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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2010 05.
Apr.

Nun ist das lange Osterwochenende nahezu vorbei. Das Wetter hat uns in den 4 Tagen nicht zu sehr verwöhnt, das hat uns aber nicht sonderlich traurig gemacht. Wir können schließlich bei jeder Wetterlage unseren Spaß haben    🙂

Am Kartfreitag waren wir mit Sack, Pack und etwas Essbarem bei unseren Freitalern zum Brunchen eingeladen. Wir kamen fast pünktlich an und diesmal durfte Carsten sogar zurecht anmerken, dass Andrea und ich an dieser (wirklich geringfügigen!) Verspätung schuld sind. Freitags war uns tagsüber sogar Petrus hold, sodass wir jede Menge Leckereien auf der von Sonnenstrahlen gewärmten Holzterrasse verdauten und einen traumhaften Frühlingstag draußen genossen. Das viele gute Essen hat uns allerdings die Abendpläne durchkreuzt, denn wir waren dermaßen voll (vom Essen!!!!!    😉    ), dass wir das ursprüngliche Vorhaben, die Casa OLCA für den Samstagbesuch zu putzen, einvernehmlich ad acta gelegt haben. Wir lagen alle mit dem Bauch nach oben im Fernsehraum und fröhnten dem Abendprogramm im Fernsehen, denn bis dato kannten wir den Film „Evan Almighty“ noch nicht. Jetzt konnten wir ihn endlich mal sehen, bevor wir uns danach in die Betten hinüberwälzten.

Da wir freitags eben nichts aufgeräumt und geputzt htten, mussten wir das schleunigst am Samstagmorgen nachholen. Carstens Ex-Kommilitone hat sich samt Frau und beiden Kindern für 10 Uhr angekündigt. Ich gestehe, ich habe etwas panische Angst vor einem Besuch deutscher Frauen in meinem Haus und lege mich jedesmal ganz schön ins Putz-Zeug, bevor sie meine Schwelle betreten. Zum Glück kann ich inzwischen auf die tatkräftige Unterstützung meiner Lieben zählen. So waren sowohl das Haus als auch wir alle zum richtigen Zeitpunkt absolut vorzeigbar.    😎     Die Zeit mit dem Besuch verging wie im Fluge, man hat sich schließlich schon seit gut 8 Jahren nicht mehr gesehen und Einiges zu berichten. Nur die Kinder haben keinen richtigen Draht zueinander gefunden, was vermutlich an dem doch recht großen Altersunterschied lag. Die 8-  und 5-jährigen Besucher waren mit den Interessen unserer Mädels wohl nicht 100%-ig kompatibel. Jeder von denen hat einfach sein Ding (z.B. mit dem Nintendo) gemacht, bis wir uns gegen 17 Uhr voneinander verabschiedeten. Als Abendprogramm  wünschten sich unsere Kinder endlich mal alle drei Teile der Jurassic-Park-Dino-Saga von Steven Spielberg zu sehen. Daher landeten wir auch an diesem Abend im Fernsehraum, um zu lernen wie man mit T-Rex und diversen Raptoren in der freien Wildbahn fertig werden kann. Die Konzentration und das Durchaltevermögen hat aber nur für die beiden ersten DVDs gereicht.

Damit war aber auch das Morgenprogramm am Sonntag geregelt:  Nach dem Frühstück schauten wir „Jurassic Park III“, bevor sich alle Bewohner der Casa OLCA auf die Suche nach den Ostergeschenken machen durfte. Stephanie hat ihre Ausbeute sogar stolz in ihrem Blog ausgestellt: http://stephi2go.blogspot.com.

Ich habe allerdings meinen gewünschten Mood-Bär nicht bekommen    🙁    . Die Kinder haben ihre Geschenke zu sehr auf unsere bevorstehende Australienreise abgestimmt und dort gibt es ja bekanntermaßen keine Bären … außer Koalas.

