Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 08.
Aug.

Der gestrige Abend war einfach toll! Ich habe nach der Arbeit Elli (der dritte Teenager im Italienurlaub) und Kerstin (ihre Mama) zu Hause abgeholt und zu uns gefahren. Dort warteten auf dem Tisch schon die aufgewÀrmte, am Tag zuvor gekochte KÀse-Lauch-Suppe und im Fernsehraum eine Auswahl von 520 Urlaubsbildern, von Carsten absolut liebevoll als PrÀsentation aufbereitet, nachdem wir gemeinsam diese aus 2.800 Aufnahmen ausgesucht haben.

Dank einer Neuerwerbung meines Mannes konnten wir die Fotos ganz gemĂŒtlich auf der Couch am großen Fernsehbildschirm ansehen. An der richtigen Stelle der PrĂ€sentation holten wir auch unser Lieblings-Italiendrink „Lemoncino“ aus dem KĂŒhlrucksack, dabei hatten wir auch schon ohne Alkohol enorm viel Spaß bei der Bilderbetrachtung. Zum Abschluß bekamen die beiden eine DVD mit allen Bildern dieses Urlaubs und wurden von uns nach Hause gebracht.

Heute wollte ich endlich ein altes Versprechen einlösen und mit Stephanie ein wenig Fahrrad am Elbradweg fahren. Beim Aufpumpen meines Drahtesels stellten wir aber entsetzt fest, dass ich im Hinterrad ein Loch habe und die Luft sogar gut hörbar und mit einem Wahnsinnstempo entwich. Ich entschied mich dann mit Carstens Rad zu fahren. DafĂŒr musste mein Schatz es nur noch aufpumpen und den Sattel tiefer stellen. Ich weiss warum ich diesen Mann so liebe! Er hat alles ohne Murren gemacht und wir fuhren los.

Erst besorgten wir Vulkanisierungskleber fĂŒr mein Damenfahrrad, wo ich wesentlich komfortabler und eleganter meinen Allerwertesten auf den Sattel schwingen kann und danach wechselten wir auf den Elbradweg. In einer knappen halben Stunde waren mein Kind und ich schon in der Innenstadt. Auf der anderen, NeustĂ€dter, Elbseite ging es dann zurĂŒck Richtung Heimat. Alles lief wunderbar, aber man hĂ€tte vielleicht die Zeichen, sprich Anfangsschwierigkeiten, doch ernster nehmen sollen. Das Schicksal schlug nĂ€mlich noch unerwartet zu und zwar auf dem StĂŒck Weg, wo man als Erwachsener auf der Straße fahren sollte und die Straßenbahnschienen den Asphalt beherrschten. Carstens RĂ€der sind schmaler als meine und beim Überqueren der Schienen bin ich mit dem Hinterrad in die Furche reingekommen, was wie erwartet zu einem Sturz fĂŒhrte. Aber ich hatte mal wieder GlĂŒck im UnglĂŒck, denn sowohl das Fahhrad als auch ich haben nur kleine Blessuren vorzuweisen. Mein linker Unterarm hat etwas von der obersten Hautschicht verloren und das Vorderrad stand nicht mehr 100%-ig gerade, aber inzwischen ist das mechanische Problem wieder behoben und meine AbschĂŒrfungen werden bestimmt auch frĂŒher oder spĂ€ter heilen.

Nach dem Mittagessen ruhten wir uns körperlich aus und sahen uns die Geschichte von Harry Potter und dem Halbblutprinzen-Geheimnis im Kino an. Derzeit machen die MĂ€dels einen GemĂŒsesalat in der KĂŒche und ich darf im Wohnzimmer sitzen, meinen linken Fuß mit einer KĂŒhlpackung ausgestattet hochlegen und den Kurzbericht ĂŒber unser Leben in den letzten zwei Tagen verfassen.



