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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2013 23.
Juni

Da die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung oder ErgĂ€nzung der Aufnahmen recht gering ist, entschied ich mich nun dafĂŒr, diesmal die Ergebnisse meines Juni-Projektes schon vor dem Monatsende zu prĂ€sentieren.

Mein Mann und ich entschlossen uns kurzfristig, das bevorstehende schöne Wetter am Wochenende zu nutzen und am Samstagmorgen gaaaanz frĂŒh aufzustehen. Der Wecker war auf 4:15 Uhr gestellt und schon ca. 20 Minuten spĂ€ter fuhren wir zur Bastei. Mein Schatz wirft mir (leider zu Recht     🙁     ) vor, dass ich Fahrtzeiten bei meinen Planungen immer wieder außer acht lasse – so auch diesmal. Somit war der Sonnenaufgang schon weit vor unserer Ankunft am Ziel vollzogen. Aber das Naturschauspiel, welches uns gezeigt wurde, war dennoch einfach umwerfend! Nebel und Sonnenstrahlen – das muss mal gesehen haben! FĂŒr diejenigen, welche dafĂŒr nicht mal ihr kuscheliges Bett am frĂŒhen Morgen verlassen möchten, haben wir ein paar Bilder mitgemacht     😀

Lilienstein, das Wahrzeichen des Nationalparks SĂ€chsische Schweiz, war wirklich beeindruckend: harte Felsen und weiche Nebelwolken zu seinen FĂŒĂŸen:

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Sonnenstrahlen und immer dĂŒnner werdender Nebel zwischen den Bergen:

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Wir hatten etwa eine Stunde lang die ganze Bastei nur fĂŒr uns und genossen das Gezwitscher der Vögel, welches man tagsĂŒber noch kaum wahrnehmen wĂŒrde. Aber dann kamen noch 2 weitere PĂ€rchen vorbei, um das Aufwachen der SĂ€chsischen Schweiz zu erleben:

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Die menschenleere BasteibrĂŒcke aus der Ferne … :

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… und aus der NĂ€he (ich stehe auf solche Schattenspiele!):

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Carsten genoss diesen bezaubernden Morgen mit Weitblick genau so wie ich:

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Als vom Nebel immer weniger zu sehen war, konnte man in der Ferne wunderbar sowohl den Lilienstein als auch die Festung Königstein erkennen. Links im Bild (das Braun) sieht man noch die Auswirkungen des Hochwassers vor nicht all zu langer Zeit:

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Aber die SÀchsische Schweiz hat nicht nur Berge zu bieten, denn bei einem Spaziergang zum Hockstein in dieser Morgenstille und unter majestÀtischen Buchen kommt man sich wie in einem MÀrchen vor:

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Die lange Regenzeit vor dem Hochwasser hat natĂŒrlich auch fernab der Elbe ihre Spuren hinterlassen. Manche sehen darin natĂŒrlich nur eine lĂ€stige DreckspĂŒtzen, manche – so wie ich zum Beispiel – lieben die Spiegelung der Grashalme und des GrĂŒns     😉 :

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Wusstet ihr, dass auch Fliegen in ihrer Freizeit, also wenn sie uns Menschen nicht auf den Wecker gehen, gelegentlich gern Verstecker spielen? Ich habe eine gefunden!

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Unser ursprĂŒnglicher Plan beinhaltete nach dem Fotografieren in aller HerrgottsfrĂŒhe ein FrĂŒhstĂŒck in Bad Schandau, aber als wir dort ankamen, wurde uns unser Denkfehler schmerzlich bewusst, denn das schöne StĂ€dtchen hatte immer noch ganz heftig mit den Nachwirkungen der Flut zu kĂ€mpfen. Die Leute konnten ja nun endlich in ihre HĂ€user und trugen alles hinaus, was durch das Wasser unbrauchbar geworden war. Am Straßenrand lagen Berge von herausgerissener DĂ€mmung neben Möbeln aller Art und, und, und … ein trauriges Bild. Ich schĂ€me mich in solchen Momenten Bilder zu machen … ich bringe es ein einfach nicht fertig. Ich fotografiere viel lieber GlĂŒckliches und Fröhliches als Trauriges. Da habe ich eher das BedĂŒrfnis zu helfen und zu trösten. Ergo, aus mir wird wohl nie ein Zeitungsreporter werden …
Naja, jedenfalls waren natĂŒrlich all die BĂ€ckereien, welche wir noch von unseren Besuchen am 2. Hochzeitstag bzw. bei unserem Ausflug vor einem Jahr mit Constanze und ihren Freunden in Erinnerung hatten, auch ein Opfer des Hochwassers geworden. Nur der Lidl hatte am Tag zuvor wieder aufgemacht und somit auch die dazugehörige BĂ€ckerei – das war die Rettung fĂŒr unsere knurrenden MĂ€gen!

Von unserem Tisch vor dem Laden aus haben wir allerdings immer noch aufeinandergeschichtete SandsÀcke gesehen und die unteren waren nach wie vor klitschnass:

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Auf dem Weg zurĂŒck nach Dresden machten wir noch einen kurzen Fotostopp im ebenfalls hochwassergeplagten Königstein, um die Festung aus einer etwas anderen Perspektive als gewöhnlich auf die Speicherkarte zu bannen:

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Und fĂŒr diese Aufnahme ist mein lieber Mann extra noch einmal umgedreht und zurĂŒckgefahren:

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Wir haben den Knipstag mit dem Lilienstein angefangen und nun auch beendet     😀

