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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 24.
Sep.

Vor dem Update möchten wir uns an dieser Stelle – natĂŒrlich auch im Namen der gesamten Familie und Stephanie selbst – ganz recht herzlich fĂŒr die große Anteilnahme, fĂŒr das ausgesprochene MitgefĂŒhl, fĂŒr den positiven Zuspruch und vor allem fĂŒr das VerstĂ€ndnis aller lieben Menschen um uns herum danken. Allerdings wird schon allein der heutige Blogeintrag wieder zeigen, dass in dieser Lebenssituation von allen ungewohnt viel Geduld abverlangt wird und dass der von uns gewĂ€hlte Weg der Informationsaktualisierung eine durchaus bessere Alternative zur stĂ€ndigen Nachfrage oder Anfrage per Email, Facebook, diverse Messenger oder Anrufe ist. Bitte auch weiterhin Stephanies Gesundung mit in eure Gedanken, WĂŒnsche und Gebete einschließen … wir alle mĂŒssen sehr sehr positiv denken!

Die letzten Tage waren erneut ein stĂ€ndiges Auf und Ab bzw. Hin und Her, sowohl fĂŒr Stephanie und ihre medizinischen UmstĂ€nde, als auch fĂŒr die mit ihr verbundenen ZeitplĂ€ne.

Die ursprĂŒngliche Planung Ende letzter Woche war: am Montag sollte eine ErnĂ€hrungssonde gelegt und damit der letzte Schlauch aus ihrem Gesicht (Nase) entfernt werden, am Mittwoch sollte im Herzzentrum ein in der Herzkammer gefundener Thrombus von 2 x 1 cm abgesaugt werden und fĂŒr den heutigen Donnerstag war der Transport in den Norden zur Rehaklinik geplant – wie gesagt, das war der Stand Ende letzter Woche. Mittlerweile hat sich schon wieder einiges geĂ€ndert: die OP im Herzzentrum wurde auf Dienstag vorverlegt und ist erfolgreich verlaufen, die ErnĂ€hrungssonde wurde heute operativ gesetzt und der Transport verschiebt sich nun bedingt durch diese TerminĂ€nderungen auf den kommenden Montag.

Genauso unbestĂ€ndig zeigte sich aber auch leider die medizinische Seite bei ihr, denn zwischenzeitlich bekam Stephanie ganz plötzlich bis zu 39 Grad Fieber (was glĂŒcklicherweise wieder mit Hilfe von kalten Wickeln und Paracetamol abgesenkt werden konnte), sie ist in den Wachphasen sehr unruhig und wehrt sich anscheinend mit Zunge und Oberkörper gegen die kĂŒnstlichen EingĂ€nge im Mund- und Rachenraum (mit der Folge, dass die Dosen der Schmerz- und Beruhigungsmittel nicht dauerhaft gesenkt, sondern erneut erhöht werden mussten), mal fĂŒhrt sie ihre Eigenatmung Ă€ußerst vorbildlich fĂŒr einen lĂ€ngeren Zeitraum aus und mal stellt sie sich völlig lustlos (das BeatmungsgerĂ€t muss dann immer wieder fordernd eingreifen oder doch wieder gĂ€nzlich die Steuerung ĂŒbernehmen).  Sie kommt irgendwie leider nicht zur inneren Ruhe, um weiter bei Besserung des Zustands voran zu kommen.

Bei den Besuchen des Vaters, des Freundes und auch von uns zeigt Stephanie zwar immer mehr körperliche AktivitĂ€ten, die bislang durch die wochenlange Sedierung unterdrĂŒckt worden sind, aber leider ist durch uns irgendwie noch keine gewollte Koordination im eigentlichen Sinne erkennbar. Sie reagiert nach wie vor auf GerĂ€usche und ihren Namen und öffnet dabei auch die Augen, aber die Reaktionen sind leider noch nicht so, wie man es von einer richtig wachen Person erwarten wĂŒrde. Die Augen gucken einen nicht aktiv an und fokussieren auch nicht, der Kopf dreht sich immer wieder nur unerwartet hin und her und ihre HĂ€nde greifen leider nicht zu, wenn man sie berĂŒhrt oder selbst etwas Druck ausĂŒbt. Aus diesem Grund erhoffen wir uns alle mehr Erfolge durch die baldigen Rehamaßnahmen bzw. Übungen.

Deshalb können wir immer wieder nur das betonen, was schon mehrfach angesprochen worden ist: wir alle mĂŒssen sehr viel Geduld fĂŒr einen offensichtlich langen Zeitraum aufbringen und die kommenden Monate können sich diesbezĂŒglich bestimmt noch sehr lange hinziehen. Die Änderungen sind momentan leider nur ganz klein und bedauerlicherweise auch kein Garant dafĂŒr, dass es immer ausschließlich nur nach Vorne geht. Man muss unter UmstĂ€nden mit etlichen RĂŒckschritten zurechtkommen, bevor es endlich wieder einen kleinen Schritt vorwĂ€rts geht. Aber bitte unter keinen UmstĂ€nden die Hoffnung aufgeben, dass wenigstens ein Großteil unserer geliebten, lebensfrohen Stephanie wieder den Weg ins (hoffentlich eigenstĂ€ndig gefĂŒhrte) Alltagsleben zurĂŒckfinden wird. Alle werden dafĂŒr sicherlich ihr Bestes geben …

Zum Abschluss noch eine informelle ErgĂ€nzung: da es hier mittlerweile auch sehr viele Leser gibt, die verstĂ€ndlicherweise nur ein großes Interesse an Stephanie haben, aber weniger an den BeitrĂ€gen zum allgemeinen OLCA-Leben (ja, auch hierzu wird es weiterhin Lesestoff geben, denn verstĂ€ndlicherweise sind wir sehr auf der Suche nach Ablenkung) interessiert sind, haben wir ab sofort einen speziellen Filter eingefĂŒhrt. Wenn man in dem Kategorien-MenĂŒ rechts auf „Stephanies Genesung“ klickt, erhĂ€lt man chronologisch nur die BlogeintrĂ€ge, die sich mit der Gesundung unserer „Kleinen“ beschĂ€ftigen. Wir werden wie bisher, auch in Zukunft eine inhaltliche Trennung zwischen unseren Themen und denen von Stephanie aufrecht halten, damit ihren Freunden und Bekannten keine Information verloren gehen, wenn sie nicht auch unsere BlogeintrĂ€ge mit AusflĂŒgen, BĂ€rengeschichten oder anderen OLCA-Dingen durchlesen. Versprochen!



2020 19.
Sep.

Diesmal hat meine Schreibabstinenz einen ziemlich bewegenden und sehr emotionalen Grund. Ein ganz schwieriges Thema … wie fĂ€ngt man am besten an ?

Zuerst eine Kurzform: Unsere Stephanie liegt seit dem 26. August im Krankenhaus CharitĂ© in Berlin und ist bis heute leider nicht in einen ansprechbaren bzw. kommunikativen Zustand zurĂŒckgekehrt. Es hat mit einem kĂŒnstlichen Koma angefangen und sie scheint jetzt hoffentlich in einer Art Wachkoma zu liegen … genaueres weiß man allerdings noch nicht.

