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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 29.
Jul

In meinem Leben passieren so viele schöne Dinge und so viele wundervolle Begegnungen, dass ich euch jetzt einfach mal ein wenig davon erzählen muss    standard

Schon am Anfang des Monats, nämlich am 3. Juli, haben Carsten und ich uns mit Sabine und ihren bezaubernden Töchtern Kaitlyn und Emily, welche während ihres Deutschland/Prag-Roadtrips einen Nachmittag für Dresden eingeplant haben, getroffen. Ich kenne Sabine über das Internet wohl schon seit über 18 Jahren und wir haben uns damals nicht nur Emails, sondern auch ganz klassische Briefe auf Papier mit ausgedruckten Fotos geschrieben. Das jetzige war allerdings unser erstes Treffen in Persona! Und ich fand das echt schön! Carsten hat bereitwillig die Rolle des Stadtführers übernommen und präsentierte unseren Gästen aus den USA aus meiner Sicht die schönen Seiten von Dresden hervorragend.

Nachdem wir die wichtigsten Punkte unserer Altstadt gezeigt haben und uns zur Belohnung eine ordentliche Portion Eis an diesem warmen Tag gönnten, gab es natürlich auch noch ein Erinnerungsfoto mit uns allen:

Dieses Bild hat jetzt seinen Ehrenplatz auf unserer Wall of Visitors gefunden. Wir hoffen, dass wir die drei, vielleicht dann sogar noch mit ihrem vierten, männlichen Familienmitglied a.k.a Ehemann und Papa, nochmals in Dresden oder gar ganz woanders treffen können. Der Mann des Hauses musste leider arbeiten und konnte die Mädels bei ihrem gesamten Roadtrip nicht begleiten. Aber unter uns: ein Wiederkommen lohnt sich auf jeden Fall, denn wir haben bei Weitem noch nicht alles gezeigt, was unsere schöne Stadt so zu bieten hat.

Schwenk zum nächsten Treffen:
Als Kerstin, unsere langjährige Freundin, ihren Geburtstag in Mai feierte, schenkten wir ihr einen Gutschein für einen gemeinsamen Wandertag – organisiert und durchgeführt durch uns. Das Geschenk wurde von ihr am 7. Juli  eingelöst. Wir haben uns gemeinsam auf einen 20 km langen Rundwanderweg vom Dresdner Stadteil Lockwitz über die Burgstädtler Linde nach Kreischa und über die Babisnauer Pappel zurück nach Lockwitz verständigt. Das Wetter war uns hold und wir hatten unterwegs eine wunderbare Sicht, hin und wieder etwas Wegesrandproviant in Form von Süßkirschen, Brombeeren, kleinen (noch nicht ganz reifen) Birnen und Mirabellen sowie dazu noch einen Himmel mit herrlich anzusehenden Wolkenformationen:

Außerdem haben ich mich unterwegs noch mit einer Ziege angefreundet. Als Andrea das Bild von unserer Bekanntschaft gesehen hat, meinte sie: „Die Ziege hat sich bestimmt über diese riesige, laufende Karotte gefreut.“ … gemeint ist natürlich die Farbe des T-Shirts    standard

Ein weiterer Begleiter eines anderen Wegabschnitts hat Carsten und mich als seine Ballwurfmaschinen sehr ins Herz geschlossen – ich war für die Kurzsprints und Carsten für die Langstrecken zuständig.

Und das hat er auch wirklich immer für sich entschieden, denn wenn er weit rennen wollte, brachte er seinen Tennisball zu Carsten und wenn er dabei zu sehr außer Puste geriet, trug er sein Spielzeug zu mir. Ich kann eben nicht so weit werfen wie mein Mann     zwinker

Übrigens, unterwegs habe ich entdeckt, wie man die heißgeliebten Teddybären der Welt offline präsentieren kann:

In diesem Häuschen waren alle Doppelfenster inklusive 20 cm breiter, innenliegender Fensterbank des Erdgeschosses mit viel „bärigem Leben“ gefüllt – ich fand das klasse!

Treffen Nummer 3:
Da ich auf Arbeit zwei Kolleginnen – Kathrin und Lisa –  einmal in der Woche nach Feierabend helfe, ihre etwas verschütteten Russisch-Kenntnisse wieder auszugraben und aufzupolieren, war es natürlich nur logisch, dass sie auch mal die russische Küche richtig kennen lernen sollten. Mein Vorschlag, an einem Dienstagabend ins Restaurant „Odessa“ zu gehen, wurde dabei dankbar aufgenommen. Trotz eines vorherigen Regenschauers setzten wir uns in das Gärtchen im Innenhof des Restaurants, denn das aufgespannte Segel über der Terrasse versprach einen zuverlässigen Schutz bei einer etwaigen Wiederkehr von Regentropfen. Die Kollegen im Restaurant waren wie immer klasse: Das Essen schmeckte köstlich, der Service war stets zu Stelle, wenn man ihn sich gewünscht hat, aber dennoch nicht aufdringlich – alles perfekt für einen gemütlichen Abend. Dazu hatten meine Schülerinnen eine tolle Möglichkeit, ihr Russisch gleich anzuwenden und das auch sehr erfolgreich! Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und ich zeigte meine absolute Lieblingsstelle in Dresden: das Nymphenbad im Zwinger. Beides war an diesem Dienstagabend nahezu menschenleer – eine ganz bezaubernde Atmosphäre!

Ich glaube, auch Lisa ist diesem Zauber verfallen    standard

Auf zum nächsten Treffen:
Da wir schon über Arbeit gesprochen haben    standard    Carus Vital, das Gesundheitszentrum unseres Arbeitgebers, über welches ich schon paar mal geschrieben habe, bietet nicht nur sportliche Veranstaltungen, sondern auch Kochkurse an. Vor einigen Tagen gab es dann den Kurs „Vegetarisches Grillen“. Ich hatte mich leider etwas zu spät angemeldet und stand lange Zeit auf der Warteliste, aber glücklicherweise wurde noch ein Plätzel frei und ich konnte nachrutschen    standard    Carsten hat beim Wort „vegetarisch“ lieber gleich beschlossen, dass ich ohne ihn teilnehmen kann    zwinker
Diese Veranstaltung wurde netterweise von „meiner“ Julia vorbereitet und durchgeführt. Das Grillgut in Form von eingelegtem Hirtenkäse und ebenfalls eingelegtem Zucchini-Champignon-Gemüse hat sie eigenhändig schon vorbereitet gehabt. Solange das Grillgut nun vor sich hinbrutzelte, machten die Kursteilnehmer sich daran, nach ausgegebenen Rezepten die passenden Beilagen zuzubereiten.

Von links nach rechts: Sommernudelsalat, Tomaten-Hirtenkäseaufstrich, Tzaziki, Pesto, Linsensalat und gegrillte Kartoffeln, die mit dem Pesto gegessen werden sollten. Es war alles sehr, sehr lecker geworden … dass wir dabei mit jeder Menge Knoblauch gearbeitet haben, hat unsere Umgebung auch noch am nächsten Tag sicherlich deutlich wahrgenommen    standard

Nun zu unserem Hausgast:
Das Essensthema bringt mich auf das nächste Highlight: Wir haben seit über einer Woche jemanden, den ich zum Anbeißen süß finde, zur Pflege in unserer Wohnung aufgenommen:

Es ist der Dsungarische Zwerghamster namens Egon von Andrea. Sie ist aktuell viel unterwegs (Umzugsplanungen nach Österreich & Kurzurlaub mit ihrer Schwester) und ihr Kumpel, welcher sonst die Tagespflege dieses kleinen Knuffels übernommen hat, ist derzeit selbst im Urlaub. So hat sie ihren kleinen Mitbewohner aus Chemnitz zu uns gebracht. Ich denke, wir haben uns zu dritt inzwischen richtig gut eingelebt    standard

Er darf bei uns noch eine weitere Woche bleiben, danach bringen wir ihn wieder zurück. Dort hat er auch ein wesentlich größeres Gehege als bei uns.