Zu Hause fielen wir natĂŒrlich erstmal fĂŒr zwei Stunden ins Bett, denn auch Erwachsene brauchen ihren Schlaf     ;-)Nachdem wir wieder Kraft getankt hatten, machten wir uns noch auf den Weg zur Dresdner MĂŒhle, welche anlĂ€sslich ihres 100-jĂ€hrigen JubilĂ€ums schon vor langer Zeit einen „Tag der offenen TĂŒr“ angepriesen hat. FĂŒr uns war es allerdings sehr enttĂ€uschend, denn obwohl die gesamte Feier von 11 bis 20 Uhr ging, waren ab 15 Uhr keine FĂŒhrungen mehr durch die Fabrik möglich. Wir schnappten uns frustriert eine Bratwurst und einen Teller Kesselsuppe und gingen nach dem Aufessen unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Auf dem Weg zum Auto machen wir allerdings einen kleinen Abstecher an einem Delikatessenladen, an welchem wir sonst immer nur achtlos vorbei gefahren sind – „Via del Gusto“. Diesmal haben wir zwar noch nichts gekauft, aber ich schĂ€tze mal, daß ich zukĂŒnftig wohl doch ab und an mal einen Teil meines Lohns dort lassen werde     😉

Es ist nun doch ein ganz schön langer Beitrag geworden, aber ich hoffe, ihr habt bis zum Ende durchgehalten     😉
FĂŒr Juli sind FrĂŒchte und Beeren als Models geplant, dafĂŒr werde ich dann aber wohl doch einen ganzen Monat brauchen und nicht nur einen einzigen Samstagsausflug     😀     aber: ich muss dafĂŒr auf jeden Fall nicht so frĂŒh aufstehen!



2013 13.
Mai

Ich habe schon gedacht, dass ich diesen Besuch abblasen muss, denn es ging mir einige Tage zuvor nicht sonderlich gut. Aber glĂŒcklicherweise besserte sich mein Zustand, so dass Carsten und ich am Donnerstag bzw. MĂ€nnertag unsere Siebensachen ins Auto geworfen haben und zu unseren Freunden Kasia und Rafal nach Breslau gefahren sind. Wir haben sie und ihr Töchter vor ziemlich genau einem Jahr ĂŒber Couchsurfing kennengelernt. Breslau war schon seit Langem eine Stadt, welche ich unbedingt sehen wollte. Außerdem ist Kasia genauso an europĂ€ischen Geschichte der 30er & 40er- Jahre des 20. Jahrhunderts interessiert und darum beschlossen wir schon damals, dass wir mal gemeinsam zu den KZs Buchenwald und Auschwitz fahren sollten. Da die Stadt Auschwitz zudem in der NĂ€he von Krakau liegt, bot es sich förmlich an, diese historische und fĂŒr Polen ebenfalls sehr bedeutende Stadt wenigstens mal kurz persönlich kennen zu lernen.

Breslau – die Polen nennen es WrocƂaw – ist eine ganz bezaubernde Stadt! Vom LebensgefĂŒhl erinnerte sie mich sehr stark an Santiago de Compostela, denn auch hier wird Altes und Neues perfekt ausbalanciert. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes fröhliches Jugendleben (Studenfestival „Juwenalia“) mitbekommen und konnten sowohl unzĂ€hlige Kirchen als auch andere historische Ecken und GebĂ€ude, z.B. die Uni, besuchen. Außerdem habe ich etliche Zloty fĂŒr polnische DVDs ausgegeben – ich freue mich schon auf den nĂ€chsten verregneten und terminfreien Sonntag     😀
Witzigerweise gibt es ĂŒberall in dieser Stadt verteilt 95 Bronzezwerge (polnisch: krasnale) und die, die ich fotografiert habe, werde ich auch in KĂŒrze mal hier zeigen. Aber mein Herz hat definitiv die „BĂ€renstatue mit Zunge“ am Rathaus erobert     😀

Krakau – auf polnisch KrakĂłw – ist ebenfalls einen Besuch wert und auch hier fanden wir den interessanten Mix aus Studentenleben und ganz viel gelebter alte und neue Geschichte. Allerdings wurde diese Stadt schon seit LĂ€ngerem exzessiv fĂŒr Touristen erschlossen und so fehlte mir besonders das Eintauchen ins normale Leben der Einheimischen, welches ich in Breslau so genossen habe. Sehr beeindruckend fand ich den Marktplatz, aber auch das Schloß ist grandios – dabei darf man natĂŒrlich nicht den hin und wieder feuerspeienden Drachen am Ufer der Weichsel vergessen! Das JĂŒdische Viertel kommt vom Flair her der Dresdner Neustadt recht nahe. Leider schafften wir es aber nicht mehr, noch die Ausstellung in der Fabrik von Oskar Schindler zu besuchen. Vielleicht wird das frĂŒher oder spĂ€ter mal ein Grund sein, fĂŒr eine zweite Reise nach Krakau zu kommen – wer weiß …

Die Kleinstadt Auschwitz wird von den Polen Oƛwięcim genannt und wird natĂŒrlich immer mit dem grĂ¶ĂŸten Vernichtungslager der Nazis in Verbindung gebracht. Dieses Ziel hat mich schon immer sehr interessiert, obwohl ich gleichzeitig etwas Angst vor diesem Besuch hatte. Kasia ging es Ă€hnlich und so kam es, dass sie trotz der relativen NĂ€he zu Breslau (etwa 2 Stunden Autofahrt) die GedenkstĂ€tte ebenfalls noch nie besucht hat. Zusammen und mit der UntersĂŒtzung unserer MĂ€nner ließen wir uns auf diese emotionsbeladene Reise ein. Da die FĂŒhrungen durch das Lager Auschwitz und das Lager Auschwitz-Birkenau in verschiedenen Sprachen angeboten werden, trennten wir uns fĂŒr die Dauer von 4 Stunden – Carsten und ich meldeten uns fĂŒr eine in Deutsch gefĂŒhrte Gruppe und Kasia und Rafal fĂŒr die polnische an. Wir zahlten mit 35 Zloty (ca. 10 Euro) pro Person etwas mehr als unsere polnischen Freunde (20 Zloty), aber am Ende stellten wir im GesprĂ€ch fest, dass unsere Gruppenleiterin sich wesentlich mehr Zeit fĂŒr die AusstellungsrĂ€ume und ihre ErklĂ€rungen genommen hat und sehr ausfĂŒhrlich durch die beiden Lager fĂŒhrte. Am Ende hat uns die Tour emotional sehr berĂŒhrt und das Wetter hĂ€tte den Ernst des Themas nicht besser unterstreichen können: bei grauen Regenwolken wirkten die dunklen Baracken, die bedrohlichen WachtĂŒrme und die hohen StacheldrahtzĂ€ume umringt von frischem, grĂŒnen Gras nahezu gespenstisch. Anfangs nieselte es nur, aber am Ende der FĂŒhrung verstĂ€rkte sich der Regen … es wĂ€re irgendwie nicht richtig gewesen, einen derart traurigen Ort bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel zu besichtigen.

