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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 10.
Dez

Man w├╝nscht sich gegenseitig immer wieder eine besinnliche Adventszeit und tauscht sich oft┬áim privaten Gespr├Ąch auch dar├╝ber aus, dass man derzeit so viel Stress hat. Ich merke ebenfalls, dass auch bei mir bzw. uns gerade im letzten Monat des Jahres sehr viele Sachen zusammenkommen. Man m├Âchte zum Beispiel am Jahresende noch einiges aufholen und erledigen, was man erfolgreich elf Monate lang vor sich hergeschoben hat, Weihnachtsmarktbesuche sind quasi eine perfekte Gelegenheit, um mit Freunden auszugehen und einen Gl├╝hwein zu trinken, die Weihnachtsfeiern mit Arbeitskollegen werden f├Ąllig, die Adventskalender m├╝ssen jeden Tag ge├Âffnet werden … von den im Dezember obligatorischen Dingen wie Kekse backen, Geschenke organisieren, Postkarten schreiben und jeden Sonntag eine weitere Kerze am Adventskranz anzuz├╝nden ganz zu schweigen – was f├╝r ein Stress !!! ┬á ┬ástandard

Wenn ich jetzt gerade alles so aufz├Ąhle, fallen mir zwei Dinge auf. Zum einen k├Ânnte man vieles eigentlich auch in den anderen Monaten des Jahres machen: Kekse als Beilage zum Tee backen, sich mit Freunden zu einem Weinchen treffen, zusammen mit den Kollegen etwas unternehmen und sich auch im Alltag gegenseitig mal etwas Kleines schenken. Nur f├╝r das t├Ągliche Pl├╝ndern eines Adventskalenders muss man wohl wirklich auf den Dezember warten … wobei ich glaube, dass es seit einigen Jahren im Handel auch einen Osterkalender nach gleichem Prinzip gibt. Aber so etwas muss ich f├╝r meinen Geschmack nun wirklich nicht haben┬á ┬á standard

Und die zweite Sache? Mal ganz ehrlich, all das, was man im Dezember zu tun hat, ist doch definitiv etwas, was man besser als positiven Stress bezeichnen kann, oder nicht? Man muss doch eigentlich nur versuchen, alles soweit auszubalancieren, dass es neben Arbeit und Abarbeiten des vorweihnachtlichen To-Do-Zettels immer noch etwas Zeit zum Entspannen und zum Schlafen bleibt    zwinker

Einen wichtigen Punkt auf unserer familieninternen Advents-To-Do-Liste haben wir heute ├╝brigens auch endlich erfolgreich erledigt –> unsere traditionelle, j├Ąhrliche Gru├čwebseite zur Jahresendzeit┬áist nun online. Viel Spa├č beim Entdecken, was wir uns diesmal als Motiv und Pr├Ąsentationsebene ausgedacht haben┬á ┬á zwinker

Apropos Schlafen – ich k├Ânnte derzeit fast immer und ├╝berall schlafen! Nicht umsonst finde ich B├Ąren so klasse, dass ich sie schon beinah als mein Totem betrachten k├Ânnte, denn sie schlafen in der dunklen Jahreszeit ebenfalls ganz viel und ganz lange ┬á ┬ázwinker
Das Thema Schlafen habe ich heute mit einer lieben Freundin auf Fazzebuck besprochen, doch im Vergleich zu mir ├╝bertrifft sie mich derzeit sogar um L├Ąngen, denn sie ist schwanger und da schl├Ąft man bekanntlich noch viel, viel mehr┬á ┬á standard

Und sonst so bei mir? Den gestrigen Abend habe ich im quasi s├Ąchsischen Ableger Irlands verbracht, denn im Freitaler Kulturhaus gab es die schon seit Monaten geplante und sorgf├Ąltig von der Irish Dance Company Dresden vorbereitete irische Party „Tap & Clap“ – ich durfte dabei auch wieder gaaaaaanz viele Bilder knipsen┬á ┬á standard

Es gab mehr als genug Fotomotive, denn es flatterten bunte R├Âcke der T├Ąnzerinnen ganz gekonnt ├╝ber den Tanzboden …

… und das Publikum wurde mehrmals zu unterschiedlichen Mitmacht├Ąnzen auf die B├╝hne geholt – dieses hatte offensichtlich ganz viel Spa├č dabei:

Dazu gab es sch├Âne Folklore-Musik von der Gruppe „Red┬á House“ …

… und richtig flotte Pub-Musik boten die f├╝nf Bandmitglieder von „Clonmac Noise“ , welche f├╝r diese Veranstaltung sogar extra aus Wolfsburg angereist sind!

Kurzum, es war ein rundum toller Abend!

Ab morgen werde ich mich dann aber wieder mehr den weihnachtlichen Dingen widmen: Weihnachtsm├Ąrkte mit Freundinnen unsicher machen, schon gekaufte Geschenke einpacken bzw. noch ein paar fehlende besorgen und vielleicht schaffe ich sogar noch, ein paar Pl├Ątzchen zu backen. Bis jetzt haben Carsten und ich so viele und so leckere Geb├Ąckst├╝cke von lieben Freunden bekommen, dass mir das Backen noch gar nicht in den Sinn gekommen ist. Aber da wir deren Leckereien schon alle verputzt haben, sollte ich wohl langsam selber mal f├╝r Nachschub sorgen┬á ┬á zwinker

Ich w├╝nsche euch allen noch eine sch├Âne und mit ausschlie├člich positivem Stress gef├╝llte Adventszeit!



2017 26.
Nov

Heute ist ein ganz besonderer Tag f├╝r mich. Es ist der einzige Tag im Jahr, an welchem ich das absolute Recht habe, mir diese Krone aufzusetzen    standard

Da Andrea sich zum Kaffeetrinken angek├╝ndigt hat, gab es bei uns eine besondere Torte, welche traditionell bei den OLCAs schon seit fast 20 Jahren zu Geburtstagen gekauft wird: Benjamin-Bl├╝mchen-Torte. Diesmal durfte ich die Elefantenfigur behalten – Geburtstagskind zu sein hat eben auch gewisse Vorteile    zwinker

Dieses Jahr habe ich keine gro├če Feier gemacht, da mein Geburtstag auf den Toten-, oder wie ich heute bei einem Radiosender geh├Ârt habe, Ewigkeitssonntag gefallen ist. Aber es ist auch sch├Ân, wenn man mit guten Freunden in seinen Geburtstag von gestern auf heute reinfeiern kann – so geschehen gestern mit Kathrin und Axel,  nachdem wir neben Quatschen und leckerem Essen auch noch einen „Fotovortrag“ ├╝ber unsere USA-Reise aus dem Sommer zum Besten geben konnten.

Heute haben mir aber sogleich ganz viele Leute telefonisch, per Email und SMS gratuliert und sogar der Briefkasten hatte die noch am Samstag zugestellte Geburtstagspost parat. Ich f├╝hle mich auch ohne gro├če Feierlichkeiten gl├╝cklich!

Wie gesagt, erst kam zum Mittag Andrea vorbei und auch Anna hatte mal kurz Zeit f├╝r Tee und Leckerlis sowie nat├╝rlich auch, um pers├Ânlich zu gratulieren. Aus dem „ich schau nur mal kurz vorbei“ wurden am Ende ├╝ber 2 Stunden, aber beim Quatschen und Lachen vergeht die Zeit wie im Fluge … egal ob mit 46 oder 47 Lenzen auf dem Buckel    zwinker

Am Ende meines 46. Lebensjahres habe ich gestern eine Art „Midlife-Crisis light“ durchlebt und wenn sich Carstens scherzhafte Bemerkung bewahrheiten sollte, d├╝rfte ich somit ├╝ber 90 Jahre alt werden, denn 46 Jahre * 2 = 92 Jahre   zwinker
Warum kleine Kriese? Diesmal hat mich der Novemberblues irgendwie besonders stark in seinen Bann gezogen und ich k├Ânnte echt immer und ├╝berall nur noch schlafen, denn gef├╝hlt war es drau├čen durchg├Ąngig grau, dunkel und ungem├╝tlich. Aber zum Gl├╝ck hatte ich auch jede Menge Highlights – insbesondere mit Freunden und Bekannten. Bei solchen grauen Tagen sind die Zeiten mit lieben Menschen einfach unbezahlbar und au├čerdem ist es ├Ąu├čerst gem├╝tlich, wenn man beim Kerzenlicht und Weinchen (oder anderen Getr├Ąnken) zusammensitzt und kl├Ânt –> ob mit Klaudia & Uli am Samstag (18.11.), mit Anna & Julia am Dienstag (21.11.) oder eben gestern mit Kathrin & Axel – es ist einfach immer wieder sch├Ân, dass man ganz entspannt mit jemandem ├╝ber Gott und die Welt reden kann!