Wir haben tagelang auf die erlösende Nachricht gewartet, aber aus einer Woche (danach wollte man die Aufwachphase einleiten) sind mittlerweile fast 4 Wochen geworden. Und um nun die besorgten, freundlichen, lieb und nett gemeinten Nachfragen von Freunden, Bekannten und Kollegen an uns, an unsere Familie und vor allem an ihren Freund etwas einzudĂ€mmen, möchten wir hier auf diesem Blog die Möglichkeit nutzen, ĂŒber ihren Zustand, ihre Entwicklung und vor allem ĂŒber ihre RĂŒckkehr ins tĂ€gliche Leben zu berichten … was allerdings mitunter noch Wochen und Monate dauern kann und vermutlich nicht nur aus Fortschritten bestehen wird. Also bitte bitte weniger direkt bei uns nachfragen und dafĂŒr öfter einfach mal hier reinschauen – die Situation ist fĂŒr uns und allen Beteiligten aus dem engerem Familienkreis momentan bereits schwer genug. Wir mĂŒssen jetzt unsere Zeit, Energie und Kraft weniger fĂŒr Nachfragen, sondern mehr fĂŒr das BewĂ€ltigen der Situation und vor allem fĂŒr unsere Kleine aufwenden. WĂ€re das OK fĂŒr euch ?

Dann will ich mal einen Versuch starten, die letzten 24 Tage hoffentlich verstÀndlich und nachvollziehbar zusammenzufassen:

Stephanie ist an besagtem Mittwochmorgen im August aufgrund einer Lungenembolie zusammengesackt und musste vor Ort sowie im Krankenwagen dreimal reanimiert werden. Vorangegangen ist wohl eine Thrombose im Bein (vielleicht durch die SportuntĂ€tigkeit aufgrund der Coronamaßnahmen seit MĂ€rz?), wobei sich der Thrombus dann irgendwie gelöst hat (wir vermuten durch ihren Start eines Kurses im Fitnessstudio am vorherigen Montag) und durch das Herz bis in die Lunge gelangte, in der er sich dann letztendlich wieder festgesetzt hat. Dies fĂŒhrte am Dienstagabend zu Kreislaufproblemen und dann am nĂ€chsten Morgen, als sie eigentlich zum Hausarzt gebracht werden sollte, zu einem Kreislaufzusammenbruch mit Atemstillstand. Wir können wirklich von einem unglaublichen GlĂŒck sprechen, dass sie zu dieser Zeit ihren Freund Fabian an ihrer Seite hatte und er sehr schnell reagiert hat, indem er umgehend den Rettungsdienst anrief.

Bis zur Erstbehandlung durch den Notarzt erlitt sie ca. 10-15 Minuten lang eine Sauerstoffunterversorgung des Körpers, dabei litt insbesondere das Gehirn. Im Krankenhaus versetzte man sie deshalb sofort in ein kĂŒnstliches Koma und die Körpertemperatur wurde auf ca. 33 Grad reduziert, um ihr Gehirn vor weiteren SchĂ€den zu bewahren. Damit sollen heutzutage alle Körperfunktionen auf ein Minimum reduziert werden, um mittels Abregulierung des Energiehaushaltes grĂ¶ĂŸere SchĂ€den am Gehirn zu minimieren – ich hoffe, ich drĂŒcke mich medizinisch auch korrekt aus. Bitte seht es mir nach, sollte ich irgendwie etwas falsch verstanden und somit hier wiedergegeben haben …

Jedenfalls steht es derzeit aufgrund der erlittenen Hypoxie schlecht um ihren Allgemeinzustand und man kann bis heute noch nicht genau feststellen, welche HirnschĂ€digung sie am Ende davontragen wird. Die bisher durchgefĂŒhrten Untersuchungen zeigen auf jeden Fall abgestorbene Hirnregionen (CT, MRT), aber andere Tests machen auch Hoffnung, dass sie wieder zu Bewusstsein kommen wird und halbwegs gesund werden und hoffentlich auch ein eigenstĂ€ndiges Leben in absehbarer Zukunft fĂŒhren kann. Sie reagiert in den letzten Tagen, nachdem die Sedativa (die wie eine Narkose wirken) abgesetzt wurden, auf GerĂ€usche sowie ihren Namen und schlĂ€gt dabei die Augen auf … sie fokussiert aber nichts, ihr Blick wandert lediglich umher. Mechanische Reize am Körper kommen definitiv in der Hirnrinde an und auch spezielle Blutwerte (sogenannte NSE-Werte bzw. Marker) zeigen immer noch genĂŒgend KapazitĂ€ten, die irreparable SchĂ€den in Hirnregionen mal kompensieren könnten. Unklar ist derzeit allerdings, welche Steuerungszentren letztendlich genau betroffen sein könnten: Sprache, Bewegung, Erinnerung, Intelligenz oder ein Mix aus allem. Dies wird erst eine mehrwöchige bzw. mehrmonatige Reha zeigen mĂŒssen.

Hierzu habe ich jetzt, als die von einem Amtsgericht bestimmte BevollmĂ€chtigte (mit 24 ist sie eben nicht mehr automatisch unter der Vormundschaft der Eltern), nach langer Überlegung und vielen GesprĂ€chen mit Carsten letztendlich fĂŒr eine Verlegung in eine Rehaklinik in der NĂ€he von Hamburg entschieden. Leider auch immer mit dem Wissen, dass wir sie dadurch vom Freund (Berlin), von der Familie des Vaters (Meißen / Berlin) und von den vielen Freunden in Potsdam und Berlin entfernen – es tut uns wirklich sehr sehr leid und die Entscheidung ist uns definitiv nicht leicht gefallen. Aber die 2-3 Stunden Fahrt in eine Richtung von uns nach Berlin bzw. Brandenburg sind an einem Tag hin und zurĂŒck einfach nicht zu schaffen und andererseits sind wir als Bezugspersonen, die mit ihr lange Zeit unter einem Dach gelebt haben, vermutlich derzeit diejenigen, die ihr trotz unseres Arbeitsleben ĂŒber einen langen Zeitraum eine Rundumbetreuung auch nach stationĂ€rer Reha vor Ort ermöglichen könnten. Das ist wenigstens der Gedanke fĂŒr die nĂ€chsten Monate, denn wir stehen der Sache natĂŒrlich auch immer positiv gegenĂŒber und glauben ganz fest daran, dass sie eines Tages wieder ein eigenstĂ€ndiges Leben fĂŒhren kann. Dann soll sie auch selbst entscheiden, ob sie wieder zurĂŒck in ihre Berliner Umgebung möchte. Aber das ist leider alles noch offen und Wunschdenken …

Also lasst uns jetzt alle das Beste fĂŒr sie hoffen, informiert euch bitte lieber hier im Blog ĂŒber ihren Gesundheitszustand und ihre Fortschritte statt per Email, Posting oder Anruf bei Angehörigen nachzufragen und bringt vor allem viel Geduld auf. Denn wie wir jetzt die letzten Wochen lernen mussten, geht es derzeit nur sehr sehr langsam voran. Selbst die Reha wird wohl in mĂŒhevoller und zeitaufwĂ€ndiger Kleinarbeit erst nach und nach AufklĂ€rung sowie Besserung bringen. Ärzte und unsere Freunde mit medizinischen Wissen stimmen uns auf eine sehr lange Behandlungszeit ein, da ist nie die Rede von Tagen, sondern vielmehr von Monaten. Die Neuigkeiten von Stephanies Entwicklung gebe ich dann nur zu gerne so schnell wie möglich an euch ĂŒber diesen Blog weiter, versprochen.

