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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2010 30.
Dez.

Gerade haben wir unsere Couchsurfer aus Rio zum Bahnhof gebracht. Gestern früh haben wir sie am gleichen Ort vom Zug abgeholt und verbrachten einen großartigen und sehr unterhaltsamen Tag mit ihnen in der Dresdner Innenstadt. Mit dem Wetter hatten wir insofern Glück, dass es ein schöner sonniger Dezembertag war und insowern Pech, dass es trotz der Sonne im Durchschnitt die Temperatur von etwa -14°C herrschte. Carsten und mir hat es weniger ausgemacht als unseren sonnenverwöhnten Gästen, aber auch sie haben sich die vielen Stunden lang wacker geschlagen.

Die Stadtführung wurde mit einer Pause im Cafe gegenüber der Frauenkirche, einer Bierrunde im Radeberger Ausschank an der Elbe und am Ende einem ca. 4 Stunden langem Abendessen im Brauhaus am Waldschlösschen unterbrochen.   🙂  

Den ganzen Tag herrschte mal wieder ein Sprachenmix, da Claudia aus Deutschland stammt und natürlich fliessend Deutsch spricht und Carlos ein waschechter, 2m großer Brasilianer und ein erfahrener Couchsurfer mit guten Portugiesisch- und Englischkenntnissen ist. In dieser Zusammenstellung mischten wir immer wieder Deutsch und Englisch – Portugiesisch spielte (leider) eine etwas untergeordnete Rolle.   😉

Aber nun fahren sie weiter nach Prag und wir widmen uns erneut unserem Familienleben. Wenn alles so läuft wie wir uns vorgenommen haben, werden wir es uns heute in der „Toskana Therme“ gut gehen lassen.

Auf jeden Fall habe ich heute noch einen weiteren Grund zum Jubeln, denn gerade jetzt verfasse ich meinen 250. Blogeintrag und das noch vor dem 3. Geburstag meines Blogs.  😀

So, meine Familie ist versammelt am Frühstückstisch und ich werde mich ihnen anschließen, bevor alle leckeren, von uns mitgebrachten, Donuts ohne mich aufgegessen werden.  :unschuldig:



2010 28.
Dez.

Die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ist endlich mal sehr entspannt. Wir haben uns für die Tage relativ wenig vorgenommen und es tut so gut, die Seele baumeln zu lassen! Da viele Alltagspflichten nun nicht die erste Geige spielen, schaffe ich doch tatsächlich ein paar Dinge zu tun, welche sich sonst nur recht mühsam in den Ablauf integrieren lassen. Dabei sind das wirklich schöne Sachen, wie z.B. ein lockerer Abend mit Anna, ihrer Schwester samt ihrem Verlobten und drei ihrer Freundinnen im Cafe Rauschenbach. Wir haben uns um 19 Uhr getroffen und quatschten 4 Stunden lang bei einem (oder zwei) Gläschen Wein über Gott und die Welt. Carsten war so lieb, dass  er mich zu dem Cafe gebracht und von dort auch wieder abgeholt hat.   :verliebt:    So konnte ich meinen Wein ganz unbeschwert geniessen.

Heute gönnten die Mädels und ich uns ein wenig Luxus. Ich habe nämlich zum Geburtstag von 2 lieben Nachbarnfamilien einen Gutschein für einen Naturkosmetikladen in unserer Straße bekommen. Für den Betrag war auf jeden Fall möglich zweimal eine komplette Gesichtsbehandlung, incl. Massage zu erhalten. Die dritte habe ich einfach dazu bestellt und die Differenz  selber bezahlt. Jede von uns hatte eine Verwöhnstunde für sich und die Mädels bekamen sogar von mir noch je eine Wimpernfärbung spendiert.   🙂    Ich selber werde vorerst eher bei meinem neuen Mascara bleiben    😉

Jetzt haben wir zusammen unseren Vorrat an TK-Pizzen erheblich minimiert und in Kürze verschwindet Stephanie zu einer Flashmob-Probe, Carsten wird sich am Rechner vertun und meine Große und ich werden uns eine Reise in die Scheibenwelt gönnen (DVD sei Dank!).

