütigen Seite gezeigt und mir einen Vorschlag unterbreitet, den ich unmöglich ablehnen konnte. Da wir wegen Himmelfahrt kein Englisch-Unterricht an der VHS hatten, könnten wir doch eine kurze Woche an der polnischen Ostseeküste verbringen, denn dort soll es so schöne Sandstrände geben. Deshalb reichten wir im Vorfeld ganz schnell unseren Urlaub von Mittwoch bis Dienstag ein, suchten uns im Internet ein Hotel aus und freuten uns auf Strand und Meer und hoffentlich viel Sonne.

Wir quartierten uns im Marena Wellness & Spa Hotel im Örtchen MiÄ™dzywodzie ein. Polnische Standards für Hotels mit solchen Versprechen sind wohl etwas anders definiert als in Deutschland erwartet, aber es ging uns darin auf keinen Fall schlecht    😉    Carsten vermisste einen Fitnessraum bzw. ein paar Trainingsgeräte, wie z.B. Crosstrainer oder Fahrrad und der Schwimmbadbereich war für ein Spa ebenfalls etwas klein geraten … jedenfalls für ein Hotel dieser Größe.
Zumindest, was das Frühstücksbuffet angeht, gab es überhaupt nichts zu meckern, denn es war äußerst vielseitig und immer sehr frisch.

Wir waren aber natürlich viel mehr am benachbarten Strand interessiert und dieser war wirklich nur einen Katzensprung (2 min zu Fuß durch einen Wald) vom Hotel entfernt. Das haben wir, besonders ich, gleich am Tag unserer Ankunft wohlwollend festgestellt:

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Da uns unser Strand aber immer noch etwas zu klein war    ;o)    machten wir an einem Tag einen Ausflug zur größten Wanderdüne an der polnischen Ostseeküste – der Lontzkedüne. Dort hatten wir echt das Gefühl, in einer Wüste unterwegs zu sein:

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Der kleine Mensch am Horizont ist mein Mann    😀    und hier winkte er mir sogar noch zu:

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Natürlich wanderten wir nicht nur durch die Sandberge, sondern genossen auch den fabelhaften Strand in diesem Nationalpark:

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Aber das Wasser war an diesem Küstenabschnitt genau so kalt wie an unserem … ich habe es persönlich getestet    😉

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Leider gab es solch schönes Wetter nicht jeden Tag. Die bewölkten Tage nutzten wir, um die geplanten Städtetouren zu machen und lernten so nebenbei Kolberg, Mizdroy, Treptow an der Rega, Swinemünde und auch Stettin kennen:

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Und erst am letzten Urlaubstag erkundeten wir den Wellnessbereich des Hotels etwas genauer: Jacuzzi, Dampfbad, Sauna, Aromabad und ungestörte Ecken mit schönen Ohrensesseln zum Lesen sowie einem Billardtisch. Die Füße haben es uns nach 4 Tagen Dauermarsch auf Sand oder Gehwegen sehr gedankt    😉

Auf dem Heimweg machten wir noch einen Zwischenstopp in Potsdam, um uns mit unserer Kleinen zu treffen. Als Treffpunkt haben wir uns das berühmte Käsekuchencafe Guam im Holländischen Viertel ausgesucht. Dort kennt sich Stephanie nämlich besonders gut aus, weil sie dort etwas Geld dazu verdienen darf    😉     Wir fanden ihren Arbeitsort ganz nett und die Käsekuchen waren alle ausgesprochen lecker – zusammen haben wir 5 verschiedene Sorten probiert: Nougat, Stachelbeere, Kirsche, Florentiner Bienenstich und Eierlikör. Dazu konnten wir ihrem Chef die Hände schütteln, der sich uns persönlich vorstellte und ein paar nette Worte über unser Kind sagte … das fand ich wirklich super! Und auch die Kolleginnen unserer Kleinen sind superlieb und gut gelaunt, wie man auf diesem Foto sehen kann    😉

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Kurzum, es war eine wirklich gelungene Unterbrechung im Alltagsgeschehen und nun kann meinetwegen der nächste (Kurz-)Urlaub wieder in die Berge gehen    😉

Anmerkung von Carsten: „Meine liebe Olga, auf den letzten Satz werde ich dich demnächst gerne festnageln    ;o)    !!!“



2015 10.
Mai

Ursprünglich dachte ich daran, mich mit der Kamera einfach durch die Stadt zu bewegen und mich von den Kontrasten, welche das Leben bietet, inspirieren zu lassen. Aber Straßenfotografie hat inzwischen einige Fallstricke, denn man muss dabei extrem auf die Persönlichkeitsrechte achten, um nicht vor den Kadi gezerrt zu werden. Also wollte ich mir kurzfristig doch lieber etwas anderes überlegen    😉
Ich hoffe, dass euch meine Auswahl der Kontraste, welche nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich sind, dennoch gefallen    😉

Flachdächer vs. Turmspitzen (leider mit ein paar Bäumen, die einfach nicht weichen wollten !):

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Industrie vs. Natur:

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Aufgeblüht vs. ausgetrocknet:

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Hier die gleiche Intention, aber mit den anderen Blumen:

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Fußgänger vs Autos:

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Auch schlichte Büromaterialien haben manchmal eine kontrastreiche Überraschung in sich, wie diese Papierverpackung zeigt:

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Obst vs. Gemüse bzw. heimische Kartoffeln vs. eingewanderter Bananen. Farblich gesehen sind sie aber ziemlich nah beieinander    😉

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Mein Versuch, Feuer vs. Eis dazustellen, ist zwar nicht so geworden wie ich es mir vorgestellt habe, aber ich zeige es trotzdem    😉

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Und dieser Versuch könnte doch glatt als Licht vs. Dunkelheit durchgehen, oder    🙂    ?

