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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 07.
Sep.

Irgendwie hat sich das ergeben, dass das vergangene Wochenende voll und ganz der französischen Filmkunst gewidmet wurde.

Am Samstag nachmittags schauten wir uns „La Boom – Die Fete“ an, fanden aber das Ende etwas verwirrend. Daher machten Carsten und ich uns noch kurzentschlossen auf den Weg in die Videothek, um den zweiten Teil zu besorgen. Dazu haben wir fast im Vorbeigehen noch eine andere DVD mitgenommen, über welche wir uns vor Kurzem unterhielten -„Willkommen bei den Sch’ties“.

Ehrlich gesagt, auch der zweite Teil mit der jungen Sophie Marceau als Vic hat unsere Herzen nicht erobern können. Nur die Urgroßmutter von ihr war absolute Klasse!

Um so mehr amüsierten wir uns beim zweiten mitdenommenen Film, der sich mit den Klischees der Franzosen aus dem Süden über ihre Mitmenschen im Norden auseinandersetzt. Für die „Südfranzosen“ ist eine Versetzung in den Norden nämlich vergleichbar mit Verbannung nach Sibirien. Dort  ist es in ihrer Vorstellung unglaublich kalt, unfreundlich und die Leute dort sind – sagen wir es so – einfach gestrickt. Als Philippe, die Hauptfigur, doch in Bergues ankommen stellt er vorerst fest, dass er die Leute gar nicht verstehen kann, aber das ändert sich in Kürze und die Herzlichkeit der Einwohner des kleinen Städchens in der Nähe von Lille erobert ihn mühelos. Nur schade, dass niemand im Süden ihm glauben möchte, dass man auch im Norden gut leben kann. Also hält der die ganzen Klischees aufrecht und bekommt viel Mitleid von seiner Familie und Freunden an den Heim-Wochenenden. Aber als seine Frau sich entschliesst, ihn in den Norden zu begleiten, kommt der quirlige Postfilialendirektor in Schwierigkeiten, denn nun würde sein Lügengebäude einstürzen …

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle lieber nicht verraten, sondern den Film einfach zum Anschauen empfehlen, denn er ist absolut sehenswert!



2009 05.
Sep.

Die erste Arbeitswoche nach meiner Erkrankung ist recht gut gelaufen. Am schönsten ist es aber nach wie vor nach getaner Arbeit das Wochenende zu geniessen.

Diesmal ist es (bis jetzt zumindest) voll und ganz nach meinem Geschmack. Gestern nachmittags schlenderten Carsten und ich ganz gelassen durch den Schulhof des Gymnasiums unserer Kinder, ließen uns Bratwurst, Pommes und einige Kuchenstücke munden, unterhielten uns mit einigen Lehrern und anderen Eltern, horchten den recht lauten Klängen einer der zahlreichen Schulbands und besuchten unsere Kinder bei der „Arbeit“. Stephanie hatte Dienst beim Schülerradio und Andrea war am Tombola-Stand und hat Lose verkauft.  Gestern gab es nämlich an ihrem Gymnasium den ganzen Tag keinen Unterricht, sondern man feierte Schulfest. Die Mädels blieben in der Schule natürlich viel länger als wir, immerhin hatten sie alle ihre Freunde um sich und konnten die Zeit ohne Gedanken an Hausaufgaben und Co. richtig geniessen. Leider hat Petrus die Pläne der Schulleitung nicht 100%-ig unterstützt, denn abends, als ein Fackelzug geplant war, regnete es in Strömen und so wurde das Fest schon um 21:00 Uhr beendet, statt wie ursprünglich vorgesehen um etwa 23:00 Uhr.

Heute konnten wir ausschlafen, gemütlich 2 Stunden lang frühstücken und quatschen, um danach auf Schuhesuche für die Mädels zu gehen. Die Hausschuhe der beiden waren schon seit geraumer Zeit in einem bemitleidenswerten Zustand und man sollte ihnen schon lange einen Gnadenschuß geben. Sie wurden in die ewigen Lederriemchengründe verabschiedet als wir heute mit den Nachfolgern zu Hause ankamen. Unterwegs hielten wir außerdem an der Videothek an, um die DVD „La Boom“ auszuleihen. Seit Andrea und ich „LOL“ gesehen haben wünschten wir uns auch diesen Film mit Sophie Marceau in jungen Jahren zu sehen. Heute ist der perfekte Abend dafür!



