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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2013 04.
Nov.

Der Oktober war diesmal richtig gnĂ€dig zu mir, so konnte ich problemlos einige FotoausflĂŒge unternehmen (Dank meinem Schatz sogar in Ecken, an welche ich zuerst nicht mal gedacht habe, z.B. nach BrabschĂŒtz) und habe am Ende wieder einmal viel zu viele Bilder fĂŒr mein Fotoprojekt von diesem bezaubernden Herbst gemacht. Ich bin jedes Jahr völlig hin und weg von der verschwenderisch bunten Farbenpracht! Und natĂŒrlich sind dabei auch ein paar Aufnahmen entstanden, welche ich euch gern zeigen möchte     🙂

Herbst ohne Regen  – das gibt es nicht, ergo gibt es gleich zu Beginn Regenbilder. RotgefĂ€rbte AhornblĂ€tter, vom Regenguss ganz frisch gewaschen:

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Einzelne BlÀtter von einem Bach zusammengetragen:

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In Dresden-Plauen hat jemand so viel Zeit gehabt, einzelne Kastanien auf eine lange Schnur aufzufÀdeln und diese dann zwischen zwei BÀumchen aufzuspannen:

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Da wir bei den brĂ€unlichen Herbsttönen angekommen sind, passen natĂŒrlich die glĂ€nzenden BuchenblĂ€tter optimal dazu:

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Wie beruhigend diese BlĂ€tter beim Schlendern rascheln….

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Ein kleiner Farbenwechsel. Herbstastern finde ich mit ihren knalligen Hippiefarben einfach herrlich:

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Dieses Bild ist aus dem fahrenden Auto aufgenommen worden. Keine Angst, ich war nur der Beifahrer    😉

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Am Zwingerteich in der Innenstadt:

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Am Terrassenufer gab es fĂŒr mich eine Erinnerung an die ukrainische Flagge:

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Ein einsamer Apfel:

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Er ist allerdings nicht sehr weit vom Stamm gefallen     😉

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Ein strahlend blauer Himmel ist ein herrlicher Hintergrund fĂŒr braungebrĂ€unte KirschbaumblĂ€tter:

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Manche BĂ€ume wollten den Herbst an sich noch nicht so richtig ranlassen     😉

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Hagedorn sieht im Herbst zum Anbeissen schön aus!

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Mit Ines im Bienertpark in Dresden-Plauen:

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Und hier mit rotem Schirm:

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Erinnert ihr euch noch an die BuchenblĂ€tter auf den Stufen? Sie können auch ausgezeichnet fliegen     😀

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Der Herbst bringt uns dazu, etwas zu sammeln: Kastanien, BlĂ€tter, Eicheln, Gedanken…

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Hier sind die fallenden BlĂ€tter voll in „Äkschn“     🙂

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Und nun macht der Herbst seine TĂŒr zu den goldenen SchĂ€tzen zu – erst in einem Jahr dĂŒrfen wir diese fabelhaften Farben wieder geniessen:

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2013 03.
Nov.

Heute ist der letzte freie Tag meines Kurzurlaubs. Wir haben die Gunst der Herbstferien und gleichzeitig des Reformationstages am 31.10 genutzt sowie noch 2 Urlaubstage dazu genommen – fertig war der Kurzurlaub.

So unbelehrbar naiv wie ich ich nun mal bin, dachte ich, dass ich in dieser Zeit Millionen unerledigter und aufgeschobener Dinge abhaken kann, aber letzten Endes entschied ich mich statt der ErfĂŒllung des Pflichprogramms lieber fĂŒr viel Zeit mit Familie und Freunden.

Tag 1 – Stephanie und ich haben uns am Mittwoch eine Shoppingtour in der Innenstadt gegönnt und sind mit unserer Ausbeute sehr zufrieden. Auch bei Klamotten ist eine Teuerung nun mehr als festzustellen, aber wir beide sind schon mehr als geĂŒbt darin, nach den wenigen SchnĂ€ppchen zu suchen und so sind wir auch diesmal wieder fĂŒndig geworden     😉

Tag 2 – Den darauf folgenden Feiertag haben wir komplett als Familie verbracht. Nach dem FrĂŒhstĂŒck verzogen wir uns in den Fernsehraum, um gemeinsam den Film „The Purge – die SĂ€uberung“ anzusehen. Es ist kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber dennoch durch seine blutige  Geschichte sehr zum Nachdenken anregend – allerdings ist er bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Nach dieser DVD widmeten wir uns dann fröhlicheren Sachen, welche wir an diesem sonnigen Herbsttag machen konnten: Minigolfen im Großen Garten, SchlendernÂ ĂŒber den Dresdner Herbstrummel (allerdings ohne FahrgeschĂ€fte zu nutzen) und abschließend ein AYCE im griechischen Restaurant „Olympia„, wo wir zum GlĂŒck rechtzeitig PlĂ€tze reserviert haben. Viele Leute ohne Reservierung mussten leider sofort wieder gehen.

