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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 29.
Sep.

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich mit allen EindrĂŒcken der vier Reisewochen fertig sein werde – es sind einfach zu viele und zu unterschiedliche. Da aber eure Neugier auf unsere Erlebnisse mehrmals zum Ausdruck gebracht wurde, versuche ich wenigstens einen Teil davon hier zu zeigen. Als Frau weiß ich nur zu genau, dass Kleidung sehr viele Botschaften transportieren kann, darum habe ich ein paar passende Bilder ausgesucht.

Auf Bali war das Wetter optimal fĂŒr kurze Hosen, welche Carsten und ich nur zu gern fĂŒr unsere AusflĂŒge zu verschiedenen Destinationen nah und fern angezogen haben. Wir fĂŒhlten uns wohl darin und hatten außerdem das GefĂŒhl, dass man damit nicht irgendwie komisch angesehen wird. Die Insel ist Touristen gewohnt, und dass wir solche sind, verriet nicht so sehr die kurzen Beinkleider, sondern unser eindeutig blasses, europĂ€isches Aussehen.

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Um die zahlreichen und bezaubernden Tempelanlagen zu besuchen, waren unsere Hosen dann aber doch zu kurz. Aber zum GlĂŒck konnte man ĂŒberall unentgeldlich vor dem Betreten einer solchen Tempelanlage einen Sarong bekommen … wenn man eine kleine Spende oder sein Eintrittsgeld bezahlt hat. Bei den Einheimischen sah diese Kleidung aber immer irgendwie bedeutend besser aus

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Auf Bali konnte ich mir außerdem einen Kindheitstraum erfĂŒllen, denn ich wollte schon immer einen spitzen Strohhut aufsetzen. Eben so einen, wie man ihn immer im Fernsehen bei den Vietnamesen gesehen hat. Auf Bali werden solche HĂŒte auch getragen, auf den Reisfeldern vor allen Dingen der Sonne wegen. Ein solcher, allerdings zusĂ€tzlich schön bunt bemalter, hing in unserem Hotelzimmer und ich konnte einfach der Versuchung, diesen aufzusetzen, nicht widerstehen    🙂

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Auf unseren Fahrten durch die StĂ€dte und Dörfer von Bali haben wir sehr oft Kinder in Schuluniformen gesehen. Ich dachte frĂŒher immer, dass die Schuluniform aus meiner Zeit schon mit sehr vielen Vorschriften gespickt war, aber auf Bali fiel mir auf, dass enorm viele MĂ€dchen, welche die Schule nach dem Unterricht verlassen haben, nicht nur gleichfarbige Anziehsachen tragen, sie hatten sogar die gleichen Frisuren und je nach Farbe der Schuluniform auch die Schleifen in einheitlicher Farbe in den Zöpfen.

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WĂ€hrend unserer Katamaran-Kreuzfahrt waren bei uns ĂŒberwiegend Bade- und Schnorchelsachen angesagt. Damit war man am besten fĂŒr das Beobachten des Treibens auf dem Meeresboden vorbereitet und die bunten Farben passten perfekt in die farbige Fisch- und Korallenwelt.

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Als unsere Bali-Zeit zu Ende war und wir Dubai und Abu Dhabi unsicher machten, Ă€nderte sich zumindest bei mir die Hosen- und ÄrmellĂ€nge gravierend. Zum einen hat man RĂŒcksicht auf die Befindlichkeiten der Einheimischen genommen und zum anderen waren lange Ärmel und lange Hosenbeine aus dĂŒnnem Stoff die beste Option, um sich draußen bei + 40°C /+45°C aufzuhalten. Geschwitzt habe ich trotzdem ohne Ende … aber, wie ich fand, haben diese Sachen in den meisten Ecken der Stadt schon ziemlich passend ausgesehen.

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Trotz der großen Hitze hĂ€tte ich mich nur zu gern mit diesem sĂŒĂŸen BĂ€renfell samt BĂ€r in der Öffentlichkeit gezeigt, aber da nahmen schon 4 kg Muscheln von unserer Katamaranfahrt viel zu viel Platz im Koffer ein. Carsten konnte daher sehr gut den Blicken des BĂ€ren und auch meinen widerstehen …

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Das Outfit dieses BĂ€ren aus einem „Build-a-Bear“-Laden in der Dubai Mall passte wirklich perfekt zur Umgebung – das nenne ich „gute Tarnung“

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Ich habe natĂŒrlich ebenfalls versucht, mich mithilfe einer Abaya zu tarnen. Beim Besuch des Kulturzentrums an der Jumeirah-Moschee in Dubai funktioniert das meiner Meinung nach einigermaßen gut … und es sieht sogar recht fesch aus, oder ?

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Allerdings habe ich am gleichen Tag wohl meinen Schal, welchen ich bis dato immer als Kopftuch nutzte, in einem Taxi liegen gelassen. Der Verlust fiel mir erst in Abu Dhabi auf, als wir schon auf dem Sprung zur Weißen Moschee waren. Deshalb habe ich mich dort komplett aus dem Moscheefundus einkleiden mĂŒssen. Ergebnis: Schwarz macht zwar schlank, aber nicht unbedingt hĂŒbsch und glĂŒcklich    😉

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Das LĂ€cheln fiel mir dann am Strand nach einem Bad im tĂŒrkisblauen Wasser bedeutend leichter. Ich fĂŒhlte mich vier Wochen lang mit meinem Badeshirt tatsĂ€chlich am wohlsten !

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Aber nun bin ich wieder hier zu Hause und es ist Herbst, daher gewöhne mich lieber ganz schnell an Strumpfhosen und Jacken. Aber das Barfußlaufen im warmen Sand und im Salzwasser des Meeres vermisse ich immer noch sehr …



2016 26.
Sep.

Na, dann will ich mal anfangen, eine erste kleine Zusammenfassung unseres 4-wöchigen Sommerurlaubes zu geben. Mittlerweile sind wir ja schon wieder seit ĂŒber zwei Wochen im Apartamento OLCA angekommen, haben es aber immer noch nicht geschafft, etwas hier im Blog darĂŒber zu schreiben … die To-Do-Liste, der Arbeitsalltag und etliche Termine mit Freunden, Bekannten und leider auch Ärzten haben uns immer wieder davon abgehalten. Nicht zu vergessen 9463 Fotos und 159 Videos, die ebenfalls durchgesehen, aussortiert und genossen werden wollen. Nach der ersten Sortierung konnten wir uns immerhin schon auf 9097 Fotos und nur noch 100 Videos einigen, doch eigentlich soll noch sehr viel mehr reduziert werden. Die erste Fotoshow mit Freunden beinhaltete immer noch 630 Bilder und 16 Filme – die insgesamt ca. 2 Stunden mit ErklĂ€rungen und Anekdoten waren hoffentlich nicht zu langweilig fĂŒr alle Beteiligten.

Bei der heutigen Zusammenfassung versuche ich natĂŒrlich (insbesondere fototechnisch) sehr viel kĂŒrzer zu treten, aber die anfĂ€ngliche als „kleine“ bezeichnete Übersicht kann ich bestimmt nicht einhalten … am Ende wissen wir mehr.

Olga hat fĂŒr das Urlaubsjahr 2016 als Thema „Strand & Wasser“ gewĂŒnscht und wie schon bei der Hochzeitsreise im Februar auf Gran Canaria konnten wir mit der indonesischen Insel Bali (2,5 Wochen) sowie den Emiraten Dubai (4,5 Tage) und Abu Dhabi (3,5 Tage) jene Vorgabe auch beim Sommerurlaub einhalten. Die EindrĂŒcke dieser Strand- und Kulturreise werden mit Sicherheit noch einige Monate in unseren Köpfen herumwuseln: kilometerlange SandstrĂ€nde, eine uns völlig unbekannte Flora & Fauna, noch nie probierte Köstlichkeiten, ein direkter Kontakt mit dem Hinduismus und dem Islam, fantastische und uns völlig neuartige Welten unter Wasser, acht Tage lang auf einem Katamaran die Ruhe und Gelassenheit abseits vom Festland, völlig neue Transportmittel und das GefĂŒhl, wenigstens in einem der beiden LĂ€nder mal MillionĂ€r zu sein !

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Fangen wir mit den UnterkĂŒnften an: wir hatten mit dem Bali Mandira Beach Resort in Legian zweimal eine traumhafte und grĂŒne Hotelanlage mit tollem Personal, einem leckeren FrĂŒhstĂŒcksbuffet, mehreren Pools und nur ca. fĂŒnf Meter bis zum Strand bzw. Indischen Ozean.

