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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 03.
Dez

Da geht man gestern ahnungslos durch Potsdam und schon ist man auf zahlreichen Nachrichtenportalen zu finden, wie z.B. hier bei STERN:

Stephanies unverkennbarer Haarschopf rechts, direkt daneben Andrea mit ihrem neuen Rucksack in türkis, Carsten zwischen den beiden im langen Mantel und ich mit weißer Bärenmütze ganz links.

Hier der „Beweis“, daß wir das auf dem Foto wirklich sind:

Aber wir haben nix mit dem Bombenaufreger zu tun, stimmt’s Andrea ?

So schnell landet man als unbescholtene Bürger auf „Verbrechensfotos“    zwinker

Dabei sind wir doch ganz Liebe und wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit und einen ruhigen 1. Advent gehabt zu haben … Prost !!!



2017 23.
Okt

Mannomann, wir sind schon seit einer guten Woche zurück zu Hause und ich habe euch noch gar nicht von unserem Kurzurlaub im Norden der Niederlande berichtet! Ich versuche das jetzt mal nachzuholen, um wenigstens ein paar Einblicke in unsere sportlich sehr aktive aber ansonsten auch sehr entspannte Woche in Friesland und Noord-Holland zu gewähren    standard

Für unseren Sander-Mobil war das der erste große Ausflug in die Ferne und dazu gab es noch die Premiere mit dem neuen Fahrradträger obendrauf. Hat Carsten beim allerersten Aufbauversuch vor der Abreise noch recht lange gebraucht, wurde er jeden Tag immer routinierter im Auf- und Abbau unserer Drahteselchen und der Anhängerkupplungserweiterung.

Ich muss gestehen, unsere Neuanschaffung gefiel mir mit jedem Tag immer mehr. Und endlich habe ich mich auch getraut, ein wenig selber mit dem Wagen zu fahren:

Ich habe mich gefreut, dass ich trotz einer zweijährigen Pause das Fahren mit einem Schaltwagen nicht vollends verlernt habe. Allerdings hat unser Sander-Mobil im Vergleich zu meinen damaligen KIAs und dem SMART jetzt noch ein paar technische Extras, die ich bislang nicht kannte oder gar genutzt habe. So muss ich mich nun z.B. mit einem Tempomat anfreunden, der hier gepaart mit einer Radarabtastung zum Vordermann beim Fahren auf der Autobahn oder Landstraße nicht mal Füße auf den Pedalen für Gas (Tempomat) und Bremse (Abstandsradar) benötigt. Das ist ein ganz seltsames Gefühl! Jetzt bremst das Auto nämlich automatisch ab, sobald sich der vorgesehene Abstand zum vorderen Wagen verringert und beschleunigt selbstständig nach meinem Ausscheren bzw. Blinkersetzen … so kann man hunderte von Kilometern zurücklegen, ohne dass das rechte Bein fürs Fahren genutzt werden muss. Ich bin da aber noch sehr misstrauisch, ob solche Automatismen immer tadellos funktionieren und fühle mich dementsprechend unsicher. Wir werden sehen, ob sich daran noch etwas ändern wird    standard

Tja, und was haben wir denn sonst noch so in Niederlanden gemacht? Wir haben eine große Stadt besucht und sehr viele kleine Städtchen und Dörfer. Im Amsterdam, die oben erwähnte Großstadt, meldeten wir uns zu einer dreistündigen, kostenlosen Stadtführung in englischer Sprache bei New Europe Tours an und wurden nicht eine Minute enttäuscht!

Das Wetter war genau so, wie man es von den Niederlanden im Spätherbst erwarten hätte – es hat immer wieder ein wenig geregnet. Die Führung von Kendra (gebürtig aus den USA) führte uns zu bekannten und weniger bekannten Orten, dazu haben wir einiges über die Mentalität und das Leben der Amsterdamer und anderer Niederländer aus ihrer Auswanderersicht erfahren. Auf diesem Foto ist sie auf der rechten Seite zu sehen:

Ihr Englisch war natürlich perfekt, aber das war kein Wunder, denn ursprünglich stammt sie aus Alaska, lebt allerdings schon anderthalb Jahrzehnte in Amsterdam. Außerdem hatte sie auf nahezu jede Frage eine plausible Antwort und größtenteils auch lustige Anekdoten. Es machte jedenfalls sehr viel Spaß mit ihr!

Die oben erwähnten, kleineren Städtchen haben wir auf eigene Faust angesehen. Zum Beispiel war ich von diesem Wappentier der Stadt Hoorn sehr angetan:

Dass diese Stadt noch keine Pilgerstätte für die zahlreichen Einhornfans der Moderne geworden ist, hat mich allerdings echt gewundert    zwinker

Über eine andere Stadt habe ich aus russischen Reisegruppen in sozialen Netzwerken erfahren – Giethoorn. Dort wird sie nämlich überschwänglich als eine Oase der Ruhe und Entspannung bzw. als Venedig des Nordens beschrieben. Wir würden aus unserer Nähe zum Spreewald eher den Vergleich mit der dortigen Haus-Wasser-Boot-Situation ziehen. Allerdings hat uns das etwas entferntere, von chinesischen und russischen Touristen kaum besuchte und somit recht von Einkaufsgelegenheiten befreie Dorf Dwarsgracht noch mehr gefallen:

Im Fischerdorf Urk haben wir ganz schnell entdeckt, woher dieses Dorf seinen Namen hat. Schließlich hat man den Namensgeber Orca unübersehbar am Hafen als Wasserspiel bzw. Springbrunnen verewigt:

Die größte Düne von Niederlanden sollte natürlich ebenfalls von uns erkundet werden    standard    sie liegt im weiten und autofreien Gelände der Schoorlser Dünen.

Allerdings haben wir es wohl irgendwie verpasst, den absolut höchsten Punkt von 54 m zu besteigen, doch unsere höchste Erhebung lag, wenn man der Karte glauben kann, auch schon bei bei 51 m. Ich finde, das reicht dicke    zwinker

Die Wege zwischen Schoorl, der rauschenden Nordseeküste und der diversen Dünenwellen führte uns neben vielen Sandformationen auch durch herbstliche Mischwaldabschnitte … und diese waren im weichen Licht der Herbstsonne märchenhaft schön!

Auf den Rat unserer B&B-Vermieterin Yvonne hin haben wir auch einen ganztägigen Ausflug auf die Insel Texel unternommen – das war eine hervorragende Empfehlung! Zumal wir an diesem Tag vom schönsten Spätsommerwetter mit blauem Himmel verwöhnt wurden:

In dieser Umgebung schmecken dann auch Pfannkuchen a.k.a. Pannekoeken noch besser als sonst    zwinker

Natürlich mussten in unserer Urlaubswoche auch so manche Fischbrötchen die sächsisch geprägten Gaumen verwöhnen – vor Ort schmeckt Matjes noch unvergleichlicher und unbeschreiblicher gut!

Die Niederländer im Ganzen, die Holländer und die Friesen im Speziellen sind natürlich auch besonders berühmt für leckeren Käse, der uns ebenfalls überall begegnete und superlecker geschmeckt hat. Dann gab es davon auch noch sooooo viele Varianten und man konnte in einem Laden in Giethoorn sogar fast von JEDER kosten!

Von jeder Sorte ein Stück zu kaufen, wäre zu viel des Guten gewesen, aber einige Geschmacksrichtungen (z.B. Spargel und Waldpilze) haben wir aus dem Laden gegen eine Zahlung befreien können    zwinker
Dass die Einheimischen ihren Käse zweifelsohne lieben und ehren, beweist wohl am besten diese Tafel:

Natürlich haben wir nicht nur gegessen! Unsere Drahtesel kamen auch ganz gut ins Schwitzen … naja, um ehrlich zu sein, es waren eher wir zwei, die beim eifrigen Pedalentreten geschwitzt haben    zwinker
Besonders hart war für mich, immer wieder lange Strecken gegen den Wind bzw. die steife Briese zu strampeln … und wenn dann sogar noch ein Aufstieg dazu kam! Aber ich habe dennoch alle Hindernisse überwunden und bin jetzt sogar ziemlich stolz auf meine Leistung. Wir haben insgesamt drei Radtouren gemacht: eine mit 72 km, eine mit 42 km und eine mit 47 km. Wobei das die Werte sind, welche auf den ausgedruckten Radkarten und Tourenübersichten standen. Da wir beim ersten Ausflug zwei Mal die Hinweisschilder übersehen haben und deshalb etwas zurückfahren mussten, sind am Ende wohl eher 75 km geworden. Bei unserem letzten Ausflug sollte man ein Stück mit einer Fähre von einem Hinweisschild zum anderen kommen … diese fuhr allerdings nicht mehr und wir konnten klingeln wie wir wollten, obwohl sie laut Aushang eigentlich noch drei Tagen zu funktionieren gehabt hätte. So hat sich diese Route dann auch im Nu um weitere 5 km verlängert.  Aber dennoch hat es uns definitiv immer sehr viel Spaß gemacht    standard

Besonders die dortigen Radwege habe ich als richtig angenehm zum Fahren empfunden!

