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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 11.
Apr

Nach langer Zeit schaffe ich, euer Heini, mal wieder die Tastatur an mich zu nehmen, um etwas zu schreiben. Ich erlebe immer ganz schön viel, abär die Tatzen kommen einfach nicht dazu, etwas einzutippen … wahrscheinlich ist das ein Familienproblem.

Ihr habt es schon von Mama gelesen, dass sie mit Papa in Florida waren. Ich war abär auch mit dabei! Als echter Seebär konnte ich so eine wasserreiche Reise doch nicht verpassen!!!

Diesmal wohnten wir sogar direkt in einem Boot und im Bett war genug Platz für uns drei:

Wir waren in Miami und dort gab es soooooooo viel Wasser übärall! Ich habe so viele verschiedene Strände gesehen!

Nach dem kalten Winter hatte ich allerdings noch mein Winterfell an. Eigentlich viel zu warm, abär ein Fellwechsel im Februar kam trotz der zwei Wochen noch nicht in Frage. Also schwitzte ich lieber ein bisschen am Strand. Zum Glück gab es abär ganz viel Wind – der kam bestimmt von den Wellen, die ihn immer vor sich hergeschoben habe. Glaubt mir, ich konnte das lange genug beobachten:

Die Strände waren sooooooooooooooooooooo unglaublich schön! So schön!!!!!!

Ich habe übrigens nicht nur so in der Gegend herumgesessen, ich habe auch viel Neues entdeckt. Zum Beispiel, habe ich einen großen, runden Stein mit weicher Oberfläche gefunden:

Ich lag nur ganz kurz oben drauf und dann ist dieser Stein von ganz allein kaputtgegangen!

Ich wusste gar nicht, dass ich ein gar so schwerer Bär bin! Das muss einfach an meinem Winterfell liegen, anders ist das nicht zu erklären. Nachdem ich mir abär diese Übärraschung etwas genauer angesehen habe, merkte ich, dass ich daraus sogar etwas ganz Nützliches machen kann. Wollt ihr wissen, was? Schaut mal her!

Eine echt unentbärliche Strandliegeschaukel! Leider war sie zu schwer zu transportieren  *bärenseufz*  und deshalb habe ich sie dort für den nächsten Urlaubär zurückgelassen.

An einem anderen Strand habe ich ganz viele Sandmännchen kennengelernt:

Doch ich glaube, sie waren schon viel zu lange in der Sonne, denn sie waren ja schon ganz schwarz! Und leider waren sie auch nicht wirklich gesprächig, dabei habe ich sie mehrmals gefragt, ob sie vielleicht eine Abkühlung wollen:

Abär vielleicht lag es auch an der Sprache: Ich spreche nämlich kein Sandmännisch und bei ihnen hakte es wohl am Bärischen mit meinem sächsischen Dialekt. Wir werden es nicht mehr erfahren …

Mit einem Manatee habe ich dafür sehr schnell verständigt, denn am Ende verbindet Wasser uns alle!

Und Manatees sind einfach lieb! Ganz anders war es mir bei einem Tierchen, welches Papa gefangen hat und mir zeigen wollte:

Abär dann habe ich mich getraut, näher zu kommen und es war gar nicht schlimm:

Nur bei einem Alligator verzichtete ich vorsichtshalber mal auf Annäherungsversuche, denn meine Eltern sagten, die sind unheimlich schnell beim Beißen:

Dieser blonde King-Kong war dagegen ganz ganz zahm:

Ich habe mich übrigens diesmal nicht nur mit Stränden und der Tierwelt beschäftigt, sondern auch mit moderner Kunst! Wir besuchten alle zusammen Wynwood, das ist ein Stadtteil in Miami, und schauten uns dort diverse Wände an. So viele bunte Wände habe ich noch nie in meinem Leben gesehen!

Manche betrachtete ich aus verschiedenen Blickwinkel und sie waren immer wieder schön!

Ich war für einen kurzen Moment sogar selber ein Teil solches Kunstwerks:

Ihr wollt bestimmt wissen, wie ich das geschafft habe … dann zeige ich es euch:

Papa ist immer so ein hilfreicher Geist!

Wir besuchten auch eine Ausstellung mit vielen Buchstaben. Das war mal etwas anders als nur gemalte Bilder. Die Sprüche fand ich bärig!

Für die, die das letzte Bild nicht ganz entziffern können, hier der Text in diesem Spiegel: „Can you love yourself ?“ … meine Antwort: abär natürlich!

Miami ist eine so große Stadt, dass sie sogar noch eine kleine aufnehmen konnte: Little Havanna. Dort war alles auch sehr bunt, aber nicht mehr an den Wänden, sondern einfach so auf der Straße. Dort habe ich einen Hahn getroffen – Rasse Riesig-Amerikanisch.

Ich habe meine Mama übärzeugt, mal mit mir aufs Bild zu kommen.

Ich habe dort in einem Laden einem Mann zugeschaut, wie er aus vielen großen braunen Blättern eine dicke Rolle fabriziert. Mama sagt, es gibt ganz viele Menschen, die so eine Rolle namens Zigarre anzünden und dann rauchen. Das ist definitiv nichts für mich, denn so wird mein Fell ganz fürchterlich riechen und bekommt vielleicht sogar noch seltsame dunkelbraune Flecken!

Stattdessen habe ich liebär eine littlehavanesische Tracht anprobiert:

Da muss ich aber noch ganz schön reinwachsen!

Ich habe auch versucht, mit diesen beiden Herren ein Gespräch zu führen, aber ich verstehe leider kein Ibärisch – ich merke, ich muss noch ganz viele Sprachen lernen!

Die zwei haben einfach übärhaupt nicht verstehen können, dass es in diesem Teil der Stadt jemanden gibt, der ihre Mundart nicht kennt!

Da wollte ich vor Scham nur noch flüchten! Zuerst habe ich mich als Kühlerfigur auf unsere Mietwagen getarnt – von wegen kühl, das war ganz schön hot!

Irgendwann war ich auch mal auf einem kleinen Flughafen und schaute mir eine Zeitlang die herumstehenden Flugzeuge an:

Dann kamen meine Eltern und wir alle durften sogar in eines davon einsteigen und sind damit geflogen! Endlich durfte ICH auch mal am Fenster sitzen!

Außerdem durfte ich dem Piloten direkt übär die Schulter schauen – das war echt spannend!

Danach, als wir gelandet sind, hatte ich Lust auf ein kühles Bierchen. Abär eine Entscheidung an diesem Strassenaufsteller, wo ich am Ende hingehen sollte, war schwer zu treffen:

Ich wollte schon gern das Risiko eingehen und endlich einen Bären aus dieser Gegend kennenlernen, abär so ein Bierchen nach einem aufregenden Tag hat dann doch übärwogen:

Und dann … dann war meine Zeit als Urlaubär auch fast schon wieder vorbei. Ich ließ mir von der warmen Sonne mein Winterfell noch mal so richtig aufwärmen, damit ich die Zeit, bis der Sommer endlich bei uns in Dresden ankommt erkältungsfrei übärstehen kann:

Habt ihr gesehen, wie die Sonnenstrahlen direkt durch mich gingen? Mit dieser Wärme im Herzen, im Fell und im Bauch bin ich dann wieder nach Hause zu meinen Kumpels geflogen – in einem sehr, sehr großen Flugzeug und diesmal ohne Fensterplatz.



2018 08.
Apr

Kaum schrieb ich in diesem Blog meine Klage über den viel zu langen Winter, kam unverzüglich und ganz eilig der Frühling nach Dresden. Er erinnert mich an eine Person, welche sich wahnsinnig verspätet hat, dafür aber bei seiner Ankunft mit voller Wucht in den Raum hereinplatzt, in welchem alle anderen schon lange sitzen und auf eben diese Person warten.

