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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2010 26.
Apr.

Dieser Gedanke ging mir an dem (leider) vergangenen Wochenenende manchmal durch den Kopf.    🙂

Wir hatten mal wieder sturmfrei und verbrachten einen schönen Pärchen-Freitagabend mit gemeinsamen Einkauf in einem für uns bislang unbekannten Laden, besuchten traditionsgemäß unseren Stammdönermann und sanken danach auf unsere Couch im Fernsehraum, um die Verteilung der „Goldenen Lolas“ zu sehen. Ich gestehe, dass mein Mann wesentlich mehr von der Veranstaltung mitbekommt hat als ich, da Couch+Fernsehen bei mir meistens = Dösen bzw. Schlafen bedeutet    :unschuldig:     Aber nun habe ich wirklich große Lust, endlich mal den Film „Das Weiße Band“ zu sehen, denn er hat die meisten Lolas abgestaubt und die gezeigten Ausschnitte weckten erneut mein Interesse.

Am Samstagmorgen war es schon vorbei mit der trauten Zweisamkeit, denn um 10:30 Uhr holten wir eine dritte Person, sprich eine zweite Frau, mit ins Boot … ähh … ins Auto und fuhren nach Tschechien. Wir wanderten ganz gemütlich durch die wie immer wunderschönen und beeindruckenden Felsengebilde der Tissauer Wände, picknickten hier und da und redeten, redeten, redeten mit Kerstin über unsere Teenagerkinder & Termindruck, Haushalt & Traditionen, Reisen &  Sprachen, Gott und die Welt … mit Kerstin gehen uns die Themen niemals aus    😀    . Wir hatten richtig geniales Wetter an dem Tag, der Himmel war strahlendblau und die Sonne schien ununterbrochen – da schmeckt Sekt auf einem Felsen gleich doppelt gut!    😉     Zum Abschluß kehrten wir noch in eine kleine Kneipe ein und stärkten uns mit traditionellen, tschechischen Leckereien bevor wir wie üblich bei solchen Ausflügen auch eine Runde durch den Supermarkt im Petrovice drehten. Es ist dort nicht alles günstiger als in Deutschland, dafür aber gibt es Spezialitäten, wie besondere Käsesorten, die es in deutschen Läden nicht gibt.

Am Sonntagvormittag widmete ich mich zunächst meinem Haushalt und meinen Hausaufgaben. Da das Wetter nach wie vor grandios war, erklärte ich diesen Tag zum Waschtag und habe fleißig meine Waschmachine insgesamt dreimal vollgeladen. Die Sachen waren nach einigen Stunden im Garten absolut trocken und rochen so herrlich frisch! Außerdem habe ich ein neues Rezept für Käsekuchen ausgetestet und auch eine Schüssel Kartoffelsalat gemacht, denn nachmittags erwarteten wir schon wieder eine Frau in der Casa OLCA: Eleanor aus Australien, welche wir beim letzten Couchsurfing-Treffen kennenlernten. Sie arbeitet als Au-Pair in Radebeul und wir wollten uns einfach mal wieder in einer kleinen Runde sehen. Sie kam pünktlich um 15 Uhr bei uns an und den Rest des Tages verbrachten wir unter unserem aufgespannten Sonnensegel auf der Terrasse und unterhielten uns in Englisch über alles Mögliche. Es war für mich u.a. sehr erstaunlich, wie selbstverständlich sie die Themen „Schlangen“, „Spinnen“ und „Krokodile“ behandelte. Klar, wenn man damit groß geworden ist, weiß man damit einfach umzugehen und nicht sofort in Panik zu verfallen wie ich das meistens schon bei deutschen Kleinstspinnen tue    :erroeten:     Sie radelte erst um 22:30 Uhr zurück nach Hause und Carsten und ich räumten erst noch alles auf, bevor wir ins Bett zum Lesen gingen. Ich habe allerdings schon nach einigen Seiten meine Lektüre weggelegt und ließ mich von Morpheus umarmen, da mein Mann für diese Tätigkeit noch nicht zu haben war.    🙂      Ich freue mich aber jedesmal aufs Neue, dass er inzwischen so viel Spaß  am Lesen hat und verzeihe ihm gern, dass er länger dabei bleiben kann als meine Wenigkeit.    😉



2010 20.
Apr.

