Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 10.
Jun

Um ehrlich zu sein, ich kann keine vernĂŒnftige Antwort darauf geben, denn in meinem Leben kommt dieser Zustand so gut wie nie vor. Stattdessen gibt es ĂŒber jede Menge Erlebnisse zu berichten, die in den vergangenen zwei Wochen meine Schreibzeit fĂŒr sich beanspruchten    zwinker

Carsten und ich haben uns am Sonntag vor zwei Wochen recht spontan entschlossen, das schöne Sommerwetter fĂŒr einen Fahrradausflug auf dem Elbradweg zu nutzen. Es hat jede Menge Spaß gemacht und nach der Tour bis Pillnitz waren wir uns einig, dass wir uns ein spĂ€tes Mittagessen im Biergarten redlich verdient haben. Als Radfahrerin gönnte ich mir natĂŒrlich stilecht ein Radler    standard

Bei der Auswahl des Essens waren die Augen natĂŒrlich mal wieder etwas grĂ¶ĂŸer als der Mund    zwinker

Diese schöne, knusprige Haxe oben links bestimmte sogar völlig unerwartet noch den Ablauf der folgenden Tage. Ein StĂŒck von ihr hat sich nĂ€mlich in Carstens Speiseröhre als Nahrungsbolus festgesetzt und er konnte ab Sonntagnachmittag nichts mehr trinken und essen, weil der Pfropfen den Zugang zum Magen fest verschlossen hat. Atmen ging aber noch problemlos, sodass Carsten am Montag sowohl zum Sport gehen als auch zwei Meetings als Einladender abhalten konnte. Aber gegen 14 Uhr war Schluss mit Lustig und meine OrangenhĂ€lfte bewegte sich in die UKD-Notaufnahme, um das Problem endlich lösen zu lassen. Dank Magenspiegelung unter Vollnarkose war alles recht schnell erledigt und als ich nach meiner Arbeit an seinem Bett stand, war Carsten sogar schon wieder von allen SchlĂ€uchen befreit … nur die KanĂŒle sollte noch fĂŒr den Fall der FĂ€lle bis zur Entlassung dran bleiben.

Und hier ist ein Bild von seinem, wie wir es in der Familie genannt haben, „Alien“:

Die Haxe konnte ĂŒbrigens nix dafĂŒr, sie war wirklich lecker und ich habe sie am Dienstag noch völlig unfallfrei aufgegessen.

Da mein armer Mann dank Ă€rztlicher Hilfe nun wiederhergestellt war, konnte ich ganz beruhigt ein paar Tage spĂ€ter mit Anna zu einer FĂŒhrung durch die Ausstellung „Monster und Mythen“ ins Japanische Palais gehen.

Die Ausstellung ist klein, aber oho! Die riesigen Bewohner der Meere haben uns am meisten beeindruckt. Die FĂŒhrung war sehr entspannt und verstĂ€ndlich abgehalten, dazu war die junge Dame bestens ĂŒber alle AusstellungsstĂŒcke und die damit verbundenen Legenden und Geschichten informiert – es war sehr interessant und kurzweilig. Nachdem wir unseren Bildungsauftrag erfĂŒllt haben, gönnten Anna und ich uns noch einen schönen Abend beim Trinken und Schwatzen im Freien, denn das Wetter war wirklich einladend, um so lange wie möglich draußen zu bleiben. Inzwischen sind die SonnenuntergĂ€nge in Dresden sehr farbenfroh und richtig romantisch geworden:

Bei solch schönem Wetter macht es auch wieder sehr viel Freude, Menschen draußen im GrĂŒnen zu fotografieren. So passte es hervorragend, dass Manu und Ines, welche inzwischen ihr eigenes Tanzprojekt Irish Dance Women Dresden auf die Beine gestellt haben, ein paar Bilder fĂŒr ihre Homepage und andere Gelegenheiten brauchten. Bei den beiden komme ich irgendwie nie drum herum, mich auch mal vor die Kamera zerren zu lassen    zwinker

Wir haben sogar KrĂ€fte gemessen, doch auf dem Foto sieht man ganz deutlich den Unterschied zwischen einer Elfe und einer (haxenessenden) Steinbeißerfrau    zwinker

Beide MĂ€dels hatten in den letzten 14 Tagen auch ihren ersten großen Auftritt auf dem 3. Freitaler Irish Folk Festival und ich durfte natĂŒrlich ebenfalls viel knipsen und blitzen. Dabei hat Julia mich kurz gebeten, ihr Bierglas gegen meine Kamera zu tauschen … da ich dem MĂ€del mit den große Kulleraugen nichts abschlagen kann, ist so ganz nebenbei dieses Bild entstanden:

Hier haben Ines und Manu ĂŒbrigens die Rolle der Leprechauns ĂŒbernommen. In den HĂŒten, welche sie in der Hand halten,  ist das Geld, welches zahlreiche Zuschauer an die Musiker und TĂ€nzer gespendet haben, denn es wurde kein Eintritt zu der Veranstaltung verlangt. Es war insgesamt ein sehr fröhlicher und lustiger Abend!