Jedenfalls stelle ich gerade fest, dass ich von meinen Winterstiefel ziemlich nahtlos in Sommerschuhe umsteigen könnte, denn so stark sind die Temperaturen hier tagsüber angestiegen! Ich traue dem allerdings noch nicht so ganz, dazu ist es am frühen Morgen üblicherweise noch ziemlich frisch – heißt: wenn ich zur Arbeit radele, ziehe ich bei meinem Kleidungsstil doch noch einen vernünftigen Zwiebellook vor.

Aber es ist einfach nur schön, wieder am frühen Morgen draußen munteres Vogelgezwitscher zu vernehmen, am Nachmittag und am Wochenende im Innenhof des Häusercarrees die spielenden Kinder zu hören und unterwegs immer mehr frische grüne Blätter sowie jede Menge Blumen zu entdecken.

Und dass der Himmel ein so unglaublich wunderschönes, kräftiges Blau haben kann, hat man in der grauen Jahreszeit auch beinah vergessen … aber nun freut man sich über diesen Farbwechsel um so mehr!

Ja, ihr merkt schon, dass auch Carsten und ich den Frühlingsgefühlen nachgegeben haben und die letzten Tage unbedingt aus den eigenen vier Wänden nach draußen wollten. So zog es uns am Samstag in die Dresdner Innenstadt aus zweierlei Gründen: Erstens wollte ich gern einige Bilder zu meinem Monatsprojekt „Mauern“ machen und zweitens wollten wir an der Igeltour „Erstunken und erlogen – die Schwindeltour für Erwachsene“ teilnehmen.

Beim ersten Vorhaben musste mein armer Mann auf der 90-minütigen Runde durch die Dresdner Innenstadt zwar immer wieder auf mich warten, während ich mich mit den entsprechenden Fotomotiven beschäftigte, aber das ist ja er inzwischen gewohnt    standard

Er hat zum Glück kein Problem, einfach da zu sitzen und Leute zu beobachten – und es waren am gestrigen Tag logischerweise jede Menge Personen unterwegs. Ich finde allerdings schade, dass die Touristen derzeit anstelle einer historischen Augustusbrücke eine moderne Baustelle zu sehen bekommen:

Das wird wohl auch noch so bis 2019 bleiben. Ein Glück, dass Dresden noch sehr viel mehr zu bieten hat!

Das ist ja nur ein Mikroblick auf die schönen Seiten der Stadt!

Doch eigentlich wollten wir nicht nur die schönen und bereits bekannten Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen, denn diese Art von Führungen können wir inzwischen selbst für unser Gäste übernehmen. Die große Frage aber, welche der allgemein bekannten und immer wieder kursierenden Geschichten nun wahr und welche nur eine Legende oder gar Erfindung bis hin zur faustdicken Lüge sind, sollte bei der oben schon erwähnten Igeltour endlich mal beantwortet werden.

Es stellte sich heraus, dass die Einschätzung der Geschichten über deren Wahrheitsgehalt von den Teilnehmer zunächst selbst mit Wahr- und Falsch-Kärtchen gegeben werden musste, bevor die Auflösung durch den Erzähler folgte. Die lebendigen und sehr amüsanten Erzählungen, Anekdoten und Legenden samt der alles entscheidenden Frage gab Herr Stephan Reher zum Besten – erst zeigten alle die ausgegebenen Kärtchen und dann klärte er historisch belegbar auf:

Carsten und ich stellten dabei fest, dass wir bis auf zwei Geschichten von den anderen noch nie etwas gehört hatten, aber dennoch entschieden wir uns intuitiv in vielen Fällen für die richtige Seite der Karte. Von insgesamt 16 Geschichten mit anschließender Frage nach deren Wahrheitsgehalt beantwortete mein Mann 10 und ich 11 richtig. Für jede korrekte Entscheidung gab es immer ein Loch mit einem echten, antiken Fahrkartenknipser und so konnten wir am Ende problemlos feststellen, wie oft wir bei dieser knapp 2 Stunden langen Führung mit unserem Wissen oder unserem Bauchgefühl richtig gelegen haben:

Am Ende der Tour wurde die Gewinnerin, eine ältere Dame mit 15 richtigen Einschätzungen, mit einer kleinen, sehr hübsch verpackten Flasche Sekt ausgezeichnet. Und der Rest der Truppe durfte als Bereicherung viele neue Informationen über die Stadt, in welcher wir wohnen, mitnehmen. Verraten wird hier natürlich nix, damit jeder Dresdner Leser auch mal selbst in den Genuss der „erstunken und erlogenen Schwindeltour für Erwachsene“ kommen kann    zwinker

Auf dem Heimweg ließen wir erneut unseren Blick durch Dresden schweifen. Noch ist die Hochsaison der Touristen nicht gekommen und die Stadt sieht aus wie ein kleines Kind, welches gerade aufwacht und etwas verträumt in die Welt schaut:

Gut gelaunt, holten wir uns unterwegs als Abendessen noch eine Currywurst auf der Wilsdruffer Straße und wurden bei ihrer „Vernichtung“ prompt von Luisa und Romy von der Irish Dance Company überrascht    standard    Dresden ist eben doch nur ein 500.000-Seelendorf, denn egal wo man ist, fast überall trifft man immer irgendwie unverhofft auf bekannte Gesichter    zwinker

Ich schätze, vor allem jetzt wo das Wetter immer besser wird, werden wir unterwegs noch mehr vertraute und unbekannte Leute sehen, denn bei solch einladenden Sonnenschein hält es eben keiner lange in seinen vier Wänden aus    standard



2018 05.
Apr

Ich sehe die Welt beim Fotografieren überwiegend durch die Kameralinse – nur ganz ganz selten nutze ich das Display. Im Februar wollte ich allerdings noch einen Zusatz einbauen, um die Umgebung wie ein offenes Buch wahrnehmen zu können … ok, die Idee mit dem Buch als Cutout-Vorlage kam relativ spontan und dieser Text ist wahrlich darauf zugeschnitten    zwinker
Zu meinen Vorbereitungen Anfang Februar hat Ines für mich viele interessante Entwürfe in DinA4-Größe gezeichnet, welche ich auch brav alle mal ausgeschnitten und getestet habe. Aber leider bestanden sie den Reisetauglichkeitstest nicht … postkartengroße Vorlagen aus Pappe haben sich in Miami bzw. in der Handtasche einfach besser bewährt. Eines meiner ersten Cutouts war, passend zur noch im Gedächtnis befindlichen Weihnachtszeit, ein Tannenbaum. Damit soll an dieser Stelle auch gleich noch mal das Prinzip der Cutout-Fotografie verdeutlicht werden:

Und los geht’s … mit Himmel:

… mit Palmenwedel:

… und mit Strandsand:

Aber nun zurück zu meiner Ankündigung, dass ich die Welt wie ein offenes Buch vor mir haben wollte – mit der entsprechenden Cutout-Vorlage war das ja gar nicht so schwer    zwinker

Hier sind nun einige offene Seiten unseres Florida-Urlaubs extra für euch aufgeschlagen:

Ich hoffe, euch hat das „Bilderbuch“ gefallen    standard    ich jedenfalls habe wirklich Gefallen daran gefunden, solche Aufnahmen zu machen, und es wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein. Und vor allem auch nicht die letzte Cutout-Vorlage    standard