Übrigens, beim Minigolf freute ich mich ĂŒberschwĂ€nglich ĂŒber jeden eingelochten Ball … es hat mir am Ende dennoch nix genĂŒtzt, denn ich habe mit 69 SchlĂ€gen klĂ€glich gegen Carsten (58) und Stephanie (47) verloren     😉

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Tag 3 bis 5 – Ansonsten haben wir die freie Zeit genutzt, um viel mit zwei Kerstins zu quatschen, um mit den beiden etwas Leckeres zu essen, um mit einer von ihnen spazieren zu gehen, um einem Volleyballspiel von Stephanie zuzugucken und um ein paar James Bond-Filme und „Auf Achse“-Folgen anzuschauen. Es blieb sogar noch reichlich Zeit fĂŒr mich zum Lesen. Summa summarum kam mir dieser Kurzurlaub ziemlich lang, dafĂŒr aber sehr erholsam vor, wenngleich meine Pflichtaufgabenliste nicht sonderlich kĂŒrzer geworden ist. DafĂŒr  fĂŒhle ich mich wieder gut gestĂ€rkt, die anstehenden, dunklen Herbsttage zu ĂŒberstehen. Mal sehen, wie lange ich von diesem Erholungsdepot zehren kann     😉



2013 28.
Okt.

Ich schĂ€tze, es ist inzwischen hinreichend bekannt, dass wir unsere Jahrestage immer gerne mit einer Kombination aus AusflĂŒgen und Essengehen feiern. Wir blieben dieser Tradition auch am vergangenem Samstag treu, denn vor genau 12 Jahren kam Carsten mit einem 7,5-Tonner voll Möbel nach Dresden und ich habe vor 15 Jahren die Arbeit in der gleichen Firma aufgenommen, in der ich immer noch meine Brötchen verdiene.

Als Andenken an seine Kindheit im goldenen Westen bekam Carsten am frĂŒhen Morgen zur Feier des Tages von mir eine Kleinigkeit geschenkt …

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… keine Angst, das Verfallsdatum war nicht (!) hoffnungslos ĂŒberschritten, denn bei Lidl heißt Twix kurz mal wieder Raider – sonst Ă€ndert sich nix!

Danach haben wir beim BĂ€cker etwas gefrĂŒhstĂŒckt, um unseren zu Hause schlafenden Teenager ungestört pennen zu lassen und brachen im Anschluss daran zu unserem Ziel des Tages auf, dem MilitĂ€r- und Bunkermuseum in Kossa:

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Wir kauften Tageskarten, damit wir nicht nur vormittags gemĂŒtlich die Entdeckertour auf eigene Faust und nachmittags mit einer Gruppe auf die gefĂŒhrte Exkursion gehen konnten, sondern auch noch eine (echt superleckere!) Erbsensuppe mit je einem GetrĂ€nk dazu nehmen durften.

Unsere Tageskarten zeigte Carsten auch ganz gewissenhaft jedem mageren und vermummten Soldaten am Eingang zu den frei zugÀnglichen Ausstellungen, egal ob es der Museumsbunker, der Rechnerbunker oder der Technikbunker war.

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Man beachte auch die Kamera links ĂŒber dem Soldatenkopf!     😀     In dem GehĂ€use war wohl einst eine wesentlich grĂ¶ĂŸere AusfĂŒhrung beheimatet, heute verrichtet eine sehr viel kleinere ihren Dienst darin     😉

Wir mussten uns auch mit der damaligen VerstĂ€ndigung beim Betreten der drei Zugangsschleusen vertraut machen – die 1. Schleuse war fĂŒr das SĂ€ubern und Ablegen der Àußeren Kleidung, die 2. fĂŒr die UnterwĂ€sche und die 3. fĂŒr die nackte Haut (wenn man mal von einer Gasmaske und Handschuhen absieht):

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Der Hammer war bei unserem Besuch ĂŒbrigens weg! Bestimmt hat er aber schon zu sozialistischen Zeiten eine andere HeimstĂ€tte gefunden     😉     es hieß in der DDR ja schließlich nicht umsonst „Aus unseren Betrieben ist noch mehr herauszuholen“     😀

Die Freizeitecke der NVA-Soldaten kam mir sehr bekannt vor, auch wenn ich selber nie gedient habe     😉

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Weiss noch jeder, wie die drei bĂ€rtigen Herren hießen?

Manche Ecken der Bunkeranlagen habe ich lieber nur aus der Entfernung angeschaut, denn eine Familientruppe, der wir im Rechnerbunker begegneten und aufgrund des Prollbenehmens kurzerhand den Nachnamen „Flodder“ verpassten, bemerkte dĂ€mlich aber wahrheitsgemĂ€ĂŸ: „Mann, ist das alles dreckig hier! Können die nicht mal putzen?“
Da guckte ich auf irgendwelche Dieselgeneratoren lieber von Weitem und sah aus wie ein Schwein, das ins Uhrwerk blickt:

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Allerdings glĂ€nzte der Rechnerbunker ziemlich sauber und Carsten war sehr von der damaligen Technik angetan – man beachte die hellblauen Lochstreifen im Vordergrund     😉

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Nach der Entdeckertour genossen wir die megaleckere Erbsensuppe mit BrĂŒhwurst und rĂŒmpften unseren Nasen ĂŒber eine Truppe extrem lauter Jungkerle, welche mit ihrem unĂŒberhörbaren Stimmen den ganzen Kantinenraum ĂŒbertönten. Mann, was war es ruhig als die endlich gingen!

Dann brachen wir zum Treffpunkt auf, um an der gefĂŒhrten Tour mitzumachen. Die gefĂŒrchtete Familie Flodder sowie die Kerletruppe waren zum GlĂŒck nicht dabei, dafĂŒr hatten wir aber eine andere Familie samt Familienoberhaupt dabei, welches mit großer Klappe, hohler Birne, einem Ă€ußerst losem Mundwerk und einer schwachen Blase ausgestattet war. Unser FremdenfĂŒhrer war einsame spitze, denn er verstand es echt gut, diesen Kerl in Schach zu halten! Wie schon mal bei einer historischen StĂ€dtetour der ErzĂ€hlende den Satz „Zeitzeugen sind die Schlimmsten“ prĂ€gte, wetterte unser Proll schon am ersten AusstellungsstĂŒck (ein Trabbi mit grĂŒner Tarnfarbe), dass das ja wohl niemals die originale Farblackierung sein könne – er hatte schließlich 19 Jahre im Trabbiwerk gearbeitet.

