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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 01.
Jan

Als allererstes möchte ich allen Lesern ein gesundes, glückliches, erfolgreiches und erfreuliches Jahr 2020 wünschen!

Wir haben das neue Jahr bereits in Hamburg begrüßt. Von unserer derzeitigen Übergangswohnung kommt man in etwa 10 Minuten zu Fuß ganz entspannt an die Außenalster. Wir waren dort kurz nach 23 Uhr und hatten einen guten Platz mit Blick auf das gegenüberliegende Ufer ergattert, um das Silvesterfeuerwerk gut sehen zu können. In unserer Nähe hat man sogar (für unsere Ohren) Gute-Laune-Musik laut laufen lassen. Geknallt wurde natürlich auch hier schon lange vor Mitternacht – das scheint irgendwie inzwischen normal zu sein. Das Wetter war wirklich nett zu uns: es hat weder geregnet noch war es zu windig oder zu kalt. Um Mitternacht zündete ich mit Carstens Hilfe meine obligatorischen Wunderkerzen an, wir haben gegenseitig mit Sekt und Wasser angestoßen (ihr dürft nun raten, wer von uns beiden was davon getrunken hat    standard    ) und dem Feuerwerk um uns herum und auch auf der anderen Alsterseite zugesehen.

Das Spiegeln der Funkenbündel im Wasser sah wirklich zauberhaft aus!

Am ersten Tag des neuen Jahrzehnts versackten wir ziemlich unerwartet schon gegen 9 Uhr vor dem Fernseher. Aber der WDR hat eine sehr interessante Reihe über die 90er-Jahre herausgebracht und wir haben uns beim Schauen der Folgen 1990 bis 1995 ausgetauscht, wie wir das eine oder das andere Ereignis damals, als wir uns noch nicht kannten, so empfunden haben. Gegen 12 Uhr frühstückten wir dann auch mal endlich so nebenbei. Da das Wetter hier in Hamburg sonnig und für einen Spaziergang perfekt war, haben wir nach ’95 dem Leben mit der Flimmerkiste ein Ende bereitet und sind im Hellen wieder an die Stelle der Außenalster gegangen, wo wir gestern im Dunklen das neue Jahr begrüßt haben.

Das Wetter lockte jede Menge Mitmenschen aus ihren vier Wänden an die Luft, die Gebäude am gegenüberliegenden Alsterufer wurden anfangs in weichen Nebel eingewickelt und die Strahlen der Wintersonne waren warm und weich – im Endeffekt sind wir fast zwei Stunden unterwegs gewesen:

Es hat einfach Spaß gemacht, am Wasser entlang spazieren zu gehen und den ersten Tag des Jahres zu genießen. Ich bin als eine typische Vertreterin slawischer Kultur etwas abergläubig und habe das alles auf uns bezogen als ein gutes Zeichen für unseren neuen Lebensabschnitt gewertet. Ich hoffe, ich liege damit richtig    zwinker

Aber nun fällt es mir ein, dass ich euch noch ein paar Infos aus der Zeit zwischen dem letzten Eintrag zum Umzugsthema und heute vorenthalten habe.

Wir haben am 22. 12.2019 die Schlüssel für unsere Interimswohnung übergeben bekommen, konnten darin schon unsere ersten 9 Kartons voll mit Büchern zwischenlagern und uns ein wenig mit der Umgebung vertraut gemacht. Den Abend dieses Tages verbrachten wir damit, durch die Weihnachtsmärkte in Hamburger Innenstadt zu schlendern und es uns einfach nur gut gehen zu lassen. Am nächsten Morgen fuhren wir schon wieder die 500 km zurück nach Dresden, denn noch fehlten uns in Hamburg so einige Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs und zum Wohlfühlen, wie z.B. DVD-Player, Teddybären im Bett usw.

Die Weihnachtstage nutzten Carsten und ich überwiegend dazu, mal mit gutem Gewissen nur zu lämpeln (= süßes Nichtstun) und auszuschlafen, aber auch, um weitere Kisten zu packen und einige Vorbereitungen für das kommende Jahr zu treffen. Wir hatten nach unserem sehr turbulenten Dezember in der Tat eine kleine Pause gebraucht – das spürten wir beide ganz deutlich. Daher waren diese Tage für uns ein ersehntes Geschenk und eine gute Zeit, wieder Kraft für die anstehenden Aufgaben zu tanken.

Am 30.12. waren wir dann erneut mit einem vollbeladenen Auto auf der Bahn. Jetzt hat unsere Hamburger Wohnung in einem gewissen Rahmen an Wohlfühlfaktor dazugewonnen und wir haben das Gefühl, immer mehr hier anzukommen:

Wegen der Suche nach einer festen Bleibe gibt es auch eine kleine Hoffnung. Carsten hat vor einigen Tagen wieder die Wohnungsanzeigen im Web durchgesehen und noch eine Wohnung gefunden, die uns von der Beschreibung und den Fotos ganz gut gefiel. Am 30. Dezember hat mein lieber Mann die Maklerin angerufen und unser Interesse an diesem Objekt gezeigt. Überraschenderweise meldete sich die Dame nur ein paar Stunden später zurück und meinte, dass wenn wir spontan sein können, wäre diese Wohnung noch am nächsten Tag um 11:00 Uhr zu besichtigen. Und dank unserer derzeitigen Übergangswohnung in der Hansestadt und somit einem kurzen Weg konnten wir tatsächlich zusagen. Die Besichtigung hat unser Interesse an dieser Wohnung nur noch mehr bestärkt, sodass wir unsere Schufa-Auskunft und ein paar andere Unterlagen daher gleich abgegeben haben. Aber nun müssen wir uns noch etwas gedulden, denn vor Montag ist keiner der Entscheider im Büro. Daumendrücken ist wie immer sehr erwünscht    standard

Mein Mann hat morgen seinen ersten Arbeitstag und ich muss gestehen, dass ich bei ihm fast genau so aufgeregt bin, wie damals bei Einschulung meiner Kinder    standard    aber eine Zuckertüte wird es für ihn nicht geben    standard

Am Wochenende (FR oder SA) geht es erneut auf die Bahn gen Dresden, um weitere Gegenstände aus unserem Hausrat in Kisten zu packen. Diese werden dann zwar noch dort bleiben müssen, denn zunächst darf uns das Gros unserer Kleidung und Schuhe in den hohen Norden begleiten. Unser Lebensmittelpunkt verlagert sich also immer mehr nach Hamburg und in Zukunft werden wir in Dresden sicherlich immer nur noch als „Besucher für kurze Zeit“ auftauchen. Ehrlich gesagt, auch wenn ich diese Tatsache hier aufschreibe, so richtig verinnerlicht habe ich es noch nicht. Aber wie unsere gute Freundin Barbara immer sagt: „budjet“ (es wird schon). Ich werde euch auch im neuen Jahr auf dem Laufenden halten – versprochen!



2019 26.
Dez

Dieses Jahr ist bei uns zu Hause die Weihnachtszeit mit wenig Zaubärhaftem verbunden – statt eines Weihnachtsbaums stehen übärall Kisten und Kartons im Wohnzimmer. Da kommen mir kleinem Heini-Bären viele schönen Erinnerungen an die Weihnachtstage vom letzten Jahr zurück ins Gedächtnis, als ich meine Eltern in die „Stadt die niemals schläft“ begleiten durfte.

Zugegeben, am Anfang habe ich in diesem großen Häuserwald zunächst gar keinen Zaubär von Weihnachten gespürt.

Dann habe ich aber in einem ganz großen Park ein bezaubärndes Mädchen kennengelernt – sie heißt Alice:

Sie sagte mir, dass sie schon selber mal in einem Wunderland war und dass ich in dieser Stadt ganz viele interessante Sachen entdecken kann, wenn ich nur meine Knopfaugen ganz weit offen halte. Ihre Freunde – der Märzhase, die Grinsekatz und ein verrückter Hutmacher – haben das Gleiche bärichtet:

Sie sagten, dass man hier viele schöne, spannende, abär auch vielleicht gruselige Sachen erleben könnte und dass mir die ganze Welt offen steht. Wegen der Welt hatten sie natürlich recht:

Ihr glaubt ja gar nicht, wie viele verschiedene Bären ich in der Stadt gefunden habe!

Die Bären in New York können ganz allein ein Auto fahren. Ich hoffe, dass ich, wenn ich groß bin, das auch mal kann!

Dortige Bären haben abär auch einen Riecher für gemütliches Beisammensein …

Ich hätte nur zu gern an ihre Scheibe geklopft, abär dann wollte ich sie doch lieber nicht stören. Ich habe mir nun von ihrer Gemütlichkeit etwas in meinem Herzen für die weiteren Abenteuer aufbewahrt.

Ich war echt froh, dass Alice mich vorgewarnt hatte, dass es in dieser Stadt auch gruselige Übärraschungen geben kann … diesen Bären fand ich irgendwie schon zum Alpträumen schön!

Bei diesem prähistorischen Schwarzbären hatte ich auch keine Lust auf eine größere Freundschaft und war ziemlich froh, dass er mich nicht entdeckt hat. Er war echt groß und düster!

Zum Glück lernte ich auch ganz viele süße Bären mit coolen Weihnachtsmützen kennen – wir hatten echt viel Spaß zusammen! Ihre gute Laune war sofort ansteckend!

Ich hätte nur zu gern erfahren, welche Teddys in diesen Kartons ihr Zuhause haben. Abär diese waren zugebunden, da kam sogar ich nicht rein.

Ich habe mir dann von einem Autor, der mit Nachnamen Andersen heißt, ein Märchen vorlesen lassen. Dabei habe ich dann auch einen weiteren Zuhörer – ein kleines Entchen, welches nicht sehr hübsch, abär ganz liebenswürdig war – in meiner Nähe entdeckt:

Dieses Märchen habe ich dann zwei Mäuschen weitererzählt, die ich zufällig bei meinen Streifzügen durch die Stadt entdeckt habe, denn sie konnten von allein einfach nicht einschlafen. Irgendwie wurden sie sich nicht einig, ob es in ihrem Zimmer nun warm oder kalt war:

Ich fühlte mich wie zu Hause, denn meinem Bärenpapa ist es auch immer viel zu warm und meine Bärenmama sagt, dass ihr kalt sei. Vielleicht sollte ich es bei den beiden auch mal mit einem schönen Märchen versuchen … bei den Mäuschen hat es schließlich ja ebenfalls wunderbar geklappt!

So viel zu meinen Abenteuern in New York City. Abär es kam bis jetzt noch zu wenig Weihnachtliches in meinem Bäricht vor! Diese Stadt, wenn man die vielen Menschen in ihr nicht zu viel Aufmerksamkeit schenkt, hat das Zeug, einen kleinen Bären ganz schnell in eine traumhafte Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Nehmen wir allein den super-duper-hyper-großen Weihnachtsbaum – sooooo viele bunte Glitzerkugeln!