2009 25.
Juni

Unsere MĂ€dels werden morgen ihre Jahreszeugnisse nach Hause bringen. Damit hat Andrea die Klasse 10 geschafft und Stephanie die Klasse 7. Sie werden abends vom Papa abgeholt und einige Tage spĂ€ter geht es fĂŒr sie fĂŒr 2 Wochen nach Portugal. Dort werden sie ganz gewiss wesentlich besseres Wetter haben als wir derzeit in Dresden. Man sieht die Sonne seit einigen Tagen nicht mehr (gefĂŒhlt schon seit Monaten!) und es regnet immer wieder wĂ€hrend man in den Abendnachrichten die vom Sonnenschein verwöhnten Leute im Norden oder Westen Deutschlands sehen darf.

Um sich und unseren Freunden eine Chance zu bieten, wenigstens virtuell dem bei uns im wahrsten Sinne des Wortes grauen Alltag zu entfliehen haben wir die Bleibdaheimtage dafĂŒr genutzt unseren TĂŒrkei-Bericht online zu stellen. Wer Interesse an Bildern und unseren Antalya-EindrĂŒcken hat ist herzlich eingeladen unsere Seite www.marvinchen.de zu besuchen. Ein Klick auf den linken oberen Klingelknopf wird jeden Besucher in die Welt von unserem 3. Hochzeitstag, All-Inclusive-Umgebung, Strandwanderungen, netten Begegnungen und diversen kulinarischen Erfahrungen entfĂŒhren.  

Ich bin froh, dass wir das jetzt schon geschafft haben. In etwa 3 Wochen steht bei uns schon die nĂ€chste Reise an: nach Italien. Ich freue mich darauf, wie ein kleines Kind! Aber zuerst können wir unsere sturmfreie Bude in vollen ZĂŒgen geniessen, was auch sehr nett ist  ;0) .



2009 09.
Juni

Derzeit hĂ€nge ich blogtechnisch ganz schön in der Schwebe … 360° wird geschlossen, umgestellt, umgezogen – was auch immer … Mein Blog mit Kommentarfunktion auf unserer OLCA-Homepage ist immer noch eine Baustelle … Die bewĂ€hrte Sektion auf marvinchen.de zu fĂŒllen bleibt wahrscheinlich fĂŒr unbestimmte Zeit die einzige Möglichkeit ĂŒber unser Leben im Web zu berichten. Aber irgendwann habe ich ganz gewiss den besten Blog der Welt!

Derzeit mĂŒssen wir uns nur mit 1 Teenager arrangieren. Andrea hat am Sonntag ihren 16. Geburtstag gefeiert, am Montag hat sie ihre Sachen gepackt und ist aus dem Haus verschwunden.

Allerdings kommt sie am Freitag nach ihrer Klassenfahrt zurĂŒck zu uns, ganz bestimmt voller EindrĂŒcke und mit Bergen dreckiger WĂ€sche. Ich bin schon gespannt, was sie uns erzĂ€hlen wird. Sie ist mit ihrer und Parallelklasse an der Ostsee, außerdem sind AusflĂŒge nach Hamburg und LĂŒbeck geplant, sowie ein Tag im Hansa-Park.

Ich habe heute aber ein richtig schönes Erfolgserlebnis gehabt, welches außnahmsweise nicht mit meinen Kindern verbunden ist. Seit einigen Wochen gebe ich dem Sohn einer Bekannten Nachhilfe in Russisch. Er stand bislang auf „4“. Die letzte Klassenarbeit hat er aber mit einer „2“ geschafft und damit bekommt er eine „3“ auf dem Zeugnis. Ich bin echt hin und weg!  Wir werden noch die kommenden 2 Wochen zum Lernen nutzen, dann kommt vorerst eine große Pause, denn Ende Juni fangen in Sachsen die Sommerferien an.