Mit der Gruppe besuchten wir dann den Nachrichten- und FĂŒhrungsbunker. Die ZugĂ€ge waren verdammt gut gesichert!:

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Übrigens, weiß jemand, wozu dieses GerĂ€t dient?      😉

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Die FĂŒhrung war sehr interessant, lebendig und sehr informativ. Auch fĂŒr euch mal zur ErklĂ€rung: Von der Existenz dieser Bunkeranlage wussten nur ganz wenige Eingeweihte und sie wurde primĂ€r als KommandostĂŒtzpunkt fĂŒr den 3. Weltkrieges gebaut. Von der Fertigstellung in den 70ern bis zur Wiedervereinigung hielt die NVA sie top in Schuss. Im Falle des Falles hĂ€tte hier die Rote Armee Stellung bezogen und die NVA-Truppen als Kanonenfutter in Richtung Paris geschickt. Um die Bunkerkonstruktion zu errichten, hat man damals mehr als 1 Mio DDR-Mark ausgegeben, von den Kosten des Equipments und der Instandhaltung ganz zu schweigen. Aber so wie es heißt, diente es im kalten Krieg zwischen den Nato-VerbĂŒndeten und den LĂ€ndern des Warschauer Vertrages der Friedenssicherung – glĂŒcklicherweise musste man am Ende dort nie ernsthaft Stellung beziehen.

Nach diesem Ausflug in die Geschichte fuhren wir in die Leipziger Innenstadt. Dort wollten wir im „Cafe Madrid“ nach einer wĂ€rmsten Empfehlung von Francis Mohr lecker essen, was wir auch taten und das Mahl in vollen ZĂŒgen genossen! Danke nochmals fĂŒr den tollen Tipp! Das Bild sagt doch schon alles, nicht wahr?     😉

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Als wir damit fertig waren, kullerten wir mit vollen BÀuchen zu unserem Tiefgaragenparkplatz eines Einkaufscenters, wo ich noch diesem netten Herren begegnete:

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Ich habe mich aber ganz brav an die Hinweise auf dem Schild gehalten und alle meine SĂŒĂŸigkeiten schön bei mir in der Handtasche behalten     😀

Wir hatten wirklich viel Spaß bei diesem Tagesausflug und ich kann nun nur noch hoffen, dass ihr es beim Lesen genau so empfunden habt!



2013 20.
Okt.

Normalerweise verlÀuft eine Beziehung ja bekanntlich so: man lernt sich kennen, geht zusammen spazieren oder ins Kino, kocht zusammen, zieht irgendwann zusammen und spÀter heiratet man oder bekommt zumindest gemeinsam Kinder.

In meiner Beziehung mit Carsten lĂ€uft das irgendwie anders ab, denn die Kinder gab es z.B. schon lange vor den vertrauten TĂ€tigkeiten der Verliebten – um genau zu sein 5 und 8 Jahre vorher. Auch nach mittlerweile fast auf den Tag genau 12 Jahren genießen wir unsere Zweisamkeit sehr. Gemeinsames Kochen und SpaziergĂ€nge ohne Kleinkinderunterhaltungsprogramm (ich liebe deutsche, zusammengesetzte Wörter!) dĂŒrfen dabei natĂŒrlich auch bei uns nicht fehlen. Letzteres besonders jetzt im Herbst und wenn das Wetter schön ist     😉
Derzeit ist Carstens ĂŒberzeugendstes Argument fĂŒr einen kurzen Ausflug mein Monatsprojekt und inzwischen habe ich einige schöne Herbstbilder gesammelt. Noch bleiben mir ein paar Tage, um meine Sammlung weiterhin zu vergrĂ¶ĂŸern – vom Knipsen hat man ja nie genug     😉

Apropos Knipsen und PĂ€rchen – gestern durfte ich ein PĂ€rchen aus dem Bekanntenkreis in meinem Heimstudio fotografieren. Ich baute natĂŒrlich schon im Vorfeld meine ganzen Lampen und Lichter auf und um auf Nummer sicher zu gehen, brauchte ich Personen. Welch ein GlĂŒck, dass gerade Stephanies Kumpel aus TJG-Projektzeiten zu Besuch war, denn so mussten sie kurzerhand ein PĂ€rchen spielen. Ich finde, sie haben das sehr ĂŒberzeugend gemacht     😀

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Hier sieht das Ganze sogar noch vertauter aus     😉     und ich schĂ€tze, der Schatten stört mich selber wohl am meisten     :teufel:

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Die Hauptakteure kamen dann eine Stunde spĂ€ter an die Reihe und so sieht das eigentliche FotopĂ€rchen aus     🙂

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Ich finde, das dies ein besonders schönes und lebendiges Bild geworden ist! Vielleicht mache ich irgendwann auch mal Ă€hnliche Aufnahmen mithilfe eines Selbstauslösers mit meinem eigenen Mann – mal sehen, wie viel Freizeit wir in der kommenden, dunklen Jahreszeit haben werden     😀



2013 14.
Okt.

