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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 02.
Dez

In den letzten Tagen und Wochen war ich erneut in so viele Sachen eingebunden, dass ich hiermit eine kleine Verschnaufpause suche, um alles in Ruhe mal Revue passieren zu lassen.

Die Wetterkapriolen mit t√§glich ver√§ndernden Temperaturen haben leider einen sehr schlechten Einfluss auf mein Immunsystem gehabt. Ich musste eine reichliche Woche mit einer Bronchitis leben und eifrig gegen diese mit allen verf√ľgbaren Mitteln wie Schlaf, Kr√§utertee mit Honig, Inhalieren & Co ank√§mpfen. Seit geraumer Zeit kann ich aber stolz berichten, dass ich aus diesem Gefecht als stolze Gewinnerin hervorgegangen bin … mehr wird jetzt auch nicht mehr gejammert.

Wie ich schon schrieb,  es war erneut reichlich los in meinem Leben. Neben der Arbeit habe ich nach wie vor donnerstags einige erwachsene und zum Teil schon pensionierte Lernwillige in der VHS vor mir sitzen, die ich in die Geheimnisse der russischen Sprache einweihen darf. Ich bin, wie es sich nun mal f√ľr eine vorbildliche Lehrerin geh√∂rt, so gut wie immer als erste da und genie√üe dann noch ein wenig die Ruhe vor dem Sturm    standard

Aber man hat ja zum Gl√ľck nicht nur die Arbeit im Kopf, egal wie viel Spa√ü sie auch macht    zwinker    deshalb ab hier meine kleinen, als Update gedachten Geschichten aus der Freizeit:

Ines und Torsten haben Carsten zum Geburtstag ein gemeinsames Bowling-Event geschenkt – dieses wurde nun im November eingel√∂st:

Und wie es so ist, in jeder Gruppe muss es einen geben, der konsequent den letzten Platz belegt Рich habe diese Rolle wie so oft beim Bowlen ziemlich schnell an mich gerissen. Doch meinem Spaß mit einer Kugel und 10 Pinnen samt netten Menschen um einen herum tat es dennoch keinen Abbruch:

Zum Gl√ľck war Ines punktetechnisch stets ziemlich in meiner N√§he, wenn auch immer recht knapp vor mir. Die Zeit dazwischen konnten wie vier nutzen, um ausgiebig von Angesicht zu Angesicht zu quatschen und hin und wieder wieder einen Ausflug zum mit inbegriffenen Brunchbuffet zu unternehmen. Zudem gaben wir uns stets der ein oder anderen Fotopose oder Bl√∂delei („Strikemaker“ – pah ! Nicht mit mir !!!) hin:

Da der deutsche November in diesem Jahr √ľberraschend warm und sehr h√§ufig sonnig war, konnten wir nach dem Spiel noch locker und vergn√ľgt im Freien spazieren und genossen die kr√§ftigen Herbstfarben:

Zudem war der Tag perfekt f√ľr einen Besuch in einem nicht weit entfernten Eiscaf√©, wo ich zu meinem Eisbecher auch gleich mal meinen ersten Gl√ľhwein der Saison bestellte – man muss ja der Jahreszeit dennoch irgendwie Tribut zollen    zwinker

Apropos Wein. Am 20. November verbrachte ich wie so oft, einen Abend in der „ver√§nderbar“ in der Neustadt, um den Geschichten der Phrase4-Autoren zu lauschen. Diesmal habe ich als einzige aus dem gesamten Publikum die gesuchte Phrase in einer der Storys wiedererkannt. Niemand, eigentlich auch ich erst nach einigem Gr√ľbeln, haben damit gerechnet, dass die gesuchte Phrase des Abends („nur kurze Sprints“) bereits in der allerersten Geschichte, geschrieben und gelesen von Henning H. Wenzel, vorkommen wird. Deshalb habe ich sogar erst bis zum letzten Wort der Story gewartet und anschlie√üend ganz brav wie in der Schule meine Hand hochgehoben, um zu fragen, ob ich richtig geh√∂rt habe. Habe ich in der Tat und somit durfte ich eine der beiden Flaschen mit nach Hause nehmen und mir gleich auch noch eine neue Phrase f√ľr das n√§chste Mal ausdenken:

Mal sehen, wer diese w√§hrend der Januarlesung aus einer der 8 Kurzgeschichten heraush√∂rt    standard

Am Wochenende vor meinem Geburtstag kam Stephanie zu uns zu Besuch. Da man als Student und vor allem nicht f√ľr sich allein den Aufwand betreibt, einen Braten zu machen, gab es diesen auf Wunsch einer einzelnen Dame eben am Sonntag bei den Eltern – nat√ľrlich mit allem, was dazugeh√∂rt:

F√ľr das Geburtsgasessen am Montag entschieden wir uns allerdings zur Ausw√§rtsvariante und wir nahmen das AYCE-Rippchen-Angebot im „Rauschenbach Deli“ gern als Anlass, dort (nur) zu dritt anzurauschen:

Eine familiäre Vollzusammenkunft klappt eben nicht immer Рvor allem nicht, wenn eines der Kinder aus dem nahen Chemnitz vor Kurzem ins bergige Ausland gezogen ist. Andrea kommt somit erst nächstes Wochenende nach Sachsen und wir werden ein klein wenig nachfeiern.

Mitte Oktober hatte ich ja bereits geschrieben, dass meine Kinder mir ihr Geschenk schon „verraten“ haben. Ich erhielt eine Patenschaft √ľber (m)ein Tief, welches nach mir benannt wurde. Jetzt, zum Geburtstag, bekam ich zusammen mit anderen netten Sachen noch die gesamte Lebensgeschichte dieses Tiefs nachgereicht. Daraus entnehme ich, dass ich mich bei den Briten, Schotten und Norwegern aufrichtig f√ľr das Benehmen meines Patenkindes entschuldigen muss, denn dort sorgte das Tief f√ľr viel Regen und einen heftigen Sturm, w√§hrend wir uns in Deutschland zeitgleich der W√§rme des Hochs Viktor vergn√ľgen konnten. Wer Interesse hat, kann mich gerne kontaktieren und ich lasse ihm die Biografie per Internet zukommen.

Ja, der 26.11. wurde mal wieder f√§llig und ich bin somit erneut um ein Jahr √§lter. Doch ich war wieder sehr ger√ľhrt und √ľberrascht, wie viele Menschen an meinen Geburtstag gedacht haben und mir gratulierten. Die Geschenke waren sowohl im √ľbertragenen als auch im direkten Sinne einfach b√§rig!

Ein ganz herzliches Dankesch√∂n nochmals an alle, die mich in dieser Woche angerufen haben, vorbeigekommen sind, mir ganz klassische Post geschickt haben und nat√ľrlich alle Mittel der modernen Kommunikation nutzten, um mir Gesundheit und viel Gutes f√ľr das n√§chste Lebensjahr zu w√ľnschen – ihr seid einfach klasse!