DrĂŒckt uns allen und vor allem ihr ganz fest die Daumen und glaubt bitte immer ganz doll an sie – das Wort „konventionell“ kam in Stephanies Sprachgebrauch doch noch nie so richtig vor, oder ? Möge ihr Dickkopf und ihre Beharrlichkeit am Ende ihr eine gelungene RĂŒckkehr in die NormalitĂ€t ermöglichen.

Derzeit ist ein Besuch bei ihr auf der Intensivstation nur von einem kleinen Personenkreis (Uwe, Fabian und wir wechseln uns dabei ab) und auch nur fĂŒr kurze Zeit am Tag möglich, aber wenn sie dann spĂ€ter in der Reha wieder allgemeine Besuche empfangen kann, seid ihr alle recht herzlich willkommen. Wir können dann sicherlich auch den einen oder anderen bei uns in Wentorf beherbergen …



2020 24.
Aug.

Diese Frage stellen sich derzeit wahrscheinlich viele Blogleser, denn seit nunmehr fast einem Monat hat sie hier kein Update mehr abgegeben … seltsam, seltsam.

Aber ich kann euch beruhigen: es ist alles in bester Ordnung ! Kein Covid, kein SchwÀcheanfall, keine Hoch-im-Norden-sein-Depression, ehrlich !

Wir waren die letzten vier Wochen allerdings entweder schwer in Action (Treffen mit Leuten, Werkeln an der GemĂŒtlichkeit der Wohnung und TagesausflĂŒge) oder mussten uns irgendwie mit dem Tauwetter fĂŒr Dicke arrangieren (Couch + Ventilator = das Beste, was man bei dieser Sommerhitze in einer Wohnung direkt unterm Dach machen kann).

Ihr seht, es geht uns gut und diese Woche wird Olga bestimmt auch mal wieder genĂŒgend Zeit und Muse fĂŒr einen neuen Blogeintrag finden – der Dauerregen und damit die AbkĂŒhlung sind auch endlich im Norden angekommen. Vielleicht berichtet sie ĂŒber unseren Ausflug in den Hamburger Stadtpark, ĂŒber die großangelegte Deko-Einkaufstour, ĂŒber das Wiedersehen mit Anne & Nao (zuletzt in 2015), ĂŒber das Essengehen mit den Nachbarn, ĂŒber die zahlreichen dekorativen Handgriffe und Bohrarbeiten innerhalb unserer neuen vier WĂ€nde, ĂŒber unseren Tagesausflug in die sĂŒdliche LĂŒneburger Heide oder aber ĂŒber ihre seit heute ĂŒberstandene Probezeit beim neuen Arbeitgeber Keysurgical …

Also bitte keine Angst, Olga ist und bleibt auch weiterhin unser allseits geliebter Wonneproppen:



2020 26.
Juli

Wenn ich eine lĂ€ngere Schreibpause habe, dann deutet diese oft daraufhin, dass in meinen Leben einiges los ist. Zum GlĂŒck passiert dann aber auch ĂŒberwiegend etwas Positives    😉

Also dann versuche ich mal kurz zu berichten, was bei uns in den vergangenen Tagen so passierte.

Fangen wir damit an, dass Carsten und ich ein HĂ€uschen gebaut haben. Wir haben an unserer Wohnung einen wirklich großen Balkon dran und inzwischen haben wir dafĂŒr auch einige Gartenmöbel und einen Gasgrill zugelegt. Damit all diese Sachen nicht stets und stĂ€ndig der Sonne, dem Wind, dem Regen usw. ausgesetzt werden, haben wir schon vor einer Weile ins Auge gefasst, dafĂŒr mal einen passenden Schuppen zu suchen und aufzustellen. Vor einer Woche brachte ein Paketbote fĂŒr dieses Bauvorhaben zwei große Pakete mit vielen Einzelteilen zu unserer Wohnung. Carsten stellt sich solchen Herausforderungen nur all zu gern und so verbrachten wir fast den ganzen lieben Samstag damit, alles genau nach Anleitung zusammen zu bauen – zig Schrauben wollten verbaut werden:

Bei solchen Projekten bin ich sooooo froh, einen derart handwerklich begabten Mann „mein Schatz“ nennen zu dĂŒrfen    🙂     allein wĂ€re ich damit schon beim Lesen der Anleitung gnadenlos ĂŒberfordert!

Aber am Ende des Tages war alles gĂ€nzlich aufgebaut und alle Draußendinge fanden darin tatsĂ€chlich ihren Platz:

Ich habe aber auch nicht nur zugeguckt, sondern ĂŒbernahm bereitwillig meine Lieblingsrolle: Helferlein. Wenigstens mit diesen beiden Werkzeugen kann ich inzwischen ein bisschen umgehen    😉

Da unser letztes Wochenende sehr arbeitsreich geworden ist, gönnten wir uns mal einen freien Tag wĂ€hrend der Arbeitswoche. Zum GlĂŒck hatten wir genug Überstunden angesammelt, um uns diesen Luxus ohne große Probleme leisten zu können.

Deshalb ging es am Dienstag gleich nach dem FrĂŒhsporteln, Duschen und FrĂŒhstĂŒcken mit dem Smartie nach Mölln. Dieser Ort gönnt sich den Beinamen „Eulenspiegelstadt“ – denn der wohl berĂŒhmteste Narr Deutschlands, Till Eulenspiegel, ist in dieser Stadt gestorben. Das steht zumindest auf seinem Gedenkstein an der St. Nikolai-Kirche:

Auf dem Marktplatz gibt es auch ein Eulenspiegelmuseum – es ist das linke, das kleinere GebĂ€ude auf dem Foto:

Und natĂŒrlich gibt es auf dem gleichen Platz auch die passende Figur am Brunnen. Wenn man bei dieser gleichzeitig an der Fußspitze und dem Daumen reibt und sich etwas wĂŒnscht, dann soll man damit auch entsprechendes GlĂŒck haben. Und da man von GlĂŒck nie genug haben kann, packte ich nur zu gern die bereits von vielen GlĂŒcksritterfingern glĂ€nzend polierten Teile der Figur ebenfalls an    🙂

Es gab an diesem Dienstag nicht so viele Touristen in den Möllner Straßen, sodass uns mache StraßenzĂŒge ganz allein gehörten:

NatĂŒrlich findet man hier gefĂŒhlt an jeder Ecke entweder einen Narren …

… oder eine Eule:

An einer Straßenecke war die heitere Stimmung leider kurz vorbei, denn hier erinnerte man an ein ziemlich dunkles Kapitel der Möllner Geschichte:

Der Anschlag von Mölln war damals in allen Medien sehr prĂ€sent, das habe sogar ich trotz meiner zu dem Zeitpunkt noch recht eingeschrĂ€nkten Deutschkenntnissen verstanden …

Wir erkundeten weiterhin die Stadt per pedes, schlenderten durch den Kurpark inklusive Kneipp-Areal (siehe ganz unten), stapften einen HĂŒgel hoch zu einem markanten Wasserturm und landeten schon recht bald in einem Wildpark, welcher sogar ohne Eintritt zu besuchen war:

Schon am Eingang hörten wir GerĂ€usche, welche wir so nur von einer Passage aus Jurassic Park kannten. Das schrille, hochtönige Quicken mit asthmatisch anmutenden AtemzĂŒgen wurde hier allerdings von zwei Wildschweinkeilern erzeugt, welche wohl die Rangordnung untereinander klĂ€ren mussten. Das hat diese Hirsche nicht im geringsten gestört, denn sie erholten sich trotzdem in einem, fĂŒr Besucher frei zugĂ€nglichen Gehege und wirkten ganz entspannt hinter ihrer Zweigenbarriere:

Da war dieser WaschbĂ€r wesentlich hektischer unterwegs … immerzu auf der Suche nach etwas Fressbaren, allerdings zum Teil nur mit wenig Erfolg:

Als wir uns ursprĂŒnglich fĂŒr Mölln als Ausflugsziel entscheiden haben, hatten wir unter anderem den Gedanken, dass, falls es regnen sollte, wir die Zeit in einem Laden oder im Museum ĂŒberbrĂŒcken könnten. Aber der Petrus hatte seine eigenen PlĂ€ne und ließ den großen Regen erst dann auf die Erde los, als wir im Wildpark bzw. Wald und somit am weitesten vom stĂ€dtischen Leben entfernt waren:

Die mitunter heftigen Schauer sind derzeit aber nie von langer Dauer und wir hatten sogar das unendlich große GlĂŒck, zugleich einen kleinen Unterstand mit HolzbĂ€nkchen erreicht zu haben – so sehe ich einem Platzregen beim Prasseln auf die BlĂ€tter gern zu    🙂

Am gestrigen Samstag machten wir uns in die Großstadt auf – es ging diesmal nach Hamburg. Genauer gesagt, wollten wir uns einen Überblick darĂŒber verschaffen, was man in der FußgĂ€ngerzone von HH-Bergedorf so alles zu sehen bekommt. Ich fand, dass hier eine gute Mischung aus LĂ€den und alten GebĂ€uden angeboten wird. Dies mal ein paar Impressionen unseres Einkaufs bzw. Ausflugs:

NatĂŒrlich haben wir auch den einen oder anderen Laden besucht, eine Kleinigkeit gegessen, einem Straßenmusiker zugehört  – eben das, was man bei einem Bummelnachmittag so macht … es ist ja schließlich Wochenende.

Eine Sache muss ich euch aber noch unbedingt berichten: unsere BĂ€renfamilie hat völlig unerwartet Zuwachs bekommen    🙂    dem Blick dieses kleinen BĂ€ren konnten wir beide einfach nicht widerstehen    😉

Darf ich vorstellen: BĂ€rnie    🙂    er wurde von den alteingesessenen BĂ€ren schon mal sehr herzlich empfangen und liebevoll in ihren Kreis mit aufgenommen.

So, das war es, was es von uns zu berichten gibt. Carsten und ich haben uns heute recht spontan einen LĂ€mpeltag gegönnt, d.h. nicht besonders produktiv, aber dafĂŒr sehr sehr erholsam. Muss doch auch mal sein, nicht wahr?    😉



2020 12.
Juli

Ich muss mich ganz schön bĂ€renstark zusammenreißen, denn ich muss zugeben, dass mir das Reisen doch ganz schön fehlt – plödes Corona! Da freue ich mich schon wie ein BĂ€rserker, wenn wir wenigstens einen Ausflug in die Umgebung machen können! Und so war es auch neulich: wir fuhren fĂŒr einen Tag nach RatzebĂ€rg, auch wenn meine BĂ€reneltern diese Stadt liebĂ€r Ratzeburg nennen. Naja, sollen sie, abĂ€r ich habe es einfach im GefĂŒhl, dass sich da im Laufe der vielen Jahren ein Rechtschreibfehler eingeschlichen haben muss.

Denn gleich am Anfang wird jedem Reisendem sofort klar, wer hier das Sagen hat – man muss ĂŒbĂ€rall den BĂ€rentatzenspuren folgen:

Ich habe mir so meine eigenen Gedanken gemacht, warum diese eine so ungewöhnliche Farbe haben und bin zu dem Schluss gekommen, dass der WegweiserbÀr wahrscheinlich zuerst in einem ErdbÀrfeld war, bevor er dann zur Arbeit ging.

Bei dieser TatzengrĂ¶ĂŸe sind auch die Schritte entsprechend groß geworden. Und da meine Beine etwas kleiner sind, habe ich kurz darĂŒbĂ€r nachgedacht, ob ich einen Hilfsmittel nutzen will, abĂ€r das Pferd sah mir einfach viel zu wild aus:

Ich habe beschlossen, mich liebÀr ab und zu beim Laufen auszuruhen. Und das war auch gut so, denn ich konnte einen ganz netten Mann kennen lernen, welcher mir bei Orientierung in der Stadt sehr geholfen hat:

Er hob mich ganz behutsam auf seinen Hut und da fĂŒhlte ich mich im wahrsten Sinne des Wortes so richtig wohlbehĂŒtet:

Ich musste als Nachhut ja auch immer wieder Acht auf meine Eltern geben. Auf dem Marktplatz entfernte sich Papa meiner Meinung nach viel zu schnell, abÀr ich habe ihn dennoch immer gut im Blick behalten können:

In der Stadt gab es ĂŒbĂ€rall ganz viele Blumen, die mir sehr gut gefallen haben – ich fand das sooooo romantisch: diese vielen, bezaubĂ€rnden und duftenden Rosen!

Einfach ĂŒbĂ€rwĂ€ltigend! Ich hĂ€tte gern welche davon mitgenommen, denn ich habe in einem Schaufenster ein Portrait von einer ĂŒbĂ€rirdischen Schönheit gesehen:

Wenn ich sie finde, dann schenke ich ihr ganz bestimmt eine schöne Rose. Das wĂŒrde ihr sicher bestimmt gefallen.

Ich habe ab da versucht, mich durchzufragen, um diese bezaubÀrnde Dame zu finden, abÀr mir konnte leider keiner helfen. Ein Mann hat mir sogar seine Taschen gezeigt, um zu beweisen, dass er keine Karte zu ihrem Herzen hat:

Vielleicht mache ich mich nach Corona eine weitere Reise, um die BÀrenschönheit irgendwo unterwegs zu finden. Immerhin bin ich ja ein ganz doll erfahrener SeebÀr!

AbĂ€r das Reisen in Zeiten von Corona hat ĂŒbĂ€rraschenderweise auch seine schönen Seiten. Normalerweise besuche ich die Kirchen immer nur in einer Handtasche, abĂ€r jetzt waren so gut wie keine anderen Besucher da und ich konnte mir ungestört einmal eine Orgel ansehen. Sonst habe ich sie immer nur gehört, abĂ€r nie gesehen. Nun war es andersherum: gesehen, abĂ€r nicht gehört:

Ich hatte auch endlich mal die Chance, in einem Kreuzgang zu sitzen und meinen Gedanken nachzuhÀngen:

Ich weiß immer noch nicht so richtig, warum dieser lange Flur mit Bögendecken „Kreuzgang“ heißt. Ich habe mir die Kreuze in der Kirche immer anders vorgestellt. AbĂ€r ich fand ihn trotzdem sehr schön.