Momentan durchlebe ich wieder verstĂ€rkt den Einfluß meiner russischen Wurzeln     🙂

Zum Einen darf man mir gratulieren, denn aktuell habe ich als Kursleiter gleich zwei Reaktivierungskurse in Russisch bekommen. Eine Gruppe macht schon ihr zweites Semester mit mir und die andere hat sich zum ersten Semester in der Gorbitzer Filiale der Dresdner VHS zusammengefunden. Diese Außenstelle wurde im letzten Jahr komplett saniert und sieht jetzt einfach umwerfend schön aus! Die neue Gruppe gefĂ€llt mir zudem auch richtig gut. Ich schĂ€tze, auch hier werden wir nicht nur am trockenen Granit der Sprachwissenschaft nagen, sondern ebenfalls viel Spaß beim Lernen haben     😀

Am Samstagabend bin ich der Einladung einer guten Bekannten aus den Zeiten des gemeinsamen Unterrichts in der russischen Samstagsschule „Raduga“ gefolgt und habe mir einen Besuch in einem kleinen Theater namens „Rudi“ gegönnt. Dort wurde zum vorletzten Mal das StĂŒck „Ach, Odessa!“ in meiner Muttersprache aufgefĂŒhrt. Ich hatte zudem sehr nette Begleitung, denn eine junge Frau aus meiner allerersten Gruppe (2012) und ein „SchĂŒler“ aus meinem aktuellen Kurs hatten ebenfalls Interesse an diesem Musical. Es war eine richtig witzige Veranstaltung  und es hat uns dreien auf jeden Fall jede Menge Spaß gemacht!

Am Sonntag folgte ich zuerst widerwillig, dann aber sehr dankbar der Einladung meines Mannes     😀     :-x:
Wir hatten einen bezaubernden Herbsttag und er war nicht mĂŒde, mich in den Allerwertesten zu treten, damit ich mit ihm und meiner Kamera einen Spaziergang in der Stadt mache. Er hat ja so Recht, denn leider habe bislang noch nicht sehr viel fĂŒr mein Monatsprojekt gemacht     😉
Ihr könnt gespannt sein, denn es sind auf jeden Fall einige tolle Aufnahmen geworden     😉     selbstverstĂ€ndlich konnte ich es nicht lassen,  auch das Denkmal meines Lieblingsschriftstellers Dostojewski zu besuchen:

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Doch in den letzten Tagen hatte ich immer wieder ein paar Zeilen aus einem Gedicht von Puschkin im Kopf, denn besser kann man die derzeitige Herbststimmung wohl nicht wiedergeben:

ĐŁĐœŃ‹Đ»Đ°Ń ĐżĐŸŃ€Đ°! ĐŸŃ‡Đ”Đč ĐŸŃ‡Đ°Ń€ĐŸĐČĐ°ĐœŃŒĐ”!
ĐŸŃ€ĐžŃŃ‚ĐœĐ° ĐŒĐœĐ” тĐČĐŸŃ ĐżŃ€ĐŸŃ‰Đ°Đ»ŃŒĐœĐ°Ń Đșраса –
Люблю я ĐżŃ‹ŃˆĐœĐŸĐ” ĐżŃ€ĐžŃ€ĐŸĐŽŃ‹ уĐČŃĐŽĐ°ĐœŃŒĐ”,
В багрДц Đž ĐČ Đ·ĐŸĐ»ĐŸŃ‚ĐŸ ĐŸĐŽĐ”Ń‚Ń‹Đ” лДса.

Du trĂŒbe Zeit! O welch Bezauberung, welch Freude
Bringt mir der Abschiedsgruß der sterbenden Natur!
Wie schön ihr prunkendes und welkendes Geschmeide,
In Purpurrot und Gold gekleidet Wald und Flur!

Schön, nicht wahr?     😉



2013 06.
Okt.

Da auf jeden Fall Interesse an unseren Erkenntnissen nach den Besuchen von drei GedenkstĂ€tten, ĂŒber welche ich vor Kurzem hier im Blog berichtete, vorhanden zu sein scheint, löse ich hiermit mein Versprechen ein und erzĂ€hle das, was wir ĂŒber die typischen SchriftzĂŒge gehört und gelesen haben.

Zuerst waren wir im Februar im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald:

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Diesen Spruch kann man bei geschlossenen TĂŒr nur dann ordentlich lesen, wen man auf dem LagergelĂ€nde ist (von innen nach außen). Das KZ Buchenwald wurde in erster Linie als Arbeitslager geplant, denn eine gezielte Vernichtung durch Arbeit passte optimal in die Philosophie des Faschismus. Es ist das zweite gebaute KZ, das erste wurde bereits 1933 in Dachau errichtet und galt quasi als Muster fĂŒr den weiteren Aufbau solcher Anstalten. Der Spruch „Jedem das Seine“ ist allerdings ausschließlich in Buchenwald zu finden. An und fĂŒr sich waren diese Worte ĂŒber Jahrhunderte lang völlig unbelastet gewesen und lauten vollstĂ€ndig aus dem Latein ĂŒbersetzt „Die Gerechtigkeit teilt jedem das Seine zu“ – der Originalspruch stammt von Cicero.

In Auschwitz prangt am Eingangstor der allgemein bekannte Spruch, welcher außer in Buchenwald bei allen KZs angebracht wurde: „Arbeit macht frei“ – lesbar wenn man von außen nach innen geht.

