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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 22.
Aug

Im Laufe des Jahres habe ich auf den Straßen unseres Stadtteils oder in den Grünanlagen des Uniklinikums, wo ich arbeite, Hasen, Füchse und anderes Getier gesehen. Auch Spechte waren immer wieder ganz fleißig dabei, aus den Bäumen in der Gegend das Beste herauszuklopfen. Doch ausgerechnet in dem Monat, für welchen ich das Thema „Tiere in der Stadt“ vorgesehen habe, nahmen sie offensichtlich allesamt Urlaub, denn von denen bekam ich zum Zeitpunkt der unangekündigten Fotosessions im Rahmen eines mit Kamera bewaffneten Streifzuges rein gar nichts mehr zu sehen. Dafür waren zum Glück aber einige andere, die keine Angst davor hatten, in meinem Blog zu erscheinen, bereit, für mich zu posieren    zwinker    wie zum Beispiel diese jungen Falken samt ihres Betreuers und Aufpassers:

Auch Enten und Gänse fühlen sich ganz offensichtlich wohl in der Nähe von Menschen:

Und wenn einem von ihnen der Trubel in der großen Gruppe zu viel wird, dann kann man sich auch nach dem Baden an einem Brunnen in die Sonne stellen:

Einige gefiederte Stadtbewohner werden von den Menschen recht gut mit Futter versorgt …

… andere profitieren über weniger offensichtliche, dennoch gut verfügbare Futterstellen:

Wenn das natürliche Angebot zu eintönig wird, findet sich in der Nähe von Menschen immer wieder mal eine Möglichkeit, etwas Essbares zu ergattern:

Möwen haben sich zum Teil derart stark auf diese Art der Futterbeschaffung aus Abfalleimern spezialisiert, dass man ihnen inzwischen in den USA den wenig schmeichelhaften Beinamen „Ratten mit Flügeln / rats with wings“ verpasst hat:

Es gilt allerdings bei Möwen wie bei Menschen die Regel: nicht alle sind so    zwinker

Es gibt eben auch Vogelarten, die auf eine direkte Nahrungsabgabe von Menschen gar nicht erst angewiesen sind, wie diese beiden Kolibris beweisen … da scheint sogar der Hund zu staunen, der aus dem Schatten das emsige Flattern beobachtet:

Apropos Hunde & Co: Natürlich spielen domestizierte Tiere in einem Stadtbild eine ganz große Rolle. Manch eine Katze fühlt sich dazu berufen, penibelst darauf zu achten, wer in ihr Revier hineingehen möchte:

Bei den Beziehungen zwischen Hund und Mensch lässt es sich manchmal sehr schwer sagen, wer von den beiden eigentlich das Sagen hat:

Hunde erobern die Herzen der Herrchen und Frauchen eben im Nu und haben dadurch jede Menge Privilegien, egal ob im Auto …

… oder im Restaurant:

Da haben Pferde ein nicht so gemütliches Leben, denn entweder sie tragen die Menschen auf ihrem breiten Rücken …

… oder sie haben außer ihrem Reiter auch noch weitere Lasten zu schleppen:

Wilde Tiere müssen, wenn sie in einer lauten, überfüllten und vielbefahrenen Gegend überleben wollen, auf alle Eventualitäten im Straßenverkehr Acht geben, um nicht unter die Räder zu geraten:

Anderseits, wozu auf Zebrastreifen achten, wenn man selber gestreift ist?

Beim Auswerten der Aufnahmen für das aktuelle Projekt bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass wir in unserem direkten Umfeld immer mehr jede Menge gezähmtes und auch wildes Leben haben. Gerade Vögel haben sich optimal auf die Nähe der Menschen in der Stadt angepasst. Für sie gibt es ja auch jede Menge Rückzugsmöglichkeiten: Wasservögel erfreuen sich an den Seen und Teichen, welche es an jedem Wohnort gibt …

… andere gefiederte Stadtbewohner finden große und kleine Parks sowie zahlreiche Gärten perfekt, um sich in unserer Nähe wohl zu fühlen. Manchmal hatte ich beim Fotografieren sogar das Gefühl, dass nicht nur wir sie bei ihrem Tun und Handeln beobachten, sondern auch sie uns    standard



2017 20.
Aug

Nach langer Trennungszeit, die durch Ausflüge, Urlaube und Prüfungszeiten der Familienmitglieder entstanden ist, war unserer OLCA-Kleeblatt wieder mal für einige Tage vereint. Die letzten zwei Wochenenden vor dem jetzigen hatten sowohl die Kinder als auch wir einiges an Zeit eingeplant, um uns wieder zu sehen, zu knuddeln und ganz entspannt über Gott und die Welt quatschen zu können. Wie vermutet stellte es sich heraus, dass nicht nur Carsten und ich immer wieder auf Achse sind, sondern, dass unsere Kinder uns diesbezüglich in Nichts nachstehen. Es gab logischerweise einiges an Fotos zu sehen und die Kinder waren im Gegenzug dazu verdonnert, eine großzügig angelegte Auswahl unserer dreiwöchigen USA-Reise in Video, Bild und Wort über sich ergehen zu lassen. Sie haben sehr stark Interesse daran geheuchelt gezeigt    standard

Nach unserem ersten gemeinsamen Wochenende (5./6.8.) sind beide Kinder zurück zu sich nach Hause gefahren, um, wie schon gesagt, am darauffolgenden Samstagabend (12.8.) wieder bei uns zu sein. Denn noch hatten wir bei Weitem nicht alle Gesprächsthemen durch    standard
Es wurde ein ganz gemütlich-gechilltes Wochenende wie zu damaligen Zeiten, als wir noch alle zusammen unter einem Dach lebten. Um ehrlich zu sein, war es aus meiner Sicht diesmal sogar noch familiärer, denn früher hatte man sich ja jeden Tag gesehen und es lief vieles nebenbei ab, aber nun nehmen wir uns immer ganz bewusst Zeit füreinander. Leider haben wir in unserer Zweiraumwohnung nicht mehr so viel Platz wie damals im eigenen Haus und so durfte sich das Ablagechaos von beiden eben vollends in unserem Wohnzimmer entfalten und nicht wie früher in den Kinderzimmern unserer Sprösslinge verteilen    standard

Während Andrea am Montagmittag schon wieder zu sich nach Chemnitz fuhr, da sie noch einiges für die Uni zu erledigen hatte, blieb Stephanie noch bis Donnerstag bei uns. Sie hat sich in den Wochentagen und an den Abenden allerdings mit ganz vielen Freunden aus ihrer Schulzeit verabredet und so hatte ich kein schlechtes Gewissen, als ich am Dienstag mit Diana, einer Arbeitskollegin, bei einem Gläschen Wein einen langen Schnatterabend im El Horst verbrachte.

Unsere Große kehrte schon am Mittwochabend wieder zurück (zum dritten Mal in 14 Tagen!), denn die beiden Schwestern haben ab dem nächsten Tag einen gemeinsamen Urlaub geplant. Nichts Großes, einfach viel Zeit zusammen verbringen, um sich z.B. endlich mal in aller Ruhe Leipzig anzusehen und ihre Großeltern in Thüringen zu besuchen. Anschließend rücken sie einige Tage in Andreas Wohnung im ehemaligen Karl-Marx-Stadt ein, um auch diese Gegend ein kleines bisschen unsicher zu machen. Da Carsten und ich ein paar Überstunden auf unseren Arbeitszeitkonten haben, bekamen wir von unseren Chefs einen freien Tag (wir sagen Arbeitszeitverlagerung/AZV oder Gleitzeitabbau/GZA dazu) genehmigt und so können und dürfen wir uns am kommenden Mittwoch den Mädels anzuschließen, um noch einen weiteren Familientag zu verbringen – ich freue mich schon jetzt ganz doll drauf    standard

In der Zwischenzeit verbringen wir beide wieder unser Pärchenleben in trauter Zweisamkeit. Das Ausschlafen am Wochenende klappt leider immer noch nicht besonders – irgendwie ist unser innerer Wecker zu stark auf die Alltagsaufstehzeit von 5:30 Uhr geeicht    zwinker    doch zum Glück kann man an den arbeitsfreien Tagen ja ab und zu die ein oder andere Schlummerstunde am Nachmittag einbauen. Danach ist man auch wieder topfit, um beispielsweise voller Tatendrang zum Dresdner Stadtfest zu gehen.

Wir stellten dabei zum wiederholten Male fest, dass solche großangelegten Volksfeste mit zahlreichen Futter- und Trinkoptionen sowie lauter Musik unterschiedlicher Richtungen (Schlager, DDR-Rock, Discofox, …) zusammengedrängt auf engstem Raum auf uns eher verwirrend als erheiternd wirken. Ich hoffe, es ist kein Zeichen dafür, dass wir zu alt für solche Feierlichkeiten geworden sind    zwinker
Die Dresdner Innenstadt ist bei Abendstimmung unbeschreiblich schön, besonders wenn man einfach aus der lauten und turbulenten Ecke verschwindet und das Ganze mit etwas Abstand z.B. von der Brühlschen Terrasse aus beobachtet. Das fanden auch Besucher aus dem Stuttgardter Raum, die uns für unsere Wahlheimat sogar ein wenig beneideten – so deuten wir jedenfalls das Kompliment einer schwäbischen Familie, welche beim gemeinsamen Essen auf einer Biertischgarnitur unsere Stadt in den höchsten Tönen lobte. Es freut uns sehr, dass die sächsische Hauptstadt doch noch anders als nur als Pegida-Hochburg, einem großen braunen Flecken in Deutschland oder als Heimat von Brückenstreithanseln wahrgenommen wird.

