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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 07.
Feb.

Die zweite HÀlfte unseres Freitagnachmittags war erst fröhlich-aufgeregt und dann historisch-nachdenklich.

Ich bin extra frĂŒher von der Arbeit nach Hause gegangen, denn gestern gab es zwei bedeutende Ereignisse mit unseren Kindern zu feiern: Stephanie wurde 13 Jahre alt und es gab die Halbjahresinformationen. Das zweite Ereignis wurde recht schnell abgehackt, denn die Zeugnisse waren zwar aus meiner ehrgeizigen Sicht nicht perfekt, aber sie waren wirklich gut. Wir wussten ja schon vorab, welche Noten die Kinder nach Hause bringen, denn nach wie vor sehen wir uns die Hausaufgabenhefte der Kinder jeden Tag an und auch die Hausaufgaben werden uns vorgelegt. So hat man zumindest den Überblick, welchen Stoff sie gerade in der Schule durchackern und wo sie evtl. irgendwas nicht verstanden haben und mehr ĂŒben mĂŒssen, um das große Ziel, das Abitur, zu schaffen.

Danach haben wir eine „Benjamin BlĂŒmchen“-Torte aufgeteilt und Mini -Windbeutel auf die Teller gepackt. Die Torte ist ĂŒbrigens nicht wegen der Figur gekauft worden, sondern weil sie uns immer noch gut schmeckt und sie nicht so groß ist wie die TK-Torten fĂŒr Erwachsene.

Nachdem von den Leckerein nur noch ein paar kleine KrĂŒmeln ĂŒbrig geblieben sind und die Kaffee/Tee/Kakaotassen leer waren, ging es endlich zum dem schönsten Teil eines Geburtstages: Geschenke auspacken. Stephanies Kleiderschrank hat ein paar neue Inhalte bekommen, auch ihr BĂŒcherregal wurde aufgefĂŒllt und fĂŒr die schöneren TrĂ€ume hat sie kuschelige BettwĂ€sche mit ihrem Lieblingstiermotiv bekommen, Giraffen. Außerdem packte sie Gesundheitsstecker aus, mit denen sie endlich Ohrlöcher bekommen soll, einen Gutschein von ihrem LieblingsbĂ€cker, neue schicke Kopfhörer und, da sie jetzt 13 geworden ist, auch die erste Schminke.

Nachdem alles anprobiert wurde und man vor Freude schon ziemlich aus dem HĂ€uschen war, holte ich ihr Babyalbum aus dem Schrank heraus und dann saßen nur wir zwei auf der Couch und ich erzĂ€hlte ihr einige SchwĂ€nke aus ihrer Baby- und Kleinkindzeit. Carsten beschĂ€ftigte sich derweil mit Andreas Rechner, also hatten wir alle etwas Nettes zu tun.

Die Kinder wurden abends von ihrem Papa abgeholt und sie werden jetzt bei ihm bleiben bis wir zurĂŒck aus dem TĂŒrkeiurlaub zurĂŒckkommen.

Carsten und ich hatten fĂŒr den kinderfreien Freitagabend Karten fĂŒr „Operation WalkĂŒre – Das Stauffenberg Attentat“ vorbestellt. Mein Interesse an der Geschichte verblasste noch nie so richtig und seit ich in Deutschland lebe und die Chance habe, den zweiten Weltkrieg aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, nutze ich jede Möglichkeit dafĂŒr. Der Film ist wirklich gut. Man mag ĂŒber Tom Cruises Privatleben denken, was man will, aber er ist in meinen Augen immer noch ein guter Schauspieler. Auch die Carice van Houten, welche ich schon als geheimnisvolle Minusch unglaublich beeindruckend fand, hat ihre Rolle als Nina von Stauffenberg gut gespielt, auch wenn ihr Part nicht sehr groß war. Die Geschichte kannte ich bislang nur in sehr groben ZĂŒgen, nun schĂ€tze ich, sie im Ganzen zu kennen und auch zu verstehen. Das Thema wird mich wohl noch einige Tage beschĂ€ftigen, es ist eben ein Streifen, welcher zum Nachdenken anregt. Die Geschichte kann mich eben nie gleichgĂŒltig lassen, egal ob gelesen oder gesehen.

Aber heute, nachdem ich mit dem Schreiben fertig bin, gehe ich etwas Schönes anschauen: die kleine Tochter meiner ehemaligen Arbeitskollegin. Auf den Bildern sieht sie wirklich knuffig aus, also muss ich sie auch mal richtig sehen!



2009 03.
Feb.

