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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2014 02.
Feb.

Wie bereits angekündigt, habe ich mir im ersten Monat dieses Jahres das Fotothema „Das geschriebene Wort“ ausgesucht.  Wenn man sich genauer umschaut, ist man überall vom geschriebenen Wort umgeben, daher musste ich meine Wahl etwas begrenzen. Meine Entscheidung fiel auf 3 Bereiche, welche allerdings alle mehr oder weniger miteinander verbunden sind.

Den Bereich Nummer 1 habe ich „Druck“ benannt. Passt euch doch sicher auch ins Konzept, wenn ihr die Bilder gesehen habt. Also dann mal los:

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Zweisprachige Bücher finde ich sehr faszinierend, zumal in diesem Buch Hebräisch (von rechts nach links gelesen) und Russisch (von links nach rechts) vereint werden – viele komische Buchstaben für deutsche Augen:

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Manche Bücher sehnen sich so sehr nach Freiheit, dass sie auch Schnee und Kälte in Kauf nehmen, um mal aus den verstaubten Bücherregalen herauszukommen und etwas frische Luft auf die Seiten zu lassen:

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Das Buch der Bücher durfte bei der Fotosession des Monats natürlich auch nicht fehlen:

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Beim nächsten Bild habe ich nur eine Überschrift im Kopf  – „Zweimal uralt“:

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Und ein passender Name hierfür fällt euch, meine lieben Leser, auch ohne meine Hilfe sicherlich selbst sehr schnell ein   😉

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Oft genug bekommen die gedruckten Erzeugnisse auch eine persönliche, handschriftliche Notiz verpasst (ein Roman aus Carstens Deutschunterricht):

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Das ist ein ganz guter Übergang zum Bereich Nummer 2 – „Handschrift“. Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, als bei uns in den Briefkästen nicht nur Werbeblätter oder Rechnung landeten, sondern auch solche Sachen   😉   ?

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Sie beinhalteten altertümliche Emails namens Briefe, welche nicht per einen Klick an unzählige Leute gleichzeitig geschickt werden konnten, sondern immer eine individuelle Anfertigung waren. Selbst Kettenbriefe hat man damals noch ganz mühselig mit der Hand abgeschrieben und zur Post getragen … jeder Brief hatte somit seine eigene Handschrift:

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Auch eine Personalakte war vor langer, langer Zeit noch eine handschriftliche Sonderanfertigung wie hier z.B. in der Akte meiner Oma … aus den 30er Jahren:

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Aber zurück in die Gegenwart. Meine Lieblingsmodels wollten natürlich auch auf die Bilder. „So ein schönes Thema!“ meinten sie. „Da dürfen wir doch nicht fehlen!“   😀
Darum präsentiere ich Bereich Numero 3 eben Bären und Bücher.

Bonnie hat die wichtigste Teddylektüre fest im Griff:

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Heini ist von der Dicke der Kinderbücher in unserem Haushalt sichtlich beeindruckt:

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Bonnie hat diese Sammlung schon für die eigene Freizeit gesichert:

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Aber sie wird die Bücher nicht allein lesen, dann sie hat ein großes Herz für kleinere Bären:

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Damit sind wir am Ende der heutigen Ausstellung angekommen. Natürlich habe ich wesentlich mehr Bilder als die hier gezeigten gemacht und die Auswahl fiel mir wie immer ganz schwer. Aber ich hoffe, dass euch das gefällt, was hier gezeigt wurde   🙂



2014 03.
Jan.

So, das Grübeln hat ein Ende. Die 12 Themen für meinen monatlichen Fotojahresplan 2014 stehen fest. Bei einigen davon werde ich bestimmt ganz schön ins Schwitzen kommen, weil ich im Augenblick nur eine sehr vage Vorstellung davon habe, wie ich das umsetzen kann und ob ich auch genug Zeit dafür finden werde, um vorzeigbare Ergebnisse zu liefern     :unschuldig:

Aber die Themenbereiche des letzten Jahres haben mich in meiner autodidaktischen Lernphase sehr stark vorangebracht und vieles, was mir davor nahezu unmöglich erschien, kann ich jetzt schon recht sicher umsetzen.

