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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 23.
Jun

W√§hrend die Welt immer wieder aufs Neue √ľber den Br-Exit diskutiert, trauten wir uns gegen die Str√∂mung zu schwimmen und entschieden uns f√ľr ein Br-Entrance, wenn auch nur f√ľr die L√§nge eines Pfingstwochenendes. Ich war bis jetzt noch nie in Gro√übritannien und Carstens letzter Besuch dort war noch w√§hrend seiner Schulzeit – aus dem Grund war London f√ľr uns beide immer noch bzw. wieder ein quasi unbekanntes Reiseziel    zwinker

Wir hatten einen exakt ausgearbeiteten Tourenplan f√ľr jeden Tag von Freitag bis Montag im Gep√§ck:

Dabei hatten wir gl√ľcklicherweise nicht so viel Gep√§ck dabei. Eigentlich nur das, was Carsten da auf dem Bild tr√§gt plus meine Handtasche.

Weil das Einchecken in unserer Unterkunft erst nachmittags m√∂glich war, fuhren wir im wahrsten Sinne des Wortes mit Sack und Pack hoch oben auf einem Big Bus durch die Stadt und verschafften uns zusammen mit einigen anderen Touristen einen ersten √úberblick √ľber diese Gegend. Ganz nebenbei lernten wir dabei die Besonderheiten des hiesigen Wetter am eigenen Leib kennen, denn erst war es sch√∂n warm und sonnig …

… und nur ein paar Stunden sp√§ter war es ganz andersrum.

Da haben wir dann auch verstanden, warum man bei einer Big Bus-Tour in dieser Stadt nicht die kleinen Wasserflaschen wie in Dubai oder Abu Dhabi in die Hand gedr√ľckt bekommt, sondern ein Regencape    lachen     oder wie wir OLCAs dazu sagen: Wurstpellen. Wie man auf dem Foto sieht, bieten das wohl nicht alle Reiseunternehmen an, denn die Touristen des Nachbarbusses  haben keinen Schutz vor dem pl√∂tzlich eingetretenen Wolkenbruch bekommen    zwinker

An den anderen Tagen unserer Reise lernten wir die Vor- und Nachteile der ber√ľhmten Londoner Tube kennen. Der Vorteil liegt auf der Hand: die Z√ľge sind schnell durch den dichtesten Verkehr und kommen zudem in sehr kurzen Abst√§nden. Nur die Wege bis zu den Z√ľgen beanspruchen etwas Zeit und manchmal auch etwas Kraft    zwinker

Hier ist das blaue Schild wichtig –> 15 Stockwerke unter der Erde = 193 (Wendel-)Treppenstufen … wir sind leider der Menge hinterhergetrottet und haben dabei den Fahrstuhl „verpasst“:

Dank der hervorragenden Verbindungen der Subway konnten wir trotz unserer wenigen Tage in einer solchen Gro√üstadt ganz viele unterschiedliche Ecken besuchen. Nat√ľrlich war ich als gro√üer Sherlock Holmes Fan auch an der ber√ľhmten Adresse 221b Baker Street.

Ich durfte einen Blick in den benachbarten Andenkenladen werfen (Carsten musst wegen des Gep√§cks leider drau√üen bleiben) und wurde dort ganz lieb von dieser jungen und bezaubernden Dame empfangen:

Im Laden selber musste ich mich wirklich ganz stark zusammenrei√üen, um nicht zu laut zu jubeln! Meine Familie wei√ü schon lange, dass es f√ľr mich nur bei s√§mtlichen Verfilmungen eigentlich nur eine einzige „richtige“ Sherlock Holmes-Verk√∂rperung gibt – den aus meiner Kinderzeit, also der aus der sowjetischen Version. Ich wusste, dass die Briten die sowjetische Verk√∂rperung dieses genialen Detektivs durch den Schauspieler Vassily Livanov sehr zu sch√§tzen wissen, aber doch tats√§chlich einen Beweis daf√ľr direkt vor Ort zu finden, hat mich doch sehr gefreut    standard

Apropos B√ľcher- und Filmhelden. Nat√ľrlich musste ich auch diesen Bahnhof (ganz in der N√§he) unbedingt besuchen:

Ich wurde dort auf den B√§ren bezogen sehr schnell f√ľndig und das sogar zweifach:

Ich glaube, man kann mir ansehen, dass ich sehr, sehr gl√ľcklich dar√ľber bin    verliebt

Mit „Paddington“ verbinde ich aber noch eine weitere Geschichte und zwar von ihr geschrieben:

Aber zur√ľck zu den guten Verbindungen der Londoner U-Bahn und wo sie uns ab dem zweiten Tag alles hingebracht hat. Zum London Eye h√§tten wir eigentlich gar nicht hinfahren m√ľssen, denn wir konnten das Riesenrad gef√ľhlt schon fast von unserem Hotel aus sehen. Aber das t√§uschte, denn im Zentrum lie√ü es sich so gut wie immer entdecken, so gro√ü ist das.

Aber ohne U-Bahn zur gr√∂√üten hinduistischen Tempelanlage au√üerhalb von Indien zu kommen w√§re sonst √§u√üerst schwierig geworden. Der Zug verlie√ü sogar f√ľr die letzten paar Stationen den Untergrund und fuhr oberirdisch weiter – so weit drau√üen liegt er. Und dann mussten wir noch eine gute Meile (ca. 1,6 km) von der Haltestelle durch die Stra√üen am Stadtrand laufen, wo man aber auch au√üergew√∂hnliche Einblicke in das britische Alltagsleben mitbekam: dieser Pohl in der Mitte versorgt sternf√∂rmig (gef√ľhlt) alle H√§user dieser Stra√üenseite und die der gegen√ľberliegenden mit Telefonstrippen …

… und da wir am Ende so lange laufen mussten, f√ľrchteten wir schon fast, dass wir irgendwo vom richtigen Weg abgekommen waren. Aber dann haben wir einen hellen Streifen die wei√üen T√ľrmchen am Horizont entdecken k√∂nnen.

Die Anlage selber ist in der Tat enorm! BTW: Das ist nur ein Teil des Ganzen.

Es gibt keine Bilder von innen, weil die Sicherheitskontrolle fast schon strenger als auf einem Flughafen war. S√§mtliches Gep√§ck, alle Rucks√§cke und Taschen sowie die Fotoausr√ľstungen mussten zu Aufbewahrungsf√§chern gebracht werden. Daher m√ľsst ihr es mir einfach glauben: der Abstecher ist auf jeden Fall sehr sehenswert! Wir durften sogar einer 30 min√ľtigen Reinigungszeremonie zu Ehren des Gr√ľnders beiwohnen … nur Carsten bekam eigens f√ľr die heiligen Hallen und Zeremonien einen Klettverschlu√üsarong √ľber seine kurzen Jeanshosen.

Nat√ľrlich war auch der Buckingham Palast absolut sehenswert. Hier begn√ľgten wir uns nur mit der Au√üenansicht, daf√ľr aber mit einer gerade stattfindenden, historischen Reiterparade samt Kanonenzug.