2009 01.
Sep.

Es war 15 Jahre lang ein ganz besonderer Tag für mich. Ein Tag, auf welchen man sich gefreut hat und vor welchem es einen auch etwas gegruselt hat. In UdSSR war der 1. September nämlich „Tag des Wissens“, was für alle Schüler und Studenten hieß, dass das nächste Schul- bzw. Studienjahr losgeht. Also in meinem Fall waren es 10 Jahre in der Schule und 5 Jahre an der Uni. 

Und natürlich habe ich heute wieder an die braune Schuluniform mit der festlichen weißen Schürze gedacht und auch an die riesigen, weißen Schleifen auf den Köpfen der Mädchen, sowie an das Glöckchen, welches ein Mädchen aus einer der ersten Klassen läuten durfte und während dessen auf der Schulter eines Zehntklässlers saß.

Meine Kinder verbinden das Datum eigentlich nur mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges.

Irgendwie schade, dass ihnen diese lebenslange Vorfreude auf einen bestimmten Schultag fehlen wird, denn sie konnten mein melancholisches Grinsen heute gar nicht so richtig deuten. Als ich Andrea erzählte, was am heutigen Tag so besonders ist fragte sich mich nur erstaunt: „Es fing jedes Jahr am gleichen Tag an? Auch wenn es wie jetzt ein Dienstag war?“ Ja, genau so war das. 

Ich hoffe, dass meine ehemalige Mitschülerin, welche jetzt in der Nähe von Köln wohnt, ihr Versprechen einhält und uns Ende September besucht. Dann kann ich alle alten Fotos aus dem Schrank herausholen und es wird ganz gewiss viele Leute auf dieser Welt geben, welche an dem speziellen Wochenende Schluckauf bekommen werden 😉



2009 30.
Aug.

Nach einer Woche des Betthütens fühle ich mich inzwischen so gut, dass ich mich wieder unter die Leute traue. Ich bin auch körperlich und geistig soweit, dass ich ab morgen auch das Telefon bedienen kann und meinen Kopf für die Kalkulationen und Joborganisation bei verschiedenen kleinen Projekten bereit ist.

Es war aus verschiedenen Gründen nicht der perfekte Zeitpunkt um krank zu werden, aber wann ist die Zeit dafür überhaupt richtig …

Heute hat mein Mann und mein großes Kind trotz des schönen Spätsommerwetters sich die Zeit lieber für mich und für John McClain genommen. Wir haben uns im Sommer die beiden Weihnachtsfilme (Teil 1 + 2) aus der „Stirb Langsam“-Reihe angesehen. Andrea ist inzwischen sowohl von den Filmen als auch von Bruce Willis schwer begeistert und ich gestehe, ich teile diese Begeisterung schon seit Jahren. Sehr interessant war, dass sie Alan Rickman nicht auf Anhieb erkannt hat, dabei kennt sie ihn doch so gut aus den „Harry Potter“-Filmen. Da merkt man, wie man sich bestimmte Schauspieler nur mit Mühe in einer anderen Rolle vorstellen kann.

Einen Ausflug habe ich auch noch mit Andrea am Wochenende gemacht,  als Carsten zum Sommerfest seines Arbeitgebers ging –> ins Kino. Wir schauten uns den Film „LOL“ mit Sophie Marceau an. Ein schöner Streifen, besonders toll, wenn man ihn sich als Mutter mit der Teenager-Tochter ansehen kann. Man sieht dann die Alltagssituationen aus einem etwas veränderten, offeneren Blickwinkel. Sehr zu empfehlen!



2009 24.
Aug.

Diesmal sogar wortwörtlich. Ich habe einen fiesen Schnupfen und Halsschmerzen. Zum Glück habe ich derzeit kein hohes Fieber und die Ärztin meines Vertrauens meinte, es wäre einfach eine Virusinfektion und keine Schweinegrippe. Schwein gehabt!

Jetzt gehe ich ins Bett und melde mich wohl erst am Wochenende oder danach zurück in die Bloggerwelt, wenn ich wieder topfit bin.