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Unterbrochen wurde dieser Landaufenthalt durch eine Woche Herumschippern mit einem Katamaran (wir, ein anderes deutsches PĂ€rchen und vier Crewmitglieder), dessen Interieur aufgrund der engen Möglichkeiten eher einem Ferienlager gleichkam, dafĂŒr mit einem Exterieur a la MasterCard aufartete: UNBEZAHLBAR ! Das an Board immer frisch zubereitete Essen – wenn auch in der SchĂ€rfe europĂ€isiert – war megalecker, die angefahrenen Schnorchelspots von Lombok und den nahe Bali gelegenen Inseln traumhaft, die AnkerplĂ€tze samt Sonnenauf- und -untergang sowie einem Sternenhimmel inklusive breiter Milchstraße unvergesslich und die Crew trotz großer Sprachbarrieren mehr als hilfsbereit. Da werden enge Kojen und Kabinen ohne SchrĂ€nke, eine Dusche mit nur erfrischendem Kaltwasser aus einem 400-Liter-Tank und eine Toilette mit „gewissen“ Extras zur reinen Nebensache.

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Bei der RĂŒckkehr ins Bali Mandira Beach Resort wurden wir natĂŒrlich sofort vom Personal wiedererkannt und ĂŒberschwĂ€nglich von allen unseren balinesischen Bekanntschaften begrĂŒĂŸt. Außerdem bekamen wir fĂŒr die restlichen fĂŒnf Tage ein lohnendes Zimmerupgrade mit grĂ¶ĂŸerem und schönerem Badezimmerbereich.

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Unsere anfĂ€ngliche EnttĂ€uschung beim Zimmerbezug in Dubai gegen 6 Uhr morgens (doch kein City-View ?) löste sich in Wohlgefallen auf, als wir erfuhren, dass wir in dem uns jetzt zugewiesenen Zimmer erst einmal zur Ruhe kommen, duschen und schlafen könnten. Gegen Nachmittag wĂŒrden dann unsere Koffer wie gebucht in ein Zimmer mit Stadtblick im 30. Stock des Nassima Royal Dubai gebracht werden …

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… und an dem Blick konnten wir uns dann weder am Morgen aus dem Bett noch am Abend aus der Badewanne heraus satt sehen !

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Eigentlich war dies unser einziges Refugium ohne direkte Meeranbindung, denn das letzte Hotel, das InterContinental in Abu Dhabi, verfĂŒgte ebenfalls ĂŒber einen kleinen Privatstrand und einer nicht gerade kleine Poollandschaft. NatĂŒrlich gab es auch hier eine tolle Aussicht …

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Wechseln wir nun einmal von der Umgebung zu den Menschen, die einen solchen Aufenthalt natĂŒrlich auch immer sehr mit beeinflussen. Davor mĂŒssen wir aber wohl mal unsere eigenen Gedanken (!) bezĂŒglich drei bislang nĂ€her kennengelernter Weltreligionen wiedergeben, denn die haben unserer Meinung nach ebenfalls sehr großen Einfluß auf das gesellschaftliche Miteinander. Bitte nicht ĂŒbel nehmen, sollten wir mit der ein oder anderen EinschĂ€tzung nicht die allgemeine Meinung des Lesers treffen.

Durch die Heimat kennen wir natĂŒrlich das Christentum und durch Bekanntschaften und Freunde machen wir immer mehr die Erfahrung, daß nur noch die Wenigsten so richtig glauben bzw. gemĂ€ĂŸ der christlichen Vorgaben leben. Damit meinen wir in erster Linie natĂŒrlich das Beten und den Gang zur Kirche … ist eher selten geworden, oder nicht ? Demnach können wir irgendwie auch den allgemein vorherrschenden, gesellschaftlichen Umgang in Deutschland im Vergleich zu den jetzt gemachten Urlaubserfahrungen „tolerieren“: Unfreundlichkeit, Vorteilsverschaffung und GriesgrĂ€migkeit sind doch mittlerweile irgendwie an der Tagesordnung und lassen sich mit der religiösen Loslösung vereinbaren. Uns sind unglĂ€ubige Christen mit egoistischen ZĂŒgen irgendwie lieber, als nach außen hin streng GlĂ€ubige, die aber dennoch nicht das Bild der eigenen Religion zeigen. Wir wĂŒrden letzteres wohl eher als große Scheinheiligkeit bezeichnen.

Und sowas – sorry fĂŒr diese Offenheit – haben wir im muslimischen Teil des Urlaubs vollends zu spĂŒren bekommen. In den Emiraten, wo ca. 20% Einheimische tĂ€glich fĂŒnfmal dem islamischen Gebet nachgehen und auch so ĂŒberall die religiösen Befindlichkeiten berĂŒcksichtigen, können wir nicht nachvollziehen, warum die restlichen 80% Gastarbeiter dieses Landes nahezu wie moderne Sklaven gehalten werden. Arbeitzeiten von bis zu 24/7-Diensten und nur 200 Dollar Entlohnung im Monat (die Kaufkraft dĂŒrfte in etwa der in Deutschland entsprechen), eine sehr offene Unfreundlichkeit gegenĂŒber dieser „Diener“ und einer spĂŒrbar gesellschaftliche Meidung von AndersglĂ€ubigen, lassen sich unserer Meinung nach nicht im Entferntesten mit einer aus Toleranz und NĂ€chstenliebe bestehenden Religion wie dem Islam vereinbaren. Lediglich solche Emirati, die fĂŒr ihre Religion und ihr Land gesellschaftliche Werbung bzw. AufklĂ€rung betreiben wollen, haben uns gegenĂŒber einen vorhandenen Einklang mit dem Glauben und der damit verbundenen Lebensweise gezeigt. Hierbei wird uns insbesondere das Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding (SMCCU) der Jumeirah-Moschee immer in bester Erinnerung bleiben, wo Muslime uns nicht nur durch die einzige, von Nicht-Muslimen zugĂ€ngliche Moschee in Dubai fĂŒhrten, sondern auch bestmöglich den Glauben von A-Z, die Gebetsabfolgen, die Besonderheiten und die gesellschaftlichen AusfĂŒhrungen zu erklĂ€ren versuchten. Erkenntnis des Tages: die Theorie des islamischen Glaubens ist Ă€ußerst positiv, aber die gesellschaftliche Umsetzung, wie z.B. Glaubenskriege (aktuelles Beispiel ISIS), Frauendiskriminierung, Vollverschleierung und das von uns kennengelernte Ausbeuten der (auswĂ€rtigen) Arbeiterschaft, lĂ€sst oftmals zu wĂŒnschen ĂŒbrig – doch auch damit hat sich die christliche Kirche bekanntlich nicht immer rĂŒhmen können !
Wer uns gegenĂŒber immer sehr höflich, freundlich und zuvorkommend war, sind die vielen ServicekrĂ€fte und Arbeiter, die wir kennenlernen durften. Egal, ob aus Indien, Pakistan und von den Philippinen (diese drei machen wohl ca. 50 % aller Gastarbeiter aus) oder aus der Ukraine, Nepal und all den vielen anderen LĂ€ndern, die vertraglich gebundene Arbeiter in die V.A.E. schleppen, wir haben uns immer gut mit ihnen verstanden und konnten uns toll mit ihnen unterhalten. Im Nachhinein betrachtet haben sogar nur diese uns gegenĂŒber den gastfreundlichen Charme von Dubai und Abu Dhabi entgegengebracht …

Aber warum erklĂ€re ich das hier ĂŒberhaupt alles ? Weil wir wĂ€hrend unserer Reise ja auch den Hinduismus, mit der speziell auf Bali praktizierten Form des Hindu-Dharma-Glaubens kennengelernt haben … und diese Art der Religion und des gesellschaftlichen Umgangs hat uns sehr stark beeindruckt. Wir sind beide bekanntlich keine GlĂ€ubigen und denken auch eher selten an ein Geschöpf, was ĂŒber allem steht und alles lenkt, aber auf uns wirkt die Lebensweise der Balinesen Ă€ußerst stimmig im Zusammenhang zwischen Glaubenstraditionen und dem gesellschaftlichen Umgang.

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Auf Bali wird viel und fĂŒr alles gebetet, jedes Haus und jeder Ort verfĂŒgt ĂŒber einen Tempelbereich, götterbesĂ€nftigende Opfergaben werden an allen nur erdenklichen Orten mit kurzen und langen Zeremonien verteilt, nahezu alle Tiere bekommen einen religiösen Status und man ist auch eigentlich fĂŒr alles dankbar oder versucht das Schlechte mit Hilfe der Götter und durch Gebete abzuwenden.