Also liebe, treue Leser, hier sind meine fotografischen Herausforderungen für die kommenden Monate:

  • Januar – Das geschriebene Wort
  • Februar – Lichtspiele
  • März – Ecken, Kanten, Linien
  • April – Schuhe
  • Mai – Schattenspiele und Silhouetten
  • Juni – Brunnen
  • Juli – Insektenwelt
  • August – Durchblicke
  • September – Alles was fließt
  • Oktober – Rauch
  • November – Schall und Ton
  • Dezember – Stillleben

Ich freue mich auch schon enorm darauf, in diesem Jahr mit meiner neuen Kamera durch die Gegend zu ziehen und zu fotografieren. Und natürlich bleibt mein Angebot aus dem letzten Jahr bestehen: ich bin für diverse Fotoshootings, egal ob allein, mit Freund, mit Freundin, mit Hund oder Hamster, still sitzend oder fröhlich hopsend, immer gerne zu haben     😉



2013 26.
Dez.

Weihnachten ist nun nahezu vorbei und deshalb möchte ich wenigstens am 2. Feiertag die Ergebnisse meiner Ausbeute zum Thema „Weihnachtsmärkte“ präsentieren.

Glücklicherweise haben wir bereits in der Dresdner Innenstadt allein auf der Altstädter-Seite schon 4 solcher Attraktionen, sodass Carsten und ich schon an nur einem Abend unterschiedliche Eindrücke sammeln konnten.

Der Dresdner Hüttenzauber ist eigentlich kein Weihnachtsmarkt im klassischen Sinne. Es ist eher eine Apres-Ski-Party, denn da geht es fetziger und auch gern lauter zu, als man von einem normalen Weihnachtsmarkt so kennt. Aber die heißen Getränke sind zumindest ganz traditionell geblieben:

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Dort habe ich auch diese Mond & Stern-Kombination entdeckt:

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Aus etwas Entfernung machte dieses Weihnachtsdorf mit dem Schauspielhaus um Hintergrund (rechts) doch noch einen recht festlichen Eindruck:

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Der bekannteste Weihnachtsmarkt in Dresden ist allerdings ein anderer: der Striezelmarkt. Er ist im Übrigen auch der älteste Weihnachtsmarkt in Deutschland:

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Keine Sorge bei diesem kleinen Riesenrad, es sieht nur dank längerer Belichtungszeit so schnell aus, sonst ist es eher gemütlich     😉

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Die weltweit größte Weihnachtspyramide, welche als solche schon seit 1999 im Guinessbuch der Rekorde geführt wird, findet man ebenfalls auf dem Striezelmarkt:

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Eine unglaublich Menschenmasse (sogar mit Hunden!) schob sich durch die engen Gassen des Weihnachtsmarkts anno 1990 auf dem Neumarkt:

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Dort gab es sogar einen Hauch von Bethlehem zu sehen:

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Maria, Josef, Jesus, die Drei Heiligen Könige und echte Schafe (leider nur das Hinterteil zu sehen) im Stall:

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Nur ein paar Schritte weiter und man befindet sich bereits auf dem nächsten, dem Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche. Die Lichterketten über der Münzgasse sehen aus wie aus Spitze gemacht, richtig filigran!

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Dieser Markt beschreibt sich selbst als „romantisch*festlich*stimmungsvoll“, aber ob ich solche Lichter jemals als richtig romantisch empfinden würde …

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Da ist mir diese Beleuchtung weitaus lieber:

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Kurz bevor er seine Tore an diesem Abend schließen wollte, ließ uns noch schnell der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt im Stallhof reinschlüpfen:

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Dieser ist schon wirklich etwas besonders, allerdings dürfen die Händler dort seit dem schweren Brand im Jahre 2007 leider nicht mehr mit echtem offenen Feuer beleuchten, sondern nur mit Elektrizität, was ihm einiges seines Charakters genommen hat. Es ist aber nach wie vor gut besucht und sorgt für viel Spaß und außergewöhnliche Eindrücke für alle Sinne:

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Wir unternahmen außerdem noch einen Ausflug nach Seiffen, denn wir finden, in diesem Ort ist aufgrund seiner bekannten Schnitzereien Weihnachten das ganze Jahr zu Hause. In der Adventszeit verwandelt sich der Ortskern in einen großen Weihnachtsmarkt, wo man dann auch mal Zugang zu den Schauwerkstätten für die diversen Holzarbeiten gewährt bekommt. Leider fehlte dieses Jahr Schnee, um am Ende noch stimmungsvollere Aufnahmen zu erhalten – es war an diesem Tag nur frisch und bewölkt …

Bei diesem Angebot mussten wir uns natürlich in die Schlange mit einreihen, um Essen und Trinken zu holen. Das Schild klingt immerhin sehr vielversprechend     😉

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Natürlich gibt auf den anderen Ständen immer wieder Schwibbögen, Pyramiden und Räuchermännchen:

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Auch die Läden mitsamt der Schauwerkstätten haben vieles im Angebot:

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Sind diese Engelchen nicht süß ?

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Die Herzchenlebkuchenstände dürfen natürlich nicht fehlen, denn wie sonst soll man jemanden mitteilen, dass man ihn oder sie liebt?     😉

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In Seiffen trafen wir sogar auf den Weihnachtsmann, welcher auf seinem Bollerwagen einen Sack mit Süßigkeiten hat und diese großzügig an die lieben Kleinen verteilt. Seine Wichtel stärkten ihm den Rücken:

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Ein Muss für mich in der Adventszeit: Kräppelchen und Glühwein:

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Und hier nochmals eine Erinnerung daran, warum wir überhaupt Weihnachten feiern:

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Es ist jedenfalls noch nicht endgültig zu spät, allen Lesern noch ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen     😉

Das war’s dann mit meinen Fotoprojekten für 2013.  Aber ich habe jetzt richtig Spaß an der Sache entdeckt und denke mir bereits 12 andere Fotovorhaben für das nächste Jahr aus.  Ich hoffe, ihr seid auch weiterhin daran interessiert     😉



2013 15.
Dez.

Das Fest der Feste rückt immer näher und langsam bekomme auch ich das zu spüren. Auf Arbeit trudeln nach und nach die Weihnachtskarten der Kunden ein und ein Lieferant hat sogar eine Dose mit leckeren Weihnachtskeksen spendiert, welche wir zusammen als Abteilung ganz schnell vernichtet haben.

Ob ich dieses Jahr noch selber backen werde steht leider immer noch nicht fest – denn: alleine backen ist doof! Mein großes Kind weilt derzeit bei ihrem Freund in Belgien und mein kleines Kind hat jede Menge Spiel- und andere Termine … da wird es dieses Jahr wohl erstmalig nur bei gekauften Erzeugnissen der deutschen Backindustrie bleiben.

Dafür geniesse ich allerdings jeden Tag meines Adventskalenders. Dieses Jahr habe ich keinen für die Hüfte, sondern für die Seele     😉     Carsten organisierte ihn bereits im Sommer für mich und nun lese ich jeden Tag eine Geschichte aus dem bezaubernden Buch „Das Weihnachtsgeheimnis“ von Jostein Gaarder. Ich finde das Buch soooooo schöööön!
Damit komme ich allmählich doch in Weihnachtslaune, was inzwischen nun wirklich fällig ist. Heute haben wir gleichzeitig drei nigelnagelneue Kerzen zu Ehren des 3. Advents angezündet, bei den ersten beiden Adventssonntagen waren wir einfach stimmungstechnisch noch nicht so weit. Erst hatte ich Geburtstag und dann hatte ich eine fiese Erkältung. Aber nun geht es langsam in die richtige Richtung     😉

Einige Geschenke sind schon besorgt und im Haus versteckt. Ich hoffe nur, dass ich mich am Ende an all die Orte erinnern kann, wo ich die Sachen „vergraben“ habe. Ehrlich, ich bin, was das angeht, wie ein Eichhörnchen: Zeug  für spätere Zeiten verbuddeln und dann den Ort vergessen. Ich habe in der Vergangenheit bei der Ostereiersuche schon so manche Nikolausschokolade wiedergefunden     😉