Auf der RĂŒckfahrt nach Dresden brachten wir Kasia und Rafal noch auf halbem Wege nach Hause und gegen 19 Uhr hieß es auch fĂŒr uns Abschied zu nehmen und wieder zurĂŒck nach Deutschland zu fahren – das verlĂ€ngerte Wochenende war leider definitiv vorbei.

Polen ist auf jeden Fall eine Reise wert, zumal gerade Breslau mit ca. 2,5 Stunden Autofahrt fĂŒr uns doch so nah ist. Ich konnte meine Polnischkenntnisse etwas aufpolieren und ĂŒbte fleißig das Sprechen mit Einheimischen. Sie haben mich sogar recht gut verstanden! Und zudem schmeckt das polnische Essen einfach verdammt gut     🙂     das Bier ĂŒbrigens auch     🙂



2013 05.
Mai

Das Wetter ist endlich etwas wĂ€rmer geworden und ich traute mich sogar ohne Schal nach Draußen. Die SĂ€chsische Schweiz ist fĂŒr eine bĂ€renstarke Wanderung mit ganz vielen tollen Erlebnissen nach wie vor unschlagbar. Da musste ich einfach hin.

Das große Ziel war der Zirkelstein. Ok, wie ein Stein sieht das definitiv aus, aber wo ist der Zirkel?!

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Der Aufstieg war allerdings nicht so ganz ohne, denn es gab gaaaaanz viele Stufen:

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Oben konnte ich mich etwas ausruhen, aber die Steine sind ganz schön hart fĂŒr meinen kleinen Pops:

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Da fand ich das Liegen auf weichem Moos schon viel angenehmer, besonders nachdem ich alle Stufen wieder herunter gekrabbelt bin:

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Und ĂŒberhaupt war ich von den ganz vielen BlĂŒmchen hin und weg, auch von den ganz, ganz kleinen:

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Diese fand ich natĂŒrlich wunderschön:

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Und das Klettern auf einen Baum hat sich auf jeden Fall gelohnt:

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Und dann habe ich einen großen Ball gesehen, welcher von oben auf mich herab fiel:

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Wenn es diesen Ball nicht gegeben hĂ€tte, hĂ€tte ich auch meine neue Freundin Ines nicht entdeckt! Sie hat mir alles gezeigt und kĂŒmmerte sich sehr liebevoll     :verliebt:     um mich:

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Sie schaukelte mit mir…

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… gab mir einen zarten Schubs auf der Rutsche:

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… und sie wollte mir so gern ein Eis vom SofteisbĂ€ren ausgeben:

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Das war aber leider alle     :weinen:

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Da hat sie mir eben eine leckere Waffel als Trost geschenkt:

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Ich wollte mich bei ihr mit Holz fĂŒr ihren Kamin und einen gemĂŒtlichen Abend zu zweit revanchieren. Meine Tatzen waren aber zu schwach dafĂŒr:

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Ich habe versucht es mit der Kraft meines Bauchs noch etwas zu bewegen, aber es blieb genau so erfolglos:

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Da habe ich ihr wenigstens ein KĂ€ffchen ausgegeben:

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Und dann musste sie schon nach Hause, ich  habe ihr hinterher geschaut und mit der Tatze gewunken:

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Sie hat versprochen, sich bei mir zu melden! Na ja und ich bin dann noch ein wenig allein weiter gewandert und habe einen kleinen See entdeckt:

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Echt romantisch, stimmt’s?  Vielleicht sollte ich Ines dorthin mal zu einem Picknicken einladen? Aber dann habe ich ganz in der NĂ€he dies gesehen:

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Hmm, das ist ja gar nicht romantisch, ich muss wohl mir ein anderes PlĂ€tzchen fĂŒr uns zwei suchen. Mal sehen, wo ich noch etwas Kuscheliges finden kann     😉



2013 21.
Apr.

Im September, zu seinem 38. Geburtstag, habe ich meinem Schatz ein besonderes Geschenk gemacht. So uneigennĂŒtzig wie ich nun mal bin, schenkte ich ihm nicht nur eine Panzerfahrt, sondern buchte das komplette „Brandenburg Spezial“-Wochenende beim Panzerkutscher. Den passenden Termin haben wir bereits im Januar ausgesucht und vereinbart – dieses Wochenende war es dann endlich soweit. Bis zur letzten Minute zitterten wir zwei etwas, ob auch alles gut geht, denn nachdem ich mit Husten und Schnupfen fast fertig war, fing mein Mann mit dem KrĂ€nkeln an. Aber glĂŒcklicherweise wurde er rechtzeitig nahezu komplett gesund und das Wetter hat auch wunderbar mitgespielt     :verliebt:

Also ging es gestern frĂŒh, irgendwann zwischen 8 und 9 Uhr morgens auf die Autobahn gen Brandenburg. GefrĂŒhstĂŒckt haben wir unterwegs beim Goldenem M, dem zuverlĂ€ssigen Versorger aller Fahrenden. Da das Wetter versprach, schön zu werden, fuhren wir mit unserem SMART ganz gemĂŒtlich (dank Tempomat) hin und kamen sogar eine Stunde eher am Spielplatz der großen Jungs an, als vereinbart war. Dort bestĂ€tigte sich nochmals der Spruch „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ und schon ein paar Minuten spĂ€ter quetschte sich Carsten in die enge Luke des Bergepanzer T55-T,  wĂ€hrend ich mich relativ gemĂŒtlich auf der „Dachterrasse“ des GefĂ€hrts aus russischer Fertigungsschmiede ausbreiten konnte. Die 30 Minuten vergingen bei diesem Fahrspaß durch Matsch und GelĂ€nde im Nu! Es war fĂŒr uns beide eine ganz neue Erfahrung und Carsten hat am Ende dieser Fahrt seinen PanzerfĂŒhrerschein in die Hand gedrĂŒckt bekommen. Danach ergab sich noch die Möglichkeit, fĂŒr kleines Geld (10 EUR/Nase) bei einer Speedfahrt mit einem BMP SchĂŒtzenpanzer mitzufahren. Ich, als einzige Dame der 6er-GĂ€stetruppe, durfte einen Helm tragen, vorne in einer Luke stehen und hatte somit ganz gewiss den besten Blick von allen. Der Fahrer passte sehr gut auf mich auf und fragte ĂŒber Funk immerzu, ob alles ok ist. Ich konnte mich gut festhalten und war schlau genug bei dem seeeeehr unebenen und schlammigen GelĂ€nde mit angewinkelten Beinen zu stehen     😀     naja, einen großen am Bein und einen blauen Fleck am Ellbogen habe ich nun dennoch als Andenken mitgenommen.  Das MilitĂ€r sollte ernsthaft mal darĂŒber nachdenken, solche Fahrzeuge besser auszupolstern     😉     die mitfahrenden Soldaten werden es bestimmt danken     :lachen-xxl:

Als der Fahrspaß dann leider endgĂŒltig vorbei war, gönnten wir uns am Imbisswagen noch eine Curry-/Bratwurst und beobachteten dabei, wie sich andere Fahrer mit Material und GelĂ€nde zurechtfanden. Es gab ĂŒbrigens auch Frauen, welche eine solche  Fahrt als Geburtstagsgeschenk bekommen haben!

Als die Panzer nacheinander das GelĂ€nde verließen, stiegen auch wir wieder in unseren Kleinwagen und fuhren zu unserer Pension. Dort haben wir die Bekanntschaft mit einem „bissigen“ Hund (so das Schild) gemacht, der sich nach einem Keks aber ganz schnell als sehr kuschelbedĂŒrftig entpuppte. Das Zimmer war fĂŒr eine Nacht richtig gut, das Bad mussten wir zwar mit einem weiteren GĂ€stepaar teilen und das Haus ist relativ hellhörig, aber sonst war alles sauber, ordentlich und alle auch sehr freundlich.

Nun hatten wir bis zu unserem gebuchten Candle-Light-Dinner noch etwas Zeit und nutzten diese fĂŒr einen Spaziergang durch FĂŒrstenwalde. Eine Kleinstadt wie sie im Buche steht     🙂     wir waren sogar sehr ĂŒberrascht, dass wir dort relativ viele AuslĂ€nder gesehen haben – allerdings wohl nicht als Touristen. Der Dom St. Marien hat uns am besten gefallen, denn die sehr gelungene Mischung aus Erhalt der zerstörten historischen Bausubstanz und der Aufbau mittels moderner Architektur fĂŒgt sich optimal zusammen! Und unser Spaziergang an der Spree war einfach nur romantisch     :verliebt:

So romantisch wie unser Restaurant „Seeblick“: sehr liebevoll ausgestattet, das Essen (Fisch fĂŒr mich, Steak fĂŒr Carsten) schmeckte ausgezeichnet und die Betreuung durch den Chef persönlich rundete das kulinarische Erlebnis perfekt ab! Unsere Apperetifs genossen wir zuvor auf der Terrasse, ganz ungestört in einer herrlichen Ruhe und mit Blick auf einen großen See, und das 3-GĂ€nge-MenĂŒ wurde uns im Restaurant serviert – alle SonderwĂŒnsche waren kein Thema!

Am heutigen Sonntag nutzten wir die Zeit nach dem FrĂŒhstĂŒck, welches wir noch mit anderen Panzerfahrtbegeisterten von gestern einnahmen, die ebenfalls in dieser Pension gebucht hatten, um die Umgebung etwas nĂ€her kennen zu lernen. Unser Ziel war der ScharmĂŒtzelsee, speziell das StĂ€dtchen Bad Saarow. Am frĂŒhen Morgen ist auch dieser Kurort noch recht menschenleer und wir haben ganz in Ruhe und fast schon Einsamkeit einen schönen Spaziergang entlang des Seeufers gemacht, konnten zwei Anglern beim Hechtfangen zugeguckt und ich stellte mit Erstaunen fest, dass der berĂŒhmte russische Schriftsteller Maxim Gorki in diesem Ort seine Lungentuberkulose behandeln ließ.

Danach entscheiden wir uns noch fĂŒr einen kleinen Abstecher nach Wendisch-Rietz und anschließend fuhren wir bei traumhaftem, sonnigem Wetter in unserem offenen Cabrio ĂŒber Landstraßen zurĂŒck nach Hause. Unterwegs staubten wir in einem Gasthof noch ein Mittagessen ab und kamen gegen 17 Uhr glĂŒcklich und mit leicht gebrĂ€unten Gesichtern wieder in der Casa OLCA an. Was soll ich sagen … es war einfach ein wundervolles PĂ€rchen-Wochenende     :verliebt:     

Ein paar Fotos folgen in KĂŒrze, vorab nur dies eine: 

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2013 04.
Apr.