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Beinah wäre meine „Ausstellung“ menschenleer geworden, aber Katja und Gil hatten ein wenig Zeit und Lust mich bei meinem Fotoprojekt zu unterstützen, wofür ich ihnen so dankbar bin    :herz:    !!!

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Nun ist auch das Thema Kontraste für mich vorerst abgeschlossen. Aber es hat sich inzwischen herausgestellt, dass mich eigentlich kein Monatsprojekt je wieder so richtig verlassen hat. Nachdem ich eine Zeitlang nach einer bestimmten Motivart aufmerksam gesucht habe, entdecke ich solche auch immer wieder zu einem späteren Zeitpunkt – z.B. ziehen mich Brunnen auch heute noch in ihren Bann, nachdem ich im Mai 2014 für sie durch halb Dresden gehirscht bin. Eine solch intensives Interesse schärft sozusagen meine Wahrnehmung, was ich sehr interessant finde, denn die Welt hat so viele schöne Kleinode, die ich sonst wohl übersehen würde    😉



2015 28.
Apr.

Die Woche verging wie gewohnt im Nu. Die Abende am Dienstag und Donnerstag sind nun bis Ende Juni durch Russisch- und Englisch-VHS-Kurse fest verplant. Die anderen Tage füllen sich erneut quasi von allein mit diversen Aktivitäten. So haben wir uns am Montag nach der Arbeit und dem Abendessen daheim die Doku „10 Milliarden – Wie werden wir alle Satt?“ im Kino angesehen. Sehr interessant und zum Nachdenken anregend, wenn auch an manchen Stellen ein wenig langatmig. Aber es ist nun mal eine Doku und kein Actionfilm    😉

Eine ähnliche Frage haben übrigens Carsten und ich uns am Samstag gestellt. Ok, es ging dabei nur um 10 Leute und nicht 10 Milliarden    😉    und wesentlich brennender für uns war die Frage, wie wir sie alle an einen Tisch in unserer Wohnung unterbringen können – diese ist ja bekanntlich bedeutend kleiner als unser Haus, wo das jahrelang problemlos ging. Das Essen, allem voran Pelmeni, Wareniki und polnische Pierogi, waren schon vor einer Weile gekauft worden und warteten nun auf diesen einen Tag, wo sie unseren Bäuchen zur Verfügung stehen sollten. Mein Mann konnte mich wie immer sehr beeindrucken und hat in der Tat alles perfekt geplant, so dass wir alle an dem betagten, aber von mir heiß geliebten ovalen Tisch in der Küche Platz nehmen konnten. Wir hatten mit unseren Freunden wie immer unglaublich viel Spaß! Es gab viele interessante Geschichte zu hören und viele Reiseerlebnisse, besonders aus dem asiatischen Raum, wurden ausgetauscht. Die Gespräche gingen kreuz und quer – es war einfach so schön lebendig! Ich habe das richtig genossen! Gastgeschenke hatten wir uns zwar nicht gewünscht (jeder sollte nur viel Hunger mitbringen), aber es gab dennoch allerhand Blumen und Pflanzen. Ein Pflänzchen beeindruckt mich wirklich sehr, denn ich wusste bis dato nicht, dass es Basilikumbäumchen gibt. Ich rieche diesen Duft so gern und so kann ich nun mein Nase immer wieder in die kleinen zierlichen Blätter eintauchen und jederzeit den einmaligen Geruch nach Sonne und Urlaub geniessen    😉    hoffentlich kann ich das Bäumchen auch richtig pflegen    :ueberrascht:    und somit lange erhalten !
Es waren bei den Mitbringseln auch Gewürze, Schokolade, Wein und selbst gemalte Bilder dabei – ich liebe unsere Freunde auch ohne diese, aber es heißt ja kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und ich habe mich sooooo sehr über alles gefreut    :verliebt:

Am Sonntag danach war das Wetter nicht wirklich beständig, Aprilwetter eben. Aber Carsten und ich haben uns doch entschieden bei einer Igel-Tour mitzulaufen. Es ging um einen Stadtteil von Dresden, welchen wir beide bis jetzt nur vom Namen her kannten:

Kleinzschachwitz

Das Wetter drohte zwar eine Zeit lang mit Gewitter, aber zum Glück kamen für 5 Minuten bloss ein paar Tröpfchen von oben herunter, bevor sich die Sonne wieder am Himmel voll entfalten konnte. Die Tour war wie immer sehr interessant. Bei mir hat besonders die Geschichte über den russischen Fürsten Putjatin gewirkt. Die von ihm einst gestiftete Schule dient auch heute noch als Kinder- und Jugendhaus und sieht außerdem für mich richtig toll aus!

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Es war also ein rundherum ein schönes Wochenende nach einer spannenden Woche. Über die schon laufende Arbeitswoche freue ich mich auch, denn diese ist Dank des Feiertags am Freitag für Büromenschen kurz und das Wochenende dagegen umso länger    😉
Ich hoffe also, dass ich viel Zeit zum Bücherlesen finde und Heini hat bereits verkündet, dass auch er wieder mal einen eigenen Eintrag schreiben möchte    🙂



2015 19.
Apr.