Überleitung zum nächsten Thema:
Einen großen Auslauf im Freien hatten Carsten und ich am Samstag vor einer Woche. Wir waren erneut mit Teilnehmerninnen eines ehemaligen VHS-Russisch-Kurses von mir wandern, diesmal überwiegend am Grenzfluß Kirnitzsch entlang. Aber die unverwechselbaren Formationen des Elbsandsteingebirges durften natürlich nicht fehlen, zumal man dort an einem heißen Tag ein ganz besonders schönes und schattiges Plätzchen zum Sitzen finden konnte    zwinker

Solche, zwischen Felswänden eingeklemmte Steinbrocken finde ich immer wieder beeindruckend …

… ich versuche allerdings an solchen Stellen immer sehr schnell durch zu laufen, denn man weiß ja nie, wann dieser Halt mal bröckelt    zwinker

Entlang eines recht langen Abschnitts des Wanderwegs wuchsen richtig großen Farne – ich fühlte mich ein wenig wie im Urwald von Jurassic Park    zwinker

Das Wasser der Kirnitzsch war kristallklar, wie diese Spiegelung und Durchlässigkeit am oberen Bildrand eindrucksvoll zeigt:

Das Grün der Wasserpflanzen wirkte auf mich sehr märchenhaft – insbesondere, wenn sie im fließenden Wasserverlauf immer sanft hin- und herwiegten:

Es war so unglaublich ruhig dort! Natürlich konnte ich der Versuchung, meine Füße von Wanderschuhen zu befreien und die Zehen in das Wasser einzutauchen, nicht widerstehen. Ein Beweisfoto gibt es in meiner „Füße-im-Wasser„-Galerie    standard

Später, auf der Oberen Schleuse gönnten wir uns eine Kahnfahrt – die von der Wanderung ermüdeten Füße waren uns wirklich sehr dankbar. Bei so einer Fahrt erinnert man sich wieder, dass man nicht immer schnell von A nach B kommen muss, es geht auch langsam und entspannt.

Als wir an der unteren Staumauer gestartet sind, lag die Wassertiefe noch bei 4 m. An der weiter oben liegenden Bootsstation ist es ganz offensichtlich wesentlich flacher geworden.

Die Kirnitzsch ist schon sein Jahrhunderten ein Grenzfluß zwischen Tschechien und Deutschland. Doch die Namen der Länder änderten sich im Laufe der Jahre und manche Zeichen sind nur leicht etwas angepasst worden. Achtet einfach auf den Hintergrund vom Buchstaben „D“:

Hier kann man noch deutlich die DDR-Vergangenheit erkennen und auf tschechischer Seite zeigte auf manchem Grenzstein das Länderkürzel ČS noch die damalige Abkürzung der Tschechoslowakei.

Den Abend durften wir wieder mal im Garten von Kerstin und Lothar beim Grillen und einem Feuerchen ausklingen lassen:

Es war ein wunder-wunderschöner Sommertag!

Einen habe ich noch !
Auch Sommerabende können mal nach draußen locken und so folgte ich Annas Vorschlag, mal beim Palais-Sommer zu einem Konzert zu gehen. Letzten Dienstagabend, ich habe noch Kathrin mit dazu eingeladen, lauschen wir zu dritt den hervorragend gespielten Jazzklängen der Klazz Brothers:

Die Jungs haben mit einer Pause ganze zwei Stunden lang gespielt und es war wirklich klasse! Als der Auftritt zu Ende war, strahlte man das Gebäude vom Japanischen Palais, welches einige Museen beherbergt, noch mit einem Bild von einem bekannten Maler an. Erkennt ihr es?

Es ist ein Bild von Paul Gauguin: „Zwei Frauen auf Tahiti“. Ich gebe zu, den Künstler habe ich sofort erkannt, aber um zu wissen, wie genau dieses Bild heißt, musste ich recherchieren    standard

Oh, es ist ein ziemlich langer Beitrag geworden, aber es sind einfach zu viele zu schöne Erlebnisse passiert, welche ich mit euch hier schon seit langer Zeit teilen wollte. Mal schauen, was die nächsten Tage und Wochen so mit sich bringen werden!



2018 29.
Jul

Mit einer Mauer verbindet man gerade hierzulande eine schmerzhafte Geschichte der Teilung. Zum Glück muss das im Großen und Ganzen nicht immer der Fall sein. Klar, man zieht eine Mauer hoch, um sich abzugrenzen, aber auch um hinter ihr, wenn es brenzlig wird, Schutz zu suchen.

Der Schutz wird nicht nur den Menschen gewährt, auch Pflanzen genießen die Geborgenheit durch hohe Mauern.

Die Steine sehen zwar hart und unnachgiebig aus, aber auch sie haben im Grunde genommen einen weichen Kern. Wenn die harte Oberschicht bröckelt, kommen die schwachen Stellen zum Vorschein.

Wenn darin dann sogar noch ein Samenkorn landet, wächst ein Pflänzchen unter Umständen direkt an der Mauer in die Höhe.

Mauern müssen nicht zwingend aus einem Naturstein bestehen …

… in einer Fabrik gefertigte Ziegelsteine tun es auch.

Oft werden Mauern auch von Menschenhand durch Farbe aufgehübscht.

Es muss natürlich nicht immer eine kräftige, vollflächig aufgetragene Farbe sein, denn ein paar liebevoll aufgemalte Margeriten tun es auch.

In Kiew habe ich einige Mauern mit wunderschönen und kunstvollen Malereien an Kirchen entdeckt,  Bei den älteren von ihnen waren die Farben im Laufe der Zeit etwas ausgeblichen …

… bei den neueren waren die Malereien noch richtig farbenfroh.

Alte Gemäuer sind für einen Betrachter immer wieder besonders interessant.

Man ist beeindruckt ob ihrer Standhaftigkeit und auch ob ihrer Stärke bzw. Dicke.

Mauern müssen aber auch nicht immer so düster historisch und sehr erwachsen aussehen    standard

Da lacht nicht nur ein Kinderherz!

Auch Hausmauern können sehr kunstvoll gestaltet werden.

Ich hatte im April wirklich viele interessante Mauern in Dresden und, dank meiner Dienstreise, auch in Kiew entdeckt. Vielleicht habt ihr jetzt auch Lust bekommen, die Mauern in eurer Nähe genauer unter die Lupe zu nehmen und diese auch mal ganz erstaunt anzusehen?

Für mich kann ich diese Frage nur mit einem „ja“ beantworten    standard



2018 22.
Jul

Das schon öfters von mir in den hiesigen Einträgen erwähnte Fitnessstudio unseres Arbeitgebers hatte in diesem Jahr im Programm wieder eine besondere Veranstaltung: Segelfliegen. Carsten hat das als Jugendlicher schon einmal gemacht und meinte, ich sollte das ebenfalls unbedingt ausprobieren. Da mein Mann nach 17 gemeinsamen Jahren ein gutes Gespür dafür hat, was mir gefällt und was nicht, habe ich natürlich auf seine Empfehlung gehört.

Wir meldeten uns rechtzeitig dafür an und saßen am 6. Juli zusammen mit einigen anderen Kollegen aus dem Uniklinikum in zwei Kleinbussen, welche uns zum Flugplatz in Bronkow brachten.

Beim Segelfliegen gibt es zwei Arten des In-die-Luft-Kommens: durch eine Winde ca. 300 m hochgezogen oder durch ein motorisiertes Flugzeug in eine beliebige Höhe abgeschleppt zu werden – im Fachjargon Windenstart und F-Schlepp. Die letztgenannte Starthilfe stand schon auf dem Feld und wartet auf unsere Ankunft. Ich persönlich fand seine Farben, die mich sofort an die ukrainische Flagge erinnerten, sehr vertrauenerweckend    standard

Aber als die Frage gestellt wurde, wer sich ein Start mit der Winde traut, habe ich schnell meine Hand hochgehoben und saß ein paar Minuten später auch schon eingewiesen und gesichert im Fond des zweisitzigen Segelfliegers:

Sehr viel Platz hat man darin wahrlich nicht, aber zumindest die Beinfreiheit war besser als in einem TUI-Flieger! Auch wenn ich vollen Zugriff auf alle Einrichtungen hatte (hinten sitzt normalerweise der Fluglehrer), sind wir natürlich nicht selber geflogen, sondern vertrauten unsere Leben den gut ausgebildeten Piloten des Vereins an. Neugierig wie ich bin, habe ich natürlich mal nachgefragt, wie lange sie schon segelfliegen: der eine hat in den 80er-Jahren angefangen, der andere 1974, dem Geburtsjahr meines Mannes. Ich habe mich also bei meinen beiden Flügen dieses Tages sehr sicher gefühlt.