Übrigens, mein Fotoprojekt für Dezember hat ebenfalls dazu beigetragen, dass ich in eine weihnachtliche Stimmung gekommen bin. Da ich Weihnachtsmärkte als Thema habe, besuchten Carsten und ich vorgestern die Entsprechenden in der Dresdner Innenstadt. Zusätzlich waren wir heute noch in einem sprichwörtlichen Weihnachtsdorf, wo in diesen Wochen eigentlich überall Weihnachtsmarkt ist:  im erzgebirgischen Seiffen, bekannt durch seine hölzerne Jahresendfestkunst in Form von Nußknackern, Schwibbögen, Kerzenpyramiden, Weihnachtsengeln und Räuchermännchen. Wir haben sogar eine Figur wiedergefunden, welche dort schon im Jahre 2004 seinen Mann gestanden hat. Schaut mal, das war 2004:

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Und dieses Bild ist von heute:

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Es ist doch ganz nett, in der Ferne und nach so langer Zeit bekannte Gesichter zu treffen     😉



2013 09.
Dez.

Inzwischen ist unser Dezember ganz weit fortgeschritten und somit wird es höchste Zeit, ein paar Ergebnisse aus meinem Fotojahresplan für den November zu präsentieren – diesmal zum Thema „Handarbeiten“. Allerdings habe ich festgestellt, dass im vorletzten Monat des Jahres kaum Raum für kreative Ideen und ihre Umsetzung bleibt, wenn man im Gehirn gehetzt ist. Diese Erkenntnis muss ich auf jeden Fall beim Planen fürs nächste Jahr berücksichtigen.

Aber genug gejammert, jetzt wird präsentiert     🙂

Ein Wettlauf der Häkelnadeln und zwei haben ihr Ziel schon fast erreicht:

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Ein „Wollknäueligel“     😉

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Die Häkelnadeln unter sich:

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Der Anfang einer Häkelgeschichte:

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Auch jede Strickstory hat einen Beginn:

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Die Scheren bringen sich in Position, aber so viel sei verraten: sie haben sich mangels Arbeit schnell zurückgezogen     😉

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Es gibt Gesichtsmodels, Fußmodels, Supermodels, Lichtmodels – ich hatte mein Wollmodel da     😀

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Die Wolle leuchtet ja förmlich in ihren Händen:

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Aber dann hat sie die orangen Wollknäuel entdeckt:

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„Guck mal, ein Alien!“

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Dann hatte sie die Wolle auf den Ohren:

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…und auf den Augen:

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„Darf ich sie mitnehmen? Sie ist soooooo schön kuschelig!!!“

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Wie man unschwer erkennt, kann ich keine fertigen Produkte zum Verschenken oder Verkaufen hier anbieten. Aber wir hatten definitiv unseren Spaß     🙂

Mein Dezemberprojekt steckt übrigens auch noch in den Kinderschuhen. Ich hoffe, ich werde bis zum Wochenende endlich richtig 100%-ig gesund, damit ich mich mal auf einem Weihnachtsmarkt blicken lassen kann     🙂
Drückt ihr mir die Daumen?     *liebguck*



2013 08.
Dez.

Wie die Zeit vergeht! Wir haben bereits den 2. Advent, also ist die Hälfte der Vorweihnachtszeit definitiv vorbei. Bei uns ist inzwischen sogar die erste Weihnachtskarte aus München eingetrudelt! Ich persönlich habe allerdings relativ wenig von der  besinnlichen Zeit, denn mein 2. Adventswochenende, einschließlich Freitag, verbrachte ich im Bett mit wildem Husten und gelegentlichem Nasenbluten     :schreien:     aber allmählich scheint es mit mir wieder bergauf zu gehen und morgen gehe ich zurück in mein Büro, um das Geld für die Lebkuchen und Stollen zu verdienen     😉

Zum Glück haben wir unsere Weihnachtsbildaufnahmen schon vor einer Woche gemacht. Jetzt ist die gesamte Arbeit für unseren Familiengruß zum Jahresende abgeschlossen und er darf auf unserer Homepage bewundert werden     🙂
Und vergisst ja nicht, den Klick-Knopf bei Stephanie zu betätigen     😉     !

Die Bilder von meinem Novemberprojekt sind schon ausgewählt, ich werde sie in der kommenden Woche meiner kritischen Leserschaft präsentieren – versprochen!