Nach dem Suchen vergnügten wir uns noch einige Stunden bei gemeinsamen  Gesellschaftsspielen, bevor wir den Kindern einen weiteren Filmwunsch erfüllten: „King Kong“ war bislang eine weitere cineastische Bildungslücke bei den Beiden, welche nun geschlossen werden konnte.

Heute war die Devise einfach und prägnant: Ausschlafen und das machen, was man will. So komme ich endlich dazu, mal wieder einen Beitrag zu schreiben und allen Lesern zu wünschen frohe Ostern gehabt zu haben.    🙂



2010 21.
März

Wenn man zu einer Buchmesse nach Leipzig fährt, dann will man die neuesten Erscheinungen sehen und vielleicht auch kaufen oder sich einfach von der Vielfalt des gedruckten Wortes beeindrucken lassen. Andrea und ich wollten uns das ganze Geschehen um die Ausstellung persönlich ansehen und fuhren deswegen am Samstag dorthin. Ich empfand die Messe kleiner als vor ein paar Jahren, als wir zum letzten Mal dort waren. Die Anzahl der russischsprachigen Verlage schrumpfte auf einen, staatlich geförderten Aussteller. Die Stände der Kunsthochschulen fehlten gänzlich, was ich persönlich sehr schade fand, denn dort spürte man förmlich die Kreativität. Dennoch haben wir fast 5 Stunden in den 4 Messehallen mit viel Neugier und großem Vergnügen verbracht. Andrea hat sogar ein Buch für sich kaufen können, das neuste aus der berühmten Reihe „Gregs Tagebücher“, diesmal sogar in der Originalsprache. 

Die Messe ist außerdem ein Muss für alle Comic- und Mangafans, welche sich in schillerndsten und zum Teil aus meiner Sicht recht gewagten Outfits, dort getroffen haben, wie auch in den Jahren davor. Ich habe mir erlaubt, ein paar Aufnahmen zu machen und diese bei Picasa reinzustellen. Falls sich jemand dort erkennt und nicht möchte, dass das Bild veröffentlicht wird, bitte nicht gleich zum Anwalt rennen oder abmahnen, sondern mich anschreiben, ich nehme es natürlich sofort weg!

Irgendwann schrieen unsere Füße nach Ruhe und Erholung und wir fuhren zurück nach Hause. Den Abend verbrachten wir im Fernsehraum und schauten uns die Fahrkünste vom „Transporter“ alias Jason Statham an. Ich weiß nicht, ob das angesichtes der angefangenen Fahrschulstunden von unserer Großen so schlau war, aber das wird sich ja nach der praktischen Prüfung im Straßenverkehr irgendwann mal zeigen    😀

Heute war der Höhepunkt des Tages definitiv unser Besuch: Kerstin und Elli sowie ihr Kuchen    😉

Die Teenager haben wir aus der Küche verbannt und bastelten in unserer Ü30er Runde jede Menge Pelmeni, welche wir nach dieser Kochorgie gemeinsam mit großem Appetit, saurer Sahne und Eiersalat vernichteten. Eiersalat gehört zwar nicht zu der traditionellen Beilage für Pelmeni, aber er schmeckte dazu so fantastisch, dass ich nun ernsthaft nachdenke, so eine Tradition in Casa OLCA einzuführen   🙂



2010 17.
März

Wer mein Blog verfolgt weiss, dass ich normalerweise am Wochenende schreibe. Aber je ausgefüllter die Tage, um so weniger Zeit sich in Ruhe an den Rechner zu setzen und zu berichten     *seufz*

Das kinderfreie Wochenende war nämlich wirklich toll. Irgendwie hat sich das schon vor Wochen nach und nach ergeben, dass wir uns eigentlich jeden Tag mit Freunden zum Essen und Trinken getroffen haben. Ok, am Freitagabend waren wir mit unserem liebsten Freitaler Pärchen sogar noch im Kino, bevor wir bei ihnen zu Hause bis um 3 Uhr nachts bei Wein, Spaghetti usw. versackten. Der Film“ Auftrag Rache“ mit Mel Gibson fand ich recht beeindruckend. Entgegen der Erwartung nach den bereits gesehenen Trailern ist es aber kein reiner Actionstreifen, sondern eher eine Art politischer Thriller, wobei auch eine Vater-Tochter-Beziehung eine sehr wichtige Rolle spielt.