Nach so vielen EindrĂŒcken hatte ich einen BĂ€renhunger. Der Otter, der gerade einen Fisch gefangen hatte, wollte diesen abĂ€r auf gar keinen Fall mit mir teilen:

In einem Lokal war an Essen trotz des lecker riechenden Fischbrötchens auch nicht zu denken – doofer Mund-Nasen-Schutz!

Zum GlĂŒck konnte ich an einer anderen Stelle etwas von Mamas Kirschkuchen ergattern!

Das war ĂŒbĂ€rhaupt ein sehr teddyfreundliches Cafe, dort gab es fĂŒr solche wie mich sogar extra BĂ€nke in einem Strandkorb!

Diese sind zwar nicht gepolstert, wie die Menschensitze, abĂ€r ich habe ja nicht nur ein weiches Herz, sondern auch einen weichen Pops    đŸ˜‰

Kurz bevor wir wieder nach Hause fuhren, blieben wir alle noch eine Weile am RatzebĂ€rger See sitzen und haben uns ĂŒbĂ€r die bislang gemachten Reisen unterhalten und PlĂ€ne fĂŒr zukĂŒnftige AusflĂŒge geschmiedet:

Es gibt doch noch soooo viel zu entdecken!



2020 05.
Juli

Die treuen Leser meines Blogs werden bestimmt auch ohne meinen Hinweis wissen, dass der 4. Juli fĂŒr mich persönlich ein besonderer, quasi mein eigener UnabhĂ€ngigkeitstag ist. Denn genau an diesem Tag ĂŒberquerte ich 1992 die deutsch-polnische Grenze und bin seitdem in Deutschland hĂ€ngen geblieben. Nach Adam Ries sind es also inzwischen 28 Jahre geworden! Aber auch nach so vielen Jahren hierzulande stelle ich immer wieder fest, dass ich bei Weitem noch nicht alles gesehen habe, was dieses vielfĂ€ltige und geschichtlich sehr interessante Land zu bieten hat.

Deshalb ist es auch nur zu verstĂ€ndlich, dass wir in diesem Jahr meinen kleinen Feiertag natĂŒrlich dazu nutzen wollen, sich mit unserer neuen Lebensumgebung vertraut zu machen. Die Empfehlung, einmal durch Ratzeburg zu schlendern, habe ich bereits von vielen Freunden und Bekannten gehört. Und da wir unserem Autokennzeichen „RZ“ nach ohnehin zu diesem Einzugsgebiet gehören, lag dieses Ziel auf der Hand.

Carsten hat im Netz einen schönen ca. 7 km langen Rundgang durch das InselstĂ€dtchen aufgetrieben und gleich nach dem zugegeben etwas sehr spĂ€ten FrĂŒhstĂŒcks (unsere einstĂŒndige Sportstunde ist uns eben heilig … und wir wollen ja schließlich auch unbedingt wissen, wie es bei „Lost“ weitergeht) durfte unser Smartie mal wieder die Tiefgarage verlassen. Leider war nicht wirklich Cabrio-Wetter – etwas kĂŒhl und bewölkt – aber immerhin regnete es nicht in Strömen.

Der Name unseres Ziels deutet ĂŒbrigens nicht auf die besonders ausgeprĂ€gte Schlafgewohnheiten ihrer Bewohner hin, sondern auf den slawischen FĂŒrsten Ratibor, der dort einst in einer Ringburg residierte. Da Slawen schon immer viele Kosenamen erfanden, wurde aus dem stolz klingenden Ratibor eben ein Rat’se, welches am Ende eben auch Pate fĂŒr den Stadtnamen stand.

Man hat an mehreren Stellen Teile der Umrisse der einstigen, slawischen Verteidigungsanlage fĂŒr die Umwelt nachgezeichnet:

Ratzeburg ist außerdem etwas ganz besonderes, weil die Innenstadt eine richtige Inselstadt ist. Die Verbindung zum Festland folgt lediglich ĂŒber insgesamt drei DĂ€mme (2x Auto, 1x ehemalige Kleinbahn), ansonsten ist man ĂŒberall vom Wasser umgeben: vom Ratzeburger See, Domsee, Kleiner KĂŒchensee und vom KĂŒchensee. Um unserem Rundweg mĂŒhelos zu folgen, mussten wir lediglich den pinkfarbenen Tatzen auf den Wegen unsere Aufmerksamkeit schenken:

Die links am Rand liegenden, bunten Steine auf dem Foto sind Teil eines Kunstprojektes, welches zu Corona-Zeiten entstand. Die Steine wurden von verschiedenen Kindern und Erwachsenen bemalt und dort aufgereiht. Dem schriftlichen Aufruf nach war der Fantasie dabei keine Grenzen gesetzt. Hier ein paar meiner FundstĂŒcke:

Die Stadt hat nicht mal 15.000 Einwohner vorzuweisen, dafĂŒr aber eine sehr lange Geschichte. Diese wirkt dort an vielen Ecken sogar noch ziemlich lebendig – zum Greifen nahe. Ich fand es zum Beispiel sehr beeindruckend, von dem jahrhundertealten Heinrichstein am sĂŒdwestlichen Eingang zum Domhof zu stehen (auf dem Foto rechts, eingezĂ€unt):

Damit man eine bessere Vorstellung davon hat, von welchem Stein ich spreche, habe ich noch ein besseres Foto vorbereitet    đŸ˜‰

Ich hoffe, dass ihr das ohne Probleme lesen könnt    😉    fĂŒr die sprachlich Unbegabten wie mich hat man aber zum GlĂŒck auch die Übersetzung gleich mit aufgeschrieben: „Zu Zeiten König Konrads und Herzog Heinrichs von Sachsen kam Graf Heinrich nach Ratzeburg und gab dort als erster dem Christentum eine feste Grundlage. Seine Seele ruhe in Frieden. Amen“. Daran merkt man, die Sachsen haben schon frĂŒh ihre Spuren in dieser Gegend hinterlassen und bei unserem Besuch im Ratzeburger Dom, welcher ab 1160 gebaut wurde und heute leider zum Teil eingerĂŒstet ist, fanden wir sehr eindeutige, sĂ€chsische Andenken:

Der Dom war natĂŒrlich sehr beeindruckend, auch wenn es fĂŒr uns etwas seltsam war, durch eine Kirche mit Mundschutz laufen und sitzen zu mĂŒssen:

Aber zum GlĂŒck konnte man wenigstens draußen ohne Nase-Mund-Schutz herumlaufen    đŸ˜‰

Auch im Klosterhof ging es ohne obligatorischen „Schnutenpulli“ und von dort konnte man beim Sitzen auf einer Bank seinen Gedanken nachhĂ€ngen und sich u.a. den Bettler von Ernst Barlach ansehen:

Ein Teil der großzĂŒgigen Domanlage bietet eine Möglichkeit einer schnellen Durchfahrt – mitten durch ein Wohnhaus:

Allerdings scheint die Spannung dieses Bogens die AußenwĂ€nde des Hauses in eine schiefe Lage zu bringen:

Es sah fĂŒr uns aber dennoch sehr stabil aus    đŸ™‚

Der große Dom ist natĂŒrlich nicht das einzige Gotteshaus in Ratzeburg. Wir schauten auch mal bei der evangelischen St.Petri-Kirche vorbei:

Innen ist diese sehr weiß und schlicht gehalten. Die Anordnung der BĂ€nke fanden wir allerdings ziemlich ungewohnt, denn es ist weder ein klassisches Kirchenschiff, noch eine Rundkirche – fĂŒr mich war dies eine ganz neue Art. Stellt euch ein Rechteck wie bei einer Tafel Schokolade vor und dieses Altarportal …

… samt „eingebauter Predigtkanzel (grĂŒn) und Orgel darĂŒber ist mittig an einer der beiden LĂ€ngsseiten an der Wand aufgebaut. Die BĂ€nke gehen dabei frontal und zu beiden Seiten weg. Eine Zeit lang rĂ€tselten Carsten und ich auch darĂŒber, wo denn der Orgelspieler bei diesem Aufbau sitzen könnte – wir kamen von links und des RĂ€tsels Lösung fanden wir dann auf der rechten Altarseite (hier leider etwas verdeckt).