Auf zum nĂ€chsten Ereignis: Wir haben schon lange vorgehabt, unsere OLCA-Mobile-Webseite auf den neuesten Stand zu bringen, schließlich ist der Suzuki Vitara schon seit dem 18. September letzten Jahres ebenfalls zum Familienmitglied geworden. Endlich haben wir es tatsĂ€chlich geschafft, unsere beiden fahrbaren UntersĂ€tze zu waschen und fĂŒr ein gemeinsames Fotoshooting im GrĂŒnen herauzuputzen. Das Ergebnis könnt ihr hier bewundern    standard

Gestern haben Carsten und ich uns wieder etwas Geschichtsunterricht gegönnt und liefen bei der Igeltour „Cottas Norden – Vom Wildwasser zur BestĂ€ndigkeit“ mit. Der Dresdner Stadtteil Cotta grenzt direkt an Briesnitz an und war somit frĂŒher, als wir noch im Haus wohnten, quasi unser Einzugsgebiet und wir kannten eben sehr viele Stellen der Tour.

Wir haben wie immer viel Neues erfahren und sind nun auf eine Tour durch das gesamte Cotta gespannt. Wenn wir es richtig verstanden haben, dann dĂŒrfte es wohl ĂŒber kurz oder lang eine solche FĂŒhrung von einem Igelaner geben.

Da wir schon in Hinterkopf hatten, dass Kirschenzeit ist, sind wir nach der Tour noch etwas weiter westlich nach BrabschĂŒtz gefahren, wohin wir inzwischen beinah jĂ€hrlich mindestens einmal zum KirschenpflĂŒcken fahren. Diesmal bemerkten wir, dass die unteren Äste der KirschbĂ€ume fachmĂ€nnisch gestutzt worden sind und somit nicht mehr alles vom Boden aus so gut zu erreichen war. Daher durfte Carsten seine KletterkĂŒnste und seinen Gleichgewichtssinn unter Beweis stellen:

Ich hĂŒpfte eher von unten, um an den einen oder anderen reich mit Kirschen bestĂŒckten Ast ranzukommen. Aber die MĂŒhe hat sich gelohnt, denn in etwa einer halben Stunde hatten wir zwei volle Plastikeimer gesammelt – die heimische Waage hat uns stolze 6 kg angezeigt.

Einer dieser Eimer ist ĂŒbrigens inzwischen schon wieder leer    standard

Auf dem Heimweg hielten wir noch ganz kurz an der ehemaligen Grundschule unserer MĂ€dels an, denn Stephanies Klasse hat 2006 als Abschlussgeschenk an die Schule eine HĂ€ngebirke gepflanzt. Dieses magere BĂ€umchen haben wir damals im Auftrag der Klasse in einer GĂ€rtnerei besorgt und in den steinigen Untergrund eingegraben:

12 Jahre spĂ€ter sieht es schon ganz anders aus – wow:

Nur das Holzschildchen hat nicht lange ĂŒberlebt    zwinker
Die Birke aber hat sich trotz des mageren Bodens unglaublich prÀchtig entwickelt, oder?

Beim KirschenpflĂŒcken haben wir schon stetiges Grummeln aus der Ferne gehört, aber das darauf folgende Gewitter ĂŒber Dresden hat uns zum GlĂŒck erst bei der Fahrt nach Hause erwischt:

Den Abend verbrachten wir in den eigenen vier WĂ€nden und schauten uns beim gleichzeitigen Vernichten der ersten Kilos frischer Kirschen die von Videobuster zugeschickte DVD „Reset“ an. Obwohl ich Filme mit Action und Zeitreisen mag, fand ich diesen aber leider nur eher durchschnittlich. Da bereiteten mir die Kirschen mehr GlĂŒck und Freude    zwinker



2018 08.
Apr

Kaum schrieb ich in diesem Blog meine Klage ĂŒber den viel zu langen Winter, kam unverzĂŒglich und ganz eilig der FrĂŒhling nach Dresden. Er erinnert mich an eine Person, welche sich wahnsinnig verspĂ€tet hat, dafĂŒr aber bei seiner Ankunft mit voller Wucht in den Raum hereinplatzt, in welchem alle anderen schon lange sitzen und auf eben diese Person warten.

Jedenfalls stelle ich gerade fest, dass ich von meinen Winterstiefel ziemlich nahtlos in Sommerschuhe umsteigen könnte, denn so stark sind die Temperaturen hier tagsĂŒber angestiegen! Ich traue dem allerdings noch nicht so ganz, dazu ist es am frĂŒhen Morgen ĂŒblicherweise noch ziemlich frisch – heißt: wenn ich zur Arbeit radele, ziehe ich bei meinem Kleidungsstil doch noch einen vernĂŒnftigen Zwiebellook vor.

Aber es ist einfach nur schön, wieder am frĂŒhen Morgen draußen munteres Vogelgezwitscher zu vernehmen, am Nachmittag und am Wochenende im Innenhof des HĂ€usercarrees die spielenden Kinder zu hören und unterwegs immer mehr frische grĂŒne BlĂ€tter sowie jede Menge Blumen zu entdecken.

Und dass der Himmel ein so unglaublich wunderschönes, krĂ€ftiges Blau haben kann, hat man in der grauen Jahreszeit auch beinah vergessen … aber nun freut man sich ĂŒber diesen Farbwechsel um so mehr!

Ja, ihr merkt schon, dass auch Carsten und ich den FrĂŒhlingsgefĂŒhlen nachgegeben haben und die letzten Tage unbedingt aus den eigenen vier WĂ€nden nach draußen wollten. So zog es uns am Samstag in die Dresdner Innenstadt aus zweierlei GrĂŒnden: Erstens wollte ich gern einige Bilder zu meinem Monatsprojekt „Mauern“ machen und zweitens wollten wir an der Igeltour „Erstunken und erlogen – die Schwindeltour fĂŒr Erwachsene“ teilnehmen.

