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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2022 12.
Jul

Stephanie war diesmal wieder fast eine ganze Woche bei uns (von Dienstag bis Sonntag), aber da am Wochenende die gro√üe Fahrt nach Dresden anstand, ist an den vorherigen Tagen nebst unseres Home-Office nicht viel passiert. Nur eine Sache war besonders beeindruckend: als Carsten am Dienstagnachmittag im Pflegezentrum ankam, um unsere Kleine abzuholen, stand Stephanies Rolli vor ihrer Zimmert√ľr mit einem Zettel auf dem Tisch …

Er suchte das Kind und wurde erst im Speiseraum f√ľndig:

Sie macht tats√§chlich ihre ersten „Gehversuche“ mit einem kleineren Rollstuhl – yipeah!!!

Sie kommt zwar schon Meter f√ľr Meter voran, aber zum einen ist es nat√ľrlich sehr anstrengend f√ľr sie und zum anderen hat sie derzeit noch keinen Blick f√ľr Hindernisse. Meist nimmt sie diese erst wahr, wenn sie vor ihr stehen und dann bleibt nicht mehr gen√ľgend Platz zum Ausweichen. Aber wie wir sie kennen, wird sie sich da ganz schnell reinfuchsen … zumal sie diesen Schritt und vor allem diese Mobilit√§t ja auch unbedingt will. Ich sch√§tze mal, dass sie in sp√§testens drei Monaten immer wieder alleine auf dem Au√üengel√§nde herumhirschen wird    zwinker

Bei uns zuhause durfte sie noch sich in den „Garten“ begeben und die erste Zucchini unseres diesj√§hrigen Hochbeetes ernten:

Nat√ľrlich ist diese auch schon l√§ngst verputzt worden …

W√§hrend unserer Home-Office-Zeiten am Mittwoch und Donnerstag sowie bis Freitagmittag besch√§ftigte sie sich mit diversen Dingen, wie z.B. dem Gucken der Filme „Sing“ und „Sing 2“ (Musik(h√∂ren) ist und bleibt ihr Lieblingshobby) …

… und dem Schreiben eines Briefes an die IMC-Station der Vamed-Klinik in Geesthacht, wo sie von Oktober 2020 bis Juni 2021 √§u√üerst erfolgreich aufgep√§ppelt worden ist. Stephanie hat den nicht gerade kurzen Brief eigenh√§ndig am iPad mit der Tastatur vorgeschrieben und nach Carstens Korrektur von ein paar Satzzeichen und Gro√ü-/Kleinschreibung (keine Rechtschreibfehler!!!) handschriftlich niedergeschrieben:

Den Umschlag mit ihrer Danksagung, unseren dankenden Zeilen und einem Foto von Stephanie konnten wir am Freitagvormittag auf die Reise schicken – sie war richtig stolz auf sich. Darf sie aber auch sein …

Die restliche Zeit an diesen Tagen verbrachten wir vor allem mit Essen, Spielen, Quatschen, Fernsehen, √úbungen und der Vorbereitung auf die Fahrt in unsere alte Heimat. Freitag um 13:30 sind wir mit unserem Autogespann …

… nach Dresden aufgebrochen:

Ganz ehrlich, so viel Gep√§ck haben Carsten und ich immer nur f√ľr einen dreiw√∂chigen Urlaub gebraucht – jetzt sind es ja eigentlich nur 2,5 Tage. Aber es hat letztendlich alles gut ins Auto gepasst und nat√ľrlich haben wir viel zu viel mitgenommen. Doch daf√ľr war dieser Ausflug eigentlich auch gedacht, denn wir wollten ausprobieren, ob wir mit Stephanie in einen Urlaub bzw. in ein Hotel fahren k√∂nnen. Hier zuhause sind wir mittlerweile bez√ľglich Waschen, Anziehen, Transfer und Fertigmachen ein perfekt eingespieltes Team, also suchten wir uns damit ein neues Trainingsgel√§nde. Ich nehm’s gleich mal vorweg: wir haben bestanden und somit werden sicherlich auch noch weitere Mehrtagestouren folgen!

Die 500 km waren ebenfalls kein Problem und nach ca. 5,5 Stunden √ľber die A24, durch Berlin, √ľber die A13 und A4 …

… ohne Stau oder anderer Hindernisse sind wir heil und gl√ľcklich in Dresden am Hotel angekommen. Dank vorab gew√ľnschter Musik (s.o.) verging die Zeit schon fast wie im Flug.

Carsten ist dann alleine ins Hotel gegangen und hat nur den Check-In durchgef√ľhrt, denn wir wollten schnellstm√∂glich zu unserem ehemaligen Haus-und-Hof-D√∂nermann. Wir hatten schlie√ülich gro√üen Hunger UND noch gr√∂√üere D√∂ner-Entzugserscheinungen!!!

Vor Ort trafen wir uns mit meiner besten Freundin Anna …

… und sind mit ihr schnurstracks beim D√∂nermann auf der Borsbergstra√üe eingefallen:

Kind gl√ľcklich:

Mann gl√ľcklich:

Einfach nur lecker!!!!!!!

Am Ende haben wir hier mehr als 1,5 Stunden gesessen, gegessen und gequatscht. Und wer aufgepasst hat, sah bei Stephanie diese kleine √Ąnderung: sie blieb g√§nzlich ohne Kleidungsschutz. Und sie schaffte es ohne Kleckern – wow!!! So war es auch das gesamte Wochenende. Nein, wir haben den Latz nat√ľrlich nicht vergessen mitzunehmen, aber wir wollten es mal ohne „Halskrause“ austesten und es hat sogar auf Anhieb geklappt, denn Stephanie hat nicht mehr als wir auf dem Weg zum Mund „verloren“. Allerdings mussten wir f√ľr sie vom D√∂ner-im-Brot auf einen D√∂nerteller ausweichen, denn ersteres h√§tte sie beidh√§ndig und ohne gro√üe Schweinerei doch noch nicht verdr√ľcken k√∂nnen.

Gegen 23:00 machten wir noch einen kleinen Spaziergang an der Elbe …

… und hatten das gro√üe Gl√ľck, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein:

Wir bekamen zur Begr√ľ√üung in unserer alten Heimat ein richtig sch√∂nes Feuerwerk zu sehen … genau wie eine Delegation im Restaurant rechts auf den Fotos auch    zwinker

Mit R√ľckfahrt zum Hotel, Ausladen, alles im Zimmer zu verstauen …

… und Stephanie bettfertig zu machen waren wir am Ende noch bis kurz nach 1:00 besch√§ftigt. Danach riefen aber auch schon das Bett und der liebe Sandmann im Duett:

Am nächsten Tag konnten wir dann diesen Blick auf die Elbe genießen:

Das einzige Manko unseres Zimmers war die Durchfahrbreite zwischen Schrank und Bett – die war n√§mlich ca. 5 cm zu eng! Ja, wir kamen mit Stephanies Rolli nicht aus dem Vorraum, was aber am Ende kein Problem war, denn wir haben Stephanie kurzerhand direkt von dort ins Bett transferieren k√∂nnen. Im Zimmer war sowieso nicht gen√ľgend Platz, um mit dem Rollstuhl noch irgendetwas anderes zu machen. Wollten wir auch nicht, denn wir sind OLCA-typisch vormittags rausgegangen und erst abends zum Schlafen wieder zur√ľckgekommen – wozu also viel Platz im Zimmer haben wollen?

Am Samstagmorgen g√∂nnten wir uns ein z√ľnftiges Fr√ľhst√ľck im nahe gelegenen Caf√© des Edeka-Komplexes, wo ich danach auch gleich noch ein paar lokale Spezialit√§ten aus dem Osten, Sachsen und Dresden einkaufen konnte. Es ist schon von Vorteil, wenn man sich in der besuchten Stadt auskennt … wir hatten damals unser Haus nur ca. 2 km von hier entfernt und sind dementsprechend √∂fters in diesem Edeka zum Einkaufen gewesen.

Apropos auskennen: als Einstieg zum Fr√ľhst√ľck nahmen wir quasi zur Vorspeise diese total lokale und √§u√üerst leckere Spezialit√§t:

Neben K√§sekuchen steht Stephanie zum Gl√ľck auch sehr auf Eierschecke und somit ist Carstens √úberraschungsbestellung mehr als gelungen:

Und guckt mal, wie souverän sie auch auswärts ihren Kaffee trinken kann und vor allem wieder komplett ohne Kleidungsschutz is(s)t:

Nach dem Fr√ľhst√ľck und meinem kleinen Beutezug, dessen ergatterte Preziosen ich erst noch wieder ins Hotelzimmer bringen musste, fuhren wir zum Highlight unseres Dresden-Wochenendes: dem Treffen mit allen, die uns kennen und in den Biergarten an der Elbe kommen wollten konnten. Einen Aufruf hatten wir zuvor ja via Blog gestartet und ein paar Emails haben wir dann zus√§tzlich auch noch verschickt. Wir wussten allerdings im Vorfeld √ľberhaupt nicht, wer denn nun wirklich alles kommen w√ľrde …

Jedenfalls erreichten wir p√ľnktlich zu dem in der Einladung angegebenen Zeitpunkt den F√§hrgarten Johannstadt und konnten uns auch wie geplant in die vorher proklamierte Ecke platzieren.