Und ein weiteres November-Highlight m├Âchte (und kann ich!) euch nicht vorenthalten: Carsten und ich waren am vergangenen Sonntag in der Preview von „Paddington 2

Der erste Teil kam vor 3 Jahren in die Kinos und schon damals habe ich mich in diesen wunderbar und liebevoll animierten Realfilmb├Ąren verliebt. Die zweite abendf├╝llende Geschichte ist ebenso gut gelungen und absolut zum Liebhaben! Der Film ist lustig und ein bisschen traurig, spannend und r├╝hrend zugleich – einfach sehr zu empfehlen! Und das sage ich nicht nur, weil ich so b├Ąrenverr├╝ckt bin    ;)

Heute ist der letzte Sonntag im November, der n├Ąchste wird bereits der 1. Advent sein. Ich freue mich schon auf die vielen Lichter in den Fenster der H├Ąuser, auf die weihnachtliche Deko in den Stra├čenz├╝gen, auf die sch├Ânen Dresdner Weihnachtsm├Ąrkte (habe bereits etliche Verabredungen im Kalender stehen) und einfach darauf, dass bereits in weniger als einem Monat die Wintersonnenwende stattfindet und ab da dann auch die Tage wieder l├Ąnger und heller werden.

Und heute noch? Heute g├Ânne ich mir zu meiner eigenen Feier des Tages wahrscheinlich noch ein Sektchen    zwinker    trinkt ihr auch ein Gl├Ąschen mit mit bzw. auf mich?



2017 02.
Nov

Nachdem ich mich im M├Ąrz mit dem Thema „Mimik und Gef├╝hle“ gewidmet habe, war es nun an der Zeit, eine andere Seite der nonverbalen Kommunikation genauer anzusehen: K├Ârpersprache. Ich bin ziemlich sicher, dass jeder von uns auch ohne meine Erkl├Ąrungen bestimmte Gesten und K├Ârperhaltungen sofort verstehen wird … aber ich habe ja meinen Blog zum Schreiben ins Leben gerufen, also bleiben euch meine Kommentare nun nicht erspart    zwinker

Wir fangen mit dem Einfachsten an: Gesten

F├╝r mich ist das eine perfekte Verk├Ârperung f├╝r „Frauenpower“!

Auch starke Frauen haben ein gro├čes Herz.

Solange man auf diese eindeutige Geste R├╝cksicht nimmt …

… bleibt alles ok …

… sonst muss man mit einer eindeutig gezeigten Missbilligung seines Tuns leben.

Hier ist jemand keineswegs an einer Kontaktaufnahme oder einem Gespr├Ąch interessiert.

Hier ist es sogar noch eindeutiger, dass man sich jetzt gerade konzentriert und nicht gest├Ârt werden m├Âchte.

Die K├Ârpersprache dr├╝ckt zum Gl├╝ck nicht nur Abgrenzung, sondern auch freundschaftliche Zuneigung aus.

Man kann einfach nebeneinander sitzen und ├╝ber Gott und die Welt reden – die entspannte Haltung zeigt, dass man sich gegenseitig gut versteht.

Frauen sind da in der Regel ber├╝hrungsfreudiger als M├Ąnner und der Abstand auf der Sitzfl├Ąche l├Ąsst dennoch jede Menge Freiraum zu.

Oft genug reicht es auch, sich einfach gegenseitig den R├╝cken zu st├Ąrken, wenn man in die gleiche Richtung schaut.

Und wenn man sich gegenseitig h├Ąlt, kann man sich besser gegen B├Âses (und Nasses    zwinker   ) verteidigen.

Bei solch solider Vertrauensbasis bleibt noch genug Raum f├╝r Bl├Âdeln    zwinker

Darauf kann man ruhig mit einem Bierchen ansto├čen!

Und auch M├Ądels haben ein Recht darauf, Br├╝derschaft zu trinken    standard

In einer Beziehung m├Âchte man sich gern gegenseitig im Arm halten.

Und H├Ąndchenhalten geh├Ârt sowieso dazu, ganz gleich, wie lange man schon zusammen ist …

Das waren nat├╝rlich nur ein paar kleine Momente, welche von K├Ârpersprache gezeigt haben, was jeder von uns m├╝helos erkennen kann … es sei denn, man ist autistisch veranlagt. Es ist aber wirklich immer wieder spannend, Menschen um mich herum zu beobachten und sich dann Gedanken zu machen, was deren Haltung direkt oder indirekt ├╝ber ihren Gem├╝tszustand verr├Ąt. Ich f├╝r meinen Teil sage jetzt mit einer einfachen, besonders im asiatischen Raum oft vertretenen Geste:

Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, mich auf meiner Reise in die Welt der Gesten zu begleiten!



2017 01.
Nov

Unser Arbeitgeber w├╝nscht, dass man bereits im November des Vorjahres seine Urlaubstage f├╝r das gesamte Folgejahr einreicht – f├╝r einen 24/7-Unternehmen sowie Abteilungen mit Schichtbetrieb und im Vorfeld auszuarbeitenden Dienstpl├Ąnen auf jeden Fall ein Muss. Wir fanden Ende November 2016 den Gedanken recht reizvoll, den in Sachsen schon immer freien Reformationstag am 31.10. (diesmal ein Dienstag) dazu zu nutzen, um mit zwei weiteren Urlaubstagen am Montag und Mittwoch fast eine ganze Woche verreisen zu k├Ânnen. Da aber das Jahr 2017 gleichzeitig auch die gro├če 500 Jahr-Feier der Lutherschen Reformation sein sollte, gab es eben diesen freien Tag ausnahmsweise auch mal f├╝r alle 16 deutschen Bundesl├Ąnder und nicht nur f├╝r die f├╝nf im Osten. Die Vorstellung, sich dann mit unheimlich vielen Leuten die Autobahnen und Ferienunterk├╝nfte teilen zu m├╝ssen, fanden wir am Ende wieder nicht so umwerfend. Zudem hatten wir in den letzten Wochen sehr viel um die Ohren gehabt, weshalb wir recht kurzfristig beschlossen, die freien Tage doch lieber zu Hause zu bleiben und endlich mal ungest├Ârt sehr viel Zeit f├╝r lange aufgeschobene Aufgaben, Treffen, Vorhaben und Projekte zu nutzen – unser ber├╝hmt-ber├╝chtigter To-Do-Zettel … ein seit Jahren stetig anwachsendes und gelegentlich auch mal schrumpfendes OLCA-Urgestein.

Das Ergebnis eines Vorhabens hat uns am Ende selber sehr ├╝berrascht, denn wir stellten unerwartet fest, dass wir das Ausschlafen bis um 10 Uhr doch noch nicht verlernt haben! Normalerweise sind wir n├Ąmlich auch an freien Wochenenden mit 7 bzw. 8 Uhr recht fr├╝h wach, doch wenn man ├╝ber mehr als zwei Tage ein bisschen zur Ruhe kommt, schl├Ąft man offensichtlich auch etwas entspannter … sogar unabh├Ąngig davon, ob man mit oder ohne Zeitumstellung    zwinker
Nur die Qualit├Ąt meiner Tr├Ąume hat sich nicht verbessert, denn sie waren bunt und verwirrt wie immer bei mir    lachen

An den Ausspanntagen habe ich mir au├čerdem reichlich Zeit zum Lesen von B├╝chern geg├Ânnt – das fehlt mir im Alltag doch ziemlich oft.