2009 24.
Mai

Schon vor einer Woche (nach unserer Wanderung durch die Hintere SĂ€chsische Schweiz mit GĂŒnter und Barbara) hatte ich vor hier mal wieder zu schreiben. Aber erstens kommt es anders zweitens als man denkt…

Bei der Wanderung um die Kleinsteinhöhle bin ich unglĂŒcklich gelaufen, blöd gestolpert, aber noch einigermaßen glĂŒcklich auf der Erde angekommen. Das Ergebnis von diesem Adlerflug sah man sowohl augenblicklich nach der Landung als auch noch Tage spĂ€ter (einiges ist immer noch sichtbar). Am hĂ€rtesten hat es mein linkes Schienbein getroffen und meine rechte Schulter. Das mit dem Bein ging ja noch, aber die Schulter hat mir sofort eine ziemlich schlaflose Nacht beschert. Da ich aber mit den Idealen des sowjetischen Heldentums groß geworden bin, schleppte ich mich am Montag pflichtbewusst ins BĂŒro. Das Autofahren war ein KunststĂŒck, besonders das Einlegen des RĂŒckwĂ€rtsgangs, denn das ging nur mit der linken Hand.

Ich trug alles wie immer mit einer guten Portion schwarzen Humors und habe versucht, noch einige Dinge auf meinem Schreibtisch abzuarbeiten, aber gegen 13 Uhr verabschiedete ich mich doch von den Kollegen und ging zum Arzt.

Erst habe ich bei der HausĂ€rztin gewartet, danach fuhr ich mich mit einer Überweisung zum Chirurgen. Der gute Mann konnte mich nach Sichtung der Röntgenbilder beruhigen und sagte, dass ich mir nichts gebrochen und auch nichts gerissen habe. Aber mein HĂ€matom an der Schulter behindert die normale „Arbeit“ von Muskeln und Nerven. Ich durfte also meinen Arm bewegen, aber nicht permanent belasten und blieb daher fĂŒr den Rest der Woche zu Hause.

Der Befehl meinen rechten Arm nicht zu belasten bezog sich unter anderem auf die Arbeit am Rechner, aber bei den Schmerzen hatte ich ohnehin keine Lust darauf, ebenso gering war mein Verlangen nach Garten- oder Hausarbeit. Ich verbrachte daher zwei familienfreien Tage mit dem Sichten von alten Fotos und Videos.

Ab Donnerstag waren wir alle vier zu Hause und mit ihnen wird mir auch ohne Arbeit nie langweilig, da wir viel Zeit mit Schwatzen, Muttertag-Nachfeiern und Filmeschauen verbracht haben – seit Oktober 2008 haben wir nun alle 7 Staffeln „Buffy die VampirjĂ€gerin“ (insgesamt 144 Folgen) nach und nach auf DVD angeschaut.

Morgen geht es fĂŒr mich wieder ins BĂŒro. Die blauen Flecke haben inzwischen eine gelbe Farbe angenommen und verblassen allmĂ€hlich. Die Ruhephase hat mir wie erhofft die nahezu gewohnte Bewegungsfreiheit zurĂŒckgegeben. Einige Bewegungen schmerzen noch ein wenig, aber es ist schon recht gut zu ertragen, bedeutend besser als es noch am Montag der Fall war.



2009 03.
Mai

Was gibt es schöneres fĂŒr die arbeitende Bevölkerung als ein schönes langes Wochenende im Mai und mit traumhaftem Wetter? Nur Urlaub könnte es ĂŒbertrumpfen, aber man freut sich auch ĂŒber die kleineren Ruhephasen.

Allerdings wurde es bei mir nicht nur eine Ruhepause pur. Frau nutzte die Zeit, um einige langwierige Dinge vom Tisch zu kriegen. Den Namen „Tag der Arbeit“ habe ich wörtlich genommen und 5 Stunden lang WĂ€sche gewaschen und Fenster geputzt. Ich mag das Fensterputzen ĂŒberhaupt nicht, im Haus gibt es aber reichlich davon und wenigstens hin und wieder zwinge ich mich dazu, die Augen von meinem Heim zu sĂ€ubern. DafĂŒr gab es am Abend eine Belohnung vom Schatz: Abendessen (es ist Spargelzeit!) in einem kleinen Biergarten in Weixdorf.