2009 21.
Aug.

Gestern war ich mit einer Freundin im Kino. Wir haben uns schon vor einigen Wochen auf den besagten gestrigen Donnerstag geeinigt, da wir beide den Film „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ unbedingt sehen wollten. Wir beide stehen nun mal auf die im Geiste starken Frauen, schließlich brauchen auch wir im Alltag unsere Vorbilder.

Der Film gefiel mir recht gut, natürlich kann ich den Wahrheitsgehalt momentan schwer einschätzen, aber es war eine schöne, emotionale Geschichte einer jungen Frau, welche ihren Weg ging und sich trotz der widrigen Umstände nicht immer unterbuttern ließ. Es gab einige Episoden in ihrem Leben, wo sie ihren Stolz unterdrückte, um weiter voran zu kommen. Ob das für mich in dem gleichen Maße nachahmungswert ist weiss ich nicht so richtig. Wer von dem Film erwartet, zu sehen, wie sie ihre Kollektionen entworfen hat wird enttäuscht sein, denn es geht ja schliesslich um Beginn einer Leidenschaft. Audrey Tautou war wie immer absolut glaubwürdig. Noch habe ich nicht alle Filme mit ihr gesehen, aber bislang habe ich in jedem gesehenen felsenfest geglaubt, dass sie die Person ist, um welche es geht, nicht nur eine Schauspielerin in einer gut gelernten Rolle.

Heute, wenn meine Soljanka endlich fertig wird, gehe ich mit meinem Schatz ins Kino. Diesmal steht etwas völlig anderes auf dem Programm – „Hangover“. Nach dem romantisch-nachdenklichen Teil gibt es also heute den detektivisch-witzigen. Immerhin müssen ein paar Männer herausfinden, was sie in der Nacht, in welcher sie Junggesellenabschied ihres Kumpels gefeiert haben, alles machten und was mit ihnen passierte. Außerdem freue ich mich auch sehr mal wieder die Ansichten dieser Stadt zu sehen, in welcher ich meinem Mann „I do“ geschworen habe. Irgendwann kommen wir wieder dorthin, nach Las Vegas, um die neunen prunkvollen Kasinos zu bewundern…



2009 16.
Aug.

Prolog

An einem Sonntag, kurz vor unserem Urlaub, klingelte zwischen 8 und 9 Uhr morgens das Telefon. Es war eine ganz liebe Person am anderen Ende, von welcher ich schon sehr lange nichts mehr gehört habe. Man hat uns doch noch in den vergangenen paar Jahren gut in Erinnerung behalten und es wäre wirklich wunderbar, wenn wir uns einfach mal wieder treffen könnten. Natürlich machten wir kurzerhand einen Termin für nach unserem Urlaub aus.

Geschichte

Der ausgemachte Termin war gestern. Ich fegte wie üblich ein wenig durch mein Haus, welches ohnehin eine Putzwahnsinnige schon seit geraumer Zeit gebraucht hätte. Danach rührte ich auf der Schnelle einen Mousse au Chocolat zusammen (die kleinen Hilfen aus dem Supermarkt sind dabei echt unentbehrlich!), habe einen Pflaumenkuchen nach einem neuen Rezept gebacken, taute Windbeutelchen auf, arrangierte einen Obstteller und war schon eine Stunde vor der geplanten Ankunft um 15:00 Uhr mit Allem fertig. Mein lieber Mann stellte die Gartenmöbel auf der Terrasse auf und spannte unser Sonnensegel darüber, denn das Wetter war einfach traumhaft sommerlich. Ich überbrückte die verbliebene Zeit mit Hape Kerkeling auf dem Jakobsweg und verlor dabei ein wenig die Zeit aus den Augen.

Als ich auf die Uhr blickte waren unsere angekündigten Besucher schon seit 45 Minuten überfällg. Ok, es sind keine Deutschen, aber der Zeitraum war dann doch etwas zu groß. Ich rief an, um zu wissen, wann wir denn mit der Ankunft rechnen können und hoffte insgeheim, dass keiner ans Telefon zu Hause gehen würde, da sie schon unterwegs sind. Aber es ging jemand ans Telefon und geriet nach meiner harmlosen Frage, wann wir denn mit ihnen rechnen können, arg ins Stocken. Diese Phase wechselte ganz rasch in eine Enschuldigungswelle. Man hat den Termin zwar aufgeschrieben, aber ausgerechnet im Kalender schon seit Tagen nicht mehr nachgesehen. Man ist aber dennoch kein Unmensch und so verabredeten wir uns zum Grillen statt zum Kaffeetrinken.