Dies ist definitiv meine absolute Lieblingsaussicht im St. James Park, wenn nicht sogar in ganz London. Diese T√ľrme in der Ferne sehen wie eine unbekannte und geheimnisvolle Stadt am Ende einer langen Reise aus    *schw√§rm*

Aus der N√§he hat diese Skyline aber leider ihren Reiz g√§nzlich verloren …

Und ja, ich habe immer wieder mal einen Ruheplatz zum Sitzen gefunden, weil wir nat√ľrlich sehr viel zu Fu√ü gelaufen sind und ich trotz der guten Laufschuhe ab und an ganz sch√∂n pflasterm√ľde wurde. Da hielt ich nach jedem Pl√§tzchen zum Ausruhen Ausschau    standard

In solchen Schuhen – auch wenn da zuckers√ľ√üe Teddys drangeheftet sind – w√ľrde ich garantiert nicht mal eine Stunde aushalten k√∂nnen    standard    bei mir reichen eben nicht mal B√§ren als Motivation f√ľr solche Abs√§tze    lachen

Mit meinen Laufschuhen konnte ich daf√ľr sehr lange unterwegs sein, da hat die Kraft sogar f√ľr ein paar Aufnahmen im Stehen ausgereicht    zwinker

Manchmal allerdings auch mit Anlehnen    zwinker

Und was w√§re London ohne seine ber√ľhmten Br√ľcken! Wir konnten sogar einen seltenen Moment erhaschen, als die Tower Bridge sich ge√∂ffnet hat, um ein Segelschiff durchzulassen.

√úber die Millennium-Bridge konnten wir ebenfalls ohne Probleme laufen, dabei wurde sie doch im Harry-Potter-Film „HP und der Halbblutprinz“ eigentlich komplett zerst√∂rt.

Es gab aber leider auch Orte, wo man an der Menschlichkeit der Menschen zu zweifeln beginnt … auf der Westminster Bridge lagen noch frische Blumen an der Stelle, wo im M√§rz diesen Jahres ein Terroranschlag stattgefunden hat und Leute gestorben sind.

Noch erschreckender wurde es, als wir Sonntagfr√ľh beim Nachrichten schauen erfahren haben, dass diesmal auf der London Bridge ungef√§hr das gleiche Ungl√ľck nochmals passiert ist! In beiden F√§llen ist ein Auto dazu genutzt worden, in eine Menschenmenge zu fahren und f√ľr Tod und Verletzungen zu gebrauchen. 

Erinnert ihr euch an den Tourenplan ganz am Anfang dieses Beitrags? Wenn Carsten meinen W√ľnschen nachgegeben h√§tte und nicht auf seinen Plan bestanden h√§tte, dann w√§ren wir vielleicht mitten in diese Grausamkeit geraten. Ich wollte n√§mlich gern die Tagesplanung von Samstag und Sonntag tauschen und somit den Samstagabend im Borough Markt ausklingen lassen. Blo√ü gut, dass mein Mann sich immer etwas bei seinen Pl√§ne denkt (hier spielten Laden√∂ffnungszeiten mit hinein) und wir deshalb von der Ungl√ľcksstelle relativ entfernt waren, obwohl wir zu der Anschlagszeit gerade von der Tagestour zur√ľck kamen und nur ein paar Stra√üen entfernt waren, da unser Hotel ca. 10 min Fu√üweg weit weg davon liegt! Beim Einschlafen (gegen 23:00 Uhr) konnten wir uns noch nicht erkl√§ren, warum so viele Sirenen heulten und Hubschrauber √ľber unsere K√∂pfen kreisten.

Nat√ľrlich waren am Sonntag jede Menge Reporter in der Stadt unterwegs:

Zum Gl√ľck lie√ü sich die Stadt trotz der bedr√ľckten Stimmung nicht ihre Lebensfreude nehmen. So konnten wir doch noch unsere letzten zwei Tagestouren fortsetzen und unter anderem das quirlige Leben auf dem (Tr√∂del-)Markt beobachten, welcher Carsten bereits zu seiner Jugendzeit besonders in Erinnerung blieb. Auch wenn es jetzt noch kommerzialisierter geworden ist (aus dem Tr√∂del wurde u.a. Tinnef, Kitsch & Tand), hat er dennoch seinen Charme und Reiz behalten, auch wenn diese Au√üenansicht das nicht ganz wiedergeben kann. In den alten Stallungen streiften wir durch die engen und verwinkelten G√§sschen und verga√üen dabei sogar Fotos zu machen …

Da wir diese Skulptur bei unserer Stadtrundfahrt gef√ľhlt mindesten 20 mal gesehen haben, war es nat√ľrlich ein Muss, sie nun ebenfalls einmal zu Fu√ü zu besuchen – vor allem die Gr√∂√üe ist sehr imposant!

Ihr k√∂nnt uns getrost glauben, dass dieser inzwischen ganz sch√∂n lang gewordener Blogeintrag eigentlich nur einen Bruchteil unserer Erlebnisse und insbesondere unserer Bilder beinhaltet    lachen

Mein Fazit: Ich habe die dicken L√∂wenk√∂pfe …

… die doch recht furchteinfl√∂ssenden Drachen …

… die lange Geschichte dieser Stadt …

… die architektonischen Kontraste …

… und nat√ľrlich die immer sehr netten und liebensw√ľrdigen Londoner, die wirklich verstehen, das Leben zu geniessen, …

…sehr in mein Herz geschlossen. Ich hoffe nun inst√§ndig, dass diese Stadt endlich mal zu Ruhe kommt und von weiteren Ungl√ľcksf√§llen (zu Pfingsten der Terroranschlag und letzte Woche der schreckliche Hochhausbrand) verschont bleibt. Denn sie hat nicht umsonst eine derartige Skulptur stehen:

Das scheint jedenfalls das Lebensmotto der Einwohner und Touristen zu sein: MEGA-THUMB-UP!



2017 05.
Mrz

In der vergangenen Woche haben wir uns vom Winter verabschiedet und den Fr√ľhling begr√ľ√üt. Zumindest hat das schon mal kalendarisch betrachtet gut funktioniert. Das Wetter spielte in den Tagen allerdings wirklich verr√ľckt! Da hatte man tats√§chlich das Gef√ľhl, dass der Winter √ľberhaupt nicht daran denken mag, dass er gehen soll, der Fr√ľhling aber mit aller Kraft versuchte, ihn von seiner Position wegzuschubsen. Ein Umschwung von strahlendblauem Himmel zu starkem Wind mit Schneeregen und zur√ľck passierte mehrmals t√§glich innerhalb von Minuten! Aber es hat uns dennoch nicht davon abgehalten, in den letzten sieben Tagen erneut ganz viel Sch√∂nes und Interessantes zu erleben    standard

Zwei Abende in dieser Woche verbrachten wir zusammen mit Ines und Torsten, denn wir wagen dieses Jahr im Sommer ein gemeinsames Urlaubsabenteuer und das erfordert noch einiges an vorheriger Planung.  So wie es bis jetzt aussieht, werden das ganz gewiss sehr superinteressante und lustige Tage werden! Au√üerdem haben wir zwei M√§dels ausgesprochen viel Gl√ľck, dass unsere beiden M√§nner viel Spa√ü beim Planen haben – sprich: verschiedene Angebote einholen, Preise und Beschreibungen vergleichen und sich einfach darum k√ľmmern, dass es eine im positiven Sinne unvergessliche Reise wird.

Mittwochabend geh√∂rte bei uns ganz klar der Kultur. So uneigenn√ľtzig wie wir nun mal sind    lachen     haben wir Anna zum Geburtstag im Juni eine Karte f√ľr eine Lesung von Wladimir Kaminer im Dresdner Boulevardtheater geschenkt und uns beide gab es dann als Begleitung und Bonus gleich noch mit dazu    zwinker

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Vor der Veranstaltung kehrten wir noch f√ľr ein Abendessen bei Shou Sushi ein. Von dort rollten wir nach einer knappen Stunde mit vollen B√§uchen zur Lesung. Das Wetter war uns hold und so sind wir trockenen Fu√ües und mit einem viertelst√ľndigen Verdauungsspaziergang an unserem Ziel angekommen und erst dann go√ü es erneut in Str√∂men auf die Stra√üen der Stadt herunter. Den Rest des Abends haben wir uns von Herrn Kaminer seine bereits ver√∂ffentlichten und auch nigelnagelneuen Geschichten vorlesen und erz√§hlen lassen    standard    wir lachten wirklich Tr√§nen in Minutentakt! Ich finde, er wird mit jedem neuen Buch besser    verliebt    und mal Hand aufs Herz, sieht er nicht liebensw√ľrdig aus?

