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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2019 26.
Dez

Dieses Jahr ist bei uns zu Hause die Weihnachtszeit mit wenig ZaubĂ€rhaftem verbunden – statt eines Weihnachtsbaums stehen ĂŒbĂ€rall Kisten und Kartons im Wohnzimmer. Da kommen mir kleinem Heini-BĂ€ren viele schönen Erinnerungen an die Weihnachtstage vom letzten Jahr zurĂŒck ins GedĂ€chtnis, als ich meine Eltern in die „Stadt die niemals schlĂ€ft“ begleiten durfte.

Zugegeben, am Anfang habe ich in diesem großen HĂ€userwald zunĂ€chst gar keinen ZaubĂ€r von Weihnachten gespĂŒrt.

Dann habe ich aber in einem ganz großen Park ein bezaubĂ€rndes MĂ€dchen kennengelernt – sie heißt Alice:

Sie sagte mir, dass sie schon selber mal in einem Wunderland war und dass ich in dieser Stadt ganz viele interessante Sachen entdecken kann, wenn ich nur meine Knopfaugen ganz weit offen halte. Ihre Freunde – der MĂ€rzhase, die Grinsekatz und ein verrĂŒckter Hutmacher – haben das Gleiche bĂ€richtet:

Sie sagten, dass man hier viele schöne, spannende, abĂ€r auch vielleicht gruselige Sachen erleben könnte und dass mir die ganze Welt offen steht. Wegen der Welt hatten sie natĂŒrlich recht:

Ihr glaubt ja gar nicht, wie viele verschiedene BĂ€ren ich in der Stadt gefunden habe!

Die BĂ€ren in New York können ganz allein ein Auto fahren. Ich hoffe, dass ich, wenn ich groß bin, das auch mal kann!

Dortige BĂ€ren haben abĂ€r auch einen Riecher fĂŒr gemĂŒtliches Beisammensein …

Ich hĂ€tte nur zu gern an ihre Scheibe geklopft, abĂ€r dann wollte ich sie doch lieber nicht stören. Ich habe mir nun von ihrer GemĂŒtlichkeit etwas in meinem Herzen fĂŒr die weiteren Abenteuer aufbewahrt.

Ich war echt froh, dass Alice mich vorgewarnt hatte, dass es in dieser Stadt auch gruselige ÜbĂ€rraschungen geben kann … diesen BĂ€ren fand ich irgendwie schon zum AlptrĂ€umen schön!

Bei diesem prĂ€historischen SchwarzbĂ€ren hatte ich auch keine Lust auf eine grĂ¶ĂŸere Freundschaft und war ziemlich froh, dass er mich nicht entdeckt hat. Er war echt groß und dĂŒster!

Zum GlĂŒck lernte ich auch ganz viele sĂŒĂŸe BĂ€ren mit coolen WeihnachtsmĂŒtzen kennen – wir hatten echt viel Spaß zusammen! Ihre gute Laune war sofort ansteckend!

Ich hÀtte nur zu gern erfahren, welche Teddys in diesen Kartons ihr Zuhause haben. AbÀr diese waren zugebunden, da kam sogar ich nicht rein.

Ich habe mir dann von einem Autor, der mit Nachnamen Andersen heißt, ein MĂ€rchen vorlesen lassen. Dabei habe ich dann auch einen weiteren Zuhörer – ein kleines Entchen, welches nicht sehr hĂŒbsch, abĂ€r ganz liebenswĂŒrdig war – in meiner NĂ€he entdeckt:

Dieses MĂ€rchen habe ich dann zwei MĂ€uschen weitererzĂ€hlt, die ich zufĂ€llig bei meinen StreifzĂŒgen durch die Stadt entdeckt habe, denn sie konnten von allein einfach nicht einschlafen. Irgendwie wurden sie sich nicht einig, ob es in ihrem Zimmer nun warm oder kalt war:

Ich fĂŒhlte mich wie zu Hause, denn meinem BĂ€renpapa ist es auch immer viel zu warm und meine BĂ€renmama sagt, dass ihr kalt sei. Vielleicht sollte ich es bei den beiden auch mal mit einem schönen MĂ€rchen versuchen … bei den MĂ€uschen hat es schließlich ja ebenfalls wunderbar geklappt!