Meine diesj√§hrige Adventszeit begann ein paar Tage vorher mit einem √úberraschungspaket aus √Ėsterreich – Andrea hat es geschickt:

Der Inhalt sind 24 kleine Pappboxen mit diversen Kleinigkeiten meiner Gro√üen. Ich bin echt gespannt, was sie sich so alles ausgedacht hat. Am ersten Dezember gab es Schokob√§rchen und einen „Women’s Energy“-Tee. Heute durfte ich eine kleine Aufgabe l√∂sen: etwas Lustiges im Internet oder drau√üen suchen und das mit meiner Familie teilen. Ich habe mich daf√ľr entschieden:

… das Bild habe ich gestern in der Neustadt gemacht.

Carsten und ich waren Freitag und Samstag viel unterwegs, um Jesus unser sch√∂nes Dresden zu zeigen und gleich auch mal √ľber die vielen Weihnachtsm√§rkte zu tingeln. Diesen Gast aus Miami haben wir im Februar w√§hrend unseres Urlaubs in Florida √ľber die Couchsurfing-Plattform kennengelernt. Er stammt urspr√ľnglich aus Venezuela und sein Name, welcher in Gegenden mit spanischem Einfluss keinesfalls so exotisch wirkt wie bei uns in Deutschland, wird „Chessuss“ ausgesprochen – wir konnten ihn also sehr unauff√§llig bei unseren Rundg√§ngen rufen bzw. ansprechen, ohne gleich √§u√üerst ungl√§ubige Blicke auf uns zu ziehen. Derzeit wohnt und arbeitet er in Frankfurt und nutzte somit die Gelegenheit, um einmal nach Dresden zu kommen, sich die Stadt anzusehen und √ľber die diversen Weihnachtsm√§rkte zu schlendern.

Wer z.B. mal den Zwinger ganz f√ľr sich allein, ohne alle anderen Touristen haben m√∂chte, muss wohl an einem Freitagmittag dorthin gehen … idealerweise vielleicht im November    standard

Wir haben an den beiden letzten Tagen den Striezelmarkt, das Stallh√∂fische Adventsspektakel, den Advent auf den Neumarkt, den Augustusmarkt und den Winterzauber in der M√ľnzgasse besucht, konnten dabei einiges essen und trinken und uns fr√∂hlich in das vorweihnachtliche Gewusel st√ľrzen:

An beiden Abenden rollten wir erst nach 20 Uhr tiefgek√ľhlt, aber durch und durch satt zur√ľck ins Apartamento OLCA, wo dann noch die ein oder andere Kleinigkeit aufgetischt wurde: Cognac und Wodka sowie Christstollen, Obst, Kaviar und Schokolade.

Heute fr√ľh (sehr fr√ľh: 6:30 Uhr !!!) ist unser Gast aber schon wieder nach Frankfurt zur√ľckgeflogen. Wir g√∂nnen uns dann an diesem Sonntag eine kleine Pause zu Hause und widmen uns eifrig der To-Do-Liste, denn morgen nach der Arbeit treffe ich mich mit ehemaligen Kollegen auf dem Striezelmarkt und Carsten geht am Dienstagabend mit seinen Abteilungskollegen wie jedes Jahr zum Jahresabschlussbowling. Und weitere Weihnachtsmarkttreffen sind in unserem Kalender ebenfalls reichlich vertreten, d.h. auch der Dezember verspricht, sehr ereignisreich zu werden.



2017 01.
Nov

Unser Arbeitgeber w√ľnscht, dass man bereits im November des Vorjahres seine Urlaubstage f√ľr das gesamte Folgejahr einreicht – f√ľr einen 24/7-Unternehmen sowie Abteilungen mit Schichtbetrieb und im Vorfeld auszuarbeitenden Dienstpl√§nen auf jeden Fall ein Muss. Wir fanden Ende November 2016 den Gedanken recht reizvoll, den in Sachsen schon immer freien Reformationstag am 31.10. (diesmal ein Dienstag) dazu zu nutzen, um mit zwei weiteren Urlaubstagen am Montag und Mittwoch fast eine ganze Woche verreisen zu k√∂nnen. Da aber das Jahr 2017 gleichzeitig auch die gro√üe 500 Jahr-Feier der Lutherschen Reformation sein sollte, gab es eben diesen freien Tag ausnahmsweise auch mal f√ľr alle 16 deutschen Bundesl√§nder und nicht nur f√ľr die f√ľnf im Osten. Die Vorstellung, sich dann mit unheimlich vielen Leuten die Autobahnen und Ferienunterk√ľnfte teilen zu m√ľssen, fanden wir am Ende wieder nicht so umwerfend. Zudem hatten wir in den letzten Wochen sehr viel um die Ohren gehabt, weshalb wir recht kurzfristig beschlossen, die freien Tage doch lieber zu Hause zu bleiben und endlich mal ungest√∂rt sehr viel Zeit f√ľr lange aufgeschobene Aufgaben, Treffen, Vorhaben und Projekte zu nutzen – unser ber√ľhmt-ber√ľchtigter To-Do-Zettel … ein seit Jahren stetig anwachsendes und gelegentlich auch mal schrumpfendes OLCA-Urgestein.

Das Ergebnis eines Vorhabens hat uns am Ende selber sehr √ľberrascht, denn wir stellten unerwartet fest, dass wir das Ausschlafen bis um 10 Uhr doch noch nicht verlernt haben! Normalerweise sind wir n√§mlich auch an freien Wochenenden mit 7 bzw. 8 Uhr recht fr√ľh wach, doch wenn man √ľber mehr als zwei Tage ein bisschen zur Ruhe kommt, schl√§ft man offensichtlich auch etwas entspannter … sogar unabh√§ngig davon, ob man mit oder ohne Zeitumstellung    zwinker
Nur die Qualit√§t meiner Tr√§ume hat sich nicht verbessert, denn sie waren bunt und verwirrt wie immer bei mir    lachen

An den Ausspanntagen habe ich mir au√üerdem reichlich Zeit zum Lesen von B√ľchern geg√∂nnt – das fehlt mir im Alltag doch ziemlich oft.