Kaum hat man von der Silvesterfete berichtet, schon stellt man völlig erstaunt fest, dass der erste Monat des Jahres bereits vorbei ist. Mit unserem Jahresbericht bin ich noch nicht sehr weit gekommen, aber wenigstens habe ich ihn schon angefangen.

Zur Feier des letzen Januartages sind wir alle zusammen mit der Tochter unserer Freunde ins Kino gegangen. Vor Kurzem ist der neuste Streifen aus den Disney-Studios auf die Leinwand gekommen: „Bolt – Ein Hund fĂŒr alle FĂ€lle“. Die deutschen Filmverleiher können es einfach nicht lassen, den Originalfilmtiteln noch eine Zusatzbezeichnung zu geben, denn im Original heißt er einfach nur „Bolt“. Es ist ein schöner Trickfilm, voller Witz fĂŒr Groß und Klein, aber auch die rĂŒhrenden Momente fehlen nicht. Ich musste an manchen Stellen schon tief durchatmen, um die aufkommenden TrĂ€nen zu unterdrĂŒcken, aber es entging Carsten trotzdem nicht. Ich weiß, ich weiß, je Ă€lter ich werde, um so rĂŒhrseliger werde ich. :0) Der Hamster Dino (im Englischen Rhino) in der Kugel war allerdings mit Abstand die beste Figur!

Den Februar haben wir mit einer guten Freundin, Khrystyna, welche wir schon vor langer Zeit ĂŒber Couchsurfing kennengelernt haben, angefangen. Nach einem Studienjahr in Dresden zog sie fĂŒr ein Praktikum erst nach Wien und jetzt nach BrĂŒssel. Man hat sich schon seit 4 Monaten nicht gesehen und zwischenzeitlich nur sporadisch gemailt. Also entwickelte sich der gemĂŒtliche Nachmittag zu einem nicht minder gemĂŒtlichen Abend. Wir sprachen mal Ukrainisch, mal Deutsch oder auch mal Russisch, je nachdem worĂŒber wir redeten oder wer aus meiner Familie noch dabei war. Ich habe nebenbei zum Abendessen leckeren gefĂŒllten Schweinebauch („KaufMarkt“ sei Dank :0) ) mit KartoffelpĂŒree gemacht und mein Weinkeller hatte den Verlust von einer Flasche Rose zu beklagen.

Heute und morgen bleiben unsere MĂ€dels ĂŒbrigens zu Hause, denn die sĂ€chsischen Lehrer streiken. Der Zeitpunkt fĂŒr die Protestaktion ist wirklich gĂŒnstig ausgesucht, denn seit letzem Freitag hat man ohnehin den Notenstopp verhĂ€ngt. Am Freitag gibt es in Sachsen die Halbjahresinformationen. Wir haben jedoch keine bösen Überraschungen zu befĂŒrchten, unsere Kinder haben ihre NotensĂŒnden bereits im Vorfeld gebeichtet :0) .

Also wird es am Freitag auf jeden Fall Kuchen geben und auch Geschenke werden ausgepackt, denn Stephanie wird dann13 Jahre alt. Womit ich wieder am Anfang dieses Eintrags angekommen wÀre, denn die Zeit fliegt viel zu schnell vorbei. :0)



2009 24.
Jan.

Meine Familie ist sĂŒchtig! Das Problem: Auch ich bin schon seit Langem nicht mehr frei von diesem Laster. Er ist nicht sĂŒĂŸ, sondern im Gegenteil scharf, einerseits gesund (viel GemĂŒse), anderseits eine Kalorienbombe (die Angaben im Internet schwanken zwischen 650 kcal und 770 kcal).

Es geht um Döner.

Die Szenerie wiederholt sich immer wieder, wenn ich die Frage „Was wollen wir am Wochenende essen?“ stelle. Die Antwort der drei Esser klingt meistens „Döner“, wobei ich mich schon seit langer Zeit eher fĂŒr DĂŒrĂŒm entscheide. Er hat weniger Kalorien und man kann ihn anstĂ€ndiger essen, da die reichhaltige FĂŒllung von allen Seiten umhĂŒllt :0).

NatĂŒrlich haben wir unsere Lieblingsdönerschmiede mit Lieblingsdönermann. Eigentlich hĂ€tten wir einen viel kĂŒrzeren Weg zu dem mit Fleisch und Salat gefĂŒllten Fladenbrot, aber in dem Lokal schmecken uns die Saucen nicht sonderlich, deshalb nehmen wir den etwas lĂ€ngern Weg in Kauf, um unsere Beute auch wirklich genießen zu können.

