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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2019 16.
Jun

Endlich habe ich die Zeit gefunden, meine Quadrologie zu unserem Hawaii-Urlaub im Sommer 2018 abzuschließen – nach den Teilen …

Unser Hawaii-Urlaub Teil 1 von 4

Unser Hawaii-Urlaub Teil 2 von 4

Unser Hawaii-Urlaub – Teil 3 von 4

folgt jetzt Teil 4 – viel Spaß damit.

Maui war also unsere letzte Station bei diesem Inselhopping. Wir empfanden sie nach den bereits gemachten Erfahrungen als touristisch besonders gut erschlossen, dafür aber auch am wenigsten hawaiianisch. Man hat auf der Insel zum Beispiel mehr „Bleichgesichter“ (sogenannte Haoles) wie wir es sind gesehen und nicht wie auf den vorherigen das braungebräunte, runde und strahlende Ureinwohnerlächeln.

Auch auf dieser Insel waren wir sehr viel unterwegs. Dabei ist Maui flächenmäßig lediglich 54 x 42 km groß, aber wir haben es wieder einmal geschafft, innerhalb von acht Tagen insgesamt 1173 km mit unserem Jeep abzufahren.

Unser B&B lag in Kihei (relaiv im Süden), heißt „Sojourn“ und wird ganz liebevoll von Lila und James betrieben.

Beide sind vor Jahren vom Festland hierher gezogen, um vom gut entwickelten Tourismus zu profitieren und sich den Traum von immerwährenden Sommer zu verwirklichen – das ist ihnen gelungen:

Dieses B&B hatte aber eine – besondern für amerikanische Verhältnisse – außergewöhliche Besonderheit, denn im gesamten Haus gab es keinen einzigen Fernseher. Nein, auch nicht auf den Gästezimmern! Dafür hatte man somit mehr als genug Möglichkeiten, immer wieder mit den Gastgebern und auch mit den anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Besonders abends am Pool bzw. auf der Terrasse … vor allem bei den immer wieder atemberaubenden Sonnenuntergängen (s.o.):

Der Frühstückstisch wurde auch hier jedes Mal mit sehr viel Liebe gedeckt und das Essen war auch in diesem Haushalt stets „organic“

Der oben erwähnte Pool stand natürlich auch uns als Gästen zur Verfügung, aber wir haben lediglich nur ein einziges dieses Recht für uns beansprucht …

… denn wir waren nach wie vor viel viel lieber im Ozean baden:

James hat uns zudem seinen Lieblingsschnorchelplatz verraten – der Strand heißt „Secret Beach“ und liegt ganz in der Nähe unseres B&B und des sehr viel mehr bekannten sowie besuchten Poolenalena-Strand. Im Gegensatz dazu hat man am Secret Beach tatsächlich fast kaum Menschen gesehen:

Deshalb wird ein Abschnitt dieses Strandes auch gern von FKK-Anhängern genutzt, was für uns, die im Osten Deutschlands beheimatet sind, natürlich gar kein Problem darstellte. Aber ich muss schon gestehen, das es schon äußerst ein spannendes Bild ist, einem nackten Mann bei seinen Yogaübungen zuzusehen    zwinker

Wir waren hier aber viel mehr im Wasser als am Strand und erlebten dort eine wahre Schildkrötenautobahn:

Die lebenden Panzer schweben nämlich vom Strand aus gesehen immer zwischen zwei ca. 100 m voneinander entfernten Felsformationen von rechts nach links und wieder zurück, wohl um immer mal zwischen den Mahlzeiten ein wenig Bewegung zu haben. Badende und Schnorchelnde haben sie dabei auf dem nur von Sand bedeckten Abschnitt so gut wie gar nicht beachtet:

So viel Ruhe hatte man an den hotelnahen Stränden im Norden der Insel dann nicht mehr, denn es tummelten sich für mein Gefühl einfach viel zu viele Menschen im Wasser. An so einer überfüllten Stelle habe ich mal erfolglos versucht, einer auf mich zusteuernden Schildkröte auszuweichen, denn ich hatte noch die Höhe der Strafe für das Berühren dieser Tiere gut im Kopf – somit schulde ich dem US-Bundesstaat Hawaii jetzt wohl 3000 USD:

Aber unseren vielen Fahrtkilometer haben wir natürlich nicht beim Schnorcheln gesammelt. Auf Maui gibt es eine sehr berühmte, 103 km lange Straße, welche die Städte Kahului und Hana verbindet und den Namen „Road to Hana“ trägt:

Auf dieser Strecke erwarten einen 54 Brücken, 619 Haarnadelkurven und immer wieder jede Menge umwerfende Panoramablicke:

Da das Abfahren inzwischen zu einem „Must-see“ auf der Insel gehört, empfahlen uns Lila und James, die Strecke lieber in umgekehrter Richtung zu fahren, also von Hana nach Kahului und zum Teil auf unbefestigten Straßen. Während also der touri-guide-gesteuerte Normalo morgens im Uhrzeigersinn vom Norden der Insel in den Osten bis Hana und nachmittags dann die gleiche Strecke zurückgefahren ist, starteten wir unsere „Road to Hana“ morgens im Süden und sind immer gegen den Uhrzeigersinn durch Hana bis Kahului und durch die Inselmitte zurück zum B&B gefahren. Damit zuckelten wir eben nicht die ganze Zeit in einer Kolonne mit all den anderen Touristen – das war ein richtig guter Tipp! Wir konnten unterwegs so auch viel ungestörter an vielen Stellen anhalten und uns das eine oder andere genauer ansehen.

Auf dieser Strecke gibt es zum Beispiel auch eine ganz tolle Möglichkeit, in einem Wasserfall zu baden. Man muss zudem nicht so wie wir auf Oahu zuerst viele Kilometer durch den Dschungel laufen, sondern erreicht nach nur ein paar Metern vom Parkplatz plus eine kleine Kletterpartie auf Felsbrocken die Alelele-Falls:

Ein wenig abseits der Hauptstraße gibt es eine kleine Kirche namens „Palapala Hoomau Congregational Church“ , welche 1864 gegründet wurde:

Auf ihrem Friedhof fand der berühmte Pilot Charles Lindbergh, der 1927 im Alleinflug nonstop den Atlantik von New York nach Paris überquerte, seine letzte Ruhe:

Ebenfalls etwas abseits des Hauptwegs liegt der Red Sand Beach. Da wir aber noch einige Kilometer Autofahrt vor uns hatten, entschlossen wir uns kurzerhand nur zu einer Wanderung dorthin und dem obligatorischen Foto für meine „Füße-im-Wasser-Galerie“. Den Fußweg dorthin hat man typisch amerikanisch mit einer Dangerous-Warnung versehen …

… doch für uns, die bereits das Dschungelabenteuer auf Oahu überlebt und viele Wanderungen in der Sächsischen Schweiz hinter uns haben, war es wirklich nur ein 20-minütiger Spaziergang:

Als wir aber an diesem bilderbuchhaften Strand ankamen, bereuten wir zutiefst, dass wir unsere Badesachen im Auto zurückgelassen haben. Carsten war deshalb so lieb und ist freiwillig die gesamte Strecke nochmals zum Wagen gelaufen, um unser Zeug zu holen. Es war wirklich eines der schönsten Badeerlebnisse des Urlaubs!

Draußen tobte zwar das Meer, aber die Wellen wurden durch vorgelagerte Felsen, welche den Bereich bis zum Strand zu einem natürlichen Becken machten, gebrochen – so hatte man ein tolles und mitunter kräftiges Wellenschauspiel vor Augen während man dennoch im erfrischenden und recht ruhigen Wasser lag:

Unsere Road-to-Hana-Fahrt endete schließlich im beschaulichen Städtchen Paia und bevor man zum Stadtzentrum kam, hatte man noch eine gute Möglichkeit, vom Felsen herab zahlreichen Surfern bei ihrem Warten und Wellenreiten zuzusehen:

Hier mal unsere erste große Erkenntnis über das Surfen im Allgemeinen: Um Geduld zu erlernen, muss man einfach mal mit dem Surfen anfangen, denn das Gros der Zeit verbringen die Surfer nur damit, auf die für sie in dem Moment perfekte Welle zu warten – aber es gibt sicherlich sehr viel Unangenehmeres:

An einem anderen Tag entdeckten wir genau an dem Strand einen fast komplett mit großen schwarzen Steinen bedeckten Abschnitt. Und da die Leute diesen mit viel Hingabe fotografierten, kamen auch wir etwas näher heran und dann wussten wir warum: es war gerade eine Ruhestelle von mindestens 40 Schildkröten!

Ja, nicht alles, was hier wie ein Felsen oder nasser Stein aussieht, ist auch einer …

Und es kamen sogar immer mehr an, nur leider hatten sie kaum eine Chance, noch ein gutes und trockenes Plätzchen zu finden. Manche davon ließen sich daraufhin wieder ganz langsam von den Wellen ins Meer hinausziehen:

Nachdem wir alle Brücken passiert und alle Haarnadelkurven auf der „Road to Hana“ mit Bravour gemeistert haben …

… trieb uns der Hunger ins Zentrum von Paia. So landeten wir im „Paia Fish Market“ , was aber anders als der Name suggeriert kein Markt, sondern ein Schnellimbiss. Das Bier dort war sehr erfrischend und das Essen wird erst bei Bestellung zubereitet und ist somit äußerst frisch und auch ganz ganz lecker.

Wo wir mal wieder beim Thema Essen angelangt sind: da dies nun unsere letzte Station auf unserer Hawaii-Reise war, ließen wir uns an einem Abend für ein immer recht schnell ausgebuchtes Luau auf die Warteliste setzen. Ich war etwas besorgt, ob wir am Ende tatsächlich drankommen würden, aber Lila meinte, dass es so gut wie immer klappt und ich vertraute ihren Worten. Eigentlich hatten wir ein solches Festessen im Freien, mit traditionellen Gerichten der Einheimischen und den dazugehörigen Tanzaufführungen schon auf Kauai und auf Big Island ins Auge gefasst, aber es hat sich irgendwie nie ergeben.

An diesem Abend mussten wir also mal unsere, inzwischen fast mit der Haut verschmolzenen Badesachen ablegen und zogen uns nach gefühlten Monaten zum ersten Mal wieder gut bürgerlich an:

Wir trugen sogar unsere „normalen“ Schuhe statt Badelatschen und Sandalen!

Die Veranstaltung fand im Küstenstädtchen Lahaina statt und trägt einen stolzen Namen „Luau Feast At Lele“ … Lele ist der frühere Name von Lahaina. Ich muss sagen, es war ein wirklich luxuriöses Luau – mit einem fabelhaften Sonnenuntergang direkt am Strand …

… mit sehr gutem Essen und feurigen Tänzen von den vier verschiedenen Regionen des Pazifiks: Hawaii, Tahiti, Samoa und Aotearoa (bei uns wohl eher unter dem Namen Neuseeland bekannt).

Erstaunlicherweise waren alle Getränke, auch Spirituosen und alkoholische Cocktails, im Preis inbegriffen und ich habe dabei feststellen müssen, dass man beim Mixen mit dem Alkohol definitiv nicht gegeizt hat.

Übrigens, Lahaina haben wir noch ein weiteres Mal besucht, um am letzten Abend vor der Abreise dort zu essen. Diese kleine Stadt ist zweifelsohne ein sehr gut entwickeltes Touristenzentrum, das hat man sofort an den zahlreichen Läden gesehen, die die Hauptstraße der Stadt säumen und in denen man jede Menge Badesachen und Nippes für zu Hause kaufen konnte. Wir hörten auch diesmal wieder auf die Empfehlung eines Ortskundigen und gönnten uns eine, zugegeben etwas kostenintensive, aber dafür sehr gute Henkersmahlzeit mit Blick auf den Ozean:

Ich habe vorletztes Jahr im Monterey Aquarium (Kalifornien, USA) eine Abalone als ein für mich ganz neues Wesen entdecken dürfen und hier im „Honu“ konnte ich diese Seeschnecke nicht nur meinem Zahn und im Mund fühlen, sondern durfte auch noch die herrliche Perlmuttmuschel behalten. Auf die war ich wirklich sehr scharf, denn ich liebe Perlmutt!

Auf Maui konnten wir allerdings nicht immer ins Wasser springen wie es uns gefiel, denn es gab während unseres Aufenthalts auf der Insel immer wieder mal eine Sturmwarnung auf Carstens Handy:

Der nächste Hurrikan hielt auf die Inseln zu und die Händler der zahlreichen Touri-Shops reagierten sofort: Olivia, so der Name dieses Wirbelsturms, war zwar noch gar nicht angekommen, aber die obligatorischen „I survived“-T-Shirts konnte man bereits kaufen:

Die Sonne ließ uns auf Maui fast nie im Stich, aber in den höheren Lagen der Insel kann das trotzdem auch mal ganz anders aussehen. Im Haleakala-Nationalpark (nebenbei erwähnt der einzige NP auf Hawaii, für den wir Eintritt zahlen mussten) waren wir sehr froh, dass wir unsere Fleecejacken immer griffbereit im Auto platziert hatten!

Nur um diese Anhöhe lag eine dichte Wolkendecke und somit war es dort im Allgemeinen äußerst kühl, feucht und neblig:

Den dort beheimateten Rebhühnern macht das offensichtlich genau so wenig aus wie die Höhe, in welcher sie ganz entspannt herumspazieren:

Auch die seltene, einheimische Pflanze mit dem Namen Silberschwert gedeiht dort prächtig:

Uns war die Luft bzw. der Sauerstoffgehalt in einer Höhe von 3055 m doch etwas zu dünn …

… so habe ich diesen Umstand anfangs ein wenig unterschätzt und bezwang die etwa 40 Treppenstufen zu dieser Anzeige noch im Schweinsgalopp. Aber als ich dann oben ankam, blieb mir nicht nur wie gewohnt ein wenig die Puste weg, sondern komplett. An dem Tag habe ich verstanden, was man meint, wenn man einen Zustand als „atemlos“ beschreibt. Ich hätte nur zu gern Helene Fischer in dieser Höhe gesehen!   zwinker

Der von mir schon erwähnte Hurrikan Olivia schickte wie sein Vorgänger Lane (siehe Teil 2: Kauai) etliche Regenausläufer voraus, was uns zumindest die geplanten Wanderpläne in höheren Lagen zunichte machte:

Das wurde selbst den sonst recht widerstandsfähigen Kühen zu viel und sie suchten noch ein relativ trockenes Plätzchen unter Bäumen:

Zum Glück war der Tag der Abreise in Kihei überall wieder schön sonnig. Wir nutzten die Zeit bis zum Abflug in heimische Gefilde, um nochmals am Secret Beach Schnorcheln zu gehen. Es war ein absolut perfekter Abschluss!

Wir mussten nach vier Wochen allerdings nicht nur von tollen Menschen, traumhaft schönen Stränden, Abenteuern aller Art und im positiven Sinne einprägsamen Erlebnissen Abschied nehmen … Carstens Lieblingsreisesandalen, welche schon das Wasser und die Strände von Bali, Miami und nun auch Hawaii hautnah miterleben durften, quittierten genau am letzten Urlaubstag bzw. sogar in den letzten Stunden vollständig ihren Dienst und durften daher auf Maui bleiben:

Wir dagegen zwangen uns abends im Flughafen von Kahului wieder in unsere langen Jeans und traten die Rückreise nach Dresden an. Aloha, Hawaii! Und Mahalo für diese wunderschöne Zeit!



2019 10.
Jun

Irgendwie hat es sich so ergeben, dass die Elbe in unserer verflossenen Woche eine sehr zentrale Rolle gespielt hat. Vor knapp zwei Jahren habe ich Carsten zum Geburtstag ganz uneigennützig    zwinker    einen Gutschein für die Fahrt mit dem Elbe-Taxi geschenkt. Mein Mann machte für den vergangenen Mittwochabend einen Termin aus und so saßen wir schon eine gute Stunde vor der geplanten Abfahrt um 21:15 Uhr im Biergarten „Fährgarten Johannstadt“ … praktischerweise befindet sich die Anlegestelle von Elbe-Taxi nämlich direkt am Ufer davor. Es war ein lauer Sommerabend wie es im Buche steht – ein perfekter Auftakt für eine romantische Bootsrundfahrt!