Halloween und Jahreszeit bringen etwas anderes Interessantes in den Fokus: K√ľrbis. Ich habe in der kurzen Zeit gleich zwei Male K√ľrbisbrot mit K√ľrbiskernen gebacken, wobei ich beim ersten Mal unabsichtlich etwas zu fl√ľssigen Teig gemacht habe und es am Ende auf dem Backblech eher ein flaches Fladenbrot geworden ist. Die Besucher waren von dieser Darreichungsform zur Suppe und bestrichen mit Butter aber begeistert und so floss beim zweiten Mal schon etwas mehr Absicht in diese ungew√∂hnliche Form – sie l√§sst sich so eben sehr viel besser in kleine H√§ppchen schneiden als bei einem „anst√§ndigen“ Brot    standard
Logischerweise gab es auch dieses Jahr immer wieder mal K√ľrbissuppen, seitdem die Herbstfrucht k√§uflich erh√§ltlich ist – zum Besuch der Kinder mal zur Abwechslung mit Kokosmilch und Ingwer:

Die K√ľrbisrezepte werden √ľber kurz oder lang in unserem Kochbuch erscheinen … ich gebe nach der Ver√∂ffentlichung kurz Bescheid, versprochen    standard

Das erste (Fladen-)Brot wurde f√ľr einen Besuch von Andrea und Karl gebacken. Wir haben endlich mal wieder viel Zeit zum Quatschen gefunden und es blieb sogar genug Zeit, um zusammen zwei Runden Bezzerwizzer zu spielen. Die „Kinder“ √ľbernachteten auch bei uns, aber leider konnten wir am darauffolgenden Morgen nicht mehr zusammen fr√ľhst√ľcken, da wir bereits mit Ines und Torsten f√ľr einen Brunch im Grunaer Espitas verabredet waren.

Das dortige Brunchangebot war wie immer umfangreich und lecker und diesmal gab es sogar noch eine ganz besondere Zugabe obendrauf! Da das mexikanische Fest Dia de los Muertos quasi vor der T√ľr stand, kam √ľberraschend eine Gruppe entsprechend verkleideter Menschen ins Restaurant, welche tanzten und unentgeltlich Fotos von sich machen lie√üen:

Diese √úberraschungsaktion machte echt gute Laune, auch wenn es „nur“ eine Werbeaktion f√ľr das mexikanische Bier Sol war. Als weiteres i-T√ľpfelchen war im Angebot, dass man sich kostenlos passend zum bevorstehenden Feiertag schminken lassen konnte. Ines und ich haben von diesem verlockenden Angebot nat√ľrlich recht schnell Gebrauch gemacht    standard

Das beworbene Bier gab es dann sogar noch als Zugabe dazu, allerdings war es geschminkt nicht mehr so einfach, es auf gewohnte Art und Weise zu trinken    zwinker

Aber ich habe es dennoch mit etwas Zusatzgehabe geschafft    zwinker

Leider konnte ich meine Totenbemalung nur f√ľr ein paar St√ľndchen und f√ľr Fotos im Gesicht behalten, denn am gleichen Abend war ich mal wieder mit Anna verabredet und wollten raus aus den Wohnungen. Wir gingen zusammen in den Club Tante Ju zu einem Konzert der Band Apparatschik:

Von Anna, welche diese Band schon einmal live erlebt hat, wusste ich, dass es keine Musik wird, bei der man ruhig auf seinem St√ľhlchen sitzen bleibt. Und so war es auch! Sie spielen j√ľdisch-russisch-ukrainische Musik zum Mittanzen und es gab schon von Anfang an jede Menge Platz im Saal, um diesem Verlangen auch nachgeben zu k√∂nnen – wir hatten soooooo viel Spa√ü!

Am Montagabend kam Julia vorbei, um sich von uns √ľber die Reise nach den Niederlanden erz√§hlen und Fotos zeigen zu lassen und speziell f√ľr diesen Zweck aus Friesland/Noord-Holland mitgebrachten K√§se sowie Bier zu genie√üen. Dazu gab es das bereits oben angesprochene, zweite K√ľrbis(fladen)brot. Das Bier ist alle geworden, vom K√§se haben wir ihr noch jede Menge mitgeben k√∂nnen und trotzdem liegt immer noch reichlich davon in unserem K√ľhlschrank. Aber es waren eben bei der Menge auch besondere Sorten dabei, wie z.B. mit Waldpilzen oder mit Spargel oder mit Nelken oder auch mit irischem Porter. Der klassische Gouda durfte bei der Auswahl nat√ľrlich auch nicht in mehreren Varianten fehlen    standard

Ich habe die letzten Tage zudem etwas Zeit gefunden, bei Tageslicht noch ein paar Bilder f√ľr mein Monatsprojekt „Blattwerk“ zu knipsen. Aber wie so oft, konnte ich mich nicht nur auf das eigentliche Thema konzentrieren, sondern fotografierte gleich noch ein paar andere Sch√∂nheiten entlang des Weges    standard

Das Wetter war leider nicht so wahnsinnig gut geeignet, um gro√üe Spazierg√§nge zu machen. Aber eigentlich bin ich gar nicht so entt√§uscht, denn es passt perfekt zur meiner Erwartung an diese Jahreszeit, schlie√ülich haben wir heute unsere Kalender ja auch schon auf November umgebl√§ttert …

Morgen geht es nach f√ľnf Tagen Erholung und drei Tagen Pause wieder zur Arbeit. Doch schon am Freitag (also √ľbermorgen !) sind wir beide schon wieder Mittagskinder, denn da kommen unsere M√§dels zu uns nach Dresden ins Apartamento OLCA. Bei sowas z√§hlt schlie√ülich jede Minute, die man zusammen verbringen kann, nicht wahr?



2017 23.
Okt

Mannomann, wir sind schon seit einer guten Woche zur√ľck zu Hause und ich habe euch noch gar nicht von unserem Kurzurlaub im Norden der Niederlande berichtet! Ich versuche das jetzt mal nachzuholen, um wenigstens ein paar Einblicke in unsere sportlich sehr aktive aber ansonsten auch sehr entspannte Woche in Friesland und Noord-Holland zu gew√§hren    standard

F√ľr unseren Sander-Mobil war das der erste gro√üe Ausflug in die Ferne und dazu gab es noch die Premiere mit dem neuen Fahrradtr√§ger obendrauf. Hat Carsten beim allerersten Aufbauversuch vor der Abreise noch recht lange gebraucht, wurde er jeden Tag immer routinierter im Auf- und Abbau unserer Drahteselchen und der Anh√§ngerkupplungserweiterung.

Ich muss gestehen, unsere Neuanschaffung gefiel mir mit jedem Tag immer mehr. Und endlich habe ich mich auch getraut, ein wenig selber mit dem Wagen zu fahren:

Ich habe mich gefreut, dass ich trotz einer zweij√§hrigen Pause das Fahren mit einem Schaltwagen nicht vollends verlernt habe. Allerdings hat unser Sander-Mobil im Vergleich zu meinen damaligen KIAs und dem SMART jetzt noch ein paar technische Extras, die ich bislang nicht kannte oder gar genutzt habe. So muss ich mich nun z.B. mit einem Tempomat anfreunden, der hier gepaart mit einer Radarabtastung zum Vordermann beim Fahren auf der Autobahn oder Landstra√üe nicht mal F√ľ√üe auf den Pedalen f√ľr Gas (Tempomat) und Bremse (Abstandsradar) ben√∂tigt. Das ist ein ganz seltsames Gef√ľhl! Jetzt bremst das Auto n√§mlich automatisch ab, sobald sich der vorgesehene Abstand zum vorderen Wagen verringert und beschleunigt selbstst√§ndig nach meinem Ausscheren bzw. Blinkersetzen … so kann man hunderte von Kilometern zur√ľcklegen, ohne dass das rechte Bein f√ľrs Fahren genutzt werden muss. Ich bin da aber noch sehr misstrauisch, ob solche Automatismen immer tadellos funktionieren und f√ľhle mich dementsprechend unsicher. Wir werden sehen, ob sich daran noch etwas √§ndern wird    standard

Tja, und was haben wir denn sonst noch so in Niederlanden gemacht? Wir haben eine gro√üe Stadt besucht und sehr viele kleine St√§dtchen und D√∂rfer. Im Amsterdam, die oben erw√§hnte Gro√üstadt, meldeten wir uns zu einer dreist√ľndigen, kostenlosen Stadtf√ľhrung in englischer Sprache bei New Europe Tours an und wurden nicht eine Minute entt√§uscht!

