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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2015 22.
Feb

Meine B√§renmama hat ja schon angek√ľndigt, dass ich auch √ľber meine Reiseeindr√ľcke im Nachbarsland schreiben darf. Und diesmal m√∂chte ich das lieb√§r gleich sofort machen solange die Erinnerungen noch frisch sind und nicht wieder¬†wochenlang warten¬†¬†¬† standard

Also, ich, Heini, durfte mal wieder als Anstandsb√§r mitreisen. Und wie ihr nun schon wisst, ging es nach Polen, in ein St√§dtchen namens Jelenia G√≥ra. Und da „Jelen“ im polnischen „Hirsch“ bedeutet, habe ich schon fest damit gerechnet, dass¬†dort ein kleiner B√§r auf den Stra√üen st√§ndig ganz vielen Hirschen ausweichen muss … meine Mama sagt ja auch, dass in unserer Stadt ganz viele Ochsen Auto fahren.

Wir sind also am Freitagnachmittag losgefahren und kamen¬†ganz schnell durch. Seltsam fand ich nur, dass wir uns im Auto etwas von den Chroniken eines K√§ngurus¬†angeh√∂rt haben – ich fand das als Reisevorb√§reitung eher unpassend. Da w√§re „K√∂nig Hirsch“ wohl eher angesagt gewesen, aber wer h√∂rt schon auf die Meinung eines B√§ren¬†¬†¬† zwinker

In Hirschberg (so hei√üt dieses Stadt komplett in deutsch) habe ich noch am gleichen Abend versucht, mal eine Einheimische im Restaurant kennenzulernen. Sie war ganz bunt angezogen, hatte ein sch√∂nes L√§cheln und¬†war echt hei√ü, aber leider auch arg steif im Benehmen. Also trotz der Sch√∂nheit eher nix f√ľr einen lockeren B√§ren wie mich¬†¬†¬† zwinker

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Während ich meine Zeit mit der Dame verplemperte verbrachte, hat meine Bärenmama festgestellt, dass dass die Biersorten der Brauerei Lwówek echt lecker sind. Abär egal, wie sehr ich meinen besten Bettelblick aufsetzte, ich durfte davon nix probieren:

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Nach dem Spaziergang in der winterlichen Innenstadt war¬†mir etwas kalt geworden, zum Gl√ľck konnte ich mich im Cafe Sofa¬†etwas aufw√§rmen. Die Sofas waren zwar alle besetzt, aber ein Heizk√∂rper war mir in dem Moment sowieso viel lieb√§r …

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Die Heizk√∂rper werden in Hirschberg¬†wohl in der Wandfarbe gestrichen, ich habe aber keine Ahnung, wieso. Solange ich mich darauf aufw√§rmte, haben die Erwachsenen die Gunst der Stunde genutzt und den Kuchen ganz alleine aufgegessen … f√ľr mich blieb am Ende¬†nur noch Zucker √ľbrig:

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G√§be es so einen Spruch in Deutsch und ich w√ľrde das nur zu gern meiner lieben Ines schenken! Denn meine Mama sagte, dort steht „Lass uns den Tag zusammen begr√ľ√üen!“ und das finde ich echt romantisch¬†¬†¬†¬†verliebt !

Am n√§chsten Tag erkundeten wir Hirschberg im Hellen. Zuerst gingen wir in einen kleinen Zaub√§rwald. Die hiesigen B√§ren m√ľssen echt starke Klauen haben, denn sie haben irgendwelche seltsame Zeichen in die Steine geritzt

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Ich glaube, ich sollte mal einen Kurs in Altbärpolnisch belegen, um dies zu entziffern. Dann haben wir auf einer Lichtung einen hohen Turm entdeckt

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Ich habe nach Rapunzel gerufen, sie war abär vermutlich gerade beim Frisör oder so. Da habe ich stattdessen den tanzenden Lichtern an diesem sonnigen Wintertag zugeschaut:

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Die Br√ľcke, welche das Zaub√§rw√§ldchen mit der Stadt verbindet, wurde definitiv nach dem (Farb-)Wunsch einer M√§rchenprinzessin gestrichen:

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Ich habe gehofft, im Wasser einen Goldfisch zu sehen, aber es waren nur hässliche Entlein unterwegs. In der Innenstadt bestaunte ich dann das wirklich beeindruckende Rathaus auf dem Rathausplatz:

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Dann wollte ich ein Käffchen im Straßencafe haben und habe dabei einen sehr ungeschickten Kellner erwischt. Der Kaffee war noch in der Tasse, abär der Henkel war abgebrochen:

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Auf dem Rathausplatz habe ich dann auch den ersten Hirsch in dieser Stadt entdeckt. Der war ganz schön hochnäsig und das nur, weil er sooooo ein Geweih hat!

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Da fand ich diesen Kleinen ein paar Straßen weiter wesentlich netter!

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Und einen Ochsen habe ich auch gesehen! Dieser ging abär im Gegensatz zu den Dresdnern zu Fuß:

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Ich war hier sehr von der Größe der Spatzen beeindruckt und habe sich sogleich eigentatzig fotografiert:

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Rein zufällig habe ich ihr Größengeheimnis von allein lösen können: Die Spatzenknödel in Hirschberg sind ja echt riesig und gar nicht mit unseren Meisenknödel zu vergleichen!