Wenn unsereiner nicht gerade gegen den Wind ankämpfte, während die schlauen Einheimischen völlig gechillt mit ihren e-Bikes an einem vorbeizogen, konnte man überall postkartenreife Landschaften genießen. So wie dieser hier zum Beispiel:

Außerdem gab es überall so viele Schafe!!!

Was jeden Ausflug natürlich enorm aufwertete, waren selbstverständlich die Pausen. Ob nun mit einem kleinen Imbiss verbunden …

… oder einfach nur, um auf einer der zahlreichen Banken zu sitzen, die Beine auszustrecken und völlig entspannt die Schönheit der Polderlandschaften zu genießen:

Summa sumarum war das trotz der körperlichen Anstrengung eine wunderbare Erholungswoche für die Seele – die Gegend kann ich echt nur empfehlen! Ach übrigens, es sind in diesem Urlaub fünf weitere „Füße-im-Wasser„-Bilder entstanden – viel Spaß beim Entdecken!



2017 01.
Okt

Die vergangenen zwei Wochen waren voll des Lebens, so dass sich mein virtuelles Tagebuch ganz bestimmt vergessen und vernachlässigt fühlte. Ich hoffe aber, dass sowohl mein Blog als auch meine Leserschaft ein wenig Nachsehen mit mir haben werden, wenn sie all das gelesen haben, was ich euch jetzt erzählen möchte.

Eine zentrale Rolle in meiner Freizeitgestaltung hat zweifelsohne mein Mann schon allein durch die Tatsache, dass er Geburtstag hatte, bekommen. Ja, auch wenn die Ehemänner junger sind als ihre Frauen, werden sie dennoch von Jahr zu Jahr älter    zwinker
Dieses Jahr hat er ein besonders großes Geschenk bekommen, allerdings durfte er das auch selber bezahlen    zwinker    wir haben uns nämlich für ein neues Auto entschieden, weil jedes Mal, wenn wir als Familie etwas unternehmen wollten, es zu einer richtig spannenden und logistischen Herausforderung wurde, dass alle Familienmitglieder zum gleichen Zeitpunkt am vereinbarten Ort ankommen, obwohl wir manchmal sogar vom gleichen Ort aus starteten … im SMART gibt es eben nur zwei Sitze. Nun haben wir einen Suzuki Vitara in unsere Familie mit aufgenommen.

Und punktgenau an Carstens Geburtstag durften wir es aus dem Autohaus abholen … und das sogar mit meinem alten KIA-Nummernschild, welches ich von 2011 bis 2014 durch Dresden und das Umland gefahren habe. Eigentlich wollten wir so gerne wieder ein Cabrio haben, nur eben als Familienauto. Aber leider sind solche mittlerweile weit oberhalb des Betrags angesiedelt, welchen wir ausgeben wollten. Beim jetzigen Sandermobil (natürlich stilecht mit einem „S“ auf dem Lenkrad) haben wir beim Fahren immerhin ein Schiebedach für die Frischluftzufuhr    standard

Nachdem wir also nach der Arbeit den Wagen abgeholt haben, sind wir damit natürlich auch schön in die Dresdner Innenstadt gefahren, um in der Münzgasse im „Steakhouse Alte Münze“ lecker zu essen. Wir konnten sogar draußen sitzen, denn es war warm und der für den Abend angekündigte Regen blieb aus.

Damit war das Feiern für Carsten aber noch nicht zu Ende. Seinen Geburtstag hatte er am Montag und am Sonntag verabredete sich unsere ganze Familie in Chemnitz zu einem Wiedersehen und Feiern. Stephanie kam nach dem Wählen in Potsdam kurz vorher zu uns nach Dresden, wir sackten unterwegs noch Andreas Freund ein und schon bald standen wir gegen Mittag vor der Tür unserer Großen. In ihrer Wohnung galt aber zunächst die ganze Aufmerksamkeit ihrer neuen Mitbewohnerin Neda – einem Teddyhamstermädchen.

Noch ist sie ein wenig scheu, deshalb kann man auf dem Foto nur ein kleines bisschen von ihr sehen, aber ihr könnt mir aufs Wort glauben, sie ist eine wirklich Süße! Allerdings war ich ob ihrer Größe überrascht, denn sie ist um einiges größer als Stephanies Mr. Schnuffel … ist eben eine andere Rasse. Zusammen sind wir dann zu unserem Lieblingsrestaurant in Chemnitz gefahren, wo Andrea bereits vorsorglich einen Tisch für ein Geburtstagskind plus vier Mitesser bestellte. Da war dann nicht nur der Tisch feierlich dekoriert, sondern für den besondern Gast gab es auch einen passenden Kopfschmuck und extra liebevoll eingerichteten Nachtisch auf Kosten des Hauses:

Das (wieder selbst bezahlte) Geburtstagsfestessen meiner Orangenhälfte sah so aus:

Die Portionen der anderen Familienmitglieder waren nur unwesentlich kleiner, daher lag es auf der Hand, dass uns allen ein Verdauungsspaziergang um den hiesigen Schloßteich gut tun würde. Um Enten bei Paddeln, Schnattern und Fressen zuzuschauen und dabei viel Spaß zu haben, ist man wohl nie zu alt    zwinker

Das Schloß in Chemnitz sieht jetzt im Herbst echt romantisch aus, findet ihr nicht auch?

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass wir dieses Jahr bislang sehr viel Glück mit den schönen Herbsttagen hatten – ich kann mich an der täglich verändernden Laubfärbung einfach nicht satt sehen!

Aber zurück zum Essen. Eine Woche vor dem Besuch in Chemnitz waren wir bei Dana zum Frühstück eingeladen – da gab es wesentlich gesündere, aber nicht minder leckere Kost    standard

Besonders toll finde ich, dass es keine enorm aufwändigen Rezepte sind, denn das Gros geht recht schnell zuzubereiten – ich bin jedes Mal sehr beeindruckt. Gerade heute habe ich mal ein Kürbisbrot nach ihrem Rezept gebacken – so lecker! Inzwischen ist wesentlich weniger davon übrig als auf dem nach dem ersten Schnitt gemachten Foto    zwinker

Irgendwann werde ich mir auch mal Danas Lieblinge, diese Dinkelvollkornbrötchen, vornehmen, denn bei ihr haben sie unbeschreiblich gut geschmeckt    standard

Aber auch wenn es so scheint, wir haben in den letzten Tagen nicht nur gegessen, sondern uns auch sportlich betätigt. Zum einen waren Carsten und ich ein Teil des Mitarbeiterteams, welches sich nach der Arbeit zusammengefunden hat, um die Regeln des Raftings auf der Wildwasseranlage in Markkleeberg kennen zu lernen. Wir waren von der dortigen Organisation der Abläufe sehr beeindruckt – es war alles so perfekt! Alleine vom Angucken hat z.B. ein Angestellter höchst professionell die Größen der Neoprenanzüge bestimmt und auch die Zeiten fürs Umziehen, Anziehen, Sammeln und Einweisen konnten passender nicht sein. Nur beim ersten Blick auf die Anlage schoss mir ein zweifelnder Gedanke durch den Kopf: „Was hast du dir dabei gedacht!? Das überlebst du nie!“

Da sowohl die Ausrüstung als auch die Kommandos, welche die Mitarbeiter des Kanuparks an andere Teams gegeben haben und die Tatsache, dass  bereits vor uns so viele andere Menschen auf dem Wasser in den Gummibooten unterwegs waren und es anscheinend schadlos und glücklich überlebten, gab mir am Ende doch noch das Gefühl, ich werde das schon irgendwie schaffen    standard

Die fast 45 minütige Einweisung und Trockenübung auf dem Rasen beinhaltete alles, was man dann im reißenden Wasser so benötigen würde: Was ist zu tun, wenn man selber im Wasser landet, wie ziehe ich meinen im Wasser treibenden Mitinsassen ins Boot und natürlich die wichtigsten Kommandos, wie z.B. „Vorwärts!“, „Rückwärts!“, „Pause!“, „Achtung“ und andere, wurden witzig korrekt eingetrichtert. Und diese Vorbereitung auf alle Eventualitäten war echt gut, denn das Team unseres Boots hat sich zwar gegen ein geplantes Kentern geeinigt, wurde aber dann kurz vor dem Ende doch noch durch eine ungünstige Konstellation an einer Stelle das „Opfer“ eines ungeplanten Kenterns. Die anfängliche Theorie der Anweisung saß dann so gut, dass wir das unerwartete Baden in den Stromschnellen souverän und ohne Blessuren überstanden haben    standard    diese Erfahrung hätte mir aber trotzdem auch gerne erspart bleiben können. Da hat mir das Fahren mit Bug voraus, mit Heck voraus, kreiselnd und auch kreuz & quer sehr viel besser gefallen. Selbst die vermeintlich kleinen Katarakte hatten es mitunter ganz schön in sich und man wurde zum Teil ganz schön durcheinandergewirbelt – trocken bleib man dabei auf keinen Fall!