Auch gestern Abend war fĂŒr uns die angeblich tĂŒrkische SpezialitĂ€t angesagt. Nachdem ich im Elbe-Park meine EinkĂ€ufe erledigt habe fuhr ich also zum Lieblingsdöner. Meine Bestellung war einfach: „Ein Super-Döner mit SchafskĂ€se und ein DĂŒrĂŒm mit SchafskĂ€se mit Allem“. Die Bezeichnung „Mit Allem“ ist ĂŒberlebenswichtig, denn sonst darf man zu jeder Zutat und Saucenart immer „Ja, bitte“ sagen. Insofern war alles geklĂ€rt und ich stand etwas abseits und wartete auf unser Essen. Zwischenzeitlich kamen 2 MĂ€dels, sagen wir so vielleicht 17-18 Jahre alt, herein, stellten sich in der NĂ€he der TĂŒr an die Wand und flĂŒsterten ein paar Minuten aufgeregt miteinander. Der DönerverkĂ€ufer fragte sie mit einem Augenzwinkern „Na, ein Döner ohne Zwiebeln, Tomaten, Rotkraut?“. Die MĂ€dels trauten sich nĂ€her an die Theke heran und fragten nach einem DĂŒrĂŒm, aber „bitte ohne Zwiebel und scharfer Sauce“. Im gleichen Atemzug kam die Frage, ob man den DĂŒrum auch zur HĂ€lfte mit Tomaten und zur HĂ€lfte ohne machen könne, auch das wurde vom VerkĂ€ufer bejaht. Die MĂ€dels lĂ€chelten zufrieden und eine fragte, ob man denn auch nur auf eine HĂ€lfte SchafskĂ€se bekommen könnte. (SchafskĂ€se kostet 0,50 EUR Aufpreis) und da lĂ€chelte der VerkĂ€ufer ganz freundlich und meinte, dass es nicht gehen wĂŒrde. Auch die nĂ€chste Frage ob man den einen DĂŒrĂŒm hier essen oder mitnehmen möchte zwang die MĂ€dels zum aufgeregten Blicken Austausch der Blicke und folgenden Diskussion:

– Zum Mitnehmen

– Äh, vielleicht doch hier? (Blick zur Freundin)

-Ja, doch, hier


– Oder einpacken?

– Nee, hier.

Damit war der Essensort entschieden, die beiden MĂ€dels trabten zum einen Tisch im Nachbarraum und setzten sich in Erwartung ihres opulenten Mahls. Mein liebster DönerverkĂ€ufer rollte die Augen, seufzte und grinste gleichzeitig, wir zwinkerten uns zu und er fing mit dem Zaubern des extravaganten DĂŒrĂŒms an.

An den Döner haben wir in diese Woche allerdings nicht nur mit dem knurrenden Magen gedacht. In den Medien tauchte am 17. Januar die Nachricht auf, dass der Erfinder dieser angeblich tĂŒrkischen, in der Wahrheit aber Berliner SpezialitĂ€t, Mahmut AygĂŒn, im Alter von 87 Jahren an Knochenkrebs gestorben ist. Er war der erste, welcher im Sommer 1971 eine mit Dönerfleisch gefĂŒllte Teigtasche fĂŒr 2 DM verkauft hat. Leider hat er sich diese Erfindung nicht patentieren lassen. Es hĂ€tte seiner Familie bestimmt viel Geld gebracht, nur von seiner Krankheit hĂ€tte ihn wohl auch das viele Geld nicht erlösen können.

Aber man wird ihn auch nicht so schnell vergessen können, denn ich kann nicht mal annĂ€hrend einschĂ€tzen, wie viele Döner tĂ€glich ĂŒber die Theken gereicht werden, immerhin wird gesagt, dass der Verkauf von diesem innovativen Fast-Food mehr Geld einbringt als die beiden großen BĂŒrgerschmieden zusammen erwirtschaften.



2009 18.
Jan.

Gestern Abend hat Carsten eines von seinen Weihnachtsgeschenken eingeweiht und wir haben ihm dabei zugesehen. Es war ja auch nicht sonderlich schwer, denn es ging um eine DVD mit dem Programm „Heimatabend Deluxe“ von Paul Panzer.

Vor einigen Monaten haben wir zufĂ€llig beim Zappen diese BĂŒhnenshow entdeckt und mein Mann war beigeistert. Eigentlich kennt man Paul Panzer als einen Telefonanrufer im Radio, welcher in einigen Unternehmen fĂŒr viel Verwirrung und bei den etlichen Hörern fĂŒr reichlich Lacher gesorgt hat. Wir waren allerdings keine großen Fans von seinen Radioauftritten, das BĂŒhnenprogramm fanden wir dagegen ziemlich witzig.