2018 02.
Apr

Meinen guten Vorsatz für 2018 habe ich wohl schneller gebrochen als gedacht, denn eigentlich wollte ich in diesem Jahr meine Berichte über die monatlich geplanten Fotoprojekte schneller veröffentlichen als im Jahr davor. Hat wohl schon im Januar nicht geklappt … daher habe ich nun endlich die Osterfeiertage dafür genutzt, euch die Bilder, welche ich ganz brav rechtzeitig im jeweiligen Monat gemacht habe, zu präsentieren. Wie sagt man so schön: „Lieber später als nie“    standard

Also das Thema vom Januar war/ist „Alkoholisches“ – davon hat ja sicherlich jeder von uns irgendwas im Schrank. Und so habe auch ich zuerst auf die Getränke zurückgegriffen, welche sich in unserer Wohnung befinden. Da wären bei mir ein Whiskey …

… ein Sahnelikör …

… und natürlich ein Wodka    standard

Da bei uns die unterschiedlichen Weinsorten stets im Keller lagern, durften die drei Weinfarben ebenfalls eine Rolle beim ersten Projekt des neuen Jahres spielen:

Unterschiedliche Farbabstufungen lassen sich auch pärchenweise ganz gut kombinieren:

Ich war auch von manchem Farbübergang zwischen den unterschiedlichen Weinsorten ganz angetan:

Und auch die Spiegelung der Weinkelche ineinander fand ich ein Foto wert:

Mal ehrlich, ein Glas Rotwein hat manchmal schon etwas blutrünstiges in sich, nicht wahr?

Aber es ist und bleibt eine schöne und richtig kräftige Farbe:

Ein Rose sieht naturgemäß etwas zarter aus:

Ich trinke gelegentlich gerne auch mal einen Cocktail, habe aber bis jetzt noch nie einen selber gemischt. Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich deswegen bis zu unserem Februar-Urlaub gewartet habe und deshalb diese Aufnahmen hier ausnahmsweise mal nicht nur aus dem Januar stammen    zwinker
Ich finde, mit einem solchen Mixgetränk kann man eine entspannte Stimmung, welche überwiegend beim Trinken dieser zu sommerlichen Temperaturen am Strand entsteht, so unkompliziert und am besten vermitteln    standard

Unter uns gesagt, in so einer Umgebung sieht auch ein Bier in einem Plastikbecher herrlich aus    zwinker

Hoffentlich wird es bei uns in Deutschland demnächst genau so warm und sonnig und dann könnt ihr euch selbst schon bald von meinen Worten in einem heimischen Biergarten überzeugen    zwinker

Zum Wohl!



2018 31.
Mrz

Was erwartet ein Einwohner der Bundesrepublik Deutschland in der zweiten Märzhälfte? Etwas Sonne, etwas Wärme und einen beginnenden Frühling – das müssten meiner Meinung nach die üblichen Antworten sein. Aber das Klima hatte in diesem Jahr mit uns ganz andere Pläne: Es gab richtig harten Frost und nochmals Schneefall …

Aber selbst diese ungemütlichen Begleiterscheinungen haben Carsten und mich nicht daran gehindert, jede Menge außerhäusliche Unternehmungen ins Auge zu fassen    standard    besonders voll ist der Tag am 18. März geworden. Carsten und ich standen bereits um 10 Uhr am Dresdner Zwinger, denn wir wollten unbedingt bei der Igel-Tour „Dichter, Denker, Literaten – eine LiteraTour“ dabei sein.

Carsten hat beim Verlassen der Wohnung leider seine Handschuhe und sein „Ohren“ (= ein Fleece-Stirnband mit Ohrenschützern) vergessen mitzunehmen. Bei der fast 2-stündigen Führung und viel Wind hat er das natürlich sehr bereut, wusste sich aber wenigstens etwas zu helfen:

Zudem schneite es auch etwas, doch wenigstens gab es jede Menge geometrisch perfekte und somit sehr kunstvolle Schneeflocken zu sehen, die auf unserer Kleidung landeten und verweilten:

Aber die Führung war das Frieren wert! Der Igel-Mitarbeiter Matthias Stresow ist nicht nur sehr wissend, sondern teilt sein Wissen auch gern und unterhaltsam. Wir haben bislang schon mindestens an drei seiner Führungen in diversen Stadtteilen bzw. zu verschiedenen Themen teilgenommen und alle waren äußerst interessant. Nur, so durchgefroren wie bei dieser, waren wir bislang noch nie    zwinker

Da ich gegen 14 Uhr auf dem Dampfschiff „August der Starke“ sein sollte, um bei der inzwischen traditionellen St. Patrick’s Feier die Auftritte der Tänzerinnen von der Irish Dance Company im Bild festzuhalten, wollten wir uns nach der Führung nur ganz schnell noch bei der Kutscherschänke etwas Heißes zu essen gönnen, um wenigstens von Innen wieder ein bisschen warm zu werden.

Zu Feier des (grünen) Tages habe ich gleich mal die Gelegenheit genutzt, einen meiner neu erworbenen Verlaufsfilter, natürlich den Grünen, auszutesten. Bildlich gesehen wirkt das Ergebnis, wenn man viel Fantasie hat, wie eine Mischung aus weißem Winter und der Hoffnung auf frisches Grün des Frühlings    zwinker

Da man diesen Filter problemlos drehen konnte, habe ich auch ein Bild mit einem grünen Himmel anzubieten    standard

Das Schiff war natürlich auch passend zur Feier des Tages geschmückt …

… und ich selber trug natürlich auch grün:

Die Kombination aus „aufgrund des Windes durchgefroren“ und „zum Einstieg ein Minibecher Whiskey“ steht mir sichtlich ins Gesicht geschrieben –> ich sehe nach beidem immer so knallrot aus!

Die Mädels haben insgesamt vier Auftritte auf zwei unterschiedlichen Decks absolviert, wobei eine Ecke aus meiner Sicht zum Tanzen vom Platzangebot her leider sehr minimalistisch ausfiel    standard

Nachdem das Schiff am Abend wieder in Dresden anlegte, gab es eine St. Patrick’s Day Parade durch die Dresdner Innenstadt. Ich bewunderte die Mädels echt, da sie mit Winterstiefeln auf dem Kopfsteinpflaster genau so leicht tanzten, also wenn sie mit Softschuhen auf einem Teppichboden herumwirbeln:

Das gleiche haben sie nochmals in der Nähe der Wilsdruffer Straße auf dem von zahlreichen Touristen fest getretenen, aber glücklicherweise zum größten Teil schon weggefegten Schnee, unfallfrei wiederholen können:

Es war ein toller (Sams-)Tag und ein wunderschöner Abend, der im geheizten St. Patrick’s Day-Festzelt auf dem Postplatz langsam ausklingen durfte – toll gemacht, Mädels!