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Am Donnerstagabend hatte ich daf√ľr meinen eigenen „B√ľhnenauftritt“, denn ich stand erneut vor meinen Sch√ľlern und f√ľhrte sie gekonnt in weitere Geheimnisse der russischen Sprache im Rahmen eines VHS-Kurses ein. Eigentlich ist das ja schon wieder mal ein Folgeunterricht zu meinem vorherigen Erstsemsterkurs und in der Regel bleibt in etwa nur maximal die H√§lfte der urspr√ľnglichen Gruppe bei einem solch weiteren Halbjahr dabei. Diesmal f√ľhlte ich mich aber enorm geschmeichelt, denn im letzten Semester hatte ich 14 Teilnehmer und nun habe ich insgesamt 12 auf der Anwesenheitsliste stehen, wovon aber nur zwei Namen neu hinzukamen, weil die √ľbrigen Sch√ľler „Wiederholungst√§ter“ sind. Das verleiht mir viel mehr Fl√ľgel als jegliche Dosis Red Bull    zwinker

Damit auch ich mich als Lehrerin weiter entwickeln kann und nicht selbst auf der Stelle trete, wandelte ich bei meinem Hauptarbeitgeber f√ľr den Freitagnachmittag meine √úberstunden zu Freizeit um, damit ich an der VHS-Weiterbildung „Wie lernt man eigentlich fremde Sprachen? Erkundungen zwischen Neurowissenschaften, Lehrwerk und Unterricht“ von Barbara Biechele teilnehmen konnte. Die Zeit war eigentlich viel zu kurz f√ľr ein derart umfangreiches Thema, aber dennoch habe ich f√ľr mich einige neue Erkenntnisse mitgenommen und dazu noch einige Best√§tigungen daf√ľr, dass meine Art zu unterrichten gar nicht so schlecht zu sein scheint    standard
Auf jeden Fall bin ich jetzt noch um ein paar Ideen reicher, wie ich meinen Unterricht noch interessanter und praxisorientierter gestalten kann. Au√üerdem habe ich dort meine ehemalige Hebr√§isch-Lehrerin Margarete getroffen und nat√ľrlich haben wir uns in der Pause und auch nach dem Vortragende rege ausgetauscht, was es denn so in unseren Leben an Neuem gibt    standard

Jetzt (Sonntagnachmittag) warten Carsten und ich im Grunde genommen nur noch darauf, dass Stephanie heute Abend bei uns eintrudelt und sich f√ľr die n√§chsten 3-4 Tag einquartiert … morgen kommt sogar noch Andrea dazu. Dann ist unser Familien-Gl√ľckskleeblatt f√ľr einige Tage wieder vereint    standard

Es bleibt also auch in den kommenden Tagen alles sch√∂n positiv (&) spannend    zwinker



2017 26.
Feb

Dieses Jahr haben wir uns relativ sp√§t um unsere Hochzeitstagreise gek√ľmmert, aber wenigstens das Ziel stand bereits seit geraumer Zeit fest. Nachdem wir im Fernsehen mal einen Beitrag √ľber Sand bzw. darin auch von Sanddieben auf den Kapverden sahen (es wird ab 2:10 Minute f√ľr diesen Blogeintrag relevant), wollten wir auf diese Inseln im Atlantik fliegen, bevor die gesamten sch√∂nen Sandstr√§nde dort zur Geschichte werden. In unserem Reiseb√ľro konnten wir uns zwischen den Inseln Sal und Boa Vista entscheiden, die anderen acht Eilands dieser Inselgruppe vor der Westk√ľste Afrikas werden noch nicht wirklich als Touristenziele angeboten. Wir entschieden uns f√ľr Boa Vista und haben es echt nicht bereut    lachen

Bereits nach der Landung unserer Boing 737 hatten wir unsere erste √úberraschung –> der Flughafen auf dieser Insel hat kein Dach! Damit wurde uns schlagartig klar, hier erwartet man keinen anhaltenden Regen, wie es derzeit bei uns Deutschland √ľblich ist.

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Nebenbei erw√§hnt hat dieser internationale (!) Flughafen auch kein Radar … es wird nur auf Sicht geflogen und gelandet bzw. gestartet!!! Keine Sicht, z.B. durch einen Sandsturm, dann eben auch kein Flughafenbetrieb – so einfach ist das. No Stre√ü …

Unsere Hotelanlage Rui Karamboa gl√§nzte wetterbedingt ebenfalls mit vielen offenen R√§umen und √úberg√§ngen. Die wei√üen Geb√§ude hinter meinem Mann sind keine Stadt, es geh√∂rt alles zu unserem Hotel (sichtbar ist hier ca. 1/4).

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Wie man sehen kann, geh√∂rt dieser Strand quasi dazu. Er war zu unserem gro√üen Gl√ľck  immer noch mit ganz ganz viel Sand gef√ľllt    zwinker

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√úbrigens, Carsten hat die Akazien√§ste auf dem vorletzten Foto nicht einfach so angesehen – wir haben dort ziemlich gro√üe Heuschrecken mit ca. 10-15 cm entdeckt. Gl√ľcklicherweise hatten sie mehr Angst vor uns als wir vor ihnen und so flogen sie im Schwarm immer ganz schnell weg, sobald wir uns den B√ľschen n√§herten.

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Die Hotelausstattung fanden wir √ľbrigens ganz gro√üe Klasse … mitten im Februar schmeckt so ein Drink am Pool und in der Sonne gleich doppelt gut    zwinker

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Im gleichen Pool haben Carsten und ich dann an unserem Hochzeitstag eine Tauchschnupperstunde genommen. Der junge Mann rechts im Bild hat uns in die Geheimnisse des Tauchens angewiesen und hei√üt √ľbrigens Platini    standard

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Ich habe festgestellt, dass eine Taucherausstattung auf dem Kopf optimal die F√§ltchen in meinem Gesicht verschwinden l√§sst    zwinker

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An unserem 11. Hochzeitstag war auch das Bett besonders liebevoll dekoriert:

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Zur Feier des Tages gönnten wir uns ein Abendessen im afrikanischen Spezialitätenrestaurant des Hotels und es gab eine viel zu große Auswahl:

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So haben wir uns vom Buffet wieder von jedem ein bisschen auf den Teller gepackt:

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Die Schildkr√∂tenbr√∂tchen (oben mittig auf meinem Teller) hat man mit so viel Liebe und so kunstvoll gebacken, dass ich mir fast wie eine M√∂rderin vorkam, als ich die Beinchen und den Kopf abgerissen habe, um diese als erstes zu essen    erroeten

Aber wir haben nat√ľrlich nicht nur gefeiert, gefaulenzt und gegessen, sondern uns auch andere Ecken und Gegenden der Insel von Birte, einer wirklich erstklassigen Reiseleiterin von Boa Vista Tours, zeigen lassen. Unter anderem haben wir die Reste des Schiffswracks Cabo Santa Maria gesehen. Auf den Bildern im Internet, welche wir uns vorher angeschaut haben, war noch wesentlich mehr an dem gestrandeten Schiff dran, aber es war auch f√ľr uns noch ausreichend zum Angucken da    zwinker

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Da merkt man wieder, was Salzwasser zusammen mit Wind anrichten kann. Diesen Gedanken hatten wir auch beim Besuch des Farols auf der Ostseite der ca. 30×30 km gro√üen Insel. Dieser Leuchtturm ist allerdings nicht mehr in Betrieb.