Das Motorboot kam überpünktlich an. Wir waren die einzigen Gäste und schon bald saßen wir bei einem vom Fahrer spendierten, gekühlten Prosecco im Boot, um die Tour „Dresden @ Night“ zu beginnen. Zuerst ging es mit jede Menge Power von der Anlegestelle flussaufwärts bis zum Blauen Wunder.

Man glaubt gar nicht, mit wie vielen Insekten man plötzlich eine mehr als enge Bekanntschaft macht, wenn man so schnell auf dem Wasser unterwegs ist! So fühlt sich also eine Windschutzscheibe    standard

Hinter der Brücke, in der Höhe des „Schillergarten“ , wurde gewendet und dann tuckerten wir ganz gemütlich flussabwärts Richtung der Dresdner Altstadt und somit diesem Sonnenuntergang entgegen:

Die Farben des heutigen waren wieder einmal einfach nur märchenhaft! Wir konnten uns an diesen die ganze Fahrt lang nicht satt sehen …

Schon bald darauf folgte die Blaue Stunde und die Lichter der Stadt gingen nach und nach an.

Das Zusammenspiel des natürlichen und künstlichen Lichtes fanden wir äußerst harmonisch!

Wer schon mal abends in Dresden unterwegs war, weiß, dass man von der barocken Skyline der Altstadt niemals genug haben kann, wenn man auf dem gegenüberliegenden Königsufer Posten bezogen hat. Von der Elbe aus hat man schon wieder einen ganz anderen Blick auf diese Schönheit – eine solche Kulisse hat uns beide sehr berührt:

Ich kann diese Erfahrung wirklich nur wärmstens weiterempfehlen!

Wie ich schon eingangs schrieb, war das natürlich nicht unsere einzige Begegnung mit der Elbe in dieser Woche. Wir wollten die Gunst eines langen Pfingstwochenendes nutzen und haben für den Samstag einen Tagesausflug inklusive 20 km Wanderung zur Elbquelle geplant – vor allem, um danach noch zwei weitere Tage zur Erholung zu haben.

Im Januar konnten wir in Cuxhaven sehen, wo die Elbe in der Nordsee mündet – an dieser Kugelbake:

Nun also mal ans Ende unseres Hausflusses in die andere Richtung, denn die Quelle liegt im Nachbarland Tschechien. Von Dresden muss man mit dem Auto allerdings schon so ca. 3,5 Stunden Fahrzeit einplanen, um endlich via Bundesstraßen und vielen Serpentinen zum Anfang des zur Elbquelle führenden Wanderweges in der Stadt Spindlermühle im Riesengebirge anzukommen.

Glücklicherweise ist unsere Entscheidung ein Rundweg    standard    denn diese Hin- und Zurücktouren damals auf Madeira waren nicht wirklich mein Fall – alles Rauf muss im Gegenzug auch wieder runter und umgekehrt und man bekommt eben nicht auf der gesamten Strecke immer nur Neues zu sehen. Hier ist das total anders. Man sieht auf dem Foto, dass die Wege der Strecke gut ausgebaut und ordentlich markiert sind:

Der Aufstieg ist zum Glück nicht zu steil. Wir sind außerdem erst bei 1200 m Höhe gestartet und als höchsten Punkt mussten wir 1484 m erklimmen, das Ende lag dann wieder bei 752 m … 

… und ja, wir haben bei der ursprünglichen 25 km langen Wanderung etwas geschummelt und sind von der Spindlermühle zur Spindlerbaude ca. 5 km bzw. 450 Höhenmeter zuerst bequem mit dem Bus gefahren.

Zum Glück gab es auf dem ausgesuchten Weg immer wieder die Möglichkeit, eine kleine Pause einzulegen und bei umwerfendem Weitblick einen Schluck Wasser zu trinken oder eine der mitgeschleppten Kleinigkeiten zu essen:

Je höher wir kamen, um so häufiger hat man in der Umgebung Stellen entdeckt, wo auch noch im Juni Schnee zu sehen ist!

Die Vegetation in diesen Höhen entsprach ziemlich genau dem in der Schule mühsam erworbenen Wissen: niedrig gewachsen und sehr robust:

Carsten meinte bei dieser Landschaft, dass sie ihn ganz stark zum einen an die Lüneburger Heide und zum anderen an eine großflächig angelegte Landesgartenschau erinnert – ich gebe  ihm (ausnahmsweise) in beiden Punkten recht.

Die Elbquelle, welche sich ganz offiziell so nennen darf, liegt in einer Höhe von 1386 m. Eigentlich beginnen die Quellbäche der Elbe schon ein paar hundert Meter abseits auf einer Wiese, aber da man sich in einem Nationalpark befindet und die vorgegebenen Wege nicht verlassen soll, hat man extra für die vielen Besucher eine etwas besser erreichbare Stelle als das eigentliche, sumpfartige Gebiet eingerichtet:

Hier ist der Beweis, dass ich es tatsächlich bis dorthin geschafft habe    standard    und im Hintergrund sieht man die ersten Meter eines der größten Flüsse Deutschlands mit insgesamt 1095 km Länge, wovon 727 km innerdeutsch sind:

Und ja, auch hier habe ich kurz meine Füße ins Wasser gehalten    standard

Die Elbe ist an dieser Stelle wirklich noch ungewohnt schmal und zierlich:

Aber auf unserem Rückweg haben wir schon einige Bäche gesehen, welche von der Seite dazukommen und ihr richtig viel Wasser hinzufügen. Bereits nach wenigen hundert Metern, welche den Beginn des Abstiegs markieren, hat die Elbe als Wasserfall bedeutend mehr Inhalt zu bieten:

Für mich, die sonst eine Elbe immer nur als halbwegs breiten und gemächlichen Fluss in der Sächsischen Schweiz, in Dresden und in Meißen sowie als ganz breiten Strom im Norden bzw. in Hamburg erleben konnte, ist es immer noch schwer zu realisieren, dass ich hier nun einen Rinnsal und einen lauten und stürmischen Elbfall gesehen habe.

Bei dem zunächst 4 km langen und steilen Abstieg war man vom Flusslauf eine Zeit lang (leider) gänzlich voneinander getrennt:

Aber als dieser Abschnitt dann zu Ende war, haben wir eine schon um einiges breitere, wenn auch noch recht flache Elbe bewundern können, die in der Abendsonne einen richtig goldfarbenen Touch bekam:

Auf den letzten 5,5 km bis zum Parkplatz, wo unser Smart ganz brav einen ganzen langen Tag auf uns gewartet hat, sahen wir noch viel mehr Zuflüsse, die hineinströmten, und die Elbe somit weiter anschwellen ließen:

Der im tschechischen als Labe bezeichnete Fluss ist auf diesem Bild übrigens links.

Am Ende dieser Wanderung meinte Carsten, dass er sich in seinem Leben noch mit keinem anderen Fluss derart intensiv gelebt hat: Besuch der Quelle im Riesengebirge, Besuch der Einmündung an der Kugelbake in Cuxhaven, Abschnitte in Ústí nad Labem, Decín, der Sächsischen Schweiz, Dresden, Radebeul, Meißen, Riesa, Torgau, Hamburg und Brunsbüttel, zweimal (2002 & 2013) mit extremem Hoch- und unzählige Male mit Niedrigwasser. Und da meine Orangenhälfte Ende Oktober dieses Jahres bereits sein 18. Umzugsjubiläum feiern wird, hatte er inzwischen jede Menge Zeit, die Elbe von ihrer Entstehung bis zu ihrer Auflösung kennen zu lernen … zugegeben, ich auch    standard



2019 04.
Jun

Nach der Wikipedia-Definition ist „Quality Time“ die Zeit,  in der man seiner Familie und seinen Freunden besondere Aufmerksamkeit widmet. So gesehen hatte ich in der vergangenen Woche jede Menge Quality Time erleben dürfen. Andrea kam am Montag für ein paar Tage in das Apartamento OLCA und da wir schon eine Weile nicht mehr ausgiebig miteinander quatschen konnten, holten wir das zum einen beim Sushi-Essen im „Tokyo-Kaiten-Sushi“ in der Innenstadt direkt am Montag und zum anderen im Rahmen eines Familientages am Donnerstag nach. Jener Donnerstag war nämlich Christi Himmelfahrt, ein deutschlandweit freier Tag. Insbesondere auch als Herren- oder Männertag bekannt, wird er im Osten der Bundesrepublik allerdings gern von Männern jeder Altersklasse dazu genutzt, in Grüppchen durch die Gegend zu ziehen und Bierprodukte sowie diverse kleine Schnäpse zu vernichten. Da Carsten kein Alkohol trinkt und an einem solchen Zeitvertreib eh kein großes Interesse hat, wurde es bei uns eben kurzerhand ein OLCA-Familientag … leider ohne Stephanie, die sich mit Freunden zu einem verlängerten Paintball-Wochenende inklusive Turnier verabredet hat. Nach einem gemütlichen Frühstück in den eigenen vier Wänden ging es für uns drei dann in den Großen Garten zum Minigolfspielen. Das Wetter war ja an dem Tag spitzenmäßig!

Es spielten allerdings nicht nur Kinder und Frauen auf den 18 Bahnen    zwinker

Die Herren hinter Andreas Rücken waren mit 8 Spielern zwar zahlreicher als jede andere Minigolfgruppe, aber dennoch sehr umgänglich – sie fielen gar nicht mehr aus der Masse auf, wenn man denn mal endlich an ihnen vorbeigezogen ist (unsere Wege kreuzten sich auf dem Bahnen 6 bis 8).

In Bezug auf Minigolf kann ich nur eines sagen:  ich bin stets bemüht …

… aber meine Familie weiß dennoch meine spielerischen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen    zwinker

Ich muss gestehen, dass ich gar keine Chance habe, hierbei einen Widerspruch einzulegen. Ich habe wie immer gedacht, dass der Gewinner die meisten Punkte haben muss … und die hatte ich mir auch diesmal wieder mit 87 Zählern (von immerhin maximal 126 möglichen: 6 Schläge + 1 Strafpunkt bei 18 Löcher) hundertprozentig gesichert    zwinker

Ich hoffe, dass ich wenigstens als Gewinnerin der Herzen gelten kann, denn meine Schläge haben am Ende nicht nur meine eigene Begleitung zum Grinsen gebracht, sondern auch zur Belustigung nebenan spielender Minigolfer beigetragen    standard     ja, auch die Herrengruppe wurde auf mich aufmerksam.

Nach der sportlichen Betätigung ging es dann weiter per Pedes zum Mittagessen in die Innenstadt.

Wir haben uns dort für das „Ontario“ entschieden, denn Steaks gehen in unserer Familie immer!

Der anschließende Verdauungsspaziergang führte uns über die Brühlsche Terrasse und am Altmarkt vorbei schließlich wieder zurück in den Großen Garten. Am Ende unseres Ausflugs landeten wir in dem am Rande des Parks in diesem Jahr neu eröffneten Biergarten „Paul Rackwitz Neue Welt“ – wir hatten zwar keinen großen Hunger mehr, aber es war einfach ein zu schöner Tag, um so schnell wieder nach Hause in die eigenen vier Wände zu kommen.

Die Getränke- und Speisekarte ließ sich sehr gut lesen. Man merkte allerdings, dass heuer die erste Saison ist und das auch gerade mal am unmittelbaren (Sommer-)Anfang, denn das Bewirtungsteam muss sich noch sehr viel besser einspielen – aber für uns war es nicht wirklich schlimm, denn wir hatten es ja nicht eilig. Ich schätze trotzdem, dass wir diesen Biergarten noch einige Male besuchen werden. Sicherlich lassen sich die Fortschritte bei der Bestellung und dem Abholen dann auch schnell erkennen …

Ein anderes Highlight der Woche war für mich der Ausflug nach Polen am Samstag. Die Stadt Liegnitz, auf polnisch heißt sie Legnica, hat eine lange und recht ereignisreiche Geschichte vorzuweisen. Mir ist der Name beim Lesen einer alten Chroniken aufgefallen – ja, gelegentlich lese ich auch solche Bücher    zwinker
Im Jahr 1241 fand bei Liegnitz eine große Schlacht zwischen dem mongolischen Heer und einer deutsch-polnischen Streitmacht statt. Die Armee der Goldenen Horde (damals auch Tataren genannt) war stärker und konnte diese Schlacht am Ende siegreich für sich entscheiden. Dennoch hat Batu Khan danach nicht noch weitere Teile Westeuropas angegriffen und erobert, sondern kehrte ab dieser Stelle einfach wieder um – warum dies geschah, weiß bis heute keiner genau. Als mögliche Antworten liest man, dass sie einen neuen Anführer wählen wollten oder auch, dass sie vom Mut der deutschen und polnischen Krieger derart beeindruckt waren, dass sie ihre übrig gebliebenen Kämpfer schonen wollten.

Soviel aber zum Grund meines Interesses an diesen Ort. Es hat sich dazu noch ergeben, dass sowohl Anna als auch Julia an diesem Tag nichts weiter geplant hatten und somit recht spontan mitkommen wollten. Man fährt zudem von Dresden nur ca. zwei Stunden dorthin – also ein perfekter Tagesausflug.

Die Stadtarchitektur ist eine Mischung aus Historischem und Sozialistisch-Modernem:

Diese Mischung gilt aber leider auch für den Markt bzw. den alten Stadtkern:

Auf der rechten Seite des Bildes sieht man übrigens das Haus „Unter dem Wachtelkorb“ , das Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und man erkennt es leicht an dem runden Erker mit zwei Etagen sowie an der mit Sgraffiti reich verzierten Wand.

Ebenfalls schöne und sehr beeindruckende Sgraffiti gibt es an der Fassade des ehemaligen Scholz-Hauses:

Diese Art von Wandschmuck ziert auch eines der sogenannten Heringsbuden am Markt, aber leider kann man es auf dem Bild nur schwach erkennen (das fünfte Haus), aber ich verlasse mich da einfach auf eure Vorstellungskraft    zwinker

Wir besuchten außerdem noch das Piastenschloss:

Heutzutage beherbergt es nur noch Büros und Verwaltungsräume, deshalb hat man jetzt dort kaum noch Glanz und Gloria zum Anfassen.

Sehr überrascht hat es mich, im ansonsten sehr katholischen Polen eine evangelische Kirche, die Liebfrauenkirche zu sehen, die dazu noch einen farblich etwas außergewöhnlichen Innenausbau vorweisen kann:

Es war wirklich alles sehr interessant, aber eigentlich war es noch nicht das, weshalb ich ursprünglich in diese Gegend wollte. Dafür mussten wir noch ca. 10 km gen Osten fahren, um in das Dorf Legnickie Pole zu gelangen. Dort besuchten wir in der gotischen Dorfkirche das Museum der Schlacht von Wahlstatt:

Die Ausstellung ist klein aber fein und dazu noch gleich in mehreren Sprachen – auch in Deutsch.

Man kann zwar auch noch auf den Turm hochgehen, aber von dort lässt sich die Umgebung leider nur von Innen durch ein paar kleinere Fenster ansehen. Allerdings sind beim Aufstieg an den Wänden jede Menge Fotos zu entdecken, welche die Geschichte der längste vergangenen Tag noch etwas lebendiger machen – Freunde von „Ritterspielen“ und dem Nachstellen von Schlachten in Originalkostümen sei Dank:

Gegenüber der kleinen Museumskirche befindet sich die Kirche zum Heiligen Kreuz und St. Hedwig von Schlesien,  welche einst ein Benediktiner-Kloster war:

Wir haben das große Glück gehabt, dass wir zwischen zwei hintereinander stattfindenden Hochzeiten kurz hineingehen konnten – es wäre auch zu schade gewesen, wenn wir diese üppigen Fresken von Cosmas Damian Asam nicht gesehen hätten!

Wir fanden seine Art der Malerei bereits vor Jahren, während unseres Besuchs in der Asamkirche in München, wunderschön.

Nach so vielen Eindrücken und Herumlaufen hatten wir Hunger und kehrten in der von der Mitarbeiterin des Museums empfohlenen Gaststätte im Hotel Dworek ein. Ich war etwas überrascht, dass in der Speisekarte Reibekuchen bei den Fleischgerichten standen – allerdings mit dem Zusatz „ungarischer Art“ … meine Neugier hat am Ende wie immer gesiegt und nach der Bestellung hatte die Lösung vor mir stehen:

Der sogenannte Ungarische Reibekuchen fällt ganz schön groß aus und ist sehr großzügig mit Paprika-Gulasch gefüllt. Lecker war es auf jeden Fall! Carsten nahm das Schnitzel mit Spiegelei und unsere Begleitungen haben sich für das in Polen sehr bekannte Gerichte Pierogi entschieden:

Am bezauberndsten fanden wir alle allerdings die „Freikarten“ für den ansonsten kostenpflichtigen Besuch der Toilette – diese Zettel mit Stempeldrucken waren wirklich fälschungssicher    zwinker

Es gab pro Kunde der Gaststätte je ein Zettel und alle anderen WC-Suchenden mussten bei der Toilettenfrau für ihre Bedürfnisse bar bezahlen.