Hmmm, da wir die Anwesenden nicht gefragt haben, ob wir die Fotos mit ihnen f√ľr den Blog verwenden d√ľrfen, m√∂chte ich an dieser Stelle lieber auf Fotos verzichten … ist ungew√∂hnlich f√ľr mich, gell?

Und ja, es kamen √ľberraschend viele!!! Wir sind jedem Besucher so unendlich dankbar, haben sie diesen Tag doch f√ľr uns zu etwas ganz Besonderem gemacht. F√ľr Carsten und mich kamen ehemalige Nachbarn, Arbeitskollegen & -Chefs, Sportfreunde, Irish-Dance-Hupfdohlen, H√§uslek√§ufer, „Schulfreunde“, Russischkurs-Teilnehmer und Wegbegleiter vorbei, f√ľr Stephanie die Familie v√§terlicherseits sowie jemand vom Volleyball und ein Junge aus der Schulzeit, der vor 11 Jahren ebenfalls einen Hirnschaden erlitten hat (Schlaganfall) und nun wie sie leider im Rollstuhl sitzt.

Unsere insgesamt veranschlagten 10 Stunden (von 12:00 bis 22:00) vergingen wahrlich wie im Flug und manchmal verga√üen wir sogar das Essen. Doch verhungern musste keiner, denn dieser Biergarten ist √§u√üerst gut ausgestattet. Allein Stephanie futterte sich u.a. durch das Angebot an Brezen, Rippchen …

… und Quarkkeulchen mit Apfelmu√ü …

… w√§hrend wir uns √ľber den Tag verteilt an Currywurst, Salat und Steaks mit Bratkartoffeln hielten:

Verhungern und verdursten musste jedenfalls keiner und wir hoffen, dass auch jeder Vorbeigekommene sein Freigetr√§nk von uns erhalten hat    zwinker    wie viele Gl√§ser wir am Ende getrunken haben, k√∂nnen weder Carsten noch Stephanie noch ich nachvollziehen. Das Kind wollte am Ende jedenfalls nur noch Wasser haben und ich war NICHT betrunken    standard

Diesmal schafften wir es sogar noch vor Mitternacht ins Bett und bestimmt hat jeder von uns den Tag noch einmal im Kopf Revue passieren lassen bevor er eingeschlafen ist, wetten?

Leider ist am Sonntagmorgen aus dem Fr√ľhst√ľck um 10:00 im „Caf√© Milchm√§dchen“ nichts geworden – wir standen zwar auf der Warteliste, aber keiner unserer Vorbesteller hat abgesagt. Als wir dann erst gegen 11:00 im Auto sa√üen …

… fiel die (zugegeben dagegen √§u√üerst minderwertigere) Alternative McDonalds-Fr√ľhst√ľck dar√ľber hinaus auch noch aus, also entschieden wir uns auf der A4 so dahinzuckelnd f√ľr das „Meyer’s Diner“ in Chemnitz. Dort waren wir schon ewig nicht mehr … es hei√üt jetzt sogar schon seit einem Jahr „50’s Ville Diner“ …

… aber die Speisekarte ist immer noch so genial wie damals und man kann / will sich gar nicht entscheiden:

Doch auch hier war das Fr√ľhst√ľck bereits seit 11:00 nicht mehr verf√ľgbar, also mussten wir uns anders behelfen … wir waren schlie√ülich noch auf n√ľchternem Magen hier. Als Fr√ľhst√ľcksersatz g√∂nnten wir uns neben Kaffeespezialit√§ten …

.. und Moustache-Pl√§tzchen …

… zwei Pancake-Varianten, die gl√ľcklicherweise rund um die Uhr verf√ľgbar sind:

Megalecker!!! Links die Version „Yummy Strawberry Cheesecake“ und rechts „Cinnamon Roll“.

Wir teilten die beiden Teller redlich …

… sodass noch gen√ľgend Platz f√ľr das Mittagessen blieb. Stephanie und ich bestellten uns eine gemischte Platte mit Zwiebelringen, Corn Dogs, H√§hnchenfl√ľgel, S√ľ√ükartoffelpommes, Corn on the Cob und eine Extraportion Mac’n’Cheese, w√§hrend Carsten f√ľr sich ein Steak und Knoblauchbrot orderte:

Vor allem aber freute sich Stephanie √ľber ihren geliebten Mais:

Und sie schlug sich beim Abknabbern ihres Corn on the Cob richtig richtig gut:

Linki zeigte vollen Einsatz und auch hier war die ganze Zeit kein Schlabberlatz Kleidungsschutz notwendig.

R  E  S  P  E  K  T  !  !  !

Die R√ľckfahrt in den Norden zog sich dann leider etwas in die L√§nge, da die A39 pl√∂tzlich in Wolfsburg aufh√∂rt und erst wieder in L√ľneburg bis nach Hamburg weiterf√ľhrt. Aufgrund der ganzen Landstra√üen und Ortsdurchfahrten kamen wir ungl√ľcklicherweise 30 min sp√§ter als erlaubt im Pflegezentrum an, aber weder uns noch dem Kind hat man daf√ľr den Kopf abgerissen    zwinker

Stephanie lag um 20:00 in ihrem und wir Erwachsene erst ca. drei Stunden sp√§ter in unserem Wentorfer Bettchen. Die Fahrt √ľber Hamburg (derzeit ist die k√ľrzeste Verbindung nicht m√∂glich, da die Elbe-Br√ľcke in Geesthacht gesperrt ist und somit ein 30 km-Umweg √ľber Lauenburg oder eben die A7 bis Hamburg bew√§ltigt werden muss) dauerte ein wenig l√§nger und zuhause haben wir noch vollst√§ndig ausgepackt, alles f√ľr den morgigen Arbeitstag vorbereitet und schon mal das Sportzimmer f√ľr unser Morgenprogramm hergerichtet.

Bleibt jetzt nur noch, dass Fazit unseres Reisetests zu ziehen … ich hatte es oben ja schon einmal vorweggenommen: dies wird mit Sicherheit nicht unsere letzte gemeinsame Reise mit Stephanie gewesen sein und vielleicht ist bald eventuell auch mal ein l√§ngerer Urlaub drin (daf√ľr muss aber erst noch die Medikamentenversorgung gekl√§rt werden!). Klar, manches war auf diesem Trip auch f√ľr uns ungewohnt und umst√§ndlicher, als wir es aus den heimischen vier W√§nden kennen, aber am Ende war alles total machbar. Stephanie ist sowieso immer wieder eine sehr sehr gro√üe Hilfe, wenn es ums Waschen und Anziehen geht, und auch sie hatte anfangs mit den anderen Umst√§nden ihre liebe Not. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier    zwinker

Wir sind stolz auf uns, dass wir das alles geschafft haben!

Wir sind stolz auf das Kind, dass sie so bereitwillig mitmacht und trotzdem ihre helle Freude dran hat!

Und wir sind stolz auf unsere ehemaligen Wegbegleiter, die trotz des kurzfristigen Aufrufs dennoch am Samstag zu uns gefunden haben!

Aber auch die, die nicht kommen konnten, jedoch hier immer flei√üig mitlesen, brauchen nicht traurig sein … wir sind ebenfalls stolz auf euch, dass ihr Stephanies Weg zur Genesung so toll und unterst√ľtzend mitverfolgt. F√ľr uns und Stephanie bedeutet das echt sehr viel.

Tschakka, wir schaffen das!!!



2021 28.
Dez

Stephanie ist jetzt die erste Woche am St√ľck bei uns in der Residencia OLCA und die Zeit vergeht wie im Flug. Wir machen so viele Dinge, aber g√∂nnen uns auch ganz viele Auszeiten auf der Couch vor dem Fernseher oder irgendwo anders in der Wohnung.

Als wir unser Kind am Mittwoch im Pflegezentrum abgeholt haben, bekam sie wahrscheinlich gleich ihren ersten Overkill der Sinne, denn im extrem gro√üen Kaufland war sie von den unz√§hligen Eindr√ľcken schier erschlagen – zudem hatten wir leider ganz vergessen, dass schon jetzt f√ľr die Weihnachtszeit mit vollem K√∂rpereinsatz gek√§mpft wurde und nun alle f√ľr ihre Hamsterk√§ufe an die Front st√ľrmten. Soooo viele leere Regale haben wir hier echt schon lange nicht mehr gesehen!