Verglichen mit dem Stadtfest bereitet mir die Aussicht auf den kommenden Mittwoch mit unseren Mädels allerdings sehr viel mehr (Vor-)Freude. Mal sehen, was wir an dem Tag gemeinsam besuchen werden … die Planung liegt diesmal ganz in den Händen der Kinder    standard



2017 04.
Aug

Ich habe mich in Bezug auf meine Fotoprojektberichte wieder dermaßen „verschuldet“    zwinker    aber immerhin mache ich wenigstens brav meine Aufnahmen passend zum jeweiligen Monatsthema … nur mit Onlinestellen hapert es. Ich glaube aber, jetzt könnte ich endlich die nächsten Tage bzw. Wochen nach und nach Ergebnisse meiner Fotoprojekte der großen weiten Welt zeigen. Wir fangen mit dem Projekt an, welches ich mir für Mai vorgenommen und auch in dem Monat durchgeführt habe: Malerei.

Man kann seine Gedanken und Gefühle mit völlig unterschiedlichen Mitteln in Farbe zum Ausdruck bringen. Eine ganz klassische Version sind natürlich die guten alten, seit unserer Kindestagen bekannten, Buntstifte.

An und für sich hat man bereits in den jungen Jahren die meisten Maloptionen ausgetestet, meistens natürlich im Kindergarten und in der Schule. Denn wer von uns hat nicht wenigstens einmal im Leben mit Wasserfarben gemalt?

Ich muss allerdings gestehen, dass ich es nie vollbracht habe, solche zierlichen Gemälde zu erschaffen:

Straßenmalkreide kennen bestimmt auch alle von uns. Wer sie in verschiedenen Farben nach wie vor besitzt und dazu noch eine pfiffige Geschäftsidee hat, kann damit auch als Erwachsener den einen oder den anderen Cent dazu verdienen:

Hier forderte ein Straßenkünstler nämlich dazu auf, Geld auf eine der zahlreichen (und fast vollständigen) Länderflaggen zu legen. Ich gebe zu, von mir landeten Münzen natürlich sowohl auf der ukrainischen als auch auf der deutschen Flagge    lachen

Die moderne Variante des Malens ist da schon eher etwas für richtig Geübte unter uns, denn ich für meinen Teil wäre mit all den Dosen garantiert absolut überfordert    standard

Wer diese Kunst beherrscht, kann damit ganz neue, geheimnisvolle Welten erschaffen, wie man fast regelmäßig bei YouTube oder Fazzebuck zu sehen bekommt:

Oder so ein Sprayer kann schlicht und einfach die Leute um sich herum im Winter wie im Sommer zum Schmunzeln bringen:

Als Model eines Straßenkarrikaturisten sollte man sich grundsätzlich lieber auch nicht all zu ernst nehmen    zwinker

Keine Sorge, das bin nicht ich …    zwinker

Eigentlich kann jeder von uns malen. Aber viele von uns haben schlichtweg Bammel vor einem weißen Blatt Papier oder einer unberührten Leinwand …

Dabei muss man sich einfach nur trauen, einen ersten Pinselstrich zu wagen …

… und danach entwickelt sich das Bild nach und nach …

… und kann am Ende ein echtes Kunstwerk werden, welches man voller Stolz selber betrachten …

… oder im Rahmen einer Ausstellung auch allen anderen zeigt, die es sehen wollen:

Als Künstler baut man mitunter eine richtige Beziehung zum eigenhändig erschaffenen Bild auf:

Man bekommt im Schaffensprozess sehr wohl ziemlich dreckige Finger …

… aber dafür darf man auch unbesorgt mal ganz dick auftragen    zwinker

Aber selbst wenn der Zahn der Zeit an der Kraft der Farben nagt und man die Brillanz des ursprüngliches Bildes beim Betrachten eher erahnen als sehen kann, beflügeln die Bilder selbst nach Jahrhunderten noch unsere Fantasie und bringen uns zum Nachdenken:

Sie inspirieren uns unter Umständen dazu, selbst nach einer langen Pause vielleicht doch mal selber wieder einen Stift anzufassen und damit die eigene Kreativität nochmals auszuleben:

Ich wünsche jedem dabei ganz viel Spaß und Freude! Vielleicht darf ich das ein oder andere Bild aus eurer Hand irgendwann ja sogar mal als Teil einer Ausstellung sehen, wer weiß    standard



2017 30.
Jul

Mein armer Blog fühlt sich schon seit Wochen völlig vernachlässigt. Nun soll sich das wieder ändern und heute Abend wird er schon wie gewohnt mit schönen und interessanten Erlebnissen „gefüttert“. Nach drei Wochen Urlaub haben Carsten und ich in der Tat noch zwei Wochen gebraucht, um wieder auf unseren normalen Tagesablauf in allen Belangen zu kommen – deshalb leider die letzten Wochen diese große Stille hier.

Die drei Wochen Urlaub waren im positiven Sinne eine Wucht, denn wir haben jeden einzelnen Tag unglaublich viel erlebt und gesehen. Allein die Tatsache, dass wir in der Zeit ca. 6.500 km im Westen der USA zurückgelegt haben, spricht aus meiner Sicht für sich. Dabei haben wir nicht nur „vagabundiert“, sondern verbrachten zwischen den eintägigen Motelzwischenstopps auch bis zu je fünf ganze Tage in Los Angeles, Las Vegas und San Francisco    standard

Hier nun ein kleiner Abriss davon, was wir in den 23 Urlaubstagen, diesmal nicht nur zu zweit, sondern zusammen mit Ines und Torsten, auf uns einprasseln ließen    lachen

Gelandet sind wir in San Francisco und nach einer Nacht in Palo Alto bewegten wir uns gleich in zwei Etappen (Monterey & Morro Bay) möglichst viel auf dem Highway 1 gen Los Angeles. Unterwegs haben wir dabei durch Zufall eine riesige Seeelefantenkolonie entdeckt und jede Menge Zeit damit verbracht, diesen Tierchen bei ihrem Treiben zuzugucken – wir fanden sie einfach göttlich!

Bei der Motelübernachtung in Morro Bay haben den Abend getrennt verbracht, denn Ines und Torsten wollten dort am Strand bleiben, doch Carsten und mich zog es in die Umgebung zu einer großen Sanddüne. Dabei haben wir auch einen Strand angesteuert, wo man typisch amerikanisch    zwinker    mit dem eigenen Auto bis ans Wasser ranfahren durfte. Für uns beide war das eine Premiere und so zuckelten wir ganz gemütlich mit unserem Allrad-angetriebenen Monster-SUV Ford Expedition (5,5 m lang, 2 m breit, 2 m hoch, 2,7 t schwer, mit 370 PS unter der Haube, aber nur 182 km/h Höchstgeschwindigkeit (!) und einem Verbauch von fast 15 l auf 100 km) an der „Seashore“ entlang und schauten den Leuten am Strand zu, welche ihre Freizeit beim Spielen, Grillen und Quatschen verbrachten. Wir genossen das bezaubernde Farbenspiel am Abendhimmel und passend dazu flogen auch noch Pelikane nur wenige Dezimeter über das Wasser – unbezahlbar!

In Los Angeles angekommen, sonnten wir uns natürlich auch mal im Lichte von Glanz und Glamour Hollywoods:

Um noch mehr davon zu bekommen, statteten wir dem Universal Studios Freizeitpark einen ganztägigen Besuch ab:

Die Kärtchen, welche Ines und ich um unsere Hälse hängen haben, kostete mit ca. 80 Euro extra pro Person zwar eine gehörige Stange Geld, aber sie waren am Ende jeden Euro wert. Unter uns nannten wir sie „Schummelpass“ (offiziell „front line“), denn damit mussten wir uns bei allen Attraktionen nicht an den allgemeinen Schlangen anstellen, wo die Wartezeit mitunter bis zu einer Stunde angegeben war, sondern konnten einen VIP-Gang mit wesentlich kürzerer (oder gar keiner) Wartezeit nutzen. Damit haben wir es sogar geschafft, an nur einem ganzen Tag wirklich alles anzusehen, was uns interessiert hat. Natürlich konnte ich bei den Minions nicht einfach so vorbeigehen – ein gemeinsames Foto war ein Muss    zwinker

Während unseres Aufenthaltes in Los Angeles haben wir uns an mehreren Tagen auch die Stadt und die Umgebung angesehen und dabei durften Strände, wie z.B. Venice Beach und Santa Monica nicht fehlen – es war mit 30-40 Grad richtiges Strand- & Badewetter.

Irgendwie schon viel zu früh (man hat mal wieder nur an der Oberfläche der Stadt kratzen können) brachen wir wieder gen Osten auf, da das nächste große Ziel Las Vegas hieß. Unterwegs machten wir einen Übernachtungsstopp, um einen Tag in Joshua Tree Nationalpark verbringen zu können. Die namensgebenden Yuccas sind dort wirklich groß gewachsen!

Es gibt in diesem Park unter anderem auch eine ganz große Fläche, auf welcher sich der sogenannte „Teddy Bear Cactus“ ganz wohl fühlt. Sie sehen wirklich, wirklich kuschelig aus, aber irgendwie konnte ich mich nicht überwinden, sie so richtig innig zu knuddeln    zwinker

Am nächsten Tag, auf dem Weg in die Spielerstadt, lag die Geisterstadt Calico und bekam ebenfalls ein paar Stündchen Aufmerksamkeit.

Da wir uns nicht anständig benehmen konnten, landete Carsten bereits nach kurzer Zeit hinter Gittern:

Ich musste einen Mantel aus Holz anprobieren. Aber dieser hatte definitiv einen sehr maskulinen Schnitt: im Schulterbereich zu breit und im Beckenbereich zu schmal … zu groß war er ohnehim. Ich habe dankend abgelehnt    lachen

Und dann waren wir in Las Vegas – die Stadt, welche für uns beide bekanntlich eine sehr große Bedeutung hat. Natürlich haben wir auch einen Abstecher zu unserer damaligen Trauungskapelle gemacht und dort hat sich optisch rein gar nichts verändert    standard    nur wir sind merklich 11 Jahre älter geworden …

Es gab auch noch weitere Besuche von Orten, welche wir uns bereits im Februar 2006 angesehen haben, z.B. Valley of Fire:

Der Rundumblick von der Stratosphere war auch diesmal um die Zeit, wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und die Lichter der Stadt alle Straßen ausfüllen, einfach magisch.