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Auf eigene Verantwortung konnte man hineingehen und nach oben klettern. Die Leitern sind noch ziemlich stabil und der Blick von oben war eine solche Kletterei auf jeden Fall wert. Hier mal ein Ausblick zum Strand:

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Und hier von der k√ľstenabgewandten Seite. Man kann unsere Pick-Ups (rot & blau) sehen. Ansonsten erinnerten uns diese Weite und diese Farben sehr an Australien.

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So klein diese Insel auch ist, es dauert immer eine Weile, bis man von A nach B kommt. Solche Pick-Ups, √ľberwiegend das unverw√ľstliche Model Hilux von Toyota, sind schon eine sehr praktisches Gef√§hrt, denn einen √∂ffentlichen Nahverkehr gibt es auf der Insel nicht und Zweir√§der, egal ob mit oder ohne Motor, machen bei den dortigen Buckelpisten (es gibt auf der gesamten Insel nur drei kleine Abschnitte mit geteerter Stra√üe) keinen Sinn. Daf√ľr k√∂nnen die Transportmittel auch sehr oft ziemlich traditionell sein:

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Carsten und ich f√ľhlten uns auf der Au√üensitzfl√§che der Pick-Ups richtig wohl, allerdings waren wir nach jedem Ausflug v√∂llig verstaubt und hatten richtig stumpfe, glanzlose Haare. Das waren aber Kleinigkeiten im Vergleich zum gebotenen Fahrspa√ü!

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Wir hatten insgesamt jede Menge Spa√ü! Sowohl beim beim Springen von den feinen Sandd√ľnen der W√ľste von Viana …

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… als auch beim Baden am karibisch anmutenden Santa Monica-Strand …

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… als auch beim Sammeln von Fechterschneckenh√§uschen am Strand bei Porto Ferreira …

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… als auch beim Sandboarden …

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… als auch beim schlichten Sitzen am Strand im Sand unter einer Palme.

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Es war zweifelsohne eine sch√∂ne und bunte Woche. Ich f√ľr meinen Teil habe mich besonders an den kr√§ftigen Farben des Himmels und des Ozeans erfreut – es war ein wahrer Augenschmaus nach den „50 Shades of Grey“ eines deutschen Winters    lachen    ich hoffe ihr gebt mir sp√§testens nach diesem Bild vom Santa Monica-Beach recht    zwinker 

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Jedenfalls scheint es so zu sein, dass auf Boa Vista der Sandklau vorerst noch kein Thema ist. Im Gegenteil, hier wird auf die Str√§nde sehr gut aufgepasst, denn demn√§chst werden mindestens f√ľnf weitere Hotelkomplexe auf dieser Insel verteilt gebaut. Es wird bestimmt sehr positiv f√ľr die Einheimischen sein, denn Hotels bringen eben auch viele Arbeitspl√§tze mit sich. Aber ich bin doch sehr froh, dass wir die Boa Vista noch in ihrer mehr oder weniger urspr√ľnglichen Gestalt kennenlernen durften. Dazu konnte ich meine versch√ľtteten Portugiesisch-Kenntnisse wieder ausbuddeln und anwenden. Wir haben wieder sehr nette Menschen getroffen und ihnen ein Pl√§tzchen in unserem Herzen und auf unserer Wall of Visitors reserviert. Auch die Fotogalerie √ľber meine 4. Obsession wurde mit mehreren Bildern aufgef√ľllt – ich w√ľnsche euch viel Spa√ü beim St√∂bern und Entdecken    standard



2017 29.
Jan

Ich habe meine Jahreskiste schon vor einigen Tagen zusammen mit meinem Mann geleert. Auch diesmal platzte sie buchst√§blich aus allen N√§hten, denn sie hatte erneut unfassbar viele sch√∂ne Erinnerungen zusammen zu halten. Nun genie√üt sie es vorerst wieder, lediglich ein paar Zettel im Inneren zu haben und deshalb auch mit einem geschlossenen Deckel zu sein    zwinker

Und beim Durchsehen haben wir unseren ersten R√ľckblick auf das vergangenen Jahr 2016 geworfen. Prinzipiell l√§sst sich behaupten, dass wir einiges an Zeit f√ľr Kultur, Bildung, Reisen und wie immer f√ľr Essen investiert haben    lachen

Erinnerungskiste-2016

Zum Thema Kultur:

  • Wir haben uns ein paar mehr Veranstaltungen als sonst in der Com√∂die Dresden geg√∂nnt. Das St√ľck „Ganz gro√ües Kino“ , bei welchen auch die Musikgruppe Firebirds eine gro√üe, gar tragende Rolle gespielt hat, gefiel uns ausgesprochen gut … machte es doch richtig gute Laune. Sehr herzlich gelacht haben wir beim Gastspiel von Gerburg Jahnke und ihrem Programm „Frau Jahnke hat eingeladen, mal gucken wer kommt“ –> gekommen sind Frieda Braun, Sarah Bosetti, Barbara Kuster und Katie Freudenschuss – alle sind sehr zu empfehlen!
  • Ich habe mit Ines, Torsten und Manu „eine Nacht im Russenpuff“ verbracht. Das dazugeh√∂rige Programm „Schwarze Augen“ mit Tom Pauls, Detlef Rothe und Katrin Weber ist echt grandios! Obwohl urspr√ľnglich die Intention war, Tom Pauls auf der B√ľhne zu sehen, war ich vom Auftritt der Katrin Weber wesentlich mehr beeindruckt – die Frau ist unglaublich wandlungsf√§hig!
  • Im „Theaterhaus Rudi“ schaute ich mit einigen Freunden und wissbegierigen Teilnehmern meines VHS-Russischkurses das St√ľck von Nikolai Gogol „Die Heirat“ an.
  • Nat√ľrlich hatten Carsten und ich auch wieder ganz viel Spa√ü beim vereinsinternen St. Patrick’s Day, welchen die Irish Dance Company Dresden dieses Jahr zum 10. Mal ausrichtete.
  • Eine Veranstaltung von Cornamusa hat ebenfalls f√ľr sch√∂ne Musik und flotte Tanzschritte auf der B√ľhne gesorgt.
  • Ein besonderes Highlight f√ľr mich war das Konzert von Juri Schewtschuk … eine Jugenderinnerung als alten Sowjettagen!
  • Und einen ehemaligen Kollegen singend auf der B√ľhne live zu erleben kann man auch nicht alle Tage. Also lie√ü ich es mir nicht entgehen, Daniel Zieschang im Club Tante Ju bei der Release-Party von Projekt: Pandora zu sehen und zu h√∂ren – irgendwie enorm beeindruckend.
  • Ins Kino haben wir es wieder einmal nicht sonderlich oft geschafft („nur“ 5x … die Jahre davor waren wir immer zweistellig!), was man an der geringen Anzahl von Eintrittskarten sehen kann. Immerhin haben wir auf der gro√üen Leinwand „X-Men: Apokalypse“, „Money Monster“, „Deadpool“, „Zoomania“ und „Star Trek Beyond“ angeschaut.
  • Mein eigener Beitrag zur Dresdner Kulturlandschaft war die Ausstellung „Teddyb√§ren auf Tour“ , welche in zwei Tagen zu Ende gehen wird. Aber ich habe schon Gespr√§che zu einem anderen Ausstellungsort aufgenommen und es sieht zumindest so aus, als dass meine B√§ren wohl noch mehr Leute sehen werden k√∂nnen    zwinker