Aber Stephanie war trotz des Trubels und Gewusels sehr zufrieden und hatte sogar ihren Spa√ü, sodass wir dar√ľber nachdenken, demn√§chst wahrscheinlich jeden Freitag mit ihr dort einkaufen zu gehen, wenn wir sie aus L√ľneburg ins Wochenende holen. Mal sehen …

Wir haben jedenfalls seit ihrer Ankunft schon gebastelt …

… gesonnt …

… getippt …

… und ein klein-wenig Heiligabend gefeiert:

Unser „richtiges“ Familienweihnachten wird morgen nachgeholt, weil auch Andrea und Karl am sp√§ten Nachmittag bei uns eintrudeln werden. Erst dann gibt es auch den gro√üen Schwung an Geschenken und das OLCA-typische, mehrst√ľndige Auspacken jener    standard

An den „offiziellen“ Weihnachtsfeiertagen haben wir auch trotz eisiger K√§lte [Beweisfoto 1] …

… [Beweisfoto 2] …

… [hier mal ein Hineinzoomen] …

… den Gang nach drau√üen gewagt und sind in der Umgebung spazieren gegangen bzw. gefahren:

„Wo ist denn blo√ü der verflixte Mundschutz, wenn man ihn mal wirklich braucht???“

Daf√ľr bzw. gegen die eisigen Temperaturen wurde dann auch so manche Actioneinlage im Wentorfer Skaterpark eingelegt:

Doch nach ca. 1 Stunde und einem mehr oder weniger gelungenen Selfie …

… waren wir alle sehr froh, dass wir wieder zuhause und im Warmen waren:

Was fehlt jetzt noch f√ľr meine typische Blogberichterstattung? Richtig, das Essen    zwinker

Keine Angst, ich z√§hle nun nicht stumpf alle bisherigen Speisen auf, sondern kombiniere es mal mit dem Experiment der Woche: Stephanie auf einem Stuhl sitzen lassen. Angefangen haben wir mit 30-min√ľtigen Filmchen im hauseigenen OLCA-Kinosaal:

Und weil schon das so gut geklappt hat, wurde es mal auf die Zeit des Essens am Tisch ausgeweitet – beim ersten Versuch mit gef√ľllten Paprikas …

… beim zweiten Mal mit Pelmeni und Smetana:

OK, ihre Haltungsnote verdient zwar sicherlich noch keinen Spitzenplatz, aber daf√ľr sind unsere Sonnenauf- und Sonnenunterg√§nge hier oben im Norden einfach einsame Klasse – bitte achtet doch noch mal etwas genauer auf das Fenster im Hintergrund des ersten Fotos. Also ich bin total in dieses Naturschauspiel verliebt!!!

So, das war mein kleiner Galopp durch unsere gemeinsame Woche zu dritt, beim n√§chsten Mal folgt die Zusammenfassung mit f√ľnf OLCAs, da Andrea und Karl mittlerweile gesund und munter bei uns in Wentorf eingetroffen sind. Es wir also derzeit definitiv nicht langweilig in der Residencia OLCA …



2019 14.
Jul

In meinem Leben passieren mal wieder jede Menge interessanter Dinge, die mir in dem derzeit recht anstrengendem Arbeitsalltag (aufgrund Urlaubsvertretung) immer wieder Aufwind geben.

Als erstes m√∂chte ich nat√ľrlich davon berichten, was mich √ľberhaupt auf diesen etwas ungew√∂hnlichen Vergleich gebracht hat. Wie letztes Jahr wurde vom Sportstudio unseres Arbeitgebers auch in diesem Sommer als Spezialevent Fl√ľge mit einem Segelflieger angeboten. Zwar ohne Carsten, aber daf√ľr mit meiner besten Freundin Anna, war ich deshalb erneut mal wieder auf dem Flugplatz des Fliegerclubs in Bronkow … da kannte ich mich also inzwischen schon ein wenig aus.

Anna wollte es diesmal eben auch ausprobieren und zum Gl√ľck hatte sie vorher Geburtstag und somit fiel meine Entscheidung f√ľr ein geeignetes Geschenk sehr schnell: ein Gutschein f√ľr zwei Fl√ľge    zwinker
So wie es aussieht, ist sie jetzt wohl ebenfalls (wie wir) auf den Geschmack gekommen    standard

Ich bin nat√ľrlich auch zweimal mit einem erfahrenen Piloten geflogen. Beim ersten Mal hatten wir sehr viel Gl√ľck mit der Thermik und konnten kreisend immer mehr an H√∂he gewinnen, beim zweiten Flug hat das leider nicht mehr so geklappt, weshalb es nur eine schnelle Nummer wurde – aber sch√∂n war es trotzdem! Die Jungs des Fliegervereins k√ľmmern sich au√üerdem immer √§u√üerst r√ľhrend um ihre Flugg√§ste! Nur das Catering an Bord l√§√üt bedauerlich sehr zu w√ľnschen √ľbrig    lachen

Im Gegenzug k√ľmmerten Anna und ich uns dann freiwillig und mit viel Herz um Max … ein schwarzer Hund, den der Pilot Manfred mit zum Flugplatz gebracht hat:

Es war aber auch ein so lieber, der Max … Manfred nat√ľrlich auch    standard

Wir hatten jedenfalls alle einen sehr tollen Freitagnachmittag und damit einen absolut hervorragenden Start ins Wochenende. Und dieses hatte f√ľr mich noch weitere Highlights im Angebot.

Zum einen konnte ich zwei ganz bezaubernde Models fotografieren, die ein gro√ües Faible f√ľrs Mittelalter haben – zumindest in Bezug auf die Kleidung. Ich pr√§sentiere euch an dieser Stelle „Schneewei√üchen und Rosenrot“ a.k.a. Romy und Julia:

Es sind sehr viele sch√∂ne und lebendige Bilder entstanden. Vielleicht komme ich irgendwann mal zeitlich dazu, hier in meinem Blog in altbekannter Manier eine Geschichte damit zu „basteln“    zwinker
Romy ist allerdings nicht nur vom Mittelalter angetan, sondern hat au√üerdem noch eine Vorliebe f√ľr das Universum der Elfen, was man auf diesem Bild sicherlich unschwer erkennen kann:

An dem Wochenende konnten Carsten und ich zudem noch unser Interessen in Bezug auf Dresdner Geschichten auf einen weiteren bislang unbekannten Bereich richten: bei der Igeltour „Dresdens zweite Gartenstadt – die Eigenheimsiedlung in Briesnitz“ . Daf√ľr mussten wir nur ganz in die N√§he unseres ehemaligen Wohnsitzes fahren und konnten dort beim Gang durch die Strassen am Rande des Zschonergrundes in die liebevoll erz√§hlten Geschichten aus den vergangenen Jahrhunderten eintauchen.

Am Ende dieser Tour haben wir noch einen kleinen Abstecher zur ehemaligen Grundschule unserer Kinder gemacht, da diese quasi auf dem R√ľckweg lag. Wir waren beide sehr √ľberrascht, wie pr√§chtig sich die 2006 eigenh√§ndig von uns als Abschlussgeschenk gepflanzte H√§ngebirke inzwischen entwickelt hat:

Hier ist das Vergleichsbild – so sah das Birkchen aus, als es in die karge und steinige Erde am Rande des Schulhofs eingebuddelt wurde:

Was die vergangenen 13 Jahre doch ausmachen, nicht wahr?

Am Montag haben Carsten und ich dann relativ spontan beschlossen, abends mal wieder ins Kino zu gehen.

Wir sahen vor einiger Zeit den Trailer zur Doku „Unsere gro√üe kleine Farm“ und diese Vorschau hat uns so neugierig auf den Film gemacht, dass wir gleich die M√∂glichkeit der Preview genutzt haben – seit dem 11. Juli (Donnerstag) kann man ihn dann ganz regul√§r im Kino sehen … sehr wahrscheinlich aber auch nur in ausgew√§hlten Programmkinos.

Wir k√∂nnen ihn wirklich sehr empfehlen, denn die darin agierenden Leute, die aus einem unwirtlichen, ausgebeuteten und vernachl√§ssigten St√ľck Land bei Los Angeles im Einklang mit den Gesetzen der Natur ein gr√ľnes und bl√ľhendes Paradies erschaffen haben, erz√§hlen ihre Geschichte so pers√∂nlich, dass es einen einfach nur ber√ľhren kann. Und die Tiere, welche in diesem Film definitiv den gr√∂√üten Platz einnehmen, sind einfach nur goldig – wenn auch nicht immer artig    zwinker

Mit meinen Arbeitskolleginnen aus den Patientenaufnahmen habe ich dann am Donnerstag einen sehr sch√∂nen Abend im Biergarten „Paul Rackwitz“ verbracht, denn im Alltagsgeschehen kommt man ja eher selten dazu, ausgiebig (√ľber private Dinge) zu schwatzen.

Wir verstehen uns alle recht gut und da war ein entspannter Abend zum Schnattern bei einem Bierchen bzw. Weinchen ein sch√∂ner Ausklang nach getaner Arbeit. Ich bin an dieser Stelle den Mitarbeitern des Biergartens zudem sehr dankbar, dass sie nach nur einer kurzen Reservierung per Email am Vormittag extra f√ľr uns zw√∂lf Personen eine gro√üe Tafel vorbereitet haben, die wir dann um 18 Uhr ganz f√ľr uns alleine hatten. In einem Biergarten eher selten, oder nicht?