Das Wetter wird schöner und man merkt sofort einen enormen Tatendrang in sich. Da geht es auch mir nicht anders, irgendwie passiert jeden Tag etwas Interessantes    😉

Diesmal muss ich wirklich weit ausholen, genauer gesagt ab dem Samstag vor einer Woche. Zum 40. Geburtstag hat Carsten einen Geschenkgutschein von Kathrin und Axel für einen von ihnen geführten Ausflug nach Bautzen, inklusive Mittagessen in einem sorbischen Restaurant, bekommen. An besagtem Samstag war es dann endlich soweit. Bautzen ist im Frühling wirklich sehr schön. Eine kleine, aber sehr hübsche Stadt, finde ich. Dazu gilt sie inoffiziell als die Hauptstadt der Sorben. Gegessen haben wir im wunderschönen und sehr zu empfehlenden Restaurant Wjelbik, wo wir von sehr freundlichen Frauen in traditionell sorbischen Trachten bedient wurden. Das Essen war sehr lecker, speziell die Nachspeise und das sorbische Bier schmeckt ebenfalls sehr gut    🙂

Da wir alles ganz brav aufgegessen haben, machte man auf unseren Wunsch hin auch ein Erinnerungsbild:

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Weil die Stadt klein und gemütlich ist, war auch unser Rundgang nicht sehr lang. Mein Mann fühlte sich deshalb irgendwie nicht genug ausgelastet und nach langem Diskutieren fügte ich mich am Sonntag meinem Schicksal und willigte mehr oder weniger freiwillig zu einer 20 km langen Wanderung ein. Was man nicht alles aus Liebe macht! Das Wetter war auf unserer Seite, es gab nicht zu viele Wanderer und so konnten wir sogar einige Tiere von ganz Nah sehen. Sogar ein schwarzes Eichhörnchen lief ganz ruhig vor uns her! Die Strecke haben wir dann in ca. 7 Stunden mit Pausen bewältigen können. Hier ein typisches Olga-Pausenbild    😉

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Danach waren wir aber platt, besonders ich. Ich erhielt als „Bonus“ einen Mini-Sonnenbrand auf der Stirn (nur ein schmaler Streifen direkt am Haaransatz, wo ich wohl zu wenig Sonnenmilch aufgetragen habe) und eine Blutblase am Fuß. Dafür habe ich mir anschließend einen langen Badewannenaufenthalt gegönnt und konnte ungestört im Buch „Der Fremdling“ von Max Frei schmökern. Nebenbei beobachtete ich, wie sich das Ostergeschenk der Kinder, ein goldenes Bade-Ei, vollständig im Wasser auflöste. Danach duftete nicht nur ich penetrant nach einer Mischung aus Vanille und Honig, sondern gleich die ganze Wohnung    😉

Am Montag trafen wir uns zum Essen und Quatschen mit Katja und Gerd im griechischen Restaurant Olympia. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass wir danach kugelrunde Bäuche hatten. Ich habe mich bis dahin zum Glück von der Sonntagsstrapazen ganz gut erholt und so liefen wir sogar zu Fuß dorthin sowie auch wieder nach Hause. Jetzt ist es ja für uns nicht mehr so weit bis dahin … der Verdauungsspaziergang tat echt gut    😉

Am Dienstagabend durfte ich wieder meine Kursteilnehmer in die Geheimnisse der russischen Sprache einweihen – davon habe ich schon genügend erzählt und werde keinen mit weiteren Ausführungen langweilen.

Mittwochs hat sich bei uns irgendwie ein Filmabend manifestiert, da wir gerne den Lovefilm-Postversandservice nutzen und somit immer mittwochs und samstags eine neue Silberscheibe eintrifft, wenn wir sie pünktlich am Montag- und Donnerstagmorgen in den Postkasten geworfen haben. Diesmal bekamen wir die DVD „Madame Mallory und der Duft von Curry“ zugestellt. Vorher aber machte ich meinen ersten Fahrradausflug in diesem Jahr, denn Carsten und ich sind zusammen zum Blauen Wunder gefahren, da ich dort für Sonntag ein Fotoshooting geplant hatte. Deshalb wollte ich mir die Möglichkeiten, mein Model zu positionieren, vorher genauer ansehen. Unterwegs gönnten wir uns ein Abendessen bei Curry & Co. Die Currywürste von dort sind in Dresden ziemlich berühmt, aber sie kamen natürlich nicht an die Gerichte ran, welche wir danach in oben besagtem Film sehen durften    🙂
Der Streifen ist übrigens äußerst sehenswert, weil mit viel Liebe gemacht und zudem mag ich Helen Mirren sehr    😉

Am Donnertagabend ging es für Carsten und mich auf die Schulbank, denn wir haben uns gemeinsam für einen Business English-Kurs bei der VHS angemeldet und wir hatten nun unsere erste Stunde. Es war sehr interessant festzustellen, wie viel wir in dieser Sprache doch schon wissen! Man unterschätzt sich offensichtlich doch zu sehr    😉    aber es gibt auch noch einiges zu lernen und darauf freuen wir uns beide sehr!

Freitagabend war mal wieder Familienzeit, denn Stephanie weilte erneut in ihrer Heimatstadt    😉
Auf den gemeinsamem Besuch beim neuen Haus&Hof-Dönermann (Jusuf erkannte „seine Stephie“ sofort wieder, obwohl wir die Kleine zunächst ganz alleine reingeschickt haben) folgte anschließend ganz viel Zeit für den regen Austausch von Neuigkeiten und alten Geschichten – das war echt schön!

Gestern traf ich mich am Nachmittag mit Barbara, um zusammen eine Führung zur derzeitigen Ausstellung im Kraszewski-Museum zu besuchen. Es ging um das Leben und die Werke von einer sehr interessanten, polnischen Regisseurin – Agnieszka Holland. Ich bin durch eine Empfehlung von unseren Freunden aus Breslau auf sie aufmerksam geworden und war von ihrem Film „In Darkness“ sehr beeindruckt!