Solche bunte Kugeln fand so gut wie übärall! Ich finde, meine Nase spiegelt sich darin besonders gut    zwinker

Manche Weihnachtsbäume gab es zum Glück auch in einer für einen Teddy passenderen Größe. Darauf waren nicht nur Nadeln grün …

Übärhaupt gab es an so vielen Orten sehr viel rote und grüne Deko – ein total schöner Kontrast für mein hellbraunes Bärenfell!

Oft hatte ich das Gefühl, dass die ganze Welt um mich herum nur aus Licht und Leuchten bestand – so schön!

Mit dem Zaubärhirsch kam ich sogar ganz schnell mal auf den Nordpol.Wusstet ihr, dass dort Pinguine und Eisbären quasi als Nachbarn leben? Ich habe sogar ein Beweisfoto für die gemacht, die mir das nicht glauben wollen!

Zu einem echten Weihnachtsfest gehörte natürlich ein Treffen mit einem Schneemann. Er war sehr viel kuscheliger als ich es mir vorgestellt habe. Also ist es echt gut, dass wir uns kennengelernt haben, sonst würde ich wohl immer noch denken, dass alle Weihnachtsmänner eiskalt sind!

Wenn ihr denkt, ich habe den Weihnachtsmann nicht gesehen, dann irrt ihr euch!

Und da ich immer meistens ein ganz braver Bärli bin, durfte ich mir auch etwas wünschen. Er hat mir sehr aufmerksam zugehört und versprochen, dass mein Wunsch in Erfüllung gehen wird. Abär ich darf diesen niemanden verraten, sorry!

Ich hoffe, dass ich meinen Weihnachtszaubär, welches seitdem in meinem Herzen lebt, mit euch teilen konnte und wünsche allen meinen Lesern ein schönes, liebevolles, friedliches, kuscheliges und einfach nur bäriges Weihnachtsfest!



2019 09.
Nov

Wenn wir alle ehrlich sind, dann wird mir gewiss jeder zustimmen, dass man nie zu alt zum Spielen ist. Der Spieltrieb ist eine ganz natürliches Verlangen, das sieht man sogar bei unseren vierbeinigen Freunden, denn sie spielen zumindest so ziemlich mit allem. Dabei ist es völlig egal, ob es ein Fundstück vom Strand ist …

… oder etwas, was auch die Menschen zum Spielen benutzen:

Wir haben uns im Laufe der Zeit ganz viele Spielarten ausgedacht. Es gibt Aktivitäten, wo man immer jemanden als Partner braucht:

Manche Spielsachen sind aus hartem Holz geschnitzt:

Ich bin zudem bereit zu wetten, dass in so gut wie jedem Haushalt zumindest ein Plüschtier als Mitbewohner zugegen ist:

Die Auswahl solcher Sofa- und Bettgenossen ist heutzutage wirklich riesengroß!

Wir lieben sie dafür, dass sie uns von Anfang an liebhaben und bei uns bleiben möchten:

Manch ein Teddy muss allerdings etwas länger auf eine „Adoption“ warten:

Sie nehmen es dennoch ganz gelassen in Kauf:

Aber die Welt der Spielsachen besteht nicht nur aus Teddys    zwinker    das Schönste an Spielen mit den dazugehörigen Sachen ist nämlich, dass wir der realen Welt für einige Zeit den Rücken kehren können und uns in einer Phantasiewelt wiederfinden. Welches Mädchen, egal in welchem Alter, träumte nicht  wenigstens einmal davon, eine Prinzessin zu sein und in einem Schloss zu leben?

Die Träume der Jungs drehen sich dann schon eher eher um Pferde – anfangs als Ritter, Cowboy oder Indianer und anschließend konzentrieren sie sich eher auf Pferdestärken:

Das Eintauchen in eine andere Welt wird aber auch oft vom Verkleiden begleitet:

Manche von uns verdienen damit sogar ihren Lebensunterhalt:

Für Spiel und Spaß sorgen zudem zahlreiche Freizeitparks:

Wobei in der Winterzeit eher die Indoor-Attraktionen interessant werden:

Beim Spielen werden alle Register gezogen. Es gibt sowohl für unsere Hände genug zu tun …

… als auch für unsere Füße:

In der moderner Zeit ist die Technik als Spielbegleiter schon lange mit dabei, ob als ein Spielautomat …

… oder als Rechner. Zumindest war das noch so in der Zeit vor den allgegenwärtigen Smartphones:

Das Spielen auf einem Musikinstrument kann übrigens auch sehr lustig sein:

Natürlich darf man bei diesem Thema Puppen nicht vergessen. Diese gehen jetzt mit der Zeit, so dass jedes Kind für sich eine passende Figur finden kann, mit der es sich identifiziert:

Damit man das Leben auch so richtig nachspielen kann, darf bei einem Mädchen natürlich der männliche Puppen-Part nicht fehlen. Ich bin übrigens von seiner Frisur sehr angetan    standard

Beim Spielen mit Puppen oder anderen Figuren, welchen wir dafür auch mal gerne unsere Stimme leihen, vergisst man oft, dass sie ja gar nicht lebendig sind und schon diskutiert man mit ihnen über Benimmregeln:

Wie auch immer es während des Spiels zugeht, im Endeffekt ist es nur wichtig, dass alles mit ganz viel Liebe und auch viel Phantasie geschieht:

Ich könnte zu diesem Thema noch ganz lange philosophieren, aber vielleicht haben auch meine Leser etwas dazu beizutragen? Das würde mich sehr freuen!    standard



2019 03.
Nov

Ich stelle mal wieder mit Schrecken fest, dass ich mich beim Schreiben hier erneut rar gemacht habe. Nun versuche ich euch mal ganz schnell in all das einzuweihen, was Carsten und ich in den letzten Tagen so erleben konnten.

Vor genau zwei Wochen beschlossen wir beide, einen schon etwas länger an unserer Pinnwand hängenden Gutschein einzulösen. Diesen hatte ich schon vor knapp einem Jahr von Lisa und Kathrin als Dankeschön für meine Russisch-Nachhilfe erhalten. Jetzt waren wir reif dafür, mal wieder so richtig schön brunchen zu gehen und da kam uns dieses Geschenk von den beiden Mädels natürlich gerade recht. Wir haben bislang noch nie im Rosengarten gegessen und waren dementsprechend sehr gespannt. Trotz Nieselregens entschieden wir uns vom Apartamento OLCA bis dort zu Fuß zu gehen, denn wir konnten auf der Altstädter Seite gemütlich entlang der Elbe schlendern, einen Blick auf den heute stattfindenden Flohmarkt werfen, musste dann nur noch den Fluß via Albertbrücke überqueren und liefen sogar erst noch durch den für dieses Lokal namensgebenden Rosengarten. Es gab auch noch vereinzelt ein paar Blütenstände …

Die gesamte Umgebung machte selbst bei diesem etwas ungemütlichen Herbstwetter einen sehr netten Eindruck als man auf das Restaurant zuging:

Das Ganze sieht im Sommer bestimmt noch sehr viel besser aus! Nur den Gedanken, eventuell draußen sitzen zu können, haben wir äußerst schnell verworfen:

Im Herbst bleibt man doch lieber in überdachten und beheizten Räumen sitzen, um das melancholisch anmutende Wetter nur durch ein schützendes Fenster zu beobachten. Der Brunch richtete sich ganz nach italienischem Geschmack und auch die Musik, welche im Hintergrund lief, kam aus Italien: Eros Ramazotti schmachtete mehrere Lieder lang aus den Lautsprechern. Wir fanden das Angebot auf dem Buffet sehr ansprechend, das Personal sehr entspannt und hilfsbereit und haben unsere Zeit mit mehrgängigem Herumnaschen zusammen mit Reden über alles mögliche, was uns gerade durch den Kopf ging, sehr genossen.

In die große Uhr über dem Buffet haben wir uns auch verliebt, denn wir beide finden, dass diese auf der Klinkerwand einfach spitzenmäßig aussieht! Würden wir sofort kaufen wollen, aber uns fehlt einfach eine entsprechende Wand dafür …

An dieser Stelle nochmals ein riesengroßes Dankeschön an Kathrin und Lisa – ohne euch hätten wir dieses Kleinod der Dresdner Gastronomie höchstwahrscheinlich nie entdeckt!

Als wir dann mit vollen Bäuchen durch den Rosengarten zurück zur Innenstadt liefen, entdeckten wir durch Zufall noch etwas ganz Besonderes!

Dieser Bär von Rudolf Löhner ist wirklich zum Schreien liebenswürdig!

Wir gingen nach dem Essen übrigens nicht nach Hause, sondern mal wieder zu einer Igeltour. Diesmal war es eine Führung, welche durch die Innenstadt führte und das Thema „Der 9. November – (K)ein deutscher Schicksalstag in Dresden?“ behandelte. Gemeint sind natürlich die Jahre 1918 (Novemberrevolution), 1938 (Brand der Synagoge) und natürlich 1989 (Wende).  Wir konnten mal wieder einiges aus einem anderen Blickwinkel sehen und nun habe ich auch eine genaue Vorstellung darüber, wie die Dresdner Synagoge vor dem Brand aussah und was dabei passierte. Das neu errichtete Nachfolgegebäude fand ich noch nie sonderlich hübsch – es erinnert mich eher an eine Burg mit Schießscharten. Jetzt kenne ich sogar auch das alte Aussehen und finde die neue Version bei weitem nicht so attraktiv wie das ursprüngliche Werk von Gottfried Semper – Architekt der berühmten Semperoper:

Am darauffolgenden Sonntag war das Wetter wesentlich besser und wir folgten nur allzu gern einer Einladung von Kerstin, mit ihr und ein paar ihrer Freunde durch den Rabenauer Grund zu wandern.

Dies war nicht unsere erste Laufrunde in dieser Gegend, denn wir waren schon einmal mit Ines und Torsten dort unterwegs und ein weiteres Mal zu einer geführten Wanderung mit einem Trainer aus dem Fitnessstudios unseres Arbeitgebers. Aber selbst bei diesem dritten Mal entdeckten wir wieder etwas komplett Neues, wie zum Beispiel die Somsdorfer Klamm (steil bergauf) und die Himmelsleiter (steil bergab) … beides war obgleich der vielen Stufen und der rutschigen Blätter definitiv nicht meine Lieblingsabschnitte dieser Ganztagswanderung! Ich liebe eben ein entspanntes Laufen und Umhergucken, doch diese beiden Strecken erforderten jegliche Aufmerksamkeit und große Konzentration von einem. Ansonsten war es ein wunderschöner, sonniger Herbsttag und man hatte viele netten Menschen um sich, mit den man über Gott und die Welt plaudern konnte.