Beim ersten Vorhaben musste mein armer Mann auf der 90-minĂŒtigen Runde durch die Dresdner Innenstadt zwar immer wieder auf mich warten, wĂ€hrend ich mich mit den entsprechenden Fotomotiven beschĂ€ftigte, aber das ist ja er inzwischen gewohnt    standard

Er hat zum GlĂŒck kein Problem, einfach da zu sitzen und Leute zu beobachten – und es waren am gestrigen Tag logischerweise jede Menge Personen unterwegs. Ich finde allerdings schade, dass die Touristen derzeit anstelle einer historischen AugustusbrĂŒcke eine moderne Baustelle zu sehen bekommen:

Das wird wohl auch noch so bis 2019 bleiben. Ein GlĂŒck, dass Dresden noch sehr viel mehr zu bieten hat!

Das ist ja nur ein Mikroblick auf die schönen Seiten der Stadt!

Doch eigentlich wollten wir nicht nur die schönen und bereits bekannten SehenswĂŒrdigkeiten in Augenschein nehmen, denn diese Art von FĂŒhrungen können wir inzwischen selbst fĂŒr unser GĂ€ste ĂŒbernehmen. Die große Frage aber, welche der allgemein bekannten und immer wieder kursierenden Geschichten nun wahr und welche nur eine Legende oder gar Erfindung bis hin zur faustdicken LĂŒge sind, sollte bei der oben schon erwĂ€hnten Igeltour endlich mal beantwortet werden.

Es stellte sich heraus, dass die EinschĂ€tzung der Geschichten ĂŒber deren Wahrheitsgehalt von den Teilnehmer zunĂ€chst selbst mit Wahr- und Falsch-KĂ€rtchen gegeben werden musste, bevor die Auflösung durch den ErzĂ€hler folgte. Die lebendigen und sehr amĂŒsanten ErzĂ€hlungen, Anekdoten und Legenden samt der alles entscheidenden Frage gab Herr Stephan Reher zum Besten – erst zeigten alle die ausgegebenen KĂ€rtchen und dann klĂ€rte er historisch belegbar auf:

Carsten und ich stellten dabei fest, dass wir bis auf zwei Geschichten von den anderen noch nie etwas gehört hatten, aber dennoch entschieden wir uns intuitiv in vielen FĂ€llen fĂŒr die richtige Seite der Karte. Von insgesamt 16 Geschichten mit anschließender Frage nach deren Wahrheitsgehalt beantwortete mein Mann 10 und ich 11 richtig. FĂŒr jede korrekte Entscheidung gab es immer ein Loch mit einem echten, antiken Fahrkartenknipser und so konnten wir am Ende problemlos feststellen, wie oft wir bei dieser knapp 2 Stunden langen FĂŒhrung mit unserem Wissen oder unserem BauchgefĂŒhl richtig gelegen haben:

Am Ende der Tour wurde die Gewinnerin, eine Ă€ltere Dame mit 15 richtigen EinschĂ€tzungen, mit einer kleinen, sehr hĂŒbsch verpackten Flasche Sekt ausgezeichnet. Und der Rest der Truppe durfte als Bereicherung viele neue Informationen ĂŒber die Stadt, in welcher wir wohnen, mitnehmen. Verraten wird hier natĂŒrlich nix, damit jeder Dresdner Leser auch mal selbst in den Genuss der „erstunken und erlogenen Schwindeltour fĂŒr Erwachsene“ kommen kann    zwinker

Auf dem Heimweg ließen wir erneut unseren Blick durch Dresden schweifen. Noch ist die Hochsaison der Touristen nicht gekommen und die Stadt sieht aus wie ein kleines Kind, welches gerade aufwacht und etwas vertrĂ€umt in die Welt schaut:

Gut gelaunt, holten wir uns unterwegs als Abendessen noch eine Currywurst auf der Wilsdruffer Straße und wurden bei ihrer „Vernichtung“ prompt von Luisa und Romy von der Irish Dance Company ĂŒberrascht    standard    Dresden ist eben doch nur ein 500.000-Seelendorf, denn egal wo man ist, fast ĂŒberall trifft man immer irgendwie unverhofft auf bekannte Gesichter    zwinker

Ich schĂ€tze, vor allem jetzt wo das Wetter immer besser wird, werden wir unterwegs noch mehr vertraute und unbekannte Leute sehen, denn bei solch einladenden Sonnenschein hĂ€lt es eben keiner lange in seinen vier WĂ€nden aus    standard



2018 05.
Apr

Ich sehe die Welt beim Fotografieren ĂŒberwiegend durch die Kameralinse – nur ganz ganz selten nutze ich das Display. Im Februar wollte ich allerdings noch einen Zusatz einbauen, um die Umgebung wie ein offenes Buch wahrnehmen zu können … ok, die Idee mit dem Buch als Cutout-Vorlage kam relativ spontan und dieser Text ist wahrlich darauf zugeschnitten    zwinker
Zu meinen Vorbereitungen Anfang Februar hat Ines fĂŒr mich viele interessante EntwĂŒrfe in DinA4-GrĂ¶ĂŸe gezeichnet, welche ich auch brav alle mal ausgeschnitten und getestet habe. Aber leider bestanden sie den Reisetauglichkeitstest nicht … postkartengroße Vorlagen aus Pappe haben sich in Miami bzw. in der Handtasche einfach besser bewĂ€hrt. Eines meiner ersten Cutouts war, passend zur noch im GedĂ€chtnis befindlichen Weihnachtszeit, ein Tannenbaum. Damit soll an dieser Stelle auch gleich noch mal das Prinzip der Cutout-Fotografie verdeutlicht werden:

Und los geht’s … mit Himmel:

… mit Palmenwedel:

… und mit Strandsand:

Aber nun zurĂŒck zu meiner AnkĂŒndigung, dass ich die Welt wie ein offenes Buch vor mir haben wollte – mit der entsprechenden Cutout-Vorlage war das ja gar nicht so schwer    zwinker

Hier sind nun einige offene Seiten unseres Florida-Urlaubs extra fĂŒr euch aufgeschlagen:

Ich hoffe, euch hat das „Bilderbuch“ gefallen    standard    ich jedenfalls habe wirklich Gefallen daran gefunden, solche Aufnahmen zu machen, und es wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein. Und vor allem auch nicht die letzte Cutout-Vorlage    standard



2018 02.
Apr

Meinen guten Vorsatz fĂŒr 2018 habe ich wohl schneller gebrochen als gedacht, denn eigentlich wollte ich in diesem Jahr meine Berichte ĂŒber die monatlich geplanten Fotoprojekte schneller veröffentlichen als im Jahr davor. Hat wohl schon im Januar nicht geklappt … daher habe ich nun endlich die Osterfeiertage dafĂŒr genutzt, euch die Bilder, welche ich ganz brav rechtzeitig im jeweiligen Monat gemacht habe, zu prĂ€sentieren. Wie sagt man so schön: „Lieber spĂ€ter als nie“    standard

Also das Thema vom Januar war/ist „Alkoholisches“ – davon hat ja sicherlich jeder von uns irgendwas im Schrank. Und so habe auch ich zuerst auf die GetrĂ€nke zurĂŒckgegriffen, welche sich in unserer Wohnung befinden. Da wĂ€ren bei mir ein Whiskey …

… ein Sahnelikör …

… und natĂŒrlich ein Wodka    standard

Da bei uns die unterschiedlichen Weinsorten stets im Keller lagern, durften die drei Weinfarben ebenfalls eine Rolle beim ersten Projekt des neuen Jahres spielen:

Unterschiedliche Farbabstufungen lassen sich auch pÀrchenweise ganz gut kombinieren:

Ich war auch von manchem FarbĂŒbergang zwischen den unterschiedlichen Weinsorten ganz angetan:

Und auch die Spiegelung der Weinkelche ineinander fand ich ein Foto wert:

Mal ehrlich, ein Glas Rotwein hat manchmal schon etwas blutrĂŒnstiges in sich, nicht wahr?

Aber es ist und bleibt eine schöne und richtig krÀftige Farbe:

Ein Rose sieht naturgemĂ€ĂŸ etwas zarter aus:

Ich trinke gelegentlich gerne auch mal einen Cocktail, habe aber bis jetzt noch nie einen selber gemischt. Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich deswegen bis zu unserem Februar-Urlaub gewartet habe und deshalb diese Aufnahmen hier ausnahmsweise mal nicht nur aus dem Januar stammen    zwinker
Ich finde, mit einem solchen MixgetrĂ€nk kann man eine entspannte Stimmung, welche ĂŒberwiegend beim Trinken dieser zu sommerlichen Temperaturen am Strand entsteht, so unkompliziert und am besten vermitteln    standard

Unter uns gesagt, in so einer Umgebung sieht auch ein Bier in einem Plastikbecher herrlich aus    zwinker

Hoffentlich wird es bei uns in Deutschland demnĂ€chst genau so warm und sonnig und dann könnt ihr euch selbst schon bald von meinen Worten in einem heimischen Biergarten ĂŒberzeugen    zwinker

Zum Wohl!



2018 29.
Jan

Fototechnisch habe ich das vergangene Jahr immer noch nicht abgeschlossen – nun wird es langsam Zeit dies zu tun. Das Thema fĂŒr mein Jahresprojekt war einfach gewĂ€hlt: 4 Jahreszeiten, 12 Monate.

Ich fand, dass man den Wechsel der Jahreszeiten am deutlichsten bei einem Baum sehen kann. So fiel die Entscheidung auf den wohl deutschesten Vertreter: die Eiche    standard
Nun können wir mal schauen, wie sich dieser Baum im Laufe des Jahres 2017 verÀnderte.

Januar – Kein BlĂ€ttchen vom Vorjahr zu sehen:

Februar – Eine dĂŒnne, weiße Schneeschicht bedeckt die kahlen Äste:

MĂ€rz – Im Sonnenschein des beginnenden FrĂŒhlings sieht alles nicht mehr so durchgefroren aus:

April – Endlich kann man die frischen, jungen BlĂ€tter sehen:

Mai – Es grĂŒnt so grĂŒn:

Juni – Immer noch ganz grĂŒn, aber nicht mehr so frisch … eher gedĂ€mpft oder ausgeblichen:

Juli – Das GrĂŒn der BlĂ€tter wird zunehmend dunkler:

August – Die BlĂ€tterfarbe dunkelt immer mehr nach, ein erster Hauch vom gelben Touch ist aber auch schon zu sehen:

September – Die BlĂ€tter sind nicht mehr einheitlich grĂŒn und jetzt sieht man auf Anhieb, dass sie an manchen Stellen gelb werden :

Oktober – Die BlĂ€tter sind inzwischen ĂŒberwiegend gelb-braun und einige von ihnen sind nicht mehr auf den Ästen zu sehen:

November – Nun sind lediglich nur noch ein paar einzelne BlĂ€ttchen dran:

Dezember – Die BlĂ€tter sind ab und nun ist winterliches Schlummern unterm matschgrauen Himmel angesagt:

Ich habe beim ursprĂŒnglichen Festlegen auf dieses Themas auf etwas mehr Schnee gehofft (ausgerechnet in diesem Jahr in Dresden totale Fehlanzeige!) und auch auf eine ausgeprĂ€gtere herbstliche LaubfĂ€rbung. Ich schĂ€tze nun, fĂŒr das zweite hĂ€tte ich mich wohl eher fĂŒr eine Verkörperung der russischen Seele entscheiden mĂŒssen: fĂŒr eine Birke    standard

Vielleicht mache ich das in einigen Jahren beim nĂ€chsten Versuch     zwinker



2018 07.
Jan

Bei diesem Projekt wĂŒrde ich gern das Wort meinem Hauptmodel ĂŒbergeben, denn er kann seine Geschichte besser selber erzĂ€hlen als ich    zwinker    es geht los:

Hallo, die meisten von euch kennen mich bestimmt schon, aber offensichtlich noch nicht persönlich, wenn ihr hier noch mitlesen könnt.

Meistens verbinden die Menschen mit meiner Gestalt irgendwie ein sehr unangenehmes GefĂŒhl. Dabei gab es schon jede Menge Optionen, mich auch von meiner anderen Seite kennen zu lernen, z.B. ĂŒber die zahlreichen BĂŒcher von Terry Pratchett. Ein Buch habe ich inzwischen sogar selbst schon geschrieben, aber da kein Verleger zu einem persönlichen GesprĂ€ch bereit war, habe ich mein Werk einem Markus Zusak ĂŒbergeben. Er hatte keine Angst und mit seiner Hilfe habe ich es in der Tat gleich auf die Bestsellerlisten geschafft. Aber Schreiben ist nicht das Einzige, was ich in meiner arbeitsfreien Zeit so mache. Ich bin zwar oft dienstlich unterwegs, aber privat zu reisen macht definitiv mehr Spaß. Vor Kurzem bin ich mit dem Auto sogar im Schnee gewesen, hierzulande fehlt er ja (leider) noch.

Dort habe ich einen kleinen BĂ€ren entdeckt, aber seine Zeit ĂŒber die RegenbogenbrĂŒcke zu gehen, war noch nicht gekommen … seinem hilfesuchenden Blick konnte nicht mal ich widerstehen.

Fragt bitte nicht, wie ich ihn in meinem Sportwagen mitnehmen konnte … ich möchte nur so viel dazu sagen, dass es gar nicht so einfach war. Wir sind dann recht gut an einer Höhle angekommen, die mir passend fĂŒr diesen BĂ€ren schien. Als ich die Gegend genauer anschaute, kam ein Ă€lterer Mann mit reichlich GepĂ€ck vorbei.

Der neugierige BĂ€r kam gleich hinterhergeschlichen.

Er, der BĂ€r – nicht der Mann, ist dann aber schnell wieder verschwunden. Wie sich spĂ€ter herausstellte, hat er sich  zurĂŒck zum Wagen aufgemacht und schubbelte sich so lange an einer Seite, dass sich der Wagen in Bewegung setzte und direkt an die Felsenwand krachte, welche genau zwischen mir und dem alten Mann war.

Ich wechselte vorsichtshalber mal die Position, denn eine Unfallversicherung gibt es bei meinem Beruf ja nicht.

Es war keine Sekunde zu spĂ€t! Dass der BĂ€r anschließend vom schlechten Gewissen geplagt wurde, war nur logisch.

GlĂŒcklicherweise war niemandem etwas passiert, denn bei keinem von uns war die Deadline des Lebens erreicht – auch nicht bei meinem Auto. Ich habe dann gleich noch eine Probefahrt gemacht, um sicher zu sein, dass alles noch intakt ist.

Der Wagen hat dem alten Herren wohl sehr gut gefallen, denn er wĂŒnschte sich ein Erinnerungsbild damit, bevor er weitermarschieren wollte, um seine Bushaltestelle zu suchen.

Durch den Alten angespornt, wĂŒnschte ein weiterer Wanderer ebenfalls ein solches Foto und natĂŒrlich durfte auch er sich in Pose vor meinem feuerroten Mobil stellen.

Nachdem der alte Herr uns verlassen hat, konnten wir ZurĂŒckgebliebenen danach noch etwas ĂŒber unsere jeweiligen ReiseplĂ€ne sprechen.

Der junge Wanderer wollte gern zum großen Felsenberg und weil das bei mir mit auf dem Weg lag, habe ich ihm vorgeschlagen, mitzufahren. Der BĂ€r war nirgends mehr zu sehen, ich hatte also wieder genug Platz fĂŒr einen Mitfahrer.

Am Fuße des Berges habe ich den jungen Herren abgesetzt und fuhr weiter, nachdem wir uns verabschiedet haben.

Als ich mich beim Wegfahren nochmals umdrehte, um zu sehen, wie weit er schon gekommen ist, habe ich dann doch wieder den BĂ€ren entdeckt.

Diese unterwartete Begegnung mit meinem „Schneefund“ hat den jungen Wanderer wortwörtlich umgehauen.

Ich kam also vorsichtshalber noch einmal zurĂŒck und klĂ€rte alles auf.

Dem BĂ€renblick konnte der Wanderer genau so wenig widerstehen wie ich selber. Er hat seinen Aufstieg auf den Berg verschoben und spielte mit dem BĂ€ren eine Zeit lang „Fangen-um-den-Felsen“.