Nun zur Bildung:

  • Gleich zur Beginn des Jahres durfte ich mich erneut als Ersthelfer bei DRK ausbilden lassen.
  • Carsten und ich haben wieder durch zahlreiche Igeltouren Teile unserer Stadt besser kennenlernen d√ľrfen.
  • Dass ich Russisch unterrichte, ist ja schon lange bekannt, aber seit Herbst gebe ich auch Nachhilfeunterricht in Spanisch f√ľr eine Kollegin. Ihren Dank hat sie zu Weihnachten u.a. auch mit sehr lieben Worten auf einer Karte zum Ausdruck gebracht, die selbstverst√§ndlich ebenfalls ihren Weg in die Erinnerungskiste fand.
  • Bei einem stundenlangen Besuch der Windsurfschule am Niederwarthaer Stausee lernten wir die Grundlagen und Sch√∂nheiten des Stand-Up-Paddlings.
  • Ist zwar nicht direkt Bildung, aber dennoch etwas Amtliches: Ich habe gleich im Januar meinen Doppelnachnamen gegen einen einfacheren eingetauscht und danach mussten nat√ľrlich mein Ausweis und mein Reisepass neu erstellt werden. Zumindest habe ich gelernt, was alles bei einer Namenskl√§rung zu tun ist    zwinker
  • Bei einem Vortrag von Prof. Dr. Norbert Franz erfuhren Carsten, Andrea und ich einiges √ľber die „Russen in Hollywood“ und deren Einfl√ľsse.
  • Einen anderen Bildervortrag besuchten Carsten und ich zusammen mit Ines und Torsten im Flughafen Dresden. Es ging um den Westen der USA und der Vortrag hatte mit „Go-West – Von den Rocky Mountains zum Pazifik“ den daf√ľr √ľberaus passenden Namen.

Und mit dieser √úberleitung kommen wir schon zu den Reisen   standard

  • Wir haben Annas Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr eingel√∂st und f√ľhrten ihr pers√∂nlich die sch√∂nen Seiten der Ostsee, speziell von der Insel R√ľgen vor.
  • Carsten und ich haben durch unsere Besuche bei Stephanie im Winter und im Sommer viele sch√∂ne, interessante und auch historisch bedeutende Seiten von Potsdam kennengelernt, u.a. die Gedenkst√§tte Lindenstra√üe und das Schlo√ü Cecilienhof.
  • F√ľr unseren Stadt-Dreisprung im Mai haben wir CZK (tschechische Kronen) ben√∂tigt und wie wir anhand der Quittung gesehen haben, organisierten wir uns diese in der Reisebank am Hauptbahnhof. Zu dieser kleinen Rundreise geh√∂rt auch eine auf Papier gedruckte Zimmernummer eines Ibis Budget Hotels in Chemnitz.
  • Eine Wegbeschreibung f√ľr die von Kerstin organisierte Wanderung zwischen Ober- und Niederwartha hat ebenfalls ihren Platz in meiner Erinnerungskiste gefunden. Beim sch√∂nstem Maiwetter wurde es ein total toller Tag mit gut gelaunten Leuten zum Teil nur aus ihrem, aber auch aus dem gemeinsamen Freundeskreis – so etwas k√∂nnte man in 2017 eigentlich gern wiederholen … mal sehen was mir da so einf√§llt.
  • Ein kleines P√§ckchen, auf welchem „Merica“ steht, ist eine kleine Erinnerung an unsere unbeschreiblich sch√∂ne Zeit auf Bali. Merica bedeutet auf Indonesisch „Pfeffer“ und ich habe es auf einem unserer Essensstopps bei den zahlreichen Ausfl√ľgen auf der Insel zur Erinnerung mit eingesteckt.
  • Die blauen AI-Plastikb√§ndchen sind Andenken an unseren Hochzeitstagurlaub im Februar auf der Insel Gran Canaria – die landschaftliche Vielseitigkeit dieser Insel hat uns wirklich sehr imponiert!
  • Die gelben AI-Plastikb√§ndchen, die Visa-Stempelkarten und Boarding P√§sse sind wirklich als Letztes in die Jahreskiste gekommen, denn das sind unsere Erinnerungsst√ľcke an den Familienurlaub zum Jahreswechsel mit den Kindern in Side.

Und last but not least – Essen:

  • Unsere Lieblings“futterstellen“ haben uns auch 2016 bei sich begr√ľ√üen d√ľrfen: „Shou Sushi-Running“ , „Ocakbasi“ , „Rivoli“ , „Odessa“ , „El Horst“ , „Olympia“ und „Dschingiskhan“ in Dresden, sowie das Caf√© „Guam“ in Potsdam … zum Gl√ľck bekommen wir bei unserem Haus-&-Hof-D√∂nermann, wo wir mindestens jeden Freitag das Wochenende einl√§uten, keinen Bon, denn dann w√ľrde die Kiste ja schon nach kurzer Zeit √ľberquellen!
  • Den Spanier „Espitas“ in Gruna haben wir dieses Jahr gleich mehrmals besucht, denn wir k√∂nnen seit unserem Umzug nach Striesen bis dorthin wunderbar laufen oder mit dem Rad fahren. Beide Optionen f√ľr den Heimweg sind nach einem reichlichen und leckeren Essen dort sehr hilfreich    zwinker
  • Der Besuch im „Zum Knipser“ war ein Dankesch√∂n von Kathrin und Axel f√ľr meine Familienfotos am Elbufer. Diese urige Gastst√§tte an der Dresdner B172 ist eine interessante und liebevoll gef√ľhrte Lokalit√§t – der Besuch lohnt sich wirtklich sehr.
  • Zu Ostern wurden wir von Andrea und Karl zum Brunchen ins Restaurant „Zum Atrium“ eingeladen. Danach war ein ausgedehnter Osterspaziergang f√ľr unsere prall gef√ľllten B√§uche auf jeden Fall ein Muss    lachen
  • Die „Elbterrasse Wachwitz“ entdeckten wir mehr oder weniger zuf√§llig, denn wir mussten mal in der Gegend etwas Zeit vor einer Igeltour √ľberbr√ľcken. Nach einem Radausflug auf dem rechtsseitigen Elbradweg ist das zum Beispiel eine √§u√üerst sch√∂ne M√∂glichkeit, mit einem fabelhaften Blick auf die Elbe etwas zu trinken und zu essen.
  • Eine andere Igeltour mit Essensverkn√ľpfung f√§llt mir beim griechischen Restaurant „Atlantis“ ein. Die Tour hat am Ende etwas l√§nger als gedacht gedauert und wir hatten einen Mordshunger. Statt wie geplant zuhause etwas zu kochen, sind wir kurzerhand dort eingekehrt. Zum Gl√ľck gab es trotz der nahenden Mittagspausenzeit doch noch etwas zu essen f√ľr uns – daf√ľr waren wir diesem Restaurant sehr dankbar!