Jetzt, wo wir schon mal im Entdeckermodus waren, trauten wir uns gerne an die nächste neue Erfahrung: Ich war schon mal vor 2 Jahren zu einem Geschäftsessen im vegetarischen Restaurant „brennNessel“ und damals sehr von der gemütlichen Atmosphäre und den leckeren Gerichten angetan. Schon damals konnte ich mit meiner Schwärmerei auch Carstens Neugier wecken, aber als spontaner Besucher hat man so gut wie nie eine Chance, einen Tisch zu bekommen und wir hatten es leider immer wieder verpasst, vorab zu reservieren. Also planten wir unseren Besuch nun sehr zeitig und bekamen auch erfolgreich einen Tisch am Dienstagabend. Der Laden war tatsächlich auch an dem Tag (mitten in der Woche!) rappelvoll! Das Essen schmeckte erneut superlecker. Ich hatte einen Polenta-Spinat-Auflauf und dies war Carstens Spätzle-Lauch-Zucchini-Auflauf mit Brie:

Auch wenn das für die meisten unserer Freunde und Bekannte völlig unglaubwürdig klingt, aber mein Mann fand das vegetarische Essen tatsächlich sehr lecker und hat alles ganz brav aufgegessen! Danach kehrten wir noch bei McDonalds ein … nein, Scherz!    zwinker

Der Abend des darauffolgenden Mittwochs nährte mich mit geistiger Nahrung, denn in der Dresdner Hauptbibliothek wurde das neue Buch der inzwischen sehr angesagten russischen Autorin Gusel Jachina vorgestellt und ich bin Anna sehr dankbar, dass sie an mich gedacht und mich mitgenommen hat. Ich habe mal von einer Freundin ihr erstes Buch als Geschenk bekommen – natürlich in der Originalsprache. Dieses Buch ist inzwischen in 34 Sprachen übersetzt: auf deutsch „Suleika öffnet die Augen“ . Wer ernste Literatur mag und keine Probleme damit hat, sich mit dem traurigen Kapitel der russischen Geschichte zur Zeit Stalins zu befassen, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen! Ich konnte es beim Lesen einfach nicht zur Seite legen! Diesmal wurde ihr neues Buch „Wolgakinder“ vorgestellt. Es geht darin um die Geschichte der deutschen Familien, welche einst einer Einladung Katharina der Großen folgten, sich an der Wolga ansiedelten und nun den Wirrungen und Katastrophen der Zeiten nach der Oktoberrevolution ausgeliefert waren. Leider wurde es vor Ort nur in deutscher Übersetzung verkauft. Zum Glück hat die Autorin auch mitgebrachte Bücher signiert:

Das neue Buch habe ich mir nun in russischer Sprache über einen Online-Buchversand bestellt, es ist gerade geliefert worden. Ich schätze, dass ich für die knapp 490 Seiten auch diesmal nicht zu viel Zeit benötigen werde, weil ich es hintereinander weg lesen will.

Zum Thema Bücher und Neuentdeckungen habe ich noch etwas anderes zu erzählen. Ich stöberte mal wieder dem Bioladen an der UKD und enteckte dabei neben vielen sehr leckeren Sachen auch einen Jahresplaner von Matabooks: diese werden aus Graspapier gefertigt und ich fand sie nicht nur wegen des Materials und der Haptik oder auch weil es ein Unternehmen aus Dresden ist, echt klasse:

Der Jahresplaner mit dem Elefanten auf dem Buchdeckel wurde von Sophie Thiele, der Tochter von ganz lieben Freunden, gestaltet und unsere ganze Familie ist schon seit Jahren ein echter Bewunderer ihres Talents! Wir durften schließlich auch schon ihre großflächigeren Werke bestaunen und haben bei so manchem Besuch auch den Schritt der Entstehung gesehen. Natürlich habe ich gleich zwei Kalender mitgenommen – Weihnachten ist ja schließlich nicht mehr weit und unsere Kinder freuen sich schon    zwinker

Den Reformationstag, welcher mittlerweile gleichzeitig auch als Halloween Einzug in die deutsche Kultur hält, haben Carsten und ich diesmal nicht in den eigenen vier Wänden verbracht und wir konnten somit auch keine Süßigkeiten verteilen. Ich habe aber stilecht das T-Shirt angezogen, welches ich quasi nur einmal im Jahr trage kann:

Damit ging es für uns beide zuerst ins Restaurant „Steak Royal“ , wo der Name natürlich sehr für die vorhandene Essensauswahl steht – Steaks in allen Variationen:

Ich schätze, nach der modernen Kategorisierung von Essgewohnheiten, kann man uns getrost als „Flexitarier“ bezeichnen, denn einen Begriff für die Menschen, welche einfach abwechselnd so ziemlich alles essen, habe ich sonst bislang nicht entdeckt    standard    unsere Steaks (Carsten hatte ein argentinisches Roastbeef mit Fettrand und ich ein argentinisches Rinderhüftsteak) waren übrigens sehr gut, auf den gewünschten Punkt gegart und äußerst lecker!

Nach dem fleischigen Mittagessen gingen wir nach langer Abstinenz mal wieder ins Kino:

Wir haben bis jetzt noch keinen einzigen Terminator-Film verpasst und nun kam eine Woche zuvor Teil Nr. 6 in die deutschen Kinos: „Terminator: Dark Fate“ . Nachdem wir den fünften Film der Reihe etwas verworren und die Story relativ nichtssagend fanden, hatten wir trotz recht guter Bewertungen, z.B. bei N-JOY („Nette Action mit starken weiblichen Hauptrollen. Leider wird das Rollenbild nicht ganz zu Ende gedacht, dafür ist der Film aber wirklich sehr witzig, selbstironisch und echt kurzweilig. 4 von 5 Sterne“) nicht allzu hohe Erwartungen gehabt. Um so größer war die Überraschung über eine frische Geschichte, über die coolen Sprüche, über knallige Actionszenen und über das Wiedersehen mit (einem deutlich gealterten) Arnold Schwarzenegger und (einer noch älter und verbraucht wirkenden) Linda Hamilton. Nicht zuletzt fand speziell ich die starken Rolle der Frauen in einem Film wie diesen einfach großartig – die Männer werden den Film aber auch mögen, da bin ich mir ziemlich sicher. Die ca. 130 Minuten waren viel zu schnell vorbei …

So, nun seid ihr ganz gut über unsere letzten Freizeit- und OLCA-Aktivitäten im Bilde. Ich hoffe, ihr genießt wie wir die vielen schönen Seiten dieses Herbstes!



2019 24.
Sep

Den treuen Lesern meines Blogs ist bestimmt schon eine sehr ausgedehnte Schreibpause aufgefallen. Wer uns aber schon lange kennt, wusste wohl, dass dies auch ein Hinweis auf unseren Jahresurlaub sein könnte. Und so war es auch.

Diesmal zog es Carsten und mich allerdings anders als in den vergangenen paar Jahren nicht in die Wärme und an Sandstrände, denn unser Ziel hieß Kanada. Anfangs hatten wir sogar die Idee, das Land in seiner gesamten Breite innerhalb von vier Wochen, also von der Ostküste an die Westküste, zu erkunden, aber der Blick auf die Karte und ein kurzes Überschlagen der dortigen Entfernungen (über 5000 km) haben uns schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt. So malten wir unsere Route nur auf den südwestlichen Teil des riesigen Landes auf und haben unsere Eckdaten bzw. das Streckendreieck gefunden: Vancouver – Calgary – Jasper – Vancouver = ca. 2500 km

Uns schwebte schon lange vor, mal auszuprobieren, wie es so ist, mit einem Wohnwagen zu reisen und Kanada schien uns eine sehr gute Gegend für eine derartige Erfahrung zu sein. Da man in so einem Wagen auch jede Menge Platz haben kann, luden wir unsere beiden Mädels ein, mitzufahren. Stephanie war sofort dabei, Andrea musste leider ablehnen, da sie zu der Zeit endlich ihre Masterarbeit fertig schreiben wollte (diese hat sie in der Tat am Tag unserer Rückkehr abgegeben) und auch noch eine kleine Reise mit Karl in Aussicht hatte. So wurde es dann eben ein Vater-Mutter-Kind-Urlaub aus (leider) nur drei OLCAs. Ich kann nun sagen, dass das Reisen mit erwachsenen und selbständigen Kindern viel mehr Spaß macht als mit Teenagern    zwinker

Damit wir beim Fahren alle miteinander reden können, haben wir uns für die Variante Truck + Fifth Wheel entschieden. Der Wohnanhänger konnte somit auch immer wieder mal am Stellplatz abgekoppelt werden und man war dann eben nur mit dem Auto unterwegs, was uns viel mehr Flexibilität beim Erkunden verschiedener Ausflugsziele bot. In Deutschland hat ein LKW in der Regel eine max. Länge von 12 m … unser Gespann war insgesamt 14,5 m lang! Ich bin aber auch selber mal ein Stück des Weges gefahren und war überrascht, dass man den Wohnanhänger auch aufgrund des Aufliegers (auf der Ladefläche des Pickups ist eine Sattelkupplungsplatte montiert – also keine Anhängerkupplung, wie bei den hiesigen Varianten) eigentlich nur beim Bremsen, Anfahren und bei Bodenwellen wahrnimmt, denn die Art der Anhängung stabilisiert ungemein und der 355 PS starke Motor des Dodge RAM war stark genug, um auch auf bergigen Straßen ohne Probleme in die Höhe und wieder nach unten zu fahren.

Dieses „Haus auf Rädern“ ermöglichte uns nicht nur eine besonders komfortable Art zu campen, da man darin solche Luxus-Goodies wie vollwertige Dusche, WC, Heizung und auch Küche mit Gasherd hatte, sondern auch die Option, sich in aller Ruhe auch die Gegenden anzusehen, wo eben keine B&B- bzw. Übernachtungsangebote vorhanden sind.

In den vier Wochen sind wir mit unserem Truck sogar insgesamt 5005 km gefahren, obwohl bei der Anmietung eigentlich nur 4000 km veranschlagt wurden – 2500 km Entfernung und 1500 km zum Rumfahren. Aber der Wille, so viel wie möglich zu sehen, und die unendlichen Weiten Kanadas sowie der Rocky Mountains haben letztendlich gesiegt.

