Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 30.
Sep

…trägt diesen Namen inzwischen etwas zu Unrecht. Denn heute erinnerte es mich an den Todestag meines Vaters.

Er ist vor zwei Jahren eingeschlafen, nachdem der Hautkrebs ihn besiegt hat. Ich schätze, dass ich heute nicht sonderlich konzentriert bei allem sein werde, was ich tun muss, denn natürlich geht mir Einiges durch den Kopf, was ihn betrifft.

Es mag seltsam klingen, aber er hat in meinem Leben eine wichtigere Rolle gespielt als meine Mutter. Mit ihm habe ich die Zeit bis zur Einschulung verbracht, denn meine Eltern wollten nicht, dass ich in einen Kindergarten gehe. Ich erinnere mich an viele kleine Momente, welche wie einzelne Puzzelteile in meinem Kopf abgelegt sind. Für manch eine Tat schäme ich ich mich noch heute vor ihm, aber die überwiegende Mehrheit zeigt mir immer wieder, dass ich mit ihm eine wirklich glückliche Kindheit voller Liebe, aber auch Konsequenz verbracht habe.

Jetzt, nach zwei Jahren weiss ich auch, dass er der Kern der Familie war, welcher alles im Stillen organisiert hat, alles, was für ein friedliches Miteinander nötig war. Diese Rolle konnte meine Mutter leider nicht übernehmen, daher entwickelte sich jetzt das Leben meiner Verwandschaft in der Ukraine in eine Richtung, welche man nicht mehr als normales Familienleben bezeichnen kann. Es ist schwer zu beschreiben, da mich das sehr betrifft, aber ich wünschte, es wäre so geblieben wie es zu den Zeiten war als mein Vater noch lebte.

Ich werde heute Abend meine Schwägerin Walja anrufen und mit ihr ein paar Erinnerungen an ihn austauschen. Trotz, dass sie keine Blutsverwandte von ihm und von mir ist, scheint sie derzeit die einzige Person zu sein, welche ihn genau so im Gedächtnis behält, wie ich es auch tu …



2009 29.
Sep

Naja, eigentlich passiert es in der letzten Zeit öfter, dass wir arbeiten und seltener, dass wir uns entspannen. Wir haben uns alle reichlich mit Nachmittagsterminen eingedeckt, um uns weiter zu bilden oder in Form zu halten, da kommt man nicht immer zur Ruhe.

Das Ergebnis daraus: Am Samstag, beim strahlenden Sonnenschein und an einem kinderfreien Wochenende haben Carsten und ich Rasen gemäht, 2 Ladungen Wäsche sauber gemacht und drauĂźen aufgehangen, neue DECT-Telefone bei MediaMarkt besorgt, Mittagessen gekocht und vernichtet – danach wollten wir uns nur ein kleines Mittagsschläfchen gönnen … am Ende sind es 3 Stunden geworden! Um 6 Uhr abends bin ich aufgesprungen, um die Wäsche abzunehmen, bevor die Sonne untergeht und alle trockenen Sachen wieder klamm werden.

Ich hoffe, es wird im Oktober schon ein wenig besser, da wir eine Woche Urlaub haben und ab November kann ich zwei Nachmittagstermine auf einen Tag legen und so einen freien Abend gewinnen.

Sollte noch jemand sagen, dass Familien ihre Zeiten nicht managen und ihre Termine nicht optimieren können!



2009 21.
Sep

Dank meinem Schatz war das Wochenende überfüllt mit vielen schönen Erlebnissen. Das Wetter war ebenfalls fantastisch und die Laune in Casa OLCA passte perfekt zu den sonnigen Frühherbsttagen.

Der Grund für solche fröhlichen Tage war Carstens Geburtstag. Er hat nun die halbe Strecke zwischen 30 und 40 geschafft und das haben wir natürlich gebührend gefeiert.