Für solche Mitfluggelegenheiten werden Ausbildungsflugzeuge verwendet und wie schon oben erwähnt, sitzt hinten eigentlich immer der Fluglehrer – in unserem Fall waren es meine Kollegen und ich. Somit hatten wir auch immer die kompletten Anzeigen im Sichtfeld, die für das Fliegen unentbehrlich sind, wie z.B. Geschwindigkeits – und Höhenanzeigen, Kompass, Wasserwaage und Steigungs- bzw. Neigungsindex (aufwärts oder abwärts). Wir hätten somit sogar mitsteuern können, aber das habe ich dann doch lieber nicht getan    standard

Der Start mit der Winde ist in der ersten Phase durchaus mit einer Achterbahnfahrt vergleichbar. Es geht dabei schnell und zielgerichtet senkrecht auf den Himmel zu – um dieses überwältigende Gefühl zu beschreiben fehlen mir die Worte. Ist schon ein tolles Gefühl, wenn man den Wolken so schnell so nah kommt … das kann man nicht mit Sprache ausreichend wiedergeben, das muss man einfach selber mal erleben!

Und dann diese herrliche Stille beim Segelfliegen, denn es gibt ja schließlich keinen Motorlärm – ja, man könnte wirklich für einige Momente glauben, wie ein Vogel fliegen zu können …

Mein erster Flug dauerte leider nicht sehr lang, aber es war trotzdem sehr großartig! Schon bald war die Landung angesagt:

Auf dem Feld kurvten ständig zwei betagte, aber fahrtüchtige Autos herum, denn man kann z.B. den exakten Landeplatz bei einem Segelflieger nicht vorgeben oder mit eigener Motorhilfe zurück zum Startpunkt gelangen. Mithilfe dieser Fahrzeuge wurden u.a. die Fluggeräte wieder zur Ausgangsposition gebracht und damit die Flügel dabei nicht über die Erde schleifen, läuft immer eine Person nebenher und hält den kippenden Flügel aufrecht. Carsten durfte immer helfend nebenherlaufen (fast schon joggen), ich als liebes Mädchen durfte beide Male gemütlich im Auto mitfahren    standard

Ja, natürlich ist auch mein Mann geflogen, er hat bei seinem ersten Abheben sogar einen Hut bekommen. Mir ist aufgefallen, dass alle Piloten eine Mütze oder eine Baseballcap getragen haben. Klar, man hat ja über dem Kopf nur eine durchsichtige Abdeckung und die Sonne knallt also immer direkt auf den Schädel drauf.

Übrigens, wenn man mit F-Schlepp startet, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, eine Höhe und Stelle mit guter Thermik zu erreichen, um einiges:

Mit eben einer solch guten Thermik kann man dann noch viel höher aufsteigen und somit auch länger in der Luft bleiben. Bei meinem zweiten Flug hatte ich das Glück, fast über eine halbe Stunde lang in der Luft zu sein – das war soooo schön! Übrigens, so sieht das Flugfeld aus der Höhe aus:

Die schrägen Linien am rechten Rand sind Solarpanels, so kann der Verein mit der Vermietung von Fläche die Kasse etwas auffüllen.

Und das gönne ich den Vereinsmitgliedern vom Herzen – sie waren alle, aber wirklich alle super … und das fachlich wie menschlich. Als Newbie hat man ja immer Bedenken, dass man sich besonders tollpatschig aufführt und dann von den Erfahrenen irgendwelche Sprüche zu hören bekommt, die man nicht unbedingt braucht. Das war diesmal überhaupt nicht der Fall! Alle Fragen wurden ganz normal beantwortet, es wurde ganz selbstverständlich beim Auf- und Absetzen der Fallschirme sowie beim Ein- und Aussteigen geholfen. Ein ganz großes Lob und mindestens genau so ein großes Dankeschön für ein unvergessliches Erlebnis gehen an die Vereinsmitglieder vom FC Bronkow! Natürlich auch an die Kollegen aus dem Carus Vital für das Ins-Leben-rufen und Organisieren dieser Veranstaltung.

Ich habe zwischenzeitlich schon mit einigen Freunden darüber gesprochen und einige würden das gerne auch selber einmal erleben. Wer weiß, vielleicht rauschen wir dort über Kurz oder Lang sogar mal mit unserer eigenen Gruppe von Flugneugierigen an     standard



2018 17.
Jul

Seit Jahren wurde am Jahresanfang das Ereignis „Kieler Woche“ in unseren Kalender eingetragen, es kam jedoch immer wieder etwas dazwischen. Diesmal konnte Carsten das End-Wochenende von diesem Event beizeiten blocken, indem er ein Hotelzimmer in Lütjenburg buchte.

Wir arbeiteten einige Tage noch fleißiger als sonst und konnten dadurch die angesammelten Überstunden am Freitag (22. Juni)  nehmen, um diese erstens im Sinne des Arbeitszeitgesetzes abzubauen und zweitens, um ohne Hetze mit dem Suzuki und unseren aufgeschnallten Fahrrädern nach Kiel zu fahren.

Das Wetter war an dem Tag im Norden nicht besser als bei uns in Dresden, denn der Sommer zog sich in dieser besagten Juniwoche irgendwie aus ganz Deutschland zurück. Wir trauten uns dennoch nach der Ankunft in unserem Hotel „Ostseeblick, wo wir tatsächlich aus unserem Zimmer auf die in der Ferne befindlichen Ostsee blicken konnten, zu einen Spaziergang in die Hohwachter Bucht, um frische Meeresluft zu schnuppern.

Bei so einem Wetterchen gehörte der Strand ganz allein uns    standard

Ich als echte Frostbeule hatte mich ganz warm angezogen …

… Carsten vertraute wie so oft auf sein internes Heizkraftwerk.

Aber wenn ihr denkt, dass ich bei diesem Wetter der Versuchung widerstehen konnte, meine Füße ins Wasser zu tauchen, dann habt ihr euch geirrt – das Beweisfoto steht in meiner 4. Obsession-Galerie    standard

Beim Spaziergang am Strand entdeckten wir eine außergewöhnliche Ernährungsempfehlung:

Das war uns doch ein Hauch zu exotisch    zwinker    weshalb sind wir lieber bei Luv & Lee für ein frisches Fischbrötchen eingekehrt sind:

Gut gestärkt liefen wir noch lange am nahezu menschenleeren Strand entlang. Der Wind war relativ stark und ziemlich kühl, aber das tat dem Spaß, draußen und am Meer zu sein, keinen Abbruch.

Erst als wir die außergewöhnlich und großzügig gestaltete Aussichtsplattform „Hohwachter Flunder“, welche aus der Ferne wie ein vom Wind gebogener Mast aussah, erreichten, kehrten wir über den gepflasterten Dünenweg zum Parkplatz zurück:

Im Hotel gönnten wir uns im Restaurant erstmal ordentliche wärmende Getränke und natürlich viel Fisch zum Essen. Carsten entschied sich für das Angebot des Abends, Matjes als AYCE zu nehmen, und ich war mit meiner Fischplatte samt Ofenkartoffel mehr als glücklich.

Am Samstag sind wir dann gleich nach dem Frühstück nach Kiel gefahren. Unser Plan war, an dem Tag die gesamte Feiermeile abzulaufen und abends das Deutschlandspiel an einem der Public Viewing Stellen zusammen mit den anderen Fans anzusehen. Am Sonntag (!) wollten wir dann die Windjammerparade sehen und anschließend ins heimische Sachsen aufbrechen.

In Kiel angekommen haben wir unser Auto in einem Wohngebiet abgestellt, setzten uns auf unsere mitgebrachten Fahrräder und sind zur Feiermeile gefahren. Es war gerade mal 9 Uhr früh und die meisten Stände waren noch geschlossen. Dafür fanden wir ohne Probleme eine schöne Abstellmöglichkeit für die Drahtesel und liefen ganz entspannt los Richtung Hafenbecken. Schon an unserer ersten Zug- bzw. Klappbrücke mussten wir uns für mehr als eine halbe Stunde in Geduld üben, denn es wollten zahlreiche große und kleine Segelschiffe raus aus dem Hafen:

Wobei sie hier noch statt ihrer Segel lieber ihre Motoren nutzten …

Als der Weg endlich frei war, schlenderten wir über die kilometerlange Partymeile, die zwischenzeitlich auch so langsam aus dem Dornröschenschlaf aufwachte.