Am Samstag verbrachten wir zunächst fast den ganzen lieben Tag im Bett. Nach dem Frühstück hatten wir uns zwar jede Menge Sachen vorgenommen (Wäsche waschen, aufräumen usw.), aber als wir uns für all die Tätigkeiten umziehen wollten, landeten wir wieder zwischen den Kissen und Decken, wo es so warm und gemütlich zum Schlafen, Lesen und Dösen war … meine Hebräisch-Hausaufgaben habe ich deswegen auch erst um 16 Uhr angefangen, bin aber rechtzeitig zum nächsten Besuch bei Freunden fertig geworden    😀
Auf uns wartete außer witziger Unterhaltung auch ein superleckerer Gulasch mit selbstgemachten Semmelknödel und Bayrischem Kraut. Dazu goß in Strömen: Rotwein, B52’s und zum Abschluß eine Flasche Wodka. Wir mussten uns aber an diesem Abend schon um Mitternacht verabschieden, denn der Sonntagstermin war schon auf 10 Uhr morgens gesetzt.

Zu dem kamen wir dann auch pünktlich an – trotz Schlafsandsäcken ! Während Carsten sich mit Günters Laptop beschäftige zeigte mir Barbara, dass das Zubereiten einer leckeren Ente wirklich kein Hexenwerk ist. Der Vogel war superlecker!  Das war aber nicht das Einzige, was wir zu essen bekamen    😉

Gegen 18 Uhr kamen wir erst zu Hause an, denn dann trudelten auch unsere Mädels schon wieder ein. Es gab beim gemeinsamen Abendessen diesmal wirklich sehr viel zu berichten, denn auch sie hatten kein langweiliges, wenn auch nicht so ein verfressenes, Wochenende hinter sich.



2010 29.
Jan.

Gestern Abend wurden bei mir viele Erinnerungen geweckt.  Carsten hat nämlich unsere DVD-Sammlung um ein paar betagte, aber dennoch von ihm heißgeliebte Action-Filme aufgestockt. Ich bin diesem Genre auch nicht abgeneigt, Haupsache die Geschichte ist nicht zu platt, die Helden sehen gut aus, es gibt ein paar trockene coole Sprüche und natürlich ein Happy-End.    😀  

Gestern schauten wir uns einen alten Streifen mit dem jungen Silvester Stallone an. Mir kam schon der Name des Films bekannt vor, aber dennoch war es nicht ganz so, wie ich in meinen tiefsten Ecken des Gedächtnisses hatte. Die deutsche Filmindustrie neigt ja immer dazu, die fremdländischen kurzen und prägnanten Filtitel mit ausführlichen Beschreibungen oder Erklärungen auszuschmücken. So wurde aus einem „Cobra“ im Original ein „Die City Cobra“ für deutsche Zuschauer. Kein Wunder, dass ich meinen allerersten Actionfim in diesem Gewand nicht mehr sofort erkannt habe!

Ich kann mich nicht genau an das Jahr erinnern, wann ich ihn gesehen habe, aber es dürfte 1989 oder 1990 gewesen sein. Damals gab es auch in der UdSSR die ersten Videogeräte zu unglaublich horrenden Preisen auf dem Schwarzmarkt zu kaufen und auch die ersten Videokassetten zu ebenfalls für meine Eltern unvorstellbaren Preisen. Die Stimmen auf den Videos waren alle gleich: Es gab nur EINE männliche nasale Stimme für ALLE Filmdarsteller. Die Vertonung fand an irgendwelchen geheimnisvollen Orten statt und die Personen wollten auf gar keinen Fall erkannt werden, daher die tiefnasale Umsetzung.