Am Ende dieser aufregenden Fahrt wurden wir alle noch mit einem märchenhaften Sonnenuntergang belohnt:

Wesentlich weniger Aufregung brachte da eine Fahrt mit dem Segway, doch der Spaß kommt auch hier nicht zu kurz. Das war diesmal ein ganz uneigennütziges Geschenk an Anna    ;o)    denn Carsten und ich haben das ja bereits mal im Sommer ausprobiert und für ganz cool befunden. Da Anna mal in einem Nebensatz ihr Interesse daran verkündete, bekam sie kurzerhand einen Gutschein für einen gemeinsamen Ausritt mit mir    standard
Auch diesmal haben wir uns vertrauensvoll an S&V Mobility gewandt und hatten erneut ein ganz besonders schönes Erlebnis – ich auf dem motorisierten Zweirad und Carsten mit dem mittels Pedal angetriebenen. Zuerst gab es für Anna und mich eine Anweisung und Übungen auf dem Parcours im Fun-Park …

… aber danach ließ man uns auch wieder auf dem Elbradweg auf die Menschheit los. Carsten ist allerdings diesmal nur als Fotograf dabei gewesen und er düste um uns herum, um jede Menge Bilder von der Beschenkten, der Nutznießerin und dem Verantwortlichen zu machen. Dabei entstanden dann auch solche Actionfotos mit Dynamik:

Die Tour hieß nicht umsonst Canaletto-Blick, denn diesen hatten wir tatsächlich auf unserer Route und fügten uns ganz harmonisch mit unseren modernen, fahrbaren Untersätzen in die historische Landschaft Dresdens ein    standard

Ich für meinen Teil fand auch diesmal das Fahren auf dem Elbradweg bedeutend schöner und entspannter als die Übungen auf dem Parcour. Meine slawische Seele verlangt eben in allen Lebenslagen nach unendlichen Weiten und der Fun-Park ist eben doch nur ein eingegrenztes Gelände    zwinker
Danke nochmals an Martin Moh von S&V Mobility für diesen tollen Nachmittag. Ich mag seine Art, den Anfängern die Angst zu nehmen, sehr und bewundere seine eigene Leichtigkeit beim Fahren – das will man dann natürlich auch selbst erlernen!

Nach dem Ausritt am Elbufer kehrten wir mit Anna noch für ein Stündchen beim Dresdener City-Beach zum Sitzen und zum Schwatzen ein. Da quasi schon die Nachsaison war, konnten wir aufgrund des fehlenden Andrangs die sonst so sehr begehrten Schaukelplätze für uns erobern    standard

So, nun glaubt ihr mir bestimmt aufs Wort, dass ich dadurch kaum noch Zeit gefunden habe, mich zum Schreiben von Blogeinträgen hinzusetzen? Dabei habe ich schon auf die ausführliche Beschreibung und das Zeigen von Foto weiterer Freizeitaktivitäten, wie z.B. dem Einstieg der Lesebühne Phrase4 in die neue Saison, bei welchem ich natürlich mit dabei war, einem Treffen mit Julia und Grit zum Schwatzen und Fotografieren für mein Monatsprojekt, gleich mehreren Schnatterstunden und einem Besuch in der Salzgrotte mit der georgischen Patientin Tamara und einer Igeltour durch Trachenberge, verzichtet. Und nebenbei unterrichtete ich noch jeden Donnerstag ganz fleißig Russisch an der VHS, sodass ich mir jetzt zwei Wochen Ferien redlich verdient habe    standard

Mal sehen, ob der Oktober genau so viel Schönes und Spannendes zu bieten hat wie sein Vorgänger    zwinker



2017 13.
Sep

Hallo, hier ist wieder euer Urlaubär Heini ! Puh, es war ganz schön harte Arbeit, die Bilder, welche von meiner Erobärung Amerikas bärichten sollen, auszusuchen. Amerika ist nämlich riesengroß und da gab es eben auch sehr, sehr viel  zu entdecken und zu erobärn! Ich musste mich außerdem wirklich sehr anstrengen, denn ich sollte nebenbei weiterhin das Herz von Ines erobärn – und all das in nur 3 Wochen. Es war obäranstrengend … abär gleichzeitig auch obärschön … und für mich auch sehr lehrreich.

Das wichtigste war natürlich Ines. Mit ihr habe ich endlich sehr viel Zeit verbringen können. Sogar so viel wie noch nie. Wir konnten an manchen Tagen ganz entspannt am Strand spazieren gehen …

… und sie hat mir bei diesen Ausflügen vieles gezeigt und erklärt:

Dann sind wir mit unserem gaaaaaanz großen Auto …

… auch mal in die Bärge gefahren:

Dort war es abär auch einmal mit 50 Grad Celsius ganz dolle heiß!

Sich für ein Foto auf die nackten Steine zu setzten, ging nur für eine ganz kurze Zeit, denn sonst hätte ich am Pops sehr dunkles Fell bekommen:

Mein Pops hat abär auch ganz andere Abenteuer auf sich nehmen müssen. Wir haben unterwegs schöne, kuschelige Teddykakteen entdeckt und ich wollte wissen, ob sie wirklich so weich sind, wie sie aussehen:

Leider nicht … glaubt mir, das weiche Aussehen kann sehr täuschen, denn als ich von diesem Busch herunterkam, sah mein Hinterteil so aus:

Beim Absteigen bin ich auch kurz mit meiner Nase drangekommen:

Ich werde keinen Kaktussen Kakteen mehr vertrauen, egal wie sie aussehen! Übärhaupt wird der Name Teddy in Amerika sehr oft für irgendwelche gar nicht bärige Dinge verwendet:

Ansonsten spielen Bären in Amerika und speziell in Kalifornien schon eine große Rolle. Man glaubt offensichtlich sogar dran, dass wir für den Honig zuständig sind    zwinker

Wenn das die Bienen wüssten! Und Coca-Cola wirbt auch gern mit Bärengesichtern und -tatzen, da musste ich meine Visage und die Tatzen natürlich genau so herhalten:

Und sie haben echt schöne Flaschen, mit den man bär die Dame seines Herzens zu einem glücklichen Lächeln bringen kann:

Dazu habe ich Ines noch dieses Büchlen gezeigt, um anzudeuten, was ich gerne mit ihr machen möchte …

… und schon hatten wir auch ein Bier-Candle-Light-Dinner zusammen    standard

Bloss gut, dass wir uns während der Reise schon durch so einige Bierchen durchgetestet hatten und somit gut „trainiert“ waren    zwinker

Nach dem Bierchen bei Kerzenlicht gab es auch noch einen Abendspaziergang – sowas ist sehr rrrromantisch, sag ich euch!

Da kommen einem kleinen Bären schon ganz andere Wunschbilder in den Kopf …

… naja, abär es kam alles ein wenig anders als gedacht … die Bierchen kosteten ein schönes Sümmchen und ich war irgendwann einfach blank. Meine Eltern um Geld anzubetteln, kam nicht in Frage. Also habe ich es mal am Ted(dy)automaten mit Glücksspiel versucht:

Leider wollte das Gerät aber immer nur, dass ich irgendeinen Bill „inserte“ … mein Name ist abär Heini – das Spiel habe ich am Ende wohl irgendwie falsch verstanden:

Jedenfalls wurde ich ganz hochnotpeinlich aus dem Casino hinausgeführt, denn noch bin ich keine 21 Jahre und durfte ja gar nicht spielen …

… und dann hat man die Leute auch noch übärall vor mir gewarnt *peinlich*

Da hatte ich ihn direkt vor mir, den großen braunen Haufen …

… abär ish wollte nicht so leicht aufgeben und beschloss, dass ich mal in mich gehen sollte und um mein Inneres kümmern müsste:

Danach war ich auf der Suche nach einem passenden Ort für ein Versteck, damit man mich trotz der 5000 Dollar Belohnung nicht findet. Manche Rückzugsorte waren aber etwas zu klein geraten …

… und andere waren kaum zu erreichen, so weit oben lagen sie:

Vor Wut und Scham wäre ich am liebsten 850 m tief in die Erde gekrochen, abär selbst in dieser tiefgelegenen Gegend gab es keinen passenden Ort für mich:

Dort habe ich abär einen ganz schlauen Schamanenbär getroffen, der sich mal meine Sorgen angehört hat. Ein Glück, dass die Bärensprache auf der ganzen Welt die gleiche ist, sonst hätten wir womöglich noch so ein Verständigungsproblem wie es die Menschen haben! Ihr erinnert euch sicherlich noch gut an die peinliche Situation von Paddington ? Ab der 20. Sekunde …

Er sagte, ich sollte mir von anderen Bären in Amerika die schönen Seiten in mir zeigen lassen. Mit diesem Gedanken machte ich mich auf den Weg, andere Bären zu befragen. Ich suchte im Tal des Todes …

… in der Sandwüste …

… an der Küste …

… in den Bärgen …

… habe so manche Staatsgrenze übärquert …

… und schwebte in Lebensgefahr übär ganz gefährlichen, sehr tiefen Abgründen.