2013 04.
Dez.

Bei mir bedeutet eine lange Schreibpause meistens keine Faulheit oder Mangel an Themen, es ist eher so, dass mich mein richtiges Leben so fest im Griff hält, dass ich einfach keine Zeit und Muße habe, meine Gedanken und Erlebnisse mit Euch zu teilen.

Am Dienstag hatte ich einen wahren Grund zu feiern: mein eigener Geburtstag war endlich mal wieder nach einem Jahr dran     😀     und ab da ging es los mit den Feierlichkeiten. Natürlich habe ich auf Arbeit eine Runde geschmissen und diesmal duften meine Arbeitskollegen einige Höhepunkte der russischen Backkunst kennenlernen, wie z.B. Torte „Napoleon“ und mit Karamell gefüllte Teignüsschen. Zucker und Fett machen immer glücklich und so ging es uns allen danach richtig gut     😉
Nach der Arbeit packte ich schnell weitere russischen Süßigkeiten ein, welche ich dann abends mit meinen lieben Erstsemester-Kursteilnehmern verspeist habe, z.B. die klassischste Praline schlechthin namens „Mischka kosolapyj„. Natürlich habe ich sie entgegen des Links nicht online gekauft!!! Inzwischen gibt es in Dresden reichlich russische Läden, wo ich immer wieder einiges an Geld lasse     😉

Nach dem Unterricht samt Feier mit meinen Russischinteressierten kehrte ich nach Hause zurück, wo ich endlich ein wenig mit Carsten und den Mädels feiern konnte. Ich habe jede Menge persönliche Geschenke von meinen beiden Töchtern bekommen.Vieles davon hat Andrea aus meiner Heimat mitgebracht und mir damit natürlich besonderen Gefallen getan.

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Carstens Geschenk durfte ich in meinem Workshopraum suchen und ich war völlig verblüfft darüber, WAS er sich für mich ausgedacht hat. Aber es war natürlich Geburtstag und Weihnachten gleichzeitig, denn mein lieber Mann hat meine Fotofortschritte und mein gestiegenes Interesse am Fotografieren gemerkt und mir eine neue Kamera geschenkt! Eine aus der „Profi-Liga“!!!

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Zum Glück hat er gleich auch noch ein Bedienungshandbuch mitgeliefert, denn die Knöpfe sind etwas anders positioniert als bei meiner bisherigen     😀
Meine ersten Testbilder haben mich bereits sehr beeindruckt und ich freue mich wie ein Kind auf die neuen Möglichkeiten, welche ich nun durch den Umstieg von einer EOS 1000d auf eine EOS 7d in die Hand bekomme!

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Das Feiern ging am Donnerstag weiter, denn das Thema im Lehrbuch der Russisch-VHS-Gruppe, welche inzwischen mehr als die Hälfte vom 2. Semester erreicht hat, war sehr passend – es ging um Geburtstage     😀
Die Kursteilnehmer haben gut aufgepasst, als wir vor einigen Wochen die Ordnungszahlen geübt haben und merkten sich meinen Purzeltag. So überraschten Sie mich mit einem wunderschönen Blumenstrauß und ich revanchierte mich auch hier mit einem „Napoleon“. Außerdem haben wir den Text von dem wohl bekanntesten russischen Geburtstagslied gelernt und es anschließend lauthals gesungen.

Am Freitagabend kehrten Carsten, Andrea, Stephanie und Elli, welche quasi auch eine Tochter von uns ist, samt meiner Wenigkeit beim Italiener unseres Vertrauens ein. Es war wie immer gemütlich und lecker! Aus mir unerfindlichen Gründen wird für uns eigentlich immer wieder (schon seit Jahren) die gleiche Ecke reserviert – wir werden wohl nie erfahren dürfen, wie es in den anderen Ecken dieses Restaurants aussieht     🙂

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Am Samstagabend kamen meine Freunde und ich wurde erneut mit schönen Geschenken überhäuft und habe einen wundervollen Abend mit bezaubernden Leuten bei leckerem Essen verbracht. Einen Wodka gab es wie üblich auch, diesmal durfte alle Männer fahren und die Frauen alle trinken – wir hatten definitiv unseren Spaß     😀

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Die nächste Fete folgte am Montagabend, da mein Donnerstagskurs den ausdrücklichen Wunsch hegte, sich auch mal einfach so, außerhalb von Unterrichtszeiten zu treffen. Wir entschieden uns für das Restaurant „St. Petersburg“ und verbrachten dort einen sehr amüsanten Abend. Carsten und Andrea haben mich diesmal begleitet und jetzt kennen sie endlich persönlich die netten Leute, welche sich durch viel Ehrgeiz und meiner Hilfe mit der russischen Grammatik und Mentalität auseinandersetzen.