Somit war es fĂŒr mich einfach fĂŒr meine geliebte OrangenhĂ€lfte diese DVD in der Vorweihnachtszeit zu besorgen und diese hĂŒbsch eingepackt im Geschenkeberg zu unterbringen.

Soviel zur Vorgeschichte. Gestern haben wir also beschlossen, das Programm endlich mal als Ganzes zu erleben und nicht wie bislang durch das Reinzappen in der Mitte der Vorstellung oder durchs Anschauen der einzelnen Szenen bei YouTube. Andrea fand die Idee gut, Stephanie war davon erstaunlicherweise nicht sonderlich angetan und trabte daher mit einem Buch in den Fernsehraum, denn auf unsere Gesellschaft wollte sie dennoch nicht verzichten. Es kam wie es kommen musste: Nach etwa 10 Minuten klingelte das Telefon, eine Freundin von Stephanie war dran und unsere Kleine verzog sich in ihr Zimmer zum Telefonieren. Als sie nach ĂŒber einer Stunde in den Fernsehraum zurĂŒck kam war die DVD so gut wie zu Ende. Wir witzelten daher, dass sie diesen Anruf extra organisiert hat, um nicht mitgucken zu mĂŒssen.
Auch wenn Stephanie es verpasst hat, die ĂŒbrigen drei OLCAs hatten reichlich Spaß.

Paul Panzer heißt eigentlich im richtigen Leben Dieter Tappert und mischt schon seit einigen Jahren fleißig in der Deutschen Comedyszene mit. Sein aktueller Streich ist der Film „MĂ€nnersache“ mit ihm und Mario Barth in den Hauptrollen. Das Drehbuch haben die beiden frechen Jungs gemeinsam geschrieben. Wir haben die ersten Trailer zu diesem Streifen bei unserem Mario Barth Abend in Riesa gesehen, danach gab es welche auch im Kino.
Carsten wartet schon sehnsĂŒchtig auf den Kinostart am 19.03.2009. :0) Es ist definitiv ein Film fĂŒr und ĂŒber MĂ€nner und ihren Humor (eher derb als fein:0) ), aber auch Frauen finden bestimmt reichlich Gelegenheiten sich zu amĂŒsieren, daher werde ich meinem Mann mit VergnĂŒgen Gesellschaft im Kinosaal leisten.



2009 08.
Jan.

Der Jahresanfang entspricht wettertechnisch diesmal voll und ganz meinen persönlichen Vorstellungen. Es ist ein richtiger Winter in Dresden angekommen, mit viel Schnee und frostigen Temperaturen. Auch wenn jede Menge Leute sich ĂŒber die Schneemassen, nichtanspringenwollende Autos und andere außergewöhnliche WinterzustĂ€nde aufregen – ich freue mich sehr darĂŒber! Es macht mir nicht aus den Besen zu schwingen, um den Weg vorm Haus hin und wieder fussgĂ€ngerfreundlicher zu gestalten. Inzwischen ĂŒbernimmt ĂŒbrigens auch Stephanie gerne diesen Job. Aber gestern nach der Arbeit habe ich diese Aufgabe fĂŒr mich beansprucht und ich bekam sogar eine nette kleine Helferin aus der Nachbarschaft dazu. In Gesines Haushalt gibt es 4 Kinder, aber nur einen Besen zum Schneekehren. Als sich die Ă€lteste Tochter ihn geschnappt hat, wollte die zweitĂ€lteste selbstverstĂ€ndlich ebenfalls einen haben. Das kam mir natĂŒrlich sehr gelegen, so konnte ich nur als Beobachter dastehen :0), auch wenn ich hinterher wie vermutet nochmals nachfegen musste.

An dieser Jahreszeit gefĂ€llt es mir auch, die Kleinkinder in ihren sĂŒĂŸen Overalls auf den von ihren Eltern gezogenen Schlitten zu sehen. Als ich am Montagabend in der Dresdner Neustadt war, kamen mir ganze Scharen von Eltern, Kindern und Schlitten entgegen und es war eines der schönsten Winterbilder fĂŒr mich.

Im unseren Garten fegen wir natĂŒrlich keinen Schnee und die weiße Decke hat inzwischen eine recht beachtliche Höhe erreicht. Ich glaube, dass ich schon mal berichtet habe, dass unsere Terrasse zur einer tĂ€glichen Laufstrecke vom roten Kater aus der Nachbarschaft erklĂ€rt wurde.