Dieses Wochenende war wieder nahezu ein sehr ruhiges, denn wir mussten nicht gro√ü raus oder waren zeitlich an irgendetwas gebunden. Carsten hat zwar seinem Arbeitskollegen versprochen, sich von Freitag bis Montag um dessen Stubentiger zu k√ľmmern …

… aber die jeweils kleinen, ca. 10 min langen Spazierg√§nge schoben wir irgendwann mal nachmittags zwischen das allgemein recht gro√üe Faulenzen. War aber auch kein gro√üer Akt, denn wir √ľbernahmen schon ab und zu mal diesen Dosen√∂ffnerdienst, nur bei den vorherigen F√ľtterungsbesuchen hat sich die Katze immer nur in einer gesch√ľtzten Ecke hinter der Couch im Wohnzimmer versteckt. Erstaunlicherweise blieb sie jetzt trotz unserer Anwesenheit doch mal auf ihrem Beobachtungsposten:

Man beachte ihre Schwanzposition    zwinker    wir haben uns auf jeden Fall dar√ľber gefreut, dass sie jetzt nicht mehr so ver√§ngstigt ist. Allerdings konnten wir des Halters Wunsch nicht nachkommen, dem Tier auch noch eine Tablette zu verabreichen, denn so nah lie√ü sie uns dann doch nicht an sich heran. Wir haben es beim ersten Besuch kurz versucht, aber ihre Z√§hne und Krallen sind nicht zu verachten …

Was vergessen? Ach ja, wir bekamen auch mal wieder f√ľr ein paar Tage Besuch von Stephanie. Diesmal hatte sie allerdings im Vorfeld ihres Dresdenbesuchs ziemlich viele Verabredungen mit ihren Freunden ausgemacht und daher haben wir nicht so oft zusammenhocken k√∂nnen. Aber das holen wir dann w√§hrend unseres vierw√∂chigen Urlaubs in Kanada nach … in etwas mehr als eine Monat ist es n√§mlich endlich soweit und wir werden mit ihr 30 Tage in einem Wohnwagen irgendwo zwischen Vancouver und Calgary verbringen.



2017 26.
Nov

Heute ist ein ganz besonderer Tag f√ľr mich. Es ist der einzige Tag im Jahr, an welchem ich das absolute Recht habe, mir diese Krone aufzusetzen    standard

Da Andrea sich zum Kaffeetrinken angek√ľndigt hat, gab es bei uns eine besondere Torte, welche traditionell bei den OLCAs schon seit fast 20 Jahren zu Geburtstagen gekauft wird: Benjamin-Bl√ľmchen-Torte. Diesmal durfte ich die Elefantenfigur behalten – Geburtstagskind zu sein hat eben auch gewisse Vorteile    zwinker

Dieses Jahr habe ich keine gro√üe Feier gemacht, da mein Geburtstag auf den Toten-, oder wie ich heute bei einem Radiosender geh√∂rt habe, Ewigkeitssonntag gefallen ist. Aber es ist auch sch√∂n, wenn man mit guten Freunden in seinen Geburtstag von gestern auf heute reinfeiern kann – so geschehen gestern mit Kathrin und Axel,  nachdem wir neben Quatschen und leckerem Essen auch noch einen „Fotovortrag“ √ľber unsere USA-Reise aus dem Sommer zum Besten geben konnten.

Heute haben mir aber sogleich ganz viele Leute telefonisch, per Email und SMS gratuliert und sogar der Briefkasten hatte die noch am Samstag zugestellte Geburtstagspost parat. Ich f√ľhle mich auch ohne gro√üe Feierlichkeiten gl√ľcklich!

Wie gesagt, erst kam zum Mittag Andrea vorbei und auch Anna hatte mal kurz Zeit f√ľr Tee und Leckerlis sowie nat√ľrlich auch, um pers√∂nlich zu gratulieren. Aus dem „ich schau nur mal kurz vorbei“ wurden am Ende √ľber 2 Stunden, aber beim Quatschen und Lachen vergeht die Zeit wie im Fluge … egal ob mit 46 oder 47 Lenzen auf dem Buckel    zwinker

Am Ende meines 46. Lebensjahres habe ich gestern eine Art „Midlife-Crisis light“ durchlebt und wenn sich Carstens scherzhafte Bemerkung bewahrheiten sollte, d√ľrfte ich somit √ľber 90 Jahre alt werden, denn 46 Jahre * 2 = 92 Jahre   zwinker
Warum kleine Kriese? Diesmal hat mich der Novemberblues irgendwie besonders stark in seinen Bann gezogen und ich k√∂nnte echt immer und √ľberall nur noch schlafen, denn gef√ľhlt war es drau√üen durchg√§ngig grau, dunkel und ungem√ľtlich. Aber zum Gl√ľck hatte ich auch jede Menge Highlights – insbesondere mit Freunden und Bekannten. Bei solchen grauen Tagen sind die Zeiten mit lieben Menschen einfach unbezahlbar und au√üerdem ist es √§u√üerst gem√ľtlich, wenn man beim Kerzenlicht und Weinchen (oder anderen Getr√§nken) zusammensitzt und kl√∂nt –> ob mit Klaudia & Uli am Samstag (18.11.), mit Anna & Julia am Dienstag (21.11.) oder eben gestern mit Kathrin & Axel – es ist einfach immer wieder sch√∂n, dass man ganz entspannt mit jemandem √ľber Gott und die Welt reden kann!

Und ein weiteres November-Highlight m√∂chte (und kann ich!) euch nicht vorenthalten: Carsten und ich waren am vergangenen Sonntag in der Preview von „Paddington 2

Der erste Teil kam vor 3 Jahren in die Kinos und schon damals habe ich mich in diesen wunderbar und liebevoll animierten Realfilmb√§ren verliebt. Die zweite abendf√ľllende Geschichte ist ebenso gut gelungen und absolut zum Liebhaben! Der Film ist lustig und ein bisschen traurig, spannend und r√ľhrend zugleich – einfach sehr zu empfehlen! Und das sage ich nicht nur, weil ich so b√§renverr√ľckt bin    ;)

Heute ist der letzte Sonntag im November, der n√§chste wird bereits der 1. Advent sein. Ich freue mich schon auf die vielen Lichter in den Fenster der H√§user, auf die weihnachtliche Deko in den Stra√üenz√ľgen, auf die sch√∂nen Dresdner Weihnachtsm√§rkte (habe bereits etliche Verabredungen im Kalender stehen) und einfach darauf, dass bereits in weniger als einem Monat die Wintersonnenwende stattfindet und ab da dann auch die Tage wieder l√§nger und heller werden.

Und heute noch? Heute g√∂nne ich mir zu meiner eigenen Feier des Tages wahrscheinlich noch ein Sektchen    zwinker    trinkt ihr auch ein Gl√§schen mit mit bzw. auf mich?



2017 10.
Sep

Erneut liegt eine sehr intensive und ereignisreiche Woche hinter mir – sowohl auf Arbeit als auch im privaten Umfeld.

Mein Lieblingskollege durfte auf eine l√§ngere Dienstreise gehen und ich mutierte zur H√ľterin und Verteidigerin unseres B√ľros    lachen    … ich wei√ü nicht, wie das immer wieder passiert, aber jedes Mal wenn ich allein im B√ľro bleibe, dann kommen unz√§hlige Anfragen aus aller Herren L√§nder, die nat√ľrlich alle superdringend sind. Das muss man nat√ľrlich durch t√§gliches, telefonisches Nachfragen immer wieder betonen. Und auch pers√∂nliche Patientenbesuche direkt im B√ľro nehmen in solchen Zeiten rapide zu. Aber all das geh√∂rt nun mal zu meinem Job und so hei√üt es f√ľr mich, stets gem√§√ü dem Spruch der Pinguine aus „Madagascar“ zu agieren: „L√§cheln und Winken“    standard

Die Woche hatte selbstverst√§ndlich auch jede Menge richtig tolle Sachen zu bieten, denn ich kann stolz verk√ľnden, dass Carsten und ich uns inzwischen f√ľr ein neues Auto entschieden haben. Und zwar so fest, dass wir bereits am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Kaufvertrag unterschreiben konnten. Wenn jetzt alles nach Plan geht, dann haben wir in ca. drei Wochen die Z√ľndschl√ľssel eines Suzuki Vitara 1.6 Allgrip M/T Limited mit Panoramaschiebedach in der Hand – und das sogar mit meinem alten KIA-Kennzeichen von 2011 bis 2014. Auch wenn die Kinder nicht mehr zu Hause wohnen, wird es ein etwas gr√∂√üeres Auto f√ľr uns zwei, denn man nimmt hin und wieder ja gerne auch mal Freunde oder Bekannte mit. Unser SMART Baujahr 2004 wird trotz seines Alters nicht in Zahlung gegeben, sondern als Zweitwagen und OLCA-Spa√ümobil weiterhin an unserer Seite bleiben, bis dass der T√úV uns scheidet.