Und wieder ist ein Monat rum. Zum GlĂŒck war er etwas lĂ€nger als sein VorgĂ€nger, so konnte ich wenigstens zwei Versuche unternehmen, das Fotomodel namens Essen ins rechte Licht zu rĂŒcken. Das Ganze hat sich ĂŒbrigens als eine recht schwierige Aufgabe entpuppt und etliche Aufnahmen mussten wieder ĂŒber die RegenbogenbrĂŒcke ins Land der glĂŒcklichen Bits und Bytes gehen. Dabei konnten sie nicht mal was dafĂŒr – ich habe mir ein paar schrĂ€ge Experimente geleistet … die meisten allerdings unabsichtlich     :erroeten:  

Meine Lehre daraus:

  1. Immer das Fenster komplett abdunkeln, denn das Licht, welches durch die Fensterscheiben reinkommt, spiegelt sich vorrangig da, wo ich es gar nicht gebrauchen kann, z.B. im Weinglas.
  2. Makro ist beim Essen doch nicht so toll, wie ich zuerst dachte.
  3. Eine große Blende lĂ€sst zwar hellere Bilder zu, dafĂŒr ist die TiefenschĂ€rfe fĂŒr die Katz.

Dank Carstens kritischem Blick konnte ich zwischendurch mein Fotoverhalten doch noch rechtzeitig meinen ehrgeizigen Zielen anpassen     😀

Aber ein paar Bilder kann ich nun der Öffentlichkeit prĂ€sentieren, auch wenn ich selber daran noch einiges zu bemĂ€ngeln habe     😉     vielleicht sind mir meine Leser etwas gnĂ€diger als ich zu mir selber bin     😉

Zuerst möchte ich euch gern zu einer Tasse Tee einladen:

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Die GebĂ€ckkringel an der Tassenseite sind aus einem Russenladen und heißen „Suschki“, was TrockengebĂ€ck bedeutet. Sie schmecken meiner Familie in jeder AusfĂŒhrung ganz toll, besonders auf Reisen und beim Wandern. So sehen sie ohne Teebegleitung aus:

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Man kann den Tee ĂŒbrigens auch mit Sahne trinken:

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Aber, um ehrlich zu sein, ist das nur die Spiegelung meiner Beleuchtung     😀

Jetzt könnte man langsam zu etwas KrĂ€ftigeren ĂŒbergehen … wie wĂ€re es mit ein paar gefĂŒllten Champignons?

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GefĂŒllte Artischockenherzen hĂ€tte ich auch noch im Angebot – dazu noch ein GlĂ€schen Rotwein:

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Wer keine Artischocken mag, hat vielleicht Appetit auf gefĂŒllte schwarze Oliven:

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GrĂŒne Oliven kann ich ebenfalls auftischen:

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Und ĂŒberhaupt, ich habe noch mehr gefĂŒllte Sachen fĂŒr meine GĂ€ste bereitgestellt:

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Und am Rotwein sollte es ja sowieso nicht mangeln     😉

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Ihr seid herzlich eingeladen !     🙂

Im April werde ich austesten, welchen Blödsinn man mit einem Fish-Eye so machen kann. Noch habe ich keinen festen Plan, was genau mir unter die gebogene Linse kommen soll, daher bin auch ich gespannt, was ich euch am Ende des Monats prĂ€sentieren kann     😉



2013 10.
MĂ€rz

In der vergangenen Woche habe ich mich zunĂ€chst recht zurĂŒckhaltend, aber mit jedem Tag etwas krĂ€ftiger in den Alltag zurĂŒckgekĂ€mpft. Mein Schnupfen ist so gut wie besiegt und die Halsschmerzen sind ebenfalls auf dem absteigenden Ast. So konnte ich am Montag auch wieder arbeiten gehen. Abends war ich dafĂŒr allerdings meistens ganz schön platt und schlief relativ frĂŒh ein – noch dazu wie ein Stein. Wenn ich meinem Mann Glauben schenken  darf, sogar wie ein ganz laut schnarchender Stein     😉

Aber Ende der Woche war ich dann endlich wieder fit fĂŒr die Sachen, welche Spaß machen. So gingen Carsten und ich mit einem anderen superlieben PĂ€rchen in ein italienisches Restaurant, um gebĂŒhrend den Internationalen Frauentag am 8. MĂ€rz zu feiern.  Das „Delizia“ liegt  zwar nicht gleich bei uns um die Ecke, aber die Fahrt dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt – das Essen war einfach total umwerfend!!! Die Preise sind zwar etwas höher als bei unserem Lieblingsitaliener, aber man merkt, dass vieles nicht aus dem Großmarkt dazugekauft, sondern wirklich selbst hergestellt wurde (z.B. Olivenöl) und dass die Chefin selbst einen direkten Draht zu Ihrer Kundschaft hat – es wurde viel beredet. Wir hatten einen ganz bezaubernden Abend!

Am Samstag gingen Carsten und ich zu einer fĂŒr uns außergewöhnlichen Zeit ins Kino (bereits um 14.45 Uhr) und schauten uns die Familienkomödie „Die Bestimmer – Kinder haften fĂŒr ihre Eltern“ an. Solche Familiengeschichten gehen uns beiden ziemlich zu Herzen und so mussten wir bei dieser Vorstellung des Öfteren so tun, als ob irgendwas im Auge kribbelt     😉     oskarreif ist der Film gewiss nicht, aber dennoch fanden wir ihn sehr sehenswert.

Heute erlebten wir den Auftakt zu unserem Irish-Dance-Monat MĂ€rz, denn zum ersten Auftritt des IDC gingen wir auf die Messe „Aktiv+Vital„. Ich durfte wieder Fotos machen und bei Carsten waren seine handwerklichen FĂ€higkeiten gefragt, da vor dem Auftritt auf der BĂŒhne die Holzplatten fĂŒr den richtigen Sound der „Hard Shoes“ schnell verlegt und nach dem Auftritt wieder weggerĂ€umt werden mussten – natĂŒrlich nicht nur er alleine, sondern zusammen mit ein paar anderen NichttĂ€nzern und inoffiziellen IDC-Groupies … Ă€h … Crewmitgliedern. Am nĂ€chsten Wochenende wartet auf uns und die IDCler der Auftritt bei der „2nd St. Paddy’s Day Ship Parade“ und die Woche darauf wird der „St. Patrick’s Day“ im Golfclub Possendorf gefeiert. Am Monatsende zeige ich dann in einem Rutsch die Bilder von allen drei Events, ok?     😀



2013 09.
Feb.