Mit einem Schmunzeln und vollen Bäuchen rollten wir dann vergnügt wieder nach Hause. Da der Sommer es jetzt wohl endlich auch nach Dresden schafft, schätze ich, dass nun noch jede Menge Quality Time mit unseren Freunden Einzug in unseren Alltag halten wird. So soll es doch auch sein, oder?



2019 19.
Mai

Der Monat Mai hat sich bislang zwar recht kühl und vergleichsweise bewölkt gezeigt, aber das tat unserem Freizeitspaß dennoch keinen Abbruch. Natürlich legt man als Arbeitnehmer sehr gerne einige Erlebnisse lieber auf ein ganzes Wochenende, als nur auf ein kleines Vergnügen am vergleichsweise kurzen Feierabend … das gilt für uns in erster Linie bei Treffen mit Leuten und den damit ggf. verknüpften Kurztrips. Als uns Jesus, welchen wir letztes Jahr über Couchsurfing in Miami kennenlernten, im Dezember in Dresden besuchte, haben wir gleich das erste Mai-Wochenende für ein Gegentreffen seiner neuen Wahlheimat eingeplant. Er wohnt jetzt seit etwa einem Jahr in Frankfurt am Main, da er ein Arbeitsvisum für Deutschland bekam und dort seinem Beruf im Bankenumfeld am besten nachkommen konnte. Da sowohl Carsten als auch ich von Frankfurt bislang außer der Messe und dem Flughafen kaum etwas anderes gesehen haben, waren wir natürlich sehr gespannt, was die Stadt sonst noch so zu bieten hat. Was soll ich sagen – wir sind sehr positiv überrascht worden!

Eines der schönsten Erlebnisse war eine Stadtführung, die von Frankfurt Free Walking Tour angeboten wurde. Unser Tourguide hieß Jenna … 

… und sie hat uns trotz des immer wieder aufs Neue einsetzenden Regens durch einige interessante Ecken der Stadt geführt, auf die wir sonst sicherlich nicht aufmerksam geworden wären.

Wir waren eine durch und durch sehr bunt gemischte, aber sehr lockere Gruppe und Carsten witzigerweise der einzige Deutsche von uns allen:

Wir konnten uns unterwegs immer wieder mit den anderen Teilnehmern aus USA, Großbritannien, Schweiz, Bosnien, Singapur, Schweiz, Indien, Weißrußland, Rußland und Brasilien über alles Mögliche austauschen und hatten trotz der Sprachenvielfalt sehr, sehr viel Spaß miteinander. Am Ende haben wir uns sogar mit dem jungen Inder Nishant (2. v. r.) angefreundet und fast den gesamten restlichen Tag zusammen verbracht:

Den alten Kern der Innenstadt, genauer gesagt den Römerplatz mit seinen besonders kunstvollen Fachwerkhäusern und einem majestätischen Rathaus, fanden wir auf Anhieb sehr sympatisch:

Der Platz hat allerdings auch eine, geschichtlich betrachtet, traurige Stelle:

Bei den dort auf den Buchseiten aufgeführten Schriftstellern sind übrigens auch zwei aus Dresden mit dabei: Ludwig Renn und Erich Kästner.

Eine weitere, für Deutschland historisch sehr bedeutende Stätte, welche uns Jenna zeigte, war die Paulskirche. Dort tagten im Jahre 1848 sowohl das Deutsche Vorparlament als auch die Deutsche Nationalversammlung, bei der die Fragen bezüglich einer Deutschen Verfassung, dem Aufbau des Staates und auch die Ausdehnung des künftigen deutschen Reiches vereinbart wurde.

Bei unserer z.T. alternativen Stadtführung steuerten wir auch ein paar historisch nicht so bedeutenden Anlaufpunkte an, die aber genau so zu Frankfurt dazugehören, wie die Grüne Soße … dazu später mehr. Wie lernten dabei eben auch etwas über die Drogenszene und die mitunter sehr erfolgreichen Gegenmaßnahmen (Stichwort: Drückerstuben) und das nicht gerade kleine Rotlichtviertel der Stadt:

Bezeichnenderweise liegt dieses ganz nah am Bankenviertel und wie man so erfahren hat, wird hier wohl ausgerechnet zur Mittagszeit der größte Umsatz erzielt – ein Schuft, wer Bö(r)ses dabei denkt …

Zudem gibt es in Frankfurt so einige Spidermanfiguren an den Fassaden und auf den Dächern zu entdecken: mal in seiner klassischen Gestalt …

… oder durchaus auch als Venom (schwarz statt rot), wie hier auf dem Vordach der „Bar ohne Namen“ :

Aber all das ist nur ein Bruchteil der Führung gewesen – um alles darüber zu erfahren, kann ich jedem eine solche Tour durch die Stadt nur sehr ans Herz legen, denn man erfährt unter anderem noch, wo das Geburtshaus von Goethe steht, warum auf der Dachspitze vom Frankfurter Rathaus eine Katze sitzt, welche Rolle Kaugummis bei der Stadtentwicklung gespielt haben und wozu die oben erwähnten Drogenkonsumräume gut sind bzw. was damit erzielt wurde.

Nach dieser ca. 2,5 Stunden langen Tour folgten wir sehr gerne der Restaurantempfehlung von Jenna, um auch noch das klassische Gericht aus dieser Gegend probieren zu können: Frankfurter Grüne Soße und natürlich dem allseits bekannten Apfelwein (Ebblewoi). Die Apfelweinwirtschaft „Dax“ befindet sich in Sachsenhausen, DEM Kneipengebiet der Stadt, und lädt in urgemütlicher Atmosphäre zum Sitzen, Essen und Trinken ein.

Zur „Grie Soß“, dem kalten Sieben-Kräuter-Mix, haben Carsten, Jesus und ich jeweils ein Schnitzel genommen, Nishant entschied sich für die vegetarische und eigentlich sehr viel ursprünglicheren Zusammenstellung mit gekochten Eiern. Beide Variationen sind äußerst lecker!

Am darauffolgendem Tag haben wir auf den Rat von Maria, der Freundin von Jesus, gehört und sind, obwohl ursprünglich ein Verlassen Frankfurts nicht geplant war, mit den beiden im Auto zum ca. 70 km entfernten Rüdesheim aufgebrochen. Bereits auf dem Weg dorthin waren Carsten und ich von der Schönheit des Rheintals sehr angetan – vor allem die Menge an Burgen und Burgruinen hat uns sehr überrascht. Wir wollten unbedingt zur Loreley, denn wenn man schon einmal in dieser Gegend ist, muss man diesen Felsen einfach gesehen haben!

Die Loreley selber sitzt allerdings nicht wie man erwarten könnte dort oben, sondern unten, direkt am Rhein – ganz vorne auf der Spitze der Hafendamm-Mole bei St. Goarshausen (am Ende der Landzunge links im Bild):

Von dort war der Rhein natürlich im Nu zu erreichen und ich konnte der Versuchung, meine Füße ins Wasser einzutauchen, einfach nicht widerstehen. Das Beweisbild gibt es wie immer in meiner Füße-im-Wasser-Fotosammlung    standard

Auf dem Rückweg fuhren wir für einen weiteren Zwischenstopp nach Rüdesheim. Diese Stadt ist touristisch voll und ganz erschlossen, wie wir beim Schlendern durch die gerade mal 2 m breite Drosselgasse und die benachbarten Sträßchen und Gässchen schnell feststellen mussten. Nippes und Tand aus ganz Deutschland (z.B. Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald, Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge und Diverses aus Bayern) wird hier dem internationalen Publikum zum Kauf angeboten, sodass uns persönlich sogar ein wenig der direkte Bezug zum Rheintal und der Weinregion fehlte – hier kann man sich für die Lieben daheim gleich mit allem eindecken, was man sicherlich sonst nur mühsam auf einer Fahrt durch alle 16 Bundesländer zusammenklauben könnte:

Zum Glück waren wir aber noch weit außerhalb der Saison, denn ich kann mir vorstellen, dass es hier in der Sommerzeit von Touris nur so wimmelt. Obwohl die Häuschen und Läden mitunter sehr hübsch sind, wenn auch zum Teil inzwischen etwas abgerockt, waren wir mit der Besichtigung doch recht schnell fertig, denn inzwischen forderten Hunger und Durst ihren Tribut. Maria hat deshalb ein Abendessen auf dem „Weingut Magdalenenhof“ vorgeschlagen und wir als Auswärtige haben uns voll darauf eingelassen. Bereut haben wir nix, denn die Empfehlung war echt klasse! Maria, Jesus und ich gönnten uns zu dritt diesen Testkreisel der dortigen Weine:

Glücklicherweise haben sich unsere Geschmacksknospen auf unterschiedliche Weine gefreut und so waren wir uns nach kurzem Nippen von allen Gläsern sehr schnell einig, wer was am liebsten trinkt. Das Essen war aber auch sehr lecker und die Käseplatte für zwei Personen war einfach genial – für 17 Euro äußerst üppig und vielfältig:

Erst am Montag sind Carsten und ich wieder zurück nach Dresden gefahren, denn Dank unserer Überstunden konnten wir den gesamten Tag für eine völlig entspannte Rückreise gen Osten freimachen. Unsere Arbeitswoche war dadurch natürlich kürzer und das nächste Wochenende fing für uns bereits schon gleich am Freitagabend wieder mit einen kleinen Event an. Lars Hitzing, einer der Phrase4– Stammautoren, hat ein neues Buch veröffentlicht. So planten wir am 10. Mai im kleinen, sehr liebevoll ausgestatteten Buchladen Shakespeares Enkel die Premiere seines neuen Kurzgeschichtenbands „Destiller’s Edition“ ein.

Natürlich wurden ein paar Geschichten daraus vorgelesen und einige davon habe ich bereits im Rahmen der Phrase4-Lesebühne gehört. Die Frau zur Lars‘ Linken ist übrigens Katharina Salomo, seine Verlegerin:

Es war ein sehr vergnüglicher Abend mit guten Storys, interessanten Gesprächen nach der Lesung der vier ausgewählten Geschichten und auch einigen Gläsern mit leckeren Quittenwein aus der kleinen Eckkneipe gegenüber    standard

Am darauffolgenden Samstag wollten Carsten und ich an einer Igeltour teilnehmen, die am Dr.-Külz-Ring in der Innenstadt beginnen sollte. Wir waren zwar zusammen mit weiteren 10 Interessierten rechtzeitig an Ort und Stelle, doch am Ende fehlte die Tourleiterin. Das war uns noch nie passiert! Nachdem wir alle ganz brav eine gute halbe Stunde auf die Frau gewartet haben, sind wir leicht enttäuscht auseinander gegangen. Immerhin hatten wir aber superschönes Wetter und wir entdeckten auf dem Altmarkt einen kleinen Frühlingsmarkt, welcher weit sichtbar durch einen in den blauen Himmel ragenden Maibaum angekündigt wurde:

Dort schlenderten wir etwas herum und auf der Prager Straße entdeckten wir auch noch, dass dort gerade die 1. Dresdner Bierbörse erneut zum Herumlaufen und Verweilen einlud. Zur Mittagszeit war es mir für ein Bier noch etwas zu früh, aber obgleich dieses neuen Wissens kehrten wir am Nachmittag nochmals mit Kerstin ganz spontan dorthin zurück. Eigentlich hatten wir uns nur zum Kaffee verabredet, aber um das schöne Wetter so richtig ausnutzen zu können, liefen wir zu dritt noch einmal an den Ständen der beiden Märkte vorbei. Carstens Interesse lag wie üblich eher beim Essen …

… während ich mich mit den Schottischen Biersorten beschäftigt habe. Das Getränk auf dem Tisch (s.o.) ist Scottish Brown Ale. Die andere Sorte (s.u. rechts) hieß Belhaven Stout und war wirklich-wirklich dunkel!

Wie man unschwer erkennt, läßt Carstens Cola die Sonnenstrahlen noch durch, bei meinem Stout hat das nicht mehr funktioniert    standard
Wir hatten alle unseren Spaß dort und wurden auch kulinarisch je nach Geschmack fündig.

Aber das noch laufende Wochenende ist (endlich mal) gänzlich ereignislos und so komme ich wenigstens heute dazu, einmal über die zwei davor liegenden zu berichten    zwinker    für die kommenden Wochen und Wochenenden haben sich schon wieder viele Termine bei uns eingefunden – dazu aber erst später an dieser Stelle mehr.



2019 11.
Mai

Vor Wochen haben wir an beide Kinder die Frage gestellt, ob sie ein gemeinsames Osterwochenende einplanen würden. Als dies mit nachvollziehbaren Begründungen verneint wurde, suchten Carsten und ich nach einer alternativen Beschäftigung und beschlossen, die vier kombinierbaren, arbeitsfreien Ostertage (Karfreitag bis Ostermontag) für eine weitere Tour durch Europa zu nutzen. Schließlich gibt es ja noch so viele Reiseziele auf unserer Wunschliste, die endlich mal besucht werden möchten. Nach Sichtung dieser fiel die Entscheidung kurzerhand auf Belgien und als Stadt wählten wir Brüssel plus Antwerpen im Rahmen eines Tagesausflugs, weil es nur ca. 55 km entfernt liegt.

Auf unserem Arbeitszeitkonto gab es zudem noch ausreichend Überstunden, um den Mittwochnachmittag und den ganzen Donnerstag frei zu nehmen. Daher verließen wir schon am 17. als Mittagskinder (für die Nicht-DDRler: gegen 12:00) die Arbeit und machten uns mit dem Suzuki schnellstmöglich auf die A4 in Richtung Chemnitz auf. Für den gesamten Weg bis nach Brüssel – immerhin fast 800 km – war es allerdings schon zu spät und somit haben wir im Vorfeld für einen geplanten Zwischenstopp ein Zimmer im Ibis Budget Essen-Nord gebucht. Warum ausgerechnet dort, da es zudem etwas abseits der direkten Route zwischen Dresden und Brüssel liegt ? Nennen wir es mal Sehnsucht … das Abendessen gab es in der Pizzeria „Bei Salvatore“ , welche zu Carstens Schulzeit quasi das Stammlokal für einen großen Salatteller war. Inzwischen kann ich meinem Mann aber beipflichten, dass es dort mit Abstand neben einem üppigen und äußerst leckeren Salatmix eben auch die besten Pizzabrötchen mit selbstgemachter Knoblauchbutter gibt.

Am Donnerstag ging es nach einem ebenfalls nostalgisch beeinflussten Frühstück in einer der zahlreichen Filialen der Bäckerei Döbbe (lecker Ei-Brötchen !) dann auf direktem Weg gen Brüssel. Das Osterwetter in Belgien war glücklicherweise genau so sommerlich wie in Deutschland und wir konnten uns bei strahlendem Sonnenschein so vieles in der Stadt ansehen.

Selbstverständlich auch das weltweit bekannte Manneken Pis – den pinkelnden Jungen. Um diese nur ca. 60 cm große Bronzeskulptur zu sehen, musste man sich allerdings schon mit viel Mühe einen guten Platz zwischen den unzähligen Touristen erobern, die genauso wie wir das wohl meist erwähnte Wahrzeichen von Brüssel fotografieren wollten:

Ähnlich voll war es auch in der engen Gasse beim Jaenneke Pis – dem ebenfalls Wasser lassenden Mädchen:

Dagegen war beim wesentlich dezentraler aufgestellten Zinneke Pis, dem Hund mit hochgehobenen Bein, kaum ein Besucher zu sehen:

Weitere Orte, welche bei einem Abstecher nach Brüssel gesehen werden müssen, sollen nun in Wort und Bild folgen. Dazu gehört zweifelsohne der Königspalast. Wir haben diesen zwar nur von Außen betrachtet, was aber auch ziemlich imposant war:

Ein anderes Bauwerk der Stadt hat uns obgleich seiner Größe und Gestaltung recht unerwartet beeindruckt: der Triumphbogen im Jubelpark:

Dieser ist mit seiner oben aufgesetzten Quadriga ca. 50 m hoch, während das uns wesentlich bekanntere Brandenburger Tor in Berlin gerade einmal eine Höhe von 26 m hat. Diese doppelte Größe schindet schon ganz schön Eindruck, wenn man erst einmal davorsteht.