Am heutigen Sonntag war für mich ein Aufstehen in aller Himmelherrgottesfrühe angesagt, denn ich habe mich mit Ines zum Bildermachen schon für 7 Uhr verabredet. Die Sonne war zum Glück sehr auf unserer Seite, aber es war am Anfang doch ganz schön kalt! Da durfte mein tapferes Model natürlich ihre Daunenjacke für die warme Schultern und den Heini für ein warmes Herz haben    😉

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Und nach etwa 3 Stunden Knipsen und Posieren hatten wir uns definitiv ein Kaffee und ein kleines Stück Kuchen verdient, oder nicht ?    😉

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Obwohl so voll, war es eine echt tolle Woche! Allerdings ist die kommende schon jetzt genau so prall mit diversen Terminen gefüllt – ich werde natürlich wieder in gewohnter Blog-Manier berichten    🙂



2015 06.
Apr.

Wie jedes Jahr freute ich mich schon seit Tagen und Wochen auf 4 Tage Freizeit am Stück. Es wurde im Vorfeld zwar kein schönes Osterwetter prophezeit, aber da wir nicht mehr geplant hatten, bunte Eier im Garten zu verstecken, war uns das Wetter ziemlich gleichgültig. Bei kaltem Regenwetter kann man sogar noch länger im Bett lesen und braucht nicht einmal ein schlechtes Gewissen zu haben    😉

Am Gründonnerstag hatte ich schon seit dem frühen Morgen echte Freitagsgefühle. Es war nämlich mein letzter Arbeitstag in der Woche, der Wochenmarkt, an welchem ich seit unserem Umzug jeden Freitag auf dem Weg ins Büro vorbeifahre, war aufgebaut und rege besucht, an Abend gab es das OLCA-traditionelle Döner-Wochenendessen und danach folgte noch der Einkauf fürs Wochenende    🙂    … so ein herrliches Gefühl!

Unser Karfreitag hatte danach die Rolle eines klassischen Gammeltages übernommen: lange im Bett lesen, lange frühstücken, Zeit am Rechner verplempern, entspannt Mittagessen kochen (Kartoffel-Blumenkohlauflauf – lecker, sage ich euch!) und das Gekochte dann auch ohne Hatz verputzen zu können. Mit prall gefüllten Bäuchen landeten wir auf der Couch und gönnten uns die DVD „Best Exotic Marigold Hotel“ als Vorbereitung für den bevorstehenden Kinobesuch am Samstag. Ganz ehrlich, die Woche davor waren wir mit zahlreichen Terminen so voll gepflastert, dass wir diesen einen Tag wirklich gebraucht haben, um von „Superschnell“ wieder auf „Normal“ zu kommen, besonders ich    😉

Am Samstag besorgten wir noch ein paar Kleinigkeiten im benachbarten Supermarkt und gönnten uns einen ausgedehnten Spaziergang durch Striesen. Vor dem Einkauf wollte Carsten unbedingt noch seine Sonnenbrille mitnehmen, nachdem wir die Einkäufe nach Hause brachten, nahmen wir statt dessen lieber einen Regenschirm mit. April, April, er weiss nicht, was er will    😉    so viel sei aber verraten: Aufspannen mussten wir den Wasserschutz jedoch nicht    😀
Bei diesem Spaziergang haben wir ein Cafe entdeckt, welches wir ganz gewiss noch öfter besuchen werden – das Cafe Lösch. Sehr gemütlich, sehr freundliche Bedienung, die Kuchen waren äußerst lecker und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis fanden wir sehr angemessen. Fast alle Tische waren reserviert, das kennt man von einem kleinen Cafe eigentlich eher selten, aber das spricht dafür, dass es nicht nur uns dort so gut gefällt    😉
Von da war es auch nur ein Katzensprung zum Programmkino Ost, wo wir uns um 17:30 Uhr den zweiten Teil des „Best Exotic Marigold Hotel“ angesehen haben. Der Erste war spitzenmäßig und es ist doch arg schwer so einen Film noch zu toppen. Der zweite war etwas schwächer von seiner Geschichte und hat etwas vom leichten Humor des Vorgängers eingebüßt, wir haben es aber nicht bereut, ihn uns angesehen zu haben. Da wir beim Heimgehen in der Nähe waren, entscheiden wir uns zu einem Abendessen im „Paddy Foleys Irish Pub„. Das Lokal war rappelvoll!!! Wir haben gerade so noch zwei Plätze an der Bar und direkt gegenüber der Zapfhähne ergattert und konnten dem Wirt beim Zapfen und Malen von Shamrocks im Stout-Schaum zugucken. Ich fand das völlig faszinierend! Mal sehen, ob wir irgendwann es auch einmal schaffen, dort etwas eher aufzuschlagen und einen Tischplatz zu erobern    😉

Ostersonntag wurde ein richtiger Familientag, wenn auch alles andere als traditionell österlich gestaltet    😉    denn beide Kinder hatten Appetit auf Mamas Borschtsch und wollten diesen im Vorfeld auch selber mitkochen. Zusammen macht das Schnibbeln und Zubereiten natürlich wesentlich mehr Spaß. Ich habe außerdem noch ein neues Rezept für Pampuschki (kleine Hefebrötchen) mit Knoblauchsoße ausprobiert. Die Knoblauchsoße war der Hammer: unsere Wohnung riecht immer noch danach    😉 … leider gibt es aber keine Bilder, denn das Essen war irgendwie zu schnell weg    😉
Zwischendurch gönnten wir uns noch einen Osterspaziergang im Großen Garten, das Wetter hat auch diesmal wie gestern perfekt mitgespielt!