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Mir persönlich wurde erst beim Besuch der GedenkstĂ€tte bewusst, dass es sehr viele Unterschiede zwischen Auschwitz und Buchenwald gibt, vor allen Dingen bezĂŒglich der GrĂ¶ĂŸe. Ich empfand schon Buchenwald als ein enorm großes GelĂ€nde, doch Auschwitz ist dagegen einfach nur riesig und besteht insgesamt aus drei Lagern: Auschwitz I (das Stammlager), Auschwitz II (besser bekannt als Birkenau) und Auschwitz III (auch bekannt als Buna-Monowitz). Das dritte sowie die insgesamt 38 Nebenlager haben wir leider nicht besucht, da sie nicht als Bestandteil der großen FĂŒhrung angeboten werden.
ZurĂŒck zum Spruch: dieser prangt ĂŒber dem Eingang zum Stammlager. Bei Auschwitz-Birkenau gibt es keinen Spruch, sondern nur den Wachturm mit einer Durchfahrt fĂŒr ZĂŒge, welchen man z.B. aus „Schindlers Liste“ kennt. Wenn man nun bei diesem Schriftzug auf das Wort „Arbeit“ achtet, merkt man auf Anhieb, dass der Buchstabe „B“ auf dem Kopf steht. Es wird erzĂ€hlt, dass dies ein Zeichen des Ungehorsams von den Arbeitern ist, welche diesen Spruch geschmiedet haben. Übrigens, was wir heute sehen können, ist nicht das Original aus 1940, sondern eine Nachbildung. Im Jahre 2009 wurde der Schriftzug gestohlen und ein paar Tage spĂ€ter in drei einzelnen Worte zersĂ€gt in einem polnischen WĂ€ldchen gefunden. GlĂŒcklicherweise hatte man schon im Vorfeld bei Restaurierungsarbeiten eine exakte Kopie angefertigt, welche unverzĂŒglich bereits  am Tag des Diebstahls montiert wurde. Das zersĂ€gte und anschließend wieder hergestellte Original wurde nie wieder aufgehangen und bleibt nun in geschlossenen RĂ€umen der GedenkstĂ€tte aufbewahrt.

Dem gleichen Spruch „Arbeit macht frei“ begegneten wir nun auch letzten Monat in der Kleinen Festung in Theresienstadt:

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Eigentlich ist es verwunderlich diesen dort zu sehen, denn Theresienstadt ist gemĂ€ĂŸ Definition nie als KZ bzw. Arbeits- und Vernichtungslager geplant worden. Die gesamte Stadt hat man zu einem Ghetto umfunktioniert, um es ledglich als Durchgangslager fĂŒr Juden zu nutzen. Damit sollten sĂ€mtliche Weiter- und Abtransporte, wie z.B. nach Auschwitz, besser organisieren werden. In der Kleinen Festung, etwas außerhalb des Ghettos, wurde zusĂ€tzlich ein Gestapo-GefĂ€ngnis fĂŒr ca. 2000 Personen eingerichtet, da es in Prag mit der Zeit nicht mehr genug Platz fĂŒr Inhaftierte gab. Der damalige Vorsteher der Anlage, Heinrich Jöckel, war allerdings sehr karriereorientiert und wĂ€hrend der Nazi-Zeit konnte man eigentlich als Leiter eines KZs am besten aufsteigen. Also war er es, der nach einem Besuch in Auschwitz HĂ€ftlinge dazu verpflichtet hat, den KZ-typischen Leitspruch an die Wand am Tor zum ersten Hof zu malen. Am liebsten hĂ€tte er seine Anlage zu einem echten Arbeits- und Vernichtungslager umfunktioniert. Da sich seine Ambitionen und AufstiegsplĂ€ne aber (zum GlĂŒck!) nie verwirklichten, wurde er bis Kriegsende immer grausamer zu den HĂ€ftlingen. Es ist fĂŒr mich eine Genugtuung zu wissen, dass dieser Mann 1946 verhaftet und hingerichtet wurde.

Ich merke schon, selbst beim Revue passieren dieser Reisen in die Vergangenheit werde ich persönlich sehr emotional, es nimmt mich immer noch unwahrscheinlich mit. Ich habe allerdings gemerkt, dass das Thema jeden berĂŒhrt, der das gesamte Ausmaß dieser menschenverachtenden Vernichtungsmaschinerie einmal vor Ort gesehen hat.

Nun ist es ein etwas trauriger Blogeintrag geworden, aber ich hege die Hoffnung, dass wenn man solche Verbrechen aus der Vergangenheit nie außer Acht lĂ€ĂŸt, diese auch nie mehr wiederholt werden – unabhĂ€ngig von der Frage nach Schuld und Gewußt-haben … darĂŒber wollen Carsten und ich mal in den nĂ€chsten Tagen etwas schreiben (Dank an Kerstin fĂŒr deinen Kommentar, der ein bisschen als Auslöser gelten soll).



2013 05.
Okt.

September – was in Bayern als DER Biermonat gilt ist in unserer Gegend wohl eher ein Weinmonat … vor allem denkt man natĂŒrlich sofort an Federweißer     🙂
Hier eine solche Gattung in Begleitung seines besten Freundes namens Zwiebelkuchen     😉

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Wie ich im Januar schrieb, sollte mein Fotoprojekt fĂŒr den September „Wein in jeder Form“ sein … hier meine Ausbeute.