Das Leben kann wirklich soooo toll sein!    🙂



2010 26.
Dez.

Nun ist Weihnachten 2010 fast vorbei. Die Geschenke sind ausgepackt, die Ente ist aufgegessen und ein neues Gesellschaftsspiel („Tabu“) sind getestet und für gut befunden worden.

Gestern war ein schöner, entspannter Tag, welcher im Großen und Ganzen aus „Star Wars – Episode I“ auf DVD, „Tabu“- spielen, Entenzubereitung  und – vernichtung bestand. Da der Schnee weiterhin großzügig vom Himmel fiel, wurde zwischendurch öfters mal der Fussweg vorm Haus passantentauglich gemacht.

Heute haben wir uns auf Ausschlafen, Lesen, ein langes Frühstück, „Rapunzel – neu verföhnt“ im Kino (sehr nett!) und gemeinsames Tapasmachen sowie Aufessen der leckeren Häppchen beschränkt. Die freie Zeit tut uns allen gut und jede Mahlzeit dauert unglaublich lang, da wir endlich ohne Hektik sitzen und über Gott und die Welt quatschen können. Vielleicht schaffen wir heute noch den zweiten Teil des „Star Wars“ Prequels auf DVD anzusehen. Derzeit ist Carsten allerdings stark in Stephanies neues Nintendo-DS-Spiel „Professor Layton und die Schtulle der Pandora“ vertieft. Unsere Jüngste assistiert ihm gerne dabei und teilt die eigenen Spielerfahrungen.

Ich habe jetzt übrigens wie versprochen geschafft einige Bilder von unserer Bescherung online zu stellen. Ich hoffe, dass sie die tolle Stimmung am Heiligabend in der Casa OLCA wiedergeben können. Hier kann man sich davon überzeugen, dass uns allen Schenken und Beschenktwerden gleichermaßen viel Freude macht!    🙂



2010 25.
Dez.

Hach, ist Weihnachten toll! Gestern nachmittags hat es wie auf Bestellung geschneit, der Kartoffelsalat hat allen gut geschmeckt, die in über 3 Stunden ausgepackten Geschenke sind gut angekommen und haben für viel Begeisterung und Lachen gesorgt.

Auch bei der Auswahl  der Geschenke für die Herrin des Hauses hat sich Rest der Familie tolle Sachen ausgedacht.

Ein Beispiel?! Aber klar doch!

 

So kann ich jetzt ganz fleissig die unlogischen deutschen Artikel auswendig lernen und außerdem diese Tüte um neue Vokabeln erweitern. Es gibt ja noch reichlich Platz dafür    😀

Es kommen noch mehr Bilder, aber nicht hier, sondern bei picasa. Und auch nicht heute, da meine Zeit vorrangig der Familie und der Ente mit Klößen gehört    🙂



2010 30.
Nov.

Normalerweise schreibe ich jedes Wochenende einen Blogeintrag. Diesmal habe ich das nicht geschafft, da es sehr ausgefüllten Tage geworden sind.

Ich bin nämlich am Freitag ein Pfirsich geworden. Wobei ich gestehen muss, dass die Zahl 40 mir weniger Angst macht als ich es mir vorher ausgemalt habe.

Seit Donnerstag habe ich gebacken, gekocht und war völlig aufgekratzt. Am Freitag feierte ich mit den Kollegen auf Arbeit und wurde von ihnen mit vielen süßen (im wahren und im übertragenen Sinne) überrascht. Auch die Kunden haben sich gemeldet, nicht um zu bestellen, sondern mir einfach alles Gute zu wünschen. Von einer Firma habe ich mit Blumenboten einen Blumenstrauß mit eingebundenen Teddy bekommen. Das war schon der zweite am gleichen Tag     😀    Mein Mann verteidigt nun unser Bett, da noch mehr Bären dort einfach zu viele wären     😉    Zu Hause wartete auf mich die ganz traditionelle Post von Alex und von Eva. Ich war sehr gerührt, nicht nur über die tollen Worte der Beiden, sondern auch über den Überraschungsinhalt der Botschaft aus Portugal    :geschenk:

Nachmittags feierte ich mit meinem Mann und meinen Mädels. Ich muss sagen, ich habe eine wirklich kreative Familie. Von Carsten habe ich Pfirsisch-Ohrringe und -Kette sowie ein T-Shirt bekommen, welches er selber speziell für mich entworfen hat und bedrucken ließ. Ich musste ihm versprechen, beides bei meiner großen Feier im Zschongergrundbad am Samstag zu tragen. Die Kinder haben einen ganz witzigen Auftritt vorbereitet und haben mir eine Flasche ukrainischen Sekt geschenkt, Gummibären und einen Ordner mit den Geschichten und Bildern aus eigener Hand. Ich werde sie fragen, ob ich die bärige Geschichte hier veröffentlichen darf, denn ich fand sie wirklich süß, alles andere natürlich auch, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Den Rest des Abends verbrachten wir zusammen in der Küche und haben uns für die Fete am kommenden Tag vorbereitet. Am Samstag mussten wir ganz früh aufstehen, weil meine Schulfreundin Dina, welche jetzt seit 5 Jahren in Bergisch Gladbach wohnt, schon kurz vor 8 Uhr morgens am Flughafen ankam. Sie wurde heute früh von meinem Schatz schon wieder zum Flughafen gebracht, denn so viel Urlaub konnte sie leider nicht nehmen, wie wir gebraucht hätten, um wirklich alles zu bequatschen     😀

Der Samstag war einfach nur grandios, fantastisch, umwerfend und voller toller Überraschungen!!!! Darüber werde ich auf jeden Fall einen gesonderten Blogeintrag schreiben und bei Picasa einige Beweisbilder reinstellen.



2010 04.
Nov.

Jep, das bin ich jetzt im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Ehrgeiz, mit nicht 100%-ig auskuriereter Erkältung wieder an der Kundenfront tätig zu sein, wurde nun von Mutter Natur mit verstummten Stimmbändern „belohnt“. Ich darf jetzt 2 Wochen lang nur minimal sprechen, allerdings reden und nicht flüstern. Solche Tätigkeiten wie Telefonieren, Schreien, Singen sind jetzt überhaupt nicht mehr angesagt.

Erstaunlicherweise haben das alle Männer, die von meinem Zustand erfuhren, als ein Segen betrachtet – eine Frau, die einen nicht zuquatscht und nicht diskutieren kann ist wohl doch ganz selten und daher begehrenswert.    😉

Da ich nun zu Hause bin, habe ich noch auf die Schnelle den Kühlschrank aufgefüllt und  im Laden meinen Kopf über das Einkaufsverhalten der Senioren unserer Gesellschaft geschüttelt. Erstens war ich überrascht, wie viele davon um 10 Uhr vormittags die Läden stürmen, zweitens wurde es mir klar, wie Mr. Brown seinerzeit seine  Entdeckung von der nach ihm benannten Bewegung gemacht hat.  Er ging einfach einmal vormittags Lebensmittel im Supermarkt kaufen. Die Rentner mit den Einkaufswagen haben einen wirklich unberechenbaren Weg und ihre Abbiege- und Haltemanöver sind für berufstätige Knappvierziger kaum zu erahnen. Ich musste wirklich aufpassen, dass ich keine Oma oder keinen Opa ohne böse Absichten in die Hacken fahre.

An der Kasse hatte ich gemerkt, dass es ganz schön blöd ist, wenn man gar nichts sagen kann. Ich versuchte mit Lächeln und Kopfnicken bzw. – scchütteln alle Aussagen der netten Kassiererin zu beantworten. Hoffentlich hat sie mich nicht in der Kathegorie „nett, aber völlig bekloppt“ abgespeichert.    😀 

Immerhin kann ich noch schreiben, laufen und viele andere Dinge, welche nicht mit dem Sprechen zu tun haben.



2010 04.
Okt.