Wir besuchten auch das sehr modern hochgezogene EU-Viertel, denn man möchte ja schon mal gerne sehen, wo ein Teil unserer Steuern versackt    zwinker

Vom Parlamentarium, dem Besucherzentrum des EU-Parlaments, haben wir uns allerdings sehr viel mehr an Informationen zur EU samt deren Entwicklung (EG -> EU) und Geld (ECU -> Euro) erhofft, als wir am Ende bekommen haben. Wir sind nach der Stunde darin jedenfalls um eine weitere Erkenntnis reicher geworden: Zu viel Multimedia in einer Ausstellung kann am Ende auch daneben gehen … man hätte unserer Meinung nach sicherlich vieles besser und interessanter gestalten können. Zum Glück war der Eintritt kostenfrei.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt zu sehen, hat uns trotz der großen Menschenmenge weitaus mehr Spaß gemacht: der Grand Place / Grote Markt ist im positiven Sinne des Wortes einfach überwältigend! Allein die Zunfthäuser sind äußerst schmuck:

Und wenn man sie dann auch noch samt Erklärbär-Text aus dem Internet sehr viel genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt man an deren Fassaden Symbole, welche auf die jeweilige Zunft der damaligen Epoche hinweisen. Wundert es jemanden von euch, dass z.B. das Haus der Zunft der Krämer ausgerechnet ein Fuchs schmückt?

Weitere Symboliken wären u.a. Schubkarren = Zunft der Lebensmittelhändler, Wölfin = Zunft der Bogenschützen, Schwan = Zunft der Fleischer, Windmühle = Zunft der Müller und Zinnkrug = Zunft der Zimmerer und Wagenbauer. Wer mal selbst nach Brüssel möchte, kann gerne bei mir die komplette Liste samt Hausnummern abfragen.

Das Brüsseler Rathaus, welches ebenfalls auf diesem Platz steht, ist in der Nacht sogar noch imposanter als tagsüber – seine Beleuchtung ist sehr gut durchdacht und einfach hervorragend!

Wir wären abends vielleicht nicht mehr auf dem Platz gewesen, wenn der Zufall und das glückliche Händchen von Kerstin aus Wiesbaden nicht im Spiel gewesen wären    zwinker    denn Dank ihres Hinweises hat uns ihr Arbeitskollege Daniel, welcher gerade ebenfalls mit seiner Freundin die Osterzeit in Belgien verbrachte, kontaktiert und wir haben uns sehr schnell auf einen Treffpunkt für ein Bierchen geeinigt. Ich kenne sowohl Kerstin als auch Daniel aus meiner Plastikkartenzeit und sie gehörten von Anfang an zu meinen Lieblingskunden, einfach weil wir uns dienstlich und privat schon immer sehr gut verstanden haben. An dem Abend aßen und tranken wir uns vom ursprünglichen Treffpunkt im Restaurant „Chez Leon“ mit traditioneller, belgischen Küche über das „Delirium Cafe“ mit belgischem Bier in allen erdenklichen Brauvarianten bis eben nach Einbruch der Dunkelheit ins „Le Roy d’Espagne“ am Grote Markt.

Wie man zweifelsfrei erkennen kann, hatten wir einen fabelhaften Abend zu viert    standard

Natürlich durfte bei unseren Streifzügen der Abstecher zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt nicht fehlen:

Genau, es ist das Atomium    standard    wobei wir uns hier nicht nur mit der Außenansicht begnügt haben, sondern auch trotz langer Warteschlangen das Innere erkunden wollten. Man kann einen Teil der Gänge und Kugeln mit je 18 m Durchmesser zu Fuß ablaufen, sich mit der Geschichte des 102 m hohen Bauwerks vertraut machen und unter anderen auch einige faszinierende und mit Elektromusik kombinierte Lichtinstallationen bewundern. Über das Einreihen in einer weiteren Schlange gelangt man zum Abschluß via Aufzug direkt in die oberste Kugel, von wo aus man einen prima Ausblick auf die etwas entfernte Skyline, auf das ehemalige Weltausstellungsgelände von 1935, auf das Expo-Gelände von 1958 und über das mittlerweile recht vielfältig genutzte, riesengroße Gesamtgelände hat.

Unter anderem sieht man von dort auch den Park Mini-Europa, welcher direkt zu Füßen des Atomiums liegt und zu dem wir glücklicherweise ein Kombiticket erworben hatten … also auf zu einem Ausflug nach Europa im Miniaturformat:

Wer diesen Park besucht, sollte unbedingt auf die vielen Kleinigkeiten achten, sonst entgehen euch womöglich ein paar interessante Details, welche rund um die berühmteste Bauwerke der EU-Länder positioniert sind, wie z.B. Sherlock Holmes & Dr. Watson auf der Jagd nach Prof. Moriarti:

Man kann dort unter anderem auch in verschiedene Rollen bzw. Kostüme schlüpfen – was sagt ihr zu meinem Mann als Soldat der britischen Grenadier-Garde?

Wer uns kennt weiß, dass wir uns immer auch gerne neben der üblichen Touristenpfade bewegen wollen. In Brüssel war es für uns die in der gesamten Stadt verteilte Comic Strip-Route. Da die Belgier neben den Franzosen jede Menge zur europäischen und mitunter weltweiten Comic-Kultur beigetragen haben, ist die Huldigung in Form von fassadenfüllenden Strips der jeweiligen Comic-Helden nicht weiter verwunderlich. Unser erstes Fundstück dieser Route heißt „Oh! Lieve hemel“ , was man natürlich mit „Du lieber Himmel“ übersetzt:

Es gibt aber auch Figuren aus sehr viel bekannteren Comics, wie z.B. Tim & Struppi, Asterix & Obelix, Stups & Steppke, Spirou & Fantasio, Marsupilami, Gaston oder wie auf dieser Fassade mit einer Szene aus „Lucky Luke“:

Man beachte das eingearbeitete Atomium im Hintergrund    standard

Auf einem anderen Bild hat man die Umgebung ebenfalls wunderbar integriert. Die derzeit eingerüstete Kuppel gehört zum Justizpalast, spielt aber im Comic ebenfalls eine sehr wichtige Rolle:

Mein persönliches Favorit dieser Route wurde der weiße Hund Cubitus (hier als Manneken Pis), welcher wahrscheinlich nicht nur für mich irgendwie doch sehr bärig aussieht    zwinker

Qualitativ hochwertige Wandmalereien spielen in Brüssel überhaupt eine große Rolle, egal ob an den Fassaden …

… oder als ein Teil der Inneneinrichtung, wie hier im Restaurant „Le Bugatti“ :

Da ist es für mich nicht weiter überraschend, dass die Brüsseler ihren Stolz auf ihre Stadt ebenso in gemalter Form verkünden    zwinker

Der Ausflug nach Antwerpen war ebenfalls sehr interessant und kurzweilig. Auf dem Grote Markt gab es auch in dieser Stadt wunderschöne, sehr stylischen Gebäude aus längst vergangener Zeit:

Noch wichtiger ist auf dem gleichen Platz allerdings der Brabobrunnen:

Die obere Figur zeigt den Stadtheld Silvius Brabo und wie man sofort erkennen kann, wirft er gerade eine abgehakte Hand weg. Der Überlieferung nach leitet sich der Name der Stadt Antwerpen eben genau von diesem „Hand werfen“ ab und bezieht sich dabei auf eine Legende, in welcher Brabo einen Riesen besiegt. Der Riese hat am Ufer des Flusses Schelde von allen Vorbeifahrenden Wegzoll verlang und wer es nicht bezahlen konnte, büßte bei dem gierigen Druon Antigon seine rechte Hand. Letztendlich bekämpft Brabo den Riesen und was mit der Hand des Unterlegenden passiert, sieht man ganz deutlich an jener Bronzeplastik.

Eine andere Skulptur diese Stadt bezieht sich auf das Buch „Ein Hund von Flandern“ und zeigt den Jungen Nello mit seinem Hund Patrasche:

Die beiden sind wirklich sehr süß, aber die dazugehörige Geschichte ist allerdings ganz schön traurig.

Natürlich haben wir auch den berühmten Bahnhof in Antwerpen besucht und konnten die Begeisterung jener Bekannten und Freunde teilen, die schon mal dort waren und uns darüber berichteten. Er ist regelrecht palastartig – sowohl von Außen …

… als auch von Innen!

Weniger Begeisterung lösten bei uns die Diamantenauslagen im Diamantenviertel aus …    zwinker

… denn die richtig schönen Schmuckstücke samt hochwertiger Steinchen verbargen sich hauptsächlich nur hinter heruntergelassenen Rollläden und in den Auslagen der Läden, welche wir aus Mangel am nötigen Kleingeld natürlich nicht betraten.

Das Geburtshaus von Rubens hat uns optisch auch nicht besonders beeindruckt. Ein wenig ungünstig fanden wir zudem die Lage eines modernen Glaspavillons mit allem erdenklichen Merchandising zu dem Künstler, welcher direkt gegenüber der alten Fassade erbaut worden war und somit die Möglichkeit verhinderte, zumindest ein halbwegs ordentliches Foto der gesamten Häuserfront zu machen:

Wenn man dann genug von der Innenstadt gesehen hat, empfehlen wir auf jeden Fall noch einen Besuch des Beginenhofes. Dieser liegt nicht direkt im Stadtzentrum und man muss ein wenig laufen, aber dafür ist er eine wunderbare Oase der Ruhe inmitten eines dichten Verkehrsaufkommens. Beginen waren sehr gläubige Frauen, welche in klosterähnlichen Einrichtungen lebten, ohne dass sie ein Klostergelübde ablegten und im Gegensatz zu Nonnen weitaus mehr Freiheiten hatten. Der Antwerpener Beginenhof existiert dort seit Mitte des 16. Jahrhunderts:

Auch der umzäunte Garten in der Mitte der Anlage ist sehr einladend und am für uns einzigen Zugang an diesem Tag war zudem ein großes Schild mit nur einem einzigen Wort in mehreren Sprachen aufgehängt: Stille … ganz ehrlich, man kommt unweigerlich automatisch zur absoluten Ruhe. Für uns war es jedenfalls eine sehr, sehr entspannende und entschleunigende Gegend:

Die letzte Begine starb 1986, seitdem ist das gesamte Areal ein „normales“ Wohnviertel geworden. Aber dennoch hält man sich noch immer sehr an das Gebot der Ruhe – ich denke, die Einwohner genießen das sehr    standard

Bei so viel Herumlaufen hatten wir logischerweise immer mal wieder Hunger    standard    und natürlich freute ich mich sehr auf die klassische Küche Belgiens – hier ganz vortrefflich in nur einem Bild festgehalten:

Pommes mit Muscheln habe ich während unseres Frankreich-Urlaubs 2006 bei Kerstin kennen und lieben gelernt und hier konnte ich mich diesbezüglich wieder voll und ganz ausleben    zwinker

Carsten hielt sich eher an die fleischigen Genüsse der Belgier, wie hier z.B. das Filet Americain – einem mit Kapern und Worcestersauce gewürzten Rindertatar:

Er hat sich auch an Vol au Vent (Hühnerfrikassee mit Blätterteig) …

… sowie an Stoovflees (Schmorfleischeintopf) herangewagt und wurde zu keiner Zeit enttäuscht:

Das grüne „Zeug“ im Hintergrund war übrigens mein Essen: Paling in het groen, zur Deutsch „Süßwasseraal mit grüner Kräutersauce“. Ich fand es zwar sehr lecker, wenn bloß nicht immer wieder diese kleinen, störenden Gräten wären    zwinker

Was man (jedenfalls als Dresdner) in Belgien gar nicht zu essen braucht: Döner oder Dürüm. Denn die Portionen sind echt mickrig und zu wenig gefüllt im Vergleich zu dem, was wir aus Dresden, Sachsen oder auch Deutschland kennen. Carstens Enttäuschung kann man sicher in seinem Gesicht ablesen:

Waffeln wiederum konnte man ganz gut essen – der Geschmack war toll und erst die Größe ist gar nicht so übel    zwinker

Da wir zu Osterzeit unterwegs waren, haben wir natürlich auch das eine oder das andere Schokoladenei gefunden:

Belgische Pralinen sind zwar ein Muss, aber am Ende hat mein armer Mann gesagt: „Ich habe noch nie im meinen Leben so viel Geld für so wenig Schokolade ausgegeben!“. 100 g schlagen mitunter gleich mal mit bis zu 10 Euro zu Buche und für diese Quer-durchs-Sortiment-Packung mit 390 g waren gleich 30 Euro fällig:

Aber ich bin der Meinung, dass belgische Schokolade auf jeden Fall etwas richtig Leckeres ist!

Am Ostermontag düsten wir dann direkt nach dem Frühstück im Hotel auf direktem Weg gen Dresden, denn am Dienstagmorgen rief schon wieder der Arbeitsalltag an die Werkbank namens Schreibtisch. Es waren aber wunderbare, lustige und sonnige Tage mit herrlichen Begegnungen, so vielen positiven Erlebnissen, großartigen und sicherlich auf lange Zeit bleibenden Eindrücken, so vielen kleinen Entdeckungen und vor allem gutem Essen – obwohl es nur ein Kurzurlaub war, fühlte er sich beinah wie ein vollwertiger mit zwei oder mehr Wochen an!



2019 13.
Apr

Wie schon im vorangegangen Eintrag erwähnt, finde ich, dass die Wanderwege auf Madeira einen eigenen Bericht wert sind. Rolf Goetz hat einst das Buch „Madeira. Die schönsten Levada- und Bergwanderungen – 60 Touren“ im Rother Bergverlag herausgegeben. Auf der Insel hatten wir das Gefühl, dass dieses mit seinem auffallenden, roten Umschlag eine Pflichtlektüre für alle Wanderer hier ist, denn man konnte es in vielen Händen, Wanderhosen oder Rucksäcken sehen und man hat es auf Anhieb immer wiedererkannt – egal ob in deutscher, in französischer, in englischer und selbstverständlich auch in portugiesischer Sprache. Wir konnten unsere Version dieses Wanderführers bei Kathrin und Axel für die Reise ausborgen und Carsten hat schon vor der Abreise einige Touren daraus zusammengesucht … um ehrlich zu sein, es gab nahezu für jeden unserer Tage eine Wanderung. Carsten hat dabei manchmal auch ein paar Touren, die örtlich aneinander anknüpften, zu einer größeren Laufrunde zusammengestückelt. Auf den Bildern im Wanderführer sah das alles sehr klein, gemütlich und harmlos aus … doch dann kam die Realität!!!

Mein Mann liebt Bergwanderungen genau so sehr wie ich Strandspaziergänge. Da meine Vorliebe in den letzten Urlauben (Hawaii, Miami, Kapverden, Bali, IJsselmeer etc.) sehr befriedigt wurde, gönnte ich Carsten diesmal eben seinen Spaß. Nach einer kompletten Inselumrundung mit dem Auto am ersten Tag fingen wir quasi zur Eingewöhnung erst mal an den nächsten drei Tagen ganz harmlos mit Küsten- und Levadawanderungen samt spektakulärer Tunnelpassagen an. Und nachdem wir uns so ein wenig warm gelaufen hatten, folgte aufgrund des perfekten Wetters mit Aussicht auf Weitblick (auf Madeira durch die starke Wolkenbildung nicht immer eine Selbstverständlichkeit) am fünften Urlaubstag eine erste Höhenbewältigung. Den Berg Pico do Arieiro (1810 m) besuchen bestimmt die meisten Madeira-Touristen …

… ein Kinderspiel, denn der dritthöchste Berg der Insel zieht mit seinem großzügigen Parkplatz unmittelbar in der Nähe des Gipfelkreuzes vom Kleinkind bis zum Greis einfach jeden Urlauber an. Von dort wollten wir dann gemäß der Rother-Route über einen „anspruchsvollen“ Bergpfad auf den Pico Ruivo (1862 m), den höchsten Gipfel der Insel, übersetzen.