Eine Sache hat sich allerdings in den ganzen Jahren nicht verändert: ein Kamerastativ mit hoch zu nehmen, auch wenn es im Gegensatz zum damaligen Dreibein diesmal sogar nur eines in Handtaschengröße war, wurde nicht zugelassen. Wogegen die Selfiestange von Torsten beim Sicherheitscheck gar kein Problem darstellte – diese Logik haben wir nicht verstanden.

Diesmal haben wir uns dort oben auf eine neue Erfahrung eingelassen und kauften auch gleich Tickets für das an der Spitze befindliche Fahrgeschäft namens Big Shot.
Fazit 1: man wird mit einer unvorstellbaren Wucht in den Himmel katapultiert
Fazit 2: wenn man gleich danach im freien Fall wieder zurückfällt, schwebt man einige Augenblicke, d.h. man spürt keinen Sitz unterm Pops … im Nachhinein ein echt cooles Gefühl, aber in dem besagten Moment des Erlebens mehr als beängstigend    zwinker

Ein weiterer Ausflug, welchen wir von Las Vegas aus auch um der Erinnern willens unternommen haben, führte uns zum Death Valley:

Diesmal haben wir sehr gut verstanden, woher der Name kommt, denn wir fühlten uns außerhalb unseres gut klimatisierten Autos wie Brötchen im Backofen – kein Wunder bei diesen Temperaturen!

Für uns Europäer: 126°F sind 52,2°C … in der Sonne zwar, aber auch im Schatten kletterte das Thermometer bis auf 50°C hoch!

Bloß gut, dass wir am Tag davor eingekauft und unsere auf dem gesamten Trip unentbehrliche, rote Kühlbox randvoll mit Wasserflaschen und Eis gefüllt haben:

Wie findet ihr übrigens unser Auto? Wir fanden seine Größe bei den zurückgelegten Strecken und der Menge unseres Gepäcks äußerst vorteilhaft!

Womit wir uns noch in Las Vegas Zeit vertrieben haben? So wie es sich in dieser Stadt gehört mit Show und im Casino    zwinker

Trotz dieses Wiederholungsbesuches gab es auch für uns ganz in der Nähe etwas Neues zu entdecken: den Red Rock Canyon. Vorteil: er ist näher zu Las Vegas als die anderen Naturschauspiele … Nachteil: aus diesem Grund tummeln sich dort bedeutend mehr Leute als im etwas entfernteren Valley of Fire.

Wir haben uns auf dieser Reise noch mehr Nationalparks vorgenommen und auch besucht:

Das ist im Zion Nationalpark. Dort haben Ines und Torsten sich für eine Wanderung entschieden, während wir mit dem Auto nur durchfuhren, natürlich nicht ohne etliche Fotostopps zu machen, um bis zum Bryce Canyon Nationalpark zu gelangen. Die Schönheit dieses Parks fand ich einfach umwerfend! Es war, als ob ich mitten in einem Fantasyroman wäre: märchenhaft, bezaubernd, unwirklich schön – das Foto gibt das leider nicht mal annähernd wieder. 

Aber ich konnte mich vor Ort an den bizarren Felsformationen einfach nicht sattsehen! Wir planten ursprünglich nur drei Stunden für den Scenic-Rundweg ein, sind am Ende aber fast die doppelte Zeit an den insgesamt 14, immer schön brav mit dem Auto zu erreichenden Aussichtsplattformen versackt.

Und am nächsten Tag brachen wir zur letzten Etappe (von Las Vegas nach San Francisco) auf und fuhren auf dem Weg nach Mammoth Lakes recht nah am Gelände der Area 51 vorbei … ein sehr besonderer Highway, mit einem sehr besonderen Namen und gelegentlich auch ohne sichtbare Straße auf dem Navi:

Das kleine, beschauliche Örtchen und an der Westküste sehr beliebte Skigebiet Mammoth Lakes liegt mit 170 Straßenkilometern nicht sehr weit vom eigentlich angepeilten Ziel Yosemite-Nationalpark entfernt und fiel so damals mit in den Streckenverlauf, da uns die Zimmerkosten im Yosemite bei der Planung doch viel zu hoch erschienen. Dieser Nationalpark hat mich sehr durch seine grünen Landschaften und auch durch die Tiere, welche wir gesehen haben, beeindruckt … von den riesigen Bergen, Tälern und Wasserfällen ganz zu schweigen    standard

Ganz am Anfang unseres Yosemite-Trips wurden wir von einer absolut idyllischen Szene überrascht:

Besser hätte es kein bayrischer oder österreichischer Kitschmaler auf seine Leinwand bringen können, oder nicht? Nur das Röhren fehlte …

Bezüglich Tierwelt haben wir von diesen kleinen, knuffigen Nagern im Endeffekt den ganzen Tag (und wenn man artverwandschaftlich Eichhörnchen/Squirrel und Streifenhörnchen/Chipmunks über einen Kamm schert, auch fast auf dem gesamten Trip) wesentlich mehr und öfters gesehen    zwinker

Nur eine Tiergattung ließ sich überhaupt nicht blicken, denn obwohl es in dem Park wohl um die 400 Schwarzbären geben sollte, kreuzte leider keiner von ihnen unseren Weg    weinen

Aber nun zurück zu den riesigen Bergen, tiefen Tälern und kristallklaren Wasserfällen – die sind immer da und haben sich im besten Lichte gezeigt    standard

Übrigens, trotz dass es überall schön sommerlich warm bzw. heiß war, gab es sowohl in Mammoth Lakes als auch im Yosemite einige Schneefelder. Ist doch selbstverständlich, dass es bei einem der Stopps zu einer Schneeballschlacht gekommen ist …    zwinker

Nach so viel Ruhe und unberührter Natur zog es uns wieder in die Hektik einer großen Stadt zurück –  es ging weiter nach San Francisco. Ich muss ganz ehrlich sagen, die Stadt fand ich weitaus schöner als Los Angeles. Allerdings ist SF auch ganz schön schräg drauf:

Da habe ich vorsichtshalber mal unser Auto festgehalten    zwinker

Dass wir auf dem Russenhügel/Russian Hill die steile Lombardstraße als Weg mit dem Auto nach unten und zu Fuß nach oben genutzt haben, versteht sich quasi von selbst    zwinker

Leider kann man dort nur sehr langsam herunterfahren, weil meistens recht viele Autofahrer genau die gleiche Erfahrung im Zick-Zack-Fahren machen möchten, wie unsereiner    zwinker

Ein anderes Wahrzeichen von San Francisco stand bei uns ebenfalls auf dem Programm: die Golden Gate Bridge. Wir sind über sie hin und zurück gefahren und auch hin und zurück gelaufen. Aus meiner Sicht ist das eine Brücke für die Autofahrer, denn als Fußgänger hat man dort nicht so viel Spaß, weil der vorbeirollende Verkehr extrem laut ist – die beiden Wege verlaufen ja dicht nebeneinander. Ich bin die 2,7 km in die eine und genau so viel in die andere Richtung quasi im Schweinsgalopp gelaufen, um schnell wieder von da runter zu kommen. Da finde ich die New Yorker Brooklyn Bridge als Fußgänger wesentlich angenehmer    standard

Aber auf einem Erinnerungsbild macht sie sich doch ganz gut    zwinker

Ein letztes Highlight dieser Reise für mich war der Besuch des Henry Cowell Redwoods Nationalparks, denn ich wollte unbedingt einmal im Leben die kalifornischen Mammutbäume mit eigenen Augen sehen. Ihre Größe hat nicht nur mich beeindruckt, auch mein Mann fühlte sich plötzlich dazu berufen, einen der Riesen zu umarmen    zwinker

Übrigens: rechts sieht man einen Zugang in den Baumstamm. Dort war eine Höhle mit überraschend viel Platz, so das man problemlos gerade stehen konnte und wenn nicht andere Besucher da gewesen wären, hätte man sich auch ganz bequem hinlegen können. Es schon mal Menschen vor langer Zeit, die darin übernachtet haben.

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich so stark gekürzt habe, aber es war so schon schwer genug, eine abgespeckte Fotoauswahl von 32 Stück aus insgesamt 9100 Bildern zu treffen – ich hätte bestimmt noch locker mehrere DinA4-Seiten füllen können. Vielleicht reicht die Zeit im Alltag ja mal wieder für einen Reisebericht, denn so einen haben wir schon lange nicht mehr zustande bekommen – leider.

Für diejenigen, die es interessiert, hier mal unsere gesamte Route im Überblick: mit dem Flieger Berlin-Tegel/Düsseldorf/San Francisco & Übernachtung in Palo Alto – Weiterfahrt nach Monterey (Aquarium, 17 Mile Drive & Highway 1) – Weiterfahrt nach Morro Bay (Highway 1, Strand & Dünen) – Weiterfahrt nach Los Angeles bzw. zur FeWo in San Pedro (Zwischenstopps an den Stränden von Santa Barbara & Malibu) – Universal Studios – LA-Stadtrundfahrt – Santa Monica & Venice Beach – San Pedro & Long Beach – Weiterfahrt zum Joshua Tree Nationalpark – Weiterfahrt nach Las Vegas (Zwischenstopp in Calico Ghost Town, Aussicht von der Stratosphere) – Red Rock Canyon & LV-Strip – Hoover Dam, Valley of Fire & LV-Freemont Street – Death Valley & LV-Strip – Rundgang durch die ganz großen und berühmten Themenhotels am Strip – Weiterfahrt zum Zion Nationalpark – Tagestour zum Bryce Canyon – Weiterfahrt nach Mammoth Lakes – Tagestour zum Yosemite Nationalpark – Weiterfahrt nach San Franscisco – SF-Stadtrundfahrt auf dem 49 Mile Scenic Drive – SF-Stadtrundgang inklusive Cable Car-Fahrt – Tagestour zum Redwood Park & Santa Cruz – Ausflüge zu einer San Andreas-Verwerfung & zur Aussicht Twin Peaks in SF – Rückflug San Francisco/Düsseldorf/Dresden … das sind drei Wochen voller Abenteuer und Entdeckungen in Kurzform.