Erst als ich wieder grüne Gegenden erreichte,  bin ich innerlich zur Ruhe gekommen:

Dort habe ich tatsächlich die Bären getroffen, die mich einfach mal so in ihre Mitte aufgenommen haben:

Ab da ging es mit mir wieder aufwärts und das Leben zeigte sich erneut von ihrer süßen Seite    standard

Bei dieser Aussicht wurde mir bewusst, dass ich so ganz nebenbei ganz viel in Amerika entdeckt und mit meinem Herzen auch erobärt habe. Danach warf ich einen letzten Blick auf die berühmte Brücke, welche zwar Golden Gate heißt, abär in Wirklichkeit ganz rot mit Wolken obendrauf ist …

… und dachte, dass es nun an der Zeit ist, wieder nach Hause zurückzukehren, und den Freunden meine Erobärungen zu zeigen und übär meine Erfahrungen zu bärichten. Was ich hiermit nun ja auch getan habe.

Euer Heini, der Reisebär



2017 29.
Aug

Dieses Thema ist eigentlich kaum in all seinen Facetten zu erfassen, denn ob wir Steine wahrnehmen oder nicht, man hat beim genauen Betrachten das Gefühl, unsere gesamte Umgebung besteht aus ihnen.

Wir sind fasziniert von Steinen, ganz gleich ob sie klein und bunt sind …

… oder riesengroß und im majestätischen Grau gehalten wie der Half Dome in Yosemite Nationalpark …

… ob durch die ununterbrochene Bewegung im fließenden Wasser glatt geschliffen …

… oder in der Trockenheit der heißen Wüstenluft zu großen und schroffen Steinhaufen geformt:

Steine und Felsen gaben Menschen schon seit unfassbar langer Zeit Schutz vor Unwettern und Feinden. Aus einer Höhle heraus kann man die Umgebung immer noch ganz gut im Blick behalten, ohne selber aufzufallen:

Wenn die Gedanken in Stein gemeißelt sind, dann überleben sie einige Generationen und liefern die Botschaften selbst an die Kindeskinder der Kindeskinder. Schade nur, dass man diese mit dem fehlenden Code nicht mehr richtig entziffern kann:

Wir nutzen Steine, um unsere Wege zu bauen:

Natürlich bauen wir damit auch seit unzähligen Jahrhunderten unsere Häuser:

Menschen sind aber nicht die Einzigen, welche Steine als einen sicheren Ort zum Leben betrachten. Das wissen auch wesentlich einfachere Lebewesen dieser Erde, wie z.B. Muscheln:

Wenn man sich ein wenig mit den Steinen dieser Erde befasst, kann man von ihnen doch jede Menge lernen. Steine halten einander, solange sie selber die Kraft dafür haben:

Steine bewegen uns, unsere Blicke nach oben zu richten und nach Höherem zu streben:

Auch wenn die Steine auf den ersten Blick nicht zueinander passen, kann man sie mit einer ruhigen Hand selbst zu einem gut ausbalancierten Turm aufeinanderschichten:

Sie bieten uns den besten Durchblick auf die schönen Stellen unseres Planeten:

Sie erinnern uns daran, dass diese Welt nicht eintönig ist, sondern viele Farben zu bieten hat. Und auch daran, dass wir im Vergleich zu den Bergen und Felsen doch nur ganz kleine Geschöpfe sind (könnt ihr meinen Mann auf diesem Bild erkennen?):

Trotz der sprichwörtlichen Härte geben Steine auch mal genug nach, damit Bäume auf ihnen überleben können:

Und wir geben gern einzelnen Felsen aufgrund ihrer Form einprägsame und wiedererkennbare Namen, so heißt z.B. dieser Berg im Zion Nationalpark „Checkerboard / Schachbrett“:

Diese Steinformation im Valley of Fire heißt ganz zutreffend „Elephant Rock / Elefantenfelsen“:

Und woran erinnert euch diese Felsenform, welche wir in Joshua Tree National Park gefunden haben?

Wenn ihr an einen Schädel (Skull Rock) gedacht habt, liegt ihr richtig    standard

Auch wenn die Steine für sich allein nicht mehr riesengroß wirken, unterschätzt man diese schnell, denn schaut mal hierher: Der rote Punkt ist ein Auto auf einer Straße, welche wie ein schmaler Strich die steinige Landschaft durchquert:

Meine persönliche Lieblings(stein)formation, welche ich bei diesem Projekt entdeckte, ist die vollkommen märchenhafte Landschaft im Bryce Canyon. Dabei ist dies nur ein kleiner Ausschnitt von jenem Naturschauspiel, aber ich hoffe, es kann euch genau so verzaubern, wie es bei mir der Fall war!

Mit diesem fantastischen Ausblick sind wir nun am Ende meiner Fotosammlung zum Thema „Steiniges“ angekommen. Ich für meinen Teil werde ab jetzt bei dem Spruch „Herz aus Stein“ nicht mehr an eine kaltherzige Person denken, sondern mich an die Gedanken erinnern, welche ich gerade mit euch geteilt habe. Und ihr?



2017 27.
Aug

Normalerweise ist für mich der Mittwoch ein Bergfest der Arbeitswoche: Man hat bereits zwei Arbeitstage geschafft und hat lediglich nur noch zwei weitere vor sich. In dieser Woche wurde ein einfacher Mittwoch allerdings zu etwas ganz Besonderem. Carsten und ich haben rechtzeitig Anträge auf Gleitzeitabbau gestellt und auch genehmigt bekommen, d.h. am letzten Mittwoch mussten wir nicht beim Arbeitgeber erscheinen … es lohnt sich also tatsächlich auch mal länger zu arbeiten, um dadurch etwas mehr vom Leben zu haben    zwinker

Dieser arbeitsfreier Tag war für uns beide sehr wichtig, denn noch haben unsere Mädels Semesterferien und sie verabredeten sich, einen kleinen, gemeinsamen Schwesternurlaub in Sachsen und Thüringen zu verbringen. Die letzte Station ihrer Kurzreisen war Chemnitz, Andreas derzeitige „Heimat“. Wir haben die Kinder gefragt, ob wir dazustoßen können, um einen OLCA-Familientag zu machen und beide haben sofort „ja“ gesagt.

Um 9 Uhr saßen wir in unserem Smartie und brachen gen Chemnitz auf. Unserer Treffpunkt war das amerikanische Restaurant „Meyers Diner“ , um dort gemeinsam und ausgiebig zu frühstücken. Wir hatten das Restaurant mal zufällig bei unserem Stadt-Dreisprung im Mai 2016 entdeckt und inzwischen ist unsere ganze Familie richtig begeistert davon. Es stimmt einfach alles: Das Essen ist lecker, die Bedienungen sind immer gut drauf und das Ambiente ist sehr liebe- und humorvoll gestaltet.

Alle Familienmitglieder waren pärchenweise pünktlich vor Ort angekommen und schon bald konnten wir beim Quatschen unseren Hunger stillen.