Am Samstag haben wir die „Dresden for Friends“-Karte genutzt und bei MarchĂ© im Dresdner Bahnhof gefrĂŒhstĂŒckt. Das Buffet war zwar klein, aber fein – sehr zu empfehlen. Nur die Toiletten konnten mit der AtmosphĂ€re nicht mithalten. Erstens, Mann lĂ€uft recht lange bis zum stillen Örtchen – Frau aber doppelt so lange – und muss einige Treppen ĂŒberwinden, zweitens, bei den Frauen gab es nur 2 Kabinen, bei den MĂ€nnern 2 Pissoirs und 1 Kabine (ich habe mich nicht in der TĂŒr geirrt, die Info ĂŒber die MĂ€nnertoilette stammt von meinem Mann). Da entsteht sehr schnell ein großer Andrang …

Nachdem wir noch einige GĂ€nge in der Stadt erledigt haben, wollten wir nur ganz schnell bei „Hornbach“ RasendĂŒnger und Autowarnwesten fĂŒr unseren bevorstehenden Italienurlaub besorgen (die italienische Verkehrsordnung schreibt eine Warnweste pro Mitfahrer vor). Das mit dem „ganz schnell“ ging aber gar nicht, denn ich habe noch nie so viele Autos und Leute auf dem Baumarkt-Parkplatz erlebt – dabei sind wir dort mehr oder weniger Stammkunden! Das schöne FrĂŒhlingswetter verfĂŒhrte wohl die Menschheit entscheidend dazu, Pflanzen und Blumen zu kaufen. Nachdem wir lange in der Schlange an der Kasse gestanden haben und mit MĂŒh und Not endlich in Richtung FlĂŒgelwegbrĂŒcke losfahren konnten, waren wir froh, dass wir nicht noch mehr kaufen mussten.

Der Nachmittag gehörte dem Garten, insbesondere dem Rasen, er wurde gemĂ€ht und gedĂŒngt und ich hoffe, dass er endlich mal vernĂŒnftig wĂ€chst, denn ich habe sogar den Löwenzahn ĂŒberall ausgestochen, damit die Grashalme sich nun frei entfalten können.

Heute sitzen wir trotz schönes Wetters am Rechner. Mein lieber Mann bastelt an meinem neuen Blog und ich habe die erste Fassung von unserem TĂŒrkei-Bericht fertig geschrieben. Es sind 20 Seiten (ohne Bilder!!!) geworden. Jetzt wird noch mehrmals Korrektur gelesen, danach die passenden Bilder ausgesucht und am Ende ĂŒbergebe ich die Arbeit fĂŒr eine Veröffentlichung in die treuen HĂ€nde meines Webmasters.



2009 21.
Apr.

Bei uns ist seit gestern wieder der Alltag eingekehrt, denn die Schulferien gingen zu Ende.

Am Freitag haben Carsten und ich uns noch einen Tag frei genommen, um mehr Zeit mit unseren MĂ€dels zu verbringen. In 3 Tagen haben wir ein richtiges Unterhaltungsprogramm fĂŒr uns alle geschafft. Gleich am Freitag sind wir nach Leipzig gedĂŒst, aber wegen des Regens haben wir nur das Völkerschlachtdenkmal und den Bahnhof gesehen, bzw. die LĂ€den im Bahnhof abgegrast. Abends gingen wir in eine Dresdner Kneipe namens „MaxiMahl“ essen, wo wir alle zusammen eine große Grillplatte verputzt haben und davon am Ende echt voll waren. Da in der NĂ€he der Kneipe ein russischer Videoverleiher ist, habe ich dort fĂŒr mich den Film „Admiral“ und fĂŒr die Kinder eine Sammlung kurzer lustiger Kinderfilme namens „Eralasch“ ausgeliehen. Der Preis von 1 EUR je DVD pro Woche ist in meinen Augen einfach unschlagbar !