Fazit dieses Trips –> wir haben in nur drei Wochen unsere Fußstapfen in vier US-Bundesstaaten zurückgelassen: Arizona, Utah, Nevada und die meisten sicherlich in Kalifornien. Ich muss zugeben, dass mich Letzteres mit seiner Vielseitigkeit enorm beeindruckt hat! Dort hat man Meer, Berge, Wüste, Städte, endlose Felder und und und … außerdem finde ich die kalifornische Flagge aus irgendeinem, mir sich nicht auf Anhieb erschließenden Grund, sehr ansprechend    zwinker

Ich denke, ich könnt ohne meine Hilfe einschätzen, warum sie mir so gut gefallen hat    zwinker



2017 23.
Jun

Während die Welt immer wieder aufs Neue über den Br-Exit diskutiert, trauten wir uns gegen die Strömung zu schwimmen und entschieden uns für ein Br-Entrance, wenn auch nur für die Länge eines Pfingstwochenendes. Ich war bis jetzt noch nie in Großbritannien und Carstens letzter Besuch dort war noch während seiner Schulzeit – aus dem Grund war London für uns beide immer noch bzw. wieder ein quasi unbekanntes Reiseziel    zwinker

Wir hatten einen exakt ausgearbeiteten Tourenplan für jeden Tag von Freitag bis Montag im Gepäck:

Dabei hatten wir glücklicherweise nicht so viel Gepäck dabei. Eigentlich nur das, was Carsten da auf dem Bild trägt plus meine Handtasche.

Weil das Einchecken in unserer Unterkunft erst nachmittags möglich war, fuhren wir im wahrsten Sinne des Wortes mit Sack und Pack hoch oben auf einem Big Bus durch die Stadt und verschafften uns zusammen mit einigen anderen Touristen einen ersten Überblick über diese Gegend. Ganz nebenbei lernten wir dabei die Besonderheiten des hiesigen Wetter am eigenen Leib kennen, denn erst war es schön warm und sonnig …

… und nur ein paar Stunden später war es ganz andersrum.

Da haben wir dann auch verstanden, warum man bei einer Big Bus-Tour in dieser Stadt nicht die kleinen Wasserflaschen wie in Dubai oder Abu Dhabi in die Hand gedrückt bekommt, sondern ein Regencape    lachen     oder wie wir OLCAs dazu sagen: Wurstpellen. Wie man auf dem Foto sieht, bieten das wohl nicht alle Reiseunternehmen an, denn die Touristen des Nachbarbusses  haben keinen Schutz vor dem plötzlich eingetretenen Wolkenbruch bekommen    zwinker

An den anderen Tagen unserer Reise lernten wir die Vor- und Nachteile der berühmten Londoner Tube kennen. Der Vorteil liegt auf der Hand: die Züge sind schnell durch den dichtesten Verkehr und kommen zudem in sehr kurzen Abständen. Nur die Wege bis zu den Zügen beanspruchen etwas Zeit und manchmal auch etwas Kraft    zwinker

Hier ist das blaue Schild wichtig –> 15 Stockwerke unter der Erde = 193 (Wendel-)Treppenstufen … wir sind leider der Menge hinterhergetrottet und haben dabei den Fahrstuhl „verpasst“:

Dank der hervorragenden Verbindungen der Subway konnten wir trotz unserer wenigen Tage in einer solchen Großstadt ganz viele unterschiedliche Ecken besuchen. Natürlich war ich als großer Sherlock Holmes Fan auch an der berühmten Adresse 221b Baker Street.

Ich durfte einen Blick in den benachbarten Andenkenladen werfen (Carsten musst wegen des Gepäcks leider draußen bleiben) und wurde dort ganz lieb von dieser jungen und bezaubernden Dame empfangen:

Im Laden selber musste ich mich wirklich ganz stark zusammenreißen, um nicht zu laut zu jubeln! Meine Familie weiß schon lange, dass es für mich nur bei sämtlichen Verfilmungen eigentlich nur eine einzige „richtige“ Sherlock Holmes-Verkörperung gibt – den aus meiner Kinderzeit, also der aus der sowjetischen Version. Ich wusste, dass die Briten die sowjetische Verkörperung dieses genialen Detektivs durch den Schauspieler Vassily Livanov sehr zu schätzen wissen, aber doch tatsächlich einen Beweis dafür direkt vor Ort zu finden, hat mich doch sehr gefreut    standard

Apropos Bücher- und Filmhelden. Natürlich musste ich auch diesen Bahnhof (ganz in der Nähe) unbedingt besuchen:

Ich wurde dort auf den Bären bezogen sehr schnell fündig und das sogar zweifach:

Ich glaube, man kann mir ansehen, dass ich sehr, sehr glücklich darüber bin    verliebt

Mit „Paddington“ verbinde ich aber noch eine weitere Geschichte und zwar von ihr geschrieben:

Aber zurück zu den guten Verbindungen der Londoner U-Bahn und wo sie uns ab dem zweiten Tag alles hingebracht hat. Zum London Eye hätten wir eigentlich gar nicht hinfahren müssen, denn wir konnten das Riesenrad gefühlt schon fast von unserem Hotel aus sehen. Aber das täuschte, denn im Zentrum ließ es sich so gut wie immer entdecken, so groß ist das.

Aber ohne U-Bahn zur größten hinduistischen Tempelanlage außerhalb von Indien zu kommen wäre sonst äußerst schwierig geworden. Der Zug verließ sogar für die letzten paar Stationen den Untergrund und fuhr oberirdisch weiter – so weit draußen liegt er. Und dann mussten wir noch eine gute Meile (ca. 1,6 km) von der Haltestelle durch die Straßen am Stadtrand laufen, wo man aber auch außergewöhnliche Einblicke in das britische Alltagsleben mitbekam: dieser Pohl in der Mitte versorgt sternförmig (gefühlt) alle Häuser dieser Straßenseite und die der gegenüberliegenden mit Telefonstrippen …

… und da wir am Ende so lange laufen mussten, fürchteten wir schon fast, dass wir irgendwo vom richtigen Weg abgekommen waren. Aber dann haben wir einen hellen Streifen die weißen Türmchen am Horizont entdecken können.

Die Anlage selber ist in der Tat enorm! BTW: Das ist nur ein Teil des Ganzen.

Es gibt keine Bilder von innen, weil die Sicherheitskontrolle fast schon strenger als auf einem Flughafen war. Sämtliches Gepäck, alle Rucksäcke und Taschen sowie die Fotoausrüstungen mussten zu Aufbewahrungsfächern gebracht werden. Daher müsst ihr es mir einfach glauben: der Abstecher ist auf jeden Fall sehr sehenswert! Wir durften sogar einer 30 minütigen Reinigungszeremonie zu Ehren des Gründers beiwohnen … nur Carsten bekam eigens für die heiligen Hallen und Zeremonien einen Klettverschlußsarong über seine kurzen Jeanshosen.

Natürlich war auch der Buckingham Palast absolut sehenswert. Hier begnügten wir uns nur mit der Außenansicht, dafür aber mit einer gerade stattfindenden, historischen Reiterparade samt Kanonenzug.

Dies ist definitiv meine absolute Lieblingsaussicht im St. James Park, wenn nicht sogar in ganz London. Diese Türme in der Ferne sehen wie eine unbekannte und geheimnisvolle Stadt am Ende einer langen Reise aus    *schwärm*

Aus der Nähe hat diese Skyline aber leider ihren Reiz gänzlich verloren …

Und ja, ich habe immer wieder mal einen Ruheplatz zum Sitzen gefunden, weil wir natürlich sehr viel zu Fuß gelaufen sind und ich trotz der guten Laufschuhe ab und an ganz schön pflastermüde wurde. Da hielt ich nach jedem Plätzchen zum Ausruhen Ausschau    standard

In solchen Schuhen – auch wenn da zuckersüße Teddys drangeheftet sind – würde ich garantiert nicht mal eine Stunde aushalten können    standard    bei mir reichen eben nicht mal Bären als Motivation für solche Absätze    lachen

Mit meinen Laufschuhen konnte ich dafür sehr lange unterwegs sein, da hat die Kraft sogar für ein paar Aufnahmen im Stehen ausgereicht    zwinker

Manchmal allerdings auch mit Anlehnen    zwinker

Und was wäre London ohne seine berühmten Brücken! Wir konnten sogar einen seltenen Moment erhaschen, als die Tower Bridge sich geöffnet hat, um ein Segelschiff durchzulassen.

Über die Millennium-Bridge konnten wir ebenfalls ohne Probleme laufen, dabei wurde sie doch im Harry-Potter-Film „HP und der Halbblutprinz“ eigentlich komplett zerstört.

Es gab aber leider auch Orte, wo man an der Menschlichkeit der Menschen zu zweifeln beginnt … auf der Westminster Bridge lagen noch frische Blumen an der Stelle, wo im März diesen Jahres ein Terroranschlag stattgefunden hat und Leute gestorben sind.

Noch erschreckender wurde es, als wir Sonntagfrüh beim Nachrichten schauen erfahren haben, dass diesmal auf der London Bridge ungefähr das gleiche Unglück nochmals passiert ist! In beiden Fällen ist ein Auto dazu genutzt worden, in eine Menschenmenge zu fahren und für Tod und Verletzungen zu gebrauchen. 

