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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 12.
Jul

Ich muss mich ganz schön bĂ€renstark zusammenreißen, denn ich muss zugeben, dass mir das Reisen doch ganz schön fehlt – plödes Corona! Da freue ich mich schon wie ein BĂ€rserker, wenn wir wenigstens einen Ausflug in die Umgebung machen können! Und so war es auch neulich: wir fuhren fĂŒr einen Tag nach RatzebĂ€rg, auch wenn meine BĂ€reneltern diese Stadt liebĂ€r Ratzeburg nennen. Naja, sollen sie, abĂ€r ich habe es einfach im GefĂŒhl, dass sich da im Laufe der vielen Jahren ein Rechtschreibfehler eingeschlichen haben muss.

Denn gleich am Anfang wird jedem Reisendem sofort klar, wer hier das Sagen hat – man muss ĂŒbĂ€rall den BĂ€rentatzenspuren folgen:

Ich habe mir so meine eigenen Gedanken gemacht, warum diese eine so ungewöhnliche Farbe haben und bin zu dem Schluss gekommen, dass der WegweiserbÀr wahrscheinlich zuerst in einem ErdbÀrfeld war, bevor er dann zur Arbeit ging.

Bei dieser TatzengrĂ¶ĂŸe sind auch die Schritte entsprechend groß geworden. Und da meine Beine etwas kleiner sind, habe ich kurz darĂŒbĂ€r nachgedacht, ob ich einen Hilfsmittel nutzen will, abĂ€r das Pferd sah mir einfach viel zu wild aus:

Ich habe beschlossen, mich liebÀr ab und zu beim Laufen auszuruhen. Und das war auch gut so, denn ich konnte einen ganz netten Mann kennen lernen, welcher mir bei Orientierung in der Stadt sehr geholfen hat:

Er hob mich ganz behutsam auf seinen Hut und da fĂŒhlte ich mich im wahrsten Sinne des Wortes so richtig wohlbehĂŒtet:

Ich musste als Nachhut ja auch immer wieder Acht auf meine Eltern geben. Auf dem Marktplatz entfernte sich Papa meiner Meinung nach viel zu schnell, abÀr ich habe ihn dennoch immer gut im Blick behalten können:

In der Stadt gab es ĂŒbĂ€rall ganz viele Blumen, die mir sehr gut gefallen haben – ich fand das sooooo romantisch: diese vielen, bezaubĂ€rnden und duftenden Rosen!

Einfach ĂŒbĂ€rwĂ€ltigend! Ich hĂ€tte gern welche davon mitgenommen, denn ich habe in einem Schaufenster ein Portrait von einer ĂŒbĂ€rirdischen Schönheit gesehen:

Wenn ich sie finde, dann schenke ich ihr ganz bestimmt eine schöne Rose. Das wĂŒrde ihr sicher bestimmt gefallen.

Ich habe ab da versucht, mich durchzufragen, um diese bezaubÀrnde Dame zu finden, abÀr mir konnte leider keiner helfen. Ein Mann hat mir sogar seine Taschen gezeigt, um zu beweisen, dass er keine Karte zu ihrem Herzen hat:

Vielleicht mache ich mich nach Corona eine weitere Reise, um die BÀrenschönheit irgendwo unterwegs zu finden. Immerhin bin ich ja ein ganz doll erfahrener SeebÀr!

AbĂ€r das Reisen in Zeiten von Corona hat ĂŒbĂ€rraschenderweise auch seine schönen Seiten. Normalerweise besuche ich die Kirchen immer nur in einer Handtasche, abĂ€r jetzt waren so gut wie keine anderen Besucher da und ich konnte mir ungestört einmal eine Orgel ansehen. Sonst habe ich sie immer nur gehört, abĂ€r nie gesehen. Nun war es andersherum: gesehen, abĂ€r nicht gehört:

Ich hatte auch endlich mal die Chance, in einem Kreuzgang zu sitzen und meinen Gedanken nachzuhÀngen:

Ich weiß immer noch nicht so richtig, warum dieser lange Flur mit Bögendecken „Kreuzgang“ heißt. Ich habe mir die Kreuze in der Kirche immer anders vorgestellt. AbĂ€r ich fand ihn trotzdem sehr schön.

Nach so vielen EindrĂŒcken hatte ich einen BĂ€renhunger. Der Otter, der gerade einen Fisch gefangen hatte, wollte diesen abĂ€r auf gar keinen Fall mit mir teilen:

In einem Lokal war an Essen trotz des lecker riechenden Fischbrötchens auch nicht zu denken – doofer Mund-Nasen-Schutz!

Zum GlĂŒck konnte ich an einer anderen Stelle etwas von Mamas Kirschkuchen ergattern!

Das war ĂŒbĂ€rhaupt ein sehr teddyfreundliches Cafe, dort gab es fĂŒr solche wie mich sogar extra BĂ€nke in einem Strandkorb!

Diese sind zwar nicht gepolstert, wie die Menschensitze, abĂ€r ich habe ja nicht nur ein weiches Herz, sondern auch einen weichen Pops    zwinker

Kurz bevor wir wieder nach Hause fuhren, blieben wir alle noch eine Weile am RatzebĂ€rger See sitzen und haben uns ĂŒbĂ€r die bislang gemachten Reisen unterhalten und PlĂ€ne fĂŒr zukĂŒnftige AusflĂŒge geschmiedet:

Es gibt doch noch soooo viel zu entdecken!

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