So viel zu meinen Abenteuern in New York City. AbÀr es kam bis jetzt noch zu wenig Weihnachtliches in meinem BÀricht vor! Diese Stadt, wenn man die vielen Menschen in ihr nicht zu viel Aufmerksamkeit schenkt, hat das Zeug, einen kleinen BÀren ganz schnell in eine traumhafte Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Nehmen wir allein den super-duper-hyper-großen Weihnachtsbaum – sooooo viele bunte Glitzerkugeln!

Solche bunte Kugeln fand so gut wie ĂŒbĂ€rall! Ich finde, meine Nase spiegelt sich darin besonders gut    zwinker

Manche WeihnachtsbĂ€ume gab es zum GlĂŒck auch in einer fĂŒr einen Teddy passenderen GrĂ¶ĂŸe. Darauf waren nicht nur Nadeln grĂŒn …

ÜbĂ€rhaupt gab es an so vielen Orten sehr viel rote und grĂŒne Deko – ein total schöner Kontrast fĂŒr mein hellbraunes BĂ€renfell!

Oft hatte ich das GefĂŒhl, dass die ganze Welt um mich herum nur aus Licht und Leuchten bestand – so schön!

Mit dem ZaubĂ€rhirsch kam ich sogar ganz schnell mal auf den Nordpol.Wusstet ihr, dass dort Pinguine und EisbĂ€ren quasi als Nachbarn leben? Ich habe sogar ein Beweisfoto fĂŒr die gemacht, die mir das nicht glauben wollen!

Zu einem echten Weihnachtsfest gehörte natĂŒrlich ein Treffen mit einem Schneemann. Er war sehr viel kuscheliger als ich es mir vorgestellt habe. Also ist es echt gut, dass wir uns kennengelernt haben, sonst wĂŒrde ich wohl immer noch denken, dass alle WeihnachtsmĂ€nner eiskalt sind!

Wenn ihr denkt, ich habe den Weihnachtsmann nicht gesehen, dann irrt ihr euch!

Und da ich immer meistens ein ganz braver BĂ€rli bin, durfte ich mir auch etwas wĂŒnschen. Er hat mir sehr aufmerksam zugehört und versprochen, dass mein Wunsch in ErfĂŒllung gehen wird. AbĂ€r ich darf diesen niemanden verraten, sorry!

Ich hoffe, dass ich meinen WeihnachtszaubĂ€r, welches seitdem in meinem Herzen lebt, mit euch teilen konnte und wĂŒnsche allen meinen Lesern ein schönes, liebevolles, friedliches, kuscheliges und einfach nur bĂ€riges Weihnachtsfest!



2019 24.
Dez

Ihr könnt mir glauben, eine Ă€ußerst turbulente Woche liegt hinter uns … so voll war sicherlich keine andere in 2019 !

So kam z.B. immer wieder wieder Kochen und Backen auf uns zu, denn es war die Zeit der vielen Abschiede von Kollegen, Freunden und Bekannten. Neben kleinerer Treffen auf diversen WeihnachtsmĂ€rkten im Rahmen unserer seit Wochen zelebrierten „Abschiedstournee“ gab es am Montag meine große Abschiedrunde vom GeschĂ€ftsbereich IT und dem UKD (insgesamt 95 eingeladene Personen), von Dienstag bis Donnerstag je 10-stĂŒndige Arbeitstage, um erfolgreich gegen eine Havarie anzukĂ€mpfen, am Donnerstag unsere gemeinsame FrĂŒhstĂŒcks- und Abschiedsrunde im Carus Vital (dem Mitarbeiter-Fitnesszentrum unseres Arbeitgebers), am Freitag das AbschiedsfrĂŒhstĂŒck mit meiner Abteilung Basisinfrastruktur (18 eingeladene Kollegen) sowie die RĂ€umung des 17 Jahre lang von mir genutzten Arbeitsplatzes, am Freitagabend und Samstag ein gemĂŒtliches Beisammensein mit beiden Kindern samt deren Freunden, am Samstagabend ein Bowlen mit Familie und Freunden, am Sonntag die Fahrt nach Hamburg, um die SchlĂŒssel der Übergangswohnung entgegenzunehmen und gestern dann schon wieder die RĂŒckfahrt nach Dresden – der To-Do-Zettel wir gefĂŒhlt immer nur lĂ€nger und lĂ€nger.

