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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2010 06.
Nov.

Anfangs habe ich die Idee des Wichtelns irgendwie nicht ganz verstanden, aber inzwischen bin ich ein großer Fan davon geworden. Ich finde es fast genau so spannend, wie das Auspacken der Geschenke am Heiligabend oder beim eigenen Geburtstag.  Man weiss ja nie was drin ist und ist dann wirklich überrascht, auf welche Ideen die Leute kommen können, wenn es darum geht, einem häufig völlig unbekannten Menschen eine Freude zu machen. Ich für meinen Teil renne auch wochenlang herum und überlege, was man denn Schönes schenken kann. 

Die Blogger sind übrigens auch sehr wichtelfreudig. Leider kann ich bei der Wichtelaktion von Tanja Traumberg schlecht mitmachen, da dort nur die Kinder der Blogerinnen beschenkt werden. Die meisten Teilnehmerinnen haben wesentlich jüngere Kinder als meine zwei Teenagerinnen …

Aber es gibt jetzt eine Alternative, welche gut für die Blogger ohne Kinder oder mit einem solch großen Nachwuchs, wie ich ihn habe, geeignet ist.

Sal ist sogar bereit die ganze Organisation zu übernehmen, was ich ganz toll finde. Ich habe schon selber ein paar Wichtelrunden organisiert und weiss, dass man dafür  Zeit, einen freien Kopf und ruhige Hände beim Zuordnen der Wichtelpaare braucht    😀  

Es würde mich freuen, wenn eine nette BloggerInnentruppe dort zusammen kommt, damit meine Spannung steigen kann   😉 

–> Blogwichteln



2010 05.
Nov.

Es gibt in der russischen Sprache eine Beschreibung „…как собака: все понимает, только сказать не может“, was so viel heisst „… wie ein Hund: Versteht alles, kann aber nichts sagen“.  Irgendwie begreife ich diesen Satz jetzt wesentlich besser. Es ist schon wirklich-wirklich seltsam, wenn man nicht zu Wort kommt, weil man einfach nicht gehört wird.  Dafür wird meine Nackenmuskulatur durch das ständige Nicken oder Kopfschütteln gut in Schuß bleiben    :unschuldig:    Meine Familie trägt das mit Humor, klar, ich kann jetzt nicht meckern, nicht maulen und nicht diskutieren. Nicht nur die Kinder finden das toll     😉     Glücklicherweise ist Carsten keine verschwiegene Person und so führt er auch weiterhin souverän die alltäglichen Diskussionen mit den Mädels.

Gestern habe ich lange überlegt, ob ich meinen Mann zum Spanisch-Unterricht begleite. Ich habe mich dann doch dafür entschieden, mit einem Sprachrohr nebenan ist das auf jeden Fall zu schaffen. Winnie, unsere Lehrerin, war sehr nachsichtig mit mir, aber sie ist ja ohnehin eine ganz Liebe. So habe ich meine Sätze geschrieben oder sie  Carsten ganz leise gesagt. Er hat dann den Rest erledigt. 

Ich werde jetzt meine sturmfreie Bude geniessen und meine Finger über die Tastatur laufen lassen. Es ist sozusagen Glück im Unglück, dass ich durch diese Krankheit etwas Ruhe habe und mich mit unserem Australienbericht befassen kann.



2010 04.
Nov.

Jep, das bin ich jetzt im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Ehrgeiz, mit nicht 100%-ig auskuriereter Erkältung wieder an der Kundenfront tätig zu sein, wurde nun von Mutter Natur mit verstummten Stimmbändern „belohnt“. Ich darf jetzt 2 Wochen lang nur minimal sprechen, allerdings reden und nicht flüstern. Solche Tätigkeiten wie Telefonieren, Schreien, Singen sind jetzt überhaupt nicht mehr angesagt.