Halloween und Jahreszeit bringen etwas anderes Interessantes in den Fokus: K├╝rbis. Ich habe in der kurzen Zeit gleich zwei Male K├╝rbisbrot mit K├╝rbiskernen gebacken, wobei ich beim ersten Mal unabsichtlich etwas zu fl├╝ssigen Teig gemacht habe und es am Ende auf dem Backblech eher ein flaches Fladenbrot geworden ist. Die Besucher waren von dieser Darreichungsform zur Suppe und bestrichen mit Butter aber begeistert und so floss beim zweiten Mal schon etwas mehr Absicht in diese ungew├Âhnliche Form – sie l├Ąsst sich so eben sehr viel besser in kleine H├Ąppchen schneiden als bei einem „anst├Ąndigen“ Brot    standard
Logischerweise gab es auch dieses Jahr immer wieder mal K├╝rbissuppen, seitdem die Herbstfrucht k├Ąuflich erh├Ąltlich ist – zum Besuch der Kinder mal zur Abwechslung mit Kokosmilch und Ingwer:

Die K├╝rbisrezepte werden ├╝ber kurz oder lang in unserem Kochbuch erscheinen … ich gebe nach der Ver├Âffentlichung kurz Bescheid, versprochen    standard

Das erste (Fladen-)Brot wurde f├╝r einen Besuch von Andrea und Karl gebacken. Wir haben endlich mal wieder viel Zeit zum Quatschen gefunden und es blieb sogar genug Zeit, um zusammen zwei Runden Bezzerwizzer zu spielen. Die „Kinder“ ├╝bernachteten auch bei uns, aber leider konnten wir am darauffolgenden Morgen nicht mehr zusammen fr├╝hst├╝cken, da wir bereits mit Ines und Torsten f├╝r einen Brunch im Grunaer Espitas verabredet waren.

Das dortige Brunchangebot war wie immer umfangreich und lecker und diesmal gab es sogar noch eine ganz besondere Zugabe obendrauf! Da das mexikanische Fest Dia de los Muertos quasi vor der T├╝r stand, kam ├╝berraschend eine Gruppe entsprechend verkleideter Menschen ins Restaurant, welche tanzten und unentgeltlich Fotos von sich machen lie├čen:

Diese ├ťberraschungsaktion machte echt gute Laune, auch wenn es „nur“ eine Werbeaktion f├╝r das mexikanische Bier Sol war. Als weiteres i-T├╝pfelchen war im Angebot, dass man sich kostenlos passend zum bevorstehenden Feiertag schminken lassen konnte. Ines und ich haben von diesem verlockenden Angebot nat├╝rlich recht schnell Gebrauch gemacht    standard

Das beworbene Bier gab es dann sogar noch als Zugabe dazu, allerdings war es geschminkt nicht mehr so einfach, es auf gewohnte Art und Weise zu trinken    zwinker

Aber ich habe es dennoch mit etwas Zusatzgehabe geschafft    zwinker

Leider konnte ich meine Totenbemalung nur f├╝r ein paar St├╝ndchen und f├╝r Fotos im Gesicht behalten, denn am gleichen Abend war ich mal wieder mit Anna verabredet und wollten raus aus den Wohnungen. Wir gingen zusammen in den Club Tante Ju zu einem Konzert der Band Apparatschik:

Von Anna, welche diese Band schon einmal live erlebt hat, wusste ich, dass es keine Musik wird, bei der man ruhig auf seinem St├╝hlchen sitzen bleibt. Und so war es auch! Sie spielen j├╝disch-russisch-ukrainische Musik zum Mittanzen und es gab schon von Anfang an jede Menge Platz im Saal, um diesem Verlangen auch nachgeben zu k├Ânnen – wir hatten soooooo viel Spa├č!

Am Montagabend kam Julia vorbei, um sich von uns ├╝ber die Reise nach den Niederlanden erz├Ąhlen und Fotos zeigen zu lassen und speziell f├╝r diesen Zweck aus Friesland/Noord-Holland mitgebrachten K├Ąse sowie Bier zu genie├čen. Dazu gab es das bereits oben angesprochene, zweite K├╝rbis(fladen)brot. Das Bier ist alle geworden, vom K├Ąse haben wir ihr noch jede Menge mitgeben k├Ânnen und trotzdem liegt immer noch reichlich davon in unserem K├╝hlschrank. Aber es waren eben bei der Menge auch besondere Sorten dabei, wie z.B. mit Waldpilzen oder mit Spargel oder mit Nelken oder auch mit irischem Porter. Der klassische Gouda durfte bei der Auswahl nat├╝rlich auch nicht in mehreren Varianten fehlen    standard

Ich habe die letzten Tage zudem etwas Zeit gefunden, bei Tageslicht noch ein paar Bilder f├╝r mein Monatsprojekt „Blattwerk“ zu knipsen. Aber wie so oft, konnte ich mich nicht nur auf das eigentliche Thema konzentrieren, sondern fotografierte gleich noch ein paar andere Sch├Ânheiten entlang des Weges    standard

Das Wetter war leider nicht so wahnsinnig gut geeignet, um gro├če Spazierg├Ąnge zu machen. Aber eigentlich bin ich gar nicht so entt├Ąuscht, denn es passt perfekt zur meiner Erwartung an diese Jahreszeit, schlie├člich haben wir heute unsere Kalender ja auch schon auf November umgebl├Ąttert …

Morgen geht es nach f├╝nf Tagen Erholung und drei Tagen Pause wieder zur Arbeit. Doch schon am Freitag (also ├╝bermorgen !) sind wir beide schon wieder Mittagskinder, denn da kommen unsere M├Ądels zu uns nach Dresden ins Apartamento OLCA. Bei sowas z├Ąhlt schlie├člich jede Minute, die man zusammen verbringen kann, nicht wahr?



2017 04.
Okt

Nat├╝rlich habe ich gar nichts „gegen das Licht“ und erst recht nicht, wenn ich mich mit Fotografie befasse. Das Wort Fotografie bedeutet immerhin „die Lichtmalerei“.  Diesmal habe ich das Gegenlicht ganz gezielt gesucht, um damit das eine oder das andere Bild zu malen    standard

Nat├╝rlich lag es auf der Hand, zuerst an unbewegten Objekten die Wirkung des Gegenlichts auszutesten, wie z.B. die Kuppel der Yenidze, Ich mag das Leuchten des Glasdaches dieser ungew├Âhlichen Fabrik, speziell in den Augenblicken, wenn die Sonne untergeht und die Sonnenstrahlen die Kuppel so sch├Ân transparent erscheinen lassen:

Die gleiche Wirkung klappt auch bei Luftballons ganz gut:

Diese Seifenblasen schimmern durch das Licht der untergehenden Sonne noch bunter als man das sonst sehen kann:

Wenn man keine lichtdurchl├Ąssigen Objekte nimmt, dann ver├Ąndert sich die Wirkung, denn das Gegenlicht betont bei solchen Aufnahmen vor allen Dingen die Konturen. Manchmal werden die Gegenst├Ąnde deswegen schemenhaft gezeichnet:

Bei anderen Dingen wirken die feinen Elemente des Ganzen wie ein pr├Ązise ausgef├╝hrter Scherenschnitt:

Der Scherenschnitteffekt klappt ├╝brigens auch bei Menschen ganz gut:

Hier noch eine weitere Gegenlichtwirkung, welche ich bei diesem Fotoprojekt f├╝r mich entdeckt habe – Aureolen:

Ich finde, dass man damit die Konturen eines Objekts ganz weich nachziehen kann. Abh├Ąngig von der Position zur Lichtquelle kann man die mal beidseitig …

… oder auch nur von einer Seite wirken lassen:

Ganz zu Beginn habe ich vor dem Durchleuchten der transparenten Gegenst├Ąnde im Gegenlicht vorgeschw├Ąrmt. Diese Wirkung wird nat├╝rlich auch bei einem Ganzk├Ârperfotoshooting sehr gezielt einsetzen, um die Schokoladenseiten des Models zu betonen. Einfach weite, durchscheinende Sachen anziehen lassen und ab und zu das Kommando „Bauch rein!“ zurufen    standard

Au├čerdem kann man im Gegenlicht Schatten richtig gro├č werden lassen    standard    in diesem Bild, welches beim Fotoshooting der Phrase4-Autoren entstanden ist, sieht man dreifache Gegenlichtwirkung auf einen Blick: Transparenz beim wei├čen Hemd, Silhouetten der Dunkelbekleideten und dazu die schon angesprochenen gro├čen Schatten:

Mir hat das Fotografieren f├╝r dieses Projekt ├Ąu├čerst viel Spa├č gemacht, denn es sind jede Menge warme und sonnige Aufnahmen dabei entstanden. Gerade jetzt, mittendrin im Herbst, hoffe ich, dass ihr euch auch an der W├Ąrme der Bilder erfreut und genau so wie mein Model Julia selbst in der dunklen Jahreszeit die Sonne aus dem Herzen strahlen lasst:



2017 01.
Okt

Die vergangenen zwei Wochen waren voll des Lebens, so dass sich mein virtuelles Tagebuch ganz bestimmt vergessen und vernachl├Ąssigt f├╝hlte. Ich hoffe aber, dass sowohl mein Blog als auch meine Leserschaft ein wenig Nachsehen mit mir haben werden, wenn sie all das gelesen haben, was ich euch jetzt erz├Ąhlen m├Âchte.

