Diesmal darf ich, Heini, von meinen Reiseabenteuern berichten, da meine BĂ€renmutti immer noch zu beschĂ€ftigt ist, um selber ĂŒber unseren gemeinsamen Ausflug ( nur zu zweit!) in die Ukraine zu erzĂ€hlen.
Ich durfte sie begleiten, weil ich zum einem gerade groĂ genug fĂŒr eine Ecke in ihrer HandgepĂ€cktasche war und zum anderen ein gutes NĂ€schen fĂŒr Neues habe   đ
Eines wurde mir schnell klar: Im Flughafen Berlin-Tegel wird in der Nacht alles zugemacht, wo Mensch und BÀr Spaà haben könnten. Statt dessen durften wir beide in einem Terminal die Zeit um die Ohren schlagen. Ich als echter Gentleman habe sogar auf Muttis HandgepÀck aufgepasst, damit sie in aller Ruhe ihr Buch lesen konnte.

Unseren fehlenden Schlaf haben wir erst beim Fliegen und dann auf der Couch von Tatiana, einer Freundin von meiner Mutti, bei welcher wir bleiben durften, nachgeholt:

Sie wohnt in einem gaaaaaanz groĂen Haus, aber zum GlĂŒck am Rand eines Walds. So konnten wir manchmal schön spazieren gehen, wenn uns der Trubel der Millionenstadt Charkow zu viel wurde. Die Stadt ist riesig und alle Dinge darin auch, deshalb gibt es keine Fotos von „Heini in the City“, weil entweder nur ich oder nur die SehenswĂŒrdigkeiten zu sehen waren, beides passte nicht auf ein Bild …
Aber der Wald war total teddybÀrgerecht!
Ich konnte dort ein wenig auf einem Baumstumpf verweilen:

Es gab auch neue Futterquellen zu finden. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob dieses Essen auch bĂ€rentauglich ist   đ

Ich konnte mir an einem zurĂŒckgelassenen, noch glimmenden Lagerfeuer meine Nase wĂ€rmen:

Auch ein bisschen umherwandern und ĂŒber alte BaumstĂ€mme klettern ging problemlos:

Der Duft zarter Veilchen war genau das richtige fĂŒr meinen Riechorgan!

Aber die vertrockneten Pilze auf einem moosbewachsenen Baumstumpf fand ich irgendwie seltsam:

Doch wer braucht schon solch altes Zeug vor der Nase, wenn es FrĂŒhling ist und alles um einen herum blĂŒht und duftet! Meine persönliche Duftorgie erlebte ich hier:

In Tatianas Wohnung bin ich ĂŒbrigens zwei Enten begegnet, welche mich sehr streng anguckten:

Aber in ihrer Seele sind sie ganz lieb und schon bald wurden wir gute Freunde. Nur nach Dresden begleiten durften sie mich irgendwie nicht   đ

In der gleichen Wohnung konnte ich mich auch ein wenig in Kunstgeschichte weiterbilden und einige Ikonen aus der NĂ€he genauer anschauen:

Ăbrigens, ich kann jetzt auch einen weiteren Beweis liefern, dass mir meine Mutti bedingungslos vertraut – ich durfte ihr ganzes ukrainisches Geld verwalten! Â Â đ

Aber nach 5 Tagen mussten wir wieder unsere Sachen packen, die restlichen Hryvnas (ausgesprochen wird es „Grivnas“) ausgeben und zurĂŒck nach Deutschland fliegen.
Diesmal waren wir gut ausgeruht, also konnte ich die Zeit in der Maschine viel interessanter verbringen. Zum Beispiel kenne ich mich jetzt mit den aktuellen Bademodentrends gut aus:

Mamas Baguette sah sehr verlockend aus, aber ich habe es ihr gegönnt – wahr eh zur kross fĂŒr mich   đ

Da fand ich die Wolken drauĂen viel kuscheliger und hockte ganz lange vor dem Fenster, um sie zu beobachten.

Es war eine wirklich tolle Reise, aber ich habe meine Kumpels zum Quatschen vermisst. Daher war ich froh, als ich wieder zu ihnen durfte und von meinen Erlebnissen erzÀhlen konnte.
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