Am darauffolgenden Dienstag packte ich erneut meine Kamera ein, diesmal aber ohne irgendein Farbmotto, denn bei der Lesebühne Phrase 4 geht es mehr darum, zuzuhören, um neben der tollen acht Kurzgeschichten auch eine vorab bekannt gegebene Phrase von einem der vier Autoren zu erkennen und sich schnell bzw. laut zu melden. Spoiler: ich war diesmal zu langsam    standard    es muss an dem immer noch anhaltenden Winter gelegen haben:

Die Betreiber der VeränderBar, in der die Lesebühne seit Jahren ihre Heimat gefunden hat, haben übrigens einen leuchtenden, stimmungsvollen Hinweis mit auf den Weg gegeben:

Drinnen war es allerdings noch etwas kühl, aber nachdem man sich ein Glas Wein gegönnt und die Geschichten einen abwechselnd berührt, bewegt, zum Nachdenken und zum Lachen anregt haben, wurde es schon sehr bald warm ums Herz.
Zur Stammbesetzung Francis Mohr, Henning H.Wenzel und Lars Hitzing gesellte sich diesmal Arne Hirsemann aus Leipzig dazu und er hat seine Geschichten sehr lebendig und emotional mit dem Publikum geteilt:

Und das war erst der Anfang, was mich davor abgehalten hat, einen fälligen Blogeintrag schon eher zu schreiben    zwinker

Mit Carsten war ich einen Abend im Kino, um uns „Unsere Erde 2“ anzusehen … und wir haben ihn für richtig gut befunden! Das einzige, was auf uns etwas befremdlich wirkte, war Günther Jauchs Stimme als Erzähler – aber das ist wohl Geschmackssache …

Mit Anna war ich einen anderen Abend im Boulevardtheater, wo wir die Premiere von „Azzurro – Wie zähme ich einen Italiener“ gesehen haben – das Stück macht echt gute Laune, zumindest für unsere Generation, welche mit Italo-Pop immer wieder schöne Erinnerungen an die Jugendzeit verbindet und die den Film „Der gezähmte Widerspenstige“ vermutlich mehr als nur einmal gesehen hat. Warum? Weil man diesen damals soooooo toll fand    standard    Anna und ich waren uns einig: das Stück ist auf jeden Fall einen Besuch wert!!!

Und wie man an uns sieht, sind die winterlichen Tage inzwischen Geschichte geworden    standard    man muss einfach nur die Zeit, bis der Frühling richtig ankommt, mit vielen schönen Unternehmungen und Menschen ausfüllen, dann kann das Warten auch sehr kurzweilig sein!



2018 15.
Mrz

Ich hoffe, ich kann tatsächlich kurz zusammen fassen, was wir seit dem letzten Blogeintrag so alles erlebt haben … denn es ist nicht wirklich wenig gewesen    standard

Gleich am 1. März habe ich wieder mit dem Unterrichten der Russischen Sprache an der VHS angefangen. Ich habe zum ersten Mal in 6 Jahren eine Gruppe, welche sich auf das B1-Level wagt. Ursprünglich hatte ich 5 Teilnehmer auf der Liste, ich wusste aber, dass noch 2-3 weitere überlegten mitzumachen. Als ich dann zwei Tage vor dem Unterrichtsbeginn eine Liste mit 12 Namen in der Hand hielt, war ich ziemlich überrascht. Sehr schmeichelhaft für mich: Es sind zu 90% Namen, welche schon mal bei mir im Unterricht zu unterschiedlichen Zeiten waren. Offensichtlich bin ich als Lehrerin gar nicht so übel    zwinker

Am darauffolgendem Freitag waren Carsten und ich „Mittagskinder“ (die Ossis unter euch sehe ich jetzt schon grinsen) auf Arbeit, denn wir hatten noch eine lange Fahrt vor uns: Zuerst sollte es nach Chemnitz gehen, um Andrea abzuholen und anschließend nach Bremerhaven, wo Stephanie noch bis Ostern ihr Praktikum beim Alfred-Wegener-Institut machen darf. Wir haben dort eine ganz schicke, wenn auch nicht ganz preiswerte, Ferienwohnung gemietet und hatten ein richtig tolles Familienwochenende. Trotz der frostigen, winterlichen Temperaturen waren wir viel unterwegs und haben uns die Innenstadt angesehen:

Wir haben natürlich auch einige Stunden im Deutschen Auswandererhaus verbracht – sehr empfehlenswert! Anschließend hockten wir noch recht lang im Café/Restaurant „Stadtgeflüster“ zusammen. Auch eine Freundin von Stephanie, welche sie beim Praktikum im Institut kennen lernte, war sowohl im Museum als auch im Restaurant als Kind Nr. 3 bei uns – wir fanden sie klasse und hoffen, dass wir auf sie auch einen halbwegs passablen Eindruck gemacht haben    zwinker
Übrigens, im „Stadtgeflüster“ habe ich einen bis dato mir völlig unbekannten Kräuterschnaps probiert – bei DEM Namen war das ein Muss    standard

Aussprechen kann ich das aber immer noch nicht    zwinker

Bevor wir am Sonntag wieder nach Hause ins Sachsenländle aufgebrochen sind, haben wir uns noch einen Aufstieg auf den Container-Aussichtsturm im Hafen gegönnt. Ein sehr schöner Rundumblick, aber es war ganz schön kalt da oben!

Gegen frühem Nachmittag mussten wir uns schon wieder von Stephanie verabschieden und sind gen Chemnitz bzw. Dresden aufgebrochen. Unterwegs, am Rande der Autobahn, entdeckten wir ein sehr einladend klingendes Einkaufscenter:

Ob man da als Namensvetter einen Preisnachlass bekommen hätte, konnten wir nicht testen, denn am Sonntag sind die Läden in Deutschland ja immer zu    standard

Als wir Andrea in Chemnitz absetzten, lernten wir noch ihren neuen Mitbewohner namens Egon kennen:

Er ist soooo süß! Wenn es um den Niedlichkeitsfaktor geht, kann er auf jeden Fall super mit Mr. Schnuffel von Stephanie mithalten, der leider inzwischen über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Das Kinderwochenende war (leider viel zu schnell) vorbei und nun standen wir vor einer neuen Herausforderung. Unser guter Smart-Opa hat schon vor unserem Urlaub Altersschwächen gezeigt, denn er wollte einfach nicht mehr starten – das Herz bzw. die Batterie war leer und hinüber. Carsten hat daraufhin einen Termin in unserer Haus- & Hofwerkstatt ausgemacht und am Montag nach der Arbeit sollten wir unseren Kleinen hinbringen. Aber wie soll das gehen?! Ich habe mich schon krampfhaft an die Seiten in meinem Fahrschullehrbuch erinnert, wo beschrieben war, wie man ein Auto mit einem Seil abschleppt und egal in welcher Rolle ich mich hineinversetzte (als Zugpferd mit sachtem Anfahren oder als Anhängsel ganz ohne Servolenkung und Bremskraftverstärker plus keiner Warnblinkanlage), wohl war mir bei diesen Gedanken definitiv nicht. Aber der Mensch wächst ja mit seinen Aufgaben, nicht wahr? So hat Carsten unseren KFZ-Booster ganz ordentlich aufgeladen und nach einigen hartnäckigen Versuchen und ganz viel Zittern sowie Bangen ist der liebe Smartie dann doch noch einmal angesprungen! Wir sind nach mehreren Minuten Gas-im-Stand-geben (wwwwrumm wwwwrumm) sehr vorsichtig Kolonne gefahren. Ich immer schön brav mit dem Suzuki hinter meinem Mann her, um im Falle eines Verreckers den nachfolgenden Verkehr mit der Wanrblinkanlage zu warnen und vielleicht auch etwas von der Straße zu schieben, aber am Ende ist alles gut ausgegangen und wir konnten unser kleines Cabrio ohne Probleme gleich in die Garage der Werkstatt hineinbringen –> Motor aus = kein Strom mehr = keine funktionierende Zentralverriegelung = über Nacht musste das Auto unverschlossen gelassen werden. Ab Dienstagabend haben wir ihn aber schon wieder abholen können und ab sofort sind wir jederzeit für die nächste Cabrio-Saison bereit. Schade nur, dass das Wetter noch nicht so richtig mitspielen mag. Aber, wie sagt unsere Freundin Barbara in solchen Fällen immer: „budet, budet“ (es wird, es wird)    standard    Recht hat sie!

Mit jener Barbara haben wir uns übrigens am Mittwoch getroffen und saßen mit ihr ein paar Stunden im türkischen Restaurant „Ocakbasi“ in der Dresdner Neustadt beim Essen, Trinken und Schwatzen über Gott und die Welt, ihre und unsere Reisen, aber auch über Technik wie Handy und moderne Schrittzähler.