Eine zentrale Rolle in meiner Freizeitgestaltung hat zweifelsohne mein Mann schon allein durch die Tatsache, dass er Geburtstag hatte, bekommen. Ja, auch wenn die Ehem├Ąnner junger sind als ihre Frauen, werden sie dennoch von Jahr zu Jahr ├Ąlter    zwinker
Dieses Jahr hat er ein besonders gro├čes Geschenk bekommen, allerdings durfte er das auch selber bezahlen    zwinker    wir haben uns n├Ąmlich f├╝r ein neues Auto entschieden, weil jedes Mal, wenn wir als Familie etwas unternehmen wollten, es zu einer richtig spannenden und logistischen Herausforderung wurde, dass alle Familienmitglieder zum gleichen Zeitpunkt am vereinbarten Ort ankommen, obwohl wir manchmal sogar vom gleichen Ort aus starteten … im SMART gibt es eben nur zwei Sitze. Nun haben wir einen Suzuki Vitara in unsere Familie mit aufgenommen.

Und punktgenau an Carstens Geburtstag durften wir es aus dem Autohaus abholen … und das sogar mit meinem alten KIA-Nummernschild, welches ich von 2011 bis 2014 durch Dresden und das Umland gefahren habe. Eigentlich wollten wir so gerne wieder ein Cabrio haben, nur eben als Familienauto. Aber leider sind solche mittlerweile weit oberhalb des Betrags angesiedelt, welchen wir ausgeben wollten. Beim jetzigen Sandermobil (nat├╝rlich stilecht mit einem „S“ auf dem Lenkrad) haben wir beim Fahren immerhin ein Schiebedach f├╝r die Frischluftzufuhr    standard

Nachdem wir also nach der Arbeit den Wagen abgeholt haben, sind wir damit nat├╝rlich auch sch├Ân in die Dresdner Innenstadt gefahren, um in der M├╝nzgasse im „Steakhouse Alte M├╝nze“ lecker zu essen. Wir konnten sogar drau├čen sitzen, denn es war warm und der f├╝r den Abend angek├╝ndigte Regen blieb aus.

Damit war das Feiern f├╝r Carsten aber noch nicht zu Ende. Seinen Geburtstag hatte er am Montag und am Sonntag verabredete sich unsere ganze Familie in Chemnitz zu einem Wiedersehen und Feiern. Stephanie kam nach dem W├Ąhlen in Potsdam kurz vorher zu uns nach Dresden, wir sackten unterwegs noch Andreas Freund ein und schon bald standen wir gegen Mittag vor der T├╝r unserer Gro├čen. In ihrer Wohnung galt aber zun├Ąchst die ganze Aufmerksamkeit ihrer neuen Mitbewohnerin Neda – einem Teddyhamsterm├Ądchen.

Noch ist sie ein wenig scheu, deshalb kann man auf dem Foto nur ein kleines bisschen von ihr sehen, aber ihr k├Ânnt mir aufs Wort glauben, sie ist eine wirklich S├╝├če! Allerdings war ich ob ihrer Gr├Â├če ├╝berrascht, denn sie ist um einiges gr├Â├čer als Stephanies Mr. Schnuffel … ist eben eine andere Rasse. Zusammen sind wir dann zu unserem Lieblingsrestaurant in Chemnitz gefahren, wo Andrea bereits vorsorglich einen Tisch f├╝r ein Geburtstagskind plus vier Mitesser bestellte. Da war dann nicht nur der Tisch feierlich dekoriert, sondern f├╝r den besondern Gast gab es auch einen passenden Kopfschmuck und extra liebevoll eingerichteten Nachtisch auf Kosten des Hauses:

Das (wieder selbst bezahlte) Geburtstagsfestessen meiner Orangenh├Ąlfte sah so aus:

Die Portionen der anderen Familienmitglieder waren nur unwesentlich kleiner, daher lag es auf der Hand, dass uns allen ein Verdauungsspaziergang um den hiesigen Schlo├čteich gut tun w├╝rde. Um Enten bei Paddeln, Schnattern und Fressen zuzuschauen und dabei viel Spa├č zu haben, ist man wohl nie zu alt    zwinker

Das Schlo├č in Chemnitz sieht jetzt im Herbst echt romantisch aus, findet ihr nicht auch?

Insgesamt habe ich das Gef├╝hl, dass wir dieses Jahr bislang sehr viel Gl├╝ck mit den sch├Ânen Herbsttagen hatten – ich kann mich an der t├Ąglich ver├Ąndernden Laubf├Ąrbung einfach nicht satt sehen!

Aber zur├╝ck zum Essen. Eine Woche vor dem Besuch in Chemnitz waren wir bei Dana zum Fr├╝hst├╝ck eingeladen – da gab es wesentlich ges├╝ndere, aber nicht minder leckere Kost    standard

Besonders toll finde ich, dass es keine enorm aufw├Ąndigen Rezepte sind, denn das Gros geht recht schnell zuzubereiten – ich bin jedes Mal sehr beeindruckt. Gerade heute habe ich mal ein K├╝rbisbrot nach ihrem Rezept gebacken – so lecker! Inzwischen ist wesentlich weniger davon ├╝brig als auf dem nach dem ersten Schnitt gemachten Foto    zwinker

Irgendwann werde ich mir auch mal Danas Lieblinge, diese Dinkelvollkornbr├Âtchen, vornehmen, denn bei ihr haben sie unbeschreiblich gut geschmeckt    standard

Aber auch wenn es so scheint, wir haben in den letzten Tagen nicht nur gegessen, sondern uns auch sportlich bet├Ątigt. Zum einen waren Carsten und ich ein Teil des Mitarbeiterteams, welches sich nach der Arbeit zusammengefunden hat, um die Regeln des Raftings auf der Wildwasseranlage in Markkleeberg kennen zu lernen. Wir waren von der dortigen Organisation der Abl├Ąufe sehr beeindruckt – es war alles so perfekt! Alleine vom Angucken hat z.B. ein Angestellter h├Âchst professionell die Gr├Â├čen der Neoprenanz├╝ge bestimmt und auch die Zeiten f├╝rs Umziehen, Anziehen, Sammeln und Einweisen konnten passender nicht sein. Nur beim ersten Blick auf die Anlage schoss mir ein zweifelnder Gedanke durch den Kopf: „Was hast du dir dabei gedacht!? Das ├╝berlebst du nie!“

Da sowohl die Ausr├╝stung als auch die Kommandos, welche die Mitarbeiter des Kanuparks an andere Teams gegeben haben und die Tatsache, dass  bereits vor uns so viele andere Menschen auf dem Wasser in den Gummibooten unterwegs waren und es anscheinend schadlos und gl├╝cklich ├╝berlebten, gab mir am Ende doch noch das Gef├╝hl, ich werde das schon irgendwie schaffen    standard

Die fast 45 min├╝tige Einweisung und Trocken├╝bung auf dem Rasen beinhaltete alles, was man dann im rei├čenden Wasser so ben├Âtigen w├╝rde: Was ist zu tun, wenn man selber im Wasser landet, wie ziehe ich meinen im Wasser treibenden Mitinsassen ins Boot und nat├╝rlich die wichtigsten Kommandos, wie z.B. „Vorw├Ąrts!“, „R├╝ckw├Ąrts!“, „Pause!“, „Achtung“ und andere, wurden witzig korrekt eingetrichtert. Und diese Vorbereitung auf alle Eventualit├Ąten war echt gut, denn das Team unseres Boots hat sich zwar gegen ein geplantes Kentern geeinigt, wurde aber dann kurz vor dem Ende doch noch durch eine ung├╝nstige Konstellation an einer Stelle das „Opfer“ eines ungeplanten Kenterns. Die anf├Ąngliche Theorie der Anweisung sa├č dann so gut, dass wir das unerwartete Baden in den Stromschnellen souver├Ąn und ohne Blessuren ├╝berstanden haben    standard    diese Erfahrung h├Ątte mir aber trotzdem auch gerne erspart bleiben k├Ânnen. Da hat mir das Fahren mit Bug voraus, mit Heck voraus, kreiselnd und auch kreuz & quer sehr viel besser gefallen. Selbst die vermeintlich kleinen Katarakte hatten es mitunter ganz sch├Ân in sich und man wurde zum Teil ganz sch├Ân durcheinandergewirbelt – trocken bleib man dabei auf keinen Fall!