Nach diesem Geldausgeben g√∂nnten wir uns noch ein wenig Kultur und besuchten eine Ausstellung, welche noch bis zum 14. September im Bahnhof Dresden-Neustadt zu besichtigen ist. Sie hei√üt „Faces behind the Voices“ und ist vom Berliner Fotografen Marco Justus Sch√∂ler ins Leben gerufen worden. Er hat zur Abwechslung mal die Leute fotografiert, welche fremdsprachige Filme synchronisieren und dadurch normalerweise nicht f√ľr den Zuschauer sichtbar sind – somit kennt man die Stimmen zwar aus dem Effeff, aber erkennen w√ľrde man die sprechende Person auf der Stra√üe nicht. Da Carsten und ich sehr gern Filme sehen, fanden wir es ganz spannend, bei dieser multimedialen Ausstellung die individuellen Vorstellungen dieser insgesamt 30 Personen per Kopfh√∂rer anzuh√∂ren und schon dabei versuchen zu erraten, woher wir diese Stimmen kennen. Bei manchen war es relativ einfach, bei anderen wiederum hatten wir bis zur Aufl√∂sung nur eine ganz leise Ahnung, wer es denn sein k√∂nnte. Und wenn der Sprecher mal Namen aufz√§hlte, die auf Anhieb keinem Gesicht zugeordnet werden konnten, so hatte man am Ende auf Knopfdruck noch kleine Bilder des jeweiligen Schauspielers auf einem Tablet angezeigt bekommen. Hier sieht man zum Beispiel das ber√ľhmte Gespann aus der Action-Filmreihe „Fast & Furios“: Martin Kessler ist die deutsche Stimme von Vin Diesel und David Nathan war die von Paul Walker

Wir hatten ganz viel Spa√ü dabei und eine Stunde bis 90 Minuten (so genau wissen wir das nicht einmal) vergingen beim Anh√∂ren, Raten und Bildbetrachten unglaublich schnell    standard

Der Mittwochnachmittag war bei mir schon vor ganz langer Zeit verplant worden. Anna hat mir letztes Jahr zum Geburtstag einen Gutschein von einer Schmuckwerkstatt namens Perlaffaire geschenkt und nun war es an der Zeit, diesen einzul√∂sen. Susanne hatte an diesem Tag ebenfalls noch freie Kapazit√§ten und kam kurzentschlossen zu unseren Bastelrunde noch dazu. Die Auswahl an Perlen ist dort echt √ľberw√§ltigend! Sich auf eine Auswahl f√ľr die eigene Kette zu konzentrieren fiel mir da genauso wie meiner Begleitung unglaublich schwer. Nachdem wir aber jeweils die ersten Perlen gefunden und auf einer Schablone aufgereiht haben, konnten wir uns in unseren Bastelraum zur√ľckziehen und bei einem (mitgebrachten) Weinchen die bunten Fundst√ľcke arrangieren und auff√§deln. Danach haben wir so richtig Blut geleckt, sodass sich Anna sogar noch an Ringen und Ohrringen ausprobiert hat und ich am Ende drei identische Ketten f√ľr uns alle machte, weil mein Entwurf den M√§dels so gut gefallen hat    standard

√úbrigens, diese Legebretter, die man auf dem Foto sieht, sind eine ganz gro√üe Hilfe beim Zusammensuchen der Perlen f√ľr das k√ľnftige Unikat mit pers√∂nlicher Note, denn damit kann man sie von Anfang an in die richtige Position bringen und nach Lust und Laune noch austauschen, bevor man mit dem eigentlichen Auff√§deln anf√§ngt. Der Bastelladen ist alles in allem sehr gem√ľtlich, die Ladeninhaberin ist eine supernette, sehr hilfsbereite und dabei dennoch nicht aufdringliche Person. F√ľr uns M√§dchen – egal in jedem Alter – ist diese Schmuckwerkstatt ein wahrer Paradies    :)
Nach dem Basteln sind Susanne und ich noch zum Sushi essen in die Altstadt gefahren. Anna musste leider absagen, denn sie war leider in fordernder Begleitung: Leon, ihr vierbeiniger Begleiter, hat unsere Bastelorgie zwar noch ganz geduldig abgewartet, aber danach wollte er noch seine Runde an der Elbe drehen und anschlie√üend nach Hause auf seinen Schlafplatz gehen. Zum Essen kam deshalb noch mein Mann dazu und so haben wir ganz w√ľrdig das Bergfest der Woche mit japanischen Delikatessen an der Frauenkirche im Restaurant Tamakuchi gefeiert.

Am Donnerstag hatte ich meinen pers√∂nlichen Schulanfang: das n√§chste VHS-Herbstsemester ging f√ľr meine Sch√ľler und mich nun wieder los. √úberraschenderweise haben sich zu „meinen“ Teilnehmern aus dem vorherigen Halbjahr noch ein paar Neue dazugesellt, also werde ich an den Tagen, an denen alle vollz√§hlig im Klassenraum erscheinen, vor insgesamt 12 Russischinteressierten unterrichten d√ľrfen … und das im 3. Semester! Ich bin erstaunt (normalerweise waren wir dann nur noch zu sechst oder acht) und freue mich sehr √ľber diese indirekte W√ľrdigung. Mein Plan ist es nun, bis Weihnachten das Lehrbuch komplett zu beenden – also genau das letzte Drittel. Ich bin gespannt, wie leicht oder wie schwer sich das Vorhaben umsetzen l√§sst    zwinker

Am Freitagnachmittag lief alles wie gewohnt: Nach der Arbeit D√∂ner essen und einkaufen gehen. Nur ein Punkt der Planung hat leider nicht geklappt, denn Andrea wollte urspr√ľnglich gegen 18 Uhr zu uns sto√üen, musste aber absagen, da es ihr nicht so gut ging. Zum Gl√ľck f√ľhlte sie sich am Samstagvormittag wieder wohl und kam ins Apartamento OLCA. Wir hatten somit gestern und heute ganz viel Zeit zum Quatschen, Bilder gucken, zusammen Kochen und Abwaschen zu dritt    lachen
Ich habe mich au√üerdem schon vor l√§ngerer Zeit als Versuchskaninchen f√ľr ein Interview mit Andrea √ľber meine pers√∂nliche Intergrationsgeschichte angeboten – selbst daf√ľr hatten wir genug Zeit    :)
Im Gegenzug musste mein Kind als Model f√ľr mein September-Fotoprojekt „K√∂rpersprache“ herhalten. Das hat sie wirklich sehr gut und mit vollstem K√∂rpereinsatz gemacht    verliebt    hier schon ein kleiner Spoiler    zwinker

Sie ist inzwischen wieder bei sich in Chemnitz und ich bereite mich den Restsonntag schon mal mental auf die kommende Woche vor, denn auch in den n√§chsten Tagen sind einige interessante Treffen und Unternehmungen eingeplant. Und au√üerdem soll der Lieblingskollege ab Donnerstag wieder auf Arbeit sein und somit mehr Ruhe einkehren. Es wird also bestimmt wieder eine im positiven Sinne spannende Woche    zwinker



2016 17.
Jul

Die letzte Woche war erneut mit vielen sch√∂nen Treffen ausgef√ľllt. Gleich am Montag war¬†ich um 18 Uhr¬†mit Natalia und ihrem Sohn Gleb zum Quatschen im „El Horst“ verabredet, denn aus meiner Sicht ist dieser beschauliche Biergarten in Mitten einer Kleingartensparte wirklich super f√ľr solche¬†Begegnungen geeignet … er liegt f√ľr uns zudem fu√ül√§ufig ganz in der N√§he und man kann sich¬†dort stundenlang ungest√∂rt und ohne Trubel unterhalten.
Ich habe die beiden Besucher aus Russland auf meiner Arbeit kennengelernt, weil das Kind bei uns behandelt wird, und auf Anhieb stimmte die Chemie zwischen uns. Wir hatten an jenem Abend beim Schnattern √ľber Gott und die Welt in unserer Muttersprache sehr¬†viel Spa√ü und verabschiedeten uns auch erst, als der Biergarten um¬†23 Uhr langsam seinen Betrieb einstellte.