Erstaunlicherweise haben das alle Männer, die von meinem Zustand erfuhren, als ein Segen betrachtet – eine Frau, die einen nicht zuquatscht und nicht diskutieren kann ist wohl doch ganz selten und daher begehrenswert.    😉

Da ich nun zu Hause bin, habe ich noch auf die Schnelle den Kühlschrank aufgefüllt und  im Laden meinen Kopf über das Einkaufsverhalten der Senioren unserer Gesellschaft geschüttelt. Erstens war ich überrascht, wie viele davon um 10 Uhr vormittags die Läden stürmen, zweitens wurde es mir klar, wie Mr. Brown seinerzeit seine  Entdeckung von der nach ihm benannten Bewegung gemacht hat.  Er ging einfach einmal vormittags Lebensmittel im Supermarkt kaufen. Die Rentner mit den Einkaufswagen haben einen wirklich unberechenbaren Weg und ihre Abbiege- und Haltemanöver sind für berufstätige Knappvierziger kaum zu erahnen. Ich musste wirklich aufpassen, dass ich keine Oma oder keinen Opa ohne böse Absichten in die Hacken fahre.

An der Kasse hatte ich gemerkt, dass es ganz schön blöd ist, wenn man gar nichts sagen kann. Ich versuchte mit Lächeln und Kopfnicken bzw. – scchütteln alle Aussagen der netten Kassiererin zu beantworten. Hoffentlich hat sie mich nicht in der Kathegorie „nett, aber völlig bekloppt“ abgespeichert.    😀 

Immerhin kann ich noch schreiben, laufen und viele andere Dinge, welche nicht mit dem Sprechen zu tun haben.



2010 24.
Okt.

Ja, mich hat es in zweierlei Hinsicht ganz arg erwischt.

Seit Wochen plage ich mich schon mit Schmerzen im rechten Arm, inzwischen werden auch solche einfachen Sachen, wie Haarekämmen, Brötchenschneiden und Mausschieben zu kleinen Alltagsherausforderungen. Und nun gesellt sich auch noch eine fiese Schnödderseuche dazu    🙁 

Meinen Taschentuchvorrat habe ich bereits der Stephanie wegen in der letzten Woche aufgefüllt, aber nun nutze ich ihn selber ganz stark. Die Stimme ist auch recht launisch geworden, denn mal ist sie da, mal ist sie weg.  Vitamin C wird somit zum Hauptnahrungsmittel, das andere Zeugs schmeckt ohne Geruchssinn sowieso absolut gleich. 

Mein Mann war ganz ehrlich zu mir und meinte, dass ich einfach nur schrecklich aussehe, aber er hat mich nach dieser Aussage gleich in den Arm genommen, bis ein starker Nieser mich wieder aus seiner Umarmung herausriss. Mein Entschluss, am Montag zur Ärztin zu gehen, steht jetzt fest. Als Arbeitskraft bin ich im Moment nicht wirklich gut zu gebrauchen. Man kann mich eher dazu nutzen, die gesamte Belegschaft anzustecken und alle auszurotten …

Ich werde daher auch hier eine Pause einlegen, bis ich mich wieder wohl in meiner Haut fühlen kann …



2010 17.
Okt.

Unser 4. Hochzeitstag in Andalusien liegt zwar schon einige Monate zurück, aber die Erinnerung daran konnte nicht verblassen, denn wir haben nämlich in unregelmäßigen Abständen an unserem Reisebericht gearbeitet.     😀

Diesmal lag das Gros der getanen Arbeit definitiv bei Carsten, denn ich fand einfach keine Zeit, meine Textversion zu verfassen. Seine ist aber auch gut geworden und ich hoffe, dass viele Leser diese Meinung teilen werden.     🙂 

Unser Klingelbrett hat nun einen neuen Knopf bekommen, auf welchen ab sofort munter gedrückt werden kann!

Viel Spaß beim Lesen und Bilderanschauen!



2010 16.
Okt.

Mein Leben ist irgendwie eine lange Liste geworden, welche sich aus vielen kleinen Einzellisten zusammenfügt.