Auf  jeden Fall veranstaltete man hin und wieder einen Videoabend, wenn man passende Bekannte hatte, und lud dazu alle vertrauenswürdigen Freunde ein. Man bedenke, es war zwar schon Perestrojka-Zeit, aber den KGB hatte noch keiner abgeschafft.

So kam ich als junges Mädel zu der Ehre bei meiner Nachbarin, welche gute Kontakte hatte, dabei zu sein, als man ein Videoabspielgerät an den Fernseher angeschlossen hat und sich auf eine kleine Couch mit unzähligen jungen Leuten zusammensetzte, um Videos anzusehen. Der erste Film, den ich so gesehen habe, war eben „Кобра“ („Cobra“).

Ich glaube seitdem stehe ich, sehr untypisch für die Frauen, auf solche Filme    🙂    . Die Anspannung, eine völlig unbekannte, zum Teil recht angsteinflößende Handlung und am Ende siegt das Gute – das war doch der perfekte Ersatz für Grimms Märchen    😀    .

Ganz ehrlich, nach so vielen Jahren erinnerte ich mich nur sehr wage an die Handlung, aber ein paar Szenen habe ich mühelos wiedererkannt. Es war wie ein Wiedersehen mit einem alten Kumpel aus der Jugendzeit    :unschuldig:



2010 16.
Jan.

Ich liebe meine Kinder wirkich sehr und verbringe wahnsinnig gern Zeit mit ihnen (selbst wenn sie mich manchmal in den Wahnsinn treiben können :teufel: 😉  ). Es ist aber auch schön zu wissen, dass sie zwar nicht zu Hause sind, es ihnen dennoch auch ohne mich richtig gut geht.

Solche freien Tagen nutze ich dann zur totalen Enspannung und zur Erledigung liegengebliebener Projekte aller Art. Heute konnte ich recht lange schlafen, danach haben mein Mann und ich die Zeit im Bett nicht dazu genutzt, wozu es wohl die meisten Paare nutzen würden, sondern zum Lesen. Danach schauten wird das Ende des Films „Shooter“ an, welchen ich am Vorabend unbedingt sehen wollte, aber in der Mitte der wirklich spannenden Geschichte  nur noch müde mit der Augen klimperte. Dieser Streifen mit Mark Wahlberg ist echt gut gemacht, hat aber zu Recht die FSK 18 bekommen.

Danach gab es gemütliches Frühstück und als wir ausgefertig waren einen schönen Spaziergang durch die winterliche Umgebung. Noch liegt zum Glück reichlich Schnee in Dresden und offentsichtlich teilen jede Menge Häuslebesitzer unsere Schneeräumphilosophie. Wir glauben nämlich daran, dass es ausreicht, wenn auf dem freigeräumten Fußweg 2 Erwachsene problemlos aneinander vorbei gehen können. Einge unserer Nachbarn stehen eher auf das Programm AMW  – *Alles Muss Weg* und verteilen die winterlichen Geschenke des Himmels lieber auf den öffentlichen Straßen, u.a. mit der Konseqenz, dass die parkenden Autos einfach vorn und hinten einen Schneeberg haben. An der Stelle bin ich sowas von froh, einen TG-Stellplatz zu haben!

Als wir nach Hause zurückkamen kochte ich uns eine große Portion überbackenes Sahnegeschnetzeltes und danach landeten wir von unseren PC-Freunden. Carsten hat noch einen „Gast“ dazu bekommen, denn er hilft hin und wieder Freunden mit ihren Rechnern, falls sich da Problemchen auftun.

Ich hoffe sehr für mich, dass ich die freie Zeit jetzt nicht nur zum Surfen nutze, sondern auch langsam mit unserem Jahresbericht beginne, denn neulich stellte ich mit Schrecken fest, dass die Hälfte des Januars schon vorbei ist und wir bis zu unserem Spanienurlaub nur noch weniger als einen Monat warten müssen 🙂



2010 10.
Jan.

Die erste Woche des Jahres war schon so mit diversen Ereignissen gespickt, dass ich kaum noch Zeit zum Entspannen, geschweige denn zum Schreiben hatte.