Am Dienstagabend waren Carsten und ich bei Dana zum gemeinsamen Kochen nach Radebeul eingeladen. Sie kocht n√§mlich f√ľr ihr Leben gern und weil sie gleichzeitig auch Fitnesstrainerin ist, landen auf ihrem Teller eben verst√§rkt solche Sachen, welche man in Kochb√ľchern unter der Rubrik „Bewusste Ern√§hrung“ findet. Dass aber solches Essen nicht immer fad und farblos sein muss, davon haben wir uns sehr schnell √ľberzeugen lassen ¬† ¬†standard
Sie kreierte uns als Vorspeise einen Melonen-Feta-Salat mit Chilisosse und packte dazu gef√ľllte Zucchinir√∂llchen sowie die Eigencreation „Knusperchampignons“:

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Als Nachspeise gab es weiße Mousse au Chocolat und Baileyscreme:

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F√ľr den Hauptgang war allerdings ich zust√§ndig und deshalb gab es etwas aus meiner Heimat: Buchweizen mit Fleisch und Gem√ľse nach diesem russischen Rezept. Da ich das bereits schon einige Male gekocht habe, dachte ich am Ende leider gar nicht daran, ein Foto davon zu machen¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†aber es sah so √§hnlich aus wie auf der verlinkten Seite¬†¬†¬† zwinker

Am Mittwoch landete erneut Gesundes auf meinem Teller, denn unsere Abteilung war nach dem Arbeitstag zu einem kleinen Gesch√§ftsessen im vegetarischen Restaurant „Brennnessel“ verabredet. Wer einmal in der Dresdner Innenstadt einen fleisch- und fischlosen Tag einlegen und trotzdem lecker essen gehen m√∂chte, der wird sich dort sicherlich sehr wohl f√ľhlen. Das Essen wird frisch zubereitet, die Speisekarte wird immer wieder alle drei Monate dem Obst- und Gem√ľseangebot entsprechend angepasst, die Portionen sind √ľppig und die Bedienung nett und nicht aufdringlich. Da das Wetter unbest√§ndig war, blieben wir drinnen sitzen, aber der gem√ľtliche Innenhof h√§tte mir an einem sonnigen Tag sicherlich auch ganz gut gefallen ¬†¬† standard

Donnerstag war bei mir ein Filmtag. Schon seit Langem wollte ich einen russischen Streifen¬†aus der neuen Zeit, er ist aus 2008, ansehen: –°—ā–ł–Ľ—Ź–≥–ł (Stilyagi) … in englischsprachigen L√§ndern ist er besser als Hipsters bekannt und er gilt als einer der besten Werke des modernen russischen Kinos. Wie es nun mal so ist, habe ich aber nie wirklich Zeit gefunden, ihn mir anzusehen. Zum Gl√ľck habe ich aber ein Kind, welches Russisch studiert und diesen Film einst¬†sogar in einem Seminar behandelte. Sie war schon damals sehr davon angetan und nun kam sie extra zu mir, damit wir ihn uns zusammen anschauen k√∂nnen ¬† ¬†verliebt
Ich schließe mich nun, nachdem ich ihn gesehen habe, der allgemeinen Meinung, dass dieser Streifen gut ist, auf jeden Fall an    standard

F√ľrs Wochenende hatte sich bei uns ein CouchSurferp√§rchen aus Indonesien (sie) und Pakistan (er) angemeldet und so haben wir am Freitag zu¬†unserem¬†traditionellen Kaufland-Wochen(end)einkauf die¬†Essensvorr√§te noch etwas umfangreicher als sonst aufgef√ľllt. Wir freuten uns schon sehr auf diesen Besuch, denn neben dem geplanten gemeinsamen Kochen (vegetarisch/halal/koscher) hatten wir so einige Fragen bzgl. ihrer L√§nder und Religion auf dem Herzen. Leider mussten sie uns aber kurzfristig am Samstagmorgen absagen, weil es dem M√§dchen schon in Prag, der Stadt, aus der sie zu uns mit dem Fernbus anreisen wollten, nicht sonderlich gut ging und vorzeitig nach Hause abreisen musste. Carsten und ich¬†hatten also¬†ganz pl√∂tzlich¬†jede Menge¬†unverplante Zeit zur Verf√ľgung …

Ergo¬†nutzten wir diese, um so manche Dinge der To-Do-Liste mit einem „leckeren Abend“ zu kombinieren. Wir fuhren am Nachmittag in die¬†Dresdner¬†Innenstadt, um mir¬†eine¬†Schnorchelausr√ľstung (Brille, Schnorchel & Flossen) f√ľr den baldigen Sommerurlaub¬†zu kaufen.¬†Danach kehrten¬†wir im Restaurant „Wohnstube“ im Swiss Hotel ein, um¬†in den Genuss eines¬†S√§chsisch-Schweizerischen Abendbuffets¬†zu kommen. Dadurch, dass wir seit Jahren eine Dresden-for-Friends-Karte¬†haben,¬†zahlten wir f√ľr das gute¬†Essen¬†zu Zweit nur die H√§lfte ¬† ¬†standard ¬† ¬†und probierten uns durch die lange Tafel an Vorspeisen, warmen Hauptg√§ngen, Salaten und vielf√§ltigen Nachspeisen. Zum herrlichen Abschluss setzen wir uns noch 30 Minuten zum Quatschen mit unseren Getr√§nken in den Innenhof und anschlie√üend rollten wir auf indirektem Weg durch die Stra√üen zum Altmarkt. Bei unseren Abstechern zur Br√ľhlschen Terrasse¬†und zum Neumarkt,¬†lauschten wir noch ein wenig den Kl√§ngen der Musik von K.I.Z., die gerade ein Konzert bei¬†den Filmn√§chten gaben, und Ludovico Einaudi, gespielt von einem Fl√ľgelspieler auf dem Platz vor der Frauenkirche. Wir genossen diesen sch√∂nen Sommerabend in vollen Z√ľgen!

Und heute, ja heute wollten wir urspr√ľnglich aufgrund des freigewordenen Wochenendes einen Ganztagsausflug unternehmen, aber die Wettervorhersage fiel f√ľr alle von uns angepeilten Ziele sehr ung√ľnstig aus … deshalb gibt es¬†eben einen v√∂llig entspannenden Sonntag im Apartamento¬†OLCA.

Ich hoffe, auch ihr könnt trotz der aktuell herrschenden Wetterkapriolen den Sommer und die Freizeit genau so gut genießen wie wir    verliebt



2015 24.
Nov

Die vergangene Woche hatte immer wieder einige sch√∂ne Momente f√ľr mich parat.

Der Mittwoch war in Sachsen frei, weil wir immer noch den Bu√ü- und Bettag haben, wof√ľr wir als Arbeitnehmer nat√ľrlich blechen d√ľrfen. Aber so ein freier Tag im November, welchen¬†Carsten und ich zum Lesen, Kochen¬†und „Rocky“-Filme gucken genutzt haben, ist eigentlich schon eine √§u√üerst sch√∂ne Unterbrechung der Arbeitswoche ¬† ¬†zwinker

Am Donnerstagabend hatten wir zwei Besucher in unserer Wohnung, auf die wir uns immer freuen:¬†Anna kam nach einem Spaziergang mit dem Hund vorbei. Leon war platt und beanspruchte f√ľr sich recht schnell einen Platz auf dem Teppich vor der Couch. Diese¬†als solche¬†geh√∂rte aber ganz alleine Anna und mir, denn da Carsten wusste was wir vorhatten, fl√ľchtete er vorsichtshalber ins andere Zimmer. Ich habe w√§hrend unserer Ukrainereise auf einem Markt ein paar CDs mit Liedern aus den 70ern, 80ern und 90ern mitgebracht. Wohl gemerkt, alle Lieder sind aus der guten, alten Sowjetzeit, aber zum Gl√ľck nicht allzu¬†arg patriotisch ¬† ¬†zwinker
F√ľr diese H√∂r- und Erinnerungsfreuden trafen¬†Anna und ich uns schon einmal, denn es ist sehr interessant, die Lieder anzuh√∂ren, zu erraten und die pers√∂nlichen¬†Erinnerungen, welche mit diesen Liedern verkn√ľpft sind, zu teilen – es macht uns¬†beiden enorm viel Spa√ü ¬† ¬†standard ¬† ¬†und nat√ľrlich haben wir bei etlichen selber mitgesungen … worauf Leon¬†nach¬†einer gewissen Zeit¬†seine m√ľden Glieder vom Teppich erhob und sich in Carstens N√§he schleppte, wo er weder die alten Musikschinken, noch unser fr√∂hliches Gebr√ľll anh√∂ren musste¬†¬†¬† standard
Die ersten 210 Lieder, welche dank MP3-Format alle auf eine CD passten, konnten wir inzwischen durchhören, aber wir haben noch eine weitere, allerdings mit nur 136 Liedern, da liegen    lachen

Am Feiertag und Wochenende tauchten Carsten und ich ebenfalls in die Nostalgie der 80er/90er ein, denn die DVD-Box „Rocky-Saga“¬†wartete eigentlich schon etwas l√§nger auf ein Ansehen. Ich wusste zwar im Gro√üen und Ganzen noch, um was es in den Filmen 1-4 ging, aber da ich sie zum letzten Mal vor √ľber 20 Jahren angesehen habe, konnte ich mich nicht wirklich an etwas erinnern. Nun bin ich wieder Up-to-Date bez√ľglich¬†Adrian (seine Frau), Apollo Creed (Gegner in 1 & 2, Trainer in 3), Clubber Lang (Mr.T als Gegner in Teil 3), Ivan Drago (Dolph Lundgren als b√∂ser, russischer Gegner in Teil 4), Tommy Gunn (Rockys Trainerdeb√ľt in Teil 5) und Mason ‚ÄěThe Line‚Äú Dixon (Rockys Computergegner in Teil 6) ¬† ¬†standard ¬† ¬†… darauf eine Rocky-Fanfare !!!