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Daraufhin brauchte auch ich erst einmal eine gute St√§rkung! Diese war in jeder Hinsicht richtig s√ľ√ü!

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Nach dieser¬†V√∂llerei schaute ich mir noch eine riesengro√üe Kirche an …

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… und bei der Betrachtung¬†der alten Friedhofmauern kam ich ins Gr√ľbeln …

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… denn man kann immer nur nachsehen, wo die Menschen begraben werden. Aber wo bleiben denn die¬†dahingeschiedenen Pl√ľschtiere? Ich habe zwar mal von einem Friedhof der Kuscheltiere geh√∂rt, aber das war wohl als letzte Ruhest√§tte eher nicht so toll. Vielleicht sind wir einfach unsterblich?

Als ich den absoluten¬†„Punkt Null“¬†der Stadt entdeckte,¬†stand auch ich einmal kurzzeitig¬†im Mittelpunkt¬†¬†¬† standard

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Dann gingen wir einem Park spazieren, denn ich wollte noch ein paar V√∂gelchen sehen. Der erste See war noch komplett zugefroren und vogelfrei …

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… ab√§r auf dem¬†n√§chsten gab¬†es ganz, ganz viele Schw√§ne! So ein echter Schwanensee! Nur die Tanzprobe habe ich wohl verpasst:

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Am Tag darauf – leider auch schon wieder der letzte – wollten wir alle zusammen auf die Schneekoppe fahren, nur war der Wind leider nicht auf unserer Seite. Er war so stark, dass der Sessellift nicht fuhr und wir per Tatze aufsteigen mussten. So sind wir wenigstens ein wenig im Schnee gewandert. Es war echt viel Schnee! Und kalt! Ein Gl√ľck, dass meine B√§renmama mir noch auf der Hinfahrt eine M√ľtze gestrickt hat!

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Unterwegs wollte ich noch ein Fl√ľsschen angucken und kletterte daf√ľr auf eine Anh√∂he. Da war mir meine gro√üe Nase doch etwas im Weg!

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Ich habe es abär am Ende ganz ohne fremde Hilfe geschafft *stolzsei* !

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Die Wege waren ganz sch√∂n steil und zum Teil auch ganz sch√∂n schr√§g …

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… und beim Anblick des Wurzelwerks¬†dieser B√§umen habe ich verstanden, warum man bei starkem Wind lieb√§r nicht auf die Spitze der Schneekoppe gehen sollte:

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Es dauerte zwar eine Weile, trotzdem haben wir unser Wanderziel erreicht. Leider nicht die Bärgspitze namens Schneekoppe auf 1602 Meter, sondern nur eine Baude auf 1258 Meter Höhe, abär immerhin    lachen

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Am liebsten w√§re ich genau so schnell nach unten gesaust wie der Typ hinter meinem R√ľcken …

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… nur passten meine Tatzen nicht so richtig in dieses Halterungsgeflecht. Hmm,¬†gibt¬†es keine Skischuhe f√ľr¬†B√§ren in meiner Gr√∂√üe, oder was? Das gleiche Problem hatte ich ja schon damals mal mit¬†Tanzschuhen! Ich glaube, ich habe da eine Marktl√ľcke¬†aufgetan …

Beim Abstieg¬†entdeckte ich im Wald einen Schneemann mit Handschuhen! Damit wird er ja schon vor dem Fr√ľhling schmelzen!

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Als wir schon fast wieder im Städtchen Karpacz waren, wo unser Auto stand, glaubte ich meinen Knopfaugen nicht mehr! Waren wir schon so weit gewandert, dass wir jetzt wieder in Norwegen waren?! Die Kirche sah zumindest genau so aus wie dort:

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Das habe ich mir mal aus nächster Nähe angesehen:

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Zum Gl√ľck stand¬†auch eine Erkl√§rung dabei:¬†Die Kirche Wang ist zwar eine echte norwegische Stabkirche, sie steht ab√§r wirklich in Polen! Puh! Ich dachte schon, dass wir eine ganz lange R√ľckreise vor uns h√§tten! Wir gingen einmal um die Kirche rum und auf einer Bank habe ich ein eingeritztes Zeichen entdeckt, welche ich¬†vom Tanzkleid meiner lieben Ines her kenne!

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Ich habe versucht, es mir ganz genau einzupr√§gen, denn¬†vielleicht kann ich das auch mal selb√§r zeichnen und damit meine Ines¬†noch mehr beeindrucken? Denn ich weiss, dass wir uns zum baldigen St. Patrick Day wiedersehen werden! Bis dahin gehe ich jetzt Zeichnen √ľben. Tatzige Gr√ľ√üe!

Eine Antwort zu “Heini, Hirsche und andere Abenteuer in Schlesien”

  1. Ines sagt:

    Liebär Heini,

    du hast ab√§r wieder viel mit deiner B√§renmama erlebt!!! Ganz besonders hat es mir der keltische Knoten angetan. Viele, viele Knuddelb√§r- Gr√ľ√üe
    kuessen Ines

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