Die Wanderzeit mit fast 7 Stunden (hin und zurück) und die dabei in der Mitte final zu erreichende Höhe von 1862 m klangen für mich nicht so schlimm, solange ich diese Zahlen nur auf dem Papier gelesen habe. Und dass der Weg an manchen Passagen auch sehr steil ist, war im Wanderführer ebenfalls sehr gut angegeben. Aber irgendwie habe ich der dazugehörigen Grafik vor dem Abmarsch leider nicht genügend Beachtung geschenkt. Das Fazit der Tageswanderung vom Gipfel des Pico do Arieiro durch mehrere Täler zum Gipfel des Pico Ruivo und anschließend die gesamte Strecke wieder zurück: 2600 Höhenmeter gesamt für diverse Auf- und Abstiege bei einem 15 km langen Wanderweg … und genau diese Höhenmeter waren mir sowohl aus der Grafik als auch aus dem Text einfach nicht so bewusst geworden.

Am Ende des Tages waren wir beide sowas von platt, wobei ich dazu auch noch Knieschmerzen von den zahlreichen und ungleichmäßig hohen Stufen bekam. Der Rundumblick vom Pico Ruivo und teilweise auch die angenehm zu laufenden Passagen der Wanderroute waren allerdings schon absolut toll!

Und genau mit diesem Argument köderte mich Carsten dann auch vier Tage später, als erneut tolles Weitsichtwetter zur Spitze des Pico Grande (1654 m) lockte – das Ziel unserer nächsten, ganztägigen Bergwanderung. Der Startpunkt liegt bereits in 1235 m Höhe, die Gesamtlaufzeit der fast 10 km wird mit 4 Stunden angegeben und der Höhenunterschied beträgt nur 670 m in jede Richtung – insgesamt also 1340 m. Das Gros der Strecke ließ sich wahrlich ganz gut erlaufen …

… aber dann kam relativ kurz vor dem Gipfel ein Kraxeln auf äußerst felsigen und steilen Geröllpfaden, die wiederum tunnelartig von mannshohen Büschen umgeben waren. Im Wanderführer wird dies zurecht mit „Ein an Karabinerhaken befestigtes Drahtseil signalisiert nun den schwierigsten Teil des Aufstiegs.“ beschrieben:

Das brachte mich dann doch etwas auf die Palme, denn in dieser Umgebung hatte ich einfach keine Vorstellung davon, wie lange man noch gehen muss, um letztendlich das dem Gipfelanstieg vorgelagerte Plateau zu erreichen. Jene Passage zog sich damit für mich so dermaßen in die Länge, dass meine Laune gehörig in den Keller gezogen wurde – ich wollte am Ende des verhassten Abschnitts sogar nicht mal mehr bis zum Fuß des Gipfels weitergehen, sondern hier bleiben und auf seine Rückkehr vom Mittelpunkt der Wanderung warten. Aber Carsten setzte all seine Überzeugungskraft ein …

… und so erreichten wir dann doch noch gemeinsam jenes vorgelagerte Plateau. Bis hier hat es mir allerdings so viel Kraft geraubt, weshalb ich auch beschlossen habe, dass das Klettern auf den Gipfelfelsen für mich jetzt nicht mehr drin ist. Ich musste Energie für den Rückweg tanken und genoss schon von hier die Sonne und die Aussicht:

Als wahrer Bergfan ließ sich Carsten das Aufsteigen auf die Bergspitze aber nicht mehr entgehen – die letzten 10 Minuten auf nacktem Felsen an einem Drahtseil hoch zu klettern war für ihn Ehrensache. Deshalb auch von hier sein Blick auf meine Wenigkeit, den kleinen, rosa Punkt in der Bildmitte    zwinker

Er fühlte sich dem Himmel gleich so nah!

Diese Siegerpose ist natürlich eine Anspielung auf Michelangelos Deckenfresko „Die Erschaffung Adams“ … der Kleider wollte er sich aber nicht entledigen    zwinker

Der Rückweg war weniger anstrengend und für mich auch wieder versöhnlich, aber zugegeben, ich habe auf dieser Insel eine sehr persönliche Feindschaft entdeckt: Stufen! Denn die haben natürlich bei keiner Wanderroute gefehlt. Manchmal bestanden sie nur aus tausenden, von Touristenfüßen eingetretenen Vertiefungen im Boden …

… mal waren es ordentlich aus Stein geformte, in der Höhe einigermaßen gleichmäßig angelegte …

… oder sie waren grob in den Stein gemeißelt und ggf. sogar mit einem provisorischen Drahtseilhandlauf versehen, damit man nicht sofort in die Tiefe stürzen würde. Letztere waren für mich der Hass:

Die Wanderungen entlang der Levadas sind da schon eher mein Ding. Levadas sind kleine, künstlich angelegte Kanäle, welche das Wasser vom regenreichen, aber landwirtschaftlich kaum nutzbaren Norden der Insel in die fruchtbaren Regionen im Süden transportieren. Das Bemerkenswerteste daran: die Insel Madeira mit seinen Maßen von ca. 50 x 25 km verfügt angeblich über mehr als 1500 km (manchmal liest man auch 2500 km) dieser Wasserkanäle. Das Gefälle einer Levada ist aufgrund der gemäßigten Fließeigenschaft verständlicherweise recht klein und somit angenehm und in der Regel ohne große Stufenanlagen zu bewältigen.

Der einzige Nachteil beim Wandern entlang solcher Levadas war allerdings, dass man bei einem Weg von der „Quelle“ zum Bewässerungsort so gut wie nie einen Rundweg hatte, sondern meistens die gleiche Strecke erst hin lief und dann natürlich auch wieder zurück musste. Aber das war bei den rausgesuchten Bergwanderungen ja auch nicht anders gewesen.

Die Wege entlang der Wasserläufe fand ich dennoch bedeutend reizvoller und man hat unterwegs zahlreiche, mal große, mal kleine Wasserfälle sehen können:

Auf vielen Strecken lief man mitten durch den Wald:

Manchmal war man von Eukalyptusbäumen umgeben, die ihren typischen, würzigen Geruch verströmten:

Manchmal sahen die Pfade im Wald regelrecht wie verwunschen und märchenhaft aus:

Und häufig lief man auf einer Betonwand, die gleichzeitig auch die bergabgewandte Kanalseite der Levada war:

Sehr oft hatte man dabei fließendes, kaltes Wasser auf der einen Seite und auf der anderen Seite ging es mitunter sehr steil bergab in eine tiefe Schlucht – ohne der in Deutschland typischen Absicherung:

Zwar hat man auf einigen Abschnitten Seile aufgespannt, aber das war eben nicht überall die Regel, insbesondere, da heftige Steinschläge immer wieder die Absicherung zerstören. Man sollte also auf diesen Wegen keine Höhenangst haben, das Balancieren nicht fürchten und natürlich immer schwindelfrei sein.

Manchmal hat man die Kanäle mit Betonplatten abgedeckt, um ein bequemeres Laufen an schmalen Stellen zu ermöglichen, aber auch, um das Verstopfen der Wasseradern durch ständig herabfallende Felsen und Steine zu verhindern:

Bei vielen Levadarouten mussten wir unsere u.a. auf Anraten von Kathrin und Axel mitgebrachten Taschenlampen einschalten, denn zahlreiche Abschnitte führten durch mitunter kilometerlange Tunnel. Ohne unsere Funzeln war es stockdunkel darin! Zudem konnte man damit die Pfützen und die scharfkantigen Steine auf dem Weg sehen und einen großen Schritt über solche Hindernisse machen – ein Ausweichen zur Seite war aufgrund der Enge nicht möglich. Manchmal fühlte man sich wie ein Entdecker in einem Abenteuerbuch und auch das wiederkehrende Titelthema der Indiana Jones-Filme haben wir das ein oder andere Mal zum Besten gegeben.

Entlang dieser Wasserrouten überwand man so manche Hindernisse …

… bekam die ein oder andere Dusche eines Wasserfalls ab …

… und ab und zu waren die Levadas wegen Instandhaltung auch mal ohne oder nur mit sehr wenig Wasser gefüllt …

… doch wenn das klare Nass ausreichend plätscherte, konnte man gelegentlich sogar eine Forelle erspähen. Sie waren allerdings unfassbar flink beim Verstecken und so gut wie dieses Foto ist selten eines möglich gewesen:

Eine kleine Wanderung unternahmen wir zudem auch mal in Funchal, der Hauptstadt der Insel. Am schönsten fanden wir die die Gegend um die Rua (= Straße) de Santa Maria. Wir beide stehen auf gut gemachte und interessante Street Art und dort ist nahezu jede Tür ein kleines Kunstwerk:

Meine Lieblingstür war die der Rua de Santa Maria Nr. 1 – die Unendlichkeit des Weges. Für uns beide, die wir immer wieder gern unterwegs sind, sehe ich darin eine symbolische Bedeutung:

So werden wir denn auch nicht mehr lange rasten, denn schon zu Ostern geht es für ein paar Tage nach Belgien – welche Wege wir dort ablaufen werden, berichte ich hoffentlich zeitnah irgendwann nach unserer Rückkehr …



2019 08.
Apr

Nachdem die letzten Urlaube viel mit Sand, Strand und Badewasser zu tun hatten, war es nun mal wieder an der Zeit, etwas anderes zu planen … zum Beispiel einen Wanderurlaub. Man hat ja schließlich nicht umsonst mal Wanderschuhe für viel Geld gekauft    standard

Deshalb fiel die Wahl für die Feier unseres 13. Hochzeitstages auf die portugiesische Insel Madeira. Bis jetzt haben alle Freunde und Bekannte, die schon vor uns dort waren, sie als Wanderinsel, aber auch als Blumeninsel beschrieben. Jetzt wollen wir den beiden Beschreibungen hundertprozentig zustimmen – und auch gleich die Beweise dafür abliefern.

Für Madeira sprach aus unserer Sicht auch noch der Umstand, dass wir zur Abwechslung mal direkt ab Dresden fliegen konnten und nicht mit Berlin-Tegel, Frankfurt oder Leipzig planen mussten. Leider hat sich dies am Ende nur zur Hälfte als zutreffend erwiesen: Die Fluggesellschaft „Germania“ brachte uns noch ohne Probleme auf die Insel, aber nur drei Tage später hat sie Insolvenz angemeldet und alle Flüge wurden gestrichen. Meistens sind wir Individualreisende, aber diesmal hatten wir glücklicherweise pauschal im Reisebüro unseres Vertrauens gebucht, so dass wir uns deshalb keine sehr großen Sorgen machten, ob und wie wir in eineinhalb Wochen nach Hause kommen würden. Am Ende hat aber Dank TUI doch alles in unserem Sinne funktioniert. Ursprünglich wollte man uns zwar einen Tag eher, also genau am 14. Februar, nach Leipzig zurückfliegen, aber unsere Argumente „Hochzeitstag“ und „Candle-Light-Dinner statt Flugzeugessen“ wurden erhört. Wir konnten am Ende dadurch sogar einen zusätzlichen Urlaubstag auf der Insel und in unserem Hotel ergattern, sind dafür aber dann eben am Samstag gegen 22:00 in Köln statt in Sachsen oder gar im Osten Deutschlands gelandet. Ich habe mich noch einmal mehr in meinem Leben darüber gefreut, dass mein Mann auch in der Nacht gut und sicher Auto fährt    standard     so kamen wir gegen 5:00 morgens heil mit dem Mietwagen in Dresden an.

Auf der Insel stellte er seine Fahrkünste ohnehin an jedem Tag ganz souverän unter Beweis. Wir hatten zum ersten Mal im Leben einen Fiat 500 als fahrbaren Untersatz für unsere kurvenreichen und zum Teil sehr steilen Strecken:

Ich hoffe, dass dieses Foto eine solche Steigung wenigstens ein wenig wiedergibt:

Runter war immer recht easy, aber bergauf musste zum Teil über Kilometer hinweg im ersten Gang gefahren werden, da der Motor im zweiten es nicht geschafft hätte und abgewürgt wäre. Doch unser kleiner Weißer hat uns zu keiner Zeit im Stich gelassen und war die Zuverlässigkeit in Blech!

Die Inselautobahn war größtenteils sehr gut ausgebaut und durch zahlreiche, breite und moderne Tunnel waren die Hauptwege von einem Ende der Insel bis zum anderen recht kurzweilig – kleine Madeira-Inselkunde: Ost-West-Ausdehnung = ca. 50 km, Nord-Süd ca. 25 km. Wir versuchten aber auch mal öfters ein Stück der alten, ursprünglichen Straße zu fahren, doch es war gar nicht so einfach, einen freigegebenen Teil zu finden, denn viele Abschnitte wurden wegen des schlechten Zustands aus gutem Grund gesperrt. 

Insbesondere Felsblöcke und Steine wurden eben nicht mehr nicht zeitnah von der Strecke geräumt und so mancher Wasserfall ergoß sich direkt auf die Straße:

Auf dem Hochplateau Paul da Serra hatten wir auch mal außergewöhnliche Wegbegleiter auf der Straße    standard

Die Insel selber ist vulkanischen Ursprungs und die Hinweise darauf konnte man unterwegs immer wieder entdecken. Hier sieht man man z.B. erstarrte Lavasäulen von unten nach oben verlaufen:

Auch Lavabomben haben wir gefunden:

In den Grotten des Museums in Sao Vicente kann man die höhlenartigen Wege („Tubes“) sehen, durch welche einst Lava ihren Weg nach draußen gesucht hat:

Die Idee, in den natürlichen Lavapools in Porto Moniz schwimmen zu gehen, mussten wir aufgrund von sehr hohen und starken Wellen schnell verwerfen:

Das Meer war sowohl tosend als auch im ruhigen Zustand an jedem Küstenabschnitt der Insel immer wieder schön anzusehen:

Das Wasser verwöhnte unsere Augen zudem mit verschiedenen Farbspielen …

… und einmal sogar mit einem fantastischen Regenbogen – etwas, was man während der Wintermonate in Deutschland wohl kaum zu sehen bekommt    zwinker

Das Meer an der Steilklippe Cabo Girao lag uns buchstäblich zu Füßen – Skywalk sei dank    standard

Habe ich eigentlich schon jemals erwähnt, dass wir sehr große Anhänger von Sonnenuntergängen und der damit einhergehenden, tollen Färbung des Himmels sind? Bestimmt noch nie …    zwinker

Der wohl berühmteste Mann Madeiras ist Cristiano Ronaldo. Am Flughafen – der im Übrigen seinen Namen trägt – haben wir eine Büste von ihm gefunden, aber die Ähnlichkeit mit dem echten, berühmten Fußballer suchen wir immer noch    zwinker

Der anfangs schon erwähnte Beiname „Blumeninsel“ stimmte definitiv. Unsere Hotelanlage „Quinta Splendida“ verfügte sogar über eigenen Botanischen Garten:

Gefühlt blühte da mitten im Februar einfach alles!

… sogar mein Mann sieht darin wie das blühende Leben aus    zwinker

Entlang der Wanderwege sahen wir zahlreich wildwachsende Blumen, die man hierzulande mit ganz viel Mühe und Pflege verwöhnen kann und sie gehen dann doch noch dabei ein – zumindest bislang immer bei mir, trotz meiner ach so fürsorglichen Pflege    zwinker

Gestatten, die Callas …

… und die Hortensie:

Man hat aber Blumenpracht nicht nur auf bzw. an Wanderwegen und in Gärten gesehen, sie wurden zum Beispiel auch mal für die Augen der Besucher als Blumenteppich über ein Flüsschen im Städtchen Santa Cruz ausgebreitet:

Einige Blumenarten sahen so weich aus, dass man der Versuchung, sie zu streicheln, einfach nicht widerstehen konnte    standard

Man musste allerdings dabei aufpassen, dass man nicht eine der schon munter umherbrummenden, fleißigen Bienchen bei ihrer Arbeit störte:

Die Tierwelt auf Madeira war aber stets entspannt und Eidechsen wie diese genossen quasi an jeder Ecke die wärmenden Sonnenstrahlen …

… beobachteten vorbeilaufende Wanderer immerzu mit einem wachsamen Auge …

… und einige nahmen sogar das Angebot einer einheimischen, natürlichen Süßspeise dankbar an:

Ich hätte bestimmt noch stundenlang dabeisitzen und dem kleinen Kumpel zuzusehen können, wie er das Innere der Bananenschale weggefuttert hat, aber mein Mann wollte weiterwandern und so habe ich den Nachtisch der kleinen Eidechse mitgenommen – sie hätte es ganz sicher nicht geschafft, diese noch im frischen Zustand ganz aufzuessen    standard

Andere Tierchen kamen ebenfalls auf mich zu, um etwas Leckeres aus meiner Hand zu bekommen – Kekse gehen einfach immer!