Am Icefields Parkway kamen wir z.B. so nah an den Athabasca Gletscher, wie es ohne zusätzliche, kostenpflichtige Tour mit dem Bus oder als eine nicht gerade preiswerte Führung möglich war:

Natürlich haben wir auch jede Menge die für Kanada typischen und überaus beeindruckenden Berge sowie wundervolle Seen gesehen. Der wohl bekannteste See – Lake Louise – hat uns allerdings weniger begeistert als der unbekanntere Lake Morraine. Die Besuchermenge hier war weitaus kleiner und das tief-türkisfarbene Wasser war ein wahrer Augenschmaus!

Den Cobb Lake hatten wir sogar ganz allein für uns, da man erst einmal hinfahren und dann vom Parkplatz auch noch 2,7 km durch einen Wald stapfen muss, um diesen in all seiner Pracht sehen zu können. Die Spiegelung darin war postkartenreif! Die Stille, die lediglich durch das gelegentliche Plätschern beim Herausspringen eines Fisches kurz unterbrochen wurde, war etwas, was man im allgemein bekannten und mitunter sehr hektischen Stadtleben in dieser Intensität gar nicht mehr erlebt. Dieser Weg hat sich für uns auf jeden Fall sehr gelohnt!

Das Gros der Zeit verbrachten wir in der Natur, aber wir besuchten auch zwei Großstädte: Vancouver und Calgary. Die Zeit in Calgary und Umgebung verbrachten wir überwiegend mit Ines und ihrer Familie – sie ist eine deutsche Auswanderin, die wir durch IDA (Interessengemeinschaft deutschsprachiger im Ausland) schon vor 18 Jahren kennenlernen durften:

In Vancouver trafen wir uns an unserem ersten Abend auch mit Keiko … sie lernten Carsten und ich letztes Jahr auf Big Island, Hawaii kennen:

Leider war sie am Ende unserer Reise, wo wir noch vier Tage in Vancouver verbrachten, selber in den Staaten unterwegs – so haben wir uns die Stadt auf eigene Faust erschlossen. Die Gegend um den Stanley Park z.B. erkundeten wir auf Leihfahrrädern. Carsten und ich probierten zum ersten Mal ein Tandem aus … seitdem weiß ich, dass ich das für uns nicht haben möchte, denn derjenige, der hinten sitzt, hat ja am Ende gar keine Befugnisse: keinen nutzbaren Lenker, keine eigene Bremse und in unserem Fall auch so gut wie keine Sicht nach vorne. Ich habe zwar immer volles Vertrauen in meinen Mann, aber ich habe auch gern mein Leben selber im Griff   zwinker

Falls jemand wissen möchte, ob wir auch Bären gesehen haben –> ja, einmal bei voller Fahrt auf dem Highway mit 100 km/h im starken Regen am Waldesrand. Wir konnten mit dem Gespann erst nach 5 km wenden und als wir wieder an der gleichen Stelle waren, war die Bärenmutter mit dem Nachwuchs (Stephanie und ich haben ein Bärenjunges gesehen, Carsten glaubt zwei erkannt zu haben) schon wieder ins Unterholz verschwunden. Dafür haben wir zahlreiche Minibären a.k.a. Eichhörnchen gesehen:

Auch Streifenhörnchen haben sich sehr oft gezeigt und sind ja sooooooo süß!

Naja, immerhin haben diese beiden Spezies ebenfalls ein schönes Fell und sind zudem nicht so gefährlich wie Meister Petz – vor denen wurde am Ende auch nicht so oft gewarnt     zwinker 

Schon seit letzter Woche Mittwoch gehen Carsten und ich wieder arbeiten und versuchen uns in den (vergleichsweise langweiligen) Alltag einzufinden. Eigentlich klappt alles ganz gut, nur unser Wäscheberg, der inzwischen zum Glück nur noch ein Hügel ist, beleidigt ein wenig meine Hausfrauenseele.

Wenn wir unsere knapp 10.000 Bilder gesichtet haben, erzählen wir natürlich etwas ausführlicher über unsere Wege und Erlebnisse aus dem Westen Kanadas. Ich kann außerdem auch schon jetzt und hier verraten, dass es etliche neue Aufnahmen meiner Füße-im-Wasser-Bildersammlung hinzukommen werden. Aber alles nach und nach – ihr dürft also auch weiterhin gespannt bleiben   zwinker



2019 27.
Jul

Ich, Heini, habe jetzt mit Schrecken festgestellt, dass ich schon ganz lange nichts mehr von meinen Erlebnissen bärichtet habe – Vulkanasche auf meinen Bärenkopf!

Ich versuche deshalb jetzt in den nächsten Wochen mal nach und nach von meinen vielen Reisen zu erzählen. Der Wille ist jedenfalls da!     zwinker

Meine Mama hat ja schon geschrieben, dass wir im Februar auf Madeira waren.

Abär sie hat es natürlich nur aus ihrer Sicht bärichtet … jetzt erzähle ich mal selbär, was ich in diesen zwei Wochen auf der Vulkaninsel gemacht habe. Am Anfang dachte ich, dass es ein ruhiger Urlaub wird:

  • ganz gemütlich im Bett auf dem Zimmer ein bisschen Internetten …

  • einen Blick auf die nähere Umgebung werfen …

  • und vielleicht auch mal am Pool abhängen …

Abär es dauerte nur ein paar Tage und schon juckte es mir doch gewaltig in den Tatzen! So ruhig die Zeit zu verbringen kann ich liebär zu Hause, mit meinen Kumpels. In der Ferne lockt eben das Abenteuer und so machte ich mich auf den Weg, um diese auch hautnah zu erleben:

Ich legte mir für mein Vorhaben sogar extra einen echten Wanderstock zu! Der war zwar ein bisschen zu groß, abär im Laufe der Zeit wurde er von steinigen Wegen und unwegsamen Pfaden ganz gut auf meine Größe abgeschliffen:

Unterwegs war es ebenfalls immer sehr spannend und es gab so viel zu entdecken! Ich habe den kleinen Wasserfällen beim Tröpfeln zugeschaut …

… aber auch den großen auf ihren langen Wegen von oben nach unten mit Getöse fallen sehen:

Ich gab meinem Drang, auf Bäume zu klettern, nur zu gern nach:

Abär auch mit den ganz ganz riesigen Stämmen habe ich es aufnehmen wollen, doch da bin ich mit meinen kleinen Tatzen nicht sehr hoch gekommen:

Selbst nicht so hochgewachsenen Pflanzen übärraschten mich mit ihren Ausmaßen:

Die Natur dieser Insel ist so nah beieinander – der Himmel und die Erde!

Auf meinen Entdeckungsreisen schob ich mich immer wieder durch die steinigsten Engpässe …

… suchte nach Geheimgängen zu eventuell unerschöpflichen Honigvorräten …

… und entdeckte mehr oder weniger zufällig, dass das Rutschen auf glatten Blättern einen enormen Spaß macht:

Manche Höhlen, die ich unterwegs gefunden habe, waren so unfassbar groß! So groß, dass ich mich nicht mal hineintraute. Ich hatte schließlich Bedenken, dass ich den Ausgang nicht mehr erreiche – man konnte den vom Eingang aus auch übärhaupt nicht sehen!

Die Bärge um mich herum waren einfach großartig! Diese hügeligen Landschaften könnten einem Heini-Bärchen echt den Atem rauben, wenn ich denn welchen hätte …

Die felsigen Küsten am Rande der Insel mit dem unendlichen Ozean waren auch wunderschön! Man konnte dort ganz lange sitzen und dem Wellenspiel stundenlang zusehen:

Auf meinem Weg begegnete ich auch so manchem Ureinwohnern der Insel – sie waren allerdings nicht sonderlich gesprächig. Nicht schlimm, denn ich Dummerchen hatte sowie so mein Wörterbuch „Bärisch-Portugiesisch / Portugiesisch-Bärisch“ vergessen …

Wenn meine Tatzen vom vielen Laufen zu müde waren, erholte ich mich in einem der vielen weichen und leichten Blumenbetten:

Essen habe ich unterwegs immer problemlos gefunden. Zum Glück sind Bären ja Allesfresser! Manchmal habe ich sogar einen ganzen Kohlkopf auf meinem Speiseplan gehabt:

Der liegt abär ziemlich schwer im Bauch, dagegen war ein Salat vom Feld schon eine wesentlich leichtere Kost:

Rote Beete gab es gelegentlich auch, abär bis man diese aus der Erde herausgezogen hat,  ist man ja schon fast verhungert!

Als süßen Abschluss einer Mahlzeit gab es entweder Orangen, direkt vom Baum …

… oder Bananen, die zwar noch grün aussahen, aber für einen Bärengaumen schon ausreichend Süße besaßen:

Nur Wasser zum Trinken gab es so gut wie gar nicht in der Wildnis zu finden. Manchmal habe ich dann gleich am frühen Morgen einfach ein paar Tröpfchen auf einer Pflanze abgestaubt:

Das war abär immer nur ein Tropfen auf der trockenen Bärenzunge … andere Versuche, an eine trinkbare Flüssigkeit ranzukommen, waren auch nicht immer erfolgreich. Diese Flaschen hier waren alle leer …

… und die Fässer leider auch:

Ich wollte dann eben mal einen Rat von der waldältesten Pflanze holen und kletterte eifrig auf ihren Blättern bis zur Mitte:

Die Farne wollen abär ihr Millionen Jahre altes Übärlebensgeheimnis mit niemanden teilen und schauten lediglich etwas hochnäsig von oben auf mich herab:

Also war ich gerne bäreit, in die Zivilisation zurückzukehren. Als eines der ersten Häuser habe ich gleich eine Gaststätte entdeckt und freute mich schon wie ein Kamel auf eine Oase:

Abär egal, wie stark ich klopfte und auf die Türklinke drückte, die Tür des Restaurants blieb mir verschlossen. Mein Durst, von dieser vergeblichen Hoffnung noch mehr geweckt, war schlimmer als zuvor. In meiner Verzweifelung schaute ich sogar nach, ob ich in der nächstliegenden Levada etwas frisches Wasser bekommen könnte:

Es sah nicht gut für mich aus … außerdem war meine Nase inzwischen schwerer als mein Bauch und ich fiel in den Kanal hinein. Das Klettern auf den rauen, zementierten Wänden war ganz schön kraftraubend:

Hilfe kam buchstäblich in letzter Sekunde:

Die rettende Hand von meinem Papa war gerade rechtzeitig zur Stelle! Ab da war alles wieder gut. Ich musste auch nicht mehr selbär laufen, was ich nach meinen ganzen Abenteuern sehr entspannend fand:

Ich wurde mit einer superleckeren Pastel de Nata und einem stärkenden Kaffee verwöhnt:

Auf unseren weiteren, jetzt wieder gemeinsamen Unternehmungen, ließ ich es mir so richtig gut gehen, denn jetzt war ich wirklich bäreit für den chilligen Teil des Urlaubs:

Bei unseren Ausflügen achteten wir wie immer aufeinander. Hier passe ich auf meinen Papa auf, der da ganz weit oben, auf der absoluten Spitze vom Pico Grande steht:

Meiner Mama mit ihrer Kamera in der Hand entgeht ja ohnehin nichts, zumindest nichts, was sie unbedingt als Foto haben möchte    zwinker

Bei der Rückkehr nach Dresden hatten meine Eltern mehr Abenteuer durchzustehen als ich (Mama hat ja bärichtet), denn ich bin in der glücklichen Lage, bei allen Flügen und An- bzw. Abreisen einfach schlafen zu dürfen.