Und nun sind wir zeitlich schon wieder beim Ostermontag angekommen. Heute war frühes Aufstehen angesagt, denn Stephanies Bus gen Potsdam sollte um 9:15 Uhr fahren. So haben wir uns noch mit Andrea und Karl zum gemeinsamen Frühstück beim Bäcker im Dresdner Hauptbahnhof verabredet und verabschiedeten danach alle zusammen unsere Kleine. Jetzt ist es wieder an der Zeit, sich um das Mittagessen für lediglich zwei Personen, nämlich nur noch Carsten und mich, zu kümmern. Essenstechnisch gelten zu den Feiertagen bekanntlich ganz andere Regeln, auch bei uns –> viel zu viel und voller Kalorien. Sogar unser Ostergeschenk der Kinder hatte ein entsprechendes Beipackzettelchen    😉

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Und wie waren euer Ostern so?



2015 03.
März

Wenn die Kinder älter und dazu auch noch flügge werden, wird die gemeinsame Zeit mit ihnen zu einer Rarität. Deshalb geniessen wir diese Möglichkeiten nun besonders intensiv. Das letzte Wochenende war  z.B. nach langer Zeit mal ziemlich stark dem Familienleben gewidmet.

Stephanie kam bereits am Donnerstag aus Potsdam nach Dresden, hat sich aber erst einmal für einen Schwesternabend in Andreas Wohnheim entschieden. Ich möchte gar nicht wissen, wie die Öhrchen der Möchtegernmodels aus Heidi Klums Sendung geklingelt haben, denn beim Schauen solcher Programm“höhepunkte“ wird natürlich unter den beiden Geschwistern ganz kräftig über alle Protagonistinnen abgelästert    😉

Am Freitag nach der Arbeit holte ich unsere Kleine von ihrer Schwester ab. Zu dritt gingen wir zu unserem neuen Stamm-Dönermann auf der Borsbergstraße. Inzwischen fühlen wir uns dort richtig heimisch und auch Yusuf meinte, dass wir inzwischen fast wie eine kleine Familie wären. Ich gehe aber nicht nur deswegen gerne zum „Sultan“ essen    🙂

Den restlichen Abend haben wir erst ganz edel in der Karl-May-Bar im Kempinski-Hotel verbracht, wobei Andrea und Karl ebenfalls noch dazu gekommen sind. Wir wären wohl nie von allein auf diese Bar aufmerksam geworden, aber dank der Dresden for Friends-Karte war immerhin ein Cocktail für lau zu haben. Und man konnte sich schön unterhalten, denn die Musik war nicht aufdringlich und die Atmosphäre im Raum ganz gemütlich. Danach wechselten wir gegen 23 Uhr von edel zu rustikal und zogen in den benachbarten Irish-Pub Shamrock. Da die Küche dort aber um diese späte Tageszeit schon kalt war, gönnten wir uns noch einen kleinen (ungesunden) Mitternachtssnack bei der wohl weltweit bekanntesten Fastfoodkette dieser Welt, bevor wir Andrea und Karl nach Hause brachten und anschließend auch selber schnell ins Bett fielen.

Am Samstag wurde nicht im Apartamento OLCA gefrühstückt, denn für diesen Morgen konnten wir endlich mal unser Weihnachtsgeschenk einlösen. Beide Mädels haben uns damals nämlich einen Gutschein für „Gemeinsame Zeit“ geschenkt und dieser beinhaltete vor allen Dingen einen gemeinsamen Brunch. Wir all-you-can-eaten/brunchen immer sehr gern, weil man da viel Zeit zum Quatschen und Nebenbei-Essen hat … ohne Druck fertigzuwerden. Das wissen unser Kinder natürlich auch schon lange    🙂
Sie haben für das lange Frühstück das Restaurant L’Art de Vie ausgesucht und damit eine richtig gute Wahl getroffen! Nach dem leckeren und schönen Essen sowie viel Geschnatter haben wir uns von unserer Großen verabschiedet, denn sie verfolgte ab da schon wieder ihre eigenen Pläne, aber da sie ja noch in Dresden wohnt, sehen wir uns zwischendurch immer wieder    😉

Brunch-mit-Kindern

Mit Stephanie zusammen plünderten wir noch kurz einen Russenladen und schauten dann unsere aktuelle Lovefilm-DVDEdge of Tomorrow“ mit Tom Cruse und Emily Blunt. Aus meiner Sicht eine Mischung aus „Und ewig grüßt das Murmeltier“ und „Krieg der Welten“, aber der Film hat uns alle drei positiv überrascht    😉    Leute, welche viel Spaß bei „Source Code“ hatten, werden auch bei diesem Film nicht enttäuscht.

Tja, und ab da waren die Kinderzeiten mehr oder weniger vorbei, denn abends gingen Carsten und ich noch zu zweit in die Comödie, wo wir ganz viel Freude an dem Stück „Ziemlich beste Freunde“ hatten – die Karten hatten wir noch in 2014 gekauft, da war von dem Brunch und dem Kinderwochenende keine Spur. Die vier Schauspieler und auch das Bühnenbild haben den Film hervorragend wiedergegeben und uns enorm beeindruckt!

Am Sonntag verbrachte ich übrigens allerhand Zeit mit Lesen, denn das Buch „Februar“ hat mich wirklich gepackt. Als spannender Krimi mit Bezug zur aktuellen, politischen Situation in meiner Wahlheimat sehr empfehlenswert!



2015 16.
Feb.