Am Ende dieser aufregenden Fahrt wurden wir alle noch mit einem m├Ąrchenhaften Sonnenuntergang belohnt:

Wesentlich weniger Aufregung brachte da eine Fahrt mit dem Segway, doch der Spa├č kommt auch hier nicht zu kurz. Das war diesmal ein ganz uneigenn├╝tziges Geschenk an Anna    ;o)    denn Carsten und ich haben das ja bereits mal im Sommer ausprobiert und f├╝r ganz cool befunden. Da Anna mal in einem Nebensatz ihr Interesse daran verk├╝ndete, bekam sie kurzerhand einen Gutschein f├╝r einen gemeinsamen Ausritt mit mir    standard
Auch diesmal haben wir uns vertrauensvoll an S&V Mobility gewandt und hatten erneut ein ganz besonders sch├Ânes Erlebnis – ich auf dem motorisierten Zweirad und Carsten mit dem mittels Pedal angetriebenen. Zuerst gab es f├╝r Anna und mich eine Anweisung und ├ťbungen auf dem Parcours im Fun-Park …

… aber danach lie├č man uns auch wieder auf dem Elbradweg auf die Menschheit los. Carsten ist allerdings diesmal nur als Fotograf dabei gewesen und er d├╝ste um uns herum, um jede Menge Bilder von der Beschenkten, der Nutznie├čerin und dem Verantwortlichen zu machen. Dabei entstanden dann auch solche Actionfotos mit Dynamik:

Die Tour hie├č nicht umsonst Canaletto-Blick, denn diesen hatten wir tats├Ąchlich auf unserer Route und f├╝gten uns ganz harmonisch mit unseren modernen, fahrbaren Unters├Ątzen in die historische Landschaft Dresdens ein    standard

Ich f├╝r meinen Teil fand auch diesmal das Fahren auf dem Elbradweg bedeutend sch├Âner und entspannter als die ├ťbungen auf dem Parcour. Meine slawische Seele verlangt eben in allen Lebenslagen nach unendlichen Weiten und der Fun-Park ist eben doch nur ein eingegrenztes Gel├Ąnde    zwinker
Danke nochmals an Martin Moh von S&V Mobility f├╝r diesen tollen Nachmittag. Ich mag seine Art, den Anf├Ąngern die Angst zu nehmen, sehr und bewundere seine eigene Leichtigkeit beim Fahren – das will man dann nat├╝rlich auch selbst erlernen!

Nach dem Ausritt am Elbufer kehrten wir mit Anna noch f├╝r ein St├╝ndchen beim Dresdener City-Beach zum Sitzen und zum Schwatzen ein. Da quasi schon die Nachsaison war, konnten wir aufgrund des fehlenden Andrangs die sonst so sehr begehrten Schaukelpl├Ątze f├╝r uns erobern    standard

So, nun glaubt ihr mir bestimmt aufs Wort, dass ich dadurch kaum noch Zeit gefunden habe, mich zum Schreiben von Blogeintr├Ągen hinzusetzen? Dabei habe ich schon auf die ausf├╝hrliche Beschreibung und das Zeigen von Foto weiterer Freizeitaktivit├Ąten, wie z.B. dem Einstieg der Leseb├╝hne Phrase4 in die neue Saison, bei welchem ich nat├╝rlich mit dabei war, einem Treffen mit Julia und Grit zum Schwatzen und Fotografieren f├╝r mein Monatsprojekt, gleich mehreren Schnatterstunden und einem Besuch in der Salzgrotte mit der georgischen Patientin Tamara und einer Igeltour durch Trachenberge, verzichtet. Und nebenbei unterrichtete ich noch jeden Donnerstag ganz flei├čig Russisch an der VHS, sodass ich mir jetzt zwei Wochen Ferien redlich verdient habe    standard

Mal sehen, ob der Oktober genau so viel Sch├Ânes und Spannendes zu bieten hat wie sein Vorg├Ąnger    zwinker



2017 10.
Sep

Erneut liegt eine sehr intensive und ereignisreiche Woche hinter mir – sowohl auf Arbeit als auch im privaten Umfeld.

Mein Lieblingskollege durfte auf eine l├Ąngere Dienstreise gehen und ich mutierte zur H├╝terin und Verteidigerin unseres B├╝ros    lachen    … ich wei├č nicht, wie das immer wieder passiert, aber jedes Mal wenn ich allein im B├╝ro bleibe, dann kommen unz├Ąhlige Anfragen aus aller Herren L├Ąnder, die nat├╝rlich alle superdringend sind. Das muss man nat├╝rlich durch t├Ągliches, telefonisches Nachfragen immer wieder betonen. Und auch pers├Ânliche Patientenbesuche direkt im B├╝ro nehmen in solchen Zeiten rapide zu. Aber all das geh├Ârt nun mal zu meinem Job und so hei├čt es f├╝r mich, stets gem├Ą├č dem Spruch der Pinguine aus „Madagascar“ zu agieren: „L├Ącheln und Winken“    standard

Die Woche hatte selbstverst├Ąndlich auch jede Menge richtig tolle Sachen zu bieten, denn ich kann stolz verk├╝nden, dass Carsten und ich uns inzwischen f├╝r ein neues Auto entschieden haben. Und zwar so fest, dass wir bereits am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Kaufvertrag unterschreiben konnten. Wenn jetzt alles nach Plan geht, dann haben wir in ca. drei Wochen die Z├╝ndschl├╝ssel eines Suzuki Vitara 1.6 Allgrip M/T Limited mit Panoramaschiebedach in der Hand – und das sogar mit meinem alten KIA-Kennzeichen von 2011 bis 2014. Auch wenn die Kinder nicht mehr zu Hause wohnen, wird es ein etwas gr├Â├čeres Auto f├╝r uns zwei, denn man nimmt hin und wieder ja gerne auch mal Freunde oder Bekannte mit. Unser SMART Baujahr 2004 wird trotz seines Alters nicht in Zahlung gegeben, sondern als Zweitwagen und OLCA-Spa├čmobil weiterhin an unserer Seite bleiben, bis dass der T├ťV uns scheidet.