Gut gesättigt parkten wir unseren Zweisitzer anschließend vor Andreas Wohnung und stiegen alle in Stephanies „(Zucker-)Würfelchen“ um … das weiße Auto auf dem obigen Frühstücksbild, direkt neben unserem Smart. Die Kinder haben für unseren Familientag etwas Spezielles ausgesucht, doch bis dahin mussten wir noch ein wenig fahren: es ging zum Labyrinthehaus im Altenburg. Bereits der Weg dorthin glich einem Labyrinth, denn wir haben unterwegs keine Hinweisschilder am Straßenrand gesehen. Aber wie heißt es so schön: Wer suchet, der findet    standard    … oder wer vorher eine Webseite besuchen und ein Navi bedienen kann, kommt auch an    zwinker

Man merkt, es wird noch eifrig daran gebastelt, aber die vier Labyrinthe (Tinka Tempel, Kongo King, Tiefseelabyrinth und Zauberlabyrinth) im Inneren dieses Hauses sind schon perfekt vorbereitet. Man bekommt am Eingang ein Ticket zum Lochen und muss in den vier Welten insgesamt fünf versteckte Locher finden, um zu beweisen, dass man alles entdeckt hat. Drinnen ist es ziemlich dunkel, also mussten die Locher in den verwinkelten Gängen auch mal nur per Abtasten der Wände gefunden werden. Stephanie hat an diesem Tag bewiesen, dass sie ein richtiges Gespür für solche Aufgaben hat, denn sie hat vier der fünf möglichen ganz allein entdeckt. Lediglich den letzten noch fehlenden fand mehr oder minder per Zufall meine Wenigkeit – ich bin selber überrascht, dass ich das geschafft habe    erroeten

Wenn man diese Welten und Labyrinthe erkunden möchte, sollte man keine Angst vor Dunkelheit haben und besser keine kleinen Kinder mit rein nehmen. Aber mit großem Nachwuchs und etwas Geduld macht das echt Spaß    zwinker

An diesem „Fluffy“ (wir haben ihn so aufgrund des mehrköpfigen Hundes aus Harry Potter genannt) sind wir auf der Suche nach dem endgültigen Ausgang aus den Labyrinthen gefühlt 1000x vorbeigekommen    standard

Wir erreichten das Ziel zuerst nur mit vier Lochungen und es wurde uns gesagt, dass doch noch eine fehlt – zum Glück präzisierte die nette Dame an der Kasse aber den Stempelort („Sucht mal bei der Mumie im Tinka Tempel“) , sodass wir wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt hatten. Göttlich waren aber wohl unsere Gesichter mit der aus allen Mündern gleichzeitig gestellten Frage: „Mumie?!?!?“. Also stürmten wir noch einmal die Tür zu den Labyrinthen und kamen nach weiteren 20 Minuten Suche endlich mit vollständig gelochten Karten durch die Tür „Zauberer“ heraus. Dafür durfte sich dann jeder von uns als Belohnung etwas Süßes aus der großen Kiste nehmen.

Nachdem wir so knapp eineinhalb Stunden in den dunklen Räumen verbrachten, freuten wir uns auf den sonnigen Tag im Freien. Der Spielplatz vor dem Haus, welcher an Wochenenden und in den Ferien garantiert gut besucht wird, war nun mitten in der Woche menschenleer. Das haben wir natürlich ein wenig für uns ausgenutzt    zwinker    Andrea fährt einmal mit der Seilbahn …

… Carsten und Stephanie drehten mehrere Runden im hölzernen Hamsterrad, während ich lieber die große und gemütliche Liegeschaukel zu meinem Entspannungsplatz erklärt habe. Ich blieb so lange darin, bis von ganz allein aufhörte zu schaukeln    zwinker

Bloß gut, dass Carsten mich vorher ganz fleißig und hoch angeschubst hat    standard

Da er dafür bestimmt ganz viel Kraft aufwenden musste, hat er sich seinen „Mission Impossible Burger!?!“ ganz ehrlich verdient. Und ja, wir waren auch zum Abendessen wieder im Meyers Diner gelandet    lachen-xxl

Wir Mädels waren zwar etwas zurückhaltender bei der Wahl der Portionsgrößen unserer Gerichte, aber es war auch diesmal bei allen superlecker!

Alles in allem ein wirklich schöner, lustiger und kuscheliger Familientag und es fiel uns wie immer, ein wenig schwer, sich zu verabschieden. Aber wenigstens bleibt uns das schöne Familienbild, welches unser Lieblingskellner von uns gemacht hat, als eine wundervolle Erinnerung an diesen einfachen und gleichzeitig außergewöhnlichen Mittwoch.

Danke an alle Beteiligten … den Kindern für die Organisation … dem Labyrinthehaus für die Bespaßung … dem Diner für das leibliche Wohl … und natürlich allen OLCAs für diesen großartigen Zusammenhalt, der auch mit erwachsenen und ausgezogenen Kindern immer noch sehr innig besteht. Ich nehme das keineswegs als Selbstverständlichkeit hin!



2017 22.
Aug

Im Laufe des Jahres habe ich auf den Straßen unseres Stadtteils oder in den Grünanlagen des Uniklinikums, wo ich arbeite, Hasen, Füchse und anderes Getier gesehen. Auch Spechte waren immer wieder ganz fleißig dabei, aus den Bäumen in der Gegend das Beste herauszuklopfen. Doch ausgerechnet in dem Monat, für welchen ich das Thema „Tiere in der Stadt“ vorgesehen habe, nahmen sie offensichtlich allesamt Urlaub, denn von denen bekam ich zum Zeitpunkt der unangekündigten Fotosessions im Rahmen eines mit Kamera bewaffneten Streifzuges rein gar nichts mehr zu sehen. Dafür waren zum Glück aber einige andere, die keine Angst davor hatten, in meinem Blog zu erscheinen, bereit, für mich zu posieren    zwinker    wie zum Beispiel diese jungen Falken samt ihres Betreuers und Aufpassers:

Auch Enten und Gänse fühlen sich ganz offensichtlich wohl in der Nähe von Menschen:

Und wenn einem von ihnen der Trubel in der großen Gruppe zu viel wird, dann kann man sich auch nach dem Baden an einem Brunnen in die Sonne stellen:

Einige gefiederte Stadtbewohner werden von den Menschen recht gut mit Futter versorgt …

… andere profitieren über weniger offensichtliche, dennoch gut verfügbare Futterstellen:

Wenn das natürliche Angebot zu eintönig wird, findet sich in der Nähe von Menschen immer wieder mal eine Möglichkeit, etwas Essbares zu ergattern:

Möwen haben sich zum Teil derart stark auf diese Art der Futterbeschaffung aus Abfalleimern spezialisiert, dass man ihnen inzwischen in den USA den wenig schmeichelhaften Beinamen „Ratten mit Flügeln / rats with wings“ verpasst hat:

Es gilt allerdings bei Möwen wie bei Menschen die Regel: nicht alle sind so    zwinker

Es gibt eben auch Vogelarten, die auf eine direkte Nahrungsabgabe von Menschen gar nicht erst angewiesen sind, wie diese beiden Kolibris beweisen … da scheint sogar der Hund zu staunen, der aus dem Schatten das emsige Flattern beobachtet:

Apropos Hunde & Co: Natürlich spielen domestizierte Tiere in einem Stadtbild eine ganz große Rolle. Manch eine Katze fühlt sich dazu berufen, penibelst darauf zu achten, wer in ihr Revier hineingehen möchte:

Bei den Beziehungen zwischen Hund und Mensch lässt es sich manchmal sehr schwer sagen, wer von den beiden eigentlich das Sagen hat:

Hunde erobern die Herzen der Herrchen und Frauchen eben im Nu und haben dadurch jede Menge Privilegien, egal ob im Auto …

… oder im Restaurant:

Da haben Pferde ein nicht so gemütliches Leben, denn entweder sie tragen die Menschen auf ihrem breiten Rücken …

… oder sie haben außer ihrem Reiter auch noch weitere Lasten zu schleppen:

Wilde Tiere müssen, wenn sie in einer lauten, überfüllten und vielbefahrenen Gegend überleben wollen, auf alle Eventualitäten im Straßenverkehr Acht geben, um nicht unter die Räder zu geraten:

Anderseits, wozu auf Zebrastreifen achten, wenn man selber gestreift ist?

Beim Auswerten der Aufnahmen für das aktuelle Projekt bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass wir in unserem direkten Umfeld immer mehr jede Menge gezähmtes und auch wildes Leben haben. Gerade Vögel haben sich optimal auf die Nähe der Menschen in der Stadt angepasst. Für sie gibt es ja auch jede Menge Rückzugsmöglichkeiten: Wasservögel erfreuen sich an den Seen und Teichen, welche es an jedem Wohnort gibt …

… andere gefiederte Stadtbewohner finden große und kleine Parks sowie zahlreiche Gärten perfekt, um sich in unserer Nähe wohl zu fühlen. Manchmal hatte ich beim Fotografieren sogar das Gefühl, dass nicht nur wir sie bei ihrem Tun und Handeln beobachten, sondern auch sie uns    standard



2017 20.
Aug

Nach langer Trennungszeit, die durch Ausflüge, Urlaube und Prüfungszeiten der Familienmitglieder entstanden ist, war unserer OLCA-Kleeblatt wieder mal für einige Tage vereint. Die letzten zwei Wochenenden vor dem jetzigen hatten sowohl die Kinder als auch wir einiges an Zeit eingeplant, um uns wieder zu sehen, zu knuddeln und ganz entspannt über Gott und die Welt quatschen zu können. Wie vermutet stellte es sich heraus, dass nicht nur Carsten und ich immer wieder auf Achse sind, sondern, dass unsere Kinder uns diesbezüglich in Nichts nachstehen. Es gab logischerweise einiges an Fotos zu sehen und die Kinder waren im Gegenzug dazu verdonnert, eine großzügig angelegte Auswahl unserer dreiwöchigen USA-Reise in Video, Bild und Wort über sich ergehen zu lassen. Sie haben sehr stark Interesse daran geheuchelt gezeigt    standard