Erinnert ihr euch an den Tourenplan ganz am Anfang dieses Beitrags? Wenn Carsten meinen Wünschen nachgegeben hätte und nicht auf seinen Plan bestanden hätte, dann wären wir vielleicht mitten in diese Grausamkeit geraten. Ich wollte nämlich gern die Tagesplanung von Samstag und Sonntag tauschen und somit den Samstagabend im Borough Markt ausklingen lassen. Bloß gut, dass mein Mann sich immer etwas bei seinen Pläne denkt (hier spielten Ladenöffnungszeiten mit hinein) und wir deshalb von der Unglücksstelle relativ entfernt waren, obwohl wir zu der Anschlagszeit gerade von der Tagestour zurück kamen und nur ein paar Straßen entfernt waren, da unser Hotel ca. 10 min Fußweg weit weg davon liegt! Beim Einschlafen (gegen 23:00 Uhr) konnten wir uns noch nicht erklären, warum so viele Sirenen heulten und Hubschrauber über unsere Köpfen kreisten.

Natürlich waren am Sonntag jede Menge Reporter in der Stadt unterwegs:

Zum Glück ließ sich die Stadt trotz der bedrückten Stimmung nicht ihre Lebensfreude nehmen. So konnten wir doch noch unsere letzten zwei Tagestouren fortsetzen und unter anderem das quirlige Leben auf dem (Trödel-)Markt beobachten, welcher Carsten bereits zu seiner Jugendzeit besonders in Erinnerung blieb. Auch wenn es jetzt noch kommerzialisierter geworden ist (aus dem Trödel wurde u.a. Tinnef, Kitsch & Tand), hat er dennoch seinen Charme und Reiz behalten, auch wenn diese Außenansicht das nicht ganz wiedergeben kann. In den alten Stallungen streiften wir durch die engen und verwinkelten Gässchen und vergaßen dabei sogar Fotos zu machen …

Da wir diese Skulptur bei unserer Stadtrundfahrt gefühlt mindesten 20 mal gesehen haben, war es natürlich ein Muss, sie nun ebenfalls einmal zu Fuß zu besuchen – vor allem die Größe ist sehr imposant!

Ihr könnt uns getrost glauben, dass dieser inzwischen ganz schön lang gewordener Blogeintrag eigentlich nur einen Bruchteil unserer Erlebnisse und insbesondere unserer Bilder beinhaltet    lachen

Mein Fazit: Ich habe die dicken Löwenköpfe …

… die doch recht furchteinflössenden Drachen …

… die lange Geschichte dieser Stadt …

… die architektonischen Kontraste …

… und natürlich die immer sehr netten und liebenswürdigen Londoner, die wirklich verstehen, das Leben zu geniessen, …

…sehr in mein Herz geschlossen. Ich hoffe nun inständig, dass diese Stadt endlich mal zu Ruhe kommt und von weiteren Unglücksfällen (zu Pfingsten der Terroranschlag und letzte Woche der schreckliche Hochhausbrand) verschont bleibt. Denn sie hat nicht umsonst eine derartige Skulptur stehen:

Das scheint jedenfalls das Lebensmotto der Einwohner und Touristen zu sein: MEGA-THUMB-UP!



2017 19.
Jun

Durch den Feiertag Christi Himmelfahrt am Donnerstag und einen Brückentag am darauffolgenden Freitag hatten Carsten und ich ein superlanges Wochenende vor uns. Also haben wir diese Tage im Nachbarland Tschechien verbracht und schauten uns vom 24. (Mittwochmittags losgefahren) bis zum 28. Mai (Sonntagabends zurückgekommen) einige, für uns bislang noch unbekannte Gegenden in Böhmen an.

Unser erster Stopp war das Städtchen Gablonz oder wie es in der Sprache der Einheimischen richtig heißt: Jablonec nad Nisou. Die meisten von euch werden diese Stadt kaum kennen, aber für diejenigen, welche in den Zeiten des Waschauer Pakts auf der Suche nach Geschirr oder Schmuck aus böhmischem Glas waren, wussten, dass alles von einem Betrieb namens Jablonex kam. Und diese Exportfirma hatte eben ihren Sitz in Jablonec / Gablonz.

Deshalb war natürlich ein Muss für mich, dort das Museum für Glas und Bijouterie zu besuchen. Immerhin hängt dort auch die längste Halskette der Welt, welche auch einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde inne hat … aber wer will so etwas schon tragen ?     zwinker 

Das Museum ist aus historischer, aber auch aus reiner Mädchensicht sehr interessant. Wir haben sogar unter all den Devotionalien eine Möglichkeit für ein Spielgelselfie entdeckt    standard

Dieses Ausstellungsstück hat mir besonders gut gefallen, denn ich fühlte mich damit sehr verbunden. Zwar sind meine Gedanken nicht so blutrot, aber genau so verworren und chaotisch sind sie auf jeden Fall    zwinker

Für Touristen bietet die Stadt einen gut beschriebenen Rundgang an. Dieses Angebot haben wir dankbar angenommen und es nicht bereut. So konnten wir eben nicht nur die entspannt-verschlafenen Gässchen der Stadt kennenlernen, sondern sind auch einige Punkte mit etwas Geschichte abgelaufen und konnten nach einem relativ steilen Aufstieg vom Hügel diese Gegend in der Totalen bewundern.

Wir haben sogar, wie wir es genannt haben, Hobbit-Schloß entdeckt    zwinker    dies ist aber leider nicht im Rundgang erwähnt … warum nur ?     lachen 

Der Teufelsstein war aber schon als ein Punkt der Wanderroute gekennzeichnet:

Übrigens, die Neiße ist hier noch ganz klein und niedlich …

… dennoch reicht ihr Wasserfluß sogar für eine recht große Talsperre aus.

Ach ja, ganz nah an dieser Stelle befindet sich eben das oben erwähnte Verwaltungsgebäude der Firma Jablonex, wo sich jetzt unter anderem ein großer Werksverkauf für alle möglichen Waren aus böhmischem Glas befindet. Als Carsten zu dem Laden ging, wusste er noch nicht, was ihn so erwartet    zwinker

Natürlich bin ich aus diesem Blink-Blink-Geschäft (dieses Foto zeigt nur ein Fünftel der gesamten Verkaufsfläche) nicht mit leeren Händen herausgekommen    ;)

Auf unseren Reisen ist es so geregelt, dass ich kein Geld dabei habe und dass mein Mann dann eben immer alles bezahlen darf    lachen    am Ende waren es gerade mal 1662 Kronen … ca. 60 Euro. Ich habe mich nur auf ein wenig Schmuck beschränkt und keine Trinkgläser und Glasplatten gekauft. An der Stelle konnte ich mich gut zusammenreißen, denn da weiß selbst ich, dass es in unserem Smart nicht so viel Platz dafür gibt und wir ja noch ein paar Tage unterwegs waren    zwinker

Unser nächstes Ziel war Pilsen. Die Größe dieser Stadt hat uns etwas überrascht, aber eigentlich recht logisch, denn hier befindet sich eben nicht nur die weltbekannte Brauerei „Pilsner Urquell“ und die Skoda-Werke, sondern z.B. auch die in Europa zweitgrößte und weltweit viertgrößte Synagoge. Seht ihr auf diesem Bild zwei Türme mit roten Kuppeln? Relativ mittig, das ist sie.

Diese haben wir natürlich besucht. Carsten musste auf seine Kippa ganz schön aufpassen, denn sie war nur aufgelegt und drohte immer wieder abzurutschen. Ich hatte in meiner Reisetasche leider keine Haarklammern für ihn …

In der Stadt habe ich zwei alte Bekannte aus meiner Kinderzeiten entdeckt – Spejbl und Hurvinek    standard

Und bei diesem guten, alten Bekannten aus einem, weit über die tschechischen Grenzen hinaus berühmten Buch haben wir zu Abend gegessen    standard

Hier habe ich zum ersten Mal in meinem Leben sogenanntes „geschnittenes Bier“ probiert – eine Mischung aus Dunklem und Hellen. Der Geschmack hat mich positiv überrascht!

Da wir gern durch Kellergewölbe laufen, wollten wir natürlich auch an der vom Brauereimuseum angebotenen Führung durch die historischen Keller der Stadt teilnehmen. Zuerst gönnten wir uns aber ein kleines Frühstückchen auf dem Platz der Republik. Wie praktisch, dass man kein schattiges Plätzchen suchen musste, sondern sich ein einfach selber zusammenstellen konnte! Im Rahmen eines Kunstprojektes konnte man die Bäume in Einkaufswagen über den Platz schieben.

Es hat sich aber später herausgestellt, dass wir lieber hätten vorher die Tickets für die deutschsprachige Tour durch die Keller kaufen sollen, denn diese waren ratz-fatz ausverkauft – obwohl wir noch eine gute halbe Stunde warten mußten. In Deutsch werden diese Führungen nur zweimal am Tag angeboten, in Tschechisch dafür jede halbe Stunde. Da es eine Möglichkeit gab, einen Audioguide mit Erläuterungen in deutscher Sprache dazuzumieten und damit bei der tschechischsprachigen Führung mitzulaufen, griffen wir zu. Wir mussten allerdings ganz schön grinsten, als wir feststellten, dass bei der Gruppe aus 11 Touristen gerade mal 3 Leute, nämlich nur eine Familie, Tschechen und alles andere Deutsche mit dem Audioguide waren    lachen

Ich will aber nicht meckern – das, was wir dank unseres Audioguides gehört haben, war spitzenmäßig und man konnte sogar auf Wunsch die eine oder andere Legende noch dazu schalten – optimal für mich! Wir liefen knapp eine Stunde durch völlig unterschiedlichen Gänge und erfuhren nebenbei jede Menge über die Geschichte der Stadt – ich kann das wirklich jedem nur sehr empfehlen!

Heute nur noch touristisch wertvoll, waren diese kilometerlangen Stollen damals unentbehrlich und wurden u.a. für die Lagerung und vor allem Kühlung von Bier und anderen Lebensmitteln genutzt. Jede Nische muss damals wohl voller Leckereien gewesen sein …

In den Eintrittskarten war auch ein Bierchen für die volljährigen Teilnehmer in der benachbarten Wirtschaft inkludiert und das ließ ich mir natürlich nicht entgehen    standard    zum Glück trinkt Carsten ja kein Alkohol!