Es kommt uns gar nicht so lang vor, aber der Kalender sagte eindeutig, dass unser diesjähriger Valentinstag bereits unser 9. Hochzeitstag sein soll. Da wir keine schulpflichtigen Kinder mehr unter unserem Dach haben, ist es etwas schwieriger geworden, in der heißbegehrten Zeit der sächsischen Winterferien Urlaub zu bekommen. Deshalb blieb uns diesmal nur ein Wochenendausflug ins Nachbarland, man wohnt hier ja schließlich quasi im Dreiländereck    😉

Ich habe als Ziel ein kleines Städtchen namens Jelenia Góra, in Deutschland eher als Hirschberg bekannt, ausgesucht, welches im polnischen Riesengebirge liegt. Die Entfernung zu Dresden beträgt 180 km, ein Hotel direkt im Stadtzentrum war schnell gefunden und gebucht, Carsten übernahm alles, was die Planung der Reiseroute anging und schon waren wir recht schnell gerüstet, dort hinzufahren.

Am Freitag, dem 13. Februar, verließen wir beide eher als sonst üblich die Arbeitsstätte und brachen nach einem kurzen Wechselstopp (EUR gegen PLN) am Hauptbahnhof gen Osten auf. Die Anreise verlief ohne Probleme. Etwas eigenartig ist für uns allerdings immer noch eine östliche Grenzüberquerung ohne jegliche Kontrolle … schön, aber immer noch irgendwie ungewohnt. In Polen merkten wir sofort im wahrsten Sinne des Wortes die gravierende Luftveränderung, denn auf unserer Route wird dem Geruch nach immer noch ganz viel mit Kohle beheizt, denn die Rauchwolken aus den Schornsteinen hatten die Farbpallette zwischen hellgrau und fast schwarz. Ich kannte diesen Geruch nur noch zu gut aus meinen Greizer Zeiten Anfang der 90er, als ich selber noch eine Ofenheizung hatte. Ganz ehrlich, vermisst habe ich diese bis heute nicht wieder    😉

In Hirschberg fanden wir Dank Planung und Navi recht schnell unser Hotel, bekamen unsere Zimmerschlüssel und waren mit dem zugewiesenen Übernachtungsort ausgesprochen zufrieden. Unser Auto stand direkt vor unserem Fenster im 1. Obergeschoss auf einem bewachten Parkplatz, das machte unseren Schlaf noch entspannter    😉
Aber wir gingen ja nicht gleich und sofort schlafen – es war ja auch erst um Fünf! Erst machten wir noch eine erste Kennenlernrunde durch die Innenstadt im Dunklen und dann kehrten wir in das Lokal Kuznia Smaku für unser Abendessen ein. Diese Lokalität direkt am Rathausplatz kann man echt nur empfehlen! Für den Nachtisch haben wir uns noch einmal auf die Suche begeben und endeten ganz gemütlich im Restaurant Sofa. Hier trifft man vor allem auf junges Volk, aber wir fühlten uns dort keineswegs deplatziert. Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel bzw. im Bettchen.

Am Hochzeitstag selber haben wir die Stadt schon früh Morgens (andere drehen sich um 9:15 Uhr an einem Samstagmorgen gerade zum ersten Mal im Bett um) im Hellen erkundet und sind dabei immer wieder irgendwo eingekehrt, um weitere Köstlichkeiten der polnischen Küche kennenzulernen, sowohl die herzhaften als auch die süßen:

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Ja, ihr habt es richtig gesehen, Heini war diesmal auch mit von der Partie    😉     also wird es über kurz oder lang an dieser Stelle auch noch seine Sicht auf diese Reise geben    😀
Nachdem wir alle Sehenswürdigkeiten abgegrast haben, gönnten wir uns noch einen schönen Spaziergang im Stadtpark auf dem Cavalierberg, denn das Wetter war einfach perfekt dafür! Abends entschieden wir uns aus Bequemlichkeit im hoteleigenen Gasthof zu essen. Das Essen war sehr lecker, nur die Sitzgelegenheit (Holzhocker) ließen kein großes Gefühl der Gemütlichkeit aufkommen – wir blieben dennoch fast zwei Stunden.

Am Sonntag packten wir nach dem Frühstück unsere Siebensachen ein und brachen nach Karpacz, den Deutschen mehr als Krummhübel bekannt, auf. Die Entfernung von 20 km ist ja wirklich nur ein Katzensprung! Dafür kamen wir bis direkt an den Fuß der Schneekoppe, welche mit 1603 m als höchste Erhebung des Riesengebirges gilt. Unser Plan war, mit der Seilbahn sowie weit es geht („Kopa“) nach oben zu fahren und dann den Rest des Weges bis zur Bergspitze zu laufen, aber aufgrund des starken Windes gab es keine Liftverbindung nach oben! Daher entschieden wir uns wenigstens eine Wanderung in der bezaubernden Schneelandschaft zu machen und von ca. 640 m die Hampelbaude in der Höhe von 1258 m zu erreichen. Ich finde Bergwanderungen an und für sich schön, aber dieses Gestapfe nach oben macht mich echt fertig    😉     !

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Aber letzten Endes haben wir das angepeilte Ziel doch noch erreicht und gönnten uns in der „Schronisko Strzecha Akademicka“ etwas Ess- und Trinkbares (meine quarkgefüllten Eierkuchen sind noch nicht fertig, deshalb sitze ich nur mit dem Tee da)

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Man glaubt es kaum, wie komisch und unbeholfen Leute laufen können, wenn sie die nur die klobigen Schuhe der Abfahrtskier anhaben! Und welches Getrampel dadurch in einem Holzhaus entstehen kann! Seitdem liebe ich meine bequemen Wanderschuhe noch viel mehr!