Das Wetter war genau so, wie man es von den Niederlanden im Sp√§therbst erwarten h√§tte – es hat immer wieder ein wenig geregnet. Die F√ľhrung von Kendra (geb√ľrtig aus den USA) f√ľhrte uns zu bekannten und weniger bekannten Orten, dazu haben wir einiges √ľber die Mentalit√§t und das Leben der Amsterdamer und anderer Niederl√§nder aus ihrer Auswanderersicht erfahren. Auf diesem Foto ist sie auf der rechten Seite zu sehen:

Ihr Englisch war nat√ľrlich perfekt, aber das war kein Wunder, denn urspr√ľnglich stammt sie aus Alaska, lebt allerdings schon anderthalb Jahrzehnte in Amsterdam. Au√üerdem hatte sie auf nahezu jede Frage eine plausible Antwort und gr√∂√ütenteils auch lustige Anekdoten. Es machte jedenfalls sehr viel Spa√ü mit ihr!

Die oben erwähnten, kleineren Städtchen haben wir auf eigene Faust angesehen. Zum Beispiel war ich von diesem Wappentier der Stadt Hoorn sehr angetan:

Dass diese Stadt noch keine Pilgerst√§tte f√ľr die zahlreichen Einhornfans der Moderne geworden ist, hat mich allerdings echt gewundert    zwinker

√úber eine andere Stadt habe ich aus russischen Reisegruppen in sozialen Netzwerken erfahren – Giethoorn. Dort wird sie n√§mlich √ľberschw√§nglich als eine Oase der Ruhe und Entspannung bzw. als Venedig des Nordens beschrieben. Wir w√ľrden aus unserer N√§he zum Spreewald eher den Vergleich mit der dortigen Haus-Wasser-Boot-Situation ziehen. Allerdings hat uns das etwas entferntere, von chinesischen und russischen Touristen kaum besuchte und somit recht von Einkaufsgelegenheiten befreie Dorf Dwarsgracht noch mehr gefallen:

Im Fischerdorf Urk haben wir ganz schnell entdeckt, woher dieses Dorf seinen Namen hat. Schlie√ülich hat man den Namensgeber Orca un√ľbersehbar am Hafen als Wasserspiel bzw. Springbrunnen verewigt:

Die gr√∂√üte D√ľne von Niederlanden sollte nat√ľrlich ebenfalls von uns erkundet werden    standard    sie liegt im weiten und autofreien Gel√§nde der Schoorlser D√ľnen.

Allerdings haben wir es wohl irgendwie verpasst, den absolut h√∂chsten Punkt von 54 m zu besteigen, doch unsere h√∂chste Erhebung lag, wenn man der Karte glauben kann, auch schon bei bei 51 m. Ich finde, das reicht dicke    zwinker

Die Wege zwischen Schoorl, der rauschenden Nordseek√ľste und der diversen D√ľnenwellen f√ľhrte uns neben vielen Sandformationen auch durch herbstliche Mischwaldabschnitte … und diese waren im weichen Licht der Herbstsonne m√§rchenhaft sch√∂n!

Auf den Rat unserer B&B-Vermieterin Yvonne hin haben wir auch einen ganztägigen Ausflug auf die Insel Texel unternommen Рdas war eine hervorragende Empfehlung! Zumal wir an diesem Tag vom schönsten Spätsommerwetter mit blauem Himmel verwöhnt wurden:

In dieser Umgebung schmecken dann auch Pfannkuchen a.k.a. Pannekoeken noch besser als sonst    zwinker

Nat√ľrlich mussten in unserer Urlaubswoche auch so manche Fischbr√∂tchen die s√§chsisch gepr√§gten Gaumen verw√∂hnen – vor Ort schmeckt Matjes noch unvergleichlicher und unbeschreiblicher gut!

Die Niederl√§nder im Ganzen, die Holl√§nder und die Friesen im Speziellen sind nat√ľrlich auch besonders ber√ľhmt f√ľr leckeren K√§se, der uns ebenfalls √ľberall begegnete und superlecker geschmeckt hat. Dann gab es davon auch noch sooooo viele Varianten und man konnte in einem Laden in Giethoorn sogar fast von JEDER kosten!

Von jeder Sorte ein St√ľck zu kaufen, w√§re zu viel des Guten gewesen, aber einige Geschmacksrichtungen (z.B. Spargel und Waldpilze) haben wir aus dem Laden gegen eine Zahlung befreien k√∂nnen    zwinker
Dass die Einheimischen ihren Käse zweifelsohne lieben und ehren, beweist wohl am besten diese Tafel:

Nat√ľrlich haben wir nicht nur gegessen! Unsere Drahtesel kamen auch ganz gut ins Schwitzen … naja, um ehrlich zu sein, es waren eher wir zwei, die beim eifrigen Pedalentreten geschwitzt haben    zwinker
Besonders hart war f√ľr mich, immer wieder lange Strecken gegen den Wind bzw. die steife Briese zu strampeln … und wenn dann sogar noch ein Aufstieg dazu kam! Aber ich habe dennoch alle Hindernisse √ľberwunden und bin jetzt sogar ziemlich stolz auf meine Leistung. Wir haben insgesamt drei Radtouren gemacht: eine mit 72 km, eine mit 42 km und eine mit 47 km. Wobei das die Werte sind, welche auf den ausgedruckten Radkarten und Touren√ľbersichten standen. Da wir beim ersten Ausflug zwei Mal die Hinweisschilder √ľbersehen haben und deshalb etwas zur√ľckfahren mussten, sind am Ende wohl eher 75 km geworden. Bei unserem letzten Ausflug sollte man ein St√ľck mit einer F√§hre von einem Hinweisschild zum anderen kommen … diese fuhr allerdings nicht mehr und wir konnten klingeln wie wir wollten, obwohl sie laut Aushang eigentlich noch drei Tagen zu funktionieren gehabt h√§tte. So hat sich diese Route dann auch im Nu um weitere 5 km verl√§ngert.  Aber dennoch hat es uns definitiv immer sehr viel Spa√ü gemacht    standard

Besonders die dortigen Radwege habe ich als richtig angenehm zum Fahren empfunden!