Aber zum GlĂŒck lassen sich jetzt auch schon baldige Ruhephasen und Verschnauftage erahnen. Deshalb wird von meiner Seite auch sicherlich nicht gemosert, versprochen ! Wer mich kennt, der weiß, daß mir ein geordneter Arbeitsalltag voller Aufgaben immer besser gefĂ€llt, als ein tĂ€glicher Aufbruch ins Neuland – wir rechnen so ab Mitte Januar mit dem Einfinden eines ersten GewohnheitsgefĂŒhls.

Da ich nun im Rahmen meiner großen Rede fĂŒr die GB IT-Kollegen und UKD-Mitarbeiter am Montag das bisherige OLCA-Leben genauer reflektieren konnte, möchte ich die folgenden Stellen aus selbiger sehr gerne auch hier in Olgas Blog veröffentlichen:

Beim Zusammenstellen einer geeigneten PrĂ€sentation habe ich eines herausgefunden, was zwar offensichtlich vor- bzw. hinter uns liegt, aber so noch nicht auf den Punkt gebracht worden ist: In uns schlagen zwei Herzen. Zum einen das heimatbezogene, welches sich an einem Ort sichtlich wohl fĂŒhlt, und zum anderen das vagabundierende, welches nach einiger Zeit dann doch mal wieder auf ein Weiterziehen pocht. Und da laut Definition EINE Generation ca. 20-25 Jahren entspricht, könnten man uns also quasi gut und gern als „Generationen-Weiterzieher“ bezeichnen. Hier kommt der Beweis …

Die Kindheit und Jugend verbrachte Olga ab 1970 im ukrainischen Pokotilovka bei Charkow, damals allerdings noch UdSSR. FĂŒr mich Wessi gleichbedeutend mit der CCCP (liest sich „CeCeCePe“ und nicht wie im kyrillischen „EsEsEsEr“), denn so stand es schließlich immer z.B. bei James Bond auf den Raketen oder anderen sowjetischen Dingen. Ich wuchs ab 1974 ohne jeglichen sozialistischen Einfluß (weder DDR noch Sowjetunion) im Ruhrgebiet oder am Rande dessen auf – Essen, Schermbeck, Raesfeld-Erle, Dortmund. Mein Heimatbundesland NRW ist heute wie damals fĂŒr hier AnsĂ€ssige besser als „Der Westen“ bekannt.

Dann kam der erste große Wechsel … fĂŒr Olga mit 22 und fĂŒr mich mit 27 Jahren. Sie zieht 1992 mit einem Rucksack und ihrem ZukĂŒnftigen zunĂ€chst nach Greiz in ThĂŒringen. Mit ihrem beim Goethe-Institut erlerntem Deutsch hat sie sich im Vogtland natĂŒrlich anfangs recht schwer getan, denn die Einheimischen leben u.a. nach diesen Leitspruch:“Wou di Hasen Hosen heeßen un de Hosen Husen heeßen“. Ein paar Jahre spĂ€ter verschlĂ€gt es die beiden nach Dresden, wo u.a. auch die jĂŒngere Tochter geboren wird. Ich dagegen bin erst nach meinem Studium in Dortmund Ende 2001 mit einem 7 1/2-Tonner in die Hauptstadt Sachsens gekommen. Man beachte den gravierenden Unterschied: sie mit Rucksack, ich mit LKW. Unser Fazit könnte aber auf jeden Fall sein: sie hat in den Westen gemacht, ich in den Osten.