Ich habe mich heute vormittag noch bei meinem Mann beklagt, dass die Welt ungerecht ist. Morgens war alles bewölkt und bedeckt, außerdem war es draußen kühl. Dabei ist Dienstag der einzige Tag in jeder Woche, wo ich abends mit dem Cabrio fahren darf.

Der Wettergott hat zum Glück aber seine Olga-Wanze heute extra laut gestellt und war sogar so gnädig, mir für den frühen Abend genug Sonne zu gönnen, damit ich doch noch mit offenem Verdeck durch die Dresdner Innenstadt fahren konnte!    😎

Ich bin damit wie üblich zur Wirbelsäulen-Gymnastik gefahren. Ganz ehrlich, der Kursname klingt irgendwie langweilig, aber es ist überhaupt nicht so. Inzwischen hat sich dort eine richtig kleine Schnattergruppe zusammengefunden. All die Leute, welche regelmäßig bei der Sportstunde auftauchen finden doch früher oder später etwas, worüber man quatschen kann. Aber während der Übungen sind wir alle hochkonzentriert, da hört man einfach auf die Anweisungen von unserer liebenswürdigen Therapeutin und versucht alles richtig zu machen. Die Mühe lohnt sich wirklich. Ich persönlich bin inzwischen auf Dienstagabend konditioniert und mein Rücken freut sich auf die An- und Entspannung beim Reha-Sport.  Zwischenzeitlich wirkt er nämlich ganz schön verspannt, da im Büro wie üblich tagtäglich viel zu viel Schreibkram auf mich wartet.

Ich tröste mich damit, dass Morgen schon des Bergfest der Arbeitswoche ist und freue mich auf das kommende Wochenende    😉



2010 18.
Apr.

Das ist wirklich die passende Überschrift für die vergangenen Tage, denn selbst wenn man gut vorbereitet ist und denkt, alles organisiert zu haben, kann sich dieses durch eine einzige Veränderung der Umstände absolut eigenständig und nicht wie geplant entwickeln.

Die Aschewolke aus Island war in der Planung der Dienstreise nach NRW definitiv nicht vorgesehen. Die Flugtickets wurden bereits vor einem guten Monat gekauft und man wähnte sich in gut organisierter und durchdachter Sicherheit. Ich war mir so sicher, dass ich pünktlich nach Hause komme, dass wir uns mit den Freitalern zu einem gemeinsamen Döneressen und einem Heimkinoabend für den besagten Freitag in der Casa OLCA verabredeten.

Allerdings bereits mittags, mittendrin im Meeting beim Kunden, erreichte meinem Chef und mich die Botschaft, dass aufgrund der  Aschewolke aus Island auch unser Rückflug nach Hause annuliert wurde. Wir hatten aber Glück im Unglück, da wir schon am Vortag  einen Mietwagen für die Fahrt vom Flughafen unser Eigen nennen konnten. Einen zu mieten war am Freitag ein Ding der Unmöglichkeit, auch der Tausch auf ein etwas flotteres Modell als unser KIA Seed ging nicht mehr. Daher machten wir einfach das Beste aus der entstandenen Situation und beschritten im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege, indem wir die erst vor Kurzem eingeweihte A38 nach Hause genommen haben. Diese Entscheidung passte unserer Navi-Dame übrigens überhaupt nicht und sie bemühte sich redlich uns bei jeder Ausfahrt zur Rückehr in das ihr bekannte Revier zu bewegen. Aber es gelang ihr nicht    😀     Inzwischen wuchs die Sehnsucht meiner Orangenhäfte so dermaßen an, dass ich nach Absprache mit meinem Chef den Wagen auf der letzten Rasstätte vor der Heimausfahrt verlassen habe und auf meinen Abholer-Schatz wartete. Es war schon fast wie in einem Thriller: Eine Frau wird in einem Auto zum vereinbarten Übergabeort gebracht und ausgesetzt , da das Lösegeld brav bezahlt wurde   🙂   . Unsere Freitaler waren ebenfalls bei der Abholaktion dabei und wir verbrachten den Rest des späten Abend zusammen bei Baguette mit Käse, Rotwein und einem nettem Plausch bevor ich nach Mitternacht in mein Bett gehen durfte    😉