Nachdem der Wanderer schon ganz aus der Puste war, wollte er doch noch seinen ursprĂŒnglichen Plan umsetzen. Er sagte mir Bescheid und verschwand kurz danach hinter den weiter entfernt liegenden Felsblöcken. Der BĂ€r hat ihn zwischenzeitlich wohl aus den Augen verloren und wirkte ziemlich ratlos, als er Runde um Runde den runden Felsbrocken umrundete und sein Spielkamerad nirgends zu sehen war.

Ich habe aber dank meiner höheren Position gesehen, dass der gesuchte Spielkamerad gerade in der Klemme steckt und ging ihm zur Hilfe.

Doch noch bevor ich etwas Helfendes tun konnte, lag der Pechvogel leider schon auf dem Boden.

Wenigstens beim Aufstehen konnte ich behilflich sein. Zum GlĂŒck hat er diesen Sturz ohne Schaden ĂŒberstanden und war in der Lage, seinen Weg fortzusetzen.

Der BĂ€r hat zwischenzeitlich die Spitze des Berges erklommen.

Und da eben diese Bergspitze auch das Ziel unseres Wanderers war, haben die beiden sich da oben wieder getroffen.

WĂ€hrend der Wanderer sich oben ausruhte, war der BĂ€r zwischenzeitlich wieder unten angekommen. Er hatte im Berg einen Geheimgang entdeckt und genutzt. Nun wartete er dort am Ausgang auf seinen Kumpel.

Ich leistete ihm derweil beim Warten Gesellschaft. Es hat auch nicht lange gedauert, da kam unser Wanderfreund ebenfalls heruntergerutscht …

… und landete perfekt neben dem wartenden BĂ€ren.

In dem Moment wurde es mir klar, dass die zwei gut aufeinander aufpassen werden. Meine dienstfreie Zeit war außerdem ebenfalls zu Ende. So ließ ich den BĂ€ren und den Wanderer miteinander ihrer Wege gehen.

Und ich? Ich kehrte dann zurĂŒck zu meinem Domizil und warte nun auf die nĂ€chstbeste Gelegenheit, wieder unterwegs zu sein, um noch jemanden aus der Patsche zu helfen.

Olga wieder hier: Falls ihr euch fragt, was ich denn so getrunken habe    standard     hier die ErklĂ€rung –> mir war einfach mal so danach und da mein Miniaturprojekt schon bei der Entstehung statt einer kunstvollen Darstellung in einer kleinen Geschichte auszuarten drohte, ließ ich meiner Phantasie freien Lauf. Ich hoffe, ihr könnt mir das wĂ€hrend des teilweise doch recht hektischen Weihnachtsmonats verzeihen und bei der Zusammenstellung der nĂ€chsten 12 Fotoprojekte gelobe ich auch wieder Ernsthaftigkeit und kĂŒnstlerische Arrangements. In den nĂ€chsten Tagen werde ich meine neuen Fotothemen den jeweiligen Monaten zugeordnet haben und natĂŒrlich an dieser Stelle wie gewohnt veröffentlichen.



2017 17.
Dez

Erst heute wurde mir so richtig bewusst, dass in genau zwei Wochen das Jahr zu Ende sein wird. Da man nach Möglichkeit keine Schulden ins neue Jahr mitnehmen sollte, möchte ich euch noch etwas bereits lĂ€ngst ÜberfĂ€lliges nachreichen: die Ergebnisse meines Fotoprojekts vom Oktober    zwinker

Beim Fotografieren musste ich immer wieder an die Worte von Gotthold Ephraim Lessing denken: „Wir sind alle BlĂ€tter an einem Baum, keins dem anderen Ă€hnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.“

Auf einem Baum gibt es jede Menge Platz fĂŒr frische und auch fĂŒr schon Ă€ltere BlĂ€tter:

Die warmen Strahlen der Sonne bringen BlÀtter regelrecht zum Leuchten:

Manche der BlĂ€tter öffnen sich der Welt …

… andere wiederum sind ihrer Umwelt gegenĂŒber ziemlich misstrauisch und daher gut „bewaffnet“:

Wenn sie dann aber vom Baum getrennt werden, kann es passieren, dass alle, die auf dem harten Boden gelandet sind, zwar nebeneinander ihr Dasein fristen, aber jeder fĂŒr sich bleibt:

Es kann aber auch anders kommen und sie landen in einem bunt gemischten Haufen Gleichgesinnter:

Vielleicht findet sich darin sogar ein passendes PĂ€rchen?

Es kann aber auch passieren, dass man auf dem Weg ganz allein und zurĂŒckgelassen bleiben muss …

… oder an einem Ort hĂ€ngen bleibt, von welchem man einfach nicht mehr weg kommt:

Man wird oft mit vielen Wassern gewaschen:

Dabei lÀsst man sich dennoch nicht unterkriegen, hÀrtet ab und wird zÀh wie Leder:

Trotz der fĂŒr die Umwelt gezeigten StĂ€rke gibt es Momente, wo man sich einfach mal hĂ€ngen lĂ€sst:

Egal wie es kommt, die zarte Seite der Seele bleibt immer erhalten:

Es gibt viele Wege und oft genug muss man die Anderen einfach weiter ziehen lassen, wÀhrend man selber an Ort und Stelle bleibt:

Die Erinnerungen halten uns aber auch in den kalten und ungemĂŒtlichen Zeiten im Herzen warm:

Besonders jetzt, im Dezember, wo es draußen dunkel und nass ist und die BĂ€ume kahl sind, hat es mich um so mehr gefreut, die bunten Herbstbilder wieder durchzusehen und ein paar fĂŒr euch, meine lieben Leser, zusammenzustellen. Ich hoffe, die Auswahl gefĂ€llt euch!