Ein solches Glas wie oben bleibt aber nie lange voll, egal ob in Begleitung einer anderen sÀchsischen Leckerei (hier neben einer Fettbemme in Pesterwitz):

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oder in trauter Einsamkeit auf der Sommerterrasse des Spitzhauses:

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Sachsen hat aber durchaus auch ein paar andere Weine im Angebot     😉

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Und woraus wird Wein gemacht? Richtig!     😀
Hier ein kleiner Blick auf die Radebeuler Weinberge:

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Um die leckeren Weintrauben von ungebetenen, gefiederten Weinkennern zu schĂŒtzen, spielen die hiesigen Winzer eine ganz besondere Musik     😉

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Nun noch ein paar „philosophische“ Gedanken, welche mir bei solchen Weintrauben durch den Kopf gehen     🙂

„Zusammen wird man am schönsten blau“     😀

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„Die Aufgeblasenen heben immer ganz schön ab, aber wenn die heiße Luft raus ist …“

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„Wer am Rand steht, geht nicht in der großen Masse unter“

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„Wenn wir mal alt und schrumpelig sind, heißen wir „SĂŒĂŸe Rosinen“     😀

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„Man malt nur das an die Wand, was wirklich schön ist“

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Dass Wein und Weintrauben nicht nur mich zum Nachdenken anregen, beweist wohl am besten diese Wand eines Pavillons – VergrĂ¶ĂŸern und Durchlesen lohnt sich!

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Aber nochmal zurĂŒck zum Anfang     😉     diese Weintrauben können es kaum abwarten, endlich in einem Weinglas zu landen und die ersten haben es schon sogar geschafft:

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 Sie kommen nicht nur von oben, sondern auch von unten:

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Da kann ich nur noch eines sagen: Zum Wohl!!!     :herz:

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2013 30.
Sep.

Jeder kann bestimmt ĂŒber Vorhaben sprechen, die man jahrelang vor sich her schiebt, weil sie zwar interessant aber in gewisser Art und Weise doch belastend sind. Auch ich kann mich davon natĂŒrlich nicht frei sprechen. Ein Thema interessiert mich schon seit Langem, wohl deshalb, weil ich damit von Kindheit an konfrontiert worden bin: Der Zweite Weltkrieg. Da ich ausreichendÂ ĂŒber diese schwere Zeit mit Informationen aus sowjetischer Sicht (also aus der der Sieger) versorgt wurde, versuche ich mich seit meiner Ankunft in Deutschland auch mit der anderen Sichtweise zu befassen. Dazu gehörten fĂŒr mich schon seit langer Zeit Besuche von GedenkstĂ€tten, welche meistens natĂŒrlich an den Stellen errichtet wurden, wo das Unmeschlichste passierte ist , z.B. auch KZs.

Carsten hat mich dabei schon immer unterstĂŒtzt und so haben wir uns fĂŒr dieses Jahr drei solcher Orte vorgenommen: Buchenwald, Auschwitz und Theresienstadt. In Buchenwald waren wir im Rahmen unseres Weimar-Hochzeitreise im Februar, Auschwitz besuchten wir im Mai zusammen mit den polnischen CouchSurfern Kasia und Rafal und letzten Samstag sind wir nach Theresienstadt in Tschechien gefahren.

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Unsere positivsten Erfahrungen hatten wir mit den TouristenfĂŒhrern, denn alle drei waren sehr gut im ErklĂ€ren und Beantworten von Fragen und besaßen ein sehr umfangreiches Wissen, welches sie angesichts eines solchen Themas sehr einfĂŒhlsam vermittelten. Dazu muss ich auch sagen, dass ihre deutschen Sprachkenntnisse sowohl in Polen als auch in Tschechien sehr gut waren – auf Englisch wĂ€re wohl die ein oder andere Sache falsch gedeutet worden.

Wir haben beide sehr viel von diesen AusflĂŒgen gelernt, z.B. dass es unterschiedliche Arten von Konzentrationslager gab: Arbeitslager wie Buchenwald, Vernichtungslager wie Auschwitz-Birkenau oder auch Sammellager wie das im Ghetto Theresienstadt der Fall war. In letzterem hat man die Menschen u.a. gesammelt, damit ihre Abtransporte in die Vernichtungslager organisiert ablaufen konnten – ich finde, da kann keiner sagen, dass sowas wĂ€hrend des Nazi-Regimes nur zufĂ€llig passierte.

Über ein weiteres Thema unterhalten Carsten und ich uns ebenfalls immer wieder: was stimmt ĂŒber die zivile Bevölkerung, welche am Ende des Krieges immer meinte, sie hat rein garnichts davon mitbekommen. Ein weiterer Gedanke: wie konnte man zulassen, dass es soweit ĂŒberhaupt kommt?  Es gibt aber auf beide Fragen eigentlich keine richtige Antwort, denn wir wĂŒrden immer mit dem Wissen aus dieser Zeit und unserer derzeitigen Informationsgesellschaft argumentieren. Deshalb können wir aus unserer jetziger Position, welche schon einige  Jahrzehnte her ist, das Ganze aus einer völlig anderen Perspektive betrachten. Viel schwieriger ist es zudem, sich in die damaligen Zeiten zu versetzen und die Situation sozusagen von innen heraus zu sehen. Durch unsere Reisen haben wir ja einen Einblick auf die KomplexitĂ€t des Gesamtbildes bekommen, obwohl das natĂŒrlich auch nur ein geringer Teil dieses grausamen Kapitels der Geschichte ist.

Übrigens, die SchriftzĂŒge an den EingĂ€ngen zu den einzelnen KZs haben ihre eigene Geschichten, obwohl man nur „Arbeit macht frei“ und „Jedem das Seine“ kennt. Ich könnte zumindest die der drei von uns besuchten GedenkstĂ€tten berichten … natĂŒrlich nur, wenn es auch wirklich jemanden interessiert. Wenn ich soll, dann bitte einen entsprechenden Kommentar abgeben, ok?