Wenn unsereiner nicht gerade gegen den Wind ank√§mpfte, w√§hrend die schlauen Einheimischen v√∂llig gechillt mit ihren e-Bikes an einem vorbeizogen, konnte man √ľberall postkartenreife Landschaften genie√üen. So wie dieser hier zum Beispiel:

Au√üerdem gab es √ľberall so viele Schafe!!!

Was jeden Ausflug nat√ľrlich enorm aufwertete, waren selbstverst√§ndlich die Pausen. Ob nun mit einem kleinen Imbiss verbunden …

… oder einfach nur, um auf einer der zahlreichen Banken zu sitzen, die Beine auszustrecken und v√∂llig entspannt die Sch√∂nheit der Polderlandschaften zu genie√üen:

Summa sumarum war das trotz der k√∂rperlichen Anstrengung eine wunderbare Erholungswoche f√ľr die Seele – die Gegend kann ich echt nur empfehlen! Ach √ľbrigens, es sind in diesem Urlaub f√ľnf weitere „F√ľ√üe-im-Wasser„-Bilder entstanden – viel Spa√ü beim Entdecken!



2017 03.
Sep

Ganz unbemerkt, mitten in der Arbeitswoche, verabschiedete sich der kalendarische Sommer bis zum n√§chsten Jahr und gab dabei die T√ľrklinke in die Hand des Herbstes.

Dieser hat nun beschlossen, uns allen gleich von Anfang an zeigen zu m√ľssen, worauf wir uns die n√§chsten Wochen einzustellen haben. Warum ? P√ľnktlich am 1. September hat es den ganzen lieben Tag durchg√§ngig geregnet – so viel wie schon lange nicht mehr in Dresden. Und bereits einen Tag sp√§ter besserte sich die unberechenbare Jahreszeit schon wieder und wir hatten erneut jede Menge Sonne. Ein st√§ndiges Hin und Her, wobei die Temperaturen so langsam immer mehr in den Pulli- und Jackenbereich fallen. Morgens verlasse ich in w√§rmender Kleidung das Haus, aber f√ľr den Nachmittag ist man noch ungewiss, ob es warm wird oder man besser Schirm bzw. Regenponcho mitzunehmen hat.

Da das Wetter am 2. September es aber gut mit uns meinte, nutzten Carsten und ich den Samstagvormittag, um zwei Stubentiger von Carstens Arbeitskollegen zu versorgen, aber dies gleich auch noch mit einem Spaziergang zu verbinden. Das Programm der Katzenpflege beinhaltete wie schon die gesamte Woche das Bef√ľllen von Nass- und Trockenfutter in die entsprechenden N√§pfe, das Ausmisten des Katzenklos, etwas Kraulen und nat√ľrlich ein wenig Spielen. Da wir durch diesen Hausbesuch eh gerade in der N√§he waren, gingen wir noch zum 24. Geburtstag des Dresdner Backhauses, wo wir uns unter anderem auch mal die Produktionshallen besichtigen durften. An einer Stelle schauten wir unter anderem dem ersten Brotsommelier Tino Gierig beim Stollenmachen auf die Finger – der Teig gehorchte ihm aufs Wort und lie√ü sich bedingungslos kneten! Im Hof des Backhauses durften wir mit einer Brott√ľte, welche vor zwei Wochen als Werbung f√ľr diese Veranstaltung in unserem Briefkasten landete, eine √úberraschung abholen: ein kleines K√ľrbiskernbrot. Das war ja soooo lecker!

Unterwegs haben wir √ľbrigens noch ganz zuf√§llig eine Bekannte von mir getroffen … unsere gro√üen T√∂chter waren beste Freundinnen im Kindergarten. Andrea wurde allerdings schon ein Jahr eher eingeschult w√§hrend Janine noch ein weiteres schulfreies Jahr genie√üen durfte oder musste. Doch nach unserem damaligen Umzug in einen anderen Dresdner Stadtteil riss die Verbindung irgendwann g√§nzlich ab. Nun haben wir uns mal wieder auf den aktuellen Stand des Lebens unserer Kinder gebracht und voller Erstaunen festgestellt, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Zudem best√§tigte sich damit erneut, dass Dresden ein Dorf oder zumindest Provinz sein muss, denn trotz 500.000 Einwohnern trifft man sehr h√§ufig Leute, die man von irgendwoher kennt.

Was aber nun die Herbstzeit angeht, scheint diese jetzt gerade mal richtig anzufangen und ich muss gestehen, dass ich mich sogar sehr darauf freue. Ich hoffe, dass ich wieder einen richtig goldenen Herbst erleben darf. Ich freu mich auf den frischen und w√ľrzigen Geruch der bunten Bl√§tter. Ich freue mich √ľber die Kastanien und wei√ü ganz genau, dass ich wie jedes Jahr welche einsammeln und voller Gl√ľck und Freude in meinen Jackentaschen nach Hause und ins B√ľro tragen und dort dekorativ hinlegen werde. Ich freue mich auf den baldigen √úberschuss von einheimischen, appetitlich riechenden √Ąpfel. Ich freue mich auf die pausbackigen, orange leuchtenden K√ľrbisse und gehe im Geiste schon durch, was ich daraus kochen und backen k√∂nnte. Ich freue mich auch darauf, mit gutem Gewissen und nicht mehr mit dem Gef√ľhl, etwas verpasst zu haben, zu Hause bleiben zu d√ľrfen, um einen Film zu gucken oder ein Buch zu lesen. Aber nat√ľrlich kenne ich auch die Kehrseite der Herbstmedallie: Regen, Dunkelheit und K√§lte. Dennoch √ľberwiegt bei mir die Vorfreude    standard

Ich w√ľnsche uns allen eine m√§rchenhafte und gem√ľtliche Herbstzeit!



2016 20.
Nov

Zeit begleitet uns immer wieder im Form von Uhren und zwar von Kindesbeinen an bis zu dem Punkt, an dem unser letztes St√ľndlein schl√§gt … still steht sie eigentlich nur auf Fotos oder Bildern.

Schon am fr√ľhen Morgen werfen wir bei unserer Morgentoilette einen Blick auf die Uhr:

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Hoffentlich hat man danach noch Zeit f√ľr ein gem√ľtliches Fr√ľhst√ľck:

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Wenn man dann das Haus verl√§sst, wird man ebenfalls √ľberall von Zeitanzeigen begleitet, ob hoch oben an einer Kirche …

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… oder an einem Rathaus …

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… oder im Schaufenster eines Antiquit√§tenladens:

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Selbst wenn man lediglich die Schönheit der Natur betrachten möchte, hat man im Augenwinkel nicht selten die Zeit im Blick:

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Aber sollte man sich nicht stets die Zeit nehmen, um etwas Wundervolles ausgiebig betrachten zu können?

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Und auch Zeit daf√ľr nehmen, um einen R√ľckblick in die Vergangenheit zu wagen?