Einen Aufstieg auf den höchsten Kirchturm der Tschechischen Republik wollten wir uns selbstverständlich ebenfalls nicht entgehen lassen. Zwar konnte man nicht auf die Gesamthöhe des Turms der St.Bartholomäus-Kathedrale von 102,6 m aufsteigen, aber der Blick aus 60 m Höhe war auch schon nicht von schlechten Eltern    standard

Als wir hinabstiegen, mussten wir auf meinen Wunsch noch einmal um die Kathedrale laufen, weil ich auf der Suche nach einem ganz besonderen Engelchen war, an welchen man sich festhalten und sich etwas wünschen konnte. Was glaubt ihr, welcher von diesen Köpfen wird wohl die geheimen Wünsche erfüllen können    zwinker    ?

Im Großen und Ganzen fand ich Pilsen wirklich sehr schön    standard

Aber außerhalb der Innenstadt erkennt man doch recht gut den Arbeitercharakter. Deshalb war ich nun auf unsere nächste Station Krumau bzw. die als Český Krumlov bekannte Stadt sehr gespannt. Diese Innenstadt gehört nämlich zum UNESCO-Weltkulturerbe – das habt ihr wohl nicht gewusst, was? Keine Angst, wir auch nicht. Wir mussten es von einem CouchSurfer-Pärchen aus Sibirien (!) erfahren, die uns schon vor Jahren einen Besuch dieses Kleinods sehr ans Herz gelegt haben.
Merke: wir hören auf Empfehlungen und einen nett gemeinten Rat    lachen-xxl 

Wir haben das Kennenlernen dieser Stadt mit der Besichtigung des riesig angelegten Schlosses begonnen. Hier kann man dies im Ganzen (der hohe Turm samt Gebäudekomplex links) vom Aussichtspunkt auf der gegenüberliegenden Seite der Moldau sehen:

Der Blick vom Schloss auf die gegenüberliegende Seite sieht dann jedenfalls so aus:

Der spitze Kirchturm gehört zur St. Veit-Kirche – ebenfalls sehr sehenswert!

Übrigens, auf dem obigen Bild war ich im obersten, rechten Torbogen:

Der gesamte Gebäudekomplex ist einfach nur ein Traum – einen mehr als herzlichen Dank an Julia (damals 19) und Ivan (damals 18) aus Sibirien, denen wir im August 2015 unsere schöne Stadt Dresden zeigen konnten und mit denen ich bis heute noch in sporadischem Kontakt stehe. Sie sind damals von Krumau zu uns ins Sachsenländle getrampt und wurden dabei doch glatt von der deutschen Polizei direkt an der Autobahn aufgegriffen … aber das ist eine andere Geschichte.

Auf der Moldau werden jede Menge Floss- und Bootsfahrten angeboten, doch so sehr wir auch wollten, wir haben diesmal wegen der Kürze unseres Besuchs darauf verzichtet, obwohl das ganz gewiss bestimmt ein richtig schönes Erlebnis ist.

Hier musste sich Carsten von seinen heißgeliebten Schuhen trennen, denn es war damit wahrlich nicht mehr angenehm, auf den Pflastersteinen der Altstadt zu laufen    zwinker    aber sie hatten ja schon einige Kilometer (u.a. auch Wien) hinter sich.

Zum Glück hatten wir noch ein anderes Paar seiner ich-kann-da-so-einfach-hineinschlüpfen-Deichmann-Treter mit. So musste mein Mann seine Zehen nicht so präsentieren wie das Fussmodell dieser Sitzgelegenheit    lachen

Ansonsten muss ich bestätigen, dass diese Stadt ihren UNESCO-Titel zurecht trägt – ein wahrlich schönes Touristenparadies! Wenn bloß nicht so viele anderen Touristen in der Stadt wären    zwinker

Nächster Tag, nächster Stopp. Allerdings nur ein kleiner Zwischenstopp, aber immerhin erneut ein UNESCO-Titelträger. Es geht um ein authentisches, böhmisches Dorf namens Holašovice, im Deutschen als Hollschowitz bekannt.

Das Dorf ist in der Tat sehr, sehr malerisch … und sowas von klein und niedlich! Eine Häuserreihe links, eine Häuserreihe rechts und in der Mitte ein Dorfplatz mit einem Teich – das war’s.

So haben im Mittelalter wohl ganz viele Dörfer ausgesehen, allerdings bezweifle ich ganz stark, dass damals auch alles so adrett ausgeschaut hat    zwinker

Das Adjektiv „adrett“ passt als Beschreibung leider nicht zu unserem letzten Ziel dieser Rundreise – Budweis, auch bekannt als České Budějovice ist da schon eher ein Kind der Industrialisierung. Gern wollten wir der Einladung der Tschechischen Tourismusorganisation folgen und die Stadt genauer kennenlernen, aber es gelang uns eher mäßig. Aber der Reihe nach    lachen

Bei der Einfahrt in die Stadt konnten wir schon einen Punkt meiner Besichtigungsliste abhaken, denn die Koh-I-Noor-Fabrik wollte ich aus den gleichen Gründen sehen, wie Jablonex in Gablonz. Was in den alten Bundesländern „Faber-Kastell“, war in den Ländern des sozialistischen Lagers das „Koh-I-Noor“. Man war einfach stolz, Blei- oder Buntstifte dieser Firma zu besitzen! Da war es für mich sozusagen ein Muss, diese heilige Stätte der Profi- und Hobbymaler (ich zähle aber eher zu den Ausmalern) zu besuchen    lachen

Ich wusste, dass es keinen direkten Fabrikverkauf gibt, deshalb wollte ich gern in dem dazugehörigen Laden in der Stadt ein wenig shoppen. Könnt ihr euch mein Gesicht vorstellen, als ich an dem Tag um ca. 14:30 Uhr vor der geschlossenen Tür dieses Ladens stand?!

Er macht am Samstag nämlich schon um 12:00 Uhr zu und bleibt dann bis Montag 8:30 Uhr geschlossen … ich muss allerdings erklärend hinzufügen, dass man in Tschechien im Gegensatz zu Deutschland sonst sehr wohl am Wochenende, einschließlich des Sonntags, einkaufen gehen kann.

Dann die nächste Enttäuschung: Auf dem Premysl- Ottokar-II.-Platz gab es ein Volksfest .. ergo, alles, was man sehen und fotografieren wollte, war mit diversen üblichen Buden und Bühnen verdeckt.

Auf einer der Bühnen tobte eine Band (anders kann man es nicht bezeichnen), welche wohl der Meinung war, dass laut zu spielen absolut ausreicht und melodisch zu spielen völlig überbewertet wird. Ich glaube, der Samson vom gleichnamigen Brunnen wäre am liebsten auch schnellstens von seinem Platz verschwunden, als er die krächzend gebrüllten Lieder, im Original von Bob Marley und Simply Red, hörte …

Wir wollten die Stadt noch von der Spitze des Schwarzen Turms besichtigen, um einen mehr oder weniger ungestörten Blick auf bzw. über die Stadt zu haben …

… aber diese hübsche Tür zum Aufstieg war „aus technischen Gründen“ verschlossen – Mist!!!

Wir flüchteten vor dem Lärm in die benachbarte St. Nicolaus Kirche, um wenigstens etwas Stille zu genießen, aber es gelang uns jedoch nur bedingt, denn man hörte immer noch zu viel von Draußen bis ins sakrale Gewölbe.

Ich hoffe insgeheim, dass der Sänger Mikrofonquäler nach 22 Uhr unwissentlich über diesen Irrstein auf dem Marktplatz schritt und deshalb bis zu Morgengrauen nicht mehr nach Hause gefunden hat! Der Legende nach soll dieser Stein eben genau diese Wirkung haben    lachen

Da es im Stadtzentrum nun nichts mehr gab, was uns noch hier halten würde, gingen wir zur Kirche Mariä Opferung. Für einen kleinen Obolus konnten wir nicht nur die Kirche besichtigen …

… sondern auch die Stille im Kreuzgang und im kleinen Garten genießen – das war echt schön!

Natürlich haben wir nach dem Hinausgehen den legendären Wasserspeierfrosch an der Wand dieser Kirche gesucht. Es heißt nämlich, wenn dieser Frosch irgendwann das Dach erreichen sollte, wird die Welt untergehen – sieht noch nicht so aus, dass unsere Generation sich Sorgen machen sollte     zunge-rechts 

In dem Salzhaus in der Nähe dieser Kirche hat man ein Motorradmuseum untergebracht, aber wir vergnügten uns lediglich mit der Außenansicht.

Budweis spiel übrigens ebenfalls eine Rolle im weltbekannten Buch „Der brave Soldat Schwejk“ von Jaroslav Hasek. Mit Sicherheit, weil der Schriftsteller selber in dieser Kaserne eine Zeit lang als Freiwilliger untergebracht war.

Summa sumarum konnten wir mehr oder weniger einiges von dem sehen, was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben, einschließlich der hiesigen Humanoiden von Michal Trpak:

Zum Abschluss des Tages beschlossen wir, uns an die Ufer von Moldau und Maltsch, die hier zusammenkommen, zurückzuziehen und das alles, was wir in den vergangenen Tagen so erlebt haben, Revue passieren zu lassen.

Wir haben ja definitiv enorm viel gesehen und mussten das Ganze nun erst einmal verarbeiten. Auch wenn die Menge der Fotos und die Länge des Blogeintrags es nicht vermuten lassen, aber hier ist ja nur ein Bruchteil davon beschrieben und gezeigt worden    standard    aus diesem Grund verzogen wir uns auch schon recht früh in unser Hotel und am Tag drauf fuhren wir bereits vormittags zurück nach Hause gen Dresden.