Meinen Mann habe ich auf einer Mailing-Liste kennen gelernt. An der Tür im Computerraum hängt eine lange To-Do-Liste der langwierigen Vorhaben, einiges davon ist zum Glück schon durchgestrichen, aber man könnte wieder so vieles dazu schreiben … . Jeden Tag verfasse ich am frühen Morgen meine eigene kleine Aufgabenliste mit Dingen wie Blumengiessen, Wäschewaschen, Einkaufen, Zeugsabholen, Zeugswegbringen, Terminausmachen und gelegentlich auch Blogeintragschreiben   🙂  :unschuldig:    
Noch stehen da zum Glück solche Tätigkeiten wie „Abendessen mit der Familie“ nicht drauf, denn wenigstens das vergesse ich im Alltagsgeschehen nicht.     😉    Ansonsten merke ich in den letzten Wochen, dass mein Kopf immer mehr zum überladenen Rechner wird und mein Kurzzeitgedächtnis mit mir immer wieder blöde Streiche  spielt. Das Langzeitgedächtnis ist da schon viel braver und schiebt mir die notwendigen Erinnerungen zu, wann ich sie brauche, und nicht wie das Kurzzeitpendant erst dann, wenn es eh schon zu spät ist.

Ach so, die Einkaufslisten habe ich fast vergessen. Davon gibt es normalerweise zwei. Eine hängt an der Magnetwand in der Küche und wird von meinen Mitbewohnern    :lachen-xxl:    geführt, dort sind die Dinge aufgelistet, welche in Kürze zu Neige gehen werden. Die andere Art stammt nur aus meiner Hand und beinhaltet meistens die Lebensmittel für den Alltag, also für den quasi Jeden-Tag-Einkauf wie Brot, Wurst, Käse, Gemüse und Milch. Die erste Liste lebt länger, denn sie bleibt meist bis zum monatlichen Großeinkauf unangetastet, die andere hat maximal einen Tag bis zur Erledigung zur Verfügung.

Ich vergesse aber bei allen handlich geschriebenen Listen oft genug, diese nach Erledigung von zumindest den meisten Punkte sofort wegzuwerfen, d. h. in einigen Jahrhunderten wird ein Archäologe, welcher meine Handtasche, gefüllt mit solchen kleinen, zerknüllten Zettelchen mit durchgestrichenen Sachen und Tätigkeiten, findet, ein recht umfassendes Bild über das Leben einer berufstätigen Familienmutter machen können. Schon allein deswegen ist es doch die Sache wert, das ganze Leben Punkt für Punkt aufzulisten, nicht wahr?    😉



2010 09.
Okt.

Diese Woche hat mir erneut bewiesen, dass ich  mich auch dann nicht langweilen kann, wenn meine Mäuse nicht da sind    😉    Das mindert etwas meine tägliche Angst vor ihrem Auszug aus unseren vier Wänden. Carsten sorgt auf jeden Fall schon für ausreichend Abwechselung (nur im positiven Sinne zu verstehen    😉    ).

So hatten wir Zeit uns ein paar Filme aus der Videothek auszuleihen und anzusehen. „Up in the Air“ mit George Clooney ist ein wirklich guter Film, schlüssig in seiner Geschichte und mit autentischen Interviews von Leuten, denen man gerade mitteilt, dass sie entlassen werden (z.T. sogar auch in Real-Life). In dem Film geht es um Job und Beziehungen, Lebensphilosophie und menschliche Werte. Summa sumarum – wirklich empfehlenswert!

Weniger zu empfehlen ist dagegen „Armored“. Da habe ich mir mehr Action und eine bessere Geschichte gewünscht. Als Zeitvertrieb ist der Film aber für einmal absolut ok.

Die Zeit hat aber auch für gemeinsame Einkäufe, Spaziergänge und viele, viele Gespräche gereicht    😀

Am Donnerstag setzten wir ein lang gehegtes Vorhaben endlich um: Wir haben für uns die neuen EU-Führerscheine beantragt. Mir fiel diese Entscheidung besonders schwer, denn wie kann ich so treulos sein und mich von meinem allerersten deutschen Lichtbildausweis trennen?! Es gab ja Zeiten, da konnte man bei H&M nur dann mit EC-Karte bezahlen, wenn man so etwas vorlegen konnte. Ich habe aber damals meinen ukrainischen Reisepass wie einen Augapfel gehütet und natürlich immer zuhause gelassen. Ich schätze, selbst wenn ich diesen beim Shoppen vorgelegt hätte, wäre das Misstrauen der Kassiererinnen wohl kaum minimiert worden.    :weinen:    Einen „richtigen“ Ausweis hatte ich aufgrund der ukrainischen Staatsbürgerschaft damals logischerweise nicht gehabt.