Lange Zeit konnte ich den Kürbissen als Nahrungsmittel wenig abgewinnen. Der Brei, welchen meine Mutter im Herbst gemacht hat, war mir so suspekt, dass ich ihn kaum angerührt habe. Die Kerne – ja, die waren toll! Sogar besser als Sonnenblumenkerne, schließlich waren die weißen, großen, fast runden Samen wesentlich seltener und dadurch auch teurer zu haben. Inzwischen weiß ich, wie man eine leckere Suppe aus einem Kürbis machen kann. Auch Lasagne und Kuchen wurden schon getestet, sind aber noch nicht so perfekt, dass meine Familie immer wieder danach verlangt    😉    deswegen sind diese Rezepte noch nicht in OLCAs Kochbuch zu finden.   

In Australien habe ich festgestellt, dass die Leute dort Kürbis immer wieder gerne als Beilage essen. Es geht ganz einfach: Man schneidet Kürbis in kleine Stücke, packt Salz und Pfeffer drauf, verteilt die Häppchen auf einem  Blech und bäckt, bis das Fruchtfleisch weich wird. Ich bin süchtig danach!!!! Die Schale kann man meistens nicht essen, nur bei Hokkaido-Kürbis stört die äußere Schicht nicht beim Mümmeln.  

Bei unserem letzten Einkauf landete also wieder eine kleine orange Kugel im Einkaufswagen. Noch habe ich sie nicht zubereiten können, weil ein paar andere Geschöpfe sich das Ding unter den Nagel gerissen haben. Hier sind die Beweisfotos:  

Sleepy entwickelt Heimatgefühle

Kl. Dinkelmann und Heini sind von der Größe zuerst schwer beeindruckt

Heini findet die glatte Oberfläche einfach supertoll zum Rutschen!

Kl. Dinkelmann versucht sich als Seiltänzer ;0)

Kl. Dinkelmann entspannt sich mal kurz drauf

"Mein Kürbis und Ich" meint Bonnie

"Denkste" - sagt Gr.Dinkelmann und grinst ganz zufrieden



2010 26.
Sep.

Diese Überschrift ist aus dem Kommentar auf Facebook entstanden, denn so klang die Rückmeldung von Gaby als ich in 2 Sätzen beschrieben habe, was wir uns im Großen und Ganzen vorgenommen haben: Dieses Wochenende verlief komplett im Zeichen der Familie und Freunde.

Freitagabend genossen unsere Teenager ein sturmfreies Haus während Carsten und ich durch Altkötzschenbroda , einem Teil von Radebeul, stapften. Am dritten Wochenende im September ist dort immer Weinfest angesagt und der Federweißer fließt in Strömen.  Trotz der schlechten Wettervorhersage wurde es ein lauer, fast sommerlicher Abend und ich nippte hier und da an dem süffigen Wein während wir uns umherschubsen ließen. Irgendwann war uns dieses Geschubse an den Ständen zu doof und wir seilten uns mal in den einen, mal in einen anderen Seitenhof ab, wo kleine Bands Live-Musik gespielt haben. Wahrscheinlich werden wir langsam alt, denn zu viel Publikumsverkehr auf solchen Festen passt uns nicht mehr so recht. Aber wir konnten immerhin die ersten gebrannten Mandeln dieser Saison kaufen, denn auf diese habe ich wirklich Appetit bekommen, weil sie sooooo schön gerochen haben!

Am Samstag standen auf dem Tagesplan: Russisch Unterrricht mit den Mädels, Spanisch-Hausaufgaben mit Carsten und als Belohnung für die Mühen des Tages und um meinen ersten erledigten Übersetzungsauftrag zu feiern, gingen wir ins Dresdner „Sushi & Wein“-Restaurant. Ok, am Wein war mal wieder nur ich interessiert, aber Sushi finden schon wieder 3 Familienmitglieder toll. Stephanie kann auf dem Teller fast keiner Fischart etwas abgewinnen, die Ausnahmen sind Thunfisch aus der Dose sowie Fischstäbchen, daher durfte sie a la Card, sprich Nudeln mit Fleisch und Gemüse, essen.  Wir fanden nicht nur das Essen schön, sondern auch die Möglichkeit wieder mal ungestört über alles Mögliche zu reden: Freunde, Erinnerungen, Pläne für die Zukunft, Gefühle, usw., usw.. Unseren Nachtisch haben wir bei Burger-King eingenommen. Ich finde ihre neue süße Sünde „Dessert Shots“ nämlich ganz praktisch:  man isst etwas Verführerisches, aber eben nur eine kleine Portion und hat danach kein schlechtes Gewissen. Am leckersten ist  „Caramel“, die Geschmacksrichtung „Zitrone“ dagegen fand ich am schlimmsten, weil am künstlichsten.