Nach diesem Geldausgeben g├Ânnten wir uns noch ein wenig Kultur und besuchten eine Ausstellung, welche noch bis zum 14. September im Bahnhof Dresden-Neustadt zu besichtigen ist. Sie hei├čt „Faces behind the Voices“ und ist vom Berliner Fotografen Marco Justus Sch├Âler ins Leben gerufen worden. Er hat zur Abwechslung mal die Leute fotografiert, welche fremdsprachige Filme synchronisieren und dadurch normalerweise nicht f├╝r den Zuschauer sichtbar sind – somit kennt man die Stimmen zwar aus dem Effeff, aber erkennen w├╝rde man die sprechende Person auf der Stra├če nicht. Da Carsten und ich sehr gern Filme sehen, fanden wir es ganz spannend, bei dieser multimedialen Ausstellung die individuellen Vorstellungen dieser insgesamt 30 Personen per Kopfh├Ârer anzuh├Âren und schon dabei versuchen zu erraten, woher wir diese Stimmen kennen. Bei manchen war es relativ einfach, bei anderen wiederum hatten wir bis zur Aufl├Âsung nur eine ganz leise Ahnung, wer es denn sein k├Ânnte. Und wenn der Sprecher mal Namen aufz├Ąhlte, die auf Anhieb keinem Gesicht zugeordnet werden konnten, so hatte man am Ende auf Knopfdruck noch kleine Bilder des jeweiligen Schauspielers auf einem Tablet angezeigt bekommen. Hier sieht man zum Beispiel das ber├╝hmte Gespann aus der Action-Filmreihe „Fast & Furios“: Martin Kessler ist die deutsche Stimme von Vin Diesel und David Nathan war die von Paul Walker

Wir hatten ganz viel Spa├č dabei und eine Stunde bis 90 Minuten (so genau wissen wir das nicht einmal) vergingen beim Anh├Âren, Raten und Bildbetrachten unglaublich schnell    standard

Der Mittwochnachmittag war bei mir schon vor ganz langer Zeit verplant worden. Anna hat mir letztes Jahr zum Geburtstag einen Gutschein von einer Schmuckwerkstatt namens Perlaffaire geschenkt und nun war es an der Zeit, diesen einzul├Âsen. Susanne hatte an diesem Tag ebenfalls noch freie Kapazit├Ąten und kam kurzentschlossen zu unseren Bastelrunde noch dazu. Die Auswahl an Perlen ist dort echt ├╝berw├Ąltigend! Sich auf eine Auswahl f├╝r die eigene Kette zu konzentrieren fiel mir da genauso wie meiner Begleitung unglaublich schwer. Nachdem wir aber jeweils die ersten Perlen gefunden und auf einer Schablone aufgereiht haben, konnten wir uns in unseren Bastelraum zur├╝ckziehen und bei einem (mitgebrachten) Weinchen die bunten Fundst├╝cke arrangieren und auff├Ądeln. Danach haben wir so richtig Blut geleckt, sodass sich Anna sogar noch an Ringen und Ohrringen ausprobiert hat und ich am Ende drei identische Ketten f├╝r uns alle machte, weil mein Entwurf den M├Ądels so gut gefallen hat    standard

├ťbrigens, diese Legebretter, die man auf dem Foto sieht, sind eine ganz gro├če Hilfe beim Zusammensuchen der Perlen f├╝r das k├╝nftige Unikat mit pers├Ânlicher Note, denn damit kann man sie von Anfang an in die richtige Position bringen und nach Lust und Laune noch austauschen, bevor man mit dem eigentlichen Auff├Ądeln anf├Ąngt. Der Bastelladen ist alles in allem sehr gem├╝tlich, die Ladeninhaberin ist eine supernette, sehr hilfsbereite und dabei dennoch nicht aufdringliche Person. F├╝r uns M├Ądchen – egal in jedem Alter – ist diese Schmuckwerkstatt ein wahrer Paradies    :)
Nach dem Basteln sind Susanne und ich noch zum Sushi essen in die Altstadt gefahren. Anna musste leider absagen, denn sie war leider in fordernder Begleitung: Leon, ihr vierbeiniger Begleiter, hat unsere Bastelorgie zwar noch ganz geduldig abgewartet, aber danach wollte er noch seine Runde an der Elbe drehen und anschlie├čend nach Hause auf seinen Schlafplatz gehen. Zum Essen kam deshalb noch mein Mann dazu und so haben wir ganz w├╝rdig das Bergfest der Woche mit japanischen Delikatessen an der Frauenkirche im Restaurant Tamakuchi gefeiert.

Am Donnerstag hatte ich meinen pers├Ânlichen Schulanfang: das n├Ąchste VHS-Herbstsemester ging f├╝r meine Sch├╝ler und mich nun wieder los. ├ťberraschenderweise haben sich zu „meinen“ Teilnehmern aus dem vorherigen Halbjahr noch ein paar Neue dazugesellt, also werde ich an den Tagen, an denen alle vollz├Ąhlig im Klassenraum erscheinen, vor insgesamt 12 Russischinteressierten unterrichten d├╝rfen … und das im 3. Semester! Ich bin erstaunt (normalerweise waren wir dann nur noch zu sechst oder acht) und freue mich sehr ├╝ber diese indirekte W├╝rdigung. Mein Plan ist es nun, bis Weihnachten das Lehrbuch komplett zu beenden – also genau das letzte Drittel. Ich bin gespannt, wie leicht oder wie schwer sich das Vorhaben umsetzen l├Ąsst    zwinker

Am Freitagnachmittag lief alles wie gewohnt: Nach der Arbeit D├Âner essen und einkaufen gehen. Nur ein Punkt der Planung hat leider nicht geklappt, denn Andrea wollte urspr├╝nglich gegen 18 Uhr zu uns sto├čen, musste aber absagen, da es ihr nicht so gut ging. Zum Gl├╝ck f├╝hlte sie sich am Samstagvormittag wieder wohl und kam ins Apartamento OLCA. Wir hatten somit gestern und heute ganz viel Zeit zum Quatschen, Bilder gucken, zusammen Kochen und Abwaschen zu dritt    lachen
Ich habe mich au├čerdem schon vor l├Ąngerer Zeit als Versuchskaninchen f├╝r ein Interview mit Andrea ├╝ber meine pers├Ânliche Intergrationsgeschichte angeboten – selbst daf├╝r hatten wir genug Zeit    :)
Im Gegenzug musste mein Kind als Model f├╝r mein September-Fotoprojekt „K├Ârpersprache“ herhalten. Das hat sie wirklich sehr gut und mit vollstem K├Ârpereinsatz gemacht    verliebt    hier schon ein kleiner Spoiler    zwinker

Sie ist inzwischen wieder bei sich in Chemnitz und ich bereite mich den Restsonntag schon mal mental auf die kommende Woche vor, denn auch in den n├Ąchsten Tagen sind einige interessante Treffen und Unternehmungen eingeplant. Und au├čerdem soll der Lieblingskollege ab Donnerstag wieder auf Arbeit sein und somit mehr Ruhe einkehren. Es wird also bestimmt wieder eine im positiven Sinne spannende Woche    zwinker



2017 03.
Sep

Ganz unbemerkt, mitten in der Arbeitswoche, verabschiedete sich der kalendarische Sommer bis zum n├Ąchsten Jahr und gab dabei die T├╝rklinke in die Hand des Herbstes.

Dieser hat nun beschlossen, uns allen gleich von Anfang an zeigen zu m├╝ssen, worauf wir uns die n├Ąchsten Wochen einzustellen haben. Warum ? P├╝nktlich am 1. September hat es den ganzen lieben Tag durchg├Ąngig geregnet – so viel wie schon lange nicht mehr in Dresden. Und bereits einen Tag sp├Ąter besserte sich die unberechenbare Jahreszeit schon wieder und wir hatten erneut jede Menge Sonne. Ein st├Ąndiges Hin und Her, wobei die Temperaturen so langsam immer mehr in den Pulli- und Jackenbereich fallen. Morgens verlasse ich in w├Ąrmender Kleidung das Haus, aber f├╝r den Nachmittag ist man noch ungewiss, ob es warm wird oder man besser Schirm bzw. Regenponcho mitzunehmen hat.

Da das Wetter am 2. September es aber gut mit uns meinte, nutzten Carsten und ich den Samstagvormittag, um zwei Stubentiger von Carstens Arbeitskollegen zu versorgen, aber dies gleich auch noch mit einem Spaziergang zu verbinden. Das Programm der Katzenpflege beinhaltete wie schon die gesamte Woche das Bef├╝llen von Nass- und Trockenfutter in die entsprechenden N├Ąpfe, das Ausmisten des Katzenklos, etwas Kraulen und nat├╝rlich ein wenig Spielen. Da wir durch diesen Hausbesuch eh gerade in der N├Ąhe waren, gingen wir noch zum 24. Geburtstag des Dresdner Backhauses, wo wir uns unter anderem auch mal die Produktionshallen besichtigen durften. An einer Stelle schauten wir unter anderem dem ersten Brotsommelier Tino Gierig beim Stollenmachen auf die Finger – der Teig gehorchte ihm aufs Wort und lie├č sich bedingungslos kneten! Im Hof des Backhauses durften wir mit einer Brott├╝te, welche vor zwei Wochen als Werbung f├╝r diese Veranstaltung in unserem Briefkasten landete, eine ├ťberraschung abholen: ein kleines K├╝rbiskernbrot. Das war ja soooo lecker!