Aber da in den letzten Tagen wohl nicht nur zu viel Schnee lag, sondern es mit -20°C auch richtig kalt wurde blieb er bestimmt zu Hause. Ist schon komisch, aber ich habe doch tatsĂ€chlich seine Tatzenabdrucke in den letzten Tagen vermisst. Um so schöner wurde mein Tag, als ich heute frĂŒh auf die nach wie vor zugeschneite Terrasse schaute und gesehen habe, dass er jetzt wieder seinen gewohnten Weg gegangen ist, wobei man jetzt nicht nur die tiefen Tatzenspuren, sondern auch die Bauchabdrucke sah. Ich schĂ€tze, er findet den Winter bestimmt nicht so toll wie ich :0)



2009 04.
Jan.

Ich habe mich wohl wirklich lange darĂŒber beklagt, dass in Dresden im Winter der Schnee eher eine RaritĂ€t ist. In den letzten Tagen hatten wir bereits eine leichte weiße Schneedecke bekommen, aber heute ist ein Wintertag ganz nach meinem Geschmack!

Als ich um etwa halb neun aus dem Fenster hinausschaute war ich richtig begeistert, denn alles um uns herum war schön weiß und vom Himmel fielen weitere Schneeflocken auf Dresden herab.

Einen Augenblick spĂ€ter hatte ich aber auch bemerkt, dass der allwinterliche Schneekehrwettbewerb ebenfalls bereits begonnen hat. Die Nachbarn von der rechten Seite haben ihren Teil des Weges vermutlich schon vor einer Stunde schneefrei gemacht, denn die Schneedecke auf dem Kopfsteinpflaster vor ihrem Haus war um einiges dĂŒnner als unsere. Die Nachbarschaft von der linken Seite schob die Schneemassen wohl erst vor Kurzem weg, denn da waren sogar die einzelnen Steine zu sehen.

Ich schĂŒttelte den Kopf und verkroch mich erneut unter meiner warmen Bettdecke, um eine Kinozeitschrift zu lesen. Erst als ich auf dem neuesten Stand ĂŒber die laufenden und kommenden Filme war, meine Kinder und der Mann bereit zum FrĂŒhstĂŒck waren und die Aufbackbrötchen die heiße Luft im Backofen spĂŒrten, fegte auch ich unsere Strecke.

Stephanie hat heute einen Turnier in Wilsdruff und sie musste um ca. 13 Uhr in der Halle sein. Carsten und ich haben uns daher einen Spaziergang in der gleichen Gegend vorgenommen, denn keiner von uns wollte das schöne Winterwetter ungenutzt verstreichen lassen.

An der Ortseinfahrt „Birkenhein“, ca. 3 km von Wilsdruff entfernt, stellten wir unseren Wagen ab und stapften durch die Schneewehen, -haine, -felder und –wĂ€lder. Ich habe bei dieser Gelegenheit meinen neuen, selbstgestrickten, superlangen Schal ausgefĂŒhrt. FĂŒr seine Fertigstellung habe ich die Zeit von 3 œ Staffeln „Buffy“ und 6 KnĂ€uel Wolle gebraucht. Aber er ist wirklich lang geworden und hat von Carsten inzwischen den Namen „Python“ erhalten.

Als wir zu Hause mit nassen Schuhen und schneebedeckten Hosenbeinen ankamen, schauten wir als erstes nach unserer krĂ€nkelnden Großen. Andrea hat bereits beim FrĂŒhstĂŒck Unwohlsein verkĂŒndet und ihr nicht aufgegessenes RĂŒhrei an uns alle aufgeteilt. Wir haben sie ins Bett geschickt, das hat aber nicht sonderlich geholfen, denn sie hatte recht starke Bauchschmerzen. Wir waren sogar schon soweit, mit ihr zur Notaufnahme zu fahren, aber als wir im Vorraum unsere Jacken und Schuhe anziehen wollten, versĂŒrte sie einen starken Wunsch nach einem Eimer. Den gewĂŒnschten BehĂ€lter bekam sie im Nu und dann hat sie ihm lautstark erzĂ€hlt und gezeigt, was sie neuerdings alles so gegessen hat. Zum GlĂŒck fĂŒhlte sie sich danach augenblicklich wesentlich besser und verbringt den heutigen Tag zwar in Bett mit Kamillentee und Zwieback, aber sie sieht nicht mehr so blassgrĂŒn aus und kann auch schon wieder freche SprĂŒche loslassen.

Hoffen wir, dass es ein einmaliger Ausrutscher in diesem Jahr war, denn wir haben so viele WĂŒnsche fĂŒr ein gesundes 2009 bekommen – da muss es einfach funktionieren!



2009 02.
Jan.

Ich wĂŒnsche allen ein gesundes und glĂŒckliches Jahr 2009!

Ich hoffe, jeder ist so reingerutscht wie er sich vorgestellt hat: feucht-fröhlich, mit großem Feuerwerk oder genau so gemĂŒtlich wie wir.