Ich habe eine äußerst gute Stelle für mich zum Verweilen gefunden, konnte allerdings die Betreuer nicht finden    zwinker

Wobei die bunte Hollywoodschaukel (links) auf dem wirklich riesigen Internationalen Markt ebenfalls sehr einladend wirkte:

Am ungarischen Stand wollte ich unbedingt in die Rolle eines „Gauchos“ (in der Heimat heißen sie natürlich Csikós) schlüpfen:

Im echten Leben müsste ich für diese Rolle wohl noch einiges an Muskelmasse aufbauen und dazu noch ein paar Zentimeter schrumpfen. Aber das Blau fand ich soooo schön    standard

Natürlich haben wir uns auf diesem Internationalen Markt auch etwas zum Essen gegönnt, denn das Angebot war sehr vielfältig!

Ungarische Gulaschsuppe gab es stilecht in einem Kesselchen für den Mann und ein mit Aprikosenmarmelade gefüllter Palatschinken für die Frau:

Am finnischen Stand lockte uns ein Elchburger. Zusätzlich bin ich in den Genuss eines „Bärenkusses“ gekommen – so phantasievoll hieß mein Cocktail aus Aperol und Preiselbeersaft auf Eis (im Glas):

Am estnischen Stand habe ich dann diese Flasche entdeckt:

Vana Tallinn ist (meiner Meinung nach) einer der leckersten Liköre dieser Welt! Ich hätte von diesem Stand sehr gern eine ganze Flasche für den Hausgebrauch gekauft, aber leider durfte das der nette Barkeeper nicht machen. Stattdessen hat er sich wahnsinnig dafür eingesetzt, alle ihm bekannten Geschäfte anzurufen, um herauszufinden, wer das Zeug im Angebot hat … leider blieb die Suche erfolglos. Aber mein Gläschen direkt am Stand weckte bei mir ganz viele positiven Erinnerungen an diese bezaubernde Stadt und meinen damaligen Besuch! Und den Likör haben wir nun bei Amazon gefunden …

Es gab noch viel mehr Stände als Vertretung zahlreicher Länder auf diesem Markt. Doch so viel könnte ich weder essen noch trinken    zwinker

Wir schlenderten dann noch viel weiter am Wasser / Hafenbecken entlang und landeten unter anderem auch hier:

Das Wetter hat sich zwischenzeitlich leider immer mehr verschlechtert. Es gab aber unterwegs nach wie vor jede Menge zu sehen und zu entdecken, was von dem wolkenbehangenen Himmel ganz gut ablenkte:

Ich hätte nur zu gern erfahren, wie gut sein Empfang und seine Reichweite sind    zwinker

An einem Anlegeplatz für Boote stand ein Aufsteller mit den Highlights der gesamten Woche. Ich las flüchtig drüber und blieb an einem Punkt hängen. Dort stand nämlich, dass die Windjammerparade am 23. Juni, also dem Samstag, stattfindet. Ich zeigte diesen Eintrag meinem Mann, wir zückten schnell unsere Telefone und stellten entsetzt und enttäuscht fest, dass wir uns um einen Tag vertan haben und unser Plan, morgen vor der Abreise noch den zahlreichen Segelschiffen beim Verlassen des Hafens zuzusehen, nicht aufgeht. Sie waren nämlich bereits an diesem Tag seit Stunden unterwegs. Wir haben in der Tat den eigentlichen (!!!) Grund, nach Kiel zu fahren, schnöde verpasst.

Zum Glück kamen die Segler nach ein paar Stunden wieder zurück, so dass wir zumindest noch ein paar von ihnen in voller Pracht sehen konnten:

Man kann sich schließlich auch an kleinen Sachen erfreuen    zwinker

Außerdem schrieb die Presse, dass dieses Jahr die ganz großen Highlights, das deutsche Segelschulschiff Gorch Fock und der aus der Becks-Werbung bekannte Dreimaster Alexander von Humbold (II) mit seinen charakteristischen grünen Segeln, dieses Jahr mal nicht mit dabei waren – doch Glück gehabt ?    zwinker
Zwar ohne aufgespannte Segel, aber dennoch sehr beeindruckend, haben wir an dem Morgen bei der Zugbrücke dann doch noch die hier vertretenden Großsegler gesehen: Die Roald Amundsen, die Thor Heyerdahl und das mit 117 m Länge größte noch segelnde Segelschulschiff der Welt, die russische Sedov – plus der zig anderen kleinen Segler und Dampfschiffe. Haben sich die ca. 40 min Warten abschließend doch für uns gelohnt.

Am Ende der Budenmeile schlenderten wir wieder zurück zum Anfang unserer Entdeckungsrunde, versteckten uns vor den immer wieder aufs Neue aufkommenden Regengüssen unter den Dächern des einen oder des anderen Standes und genossen mal das dort angebotene Essen oder die Getränke. Die Idee, das Deutschlandspiel beim Public Viewing zu sehen, haben wir wegen des Wetters, der müden Füße und für mich sehr entscheidend, wegen zu vieler Menschen um mich herum dann doch lieber verworfen und beschlossen, es im trockenen und warmen Hotelzimmer nur zu zweit zu gucken. Allerdings war das Spiel am Ende so gar nicht spannend und wir dafür total müde, dass wir schon nach der ersten Halbzeit unseren Fernseher ausmachten und sofort einschliefen. So haben wir echt das einzige WM-Spiel, bei welchem die Deutsche Nationalmannschaft gewonnen hat, tatsächlich verschlafen    standard

Am Sonntag packten wir nach dem Frühstück unsere Sachen und haben nach dem Abwägen der Möglichkeiten kurzerhand beschlossen, einfach geradewegs nach Hause zu düsen und nicht noch wie geplant, eine kleine Radtour am Meer entlang zu unternehmen. Bei dem Nieselregen hatte man echt wenig Lust, noch irgendetwas in der Gegend zu besichtigen. Es war insofern eine sehr vernünftige Entscheidung.

Der Spaziergang am Strand ohne Fleecejacke und in kurzen Hosen hat bei meinem Mann ein paar Tage später Nebenwirkungen in Form von Schnupfen, Niesen und Husten voll entfaltet. Aber inzwischen haben meine Orangenhälfte und ich, die etwas später von ihm angesteckt worden sein muss, alles gut überstanden. Und da auch der Sommer nun strahlend nach Deutschland zurückgekehrt ist, haben wir das Leben schon wieder in vollen Zügen und mit einigen Unternehmungen genießen können. Aber das erzähle ich lieber extra    standard     ihr seht, ich hinke noch etwas mit dem Schreiben hinterher.



2018 10.
Jun

Um ehrlich zu sein, ich kann keine vernünftige Antwort darauf geben, denn in meinem Leben kommt dieser Zustand so gut wie nie vor. Stattdessen gibt es über jede Menge Erlebnisse zu berichten, die in den vergangenen zwei Wochen meine Schreibzeit für sich beanspruchten    zwinker

Carsten und ich haben uns am Sonntag vor zwei Wochen recht spontan entschlossen, das schöne Sommerwetter für einen Fahrradausflug auf dem Elbradweg zu nutzen. Es hat jede Menge Spaß gemacht und nach der Tour bis Pillnitz waren wir uns einig, dass wir uns ein spätes Mittagessen im Biergarten redlich verdient haben. Als Radfahrerin gönnte ich mir natürlich stilecht ein Radler    standard

Bei der Auswahl des Essens waren die Augen natürlich mal wieder etwas größer als der Mund    zwinker

Diese schöne, knusprige Haxe oben links bestimmte sogar völlig unerwartet noch den Ablauf der folgenden Tage. Ein Stück von ihr hat sich nämlich in Carstens Speiseröhre als Nahrungsbolus festgesetzt und er konnte ab Sonntagnachmittag nichts mehr trinken und essen, weil der Pfropfen den Zugang zum Magen fest verschlossen hat. Atmen ging aber noch problemlos, sodass Carsten am Montag sowohl zum Sport gehen als auch zwei Meetings als Einladender abhalten konnte. Aber gegen 14 Uhr war Schluss mit Lustig und meine Orangenhälfte bewegte sich in die UKD-Notaufnahme, um das Problem endlich lösen zu lassen. Dank Magenspiegelung unter Vollnarkose war alles recht schnell erledigt und als ich nach meiner Arbeit an seinem Bett stand, war Carsten sogar schon wieder von allen Schläuchen befreit … nur die Kanüle sollte noch für den Fall der Fälle bis zur Entlassung dran bleiben.

Und hier ist ein Bild von seinem, wie wir es in der Familie genannt haben, „Alien“:

Die Haxe konnte übrigens nix dafür, sie war wirklich lecker und ich habe sie am Dienstag noch völlig unfallfrei aufgegessen.