Es folgt das erste Arbeitsleben. Olga ergattert nach ein paar Eingewöhnjobs (zu dem Zeitpunkt ist ihr Migrationshintergrund eben noch zu dominant) eine 17 Jahre andauernde Einstellung bei einem lokalen Kartenhersteller und arbeitet spĂ€ter noch einmal 4 Jahre im International Office des UniversitĂ€tsklinikums Dresden. Ich bin das erste Jahr fernab der Heimat arbeitslos (genau zu der Zeit ist die DotCom-Blase geplatzt und sowohl AMD als auch Infineon, beides lokale IT-Schwergewichte, verhĂ€ngen einen Einstellungsstop), verrichte danach ca. 1 Jahr in der IT-Branche Zeitarbeit und kann dann 2003 im Medizinischen Rechenzentrums des Uniklinikums unterkommen. Eingestellt als Netzwerkadministrator sollte ich eigentlich eine VerstĂ€rkung fĂŒr das Team des stark expandierenden Datennetzes sein, aber mein erstes Großprojekt (120 PCs, Monitore, Laserdrucker und Etikettendrucker fĂŒr die EinfĂŒhrung des neuen Krankenhaus-Informationssystems (KIS) mĂŒssen vorinstalliert werden – heutzutage werden am UKD ca. 8000 Clients dafĂŒr genutzt !) und der Vorstandswunsch, mittels Blackberry-Technologie Emails auf einem kleinen Telefon verwalten zu können (2003 noch ein absolutes Novum !), drĂŒcken mich immer mehr in die Server- & Clientbetreuung. 2005 wird meinen Aufgabengebiet noch um die Telekommunikation erweitert, denn mein Wissen aus dem Studium (Informations- & Kommunikationstechnik mit Schwerpunkt TK-Anlagen) stellt sich beim Umbau des telefonischen HerzstĂŒckes des Krankenhauses als Ă€ußerst nĂŒtzlich heraus. Mit gleichzeitiger EinfĂŒhrung der DECT-Schnurlostelefonie besiegelte ich auch das Ende der Nutzung von bis dahin sehr verbreiteten Pieper. Damals noch völlig unerfahren im Krankenhaus-Jargon, verfaßte ich sicherlich eine der bis heute lustigsten FundstĂŒcke im UKD-Intranet:“Falls Sie noch einen Pieper im Schieber liegen haben sollten, …“ – zwar heißt im Osten die Schublade „Schieber“ (so viel hatte ich mittlerweile gelernt), aber im Krankenhausumfeld entspricht der Schieber eben leider auch der Bettpfanne …

Und nun, bei Olga 27 und bei mir 18 Jahre spĂ€ter (aus dem Wessi ist lĂ€ngst ein Wossi geworden), steht der zweite große Wechsel bevor – eine weitere Generation ist vorbei. FĂŒr uns heißt es jetzt „auf in den hohen Norden“ … der SĂŒden muß also noch etwas warten. Am 2. Januar 2020 beginne ich im Team „Mobile Competence Center“ meine TĂ€tigkeit beim u.a. in Hamburg ansĂ€ssigen IT-Dienstleister Dataport.

Was bedeutet das alles fĂŒr unsere Zukunft ? Entweder wird landen generationenbedingt 2040/2050 (also im zarten Rentenalter von 70/80) im SĂŒden der Republik oder vielleicht werden sich unsere AuslandstrĂ€ume (USA, Kanada, Australien oder Neuseeland) doch noch erfĂŒllen. Heißt: es bleibt auch weiterhin sehr spannend bei den OLCAs !

Bis zum 30.12. werden wir noch ein paar Tage in Dresden verbringen, aber dann verlassen wir unsere lieb gewonnene Heimat und ziehen mit einem Teil des Hausrates in die Übergangswohnung nach Hamburg-Hohenfelde. Vor Ort werden wir uns dann sicherlich noch viel besser um eine „richtige“ Bleibe und um einen neuen Job fĂŒr Olga kĂŒmmern können. Wohnungs-/Hausbesichtigungen und BewerbungsgesprĂ€che auf 500 km Entfernung haben sich in den letzten Wochen als sehr aufwĂ€ndig herausgestellt, sodaß wir nach meiner Jobzusage und dem Finden der 45 qm großen, vollmöblierten Interimswohnung die anderen beiden Suchen getrost auf das neue Jahr 2020 verlegt haben. WĂŒnscht uns bitte GlĂŒck und viel Erfolg dabei !

Wir wĂŒnschen nun allen Lesern noch eine schöne Weihnachtszeit und ein frohes Fest im Kreise der Familie. Allen bisherigen WeggefĂ€hrten möchten wir zudem fĂŒr alles danken und wir werden auf jeden Fall immer wieder sehr sehr gerne an die gemeinsame Zeit zurĂŒckdenken.



2019 08.
Dez

Wir kommen allmÀhlich immer stÀrker in eine wahrhaftige Aufbruchslaune.