Diesen Silvester haben wir nÀmlich mit einer befreundeten Familie bei uns zu Hause gefeiert.

Da ich noch nie in meinem Leben in den Genuss von Fondue gekommen bin haben wir uns geeinigt, dass wir es diesmal machen. Kathrin und Axel haben außerdem ihr Raclette mitgebracht, somit konnten wir die Fondue-Wartezeit gut mit PfĂ€nnchenfĂŒllen und Garnelengrillen ĂŒberbrĂŒcken.

Die MĂ€nner haben sich fĂŒr einen alkoholfreien Silvesterabend entschieden, Kathrin und ich wĂ€hlten Weißwein aus meinen AlkoholvorrĂ€ten aus.

Es war, glaube ich, das erste Mal, dass die Kinder und die Erwachsenen zeitgleich am Tisch sitzen konnten. Aber mit 8 Personen ist das kein Wunderwerk.

Nach den nahezu 3 gemĂŒtlichen Fondue- und Raclettestunden zogen sich die Kinder in die Kinderzimmer zurĂŒck und ĂŒberließen das Essschlachtfeld uns.

Sie kamen erst zurĂŒck, als wir das Zauberwort „Nachtisch“ ausgesprochen haben. Kathrin hat eine große SchĂŒssel Mousse au Chocolat mitgebracht und ich glĂ€nzte mit dem MeisterstĂŒck der russischen Backschule: der Torte „Napoleon“.

Man schnatterte und quatschte, tauschte die Erfahrungen mit den Kindern und den Eltern aus, der Nachwuchs vergnĂŒgte sich mit Versteckspiel und plötzlich war es schon um Mitternacht. Wir haben es gerade noch so geschafft, die SektglĂ€ser zu fĂŒllen als das neue Jahr begann!

Um die bösen Geister vor der TĂŒr zu verscheuchen zĂŒndeten Kathrin und ich je eine große Wunderkerze auf der Terrasse an, danach war unser Interesse am feurigen VergnĂŒgen komplett erloschen. Wir schauten eine Zeit lang den Feuerblumen im Himmel zu und unterhielten uns weiter.

Gegen 1 Uhr haben Carsten und Axel den Tisch abgerĂ€umt und den gesamten Abwasch erledigt, wĂ€hrend Kathrin und ich uns ungestört weiter ĂŒber alles Mögliche ausgetauscht und PlĂ€ne fĂŒr die gemeinsamen Unternehmungen im neuen Jahr geschmiedet haben.

Um etwa 2:30 Uhr waren OLCAs wieder allein zu Hause und verschwanden relativ schnell in ihre Kuschelbettchen.

Das richtige Jahr begann fĂŒr uns am 1.1. um etwa 11 Uhr.

Ich finde unser Start ist sehr nett und gemĂŒtlich und hoffe, dass auch das restliche Jahr so ablaufen wird, eben ohne Stress und Hektik und mit guten Freunden.



2008 29.
Dez.

Bereits vor zwei Tagen startete ich einen Versuch, euch, meinen lieben Lesern, mitzuteilen, wie toll unsere Fahrt in den Schnee nach Rehefeld war.

Aber da ich noch ein paar essbare Kleinigkeiten fĂŒr den Alltag eingekauft, den Film „Das VermĂ€chtnis des geheimen Buches“ mit den MĂ€dels angeschaut und mich am Rechner vor der Abendessenzubereitung mit den Bewertungen fĂŒr unser eventuelles Hotel fĂŒr die Hochzeitstagfeier, sowie den Bewertungen fĂŒr diverse Angebote des „Dresden for Friends“ -Konzeptes beschĂ€ftigt habe, fehlte mir irgendwie die Zeit zum Schreiben


Dabei war unser Ausflug am 2. Weihnachtsfeiertag wirklich schön!

Da Petrus dieses Jahr fĂŒr die Dresdner zu Weihnachten kein Schnee eingeplant hat und ich unbedingt einen Spaziergang durch einen weißen Wald haben wollte, fuhren wir ins Erzgebirge.

Zum GlĂŒck ist die Gegend mit der nahezu 100%-gen Schneegarantie nur ca. 1 Stunde Autofahrt von uns entfernt. Wir zogen uns halbwegs warm an, packten den inzwischen recht verstaubten Schlitten ins Auto und verließen fĂŒr ein paar Stunden die warme Casa OLCA.

Unsere Erwartungen wurden nicht enttĂ€uscht, worĂŒber ich mich wohl am meisten gefreut habe. Trotz 16 œ Jahre in Deutschland kann ich mich einfach nicht an die schneelosen Winter gewöhnen und muss die weiße Pracht wenigstens hin und wieder sehen.