So viel zu meiner Madeira-Geschichte. Es dauert übrigens gar nicht mehr lange, dann geht es für meine Eltern, mich und Stephanie nach Kanada. Vielleicht kann ich dort mal mit eigenen Knopfaugen die echten (!) und großen Schwarz- oder Grizzlybären aus sicherer Entfernung sehen? Ich gebe mir dann auf jeden Fall ganz ganz viel Mühe, meinen Reisebäricht so schnell wie möglich zu schreiben – Bärenehrenwort!



2019 30.
Jun

Am letzten Juni-Donnerstag dieses Jahres habe ich erneut einen Russisch-Kurs an der VHS zu Ende gebracht. Diesmal war es für meine Teilnehmer besonders spannend: ich habe einen Konversationskurs durchgeführt, bei dem nicht ich als Lehrerin die meiste Zeit reden musste, sondern sie selber. Ich habe allerdings festgestellt, dass es für mich als Kursleiterin ebenfalls eine gehörige Herausforderung war, denn es gibt einfach keine Lehrbücher und auch keine Leitlinien, wie man so einen Kurs gestalten kann. Da gab ich meinem Affen Zucker und erstellte einfach einen eigenen Unterrichtsaufbau und die dazugehörigen Methoden – schließlich hatte ich einst in meinem Studium als Lehrerin für Russische Sprache und Literatur an der Uni Charkow auch solche Fächer wie „Methodik des Unterrichts“. Die Unterrichtsvorbereitungen waren dadurch zwar etwas zeitintensiv, dafür hatte ich aber auch unglaublich viel Freude, wenn ich im Unterricht merkte, dass Leute sich immer mehr trauten, offen zu reden. Nach lediglich 13 Abenden war aus meiner Sicht schon ein sehr großer Fortschritt zu merken!

Aber nun ist bei mir, zumindest vorerst, Schluss mit dem Unterrichten. Zum einen habe ich sowieso wie gewohnt nach einem Semesterende Ferien, aber zum anderen beschloss ich auch nach langem Abwägen und Überlegen, mal auf unbestimmte Zeit eine Pause von meiner Rolle als Kursleiterin einzulegen – zumal sich der Unterricht (zwei Stunden am Donnerstag) und die Vorbereitungen (i.d.R. 2-3 Stunden am Wochenende) ja auch noch zu meiner 40-Stunden-Arbeitswoche addieren. Ich habe für mich diese Entscheidung schon am Anfang des Semesters gefällt und meine VHS-Chefin wusste ebenfalls beizeiten darüber Bescheid. Auch meine Teilnehmer habe ich rechtzeitig informiert, dass es von diesem Kurs (leider) keine Weiterführung geben wird … nicht alle waren glücklich darüber, aber es ist wie es ist.

Seit März 2012, also ganze sieben Jahre lang, habe ich nun parallel zu meiner Vollzeitstelle unterrichtet und es hat mir immer sehr, sehr viel Spaß gemacht. Aber nun merke ich, dass ich inzwischen eine kreative Pause gebrauchen kann. Dazu kommen noch einige andere Veränderungen, z.B. bei meinem Hauptarbeitgeber: meine unmittelbare Chefin wird das Unternehmen am kommenden Freitag für immer verlassen und ab da ihre Zeit als fitte und reiselustige Rentnerin genießen. Ich gönne ihr das von ganzem Herzen … aber weder ich noch andere Kolleginnen und Kollegen der Abteilung wissen derzeit, wie es mit der neuen Leitung weitergehen wird. Wir lassen uns einfach mal überraschen    zwinker

Zurück zu VHS. Ich habe ursprünglich geplant, aufgrund der zum ersten Mal reduzierten Stundenanzahl von 13 Unterrichtseinheiten (normalerweise sind es 14 Abende mit insgesamt 3 x 45 min) bis zur letzten Minute ordentlich zu unterrichten, aber meine Gruppe hat mich überzeugt, dass wir am letzten Unterrichtstag genauso gut einfach nur alle gemütlich beisammen sitzen könnten. Jeder von ihnen und natürlich auch meine Wenigkeit hat etwas zum Buffet beigesteuert und so hatten wir am Ende eine recht gut gedeckte Tafel beisammen:

Auf dem Foto fehlen allerdings noch das Gurkenschaumsüppchen und der Pudding aus weißer Schokolade mit Lavendel – die kamen erst ein wenig später dazu. Wir hatten eine schöne Mischung aus deutschen und russischen Gerichten – Völkerfreundschaft funktioniert beim Essen und Trinken nun immer noch am besten    zwinker

Da ich mich im Unterricht beim Thema „Hobby“ mal verquatscht habe und von meiner Affinität zu Bären berichtete, haben sich die Teilnehmer als Abschlussgeschenk etwas ganz Besonderes ausgedacht:

Ich fand das echt lieb! Ich bin der Meinung, dass dies nun eine wundervolle und sehr persönliche Erinnerung an meine Kursleiterzeit ist! Das Bärchen wurde von der Schwägerin eines Teilnehmers extra für mich erschaffen! Als ich mit Karlchen nach Hause kam, seufzte mein Mann zwar ganz tief, rollte aber nur ganz leicht die Augen, sodass der Kleine auch mit seinem Segen ins Apartamento OLCA einziehen durfte    standard    seinem Teddyblick kann doch einfach keiner widerstehen, oder?    zwinker

Nun beginnt auch für mich (zumindest am Donnerstagabend und am Wochenende) die unbeschwerte Sommerzeit, wobei ich ehrlich gestehen muss, dass es mir immer noch etwas komisch vorkommt, dass ich jetzt keine Unterrichtsvorbereitung mehr machen muss und mich nun jeden Abend mit Freunden und Bekannten verabreden kann. Ich denke aber, daran werde ich mich ganz schnell gewönnen    standard



2019 16.
Jun

Endlich habe ich die Zeit gefunden, meine Quadrologie zu unserem Hawaii-Urlaub im Sommer 2018 abzuschließen – nach den Teilen …

Unser Hawaii-Urlaub Teil 1 von 4

Unser Hawaii-Urlaub Teil 2 von 4

Unser Hawaii-Urlaub – Teil 3 von 4

folgt jetzt Teil 4 – viel Spaß damit.

Maui war also unsere letzte Station bei diesem Inselhopping. Wir empfanden sie nach den bereits gemachten Erfahrungen als touristisch besonders gut erschlossen, dafür aber auch am wenigsten hawaiianisch. Man hat auf der Insel zum Beispiel mehr „Bleichgesichter“ (sogenannte Haoles) wie wir es sind gesehen und nicht wie auf den vorherigen das braungebräunte, runde und strahlende Ureinwohnerlächeln.

Auch auf dieser Insel waren wir sehr viel unterwegs. Dabei ist Maui flächenmäßig lediglich 54 x 42 km groß, aber wir haben es wieder einmal geschafft, innerhalb von acht Tagen insgesamt 1173 km mit unserem Jeep abzufahren.

Unser B&B lag in Kihei (relaiv im Süden), heißt „Sojourn“ und wird ganz liebevoll von Lila und James betrieben.

Beide sind vor Jahren vom Festland hierher gezogen, um vom gut entwickelten Tourismus zu profitieren und sich den Traum von immerwährenden Sommer zu verwirklichen – das ist ihnen gelungen:

Dieses B&B hatte aber eine – besondern für amerikanische Verhältnisse – außergewöhliche Besonderheit, denn im gesamten Haus gab es keinen einzigen Fernseher. Nein, auch nicht auf den Gästezimmern! Dafür hatte man somit mehr als genug Möglichkeiten, immer wieder mit den Gastgebern und auch mit den anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Besonders abends am Pool bzw. auf der Terrasse … vor allem bei den immer wieder atemberaubenden Sonnenuntergängen (s.o.):

Der Frühstückstisch wurde auch hier jedes Mal mit sehr viel Liebe gedeckt und das Essen war auch in diesem Haushalt stets „organic“

Der oben erwähnte Pool stand natürlich auch uns als Gästen zur Verfügung, aber wir haben lediglich nur ein einziges dieses Recht für uns beansprucht …

… denn wir waren nach wie vor viel viel lieber im Ozean baden:

James hat uns zudem seinen Lieblingsschnorchelplatz verraten – der Strand heißt „Secret Beach“ und liegt ganz in der Nähe unseres B&B und des sehr viel mehr bekannten sowie besuchten Poolenalena-Strand. Im Gegensatz dazu hat man am Secret Beach tatsächlich fast kaum Menschen gesehen:

Deshalb wird ein Abschnitt dieses Strandes auch gern von FKK-Anhängern genutzt, was für uns, die im Osten Deutschlands beheimatet sind, natürlich gar kein Problem darstellte. Aber ich muss schon gestehen, das es schon äußerst ein spannendes Bild ist, einem nackten Mann bei seinen Yogaübungen zuzusehen    zwinker

Wir waren hier aber viel mehr im Wasser als am Strand und erlebten dort eine wahre Schildkrötenautobahn:

Die lebenden Panzer schweben nämlich vom Strand aus gesehen immer zwischen zwei ca. 100 m voneinander entfernten Felsformationen von rechts nach links und wieder zurück, wohl um immer mal zwischen den Mahlzeiten ein wenig Bewegung zu haben. Badende und Schnorchelnde haben sie dabei auf dem nur von Sand bedeckten Abschnitt so gut wie gar nicht beachtet:

So viel Ruhe hatte man an den hotelnahen Stränden im Norden der Insel dann nicht mehr, denn es tummelten sich für mein Gefühl einfach viel zu viele Menschen im Wasser. An so einer überfüllten Stelle habe ich mal erfolglos versucht, einer auf mich zusteuernden Schildkröte auszuweichen, denn ich hatte noch die Höhe der Strafe für das Berühren dieser Tiere gut im Kopf – somit schulde ich dem US-Bundesstaat Hawaii jetzt wohl 3000 USD:

Aber unseren vielen Fahrtkilometer haben wir natürlich nicht beim Schnorcheln gesammelt. Auf Maui gibt es eine sehr berühmte, 103 km lange Straße, welche die Städte Kahului und Hana verbindet und den Namen „Road to Hana“ trägt:

Auf dieser Strecke erwarten einen 54 Brücken, 619 Haarnadelkurven und immer wieder jede Menge umwerfende Panoramablicke:

Da das Abfahren inzwischen zu einem „Must-see“ auf der Insel gehört, empfahlen uns Lila und James, die Strecke lieber in umgekehrter Richtung zu fahren, also von Hana nach Kahului und zum Teil auf unbefestigten Straßen. Während also der touri-guide-gesteuerte Normalo morgens im Uhrzeigersinn vom Norden der Insel in den Osten bis Hana und nachmittags dann die gleiche Strecke zurückgefahren ist, starteten wir unsere „Road to Hana“ morgens im Süden und sind immer gegen den Uhrzeigersinn durch Hana bis Kahului und durch die Inselmitte zurück zum B&B gefahren. Damit zuckelten wir eben nicht die ganze Zeit in einer Kolonne mit all den anderen Touristen – das war ein richtig guter Tipp! Wir konnten unterwegs so auch viel ungestörter an vielen Stellen anhalten und uns das eine oder andere genauer ansehen.