Am Samstag war das Wetter nicht besser und wir haben einen richtigen Spieletag gemacht. In unserem Schrank liegen wirklich reichlich Gesellschaftsspiele, aber einige davon sind sozusagen noch original verpackt bzw. noch nie in dieser Familie gespielt worden. Ein paar davon habe ich noch mit meinem ersten Mann besorgt, ein paar hat Carsten aus seinem Vorrat in die Familie gebracht. Nach dem ganzen Tag sind uns trotzdem 4 Spiele noch ein RĂ€tsel geblieben, denn wir haben sie einfach nicht mehr geschafft :0). Am Abend waren wir zu einer „Baustellenparty“ im Waldbad Weixdorf eingeladen. Carsten unterstĂŒtzt Gerd, den Kneipenbetreiber vom Zschonergrundbad und nun auch vom Waldbad, indem er seine Homepage auf dem Laufenden hĂ€lt. Daher waren wir sozusagen EhrengĂ€ste :0)) War ein richtig schöner Abend !

Am Sonntag sind wir ins benachbarte Tschechien gefahren. Wir wollten den Kindern die Felsenstadt Tisa (Tyssauer WĂ€nde) zeigen. Es ist dort wirklich schön zum Laufen, nicht sonderlich anstrengend, aber die Felsenlandschaft ist wundervoll ! NatĂŒrlich haben wir unser Auto vollgetankt und ich durfte mich in einem kleinen Supermarkt austoben. Da kann ich meine slawische Herkunft einfach nicht leugnen, denn ich habe vorrangig die Lebensmittel eingepackt, welche in einem deutschen Supermarkt schwer zu finden sind und fresse mich nun durch, um den Vergleich zu dem russisch-ukrainischen Geschmack festzustellen.

Ansonsten haben wir es geschafft, noch mehr aus dem Leben von Buffy der VampirjĂ€gerin zu sehen, haben mit den Kindern die DVD „Eiskalte Engel“ (Originaltitel: Cruel Intentions) geguckt und als reine MĂ€dchengesellschaft 2 Stunden lang die Kurzfilme von „Eralasch“ reingezogen. Carsten wollte es sich nicht antun, so gut ist sein Russisch leider noch nicht ;0)



2009 12.
Apr.

Der halbe April ist schon fast vorbei und mein Blog braucht dringend eine neue FĂŒllung.

Als erstes möchte ich mich bei allen fĂŒr die netten und verstĂ€ndnisvollen Kommentare auf den letzten, etwas frustgeladenen Eintrag bedanken. Es hat mir wirklich geholfen, die Welt etwas lockerer zu sehen und dann löste sich das eine oder das andere Problemchen schon fast von allein.

Auch das Wetter ist inzwischen wunderschön geworden, was natĂŒrlich auch dazu beigetragen hat, dass ich wesentlich weniger Zeit am Rechner verbringe. Ich habe mir fĂŒr diesen FrĂŒhling ernsthaft vorgenommen, etliche Schandflecke in unserem Garten zu bekĂ€mpfen und kann jetzt mit schmerzenden RĂŒcken, lĂ€dierten Knien und nach Entspannung lechzenden HĂ€nden auf eine Reihe von erledigten Arbeiten zurĂŒckblicken. Der Vorgarten ist vorzeigbar, auch eine vorher völlig verwahrloste Ecke oben am Hang sieht ansprechend aus, die Gartenmöbel sind gestrichen, der Zaun hat erstmals nach 9 Jahren einen Anstrich bekommen, alles Abgefrorene ist abgeschnitten, der Rasen ist vertikuliert und die kahl gewordenen PlĂ€tze mit Schattenrasensamen bedacht – es sind nur noch 2 kleinere Ecken ĂŒbrig geblieben. Ich denke, eine davon kann ich vielleicht sogar morgen schon vorzeigbar machen. DafĂŒr muss ich nur noch ein paar unerwĂŒnschte Pflanzen aus dem KrĂ€uterbeet entfernen und einen Sack Blumenerde verteilen.