So half mir dieses Bild z.B. Babysachen für Stephanie zu kaufen, ohne immer Bargeld mitschleppen zu müssen. Ist diese Spur von der verrosteten Klammer der Führerscheinstelle in meinem Gesicht nicht wunderschön?    😉    Diese Sondermarkierung gab es gleich mit dem frischen Führerschein sofort nach der bestandenen praktischen Fahrprüfung  gratis dazu.    :lachen-xxl:

Naja, jetzt warten wir ein paar Wochen, bis wir unsere neuen, chipkartengroßen Führerscheinen mit „schmucken“ biometrischen Bildern abholen können. Anfang November ist es dann schon soweit …



2010 04.
Okt.

Lange Zeit konnte ich den Kürbissen als Nahrungsmittel wenig abgewinnen. Der Brei, welchen meine Mutter im Herbst gemacht hat, war mir so suspekt, dass ich ihn kaum angerührt habe. Die Kerne – ja, die waren toll! Sogar besser als Sonnenblumenkerne, schließlich waren die weißen, großen, fast runden Samen wesentlich seltener und dadurch auch teurer zu haben. Inzwischen weiß ich, wie man eine leckere Suppe aus einem Kürbis machen kann. Auch Lasagne und Kuchen wurden schon getestet, sind aber noch nicht so perfekt, dass meine Familie immer wieder danach verlangt    😉    deswegen sind diese Rezepte noch nicht in OLCAs Kochbuch zu finden.   

In Australien habe ich festgestellt, dass die Leute dort Kürbis immer wieder gerne als Beilage essen. Es geht ganz einfach: Man schneidet Kürbis in kleine Stücke, packt Salz und Pfeffer drauf, verteilt die Häppchen auf einem  Blech und bäckt, bis das Fruchtfleisch weich wird. Ich bin süchtig danach!!!! Die Schale kann man meistens nicht essen, nur bei Hokkaido-Kürbis stört die äußere Schicht nicht beim Mümmeln.  

Bei unserem letzten Einkauf landete also wieder eine kleine orange Kugel im Einkaufswagen. Noch habe ich sie nicht zubereiten können, weil ein paar andere Geschöpfe sich das Ding unter den Nagel gerissen haben. Hier sind die Beweisfotos:  

Sleepy entwickelt Heimatgefühle

Kl. Dinkelmann und Heini sind von der Größe zuerst schwer beeindruckt

Heini findet die glatte Oberfläche einfach supertoll zum Rutschen!

Kl. Dinkelmann versucht sich als Seiltänzer ;0)

Kl. Dinkelmann entspannt sich mal kurz drauf

"Mein Kürbis und Ich" meint Bonnie

"Denkste" - sagt Gr.Dinkelmann und grinst ganz zufrieden



2010 01.
Okt.

Es ist schon 3 Jahre her, dass mein Vater nicht mehr unter uns ist … am 30.09.2007 hat sein Körper aufgegeben gegen den Hautkrebs zu kämpfen … ich denke sehr oft an ihn, gerade jetzt wo ich selber Kinder habe, erinnere ich mich oft an die Zeiten, welche ich mit ihm verbracht habe … denn ich ging nie in einen Kindergarten. Mein Vater hat 24 Stunden am Stück gearbeitet, danach hatte er immer 3 Tage frei und diese Zeit verbrachte er mit mir, ok, „ich mit ihm“ wird wohl eher der Wahrheit entsprechen. Bei seinen Kumpels hieß es immer „Borja kommt mit seinem Schwänzchen“, weil ich ihn immer und überall begleitet habe    🙂

Hier sind ein paar Bilder von ihm, ich habe, glaube ich, so gut wie alle mitnehmen können, als ich das letzte mal zu Hause war.

Mein Papa als kleiner Junge mit seiner Mutti, meiner Oma Lena:

Mein Paps als junger Mann mit seiner Mutti, seiner Schwester und Nichte:

 Mein Halbbruder Igor, mein Papa und ich mit 14 Jahren:

 Mein Papa beim gemütlichen Fernsehen auf der Couch:

Meine Eltern und ich im Jahre 1992 (ich kam aus Deutschland, um einige privaten Sachen zu holen, nachdem ich eine Aufenthaltserlaubnis bekommen habe; übrigens Andrea ist auch schon dabei, hat sich aber in meinem Bauch gut versteckt     😉     :

Ich vermisse ihn ganz schön stark ……



2010 28.
Sep.

