Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2015 17.
Aug

Schon seit sehr langer Zeit habe ich mein Interesse fĂĽr Friedhöfe dieser Welt entdeckt und zum GlĂĽck teilt auch Carsten diese etwas morbide Faszination. NatĂĽrlich ist das immer ein trauriger Ort, aber gleichzeitig strahlen die Friedhöfe so viel Ruhe und Mysterien aus …

IMG_0101

Ich sehe an solchen Orten die normalen Sachen irgendwie aus einem andere Blickwinkel, da spielt wohl bestimmt auch mein Interesse für Mythologie und Symbolik eine gewisse Rolle. In vielen Kulturen werden Vögelchen als Symbol für die Seele angesehen:

IMG_0067

Ein Baum gilt als Verbindung zwischen Erde und Himmel:

IMG_0103

Selbst bei einer herausgefallenen Innenplatte eines großen Grabsteins auf dem Neuen Jüdischen Friedhof musste ich an ein Tor in die andere Welt denken:

IMG_0059

Eine allein liegende, abgebrochene Rose aus einem Trauergebinde lieĂź mich unweigerlich an einen Verlust denken:

IMG_0134

Wenn ich frische Gräber sehe, geht es mir durch den Kopf, dass ich ein außergewöhnlicher Glückspilz bin, weil ich noch leben darf:

IMG_0031

Und auch, weil ich von der Erfahrung, ein eigenes Kind zu beerdigen, bislang verschont geblieben bin und insgeheim hoffe, dass es auch so bleibt.

IMG_0019

Diese bunten, fröhlich bemalten Steine markieren eine der schmerzlichsten Stelle meiner Rundgänge – das Baby hat gerade mal 3 Monate gelebt…

IMG_0007

Die Menschen drücken schon seit langer Zeit ihre Trauer mit ausdrucksstarken und sehr schönen Skulpturen aus, wobei man dabei wesentlich öfter weiblichen Gestalten begegnet als männlichen:

IMG_0159

 

IMG_0020

Ein trauernder Mann wird etwas anders dargestellt:

IMG_0047

In der jüdischen Tradition gehört es dazu, auf dem Grabstein einen Kieselstein zu legen:

IMG_0048-1

Die Beigaben auf den christlichen Friedhöfen waren eher persönlicher Art. Manche Bergsteiger hatten z.B. ein Kletterseil mit Karabinerhaken dran oder gar ein Bergbuch, wenn junge Eltern aus dem Leben geschieden waren, hat man auf den Gräbern Bilder ihrer Kinder gesehen und auch Spielsachen der Kinder:

IMG_0154

Auf dem sowjetischen Militärfriedhof durfte keiner aus der Reihe tanzen:

IMG_0090

Man hat dabei aber auch dem unbekannten Soldaten bedacht:

IMG_0106

Die Namenslosigkeit derer, welche auf solchen Anonymen Wiesen begraben sind, sind hoffentlich noch zur ihren Lebzeiten von den Verstorbenen selbst gewünscht worden:

IMG_0132

Und hier kam Asche zu Asche …

IMG_0128-1

Nicht nur Abschied von den geliebten Menschen fällt uns schwer, sondern auch von Tieren, welche uns über viele Jahre durch dick und dünn begleiteten:

IMG_0265

Im jeden Fall bleiben die Hinterbliebenen zunächst am Tränenmeer stehen, wie das Mädchen aus Malgorzata Chodakowskas Hand:

IMG_0165

Irgendwann heißt es dann für uns alle:

IMG_0109

Aber ich hoffe doch inständig, dass unser Lebensbuch noch nicht die letzte Seite unserer Geschichte erreicht hat:

IMG_0119

Für mich war das auf jeden Fall ein sehr emotionales Projekt. Das nächste ist aber nicht mehr so grüblerisch-nachdenklich, denn Hunde können uns doch immer wieder hervorragend trösten und zum Lachen bringen, nicht wahr?

Eine Antwort zu “Fotojahresplan 2015 – Friedhofsimpressionen”

  1. Ines sagt:

    Diesmal finde ich hier sehr viele ernste Gedanken. Deine Fotos sind allerdings ĂĽberhaupt nicht melancholisch, sondern eher realistisch und lebensbejahend. Das finde ich sehr gut,…

    „Es gibt anderthalb Milliarden Sterne im Himmelsraum und, soviel man weiĂź, anderthalb Milliarden Menschenwesen auf der Erde…
    Man sollte fast glauben, die Alten hätten recht, die meinten, ein jeder Mensch werde unter seinem Stern geboren… “
    Martin Andersen Nexö

    Olga antwortet: das ist einer der schönsten und herzlichsten Kommentare – danke schön dafĂĽr!

Einen Kommentar schreiben

Click to Insert Smiley

standardzwinkertrauriglachenlachen-xxlkuessenzungezunge-rechtsnixbettelncoolerroetenfragendgelangweiltkrankschlafenschreiensprachlosengelteufelueberraschtunschuldigveraergertverliebtverruecktweinenblumeherzgeschenkuhr