Gestern Nachmittag habe ich mir schon eine richtig schöne Pause gegönnt und lag auf meinem frisch gestrichenen Liegestuhl unter dem von Carsten aufgespannten, neuen Sonnensegel auf der Terrasse und habe das vierte Buch ĂŒber Jason Bourne gelesen. „Das Bourne VermĂ€chtnis“ ist allerdings nicht von Robert Ludlum geschrieben, da er leider 2001 gestorben ist. Dieses Buch wurde nach seinen Skizzen von Eric von Lustbader verfasst. Ich habe es noch nicht zu Ende gelesen, aber es liest sich ziemlich gut – ich stehe eben auch auf Action und Spionengeschichten.

Den Abend haben wir mit Kerstin, der Mutter von Andreas Schulfreundin, ebenfalls bei uns auf der Terrasse verbracht, mit Grillen und Vernichten der Rose-WeinvorrĂ€te. Eine Unterhaltung mit ihr ist immer toll und wir hatten einen wirklich vergnĂŒgten Abend zusammen verbracht.

Heute widme ich mich ein wenig meinen Computersachen, wie Emails, Foren und Blogs, auch wenn das Wetter nach wie vor ein Traum ist. GlĂŒcklicherweise ist morgen auch noch ein freier Tag und die Sonne bleibt uns, wenn man den Prognosen glauben darf, auch man Montag erhalten.

Noch etwas: ich habe auch diesmal meine Fastenzeit gut gemeistert und habe in der ganzen Zeit keine Schokolade gegessen, was ich heute feierlich mit der Pralinenkollektion „Aus Meisterhand„ aus der Halloren Schokoladenfabrik http://www.halloren.de/sortiment/pralinen.html beendet habe.

Ich wĂŒnsche allen Freunden ein schönes Osterfest und viel Spaß beim Finden der Ostereier und anderer Geschenke!



2009 28.
MĂ€rz

Dieser Eintrag wird nicht so optimistisch und lebensfroh sein wie sonst. Zur Zeit steht mir alles bis zu der Oberkante Stirn!

Die Woche im BĂŒro war einfach blöd, es gab einfach zu viele Dinge, welche nicht so liefen, wie ursprĂŒnglich geplant und man musste sich damit beschĂ€ftigen, statt den normalen Lauf der Dinge aufrecht zu erhalten.

Das Wetter macht alle um mich herum entweder aggressiv oder depressiv. Ich habe lange versucht meine gute Laune zu behalten und Leute aufzumuntern, jetzt habe ich keinen Bock mehr dazu. WofĂŒr die ganze MĂŒhe eigentlich, wenn man nichts Positives zurĂŒckbekommt?

Denn selbst die eigenen Kinder leben alle ihre Launen voll aus. Ich bin ein harmoniebedĂŒrftiger Mensch, aber muss die Harmonie immer auf meine Kosten gehen?

Heute habe ich echt fiese Laune und wollte mich im Garten beim Heckeschneiden wenigstens etwas abreagieren und zumindest ansatzweise Ordnung schaffen. Sogar die Plastikostereier habe ich schon aus dem Osterkarton rausgeholt, um im Anschluss an die Schneideorgie das KorkenzieherhaselnussbĂ€umchen vorm Haus damit zu schmĂŒcken. Ich war gerade mit einem Rosenbusch und halben Himbeerbusch fertig, da hat es angefangen zu regnen. Meine Laune hat sich dadurch ganz gewiss nicht gebessert.

Eigentlich wollten wir heute mit den Kindern Schuhe kaufen fahren, aber nach ihren letzten „Heldentaten“ habe ich dazu einfach keine Lust. Warum soll ich jemanden etwas Gutes tun, der meine Bitten ignoriert? Und so klein sind sie auch nicht mehr, dass man es einfach so abtun könnte.

Naja, wir werden sehen, wie sich die Stimmung in der Casa OLCA demnÀchst entwickelt
.