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Um sich vielleicht auch dann an Zeit zu erinnern, als man noch genug davon hatte, z.B. um stundenlang lesen zu k√∂nnen …

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… oder sich beim Lesen von Gedichten m√∂glicherweise Gedanken um die Jahreszeit zu machen ?

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Es gab mal eine Zeit, und das ist noch gar nicht so lange her, als wir uns noch richtige, lange und ausf√ľhrliche Briefe auf Papier geschrieben haben. Das waren noch keine Nachrichten, welche eine Beschr√§nkung auf 140 Zeichen hatten:

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Ich habe √ľbrigens bei diesen Fotoshootings auch die Gelegenheit genutzt, wieder viele der alten Briefe mit gro√üem Vergn√ľgen und oft auch mit einem Schmunzeln durchzulesen. Das gelingt mir bei einem Chatverlauf bei weitem nicht so gut, denn in der Regel man kann alte Botschaften kaum noch erreichen. Doch bei den Briefen konnte man alles lesen, was meine Freunde und Familie Anfang der 90er Jahre so besch√§ftigt hat – ein wirklich besonderes Erlebnis!

Wie gesagt, es gibt noch eine weitere sch√∂ne Art, Zeit zu „konservieren“, n√§mlich in Fotos …

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Vielleicht ist das auch einer der Gr√ľnde, warum ich immer wieder so viele davon mache    zwinker

Ansonsten sollte man darauf achten, dass Zeitdiebe unsere kostbare Lebenszeit nicht stehlen:

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Denn irgendwann werden die Zeiger f√ľr jeden von uns auf „5 vor 12“ stehen …

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… und genau dann muss man sich die Frage stellen, ob man den Rest seiner Zeit daf√ľr verwendet, um √ľber Gott und die Welt nachzudenken …

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… oder sich auf die alten Zeiten zu besinnen …

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… oder diese einfach in der Gesellschaft zu verbringen, die einem gut tut:

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Denn auch wenn man sagt, dass Zeit Geld ist …

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… kann man sie auch daf√ľr verwenden, um sich mehr den Dingen zu widmen, denen uns gut tun:

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Einst sagte der arabische Dichter Amrilkais: „Gott hat dem Menschen die Zeit gegeben, aber von Eile hat er nichts gesagt“ … in diesem Sinne w√ľnsche ich allen Lesern, dass ihr die Zeit f√ľr die wirklich wichtigen Dinge des Lebens finden k√∂nnt. Wenn ihr das nicht von allein schafft, dann kommt die Zeithexe und, glaubt mir, sie wird ganz doll mit euch schimpfen    zwinker

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2016 06.
Nov

Es gibt einen Nachteil, wenn der eigene Partner j√ľnger ist als einer selbst – der J√ľngere ist immer schneller¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†ergo, Carsten hat schon die wichtigsten Sachen von unserem tollen Wochenende in K√∂ln in Wort und Bild berichtet. Deshalb kann bzw. m√∂chte ich seinen Beitrag jetzt nur noch um ein paar pers√∂nliche Empfindungen erg√§nzen¬†¬†¬† standard

Auf jeden Fall war es f√ľr mich ein besonderes Erlebnis,¬†wenigstens einmal im Leben¬†bei einer TV-Aufzeichnung dabei zu sein. Ich habe schon vor langer Zeit bei TVTiCKETS aus purer Neugier den Newsletter abonniert und nun¬†gab es eben auch die Tickets zu 0,00 ‚ā¨ f√ľr den „K√∂lner Treff“¬†im Angebot¬†und da ich auch eine gute Auswahl an Terminen hatte, konnten wir uns den f√ľr uns besten aussuchen.¬†Bettina B√∂ttinger finden Carsten und ich schon lange sehr sympathisch und wir m√∂gen ihre nat√ľrliche und lockere Art mit den G√§sten in ihrer Runde zu sprechen sehr. Uns ist es nicht wichtig, die eigenen Konterfeis im Fernsehen zu sehen, deshalb war f√ľr uns die Sitzplatzzuweisung in der 2. Reihe optimal, um ungest√∂rt das ganze Geschehen hinter den Kulissen zu beobachten.

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Die roten Sessel in der Mitte sind f√ľr die G√§ste, dann gibt es einen inneren Kreis, wo man die redaktionellen G√§ste platziert hatte, danach kam ein ca. 1,5 m breiter Weg f√ľr die Kameraleute mit ihren Ger√§ten und¬†wir sa√üen gleich dahinter an weiteren Vierertischen – perfekt!

Nach der Aufzeichnung hat man die Chance, Fotos mit den G√§sten zu machen, Autogramme abzuholen und einfach ein paar Fragen an die Leute¬†zu stellen. Ich sammelte all meinen Mut und fragte die Gastgeberin, ob ich ein Foto mit ihr machen d√ľrfte. Am Ende gab es nicht nur ein Erinnerungsbild, sondern man hat sich auch kurz dar√ľber unterhalten, wie man am geschicktesten Br√ľckentage nimmt. Die Frau ist echt der Hammer und sie gibt einem das Gef√ľhl, dass man sich schon ewig kennt – ich war sehr beeindruckt, denn sie hatte keine Spur von Arroganz oder √úberheblichkeit, was man von TV-Leuten doch eigentlich irgendwie erwartet. Einfach eine klasse Frau!

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Und hier noch ein paar Eindr√ľcke von K√∂ln von meiner Seite. Die B√§ckerei „Merzenich“ scheint in dieser Stadt irgendwie an jeder Ecke eine Filiale zu haben – st√§ndig haben wir den Namen und da Logo gesehen. Da werden sogar belegte Br√∂tchen auf Paletten geliefert und verkauft¬†¬†¬† zwinker

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Wir haben jedenfalls einiges an Geld dort gelassen, wenn wir unterwegs Hunger bekamen    zwinker

In der Kölner Innenstadt lohnt es sich, das Treiben nicht nur auf den Straßen und Gassen zu beobachten, sondern gelegentlich den Kopf auch mal gen Himmel zu drehen, um z.B. den Kallendresser zu entdecken, wie er seinen nackten Ar*** in eine bestimmte Richtung zeigt:

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Oder auch den zu jeder vollen Stunde Zunge rausstreckenden Platzjabbek am Rathausturm:

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Ich m√∂chte an dieser Stelle au√üerdem zugeben, dass ich den richtig sch√∂nen goldenen Herbst in K√∂ln von ganzem Herzen genossen haben. Irgendwie ist in unserer Stadt dieses Jahr die goldene Komponente beim Herbsthergang etwas abhanden gekommen, um so mehr freute ich mich √ľber diese pr√§chtigen Farben in der Rheinmetropole:

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Und auch im Rheinpark gab es herrliche Ecken, wo man sich √ľber sonnige Herbsttage so richtig freuen konnte:

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Und in diesen Baum habe ich mich regelrecht verguckt    verliebt

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Wie es so aussieht, war ich aber nicht die einzige Herbsttagsgenießerin:

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Diese Skulptur von Gerhard Marks hei√üt Eva II. Die erste „Eva“ wurde 1938 als Gipsmodell angefertigt und wurde leider 1943 bei einem Bombenangriff, welcher das Altelier des K√ľnstlers in Berlin zerst√∂rte, stark besch√§digt. Deshalb formte er¬†sie sp√§ter, genauer im Jahre 1947, als „Eva II“ zu Ende. Ihre Frisur erinnerte uns allerdings sehr stark an eine bekannte ukrainische Politikerin ¬† ¬†zwinker

Auf jeden Fall kann ich als Fazit das gleiche sagen, was mein Mann schon in seinem Blogeintrag angedeutet hat Рein Ausflug nach Köln lohnt sich wirklich!