Zum „Ausgleich“ schauten wir uns am Sonntagabend einen etwas anspruchsvolleren Streifen auf DVD¬†an:¬†Die Frau in Gold. Wer sich f√ľr das Thema Kunstraub und im Allgemeinen die Verbindung zwischen unseren Zeiten und dem Zweiten Weltkrieg¬†interessiert, soll diesen Film nicht verpassen. Ich fand, er ist sehr gut gemacht und Helen Mirren halte ich¬†ohnehin f√ľr eine gro√üartige Schauspielerin.

Auch wenn es scheinen mag, wir haben allerdings nicht nur Filme geschaut. Am Sonntagvormittag bekamen¬†wir √ľberraschend eine spontane Einladung in die Com√∂die Dresden, wo am Nachmittag richtig „Hei√üe Zeiten“¬†erlebt werden konnten ¬† ¬†standard ¬† ¬†Gundel und Peter haben nach einem Geburtstagsgeschenk f√ľr mich gesucht und kamen auf die Idee, zu fragen, ob ich ein Problem damit h√§tte, mein Geschenk schon ein paar Tage vorher zu erhalten ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†… hatte ich nat√ľrlich nicht und so genossen wir zu viert eine lustige Vorstellung √ľber den Umgang mit und die √úberraschungen zu den Wechseljahren. Nun weiss mein Mann, worauf er sich bei mir √ľber kurz oder lang einstellen darf¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†Ich bin den beiden sooooo dankbar, dass sie diese geniale Idee hatten, mit uns spontan ins Theater zu gehen – es war ein toller Nachmittag!

Ansonsten haben Carsten und ich die letzten Tage etliche Spazierg√§nge unternommen, damit ich Bilder f√ľr mein Monatsprojekt „Fensterleben & ¬†-l√§den“ durch die Linse sammeln konnte. Bei unseren¬†Streifz√ľgen durch Striesen zeigte es sich f√ľr uns deutlich: der November war insgesamt sehr warm geraten. Das hat offensichtlich aber nicht nur den Menschen gut getan, den anscheinend ist die Natur wohl auch obgleich dieser Temperaturen voll reingefallen¬†¬†¬† zwinker

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Dieses Bild habe ich am Sonntagvormittag, den 22.11. aufgenommen !!!¬†Aber nun ist es auch bei uns in Dresden¬†sehr viel¬†k√§lter geworden und ich hoffe, dass das B√§umchen diese Wetterkapriolen ohne Sch√§den √ľbersteht …

Bei den Spazierg√§ngen haben wir √ľbrigens auch diese¬†Komposition auf dem Barbarossaplatz entdeckt.

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Wer lange Zeit auf dieser Bank verbringt, wird zwangsläufig zum Baumrindenexperten, denn irgendwas anderes sieht man bei dem Standort kaum    zwinker    da hat man wohl nicht nur sprichwörtlich ein Brett vor dem Kopf, sondern gleich den ganzen Baum    lachen

Die jetzige Woche wird f√ľr mich √ľbrigens auch weiterhin positiv verlaufen – trotz immens vollem Terminplan. Ich freue mich wie Bolle darauf, dass Stephanie wieder f√ľr ein paar Tage zu uns ins Apartamento OLCA kommt, dass ich am Donnerstag und Freitag frei bekommen habe, dadurch meinen Geburtstag am Donnerstag von morgens bis abends mit meinen drei Lieben¬†verbringen kann, am Tag¬†danach¬†so viel Zeit zur Verf√ľgung habe, um f√ľr den¬†Freitagabend leckere Sachen f√ľr meine Geburtstagsfeier mit Freunden zu kochen und nat√ľrlich freue ich mich unendlich auf den feierlichen Abend als solches – das muss eine besonders sch√∂ne Woche werden!



2015 09.
Aug

Eine der schönen Seiten unseren derzeitigen Lebens ist eine Mischung aus Planung und Spontanität. Vor allen Dingen muss man ohne Kinder und Verpflichtungen auch nicht mehr alles nur aufs Wochenende legen, es gibt ja zudem noch die freien Abende nach der Arbeit.

Am Dienstag haben Carsten und ich uns einen DVD-Abend geg√∂nnt: LoveFilm hat uns diesmal dazu den Film „Still Alice“ geliefert.¬† Das Thema Alzheimer ist eines, welches mich immer wieder besch√§ftigt. In dem Streifen „An ihrer Seite“¬†spielt diese Krankheit ebenfalls die Hauptrolle und den habe ich bereits vor einigen Jahren gesehen. „Still Alice“, f√ľr den Julianne Moore einen Oskar bekam, fand ich noch emotionaler, da¬†der Krankheitsverlauf auch aus der Sicht der betroffenen Person sehr eindrucksvoll gezeigt wird, sowie¬†die damit verbundenen √Ąngst, Unsicherheiten und das Begreifen, dass¬† man nicht wirklich etwas dagegen tun kann. Sehr emotional, sehr ergreifend und auch etwas deprimierend. Aber der Oskar als beste Darstellerin ist auf jeden Fall verdient – ich finde, sie hat diese Rolle wirklich brillant gespielt.

Der Mittwochabend war dann schon um vieles fröhlicher    zwinker    eine Geburtstagsfeier zur Sommerzeit im Garten und in lustiger Runde hebt die Laune, nicht zuletzt dank einem kleinen Beitrag in Form von Whiskey. Vielen Dank nochmals, dass wir vorbeikommen und dabeisein durften, liebe Ines    verliebt

Am Donnerstag haben wir relativ spontan entschieden, ins Kino zu gehen und uns „Learning to Drive – Fahrstunden f√ľrs Leben“¬†anzusehen. Ein sehr sch√∂ner Film, es gibt etwas zu lachen und etwas zu bedauern, aber zum Gl√ľck alles ohne Kitsch – sehr zu empfehlen. Und Ben Kingsley macht auch als Inder bzw. Sikh eine tolle Figur!

Am Freitag verbrachten wir unsere Freizeit erneut mit einem (Love-)Film, aber diesmal ging es blutiger und schie√üw√ľtiger zu¬†¬†¬†¬† lachen ¬† ¬† –> Keanu Reevs als „John Wick“ …¬†wer auf Rachefeldz√ľge mit skurrilem Humor steht, wird diesen Film m√∂gen. Immerhin siegt am Ende die Gerechtigkeit – daf√ľr liebe ich ja¬†solche modernen M√§rchen f√ľr Erwachsene¬†¬†¬† zwinker

Der Samstag war urspr√ľnglich g√§nzlich unverplant, aber da Claudia und Jan aus Uelzen mal wieder einen Abstecher nach Dresden gemacht haben, verbrachten wir zusammen beim Schwatzen, Essen und Trinken einen wundervollen Abend in Hinterhofbierg√§rten der Dresdner Neustadt. Zuerst kehrten wir im¬†Raskolnikoff ein und unser Besuch war komplett √ľberrascht, wie gem√ľtlich es hinter der br√∂ckelnden Au√üenfassade sein kann ¬† ¬†lachen ¬† ¬†auch das zweite Ziel, das¬†Oosteinde,¬†hat sie positiv beeindruckt. Beide Lokalit√§ten sind klein, machen von Au√üen nicht viel her und Touristen fallen hier bestimmt nicht ein.
Wir waren allerdings sehr √ľber das nicht mehr vorhandene Wasser im Flu√übett der Priesnitz (geht direkt am Oosteinde entlang) erstaunt, denn erst im Juni haben wir noch einen langen Spaziergang in der Dresdner Heide entlang dieses Flusses gemacht und damals f√ľhrte er jede Menge¬†Wasser. Aber in Dresden und Umgebung hat es schon seit geraumer Zeit eben nicht mehr so richtig geregnet …

Heute sind wir f√ľr einen Sonntag verdammt zeitig aufgestanden: ich habe mich schon um 7 Uhr in der Fr√ľh f√ľr ein Fotoshooting mit Hund und Frauchen zu¬†meinem August-Fotoprojekt verabredet, damit wir beim Posieren nicht mit der¬†sengenden Hitze zu sehr¬†ins Schwitzen kommen. Ich glaube, das hat uns die Sonne wirklich √ľbel genommen, denn sie hat sich immer wieder hinter einer Wolkendecke versteckt. So hatten wir eben einen blassen statt strahlendblauen Himmel, aber unserem Spa√ü beim Fotografieren¬†hat selbst¬†das nicht geschadet¬†¬†¬† zwinker

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Inzwischen vermeldet mir meine Backhilfe in Uhrform, dass unser Mittagessen fertig ist – ich sch√§tze, nach dem Essen werde ich mir erst einmal eine zus√§tzliche M√ľtze Schlaf g√∂nnen¬†¬†¬† zwinker
Auch das habe ich so gerade mal ganz spontan geplant    lachen



2015 27.
Jul

Das letzte, ziemlich entspannte Wochenende hat mich wieder einmal auf den Gedanken gebracht, dass unsere Beziehung in ganz vielen Dingen recht unkonventionell ist    standard

Normalerweise lernt sich ein P√§rchen kennen und f√§ngt an,¬†Zeit¬†gemeinsam zu verbringen: man geht essen, ins Kino, ins Theater, man kocht zusammen,¬†kuschelt bei einem Film auf der Couch,¬†geht spazieren … fr√ľher oder sp√§ter zieht man unter ein Dach und teilt, wie man das so sch√∂n sagt, Bett und Tisch miteinander. Und irgendwann sind die Kinder da, die dann aus einem P√§rchen eine Familie machen.