Dass sich dieser Spruch nicht mehr auf mich bezieht, versteht sich wohl von selbst     😀     aber es gab bis Mittwoch noch eine Person in der Casa OLCA, die in diesem sĂŒĂŸen Alter war. Nun ist auch Stephanie ein Jahr Ă€lter geworden und insbesondere fĂŒr mich ist es ein wenig schrecklich, sich vorstellen zu mĂŒssen, dass sie bereits in einem Jahr volljĂ€hrig sein wird! Wenn ich als Mutter daran denke, komme ich mir ganz schön al…  Àhm… reif und weise vor     😀     aber ein Jahr lang darf ich noch das Kommando in Sachen Lebensgestaltung der Kleinen behalten     🙂

Am Mittwoch sind wir um 17 Uhr alle in der Casa OLCA zusammengekommen und das Geburtstagskind durfte ihre Geschenke von uns und von ihrer großen Schwester auspacken:

Es gab die in unserer Familie ĂŒbliche Mischung: etwas zum Lesen, etwas zum Anziehen, etwas zum Naschen, etwas zum Spielen, etwas fĂŒr die Erhaltung der natĂŒrlichen Schönheit und natĂŒrlich ein paar witzige Überraschungen – es geht bei uns einfach nicht ohne (und das ist gut so!)     🙂

Danach sind wir zusammen ins Western-Inn nach Scharfenberg, ein kleines Örtchen zwischen Dresden und Meißen, gefahren, um gemĂŒtlich zu feiern. Ich war sehr erstaunt, dass das Restaurant auch mitten in der Woche richtig gut ausgebucht war und freute mich innerlich, dass ich vorsorglich einen Tisch fĂŒr uns reserviert habe. Übrigens: sie bieten dort um diese Jahreszeit einen richtig leckeren und offensichtlich selbstgemachten ApfelglĂŒhwein an!
Wir haben aber dieses Lokal aber wegen einer anderen Besonderheit ausgesucht. Auf Kosten des Hauses gibt es als „Vorspeise“ immer ein Tellerchen ungeschĂ€lter ErdnĂŒsse und wenn man diese schĂ€lt, darf man die Schalen einfach auf den Fußboden werfen … genau DAS wollte Stephanie schon immer mal machen. Beim ersten Versuch im November 2008 hatten wir an einem Freitagabend nicht vorbestellt und mußten unverrichteter Dinge wieder abziehen und beim zweiten Versuch im Sommer 2010 saßen wir draußen auf Kies, wo man bitte keine Schalen mittels Schwerkraft entsorgt. Jetzt aber hatte sie endlich das herrliche GefĂŒhl, sowas mal machen zu dĂŒrfen!     :unschuldig:
Das restliche Essen ist ĂŒbrigens ebenfalls sehr zu empfehlen.

Unseren Nachtisch haben wir allerdings dann noch woanders geholt – das Angebot des allseits bekannten Lokals mit dem goldenen M inklusive CafĂ© hat immer das Passende fĂŒr jeden von uns parat     😀
Dass wir den ganzen Abend unabhĂ€ngig der LokalitĂ€t mit viel Reden verbracht haben, ist garantiert jedem Leser auch so klar, denn solch entspannten ZusammenkĂŒnfte genießen wir vier immer sehr intensiv und außerdem gilt fĂŒr uns, dass es sich beim Essen eh besser redet     🙂

Unseren nĂ€chsten Familiengeburtstag wird es in Juni geben und danach werden wir nur noch einen Teenager im Kreise der OLCAs haben, denn Andrea wechselt dieses Jahr von Teen zu Twen …



2013 19.
Jan.

Hin und wieder bin auch ich mal fĂŒr 1-2 Tage dienstlich unterwegs. Diesmal hat es mich von Mittwoch bis Donnerstag nach Wiesbaden verschlagen. NatĂŒrlich habe ich mich die meiste Zeit mit meinen dienstlichen Aufgaben beschĂ€ftigt, aber am Donnerstagmorgen war ich viel zu frĂŒh wach und beschloss deshalb,  30 Minuten meines Lebens dafĂŒr zu verwenden, eigene EindrĂŒcke von einer kleinen Ecke dieser Stadt zu sammeln.

Dieses Blind-Date, kombiniert mit Speed-Dating in der Wiesbadener Einkaufszone, in der ich mich ganz im Alleingang zurechtgefunden habe, kann ich nun der Welt in meinem Blog zeigen. Bitte kein objektives Urteil ĂŒber diese Stadt erwarten, denn in ein paar Minuten im Schweinsgalopp nimmt man eigentlich nur ein paar sehr wenige EindrĂŒcke mit. Vielleicht sollte ich mal wiederkommen, diesmal aber mit meiner OrangenhĂ€lfte und viel Zeit zum Schlendern     🙂


Übrigens, die ersten zwei Aufnahmen sind noch abends beim Essen entstanden. „Sherry & Port“ hat sich als erstklassiger Tipp erwiesen. Allerdings ist diese LokalitĂ€t derart beliebt, dass es sich dringend empfiehlt, einen Tisch vorab zu reservieren. Dass es so begehrt ist, wundert mich angesichts dessen, dass das Essen lecker, die Bedienung nett und die GetrĂ€nkeauswahl den vom Namen erweckten Erwartungen mehr als gerecht wird, ĂŒberhaupt nicht. Also, bei der nĂ€chsten Reise nach Wiesbaden auf jeden Fall die Adresse vormerken     😉

Übrigens, falls jemand schöne, gemĂŒtliche, romantische und bezahlbare Restaurants in Weimar und Umgebung empfehlen kann – ich bin ganz Ohr! Das wird nĂ€mlich Carstens und mein nĂ€chstes Reiseziel zum Hochzeitstag sein     🙂



2012 28.
Okt.