Am Sonntag stand Sächsisch im Vordergrund. Wenn man schon Freunde aus dieser Gegend zu Besuch hat, dann kann man sich auch der Umgebung anpassen    😉    Wir haben schon lange keine Möglichkeit mehr gehabt, ausgiebig mit Jens und Sabine zu quatschen, dabei haben wir noch so viel gemeinsam unternommen, als unsere Kinder noch zusammen in die Schule gingen … ursprünglich war eine Fahrradtour zum oben genannten Weinfest geplant, aber da es seit Samstagmorgen nur noch regnet, haben wir uns lieber gemütlich zu Hause hingesetzt. Für diesen Plan B hatten Carsten und ich nämlich schon vorsorglich etwas Federweißen am Stand bei unserem Lieblingwinzer gekauft    😀 
Die Händler auf allen Märkten tun mir an diesem Wochenende wirklich leid, denn das Wetter hat ihnen ganz gewiss im wahrsten Sinne des Wortes einen Strich durch die Rechnung gemacht …



2010 19.
Sep.

Mein Mann verspürt im Gegensatz zu mir nicht immer das Bedürfnis seinen Geburstag in einer großen Runde zu feiern. Deshalb beschlossen wir es dieses Jahr wirklich ganz ruhig, sprich zu zweit, anzugehen, da die Kinder eh ein Papa-Wochenende hatten.

Zu Hause zu bleiben passte uns aber nicht wirklich, deswegen wurden 2 Pläne „ausgearbeitet“: bei gutem Wetter ein Ausflug zum Alternativen Bärenpark nach Worbis in Verbindung mit dem vor ewigen Zeiten geplanten Besuch der Gedenkstätte in Buchenwald oder bei schlechtem Wetter ein Schwimm- und Saunatag in den Badegärten Eibenstock. Schon lange hatten wir nicht so derartiges Interesse an Wetterprognosen für ein Wochenende gehabt, wie in dieser Woche!     😀     Letzendlich beschlossen wir lieber den Tag im Freien zu verbringen.

Daher standen wir am Samstag schon um 5:30 Uhr auf, um uns eine Stunde später auf den Weg gen Westen zu machen, denn wir hatten etwa 300 km vor uns. Der Wettergott war uns genau so hold wie der Stauverwalter (auf der  Gegenspur gab es einen LKW-Unfall, welcher die Autobahn für mehrere Stunden blockierte, da ein Sattelschlepper quer auf der Straße stand – zum Glück alles nur Blechschäden). Es gab ein schnelles Frühstück bei McDonalds, wobei Carsten sich mehr dem klassischen Frühstücksangebot dieser Kette widmete, während ich meinen Kaffee und Bagel bei McCafe organisierte.