Ebenfalls ungewohnt fanden wir auch die 1973 erbaute, katholische St. Answer Kirche – sie ist sehr modern erbaut:

Die Stadt lebt aber nicht nur von der Geschichte und von Kirchen, sondern auch von der Kunst. Das A. Paul Weber-Museum haben wir diesmal zwar nicht besucht, aber das werden wir sicherlich noch ĂŒber Kurz oder Lang nachholen, denn die bisher gesehenen Bilder (i.d.R. Illustrationen und Karikaturen) haben uns sehr gut gefallen:

Auch das Kreismuseum sieht sehr vielversprechend aus:

Man konnte auch auf den Straßen das eine oder das andere Kunstwerk entdecken, wie zum Beispiel die Skulptur „Junger Weidenhengst“ …

… oder die Statue „Der Landsmann“ vor dem Amt Lauenburgische Seen.

Die Darstellung des Braunschweiger Löwen hat in mir etwas Mitleid erweckt – ich fand, dass der Arme fĂŒr einen König der Tierwelt ganz schön mager und traurig aussieht:

Da sieht der „Taschenmann“ wesentlich gelassener aus, selbst wenn seine Taschen offensichtlich leer sind … aber er steht ja direkt vor der Sparkasse und kann dort sicherlich etwas Geld abholen:

Immerhin hat er – wenn schon kein Geld – dann wenigstens schon mal ein eigenes Gedicht von der Sparkasse bekommen:

Das nenne ich mal zielgruppengenaue Werbung    😉

Aber es gab unterwegs immer wieder etwas Interessantes zu entdecken. Egal ob eine kleine Lok als Wetterfahne auf dem GebĂ€ude des ehemaligen Bahnhofs …

… lustige Straßennamen und Protestaufkleber („Alpakas gegen Nazis“) …

… einen Otter mit Fisch an einem Jugendzentrum …

… oder auch eine riesige Buche, deren Astwerk einen wie in einem Zelt beherbergt:

Allerdings waren wir leider nicht mehr in ihrer NÀhe, als es ein wenig zu Tröpfeln begann:

Zum GlĂŒck war es nur von kurzer Dauer und wir konnten uns danach am Seeufer im „CafĂ© Köbke“ stĂ€rken:

Das gelbliche GetrĂ€nk im Weinglas ist Limoncello Spritz – sehr lecker, aber es hat es in sich und steigt auch sehr schnell zu Kopf, wie ich nun aus eigener Erfahrung berichten kann    🙂    etwas beschwipst machte mir das bisschen Regen aber dann gar nichts mehr aus    😉

Alles in allem: ich fand den Ausflug zu meinem persönlichen Independance Day einfach wunderbar!

Zum Abschluss fuhren wir noch nach Salem (Wer kennt Stephen King ?) und hatten ein superleckeres Festmahl mit Antipasti und Steakteller.

Ich freue mich nun wirklich sehr, dass die Corona-Regeln nach und nach gelockert werden und wir demnÀchst sicherlich noch einige Ausflugsziele in der Umgebung aus- und dann auch besuchen können!



2020 21.
Juni

Auch wenn ich schon aufgehört habe, unsere Umzugsschritte zu zĂ€hlen und wir uns zwischenzeitlich recht gut hier eingelebt haben, bedeutet das leider noch nicht, dass unsere Einrichtung schon komplett ist. In der Werbung von Hornbach wird es immer so schön formuliert: „Es gibt immer was zu tun!“

Wir haben uns jetzt zum Beispiel ein kleines und sehr pflegeleichtes Haustier zugelegt. Den Papieren nach ist das ein Alpaka … aber ich muss gestehen, dass es auf dem ursprĂŒnglichen Foto mehr wie ein Alpaka aussah, als es jetzt in der RealitĂ€t der Fall ist. Doch nun ist beim Original der Hals um einiges kĂŒrzer als abgebildet und somit geht es fĂŒr uns eher als Schaf durch:

Dieses fĂŒgt sich zudem sehr viel besser in die hiesigen Lebensumgebung ein, denn wir haben unterwegs in Schleswig-Holstein schon zahlreiche Schafe, aber noch keine Alpakas gesehen. Unser armes Tierchen hatte ĂŒbrigens eine enorm lange Reise hinter sich. Wir haben es beim InternethĂ€ndler schon vor einigen Wochen bestellt, genauer gesagt am 10. MĂ€rz! Aber angekommen ist es erst am 9. Juni – ganze 13 Wochen spĂ€ter!!! Doch nun steht es endlich an seinem angestammten Platz vor meinem Lesesessel auf dem kuscheligsten Teppich der Wohnung und ich finde, es sieht ganz glĂŒcklich und zufrieden aus:

Ich freue mich auch darĂŒber, dass ich meine FĂŒĂŸe beim Lesen nun nicht mehr auf einen harten, ungepolsterten Holzhocker, sondern auf sein weiches Fell ablegen kann    đŸ™‚

Da dieses Geschöpf in der Tat mehr einem Schaf Ă€hnelt als einem Alpaka, haben wir es kurzerhand auf Harald getauft. Die Idee dafĂŒr haben wir bei Otto Waalkes gemopst    🙂

Eine weitere Sache hat ebenfalls sehr lange darauf gewartet, fĂŒr unsere Wohnung gebaut zu werden – unsere Garderobe. Wie schon so oft in unserem Leben ist es uns auch in dieser Wohnung passiert: Garderoben, welche man einfach im Laden kaufen kann, passen nicht zu der vorgesehenen Ecke … insbesondere nicht in diese, da hier immer der Weg fĂŒr den Zugang zum Ablesen von ZĂ€hlern möglich sein muss. Wir brauchen also etwas „Mobiles“ bzw. schnell VerrĂŒckbares. Da bleibt ĂŒblicherweise nur eines ĂŒbrig: selber bauen. Ich bin jedes Mal heilfroh, dass Carsten diesbezĂŒglich goldene HĂ€nde und kreative Bauideen hat. Ich ĂŒbernehme in solchen Projekten meist die Rolle der helfenden Hand, die beim Bohren und SĂ€gen den Dreck wegsaugt, sowie dem großen Baumeister Wasser und Werkzeuge reicht:

Das war dann auch beim Bauen dieser Garderobe a la OLCAs (eine Mischung aus Kommode, VintagetĂŒr-Wandgarderobe und Brettern aus dem Baumarkt) der Fall und ich finde, dass sie echt schick und Ă€ußerst praktisch geworden ist – fĂŒrs Ablesen kann die Schubladenkommode jederzeit komplett aus der Nische herausgezogen werden:

Nach dem AufhĂ€ngen unserer Jacken und Oberbekleidung konnten wir auch endlich die zwei allerletzten Umzugskartons loswerden – wenn das mal an dem Tag kein Grund zur Freude gewesen ist    đŸ˜‰

Das bislang letzte erledigte Bauprojekt kostete uns gestern so richtig Nerven. Dabei fing alles noch ganz gut an und nichts deutete auf die Hindernisse hin, die wir am Ende dann doch noch zu meistern hatten. Wir haben mit 3,70 m sehr hohe Decken und entschieden uns, oberhalb der Badewanne noch eine weitere Aufbewahrungsmöglichkeit zu basteln. Denn leider hat unsere Wohnung kein KĂ€mmerlein fĂŒr Putzmittel & Co. und Carsten hatte wie immer eine Idee, die ich echt gut fand: Einen schmalen Badezimmerschrank kaufen und diesen einfach seitlich verbauen, so dass man letztendlich ein Regal mit TĂŒren bekommt, welche man eben nach oben statt zur Seite öffnet. Mein lieber Mann hat alles ausgemessen, die nötigen Bretter zur VerstĂ€rkung der Haltekonstruktion gekauft und eben auch einen super passenden Schrank gefunden, der laut GrĂ¶ĂŸenangaben (ohne FĂŒĂŸe 183 cm) haargenau in die vorgesehene Nische (183 cm) passen sollte:

Das mit dem „haargenau“ hat sich am Ende leider als ziemlich verhĂ€ngnisvoll erwiesen, denn ein Einsetzen auf den schwebenden Unterbau wurde zur Millimeterarbeit, bei der ein Verkanten immer wieder vorkam und somit bei uns nur zu Frust fĂŒhrte. Wir hatten beim Messen nĂ€mlich u.a. nicht beachtet, dass die Halterung des Gurts fĂŒr die Fensterrollladen nicht nur ein wenig im Weg stand, sondern auch ganz schön weit von der Wand abstand. An diesem dĂ€mlichen StĂŒck eingemauertes Plastik konnten wir, egal welche Wege wir dafĂŒr in Kauf nahmen, den Schrank einfach nicht in die Nische hineinschieben! Ich glaube, ich kann das Ding kĂŒnftig „Gandalf“ nennen, denn es hat uns ganz klar bewiesen, dass wir da nicht vorbei kommen!

Nach ewigem Hin und Her, wobei ich den Schrank auch schon mal aus KrĂ€ftemangel fallen ließ und dadurch ein Loch in die RĂŒckwand riss, blieb Carsten am Ende nichts anderes ĂŒbrig, als dieses unglĂŒckliche MöbelstĂŒck in der Mitte zu teilen und das mittlere Verbindungsbrett so zurecht zu sĂ€gen, dass alles, wie ursprĂŒnglich geplant war, haargenau passte – es fehlten insgesamt sage und schreibe 5 mm … ein halber Zentimeter!!!

So wie es aussieht, sind damit aber vorerst die schlimmsten Handwerkeraufgaben erledigt. Jetzt kommt noch demnĂ€chst ein kleiner, weißer Schrank auf die Garderobe drauf (hierfĂŒr ist allerdings massig Platz!!!), oberhalb unserer ArbeitsplĂ€tze muss ein Halogen-Seilsystem quer durch das gesamte, fast 11 m breite Zimmer gespannt werden, zwei Wandlampen mĂŒssen noch vom Testaufbau (nur an den Kabeln herumbaumelnd) in den Echtbetrieb (angebohrt) umgewandelt werden und unsere Bilder und Dekorationen warten auch schon seit geraumer Zeit darauf, endlich wieder unsere WĂ€nde zu schmĂŒcken. Dann mĂŒssen wir eigentlich komplett durch sein und könnten den Rest des Sommers ohne weitere großen Bauprojekte genießen    🙂

ErgÀnzung von Carsten:
Naja, nicht ganz … auf dem Balkon muss definitiv noch eine Art GartenhĂ€uschen aufgestellt werden, damit diverse Dinge, wie z.B. GartenstĂŒhle und Gasgrill sowie Blumendeko, auch im Winter vor den rauen EinflĂŒssen des Hohen Nordens geschĂŒtzt bleiben. Ein solches Konstrukt trĂ€gt man zusammengebaut nicht mal so eben locker flockig ins 2. OG, d.h. auch hier wird noch einmal eine recht zeitintensive BautĂ€tigkeit und die ein oder andere Heimwerkeridee (Wie auf dem Balkon ein Fundament fĂŒr starke Winde schaffen?) notwendig werden. Es bleibt also weiterhin spannend bei den OLCAs.



2020 03.
Juni

Der Wettergott hat sich fĂŒr das Pfingstwochenende wirklich sehr von seiner gnĂ€digen Seite gezeigt. Im Norden Deutschlands gab es drei Tage lang Sonne satt – genau wie es die Meteorologen vorausgesagt haben.

Carsten und ich beschlossen daher, den Samstag dazu zu nutzen, unsere Umgebung endlich mal per Rad zu erkunden. In den letzten Wochen kam unsere Drahtesel gar nicht mehr zum Zuge und irgendwie hat uns das Radeln tatsĂ€chlich gefehlt … endlich mal wieder eine Runde drehen können. Carsten hat eine schöne Route ausgesucht, die uns von Wentorf nach HH-Bergedorf, HH-Allermöhe, durch diverse Dörfer nach Geesthacht und am Ende wieder nach Wentorf fĂŒhrte.

Wie erwartet haben wir viel Schönes zu Gesicht bekommen. Zum Beispiel das Schloß Bergedorf, welches immerhin das einzig erhaltene Schloss auf Hamburger Stadtgebiet ist:

In Allermöhe lÀsst sich, wenn man der dort stehenden Statue Glauben schenken darf, ganz erfolgreich angeln:

Manchmal erinnerten mich vorbeiziehenden Landschaften an unseren Urlaub vor zweieinhalb Jahren in den Niederlanden:

Auf dem flachen Land hat man einen unglaublichen Weitblick!

Die Strecke fĂŒhrte uns mal auf Straßen durch Wohngebiete bzw. Dörfer und mal auf richtigen schmucken Radwegen zum Ziel:

FĂŒr mich war es wiederum sehr entspannend, dass sich trotz des tollen Wetters und langen Wochenendes bedeutend weniger Radfahrer auf diesen Wegen tĂŒmmelten, als ich es vom Dresdner Abschnitt des Elbradweges gewohnt bin. Hier machte es wesentlich mehr Spaß, da man einfach in seinem Tempo radeln konnte, ohne auf Jogger, Kinderwagen, LaufrĂ€der, FußgĂ€nger und Hundehalter achten zu mĂŒssen. Und das auch noch sehr oft nebeneinander her …

Selbst auf dem Deich an der Elbe war der Radweg so gut wie leer:

Die Elbe ist in dieser Gegend ĂŒbrigens schon wesentlich breiter als mein Auge es bislang gewohnt war:

Die Geesthachter Schleuse sieht auch recht beeindruckend aus … mein technikbegeisterter Mann war von ihr sehr angetan. Der Uhr darf man allerdings nicht glauben, sie ging ganze 2 Stunden vor!