Es gibt sehr viel personelle Bewegung auf Arbeit, aber ich glaube nicht, dass ich um meine Stelle zittern muss. Dennoch beschäftigt das natürlich alle Mitarbeiter und Gesprächsstoff nimmt einfach kein Ende …

Am Donnerstag hatte ich Spätdienst und freute mich bereits auf 2 Stunden morgens allein zu Hause, wo ich tun und lassen kann, was ICH will, aber ein Anruf brachte meine ganzen Pläne durcheinander. Während ich noch in gemütlichen Hausklamotten, ungeduscht und ungekämmt, meinen Obstsalat machen wollte, rief mich der Schuldirektor wegen meiner Großen an. Ihr geht es nicht gut, sie hat Magenkrämpfe und auch das Gefühl immerzu brechen zu müssen, deshalb sollte ich sie abholen. Ich wechselte flott die Klamotten, zog eine  Mütze über die Haare und kaute auf dem Weg zu Gymmi einen Kaugummi, denn auch zum Zähneputzen bin ich nicht gekommen. Das Kind lag in der Schule kreidebleich auf einer Liege, deswegen packte ich sie einfach in den Wagen und brachte sie nach Hause.

Ich kam später zur Arbeit als geplant, aber zum Glück habe ich verständnisvolle Kollegen und ein krankes Kind ist nun mal ein krankes Kind, egal ob 6 oder 16. Als Ausgleich gab es im Büro eine Überraschung für mich. Ich habe eine Dankeschön-Karte und einen riesigen Blumenstrauß von einem Verehrer bekommen, welcher sich für eine tolle Saison 2009 bedankte. Ich grübelte und rief einige Verdächtige an, bis ich endlich den richtigen „erwischt“ habe. Es war ein Kunde, wer sonst    😀
Die Geste hat mich wirklich außerordentlich gefreut, denn eine Anerkennug im Job tut immer gut    🙂

Carsten und ich haben uns am Freitag den Film „Gamer“ im Kino angesehen, aber ich glaube nicht, dass wir uns die DVD davon kaufen. Die Kamerführung war zum Teil zu zappelig und ahmte größtenteils Computerspielbilder von Ego-Shooter nach. Daher wurden die Bewegeungen zu ruckelig, die Bilder wechselten sich zu rasant, um alles auf Anhieb erfassen zu können. Schade eigentlich, denn das Thema ist nicht schlecht und hätte aus meiner Sicht eine bessere Umsetzung verdient. Es geht im Grunde genommen darum, dass eine Möglichkeit entwickelt wurde, mit echten Menschen zu „spielen“, bzw. sie zu kontrollieren. Man erfährt aber normalerweise nicht, wer denjenigen kontrolliert, es ist eben ein Spiel, nur dass man die wirklichen Menschen aus Fleisch und Blut als Spielfiguren benutzt, mit allen Konsequenzen …

Am Samstagvormittag zählte ich von 8 bis 13 Uhr mit anderen Arbeitskollegen bei der Inventur unsere Lagerbestände. Den Nachmittag zuhause verbrachte ich zum Teil im Bett, weil ich so müde war, dass ich wirklich eine zusätzliche Mütze Schlaf benötigte. Erst danach war ich fit für 2 Stunden Russisch mit meinen Kinder und auch für 2 Folgen „Fraggles“ mit der ganzen Familie.

Heute ist mehr oder weniger Familientag mit ausgedehnten Mahlzeiten und viel Zeit zum Reden bzw. Diskutieren. Zwischenzeitlich habe ich unsere Weihnachtsecke endgültig aufgelöst, Hebräisch gelernt, die Pläne für unsere Februarreise nach Andalusien verfeinert und natürlich nebenher ein wenig den Haushalt geschmissen, denn irgendwie klappt es bei mir nicht ganz so wie im Lied, er macht sich leider nicht von allein   🙁    🙂

Gleich spielen wir noch gemeinsam, es steht aber noch nicht fest was genau. Ich lasse mich überraschen, was meine Lieben so aussuchen 😎



2009 22.
Nov.