Ausschlafen war für den Samstag aber überhaupt nicht vorgesehen, denn Andrea hatte um 11 Uhr ihre nächste Fahrstunde. Daher sind wir recht früh aufgestanden, um noch in aller Ruhe zusammen zu frühstücken. Während Andrea im Auto die Straßen unsicher machte, kümmerten wir uns um den ordnungsgemäßen Zustand unserer 4 Fahrräder, da wir nachmittags mit den Thieles nach Meißen zum Eisessen fahren wollten.

Der Wettergott war uns auf jeden Fall hold, es war zwar nicht sehr warm, aber die Sonne schien wie bestellt    🙂
Die Tour hat echt viel Spaß gemacht, aber auch hier hat der Zufallsgott zugeschlagen. Georgs Fahrrad hatte kurz vor Meißen einen Platten. Aber auf die Männer ist immer Verlaß und so organisierten Axel und Carsten in guter Teamarbeit ganz schnell und preiswert einen neuen Schlauch und ließen alles von einem „außergewöhnlichen“ Fahrradprofi montieren.

Das Eis war lecker und mit gut gefülltem Bauch radelten wir dann die gleiche Entfernung (21km) wieder nach Hause zurück. Wir brachten unsere Drahteselchen in die Casa OLCA, machten uns frisch und fuhren mit dem Auto zu den Thieles um Kathrins Kartoffelsalat zu geniessen und die Singapur-Bilder von Axel zu bestaunen. Ich muss sagen, sein Dienstreiseziel war um einiges beeindruckender als meines, aber eine Rückkehr mit dem Mietwagen wäre in seinem Fall unter gleichen aschewolkigen Umständen definitiv nicht möglich gewesen    🙂



2010 15.
Apr.

… werde ich heute Nacht in meinem Bett im tiefsten Westen sein. Derzeit sitze ich noch im Flughafen und warte bis ich einsteigen kann. Es ist auch diesmal eine Dienstreise, sonst reise ich meistens doch lieber mit meinem Schatz. Ein Familienmitglied ist allerdings in meinem Köfferchen mitgekommen: Ich habe wie üblich einen Bären mit dabei    :o)

Da ich nur für quasi eine Nacht und einen Tag verreise, habe ich nicht viel mitnehmen müssen und das Ganze ging als Handgepäck fast problemlos durch. Ich habe extra kleine Packungen Duschgel, Deo, usw. in meiner Kosmetiktasche untergebracht. Nur eine Sache bedachte ich beim Einpacken nicht – den Druckverschlussbeutel. Und prompt hat der Flughafen Dresden wieder 50 Cent dazu verdient. Diesen teuer bezahlten Beutel lasse ich nun für immer und ewig im Kulturbeutel, damit ich ihn IMMER dabei habe. Den tieferen Sinn dieser Zusatzverpackung habe ich noch nie begriffen, denn so eine Tüte aufzumachen ist nun wirklich einfach. Für einen Terroristen sowieso ! Aber da ich ein positiv denkender Mensch bin, tröste ich mich nun mit dem Gedanken, dass zumindest nix mehr von dem Körperpflegezeug auslaufen kann    :o)



2010 11.
Apr.