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Und genau diese (zugegeben etwas ĂŒbertriebene) Frömmigkeit spiegelt sich aber auch im Umgang mit den Mitmenschen und im Alltag wieder. Egal wo wir waren, ob in der Hotelanlage, in dem stĂ€dtischen Moloch von Denpasar mit allen seinen direkt angrenzenden StĂ€dten oder weit draußen, abseits der Touristenpfade auf dem Land, uns wurden nur Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und positive Energien entgegengebracht. Einer von uns fast zwei Wochen spĂ€ter angebrachten Reklamation in einem kleinen Touristenverkaufsladen wurde ohne Bon und Diskussion begegnet, falsch herausgegebenes Wechselgeld wurde auch nach zwei Minuten Unterhaltung ĂŒber unsere Herkunft und der Meinung zur Insel vom Kassierer selbst hinterfragt und die ĂŒberall entgegengebrachte Freundlichkeit hatte nie den bitteren Charme von UnterwĂŒrfigkeit oder Touristenbonus. Genau dieses Zusammenspiel von Glauben und gesellschaftlichem Umgang ist das, was wir eigentlich weltweit suchen und uns natĂŒrlich auch sehr in Deutschland wĂŒnschen wĂŒrden. Ausgerechnet wir Deutsche hĂ€tten keinen Grund, chronisch schlecht gelaunt oder unglĂŒcklich zu sein.

Ich hoffe, wir konnten unsere Erfahrungen relativ verstĂ€ndlich beschreiben und haben keine GefĂŒhle unserer Leser verletzt … wie gesagt, es ist nur die Wiedergabe unserer eigenen Erfahrungen und Meinung, ohne durch Pauschalisierung jemand anderem auf den Schlips treten zu wollen. NatĂŒrlich tauschen wir auch mit jedem gerne seine persönlichen Gedanken zu diesem Thema aus und sind offen fĂŒr andere Meinungen.

Schwenken wir nun aber lieber einmal zu den ĂŒbrigen Lebewesen dieser Reise um – manches kannten wir, manches war aber auch völlig neu fĂŒr uns: eine ĂŒberschaubare Anzahl an streunenden Hunden auf Bali, die aufgrund der religiösen Auslegung weder gehasst noch ignoriert werden, eine völlig neue und zum Greifen nahe Welt unterhalb der WasseroberflĂ€che mit farbenfrohen Seesternen und Fischen …

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… atemberaubende Korallenformationen, drei in der Brandung schwebende und zum Greifen nahe Mantarochen mit ca. 2,5 bis 3 Meter Spannweite …

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… in Dude-Manier (siehe „Findet Nemo“) dahin gleitende Schildkröten, vom Boot aus gesichtete Kleinwale, Delphine und fliegende Fische, Teiche voller riesiger Koi-Karpfen …

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… Affen an allen Ecken und Enden, die durch Kopi Luwak bzw. Katzenkaffee bekannt gewordenen Schleich-/Zibetkatzen, den kleinsten Hirsch der Welt namens Pudu(-Pudu) …

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… kleine und große FledermĂ€use, handtellergroße Schmetterlinge und KĂ€fer …

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… durch die WĂŒste spazierende Kamele und Dromedare und die ĂŒberall herumkriechenden Eidechsen. Nur Schlangen und große Spinnen blieben uns zum GlĂŒck erspart ! Ach so: natĂŒrlich waren wir fĂŒr all diese Begegnungen nicht in einem Zoo      😉

Auf unseren zahlreichen AusflĂŒgen mit und ohne FĂŒhrer …

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… z.B. durch den ruhrgebietsĂ€hnlichen Stadtzusammenschluß von Denpasar, Kuta (Australiens Mallorca) und Legian, an verschiedenen StrĂ€nden und Orten auf Balis SĂŒdhalbinsel sowie in der Mitte und im Osten, durch die von Baustellen geprĂ€gten StĂ€dte Dubai und Abu Dhabi, eine WĂŒstensafari im SUV samt erfahrenem DĂŒnenlenker und natĂŒrlich die Inselchen und TraumstrĂ€nde der Balisee und der Straße von Lombok, dienten uns nicht immer nur unsere FĂŒĂŸe, sondern auch zum Teil bislang unbekannte oder zumindest wenig genutzte Transportmittel, wie z.B. ein Dingi bzw. Schlauchboot und Roller, welche auf Bali Scooter genannt werden und zum Teil fast 60% aller Verkehrsmittel auf den vollgestopften Straßen in und um Denpasar ausmachen …

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… Kamele und Kajaks …

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… sowie supergĂŒnstige Taxis auf Bali und in den V.A.E. (15 min ca. 3,50 Euro – damit startet unseres Wissens nach ein Taxi in Deutschland seine Fahrt !).

NatĂŒrlich fiel dabei auch so manche kuriose Fortbewegung auf:

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Bleibt zum Abschluß noch das Essen zu erwĂ€hnen. Wir haben in den zweieinhalb Wochen auf Bali bis zu einem GĂŒrtelloch abgenommen, was aber bestimmt nicht an der Menge, sondern viel mehr an der Art und Weise des Essens gelegen hat, denn der gesamte Verlust wurde durch die eineinhalb Wochen in den Emiraten schnell wieder aufgeholt, als wir uns in erster Linie durch urbane Foodcourts der Malls und Einkaufspassagen verköstigen mussten und nicht mehr auf liebevoll zubereitete Hausmannskost aus einheimischen Warungs zurĂŒckgreifen konnten – der damit verbundene „Verlust“ der einheimischen, arabischen KĂŒche ist so schade !

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Aber natĂŒrlich gab es auch auf Bali die eine oder andere Kalorienbombe … doch in der Regel wussten wir nicht, was wir da nun gerade verspeisten. Hauptsache es war lecker und wir hielten uns an den Rat unseres, an vier TagesausflĂŒgen beteiligten Inselfahrers: „Je röter desto schĂ€rfer !“

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Seufz, wir sind nun am Ende der Kurzzusammenfassung (!) angekommen und alleine das Aussuchen und Ansehen der Fotos rief in uns beiden wieder Urlaubsreife und Fernweh hervor. Asien und die Inseln Ozeaniens haben uns schon etwas in ihren Bann gezogen und wir denken bereits ĂŒber Ziele, wie die Philippinen, Thailand, Sri Lanka und Malaysia nach. Aber insbesondere an Indonesien hat Olga Blut geleckt, denn die Sprache scheint wohl sehr einfach gestrickt und somit leicht zu erlernen zu sein … in diesem Sinne „Terima Kasih“ fĂŒrs Begleiten und Durchlesen – eure standesgemĂ€ĂŸe Antwort mĂŒsste jetzt „sama-sama“ lauten     😉

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P.S.: und ja, auch wenn das fĂŒr uns wahrlich nicht der Höhepunkt unserer Reise war, darf dieses Superlativ aus Dubai natĂŒrlich nicht fehlen: der Burj Khalifa in voller GrĂ¶ĂŸe

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2016 14.
Sep.

Dieses Jahr haben Carsten und ich uns einen richtig langen Urlaub gegönnt: 4 Wochen am StĂŒck … das gab es bei uns noch nie! Damit es sich auch richtig lohnt, haben wir uns gleich mehrere Ziele ausgesucht: Bali, Dubai und Abu Dhabi.

Wir sind erst am letzten Samstagmorgen um 7 Uhr in Dresden angekommen und seitdem versuchen wir alles, was wir in dieser Zeit erlebt haben, irgendwie zu verarbeiten. Wir haben in der Zeit so viele schöne und so unterschiedliche Sachen gesehen, gemacht und probiert, unzĂ€hlige nette Menschen kennengelernt und uns einfach nur gut gehen lassen. Es sind dabei fast 9.500 Bilder entstanden und ich versuche nun nebenbei schon mal ein paar Aufnahmen herauszusuchen, um euch schnellstmöglich an unseren Urlaubserinnerungen teilhaben zu lassen. Eins kann ich aber jetzt schon mit Sicherheit sagen – dieser Urlaub war einfach klasse!

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NatĂŒrlich war unser treuer ReisebĂ€r Heini dabei und auch er hat ganz viele Sachen fĂŒr sich neu entdeckt.