2017 02.
Nov

Nachdem ich mich im MĂ€rz mit dem Thema „Mimik und GefĂŒhle“ gewidmet habe, war es nun an der Zeit, eine andere Seite der nonverbalen Kommunikation genauer anzusehen: Körpersprache. Ich bin ziemlich sicher, dass jeder von uns auch ohne meine ErklĂ€rungen bestimmte Gesten und Körperhaltungen sofort verstehen wird … aber ich habe ja meinen Blog zum Schreiben ins Leben gerufen, also bleiben euch meine Kommentare nun nicht erspart    zwinker

Wir fangen mit dem Einfachsten an: Gesten

FĂŒr mich ist das eine perfekte Verkörperung fĂŒr „Frauenpower“!

Auch starke Frauen haben ein großes Herz.

Solange man auf diese eindeutige Geste RĂŒcksicht nimmt …

… bleibt alles ok …

… sonst muss man mit einer eindeutig gezeigten Missbilligung seines Tuns leben.

Hier ist jemand keineswegs an einer Kontaktaufnahme oder einem GesprÀch interessiert.

Hier ist es sogar noch eindeutiger, dass man sich jetzt gerade konzentriert und nicht gestört werden möchte.

Die Körpersprache drĂŒckt zum GlĂŒck nicht nur Abgrenzung, sondern auch freundschaftliche Zuneigung aus.

Man kann einfach nebeneinander sitzen und ĂŒber Gott und die Welt reden – die entspannte Haltung zeigt, dass man sich gegenseitig gut versteht.

Frauen sind da in der Regel berĂŒhrungsfreudiger als MĂ€nner und der Abstand auf der SitzflĂ€che lĂ€sst dennoch jede Menge Freiraum zu.

Oft genug reicht es auch, sich einfach gegenseitig den RĂŒcken zu stĂ€rken, wenn man in die gleiche Richtung schaut.

Und wenn man sich gegenseitig hĂ€lt, kann man sich besser gegen Böses (und Nasses    zwinker   ) verteidigen.

Bei solch solider Vertrauensbasis bleibt noch genug Raum fĂŒr Blödeln    zwinker

Darauf kann man ruhig mit einem Bierchen anstoßen!

Und auch MĂ€dels haben ein Recht darauf, BrĂŒderschaft zu trinken    standard

In einer Beziehung möchte man sich gern gegenseitig im Arm halten.

Und HĂ€ndchenhalten gehört sowieso dazu, ganz gleich, wie lange man schon zusammen ist …

Das waren natĂŒrlich nur ein paar kleine Momente, welche von Körpersprache gezeigt haben, was jeder von uns mĂŒhelos erkennen kann … es sei denn, man ist autistisch veranlagt. Es ist aber wirklich immer wieder spannend, Menschen um mich herum zu beobachten und sich dann Gedanken zu machen, was deren Haltung direkt oder indirekt ĂŒber ihren GemĂŒtszustand verrĂ€t. Ich fĂŒr meinen Teil sage jetzt mit einer einfachen, besonders im asiatischen Raum oft vertretenen Geste:

Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, mich auf meiner Reise in die Welt der Gesten zu begleiten!



2017 04.
Okt

NatĂŒrlich habe ich gar nichts „gegen das Licht“ und erst recht nicht, wenn ich mich mit Fotografie befasse. Das Wort Fotografie bedeutet immerhin „die Lichtmalerei“.  Diesmal habe ich das Gegenlicht ganz gezielt gesucht, um damit das eine oder das andere Bild zu malen    standard

NatĂŒrlich lag es auf der Hand, zuerst an unbewegten Objekten die Wirkung des Gegenlichts auszutesten, wie z.B. die Kuppel der Yenidze, Ich mag das Leuchten des Glasdaches dieser ungewöhlichen Fabrik, speziell in den Augenblicken, wenn die Sonne untergeht und die Sonnenstrahlen die Kuppel so schön transparent erscheinen lassen:

Die gleiche Wirkung klappt auch bei Luftballons ganz gut:

Diese Seifenblasen schimmern durch das Licht der untergehenden Sonne noch bunter als man das sonst sehen kann:

Wenn man keine lichtdurchlÀssigen Objekte nimmt, dann verÀndert sich die Wirkung, denn das Gegenlicht betont bei solchen Aufnahmen vor allen Dingen die Konturen. Manchmal werden die GegenstÀnde deswegen schemenhaft gezeichnet:

Bei anderen Dingen wirken die feinen Elemente des Ganzen wie ein prĂ€zise ausgefĂŒhrter Scherenschnitt:

Der Scherenschnitteffekt klappt ĂŒbrigens auch bei Menschen ganz gut:

Hier noch eine weitere Gegenlichtwirkung, welche ich bei diesem Fotoprojekt fĂŒr mich entdeckt habe – Aureolen:

Ich finde, dass man damit die Konturen eines Objekts ganz weich nachziehen kann. AbhĂ€ngig von der Position zur Lichtquelle kann man die mal beidseitig …

… oder auch nur von einer Seite wirken lassen:

Ganz zu Beginn habe ich vor dem Durchleuchten der transparenten GegenstĂ€nde im Gegenlicht vorgeschwĂ€rmt. Diese Wirkung wird natĂŒrlich auch bei einem Ganzkörperfotoshooting sehr gezielt einsetzen, um die Schokoladenseiten des Models zu betonen. Einfach weite, durchscheinende Sachen anziehen lassen und ab und zu das Kommando „Bauch rein!“ zurufen    standard