Am Donnerstag hatte ich wieder meinen Russischkurs und am Freitag wurden ein paar Haushaltstätigkeiten erledigt. Dazu habe ich noch fehlenden Schlaf nachgeholt, indem ich mich „für 5 Minuten“ in meine Hängematte legte und nach guten zweieinhalb Stunden ganz sanft von meinem Schatz geweckt wurde    :erröten

Am Samstag waren wir wieder mal den ganzen Tag auf Achse. Bereits vor einem knappen Jahr haben wir Torsten zum Geburtstag einen kulinarischen Ausflug in die USA geschenkt und nun schafften wir es endlich, einen passenden Termin zu finden, um diesen Gutschein einzulösen. So kehrten wir mit großer Vorfreude und noch grösserem Hunger in Chemnitz im Meyers Diner ein    standard

Auf deren Küche kann man sich immer verlassen! Dort wünsche ich mir grundsätzlich noch ein paar Mägen mehr, denn es gibt so viele leckere Sachen auf der Speisekarte, aber so wenig Platz im Bauch …

Nach dem Essen machten wir zusammen einen Verdauungsspaziergang um den Chemnitzer Schloßteich und konnten Ines und Torsten u.a. historisch bedeutende Stellen zeigen, wie z.B. diese Ernst-Thälmann-Büste:

Und ganz nebenbei haben wir auch die ersten Anzeichen des nahen Frühlings entdeckt:

Vielleicht klappt es doch schon bald mit einem Cabrioausflug …

Am Sonntagabend waren Carsten und ich im Boulevardtheater. Die Eintrittskarten für die Superwoman-Show von Gayle Tufts habe ich letztes Jahr am Heiligabend ganz uneigennützig meinem Mann als Weihnachtsgeschenk überreicht    zwinker
Wir waren auf einen reinen StandUp-Comedyauftritt eingestellt, aber das Programm hatte für uns eine unerwartete Wendung: Frau Tufts kann auch noch hervorragend live und auf Denglisch singen! Man entdeckt auch bei vermeintlich gut bekannten Personen immer wieder etwas Neues    standard

Anfang dieser Woche haben wir gleich damit verbracht, unsere Steuererklärung für 2017 fertig zu machen. Klingt sehr streberhaft, aber in unserem Fall heißt das eigentlich, dass wir alle benötigten Unterlagen für das Treffen mit unserem Berater von Lohnsteuerhilfeverein zusammensuchen und an ihn übergeben müssen. Bin gespannt, welche Summe er diesmal wieder für uns zurückholen kann. In den vergangenen Jahren war der gute Herr äußerst erfolgreich und wir hoffen inständig, dass er es auch weiterhin bleibt    zwinker

Und sonst so? Am Mittwoch war Carsten dienstlich den ganzen Tag in Hannover unterwegs, ich habe in den nächsten Wochen am Donnerstag regelmäßig bis 20 Uhr Russisch zu unterrichten und nach dem traditionellen Besuch beim Dönermann und nicht weniger traditionellen Wocheneinkauf am Freitag werde ich ganz eifrig meine vielen Akkus für die Kamera und den externen Blitz laden. Am Samstag ist nämlich St. Patrick’s Day und ich darf auch in diesem Jahr die Tänzerinnen vom IDC bei ihren Auftritten begleiten – das wird mit Sicherheit wie immer ein sehr fröhlicher Tag werden!

Ich merke, mein heutiger Beitrag ist am Ende doch nicht so kurz geworden wie ich gehofft habe, aber ich bin zuversichtlich, dass ihr ein wenig Nachsehen mit mir habt    zwinker



2018 20.
Feb

Carsten und ich sind seit gestern wieder zu Hause in Dresden und inzwischen auch ganz und gar im Arbeitsalltag angekommen. Aber wir schauen nur zu gern auf die zwei Wochen Hochzeitstag- und irgendwie auch Sommerurlaub in Miami (Florida, USA) und seiner Umgebung zurück.

Schnuckelige Tagestemperaturen von etwa +25°C, unzählige große und kleine Strände in erreichbarer Nähe mit ganz viel weichem Sand, endlich keine dicken Sachen tragen zu müssen und dazu noch eine unglaubliche Farbenpracht – natürlich überwiegend unterschiedliche Blautöne vom Wasser und dem Himmel … ich habe das alles soooo genossen!!!

So wie auch das Wiedersehen mit Sandra (und ihrer Familie) in Cape Coral:

Ich hoffe, ihr findet den Sonnenuntergang im Hintergrund genau so schön wie ich   standard   denn schon allein über die zahlreich erlebten Sonnenuntergänge könnte ich einen superlangen Eintrag verfassen: um sie zu beschreiben, fehlen mir allerdings die Worte. Die Farbverläufe im Himmel sind einfach magisch und märchenhaft schön und das an jedem einzelnen Tag! Hier mal zwei Impressionen, welche wir auf Key West aufgenommen haben:

Ist das nicht einfach umwerfend!?

Und das ist nur ein Bruchteil von den großartigen Erlebnissen und Begegnungen mit Natur und Mensch, welche wir in den zwei Wochen machen konnten. Ich werde am Wochenende mehr dazu schreiben und natürlich auch die entsprechenden Bilder zum Zeigen aussuchen    zwinker

Aber wie schon anfangs gesagt, sind wir jetzt wieder zurück im winterlichen Dresden, wo unser Thermometer heute früh -2,5°C zeigte und ein Verlassen der beheizten Gebäude ohne Jacke, Stiefel, Handschuhen, Schal und Mütze ziemlich leichtsinnig wäre. Allerdings muss ich zugeben, dass sich die Sonnenaufgänge in Sachsens Hauptstadt zum Besseren entwickelt haben:

Es wird hoffentlich nicht all zulange dauern, bis wir auch hier wieder schnuckelige +25°C haben   zwinker



2018 19.
Jan

Der Jahreswechsel ist für uns / mich diesmal auf besonders leisen Pfoten angekommen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es gar keine zeitliche Zäsur gegeben hat. Glücklicherweise gibt es schöne Rituale bei den OLCAs, die in meinem Fall einerseits ein Beweis dafür sind, dass ein Jahr meines Lebens wieder vorbei ist, anderseits aber zeigen, wie schön das Jahr insgesamt war, was man so alles erlebt hat und auch mit wem. Dazu gehört zweifelsohne eben auch das Auspacken meiner Jahres- bzw. Erinnerungskiste. Ihr wollt sicher wissen, was sich diesmal so alles angesammelt hat, oder ? Das möchte ich euch selbstverständlich auch dieses Jahr (wie die anderen bisher: 2013, 2014, 2015 & 2016) nicht vorenthalten    zwinker

Und nun im Detail, was ein paar dieser Sachen zu bedeuten haben – ein Klick auf das Bild vergrössert die Übersicht und nach jeder Beschreibung wird ein Hinweis zur Position des Belegs gegeben.