Unterwegs haben wir ├╝brigens noch ganz zuf├Ąllig eine Bekannte von mir getroffen … unsere gro├čen T├Âchter waren beste Freundinnen im Kindergarten. Andrea wurde allerdings schon ein Jahr eher eingeschult w├Ąhrend Janine noch ein weiteres schulfreies Jahr genie├čen durfte oder musste. Doch nach unserem damaligen Umzug in einen anderen Dresdner Stadtteil riss die Verbindung irgendwann g├Ąnzlich ab. Nun haben wir uns mal wieder auf den aktuellen Stand des Lebens unserer Kinder gebracht und voller Erstaunen festgestellt, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Zudem best├Ątigte sich damit erneut, dass Dresden ein Dorf oder zumindest Provinz sein muss, denn trotz 500.000 Einwohnern trifft man sehr h├Ąufig Leute, die man von irgendwoher kennt.

Was aber nun die Herbstzeit angeht, scheint diese jetzt gerade mal richtig anzufangen und ich muss gestehen, dass ich mich sogar sehr darauf freue. Ich hoffe, dass ich wieder einen richtig goldenen Herbst erleben darf. Ich freu mich auf den frischen und w├╝rzigen Geruch der bunten Bl├Ątter. Ich freue mich ├╝ber die Kastanien und wei├č ganz genau, dass ich wie jedes Jahr welche einsammeln und voller Gl├╝ck und Freude in meinen Jackentaschen nach Hause und ins B├╝ro tragen und dort dekorativ hinlegen werde. Ich freue mich auf den baldigen ├ťberschuss von einheimischen, appetitlich riechenden ├äpfel. Ich freue mich auf die pausbackigen, orange leuchtenden K├╝rbisse und gehe im Geiste schon durch, was ich daraus kochen und backen k├Ânnte. Ich freue mich auch darauf, mit gutem Gewissen und nicht mehr mit dem Gef├╝hl, etwas verpasst zu haben, zu Hause bleiben zu d├╝rfen, um einen Film zu gucken oder ein Buch zu lesen. Aber nat├╝rlich kenne ich auch die Kehrseite der Herbstmedallie: Regen, Dunkelheit und K├Ąlte. Dennoch ├╝berwiegt bei mir die Vorfreude    standard

Ich w├╝nsche uns allen eine m├Ąrchenhafte und gem├╝tliche Herbstzeit!



2017 27.
Aug

Normalerweise ist f├╝r mich der Mittwoch ein Bergfest der Arbeitswoche: Man hat bereits zwei Arbeitstage geschafft und hat lediglich nur noch zwei weitere vor sich. In dieser Woche wurde ein einfacher Mittwoch allerdings zu etwas ganz Besonderem. Carsten und ich haben rechtzeitig Antr├Ąge auf Gleitzeitabbau gestellt und auch genehmigt bekommen, d.h. am letzten Mittwoch mussten wir nicht beim Arbeitgeber erscheinen … es lohnt sich also tats├Ąchlich auch mal l├Ąnger zu arbeiten, um dadurch etwas mehr vom Leben zu haben    zwinker

Dieser arbeitsfreier Tag war f├╝r uns beide sehr wichtig, denn noch haben unsere M├Ądels Semesterferien und sie verabredeten sich, einen kleinen, gemeinsamen Schwesternurlaub in Sachsen und Th├╝ringen zu verbringen. Die letzte Station ihrer Kurzreisen war Chemnitz, Andreas derzeitige „Heimat“. Wir haben die Kinder gefragt, ob wir dazusto├čen k├Ânnen, um einen OLCA-Familientag zu machen und beide haben sofort „ja“ gesagt.

Um 9 Uhr sa├čen wir in unserem Smartie und brachen gen Chemnitz auf. Unserer Treffpunkt war das amerikanische Restaurant „Meyers Diner“ , um dort gemeinsam und ausgiebig zu fr├╝hst├╝cken. Wir hatten das Restaurant mal zuf├Ąllig bei unserem Stadt-Dreisprung im Mai 2016 entdeckt und inzwischen ist unsere ganze Familie richtig begeistert davon. Es stimmt einfach alles: Das Essen ist lecker, die Bedienungen sind immer gut drauf und das Ambiente ist sehr liebe- und humorvoll gestaltet.

Alle Familienmitglieder waren p├Ąrchenweise p├╝nktlich vor Ort angekommen und schon bald konnten wir beim Quatschen unseren Hunger stillen.

Gut ges├Ąttigt parkten wir unseren Zweisitzer anschlie├čend vor Andreas Wohnung und stiegen alle in Stephanies „(Zucker-)W├╝rfelchen“ um … das wei├če Auto auf dem obigen Fr├╝hst├╝cksbild, direkt neben unserem Smart. Die Kinder haben f├╝r unseren Familientag etwas Spezielles ausgesucht, doch bis dahin mussten wir noch ein wenig fahren: es ging zum Labyrinthehaus im Altenburg. Bereits der Weg dorthin glich einem Labyrinth, denn wir haben unterwegs keine Hinweisschilder am Stra├čenrand gesehen. Aber wie hei├čt es so sch├Ân: Wer suchet, der findet    standard    … oder wer vorher eine Webseite besuchen und ein Navi bedienen kann, kommt auch an    zwinker

Man merkt, es wird noch eifrig daran gebastelt, aber die vier Labyrinthe (Tinka Tempel, Kongo King, Tiefseelabyrinth und Zauberlabyrinth) im Inneren dieses Hauses sind schon perfekt vorbereitet. Man bekommt am Eingang ein Ticket zum Lochen und muss in den vier Welten insgesamt f├╝nf versteckte Locher finden, um zu beweisen, dass man alles entdeckt hat. Drinnen ist es ziemlich dunkel, also mussten die Locher in den verwinkelten G├Ąngen auch mal nur per Abtasten der W├Ąnde gefunden werden. Stephanie hat an diesem Tag bewiesen, dass sie ein richtiges Gesp├╝r f├╝r solche Aufgaben hat, denn sie hat vier der f├╝nf m├Âglichen ganz allein entdeckt. Lediglich den letzten noch fehlenden fand mehr oder minder per Zufall meine Wenigkeit – ich bin selber ├╝berrascht, dass ich das geschafft habe    erroeten

Wenn man diese Welten und Labyrinthe erkunden m├Âchte, sollte man keine Angst vor Dunkelheit haben und besser keine kleinen Kinder mit rein nehmen. Aber mit gro├čem Nachwuchs und etwas Geduld macht das echt Spa├č    zwinker

An diesem „Fluffy“ (wir haben ihn so aufgrund des mehrk├Âpfigen Hundes aus Harry Potter genannt) sind wir auf der Suche nach dem endg├╝ltigen Ausgang aus den Labyrinthen gef├╝hlt 1000x vorbeigekommen    standard

Wir erreichten das Ziel zuerst nur mit vier Lochungen und es wurde uns gesagt, dass doch noch eine fehlt – zum Gl├╝ck pr├Ązisierte die nette Dame an der Kasse aber den Stempelort („Sucht mal bei der Mumie im Tinka Tempel“) , sodass wir wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt hatten. G├Âttlich waren aber wohl unsere Gesichter mit der aus allen M├╝ndern gleichzeitig gestellten Frage: „Mumie?!?!?“. Also st├╝rmten wir noch einmal die T├╝r zu den Labyrinthen und kamen nach weiteren 20 Minuten Suche endlich mit vollst├Ąndig gelochten Karten durch die T├╝r „Zauberer“ heraus. Daf├╝r durfte sich dann jeder von uns als Belohnung etwas S├╝├čes aus der gro├čen Kiste nehmen.