Einerseits haben wir unseren Kalender fĂŒr den laufenden Monat derzeit ganz prall mit diversen Treffen von ganz vielen lieben Menschen gefĂŒllt. Im Dezember bieten sich als Treffpunkt mit guten Freunden aus Nah und Fern natĂŒrlich die zahlreichen WeihnachtsmĂ€rkte bestens an:

Weitere Termine resultieren aus Carstens Verabschiedungen auf Arbeit. Man kann doch nach 17 tollen Jahren nicht einfach eine Kusshand in die Menge werfen und „War schön mit Euch, ich geh‘ dann mal!“ zurufen. Schließlich hat mein Mann in all diesen Jahren mit seinen Kollegen zusammen wirklich sehr gern jede Menge verschiedenster Aufgaben Hand in Hand bewĂ€ltigt. Deshalb gibt er am 16.12. (Montag) seinen Ausstand fĂŒr den GeschĂ€ftsbereich und andere UKD-Kollegen (ca. 95 Einladungen) und macht am 20.12. (Freitag) ein FrĂŒhstĂŒck exklusiv nur mit seiner Abteilung (18 Leute). Aus diesem Grund werden jetzt schon kleine SchlachtplĂ€ne fĂŒrs Besorgen diverser Leckereien, aber auch fĂŒrs Kochen und Backen geschmiedet und eifrig notiert. Sonst verliert man ja zu schnell den Überblick, was wann und wofĂŒr gebraucht wird: Abschiedsrunde im GeschĂ€ftsbereich, Abschiedsrunde in der Abteilung und auch fĂŒr ein JahresabschlußfrĂŒhstĂŒck im Carus Vital, dem von uns ganz gern genutzten Fitnessstudio fĂŒr Mitarbeiter des Klinikums. Wir haben jetzt schon einen gĂŒt gefĂŒllten Einkaufszettel fĂŒr den Wochen(end)einkauf am Freitag … 5x 10 Eier, eine Stiege Milch, 2-3 Margarinen, viel Zucker und Mehl u.v.m.

Zum anderen wissen wir auch endlich seit gestern, wo wir ab Januar unsere Köpfe fĂŒr mindestens drei Monate in Hamburg betten können. Wir haben nun eine kleine möblierte Wohnung in unmittelbarer NĂ€he von Carstens neuer ArbeitsstĂ€tte klar gemacht. Von dort werden wir uns dann auch schon aufgrund der kĂŒrzeren Anfahrtswege verstĂ€rkt um eine dauerhafte Wohnung kĂŒmmern und ich werde mich noch mehr ins Zeug legen, um schnell wieder in Lohn und Brot zu kommen. Falls ihr im neuen Jahr neben der ErfĂŒllung von frischen, guten VorsĂ€tzen noch den einen oder anderen Daumen zum DrĂŒcken frei habt … wir wĂŒrden uns ĂŒber das feste DrĂŒcken derer sehr freuen!

Dass wir jetzt nun tatsĂ€chlich eine Unterkunft haben, hat meinen Mann gestern derart beflĂŒgelt, dass er sogar schon mit dem ersten Packen von Kartons angefangen hat:

Der Blick auf die Regale oberhalb des Fernsehers ist seitdem sehr gewöhnungsbedĂŒrftig …

Morgen muss ich mich dann entscheiden, ob ich die weiteren Kartons eher mit BĂŒchern oder mit Andenken aus der Vitrine bestĂŒcken will – wahrscheinlich klappt beides, denn wir haben noch an die 20-25 leere fĂŒr den Anfang. Es sollten zumindest die Sachen sein, auf die wir ggf. Wochen und Monate verzichten können, denn die Dresdner Wohnung wird erst gekĂŒndigt und leer gerĂ€umt, wenn eine Neue in Sicht ist. Also darf nix verpackt werden, was wir jeden Tag benötigen. 

Ich schwanke zwischen Vorfreude auf den neuen Abschnitt unseres Lebens und einer leichten Wehmut, denn die jetzige Wohnung wird in absehbarer Zeit einiges an GemĂŒtlichkeit einbĂŒĂŸen. Aber unbequem sind VerĂ€nderungen doch immer, stimmt’s?



2019 02.
Dez

Einige unserer Freunde kennen bereits unsere PlĂ€ne, aber nun ist die Zeit reif, die Katze endlich mal fĂŒr alle aus dem Sack zu lassen und auch euch auf den gleichen Stand zu bringen.

Keine Angst, wir bleiben nach wie vor zusammen! Wir Ă€ndern lediglich unseren Standort. Carsten tritt am 2. Januar seine neue Stelle in der Hansestadt Hamburg an. FĂŒr ihn ist das ein nahezu nahtloser Übergang von einer ArbeitsstĂ€tte in die andere. Er hat zum 31.12.2019 gekĂŒndigt.