Es gibt aber auch noch ein paar ganz besondere Erinnerungsst√ľcke zu erw√§hnen, z.B. die Einladung zum 125. Jubil√§um von Ines und Torsten, ein Brief von Andrea, in der sie sich w√§hrend unseres Sommerurlaubs mit unseren Nachbarn wegen der Schl√ľssel√ľbergabe f√ľr den Briefkasten und die Wohnung abstimmt, eine Vollmachtkarte der Post, welche einst von Andrea f√ľr mich ausgestellt wurde, damit ich ihre P√§ckchen abholen kann und welche nun nutzlos ist, weil sowohl mein Nachname nicht mehr stimmt, als auch weil Andrea ja seit September in Chemnitz wohnt, der Lieferschein eines Blumenversandes, √ľber den mir Stephanie zum Muttertag einen Blumenstrau√ü zustellen lie√ü, der Kassenzettel einer Zoohandlung f√ľr eine H√§ngematte f√ľr Stephanies Hamster Mr. Schnuffel und und und …

Dabei ist das alles eigentlich nur ein Bruchteil der wunderbaren Ausfl√ľge, Treffen und Begegnungen, welche wir in 2016 erleben durften – das Jahr war so ereignisreich wie wohl keines jemals zuvor. Ich glaube, ich sollte deshalb so langsam mal mit unserem Jahresbericht anfangen, damit uns am Ende nicht noch die eine oder andere Erinnerung durch die Lappen geht    zwinker



2017 18.
Jan

Und nun kommt die allerallerletzte Fotoauswertung aus 2016 – mein Jahresprojekt „Ampeln und Schilder“. Wir waren letztes Jahr so viel und so oft auf Tour wie noch nie zuvor. Aber meine Hoffnung auf interessante Ampelm√§nnchen hat sich dennoch nicht wirklich erf√ľllt. Spannend fand ich lediglich die spanischen, welche wir auf Gran Canaria gesehen haben …

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… und die t√ľrkischen, welche wir in Manavgat entdeckten:

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Diese Ampelm√§nnchen sehen schon auf jeden Fall anders aus als die, welche ich schon in meinem DDR-Relikte-Fotoprojekt gezeigt habe    zwinker

Die Ausbeute an Schildern aller Art war aber erwartungsgem√§√ü umfangreicher. Diese habe ich (wie immer mit Carstens Hilfe    verliebt    ) zu einer Galerie zusammengestellt und w√ľnsche euch nun ganz viel Spa√ü mit einigen Schmunzlern bei der Durchsicht dieser ausgew√§hlten 50 Aufnahmen.

 



2016 07.
Aug

Vor einer Woche haben wir nach einer langen Pause (das letzte Mal waren wir dort im Januar) unsere Kleine in ihrem Domizil in der Brandenburgischen Hauptstadt besucht. Wir durften den Freitag mal wieder unsere Arbeitsstelle ein paar Stunden eher verlassen und sind dazu noch mit dem SMART spitzenm√§√üig und v√∂llig staufrei von Dresden nach Potsdam gekommen¬†– so konnten wir sogar noch mehr Zeit mit unserem Kind in „ihrer“ Stadt verbringen. Nat√ľrlich haben wir gleich bei unserer Ankunft auch Mr. Schnuffel begr√ľ√üt und waren sehr erstaunt wie gro√ü er zwischenzeitlich geworden ist. Vor allem ist sein Fell jetzt grau geworden, dabei war er im Januar noch fast nahezu komplett wei√ü!

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Nachdem wir unsere Sachen in Stephanies Wohnung¬†abgestellt hatten, g√∂nnten wir uns zu dritt¬†einen Spaziergang durch den sommerlichen Park des Schlosses¬†Sanssouci. Nat√ľrlich durfte ein Abstecher zum Chinesischen Teehaus mit den in der Sonne wundervoll gl√§nzenden, goldenen Figuren nicht fehlen:

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Es war f√ľr Carsten und mich das erste Mal, dass wir diesen Park w√§hrend¬†der Sommerzeit besucht haben (bislang nur im Herbst und im Winter), doch leider mussten wir feststellen, dass sich unsere Erwartung an viele Wiesen und Rabatten mit bunter Blumenwelt nicht erf√ľllte. Aber es war auf jeden Fall √ľberall so richtig sch√∂n gr√ľn¬†¬†¬† standard

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In Anschluss an diesen¬†entspannten Spaziergang im Gr√ľnen gingen wir zum Abendessen ins spanische Restaurant „El Puerto“ im Potsdamer Hafen, wo unser Kind schon vorsorglich vor Tagen einen Tisch reserviert hatte. So konnten wir bei herrlichstem Sommerwetter auf der Terrasse sitzen, zu dritt viele verschiedene Tapas vertilgen und die¬†Leute beobachten, welche in dem kleinen Hafen spazieren gingen ¬† ¬†standard

Am Samstag musste Stephanie tags√ľber arbeiten, denn als Student hat man in den Semesterferien nun einmal die beste Chancen, die Kasse f√ľr seine bevorstehenden Sonderw√ľnsche aufzuf√ľllen ¬† ¬†zwinker
Deshalb waren Carsten und ich bis zum Abend¬†allein in Potsdam unterwegs und unser erstes Ziel war die Glienicker Br√ľcke. Diese wurde im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gebaut und w√§hrend des Zweiten Weltkriegs zerst√∂rt. Man hat sie 1949 als Verbindungsbr√ľcke zwischen der DDR und dem amerikanischen Sektor Berlins wieder er√∂ffnet und sie dann „Br√ľcke der Einheit“ genannt, was ich pers√∂nlich aber als ziemlich ironisch empfinde, denn seit dem Mauerbau 1961 durfte die Br√ľcke nur noch von¬†alliierten Milit√§rs und Diplomaten passiert werden. Erst seit dem 10. November 1989 darf wieder jedermann diese Verbindung zwischen Brandenburg und Berlin ohne Probleme erlaufen¬†oder befahren. Besonders bekannt ist¬†diese Br√ľcke¬†√ľbrigens durch spektakul√§re¬†Agentenaustausche geworden, welche allerdings in all den Jahrzehnten lediglich drei Mal statt gefunden haben.¬† Die erste Austauschaktion wurde vor kurzem sogar in Hollywood verfilmt¬†und¬†die Glienicker Br√ľcke ist¬†somit im¬†Blockbuster „Bridge of Spies – Der Unterh√§ndler“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle zu sehen.

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Nach ihrer Besichtigung sind wir ein paar Kilometer weiter in Richtung Berlin zur Pfaueninsel¬†gefahren. Mit der einzigen F√§hre, welche regelm√§√üig hin- und herpendelt, √ľberbr√ľckt man die 200 m Wasser zwischen Festland und¬†Insel in ein paar Minuten.

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Die Insel hat ihren Namen nicht umsonst bekommen, denn wir fanden schon bald jede Menge freilaufende Pfauen auf den gro√üz√ľgig angelegten Wiesen und sogar in B√§umen:

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In Volieren gab es noch weitere exotische Vögel zu sehen, wie z.B. Weiße Pfauen oder Goldene Fasane:

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Die Insel birgt aber noch mehr¬†Sch√§tze, wie k√ľnstliche Ruinen,¬†einen Tempelnachbau, eine Meierei und auch einige Wasserspiele. Dieses hier war definitiv aufgrund der idyllischen Lage und enormen Gr√∂√üe unser Favorit:

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Nachdem¬†wir auf der Insel durch den von uns gew√§hlten Rundgang alles Interessante¬†abgelaufen haben, was wir unbedingt sehen wollten und auch auf der sogenannten Liegewiese beim dort ans√§ssigen¬†Gastronomieangebot unsere B√§uche f√ľllen konnten, setzten wir zur√ľck¬†aufs Festland √ľber. Am Anleger haben wir etwas von einer zweist√ľndigen¬†7-Seen-Rundfahrt auf dem Schiff „Lichtenberg“ gelesen und so konnten wir noch ganz gem√ľtlich die Zeit bis zu Stephanies Abholung in der Innenstadt von Potsdam √ľberbr√ľcken. √úber die Havel ging es im Uhrzeigersinn um die Insel von Berlin-Wannsee zum Gro√üen Wannsee und von dort √ľber Kan√§le und kleinere Seen auf dem alten Grenzverlauf zwischen BRD und DDR entlang bis unter die¬†Glienicker Br√ľcke hindurch wieder zur√ľck zum Anleger an der Pfaueninsel. Es war schon sehr interessant,¬†welch¬†Masse an gro√üen H√§user und Villen bis nah ans Wasser herangebaut wurden und welche Boote am jeweiligen Strandabschnitt bzw. in den Seegaragen geparkt waren … manchmal konnte man schon so richtig neidisch werden.