Auf dieser Strecke gibt es zum Beispiel auch eine ganz tolle Möglichkeit, in einem Wasserfall zu baden. Man muss zudem nicht so wie wir auf Oahu zuerst viele Kilometer durch den Dschungel laufen, sondern erreicht nach nur ein paar Metern vom Parkplatz plus eine kleine Kletterpartie auf Felsbrocken die Alelele-Falls:

Ein wenig abseits der Hauptstraße gibt es eine kleine Kirche namens „Palapala Hoomau Congregational Church“ , welche 1864 gegründet wurde:

Auf ihrem Friedhof fand der berühmte Pilot Charles Lindbergh, der 1927 im Alleinflug nonstop den Atlantik von New York nach Paris überquerte, seine letzte Ruhe:

Ebenfalls etwas abseits des Hauptwegs liegt der Red Sand Beach. Da wir aber noch einige Kilometer Autofahrt vor uns hatten, entschlossen wir uns kurzerhand nur zu einer Wanderung dorthin und dem obligatorischen Foto für meine „Füße-im-Wasser-Galerie“. Den Fußweg dorthin hat man typisch amerikanisch mit einer Dangerous-Warnung versehen …

… doch für uns, die bereits das Dschungelabenteuer auf Oahu überlebt und viele Wanderungen in der Sächsischen Schweiz hinter uns haben, war es wirklich nur ein 20-minütiger Spaziergang:

Als wir aber an diesem bilderbuchhaften Strand ankamen, bereuten wir zutiefst, dass wir unsere Badesachen im Auto zurückgelassen haben. Carsten war deshalb so lieb und ist freiwillig die gesamte Strecke nochmals zum Wagen gelaufen, um unser Zeug zu holen. Es war wirklich eines der schönsten Badeerlebnisse des Urlaubs!

Draußen tobte zwar das Meer, aber die Wellen wurden durch vorgelagerte Felsen, welche den Bereich bis zum Strand zu einem natürlichen Becken machten, gebrochen – so hatte man ein tolles und mitunter kräftiges Wellenschauspiel vor Augen während man dennoch im erfrischenden und recht ruhigen Wasser lag:

Unsere Road-to-Hana-Fahrt endete schließlich im beschaulichen Städtchen Paia und bevor man zum Stadtzentrum kam, hatte man noch eine gute Möglichkeit, vom Felsen herab zahlreichen Surfern bei ihrem Warten und Wellenreiten zuzusehen:

Hier mal unsere erste große Erkenntnis über das Surfen im Allgemeinen: Um Geduld zu erlernen, muss man einfach mal mit dem Surfen anfangen, denn das Gros der Zeit verbringen die Surfer nur damit, auf die für sie in dem Moment perfekte Welle zu warten – aber es gibt sicherlich sehr viel Unangenehmeres:

An einem anderen Tag entdeckten wir genau an dem Strand einen fast komplett mit großen schwarzen Steinen bedeckten Abschnitt. Und da die Leute diesen mit viel Hingabe fotografierten, kamen auch wir etwas näher heran und dann wussten wir warum: es war gerade eine Ruhestelle von mindestens 40 Schildkröten!

Ja, nicht alles, was hier wie ein Felsen oder nasser Stein aussieht, ist auch einer …

Und es kamen sogar immer mehr an, nur leider hatten sie kaum eine Chance, noch ein gutes und trockenes Plätzchen zu finden. Manche davon ließen sich daraufhin wieder ganz langsam von den Wellen ins Meer hinausziehen:

Nachdem wir alle Brücken passiert und alle Haarnadelkurven auf der „Road to Hana“ mit Bravour gemeistert haben …

… trieb uns der Hunger ins Zentrum von Paia. So landeten wir im „Paia Fish Market“ , was aber anders als der Name suggeriert kein Markt, sondern ein Schnellimbiss. Das Bier dort war sehr erfrischend und das Essen wird erst bei Bestellung zubereitet und ist somit äußerst frisch und auch ganz ganz lecker.

Wo wir mal wieder beim Thema Essen angelangt sind: da dies nun unsere letzte Station auf unserer Hawaii-Reise war, ließen wir uns an einem Abend für ein immer recht schnell ausgebuchtes Luau auf die Warteliste setzen. Ich war etwas besorgt, ob wir am Ende tatsächlich drankommen würden, aber Lila meinte, dass es so gut wie immer klappt und ich vertraute ihren Worten. Eigentlich hatten wir ein solches Festessen im Freien, mit traditionellen Gerichten der Einheimischen und den dazugehörigen Tanzaufführungen schon auf Kauai und auf Big Island ins Auge gefasst, aber es hat sich irgendwie nie ergeben.

An diesem Abend mussten wir also mal unsere, inzwischen fast mit der Haut verschmolzenen Badesachen ablegen und zogen uns nach gefühlten Monaten zum ersten Mal wieder gut bürgerlich an:

Wir trugen sogar unsere „normalen“ Schuhe statt Badelatschen und Sandalen!

Die Veranstaltung fand im Küstenstädtchen Lahaina statt und trägt einen stolzen Namen „Luau Feast At Lele“ … Lele ist der frühere Name von Lahaina. Ich muss sagen, es war ein wirklich luxuriöses Luau – mit einem fabelhaften Sonnenuntergang direkt am Strand …

… mit sehr gutem Essen und feurigen Tänzen von den vier verschiedenen Regionen des Pazifiks: Hawaii, Tahiti, Samoa und Aotearoa (bei uns wohl eher unter dem Namen Neuseeland bekannt).

Erstaunlicherweise waren alle Getränke, auch Spirituosen und alkoholische Cocktails, im Preis inbegriffen und ich habe dabei feststellen müssen, dass man beim Mixen mit dem Alkohol definitiv nicht gegeizt hat.

Übrigens, Lahaina haben wir noch ein weiteres Mal besucht, um am letzten Abend vor der Abreise dort zu essen. Diese kleine Stadt ist zweifelsohne ein sehr gut entwickeltes Touristenzentrum, das hat man sofort an den zahlreichen Läden gesehen, die die Hauptstraße der Stadt säumen und in denen man jede Menge Badesachen und Nippes für zu Hause kaufen konnte. Wir hörten auch diesmal wieder auf die Empfehlung eines Ortskundigen und gönnten uns eine, zugegeben etwas kostenintensive, aber dafür sehr gute Henkersmahlzeit mit Blick auf den Ozean:

Ich habe vorletztes Jahr im Monterey Aquarium (Kalifornien, USA) eine Abalone als ein für mich ganz neues Wesen entdecken dürfen und hier im „Honu“ konnte ich diese Seeschnecke nicht nur meinem Zahn und im Mund fühlen, sondern durfte auch noch die herrliche Perlmuttmuschel behalten. Auf die war ich wirklich sehr scharf, denn ich liebe Perlmutt!

Auf Maui konnten wir allerdings nicht immer ins Wasser springen wie es uns gefiel, denn es gab während unseres Aufenthalts auf der Insel immer wieder mal eine Sturmwarnung auf Carstens Handy:

Der nächste Hurrikan hielt auf die Inseln zu und die Händler der zahlreichen Touri-Shops reagierten sofort: Olivia, so der Name dieses Wirbelsturms, war zwar noch gar nicht angekommen, aber die obligatorischen „I survived“-T-Shirts konnte man bereits kaufen:

Die Sonne ließ uns auf Maui fast nie im Stich, aber in den höheren Lagen der Insel kann das trotzdem auch mal ganz anders aussehen. Im Haleakala-Nationalpark (nebenbei erwähnt der einzige NP auf Hawaii, für den wir Eintritt zahlen mussten) waren wir sehr froh, dass wir unsere Fleecejacken immer griffbereit im Auto platziert hatten!

Nur um diese Anhöhe lag eine dichte Wolkendecke und somit war es dort im Allgemeinen äußerst kühl, feucht und neblig:

Den dort beheimateten Rebhühnern macht das offensichtlich genau so wenig aus wie die Höhe, in welcher sie ganz entspannt herumspazieren:

Auch die seltene, einheimische Pflanze mit dem Namen Silberschwert gedeiht dort prächtig:

Uns war die Luft bzw. der Sauerstoffgehalt in einer Höhe von 3055 m doch etwas zu dünn …

… so habe ich diesen Umstand anfangs ein wenig unterschätzt und bezwang die etwa 40 Treppenstufen zu dieser Anzeige noch im Schweinsgalopp. Aber als ich dann oben ankam, blieb mir nicht nur wie gewohnt ein wenig die Puste weg, sondern komplett. An dem Tag habe ich verstanden, was man meint, wenn man einen Zustand als „atemlos“ beschreibt. Ich hätte nur zu gern Helene Fischer in dieser Höhe gesehen!   zwinker

Der von mir schon erwähnte Hurrikan Olivia schickte wie sein Vorgänger Lane (siehe Teil 2: Kauai) etliche Regenausläufer voraus, was uns zumindest die geplanten Wanderpläne in höheren Lagen zunichte machte:

Das wurde selbst den sonst recht widerstandsfähigen Kühen zu viel und sie suchten noch ein relativ trockenes Plätzchen unter Bäumen:

Zum Glück war der Tag der Abreise in Kihei überall wieder schön sonnig. Wir nutzten die Zeit bis zum Abflug in heimische Gefilde, um nochmals am Secret Beach Schnorcheln zu gehen. Es war ein absolut perfekter Abschluss!