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AbĂ€r das wird er frĂŒher oder spĂ€ter selber mal bĂ€richten    😉

Ich merke gerade, meine Waschmaschine möchte von der Last befreit werden … nach so einem langen Urlaub hat man eben auch viel dreckige WĂ€sche im GepĂ€ck    😉
Ich werde mich daher erst einmal meinem Haushalt widmen und spĂ€ter mehr von unserem Jahresurlaub schwĂ€rmen    😀



2016 20.
Aug.

Ich merke gerade, ich habe schon lange nichts mehr geschrieben. AbĂ€r nun kann ich wieder von einem supertollen Ausflug hier bĂ€richten. Ich habe schon mal im Januar darĂŒbĂ€r beschrieben, dass Potsdam eine tierisch coole Stadt ist. Deshalb habe ich diesmal sofort „ja“ gesagt, als es hieß, dass wir nochmals fĂŒr ein paar Tage hinfahren können.

Und wir haben auch diesmal ganz viele supertolle Sachen gesehen und erlebt! NatĂŒrlich habe ich lange Zeit mit meinem Kumpel Mr. Schnuffel Neuigkeiten ausgetauscht:

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Ansonsten habe ich festgestellt, dass Potsdam in der Sommerzeit ganz viele verschiedene Blumen hat. Schaut, hier sind die hellblauen:

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Hier sind die dunkelblauen, die wachsen bis in den Himmel hinein!

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Auf den roten Blumen konnte ich sehr schön schaukeln:

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Es gab abĂ€r auch schöne, große BlĂ€tter, die zum Liegen und Wolkengucken bĂ€rfekt geeignet waren:

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Die Eicheln in Potsdam sind echt groß und kaum von der Stelle zu bewegen:

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Im Schloss Cecilienhof habe ich gaaaaaaaanz viele schöne und sehr bunte Blumenbeete gesehen:

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Und dann sind wir an einer BrĂŒcke gewesen, sie heißt Glienicker BrĂŒcke. Ich finde, sie sieht ein wenig aus wie das Blaue Wunder in unserem Dresden, aber unsere BrĂŒcke ist dann doch ein wenig schöner.

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Dann haben mir meine BĂ€reneltern gezeigt, was an dieser Potsdamer BrĂŒcke so besonders ist. Sie war frĂŒher in der Mitte geteilt!

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Das fand ich sehr beeindruckend! Und dann habe ich auf dem Wasser einen „Seelenverwandten“ entdeckt … das Böötchen heißt „BĂ€r von Berlin“:

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Wer sagt nun, dass BĂ€ren nicht schwimmen können    😉    ?

Bei einer anderen Tour haben wir das ganze Universum, na gut, nur unser Sonnensystem, entdeckt:

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Da merkte ich, dass ich am liebsten ein ErdbÀr bin:

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Und dann, ja dann war es erneut an der Zeit, zurĂŒck nach Dresden zu meinen BĂ€renkumpels zu dĂŒsen:

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Das wird ganz bestimmt nicht mein letzter Besuch in Potsdam gewesen sein – da gibt es noch so viel zu entdecken!



2016 12.
Aug.

Bei unzĂ€hligen Touren und SpaziergĂ€ngen in verschiedenen StĂ€dten sind mir immer wieder bestimmte GegensĂ€tze im Stadtbild aufgefallen: Eine Mischung aus alter Bauweise mit sehr viel mehr an Verzierungen und schmĂŒckendem Beiwerk und aus moderner, nĂŒchterner Architektur … beides ganz dicht nebeneinander springt mir etwas disharmonisch ins Auge. Diesmal wollte ich ganz bewusst solche baulichen GegensĂ€tze entdecken und auch im Bild festhalten. Eine Auswahl meiner Entdeckungen zu diesem Thema möchte ich jetzt mit euch teilen.

An und fĂŒr sich empfinde ich die Dresdener Innenstadt als recht harmonisch, aber wenn man etwas genauer hinschaut, findet man immer etwas, was zu meinem Monatsthema passt. Zum Beispiel ein Blick auf die Kunstakademie, diesmal nicht von der Frauenkirche, sondern von der SchĂŒtzengasse aus kommend:

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Die Hofkirche zwischen einem Haus aus der Nachkriegszeit (links) und einem aus der Zeit nach der Wende (rechts):

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Hier die Frauenkirche und QF-Passage, wenn man vom FĂŒrstenzug her kommt:

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Die baulichen Unterschiede bei diesen beiden GebÀuden spiegeln sich sogar in den Fenstern wider:

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In einer der durchaus verwinkelten Gassen der Dresdner Altstadt habe ich diese Ansicht entdeckt:

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Das ehemalige König-Georg-Gymnasium, welches einst sogar Erich KĂ€stner als SchĂŒler besuchte, gehört seit 1946 zur Medizinischen Akademie und beherbergt inzwischen die Zahnpoliklinik des UniversitĂ€tsklinikums Dresden.  Das alte SandsteingebĂ€ude wurde vor ein paar Jahren im wahrsten Sinne des Wortes um ein weiteres Obergeschoss deutlich sichtbar aufgestockt:

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Im Stadtteil Friedrichstadt habe ich dieses Haus mit dem „Abdruck“ seines ehemaligen kleinen Nachbars gefunden:

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Striesen, der Stadtteil in welchem wir jetzt wohnen, konnte ebenfalls so einiges zum Thema beisteuern. Oft stehen die GebĂ€ude aus unterschiedlichen Epochen einfach auf der gegenĂŒberliegenden Seiten einer Straße:

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Oder die großzĂŒgig erbauten HĂ€user aus vergangenen Zeiten bekommen seit ein paar Jahren immer wieder nach gleichem Muster gestrickte Eigenheime als Nachbarn:

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Sehr oft sind unterschiedliche Bauweisen im wahrsten Sinne des Wortes unmittelbare Nachbarn:

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Etwas Ähnliches habe ich auch in Potsdam gesehen:

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Außerdem kann es passieren, dass die architektonischen Unterschiede durch den aktuellen Zustand der HĂ€user noch mehr unterstrichen werden:

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Ich fand, dass Potsdam insgesamt sehr gut zu meinem aktuellen Fotothema passt. Hier ein paar weitere Beispiele:

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… wo in Dresden eher der Barock vorherrscht, spielt dort immer wieder das Italienische bzw. Römische eine Rolle im Stadtbild.

Ich denke aber, dass ein solcher Mix aus Altem und Neuen auf jeden Fall zum Leben und zur Weiterentwicklung an sich gehört. Außerdem: lieber neue Architektur neben alten EinflĂŒssen aufbauen, als das Alte dem Abriss freigeben, nur um dem modernen Zeitgeist eine BĂŒhne zu schaffen … davon können wir uns sicherlich in unserem bevorstehnden Urlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowohl in Dubai als auch in Abu Dhabi ein Bild machen.

Und wo holt die Menschheit sich am liebsten ihre Inspirationen? Genau, bei Mutter Natur, welche uns dann eben unter Anderem auch solche Bilder bietet    😀

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Und nun werde ich beim Fotografieren einen Monat lang meine besondere Aufmerksamkeit den allgegenwĂ€rtigen TĂŒren und Toren – ob offen oder geschlossen – widmen    😉



2016 07.
Aug.

Vor einer Woche haben wir nach einer langen Pause (das letzte Mal waren wir dort im Januar) unsere Kleine in ihrem Domizil in der Brandenburgischen Hauptstadt besucht. Wir durften den Freitag mal wieder unsere Arbeitsstelle ein paar Stunden eher verlassen und sind dazu noch mit dem SMART spitzenmĂ€ĂŸig und völlig staufrei von Dresden nach Potsdam gekommen – so konnten wir sogar noch mehr Zeit mit unserem Kind in „ihrer“ Stadt verbringen. NatĂŒrlich haben wir gleich bei unserer Ankunft auch Mr. Schnuffel begrĂŒĂŸt und waren sehr erstaunt wie groß er zwischenzeitlich geworden ist. Vor allem ist sein Fell jetzt grau geworden, dabei war er im Januar noch fast nahezu komplett weiß!