In Sachsen ist mal wieder Regenzeit angesagt. Seit Samstag gibt es kaum eine Stunde, in welcher es nicht tropft, nieselt oder in Strömen regnet … naja, es ist zwar Herbst und das Wetter gehört dazu, aber trotzdem habe ich Sehnsucht nach ein wenig Sonne und buntgefärbten Wäldern. Ich vermute, dieses Jahr wird mir der genussvolle Spaziergang in der Dresdner Umgebung mit vielen farbenprächtigen Aufnahmen eher nicht gelingen. Ein Glück, dass ich mir in den letzten Jahren schon einen guten Vorrat an herbstlichen Fotomotiven zugelegt habe. So kann man im Trockenen sitzen, alte Bilder durchgucken und sich am Herbst erfreuen.     :verliebt:

Der Regen hat eine eigenartige Wirkung auf die Menschheit: Das Gros der Leute in meiner Umgebung ist entweder dauerhaft hundemüde oder permanent schlecht gelaunt. Bei manchen kombinieren sich diese beiden Eigenschaften und dann sehe ich nur zu, dass ich das Weite suche, um mir den Tag nicht zu verderben.     😉 
Glücklicherweise habe ich eine optimistisch gestimmte Familie, es findet sich immer etwas, worüber wir lachen oder uns amüsieren können. Derzeit ist bei uns z.B.  das Spiel „Halli-Galli“ fast täglich angesagt. Das Spiel haben die Mädels Carsten zum Geburtstag geschenkt – ich habe sie zwar finanziell unterstzützt, aber die Idee stammt definitiv von ihnen. Es geht schnell und macht enorm viel Spaß, ich kann es nur empfehlen, denn es geht auch zu zweit zu spielen.

Gestern abends haben wir, die Großen, uns aber noch etwas anderes zum Erheitern gegönnt. In strömendem Regen und tiefster Dunkelheit düsten wir zum Zentralgasthof Weinböhla. Ich habe nämlich vor einer Woche entdeckt, dass dort eine Lesung von Wladimir Kaminer geplant war und bestellte ganz geschwind die Tickets dafür. Das war meine bislang längste Lesungserfahrung, es gab sogar eine Pause! Da uns seine Art zu sprechen (er hat einen ganz typischen russischen Akzent) nicht fremd war, haben wir den Abend wirklich genossen. Ich mag seine Geschichten wirklich gern, denn er schafft es aus dem Alltag heraus eine schöne, interessante, witzige und irgendwie philosophisch angehauchte Erzählung zu stricken. So kamen wir erst kurz vor Mitternacht mit guter Laune und ich persönlich auch mit vom vielen Lachen schmerzenden Kiefer nach Hause. Natürlich ließ ich es mir nicht entgehen, ein Buch von ihm signieren zu lassen, ich habe schon eins zu Hause gehabt    😀    nämlich das mit dem schönen Namen „Es gab keinen Sex im Sozialismus“. Der Spruch stammt aus der Perestroika-Zeiten, aber das ist eine Extrageschichte, welche jedoch wohl jeder ehemaliger Sowjetbürger noch ganz gut kennt.     😀

Als die Verantstalung vorbei war bestätigte sich erneut meine Beobachtung, dass die Menschheit im Regen immer noch unglücklich bleiben möchte, ganz egal, was man dagegen zu unternehmen versucht. An der Garderobe maulte man in der Schlange, dass es so lange dauert bis man seine Jacke wieder bekam (nur 2 Frauen flitzten hin und her) und dass die Akustik im Saal so schlecht war, dass man nichts verstanden hatte (Herr Kaminer benutzte ein Mikrofon und wir haben sogar in der vorletzten Reihe als Pärchen unter anderen 498 Besucher alles verstehen können). Wenn jemand etwas zu motzen sucht, dann findet er es auch. Vermutlich aber auch an einem sonnigen Tag …