Wir mussten nach vier Wochen allerdings nicht nur von tollen Menschen, traumhaft schönen Stränden, Abenteuern aller Art und im positiven Sinne einprägsamen Erlebnissen Abschied nehmen … Carstens Lieblingsreisesandalen, welche schon das Wasser und die Strände von Bali, Miami und nun auch Hawaii hautnah miterleben durften, quittierten genau am letzten Urlaubstag bzw. sogar in den letzten Stunden vollständig ihren Dienst und durften daher auf Maui bleiben:

Wir dagegen zwangen uns abends im Flughafen von Kahului wieder in unsere langen Jeans und traten die Rückreise nach Dresden an. Aloha, Hawaii! Und Mahalo für diese wunderschöne Zeit!



2019 10.
Mrz

Dieses Jahr wird irgendwie alles etwas später als die Jahre zuvor. Aber so ist das Leben    zwinker    überhaupt haben die Leute früher das Neue Jahr immer erst im Frühling gefeiert. Aber eigentlich ist es egal, welche Ausrede ich mir aussuche, die OLCA-Erinnerungskiste wurde diesmal auch erst im März geleert. So lange mussten die Erinnerungsstücke für das neue Jahr 2019 strategisch in der Wohnung verteilt werden, denn die Kiste war ja noch mit 2018-Derivaten belegt. Aber nun haben Carsten und ich uns beim Herausholen diverser Rechnungen, Fahr- und Eintrittskarten, persönliche Zeilen, Infozettel und Broschüren an die zahlreichen Augenblicke des vergangenen Jahres erinnert … und sie werden alle einen Platz in unserem Gedächtnis sicher haben:

Auch im vergangenen Jahren haben wir wieder einmal zahlreiche neue Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt.

  • Carsten hatte sich im Biergarten so gut mit einer Schweinshaxe angefreundet, dass ihm ein Stück davon im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken blieb. An den Besuch in der Notaufnahme erinnerten uns die entsprechenden Befunde und der Entlassbrief.
  • ein paar Quittungen von Apotheken waren auch da, um mich an meine gelegentliche Erkältungen zu erinnern.
  • Wir sind selber schon einige Male umgezogen und haben auch unseren Kindern dabei geholfen, aber einen Umzug über Landesgrenzen hinweg mussten wir bislang noch nicht gemeinsam durchführen. Jetzt ist Andrea aus unserer Familie die Erste, welche ihren Wohnsitz ins Ausland, genauer gesagt nach Österreich, verlegt hat. Deshalb war im Oktober ein ganzes Wochenende die Fahrten von Dresden über Chemnitz in die Steiermark und wieder zurück nach Dresden notwendig, woran uns Tankquittungen aus Tschechien und Österreich, sowie eine Rechnung aus dem Cafe Styria in Leoben erinnerten.
  • Amira, eine Schülerin aus meiner VHS-Klasse, welche sonst immer mit Druckbuchstaben schreibt, gab sich unglaublich viel Mühe und beschriftete eine kleine Pralinenschachtel in Russisch in Schreibschrift – ich habe mich sehr über diesen Erfolg gefreut!
  • Wir besuchten im Frühling zum ersten Mal den Bärenwald Müritz. Es war wie schon im Bärenpark Worbis einfach toll zu sehen, wie Bären, die sonst bislang kein einfaches Leben hatten, sich jetzt in einem großen Areal bewegen können und einfach mal Bären sein dürfen und keine Belustigung für Besucher von einem Wanderzirkus oder einer Kneipe.
  • Carsten hat zum Geburtstag von Ines und Torsten eine Einladung zum gemeinsamen Bowlen geschenkt bekommen – an dem Tag machte nicht nur das Spielen, sondern auch ein Spaziergang und ein Eis im Freien (wohlgemerkt: im November) ganz viel Spaß.
  • Mit den beiden waren wir im Frühling auch mal in Chemnitz, woran uns die Rechnung vom Meyer’s Diner sowie an das tolle Essen, einen Spaziergang in der Innenstadt sowie im Stadtpark erinnerten.
  • Ein weiterer Tagesausflug mit Ines und Torsten führte nach Prag … die Eintrittskarte für den Turmaufstieg auf den Petrin und diverse Bons erinnerten uns nochmals daran.
  • Im letzten Jahr war ich im Dezember öfter auf den Weihnachtsmärkten der Stadt als die Jahre zuvor: gemeinsam mit Carsten mit Jesus aus Miami / Frankfurt und mit Claudia und Jan aus Uelzen, sowie als reine Mädelsrunde mit Anna, Ines, Manu und Romy. Carsten musste zum Treffen mit Karin und Eberhard trotz der ursprünglichen Planung allein gehen, denn mich haben an dem vereinbarten Tag ein paar fiese Viren vollends ausgeknockt.
  • Mit Claudia aus Uelzen sind wir auch zum ersten Mal auf den Aussichtsturm der Dreikönigskirche hochgestapft. Der Ausblick hat uns allen außerordentlich gut gefallen!
  • Im Februar waren Anna, Julia, Grit und ich auf dem Dresdner Winterzauber, um dort eine Runde Schlittschuh zu laufen und bei nicht nur einem Glühwein ausgiebig zu schnattern – all das haben wir völlig unfallfrei geschafft!
  • An eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz mit Ines, Katrin, Kerstin und Lothar erinnerten die Karten für die Historische Kahnfahrt auf der „Oberen Schleuse“.
  • Mit Kathrin und Axel besuchten wir die Tissauer Wände in Tschechien … auch hier halfen die Eintrittskarten dem Gedächtnis auf die Sprünge.
  • Die Schönheiten der Sächsischen Schweiz führten wir Lisa und Maria beim Wandern mit größtem Vergnügen vor. Ein Mittagessen auf dem Lilienstein in der Felsenbaude gehörte, wie die Rechnung in der Kiste beweist, ebenfalls dazu.
  • Kerstin aus Kaisitz bekam von uns zum Geburtstag einen Gutschein für eine Wanderung, welcher von ihr umgehend eingelöst wurde. Zur Belohnung gab es nach ca. 20 km ein Eis im Cafe Tortuga.
  • Meinen 10er-Gutschein der Salzgrotte habe ich lange genug und über mehrere Jahre ausgedehnt, aber nun waren alle Sitzungen endgültig vorbei. Ab jetzt geht es wieder nur noch auf eigene Rechnung hin    standard
  • Jede Menge Tickets bezeugen, dass wir erneut an einigen Igeltouren teilgenommen haben. Die „Wahr “ und „Falsch“ Karten gehören übrigens auch zu solch einer Igel-Tour … Motto: „Alles Lüge oder was?“
  • Wir gönnten uns auch dieses Jahr etwas Kultur bei diversen Bühnenprogrammen, Konzerten und Lichtspielhäusern. Unsere Kinokarten zeigen allerdings, dass wir in Dresden nur insgesamt zwei Filme im Kino gesehen haben: „Unsere Erde 2“ und „Deadpool 2“ … das dritte Kinoeerlebnis hatten wir für insgesamt 40 Dollar in New York („The Grinch„) in ultragemütlichen, elektronisch verstellbaren Sesseln mit Beinfreiheiten bis zur Fußspitze!
  • Mit Anna besuchte ich die Sonderausstellung „Monster & Mythen“ im Japanischen Palais.
  • Ebenfalls mit Anna war ich im Theaterstück „Azurro – wie zähme ich einen Italiener?“ im Boulevardtheater.
  • Im Boulevardtheater war ich auch mal mit Carsten, um das Programm „Superwomen“ von Gayle Tufts anzusehen. Die Frau macht allerdings nicht nur Comedy, sie kann auch hervorragend singen!
  • Das Programm „Gegendarstellungen“ von Max Uthoff sahen mein Mann und ich im Alten Schlachthof. Wir kennen und lieben diesen Kabarettisten aus der satirischen ZDF-Sendung „Die Anstalt“ … live auf der Bühne ist der Mann eine Wucht!
  • Nicht zu vergessen das großartige Elif-Konzert mit Stephanie und einer Freundin, die gerade in Dresden zu Besuch waren.
  • Arbeitstechnisch besuchte ich Ende des Jahres eine Veranstaltung im Schloß Albrechtsberg, wo ich unter anderem die Veranstalterin der jährlichen Hope-Gala persönlich kennenlernen durfte. Frau Klein ist eine unglaublich charismatische und dennoch sehr zugängliche Persönlichkeit!
  • Natürlich sind wir auch in diesem Jahr viel gereist. Aber eine Reise machte ich sogar ganz ohne meinen Mann. Es ging dienstlich in die Ukraine nach Kiew. Eine entsprechende SIM-Karte für das ukrainische Vodafone-Netz hat mein Mann mir ganz schnell besorgt, denn so konnten wir immer in Kontakt bleiben. Die Zeit nach getaner Arbeit vor Ort wurde unter anderem dafür genutzt, abends mal zu einer „Carmen“-Aufführung zu gehen oder etwas mehr über die ukrainische Geschichte im Freilichtmuseum „Mamayeva Sloboda“ zu erfahren. Meine Chefin, welche ich auf dieser Dienstreise begleitete, war jedenfalls von meiner Heimat sehr angetan!
  • Unseren 12. Hochzeitstag verbrachten wir diesmal in Miami, FL und wir haben uns in diese Stadt regelrecht verliebt! Sie hat Esprit!
  • Im Sommerurlaub haben wir uns einen langersehnten Traum erfüllt und besuchten innerhalb von vier Wochen die vier größten Hawaii-Inseln. Wir haben unwahrscheinlich nette Menschen kennen gelernt, haben an traumhaft schönen Stränden gebadet und geschnorchelt, waren auf dem Gipfel des höchsten Berges im ganzen Pazifikraum (Mauna Kea) und damit am Ende den Sternen sogar so nah wie noch nie zuvor – kurzum es waren unvergessliche Tage!
  • Vor dem großen Sommerurlaub gönnten wir uns einen Tagesausflug zum Partwitzer See-Strand in der Lausitz – Karibikgefühle können doch schon so nah sein    standard
  • In unserer unmittelbaren Nähe entdeckten wir ein schmuckes Kleinod namens Klosterpark Altzella – einfach nur entspannend und bezaubernd!
  • Dass wir wie immer viel auswärts essen waren, weiß sicher jeder, der uns kennt    standard    eine Neuentdeckung in Dresden war für uns das karibische Restaurant „Turtle Bay“ … dort werden wir uns künftig wahrscheinlich immer wieder einmal blicken lassen. Dem Steakhaus „Estancia“ haben wir nach langer Zeit seit dem ersten enttäuschenden Besuch eine zweite Chance gegeben – es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Auch im „Raskolnikoff“ , wo wir uns mit Barbara zum Schwatzen getroffen haben, gab es viele leckere und gesunde Gerichte, vor allem mit Zutaten direkt aus der Region. Aber auch die mittlerweile lieb gewonnenen Lokale wie „Odessa“ , „Dschingiskhan“ , „El Rodizio“ , „Milchmädchen“ , „Ballhaus Watzke“ , „Mama Afrika“ sowie Bäckereien mit Cafe in unserem Umkreis besuchten wir immer wieder mal. Von den unzähligen Freitagabenden beim Dönermann will ich erst gar nicht anfangen …

Ihr dürft mir glauben, es ist nur ein kleiner Auszug der schönen und spannenden Erlebnisse des Jahres 2018. Es sind ja nur die, für welche es in der Kiste nachweislich einen Beleg gab und ich glaube sogar, nicht mehr alle auf dem Foto für den Blog wiedergefunden zu haben und habe sicherlich manches übersehen. Aber am Ende gibt es eben auch kein Kistenfutter für einen Schnatterabend mit guten Freunden, für einen Sonnenuntergang mit dem Mann meiner Träume, für Spaziergänge, für Fototermine oder für einen Spielabend – dafür hat man Tagebücher, Bilder und, wenn die Zeit es zulässt, vielleicht auch mal wieder einen Jahresbericht    zwinker



2018 02.
Dez

In den letzten Tagen und Wochen war ich erneut in so viele Sachen eingebunden, dass ich hiermit eine kleine Verschnaufpause suche, um alles in Ruhe mal Revue passieren zu lassen.