Premieren des Jahres:

  • Zum ersten Mal bin ich dank S&V Mobility auf einem Segway gefahren (es war einst ein ganz uneigennütziges Geschenk an meine Orangenhälfte). Dabei habe ich so viel Spaß gehabt, dass wir einen weiteren Segway Ausflug – ebenfalls ganz uneigennützig – an Anna schenkten, damit auch ihr lang gehegter Wunsch mal in Erfüllung gehen konnte.    [oben links]
  • Carsten durfte zum ersten Mal in seinem Leben einen Trabant 601 lenken. Beim Kurven durch die Dresdner Straßen war ich mit meiner Beifahrerin-Rolle ganz zufrieden und so hat nur mein Mann nach der Fahrt ganz berechtigt seinen Trabi-Führerschein erhalten!    [oben links & oben rechts]
  • Beim 18. Dresdner Pflegetag durfte ich zum ersten Mal mit dabei sein und ich muss sagen, es gab wirklich jede Menge interessante Vorträge. Einen großen Dank an meine Chefin, dass sie mich mitgenommen hat.    [mittig links]
  • Zum ersten Mal habe ich eine eigens kreierte Kette zusammengestellt und aufgefädelt. Dabei war ich so erfolgreich mit meinem Entwurf, dass ich nach exakt dem gleichen Muster noch zwei weitere im Perlenladen herstellte: eine für Anna und eine für Susanne … ich habe auch schon gesehen, dass sie diese Werke tatsächlich tragen und nicht nur aus Höflichkeit dankten    standard    [unten links]
  • Zum ersten Mal konnte ich beim Sommerfest meines jetzigen Arbeitgebers teilnehmen und war sehr von der großen Organisation und der Zusammenkunft der vielen Mitarbeiter beeindruckt. Mehr durch Zufall habe ich dort auch eine Mutter getroffen, die wir bislang nur von gemeinsam besuchten Elternversammlungen von Stephanies Klasse im Gymnasium kannten. Beim Quatschen stellten wir allerdings fest, dass wir inzwischen seit fast zwei Jahren immer wieder dienstlich miteinander telefonieren, doch da wir beide nicht die gleichen Nachnamen wir unsere Mädels haben, war weder ihr noch mir klar, wer sich am anderen Ende des Telefon befand. Was für ein Aha-Erlebnis!!!    zwinker    [oben links]
  • Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich ganz legal (natürlich gegen ein entsprechendes Zusatzentgelt) an jeder großen und langen Schlange in einem Freizeitpark vorbeigetrabt. In den Universal Studios in L.A. darf man für 90$ mehr völlig tiefenentspannt von ganz hinten nach ganz vorne gehen … mit einem „Front of Line“-Ticket um den Hals. Einen großen Dank an Ines für die Idee, uns zu überzeugen, diese „Schummelpässe“ doch zu kaufen!    [lila Anhänger mit schwarzen Bändchen mittig links]
  • Zum ersten Mal habe ich zu Ostern ein Geschenk bekommen, welches eigentlich gar nicht für mich bestimmt war. Andrea hat nämlich bei Oxfam Geld für ein Zicklein gespendet, damit das an eine bedürftige Familie gegeben werden kann. Ich habe im Gegenzug einen Kühlschrankmagneten mit dem „kleinen Milchgesicht“ bekommen und bin zudem sehr stolz auf meine Tochter, die wirklich versucht, unsere Welt ein bisschen besser zu machen.    [mittig rechts]

Auf Reisen versuchen wir immer etwas Neues zu entdecken und davon gab es im Jahre 2017 zum Glück auch wieder reichlich:

  • Unseren 11. Hochzeitstag verbrachten wir diesmal in einem RIU-Hotel auf den Kapverden. Die Anreise nach Boa Vista war mit ca. 5200 km die bislang größte Entfernung, die wir für diesen Anlass im Februar zurückgelegt haben … vom Hochzeitstag in Las Vegas mal abgesehen    zwinker   bin gespannt, wann das wieder getoppt wird und wie es weitergeht in den Reihen der OLCAschen Hochzeitstagsurlaube: Hamburg (Norddeutschland) – Bad Schandau (Ostdeutschland) – Antalya (Südtürkei) – Torremolinos (Südspanien) – Prag (Tschechien) – Corralejo auf Fuerteventura (Spanien) – Weimar (Ost-Deutschland) – Schnaittach bei Nürnberg (Süddeutschland) – Jelena Góra (Westpolen) – Playa del Inglés auf Gran Canaria (Spanien) – Praia de Salines auf Boa Vista (Kapverden). Ihr seht: mal zieht es uns in die Wärme und mal bleiben wir in der Februarkälte … Boa Vista zählt da natürlich zu wohltemperierten Destinationen und hat uns mehr als beindruckt – die Insel ist auf jeden Fall eine Reise wert.    [diverse Dinge links/mittig oben]
  • In Wien schlenderten wir nicht nur ein verlängertes Wochenende durch die schöne Innenstadt und die märchenhaften Parks samt Schlösser, sondern gönnten uns auch ein oberleckeres Stück Sachertorte im gleichnamigen Cafe.    [beiges Zuckerpäckchen mittig]
  • Im Nachbarland Tschechien erkundeten wir bei einer einwöchigen Rundfahrt mal wieder ein paar Städte: in Gablonz kauften wir selbstverständlich den weltweit bekannten Glasschmuck, in Pilsen durften wir im Rahmen eines Braureibesuchs durch die unterirdischen Gänge der Innenstadt wandeln, in Krumau galt es die Schönheit der Stadt zu bestaunen und in Budweis konnten wir bei einem kleinen Stadtfest hautnah mit dabei sein.    [diverse Dinge mittig]
  • London war schon seit Ewigkeiten ein Ziel meiner Reiselust und der Traum wurde im Jahre 2017 endlich erfüllt! Auch wenn es nur ein verlängertes Wochenende war und zeitgleich der schreckliche Amoklauf an der London-Bridge und im Bereich des Borough Market stattfand, hat mich diese Stadt mehr als nur in den Bann gezogen – da fahren wir bestimmt noch einmal hin!    [gar nicht erst suchen – zu versteckt]
  • Unseren Sommerurlaub verbrachten wir zusammen mit Ines und Torsten als Rundreise im Westen der USA: Los Angeles, Las Vegas und San Francisco, dazu zahlreiche Nationalparks (z.B. Joshua Tree, Death Valley, Zion, Bryce & Yosemite) und jede Menge anderer Highlights (z.B. Highway 1, Geisterstadt, Autostrand, Tierbegegnungen & ein Speedingticket über 400$). Sorry Carsten, aber mit den beiden hat das Testen der verschiedenen Biersorten an jedem Ort viel mehr Spaß gemacht als mit dir Abstinenzler … dafür konnte er aber eben immer ohne vorheriges Auslosen mit dem US-typischen Monster von Auto fahren    standard    [die zwei Bottle Caps mit Bären mittig]
  • Auch die IJsselmeer-Gegend war für Carsten und mich absolutes Neuland, ist aber ebenfalls für uns ein sehr lohnendes Ziel, um nach einer gewissen Zeit nochmals dorthin zu fahren. Insbesondere das nigelnagelneue Auto samt Fahrradträger hat sehr zur guten Laune und Erkundung per Pedes und Drahtesel beigetragen.    [ebenfalls gar nicht erst suchen]

Und was haben wir sonst noch so im Jahr 2017 gemacht, unternommen, entdeckt und zelebriert ?