In der kĂ€lteren Jahreszeit kommt unser gemeinsames Hobby – Filmegucken – wieder mal so richtig zur Geltung. Dank regelmĂ€ĂŸiger Versorgung durch Lovefilm haben wir zwar auch zu Hause ein recht abwechslungsreiches Programm, aber ein Kinobesuch ist nach wie vor immer noch etwas Besonderes. Klar, wir sehen uns ziemlich viele Blockbuster an, aber auch Dresdner Programmkinos haben zum Teil ziemlich gute Chancen, uns auf ihre SitzplĂ€tze zu locken.

So auch letzte Woche – es war ein deutscher Film, welcher uns in die „Schauburg“ lockte: „Sushi in Suhl„. UrsprĂŒnglich mal als reiner Frauenkinoausflug mit Barbara ins Auge gefasst, entwickelte sich dieses „Event“ zu einem Zwei-PĂ€rchen-Kinobesuch … erstaunlicherweise haben sich sowohl Barbaras GĂŒnter, als auch mein Carsten ebenfalls fĂŒr diesen Streifen interessiert. Vor dem Film haben Carsten und ich unsere Begleiter zu Hause besucht und bekamen dort ein superleckeres Abendessen serviert: gebackener Karpfen und selbstgemachter Kartoffelsalat – bei dem Gedanken daran lĂ€uft mir immer noch das Wasser im Mund zusammen     🙂

Tja, Karpfen wurden somit letzten Endes zum heimlichen Star des Abends, denn auch im Film ĂŒber das erste Sushi-Restaurant in der DDR mussten sie ihre beste Seite zeigen und bewĂ€hrten sich in Zeiten der Mangelwirtschaft hervorragend bei der Sushiherstellung als Lachsersatz     😀
Der Film ist echt gut und ich kann ihn nicht nur fĂŒr ehemaligen DDR-BĂŒrger empfehlen.

Zu einem anderen Film kann ich leider keine Empfehlung aussprechen und zwar nicht deshalb, weil der Streifen so schlecht war, sondern weil der Film „Premium Rush“ bereits nach einer Woche wieder aus dem Programm verschwand     🙁     dabei haben wir uns einen recht spannenden Kinoabend mit viel Fahrradaction erhofft. Unsere Spekualtionen reichen derzeit von Kinosaalreservierungen fĂŒr den neuen Bond-Streifen (dieser steht z.B. beim UCI 8x auf der Programmseite !) bis zu Floppotential. Das gleiche hatten wir schon mal vor einigen Jahren mit dem Film „Timeline“ erlebt, den wir dann spĂ€ter in einer Videothek ausgeliehen haben und sogar fĂŒr so gut befanden, dass die Kauf-DVD mittlerweile in unserem Regal steht. Aber zurĂŒck zu „Premium Rush“: Dank Lovefilm-Service werden wir den Film frĂŒher oder spĂ€ter ebenfalls in unserem Briefkasten haben und danach werde ich auch berichten können, ob dieser Film zu Recht oder zu Unrecht so schnell von der Leinwand verschwunden ist.



2012 01.
Sep.

Dass auf Reisen immer mindestens ein BĂ€r die OLCAs begleitet, ist inzwischen ja bekannt. Die BĂ€ren haben natĂŒrlich auch den Vorteil, dass sie sich nach jeder Tour ausruhen können, wĂ€hrend Carsten und Olga schon das Geld fĂŒr die nĂ€chsten Urlaube verdienen. Wen wundert’s also, dass es mal wieder ein Teddy ist, der als erster in Wort und Bild ĂŒber seine Abenteuer berichtet     😀

Heute gibt es Heinis Reisebericht fĂŒr alle, die es interessiert:

*****
Unsere erste Übernachtung war genau so wie die letzte auf dieser dreiwöchigen Reise, nĂ€mlich in Strasbourg. Von dieser Stadt habe ich absolut nichts gesehen, weil meine Familie sie schon mal besucht hat und den Ort nun ausschließlich als SchlafstĂ€tte fĂŒr die weite Hin- und RĂŒckfahrt zwischen Dresden und SĂŒdfrankreich nutzte. Wenigstens sind die Zimmer dieses „Etap“-Hotels sehr hĂŒbsch:

Bordeaux fand ich da schon spannender, denn zumindest kulinarisch hatte diese Stadt viel mehr zu bieten. Ein echt französisches FrĂŒhstĂŒck mit Cafe au lait und Croissant – lecker!

Aber mal ehrlich, wer verbindet schon Bordeaux mit Kaffee?! Ein Rotweinbad musste her!

Zum GlĂŒck hat der Wein keine Spuren auf meinem zarten Fell hinterlassen     🙂

Am nĂ€chsten Tag war ich auf der grĂ¶ĂŸten WanderdĂŒne Europas, der Dune du Pilat. Ich war einfach nur hin und weg von dem gigantischen Sandberg – was fĂŒr ein Ausblick auf den Atlantik:

Dem Thema Natur folgte im Baskenland Kultur und ich muss sagen, dass das Guggenheim-Museum in Bilbao von außen echt bĂ€renstark aussieht:

Bilbao hat aber auch schöne StrĂ€nde zu bieten und da musste ich natĂŒrlich unbedingt hin, um mein helles Fell ein wenig brauner werden zu lassen:

Übrigens, auch wenn die Medien behaupten, dass das Baskenland sehr gefĂ€hrlich ist, ich fand die Leute dort echt nett. Bei einem durfte ich sogar mitangeln:

Hat wirklich Spaß gemacht, aber gefangen habe ich trotzdem nichts …

In Santander besuchten meine BÀreneltern ihr Geld bei der gleichnamigen Bank, wÀhrend ich mir lieber die Golfspieler auf dem Platz beim Herumstehen angesehen habe.