… so könnte man versuchen unseren gestrigen Samstag zu beschreiben …

Wenn man bedenkt, dass es ein Wochenende war, sind wir sehr früh aufgestanden, denn wir haben versprochen Andrea auch an ihrem letzten Praktikumstag zu der Arbeitsstelle zu bringen, damit sie nicht mit Bus und Bahn fahren muss und auf jeden Fall pünktlich um 8 Uhr anfangen kann. Die öffentlichen Verkehrsmittel tauchen an den Haltestellen an solchen Tagen (Wochenende UND Ferien) eben nicht so oft auf wie an den normalen Arbeitstagen. Wir waren sogar zu früh vor Ort, aber da es keinen passenden Parkplatz gab, mussten wir unseren armen Teenager einfach vor den noch geschlossenen Reisebürotüren aussetzen    😉

Carsten und ich wollten diesmal nicht in den heimischen Wänden frühstücken, sondern ein weiteres Lokal aus dem umfangreichen „Dresden for Friends Karte“-Angebot austesten. Immerhin bekommt man dank dieser Karte 2x Frühstück, muss aber nur einmal bezahlen. Da unser Ziel, das „Lloyd’s Cafe“ (http://www.lloyds-cafe-bar.de), seine Pforten aber erst um 9 Uhr öffnete, mussten wir irgendwie noch eine  Stunde überbrücken. Zum Glück waren auf der altstädter Elbuferseite schon jede Menge Stände des samstäglichen Trödelmarktes aufgebaut. So schlenderten wir ganz gemütlich durch die Gänge und schauten uns altes, gebrauchtes und dennoch interessantes an. Einen riesigen Teddybären hätte ich am liebsten gleich mitgenommen, aber ich wurde von meinem Mann gerade noch rechtzeitig von dem Stand weggezerrt    😀    .  Das Wetter war zwar besser als vorausgesagt, aber ein kalter Wind begleitete uns doch überallhin.

Um so mehr freute ich mich als ich etwas durchgefrohren kurz nach 9 in dem gemütlichen Cafe mit schönem Ambiente, entspannender Musik und leckerem, frischen Frühstück  sitzen konnte.  Um mehr oder weniger alles aufzuessen benötigte ich kaukräftige Unterstützung meines Mannes, aber er hilft mir in solchen Situationen ja immer sehr gerne. Nach einer guten Stunde waren wir mit dem reichhaltigen Angebot fertig und bereit, etwas nicht nur für unseren Magen zu tun, sondern auch für den Geist.

Wir fuhren zum Deutschen Hygiene-Museum Dresden (http://www.dhmd.de), denn dort gibt es seit Sommer 2009 die Ausstellung „Arbeit. Sinn und Sorge“, welche mich interessierte. Wir wurden davon nicht enttäuscht und verbrachten dort statt der geplanten 2 sogar ganze 3 Stunden, denn DHMD versteht schon seit Langem, wie man auch schwierigen Themen und sogar öde Statistiken mit Hilfe von Multimediainstallationen sehr interessant gestallten kann. Ich kann seitdem zumindest behaupten, dass mein Verdienst mehr oder weniger im ostdeutschen Durchschnitt liegt    🙂    . Vieles hat uns zum Nachdenken und langem Austausch angeregt. Die neueste Ausstellung dort möchte ich übrigens auch mal bei Gelegenheit besuchen, denn wen interessiert die Frage „Was ist schön?“ nicht?

Ob man es glaubt oder nicht, aber mein Schatz hat danach vorgeschlagen, mal durch die Altmarkt-Galerie und die Prager Straße zu laufen – dass er freiwillig in die hiesigen Einkaufstempel geht, passiert wirklich nicht oft! Wir bummelten durch diverse Läden, aber als wir etwa die Mitte der großen, ladenreichen Fußgängerzone erreichten, regnete es ganz plötzlich recht heftig und wir kehrten so schnell wie möglich zu unserem Auto zurück. Meine EC-Karte zitterte übrigens völlig umsonst: wir haben zwar viel angeschaut, aber außer 2 kleine Flaschen Wasser bei Aldi für 80 Cent nichts gekauft    😀