Nach unserem ersten gemeinsamen Wochenende (5./6.8.) sind beide Kinder zurück zu sich nach Hause gefahren, um, wie schon gesagt, am darauffolgenden Samstagabend (12.8.) wieder bei uns zu sein. Denn noch hatten wir bei Weitem nicht alle Gesprächsthemen durch    standard
Es wurde ein ganz gemütlich-gechilltes Wochenende wie zu damaligen Zeiten, als wir noch alle zusammen unter einem Dach lebten. Um ehrlich zu sein, war es aus meiner Sicht diesmal sogar noch familiärer, denn früher hatte man sich ja jeden Tag gesehen und es lief vieles nebenbei ab, aber nun nehmen wir uns immer ganz bewusst Zeit füreinander. Leider haben wir in unserer Zweiraumwohnung nicht mehr so viel Platz wie damals im eigenen Haus und so durfte sich das Ablagechaos von beiden eben vollends in unserem Wohnzimmer entfalten und nicht wie früher in den Kinderzimmern unserer Sprösslinge verteilen    standard

Während Andrea am Montagmittag schon wieder zu sich nach Chemnitz fuhr, da sie noch einiges für die Uni zu erledigen hatte, blieb Stephanie noch bis Donnerstag bei uns. Sie hat sich in den Wochentagen und an den Abenden allerdings mit ganz vielen Freunden aus ihrer Schulzeit verabredet und so hatte ich kein schlechtes Gewissen, als ich am Dienstag mit Diana, einer Arbeitskollegin, bei einem Gläschen Wein einen langen Schnatterabend im El Horst verbrachte.

Unsere Große kehrte schon am Mittwochabend wieder zurück (zum dritten Mal in 14 Tagen!), denn die beiden Schwestern haben ab dem nächsten Tag einen gemeinsamen Urlaub geplant. Nichts Großes, einfach viel Zeit zusammen verbringen, um sich z.B. endlich mal in aller Ruhe Leipzig anzusehen und ihre Großeltern in Thüringen zu besuchen. Anschließend rücken sie einige Tage in Andreas Wohnung im ehemaligen Karl-Marx-Stadt ein, um auch diese Gegend ein kleines bisschen unsicher zu machen. Da Carsten und ich ein paar Überstunden auf unseren Arbeitszeitkonten haben, bekamen wir von unseren Chefs einen freien Tag (wir sagen Arbeitszeitverlagerung/AZV oder Gleitzeitabbau/GZA dazu) genehmigt und so können und dürfen wir uns am kommenden Mittwoch den Mädels anzuschließen, um noch einen weiteren Familientag zu verbringen – ich freue mich schon jetzt ganz doll drauf    standard

In der Zwischenzeit verbringen wir beide wieder unser Pärchenleben in trauter Zweisamkeit. Das Ausschlafen am Wochenende klappt leider immer noch nicht besonders – irgendwie ist unser innerer Wecker zu stark auf die Alltagsaufstehzeit von 5:30 Uhr geeicht    zwinker    doch zum Glück kann man an den arbeitsfreien Tagen ja ab und zu die ein oder andere Schlummerstunde am Nachmittag einbauen. Danach ist man auch wieder topfit, um beispielsweise voller Tatendrang zum Dresdner Stadtfest zu gehen.

Wir stellten dabei zum wiederholten Male fest, dass solche großangelegten Volksfeste mit zahlreichen Futter- und Trinkoptionen sowie lauter Musik unterschiedlicher Richtungen (Schlager, DDR-Rock, Discofox, …) zusammengedrängt auf engstem Raum auf uns eher verwirrend als erheiternd wirken. Ich hoffe, es ist kein Zeichen dafür, dass wir zu alt für solche Feierlichkeiten geworden sind    zwinker
Die Dresdner Innenstadt ist bei Abendstimmung unbeschreiblich schön, besonders wenn man einfach aus der lauten und turbulenten Ecke verschwindet und das Ganze mit etwas Abstand z.B. von der Brühlschen Terrasse aus beobachtet. Das fanden auch Besucher aus dem Stuttgardter Raum, die uns für unsere Wahlheimat sogar ein wenig beneideten – so deuten wir jedenfalls das Kompliment einer schwäbischen Familie, welche beim gemeinsamen Essen auf einer Biertischgarnitur unsere Stadt in den höchsten Tönen lobte. Es freut uns sehr, dass die sächsische Hauptstadt doch noch anders als nur als Pegida-Hochburg, einem großen braunen Flecken in Deutschland oder als Heimat von Brückenstreithanseln wahrgenommen wird.

Verglichen mit dem Stadtfest bereitet mir die Aussicht auf den kommenden Mittwoch mit unseren Mädels allerdings sehr viel mehr (Vor-)Freude. Mal sehen, was wir an dem Tag gemeinsam besuchen werden … die Planung liegt diesmal ganz in den Händen der Kinder    standard



2017 04.
Aug

Ich habe mich in Bezug auf meine Fotoprojektberichte wieder dermaßen „verschuldet“    zwinker    aber immerhin mache ich wenigstens brav meine Aufnahmen passend zum jeweiligen Monatsthema … nur mit Onlinestellen hapert es. Ich glaube aber, jetzt könnte ich endlich die nächsten Tage bzw. Wochen nach und nach Ergebnisse meiner Fotoprojekte der großen weiten Welt zeigen. Wir fangen mit dem Projekt an, welches ich mir für Mai vorgenommen und auch in dem Monat durchgeführt habe: Malerei.

Man kann seine Gedanken und Gefühle mit völlig unterschiedlichen Mitteln in Farbe zum Ausdruck bringen. Eine ganz klassische Version sind natürlich die guten alten, seit unserer Kindestagen bekannten, Buntstifte.

An und für sich hat man bereits in den jungen Jahren die meisten Maloptionen ausgetestet, meistens natürlich im Kindergarten und in der Schule. Denn wer von uns hat nicht wenigstens einmal im Leben mit Wasserfarben gemalt?

Ich muss allerdings gestehen, dass ich es nie vollbracht habe, solche zierlichen Gemälde zu erschaffen:

Straßenmalkreide kennen bestimmt auch alle von uns. Wer sie in verschiedenen Farben nach wie vor besitzt und dazu noch eine pfiffige Geschäftsidee hat, kann damit auch als Erwachsener den einen oder den anderen Cent dazu verdienen:

Hier forderte ein Straßenkünstler nämlich dazu auf, Geld auf eine der zahlreichen (und fast vollständigen) Länderflaggen zu legen. Ich gebe zu, von mir landeten Münzen natürlich sowohl auf der ukrainischen als auch auf der deutschen Flagge    lachen

Die moderne Variante des Malens ist da schon eher etwas für richtig Geübte unter uns, denn ich für meinen Teil wäre mit all den Dosen garantiert absolut überfordert    standard

Wer diese Kunst beherrscht, kann damit ganz neue, geheimnisvolle Welten erschaffen, wie man fast regelmäßig bei YouTube oder Fazzebuck zu sehen bekommt:

Oder so ein Sprayer kann schlicht und einfach die Leute um sich herum im Winter wie im Sommer zum Schmunzeln bringen:

Als Model eines Straßenkarrikaturisten sollte man sich grundsätzlich lieber auch nicht all zu ernst nehmen    zwinker

Keine Sorge, das bin nicht ich …    zwinker

Eigentlich kann jeder von uns malen. Aber viele von uns haben schlichtweg Bammel vor einem weißen Blatt Papier oder einer unberührten Leinwand …

Dabei muss man sich einfach nur trauen, einen ersten Pinselstrich zu wagen …

… und danach entwickelt sich das Bild nach und nach …

… und kann am Ende ein echtes Kunstwerk werden, welches man voller Stolz selber betrachten …

… oder im Rahmen einer Ausstellung auch allen anderen zeigt, die es sehen wollen:

Als Künstler baut man mitunter eine richtige Beziehung zum eigenhändig erschaffenen Bild auf:

Man bekommt im Schaffensprozess sehr wohl ziemlich dreckige Finger …

… aber dafür darf man auch unbesorgt mal ganz dick auftragen    zwinker

Aber selbst wenn der Zahn der Zeit an der Kraft der Farben nagt und man die Brillanz des ursprüngliches Bildes beim Betrachten eher erahnen als sehen kann, beflügeln die Bilder selbst nach Jahrhunderten noch unsere Fantasie und bringen uns zum Nachdenken:

Sie inspirieren uns unter Umständen dazu, selbst nach einer langen Pause vielleicht doch mal selber wieder einen Stift anzufassen und damit die eigene Kreativität nochmals auszuleben:

Ich wünsche jedem dabei ganz viel Spaß und Freude! Vielleicht darf ich das ein oder andere Bild aus eurer Hand irgendwann ja sogar mal als Teil einer Ausstellung sehen, wer weiß    standard



2017 30.
Jul

Mein armer Blog fühlt sich schon seit Wochen völlig vernachlässigt. Nun soll sich das wieder ändern und heute Abend wird er schon wie gewohnt mit schönen und interessanten Erlebnissen „gefüttert“. Nach drei Wochen Urlaub haben Carsten und ich in der Tat noch zwei Wochen gebraucht, um wieder auf unseren normalen Tagesablauf in allen Belangen zu kommen – deshalb leider die letzten Wochen diese große Stille hier.