Die Wetterkapriolen mit täglich verändernden Temperaturen haben leider einen sehr schlechten Einfluss auf mein Immunsystem gehabt. Ich musste eine reichliche Woche mit einer Bronchitis leben und eifrig gegen diese mit allen verfügbaren Mitteln wie Schlaf, Kräutertee mit Honig, Inhalieren & Co ankämpfen. Seit geraumer Zeit kann ich aber stolz berichten, dass ich aus diesem Gefecht als stolze Gewinnerin hervorgegangen bin … mehr wird jetzt auch nicht mehr gejammert.

Wie ich schon schrieb,  es war erneut reichlich los in meinem Leben. Neben der Arbeit habe ich nach wie vor donnerstags einige erwachsene und zum Teil schon pensionierte Lernwillige in der VHS vor mir sitzen, die ich in die Geheimnisse der russischen Sprache einweihen darf. Ich bin, wie es sich nun mal für eine vorbildliche Lehrerin gehört, so gut wie immer als erste da und genieße dann noch ein wenig die Ruhe vor dem Sturm    standard

Aber man hat ja zum Glück nicht nur die Arbeit im Kopf, egal wie viel Spaß sie auch macht    zwinker    deshalb ab hier meine kleinen, als Update gedachten Geschichten aus der Freizeit:

Ines und Torsten haben Carsten zum Geburtstag ein gemeinsames Bowling-Event geschenkt – dieses wurde nun im November eingelöst:

Und wie es so ist, in jeder Gruppe muss es einen geben, der konsequent den letzten Platz belegt – ich habe diese Rolle wie so oft beim Bowlen ziemlich schnell an mich gerissen. Doch meinem Spaß mit einer Kugel und 10 Pinnen samt netten Menschen um einen herum tat es dennoch keinen Abbruch:

Zum Glück war Ines punktetechnisch stets ziemlich in meiner Nähe, wenn auch immer recht knapp vor mir. Die Zeit dazwischen konnten wie vier nutzen, um ausgiebig von Angesicht zu Angesicht zu quatschen und hin und wieder wieder einen Ausflug zum mit inbegriffenen Brunchbuffet zu unternehmen. Zudem gaben wir uns stets der ein oder anderen Fotopose oder Blödelei („Strikemaker“ – pah ! Nicht mit mir !!!) hin:

Da der deutsche November in diesem Jahr überraschend warm und sehr häufig sonnig war, konnten wir nach dem Spiel noch locker und vergnügt im Freien spazieren und genossen die kräftigen Herbstfarben:

Zudem war der Tag perfekt für einen Besuch in einem nicht weit entfernten Eiscafé, wo ich zu meinem Eisbecher auch gleich mal meinen ersten Glühwein der Saison bestellte – man muss ja der Jahreszeit dennoch irgendwie Tribut zollen    zwinker

Apropos Wein. Am 20. November verbrachte ich wie so oft, einen Abend in der „veränderbar“ in der Neustadt, um den Geschichten der Phrase4-Autoren zu lauschen. Diesmal habe ich als einzige aus dem gesamten Publikum die gesuchte Phrase in einer der Storys wiedererkannt. Niemand, eigentlich auch ich erst nach einigem Grübeln, haben damit gerechnet, dass die gesuchte Phrase des Abends („nur kurze Sprints“) bereits in der allerersten Geschichte, geschrieben und gelesen von Henning H. Wenzel, vorkommen wird. Deshalb habe ich sogar erst bis zum letzten Wort der Story gewartet und anschließend ganz brav wie in der Schule meine Hand hochgehoben, um zu fragen, ob ich richtig gehört habe. Habe ich in der Tat und somit durfte ich eine der beiden Flaschen mit nach Hause nehmen und mir gleich auch noch eine neue Phrase für das nächste Mal ausdenken:

Mal sehen, wer diese während der Januarlesung aus einer der 8 Kurzgeschichten heraushört    standard

Am Wochenende vor meinem Geburtstag kam Stephanie zu uns zu Besuch. Da man als Student und vor allem nicht für sich allein den Aufwand betreibt, einen Braten zu machen, gab es diesen auf Wunsch einer einzelnen Dame eben am Sonntag bei den Eltern – natürlich mit allem, was dazugehört:

Für das Geburtsgasessen am Montag entschieden wir uns allerdings zur Auswärtsvariante und wir nahmen das AYCE-Rippchen-Angebot im „Rauschenbach Deli“ gern als Anlass, dort (nur) zu dritt anzurauschen:

Eine familiäre Vollzusammenkunft klappt eben nicht immer – vor allem nicht, wenn eines der Kinder aus dem nahen Chemnitz vor Kurzem ins bergige Ausland gezogen ist. Andrea kommt somit erst nächstes Wochenende nach Sachsen und wir werden ein klein wenig nachfeiern.

Mitte Oktober hatte ich ja bereits geschrieben, dass meine Kinder mir ihr Geschenk schon „verraten“ haben. Ich erhielt eine Patenschaft über (m)ein Tief, welches nach mir benannt wurde. Jetzt, zum Geburtstag, bekam ich zusammen mit anderen netten Sachen noch die gesamte Lebensgeschichte dieses Tiefs nachgereicht. Daraus entnehme ich, dass ich mich bei den Briten, Schotten und Norwegern aufrichtig für das Benehmen meines Patenkindes entschuldigen muss, denn dort sorgte das Tief für viel Regen und einen heftigen Sturm, während wir uns in Deutschland zeitgleich der Wärme des Hochs Viktor vergnügen konnten. Wer Interesse hat, kann mich gerne kontaktieren und ich lasse ihm die Biografie per Internet zukommen.

Ja, der 26.11. wurde mal wieder fällig und ich bin somit erneut um ein Jahr älter. Doch ich war wieder sehr gerührt und überrascht, wie viele Menschen an meinen Geburtstag gedacht haben und mir gratulierten. Die Geschenke waren sowohl im übertragenen als auch im direkten Sinne einfach bärig!

Ein ganz herzliches Dankeschön nochmals an alle, die mich in dieser Woche angerufen haben, vorbeigekommen sind, mir ganz klassische Post geschickt haben und natürlich alle Mittel der modernen Kommunikation nutzten, um mir Gesundheit und viel Gutes für das nächste Lebensjahr zu wünschen – ihr seid einfach klasse!

Meine diesjährige Adventszeit begann ein paar Tage vorher mit einem Überraschungspaket aus Österreich – Andrea hat es geschickt:

Der Inhalt sind 24 kleine Pappboxen mit diversen Kleinigkeiten meiner Großen. Ich bin echt gespannt, was sie sich so alles ausgedacht hat. Am ersten Dezember gab es Schokobärchen und einen „Women’s Energy“-Tee. Heute durfte ich eine kleine Aufgabe lösen: etwas Lustiges im Internet oder draußen suchen und das mit meiner Familie teilen. Ich habe mich dafür entschieden:

… das Bild habe ich gestern in der Neustadt gemacht.

Carsten und ich waren Freitag und Samstag viel unterwegs, um Jesus unser schönes Dresden zu zeigen und gleich auch mal über die vielen Weihnachtsmärkte zu tingeln. Diesen Gast aus Miami haben wir im Februar während unseres Urlaubs in Florida über die Couchsurfing-Plattform kennengelernt. Er stammt ursprünglich aus Venezuela und sein Name, welcher in Gegenden mit spanischem Einfluss keinesfalls so exotisch wirkt wie bei uns in Deutschland, wird „Chessuss“ ausgesprochen – wir konnten ihn also sehr unauffällig bei unseren Rundgängen rufen bzw. ansprechen, ohne gleich äußerst ungläubige Blicke auf uns zu ziehen. Derzeit wohnt und arbeitet er in Frankfurt und nutzte somit die Gelegenheit, um einmal nach Dresden zu kommen, sich die Stadt anzusehen und über die diversen Weihnachtsmärkte zu schlendern.

Wer z.B. mal den Zwinger ganz für sich allein, ohne alle anderen Touristen haben möchte, muss wohl an einem Freitagmittag dorthin gehen … idealerweise vielleicht im November    standard

Wir haben an den beiden letzten Tagen den Striezelmarkt, das Stallhöfische Adventsspektakel, den Advent auf den Neumarkt, den Augustusmarkt und den Winterzauber in der Münzgasse besucht, konnten dabei einiges essen und trinken und uns fröhlich in das vorweihnachtliche Gewusel stürzen:

An beiden Abenden rollten wir erst nach 20 Uhr tiefgekühlt, aber durch und durch satt zurück ins Apartamento OLCA, wo dann noch die ein oder andere Kleinigkeit aufgetischt wurde: Cognac und Wodka sowie Christstollen, Obst, Kaviar und Schokolade.

Heute früh (sehr früh: 6:30 Uhr !!!) ist unser Gast aber schon wieder nach Frankfurt zurückgeflogen. Wir gönnen uns dann an diesem Sonntag eine kleine Pause zu Hause und widmen uns eifrig der To-Do-Liste, denn morgen nach der Arbeit treffe ich mich mit ehemaligen Kollegen auf dem Striezelmarkt und Carsten geht am Dienstagabend mit seinen Abteilungskollegen wie jedes Jahr zum Jahresabschlussbowling. Und weitere Weihnachtsmarkttreffen sind in unserem Kalender ebenfalls reichlich vertreten, d.h. auch der Dezember verspricht, sehr ereignisreich zu werden.