Freitagabend, an seinem eigentlichen Festtag, gingen wir nach vorherigen Abstimmung in der Familie zu „Maxi-Mahl“ essen. Es hat wie immer richtig gut geschmeckt und das wir satt wurden versteht sich bei den Portionsgrößen, welche der Name verspricht, von selbst. Danach gingen wir ins Kino, um uns Abenteuer von Carl Fredricksen und Russel aus dem neuen Pixar-Trickfilm „Oben“ in 3D anzusehen. Pixar hat uns noch nie enttäuscht und so verlieĂźen wir auch diesmal hochvergnĂĽgt den Kinosaal.

Samstagvormittag verbrachten wir, nachdem Mädels und ich mit einem kleinen Programm Carsten die Geschenke überreicht haben, alle mit Kochen und Saubermachen, denn Nachmittag und Abend gehörten einer gemütlichen Freunderunde. Wir haben uns nicht nur auf die Verdienste des Geburtstagskundes konzentriert, sondern schon im Vorfeld gebeten, dass Leute ihre Urlaubsbilder mitbringen. So reisten wir auf der Couch sitzend nach Österreich, an die Ostseeküste, auf Fuerteventura und ließen unseren eigenen Urlaub in Italien Revue passieren. Es war schon weit nach 1 Uhr nachts als wir nach dem Aufräumen ins Bett fielen.

Sonntagfrüh hatten meine Mädels nach dem Frühstück ihre 2 Stunden Russisch bekommen und ab 15 Uhr hatten sie sturmfreie Bude. Wir gingen mit einem befreundeten Pärchen zum Weinfest nach Radebeul, denn es ist die beste Zeit für ein Gläschen Federweißen gewesen.

Aber nun geht es zurück zum Alltag und ich muss ganz flott unter die Dusche hüpfen, um alles rechtzeitig zu schaffen.   standard



2009 16.
Sep

Heute Morgen schaute ich kurz aus meinem KĂĽchenfenster auf die StraĂźe und war entsetzt. Ich konnte nicht mehr klar sehen, was auf der gegenĂĽberliegenden Seite ist! Erster Gedanke im Kopf : „Oh Gott, es ist wohl höchste Zeit wieder mal die Fenster zu putzen!“

Zum Glück liegt diese unklare Sicht nicht an meinem Fenster, sondern am Frühnebel. Ich sollte mich wohl jetzt daran gewöhnen, dass der Sommer endgültig vorbei ist und der Herbst mit großen Schritten auf uns zukommt. Hoffentlich wird es auch in diesem Jahr ein schöner goldener wie im letzten und nicht wie sonst ein grau-verregneter. Ich schätze, an einem sonnigen Tag werde ich mal wieder meine Digicam in die Arbeitstasche legen, um in der Mittagspause durch die Umgebung der Firma zu laufen und die strahlende gelb-rote Laubfärbung fotografieren.



2009 14.
Sep

Schalom, Schalom!

Nach den recht intensiven anderthalb Stunden zum Einstieg ins neue Unterrichtsjahr ist mein Kopf vorerst randvoll mit hebräischen Vokabeln gefüllt. standard

Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und Monate, denn ich hoffe, jetzt nicht nur Lesen zu lernen, sondern auch meinen Wortschatz ausbauen zu können und natürlich einen tieferen Einblick in die geheimnisvolle Grammatik zu bekommen.

Ich habe mich außerdem sehr gefreut, dass ich dieses Jahr genau so viel bezahle wie im letzten, die Gegenleistung dafür aber gestiegen ist. Für den gleichen Betrag geniesse ich zwei Monate mehr Unterricht in einer kleineren Gruppe!



2009 13.
Sep

Dieses Wochenende hat mir selber erneut bewiesen, dass meine Interessen wirklich weit gefächert sind. Zumindest sehe ich das so.