Danach haben wir ein kleines Plauderstündchen eingelegt, bevor sich unsere Wege wieder getrennt haben:

Wir haben auch selber sehr gut gegessen und dabei immer etwas Neues entdecken können. Eine für mich ganz neue Frucht war die Anona, die man in Deutsch auch Zuckerapfel genannt wird:

Wir beide sind sehr schnell auf den Geschmack dieser kleinen Gebäckteilchen mit dem Namen „Pastel de Nata“ gekommen und haben während des Urlaubs jeden, aber wirklich jeden (!) Tag mindestens eines davon gegessen    standard

Die beiden Getränke Coral (Bier) und Brisa (Limonade) sind übrigens auch sehr typisch für diese Insel. Aber welches Getränk verbindet man aber noch viel eher mit Madeira? Natürlich den Madeira-Wein:

Aus dem Reich der Fische müssen wir natürlich den Schwarzen Degenfisch, auf portugiesisch Espada, erwähnen. Den habe ich sowohl in den Markthallen in Funchal, der Hauptstadt von Madeira …

… als auch auf meinem Teller gesehen. Im zweiten Fall auch natürlich gegessen:

Selbstredend haben wir bei dem vielfältigen Angebot an diversen Meeresfrüchten so oft wir konnten beherzt zugegriffen … ob als Oktopus, Calamari, Muscheln oder Napfschnecken:

Für uns gab es die besten Steaks der Insel in unserem Örtchen Canico, in dem kleinen Restaurant „Laranjinha“ :

Dass sie weich und auf den Punkt genau so gegrillt waren, wie wir sie bestellt haben (Well-done für Carsten & Medium für mich), hat nicht nur beim ersten Besuch geklappt – der Grillmeister beherrschte die Kunst der Zubereitung hervorragend. Ja, wir waren dort mehr als nur einmal und es hat jedesmal oberlecker geschmeckt! Wir fühlten uns in diesem Lokal sogar so wohl, dass wir zwischenzeitlich beschlossen haben, auch unseren 13. Hochzeitstag (der eigentliche Anlass unserer Reisen im Februar) dort zu feiern.

Am 14. Februar nahem wir zuerst das Angebot unseres Hotels wahr:

Wir ließen uns mal ordentlich durchkneten, doch leider lagen wir nicht so nah beieinander, wie auf dem Werbebild. Anschließend verbrachten wir einige Stunden im Spa-Bereich der Anlage. Allerdings waren wir über dessen Größe sehr überrascht, denn im Vergleich zur imposanten Ausdehnung des Hotels fiel der Wellness-Bereich wirklich sehr klein aus. Zudem war dieser trotz des Valentinstages nicht sonderlich gut besucht, was vermutlich aber auch daran lag, dass man selbst als Hotelgast einen eigenen Obolus zu entrichten hatte, selbst wenn man nur ein bisschen schwimmen wollte und nicht mal Whirlpool, Sauna, Dampfbad oder Trainingsraum nutzen würde.

Hier mal ein Bild der gesamten Hotelanlage inklusive aller Unterbringungsmöglichkeiten und der enormen Gartenanlage – alles, was man innerhalb des Gebäuderinges in der Mitte sieht plus des oberen Wäldchens:

Egal ob alleine oder nicht, wir besuchten beide Dampfbäder, kühlten unsere Gemüter anschließend im Kältebecken und enspannten uns im Whirlpool – wir haben gefühlt nichts ausgelassen    standard

Unser Candle-Light-Dinner gab es dann wie geplant im „Laranjinha“ – es war ein toller Abend mit einem ausgezeichneten 3-Gänge-Menü!

Das war aus meiner Sicht ein äußerst toller Start in unser 14-tes Ehejahr     standard

Über die auf Madeira gewonnen Wandererfahrungen schreibe ich mal in einem Extrabeitrag, denn dieser Rückblick ist ohnehin schon viel zu lang geworden    zwinker



2019 10.
Mrz

Dieses Jahr wird irgendwie alles etwas später als die Jahre zuvor. Aber so ist das Leben    zwinker    überhaupt haben die Leute früher das Neue Jahr immer erst im Frühling gefeiert. Aber eigentlich ist es egal, welche Ausrede ich mir aussuche, die OLCA-Erinnerungskiste wurde diesmal auch erst im März geleert. So lange mussten die Erinnerungsstücke für das neue Jahr 2019 strategisch in der Wohnung verteilt werden, denn die Kiste war ja noch mit 2018-Derivaten belegt. Aber nun haben Carsten und ich uns beim Herausholen diverser Rechnungen, Fahr- und Eintrittskarten, persönliche Zeilen, Infozettel und Broschüren an die zahlreichen Augenblicke des vergangenen Jahres erinnert … und sie werden alle einen Platz in unserem Gedächtnis sicher haben:

Auch im vergangenen Jahren haben wir wieder einmal zahlreiche neue Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt.

  • Carsten hatte sich im Biergarten so gut mit einer Schweinshaxe angefreundet, dass ihm ein Stück davon im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken blieb. An den Besuch in der Notaufnahme erinnerten uns die entsprechenden Befunde und der Entlassbrief.
  • ein paar Quittungen von Apotheken waren auch da, um mich an meine gelegentliche Erkältungen zu erinnern.
  • Wir sind selber schon einige Male umgezogen und haben auch unseren Kindern dabei geholfen, aber einen Umzug über Landesgrenzen hinweg mussten wir bislang noch nicht gemeinsam durchführen. Jetzt ist Andrea aus unserer Familie die Erste, welche ihren Wohnsitz ins Ausland, genauer gesagt nach Österreich, verlegt hat. Deshalb war im Oktober ein ganzes Wochenende die Fahrten von Dresden über Chemnitz in die Steiermark und wieder zurück nach Dresden notwendig, woran uns Tankquittungen aus Tschechien und Österreich, sowie eine Rechnung aus dem Cafe Styria in Leoben erinnerten.
  • Amira, eine Schülerin aus meiner VHS-Klasse, welche sonst immer mit Druckbuchstaben schreibt, gab sich unglaublich viel Mühe und beschriftete eine kleine Pralinenschachtel in Russisch in Schreibschrift – ich habe mich sehr über diesen Erfolg gefreut!
  • Wir besuchten im Frühling zum ersten Mal den Bärenwald Müritz. Es war wie schon im Bärenpark Worbis einfach toll zu sehen, wie Bären, die sonst bislang kein einfaches Leben hatten, sich jetzt in einem großen Areal bewegen können und einfach mal Bären sein dürfen und keine Belustigung für Besucher von einem Wanderzirkus oder einer Kneipe.
  • Carsten hat zum Geburtstag von Ines und Torsten eine Einladung zum gemeinsamen Bowlen geschenkt bekommen – an dem Tag machte nicht nur das Spielen, sondern auch ein Spaziergang und ein Eis im Freien (wohlgemerkt: im November) ganz viel Spaß.
  • Mit den beiden waren wir im Frühling auch mal in Chemnitz, woran uns die Rechnung vom Meyer’s Diner sowie an das tolle Essen, einen Spaziergang in der Innenstadt sowie im Stadtpark erinnerten.
  • Ein weiterer Tagesausflug mit Ines und Torsten führte nach Prag … die Eintrittskarte für den Turmaufstieg auf den Petrin und diverse Bons erinnerten uns nochmals daran.
  • Im letzten Jahr war ich im Dezember öfter auf den Weihnachtsmärkten der Stadt als die Jahre zuvor: gemeinsam mit Carsten mit Jesus aus Miami / Frankfurt und mit Claudia und Jan aus Uelzen, sowie als reine Mädelsrunde mit Anna, Ines, Manu und Romy. Carsten musste zum Treffen mit Karin und Eberhard trotz der ursprünglichen Planung allein gehen, denn mich haben an dem vereinbarten Tag ein paar fiese Viren vollends ausgeknockt.
  • Mit Claudia aus Uelzen sind wir auch zum ersten Mal auf den Aussichtsturm der Dreikönigskirche hochgestapft. Der Ausblick hat uns allen außerordentlich gut gefallen!
  • Im Februar waren Anna, Julia, Grit und ich auf dem Dresdner Winterzauber, um dort eine Runde Schlittschuh zu laufen und bei nicht nur einem Glühwein ausgiebig zu schnattern – all das haben wir völlig unfallfrei geschafft!
  • An eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz mit Ines, Katrin, Kerstin und Lothar erinnerten die Karten für die Historische Kahnfahrt auf der „Oberen Schleuse“.
  • Mit Kathrin und Axel besuchten wir die Tissauer Wände in Tschechien … auch hier halfen die Eintrittskarten dem Gedächtnis auf die Sprünge.
  • Die Schönheiten der Sächsischen Schweiz führten wir Lisa und Maria beim Wandern mit größtem Vergnügen vor. Ein Mittagessen auf dem Lilienstein in der Felsenbaude gehörte, wie die Rechnung in der Kiste beweist, ebenfalls dazu.
  • Kerstin aus Kaisitz bekam von uns zum Geburtstag einen Gutschein für eine Wanderung, welcher von ihr umgehend eingelöst wurde. Zur Belohnung gab es nach ca. 20 km ein Eis im Cafe Tortuga.
  • Meinen 10er-Gutschein der Salzgrotte habe ich lange genug und über mehrere Jahre ausgedehnt, aber nun waren alle Sitzungen endgültig vorbei. Ab jetzt geht es wieder nur noch auf eigene Rechnung hin    standard
  • Jede Menge Tickets bezeugen, dass wir erneut an einigen Igeltouren teilgenommen haben. Die „Wahr “ und „Falsch“ Karten gehören übrigens auch zu solch einer Igel-Tour … Motto: „Alles Lüge oder was?“
  • Wir gönnten uns auch dieses Jahr etwas Kultur bei diversen Bühnenprogrammen, Konzerten und Lichtspielhäusern. Unsere Kinokarten zeigen allerdings, dass wir in Dresden nur insgesamt zwei Filme im Kino gesehen haben: „Unsere Erde 2“ und „Deadpool 2“ … das dritte Kinoeerlebnis hatten wir für insgesamt 40 Dollar in New York („The Grinch„) in ultragemütlichen, elektronisch verstellbaren Sesseln mit Beinfreiheiten bis zur Fußspitze!
  • Mit Anna besuchte ich die Sonderausstellung „Monster & Mythen“ im Japanischen Palais.
  • Ebenfalls mit Anna war ich im Theaterstück „Azurro – wie zähme ich einen Italiener?“ im Boulevardtheater.
  • Im Boulevardtheater war ich auch mal mit Carsten, um das Programm „Superwomen“ von Gayle Tufts anzusehen. Die Frau macht allerdings nicht nur Comedy, sie kann auch hervorragend singen!
  • Das Programm „Gegendarstellungen“ von Max Uthoff sahen mein Mann und ich im Alten Schlachthof. Wir kennen und lieben diesen Kabarettisten aus der satirischen ZDF-Sendung „Die Anstalt“ … live auf der Bühne ist der Mann eine Wucht!
  • Nicht zu vergessen das großartige Elif-Konzert mit Stephanie und einer Freundin, die gerade in Dresden zu Besuch waren.
  • Arbeitstechnisch besuchte ich Ende des Jahres eine Veranstaltung im Schloß Albrechtsberg, wo ich unter anderem die Veranstalterin der jährlichen Hope-Gala persönlich kennenlernen durfte. Frau Klein ist eine unglaublich charismatische und dennoch sehr zugängliche Persönlichkeit!
  • Natürlich sind wir auch in diesem Jahr viel gereist. Aber eine Reise machte ich sogar ganz ohne meinen Mann. Es ging dienstlich in die Ukraine nach Kiew. Eine entsprechende SIM-Karte für das ukrainische Vodafone-Netz hat mein Mann mir ganz schnell besorgt, denn so konnten wir immer in Kontakt bleiben. Die Zeit nach getaner Arbeit vor Ort wurde unter anderem dafür genutzt, abends mal zu einer „Carmen“-Aufführung zu gehen oder etwas mehr über die ukrainische Geschichte im Freilichtmuseum „Mamayeva Sloboda“ zu erfahren. Meine Chefin, welche ich auf dieser Dienstreise begleitete, war jedenfalls von meiner Heimat sehr angetan!
  • Unseren 12. Hochzeitstag verbrachten wir diesmal in Miami, FL und wir haben uns in diese Stadt regelrecht verliebt! Sie hat Esprit!
  • Im Sommerurlaub haben wir uns einen langersehnten Traum erfüllt und besuchten innerhalb von vier Wochen die vier größten Hawaii-Inseln. Wir haben unwahrscheinlich nette Menschen kennen gelernt, haben an traumhaft schönen Stränden gebadet und geschnorchelt, waren auf dem Gipfel des höchsten Berges im ganzen Pazifikraum (Mauna Kea) und damit am Ende den Sternen sogar so nah wie noch nie zuvor – kurzum es waren unvergessliche Tage!
  • Vor dem großen Sommerurlaub gönnten wir uns einen Tagesausflug zum Partwitzer See-Strand in der Lausitz – Karibikgefühle können doch schon so nah sein    standard
  • In unserer unmittelbaren Nähe entdeckten wir ein schmuckes Kleinod namens Klosterpark Altzella – einfach nur entspannend und bezaubernd!
  • Dass wir wie immer viel auswärts essen waren, weiß sicher jeder, der uns kennt    standard    eine Neuentdeckung in Dresden war für uns das karibische Restaurant „Turtle Bay“ … dort werden wir uns künftig wahrscheinlich immer wieder einmal blicken lassen. Dem Steakhaus „Estancia“ haben wir nach langer Zeit seit dem ersten enttäuschenden Besuch eine zweite Chance gegeben – es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Auch im „Raskolnikoff“ , wo wir uns mit Barbara zum Schwatzen getroffen haben, gab es viele leckere und gesunde Gerichte, vor allem mit Zutaten direkt aus der Region. Aber auch die mittlerweile lieb gewonnenen Lokale wie „Odessa“ , „Dschingiskhan“ , „El Rodizio“ , „Milchmädchen“ , „Ballhaus Watzke“ , „Mama Afrika“ sowie Bäckereien mit Cafe in unserem Umkreis besuchten wir immer wieder mal. Von den unzähligen Freitagabenden beim Dönermann will ich erst gar nicht anfangen …

Ihr dürft mir glauben, es ist nur ein kleiner Auszug der schönen und spannenden Erlebnisse des Jahres 2018. Es sind ja nur die, für welche es in der Kiste nachweislich einen Beleg gab und ich glaube sogar, nicht mehr alle auf dem Foto für den Blog wiedergefunden zu haben und habe sicherlich manches übersehen. Aber am Ende gibt es eben auch kein Kistenfutter für einen Schnatterabend mit guten Freunden, für einen Sonnenuntergang mit dem Mann meiner Träume, für Spaziergänge, für Fototermine oder für einen Spielabend – dafür hat man Tagebücher, Bilder und, wenn die Zeit es zulässt, vielleicht auch mal wieder einen Jahresbericht    zwinker



2019 23.
Jan

Seit meinem letzten Blogeintrag ist inzwischen mehr als ein Monat vergangen – leider. Diese Tage waren aber eine sehr intensiv gelebte Zeit, mit diversen Höhen und einigen Tiefen.

Ich versuche mal, alles in Kürze zu fassen und zu berichten … mal schauen, ob es mir mit der „Kürze“ tatsächlich gelingt.