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Nachdem wir unsere Sachen in Stephanies Wohnung abgestellt hatten, gönnten wir uns zu dritt einen Spaziergang durch den sommerlichen Park des Schlosses Sanssouci. NatĂŒrlich durfte ein Abstecher zum Chinesischen Teehaus mit den in der Sonne wundervoll glĂ€nzenden, goldenen Figuren nicht fehlen:

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Es war fĂŒr Carsten und mich das erste Mal, dass wir diesen Park wĂ€hrend der Sommerzeit besucht haben (bislang nur im Herbst und im Winter), doch leider mussten wir feststellen, dass sich unsere Erwartung an viele Wiesen und Rabatten mit bunter Blumenwelt nicht erfĂŒllte. Aber es war auf jeden Fall ĂŒberall so richtig schön grĂŒn    🙂

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In Anschluss an diesen entspannten Spaziergang im GrĂŒnen gingen wir zum Abendessen ins spanische Restaurant „El Puerto“ im Potsdamer Hafen, wo unser Kind schon vorsorglich vor Tagen einen Tisch reserviert hatte. So konnten wir bei herrlichstem Sommerwetter auf der Terrasse sitzen, zu dritt viele verschiedene Tapas vertilgen und die Leute beobachten, welche in dem kleinen Hafen spazieren gingen    🙂

Am Samstag musste Stephanie tagsĂŒber arbeiten, denn als Student hat man in den Semesterferien nun einmal die beste Chancen, die Kasse fĂŒr seine bevorstehenden SonderwĂŒnsche aufzufĂŒllen    😉
Deshalb waren Carsten und ich bis zum Abend allein in Potsdam unterwegs und unser erstes Ziel war die Glienicker BrĂŒcke. Diese wurde im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gebaut und wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs zerstört. Man hat sie 1949 als VerbindungsbrĂŒcke zwischen der DDR und dem amerikanischen Sektor Berlins wieder eröffnet und sie dann „BrĂŒcke der Einheit“ genannt, was ich persönlich aber als ziemlich ironisch empfinde, denn seit dem Mauerbau 1961 durfte die BrĂŒcke nur noch von alliierten MilitĂ€rs und Diplomaten passiert werden. Erst seit dem 10. November 1989 darf wieder jedermann diese Verbindung zwischen Brandenburg und Berlin ohne Probleme erlaufen oder befahren. Besonders bekannt ist diese BrĂŒckeÂ ĂŒbrigens durch spektakulĂ€re Agentenaustausche geworden, welche allerdings in all den Jahrzehnten lediglich drei Mal statt gefunden haben.  Die erste Austauschaktion wurde vor kurzem sogar in Hollywood verfilmt und die Glienicker BrĂŒcke ist somit im Blockbuster „Bridge of Spies – Der UnterhĂ€ndler“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle zu sehen.

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Nach ihrer Besichtigung sind wir ein paar Kilometer weiter in Richtung Berlin zur Pfaueninsel gefahren. Mit der einzigen FĂ€hre, welche regelmĂ€ĂŸig hin- und herpendelt, ĂŒberbrĂŒckt man die 200 m Wasser zwischen Festland und Insel in ein paar Minuten.

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Die Insel hat ihren Namen nicht umsonst bekommen, denn wir fanden schon bald jede Menge freilaufende Pfauen auf den großzĂŒgig angelegten Wiesen und sogar in BĂ€umen:

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In Volieren gab es noch weitere exotische Vögel zu sehen, wie z.B. Weiße Pfauen oder Goldene Fasane:

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Die Insel birgt aber noch mehr SchĂ€tze, wie kĂŒnstliche Ruinen, einen Tempelnachbau, eine Meierei und auch einige Wasserspiele. Dieses hier war definitiv aufgrund der idyllischen Lage und enormen GrĂ¶ĂŸe unser Favorit:

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Nachdem wir auf der Insel durch den von uns gewĂ€hlten Rundgang alles Interessante abgelaufen haben, was wir unbedingt sehen wollten und auch auf der sogenannten Liegewiese beim dort ansĂ€ssigen Gastronomieangebot unsere BĂ€uche fĂŒllen konnten, setzten wir zurĂŒck aufs Festland ĂŒber. Am Anleger haben wir etwas von einer zweistĂŒndigen 7-Seen-Rundfahrt auf dem Schiff „Lichtenberg“ gelesen und so konnten wir noch ganz gemĂŒtlich die Zeit bis zu Stephanies Abholung in der Innenstadt von Potsdam ĂŒberbrĂŒcken. Über die Havel ging es im Uhrzeigersinn um die Insel von Berlin-Wannsee zum Großen Wannsee und von dort ĂŒber KanĂ€le und kleinere Seen auf dem alten Grenzverlauf zwischen BRD und DDR entlang bis unter die Glienicker BrĂŒcke hindurch wieder zurĂŒck zum Anleger an der Pfaueninsel. Es war schon sehr interessant, welch Masse an großen HĂ€user und Villen bis nah ans Wasser herangebaut wurden und welche Boote am jeweiligen Strandabschnitt bzw. in den Seegaragen geparkt waren … manchmal konnte man schon so richtig neidisch werden.

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Die Sonne kam dann nachmittags endgĂŒltig hinter den Wolken hervor, was man an meiner roten Gesichtsfarbe und meinem gierigen Zug aus dem Eiskaffeeglas bestimmt ganz gut ableiten kann    😉

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Vom Schiff aus konnten wir die Glienicker BrĂŒcke nun aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachten. Ich persönlich fand allerdings, dass es sehr viel interessanter ist, ĂŒber diese zu laufen und die Kolonnaden bzw. Steinbauten am jeweiligen Uferbereich zu sehen, als nur unter ihr durchzuschwimmen    😉

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Als wir mit unserer Rundfahrt fertig und wieder am Auto bzw. in Stephanies WG waren, wurde es schon wieder Zeit, unser Kind von ihrem Arbeitsplatz im „CafĂ© Guam“ abzuholen. Dabei dann auch gleich noch einen KĂ€sekuchen zu essen, war fĂŒr mich einfach ein großes BedĂŒrfnis und Muss, denn die Kuchen dort schmecken einfach zu gut    :unschuldig:

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Durch Zufall fand an diesem Samstag in der gesamten Innenstadt die 12. Potsdamer Erlebnisnacht statt und die Straßen fĂŒllten sich am frĂŒhen Abend bis zum Anschlag, denn ĂŒberall gab es etwas zu essen, zu trinken, zu spielen, verschiedene Musik auf den BĂŒhnen zu hören und diversen Pantomimen bei ihren wortlosen Darstellungen zuzuschauen … was fĂŒr ein Treiben !

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Da fiel uns dreien sowie Stephanies Arbeitskollegin und Freundin Laura die Entscheidung verstĂ€ndlicherweise nicht leicht, wo wir denn als erstes hingehen könnten    😉

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Doch was wir in dem ganzen Gewusel fanden, war auf jeden Fall total leckeres Essen: echte amerikanische (und „Berlins beste“) Cheeseburger, mexikanische Quesadillas und Tacos, einen absolut göttlich schmeckenden Kaninchengulasch, diverse Cocktails und ein selbst zusammengestelltes Eisgemisch aus Kaffee und Ingwer.

Da aber die beiden MĂ€dels schon den ganzen lieben Tag gearbeitet und wir auf Achse waren, haben wir es beim Weiten nicht bis zum Ende der Veranstaltung um 1 Uhr nachts durchgehalten, sondern sind gegen 22 Uhr nach Hause getrabt, um den mĂŒden FĂŒĂŸen etwas Ruhe zu gönnen    🙂

Gut erholt machten Stephanie, Carsten und ich uns am Sonntag nach einem ausgedehnten FrĂŒhstĂŒck in den Neuen Garten auf. WĂ€hrend ich mich wieÂ ĂŒblich mit dem Fotografieren beschĂ€ftigte, nutzten meine beiden immer wieder die Wartezeit, um sich gemĂŒtlich hinzusetzten und zu quatschen:

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Mein Hauptziel im Neuen Garten war das Schloß Cecilienhof, denn ich wollte schon seit Langem diesen geschichtstrĂ€chtigen Ort sehen, wo im Sommer 1945 die Potsdamer Konferenz der drei SiegermĂ€chte USA, Großbritannien und Sowjetunion (Frankreich galt als von den Nazis besiegt und rutschte als vierter Sektor nur im Nachhinein mit rein) abgehalten wurde:

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Der rote Geranienstern im Innenhof wurde einst zu Ehren der Potsdamer Konferenz im Innenhof angelegt und diese Tradition bleibt bis heute bestehen:

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Vom Neuen Garten ging es anschließend auf den Pfingstberg, um Potsdams schönste Aussicht zu entdecken … auf das Lustschloss Belvedere:

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Wie wir dort gelernt haben, hatte der Preußische König Friedrich Wilhelm IV. sogar noch wesentlich weitreichendere PlĂ€ne fĂŒr die Anlage:

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Aber auch das, was wir sehen und erlaufen konnten, gefiel uns bereits ausgesprochen gut:

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Wir sind bis auf dem im Wasser spiegelnden Turm hoch gekommen und können nun aus eigener Erfahrung berichten, dass man von dort bei schönem Wetter bis nach Berlin schauen kann:

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Auf dem RĂŒckweg hatten wir Hunger und kehrten in der historischen, russischen Siedlung Alexandrowka in ein gleichnamiges Restaurant ein:

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Das Essen war zwar in Ordnung, aber wir waren uns einig, dass man in Dresden sehr viel besser schmeckende und noch um vieles gĂŒnstigere, russische Gerichte bekommt. Wie dem auch sei, wir sind auf jeden Fall satt geworden. Allerdings haben wir bei der Auswahl und den Preisen lieber beschlossen, unseren Nachtisch woanders zu organisieren und kehrten in das kleine Restaurant „Daily Coffee“ ein. Es war wahrscheinlich die beste Entscheidung des Tages, denn wĂ€hrend wir auf unsere Bestellung aus Kaffee und Kuchen warteten, öffneten sich im Himmel die Schleusen und es schĂŒttete fĂŒr einige Minuten wie aus Eimern … und wir saßen gut ĂŒberdacht im Trockenen.

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Erst als es wieder zu regnen aufhörte, tranken wir die Reste aus und gingen durch die Potsdamer Innenstadt nach Hause. Vor unserer Abfahrt haben wir Stephanie noch dabei geholfen, die Möbel in ihrem Zimmer umzustellen, denn die Neuordnung „Bett da, Schlafsofa dahin, Schreibtisch dorthin, Regal an diese Wand und den Fernseher hier“ wollte sie schon so lange mal in Angriff nehmen. Am Ende sahen wir, dass alles gut war und nun hat sie auf jeden Fall viel mehr Platz im Raum und eine gemĂŒtlichere Entspannungsecke mit direkter Aussicht durch den französischen Balkon auf die Nachbarschaft    🙂

Es war auf jeden Fall ein sehr, sehr schönes Wochenende, denn wir haben wieder sehr viel Neues entdecken und erleben können – dafĂŒr liebe ich das Reisen! Aber im Gegensatz zu Weit-Weit-Weg gab es hier sogar noch ein SahnehĂ€ubchen: ich durfte mein Kind knuddeln und ihren Hamster ein wenig Ă€rgern    😉



2016 24.
Juli

Es war erneut eine ziemlich gut ausgefĂŒllte Woche, dabei sah unser Terminkalender anfangs doch gar nicht so voll aus    😉

Gleich am Montag haben Katja und ich recht spontan das schöne Wetter genutzt und uns, nachdem wir diese Verabredung schon einmal wegen eines Regens verschieben mussten, fĂŒr ein Fotoshooting unter dem Motto „MĂ€rchen“ im Park des Schlosses Albrechtsberg getroffen. Ich muss neidlos zugeben, dass Katja nicht nur eine hervorragende Samba-TĂ€nzerin ist, sondern sich auch als Modell und MĂ€rchenprinzessin unglaublich gut in die Szene setzen kann:

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Sie weiß außerdem, wie man mit einem Froschkönig ins GesprĂ€ch kommt    😉

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Katja hat zu unserer Fotosession noch ein weiteres Kleid mitgebracht und spĂ€testens da habe ich begriffen, dass der Spruch „Kleider machen Leute“ wirklich wahr ist – die Verwandlung ist einfach faszinierend:

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Rot ist schon eine unglaublich starke Farbe fĂŒr solche Fotos!

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Ein paar Tage spĂ€ter wechselten auch Carsten und ich unseren Kleidungsstil. Denn wir haben das verlockende Angebot unseres Fitnessstudios angenommen und uns fĂŒr einen Schnupperkurs StandUp-Paddling zusammen mit 10 anderen Interessierten angemeldet … da war natĂŒrlich ein Neoprenanzug Pflicht    😀
Den Kurs fand ich wirklich gut gemacht, denn es gab zuerst ein paar TrockenĂŒbungen und dann durfte man paarweise auf dem Wasser bzw. einem Surfbrett das Balancehalten ĂŒben, was bei Carsten und mir zu hĂ€ufig so aussah:

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Wir haben uns daher lieber schnell ein eigenes Brett organisiert und sieh einer an, da konnte ich dann ordentlich darauf stehen und mich seelenruhig auf dem GewĂ€sser des Stauseebades Cossebaude bewegen. Meine X-Beine mit krĂ€ftigen Oberschenkel kann man auch auf diesem Bild mĂŒhelos erkennen, gell    😉    ?

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Carsten hatte anfangs nicht so viel GlĂŒck mit seinem Brett und platschte mehrmals ins Wasser. Dass es aber nicht an seinem Unvermögen lag, die Balance zu finden, kann ich bestĂ€tigen, denn auf seinem Brett konnte auch ich maximal auf den Knien sitzend paddeln. Sobald ich mich aufrichten wollte, landete ich ebenfalls im Wasser. Das contraproduktive Board wurde umgehend ausgetauscht und prompt konnten wir beide dem Sportnamen alle Ehre machen: im Stehen ĂŒber den See paddeln. Bloss gut, dass es an diesem Freitagnachmittag ein so supertolles Sommerwetter gab und das Wasser herrliche +23°C hatte    😎    denn so hatte nicht nur ich viel Spaß mit den gelegentlichen Pausen, bei welchen ich meine Beine in den See eintauchen konnte:

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Nachdem wir uns ĂŒber drei Stunden lang sportlich betĂ€tigt haben, sind wir unserem Haus&Hof-Dönermann (am Freitagnachmittag/-abend lĂ€uten wir nĂ€mlich ĂŒblicherweise immer dort das kommende Wochenende ein) sozusagen fremd gegangen, denn wir trafen uns statt bei ihm mit Dana, welche die gesamte Veranstaltung im Sinne der Muckibude betreute, um ein kleines Abendessen im unvermutet gemĂŒtlichen Biergarten „La Grotta“ im Radebeuler Stadtteil Altkötzschenbroda zu uns zu nehmen. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ein Dönerfleischomelette gegessen und Carsten hat sich an einen Dönerfleischauflauf rangetraut – beides war wirklich sehr sehr lecker!

Etwas anderes, aber nicht weniger leckeres Essen haben wir Samstag zur Mittagszeit bekommen. Carsten hat (obige) Dana beim Lösen ihres Internetproblems geholfen und der Lohn seiner Arbeit haben wir auf unseren Tellern gehabt: in Sojasoße eingelegte und panierte HĂ€hnchenstreifen, gebackene SĂŒĂŸkartoffelwĂŒrfel mit Zimt (mein Favorit, denn ich liebe Zimt    :verliebt:    ) und Paprikageschnetzeltes in Kokosmilchsoße:

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Als Nachtisch gab es ein Weiße-Schokolade-Souffle mit Johannisbeeren- und Stachelbeerenkompott – superlecker!

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Das war aber beileibe nicht das einzige Dankeschön-Essen fĂŒr uns in dieser Woche – möge die Waage uns das ungezĂŒgelte Schlemmen verzeihen. Die Thieles haben sich fĂŒr ihre Familienbilder-Fotosession ebenfalls mit einem Abendessen und ganz viel Zeit zum Schwatzen revanchiert. Sie suchten sogar die GaststĂ€tte außerordentlich passend dafĂŒr aus, denn wir bekamen unseren Fotolohn im „Zum Knipser“    🙂
Diese hat im positiven Sinne eine ĂŒbersichtliche Karte mit liebevoll zubereiteten, klassisch deutschen Gerichten, wie z.B. Schnitzel, Steak, Salate und echt gute Bratkartoffeln! Wir haben uns zuerst draußen im Biergarten positioniert, aber dann kam doch eine kleine Regenwolke vorbei und wir flĂŒchteten mit unseren Tellern und GetrĂ€nken ins Innere des Lokals. Dort mussten wir uns aber erst einmal richtig dolle umschauen, denn die Innendeko beinhaltet allerhand alter Foto- und Videotechnik aus verschiedenen Zeiten – ein perfekter Ort, um sich an die 8 mm Filme und die dazugehörigen schweren Kameras, die kleinen Ritsch-Klick-Fotoapparate, an die noch echten Polaroids und und und aus der eigenen Kindheit und Jugend zu erinnern. Ich fand zudem die Speisekarte, welche zwischen den verschiedenen Unterteilungen von Vor-, Haupt- und Nachspeisen sowie GetrĂ€nken und Ă€hnliches auch die ein oder andere lustige Geschichte oder einen auf die Fotografie bezogenen Spruch geboten hat, richtig gut. Dieser hier gefiel mir am besten:

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Ich finde, er passt auch ganz gut zu mir    😉

Ach ja, eine kleine Kleinigkeit hĂ€tte ich ja sogar fest vergessen euch zu schreiben: mein Arbeitsvertrag am Uniklinikum wurde fĂŒr ein weiteres Jahr verlĂ€ngert und ich darf ab September sogar 40 Stunden statt der bisherigen 30 meinen Dienst tun … der mir sehr, sehr, sehr viel Spaß macht, tolle BĂŒro- und Arbeitskollegen mit sich bringt und mich auch sprachlich wieder sehr herausfordert. Ich bin also arbeits-, beziehungs-, freunde- und freizeittechnisch ĂŒberglĂŒcklich – ich danke allen, die ihren Teil immer wieder aufs Neue dazu beitragen!