Stephanie hat sich fĂŒrs Schlittenfahren am Hang entschieden und die drei Großen, inkl. Andrea stapften durch den Schnee des Winterwaldes.

Wir waren gut eine Stunde unterwegs, schwatzten, lachten, machten Blödsinn und Andrea taute sogar im wahrsten Sinne des Wortes irgendwann auf. Was die KÀlteempfindlichkeit angeht ist sie anders gestrickt als Carsten, Stephanie oder ich.

Nach dem Rundgang durch die WĂ€lder, Felder und die Skipisten kamen wir an unserem Wagen wieder an und Stephanie stapfte uns schon entgegen, obwohl wir uns ĂŒber die Zeit der RĂŒckkehr nicht unterhalten haben.

Auf dem Weg nach Hause hielten wir an dem Ferienhotel „Huthaus“ in BĂ€renstein an. Carsten war dort schon einmal bei einer Wanderung mit Arbeitskollegen und schwĂ€rmte seitdem ĂŒber die leckere Haxe, welche er natĂŒrlich auch diesmal ausgewĂ€hlt hat. Andrea und ich entschieden uns fĂŒr Fischgerichte und Stephanie hat sich typisch deutsch verhalten, denn sie hat einen Schnitzel bestellt. Das Essen war wirklich lecker, die Preise waren in Ordnung, die Bedienung war aufmerksam, aber nicht aufdringlich – ich kann es nur weiter empfehlen.
NatĂŒrlich hatte ich wie immer meine Digicam dabei. Die Bilder von dem Ausflug stehen jetzt hier: http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/AusflugNachRehefeld#



2008 25.
Dez.

Es ist Weihnachten!!!

Allerdings spielt das Wetter dieses Jahr nicht wirklich mit. Vom Schnee ist keine Spur zu entdecken, meine FrĂŒhjahrsblĂŒher stecken schon jetzt die BlĂ€tter aus der Erde – man wĂ€re eher dazu geneigt, die Eier zu verstecken und nach einem Hasen statt nach einem bĂ€rtigen Mann im roten Mantel Ausschau zu halten.

Ok, der Weihnachtsmann ist in unserem Haus schon lange kein Thema mehr. Wen wundert’s, wenn die Kinder schon zu richtigen Teenager mutiert sind. Auf jeden Fall kann man bei ihnen mit Barbie oder Lego nicht mehr die große Freude herzaubern.

Da die Kinder von Sonntag bis Heiligabend bei Papa waren hatte ich genug Zeit, um den bei uns beliebten russischen Kartoffelsalat „Olivje“ zu machen und TannenĂ€ste in einer Vase auf unserem Glastischchen weihnachtlich zu dekorieren. Knapp 2 Stunden habe ich zum Einpacken der Geschenke fĂŒr meine Lieben gebraucht, wobei ich natĂŒrlich alles, selbst die kleinsten Sachen, wie GlĂŒckskekse, einzeln verpackt habe. Mit den beiden Geschenken fĂŒr Uwe und Conny wurden es am Ende 36 PĂ€ckchen.

Etwa um 18:30 Uhr wurden die Kinder vom Papa nach Hause gebracht. Zuerst haben wir in aller Ruhe an dem schön gedeckten Tisch den Kartoffelsalat mit WĂŒrstchen gegessen und die Erlebnisse der letzten Tage ausgetauscht, danach haben die Kinder uns ein paar Weihnachtslieder mehr schlecht als recht vorgesungen. Stephanie spielte auf der Gitarre „Jingle Bells“, aber ich hoffe, dass sie sich fĂŒrs nĂ€chste Jahr mehr Zeit zum Üben nimmt.

Nach der „OLCA sucht den Superstar“ – Einlage ging man zum vergnĂŒglichen Teil des Abends ĂŒber: Geschenke auspacken.

Insgesamt haben wir wohl etwa 2 Stunden dafĂŒr gebraucht, denn wie immer wurden die PĂ€ckchen einzeln ausgepackt, von allen begutachtet und ein Dankeschön im Anschluss wurde durch das KĂŒsschen und eine Umarmung ausgedrĂŒckt.

Im Großen und Ganzen sind wir alle mit unserer Ausbeute glĂŒcklich geworden. Nur Andrea war etwas enttĂ€uscht, dass sie die neue CD von The Ting Tings nicht bekommen hat. Man muss allerdings sagen, dass sie diese sich schon seit Monaten auf ihrer Amazon-Wunschliste stehen hat und sie hat es nie ausgesprochen, dass sie diese sooo sehnlichst wĂŒnscht.