2013 25.
Sep.

Irgendwie habe ich inzwischen das GefĂŒhl, dass unser Urlaub schon von unglaublich langer Zeit war, denn inzwischen hĂ€tte ich wieder Lust auf weitere 3 Wochen Auszeit     😉

Meine Spalte fĂŒr September in unserem Familienplaner ist wirklich proppevoll. Ok, ok, dort sind natĂŒrlich nicht nur Ganztagstermine eingetragen, aber dennoch hat man jeden Tag etwas zusĂ€tzliches zu beachten.

NatĂŒrlich sind aber auch schöne, witzige und spannende Eintragungen vorhanden. Nehmen wir als Beispiel mal Freitag, den 13. … an diesem Tag sind wir alle schon um 5 Uhr aufgestanden, damit Stephanie rechtzeitig zur ihren praktischen FahrprĂŒfung aufbrechen kann. Sie hat selbst an diesem UnglĂŒckstag es nicht nur geschafft, pĂŒnktlich anzukommen, sondern diese auch gleich beim ersten Mal zu bestehen! Nochmals GlĂŒckwunsch!

Am Mittwoch (18.9.) haben wir Carstens Geburtstags nur im kleinen und beschaulichen Kreis gefeiert und stellten fest, dass es ja sein letzter Geburtstag mit einer 3 als erste Ziffer sein wird     😉
Auf eine große Feier haben wir diesmal noch verzichtet, aber das wird nĂ€chstes Jahr bestimmt nicht mehr der Fall sein     😉

Am Samstagabend durfte ich wieder mal als Fotografin bei einem Auftritt der IDC-TĂ€nzer auf dem Weinfest in Pesterwitz agieren. Die LichtverhĂ€ltnisse waren nicht wirklich optimal, aber ein paar Bilder sind doch noch vorzeigbar geworden – hier ein Beispiel:

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Sogar die Werbung im Hintergrund ist gut lesbar     😀

Allerdings gibt es keine Bilder vom Ausklang des Abends zusammen mit meiner Anna. Zum GlĂŒck, kann ich nur sagen, denn wer will schon eine Wein trinkende, Lieder grölende und wild hĂŒpfende Olga vor der Linse haben     😀

Am Sonntag darauf ging es dann gleich frĂŒh mit Gerd, Katja und Colin sowie Dirk zum Wandern und Futtern sowie einer Fahrt auf dem Dampfer in die SĂ€chsische Schweiz – es wurde ein langer aber echt toller Tag! Danke nochmals an Gerd fĂŒr die Einladung!

Einen Termin habe ich mir dann auch selbst in den Kalender eingetragen: weil ich ein Buch namens „Wyspa ZƂoczyƄcĂłw“ von Zbigniew Nienacki in polnisch ausgelesen habe, wollte ich auch noch unbedingt den Film dazu sehen. Ich habe sogar fast alles verstanden und bin deshalb auch total stolz auf mich     🙂

Apropos Filme. Ich hatte Lust, ein paar „echte Kerle“ auf  der Leinwand zu sehen und da kamen mir die Neustarts von „White House Down“ mit Channing Tatum sowie „Riddick“ mit Vin Diesel gerade recht. Man merkt, die Jahreszeit wird dĂŒsterer, denn dann interessiere ich mich irgendwie immer verstĂ€rkt fĂŒr solche Actionfilme, wo am Ende immer die Guten gewinnen – als Ausgleich eben fĂŒr das schlechte Wetter     😉

Der Oktober sieht glĂŒcklicherweise laut Kalender derzeit noch ganz jungfrĂ€ulich aus, aber irgendwie habe ich das GefĂŒhl, dass es nicht sehr lange so bleiben wird     😉



2013 15.
Sep.

Die Auswahl der Bilder fĂŒr meine monatlichen Projektberichte ist immer wieder ein mĂŒhsamer Prozess. Der August toppt bis jetzt aber in dieser Beziehung alle vorherigen Monate. Klar, da sich in 3 Wochen Urlaub eine recht große Sammlung an Digitalbildern angesammtelt hat … in Zahlen: etwas mehr als 3800 StĂŒck. Da fĂ€llt es natĂŒrlich echt schwer, aus den zahlreichen Aufnahmen nur ein paar auszuwĂ€hlen     😉     zum GlĂŒck hat mir Carsten dabei tat- und entscheidungskrĂ€ftig geholfen     :verliebt:

Und die Sieger dieser Wahl sind nun folgende Fotos geworden:

Auf dem ersten Bild (Tag 4 unseres Urlaubs) sind wir auf dem Rigi, ein Berg, welcher  in Weggis quasi direkt vor unserer HaustĂŒr liegt. Vom sogenannten ChĂ€nzeli blickt man natĂŒrlich voll auf den VierwaldstĂ€tter See. Direkt gegenĂŒber liegt der Luzerner Hausberg namens Pilatus, der Berg links heißt BĂŒrgenstock und die Ansammlung weißer HĂ€user direkt zu unseren FĂŒĂŸen beinhaltet auch unser damaliges Feriendomizil     😀

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Am Startpunkt unserer Wanderung auf dem Pragelpass am 9. Tag gab es diese stimmungsvolle Alpenkomposition:

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Hier waren wir noch auf dem Weg vom Pragelpass (1548 m ĂŒ.M.) zum höchsten Punkt Silberen/TwĂ€renen (2314 m ĂŒ.M.) und ehrlich gesagt hatten wir fĂŒr unsere Karsttour noch eine ganz lange Strecke vor uns     😉

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Diese Karstlandschaften wurden dann spĂ€ter noch völlig pflanzenfrei, aber dummerweise hatte ich an diesem Wandertag meinen Ersatzakku fĂŒr die DSLR-Kamera vergessen     :ueberrascht: :weinen:
Aus heutiger Sicht denke ich, dass es ganz gut war, denn sonst gĂ€be es noch mehr Bilder zum Aussortieren     😉

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WasserfĂ€lle sieht man in der Schweiz ĂŒberall und immer wieder, was ihrer Schönheit und ungezĂ€hmten Kraft dennoch keinen Abbruch tut!