Da seit unserem Frühstück inzwischen viel Zeit vergangen ist, waren wir bereit für die nächste Mahlzeit des Tages. Diesmal hat mich mein Mann in das Brauhaus am Waldschlösschen entführt, weil er dort bereits im Rahmen einer Weiterbildung mal gegessen hat und das Ganze ganz  toll fand. Ich fand es auch toll! Das Essen war lecker, das Zwickelbier schmeckt in den sächsichen Brauereien immer gut und das Ambiente gefiel mir ebenfalls. Sogar das Preis-Leistungsverhältnis passte aus meiner Sicht wunderbar zum Wohlfühlgefühl    🙂

Danach wollten wir im Grunde genommen nur noch nach Hause, hielen aber unterwegs noch an einer Videothek an, um 1-2 DVDs für den Abend mitzunehmen. Unsere Auswahl fiel auf „12 Runden“, ein  Actionfilm dessen Handlung allerdings sehr stark mit „Stirb langsam“ und „Speed“ verwandt ist. Ob sich die beiden Filme über diese „Verwandschaft“ freuen,  ist eher fraglich …   :fragend:    aber für 1,50 EUR pro Tag kann man ihn schon mal ausleihen und ansehen. Wir waren froh, dass wir damals nicht ins Kino gegangen sind!

Den zweiten haben wir für heutigen Morgen aufgehoben. Ein Film, über den ich hier bereits am 22. November berichtete. Diesmal hat das Angucken geklappt und wir kennen nun auch die aktuellste Dokumenation von Michael Moore. Ich habe es mit gemischten Gefühlen gesehen, besonders das Ende. Ohne Arbeitskampf geht es wohl auch in Amerika nicht … aber besser so, als alles zu verlieren und aufzugeben. Die jazzige Version der „Internationalen“ als Begleitung des Nachspanns weckte wieder jede Menge Erinnerungen an meine sozialistische Erziehung. Ich werde bestimmt nicht mehr den ganzen Text mitsingen können , aber den Anfang und Refrain kriege ich noch locker hin – in Russisch versteht sich    :lachen-xxl:



2010 08.
Apr.

Ich sitze immer noch etwas verschwitzt am Rechner. Heute ließ ich mich von meiner kleinen Tochter (welche übrigens körperlich inzwischen länger ist als ich!) zu meiner ersten Radrunde des Jahres verführen. Sie hat keine Mühe gescheut und pumpte sogar (nahezu    😀    ) freiwillig mein Rad auf, um mich aus dem Haus zu locken.

Wir waren etwa 45 Minuten unterwegs und hatten viel Spaß dabei, selbst wenn wir selten die Gelegenheit bekamen nebeneinander zu fahren und zu schwatzen. Man hält sich auf der Straße aus Sicherheitsgründen doch lieber an die allgemeingültigen Verkehrsregeln    😉     . Auf einem langen Anstieg ist mir in der Mitte der Strecke die Puste ausgegangen und so schob ich liebevoll meinen Drahtesel ein wenig auf dem Fußweg, bis ich wieder fahrtauglich war.

Ein Frühlingsabend in Dresdner Westen ist richtig schön. Ich habe nach dem langen Winter endlich mal wieder den Geruch von verschiedenen Blumen wahrnehmen können, von Grillanzünder auf der Holzkohle oder schon sogar von frisch Gegrilltem, aber auch die Düngeauktionen der Gärtner blieben meiner Nase nicht verborgen    😉    .  Am Straßenrand blühen ganz viele Narzissen, Forsythien und weiße Magnolien und ihre Duftmischung kann man einfach nur als bezaubernd bezeichnen. Im Auto nimmt man das nicht ganz so wahr …

Ich glaube, ich werde mich noch öfter von meinem Kind zu solchen Ausflügen verführen lassen – den Spaß will ich natürlich unbedingt haben!



2010 07.
Apr.