Der Bärenpark war toll! Für mich als Bärenfan war es natürlich wahnsinnig interessant zu sehen, wie sich die Meister Petze vertun, wenn der Mensch sie nicht ständig rumkommandiert. Jeder Bär hatte ein trauriges Schicksal hinter sich, bevor er in dieser großzügigen Anlage ankam. Als Zirkusbär oder als einer, welcher in einem engen Käfig etliche Jahre verbringt, hat man kein einfaches Leben. In Worbis gibt es eine Zufluchtstätte für solche Tiere. Die jüngeren und fitteren Bärlis teilen ihr Reich sogar mit einigen Kanadischen Wölfen, aber die „Rentner“ haben ihren eigenen, wolfsfreien Bereich, die sogenannte „Senioreresidenz“. Die Bären dort sehen und hören schlecht und damit könnten ihnen die Isegrims das Leben schwer machen, wenn es z.B. um die Futterverteilung ginge. Bären sind zwar Allesfresser, d.h. sie finden auch Äpfel und Eisbergsalat durchaus attraktiv, aber hin und wieder gibt es auch Hirsch oder Kalb im Ganzen und das finden die Wölfe natürlich äußerst interessant. Ach, ich könnte jetzt Stunden darüber schreiben, was ich alles gesehen und über das Leben der Bären dazu gelernt habe …    😀    Auf jeden Fall fand ich den jüngsten, 6-jährigen Bären namens Pedro am lebhaftsten und von seinem Benehmen her am knuffigsten, aber auch Goliath überzeugte mich durch seine Art, sich um ihn zu kümmern und ihn dennoch nicht auf seiner Nase herumtanzen zu lassen. Leider hat letzterer Arthritis und es fällt ihm nicht sonderlich leicht, sich zu bewegen. Emma ist eine ganz besondere Bärin, mit hellem dichten Fell, welches sie immer wieder an irgendeinem Baumstamm „gekämmt“ hat.  Auch die Anderen sind einfach schön zu beobachten, besonders zu den Fütterungszeiten und in den Stunden danach.    😉    Die Einzelheiten über jeden einzelenen Bewohner dieses Parks kann man auf der liebevollen und sehr informativen Homepage nachsehen.

Nach ca. 4 Stunden in der bärigen, kauenden und schmatzenden Gesellschaft hatten wir auch Hunger und gönnten uns ein Mittagessen in einem kleinen Restaurant, welchen wir unterwegs gesehen und für vertrauenswürdig befunden haben. Das Essen war superlecker, sowohl Carstens Roulade mit Klößen und Rotkohl als auch mein Rehrücken mit Steinpilzen und Kartoffelecken. Aber mein Essen war am Ende doppelt so teuer wie seins …    :unschuldig:

Danach fuhren wir nach Buchenwald. Als wir bei der Gedenkstätte ankamen, waren wir von der Größe der Anlage überwältigt. Wir versuchten, das Gelände auf eigene Faust zu erkunden, schlossen uns aber bei der erstbesten Gelegenheit einer kostenlosen Führung an, welche leider schon nahezu vorbei war. Danach sahen wir uns noch im Schweinsgalopp eine der vielen Ausstellungen an und gaben am Ende doch auf. Wir beschlossen nochmals zu kommen und einen ganzen Tag hier zu verbringen, denn alles andere wäre dem Ganzen einfach nicht gerecht … von dieser Gedänkstätte wusste ich schon seit meiner Schulzeit, unter anderem durch das Lied „Buchenwalder Mahngeläut“ und es war einfach nicht richtig, sich mit der Geschichte dieses Ortes nur oberflächlich zu befassen. Aber auch unser kurzweiliges Auseinandersetzen hat am Ende zu einer Diskussion über die Schuldfrage der in diesem KZ Arbeitenden zwischen mir und meinem geliebten Geburtstagskind geführt.

Wir verließen das Gelände und fuhren zu dem Mahnmal, welches wir immer von der Autobahn aus gesehen haben. Hier gibt es die genaue Beschreibung dieser gesamten Anlage. Aber sogar an solchen traurigen Orten kann man die herbstlichen Sonnenstrahlen geniessen, denn Sonne gab es dieses Jahr nicht wirklich oft zu sehen …

Die Bilder von beiden Ausflügen habe ich bei picasa hochgeladen: Bärenpark und Buchenwald.

Es war ein wirklich schöner Tag und ich bin unglaublich froh darüber, dass mein Mann die gemeinsame Zeit mit mir auch nach fast 9 gemeinsamen Jahren immer noch als das schönste Geschenk (im Vergleich zu dem Nüvi von Garmin und einem Anti-Stress-Sack) betrachtet. Denn ich geniesse die Stunden und Tage mit ihm genau so!     :verliebt:



2010 15.
Sep.