Nachdem wir so knapp eineinhalb Stunden in den dunklen R├Ąumen verbrachten, freuten wir uns auf den sonnigen Tag im Freien. Der Spielplatz vor dem Haus, welcher an Wochenenden und in den Ferien garantiert gut besucht wird, war nun mitten in der Woche menschenleer. Das haben wir nat├╝rlich ein wenig f├╝r uns ausgenutzt    zwinker    Andrea f├Ąhrt einmal mit der Seilbahn …

… Carsten und Stephanie drehten mehrere Runden im h├Âlzernen Hamsterrad, w├Ąhrend ich lieber die gro├če und gem├╝tliche Liegeschaukel zu meinem Entspannungsplatz erkl├Ąrt habe. Ich blieb so lange darin, bis von ganz allein aufh├Ârte zu schaukeln    zwinker

Blo├č gut, dass Carsten mich vorher ganz flei├čig und hoch angeschubst hat    standard

Da er daf├╝r bestimmt ganz viel Kraft aufwenden musste, hat er sich seinen „Mission Impossible Burger!?!“ ganz ehrlich verdient. Und ja, wir waren auch zum Abendessen wieder im Meyers Diner gelandet    lachen-xxl

Wir M├Ądels waren zwar etwas zur├╝ckhaltender bei der Wahl der Portionsgr├Â├čen unserer Gerichte, aber es war auch diesmal bei allen superlecker!

Alles in allem ein wirklich sch├Âner, lustiger und kuscheliger Familientag und es fiel uns wie immer, ein wenig schwer, sich zu verabschieden. Aber wenigstens bleibt uns das sch├Âne Familienbild, welches unser Lieblingskellner von uns gemacht hat, als eine wundervolle Erinnerung an diesen einfachen und gleichzeitig au├čergew├Âhnlichen Mittwoch.

Danke an alle Beteiligten … den Kindern f├╝r die Organisation … dem Labyrinthehaus f├╝r die Bespa├čung … dem Diner f├╝r das leibliche Wohl … und nat├╝rlich allen OLCAs f├╝r diesen gro├čartigen Zusammenhalt, der auch mit erwachsenen und ausgezogenen Kindern immer noch sehr innig besteht. Ich nehme das keineswegs als Selbstverst├Ąndlichkeit hin!



2017 20.
Aug

Nach langer Trennungszeit, die durch Ausfl├╝ge, Urlaube und Pr├╝fungszeiten der Familienmitglieder entstanden ist, war unserer OLCA-Kleeblatt wieder mal f├╝r einige Tage vereint. Die letzten zwei Wochenenden vor dem jetzigen hatten sowohl die Kinder als auch wir einiges an Zeit eingeplant, um uns wieder zu sehen, zu knuddeln und ganz entspannt ├╝ber Gott und die Welt quatschen zu k├Ânnen. Wie vermutet stellte es sich heraus, dass nicht nur Carsten und ich immer wieder auf Achse sind, sondern, dass unsere Kinder uns diesbez├╝glich in Nichts nachstehen. Es gab logischerweise einiges an Fotos zu sehen und die Kinder waren im Gegenzug dazu verdonnert, eine gro├čz├╝gig angelegte Auswahl unserer dreiw├Âchigen USA-Reise in Video, Bild und Wort ├╝ber sich ergehen zu lassen. Sie haben sehr stark Interesse daran geheuchelt gezeigt    standard

Nach unserem ersten gemeinsamen Wochenende (5./6.8.) sind beide Kinder zur├╝ck zu sich nach Hause gefahren, um, wie schon gesagt, am darauffolgenden Samstagabend (12.8.) wieder bei uns zu sein. Denn noch hatten wir bei Weitem nicht alle Gespr├Ąchsthemen durch    standard
Es wurde ein ganz gem├╝tlich-gechilltes Wochenende wie zu damaligen Zeiten, als wir noch alle zusammen unter einem Dach lebten. Um ehrlich zu sein, war es aus meiner Sicht diesmal sogar noch famili├Ąrer, denn fr├╝her hatte man sich ja jeden Tag gesehen und es lief vieles nebenbei ab, aber nun nehmen wir uns immer ganz bewusst Zeit f├╝reinander. Leider haben wir in unserer Zweiraumwohnung nicht mehr so viel Platz wie damals im eigenen Haus und so durfte sich das Ablagechaos von beiden eben vollends in unserem Wohnzimmer entfalten und nicht wie fr├╝her in den Kinderzimmern unserer Spr├Âsslinge verteilen    standard

W├Ąhrend Andrea am Montagmittag schon wieder zu sich nach Chemnitz fuhr, da sie noch einiges f├╝r die Uni zu erledigen hatte, blieb Stephanie noch bis Donnerstag bei uns. Sie hat sich in den Wochentagen und an den Abenden allerdings mit ganz vielen Freunden aus ihrer Schulzeit verabredet und so hatte ich kein schlechtes Gewissen, als ich am Dienstag mit Diana, einer Arbeitskollegin, bei einem Gl├Ąschen Wein einen langen Schnatterabend im El Horst verbrachte.

Unsere Gro├če kehrte schon am Mittwochabend wieder zur├╝ck (zum dritten Mal in 14 Tagen!), denn die beiden Schwestern haben ab dem n├Ąchsten Tag einen gemeinsamen Urlaub geplant. Nichts Gro├čes, einfach viel Zeit zusammen verbringen, um sich z.B. endlich mal in aller Ruhe Leipzig anzusehen und ihre Gro├čeltern in Th├╝ringen zu besuchen. Anschlie├čend r├╝cken sie einige Tage in Andreas Wohnung im ehemaligen Karl-Marx-Stadt ein, um auch diese Gegend ein kleines bisschen unsicher zu machen. Da Carsten und ich ein paar ├ťberstunden auf unseren Arbeitszeitkonten haben, bekamen wir von unseren Chefs einen freien Tag (wir sagen Arbeitszeitverlagerung/AZV oder Gleitzeitabbau/GZA dazu) genehmigt und so k├Ânnen und d├╝rfen wir uns am kommenden Mittwoch den M├Ądels anzuschlie├čen, um noch einen weiteren Familientag zu verbringen – ich freue mich schon jetzt ganz doll drauf    standard

In der Zwischenzeit verbringen wir beide wieder unser P├Ąrchenleben in trauter Zweisamkeit. Das Ausschlafen am Wochenende klappt leider immer noch nicht besonders – irgendwie ist unser innerer Wecker zu stark auf die Alltagsaufstehzeit von 5:30 Uhr geeicht    zwinker    doch zum Gl├╝ck kann man an den arbeitsfreien Tagen ja ab und zu die ein oder andere Schlummerstunde am Nachmittag einbauen. Danach ist man auch wieder topfit, um beispielsweise voller Tatendrang zum Dresdner Stadtfest zu gehen.

Wir stellten dabei zum wiederholten Male fest, dass solche gro├čangelegten Volksfeste mit zahlreichen Futter- und Trinkoptionen sowie lauter Musik unterschiedlicher Richtungen (Schlager, DDR-Rock, Discofox, …) zusammengedr├Ąngt auf engstem Raum auf uns eher verwirrend als erheiternd wirken. Ich hoffe, es ist kein Zeichen daf├╝r, dass wir zu alt f├╝r solche Feierlichkeiten geworden sind    zwinker
Die Dresdner Innenstadt ist bei Abendstimmung unbeschreiblich sch├Ân, besonders wenn man einfach aus der lauten und turbulenten Ecke verschwindet und das Ganze mit etwas Abstand z.B. von der Br├╝hlschen Terrasse aus beobachtet. Das fanden auch Besucher aus dem Stuttgardter Raum, die uns f├╝r unsere Wahlheimat sogar ein wenig beneideten – so deuten wir jedenfalls das Kompliment einer schw├Ąbischen Familie, welche beim gemeinsamen Essen auf einer Biertischgarnitur unsere Stadt in den h├Âchsten T├Ânen lobte. Es freut uns sehr, dass die s├Ąchsische Hauptstadt doch noch anders als nur als Pegida-Hochburg, einem gro├čen braunen Flecken in Deutschland oder als Heimat von Br├╝ckenstreithanseln wahrgenommen wird.

Verglichen mit dem Stadtfest bereitet mir die Aussicht auf den kommenden Mittwoch mit unseren M├Ądels allerdings sehr viel mehr (Vor-)Freude. Mal sehen, was wir an dem Tag gemeinsam besuchen werden … die Planung liegt diesmal ganz in den H├Ąnden der Kinder    standard