2009 01.
MĂ€rz

Heute ist der 1. MĂ€rz und fĂŒr mich ist das schon so gut wie FrĂŒhling. Aber die ersten Anzeichen von einer neuen Jahreszeit hatte ich schon in der letzten Woche gehabt.

Das Wetter war eigentlich nicht wirklich schön, ich habe die Sonne sehr vermisst, es war meistens Grau in Grau und Nieselregen gehörte zum Alltag. Trotz dass es nicht sonderlich toll fĂŒr mein GemĂŒt war, fĂŒhlten sich die FrĂŒhjahrsblĂŒher in meinem Garten bereits berufen, ihre Nasen aus der Erde zu strecken. Bei den Nachbarn sieht man schon sogar die Schneeglöckchen, ich habe sie bei mir aber noch nie gepflanzt, dafĂŒr aber im Herbst jede Menge Krokusse-, Tulpen- und Narzissen-Zwiebel in die Erde eingebuddelt, weil meine alten im vergangenen Jahr irgendwie nicht mehr so richtig wollten. Kein Wunder bei meiner Pflege ;0).

Ab Mittwoch habe ich schon meine persönlichen Vorbereitungen fĂŒr die Osterzeit begonnen. Ich nutze die Möglichkeit und die Erinnerung an Verzicht und esse bis Ostersonntag keine Schokolade bzw. keine Lebensmittel mit Kakao. Ich merkte beim ersten Mal vor drei Jahren, dass es mir gut getan hat, eine zeitlang darauf zu verzichten. Statt dessen hole ich mir momentan mehr Obst und Jogurts ins Haus und fĂŒr die argen Zuckerentzugstage gibt es immer noch Gelee-Eier ;0).

In der kommenden Woche werde ich noch etwas mehr fĂŒr meine Gesundheit tun, denn ich habe mich fĂŒr ein 10 Wochen Fitnessprogramm der AOK angemeldet. Es ist allerdings nur dienstags und nur eine Stunde, aber etwas Bewegung in der Übergangszeit schadet mir bestimmt nicht. Außerdem gibt es am Ende einen Stempel in mein Bonusheftchen, um meine GeldprĂ€mie fĂŒrs nĂ€chste Jahr zu sichern.

Ich fĂŒrchte bloß, dass meine Planung mit der vernĂŒnftigeren ErnĂ€hrung von Donnerstag bis Sonntag nicht funktionieren wird, denn ich werde meine Firma am Messestand bei der CeBIT in Hannover zusammen mit den anderen Kollegen vertreten. Da gestaltet sich der Tag sowieso ganz anders und man isst eigentlich nur FrĂŒhstĂŒck und Abendbrot. TagsĂŒber kommt man in der Regel nicht dazu etwas zu essen und durch die Ablenkung hat man ohnehin kein ZeitgefĂŒhl fĂŒrs Mittagessen.

Am Samstag wird Carsten sich dieses Jahr mal ganz allein um Stephanies Geburtstagsfete kĂŒmmern mĂŒssen, aber er hat dem schon zugestimmt und ich weiß, dass er die Sache bestimmt ganz gut macht. Ihr Geburtstag war am letzten Schultag vor den Winterferien, daher konnten ihre Freunde nicht kommen, jetzt wird aber nachgefeiert. Ich finde es schade, dass ich nicht dabei sein kann, aber vielleicht gehört das auch ein wenig zum Loslassen fĂŒr die Zukunft dazu.



2009 07.
Feb.

Die zweite HÀlfte unseres Freitagnachmittags war erst fröhlich-aufgeregt und dann historisch-nachdenklich.