Die drei Wochen Urlaub waren im positiven Sinne eine Wucht, denn wir haben jeden einzelnen Tag unglaublich viel erlebt und gesehen. Allein die Tatsache, dass wir in der Zeit ca. 6.500 km im Westen der USA zurückgelegt haben, spricht aus meiner Sicht für sich. Dabei haben wir nicht nur „vagabundiert“, sondern verbrachten zwischen den eintägigen Motelzwischenstopps auch bis zu je fünf ganze Tage in Los Angeles, Las Vegas und San Francisco    standard

Hier nun ein kleiner Abriss davon, was wir in den 23 Urlaubstagen, diesmal nicht nur zu zweit, sondern zusammen mit Ines und Torsten, auf uns einprasseln ließen    lachen

Gelandet sind wir in San Francisco und nach einer Nacht in Palo Alto bewegten wir uns gleich in zwei Etappen (Monterey & Morro Bay) möglichst viel auf dem Highway 1 gen Los Angeles. Unterwegs haben wir dabei durch Zufall eine riesige Seeelefantenkolonie entdeckt und jede Menge Zeit damit verbracht, diesen Tierchen bei ihrem Treiben zuzugucken – wir fanden sie einfach göttlich!

Bei der Motelübernachtung in Morro Bay haben den Abend getrennt verbracht, denn Ines und Torsten wollten dort am Strand bleiben, doch Carsten und mich zog es in die Umgebung zu einer großen Sanddüne. Dabei haben wir auch einen Strand angesteuert, wo man typisch amerikanisch    zwinker    mit dem eigenen Auto bis ans Wasser ranfahren durfte. Für uns beide war das eine Premiere und so zuckelten wir ganz gemütlich mit unserem Allrad-angetriebenen Monster-SUV Ford Expedition (5,5 m lang, 2 m breit, 2 m hoch, 2,7 t schwer, mit 370 PS unter der Haube, aber nur 182 km/h Höchstgeschwindigkeit (!) und einem Verbauch von fast 15 l auf 100 km) an der „Seashore“ entlang und schauten den Leuten am Strand zu, welche ihre Freizeit beim Spielen, Grillen und Quatschen verbrachten. Wir genossen das bezaubernde Farbenspiel am Abendhimmel und passend dazu flogen auch noch Pelikane nur wenige Dezimeter über das Wasser – unbezahlbar!

In Los Angeles angekommen, sonnten wir uns natürlich auch mal im Lichte von Glanz und Glamour Hollywoods:

Um noch mehr davon zu bekommen, statteten wir dem Universal Studios Freizeitpark einen ganztägigen Besuch ab:

Die Kärtchen, welche Ines und ich um unsere Hälse hängen haben, kostete mit ca. 80 Euro extra pro Person zwar eine gehörige Stange Geld, aber sie waren am Ende jeden Euro wert. Unter uns nannten wir sie „Schummelpass“ (offiziell „front line“), denn damit mussten wir uns bei allen Attraktionen nicht an den allgemeinen Schlangen anstellen, wo die Wartezeit mitunter bis zu einer Stunde angegeben war, sondern konnten einen VIP-Gang mit wesentlich kürzerer (oder gar keiner) Wartezeit nutzen. Damit haben wir es sogar geschafft, an nur einem ganzen Tag wirklich alles anzusehen, was uns interessiert hat. Natürlich konnte ich bei den Minions nicht einfach so vorbeigehen – ein gemeinsames Foto war ein Muss    zwinker

Während unseres Aufenthaltes in Los Angeles haben wir uns an mehreren Tagen auch die Stadt und die Umgebung angesehen und dabei durften Strände, wie z.B. Venice Beach und Santa Monica nicht fehlen – es war mit 30-40 Grad richtiges Strand- & Badewetter.

Irgendwie schon viel zu früh (man hat mal wieder nur an der Oberfläche der Stadt kratzen können) brachen wir wieder gen Osten auf, da das nächste große Ziel Las Vegas hieß. Unterwegs machten wir einen Übernachtungsstopp, um einen Tag in Joshua Tree Nationalpark verbringen zu können. Die namensgebenden Yuccas sind dort wirklich groß gewachsen!

Es gibt in diesem Park unter anderem auch eine ganz große Fläche, auf welcher sich der sogenannte „Teddy Bear Cactus“ ganz wohl fühlt. Sie sehen wirklich, wirklich kuschelig aus, aber irgendwie konnte ich mich nicht überwinden, sie so richtig innig zu knuddeln    zwinker

Am nächsten Tag, auf dem Weg in die Spielerstadt, lag die Geisterstadt Calico und bekam ebenfalls ein paar Stündchen Aufmerksamkeit.

Da wir uns nicht anständig benehmen konnten, landete Carsten bereits nach kurzer Zeit hinter Gittern:

Ich musste einen Mantel aus Holz anprobieren. Aber dieser hatte definitiv einen sehr maskulinen Schnitt: im Schulterbereich zu breit und im Beckenbereich zu schmal … zu groß war er ohnehim. Ich habe dankend abgelehnt    lachen

Und dann waren wir in Las Vegas – die Stadt, welche für uns beide bekanntlich eine sehr große Bedeutung hat. Natürlich haben wir auch einen Abstecher zu unserer damaligen Trauungskapelle gemacht und dort hat sich optisch rein gar nichts verändert    standard    nur wir sind merklich 11 Jahre älter geworden …

Es gab auch noch weitere Besuche von Orten, welche wir uns bereits im Februar 2006 angesehen haben, z.B. Valley of Fire:

Der Rundumblick von der Stratosphere war auch diesmal um die Zeit, wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und die Lichter der Stadt alle Straßen ausfüllen, einfach magisch.

Eine Sache hat sich allerdings in den ganzen Jahren nicht verändert: ein Kamerastativ mit hoch zu nehmen, auch wenn es im Gegensatz zum damaligen Dreibein diesmal sogar nur eines in Handtaschengröße war, wurde nicht zugelassen. Wogegen die Selfiestange von Torsten beim Sicherheitscheck gar kein Problem darstellte – diese Logik haben wir nicht verstanden.

Diesmal haben wir uns dort oben auf eine neue Erfahrung eingelassen und kauften auch gleich Tickets für das an der Spitze befindliche Fahrgeschäft namens Big Shot.
Fazit 1: man wird mit einer unvorstellbaren Wucht in den Himmel katapultiert
Fazit 2: wenn man gleich danach im freien Fall wieder zurückfällt, schwebt man einige Augenblicke, d.h. man spürt keinen Sitz unterm Pops … im Nachhinein ein echt cooles Gefühl, aber in dem besagten Moment des Erlebens mehr als beängstigend    zwinker

Ein weiterer Ausflug, welchen wir von Las Vegas aus auch um der Erinnern willens unternommen haben, führte uns zum Death Valley:

Diesmal haben wir sehr gut verstanden, woher der Name kommt, denn wir fühlten uns außerhalb unseres gut klimatisierten Autos wie Brötchen im Backofen – kein Wunder bei diesen Temperaturen!

Für uns Europäer: 126°F sind 52,2°C … in der Sonne zwar, aber auch im Schatten kletterte das Thermometer bis auf 50°C hoch!

Bloß gut, dass wir am Tag davor eingekauft und unsere auf dem gesamten Trip unentbehrliche, rote Kühlbox randvoll mit Wasserflaschen und Eis gefüllt haben:

Wie findet ihr übrigens unser Auto? Wir fanden seine Größe bei den zurückgelegten Strecken und der Menge unseres Gepäcks äußerst vorteilhaft!