2013 04.
Nov

Der Oktober war diesmal richtig gn√§dig zu mir, so konnte ich problemlos einige Fotoausfl√ľge unternehmen (Dank meinem Schatz sogar in Ecken, an welche ich zuerst nicht mal gedacht habe, z.B. nach Brabsch√ľtz) und habe am Ende wieder einmal viel zu viele Bilder f√ľr mein Fotoprojekt von diesem bezaubernden Herbst gemacht. Ich bin jedes Jahr v√∂llig hin und weg von der verschwenderisch bunten Farbenpracht! Und nat√ľrlich sind dabei auch ein paar Aufnahmen entstanden, welche ich¬†euch gern zeigen m√∂chte ¬† ¬† standard

Herbst ohne Regen  Рdas gibt es nicht, ergo gibt es gleich zu Beginn Regenbilder. Rotgefärbte Ahornblätter, vom Regenguss ganz frisch gewaschen:

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Einzelne Blätter von einem Bach zusammengetragen:

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In Dresden-Plauen hat jemand so viel Zeit gehabt, einzelne Kastanien auf eine lange Schnur aufzufädeln und diese dann zwischen zwei Bäumchen aufzuspannen:

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Da wir bei den br√§unlichen Herbstt√∂nen angekommen sind, passen nat√ľrlich die gl√§nzenden Buchenbl√§tter optimal dazu:

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Wie beruhigend diese Bl√§tter beim Schlendern rascheln….

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Ein kleiner Farbenwechsel. Herbstastern finde ich mit ihren knalligen Hippiefarben einfach herrlich:

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Dieses Bild ist aus dem fahrenden Auto aufgenommen worden. Keine Angst, ich war nur der Beifahrer    zwinker

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Am Zwingerteich in der Innenstadt:

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Am Terrassenufer gab es f√ľr mich eine Erinnerung an die ukrainische Flagge:

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Ein einsamer Apfel:

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Er ist allerdings nicht sehr weit vom Stamm gefallen     zwinker

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Ein strahlend blauer Himmel ist ein herrlicher Hintergrund f√ľr braungebr√§unte Kirschbaumbl√§tter:

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Manche Bäume wollten den Herbst an sich noch nicht so richtig ranlassen     zwinker

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Hagedorn sieht im Herbst zum Anbeissen schön aus!

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Mit Ines im Bienertpark in Dresden-Plauen:

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Und hier mit rotem Schirm:

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Erinnert ihr euch noch an die Buchenblätter auf den Stufen? Sie können auch ausgezeichnet fliegen     lachen

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Der Herbst bringt uns dazu, etwas zu sammeln: Kastanien, Bl√§tter, Eicheln, Gedanken…

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Hier sind die fallenden Bl√§tter voll in „√Ąkschn“¬†¬†¬†¬†¬†standard

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Und nun macht der Herbst seine T√ľr zu den goldenen Sch√§tzen zu – erst in einem Jahr d√ľrfen wir diese fabelhaften Farben wieder geniessen:

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2013 03.
Nov

Heute ist der letzte freie Tag meines Kurzurlaubs. Wir haben die Gunst der Herbstferien und gleichzeitig des Reformationstages am 31.10 genutzt sowie noch 2 Urlaubstage dazu genommen Рfertig war der Kurzurlaub.

So unbelehrbar naiv wie ich ich nun mal bin, dachte ich, dass ich in dieser Zeit Millionen unerledigter und aufgeschobener Dinge abhaken kann, aber letzten Endes entschied ich¬†mich statt der Erf√ľllung des Pflichprogramms lieber f√ľr viel Zeit mit Familie und Freunden.

Tag 1 – Stephanie und ich haben uns am Mittwoch eine Shoppingtour in der Innenstadt geg√∂nnt und sind mit unserer Ausbeute¬†sehr¬†zufrieden. Auch bei Klamotten ist eine Teuerung nun mehr als festzustellen, aber wir beide sind schon mehr als ge√ľbt darin, nach den wenigen Schn√§ppchen zu suchen und so sind wir auch diesmal wieder f√ľndig geworden ¬† ¬† zwinker

Tag 2 – Den darauf folgenden Feiertag haben wir komplett als Familie verbracht. Nach dem Fr√ľhst√ľck verzogen wir uns in den Fernsehraum, um gemeinsam den Film „The Purge – die S√§uberung“ anzusehen. Es ist kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber dennoch durch seine blutige ¬†Geschichte sehr zum Nachdenken anregend –¬†allerdings ist er¬†bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Nach dieser DVD widmeten wir uns dann fr√∂hlicheren Sachen, welche¬†wir an diesem sonnigen Herbsttag machen konnten: Minigolfen im Gro√üen Garten, Schlendern¬†√ľber den Dresdner Herbstrummel¬†(allerdings ohne Fahrgesch√§fte zu nutzen) und abschlie√üend¬†ein AYCE im griechischen Restaurant „Olympia„, wo wir zum Gl√ľck rechtzeitig¬†Pl√§tze reserviert haben.¬†Viele Leute ohne Reservierung mussten leider sofort wieder gehen.

√úbrigens, beim Minigolf freute ich mich √ľberschw√§nglich √ľber jeden eingelochten Ball … es hat mir am Ende dennoch nix gen√ľtzt, denn ich habe mit¬†69 Schl√§gen¬†kl√§glich¬†gegen Carsten (58) und Stephanie (47) verloren ¬† ¬† zwinker

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Tag 3 bis 5 – Ansonsten haben wir die freie Zeit genutzt, um viel mit¬†zwei Kerstins zu quatschen, um mit den beiden etwas Leckeres zu essen,¬†um mit einer von ihnen spazieren zu gehen, um einem Volleyballspiel von Stephanie zuzugucken und¬†um ein paar James Bond-Filme und „Auf Achse“-Folgen anzuschauen. Es blieb sogar noch reichlich Zeit f√ľr mich zum Lesen. Summa summarum kam mir dieser Kurzurlaub ziemlich lang, daf√ľr aber sehr erholsam vor, wenngleich¬†meine Pflichtaufgabenliste nicht sonderlich k√ľrzer geworden ist. Daf√ľr ¬†f√ľhle ich mich wieder gut gest√§rkt, die anstehenden, dunklen Herbsttage zu √ľberstehen. Mal sehen, wie lange ich von diesem Erholungsdepot zehren kann ¬† ¬† zwinker



2013 20.
Okt

Normalerweise verläuft eine Beziehung ja bekanntlich so: man lernt sich kennen, geht zusammen spazieren oder ins Kino, kocht zusammen, zieht irgendwann zusammen und später heiratet man oder bekommt zumindest gemeinsam Kinder.