Da mein armer Mann dank ärztlicher Hilfe nun wiederhergestellt war, konnte ich ganz beruhigt ein paar Tage später mit Anna zu einer Führung durch die Ausstellung „Monster und Mythen“ ins Japanische Palais gehen.

Die Ausstellung ist klein, aber oho! Die riesigen Bewohner der Meere haben uns am meisten beeindruckt. Die Führung war sehr entspannt und verständlich abgehalten, dazu war die junge Dame bestens über alle Ausstellungsstücke und die damit verbundenen Legenden und Geschichten informiert – es war sehr interessant und kurzweilig. Nachdem wir unseren Bildungsauftrag erfüllt haben, gönnten Anna und ich uns noch einen schönen Abend beim Trinken und Schwatzen im Freien, denn das Wetter war wirklich einladend, um so lange wie möglich draußen zu bleiben. Inzwischen sind die Sonnenuntergänge in Dresden sehr farbenfroh und richtig romantisch geworden:

Bei solch schönem Wetter macht es auch wieder sehr viel Freude, Menschen draußen im Grünen zu fotografieren. So passte es hervorragend, dass Manu und Ines, welche inzwischen ihr eigenes Tanzprojekt Irish Dance Women Dresden auf die Beine gestellt haben, ein paar Bilder für ihre Homepage und andere Gelegenheiten brauchten. Bei den beiden komme ich irgendwie nie drum herum, mich auch mal vor die Kamera zerren zu lassen    zwinker

Wir haben sogar Kräfte gemessen, doch auf dem Foto sieht man ganz deutlich den Unterschied zwischen einer Elfe und einer (haxenessenden) Steinbeißerfrau    zwinker

Beide Mädels hatten in den letzten 14 Tagen auch ihren ersten großen Auftritt auf dem 3. Freitaler Irish Folk Festival und ich durfte natürlich ebenfalls viel knipsen und blitzen. Dabei hat Julia mich kurz gebeten, ihr Bierglas gegen meine Kamera zu tauschen … da ich dem Mädel mit den große Kulleraugen nichts abschlagen kann, ist so ganz nebenbei dieses Bild entstanden:

Hier haben Ines und Manu übrigens die Rolle der Leprechauns übernommen. In den Hüten, welche sie in der Hand halten,  ist das Geld, welches zahlreiche Zuschauer an die Musiker und Tänzer gespendet haben, denn es wurde kein Eintritt zu der Veranstaltung verlangt. Es war insgesamt ein sehr fröhlicher und lustiger Abend!

Auf zum nächsten Ereignis: Wir haben schon lange vorgehabt, unsere OLCA-Mobile-Webseite auf den neuesten Stand zu bringen, schließlich ist der Suzuki Vitara schon seit dem 18. September letzten Jahres ebenfalls zum Familienmitglied geworden. Endlich haben wir es tatsächlich geschafft, unsere beiden fahrbaren Untersätze zu waschen und für ein gemeinsames Fotoshooting im Grünen herauzuputzen. Das Ergebnis könnt ihr hier bewundern    standard

Gestern haben Carsten und ich uns wieder etwas Geschichtsunterricht gegönnt und liefen bei der Igeltour „Cottas Norden – Vom Wildwasser zur Beständigkeit“ mit. Der Dresdner Stadtteil Cotta grenzt direkt an Briesnitz an und war somit früher, als wir noch im Haus wohnten, quasi unser Einzugsgebiet und wir kannten eben sehr viele Stellen der Tour.

Wir haben wie immer viel Neues erfahren und sind nun auf eine Tour durch das gesamte Cotta gespannt. Wenn wir es richtig verstanden haben, dann dürfte es wohl über kurz oder lang eine solche Führung von einem Igelaner geben.

Da wir schon in Hinterkopf hatten, dass Kirschenzeit ist, sind wir nach der Tour noch etwas weiter westlich nach Brabschütz gefahren, wohin wir inzwischen beinah jährlich mindestens einmal zum Kirschenpflücken fahren. Diesmal bemerkten wir, dass die unteren Äste der Kirschbäume fachmännisch gestutzt worden sind und somit nicht mehr alles vom Boden aus so gut zu erreichen war. Daher durfte Carsten seine Kletterkünste und seinen Gleichgewichtssinn unter Beweis stellen:

Ich hüpfte eher von unten, um an den einen oder anderen reich mit Kirschen bestückten Ast ranzukommen. Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn in etwa einer halben Stunde hatten wir zwei volle Plastikeimer gesammelt – die heimische Waage hat uns stolze 6 kg angezeigt.

Einer dieser Eimer ist übrigens inzwischen schon wieder leer    standard

Auf dem Heimweg hielten wir noch ganz kurz an der ehemaligen Grundschule unserer Mädels an, denn Stephanies Klasse hat 2006 als Abschlussgeschenk an die Schule eine Hängebirke gepflanzt. Dieses magere Bäumchen haben wir damals im Auftrag der Klasse in einer Gärtnerei besorgt und in den steinigen Untergrund eingegraben:

12 Jahre später sieht es schon ganz anders aus – wow:

Nur das Holzschildchen hat nicht lange überlebt    zwinker
Die Birke aber hat sich trotz des mageren Bodens unglaublich prächtig entwickelt, oder?

Beim Kirschenpflücken haben wir schon stetiges Grummeln aus der Ferne gehört, aber das darauf folgende Gewitter über Dresden hat uns zum Glück erst bei der Fahrt nach Hause erwischt:

Den Abend verbrachten wir in den eigenen vier Wänden und schauten uns beim gleichzeitigen Vernichten der ersten Kilos frischer Kirschen die von Videobuster zugeschickte DVD „Reset“ an. Obwohl ich Filme mit Action und Zeitreisen mag, fand ich diesen aber leider nur eher durchschnittlich. Da bereiteten mir die Kirschen mehr Glück und Freude    zwinker



2018 21.
Mai

Diesmal habe ich bei der Auswahl meiner Überschrift aus dem norddeutschen Dialekt bedient. Für alle unter uns, welche mit diesem Begriff nicht anzufangen wissen, eine kurze Erklärung: Es bedeutet „draußen und drinnen“. Und genau darüber, was ich in den letzten Tagen drinnen und draußen erlebt habe, möchte ich ja berichten    standard

Das Wetter wird immer schöner und man hält es zu Hause kaum noch aus. Unser kleines Cabrio darf endlich wieder die Garage verlassen und bringt Carsten und mich zu einigen bezaubernden Gegenden in der Nähe. Zum Beispiel zum Klosterpark Altzella. Wir wollten schon seit Jahren dorthin fahren und nun haben wir es endlich geschafft. Der Eintrittspreis liegt bei 4 EUR, aber dafür betritt man eine Oase der Ruhe und kann sich wenigstens ein wenig in die alten Zeiten versetzen:

Ich bin immer wieder von derartigen Decken beeindruckt, es sieht alles so leicht aus, wie ein gespanntes Sonnensegel!

Im Park selber hat man jede Menge Ruinen von der ursprünglichen Klosteranlage, die man ohne Einschränkungen betreten kann. Kinder von anderen Besuchern, welche gleichzeitig mit uns im Park weilten, kletterten überall herum. Carsten dagegen hat sich etwas Ruhe gegönnt und dem munteren Vogelgezwitscher zugehört.

Die Fensteröffnungen waren beeindruckend groß!

Nicht minder beeindruckend fand ich die 5 m hohen und sehr massiven Klostermauern, die sich um eine großzügige Wiese und gut erhaltenen Wandresten des Schüttgebäudes, in dem die Mönche einst ihre Getreideernte lagerten, zog.

Der Weg durch den Rasen entlang der Mauern führte zum meinen eigentlichen Ziel – einem Kräutergarten, denn mein Fotoprojekt für Mai heißt „Kräuter“    standard
Auch wenn ich mit dem Veröffentlichen meiner Projektergebnisse immer wieder ins Verzug gerate, sie entstehen wirklich zum geplanten Zeitpunkt    zwinker

Da passte es natürlich wie die Faust aufs Auge, dass im Carus Vital, dem Fitnessstudio meines Arbeitgebers, in diesem Monat auch eine Kräuterwanderung angeboten wurde. Julia hat uns beide ganz flink angemeldet und so haben wir zusammen mit einigen anderen Mitarbeitern des Klinikums erfahren, wie viel Essbares wir auf den Wiesen schon im Gelände haben – ich wäre nie auf eine derartige Vielfalt gekommen! Wir haben in den zweieinhalb Stunden keine lange Strecke zurücklegen müssen, denn alles lag quasi zu unseren Füßen. Meine persönliche Lieblingsentdeckung bei dieser Wanderung ist der Sauerklee:

Ich bin ein großer Anhänger von Sauerampfer, aber diesen gibt es eben nicht überall. Den Sauerklee zu finden ist dagegen ein Leichtes    standard    und ist seine Blattform nicht herzallerliebst?