Nachdem wir letztes Jahr schon Einiges aus dem tschechischen Leben sehen und erleben durften, plus die Erfahrungen dieses Jahres, lassen wir uns jetzt erst einmal eine kleine Pause für weitere Erkundungen dieses Landes. Vielleicht sind wir aber bald doch schon wieder zu wandern dort, denn die Böhmische Schweiz ist ein wirklich wunderschönes Fleckchen Erde – wer weiß    lachen-xxl



2017 15.
Jun

Wie ihr schon sicher gemerkt habt, hat die Anzahl und die Regelmäßigkeit meiner Blogeinträge in den letzten Wochen ziemlich nachgelassen. Der Grund dafür waren einige Kurzreisen, welche wir auf ein normales und zwei verlängerte, aber alle aufeinander folgende Wochenenden gelegt haben.

Unser erstes Reiseziel war vom 19. bis 21. Mai die Hauptstadt von Österreich. Ich war zwar schon einmal da, aber nur auf Dienstreise und das bereits vor knapp 20 Jahren. Diesmal wollten wir Wien richtig kennenlernen und dafür habe ich mir sogar extra Schuhe mit einer wolkenweichen Sohle gekauft. Ich muss gestehen, dass sich diese Investition wirklich sehr gelohnt hat.

Wir waren gut vorbereitet (dreimal dürft ihr raten, wer die meiste Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt hat    standard    nein, ich war es nicht) und Carsten hat sogar einen Audioreiseführer vom ADAC als MP3 herunterladen können, sodass wir interessante Geschichten über diverse Sehenswürdigkeiten dieser Stadt zu zweit, auf einer Bank sitzend und mit Knopf im Ohr lauschen konnten.

Übrigens, Bänke gab es überall in der Stadt und in jedem Park und davon wirklich jede Menge! Ich fand das echt super! Selbstverständlich gönnten wir uns ein paar richtig leckere Sachen und frühstückten unter anderem direkt im Cafe Sacher, um mit einer Sacher-Torte unsere Ernährung kurzzeitig auf „zuckerhaltig-ungesund“ umzustellen … wenn schon, dann wenigstens mit einem Original    lachen

Wir haben ein Stück zusammen gegessen, denn die Torte ist zwar megalecker, aber auch ganz schön mächtig …

Zum Schnitzelessen haben wir natürlich auch etwas ganz Feines aufgesucht und landeten ohne Reservierung beim Figlmüller. Wir mussten ein wenig auf unseren Sitzplatz warten, aber dieser kleine Aufschub war perfekt im Eingangsbereich platziert und wir bekamen einen niedlichen 2er-Tisch direkt an der Bar und am Fenster. Das Warten aufs Essen hat sich ebenfalls mehr als gelohnt:

Was wir ansonsten gemacht haben? Wir haben immer auf die Warnschilder wie diese geachtet, weil es schon recht windig war:

Außerdem haben wir unseren Mist immer wie vorgeschrieben entsorgt und das, ohne das Misttelefon benutzen zu müssen    standard

Natürlich haben wir auch jede Menge bekannte Sehenswürdigkeiten angeschaut, denn davon hat Wien wirklich allerhand im Angebot. Hier nur ein paar davon, denn ich kann hier unmöglich unsere gesamte Fotoausbeute von 800+ Bildern unterbringen    zwinker

Uns hat z.B. die Karlskirche sehr gut gefallen:

Darin durften wir sogar bis unters Dach steigen und das Innere der Kirche sehen, wie es sonst nur die Deckenmaler sehen können:

Ich fand das alles wirklich sehr beeindruckend!

Ich wollte auch unbedingt das Hundertwasserhaus mit meinen eigenen Augen sehen – wenn wir schon mal da sind:

Dabei habe ich festgestellt, dass bei den Internetbildern dieses Hauses ganz schön kräftig an der Farbsättigung gedreht wurde … oder das Haus hatte früher tatsächlich eine sehr viel kräftigere Farbe an der Fassade gehabt. Sehr interessant war es, in einem Cafe am Haus einen Film über Herrn Hundertwasser und seine Philosophie in Bezug auf dieses Bauwerk zu erfahren. Dieser ist wirklich sehr empfehlenswert und der Kaffee schmeckte dort auch gut    standard

Es ist bei Weitem nicht das Einzige, was es von diesem Künstler in der Stadt zu sehen gibt:

Natürlich waren wir auch im Prater und konnten aufgrund des Preises jeder Versuchung, mit dem einen oder anderen Fahrgeschäft mitzufahren, grade noch so widerstehen    ;)

Alleine eine 30 minütige Fahrt mit dem durch den Film „Der dritte Mann“ bekannten Riesenrad hätte 10 Euro pro Person gekostet. Nee, das war es uns wirklich nicht wert.

Selbstverständlich schauten wir uns in der österreichischen Hauptstadt auch die wunderschön angelegten Parkanlagen mit dazugehörigen Palais an. Zuerst waren wir in Belvedere:

Dort ist von vorn bis hinten alles ganz ganz toll und hübsch:

Das Schloß Schönbrunn hielt auch mühelos das ein, was sein Name versprach – es war dort schön an sich und dazu gab es auch noch schöne Brunnen    standard

Leider waren wir dort gerade dann da, als die Vorbereitungen für das Sommernachtskonzert auf Hochtouren liefen und aus dem Grund einige Wege, Parkabschnitte und auch Brunnen abgesperrt und nicht zugänglich waren.

Auf dem Hügel steht übrigens die Kleine Gloriette. Wir sind natürlich auch dort gewesen und haben den wunderbaren Ausblick auf den Park und das Schloß von der Anhöhe sehr genossen    standard

Da ich immer wieder großen Wert auf Denkmale der Sowjetischen Armee überall in Europa lege, haben wir auch ein solches in Wien besucht. Hier heißt es übrigens Heldendenkmal der Roten Armee:

Eine weitere Begegnung mit Erinnerungen an diverse kämpferische Auseinandersetzungen der Menschheit entdeckten wir relativ zufällig erst aus der Ferne und dann aus der Nähe:

Das Motto des Heeresgeschichtlichen Museums stimmt mit meiner persönlichen Meinung absolut überein:

Leider war unsere Zeit für den Besuch der Ausstellungsräume zu knapp, deshalb schauten wir nur die Ausstellungsstücke an, welche frei zugänglich im Hof standen.

Es gab bereits in diesem offenen Pavillon jede Menge zu besichtigen…

Was mir in Wien außerdem sehr gut gefiel, waren völlig unterschiedliche und nicht unbedingt klassische Kunstobjekte, wie zum Beispiel das Fat House von Erwin Wurm:

In seinem Eingang fühlte ich mich plötzlich so schlank und rank wie sonst sehr selten    zwinker

Übrigens, insgeheim hoffe ich immer noch, dass wir beim Projekt Pi von Ken Lum auch unseren kleinen Beitrag leisten konnten, indem wir diese Kennziffer durch unsere Anwesenheit in Wien beeinflussten    zwinker

Nach unserem sehr ausgefüllten und lauffreudigen Wochenende in dieser bezaubernden Stadt sind wir von ihr wirklich sehr angetan. Natürlich haben die Einheimischen auch sehr viel dazu beigetragen, dass wir Wien so in unser Herz geschlossen haben. Alle waren unglaublich freundlich, nett und immer für einen kleinen Schmunzler zu haben. Und ich bin immer noch in die Kellner dieser Stadt unsterblich verliebt – so eine Professionalität mit Leichtigkeit und mit sehr gutem Sinn für Humor – unbezahlbar! Aber auch von ihnen mussten wir uns an jenem Sonntag trennen, denn besonders die schönen und die interessanten Tage vergehen wie im Fluge.

Wir wussten aber, dass es erst nur ein Auftakt für die weiteren Wochenendausflüge war. In der Woche darauf ging es für uns nach Tschechien und danach nach London – aber diese Geschichten sind einen Extraeintrag wert    zwinker



2017 23.
Mai

Jetzt, wo die Tage endlich länger, heller und etwas wärmer geworden sind, zieht es uns, wie wohl auch die meisten Mitmenschen, ins Freie. Man ist wieder gern unterwegs, die Augen bekommen etwas anderes zu sehen, als nur die üblichen vier Wände zu Hause und die auf Arbeit. Hiermit möchte ich nun ein paar Eindrücke unserer Ausflüge der letzten Tage teilen.

Das frische Grün erfreut nicht nur unsere Sehorgane, sondern auch die Seele … da macht ein Spaziergang in netter Gruppe doppelt so viel Spaß:

Wir haben uns aber auch auf anspruchsvollere und ziemlich schweißtreibende Wege eingelassen:

Und wenn man die Wilde Hölle dann endlich überstanden hat, fühlt man sich zu Recht wie ein Sieger    zwinker

Ich weiß übrigens nicht, ob euch aufgefallen ist, dass mein Mann einen Rucksack vor seinem Bauch trägt, aber lasst euch sagen, er hat auf dem Rücken noch einen zweiten hängen. Mein lieber Mann war bei den Kletterphasen so hilfsbereit, denn er hat mir meine Last im wahrsten Sinne des Wortes von den Schultern genommen, damit ich leichter durch die Hölle kommen kann    verliebt

Die Sächsische Schweiz ist zu jeder Jahreszeit magisch und bezaubernd. Es ist egal, wie oft man schon dort war, von solchen Landschaften hat man doch irgendwie nie genug, oder?

Und wenn man unterwegs anhielt, um kurz zu verschnaufen, entdeckte man überall Schönes, gleich ob in der Sächsischen Schweiz …

… oder in der Lommatzscher Pflege.

Bei unserem Ausflug durch die Lommatzscher Pflege blieben wir übrigens so gut wie nie unbeobachtet    zwinker    manchmal folgten uns die Blicke ganz offensichtlich …

… manchmal aus einem sicheren Versteck heraus:

Immerhin konnten wir nicht nur Trampelpfade und Wanderwege für uns entdecken, sondern auch das:

Wenigstens kein Highway to Hell    zwinker

Ich verrate euch noch ein kleines Geheimnis    zwinker    ich persönlich finde, dass bei jeder Wanderung die schöne Pause schon fast das Wichtigste ist    zwinker

Denn erst nach einer entspannten Pause findet man wieder Kraft, neue Wege zu gehen und neue Gipfel zu erklimmen, nicht wahr?    zwinker



2017 17.
Apr

Es hat lange gedauert, aber nun lässt sich endlich der Frühling an einigen Tagen auch in unserer Gegend samt Begleitung von Sonne und Wärme blicken. Noch hat er sich zwar nicht für einen dauerhaften Aufenthalt entschieden, aber wir lassen uns nicht durch seine Unentschlossenheit entmutigen und genießen einfach all das, was man nach einem langen Winter vermisst hat.