In¬†meiner Beziehung mit Carsten l√§uft das irgendwie anders ab, denn¬†die Kinder gab es z.B. schon lange vor den vertrauten T√§tigkeiten der Verliebten – um genau zu sein 5 und 8 Jahre vorher. Auch nach mittlerweile¬†fast auf den Tag genau 12 Jahren¬†genie√üen wir¬†unsere Zweisamkeit sehr. Gemeinsames Kochen und¬†Spazierg√§nge ohne Kleinkinderunterhaltungsprogramm (ich liebe deutsche, zusammengesetzte W√∂rter!) d√ľrfen dabei nat√ľrlich auch bei uns nicht fehlen. Letzteres besonders jetzt im Herbst und wenn das Wetter sch√∂n ist¬†¬†¬†¬†¬†zwinker
Derzeit ist Carstens √ľberzeugendstes Argument f√ľr einen kurzen Ausflug¬†mein Monatsprojekt und inzwischen habe ich einige sch√∂ne Herbstbilder gesammelt. Noch bleiben mir ein paar Tage, um meine Sammlung weiterhin zu vergr√∂√üern – vom Knipsen hat man ja nie genug¬†¬†¬†¬†¬†zwinker

Apropos Knipsen und P√§rchen – gestern durfte ich ein P√§rchen aus dem Bekanntenkreis in meinem Heimstudio fotografieren. Ich baute nat√ľrlich schon im Vorfeld meine ganzen Lampen und Lichter auf und um auf Nummer sicher zu gehen, brauchte ich¬†Personen.¬†Welch ein Gl√ľck, dass gerade Stephanies Kumpel aus TJG-Projektzeiten¬†zu Besuch war, denn¬†so mussten sie¬†kurzerhand ein¬†P√§rchen spielen. Ich finde, sie haben das sehr √ľberzeugend gemacht ¬† ¬† lachen

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Hier sieht das Ganze sogar noch vertauter aus     zwinker     und ich schätze, der Schatten stört mich selber wohl am meisten     teufel

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Die Hauptakteure kamen dann eine Stunde später an die Reihe und so sieht das eigentliche Fotopärchen aus     standard

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Ich finde, das dies ein besonders schönes und lebendiges Bild geworden ist! Vielleicht mache ich irgendwann auch mal ähnliche Aufnahmen mithilfe eines Selbstauslösers mit meinem eigenen Mann Рmal sehen, wie viel Freizeit wir in der kommenden, dunklen Jahreszeit haben werden     lachen



2013 14.
Okt

Momentan durchlebe ich wieder verstärkt den Einfluß meiner russischen Wurzeln     standard

Zum Einen darf man mir gratulieren, denn aktuell habe ich als Kursleiter gleich zwei Reaktivierungskurse in Russisch bekommen. Eine Gruppe macht schon ihr zweites Semester mit mir und die andere hat sich zum ersten Semester in der Gorbitzer Filiale der Dresdner VHS zusammengefunden. Diese Außenstelle wurde im letzten Jahr komplett saniert und sieht jetzt einfach umwerfend schön aus! Die neue Gruppe gefällt mir zudem auch richtig gut. Ich schätze, auch hier werden wir nicht nur am trockenen Granit der Sprachwissenschaft nagen, sondern ebenfalls viel Spaß beim Lernen haben     lachen

Am Samstagabend bin ich der Einladung einer guten Bekannten aus den Zeiten des gemeinsamen Unterrichts in der russischen Samstagsschule „Raduga“ gefolgt und habe mir einen Besuch in einem kleinen Theater namens „Rudi“ geg√∂nnt. Dort wurde zum vorletzten Mal das St√ľck „Ach, Odessa!“ in¬†meiner Muttersprache¬†aufgef√ľhrt. Ich hatte zudem sehr nette Begleitung, denn eine junge Frau aus meiner¬†allerersten Gruppe (2012) und ein „Sch√ľler“ aus meinem aktuellen Kurs hatten ebenfalls Interesse an diesem Musical. Es war eine richtig witzige Veranstaltung ¬†und es hat uns dreien auf jeden Fall jede Menge Spa√ü gemacht!

Am Sonntag folgte ich zuerst widerwillig, dann aber sehr dankbar der Einladung meines Mannes     lachen     kuessen
Wir hatten einen bezaubernden Herbsttag und er war nicht m√ľde, mich in den Allerwertesten zu treten, damit ich mit ihm und meiner Kamera einen Spaziergang in der Stadt mache. Er hat ja so Recht, denn leider¬†habe bislang noch nicht sehr viel f√ľr mein Monatsprojekt gemacht¬†¬†¬†¬†¬†zwinker
Ihr könnt gespannt sein, denn es sind auf jeden Fall einige tolle Aufnahmen geworden     zwinker     selbstverständlich konnte ich es nicht lassen,  auch das Denkmal meines Lieblingsschriftstellers Dostojewski zu besuchen:

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Doch in den letzten Tagen hatte ich immer wieder ein paar Zeilen aus einem Gedicht von Puschkin im Kopf, denn besser kann man die derzeitige Herbststimmung wohl nicht wiedergeben:

–£–Ĺ—č–Ľ–į—Ź –Ņ–ĺ—Ä–į! –ĺ—á–Ķ–Ļ –ĺ—á–į—Ä–ĺ–≤–į–Ĺ—Ć–Ķ!
–ü—Ä–ł—Ź—ā–Ĺ–į –ľ–Ĺ–Ķ —ā–≤–ĺ—Ź –Ņ—Ä–ĺ—Č–į–Ľ—Ć–Ĺ–į—Ź –ļ—Ä–į—Ā–į –
–õ—é–Ī–Ľ—é —Ź –Ņ—č—ą–Ĺ–ĺ–Ķ –Ņ—Ä–ł—Ä–ĺ–ī—č —É–≤—Ź–ī–į–Ĺ—Ć–Ķ,
–í –Ī–į–≥—Ä–Ķ—Ü –ł –≤ –∑–ĺ–Ľ–ĺ—ā–ĺ –ĺ–ī–Ķ—ā—č–Ķ –Ľ–Ķ—Ā–į.

Du tr√ľbe Zeit! O welch Bezauberung, welch Freude
Bringt mir der Abschiedsgruß der sterbenden Natur!
Wie schön ihr prunkendes und welkendes Geschmeide,
In Purpurrot und Gold gekleidet Wald und Flur!

Schön, nicht wahr?     zwinker