  • Wir konnten glücklicherweise wieder sehr viel Zeit mit unseren Kindern verbringen: gegenseitige Besuche in Dresden, Potsdam und Chemnitz, haben viel gekocht und vielleicht noch mehr auswärts gegessen, konnten stundenlang spielen und quatschen, haben gemeinsam die Ausgänge in den verwinkelten Wirren des Labyrinthehauses in Altenberg gesucht (und gefunden!) und machten uns gegenseitig immer wieder kleine und große Geschenke mit und auch ohne Anlass. Auch wenn wir jetzt nicht mehr so nah beieinander wohnen (oder vielleicht gerade deswegen?)    zwinker    schätzen wir die gemeinsame Zeit nun umso mehr.
  • Wenn meine Kinder mal nicht in greifbarer Nähe sind und ich dennoch jemanden zum Knuddeln und Schwatzen brauche, dann gibt es da noch das „Adoptivkind“ Julia von meiner Arbeit. Sie hat mich mich diese Jahr zudem immer ganz unkompliziert bei diversen Fotovorhaben unterstützt, wie z.B. bei den Monatsprojekten „Gegen das Licht“ und „Körpersprache“ – dafür gibt es im Gegenzug auch gerne immer wieder mal ein Käffchen beim Bäcker und etwas zu essen    zwinker
  • Apropos Essen. Diese, unsere Lieblingsbeschäftigung ist natürlich auch im vergangenen Jahr bei uns nicht zu kurz gekommen, was die diversen Rechnungen durchaus eindrucksvoll belegen: 
    • Dank Andreas Umzug nach Chemnitz haben wir jetzt öfter einen Grund, im Meyers Diner einzukehren.    [mittig links]
    • Wir waren mit Kindern beim allerersten Osterbrunch des Eivissa Cafes.    [mittig]
    • Im Milchmädchen kann man bei sehr leckerem Kuchen und dazu passendem Kaffee auch für ganz lange Zeit versacken.    [mittig]
    • In der L’Osteria füllten wir zu fünft nach einem Wandertag unsere Energiereserven auf. Wer der fünfte ist? Karl, Andreas Freund. Ja er gehört nach mittlerweile 5 Jahren schon irgendwie fest zur OLCA-Familie    zwinker    [mittig]
    • Nach ewigen Zeiten haben Carsten und ich uns mal wieder Essen nach Hause liefern lassen – im Schnizz vor Ort wird man ganz prompt bedient, zu Hause mussten wir eine gute Stunde auf unsere Bestellung warten … beim nächsten Mal gehen wir lieber wieder direkt dorthin    standard    [unten links]
    • Im mexikanischen Restaurant Espitas haben wir zusammen mit Ines und Torsten gebruncht und dabei live bzw. sogar hautnah miterlebt, wie man Dia de los Muertes auch in Deutschland feiern kann.    [unten mittig mit den Glitzersteinchen vom Schminken]
    • Wir haben inzwischen das ganz in unserer Nähe befindliche, indisches Restaurant Agra sehr zu schätzen und lieben gelernt. Gutes, leckeres Essen und eine immer nette Bedienung. Dieser Genusstempel hat uns in 2017 gleich mehrmals gesehen und es wird sicherlich auch in 2018 so weitergehen    standard    [unten mittig und rechts]

Über Essen könnte ich sicherlich noch etliche Seiten füllen (traditionell deutsch im Brauhaus am Waldschlösschen, griechisch im Olympia, sommerlich im Biergarten El Horst, fleischig im Steakhaus Alte Münze/Applaus, alpenländisch im Swissôtel, türkisch im Ocakbasi, russisch im Odessa, Running-Sushi im Shou, chinesisch im Dschingiskhan, …), aber Platz für ein bisschen Kultur muss auch noch sein:

  • Zusammen mit Anna waren Carsten und ich im Boulevardtheater bei einer Lesung von Vladimir Kaminer – egal wie oft man ihn schon gehört und gesehen hat, wie können nicht genug von ihm bekommen! Und Anna hatte am Ende ebenfalls Bauchschmerzen vor Lachen …    [oben mittig]
  • Am Abend des Konzerts von Apparatschik hat Carsten nur Taxidienste übernommen, denn Anna und ich hatten jede Menge Spaß bei der Veranstaltung im Club Tante Ju, wo wir auch mal ganz verrückt unbeschwert das Tanzbein schwingen konnten, und er brachte zeitgleich Andrea mit dem Auto zurück nach Chemnitz, da aufgrund des Sturms keine Zug mehr gefahren ist.    [hellgrünes Bändchen samt Ticket unten mittig]
  • Das Programm „Schwer im Stress“ von Markus Maria Profitlich, welches wir gemeinsam mit Ines und Torsten besuchten, war leider nicht so spritzig wie wir es nach dem TV-Format „Mensch Markus“ erwartet hätten … unseren Spaß hatten wir dennoch.    [ebenfalls gar nicht erst suchen, da zu versteckt]
  • Im Kino waren wir in 2017 gerade drei Male – vor ein paar Jahren was das allerdings noch ganz anders: „Fast & Furious 8“ (super Action), „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ (sagenhafte Bilder und das sogar mit starker Story!) und natürlich „Paddington 2“ (so süüüüüüüüüüss und knuffig!).    [1x links mittig & 2x rechts mittig]
  • Auch nominell weniger als die letzten Jahre sind wir im vergangenen bei Igel-Touren mit dabei gewesen. Aber zum einen gibt es dieses Jahr vielleicht mehr Gelegenheiten für die verpaßten Führungen und zudem kamen auch schon wieder ein paar neue Interessante dazu – d.h. es könnte 2018 durchaus wieder mehr werden    zwinker    [rechts unten]
  • Natürlich durfte ich auch diesmal wieder die Tänzerinnen von IDC als Fotografin beim St. Patricks Day und auch bei ihrer eigenen Veranstaltung „Tap&Clap“ begleiten.    [links unten]
  • Und ich habe in 2017 sogar selber einen kleinen Beitrag zum Kulturleben von Dresden beitragen können, denn meine Bilder „Teddybären auf Tour“ wurden im Rahmen einer Vernissage in der VeränderBar ausgestellt und zusammen mit einer Phrase4-Lesung eröffnet:

Puh ist das schon wieder viel Text geworden und eigentlich könnte ich noch viel viel mehr über die bislang nicht erwähnten oder auch über jedes einzelne Stück schreiben, denn so viele Erinnerungen stecken in jedem Fetzen Papier und in der noch so kleinen Kleinigkeit, welche meine Jahreskiste vor ein paar Tagen preisgegeben hat. Aber ob man immer alles erzählen sollte? Ich denke, ein paar Sachen lasse ich einfach mal nur als Bild so stehen … aber wenn ihr dennoch Fragen zu irgendetwas auf dem Foto habt (z.B. zum weißen Knäul da oben rechts    zwinker    ), beantworte ich euch diese sehr gern.

Übrigens, das Sammeln von Erinnerungsstücken für 2018 hat in der nur kurz leer gewesenen Kiste schon längst wieder begonnen   zwinker



2017 25.
Dez

In der letzten Woche vor Weihnachten sind Carsten und ich endlich einmal über ein paar Weihnachtsmärkte in der Dresdner Innenstadt gelaufen, um uns wenigstens ein wenig in festliche Stimmung zu bringen. Auch wenn die hiesigen Märkte inzwischen alle geschlossen sind, möchte ich euch auf eine kleine Reise durch die strahlende Weihnachtswelt in der sächsischen Hauptstadt mitnehmen    standard

Zuerst sind wir auf dem Weihnachtsmarkt auf der Prager Straße gewesen:

Dort gab es vor allem sehr viele Optionen, etwas zu essen und zu trinken. Bei einem Stand bin ich sogar fast schon schwach geworden, konnte mich allerdings nach dem genauen Durchlesen der Zutaten doch nicht dazu durchringen, dieses Getränk trotz seines sehr geschickt gewählten Namens zu trinken    zwinker

Vielleicht nächstes Jahr …    zwinker

Auf dem 583. Striezelmarkt, urkundlich eines der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands, war ich zu dem Zeitpunkt allerdings schon zum zweiten Mal. Da ich beim ersten Besuch zusammen mit Ines, Anna und Manu jede Menge des klassischen Glühweins getrunken habe, war ich diesmal auf der Suche nach etwas Besonderen. Et voila!  Heiße Caipirinha:

Hier sind ein paar Impressionen der wirklich sehr aufwändig, liebevoll und gekonnt geschmückten Verkaufsstände des Striezelmarkts. Es ist nur eine Mini-Auswahl – alle Stände und Büdchen sind echt wunderschön und sehr einladend!