2016 21.
Juli

Passende Motive fĂŒr dieses Thema zu finden, ist in der Tat sehr einfach, denn um uns herum wird scheinbar alles und jeder irgendwie transportiert    😉
Die Herausforderung besteht am Ende darin, aus der großen Menge der Aufnahmen eine ĂŒberschaubare Auswahl zu treffen. Ich hoffe, es ist mir einigermaßen gelungen    😉

Das erste Transportmittel in unserem Leben wird meistens von einer Mama – oder einer Papa-StĂ€rke angetrieben:

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Diese Leistung (1 MenschenstĂ€rke anstelle von PferdestĂ€rken) genĂŒgt dann allerdings auch etwas spĂ€ter, um uns hinter sich her zu ziehen … sei es mit einem Schlitten oder einem:

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Aber ein MS kann uns sogar das GefĂŒhl vermitteln, dass wir alles selber steuern könnten    😉

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FrĂŒher oder spĂ€ter ist man aber dann doch lieber auf eigenen FĂŒĂŸen unterwegs:

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Man kann sich dann sicherlich auch mal ein Drahteselchen zulegen, welches man oft und gern zusammen mit vielen anderen gut gesichert abstellt:

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Seine ZweirÀder kann man ab einem gewissen Alter nicht nur kraft seiner Beinmuskeln, sondern auch mit einem Motor antreiben:

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SpÀtestens dann sollte man sich aber auch daran gewöhnen, auf solche Autos Acht zu geben:

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Aber merke, unser Freund und Helfer passt auch gerne mal von ganz oben gut auf uns auf:

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Das ist aber auch gut so, denn so kann man z.B. auch mal mit einem Haus auf RĂ€dern ziemlich beruhigt unterwegs sein:

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Man kann jegliches RadgefĂ€hrt aber auch mal auf einem Parkplatz stehen lassen und ganz entspannt eine Reise mit einem Schiff, z.B. mit der Weißen Flotte entlang der Elbe, unternehmen:

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Apropos Reisen – in einem solchen Transportmittel wird unser Hab und Gut von und mit uns ĂŒberall hin transportiert:

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Man muss dann nur noch eine Entscheidung treffen: Fahre ich mit dem Zug …

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… oder mit dem Bus …

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… oder lieber mit dem Auto:

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Man muss allerdings dann auch damit rechnen, dass man nicht als einziger unterwegs ist:

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Da könnte man eigentlich auf die waghalsige Idee kommen, nochmals die Schulbank zu drĂŒcken und einen BootsfĂŒhrerschein zu machen:

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Dann wird man zumindest bei der Fortbewegung draußen auf dem Wasser nicht immerzu in die Knie gezwungen    😉

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WĂ€hrend wir uns selber in irgendeiner Art und Weise bequem durch die Welt transportieren, werden gerne auch ganz viele nĂŒtzliche und fĂŒr unseren selbstverstĂ€ndlich gut organisierten Alltag notwendige Dinge dorthin transportiert, wo man sie am meisten braucht:

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FĂŒr die großen und schweren Sachen braucht man fĂŒr einen Transport von A nach B unter UmstĂ€nden mal sehr starke Arme:

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Bleiben wir beim Alterungsprozess der ersten Bilder … was passiert im Laufe der Zeit mit uns? Mit fortgeschrittenem Alter befinden sich unsere KrĂ€fte garantiert rapide im Sinkflug:

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Immer öfter werden wir dann statt mit einem Cabrio eher mit einem Kleintransporter unterwegs sein:

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Außerdem werden wir zunehmend nicht mehr von unseren FĂŒĂŸen selbst transportiert, sondern von verschiedenen, alternativen Transportmitteln:

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Irgendwann erreichen wir dann alle mal das Ende unseres Lebenswegs (aber hoffentlich nicht auf dem Abstellgleis) … ganz egal, welche Transportmittel wie dafĂŒr bemĂŒht haben:

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Aber man muss nicht traurig sein, mit genug Anlauf erreicht man ja auch ganz mĂŒhelos den Himmel, nicht wahr    😉    ?

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2016 17.
Juli

Die letzte Woche war erneut mit vielen schönen Treffen ausgefĂŒllt. Gleich am Montag war ich um 18 Uhr mit Natalia und ihrem Sohn Gleb zum Quatschen im „El Horst“ verabredet, denn aus meiner Sicht ist dieser beschauliche Biergarten in Mitten einer Kleingartensparte wirklich super fĂŒr solche Begegnungen geeignet … er liegt fĂŒr uns zudem fußlĂ€ufig ganz in der NĂ€he und man kann sich dort stundenlang ungestört und ohne Trubel unterhalten.
Ich habe die beiden Besucher aus Russland auf meiner Arbeit kennengelernt, weil das Kind bei uns behandelt wird, und auf Anhieb stimmte die Chemie zwischen uns. Wir hatten an jenem Abend beim Schnattern ĂŒber Gott und die Welt in unserer Muttersprache sehr viel Spaß und verabschiedeten uns auch erst, als der Biergarten um 23 Uhr langsam seinen Betrieb einstellte.

Am Dienstagabend waren Carsten und ich bei Dana zum gemeinsamen Kochen nach Radebeul eingeladen. Sie kocht nĂ€mlich fĂŒr ihr Leben gern und weil sie gleichzeitig auch Fitnesstrainerin ist, landen auf ihrem Teller eben verstĂ€rkt solche Sachen, welche man in KochbĂŒchern unter der Rubrik „Bewusste ErnĂ€hrung“ findet. Dass aber solches Essen nicht immer fad und farblos sein muss, davon haben wir uns sehr schnell ĂŒberzeugen lassen    🙂
Sie kreierte uns als Vorspeise einen Melonen-Feta-Salat mit Chilisosse und packte dazu gefĂŒllte Zucchiniröllchen sowie die Eigencreation „Knusperchampignons“:

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Als Nachspeise gab es weiße Mousse au Chocolat und Baileyscreme:

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FĂŒr den Hauptgang war allerdings ich zustĂ€ndig und deshalb gab es etwas aus meiner Heimat: Buchweizen mit Fleisch und GemĂŒse nach diesem russischen Rezept. Da ich das bereits schon einige Male gekocht habe, dachte ich am Ende leider gar nicht daran, ein Foto davon zu machen    😀    aber es sah so Ă€hnlich aus wie auf der verlinkten Seite    😉

Am Mittwoch landete erneut Gesundes auf meinem Teller, denn unsere Abteilung war nach dem Arbeitstag zu einem kleinen GeschĂ€ftsessen im vegetarischen Restaurant „Brennnessel“ verabredet. Wer einmal in der Dresdner Innenstadt einen fleisch- und fischlosen Tag einlegen und trotzdem lecker essen gehen möchte, der wird sich dort sicherlich sehr wohl fĂŒhlen. Das Essen wird frisch zubereitet, die Speisekarte wird immer wieder alle drei Monate dem Obst- und GemĂŒseangebot entsprechend angepasst, die Portionen sind ĂŒppig und die Bedienung nett und nicht aufdringlich. Da das Wetter unbestĂ€ndig war, blieben wir drinnen sitzen, aber der gemĂŒtliche Innenhof hĂ€tte mir an einem sonnigen Tag sicherlich auch ganz gut gefallen    🙂