Bei uns entwickelte sich das Ganze schon dadurch anders, dass ich die Kinder (damals 5 & 8 Jahre alt) mit in die Beziehung eingebracht habe und das Leben f√ľr uns als P√§rchen gleich von Anfang an nach den Regeln einer Familie ablief – keine Kennenlernphase mit den √ľblichen H√∂hen und Tiefen. Aber nun, wo die M√§dels gro√ü geworden sind und in den eigenen vier W√§nden ihr eigenes Ding machen, haben Carsten und ich ab jetzt erst¬†die Zeit, all die romantischen Kleinigkeiten zu zweit¬†zu erledigen¬†¬†¬† verliebt

So zum Beispiel wieder einmal am letzten Wochenende, wo¬†wir zusammen ganz gem√ľtlich auf der Couch einen Film geschaut haben – Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal. Der Film¬†war ganz s√ľ√ü und brachte die Geschichte vom wilden Nachtleben im Museum nach¬†zwei bereits existierenden Streifen endlich zu einem abgeschlossenen Ende. Niedlich ist das gesamte Werk¬†auf jeden Fall, aber man merkte, dass¬†den Machern¬†inzwischen etwas die Ideen¬†ausgegangen sind.

Danach kochten wir zusammen eine Rindfleisch-Gem√ľsesuppe ohne Rezept. Das ist wohl ein Vorteil, dass man nicht mehr so jung und unerfahren ist und eigentlich schon wei√ü, wie man auch ohne ein Kochbuch etwas auf den Tisch zaubern kann¬†¬†¬† zwinker
Wir hatten ganz viel Spa√ü sowohl beim Kochen als auch beim Vernichten des Ergebnisses und fanden unser¬†Kochwerk ganz vorz√ľglich¬†¬†¬† zwinker

Auch ein Spaziergang hat bei uns dieses Wochenende nicht gefehlt, nur¬†das Ziel war wohl etwas zu makaber f√ľr einen romantischen Ausflug … das h√§ngt nun mal¬†mit meinem Friedhofsfotoprojekt zusammen¬†¬†¬† standard

Übrigens ist Carsten als ein Fänger der Sonnenstrahlen inzwischen beinah ein Profi!

Beziehung-R√ľckw√§rts

Aber¬†zu einer gute Beziehung geh√∂ren auch¬†Freir√§ume f√ľr jeden. Deshalb habe ich zum ersten mal¬†seit dem Umzug nach Striesen¬†die wenigen Pflanzen, welche es am Ende mit in unsere Wohnung geschafft haben, in der K√ľche auf dem Fu√üboden sitzend lieber wie immer allein umgetopft. Es w√§re ohnehin nicht genug Platz f√ľr uns beide in der Ecke gewesen¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† Carsten k√ľmmerte sich w√§hrenddessen um¬†unsere Rechnerlandschaft. Und nach getaner Arbeit trafen wir uns erneut zum Kuscheln auf der Couch, um ein paar Folgen „Friends“ zu gucken …

Ganz ehrlich, hin und wieder solche entspannte Pärchenzeit tut mir persönlich echt gut    standard



2015 19.
Jul

Die Woche verging wieder mal wie im Fluge! Auf Arbeit hatte ich erneut beide H√§nde voll zu tun, meine Kunden scheinen das Wort „Urlaub“ nicht mehr in ihrem Wortschatz zu haben¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† daf√ľr waren die Abende einfach fantastisch und ich habe in den vergangenen Tagen so viel Sch√∂nes erleben d√ľrfen!

Am Montag gingen Carsten und ich ins Kino – der neue Terminator: Genisys¬†ist f√ľr uns ein Muss gewesen¬†¬†¬† lachen¬†¬†¬†¬†
Da wir uns die 3D-Vorstellung ersparen wollten, entschieden wir uns gleich f√ľr eine OV-Vorstellung. Unser Englisch m√ľsste ja gut genug sein f√ľr die Streifen dieser Art, denn schlie√ülich waren schon die vier Vorg√§nger (wurden am Wochenende davor in der Originalversion auf DVD angeguckt) nicht durch¬†besonders tiefsinnige Dialoge aufgefallen¬†¬†¬† zwinker
Aber im Terminator 5 kamen ja regelrechte Vortr√§ge zustande! Tiefsinnig waren sie dennoch nicht – so viel haben wir schon verstanden. Unsere Erwartungen an den Film waren nicht sonderlich hoch und diese hat er auf jeden Fall¬†erf√ľllt¬†¬†¬† zwinker

Der Dienstagabend war schon seit Wochen daf√ľr vorgesehen, mit Ines und Torsten in einen Biergarten zu gehen. Der Wettergott hat uns am besagten Tag stundenlang¬†beweisen wollen, dass er uns das nicht g√∂nnen mag, denn es hat tags√ľber¬†immer wieder geregnet. Aber am Abend zeigte sich das Wetter von¬†seiner Sonnenseite und wir genossen nicht nur ein Bierchen, sondern auch √§u√üerst leckeres Essen im kleinen √Ėrtchen Hartha. Das Restaurant Cafe am Kurplatz kann ich nicht¬†nur f√ľr laue Sommerabende w√§rmstens empfehlen, auch drinnen¬†ist das¬†richtig gem√ľtlich!

Am Donnerstag gab es leckeres Essen bei meiner besten Freundin Anna –¬†sie hat uns schon lange von ihren Beljaschi vorgeschw√§rmt und¬†nun war sie dran, sie f√ľr uns zuzubereiten. Die gebratenen, mit Hackfleisch gef√ľllten Teigtaschen waren in der Tat sehr lecker!!! Und f√ľr mich war das au√üerdem ein quasi Kindheitserinnerungsesssen¬†¬†¬† standard

Am Samstag gingen Carsten und ich zum Festival Umsonst & Draußen. Der Name war Programm Рes fand im Hechtpark statt und man zahlte keinen Eintritt.

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Es gab auch Essen und Musik, aber wir sind¬†vorrangig wegen der Lesung von den¬†Autoren der Phrase4 da gewesen – was soll ich machen, ich bin ein wenig s√ľchtig nach den Kurzgeschichten dieser¬†vier¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬†Als Gastleserin war diesmal Bonny-Lycen Henze dabei. Sie hat uns sehr beeindruckt, denn sie las ca. 10 Minuten lang ihr Gedicht nicht vom Papier ab, sondern trug es aus dem Ged√§chtnis vor¬†– das war echt super! Viel Spa√ü bei der Lesung hatten nicht nur die Zuh√∂rer, sondern auch die Autoren selbst, die sich auf ihrer hei√ügeliebten Couch, welche extra f√ľr die Veranstaltung auf die B√ľhne gestellt wurde, sehr wohl f√ľhlten:

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F√ľr den heutigen Sonntag hatten Carsten und ich eigentlich eine Ganztagswanderung zur Schneekoppe geplant und uns als Begleitung f√ľr diese Tour Anna mit ihrem Hund Leon „gesichert“. Nun bekomme ich allm√§hlich das Gef√ľhl, dass der Berg¬†von uns gar nicht erobert werden will, denn wir hatten schon im Februar¬†kein Gl√ľck mit dem Wetter f√ľr einen Aufstieg und auch diesmal machte¬†uns die Wettervorhersage¬†keine Hoffnung auf einen sch√∂nen Wandertag¬†¬†¬† traurig¬†¬†¬†¬†Aus diesem Grund haben wir unser Ziel kurzfristig umdisponiert und fuhren heute¬†nach Tschechien statt nach Polen, da wir festgestellt haben, dass Anna noch nie¬†die Gegend¬†um die¬†Tyssaer W√§nden gesehen hat.

Es wurde ein echt toller Ausflug! Unsere¬†Security passte sehr gut auf uns auf, selbst als wir zwei M√§dels (mithilfe meines starken Mannes¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† )¬†es uns auf einem Baum gem√ľtlich gemacht haben, um ein Becherchen Prosecco zu genie√üen:

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Das war schlicht und einfach ein traumhaft schöner Tag und damit ein perfekter Abschluß einer erlebnisreichen Woche!

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In der kommenden Woche habe ich nicht mehr so viele Termine …¬†es wird ja¬†langsam Zeit, auch ein paar liegengebliebene Sachen wieder aufzuarbeiten¬†¬†¬† zwinker