Wie bewegt eine Frau einen Mann dazu, ein anspruchvolles Kinodrama mit ihr zu sehen? Man läßt den Mann einfach alles allein managen.

Normalerweise gehen wir ins UCI, aber dort werden leider nicht immer alle Filme gezeigt, welche uns interessieren. Z.B. hat es noch kein Streifen von Michael Moore („9/11“ oder  „Sicko“) dorthin geschafft. Da aber aktuell ein neuer Film von ihm, „Kapitalismus: eine Liebesgeschichte“ anlief, wollten wir diesen gern sehen. Dieser Wunsch führte uns in ein unbekannteres Terrain – die Schauburg in der Dresdner Neustadt. Nach der Programmbeschau im Internet kauften wir etwa eine Stunde vor der Vorstellung ganz brav unsere Eintrittskarten an der Kasse (eine Onlinebuchung mit Sitzplätzen ist bei diesem kleinen Programmkino nicht möglich) und da  wir noch genug Zeit hatten, liefen wir einmal um den Block, bevor wir zum Kino zurückkehrten. Wie immer machten wir vorm Filmbeginn einen Abstecher in den Raum mit zwei Nullen. Als Frau habe ich dort natürlich wesentlich länger gebraucht als meine Orangenhälfte. Er hat sich inzwischen in die lange Reihe der Filmwilligen eingefügt, welche in die obere Etage führte.

In  der Schauburg gibt es 3 Kinosäle, alle nach Regisseuren benannt: Lang-Saal, Tarkowski-Saal und Leone-Saal. Die letzten zwei sind in der ersten Etage, der erste im Keller. Wir gingen in den größen und am besten ausgestatteten hinein – Leone-Saal. Die Mädels am Einlass rissen munter unsere Karten ab und wir suchten uns 2 Sitzplätze aus. Nach dem Werbe- und Trailerblock begann endlich das Hauptfilm. Nach ein paar Minuten stellte ich meinem Mann die entscheidende Frage des Abends: „Bist du sicher, dass wir im richtigen Saal sind?“ Er wühlte im Portemonnaie und las mühsam im fahlen Lichtstrahl die als erstes aufgedruckte Worte auf den Kinotickets: „Lang Saal“. Da die Handlung bereits ihren Lauf nahm und der andere Film auch schon einige Minuten lief, beschlossen wir auf unseren Plätzen zu bleiben. Tja, der Moore-Film lief in der letzten Woche (zum Bundesstart)  im Leone-Saal und wurde diese Woche in den wesentlich kleineren Lang-Saal verlegt … mein Mann hatte aber immer noch das Wort „Leone“ im Kopf.

So wurde aus „Kapitalismus: eine Liebesgeschichte“ von Michael Moore am Ende ein deutscher Streifen mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle -„This is love“.  Es war kein leichter Liebesfilm, sondern ein Drama. Die Hauptfigur ist eine Polizeikomissarin Maggie, trinkfest und hart im Nehmen, welche jedoch seit 16 Jahren ein Rätsel zu lösen hat – warum ist ihr Mann unerwartet verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Parallel dazu wird die Geschichte von Chris erzählt und von einem vietnamesischen Mädchen Jenjira, welches er in einem Bordell für die Adoption in Deutschland freigekauft hat, ohne jedoch das Geld zu haben. Die beiden Figuren treffen aufeinander als Chris im Polizeirevier sitzt und Maggie ihn verhört, er jedoch am Anfang jegliche Aussage verweigert. Nach und nach entsteht allerdings eine Situation zwischen den beiden, welche uns stark an den Film „Schweigen der Lämmer“ erinnerte: „quid pro quo“. Jeder gibt im Austausch auf die Geschichte seines Gegenübers etwas Bedeutendes von sich preis.

Der Film ist keine leichte Kost und wird uns wohl noch eine Weile in Gedanken beschäftigen, aber empfehlenswert ist er auf jeden Fall.