Am 20.12. (Donnerstag) habe ich meiner VHS-Gruppe am Ende des Unterrichts schöne Feiertage gewünscht und bin flink gegen 20:30 Uhr nach Hause geradelt. Zu Hause habe ich nur kurz und schnell etwas gegessen und danach packten Carsten und ich noch fehlenden Utensilien in unsere zwei Reisekoffer. Während ich noch unterrichtete, hat mein lieber Mann bereits einen One-Way-Mietwagen abgeholt, mit welchen wir dann auch kurz nach Mitternacht gen Frankfurt am Main aufgebrochen sind. Dieses Jahr haben wir aufgrund der günstig liegenden Feiertage beschlossen, an zwei Arbeitstagen ebenfalls noch frei zu nehmen und somit für fast zwei Wochen zu verreisen. Unser Ziel hieß New York City. Ursprünglich wollten wir zwar auch noch beide Kinder mitnehmen, aber als wir sie fragten, hatten sie bereits ihre eigenen Pläne geschmiedet und so waren wir eben nur als Pärchen unterwegs. Carsten möchte gern noch seine eigene Sicht über diese Reise schreiben, deshalb möchte ich hier noch nicht zu viel erzählen, um seine Story nicht zu verderben. Außerdem bemühe ich mich ja um Kürze …

Heiligabend verbrachten wir erst auf diversen Weihnachtsmärkten der Stadt und abends sahen wir im Kino einen zu diesem Tag sehr gut passenden Trickfilm an: „The Grinch“.

Carsten hat zwar beim Kauf der zwei Kinokarten etwas schlucken müssen (40 Dollar!), aber diese Wohnzimmeratmosphäre hat so einen Preis sicherlich verdient:

Soooo viel Beinfreiheit hatten wir noch nie!!!

Hier sieht man auf der Leinwand noch die Werbung! Während des Films haben wir natürlich keine Aufnahmen gemacht    standard

Ausgerechnet am Silvesterabend hat es sehr heftig geregnet (insgesamt hatten wir aber auch nur zwei Regentage während unseres gesamten Aufenthaltes – also wollen wir uns mal nicht beschweren) und als wir bei unserem abendlichen Ausflug um 21 Uhr zur Grand Army Plaza kamen, …

… um dort um Mitternacht das Feuerwerk zu sehen, beschlossen wir kurzerhand, doch wieder zurück ins Hotel zu gehen. Zum einen weil wir mittlerweile trotz eines Regenschirms klatschnass geworden sind und zum anderen, weil wir auf die Nachfrage, ob ein Feuerwerk tatsächlich stattfinden wird, keine richtige Bestätigung vom Veranstalter kam … es sah somit sehr nach einer Absage aus.

Das Bild gibt die Nässe an den Beinen und Füßen leider nicht wieder, aber ihr könnt mir glauben, wir waren durch und durch bis auf die Haut nass!

So haben wir wenigstens den Menschen beim Jubeln auf dem Times Square im Fernsehen zugeschaut, waren aber im Gegensatz zu den seit Mittag auf dem Platz wartenden und sicherlich frierenden Massen in trockenen Sachen in unserem vertrauten Zimmer des Hotels in China-Town:

Am 1. Januar abends ging es zurück nach Hause und bereits am 3. Januar verdienten wir ganz munter wieder unsere Brötchen und das Alltagsleben hatte uns erneut fest im Griff. Das erste Wochenende des Jahres verbrachte ich als erstes damit, meinen VHS-Unterricht gleich für drei Wochen vorzubereiten, denn die darauffolgenden Wochenenden waren bereits „verkauft“. Dazu kam noch jede Menge üblicher Arbeiten, die man so um einen Jahreswechsel zu erledigen hat wie z.B. alle Kalender auf das neue Jahr anzupassen.

Die erste volle Arbeitswoche war zudem durch die Nachricht, dass Annas Hund Leon schwer krank geworden ist (Magen verdreht) und operiert werden wurde, ziemlich getrübt. Irgendwie gehörte „Spatzi“ ja inzwischen auch zu uns …

Am Freitagmittag, dem 11. Januar, als Carsten und ich bereits im Auto unterwegs waren, um unseren ukrainischen Wochenendbesuch in der Dresdener Neustadt abzuholen, kam der Anruf von Anna, dass Leon nach anfänglicher Besserung nun doch über die Regenbogenbrücke gegangen ist …

Da mussten sich Maria und ihr Freund Wowa noch etwas gedulden, weil wir unsere Route prompt abgeändert haben und erst einmal zu Anna gefahren sind. Leon war schon am Vorabend und im Beisein der Tierärztin verstorben, aber trotzdem war sie natürlich noch tieftraurig und da war ein Abstecher Ehrensache – wir können es nur zu gut verstehen. Ich wünsche, es geht ihm auf der anderen Seite des Regenbogens genauso gut, wie er es bei Anna hatte!

Nach dem Beileidsstopp bei Anna widmeten wir uns dann ganz dem Besuch aus der ukrainischen Stadt Dnipro. Maria war schon mal im Sommer bei uns, für Wowa war Dresden Neuland. Wir haben unser Gästeführerprogramm daher so kombiniert, dass wir am Freitag das Schloß Moritzburg besuchten, denn das kennt jeder, der jemals „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gesehen hat. Es hat geschneit und die ganze Anlage sah in der weißen Pracht genauso wie im Film aus!

Am Samstag gab es dann noch einen Stadtrundgang samt vieler Dresdner Sehenswürdigkeiten …

… und am Sonntag brachten wir die beiden nach Potsdam zurück, wo sie für die zweite Woche ihrer Reise Stephanies WG-Zimmer bekommen hatten. Nach dem Besuch in Dresden war ihre Reise nach Deutschland auch schon zu Ende, denn bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag ging es für die beiden zum Flughafen und von da zurück in die Ukraine.

Warum in Stephanies WG-Zimmer? Unsere Kleine befindet sich seit dem 6. Januar erneut in Bremerhaven, wo sie diesmal mit vier Monaten recht lange bleiben wird, da sie dort (hoffentlich) mit viel Elan an ihrer Bachelorarbeit werkelt. So konnte sie also ihr Domizil den Besuchern auf unsere Empfehlung hin ohne Probleme überlassen.

Aufgrund unseres New York-Trips und ihretwegen haben wir diesmal unser Familientreffen zur Auswertung des letzten Jahres sowie der Übergabe der (verspäteten aber nicht minder liebevollen) Weihnachtsgeschenke in den Norden verlegt. Kaum sind also Maria und Wowa weg und die OLCAs haben gerade mal eine Woche gearbeitet, folgt schon gleich am nächsten Wochenende wieder Reisestimmung.

Andrea haben wir auf der Hinfahrt noch schnell in Bremen von der Endhaltestelle ihres Flixbusses abgeholt und sind dann zu viert in ein angemietetes Loft am Neuen Hafen eingezogen. Stephanies Hostelzimmer wäre für das bevorstehende OLCA-Familienwochenende sicherlich zu klein und auch zu ungemütlich geworden. So hatten wir mit der Unterkunft nicht nur eine gemeinsame Wohnung zum Schlafen, sondern auch gleich noch eine geräumige Küche zum Kochen.

Wir haben uns am Samstag für den Besuch der Dauerausstellung Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, entschieden. Darin bewegt man sich von Halle zur Halle entlang des 8. Längengrades einmal um die Erdkugel, wobei man in den Teilen auch die entsprechenden Klimaverhältnisse, z.B. für die Wüste in Niger, die eisige Kälte in der Antarktis oder auch das tropische Klima auf Samoa, hautnah spürt. Sehr zu empfehlen!

Zum Schluß durfte man auch noch auf das Dach des Gebäudes, wo wir in der Januarkälte bibbernd einen farblich umwerfenden Sonnenuntergang erleben konnten:

Am Sonntag haben wir vor der Rückfahrt nach Hause noch die Kugelbake besucht, ein aus Holz gebautes Seezeichen in Cuxhaven.

Diese Konstruktion markiert die Mündung der Elbe in die Nordsee und im Vergleich zu diesem Teil der Elbe (das gegenüberliegende Ufer ist am Horizont nicht mal zu erkennen gewesen!) wirkt der Abschnitt in Dresden wie ein Rinnsal.

Ansonsten habe ich auch mal wieder den acht Geschichten der sächsischen Phrase4-Autoren lauschen dürfen und mich dabei köstlich amüsiert. An dem Abend war Mike Altmann als Gastleser mit dabei und er ist zweifelsohne ein verdammt guter Vorleser seiner witzigen Storys. Somit passte er also perfekt zu den übrigen drei Stammautoren.

Die Flasche Wein hat diesmal Gabi gewonnen … sie hat am schnellsten von allen Anwesenden auf die nebenbei vorgelesene Phrase „Bestell es beim Universum“ reagiert:

Aber es wäre ja sowieso irgendwie doof, wenn man mit der eigenen Phrase, denn diese habe ich im November abgeben dürfen, gewonnen hätte. Ich warte dann lieber auf die nächste Möglichkeit. Dass der Gewinnerwein gut schmeckt, hat auch Maria festgestellt, als wir die von mir bei der Novemberlesung gewonnene Flasche zusammen beim Schwatzen in unserer Küche leer gemacht haben:

Zwischen all den gerade beschriebenen Ereignissen und den übrigen Alltagsaufgaben haben Carsten und ich zusätzlich noch unsere Hochzeitstagsreise für dieses Jahr ausgesucht und gebucht. Diesmal geht es auf Madeira und ich freue mich schon wahnsinnig darauf. Es wird wohl kein Badeurlaub werden, dafür ist die Insel nicht berühmt, aber es wird bestimmt viel gewandert.

Wir haben uns in diesem Jahr auch ein paar Neuanschaffungen gegönnt: Im Bett liegen unsere Köpfe nun auf neuen Kissen und im Keller steht mein neues Fahrrad. Davon gibt es noch kein Foto, es wird aber schnellstens nachgereicht, sobald ich mit Carstens Hilfe alle Details an meiner himmelblauen „Gazelle“ ergänzt habe – versprochen!

Übrigens: ich habe dieses Jahr beschlossen, mal eine Pause bei den Fotojahresplänen einzulegen, denn noch habe ich die Projekte des vergangenen Jahres ja nicht mal zu Ende bringen können, weil ich die Ergebnisse hier noch nicht präsentieren konnte. Manchmal muss man sich wohl oder übel die Zeit nehmen, endlich mal alles Liegengebliebene nachzuholen. Deshalb werde ich die nächsten 12 Monate dazu nutzen, die „alten“ Projekte komplett abzuarbeiten und die Themenbereiche für das kommende Jahr (also 2020) abzustecken – andere nennen das mitunter „eine kreative Pause einlegen“.

Und wie fing euer Jahr 2019 an?



2018 19.
Dez

Unsere dritte Insel heißt offiziell Big Island of Hawaii, im alltäglichen Sprachgebrauch gibt man sich aber schon mit Big Island zufrieden. Flächenmäßig ist sie definitiv die größte von allen und geologisch die jüngste. Dank unermüdlicher Arbeit der auf dieser Insel sehr präsenten und von den Einwohnern mit Hochachtung verehrten Feuer- und Vulkangöttin Pele wächst diese Insel auch heutzutage noch weiter. Man sieht zwar überall riesengroße Felder mit Vulkangestein, aber Lavasteine nach Hause, geschweige denn außerhalb der Insel, mitzunehmen sollte man trotz der großen Versuchung nicht. Pele kann es einfach nicht ausstehen, dass ihr Grund weggetragen wird. Der Legende nach werden Leute, welche dieses „Kapu“ (hawaiianisch für „Tabu“) missachten, so lange von Unglück verfolgt, bis sie die Steine wieder zurückbringen oder gar zurückschicken.

Zu unserem Leidwesen war Pele auch gerade vor und während unseres Besuches dabei, die Inselfläche Big Islands noch mehr zu vergrößern. Deswegen war auch ein Besuch im Volcano Park nicht möglich, da aufgrund der Aktivität des Vulkans Kilauea, wo Pele übrigens ihren Wohnsitz hat, große Gebiete im Südosten der Insel abgesperrt oder nur für die Durchfahrt freigegeben waren. Aus dem Fernsehen kennen sicherlich viele die Spalten und Risse, aus denen Lavaströme sich ihren zerstörerischen Weg in Richtung Meer gebahnt haben, doch bei einem Vulkanausbruch setzen auch so manche Erdbeben Kräfte frei, die Häuser unbewohnbar und ganze Museen unpassierbar machen.

Dafür konnten wir auf dieser Insel einen anderen, glücklicherweise seit ca. 4.000 Jahren schlafenden Vulkan kennen und lieben lernen – den Mauna Kea. Wir haben schon von Deutschland aus eine geführte Tour zum Gipfel dieses Vulkans gebucht und es keine Sekunde lang bereut. Der Mauna Kea ist mit etwa 4.207 m der höchste Berg auf Hawaii. Mitunter kann man ihn aber auch als höchsten Berg der Erde betrachten, denn wenn man seine Höhe nicht ab Normalnull, sondern ab dem Fuß auf dem Meeresgrund bis zum Gipfel misst, kommt man auf über 10.000 m! Bei der dreistündigen Auffahrt im klimatisierten Mercedes-Kleinbus ab Kailua-Kona auf Meereshöhe mussten unsere Reiseführer insgesamt zwei längere Zwischenstopps bis zum Gipfel auf 13,803 feet einlegen, damit wir uns zum einen an die immer dünnere Luft gewöhnen und uns zum anderen immer wärmer anziehen konnten. Warme Parkas und Handschuhe hat man uns zum Glück dort ausgegeben – wer fährt schon mit einer dicken Winterausrüstung in den Urlaub auf Hawaii?

Da die Spitze des Vulkans oberhalb der Wolkengrenze liegt, befinden sich dort auch einige Observatorien und die darin stehenden Teleskope werden zu Forschungszwecken von insgesamt 11 Nationen betrieben. Man betrachtet den Gesamtkomplex als größte Sternwarte der Welt.

Wir konnten natürlich nicht in die Observatorien hineingehen, denn der Führer sagte etwas von ca. 50.000 US-Dollar Verlust bei jedem Tag ohne freie Sicht und Forschungen, aber stattdessen haben wir einen unbeschreiblich schönen Sonnenuntergang auf dem Mauna Kea erleben dürfen!

Die Sonne fiel von oben in eine geschlossene Wolkendecke hinein, doch da sich darin eine relativ große Lücke auftat, konnten wir den Sonnenuntergang dieses Tages innerhalb kurzer Zeit sogar zweimal sehen! Und dann dieses Rot am Himmel – einfach unbeschreiblich … hoffentlich geben es wenigstens die Fotos für euch wieder.

Dass es kurz danach aufgrund der Äquatornähe innerhalb von nur ca. 20 min stockdunkel wird, wussten wir alle, die wir schon so einige Sonnenuntergänge auf Hawaii erleben durften. Wir haben recht schnell danach den Gipfel in den beiden Tourbussen verlassen und wurden zusammen mit den anderen ca. 20 Touristen unserer Reisegruppe auf ein kleines Plateau etwas unterhalb der Bergspitze gebracht. Dort haben Maka und Ehitu, so die Namen unserer beiden Kleinbusfahrer und Reiseführer, zwei transportable und computergesteuerte Teleskope aufgebaut, um uns in den nächsten zwei Stunden einen wolkenfreien und dadurch sternenübersäten Himmel ganz nah zu zeigen und uns nebenbei viel über Sternenbilder, Planeten und Galaxien näherzubringen.

Carsten und ich haben dadurch zum ersten Mal so richtig verinnerlicht, wie man die sichtbaren Planeten unseres Sonnensystems aufgereiht an einer Himmelsachse mit bloßem Auge erkennt und konnten sogar Venus, Mars, Jupiter und Saturn durch das aufgestellte Teleskop genauer betrachten. Für mich wurde dadurch ein Traum wahr, denn ich habe tatsächlich die Ringe von Saturn in Echt gesehen! Außerdem habe ich gelernt, wie ich das Sternzeichen Skorpion am Himmel finde und auch, wie die Lage meines eigenen Sternzeichens, den Schützen, zu ermitteln ist. Schade nur, dass man eine solche Pracht inklusive einer prall gefüllten Milchstraße nicht mit einer Standardkamera einfangen und sich immer wieder an diesen Bildern ergötzen kann. Aber ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass jegliche Kälte schier zur Nebensache wurde.

Aber zurück zum Irdischen. Auf Big Island haben wir am längsten verweilt und da die Insel wirklich groß und jede Ecke sehenswert ist, haben wir insgesamt zwei Unterkünfte darauf gebucht: eine im Westen im Örtchen Captain Cook und eine im Osten in der Nähe der Hauptstadt Hilo.

Unsere ersten fünf Tage waren wir im B&B von Svetlana und Lee – ein Traum!

Allein schon die Auffahrt zu dieser Unterkunft wäre eigentlich einen gesonderten Blogeitrag inklusive Actionvideo wert.