Auf dem Weg nach unten hatten wir sogar ein wenig Zeit für das eine oder das andere kleine Päuschen.

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Die Strecke, welche wir ins Auge gefasst haben, war allerdings für Wanderer wegen Lawinengefahr gesperrt, aber der alternative Weg war auch sehr gut zu erlaufen.

Als wir zurück im Karpacz ankamen, schauten wir uns noch von Außen die wohl außergewöhnlichste Kirche in ganz Polen an – die Kirche Wang:

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Was fällt euch bei dieser Kirche auf? Genau, es ist eigentlich eine typisch norwegische Stabkirche! Sie ist sogar tatsächlich norwegischer Herkunft und sollte einst im Örtchen namens Vang abgerissen werden, um durch eine modernere Bauweise ersetzt zu werden. Zum Glück hat der in Deutschland lebende Maler J.C.C. Dahl diese gekauft und dann im Riesengebirge wieder aufbauen lassen. Dort fällt sie wirklich sehr auf, passt aber ganz gut zu den Schneelandschaften – finde ich.

Das war der letzte Höhepunkt unseres Ausflugs. Von dort ging es mit einem kleinen Zwischenstopp zum Essen und zum Einkaufen von polnischen Lebensmittel direkt nach Hause.

Ich habe bei dieser Reise übrigens festgestellt, dass mein Polnisch inzwischen ziemlich gut geworden ist, denn ich wurde sowohl verstanden als auch verstand ich das geschriebene und gesprochene Wort, vorausgesetzt, es wurde nicht zu schnell ausgesprochen    😉
Das war insofern sehr nützlich, da sich die Deutsch- und Englisch-Kenntnisse der von uns kennengelernten, polnischen Bevölkerung als nicht wirklich gut erwiesen haben, obwohl der Wille, sich in diesen Sprachen zu unterhalten, stets vorhanden war. Allerdings dürfte mein Polnisch auch noch seeeeehr ausbaufähig sein    😉

Das war also die kurze Zusammenfassung von unserem Hochzeitstagausflug in die slawische Nachbarschaft    🙂



2015 07.
Feb.

Treue ist natürlich eine ganz wichtige Sache, aber ab und zu fremd zu gehen muss ja hin und wieder doch sein    😉    zumindest wenn es darum geht, eigene Teddybären zu Hause zu lassen und sich mit fremden Bären zu befassen. Ich habe von Ines samt Familie zum Geburtstag einen Gutschein für einen gemeinsamen Besuch der Ausstellung „Teddy möchte reisen“ bekommen und am letzten Dienstag habe ich diesen nun endlich einmal eingelöst.

Ich wurde direkt von der Arbeit angeholt und zum DREWAG-Treffpunkt gebracht. Der Eintritt war frei und die Ausstellung war schöner als ich dachte. Wobei ich zugeben muss, dass meine Aufmerksamkeit vorrangig nicht den alten Teddys in Stoffgestalt galt, sondern einer Bilderausstellung, welche in den Presseinformationen irgendwie gar nicht auftauchte. Die Kunst von Volker Zähme, auch als Volker Brummig bekannt, hat Ines und mir echt viel Spaß gemacht. Sie ist einfach witzig und lehrreich zugleich gewesen: Man nehme ein bekanntes Kunstwerk und „verbärt“ dieses – schon hat man eine Vorstellung von dem, was wir zu sehen bekamen. Das war mehr als amüsant!

Ein Test gefällig? Welches Bild erwartet man nach dieser Beschreibung?

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Wer auf dieses Bild getippt hat, kennt sich gut in Bärenkunst aus   🙂

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Ein weiteres hätte ich auch noch im Angebot:

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Und nun die Auflösung:

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Die Bärenwaffen (= Löffel) sind echt göttlich! Aber auch der Bilderrahmen mit Bärenornamenten ist nicht zu verachten    😀

Insgesamt beobachtete ich bei Herrn Brummig sehr viel Liebe zu bärigen Details:

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Und wer sagt, dass die Venus nach ihrer Geburt sofort gute Laune hatte    😉    ?

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Ich habe mir auch einen Bärigen Rahmen gegönnt: links ein Bär, rechts ein Bär – was will Olga mär?    😀

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Die Ausstellung war nicht sehr groß, aber richtig interessant. Wer sich wenigstens oberflächlich mit Kunst auskennt und Sinn für Humor sowie eine Vorliebe für die Teddys hat, wird beim Betrachten dieser Werke einiges für gute Laune entdecken!

Wir zwei verschwanden anschließend noch ins Eiscafe Venezia, um bei heißer Schokolade und anderen Leckereien nicht nur über das Gesehene zu quatschen. Das war ein richtig, richtig schöner Feierabend! Danke für das umwerfende Geburtstagsgeschenk und auch für die Fotos, denn ich selber hatte diesmal (ausnahmsweise) keine Kamera mit    😉



2015 25.
Jan.

Meine vergangene Woche hat diese Beschreibung in der Tat voll und ganz verdient. Die Olga-Spalte in unserem Familien- bzw. mittlerweile ja nur noch Pärchen-Planer war berstend voll, denn die Termine scheinen sich meistens einfach magisch anzuziehen. Denn kaum trägt man eine Verabredung ein, schon füllen sich alle anderen Tage quasi von ganz allein    😉    dennoch war es eine wirklich sehr, sehr schöne Woche!