Freitagabend, nach der recht friedlichen und ĂĽberraschenderweise kurzen EigentĂĽmerversammlung, schafften es Carsten und ich noch zu der 20:15-Vorstellung ins Kino. Da wir im Vorfeld nicht wussten, wie lange die Versammlung dauern wird, hatten wir uns schon Plan B zurechtgelegt: 23:00 Uhr, wobei das fĂĽr mich schon eine recht kritische Zeit wäre. Auf jeden Fall saĂźen wir pĂĽnklicht zum Anfang des Films „District 9“. Schon die Kinotrailer fand ich sehr interessant und der Streifen hat mich nicht enttäuscht. Allein die Vorstellung, dass in SĂĽdafrika 1 Mio. Aliens in einem Auffanglager bleiben mĂĽssen fand ich ĂĽberwältigend. Es ging in der Geschicht um Ausgrenzung, um Ideale und um Verständnis fĂĽr diejenigen, die absolut anders sind als man selbst. Aber auch um die Brutalität der Konzerne, wenn es darum geht, neue Waffen in den Umlauf zu bringen. Das Ende ist offen – ich schätze, Teil II ist nicht ausgeschlossen. Die Art der Erzählung fand ich faszinierend, denn die Geschichte ist aufgebaut wie eine Dokumentation, mit Interviews, Meinungsumfragen auf der StraĂźe und Ăśberwachungskameraausschnitten. Man bekommt das GefĂĽhl vermittelt, dass es alles wirklich passiert ist! Allerdings fanden Carsten und ich, dass man die FSK 16 zurecht verliehen hat. An manchen Stellen kam uns sogar der Gedanke, dass vielleicht auch FSK 18 noch passender wäre. Nicht desto trotz ist das ein Film, welcher zum Nachdenken anregt und das fand ich richtig gut.

So brutal der Freitagabend war, so witzig und lustig wurde der Abend danach. Ich traf mich mit Anna, meiner Lieblingsfreundin, und mit ihrer Schwester, um den Tag der offenen TĂĽr im Schauspielhaus mitzuerleben. Wir suchten uns aus dem Programm ein paar interessante Veranstaltungen aus und zogen los durch das groĂźe, zum Teil recht unĂĽbersichtliche Theater, um die passenden Orte zu finden. Wir warteten etliche Minuten, bis wir zu einer Show konnten, welche uns wirklich interessiert hat. Es ging dort vorrangig um Pantomime. Aber das Warten hat sich gelohnt! Wir hatten wirklich enorm viel SpaĂź an den Auftritten der Dresdner Schauspieler, u.a. Rainer König, welcher den Prolog aus dem StĂĽck „Faust ohne Worte“ auf die BĂĽhne brachte (hier mehr darĂĽber: http://www.faust-ohne-worte.de) aber auch die Auftritte der Gäste aus den USA und aus Frankreich waren umwerfend! Zum SchluĂź gönnten wir uns noch einen, zum GlĂĽck nicht zu ernst nehmenden, Monolog ĂĽber den Strategieaufbau mehr Besucher ins Theater zu bekommen und verzogen uns anschlieĂźend in „Bussmanns Brasil“, um einen Käffchen zu trinken und uns ĂĽber all das zu unterhalten, was seit unserem letzten Treffen alles passiert ist. 

Nach Hause kam ich mit schmerzenden Kiefer, denn wir haben wirklich wahnsinnig viel gelacht, da jede von uns ein paar gute Geschichten auf Lager hatte.  Ganz nebenbei haben wir uns noch verabredet zusammen im Kino „Die Frau eines Zeitreisenden“ anzusehen. Ich schätze, das könnte in 2-3 Wochen soweit sein und freue mich schon enorm auf diesen Ausflug!



2009 10.
Sep

Es gibt Tage, da passiert wirklich jede Menge! So ein war bei uns gestern, der ideale Tag für eine Trauung (damit Männer den Hochzeitstag nicht vergessen)  hatte auch für uns reichlich Bedeutung.

1. Unsere liebe Homepage www.marvinchen.de hatte gestern nämlich Geburtstag und ist schon 10 Jahre alt geworden!

2. Stephanie hat ihren Entschluß in Bezug auf die bevorstehende Fahrt nach Wales gefällt. Sie möchte von sich aus in Dresden bleiben und an einem Sprachkurs in der Schule teilnehmen. Damit hat sie einer ihrer Freundinnen nochmals ihre Freundschaft bewiesen, denn da deren Vater ohne Arbeit ist kann sie leider nicht mitfahren.