Von der Hauptstraße schlängelt sich ein unbefestigter, eher als off-road zu bezeichnender Weg mit ca. 1,5 km Länge und 125 Höhenmetern mitten durch riesengroße Kaffeeplantagen ohne jegliche Zäune und an nur zwei anderen Häusern vorbei. Man fährt da schon freiwillig äußerst langsam, zumal man keine weite Sicht nach Vorne hat und jederzeit damit rechnen muss, dass flinke Mungos oder ausgewilderte Schweinefamilien den Weg kreuzen könnten.

So haben wir auf diesem Abschnitt quasi unsere ersten Offroad-Erfahrungen mit dem kleinen und wendigen Jeep Wrangler (im Gegensatz zu Oahu und Kauai nur ein Zweitürer und somit um einiges kürzer) sammeln können, die wir dann bei den noch folgenden Geländefahrten sehr gut anwenden konnten. Diese Zufahrt nahm einem jegliche Angst vor heftigem Hin- und Herwackeln, tiefen Schlaglöchern und Neigungen, bei denen man in Deutschland sicherlich Angst um sein Auto gehabt hätte.

Diese Unterkunft können wir auf jeden Fall nur jedem weiterempfehlen! Abgesehen davon, dass Svetlana und ich auch noch eine andere gemeinsame Sprache als Englisch haben, sind die Gastgeber sehr herzlich, frühstücken immer mit den Gästen mit und teilen dabei nur zu gern ihr Wissen darüber, was man in dieser Gegend auf jeden Fall sehen und erleben sollte. Das Frühstück wird von Svetlana täglich frisch zubereitet und besteht nur aus natürlich, hier von der Insel stammenden Zutaten, welche sie oder Lee zuvor auch noch zum größten Teil aus dem eigenen Garten eingesammelt haben.

Generell ist dieses B&B ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man ein solches Unternehmen im Einklang mit der Natur führen kann: das Regenwasser wird gesammelt und zum Duschen und Waschen benutzt, das Essen kommt wie gesagt hauptsächlich aus dem eigenen Garten bzw. von den direkten Nachbarn und die Hühner, welche für die täglich benötigten Eier sorgen, dürfen sich tagsüber ungehindert im großzügig angelegtem Grundstück bewegen.

Dieses wiederum beheimatet aus unserer Sicht pure Exotik und uns in der Regel nur aus dem Supermarkt bekannte Erzeugnisse, wie z.B. Macadamia …

… Banane, Surinamkirsche …

… Brotfrucht, Taro, Papaya, Mango, Sternfrucht, Ananas, Lilikoi …

… und noch so vieles mehr.

Die andere Unterkunft lag im Osten der Insel, direkt an den Kulaniapia Falls.

Auch hier führte ein sehr langer Weg, diesmal fast 6 km lang, von der Straße bis zum Schlafplatz durch riesige Macadamia-Plantagen, allerdings diesmal über eine enge, dafür sehr gut ausgebaute Teerstraße. Wir haben uns für dieses Ressort vor allen Dingen deshalb entschieden, weil sich dort ein 36 m hoher Wasserfall in eine Art Badestelle ergießt, wobei sich beides in direkter Nähe zur Unterkunft befindet. So hat man zum Beispiel schon von der Frühstücksterrasse einen fantastischen Blick auf die herabstürzenden Wassermassen und das beständige Rauschen wiegte uns abends immer zuverlässig in den Schlaf.

Da die ganze Gegend Privatgelände ist, hat man beim Baden eben auch keine Massen an Mitbadenden zu erwarten. Das Baden musste allerdings schon morgens beim Personal angekündigt und die lebensrettenden Hinweise per Unterschrift von allen Schwimmern bestätigt werden – Amerika und seine (Haftungs-)Gesetze! Die insgeheim gehegte Erwartung an diesen Ort der Ruhe hat sich am Ende aber mehr als erfüllt, denn bei unserem Badegang hat sich außer uns nur eine Familie mit erwachsener Tochter dorthin bewegt, aber sie haben sich doch nur kurz ins Wasser getraut. So hatten wir größtenteils die ganze Naturschönheit nur für uns. Dabei lernten wir unter anderem recht flott, wie die sehr doch die stetigen Ströme des Wasserfalls unaufhörlich in Richtung des Abflusses oder an den Uferrand schieben können, sodass ein direktes Schwimmen zum freien Fall selbst fast unmöglich war.

Zum Glück gab es dort ein Kanu, mit dessen Hilfe und Carstens Armkraft schafften wir es endlich mal, ganz nah an den Wasserfall bzw. direkt unter ihn zu kommen – ein einmaliges Erlebnis!

Das Element Wasser war auf dieser Insel endlich so eine Art von Begleiter, wie wir es uns von Hawaii erhofft hatten. So gibt es auf Big Island unglaublich viele und traumhafte Strände.

Für jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei, egal ob man lieber Schnorcheln oder nur Baden wollte.

Insbesondere von den Vertretern der hiesigen Tierwelt wurden wir so richtig verwöhnt.

Neben den vielen atemberaubenden Schnorchelspots mit üppigen Korallenbänken und den vielen bunten Fischen darin …

… waren auch immer mal Schildkröten im Wasser oder am Ufer präsent.

Und obwohl wir uns inzwischen schon so sehr an sie gewöhnt hatten, entglitt uns doch noch immer wieder ein „Schau da!“ wenn man eine entdeckte.

Alleinig auf dieser Insel haben sich uns zwei andere Tierarten gezeigt, die es ausschließlich wohl nur auf Hawaii gibt: Spinnerdelphine und Hawaii-Mönchsrobben.

Während wir das Treiben der Delphine nur aus der Ferne vom Ufer aus beobachten konnten und uns trotzdem sehr an den verrückten Sprüngen des Nachwuchses erfreuten, sahen wir einer der überaus seltenen Mönchsrobben (man schätzt die weltweite Gesamtpopulation dieser akut vom Aussterben bedrohten Art auf nur ca. 600 bis 1400 Tiere) knapp eine Stunde lang aus nächster Nähe zu, wie sie sich mühevoll aus dem Wasser auf den Sandstrand ächzte, wälzte oder robbte – je nachdem, wie man dieses augenscheinlich Kraft zehrende Bemühen bezeichnen möchte.

Als sie es dann endlich schaffte und sich zum Schlafen legte, kamen zwei junge Frauen vorbei und haben dieses Areal weiträumig mit Fähnchen und Hinweisschildern abgesteckt, damit auch ja keiner die Ruhephase des Tieres stört. Wir haben mal eine der Mädels gefragt, ob und wie sie gewusst haben, dass die Robbe hier rauskommen wird, aber für die Hawaiianer ist der Schutz dieser und anderer Tiere nicht nur eine Sache der Ranger. Wenn jemand ein solches Tier in Strandnähe sieht, ruft man eine offensichtlich sehr bekannte Telefonnummer an und man bekommt sofort die Info, wo sich in unmittelbarer Nähe Schilder und Absperrbänder zum Abstecken der Umgebung finden lassen. So kann am Ende jeder etwas dazu beitragen, dass sich diese Meeresbewohner am Strand ungestört erholen können.

Insbesondere für die einheimischen Schildkrötenarten, Mönchsrobben und Spinnerdelfine gibt es rigorose Gesetze, die mitunter Strafzahlungen von bis zu 25.000 US-Dollar vorsehen – allein schon das Berühren bzw. Streicheln oder Festhalten der Tiere kann zu solchen Geldbußen führen.

Ein anderes Tierchen ist auf dieser Insel zwar ebenfalls allgegenwärtig, wird von den Einheimischen aber nicht besonders beliebt – der Coqui-Frosch, kurz Coqui. Diese kleinen, nur ca. 2,5 cm großen, braunen Frösche fangen mit ihrem Quaken an, sobald es dunkel wird, was auf Hawaii demnach schon um 18:30 der Fall ist. Ab da rufen sie so lange nach einer Partnerin, bis sich eine ihrer erbarmt … dies kann mitunter aber auch gut und gern mal die ganze Nacht dauern. Nicht schlimm? Ihr hochfrequentes Quaken (entsprich in etwa ihrem Namen: „Kookii“) erreicht eine Lautstärke von fast 100 Dezibel … und das eben die ganze Nacht von zig dieser Tierchen.

Da es auf dieser Insel für sie keine natürlichen Feinde gibt, haben sie sich diese eingeschleppten Puertoricaner seit den 90ern rasend schnell über die gesamte Insel verbreitet und sorgen seit ca. 2005 für zahlreiche Beschwerden bei Touristen und Einheimischen. Wir hingegen hatten selbst mit ihnen keine Einschlafprobleme, auch nicht im unaufhörlichen Duett mit dem Rauschen des Wasserfalls – Gott sei Dank.

Apropos Strände. Auf Big Island gibt es sie gleich in zig verschiedenen Farben.

Die weißen, gelben und schwarzen Sandstrände kannten wir bereits, aber einer mit grünem Sand?! Da mussten wir natürlich hin. Uns wurde schon im Vorfeld berichtet, dass es nicht besonders empfehlenswert ist, den ca. 4,5 km langen Weg zwischen Parkplatz und dem Strand mit dem eigenen Auto zurückzulegen, denn hier braucht man wahre Off-Road-Kenntnisse und vor allem eine genaue Vorstellung davon, wo es eigentlich lang geht und welche der labyrinthartigen Pistenarme zum unausgeschilderten Ziel führt.

Man kann also entweder eine Stunde immer der Küste entlang bei starkem Wind und sengender Sonnenhitze wandern oder sich für 20 US-Dollar pro Person von dem auf dem Parkplatz wartenden Einheimischen mit ihren TÜV-untauglichen Pickups in ca. 20 min hinbringen lassen.

Ursprünglich wollten wir sogar wandern, aber es ist ein sehr heißer Tag gewesen und Schatten ist auf der gesamten Strecke nicht zu erwarten. Zudem wollten wir nicht zu viel Zeit vertrödeln und daher ließen wir uns auf die fremdgesteuerte Abenteuerfahrt ein. Das war „unser“ Zubringer.

Als unser Fahrer genug Passagiere für seine Kabine und stehend auf der Ladefläche (!) zusammen hatte, fuhren wir los.

Abenteuer pur! Eine Achterbahn kann dagegen sogar schon etwas blass aussehen!

Unser Fahrer kannte seine Wege, brachte uns geschüttelt (nicht gerührt) sicher ans Ziel und wartete geduldig knapp eine Stunde auf unsere Truppe, während diese sich die weltweite Rarität aus nächster Nähe ansah. Die grüne Farbe hat der Sand durch das Mineral Olivin erhalten und dass dieses Mineral ausgerechnet hier vorkommt, haben wir – wie kann es anders sein – einem Vulkan zu verdanken.

Der Maunaloa-Schlackenkegel ist sogar jetzt noch ein zuverlässiger Lieferant von Olivin, welches am Ende nicht nur dafür sorgt, dass der gesamte Strand olivgrün aussieht, sondern auch ein leicht metallisches Glitzern in den Sandkörnern hervorruft. Wenn man den nassen Sand in der Hand hält, könnte man meinen, man hält goldhaltige Kristalle in den Händen und die in jedem befindlichen, rudimentären Goldgräbergene rufen zum Herauswaschen auf. Kein Foto kann dieses dezente Glitzern wiedergeben – das muss man einfach mit eigenen Augen gesehen haben!

Kurz vor dem Green Sand Beach kamen wir an einem anderen Punkt auf dieser Insel vorbei, den man unbedingt gesehen haben muss. Am South Point steht man nämlich am südlichsten Punkt der gesamten Vereinigten Staaten von Amerika.

Wenn man dort steht, sieht man eigentlich fast nichts anderes als Ozean und Himmel sowie die Wagemutigen, welche von einer Rampe 12 m von den Klippen in die Tiefe springen, um danach eine wenig vertrauenserweckende und kraftraubende Hängeleiter wieder hoch zu klettern.

Damit haben wir dieses Jahr also beide, als südlichster Punkt der USA bezeichnete Orte gesehen – zum einen im Februar auf Key West in Florida (Festland) und hier nun South Point auf Big Island (absolut).

Ein für uns immer wieder sehr wichtiges Thema haben wir bislang noch gar nicht erwähnt: das Essen. Auf Big Island sind wir in den Genuss von vielen hiesigen Sachen gekommen, die wir zuvor so noch nicht probieren konnten. Zum Beispiel Kona-Kaffee, den wir auf unserem Weg zum B&B von Lee und Svetlana sogar beim Wachsen zugucken konnten …

… Weiße Ananas, die nur auf dieser Insel wächst und aufgrund des weitaus geringeren Säuregehaltes als in anderen Sorten sehr viel süßer und angenehmer schmeckt …

… sowie die oben schon erwähnten Macadamia-Nüsse, die man sicherlich auch frisch gepflückt selber knacken könnte, wenn die Schale nur nicht so hart wäre. Wir lernten Lilikoi, die hiesige Passionsfrucht, näher kennen und meine heißgeliebten Strawberry Guavas habe ich sogar auf dem Rückweg vom Wasserfall zum Resort eigenhändig einsammeln können.

Von den Früchten der Natur mal einen Schwenk zu weiteren ganz besonderen Essenshighlight, die wir einheimischen Mädels zu verdanken haben. Wir wollten eigentlich schon lange ein typisches hawaiianisches Gericht namens Laulau (in Bananenblättern gegartes Schweinefleisch) probieren, aber es hat nie geklappt, denn entweder war der Laden schon zu oder das Laulau kurz vor uns ausverkauft. Rene und Sharrie haben wir per Zufall im Kulaniapia Ressort kennengelernt, wo sie einen Bekannten besuchten und im typisch amerikanischen Smalltalk erwähnten wir wohl auch unser Pech mit dieser Spezialität. Wir waren am nächsten Morgen sehr überrascht, als Sharrie bei unserem Frühstück auftauchte und einen von vier Laulau mitbrachte, die sie am Vorabend selbst von den Nachbarn geschenkt bekamen und den einen eben nicht mehr aufessen konnten.

Sie hat auch gleich alles Notwendige mit dem Küchenpersonal des Hotels geklärt und somit kamen wir endlich in den Genuss dieser absolut leckeren, hawaiianischen Spezialität.

Schon beim allerersten Aufeinandertreffen am Vorabend haben uns Rene und Sharrie bei einem anderen Essensexperiment unterstützt, denn wir erzählten ihnen, dass wir auch das auf Hawaii so beliebte Dosenfleisch namens Spam probieren wollten und dafür extra mal eine solche Dose im Supermarkt gekauft haben.

Allerdings waren die beiden Einheimischen sehr überrascht, dass wir es roh (aus der Dose) essen würden, denn hierzulande weiß jeder, dass eine Scheibe Spam angebraten werden muss. Sharrie überzeugte Carsten, seine Dose aus dem Zimmer zu holen, während sie den in der offenen Küche an einem erstklassigen Mehrgängemenü werkelnden Koch überzeugte, nebenbei doch bitte auch unseren Spam anzubraten. Am Ende haben wir den direkten Test zwischen zwei rohen und mehreren gebratenen Scheiben gehabt und müssen natürlich wir dem hawaiianischen Volk Recht geben, denn in diesem für uns außergewöhnlichen Zustand kann man das bei uns wohl am ehesten mit Frühstücksfleisch vergleichbaren Schnellimbiss sogar richtig genießen.

Mein persönliches, alkoholisches I-Tüpfelchen war an diesem Abend noch ein auf Maui hergestellter Ananaswein – fruchtig, leicht und lecker! Damit wusste ich schon, was ich auf der nächsten Insel gerne wieder trinken würde, auch wenn es den Einheimischen eher nach französischen, spanischen und italienischen Weinen gelüstet. Das war in dem Glas neben den Strawberry Guavas    standard

Ich könnte noch seitenweise so weitermachen! Aber wirklich alle Dinge aufzuzählen, die wir allein auf dieser Insel gesehen haben und erleben durften, würde den Rahmen eines Blogeintrags noch mehr sprengen, als es ohnehin schon bis hier der Fall ist. Deshalb kann ich leider weder auf das Städtchen Hilo …

… noch auf die Vulkanlandschaft Kahuku Unit als ein besuchbarer Ableger des Volcanoes Nationalpark …

… auf mehrere Panoramastraßen entlang der Küste …

… auf diverse Wasserfälle …

… oder auf die von uns besuchten, zahlreichen Strände näher eingehen …

Sehenswert war aber alles davon!