Donnerstag war bei mir ein Filmtag. Schon seit Langem wollte ich einen russischen Streifen aus der neuen Zeit, er ist aus 2008, ansehen: ĐĄŃ‚ĐžĐ»ŃĐłĐž (Stilyagi) … in englischsprachigen LĂ€ndern ist er besser als Hipsters bekannt und er gilt als einer der besten Werke des modernen russischen Kinos. Wie es nun mal so ist, habe ich aber nie wirklich Zeit gefunden, ihn mir anzusehen. Zum GlĂŒck habe ich aber ein Kind, welches Russisch studiert und diesen Film einst sogar in einem Seminar behandelte. Sie war schon damals sehr davon angetan und nun kam sie extra zu mir, damit wir ihn uns zusammen anschauen können    :verliebt:
Ich schließe mich nun, nachdem ich ihn gesehen habe, der allgemeinen Meinung, dass dieser Streifen gut ist, auf jeden Fall an    🙂

FĂŒrs Wochenende hatte sich bei uns ein CouchSurferpĂ€rchen aus Indonesien (sie) und Pakistan (er) angemeldet und so haben wir am Freitag zu unserem traditionellen Kaufland-Wochen(end)einkauf die EssensvorrĂ€te noch etwas umfangreicher als sonst aufgefĂŒllt. Wir freuten uns schon sehr auf diesen Besuch, denn neben dem geplanten gemeinsamen Kochen (vegetarisch/halal/koscher) hatten wir so einige Fragen bzgl. ihrer LĂ€nder und Religion auf dem Herzen. Leider mussten sie uns aber kurzfristig am Samstagmorgen absagen, weil es dem MĂ€dchen schon in Prag, der Stadt, aus der sie zu uns mit dem Fernbus anreisen wollten, nicht sonderlich gut ging und vorzeitig nach Hause abreisen musste. Carsten und ich hatten also ganz plötzlich jede Menge unverplante Zeit zur VerfĂŒgung …

Ergo nutzten wir diese, um so manche Dinge der To-Do-Liste mit einem „leckeren Abend“ zu kombinieren. Wir fuhren am Nachmittag in die Dresdner Innenstadt, um mir eine SchnorchelausrĂŒstung (Brille, Schnorchel & Flossen) fĂŒr den baldigen Sommerurlaub zu kaufen. Danach kehrten wir im Restaurant „Wohnstube“ im Swiss Hotel ein, um in den Genuss eines SĂ€chsisch-Schweizerischen Abendbuffets zu kommen. Dadurch, dass wir seit Jahren eine Dresden-for-Friends-Karte haben, zahlten wir fĂŒr das gute Essen zu Zweit nur die HĂ€lfte    🙂    und probierten uns durch die lange Tafel an Vorspeisen, warmen HauptgĂ€ngen, Salaten und vielfĂ€ltigen Nachspeisen. Zum herrlichen Abschluss setzen wir uns noch 30 Minuten zum Quatschen mit unseren GetrĂ€nken in den Innenhof und anschließend rollten wir auf indirektem Weg durch die Straßen zum Altmarkt. Bei unseren Abstechern zur BrĂŒhlschen Terrasse und zum Neumarkt, lauschten wir noch ein wenig den KlĂ€ngen der Musik von K.I.Z., die gerade ein Konzert bei den FilmnĂ€chten gaben, und Ludovico Einaudi, gespielt von einem FlĂŒgelspieler auf dem Platz vor der Frauenkirche. Wir genossen diesen schönen Sommerabend in vollen ZĂŒgen!

Und heute, ja heute wollten wir ursprĂŒnglich aufgrund des freigewordenen Wochenendes einen Ganztagsausflug unternehmen, aber die Wettervorhersage fiel fĂŒr alle von uns angepeilten Ziele sehr ungĂŒnstig aus … deshalb gibt es eben einen völlig entspannenden Sonntag im Apartamento OLCA.

Ich hoffe, auch ihr könnt trotz der aktuell herrschenden Wetterkapriolen den Sommer und die Freizeit genau so gut genießen wie wir    :verliebt:



2016 10.
Juli

Die letzte Woche hatte fĂŒr mich einen recht guten Anfang, denn dieses Jahr fiel der 4. Juli, welchen ich auch aus persönlichen GrĂŒnden gern feiere, eben auf einen Montag. Deshalb trafen Carsten und ich uns mit Andrea im benachbarten Biergarten „El Horst“ ,  um meine 24 Jahre Deutschlandlebenserfahrung zu feiern.

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Da es nĂ€chstes Jahr schon 1/4 Jahrhundert sein wird, werden die Feierlichkeiten wohl etwas grĂ¶ĂŸer ausfallen, aber bis dahin habe ich noch gut ein Jahr Zeit, um zu ĂŒberlegen, was und wo ich mit meiner Familie und Freunden etwas machen möchte    😉

Am Dienstag war ich den ganzen lieben Tag ziemlich unruhig, denn meine ZahnbrĂŒcke saß seit geraumer Zeit nicht mehr fest und ich habe mir einen Termin fĂŒr eben diesen Dienstagabend bei unserer Haus- und Hof-ZahnĂ€rztin geholt. Ehrlich gesagt, rechnete ich ganz fest damit, dass meine tragenden ZĂ€hne irgendwelche SchĂ€den haben und dass ich vermutlich wieder Geld in die Hand nehmen muss, um meine ZahnlĂŒcke wieder irgendwie ausfĂŒllen zu mĂŒssen. Da ich außerdem aus Erfahrung wusste, dass dafĂŒr nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Zeit beansprucht wird, wollte ich das alles bis zum unseren Urlaub ab Mitte August fertig haben. In der Praxis angekommen, rutschte mir mein Herz noch tiefer in die Hose, denn unsere ZahnĂ€rztin und ihr ganzes Team sollte ab der kommenden Woche bis Monatsende wegen Sommerurlaub abwesend seien    :schreien:    aber am Ende war dann doch alles halb so wild: Die BrĂŒcke war locker, aber die ZĂ€hne darunter waren top    🙂
Also wurde einfach alles gereinigt und der kĂŒnstliche Teil wieder eingeklebt. Ich sollte fĂŒr diese Leistung  knapp 26 Euro  zuzahlen, aber da ich regelmĂ€ĂŸig zur Kontrolle komme, schmolz mein Eigenanteil dann doch auf 2,94 Euro    😀    dafĂŒr kann ich jetzt wieder alles bedenkenlos essen    *freu*

Weniger Grund zur Freude hatte ich zusammen mit allen anderen Fans der Deutschen Nationalelf am Donnerstag. Carsten und ich folgten einer Einladung von Mathias und Claudia, das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich bei ihnen im Garten zusammen mit anderen Freunden und Nachbarn zu gucken. Aber egal wie sehr wir die deutsche Elf anfeuerten, es wollte ihnen einfach kein Tor gelingen! Am Ende des Spiels haben sich die anderen Mitgucker gegenseitig damit getröstet, dass unsere Nationalmannschaft vor zwei Jahren immerhin den Weltmeistertitel geholt hat    😉

Bei unserem Wochenendeinkauf am Freitagnachmittag nahmen Carsten und ich unter anderem Wanderproviant mit, denn fĂŒr den Samstag war schon seit geraumer Zeit zusammen mit drei ehemaligen Teilnehmerinnen eines Russischkurses eine Tour in der SĂ€chsischen Schweiz geplant. Das Wetter spielte glĂŒcklicherweise wunderbar mit und so erkundeten wir in der Schwarzbachtalgegend die Strecke einer alten Schmalspurbahn und liefen ĂŒber BrĂŒcken oder stapften durch den einen oder anderen alten Eisenbahntunnel … alles allerdings inzwischen gĂ€nzlich ohne Schienen & Co:

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Wir hatten den ganzen lieben Tag einen traumhaft schönen Weitblick gehabt:

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Nach dieser ca. 15 km langen Wanderung mit einigen Abstechern jenseits der Hauptroute, landeten wir im Gohrischer Sommerhaus von Kerstin, wo wir zuerst ganz gemĂŒtlich Kaffee getrunken, dann gegrillt und letzten Endes uns bei einem GlĂ€schen Wein an der Feuerschale eingefunden haben, bis es stockdunkel wurde.

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Es war ein supertoller Tag, den wir alle so richtig genossen haben – in unserem ziemlich durchgeplanten Leben ist so ein Samstag, bei welchem lediglich die Uhrzeit zum morgendlichen Treffen feststand und alles andere zeitlich völlig flexibel war bzw. von anderen durchorganisiert wurde, schon wie eine richtige Auszeit    😉