Leider waren die BĂ€nke zum Picknicken an den fĂŒr uns attraktiven Stellen rar gesĂ€t und dadurch schon sehr oft besetzt. Deshalb verputzten wir unsere Schnittchen am alten Bahnhof von Geesthacht. Es fahren hier schon eine Weile keine ZĂŒge mehr – das BahnhofsgebĂ€ude beherbergt jetzt einen Jugendzentrum.

NatĂŒrlich haben wir unterwegs auch einen kleinen Einblick in die hiesige Tierwelt werfen können. Da es um uns herum viele kleine und große GewĂ€sser gibt, mangelt es natĂŒrlich nicht an Schnatterenten darin:

Auch Schafe auf dem Deich gehören selbstverstÀndlich mit zum norddeutschen Inventar:

Auf den Feldern in der Ferne erblickten wir immer wieder Kraniche und Störche. Den Störchen geht es in dieser Gegend offensichtlich so gut, dass sie hier gern des öfteren ihren Nachwuchs großziehen:

Auf einer frisch gemĂ€hten grĂŒnen Wiese lief ein MĂ€usebussard, wohl auf der Suche nach einem leckeren Snack fĂŒr Zwischendurch:

Auf jeden Fall haben wir auf der Strecke von 48,6 km, die wir mit Pausen in 5,5 Stunden bewÀltigt haben, jede Menge Interessantes entdecken können und uns mit unserer neuen Umgebung schon etwas mehr vertraut gemacht.

Aber auf den letzten 15 km wollte ich eigentlich nur noch nach Hause. Vor allen Dingen wollte mein Hintern endlich mal den Sattel verlassen und es sich lieber auf einer Couch gemĂŒtlich machen. Ich finde es von der Mutter Natur ganz schön gemein, dass meine „Fahrradhornhaut“, welche ich in ĂŒber vier Jahren tĂ€glichen Fahrens aufgebaut habe, sich nach popeligen drei Monaten wohl gĂ€nzlich in Luft aufgelöst hat! Jetzt darf ich keine weitere lange Pause entstehen lassen, damit ich wieder meinen Allerwertesten mit Freude und nicht mit Schmerz auf dem Sattel platzieren kann    😉    denn es gibt hier noch viel zu viele schöne Radstrecken, die wir nur allzu gern abfahren möchten. Ich werde euch auf dem Laufenden halten    đŸ™‚



2020 13.
Mai

An manchen Tagen der letzten zwei Wochen spĂŒrte man ganz deutlich, dass der FrĂŒhling bei uns angekommen ist: Die Sonne schien, die Blumen entfalteten ihre zarten und farbigen BlĂ€tter, die Spatzen verkĂŒndeten es von allen DĂ€chern und auch einige fliegende Insekten trauten sich inzwischen wieder ins Freie. Dazu wurde gefĂŒhlt in der Umgebung alles schlagartig herrlich erfrischend grĂŒn. Wir entdeckten auch hin und wieder sogar im hohen und westlich gelegenen Norden den einen oder anderen grĂŒnen Pfeil, wenn man aufmerksam hinschaut    😉    den vermissen Carsten und ich wirklich sehr !

Diese grĂŒne Naturwelle ist ansteckend und so haben Carsten und ich am vergangenen Samstag einen Tag lang diverse GartenmĂ€rkte in der Umgebung besucht, um unsere Wohnung mit weiteren Pflanzen aufzuhĂŒbschen.

Am stĂ€rksten hat uns dabei Pflanzen Kölle beeindruckt! Die haben eine schier unfassbare Vielfalt an diversen Zimmer- und Gartenpflanzen! Wir waren eigentlich (nur) auf der Suche nach einigen Sukkulenten, wobei ich definitiv keine Kakteen haben wollte, denn diese Ă€rgerten mich bei jedem Umzug und auch beim Umtopfen zu sehr. Carsten hatte schon vorher im Internet drei Weinflaschen gekauft, die eine HeimstĂ€tte fĂŒr kleine Pflanzen liefern können. Also suchten wir nun nach passendem Inhalt. Was soll ich sagen: Am Ende gab es nicht nur PflĂ€nzchen in einer passenden GrĂ¶ĂŸe fĂŒr die Flaschen …

… sondern auch weitere DekostĂŒcke …

… wir kauften uns noch einige dekorativen Blumentöpfe aus Holz …

… und aus Glas:

Nur die Bepflanzung mussten wir selbst vornehmen – deshalb eben auch keine allzu großen Stacheln.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich bei Pflanzen Kölle auch aus einem ganz anderen Grund sehr viel Freude beim Einkauf hatte: die Dekoabteilung ist dort ebenfalls enorm gut ausgestattet. Es fiel mir wirklich bĂ€rigst schwer, mich bei solchen Auslagen wie diese zurĂŒckzuhalten:

Die BĂ€ren in diesem Gartencenter haben ĂŒbrigens ein ganz entspanntes Leben:

Zum GlĂŒck hat meine hauseigene BĂ€renbande auch schon viel Interessantes erlebt, sonst wĂ€ren sie womöglich noch neidisch geworden    😉

Und obwohl wir auf der Suche nach ganz kleinen Freunden waren, ist unsere Auswahl bei diesem Bonsai-BĂ€umchen irgendwie aus dem Rahmen gefallen    😉

Aber wer sagt schon, dass ein Bonsai nur hamstergroß sein muss    😉    ?

Mittelfristig planen wir auch unseren Balkon nach und nach zu begrĂŒnen und vor allem zu bestĂŒcken. Immerhin haben wir jetzt schon unsere Terrassenmöbel, einen Sonnenschirm und einen Gasgrill samt Gasflasche griffbereit. Die fĂŒr unsere GartenstĂŒhle passende Sitzauflagen wurden nach dem Pflanzenkauf bei einem abschließenden Besuch im „Dehner“ mit viel Sorgfalt ausgesucht:

Wie man sieht, stehen Carsten und ich sehr auf Kariert !

Letztere haben wir noch am gleichen Abend ausgetestet – nach einem langen Shoppingtag war das Grillen bei sommerlichen Temperaturen ein perfekter Tagesabschluss:

Und wĂ€hrend wir es uns auf dem Balkon gemĂŒtlich gemacht haben, konnten wir unsere anderen zwei Neuanschaffungen ansehen:

Ich habe ein bisschen Zweifel, ob ich auf dem OlivenbĂ€umchen irgendwann wirklich einmal FrĂŒchte sehen werde, aber auf eine kleine Johannisbeerernte hoffe ich definitiv ganz doll! Der Beschreibung nach sind in diesem Topf rote, weiße und schwarze Johannas vertreten. Ich bin mehr als gespannt, welche davon in diesem Sommer meinen Speiseplan aufpeppen werden    😉    ich werde berichten – versprochen!



2020 27.
Apr.

Dank einer lieben Arbeitskollegin sind wir seit Sonntag mustergĂŒltig gewappnet …

… d.h. der Mittwoch kann kommen, denn ab dann gilt fĂŒr uns Schleswig-Holsteiner eine Nasen- und Mundschutzpflicht in öffentlichen Teilgebieten, wie z.B. LĂ€den und im öffentlichen Nahverkehr. Die BundeslĂ€nder um uns herum fangen allerdings schon am heute mit der Maskenpflicht an …

In diesem Sinne: bleibt gesund !