Da haben die beiden echt was verpasst, aber sie berichteten mir, dass das Geld fĂŒr unsere AusflĂŒge Ă€ußerst wichtig ist und dass sie sich eben ĂŒberzeugen mussten, dass es unserem Ersparten trotz der Bankenkrise immer noch gut geht. Danach konnten wir entspannt weiterreisen und ich durfte auf den „BĂ€rgen“ am Strand der As Catedrais ein wenig herumklettern:

Am Ende konnte ich mich auf einem Felsen entspannen und zusehen, wie mein mutiger Papa Carsten in das kalte und stĂŒrmische Wasser hineinging:

In La Coruna habe ich Europas Àltesten Leuchtturm gesehen. Sieht immer noch so gut wie neu aus!

Aber eigentlich ist La Coruna fĂŒr die kleinen BĂ€ren ein wenig gefĂ€hrlich, denn dort gibt es HAIE!!!!!

Ein GlĂŒck, dass ich schnell gerettet wurde! FĂŒr meine wundersame Rettung musste ich natĂŒrlich meinem Schutzengel in der Kathedrale in Santiago de Compostela ein Dankeschön ausrichten:

 Diese Stadt fand ich insgesamt sehr nett. Sieht doch toll aus, nicht wahr?

Danach sind wir nach Portugal gefahren und haben uns erstmal in der alten Grenzstadt Valenca ein KĂ€ffchen gegönnt. Dort musste man aber statt „gracias“ nun immer „obriagdo“ sagen, was ich natĂŒrlich ziemlich oft vergessen habe     :erroeten:

In Porto war das Wetter leider nicht so schön wie bis jetzt in Frankreich und Spanien …

Da kehrten wir lieber schnell wieder zur Sonne und WĂ€rme zurĂŒck und fuhren nach Salamanca – der Stadt, in welcher auf dem Portal der UniversitĂ€t ein Frosch und auf dem Portal der Kathedrale ein Austronaut in den zahlreichen Verzierungen versteckt ist!  Es war nicht ganz leicht die beiden zu finden, aber zusammen haben wir das ganz gut gemeistert     :-P:
Nein, davon gibt es erstmal keine Bilder fĂŒr euch     😀     ihr mĂŒsst schon selber suchen …

Aber hinter meinem RĂŒcken ist die Seite der Kathedrale, wo sich die Suche nach dem Austronauten auf jeden Fall lohnt    😉

Der Weg fĂŒhrte uns weiter nach Madrid … eine sehr bĂ€renfreundliche Stadt, denn eine BĂ€renstraße findet man nicht ĂŒberall!

Die Madrilenen haben sogar einen BĂ€r zum Wahrzeichen erklĂ€rt. Die Statue Oso y el Madroño (BĂ€r und Erdbeerbaum) ist ein Muss fĂŒr jeden reisenden Teddy!

Der Bahnhof Atocha hat zwar keine weiteren BĂ€ren-SehenswĂŒrdigkeiten im Angebot, ist dafĂŒr aber perfekt, um vom Reisefieber angesteckt zu werden:

Als ich das Ganze gesehen habe, war ich wirklich von Herzen froh, dass ich mich niemals selber um meine GepĂ€ck kĂŒmmern muss und dass ich mich auf meine Familie in Bezug auf Reiseversorgung immer verlassen kann     :verliebt:

In Zaragoza habe ich das Reisen auf dem PferderĂŒcken getestet:

Sieht beeindruckend aus, aber man kommt kaum voran … so ein sturer Gaul !

DarĂŒber musste ich mich erst einmal mit Francisco de Goya unterhalten:

Er hat mir dann auch den Hinweis mit dem Palast Aljaferia gegeben, was ein wirklich guter Insidertipp ist. Der Palast liegt nĂ€mlich nicht touristenfreundlich im Stadtzentrum, sondern etwas außerhalb und ist sehr-sehr hĂŒbsch:

Und nun weiß ich auch, wie der Mudejar-Baustil aussieht!

Dass musste ich natĂŒrlich gleich weitererzĂ€hlen:

Ich hatte das GefĂŒhl, ich habe die beiden ganz schön beeindruckt … die waren ganz grĂŒn vor Neid!      🙂

Ich selber wurde dafĂŒr in der nĂ€chsten Stadt –  Barcelona – mehrmals beeindruckt. Erst fand ich es wirklich nett, dass die Kirche Sagrada Familia, welche fĂŒr einen BĂ€ren einfach nur riesig ist, fĂŒr jemanden wie mich nochmals in Klein nachgebaut wurde, so dass auch ich das Meiste mit den eigenen Augen und aus der nĂ€heren „BĂ€rspektive“ sehen konnte:

Es fehlen zwar die ganzen Schnörkel und das bunte Drumherum, aber das reicht schon fĂŒr den ersten Eindruck     🙂

Farbenfrohe Mosaiken habe ich mir lieber im Park GĂŒell angesehen. FĂŒhlt sich gut an, auch mal auf der angeblich grĂ¶ĂŸten Bank der Welt gesessen zu haben     😀

Der Kaffee in der katalonischen Hauptstadt war kalt und ebenfalls riesig:

Da freute ich mich wieder auf die bÀrengerechten, also kleinen und handlichen Tassen und vor allen Dingen tatzenfreundlichen Löffel, in der französischen Hafenstadt Marseille:

Danach konnte ich mich herrlich im Schatten eines Olivenbaums entspannen, bevor unser Weg uns erneut nach Strasbourg und anschließend nach Hause fĂŒhrte:

Übrigens, an dieser Stelle möchte ich mich von ganzem Herzen bei meinem Papa fĂŒr die tolle und unfallfreie Fahrerei und bei meiner Mama fĂŒr die zuverlĂ€ssige Mitnahme in ihrer Handtasche bedanken. Ohne ihre Hilfe hĂ€tte ich so eine Reise niemals machen können!

Euer Heini, der ReisebÀr
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