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Die Sonne kam dann nachmittags¬†endg√ľltig hinter den Wolken hervor, was man an meiner roten Gesichtsfarbe und meinem gierigen Zug aus dem Eiskaffeeglas bestimmt ganz gut ableiten¬†kann¬†¬†¬† zwinker

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Vom Schiff aus konnten wir die Glienicker Br√ľcke nun aus einem v√∂llig anderen Blickwinkel betrachten. Ich pers√∂nlich fand allerdings, dass es sehr viel interessanter ist, √ľber diese¬†zu laufen und die Kolonnaden bzw. Steinbauten am jeweiligen Uferbereich zu sehen, als nur unter ihr durchzuschwimmen¬†¬†¬† zwinker

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Als wir mit unserer Rundfahrt fertig und wieder am Auto bzw. in Stephanies WG waren, wurde es schon wieder Zeit, unser Kind von ihrem Arbeitsplatz im „Caf√© Guam“ abzuholen. Dabei dann auch gleich noch einen K√§sekuchen zu essen, war f√ľr mich einfach ein gro√ües Bed√ľrfnis und Muss, denn die Kuchen dort schmecken einfach zu gut ¬† ¬†unschuldig

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Durch Zufall fand an diesem Samstag in der gesamten Innenstadt die 12.¬†Potsdamer Erlebnisnacht statt und die Stra√üen f√ľllten sich am fr√ľhen Abend bis zum Anschlag, denn √ľberall gab es etwas zu essen, zu trinken, zu spielen, verschiedene Musik auf den B√ľhnen zu h√∂ren und diversen Pantomimen bei ihren wortlosen Darstellungen zuzuschauen … was f√ľr ein Treiben !

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Da fiel uns dreien sowie Stephanies Arbeitskollegin und Freundin Laura die Entscheidung verständlicherweise nicht leicht, wo wir denn als erstes hingehen könnten    zwinker

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Doch was wir in dem ganzen Gewusel fanden, war auf jeden Fall total leckeres Essen: echte amerikanische (und „Berlins beste“) Cheeseburger, mexikanische Quesadillas und Tacos, einen absolut g√∂ttlich schmeckenden Kaninchengulasch, diverse Cocktails und ein selbst zusammengestelltes Eisgemisch aus Kaffee und Ingwer.

Da aber die beiden M√§dels schon den ganzen lieben Tag gearbeitet und wir auf Achse waren, haben wir es beim Weiten nicht bis zum Ende der Veranstaltung um 1 Uhr nachts durchgehalten, sondern sind gegen¬†22 Uhr nach Hause getrabt, um den m√ľden F√ľ√üen etwas Ruhe zu g√∂nnen ¬† ¬†standard

Gut erholt machten Stephanie, Carsten und ich uns am Sonntag nach einem ausgedehnten Fr√ľhst√ľck¬†in den Neuen Garten auf. W√§hrend ich mich wie¬†√ľblich¬†mit dem Fotografieren besch√§ftigte, nutzten meine beiden immer wieder die Wartezeit, um sich gem√ľtlich hinzusetzten und zu quatschen:

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Mein Hauptziel im Neuen Garten war das Schloß Cecilienhof, denn ich wollte schon seit Langem diesen geschichtsträchtigen Ort sehen, wo im Sommer 1945 die Potsdamer Konferenz der drei Siegermächte USA, Großbritannien und Sowjetunion (Frankreich galt als von den Nazis besiegt und rutschte als vierter Sektor nur im Nachhinein mit rein) abgehalten wurde:

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Der rote Geranienstern im Innenhof wurde einst zu Ehren der Potsdamer Konferenz im Innenhof angelegt und diese Tradition bleibt bis heute bestehen:

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Vom¬†Neuen Garten ging es anschlie√üend auf den Pfingstberg, um Potsdams sch√∂nste Aussicht zu entdecken¬†…¬†auf das Lustschloss Belvedere:

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Wie wir dort gelernt haben, hatte der Preu√üische K√∂nig Friedrich Wilhelm IV. sogar noch wesentlich weitreichendere Pl√§ne f√ľr die Anlage:

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Aber auch das, was wir sehen und erlaufen konnten, gefiel uns bereits ausgesprochen gut:

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Wir sind bis auf dem im Wasser spiegelnden Turm hoch gekommen und können nun aus eigener Erfahrung berichten, dass man von dort bei schönem Wetter bis nach Berlin schauen kann:

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Auf dem R√ľckweg hatten wir Hunger und kehrten in der historischen, russischen Siedlung Alexandrowka in ein gleichnamiges Restaurant ein:

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Das Essen war zwar in Ordnung, aber wir waren uns einig, dass man in Dresden sehr viel besser schmeckende¬†und noch um vieles g√ľnstigere, russische Gerichte bekommt. Wie dem auch sei, wir sind auf jeden Fall satt geworden. Allerdings haben wir bei der Auswahl und den Preisen lieber beschlossen, unseren Nachtisch woanders zu organisieren und kehrten¬†in das kleine Restaurant „Daily Coffee“¬†ein. Es war wahrscheinlich die beste Entscheidung des Tages, denn w√§hrend wir auf unsere Bestellung aus Kaffee und Kuchen warteten, √∂ffneten sich im Himmel die Schleusen und es sch√ľttete f√ľr einige Minuten wie aus Eimern … und wir sa√üen gut √ľberdacht im Trockenen.

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Erst als es wieder zu regnen aufh√∂rte, tranken wir die Reste aus und gingen durch die Potsdamer Innenstadt nach Hause. Vor unserer Abfahrt haben wir Stephanie noch dabei geholfen, die M√∂bel in ihrem Zimmer umzustellen, denn die Neuordnung „Bett da, Schlafsofa dahin, Schreibtisch dorthin, Regal an diese Wand und den Fernseher hier“ wollte sie schon so lange mal in Angriff nehmen. Am Ende sahen wir, dass alles gut war und nun¬†hat sie auf jeden Fall viel mehr Platz im Raum und eine gem√ľtlichere Entspannungsecke mit direkter Aussicht durch den franz√∂sischen Balkon auf die Nachbarschaft ¬† ¬†standard

Es war auf jeden Fall ein sehr, sehr sch√∂nes Wochenende, denn wir haben wieder sehr viel Neues entdecken und erleben k√∂nnen – daf√ľr liebe ich das Reisen! Aber im Gegensatz zu Weit-Weit-Weg gab es hier sogar noch ein Sahneh√§ubchen: ich durfte mein Kind knuddeln und ihren Hamster ein wenig √§rgern¬†¬†¬† zwinker



2016 17.
Jul

Die letzte Woche war erneut mit vielen sch√∂nen Treffen ausgef√ľllt. Gleich am Montag war¬†ich um 18 Uhr¬†mit Natalia und ihrem Sohn Gleb zum Quatschen im „El Horst“ verabredet, denn aus meiner Sicht ist dieser beschauliche Biergarten in Mitten einer Kleingartensparte wirklich super f√ľr solche¬†Begegnungen geeignet … er liegt f√ľr uns zudem fu√ül√§ufig ganz in der N√§he und man kann sich¬†dort stundenlang ungest√∂rt und ohne Trubel unterhalten.
Ich habe die beiden Besucher aus Russland auf meiner Arbeit kennengelernt, weil das Kind bei uns behandelt wird, und auf Anhieb stimmte die Chemie zwischen uns. Wir hatten an jenem Abend beim Schnattern √ľber Gott und die Welt in unserer Muttersprache sehr¬†viel Spa√ü und verabschiedeten uns auch erst, als der Biergarten um¬†23 Uhr langsam seinen Betrieb einstellte.