Ich stockte im nahegelegenen NETTO noch ganz flott unsere Fleischvorräte auf (habe ich es je erwähnt, dass ich allen Verkäuferinnen, welche samstags arbeiten gehen müssen, unendlich dankbar bin?) und wanderte danach auf unserer Terrasse mit Hape weitere Stunden durch Spanien.

Epilog

Um19 Uhr waren die Gäste wie vereinbart da und beglichen ihre Schuld mit einer Flasche Wein, einer Schachtel Pralinen und einem wunderschönen entspannten Abend mit ungezwungener Unterhaltung sowie gutem Hunger (da freut sich doch Gastgeberinherz!). Nur den Kuchen konnte ich ihnen nicht mehr andrehen – die Bäuche waren zu gut mit Grillzeug gefüllt.

Und die Moral von der Geschicht‘ ?

Es geht nichts über einen Familienplaner in der Küche und einen verantwortungsvollen Mann im Hause, welcher uns OLCAs immer wieder strietzt den Kalender a) ordentlich zu pflegen und b) mindestens einmal täglich den aktuellen Tag und ein paar nachfolgende anzugucken!



2009 12.
Aug.

Seit gestern gibt es in Andreas und meinem Leben jeweils etwas Neues, etwas, was man für die Schönheit und bessere Gesundheit auf sich nimmt.

Ich habe zum ersten Mal am Reha-Sport teilgenommen. Mir hat es gut gefallen. Der Kurs läuft zwar unter dem Namen „Wirbelsäulengymnastik“, dient aber der Kräftigung des ganzen Körpers. Es wird keine große, schweißtreibende Leistung abverlangt und ein Muskelkater ist heute auch ausgeblieben, aber ich spüre in meinem Körper neue Muskeln und man läuft automatisch mit einem geraderen Rücken. Ich hoffe außerdem sehr, dass diese regelmäßige Dienstagssportstunde mir hilft, ein paar Kalorien zu verbrennen und meinen etwas schlappen Körper zu straffen.

Bei Andrea ist die Veränderung für jeden Außenstehenden gut sichtbar. Nachdem wir den JoJo-Effekt bei der vorherigen Behandlung durch den Kieferorthopäden erlebt haben, fiel die Entscheidung  jetzt doch noch darauf, eine feste Zahnspange in den Mund meiner armen 16-jährigen zu integrieren. Sie trägt ihren unerwünschten Zahnschmuck mit Fassung und Humor und hofft nun, dass sie die Brackets vielleicht schon nach einem Jahr, spätestens aber vor dem Abiball in 2 Jahren loswerden kann.



2009 09.
Aug.

Ich habe heute einige Stunden damit verbracht, erneut unsere Italienfotosammlung durchzugehen. Jetzt habe ich einige Bilder in meinem Fotoalbum bei picasa reingestellt und alle neugierigen Nasen können nun den ersten Eindruck bekommen, was wir in den 2 Urlaubswochen gemacht haben. Es ist nur eine relativ kleine Sammlung, man möchte sich ein paar optische Leckerbissen schließlich auch für den künftigen Reisebericht aufheben, nicht wahr?

Hier ist der Link zu den Bildern

http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/UrlaubAmGardasee2009#

Meine Haut an dem lädierten Unterarm wächst langsam nach, zumindest habe ich seit heute dort eine Kruste und kann mich sogar inzwischen vorsichtig abstützen. Aber als ob ich von den Wunden nicht genug hätte! Da heute ein genialer Sommertag ist, habe ich meine Pflichten als Gärtnerin wahr genommen und Rosen runtergeschnitten. Wie meine Hände und Arme aussehen kann man sich doch ganz gewiss sehr gut vorstellen, oder!?