Das sagt ein Arbeitskollege von mir ziemlich oft und ich muss ihm irgendwie sogar recht geben. Es ist eine tolle Umschreibung des Zustands: ich habe ein supertolles Wochenende verbracht, aber komme seit Tagen nicht richtig dazu, mal darüber zu berichten.

Und das Wochenende war einfach nur klasse. Schon allein wegen des Wetters: es war warm und sonnig!    😀

So fügten sich sogar ein trockener Tag und die Möglichkeit zusammen, dass ich noch schnell den Rasen mähen konnte. Ok, vergessen wir das Wörtchen „schnell“. Da die Grashalme und Gänseblümchen schon über meine Knöchel herausragten, war der Auffangkorb natürlich immer wieder im Nu voll. Aber was uns nicht tötet, macht uns stark und ich habe jetzt eine gemähte und mal wieder seit Tagen klatschnasse Wiese hinterm Haus.

Das war allerdings nicht das Highlight vom Samstag. Viel schöner war unser Abend bei Kerstins Geburtstagsfeier in Zehren (liegt von uns aus gesehen hinter Meißen). Sie hat zu ihrem 40. ein ganzes Haus gemietet, wo wir nur unter uns waren und sowohl über die Küche als auch die Aufenthaltsräume und Schlafzimmer verfügen konnten. Davor hatte ich übrigens noch nie den Begriff  „Rüstzeitheim“ gehört. Man merkt, dass eine atheistische Erziehung manchmal wirklich zur Unkenntnis führt …

Ich habe schon lange nicht mehr so viele Sterne am sächsischen Himmel gesehen wie dort! Es war einfach bezaubernd! Auch unsere Kinder hatten unerartet mehr Spaß auf der Fete gehabt als sie vermuten konnten. Stephanie hat zwischen den Gästekindern zufällig ein Mädchen getroffen, welches mit ihr beim TJG-Projekt „Point Of No Return“ mitgemacht hat. Die Welt ist doch ein Dorf, nicht wahr? Da unser Haus in der Nähe der Kirche mit angeschlossenem Friedhof lag, haben die beiden sich sogar einen nächtlichen Spaziergang zwischen den Gräbern gegönnt. Sie waren aber ganz schnell zurückgekommen, denn es war  dann doch ganz gruselig für die Mädels gew0rden    😉    Ein paar kleinen Igel, welche immer wieder die Wege der Menschen kreuzten, waren aber nicht daran schuld, denn sie wurden als süß empfunden und man versuchte sie sogar mit Birnen zu füttern.

Nach dem Frühstück an einer großen Tafel im strahlenden Sonnenschein und anschließendem gemeinschaftlichen Aufräumen führen wir gegen Mittag wieder zurück nach Hause. Am Nachmittag waren Carsten und ich bei Günter und Barbara zum Fischgrillen eingeladen. Die Kinder durften diesmal allein zu Hause bleiben. Die Zeit zwischen 17 Uhr und Mitternacht verfloss genau so schnell wie unser Rotwein   😀    Wir haben uns schon so lange nicht gesehen und hatten natürlich jede Menge zu berichten. Man bleibt zwar immer im e-mail Kontakt, aber ein Gespräch bei Feuerchen an einem lauen Sommerabend ist natürlich viel schöner!

Aber für alles Schöne muss man irgendwann mal blechen und das taten wir am Montag. Da die Mücken an dem Wochenenende viel mehr Futterangebot bekamen als sonst üblich, genossen sie das großzügige Angebot, ergo es juckte überall. Die kurzen Nächte haben dazu beigetragen, dass wir am ersten Tag der Arbeitswoche unglaublich früh den Geschichten unserer Kopfkissen lauschten und der rasante Wetterumschwung von „sonnig und warm“ auf „kalt und regnerisch“ bescherte mir außerdem heftige Kopfschmerzen. Aber jetzt gewöhnt man sich schon langsam an die Regenwolken und wir erinnern uns einfach gern an das letzte Wochenende!