Der junge Mann, welcher uns in die Geheimnisse der hiesigen Kräuterwelt eingeweiht hat, trug seine Werbung ganz stolz auf der Brust    standard

Da er auch allerhand öffentliche Kräuterwanderungen auf seine Seite anbietet, bin ich am Überlegen, mal bei einer weiteren mitzumachen. Sollte mich jemand aus Dresden und Umgebung dabei begleiten wollen – wir können uns bestimmt auf einen Termin einigen!

Eine weitere Veranstaltung, welche ich besucht habe, war kräuterfrei, dafür aber prall gefüllt mit interessanten, spannenden und lustigen Geschichten – ich war bei der letzten Phrase4-Lesung vor der Sommerpause.

Der Gastleser der Mai-Ausgabe war diesmal Jens-Uwe Sommerschuh, der dem Publikum unter anderem einen Einblick in sein zweites „Mimi“-Buch gewährte. Ich glaube, ich muss jetzt tatsächlich mal das erste Mimi-Buch ganz dringend durchlesen, damit ich zur Veröffentlichung seines zweiten Buchs gut vorbereitet bin. Immerhin hat Jens-Uwe ein ganz besonderes Herz für die kleine Haus- und Hof-Fotografin der Phrase4    standard

Das lange Pfingstwochenende und eine vielversprechende Wettervorhersage lockte Carsten und mich gestern wieder nach Draußen. Diesmal zog es uns ins Lausitzer Seeland. Wir waren dort zuletzt vor ziemlich genau 10 Jahren, damals noch mit unseren Kindern. Es hat sich seitdem einiges verändert, denn die Stelle, welche wir uns damals für das Picknick ausgesucht haben, ist jetzt schon gar nicht mehr erreichbar. Dafür fanden wir einen anderen Weg zum herrlich türkisblauen Wasser in den zugänglichen Gebieten!

Da stellt sich doch ganz schnell mal ein Urlaubsgefühl ein, nicht wahr? Die Parkplatzgebühr betrug 3 EUR für den ganzen Tag und der von uns ausgesuchte Strand war frei zugänglich und noch nicht überlaufen. Obwohl einige Familien ihre Sprößlinge ins Wasser gelassen haben, war es mir zum Baden noch zu frisch, aber im Wasser herumzulaufen ist bei mir ja Ehrensache    standard

Es gibt auch einen ordentlichen Fotobeweis: natürlich im Rahmen meiner 4. Obsession-Galerie.

Hier kann man den gesamten Strandabschnitt am Partwitzer See sehen, wo wir unter anderem auch in völliger Ruhe gepicknickt haben.

Da zwischen unserem Picknick mit „Meeresblick“ und unserer Heimfahrt doch einiges an Zeit verstrich, gönnten wir uns vor dem Heimfahren noch ein schnelles Abendessen im Fährgarten Johannstadt.

Mein armer Mann hat allerdings bei dem gestrigen Ausflug ein wenig leiden müssen, denn derzeit blühen alle Gräser wie verrückt, was den Leuten mit entsprechender Allergie gar nicht gut tut. Leider gehört er auch zu den Betroffenen, daher haben wir unser Abendessen schnell aufgegessen und verzogen uns anschließend in unsere vier Wände, um auf der Couch liegend die von Videobuster zugeschickte DVD „Victoria und Abdul“ zu schauen.

Nun folgt dem langen Pfingstwochenende die vorerst letzte kurze Arbeitswoche, aber ich kann schon jetzt verraten, dass meine Abende inzwischen wieder ganz gut mit interessanten Dingen verplant sind    standard



2018 03.
Mai

Eine der schönen Nebenwirkungen von Dienstreisen ist die Möglichkeit, sich vor und nach der Arbeitszeit wie ein Tourist zu benehmen und die Gegend ein wenig anzusehen. Vor dem Flug in die Ukraine zu einer Messe habe ich eine Zeit lang überlegt, wann ich das letzte Mal in der Hauptstadt des Landes war. Ich stellte fest, dass ich, seit ich im Juni 1992 mein Visum dort in der Deutschen Botschaft erhalten habe, diese Stadt maximal auf einer Durchreise mit dem Zug „besuchte“. Die Erinnerungen waren sehr verschwommen, Kiew war nach so langer Zeit für mich eine Terra Incognita geworden.

Und was soll ich sagen – ich wurde dort prompt von einem auf der Straße freilaufenden Bären angefallen!

Zum Glück sind ukrainische Bären gut erzogen, er hat sich für sein unflätiges Benehmen entschuldigt und mich getröstet    standard

Einem Igelchen bin ich ebenfalls begegnet. Diese Figur kennt jedes Kind, welches in der UdSSR großgeworden ist, aus dem Trickfilm „Igelchen im Nebel

Auf einem meiner Spaziergänge habe ich ein Denkmal für meine Namensgeberin gefunden – Fürstin Olga

In der Geschichte von Kiew und vom Kiewer Rus spielte sie eine enorme Rolle und sorgte für geregelte Verhältnisse in ihrem Fürstentum, wobei sie mit ihren Feinden nicht besonders zimperlich umging.

Ein Denkmal für den Dichter Taras Shewtschenko war auch einfach zu finden. Für die ukrainische Sprache und Literatur spielt er eine ähnliche Rolle wie Goethe für die Deutschen. Allerdings war sein Leben weitaus beschwerlicher, denn als Leibeigener hat man es bedeutend schwerer im Leben …

Natürlich war ein Besuch auf dem Majdan ein Muss und glücklicherweise lag unser Hotel nur ein Katzensprung davon entfernt.

Die Erinnerungen an die Ereignisse von 2014 werden nach wie vor in Ehren gehalten. Fotos über das Geschehene sind aufgestellt, Bilder der im Kampf gefallenen sind ebenfalls überall zu sehen … man spricht dabei übrigens von einer Revolution der Würde.

Politik und Krieg spielen dort auf jeden Fall eine wichtige Rolle. Auf den Straßen habe ich des Öfteren junge Männer in Militäruniform gesehen. Auch einige Statuen auf den Straßen wiesen auf die aktuelle Lage hin – diese hier fand ich besonders einleuchtend, die Symbolik ist quasi selbsterklärend …

… doch aufgrund der Größe des Fotos will ich eine kleine Erklärung geben: auf der Erde sind die Umrisse der Ukraine zu sehen, links/im Westen ein ukrainischer Freiheitskämpfer in Tracht (Kosak), der gegen einen doppelköpfigen Drachen (siehe Flagge bzw. Wappen von Russland) aus dem Osten kämpft, dessen Schwanz bereits auf der Krim liegt und Hinterläufe auf der Ostukraine stehen.

Aber es gab auch andere, nicht politische, sondern romantische, Kunstwerke zu sehen.

Da wir im Zentrum der Stadt lebten, hatten wir kurze Wege zu unterschiedlichen Kirchen. Das St. Michaelskloster befand sich am Ende unserer Straße und ist einfach nur wunderschön!

Bevor wir in die älteste Kirche der Stadt, die im 11. Jahrhundert erbaute Sophienkathedrale, gegangen sind, stiegen wir erst einmal auf den dazugehörigen Glockenturm auf – von oben hatte man einen tollen Blick über die ganze Gegend!

Dass die Sophienkathedrale von der Aussichtsplattform in voller Größe zu sehen ist, versteht sich ja von selbst.

In diese Kirche sind wir auch hineingegangen. Die Fresken und Mosaiken sind noch im Original erhalten geblieben – es war irgendwie eigenartig, so viel Zeit(geschichte) mit eigenen Augen zu sehen: 10 Jahrhunderte! Fotografieren war allerdings nicht erlaubt, aber ich habe an einem anderen Portal eine Mosaik gefunden. Diese ist zwar vermutlich nicht so alt wie die Adorantfigur in Sophia, aber sie vermittelt zumindest den Eindruck der Schönheit, welche ich gesehen habe.

Die St. Andreas Kirche ist etwas weiter entfernt, aber sie zu sehen, war ein Muss … allerdings nur von Außen.