Mein öffentliches Klagen hat seine Wirkung gezeigt.    :lachen-xxl:

(Ein Glück, dass die Kinder meinen Blog hin- und wieder mitlesen    😉    ) Ich habe seit heute im Wohnzimmer auf der Kommode meinen eigenen Moodbär stehen. Daher bedanke ich mich bei meinen lieben Töchtern für die Verwirklichung meiner Wünsche    :-x:     Außerdem geht nochmals mein herzlichen Dank für diese tolle Idee an Claus Ast, welcher diesen süßen Bären allen als Vorlage zur Verfügung stelle. Wer sie noch nicht hat, findet diese hier: http://skizzenblog.clausast.de

Aber da gibt es leider nur „ungeborene“ Moodbären … naja eben noch nicht fertige    😉    . Mein Bär kann sich aber durchaus zeigen lassen. Er hat eine dezente, naturgetreue, hellbraune Farbe mit einem weißen Gesicht, damit man meine Launen fehlerfrei ablesen kann    😀    . Da sein zukünftiger Hauptwohnsitz dort ist, wo wir oft Besuch empfangen, bekam er von meinen Mädels sogar noch eine Art Hose gezeichnet    😀 

Und wer so viel von meinen Launen auszuhalten hat, braucht natürlich auch zusätzliche UnterSTÜTZUNG. Doch selbst darum haben sich die Mädels gekümmert und so kann der Moodbär der Casa OLCA sich auch ein wenig hängen lassen, wenn ihm der Kopf zu schwer wird:

Dass sein Hals ganz schön was auszuhalten hat, liegt daran, dass sein Erfinder für den Launenbärli immerhin 6 verschiedene Gesichter vorgesehen hat:

Nun bin ich am Grübeln, welches Bild eher dem Gesicht ähnelt, das ich jeden Morgen vor dem ersten Kaffee habe: das erste in der zweiten Reihe oder das letzte? Und was sagt ihr dazu?



2010 05.
Apr.

Nun ist das lange Osterwochenende nahezu vorbei. Das Wetter hat uns in den 4 Tagen nicht zu sehr verwöhnt, das hat uns aber nicht sonderlich traurig gemacht. Wir können schließlich bei jeder Wetterlage unseren Spaß haben    🙂

Am Kartfreitag waren wir mit Sack, Pack und etwas Essbarem bei unseren Freitalern zum Brunchen eingeladen. Wir kamen fast pünktlich an und diesmal durfte Carsten sogar zurecht anmerken, dass Andrea und ich an dieser (wirklich geringfügigen!) Verspätung schuld sind. Freitags war uns tagsüber sogar Petrus hold, sodass wir jede Menge Leckereien auf der von Sonnenstrahlen gewärmten Holzterrasse verdauten und einen traumhaften Frühlingstag draußen genossen. Das viele gute Essen hat uns allerdings die Abendpläne durchkreuzt, denn wir waren dermaßen voll (vom Essen!!!!!    😉    ), dass wir das ursprüngliche Vorhaben, die Casa OLCA für den Samstagbesuch zu putzen, einvernehmlich ad acta gelegt haben. Wir lagen alle mit dem Bauch nach oben im Fernsehraum und fröhnten dem Abendprogramm im Fernsehen, denn bis dato kannten wir den Film „Evan Almighty“ noch nicht. Jetzt konnten wir ihn endlich mal sehen, bevor wir uns danach in die Betten hinüberwälzten.

Da wir freitags eben nichts aufgeräumt und geputzt htten, mussten wir das schleunigst am Samstagmorgen nachholen. Carstens Ex-Kommilitone hat sich samt Frau und beiden Kindern für 10 Uhr angekündigt. Ich gestehe, ich habe etwas panische Angst vor einem Besuch deutscher Frauen in meinem Haus und lege mich jedesmal ganz schön ins Putz-Zeug, bevor sie meine Schwelle betreten. Zum Glück kann ich inzwischen auf die tatkräftige Unterstützung meiner Lieben zählen. So waren sowohl das Haus als auch wir alle zum richtigen Zeitpunkt absolut vorzeigbar.    😎     Die Zeit mit dem Besuch verging wie im Fluge, man hat sich schließlich schon seit gut 8 Jahren nicht mehr gesehen und Einiges zu berichten. Nur die Kinder haben keinen richtigen Draht zueinander gefunden, was vermutlich an dem doch recht großen Altersunterschied lag. Die 8-  und 5-jährigen Besucher waren mit den Interessen unserer Mädels wohl nicht 100%-ig kompatibel. Jeder von denen hat einfach sein Ding (z.B. mit dem Nintendo) gemacht, bis wir uns gegen 17 Uhr voneinander verabschiedeten. Als Abendprogramm  wünschten sich unsere Kinder endlich mal alle drei Teile der Jurassic-Park-Dino-Saga von Steven Spielberg zu sehen. Daher landeten wir auch an diesem Abend im Fernsehraum, um zu lernen wie man mit T-Rex und diversen Raptoren in der freien Wildbahn fertig werden kann. Die Konzentration und das Durchaltevermögen hat aber nur für die beiden ersten DVDs gereicht.