Womit wir uns noch in Las Vegas Zeit vertrieben haben? So wie es sich in dieser Stadt gehört mit Show und im Casino    zwinker

Trotz dieses Wiederholungsbesuches gab es auch für uns ganz in der Nähe etwas Neues zu entdecken: den Red Rock Canyon. Vorteil: er ist näher zu Las Vegas als die anderen Naturschauspiele … Nachteil: aus diesem Grund tummeln sich dort bedeutend mehr Leute als im etwas entfernteren Valley of Fire.

Wir haben uns auf dieser Reise noch mehr Nationalparks vorgenommen und auch besucht:

Das ist im Zion Nationalpark. Dort haben Ines und Torsten sich für eine Wanderung entschieden, während wir mit dem Auto nur durchfuhren, natürlich nicht ohne etliche Fotostopps zu machen, um bis zum Bryce Canyon Nationalpark zu gelangen. Die Schönheit dieses Parks fand ich einfach umwerfend! Es war, als ob ich mitten in einem Fantasyroman wäre: märchenhaft, bezaubernd, unwirklich schön – das Foto gibt das leider nicht mal annähernd wieder. 

Aber ich konnte mich vor Ort an den bizarren Felsformationen einfach nicht sattsehen! Wir planten ursprünglich nur drei Stunden für den Scenic-Rundweg ein, sind am Ende aber fast die doppelte Zeit an den insgesamt 14, immer schön brav mit dem Auto zu erreichenden Aussichtsplattformen versackt.

Und am nächsten Tag brachen wir zur letzten Etappe (von Las Vegas nach San Francisco) auf und fuhren auf dem Weg nach Mammoth Lakes recht nah am Gelände der Area 51 vorbei … ein sehr besonderer Highway, mit einem sehr besonderen Namen und gelegentlich auch ohne sichtbare Straße auf dem Navi:

Das kleine, beschauliche Örtchen und an der Westküste sehr beliebte Skigebiet Mammoth Lakes liegt mit 170 Straßenkilometern nicht sehr weit vom eigentlich angepeilten Ziel Yosemite-Nationalpark entfernt und fiel so damals mit in den Streckenverlauf, da uns die Zimmerkosten im Yosemite bei der Planung doch viel zu hoch erschienen. Dieser Nationalpark hat mich sehr durch seine grünen Landschaften und auch durch die Tiere, welche wir gesehen haben, beeindruckt … von den riesigen Bergen, Tälern und Wasserfällen ganz zu schweigen    standard

Ganz am Anfang unseres Yosemite-Trips wurden wir von einer absolut idyllischen Szene überrascht:

Besser hätte es kein bayrischer oder österreichischer Kitschmaler auf seine Leinwand bringen können, oder nicht? Nur das Röhren fehlte …

Bezüglich Tierwelt haben wir von diesen kleinen, knuffigen Nagern im Endeffekt den ganzen Tag (und wenn man artverwandschaftlich Eichhörnchen/Squirrel und Streifenhörnchen/Chipmunks über einen Kamm schert, auch fast auf dem gesamten Trip) wesentlich mehr und öfters gesehen    zwinker

Nur eine Tiergattung ließ sich überhaupt nicht blicken, denn obwohl es in dem Park wohl um die 400 Schwarzbären geben sollte, kreuzte leider keiner von ihnen unseren Weg    weinen

Aber nun zurück zu den riesigen Bergen, tiefen Tälern und kristallklaren Wasserfällen – die sind immer da und haben sich im besten Lichte gezeigt    standard

Übrigens, trotz dass es überall schön sommerlich warm bzw. heiß war, gab es sowohl in Mammoth Lakes als auch im Yosemite einige Schneefelder. Ist doch selbstverständlich, dass es bei einem der Stopps zu einer Schneeballschlacht gekommen ist …    zwinker

Nach so viel Ruhe und unberührter Natur zog es uns wieder in die Hektik einer großen Stadt zurück –  es ging weiter nach San Francisco. Ich muss ganz ehrlich sagen, die Stadt fand ich weitaus schöner als Los Angeles. Allerdings ist SF auch ganz schön schräg drauf:

Da habe ich vorsichtshalber mal unser Auto festgehalten    zwinker

Dass wir auf dem Russenhügel/Russian Hill die steile Lombardstraße als Weg mit dem Auto nach unten und zu Fuß nach oben genutzt haben, versteht sich quasi von selbst    zwinker

Leider kann man dort nur sehr langsam herunterfahren, weil meistens recht viele Autofahrer genau die gleiche Erfahrung im Zick-Zack-Fahren machen möchten, wie unsereiner    zwinker

Ein anderes Wahrzeichen von San Francisco stand bei uns ebenfalls auf dem Programm: die Golden Gate Bridge. Wir sind über sie hin und zurück gefahren und auch hin und zurück gelaufen. Aus meiner Sicht ist das eine Brücke für die Autofahrer, denn als Fußgänger hat man dort nicht so viel Spaß, weil der vorbeirollende Verkehr extrem laut ist – die beiden Wege verlaufen ja dicht nebeneinander. Ich bin die 2,7 km in die eine und genau so viel in die andere Richtung quasi im Schweinsgalopp gelaufen, um schnell wieder von da runter zu kommen. Da finde ich die New Yorker Brooklyn Bridge als Fußgänger wesentlich angenehmer    standard

Aber auf einem Erinnerungsbild macht sie sich doch ganz gut    zwinker

Ein letztes Highlight dieser Reise für mich war der Besuch des Henry Cowell Redwoods Nationalparks, denn ich wollte unbedingt einmal im Leben die kalifornischen Mammutbäume mit eigenen Augen sehen. Ihre Größe hat nicht nur mich beeindruckt, auch mein Mann fühlte sich plötzlich dazu berufen, einen der Riesen zu umarmen    zwinker

Übrigens: rechts sieht man einen Zugang in den Baumstamm. Dort war eine Höhle mit überraschend viel Platz, so das man problemlos gerade stehen konnte und wenn nicht andere Besucher da gewesen wären, hätte man sich auch ganz bequem hinlegen können. Es schon mal Menschen vor langer Zeit, die darin übernachtet haben.

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich so stark gekürzt habe, aber es war so schon schwer genug, eine abgespeckte Fotoauswahl von 32 Stück aus insgesamt 9100 Bildern zu treffen – ich hätte bestimmt noch locker mehrere DinA4-Seiten füllen können. Vielleicht reicht die Zeit im Alltag ja mal wieder für einen Reisebericht, denn so einen haben wir schon lange nicht mehr zustande bekommen – leider.

Für diejenigen, die es interessiert, hier mal unsere gesamte Route im Überblick: mit dem Flieger Berlin-Tegel/Düsseldorf/San Francisco & Übernachtung in Palo Alto – Weiterfahrt nach Monterey (Aquarium, 17 Mile Drive & Highway 1) – Weiterfahrt nach Morro Bay (Highway 1, Strand & Dünen) – Weiterfahrt nach Los Angeles bzw. zur FeWo in San Pedro (Zwischenstopps an den Stränden von Santa Barbara & Malibu) – Universal Studios – LA-Stadtrundfahrt – Santa Monica & Venice Beach – San Pedro & Long Beach – Weiterfahrt zum Joshua Tree Nationalpark – Weiterfahrt nach Las Vegas (Zwischenstopp in Calico Ghost Town, Aussicht von der Stratosphere) – Red Rock Canyon & LV-Strip – Hoover Dam, Valley of Fire & LV-Freemont Street – Death Valley & LV-Strip – Rundgang durch die ganz großen und berühmten Themenhotels am Strip – Weiterfahrt zum Zion Nationalpark – Tagestour zum Bryce Canyon – Weiterfahrt nach Mammoth Lakes – Tagestour zum Yosemite Nationalpark – Weiterfahrt nach San Franscisco – SF-Stadtrundfahrt auf dem 49 Mile Scenic Drive – SF-Stadtrundgang inklusive Cable Car-Fahrt – Tagestour zum Redwood Park & Santa Cruz – Ausflüge zu einer San Andreas-Verwerfung & zur Aussicht Twin Peaks in SF – Rückflug San Francisco/Düsseldorf/Dresden … das sind drei Wochen voller Abenteuer und Entdeckungen in Kurzform.

Fazit dieses Trips –> wir haben in nur drei Wochen unsere Fußstapfen in vier US-Bundesstaaten zurückgelassen: Arizona, Utah, Nevada und die meisten sicherlich in Kalifornien. Ich muss zugeben, dass mich Letzteres mit seiner Vielseitigkeit enorm beeindruckt hat! Dort hat man Meer, Berge, Wüste, Städte, endlose Felder und und und … außerdem finde ich die kalifornische Flagge aus irgendeinem, mir sich nicht auf Anhieb erschließenden Grund, sehr ansprechend    zwinker

Ich denke, ich könnt ohne meine Hilfe einschätzen, warum sie mir so gut gefallen hat    zwinker