Dort beginnt auch der Andreassteig, eine Straße, welche den oberen und den unteren Teil der Stadt auf kürzestem Wege verbindet und auf welcher Künstler und Souvenirhändler ihre Werke und ihre Waren zum Verkauf anbieten. Die Verkäufer waren sehr unaufdringlich und man konnte sich mit ihnen sogar unterhalten, ohne dass sofort etwas angedreht wurde – kann ich nur empfehlen! Und ja, ich habe sogar am Ende ein paar Sachen gekauft    standard

Apropos Händler. Am Ende der kürzesten (nur 1.200 m) und breitesten Hauptstraße in Europa – Chreschtschatyk – befindet sich eine Markthalle, welche von 6:00 früh bis 4:00 früh immer geöffnet ist: die Bessarabska-Markthalle:

Ich schätze, vormittags wird da mehr los sein als spätabends, als wir hineingegangen sind. Aber das, was ich gesehen habe, brachte mich bereits zum Sabbern    standard    hier nur mal exemplarisch zwei Beispiele    zwinker

Erstens,  eingelegtes Gemüse in Hülle und Fülle:

Zweitens, Wurst und Speck bis zum Abwinken:

Ja, ich bin in meinem Herzen tatsächlich eine Ukrainerin, denn der Speck sah auch für mich als Frau echt zum Reinbeissen aus!

Ich konnte mich aber noch beherrschen, denn anschließend sind wir in das ukrainische Restaurant Kortschma Taras Bulba gegangen, wo meine Geschmacksknospen ebenfalls voll auf ihre Kosten kamen    standard

Nach meiner Rückkehr habe ich meiner Familie von dieser Stadt so viel vorgeschwärmt, dass wir nun überlegen, auch mal abseits der Arbeit einen gemeinsamen Kurztrip dahin zu wagen. Ein Visum muss man ja zum Glück nicht beantragen, denn als EU-Europäer kann man sich bis 90 Tage in der Ukraine problemlos aufhalten – dass muss man ausnutzen    zwinker

Ich habe das Gefühl, Kiew wartet schon auf uns    standard



2018 11.
Apr

Nach langer Zeit schaffe ich, euer Heini, mal wieder die Tastatur an mich zu nehmen, um etwas zu schreiben. Ich erlebe immer ganz schön viel, abär die Tatzen kommen einfach nicht dazu, etwas einzutippen … wahrscheinlich ist das ein Familienproblem.

Ihr habt es schon von Mama gelesen, dass sie mit Papa in Florida waren. Ich war abär auch mit dabei! Als echter Seebär konnte ich so eine wasserreiche Reise doch nicht verpassen!!!

Diesmal wohnten wir sogar direkt in einem Boot und im Bett war genug Platz für uns drei:

Wir waren in Miami und dort gab es soooooooo viel Wasser übärall! Ich habe so viele verschiedene Strände gesehen!

Nach dem kalten Winter hatte ich allerdings noch mein Winterfell an. Eigentlich viel zu warm, abär ein Fellwechsel im Februar kam trotz der zwei Wochen noch nicht in Frage. Also schwitzte ich lieber ein bisschen am Strand. Zum Glück gab es abär ganz viel Wind – der kam bestimmt von den Wellen, die ihn immer vor sich hergeschoben habe. Glaubt mir, ich konnte das lange genug beobachten:

Die Strände waren sooooooooooooooooooooo unglaublich schön! So schön!!!!!!

Ich habe übrigens nicht nur so in der Gegend herumgesessen, ich habe auch viel Neues entdeckt. Zum Beispiel, habe ich einen großen, runden Stein mit weicher Oberfläche gefunden:

Ich lag nur ganz kurz oben drauf und dann ist dieser Stein von ganz allein kaputtgegangen!

Ich wusste gar nicht, dass ich ein gar so schwerer Bär bin! Das muss einfach an meinem Winterfell liegen, anders ist das nicht zu erklären. Nachdem ich mir abär diese Übärraschung etwas genauer angesehen habe, merkte ich, dass ich daraus sogar etwas ganz Nützliches machen kann. Wollt ihr wissen, was? Schaut mal her!

Eine echt unentbärliche Strandliegeschaukel! Leider war sie zu schwer zu transportieren  *bärenseufz*  und deshalb habe ich sie dort für den nächsten Urlaubär zurückgelassen.

An einem anderen Strand habe ich ganz viele Sandmännchen kennengelernt:

Doch ich glaube, sie waren schon viel zu lange in der Sonne, denn sie waren ja schon ganz schwarz! Und leider waren sie auch nicht wirklich gesprächig, dabei habe ich sie mehrmals gefragt, ob sie vielleicht eine Abkühlung wollen:

Abär vielleicht lag es auch an der Sprache: Ich spreche nämlich kein Sandmännisch und bei ihnen hakte es wohl am Bärischen mit meinem sächsischen Dialekt. Wir werden es nicht mehr erfahren …

Mit einem Manatee habe ich dafür sehr schnell verständigt, denn am Ende verbindet Wasser uns alle!

Und Manatees sind einfach lieb! Ganz anders war es mir bei einem Tierchen, welches Papa gefangen hat und mir zeigen wollte:

Abär dann habe ich mich getraut, näher zu kommen und es war gar nicht schlimm:

Nur bei einem Alligator verzichtete ich vorsichtshalber mal auf Annäherungsversuche, denn meine Eltern sagten, die sind unheimlich schnell beim Beißen:

Dieser blonde King-Kong war dagegen ganz ganz zahm:

Ich habe mich übrigens diesmal nicht nur mit Stränden und der Tierwelt beschäftigt, sondern auch mit moderner Kunst! Wir besuchten alle zusammen Wynwood, das ist ein Stadtteil in Miami, und schauten uns dort diverse Wände an. So viele bunte Wände habe ich noch nie in meinem Leben gesehen!

Manche betrachtete ich aus verschiedenen Blickwinkel und sie waren immer wieder schön!

Ich war für einen kurzen Moment sogar selber ein Teil solches Kunstwerks:

Ihr wollt bestimmt wissen, wie ich das geschafft habe … dann zeige ich es euch:

Papa ist immer so ein hilfreicher Geist!

Wir besuchten auch eine Ausstellung mit vielen Buchstaben. Das war mal etwas anders als nur gemalte Bilder. Die Sprüche fand ich bärig!

Für die, die das letzte Bild nicht ganz entziffern können, hier der Text in diesem Spiegel: „Can you love yourself ?“ … meine Antwort: abär natürlich!

Miami ist eine so große Stadt, dass sie sogar noch eine kleine aufnehmen konnte: Little Havanna. Dort war alles auch sehr bunt, aber nicht mehr an den Wänden, sondern einfach so auf der Straße. Dort habe ich einen Hahn getroffen – Rasse Riesig-Amerikanisch.

Ich habe meine Mama übärzeugt, mal mit mir aufs Bild zu kommen.

Ich habe dort in einem Laden einem Mann zugeschaut, wie er aus vielen großen braunen Blättern eine dicke Rolle fabriziert. Mama sagt, es gibt ganz viele Menschen, die so eine Rolle namens Zigarre anzünden und dann rauchen. Das ist definitiv nichts für mich, denn so wird mein Fell ganz fürchterlich riechen und bekommt vielleicht sogar noch seltsame dunkelbraune Flecken!

Stattdessen habe ich liebär eine littlehavanesische Tracht anprobiert:

Da muss ich aber noch ganz schön reinwachsen!

Ich habe auch versucht, mit diesen beiden Herren ein Gespräch zu führen, aber ich verstehe leider kein Ibärisch – ich merke, ich muss noch ganz viele Sprachen lernen!

Die zwei haben einfach übärhaupt nicht verstehen können, dass es in diesem Teil der Stadt jemanden gibt, der ihre Mundart nicht kennt!

Da wollte ich vor Scham nur noch flüchten! Zuerst habe ich mich als Kühlerfigur auf unsere Mietwagen getarnt – von wegen kühl, das war ganz schön hot!

Irgendwann war ich auch mal auf einem kleinen Flughafen und schaute mir eine Zeitlang die herumstehenden Flugzeuge an:

Dann kamen meine Eltern und wir alle durften sogar in eines davon einsteigen und sind damit geflogen! Endlich durfte ICH auch mal am Fenster sitzen!

Außerdem durfte ich dem Piloten direkt übär die Schulter schauen – das war echt spannend!