Stephanie hat dafür heute die Küche übernommen und mit Hilfe von Maggi Fix (was auch ich hin und wieder gerne nutze) eine Lasagne für uns gemacht. Was soll ich sagen: Sie hat genau so gut geschmeckt wie meine. Die Kleine wird langsam wirklich selbständig und überlebensfähig! 

Sie hat allerdings nicht so eine blühende Phantasie wie ihre große Schwester. Gestern Abend haben wir zusammen den Film „The Sixth Sense“ mit Bruce Willis angesehen. Danach schlief Stephanie wie ein Stein, wogegen Andrea eher einen sehr leichten Schlaf bekommen hat. Aber auch ihr gefiel der Film wirklich gut.



2009 08.
Aug.

Der gestrige Abend war einfach toll! Ich habe nach der Arbeit Elli (der dritte Teenager im Italienurlaub) und Kerstin (ihre Mama) zu Hause abgeholt und zu uns gefahren. Dort warteten auf dem Tisch schon die aufgewärmte, am Tag zuvor gekochte Käse-Lauch-Suppe und im Fernsehraum eine Auswahl von 520 Urlaubsbildern, von Carsten absolut liebevoll als Präsentation aufbereitet, nachdem wir gemeinsam diese aus 2.800 Aufnahmen ausgesucht haben.

Dank einer Neuerwerbung meines Mannes konnten wir die Fotos ganz gemütlich auf der Couch am großen Fernsehbildschirm ansehen. An der richtigen Stelle der Präsentation holten wir auch unser Lieblings-Italiendrink „Lemoncino“ aus dem Kühlrucksack, dabei hatten wir auch schon ohne Alkohol enorm viel Spaß bei der Bilderbetrachtung. Zum Abschluß bekamen die beiden eine DVD mit allen Bildern dieses Urlaubs und wurden von uns nach Hause gebracht.

Heute wollte ich endlich ein altes Versprechen einlösen und mit Stephanie ein wenig Fahrrad am Elbradweg fahren. Beim Aufpumpen meines Drahtesels stellten wir aber entsetzt fest, dass ich im Hinterrad ein Loch habe und die Luft sogar gut hörbar und mit einem Wahnsinnstempo entwich. Ich entschied mich dann mit Carstens Rad zu fahren. Dafür musste mein Schatz es nur noch aufpumpen und den Sattel tiefer stellen. Ich weiss warum ich diesen Mann so liebe! Er hat alles ohne Murren gemacht und wir fuhren los.

Erst besorgten wir Vulkanisierungskleber für mein Damenfahrrad, wo ich wesentlich komfortabler und eleganter meinen Allerwertesten auf den Sattel schwingen kann und danach wechselten wir auf den Elbradweg. In einer knappen halben Stunde waren mein Kind und ich schon in der Innenstadt. Auf der anderen, Neustädter, Elbseite ging es dann zurück Richtung Heimat. Alles lief wunderbar, aber man hätte vielleicht die Zeichen, sprich Anfangsschwierigkeiten, doch ernster nehmen sollen. Das Schicksal schlug nämlich noch unerwartet zu und zwar auf dem Stück Weg, wo man als Erwachsener auf der Straße fahren sollte und die Straßenbahnschienen den Asphalt beherrschten. Carstens Räder sind schmaler als meine und beim Überqueren der Schienen bin ich mit dem Hinterrad in die Furche reingekommen, was wie erwartet zu einem Sturz führte. Aber ich hatte mal wieder Glück im Unglück, denn sowohl das Fahhrad als auch ich haben nur kleine Blessuren vorzuweisen. Mein linker Unterarm hat etwas von der obersten Hautschicht verloren und das Vorderrad stand nicht mehr 100%-ig gerade, aber inzwischen ist das mechanische Problem wieder behoben und meine Abschürfungen werden bestimmt auch früher oder später heilen.

Nach dem Mittagessen ruhten wir uns körperlich aus und sahen uns die Geschichte von Harry Potter und dem Halbblutprinzen-Geheimnis im Kino an. Derzeit machen die Mädels einen Gemüsesalat in der Küche und ich darf im Wohnzimmer sitzen, meinen linken Fuß mit einer Kühlpackung ausgestattet hochlegen und den Kurzbericht über unser Leben in den letzten zwei Tagen verfassen.