Diesen Stand „durfte“ ich nur aus sicherem Abstand anschauen … da hat mein Mann ganz genau darauf geachtet, denn in unserer kleinen Wohnung gibt es seiner Meinung nach bereits zu viele bärige Mitbewohner     erroeten

Ein Pflaumentoffel durfte auf einem traditionellem Weihnachtsmarkt natürlich auch nicht fehlen:

Was ich immer wieder sehr schön finde, ist die großzügig gestaltete Ecke für die kleinen und im Herzen jung gebliebenen Besucher des Marktes mit bekannten Märchenfiguren – da freut man sich auch als Erwachsener immer wieder wie ein Kind. Allerdings ist das Fahren mit der Bahn durch das Märchenland tatsächlich nur den Kleinsten unter uns vorbehalten    standard

Damit man eine Vorstellung bekommen kann, wie groß die Gesamtfläche ist, versuchte ich ein paar „überblickende“ Aufnahmen zu machen. Hier das offizielle Eingangstor zum Striezelmarkt in Schwibbogenform:

Man kann links sogar die Treppe zur kleinen Aussichtsplattform erkennen. Selbstverständlich waren auch wir auf dem überdimensionalen Schwibbogen, denn man hat von dort einen unheimlich guten Überblick über den gesamten Striezelmarkt mit dem dazugehörigen, festlich geschmückten Tannenbaum …

… und der ebenso für Dresdner mittlerweile unentbehrlichen Weihnachtspyramide. Diese ist, wenn ich mich nicht irre, immer noch die Größte der Welt:

Nachdem wir uns auf dem Striezelmarkt umgesehen und kulinarisch gestärkt haben, gingen wir zum Romantischen Weihnachtsmarkt Anno 1900 an der Frauenkirche. Dort geht es weniger darum, mit viel Lichterglanz zu punkten, sondern eher darum, Bewährtes und zum Teil auch etwas in Vergessenheit geratenes zu präsentieren. Mit wenig Bling-Bling und im Stile alter Dienstleistungen dominieren hier vor allem Handwerkskunst und „alte“, traditionelle Speisen – eben kein neumodischer Kram, wie z.B. Langos, Sushi, Empanadas etc.:

Man hat dabei natürlich auch darauf geachtet, dass es etwas besinnlicher und ruhiger zugeht als auf dem Striezelmarkt. Daher war auch die Beleuchtung nicht auf viele Kilowatt ausgelegt, sondern auf Wärme und Gemütlichkeit:

Die Gestaltung der Verkaufstände entsprachen natürlich auch dem gleichen, back-to-the-roots-ähnlichen Konzept:

Jedes Jahr baut man dort auch eine Kulisse auf, welche an den Ursprung des Weihnachtsfestes erinnert, die Geburt Christi:

Im Stall rechts neben dieser Treppe gibt es an Seite von gemalten Heiligen Drei Königen auch lebende Schafe. Sie haben sich diesmal allerdings so gut versteckt, dass sie leider die Gelegenheit verpasst haben, in meinem Blogeintrag als Foto zu erscheinen    zwinker

Ganz in der Nähe des romantischen Weihnachtsmarkts an der Frauenkirche, befindet sich im Stallhof der Mittelalter-Weihnachtsmarkt:

Hier wird, wie man sieht, ebenfalls auf zu viel grelles Licht verzichtet. Dafür hat man eine, aus meiner Sicht richtig schöne Idee entwickelt, denn auf die Wände des Dresdner Schlosses wird sanfter Schneefall und Fackeln samt deren flackerndes Licht projiziert (in der Bildmitte):

Dieser Markt ist an jedem Wochentag und zu jeder Tageszeit sehr gut besucht:

Man kann dort außergewöhnliche Kleidungs- und Schmuckstücke kaufen, den Handwerkern, wie z.B. Schmieden, beim Arbeiten zusehen, bei einer Wahrsagerin die eigene Zukunft erfahren oder einfach nur beim Bierchen … ähm … Met für eine Stunde in einem großen, öffentlichen Badezuber mit Freunden abhängen:

Sich einen Obstwein oder Met für den Eigengebrauch oder als Geschenk aussuchen …

… und bevor man nach Hause geht, sich noch einen frischgebackenen, heißen und appetitlich duftenden Apfelkrapfen kaufen:

Das letzte habe ich ebenfalls gemacht und nicht bereut – er war soooooooooo lecker und die gerade gebackene Leckerei wärmte zudem noch meine Hände, meinen Bauch und mein Herz    standard

Das sind wahrlich nur minimale Eindrücke von ein paar der zahlreichen Weihnachtsmärkte, welche es im Dezember in Dresden gibt – laut Stadtwebseite öffneten in 2017 insgesamt 11 Stück. Es hat sich eben inzwischen herumgesprochen, wie schön die Adventszeit in unserer Stadt ist … deshalb gehen wir, die Einheimischen, auch eher in der Woche dorthin, um sich mit Freunden zu treffen und einen Glühwein zusammen zu trinken, denn am Wochenende überlassen wir die Gänge zwischen den Verkaufsständen lieber unseren auswärtigen Gästen und damit sich die Händler von Montag bis Donnerstag nicht langweilen    standard



2017 17.
Dez

Erst heute wurde mir so richtig bewusst, dass in genau zwei Wochen das Jahr zu Ende sein wird. Da man nach Möglichkeit keine Schulden ins neue Jahr mitnehmen sollte, möchte ich euch noch etwas bereits längst Überfälliges nachreichen: die Ergebnisse meines Fotoprojekts vom Oktober    zwinker

Beim Fotografieren musste ich immer wieder an die Worte von Gotthold Ephraim Lessing denken: „Wir sind alle Blätter an einem Baum, keins dem anderen ähnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.“

Auf einem Baum gibt es jede Menge Platz für frische und auch für schon ältere Blätter:

Die warmen Strahlen der Sonne bringen Blätter regelrecht zum Leuchten:

Manche der Blätter öffnen sich der Welt …

… andere wiederum sind ihrer Umwelt gegenüber ziemlich misstrauisch und daher gut „bewaffnet“:

Wenn sie dann aber vom Baum getrennt werden, kann es passieren, dass alle, die auf dem harten Boden gelandet sind, zwar nebeneinander ihr Dasein fristen, aber jeder für sich bleibt:

Es kann aber auch anders kommen und sie landen in einem bunt gemischten Haufen Gleichgesinnter:

Vielleicht findet sich darin sogar ein passendes Pärchen?

Es kann aber auch passieren, dass man auf dem Weg ganz allein und zurückgelassen bleiben muss …

… oder an einem Ort hängen bleibt, von welchem man einfach nicht mehr weg kommt:

Man wird oft mit vielen Wassern gewaschen:

Dabei lässt man sich dennoch nicht unterkriegen, härtet ab und wird zäh wie Leder:

Trotz der für die Umwelt gezeigten Stärke gibt es Momente, wo man sich einfach mal hängen lässt:

Egal wie es kommt, die zarte Seite der Seele bleibt immer erhalten:

Es gibt viele Wege und oft genug muss man die Anderen einfach weiter ziehen lassen, während man selber an Ort und Stelle bleibt:

Die Erinnerungen halten uns aber auch in den kalten und ungemütlichen Zeiten im Herzen warm:

Besonders jetzt, im Dezember, wo es draußen dunkel und nass ist und die Bäume kahl sind, hat es mich um so mehr gefreut, die bunten Herbstbilder wieder durchzusehen und ein paar für euch, meine lieben Leser, zusammenzustellen. Ich hoffe, die Auswahl gefällt euch!