Am Montag war ich mit Andrea im Theater, um mein Geburtstagsgeschenk einzulösen. Sie hat mir nämlich eine Eintrittskarte für  das Stück „Wie es euch gefällt“ im Staatsschauspiel Dresden geschenkt und eine zweite für sich besorgt. So wurde es ein richtig schöner Mutter-Tochter-Abend. Die Umsetzung von Shakespeares Komödie war allerdings alles anders als klassisch, aber es war dennoch witzig und wir beide hatten jede Menge Spaß. Es wird vermutlich nicht mein Theaterfavorit des Jahres werden, aber es ist sehenswert, wenn man auf unorthodoxe Umsetzungen von Klassikern gut zu sprechen ist.

Am Dienstag war es nach einem Monat wieder an der Zeit, zur Phrase4 zu gehen. Da Sabine Dreßler für ein halbes Jahr nach München ausgewandert ist, um ihre Doktorarbeit voran zu bringen, gab es als „Quotenfrau“ eine andere junge Autorin: Gesine Schäfer. Sie hat mich positiv überrascht, nicht zuletzt durch ihre gesten- und mimikreiche Art, ihre eigenen Geschichten vorzulesen. Nach der Lesung sind Carsten und ich noch für eine Portion Pelmeni ins Bistro Samowar eingekehrt. Letzten Endes haben wir nicht nur ein paar vor Ort vernichtet, sondern auch gleich noch unsere Vorräte mit 3 verschiedenen Füllungen aufgefüllt: ganz klassisch mit Schweinefleisch, einmal Schweinefleisch mit Pilzen und als süße Variante noch Wareniki mit Sauerkirschen    😉

im-Samowar

Am Mittwoch kam eine gute Freundin zum Abendessen vorbei. Nachdem sie sich verabschiedete und von Carsten nach Hause gebracht wurde, gönnten wir uns noch die DVD „Guardians of the Galaxy„. Ich fand Anfang und Mitte recht gut, aber als Kämpfe den Bildschirm minutenlang füllten, fielen mir immer wieder die Äuglein zu    😉    und Carsten hat’s bemerkt.
Ich brauche bei Kampfszenen eben irgendwelche Sprüche und Dialoge, um dran zu bleiben    😀    aber das Finale war dann wieder ganz passabel    😉

Am Donnerstag habe ich wie gewohnt Russisch unterrichtet. Ich mag meine VHS-Gruppe wirklich! Aber nach 2 Jahren werden wir wohl doch getrennte Wege gehen müssen, denn es fehlen noch ein paar Teilnehmer für das Zustandekommen eines 5. Semesters. Also werde ich demnächst Russisch nicht mehr donnerstags als Reaktivierungskurs führen, sondern dienstags eine Gruppe absoluter Anfänger bekommen.

Am Freitag kam unsere kleine Familie mal wieder komplett zusammen. Wir besuchten gemeinsam unseren neuen Dönermann und er fand unsere Kleine einfach nur bezaubernd    😀    für ihn war er immer nur „STEFFI !“ und zum Abschied gab es sogar zwei Lutscher für unsere Mädels (18 & 21 !!!).
Nach dem Essen setzten wir uns gemütlich in unserem Wohnzimmer zusammen und ließen unser Jahr 2014 Revue passieren. Das ist mittlereile seit 2009 eine Tradition geworden und alle OLCAs haben immer viel Freude daran, zu berichten, was man geplant und doch nicht geschafft hat, was der Film des Jahres war, worauf man hätte verzichten können usw.
Diesen Fragebogen füllen wir immer im Vorfeld aus und das ist eine sehr gute Basis, um sich über alles unterhalten zu können.

Samstag war für uns der Tag, an dem wir zusammen mit Freunden dank Annas Organisation viele guten Seiten der georgischen Küche kennenlernen durften. In einem Blockhaus des kleinen Ortes namens Lampertswalde gab es durch Eduard Ilg mit viel Liebe und Erfahrung frisch zubereitete Köstlichkeiten wie Plow:

plow

Chinkali:

chinkali

und natürlich Schaschlik:

schaschlick

Es gab zum Abschluss auch noch einen sehr leckeren, herzhaften Kuchen namens Chatschapuri, aber er war schon vor dem Foto aufgegessen    😉

Und heute durften Carsten und ich den Stadtteil namens Striesen, wo wir jetzt wohnhaft untergekommen sind, näher kennenlernen. Die dazugehörige Igel-Tour „Wer sein Leben will genießen, der nimmt sein Bett und zieht nach Striesen!“ war äußerst interessant, aber trotz, dass wir uns passend zum Wetter dick angezogen haben, froren wir am Ende der Tour (2 Stunden und 20 Minuten) wie die Schneider. Dafür waren die Neuigkeiten und Informationen äußerst lehrreich: 

  • Warum gibt es ausgerechnet an Schulen oft einen oder mehrere Maulbeerbäume ? 
  • Wie genau entstand der Jugendstil und was ist es ?
  • Warum gibt es ausgerechnet in Dresden noch so viele Gründerzeithäuser ?
  • Warum war der Elch im letzten Jahr nicht der erste in Dresden ?
  • Wie genau war das mit den Germanen, Sorben und Deutschen ?
  • Warum gibt es in Striesen z.T. verschiedene Straßenbreiten in einem Straßenzug ?
  • Welche Bedeutung hatten damals Stuck- & Lampenkranz bzw. was steckt dahinter ?
  • Warum gab es damals trotz Abwasserinfrastruktur so viele Trocken- & Außentoiletten ?

Inzwischen haben wir uns aber wieder gut in der Geborgenheit unserer Wohnung aufgewärmt und werden gleich noch eine Lovefilm-DVD, diesmal „Lucy„, anschauen.

Die nächste Woche sieht terminlich noch vergleichsweise entspannt aus … hoffentlich beschwöre ich mit dieser Aussage nicht noch etwas herbei    😉