Danach, als wir gelandet sind, hatte ich Lust auf ein kühles Bierchen. Abär eine Entscheidung an diesem Strassenaufsteller, wo ich am Ende hingehen sollte, war schwer zu treffen:

Ich wollte schon gern das Risiko eingehen und endlich einen Bären aus dieser Gegend kennenlernen, abär so ein Bierchen nach einem aufregenden Tag hat dann doch übärwogen:

Und dann … dann war meine Zeit als Urlaubär auch fast schon wieder vorbei. Ich ließ mir von der warmen Sonne mein Winterfell noch mal so richtig aufwärmen, damit ich die Zeit, bis der Sommer endlich bei uns in Dresden ankommt erkältungsfrei übärstehen kann:

Habt ihr gesehen, wie die Sonnenstrahlen direkt durch mich gingen? Mit dieser Wärme im Herzen, im Fell und im Bauch bin ich dann wieder nach Hause zu meinen Kumpels geflogen – in einem sehr, sehr großen Flugzeug und diesmal ohne Fensterplatz.



2018 08.
Apr

Kaum schrieb ich in diesem Blog meine Klage über den viel zu langen Winter, kam unverzüglich und ganz eilig der Frühling nach Dresden. Er erinnert mich an eine Person, welche sich wahnsinnig verspätet hat, dafür aber bei seiner Ankunft mit voller Wucht in den Raum hereinplatzt, in welchem alle anderen schon lange sitzen und auf eben diese Person warten.

Jedenfalls stelle ich gerade fest, dass ich von meinen Winterstiefel ziemlich nahtlos in Sommerschuhe umsteigen könnte, denn so stark sind die Temperaturen hier tagsüber angestiegen! Ich traue dem allerdings noch nicht so ganz, dazu ist es am frühen Morgen üblicherweise noch ziemlich frisch – heißt: wenn ich zur Arbeit radele, ziehe ich bei meinem Kleidungsstil doch noch einen vernünftigen Zwiebellook vor.

Aber es ist einfach nur schön, wieder am frühen Morgen draußen munteres Vogelgezwitscher zu vernehmen, am Nachmittag und am Wochenende im Innenhof des Häusercarrees die spielenden Kinder zu hören und unterwegs immer mehr frische grüne Blätter sowie jede Menge Blumen zu entdecken.

Und dass der Himmel ein so unglaublich wunderschönes, kräftiges Blau haben kann, hat man in der grauen Jahreszeit auch beinah vergessen … aber nun freut man sich über diesen Farbwechsel um so mehr!

Ja, ihr merkt schon, dass auch Carsten und ich den Frühlingsgefühlen nachgegeben haben und die letzten Tage unbedingt aus den eigenen vier Wänden nach draußen wollten. So zog es uns am Samstag in die Dresdner Innenstadt aus zweierlei Gründen: Erstens wollte ich gern einige Bilder zu meinem Monatsprojekt „Mauern“ machen und zweitens wollten wir an der Igeltour „Erstunken und erlogen – die Schwindeltour für Erwachsene“ teilnehmen.

Beim ersten Vorhaben musste mein armer Mann auf der 90-minütigen Runde durch die Dresdner Innenstadt zwar immer wieder auf mich warten, während ich mich mit den entsprechenden Fotomotiven beschäftigte, aber das ist ja er inzwischen gewohnt    standard

Er hat zum Glück kein Problem, einfach da zu sitzen und Leute zu beobachten – und es waren am gestrigen Tag logischerweise jede Menge Personen unterwegs. Ich finde allerdings schade, dass die Touristen derzeit anstelle einer historischen Augustusbrücke eine moderne Baustelle zu sehen bekommen:

Das wird wohl auch noch so bis 2019 bleiben. Ein Glück, dass Dresden noch sehr viel mehr zu bieten hat!

Das ist ja nur ein Mikroblick auf die schönen Seiten der Stadt!

Doch eigentlich wollten wir nicht nur die schönen und bereits bekannten Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen, denn diese Art von Führungen können wir inzwischen selbst für unser Gäste übernehmen. Die große Frage aber, welche der allgemein bekannten und immer wieder kursierenden Geschichten nun wahr und welche nur eine Legende oder gar Erfindung bis hin zur faustdicken Lüge sind, sollte bei der oben schon erwähnten Igeltour endlich mal beantwortet werden.

Es stellte sich heraus, dass die Einschätzung der Geschichten über deren Wahrheitsgehalt von den Teilnehmer zunächst selbst mit Wahr- und Falsch-Kärtchen gegeben werden musste, bevor die Auflösung durch den Erzähler folgte. Die lebendigen und sehr amüsanten Erzählungen, Anekdoten und Legenden samt der alles entscheidenden Frage gab Herr Stephan Reher zum Besten – erst zeigten alle die ausgegebenen Kärtchen und dann klärte er historisch belegbar auf:

Carsten und ich stellten dabei fest, dass wir bis auf zwei Geschichten von den anderen noch nie etwas gehört hatten, aber dennoch entschieden wir uns intuitiv in vielen Fällen für die richtige Seite der Karte. Von insgesamt 16 Geschichten mit anschließender Frage nach deren Wahrheitsgehalt beantwortete mein Mann 10 und ich 11 richtig. Für jede korrekte Entscheidung gab es immer ein Loch mit einem echten, antiken Fahrkartenknipser und so konnten wir am Ende problemlos feststellen, wie oft wir bei dieser knapp 2 Stunden langen Führung mit unserem Wissen oder unserem Bauchgefühl richtig gelegen haben:

Am Ende der Tour wurde die Gewinnerin, eine ältere Dame mit 15 richtigen Einschätzungen, mit einer kleinen, sehr hübsch verpackten Flasche Sekt ausgezeichnet. Und der Rest der Truppe durfte als Bereicherung viele neue Informationen über die Stadt, in welcher wir wohnen, mitnehmen. Verraten wird hier natürlich nix, damit jeder Dresdner Leser auch mal selbst in den Genuss der „erstunken und erlogenen Schwindeltour für Erwachsene“ kommen kann    zwinker

Auf dem Heimweg ließen wir erneut unseren Blick durch Dresden schweifen. Noch ist die Hochsaison der Touristen nicht gekommen und die Stadt sieht aus wie ein kleines Kind, welches gerade aufwacht und etwas verträumt in die Welt schaut:

Gut gelaunt, holten wir uns unterwegs als Abendessen noch eine Currywurst auf der Wilsdruffer Straße und wurden bei ihrer „Vernichtung“ prompt von Luisa und Romy von der Irish Dance Company überrascht    standard    Dresden ist eben doch nur ein 500.000-Seelendorf, denn egal wo man ist, fast überall trifft man immer irgendwie unverhofft auf bekannte Gesichter    zwinker

Ich schätze, vor allem jetzt wo das Wetter immer besser wird, werden wir unterwegs noch mehr vertraute und unbekannte Leute sehen, denn bei solch einladenden Sonnenschein hält es eben keiner lange in seinen vier Wänden aus    standard



2018 05.
Apr

Ich sehe die Welt beim Fotografieren überwiegend durch die Kameralinse – nur ganz ganz selten nutze ich das Display. Im Februar wollte ich allerdings noch einen Zusatz einbauen, um die Umgebung wie ein offenes Buch wahrnehmen zu können … ok, die Idee mit dem Buch als Cutout-Vorlage kam relativ spontan und dieser Text ist wahrlich darauf zugeschnitten    zwinker
Zu meinen Vorbereitungen Anfang Februar hat Ines für mich viele interessante Entwürfe in DinA4-Größe gezeichnet, welche ich auch brav alle mal ausgeschnitten und getestet habe. Aber leider bestanden sie den Reisetauglichkeitstest nicht … postkartengroße Vorlagen aus Pappe haben sich in Miami bzw. in der Handtasche einfach besser bewährt. Eines meiner ersten Cutouts war, passend zur noch im Gedächtnis befindlichen Weihnachtszeit, ein Tannenbaum. Damit soll an dieser Stelle auch gleich noch mal das Prinzip der Cutout-Fotografie verdeutlicht werden:

Und los geht’s … mit Himmel:

… mit Palmenwedel:

… und mit Strandsand:

Aber nun zurück zu meiner Ankündigung, dass ich die Welt wie ein offenes Buch vor mir haben wollte – mit der entsprechenden Cutout-Vorlage war das ja gar nicht so schwer    zwinker

Hier sind nun einige offene Seiten unseres Florida-Urlaubs extra für euch aufgeschlagen:

Ich hoffe, euch hat das „Bilderbuch“ gefallen    standard    ich jedenfalls habe wirklich Gefallen daran gefunden, solche Aufnahmen zu machen, und es wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein. Und vor allem auch nicht die letzte Cutout-Vorlage    standard