Zum Beispiel einen Wandertag als Familie (so passiert am 2.4.):

Hier haben wir schon wieder gut zu lachen, denn der lange und mit Steigungen gespickte Weg zu den Schrammsteinen liegt bereits hinter uns.

So haben wir den recht steilen Auf- und Abstieg absolut unfallfrei gemeistert    lachen

Die Wärme eines schönen Freitagnachmittags (es war der 31.3.) lockte Julia, Randy, Carsten und mich auch zu einem Treffen bei unserem Haus- und Hofdönermann und danach beschlossen wir ganz spontan, dass sich dazu perfekt eine Portion Eis bei „Willy Vanilli“ als Nachtisch anbietet. Damit noch nicht genug, gönnten wir uns anschließend sogar noch einen gemütlichen Schwatz im nicht weit entfernten Biergarten „El Horst“ – mal ehrlich, so fängt ein Wochenende doch wirklich toll an, oder nicht ?    standard

An einem anderen schönen Sonntag (9.4.) war unser Tagesprogramm ziemlich stark auf gutes Essen in noch besserer Gesellschaft ausgerichtet    standard    und wer uns kennt, weiss, dass wir beides stets sehr gut zu schätzen wissen    zwinker

Vormittags gab es leckeres und wirklich gesundes Frühstück bei Dana …

… und weil wir ganz schlecht im Schnorren sind, haben wir natürlich ein paar Beiträge aus der russischen Küche beigesteuert: eine kalte Gemüsesuppe namens Okroschka (die Schüssel mit milchig-weißem Inhalt in der Mitte), einen traditionellen Schichtsalat mit Hering (hinten neben der Kaffeekanne), eine 1 Liter-Packung Birkensaft (leider nicht auf dem Tisch) und eingelegte Patissons (die gelben, kleinen Kürbisse hinter der Käseplatte). Ihre Dinkelvollkornbrötchen (ganz vorne rechts) mit Walnüssen passten jedenfalls perfekt dazu! Und erst recht die zahlreichen selbstgemachten Aufstriche in den vielen kleinen Glasdöschen! Wir hatten nach dem Essen kugelrunde Bäuche, aber wenigstens ein reines Gewissen, weil man sich immerhin recht gesund ernährt hat    lachen

Nachmittags genossen wir die Sonne im Garten von Ines und Torsten. Wie man sehen kann, ist deren Katze Lisa besonders gut im Genießen:

Sie wusste immer ganz genau, wo sie gerade am besten ihre Streicheleinheiten abholen konnte    zwinker

Ich für meinen Teil freue mich außerdem enorm darüber, jeden Tag das Erwachen der Natur zu entdecken. Ist es nicht faszinierend, zu sehen, wie die alten, schwarzen und knorrigen Äste frische, glänzende Blätter bekommen?

Auch über die Bienen und andere Summ-Tierchen, welche schön eifrig bei der Arbeit sind,  freue ich mich sehr!

Da man bei dem Wetter wieder äußerst gerne seine gemütliche Wohnung verlässt, kann man auch einiges Neues entdecken. So haben Andrea, Carsten und ich gestern mehr oder weniger zufällig entdeckt, dass es in Dresden einen Edward-Snowden-Platz gibt … wenn auch nur inoffiziell:

Wir waren übrigens zu dem hinter dem Straßenschild beworbenen Cafe „Eivissa“ beim Osterbrunch:

Das Essen war wirklich klasse, nur organisatorisch lief dort leider noch nicht alles rund. Wir wollen aber Nachsicht üben, denn es war für die Mitarbeiter dieses Cafés wohl das allererste des bald regelmäßig stattfindenden Brunchens. Hoffen wir, dass sie künftig das Buffet schon vor dem Eintreffen der Gäste aufbauen und dass die Zuordnung der Kellner zu den Tischen klarer definiert wird. Vielleicht probieren wir es nochmals mit einem weiteren Brunch irgendwann in der Sommerzeit, denn diesmal war an das Sitzen unter Sonnenschirmen auf der Terrasse aufgrund von viel zu klein geratenen Temperaturen und immer wiederkehrenden Regengüssen leider nicht zu denken …

Der Nachmittag, welchen wir in einer anderen, für uns ebenfalls neuen Lokalität verbracht haben, war zwar schon um einiges sonniger, aber auch im Café „Milchmädchen“ blieben wir dennoch lieber drinnen, denn wir wissen ja, dass man im April nicht auf beständiges Wetter bauen kann    zwinker

Die selbstgemachten Kuchen dort waren wirklich oberlecker und sehr zu empfehlen!

Sie passen perfekt zu meinem ersten Eiskaffee dieses Jahres    standard    na, wer erkennt darin auch einen Osterhasen?

Dass es am Ende eine Milchmädchenrechnung (so stand es original auf der Quittung!) gab, versteht sich ja von selbst    standard

Wir haben dieses Jahr alles in allem ein eher gemütliches Osterfest gefeiert und eine sehr schöne, entspannte und lustige Zeit sowohl zu zweit als auch in Gesellschaft von Andrea und Karl verbracht, z.B. mit einem Spieleabend. Zum Zuge gekommen sind Halt mal kurz, das gute alte „Mensch ärgere dich nicht“ und Potato Man – es gab bei jedem Spiel wirklich sehr viel zu lachen    lachen

Ansonsten haben Carsten und ich unsere viertägige, dienstfreie Zeit dazu genutzt, einiges vom Tisch zu bekommen, was schon viel zu lange darauf gewartet hat, endlich erledigt zu werden. Ich habe mir außerdem nach einer langen Pause wieder mal richtig viel Lesezeit verordnet – das tut immer wieder so gut!

Nun seid ihr an der Reihe, mir zu berichten, was ihr an den schönen Frühlingstagen und zu Ostern erlebt habt    zwinker



2017 30.
Mrz

Ich schätze, jeder von uns träumt gelegentlich davon, dass ihm die Welt zu Füßen liegt. Ich gehöre natürlich auch dazu. Und im Februar habe ich verstärkt auf das geachtet, was in der Regel völlig unverdient zu wenig von unserer Aufmerksamkeit abbekommt.

Nun kann ich euch zeigen, was ich alles gesehen habe    zwinker

Natürlich lag im Februar in Dresden noch Schnee, aber das Gras bemühte sich bereits,  ganz  vorsichtig die ersten Halmnasen nach Draußen zu bewegen.

Da, wo der Schnee schon geschmolzen war, konnte man in den Pfützen noch nackte Baumkronen sehen.  Und mich beim Knipsen auch  zwinker

Einen Koffer am Bahnhof abstellen und besitzergreifend die Füße drauf zu legen – eines der schönsten Vorurlaubsgefühle!

Auf der kapverdischen Insel Boa Vista, wo wir eine Woche unseren 11. Hochzeitstag verbrachten,  gab es natürlich weitere, spannende Erfahrungen für meine Füße. Auf einem mit Lavagestein bedecktem Boden läuft man besser mit Schuhen, aber nicht mit den dicken, schweren und warm gefütterten Winterstiefeln, sondern eher mit leichten Stoffschühchen – da hatten dann auch meine „Tragflächen“ sofort ihre Urlaubsgefühle!

Bunte Steinmosaiken auf dem Hotelgelände – da stellt man sich nur vorsichtig am Rand, um das mandalaartige Muster auf sich wirken zu lassen.

Schuhe aus Ozeanwellen – sanft, weich, aber leider nur für sehr kurze Zeit zu haben.

Wann habt ihr eigentlich beim letzten mal den Boden des Pools in eurem Feriendomizil genauer angesehen? Ich glaube, ich habe das zum ersten Mal richtig bewusst getan    lachen

Aber der helle, feine und weiche Sand und die sanft den Wellenbewegungen folgenden Meerespflanzen in Strandnähe sind doch etwas schöner anzusehen    zwinker

Ein wackeliger Hochstand auf einer Sanddüne: Die Welt ist irgendwo da unten und ein paar Sandkörnchen verhinderten das komplette Öffnen der Linse – zum Glück war das ein einmaliger Aussetzer dieser Art!

Unberührten Wüstensand unter den Fußsohlen zu spüren – unbezahlbar!

Zurück in Dresden ging ich weiterhin mit auf dem Boden gehefteten Blick    standard    es war mitunter gar nicht leicht, sich für eine Richtung zu entscheiden    zwinker

Wenn man einen Weg eingeschlagen hat, war dieser so gut wie nie gerade    standard

Klar, es gab auch andere Wege, sogar bis zum Horizont und noch viel weiter. Man musste diese allerdings mit anderen Transportmitteln als meine Schusters Rappen in Angriff nehmen    zwinker

Gelegentlich ging es zu Fuß mal hoch hinauf …

… und danach war ein Abstieg nicht mehr zu vermeiden.

Nicht immer war ein Blick auf die Umwelt zu meinen Füßen ein Grund zur Freude    traurig

Glücklicherweise fand ich immer wieder etwas, was mich hoffnungsfroh uns fröhlich gestimmt hat, denn der Frühling schickte bereits seine ersten Boten in die sächsische Hauptstadt, um seine baldige Ankunft zu verkünden.

Somit war mein Monatsprojekt aus meiner Sicht letzten Endes eine wirklich runde Sache    zwinker

Wer möchte, kann sich übrigens jederzeit gern dazugesellen, denn auch wenn die Welt zu meinen Füßen liegt, bedeutet das nicht, dass ich diese nicht mit meinen Freunden teilen mag    verliebt