Der Abend wurde mit dem abgeschlossen, was die Kinder sich gewĂŒnscht haben: eine Folge von „Buffy“. Ich habe ja schon gesagt, Teenager
 Mir wĂ€ren „Drei HaselnĂŒsse fĂŒr Aschenbrödel“ lieber ;0)

Die Bilder zu unserem gestrigen Tag sind jetzt ebenfalls online und können hier bestaunt werden

http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/Weihnachten2008InCasaOLCA#



2008 20.
Dez.

Es macht sich inzwischen sehr stark bemerkbar, dass das Jahr nicht mehr sehr viele Tage ĂŒbrig hat. Am Montag hatte ich zum letzten Mal meine HebrĂ€isch-Stunde fĂŒr 2008, am Dienstag meinen letzten SpĂ€tdienst, am Freitag meinen letzten Arbeitstag und heute wird es wohl die letzte öffentliche Weihnachtsfeier sein, verbunden mit der letzten Runde BrowniesbĂ€ckerei.

Gestern gab es aber auch etwas zum ersten Mal: Carsten und ich trafen uns mit einem PĂ€rchen aus dem Bekanntenkreis, um zu viert durch die Dresdner WeihnachtsmĂ€rkte zu bummeln. Angefangen haben wir mit dem mittelalterlichen im Stallhof. Dieses Jahr fand ich ihn eher nĂŒchtern, sein ganzer Zauber der vergangenen Jahre fehlte… Die Ursache dafĂŒr ist klar: der Brand im letzten Jahr. Dieser hat bei vielen HĂ€ndlern die Existenz wenn nicht zerstört, dann zumindest gefĂ€hrdet, die Fassade vom Stallhof hat sehr unter dem Feuer gelitten und seine Pracht ist leider immer noch nicht vollstĂ€ndig hergestellt – als Konsequenz aus dem UnglĂŒck gab es dieses Jahr kaum noch offenes Feuer. In den Jahren davor gab es in dem gesamten Areal kein elektrisches Licht, dafĂŒr aber wesentlich mehr bunte StĂ€nde mit allerlei Waren, welche auf dem Striezelmarkt nicht zu finden sind. Diese AtmosphĂ€re hat einen Besucher regelrecht verzaubert und in eine andere Welt versetzt. Ich fand es schade und hoffe sehr, dass man im nĂ€chsten Jahr wieder einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt besuchen kann, welcher sich besser in die Reihen seiner VorgĂ€nger einfĂŒgt.

Den nĂ€chsten Schwung von Weihnachtsstimmung holten wir uns in der MĂŒnzgasse. Man hatte die Auswahl zwischen Bratwurst, Bratwurst und Bratwurst an den drei StĂ€nden im Umkreis von sagen wir 2 Metern. Zum GlĂŒck gab es auch eine kleine Bude, wo Carsten sich ein SchĂ€lchen Gulaschsuppe kaufen konnte und ich eines mit Erbsensuppe bekam. Wir haben doch extra nichts zu Hause gegessen, um uns auf dem Weihnachtsmarkt den Bauch vollschlagen zu können ;0). Die HĂ€ndler in der MĂŒnzgasse haben sich sehr gut auf die wohl zahlreichen russischsprachigen Besucher eingestellt, denn einige Aufsteller haben die Gerichte (vor allen Dingen die Bratwurst ;0) ) nicht nur in Deutsch und Englisch angepriesen, sondern eben auch in Russisch.

Alle guten Dinge sind, wie man weiß, drei und danach gingen wir zum dritten, wohl weltweit bekanntesten Dresdner Weihnachtsmarkt – dem Striezelmarkt. Hier bin ich auf FlĂŒssignahrung umgestiegen und habe Heidelbeer- und Apfel-Zimt-GlĂŒhweine ausprobiert. Die Heidelbeervariante gefiel mir eindeutig besser :0) .

Leider mussten die Striezelmarktbuden bereits um 21:00 Uhr pĂŒnktlich zumachen, dabei haben wir unsere WeihnachtsmĂ€rkterunde erst ca. 19:00 angefangen. So haben wir nur einen flĂŒchtigen Blick ĂŒber diesjĂ€hrige Auswahl bekommen können.

Unsere Bekannten beschloßen danach noch in die Weiße Gasse (Dresdner Kneipenviertel auf der AltstĂ€dter Seite) zum Italiener zu gehen, wir als Familienemenschen gingen nach Hause zu unseren Kindern.

Carsten und ich waren sehr ĂŒberrascht, dass auf allen drei MĂ€rkten fĂŒr einen Freitagabend sehr wenig Besuch unterwegs war. Ob man auf diesem Wege bereits die Auswirkungen der Finanzkrise zu spĂŒren bekommt?