3. Betrifft auch wieder unsere Kleine. Sie hat sich bei einem Projekt im TJG (Theater der Jungen Generation) beworben und bekam gestern per Email die Bestätigung, dass sie fĂĽr den Bereich „Schauspiel“ angenommen wurde. Irgendwie glaube ich, dass sie ernsthaft an ihrer zukĂĽnftigen Filmkarriere schraubt, denn das Projekt hat sie zusätzlich zu dem „KĂĽnstlerischen Profil“ an der Schule ausgesucht. Zum GlĂĽck bringt sie auch in den anderen Fächern noch gute Noten nach Hause standard

Der Abend hatte zwei „krönende“ AbschlĂĽsse kurz hintereinander. Sowohl Stephanies Klassenleiterin, als auch Andreas Tutorin haben den Abend fĂĽr eine Elternversammlung ausgesucht. Zum GlĂĽck waren beide Sitzungen wenigstens zeitversetzt. Carsten und ich hatten schon Strategien zurechtgelegt, wie wir am gescheitesten vorgehen, falls die beiden Veranstaltungen sich zeitlich ĂĽberschneiden sollten. Ăśberraschenderweise ging die erste doch nur etwa 1 Stunde, so dass wir von Anfang an zusammen in beiden Klassen erscheinen konnten und schon kurz nach 20:oo Uhr zu Hause waren.

Ich war allerdings so groggy, dass ich bei „Pretty Woman“ auf der Couch eingeschlafen bin … ein GlĂĽck, dass ich schon wusste, wie die Geschichte ausgeht zwinker



2009 07.
Sep

Irgendwie hat sich das ergeben, dass das vergangene Wochenende voll und ganz der französischen Filmkunst gewidmet wurde.

Am Samstag nachmittags schauten wir uns „La Boom – Die Fete“ an, fanden aber das Ende etwas verwirrend. Daher machten Carsten und ich uns noch kurzentschlossen auf den Weg in die Videothek, um den zweiten Teil zu besorgen. Dazu haben wir fast im Vorbeigehen noch eine andere DVD mitgenommen, ĂĽber welche wir uns vor Kurzem unterhielten -„Willkommen bei den Sch’ties“.

Ehrlich gesagt, auch der zweite Teil mit der jungen Sophie Marceau als Vic hat unsere Herzen nicht erobern können. Nur die Urgroßmutter von ihr war absolute Klasse!

Um so mehr amĂĽsierten wir uns beim zweiten mitdenommenen Film, der sich mit den Klischees der Franzosen aus dem SĂĽden ĂĽber ihre Mitmenschen im Norden auseinandersetzt. FĂĽr die „SĂĽdfranzosen“ ist eine Versetzung in den Norden nämlich vergleichbar mit Verbannung nach Sibirien. Dort  ist es in ihrer Vorstellung unglaublich kalt, unfreundlich und die Leute dort sind – sagen wir es so – einfach gestrickt. Als Philippe, die Hauptfigur, doch in Bergues ankommen stellt er vorerst fest, dass er die Leute gar nicht verstehen kann, aber das ändert sich in KĂĽrze und die Herzlichkeit der Einwohner des kleinen Städchens in der Nähe von Lille erobert ihn mĂĽhelos. Nur schade, dass niemand im SĂĽden ihm glauben möchte, dass man auch im Norden gut leben kann. Also hält der die ganzen Klischees aufrecht und bekommt viel Mitleid von seiner Familie und Freunden an den Heim-Wochenenden. Aber als seine Frau sich entschliesst, ihn in den Norden zu begleiten, kommt der quirlige Postfilialendirektor in Schwierigkeiten, denn nun wĂĽrde sein LĂĽgengebäude einstĂĽrzen …

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle lieber nicht verraten, sondern den Film einfach zum Anschauen empfehlen, denn er ist absolut sehenswert!



2009 05.
Sep

Die erste Arbeitswoche nach meiner Erkrankung ist recht gut gelaufen. Am schönsten ist es aber nach wie vor nach getaner Arbeit das Wochenende zu geniessen.