Nun muss der gute Michael wohl noch ein wenig auf unseren Besuch warten. :unschuldig:
Und was lernen wir daraus? Beim Einlaß und bei Onlinebestellungen nicht nur auf Datum (wir kauften vor Jahren online mal Samstag und saßen schon Freitag im UCI) und Ort (Carsten bestellte mal online im UCI Duisburg statt in Dresden und musste stornieren), sondern auch auf den aufgedruckten Kinosaal der Eintrittskarte achten! Das hat er jetzt auf jeden Fall gelernt …



2009 19.
Nov.

Auch wenn wir Sachsen den Buß- und Bettag mittels Pflegeversicherung teuer bezahlen müssen, tut ein freier Tag mitten in der Woche gut. Wir konnten in aller Ruhe Sachen aufarbeiten, welche am Wochenende nicht drangekommen sind und Kinder hatten die Chance nach der dienstaglichen Geburtstagsfeier bei unseren Freunden, welche etwa um 1 Uhr in der Nacht zu Ende ging, richtig auszuschlafen.

Natürlich haben wir an einem Tag auch nicht alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben, aber das Hauptziel dieses Tages haben wir, schätze ich, doch ganz gut erfüllt. Es hieß ja, dass Leute sich an diesem Feiertag auf  christliche Werte besinnen sollen. Wir haben den Tag als Familie verbracht und damit ganz bestimmt im Sinne der christlichen Lehre, oder?  Abends schauten wir uns gemeinsam den dritten Teil von „Matrix“ an. So beeindruckend und innovativ der 1. Teil ist, so langweilig und mit Kämpfen überladen ist Teil 2 und so in die Länge gezogen der dritte. Naja, jetzt haben wir das Thema für uns endlich abhaken können (Teil 3 haben wir im Kino boykottiert). Andrea wollte diese cineastische Lücke für sich schließen und nach dem Film „Matrix“ auch das Ende von Zion & Co. erfahren.

Nun gehen wir noch 2 Tage arbeiten, bis das Wochenende kommt. 🙂

Nachtrag:  die äußerst schmerzhaft verspannte linke Rückenhälfte hat meine Arbeitstage nun in Krankentage verwandelt. Jetzt muss ich nur noch eine Position finden, bei welcher ich mich wohlfühle. Im Stehen in der Küche zu tippen geht grade noch so … bin aber auch schon gespritzt und die erste Schmerztablette vergnügt sich in meinem Körper. Ihr werden heute noch zwei weitere folgen …



2009 13.
Okt.

Eigentlich habe ich Anfang des Jahres, nachdem wir alle Ferien mit dem Vater meiner Kinder abgesprochen haben, gedacht, dass diese Woche sturmfrei sein wird. Aber leider ist er beruflich verhindert, so bleiben die Kinder auch diese Woche bei uns zu Hause. So wird in Casa OLCA auf jeden Fall mehr Leben in der Bude sein, da die Girls abends, nachdem sie morgens bis in die Puppen pennen können, noch lange Zeit  munter, mittleiungsfreudig und schmusebedürftig sind.

Gestern haben wir z.B. nach einem langen Abendessen, wo wir uns über die Erlebnisse am Wochenende ausgetauscht und schon die Pläne für die nächste Woche (alle OLCAs haben dann frei), konkretisiert haben, uns zusammen auf die Couch gepflanzt und „Die Maske des Zorro“ angesehen. Carsten meinte zum Schluß, dass dieser Film der schlechteste aller Zorro-Streifen sei, aber Mädels und ich könnten nur sagen, dass es der einzige ist, welchen wir je gesehen haben. Es war eine nette Unterhaltung, aber ich werde mir eine DVD davon doch nicht kaufen.

Bin gespannt, was die Mädels sich heute zum Mittagessen organisieren. Zur Auswahl stehen: Tütensuppen, TK-Pizza, Nudeln oder Reis mit Ketchup. Also all die Gerichte, die sie gern mögen, welche aber bei Carsten und mir keine Begeisterung hervorrufen. Bis auf die Pizza vielleicht.