Außerdem kann man im Gegenlicht Schatten richtig groß werden lassen    standard    in diesem Bild, welches beim Fotoshooting der Phrase4-Autoren entstanden ist, sieht man dreifache Gegenlichtwirkung auf einen Blick: Transparenz beim weißen Hemd, Silhouetten der Dunkelbekleideten und dazu die schon angesprochenen großen Schatten:

Mir hat das Fotografieren fĂŒr dieses Projekt Ă€ußerst viel Spaß gemacht, denn es sind jede Menge warme und sonnige Aufnahmen dabei entstanden. Gerade jetzt, mittendrin im Herbst, hoffe ich, dass ihr euch auch an der WĂ€rme der Bilder erfreut und genau so wie mein Model Julia selbst in der dunklen Jahreszeit die Sonne aus dem Herzen strahlen lasst:



2017 22.
Aug

Im Laufe des Jahres habe ich auf den Straßen unseres Stadtteils oder in den GrĂŒnanlagen des Uniklinikums, wo ich arbeite, Hasen, FĂŒchse und anderes Getier gesehen. Auch Spechte waren immer wieder ganz fleißig dabei, aus den BĂ€umen in der Gegend das Beste herauszuklopfen. Doch ausgerechnet in dem Monat, fĂŒr welchen ich das Thema „Tiere in der Stadt“ vorgesehen habe, nahmen sie offensichtlich allesamt Urlaub, denn von denen bekam ich zum Zeitpunkt der unangekĂŒndigten Fotosessions im Rahmen eines mit Kamera bewaffneten Streifzuges rein gar nichts mehr zu sehen. DafĂŒr waren zum GlĂŒck aber einige andere, die keine Angst davor hatten, in meinem Blog zu erscheinen, bereit, fĂŒr mich zu posieren    zwinker    wie zum Beispiel diese jungen Falken samt ihres Betreuers und Aufpassers:

Auch Enten und GĂ€nse fĂŒhlen sich ganz offensichtlich wohl in der NĂ€he von Menschen:

Und wenn einem von ihnen der Trubel in der großen Gruppe zu viel wird, dann kann man sich auch nach dem Baden an einem Brunnen in die Sonne stellen:

Einige gefiederte Stadtbewohner werden von den Menschen recht gut mit Futter versorgt …

… andere profitieren ĂŒber weniger offensichtliche, dennoch gut verfĂŒgbare Futterstellen:

Wenn das natĂŒrliche Angebot zu eintönig wird, findet sich in der NĂ€he von Menschen immer wieder mal eine Möglichkeit, etwas Essbares zu ergattern:

Möwen haben sich zum Teil derart stark auf diese Art der Futterbeschaffung aus Abfalleimern spezialisiert, dass man ihnen inzwischen in den USA den wenig schmeichelhaften Beinamen „Ratten mit FlĂŒgeln / rats with wings“ verpasst hat:

Es gilt allerdings bei Möwen wie bei Menschen die Regel: nicht alle sind so    zwinker

Es gibt eben auch Vogelarten, die auf eine direkte Nahrungsabgabe von Menschen gar nicht erst angewiesen sind, wie diese beiden Kolibris beweisen … da scheint sogar der Hund zu staunen, der aus dem Schatten das emsige Flattern beobachtet:

Apropos Hunde & Co: NatĂŒrlich spielen domestizierte Tiere in einem Stadtbild eine ganz große Rolle. Manch eine Katze fĂŒhlt sich dazu berufen, penibelst darauf zu achten, wer in ihr Revier hineingehen möchte:

Bei den Beziehungen zwischen Hund und Mensch lÀsst es sich manchmal sehr schwer sagen, wer von den beiden eigentlich das Sagen hat:

Hunde erobern die Herzen der Herrchen und Frauchen eben im Nu und haben dadurch jede Menge Privilegien, egal ob im Auto …

… oder im Restaurant:

Da haben Pferde ein nicht so gemĂŒtliches Leben, denn entweder sie tragen die Menschen auf ihrem breiten RĂŒcken …

… oder sie haben außer ihrem Reiter auch noch weitere Lasten zu schleppen:

Wilde Tiere mĂŒssen, wenn sie in einer lauten, ĂŒberfĂŒllten und vielbefahrenen Gegend ĂŒberleben wollen, auf alle EventualitĂ€ten im Straßenverkehr Acht geben, um nicht unter die RĂ€der zu geraten:

Anderseits, wozu auf Zebrastreifen achten, wenn man selber gestreift ist?

Beim Auswerten der Aufnahmen fĂŒr das aktuelle Projekt bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass wir in unserem direkten Umfeld immer mehr jede Menge gezĂ€hmtes und auch wildes Leben haben. Gerade Vögel haben sich optimal auf die NĂ€he der Menschen in der Stadt angepasst. FĂŒr sie gibt es ja auch jede Menge RĂŒckzugsmöglichkeiten: Wasservögel erfreuen sich an den Seen und Teichen, welche es an jedem Wohnort gibt …

… andere gefiederte Stadtbewohner finden große und kleine Parks sowie zahlreiche GĂ€rten perfekt, um sich in unserer NĂ€he wohl zu fĂŒhlen. Manchmal hatte ich beim Fotografieren sogar das GefĂŒhl, dass nicht nur wir sie bei ihrem Tun und Handeln beobachten, sondern auch sie uns    standard