Diesmal ist es (bis jetzt zumindest) voll und ganz nach meinem Geschmack. Gestern nachmittags schlenderten Carsten und ich ganz gelassen durch den Schulhof des Gymnasiums unserer Kinder, lieĂźen uns Bratwurst, Pommes und einige KuchenstĂĽcke munden, unterhielten uns mit einigen Lehrern und anderen Eltern, horchten den recht lauten Klängen einer der zahlreichen Schulbands und besuchten unsere Kinder bei der „Arbeit“. Stephanie hatte Dienst beim SchĂĽlerradio und Andrea war am Tombola-Stand und hat Lose verkauft.  Gestern gab es nämlich an ihrem Gymnasium den ganzen Tag keinen Unterricht, sondern man feierte Schulfest. Die Mädels blieben in der Schule natĂĽrlich viel länger als wir, immerhin hatten sie alle ihre Freunde um sich und konnten die Zeit ohne Gedanken an Hausaufgaben und Co. richtig geniessen. Leider hat Petrus die Pläne der Schulleitung nicht 100%-ig unterstĂĽtzt, denn abends, als ein Fackelzug geplant war, regnete es in Strömen und so wurde das Fest schon um 21:00 Uhr beendet, statt wie ursprĂĽnglich vorgesehen um etwa 23:00 Uhr.

Heute konnten wir ausschlafen, gemĂĽtlich 2 Stunden lang frĂĽhstĂĽcken und quatschen, um danach auf Schuhesuche fĂĽr die Mädels zu gehen. Die Hausschuhe der beiden waren schon seit geraumer Zeit in einem bemitleidenswerten Zustand und man sollte ihnen schon lange einen GnadenschuĂź geben. Sie wurden in die ewigen LederriemchengrĂĽnde verabschiedet als wir heute mit den Nachfolgern zu Hause ankamen. Unterwegs hielten wir auĂźerdem an der Videothek an, um die DVD „La Boom“ auszuleihen. Seit Andrea und ich „LOL“ gesehen haben wĂĽnschten wir uns auch diesen Film mit Sophie Marceau in jungen Jahren zu sehen. Heute ist der perfekte Abend dafĂĽr!



2009 01.
Sep

Es war 15 Jahre lang ein ganz besonderer Tag fĂĽr mich. Ein Tag, auf welchen man sich gefreut hat und vor welchem es einen auch etwas gegruselt hat. In UdSSR war der 1. September nämlich „Tag des Wissens“, was fĂĽr alle SchĂĽler und Studenten hieĂź, dass das nächste Schul- bzw. Studienjahr losgeht. Also in meinem Fall waren es 10 Jahre in der Schule und 5 Jahre an der Uni. 

Und natürlich habe ich heute wieder an die braune Schuluniform mit der festlichen weißen Schürze gedacht und auch an die riesigen, weißen Schleifen auf den Köpfen der Mädchen, sowie an das Glöckchen, welches ein Mädchen aus einer der ersten Klassen läuten durfte und während dessen auf der Schulter eines Zehntklässlers saß.

Meine Kinder verbinden das Datum eigentlich nur mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges.

Irgendwie schade, dass ihnen diese lebenslange Vorfreude auf einen bestimmten Schultag fehlen wird, denn sie konnten mein melancholisches Grinsen heute gar nicht so richtig deuten. Als ich Andrea erzählte, was am heutigen Tag so besonders ist fragte sich mich nur erstaunt: „Es fing jedes Jahr am gleichen Tag an? Auch wenn es wie jetzt ein Dienstag war?“ Ja, genau so war das. 

Ich hoffe, dass meine ehemalige Mitschülerin, welche jetzt in der Nähe von Köln wohnt, ihr Versprechen einhält und uns Ende September besucht. Dann kann ich alle alten Fotos aus dem Schrank herausholen und es wird ganz gewiss viele Leute auf dieser Welt geben, welche an dem speziellen Wochenende Schluckauf bekommen werden zwinker