Ich bin extra frĂŒher von der Arbeit nach Hause gegangen, denn gestern gab es zwei bedeutende Ereignisse mit unseren Kindern zu feiern: Stephanie wurde 13 Jahre alt und es gab die Halbjahresinformationen. Das zweite Ereignis wurde recht schnell abgehackt, denn die Zeugnisse waren zwar aus meiner ehrgeizigen Sicht nicht perfekt, aber sie waren wirklich gut. Wir wussten ja schon vorab, welche Noten die Kinder nach Hause bringen, denn nach wie vor sehen wir uns die Hausaufgabenhefte der Kinder jeden Tag an und auch die Hausaufgaben werden uns vorgelegt. So hat man zumindest den Überblick, welchen Stoff sie gerade in der Schule durchackern und wo sie evtl. irgendwas nicht verstanden haben und mehr ĂŒben mĂŒssen, um das große Ziel, das Abitur, zu schaffen.

Danach haben wir eine „Benjamin BlĂŒmchen“-Torte aufgeteilt und Mini -Windbeutel auf die Teller gepackt. Die Torte ist ĂŒbrigens nicht wegen der Figur gekauft worden, sondern weil sie uns immer noch gut schmeckt und sie nicht so groß ist wie die TK-Torten fĂŒr Erwachsene.

Nachdem von den Leckerein nur noch ein paar kleine KrĂŒmeln ĂŒbrig geblieben sind und die Kaffee/Tee/Kakaotassen leer waren, ging es endlich zum dem schönsten Teil eines Geburtstages: Geschenke auspacken. Stephanies Kleiderschrank hat ein paar neue Inhalte bekommen, auch ihr BĂŒcherregal wurde aufgefĂŒllt und fĂŒr die schöneren TrĂ€ume hat sie kuschelige BettwĂ€sche mit ihrem Lieblingstiermotiv bekommen, Giraffen. Außerdem packte sie Gesundheitsstecker aus, mit denen sie endlich Ohrlöcher bekommen soll, einen Gutschein von ihrem LieblingsbĂ€cker, neue schicke Kopfhörer und, da sie jetzt 13 geworden ist, auch die erste Schminke.

Nachdem alles anprobiert wurde und man vor Freude schon ziemlich aus dem HĂ€uschen war, holte ich ihr Babyalbum aus dem Schrank heraus und dann saßen nur wir zwei auf der Couch und ich erzĂ€hlte ihr einige SchwĂ€nke aus ihrer Baby- und Kleinkindzeit. Carsten beschĂ€ftigte sich derweil mit Andreas Rechner, also hatten wir alle etwas Nettes zu tun.

Die Kinder wurden abends von ihrem Papa abgeholt und sie werden jetzt bei ihm bleiben bis wir zurĂŒck aus dem TĂŒrkeiurlaub zurĂŒckkommen.

Carsten und ich hatten fĂŒr den kinderfreien Freitagabend Karten fĂŒr „Operation WalkĂŒre – Das Stauffenberg Attentat“ vorbestellt. Mein Interesse an der Geschichte verblasste noch nie so richtig und seit ich in Deutschland lebe und die Chance habe, den zweiten Weltkrieg aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, nutze ich jede Möglichkeit dafĂŒr. Der Film ist wirklich gut. Man mag ĂŒber Tom Cruises Privatleben denken, was man will, aber er ist in meinen Augen immer noch ein guter Schauspieler. Auch die Carice van Houten, welche ich schon als geheimnisvolle Minusch unglaublich beeindruckend fand, hat ihre Rolle als Nina von Stauffenberg gut gespielt, auch wenn ihr Part nicht sehr groß war. Die Geschichte kannte ich bislang nur in sehr groben ZĂŒgen, nun schĂ€tze ich, sie im Ganzen zu kennen und auch zu verstehen. Das Thema wird mich wohl noch einige Tage beschĂ€ftigen, es ist eben ein Streifen, welcher zum Nachdenken anregt. Die Geschichte kann mich eben nie gleichgĂŒltig lassen, egal ob gelesen oder gesehen.

Aber heute, nachdem ich mit dem Schreiben fertig bin, gehe ich etwas Schönes anschauen: die kleine Tochter meiner ehemaligen Arbeitskollegin. Auf den Bildern sieht sie wirklich knuffig aus, also muss ich sie auch mal richtig sehen!