Damit war aber auch das Morgenprogramm am Sonntag geregelt:  Nach dem Frühstück schauten wir „Jurassic Park III“, bevor sich alle Bewohner der Casa OLCA auf die Suche nach den Ostergeschenken machen durfte. Stephanie hat ihre Ausbeute sogar stolz in ihrem Blog ausgestellt: http://stephi2go.blogspot.com.

Ich habe allerdings meinen gewünschten Mood-Bär nicht bekommen    🙁    . Die Kinder haben ihre Geschenke zu sehr auf unsere bevorstehende Australienreise abgestimmt und dort gibt es ja bekanntermaßen keine Bären … außer Koalas.

Nach dem Suchen vergnügten wir uns noch einige Stunden bei gemeinsamen  Gesellschaftsspielen, bevor wir den Kindern einen weiteren Filmwunsch erfüllten: „King Kong“ war bislang eine weitere cineastische Bildungslücke bei den Beiden, welche nun geschlossen werden konnte.

Heute war die Devise einfach und prägnant: Ausschlafen und das machen, was man will. So komme ich endlich dazu, mal wieder einen Beitrag zu schreiben und allen Lesern zu wünschen frohe Ostern gehabt zu haben.    🙂



2010 28.
März

Ich schätze, dass das ein durchaus passender Name für die Wochenenden in der Casa OLCA sein könnte. Jedenfalls empfinde ich die Zeit zwischen Freitagabend bis Sonntagabend so, wenn ich zu Hause bin und meine Lieben, ganz egal in welcher Konstellaltion, in meiner Nähe habe.

Diesmal begann das Wochenende mit meiner lieben Orangenhälfte im Elbe-Park, wo wir bei „Olga“ lecker gegessen haben und uns mal kurz darüber ärgerten, dass es jetzt in der gesamten Anlage keinen Geldautomaten mehr gibt, wo wir ohne Gebühr Bargeld abheben könnten (dabei gehören so viele Großbanken zur Cashgroup !). Man sieht daran ganz deutlich, dass jeder Umbau auch negative Seiten haben kann, denn zuvor gab es für uns 2 wohlgesonnene Bankomaten. Wir tobten uns anschließend im MediaMarkt mit unserer EC-Karte aus und jetzt sind wir stolze Besitzer von einigen neuen DVDs und CDs, die es zu richtig attraktiven Preisen gab. Z.B. die 1. bis 5. Staffel von „Two And A Half Man“ für nur je 8 Euro. Dann wurden die Einkäufe im Auto zurückgelassen, denn wir hatten Kinoticktets vorbestellt, um mit Matt Damon alias US-Armee-Offizier Roy Miller den Ursachen für die nichtauffindbaren MVW (Massenvernichtungswaffen) in Irak aufzudecken. Ein sehr spannender Streifen und auf jeden Fall ein guter politischer Thriller. Die unruhige Kameraführung vermittelt den Zuschauern noch mehr das Gefühl, direkt vor Ort in Bagdad zu sein.

Samstag wurde dagegen zu Hause ausgeruht, gelesen und viele, viele Stunden mit meiner Anna mal in deutsch mal in Russisch gequatscht, bis wir sie gegen 23 Uhr nach Hause gebracht haben.  Wenn wir nicht so müde gewesen wären, hätten wir noch sehr viel länger schnattern können, denn Themen gehen uns nie aus    🙂    Es ist immer so herrlich entspannend mit ihr!  