Aber noch schlafen sie und ich flitze unter die Dusche, denn heute muss ich pünktlich nach der Arbeit zu Hause sein, um meine Sporttasche zu schnappen und meiner Wirbelsäule eine Stunde Bewegung zu gönnen.



2009 13.
Sep.

Dieses Wochenende hat mir selber erneut bewiesen, dass meine Interessen wirklich weit gefächert sind. Zumindest sehe ich das so.

Freitagabend, nach der recht friedlichen und überraschenderweise kurzen Eigentümerversammlung, schafften es Carsten und ich noch zu der 20:15-Vorstellung ins Kino. Da wir im Vorfeld nicht wussten, wie lange die Versammlung dauern wird, hatten wir uns schon Plan B zurechtgelegt: 23:00 Uhr, wobei das für mich schon eine recht kritische Zeit wäre. Auf jeden Fall saßen wir pünklicht zum Anfang des Films „District 9“. Schon die Kinotrailer fand ich sehr interessant und der Streifen hat mich nicht enttäuscht. Allein die Vorstellung, dass in Südafrika 1 Mio. Aliens in einem Auffanglager bleiben müssen fand ich überwältigend. Es ging in der Geschicht um Ausgrenzung, um Ideale und um Verständnis für diejenigen, die absolut anders sind als man selbst. Aber auch um die Brutalität der Konzerne, wenn es darum geht, neue Waffen in den Umlauf zu bringen. Das Ende ist offen – ich schätze, Teil II ist nicht ausgeschlossen. Die Art der Erzählung fand ich faszinierend, denn die Geschichte ist aufgebaut wie eine Dokumentation, mit Interviews, Meinungsumfragen auf der Straße und Überwachungskameraausschnitten. Man bekommt das Gefühl vermittelt, dass es alles wirklich passiert ist! Allerdings fanden Carsten und ich, dass man die FSK 16 zurecht verliehen hat. An manchen Stellen kam uns sogar der Gedanke, dass vielleicht auch FSK 18 noch passender wäre. Nicht desto trotz ist das ein Film, welcher zum Nachdenken anregt und das fand ich richtig gut.

So brutal der Freitagabend war, so witzig und lustig wurde der Abend danach. Ich traf mich mit Anna, meiner Lieblingsfreundin, und mit ihrer Schwester, um den Tag der offenen Tür im Schauspielhaus mitzuerleben. Wir suchten uns aus dem Programm ein paar interessante Veranstaltungen aus und zogen los durch das große, zum Teil recht unübersichtliche Theater, um die passenden Orte zu finden. Wir warteten etliche Minuten, bis wir zu einer Show konnten, welche uns wirklich interessiert hat. Es ging dort vorrangig um Pantomime. Aber das Warten hat sich gelohnt! Wir hatten wirklich enorm viel Spaß an den Auftritten der Dresdner Schauspieler, u.a. Rainer König, welcher den Prolog aus dem Stück „Faust ohne Worte“ auf die Bühne brachte (hier mehr darüber: http://www.faust-ohne-worte.de) aber auch die Auftritte der Gäste aus den USA und aus Frankreich waren umwerfend! Zum Schluß gönnten wir uns noch einen, zum Glück nicht zu ernst nehmenden, Monolog über den Strategieaufbau mehr Besucher ins Theater zu bekommen und verzogen uns anschließend in „Bussmanns Brasil“, um einen Käffchen zu trinken und uns über all das zu unterhalten, was seit unserem letzten Treffen alles passiert ist. 

Nach Hause kam ich mit schmerzenden Kiefer, denn wir haben wirklich wahnsinnig viel gelacht, da jede von uns ein paar gute Geschichten auf Lager hatte.  Ganz nebenbei haben wir uns noch verabredet zusammen im Kino „Die Frau eines Zeitreisenden“ anzusehen. Ich schätze, das könnte in 2-3 Wochen soweit sein und freue mich schon enorm auf diesen Ausflug!