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Eine der unzĂ€hligen bezaubernden und verzauberten Landschaften, welche wir auf unserer Drei-PĂ€sse-Rundfahrt (Grimselpass – Furkapass – Sustenpass) am 11. Tag zu Gesicht bekamen:

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Ich bin froh, dass ich bei dieser Fahrt, welche wir natĂŒrlich im Cabrio machten, doch noch etwas LangĂ€rmliges dabei hatte, dann da wo Schnee liegt ist es bekanntlich auch kĂŒhl     😉

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Wir hatten unglaublich viel GlĂŒck mit dem Wetter und ließen unsere Blicke ungehindert in die Ferne schweifen:

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Vor uns liegt der Furkapass (2429 m ĂŒ.M.).  Das HĂ€uschen in der Mitte des Bildes (links neben einer Haarnadelkurve) ist ein Hotel, welchen man auch in dem James-Bond-Film „Goldfinger“ sehen kann – dort allerdings im Jahre 1965. Links ist ein See, welcher durch den abtauenden Rhonegletscher entstanden ist. Leider sieht man den Gletscher aus diesem Blickwinkel nicht, dafĂŒr aber die Stelle, wo der berĂŒhmte Fluß Rhone seinen Anfang hat (der Wasserfall Mitte links):

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Die Straßen sind einfach eine Wucht! Und es macht so viel Spaß im Cabrio dort im wahrsten Sinne des Wortes herumzukurven     😀

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Bunte Blumenwiesen beeindruckten mich in den Alpen immer und immer wieder:

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Dass GrĂŒn und Schnee so gute Nachbarn sein können, wurde mir erst in den drei Schweiz-Wochen so richtig bewusst:

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Am grĂ¶ĂŸten Wasserfall Europas, dem Rheinfall, verstanden wir am 12. Tag fast nicht einmal das eigene Wort. FĂŒr die Augen ist das natĂŒrlich mal wieder eine sehr beeindruckende Darstellung von Wasserkraft (erkennt man ĂŒbrigens den kleinen Regenbogen unten links?):

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Alle, aber wirklich ALLE Wanderwege in der Schweiz werden gleich gekennzeichnet (was uns, nebenbei erwĂ€hnt, bei unserer Pragelpasswanderung in eine verkehrte Richtung gefĂŒhrt hat): die drei Streifen Weiß-Rot-Weiß sieht man in den Bergen auf Schritt und Tritt – hier bei der Wanderung am Aletschgletscher an unserem 14. Tag:

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Auf dem Weg zum Aletschgletscher kann man, wenn man sich umdreht und dazu eine genau so schönes Sicht wie wir hat, sogar die charakteristische Silhouette des Matterhorns sehen!

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Apropos Aletschgletscher. Ist er nicht ĂŒberwĂ€ltigend? Und das ist nur die Spitze seiner Gletscherzunge:

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Diese wiederkĂ€uende Viecherlis samt Bimmel gab es immer wieder am Wanderwegesrand, aber sie waren zu uns immer sehr lieb und zutraulich –> die schönen braunen KĂŒhe:

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Der kleine Punkt im Himmel machte mich richtig neidisch, denn nur zu gern hÀtte ich die Alpenwelt auch gerne aus der Perspektive eines Paraglieders gesehen!

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Auf der FeWo-Terrasse bei einem Glas Wein und Kerzenschein, konnten wir nahezu allabendlich das beeindruckende Schauspiel der Berge und der untergehenden Sonne, das sogenannte AlpenglĂŒhen, aus erster Reihe anschauen – hier am 18. Tag:

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Diesen großen Vollmond bekamen wir am 19. Tag vor die Linse:

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Der Pilatus, der Hausberg von Luzern, ist sehr launisch und schiebt seine dicke Wolkendecke mal links, mal rechts. Gen SĂŒden war der Ausblick an unserem 19. Tag noch völlig ungestört …

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… aber nur ein paar Meter weiter sieht die Welt schon etwas geheimnisvoller und irgendwie bedrohlicher aus. Da unten liegt eigentlich der VierwaldstĂ€ttersee und Luzern:

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Die schwarzen Vögel auf dem Pilatus beherrschen die Zweibeiner und nachdem sie sich von ihnen bereitwillig fĂŒttern ließen, verzogen sie sich einfach in höhere Gefilde, um die grandiose Bilder der Bergwelt zu geniessen     😉

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Ich hoffe, auch meine Blogbesucher haben das eine oder das andere Bild genossen und sind mit mir ein wenig durch die Bergwelt der Zentralschweiz mitgereist. So steht einem doch noch genug Platz fĂŒr Begleiter zur VerfĂŒgung, selbst wenn man nur mit einem Smart Cabrio unterwegs ist     😉