Heute kamen unsere Mädels vorzeitig aus ihrem Papa-Wochenende zurück nach Hause, es war aber im Vorfeld so abgesprochen worden. Sie waren schon um 10 Uhr morgens da (und das nach der Zeitumstellung! ), daher fiel meine morgentliche Bettlesestunde diesmal aus, statt dessen gab es eine nicht minder interessante Erzählrunde am Frühstückstisch. Es kann ja auch in nur 1 1/2 Tagen viel passiert sein, oder?

Nachmittags haben wir gemeinsam im Kino gelernt, dass die Kunst Drachen zu zähmen gar nicht so wirklich kompliziert ist. Der neue Trickfilm von Dreamworks hat uns das ganz schnell beibringen können.

Jetzt warte ich bloss, dass mein Backofen ein „Piep“ von sich gibt, um die Lasagne für das Abendessen herauszuholen. Ich glaube, das passiert in den nächsten Minuten …   🙂    Jetzt !!!!!!!



2010 24.
März

Genau so hieß das Buch von Meir Shalev. Ich war gestern abend nach meiner Turnstunde noch bei einer Lesung im Kulturhaus Loschwitz. Den Tipp für diese Veranstaltung habe ich von Margarete, meiner Hebräisch-Lehrerin, bekommen, denn Meir Shalev gehört zu einem der bekanntestens modernen israelischen Schriftsteller.

Ich habe schon einige Lesungen in meinem Leben besucht, aber diese war doch etwas außergewöhnlich. Zu Beginn der Veranstaltung sang eine junge Frau mit wundervoller Stimme einen hebräischen Psalm (das hörte sich wesentlich besser an als man sich unter dem Begriff „Psalm“ vorstellt, ein sehr melodisches Lied und das ganz ohne begleitende Instrumente). Danach tauchten 3 Personen auf der sogenannten Bühne auf. Meir Shalev persönlich, eine sympatische schwangere junge Frau und eine weitere Dame, ein wenig älter und blond. Der Schriftssteller spricht nur Hebräisch und Englisch, die Blondine, welche aus seinem Buch in Deutsch vorgelesen hat, sprach nur Deutsch … daher brauchte man noch eine dritte Person, welche Deutsch und Englisch beherrschte. So hatten alle etwas zu tun    😀 

Adon (hebr. Herr) Shalev las am Anfang ein wenig in Hebräisch aus seinem Buch vor. Danach war mir schlagartig klar, dass ich noch wahnsinnig viel zu lernen habe, denn das Gros der Worte war mir immer noch unbekannt.     😉   

Dann ging es abwechselnd: Meir Shalev erzählte über sein Buch in Englisch, die Schwangere dolmetschte – der Schriftsteller verzog sich in einen Sessel und schwieg und die Blondine las in Deutsch – danach kam erneut das englischsprachige Duo auf die Bühne und so weiter.

Das Buch habe ich mir noch nicht gekauft, werde das vielleicht aber später noch besorgen, wenn ich mit den jetzigen Lektüren fertig bin, denn so wie er sich mit der Bibel auseinandergesetzt hat, fand ich es sehr interessant. Es geht dabei viel darum, in welchem Zusammenhang etwas zum ersten Mal vorkommt, z.B.  das erste Lachen, der erste Hass, das erste Weinen  oder das Wort „Liebe“. Wer bei Letzterem an Adam und Eva denkt, liegt nämlich falsch    🙂     Aber alles zu berichten würde meinen Beitrag noch länger machen und das will dann keiner mehr lesen    😉

Gekauft habe ich mir schon zur Beginn der Veranstaltung ein anderes Buch von ihm: „Ein Russischer Roman“. Dieses beinhaltet nun sogar seine Signatur. Wenn ich es gelesen habe schreibe ich vielleicht mal darüber – mal sehen wie lange ich dafür brauchen werde    :erroeten:    😉