Jetzt sind die Feierlichkeiten für die nächsten 2 1/2 Wochen erst einmal vorbei, was auch gute Seiten hat, denn die Schlafzimmerwaage hat uns eine eindeutige Warnung ausgesprochen … dabei haben wir noch nicht mal Weihnachten hinter uns     😉



2013 04.
Nov.

Der Oktober war diesmal richtig gnädig zu mir, so konnte ich problemlos einige Fotoausflüge unternehmen (Dank meinem Schatz sogar in Ecken, an welche ich zuerst nicht mal gedacht habe, z.B. nach Brabschütz) und habe am Ende wieder einmal viel zu viele Bilder für mein Fotoprojekt von diesem bezaubernden Herbst gemacht. Ich bin jedes Jahr völlig hin und weg von der verschwenderisch bunten Farbenpracht! Und natürlich sind dabei auch ein paar Aufnahmen entstanden, welche ich euch gern zeigen möchte     🙂

Herbst ohne Regen  – das gibt es nicht, ergo gibt es gleich zu Beginn Regenbilder. Rotgefärbte Ahornblätter, vom Regenguss ganz frisch gewaschen:

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Einzelne Blätter von einem Bach zusammengetragen:

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In Dresden-Plauen hat jemand so viel Zeit gehabt, einzelne Kastanien auf eine lange Schnur aufzufädeln und diese dann zwischen zwei Bäumchen aufzuspannen:

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Da wir bei den bräunlichen Herbsttönen angekommen sind, passen natürlich die glänzenden Buchenblätter optimal dazu:

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Wie beruhigend diese Blätter beim Schlendern rascheln….

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Ein kleiner Farbenwechsel. Herbstastern finde ich mit ihren knalligen Hippiefarben einfach herrlich:

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Dieses Bild ist aus dem fahrenden Auto aufgenommen worden. Keine Angst, ich war nur der Beifahrer    😉

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Am Zwingerteich in der Innenstadt:

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Am Terrassenufer gab es für mich eine Erinnerung an die ukrainische Flagge:

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Ein einsamer Apfel:

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Er ist allerdings nicht sehr weit vom Stamm gefallen     😉

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Ein strahlend blauer Himmel ist ein herrlicher Hintergrund für braungebräunte Kirschbaumblätter:

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Manche Bäume wollten den Herbst an sich noch nicht so richtig ranlassen     😉

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Hagedorn sieht im Herbst zum Anbeissen schön aus!

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Mit Ines im Bienertpark in Dresden-Plauen:

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Und hier mit rotem Schirm:

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Erinnert ihr euch noch an die Buchenblätter auf den Stufen? Sie können auch ausgezeichnet fliegen     😀

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Der Herbst bringt uns dazu, etwas zu sammeln: Kastanien, Blätter, Eicheln, Gedanken…

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Hier sind die fallenden Blätter voll in „Äkschn“     🙂

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Und nun macht der Herbst seine Tür zu den goldenen Schätzen zu – erst in einem Jahr dürfen wir diese fabelhaften Farben wieder geniessen:

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2013 14.
Okt.