Ich dagegen bin schon seit Oktober zu Hause und habe mich natĂŒrlich ganz brav als arbeitssuchend bei der Agentur fĂŒr Arbeit gemeldet    standard    aber noch hat sich die optimale Stelle fĂŒr meine FĂ€higkeiten nicht gefunden. Dazu kommt das Problem, dass man fĂŒr ein VorstellungsgesprĂ€ch von recht kurzer Dauer erst fĂŒnf Stunden Fahrt in eine und anschließend genau so lang in die andere Richtung fahren muss. Wenn man das einmal gemacht hat (10 Stunden Fahrt fĂŒr 30 min BewerbungsgesprĂ€ch), dann ist man ganz schnell bereit, die exzessive Arbeitssuche lieber auf die Zeit zu verlagern, wenn man vor Ort ist.

Unter uns gesagt, in den ersten Tagen und Wochen hatte ich das GefĂŒhl, dass ich meine Arbeit schwĂ€nze. Inzwischen ist dieses GefĂŒhl zwar weg und ich genieße einfach diese, nach 21 Jahren ununterbrochener Arbeitnehmerbiografie irgendwie schon verdiente Pause. Zudem hat jeder sicherlich genug eigene Projekte und Ideen, fĂŒr welche man sonst entweder die Zeit nicht gefunden hat oder die Kraft nach einem anstrengenden Arbeitstag fehlte. Jetzt kommen meine endlich auch mal an die Reihe.

Nachdem wenigstens nun eine Verdienstquelle gesichert ist, sind wir eifrig dabei, uns eine Bleibe im Norden zu suchen. Es wird wohl so sein, dass wir vorerst fĂŒr 1-2 Monate eine möblierte Wohnung mieten und erst dann einen festen Wohnsitz sichern können. Die Mieten sind natĂŒrlich nicht ganz ohne, aber das ist inzwischen leider ĂŒberall Usus.

Ihr fragt euch natĂŒrlich, wie es dazu kam, dass wir diesen Umzug ins Auge gefasst haben … es kamen einfach mehrere Faktoren zusammen. Unsere Kinder haben schon vor Jahren Dresden den RĂŒcken gekehrt und sind in weiter entfernte Ecken gezogen – Andrea weilt derzeit in Österreich im StĂ€dtchen Leoben, Stephanie bleibt wenigstens bis zum Ende ihres Masters ihrem Potstdam treu. Dazu haben wir schon vor fĂŒnf Jahren unser Haus verkauft und auch auf Arbeit wird derzeit einiges umgestrickt. Kurzum: wir beide fĂŒhlten uns reif, etwas Neues loszutreten. Noch sind wir nicht zu alt dafĂŒr, zumindest fĂŒhlen wir uns so    zwinker    Carsten erzĂ€hlt immer wieder, dass er zuerst 27 Jahre im Westen der Bundesrepublik verbracht hat, danach ist er im Osten volljĂ€hrig (18) geworden und nun ist mal der Norden dran. Ich als Meerliebhaber freue mich natĂŒrlich darĂŒber, dass wir jetzt auch jederzeit einen kurzentschlossenen Tagesausflug an die KĂŒste machen können – da kommen bestimmt noch jede Menge FĂŒĂŸe-im-Wasser-Bilder zu meiner Fotosammlung dazu   standard

Aber davor mĂŒssen wir erst noch das Umkrempeln unseres gesamten Lebens und Alltags ohne SchĂ€den durchstehen    zwinker
Wir schĂ€tzen, dass die ersten Monate des Jahres 2020 ein wenig anstrengend sein könnten, schließlich hat man noch ganz viel zu erledigen: die Zelte in Dresden abbauen … diese dann in Hamburg aufschlagen … sich an die neue Umgebung gewöhnen … der Dialekt ist auch ganz anders    zwinker

Man hat hier jede Menge gute Freunde ins Herz geschlossen und diese werden uns ganz gewiss an unserem neuen Standort fehlen. Wenigstens kann man Dank der modernen Kommunkationsmöglichkeiten aber auch auf solche Entfernung immer im Kontakt bleiben.

Ich verspreche, euch Leser auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Es wird bestimmt ganz interessant    standard

Momentan haben Carsten und ich natĂŒrlich allerhand zu bedenken, zu beachten, zu planen und zu tun.

Ich weiß aber, dass ich einen perfekten Planer an meiner Seite habe – wenn ich ihm dann helfend unter die Arme greife, dann kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen    zwinker    dennoch wĂ€ren wir fĂŒr euer DaumendrĂŒcken natĂŒrlich sehr dankbar!