Momentan durchlebe ich wieder verstärkt den Einfluß meiner russischen Wurzeln     🙂

Zum Einen darf man mir gratulieren, denn aktuell habe ich als Kursleiter gleich zwei Reaktivierungskurse in Russisch bekommen. Eine Gruppe macht schon ihr zweites Semester mit mir und die andere hat sich zum ersten Semester in der Gorbitzer Filiale der Dresdner VHS zusammengefunden. Diese Außenstelle wurde im letzten Jahr komplett saniert und sieht jetzt einfach umwerfend schön aus! Die neue Gruppe gefällt mir zudem auch richtig gut. Ich schätze, auch hier werden wir nicht nur am trockenen Granit der Sprachwissenschaft nagen, sondern ebenfalls viel Spaß beim Lernen haben     😀

Am Samstagabend bin ich der Einladung einer guten Bekannten aus den Zeiten des gemeinsamen Unterrichts in der russischen Samstagsschule „Raduga“ gefolgt und habe mir einen Besuch in einem kleinen Theater namens „Rudi“ gegönnt. Dort wurde zum vorletzten Mal das Stück „Ach, Odessa!“ in meiner Muttersprache aufgeführt. Ich hatte zudem sehr nette Begleitung, denn eine junge Frau aus meiner allerersten Gruppe (2012) und ein „Schüler“ aus meinem aktuellen Kurs hatten ebenfalls Interesse an diesem Musical. Es war eine richtig witzige Veranstaltung  und es hat uns dreien auf jeden Fall jede Menge Spaß gemacht!

Am Sonntag folgte ich zuerst widerwillig, dann aber sehr dankbar der Einladung meines Mannes     😀     :-x:
Wir hatten einen bezaubernden Herbsttag und er war nicht müde, mich in den Allerwertesten zu treten, damit ich mit ihm und meiner Kamera einen Spaziergang in der Stadt mache. Er hat ja so Recht, denn leider habe bislang noch nicht sehr viel für mein Monatsprojekt gemacht     😉
Ihr könnt gespannt sein, denn es sind auf jeden Fall einige tolle Aufnahmen geworden     😉     selbstverständlich konnte ich es nicht lassen,  auch das Denkmal meines Lieblingsschriftstellers Dostojewski zu besuchen:

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Doch in den letzten Tagen hatte ich immer wieder ein paar Zeilen aus einem Gedicht von Puschkin im Kopf, denn besser kann man die derzeitige Herbststimmung wohl nicht wiedergeben:

Унылая пора! очей очарованье!
Приятна мне твоя прощальная краса –
Люблю я пышное природы увяданье,
В багрец и в золото одетые леса.

Du trübe Zeit! O welch Bezauberung, welch Freude
Bringt mir der Abschiedsgruß der sterbenden Natur!
Wie schön ihr prunkendes und welkendes Geschmeide,
In Purpurrot und Gold gekleidet Wald und Flur!

Schön, nicht wahr?     😉



2013 06.
Okt.

Da auf jeden Fall Interesse an unseren Erkenntnissen nach den Besuchen von drei Gedenkstätten, über welche ich vor Kurzem hier im Blog berichtete, vorhanden zu sein scheint, löse ich hiermit mein Versprechen ein und erzähle das, was wir über die typischen Schriftzüge gehört und gelesen haben.

Zuerst waren wir im Februar im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald:

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Diesen Spruch kann man bei geschlossenen Tür nur dann ordentlich lesen, wen man auf dem Lagergelände ist (von innen nach außen). Das KZ Buchenwald wurde in erster Linie als Arbeitslager geplant, denn eine gezielte Vernichtung durch Arbeit passte optimal in die Philosophie des Faschismus. Es ist das zweite gebaute KZ, das erste wurde bereits 1933 in Dachau errichtet und galt quasi als Muster für den weiteren Aufbau solcher Anstalten. Der Spruch „Jedem das Seine“ ist allerdings ausschließlich in Buchenwald zu finden. An und für sich waren diese Worte über Jahrhunderte lang völlig unbelastet gewesen und lauten vollständig aus dem Latein übersetzt „Die Gerechtigkeit teilt jedem das Seine zu“ – der Originalspruch stammt von Cicero.

In Auschwitz prangt am Eingangstor der allgemein bekannte Spruch, welcher außer in Buchenwald bei allen KZs angebracht wurde: „Arbeit macht frei“ – lesbar wenn man von außen nach innen geht.

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Mir persönlich wurde erst beim Besuch der Gedenkstätte bewusst, dass es sehr viele Unterschiede zwischen Auschwitz und Buchenwald gibt, vor allen Dingen bezüglich der Größe. Ich empfand schon Buchenwald als ein enorm großes Gelände, doch Auschwitz ist dagegen einfach nur riesig und besteht insgesamt aus drei Lagern: Auschwitz I (das Stammlager), Auschwitz II (besser bekannt als Birkenau) und Auschwitz III (auch bekannt als Buna-Monowitz). Das dritte sowie die insgesamt 38 Nebenlager haben wir leider nicht besucht, da sie nicht als Bestandteil der großen Führung angeboten werden.
Zurück zum Spruch: dieser prangt über dem Eingang zum Stammlager. Bei Auschwitz-Birkenau gibt es keinen Spruch, sondern nur den Wachturm mit einer Durchfahrt für Züge, welchen man z.B. aus „Schindlers Liste“ kennt. Wenn man nun bei diesem Schriftzug auf das Wort „Arbeit“ achtet, merkt man auf Anhieb, dass der Buchstabe „B“ auf dem Kopf steht. Es wird erzählt, dass dies ein Zeichen des Ungehorsams von den Arbeitern ist, welche diesen Spruch geschmiedet haben. Übrigens, was wir heute sehen können, ist nicht das Original aus 1940, sondern eine Nachbildung. Im Jahre 2009 wurde der Schriftzug gestohlen und ein paar Tage später in drei einzelnen Worte zersägt in einem polnischen Wäldchen gefunden. Glücklicherweise hatte man schon im Vorfeld bei Restaurierungsarbeiten eine exakte Kopie angefertigt, welche unverzüglich bereits  am Tag des Diebstahls montiert wurde. Das zersägte und anschließend wieder hergestellte Original wurde nie wieder aufgehangen und bleibt nun in geschlossenen Räumen der Gedenkstätte aufbewahrt.

Dem gleichen Spruch „Arbeit macht frei“ begegneten wir nun auch letzten Monat in der Kleinen Festung in Theresienstadt:

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Eigentlich ist es verwunderlich diesen dort zu sehen, denn Theresienstadt ist gemäß Definition nie als KZ bzw. Arbeits- und Vernichtungslager geplant worden. Die gesamte Stadt hat man zu einem Ghetto umfunktioniert, um es ledglich als Durchgangslager für Juden zu nutzen. Damit sollten sämtliche Weiter- und Abtransporte, wie z.B. nach Auschwitz, besser organisieren werden. In der Kleinen Festung, etwas außerhalb des Ghettos, wurde zusätzlich ein Gestapo-Gefängnis für ca. 2000 Personen eingerichtet, da es in Prag mit der Zeit nicht mehr genug Platz für Inhaftierte gab. Der damalige Vorsteher der Anlage, Heinrich Jöckel, war allerdings sehr karriereorientiert und während der Nazi-Zeit konnte man eigentlich als Leiter eines KZs am besten aufsteigen. Also war er es, der nach einem Besuch in Auschwitz Häftlinge dazu verpflichtet hat, den KZ-typischen Leitspruch an die Wand am Tor zum ersten Hof zu malen. Am liebsten hätte er seine Anlage zu einem echten Arbeits- und Vernichtungslager umfunktioniert. Da sich seine Ambitionen und Aufstiegspläne aber (zum Glück!) nie verwirklichten, wurde er bis Kriegsende immer grausamer zu den Häftlingen. Es ist für mich eine Genugtuung zu wissen, dass dieser Mann 1946 verhaftet und hingerichtet wurde.

Ich merke schon, selbst beim Revue passieren dieser Reisen in die Vergangenheit werde ich persönlich sehr emotional, es nimmt mich immer noch unwahrscheinlich mit. Ich habe allerdings gemerkt, dass das Thema jeden berührt, der das gesamte Ausmaß dieser menschenverachtenden Vernichtungsmaschinerie einmal vor Ort gesehen hat.

Nun ist es ein etwas trauriger Blogeintrag geworden, aber ich hege die Hoffnung, dass wenn man solche Verbrechen aus der Vergangenheit nie außer Acht läßt, diese auch nie mehr wiederholt werden – unabhängig von der Frage nach Schuld und Gewußt-haben … darüber wollen Carsten und ich mal in den nächsten Tagen etwas schreiben (Dank an Kerstin für deinen Kommentar, der ein bisschen als Auslöser gelten soll).