Am Dienstagabend waren Carsten und ich bei Dana zum gemeinsamen Kochen nach Radebeul eingeladen. Sie kocht n√§mlich f√ľr ihr Leben gern und weil sie gleichzeitig auch Fitnesstrainerin ist, landen auf ihrem Teller eben verst√§rkt solche Sachen, welche man in Kochb√ľchern unter der Rubrik „Bewusste Ern√§hrung“ findet. Dass aber solches Essen nicht immer fad und farblos sein muss, davon haben wir uns sehr schnell √ľberzeugen lassen ¬† ¬†standard
Sie kreierte uns als Vorspeise einen Melonen-Feta-Salat mit Chilisosse und packte dazu gef√ľllte Zucchinir√∂llchen sowie die Eigencreation „Knusperchampignons“:

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Als Nachspeise gab es weiße Mousse au Chocolat und Baileyscreme:

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F√ľr den Hauptgang war allerdings ich zust√§ndig und deshalb gab es etwas aus meiner Heimat: Buchweizen mit Fleisch und Gem√ľse nach diesem russischen Rezept. Da ich das bereits schon einige Male gekocht habe, dachte ich am Ende leider gar nicht daran, ein Foto davon zu machen¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†aber es sah so √§hnlich aus wie auf der verlinkten Seite¬†¬†¬† zwinker

Am Mittwoch landete erneut Gesundes auf meinem Teller, denn unsere Abteilung war nach dem Arbeitstag zu einem kleinen Gesch√§ftsessen im vegetarischen Restaurant „Brennnessel“ verabredet. Wer einmal in der Dresdner Innenstadt einen fleisch- und fischlosen Tag einlegen und trotzdem lecker essen gehen m√∂chte, der wird sich dort sicherlich sehr wohl f√ľhlen. Das Essen wird frisch zubereitet, die Speisekarte wird immer wieder alle drei Monate dem Obst- und Gem√ľseangebot entsprechend angepasst, die Portionen sind √ľppig und die Bedienung nett und nicht aufdringlich. Da das Wetter unbest√§ndig war, blieben wir drinnen sitzen, aber der gem√ľtliche Innenhof h√§tte mir an einem sonnigen Tag sicherlich auch ganz gut gefallen ¬†¬† standard

Donnerstag war bei mir ein Filmtag. Schon seit Langem wollte ich einen russischen Streifen¬†aus der neuen Zeit, er ist aus 2008, ansehen: –°—ā–ł–Ľ—Ź–≥–ł (Stilyagi) … in englischsprachigen L√§ndern ist er besser als Hipsters bekannt und er gilt als einer der besten Werke des modernen russischen Kinos. Wie es nun mal so ist, habe ich aber nie wirklich Zeit gefunden, ihn mir anzusehen. Zum Gl√ľck habe ich aber ein Kind, welches Russisch studiert und diesen Film einst¬†sogar in einem Seminar behandelte. Sie war schon damals sehr davon angetan und nun kam sie extra zu mir, damit wir ihn uns zusammen anschauen k√∂nnen ¬† ¬†verliebt
Ich schließe mich nun, nachdem ich ihn gesehen habe, der allgemeinen Meinung, dass dieser Streifen gut ist, auf jeden Fall an    standard

F√ľrs Wochenende hatte sich bei uns ein CouchSurferp√§rchen aus Indonesien (sie) und Pakistan (er) angemeldet und so haben wir am Freitag zu¬†unserem¬†traditionellen Kaufland-Wochen(end)einkauf die¬†Essensvorr√§te noch etwas umfangreicher als sonst aufgef√ľllt. Wir freuten uns schon sehr auf diesen Besuch, denn neben dem geplanten gemeinsamen Kochen (vegetarisch/halal/koscher) hatten wir so einige Fragen bzgl. ihrer L√§nder und Religion auf dem Herzen. Leider mussten sie uns aber kurzfristig am Samstagmorgen absagen, weil es dem M√§dchen schon in Prag, der Stadt, aus der sie zu uns mit dem Fernbus anreisen wollten, nicht sonderlich gut ging und vorzeitig nach Hause abreisen musste. Carsten und ich¬†hatten also¬†ganz pl√∂tzlich¬†jede Menge¬†unverplante Zeit zur Verf√ľgung …

Ergo¬†nutzten wir diese, um so manche Dinge der To-Do-Liste mit einem „leckeren Abend“ zu kombinieren. Wir fuhren am Nachmittag in die¬†Dresdner¬†Innenstadt, um mir¬†eine¬†Schnorchelausr√ľstung (Brille, Schnorchel & Flossen) f√ľr den baldigen Sommerurlaub¬†zu kaufen.¬†Danach kehrten¬†wir im Restaurant „Wohnstube“ im Swiss Hotel ein, um¬†in den Genuss eines¬†S√§chsisch-Schweizerischen Abendbuffets¬†zu kommen. Dadurch, dass wir seit Jahren eine Dresden-for-Friends-Karte¬†haben,¬†zahlten wir f√ľr das gute¬†Essen¬†zu Zweit nur die H√§lfte ¬† ¬†standard ¬† ¬†und probierten uns durch die lange Tafel an Vorspeisen, warmen Hauptg√§ngen, Salaten und vielf√§ltigen Nachspeisen. Zum herrlichen Abschluss setzen wir uns noch 30 Minuten zum Quatschen mit unseren Getr√§nken in den Innenhof und anschlie√üend rollten wir auf indirektem Weg durch die Stra√üen zum Altmarkt. Bei unseren Abstechern zur Br√ľhlschen Terrasse¬†und zum Neumarkt,¬†lauschten wir noch ein wenig den Kl√§ngen der Musik von K.I.Z., die gerade ein Konzert bei¬†den Filmn√§chten gaben, und Ludovico Einaudi, gespielt von einem Fl√ľgelspieler auf dem Platz vor der Frauenkirche. Wir genossen diesen sch√∂nen Sommerabend in vollen Z√ľgen!

Und heute, ja heute wollten wir urspr√ľnglich aufgrund des freigewordenen Wochenendes einen Ganztagsausflug unternehmen, aber die Wettervorhersage fiel f√ľr alle von uns angepeilten Ziele sehr ung√ľnstig aus … deshalb gibt es¬†eben einen v√∂llig entspannenden Sonntag im Apartamento¬†OLCA.

Ich hoffe, auch ihr könnt trotz der aktuell herrschenden Wetterkapriolen den Sommer und die Freizeit genau so gut genießen wie wir    verliebt



2016 10.
Jul

Die letzte Woche hatte f√ľr mich¬†einen recht guten Anfang, denn dieses Jahr fiel der 4. Juli, welchen ich auch aus pers√∂nlichen Gr√ľnden gern feiere, eben auf einen Montag. Deshalb trafen Carsten und ich uns mit Andrea im benachbarten Biergarten „El Horst“ , ¬†um meine 24 Jahre Deutschlandlebenserfahrung zu feiern.

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Da es n√§chstes Jahr schon 1/4 Jahrhundert sein wird, werden die Feierlichkeiten wohl etwas gr√∂√üer ausfallen, aber bis dahin habe ich noch gut ein Jahr Zeit, um zu √ľberlegen, was und wo ich mit meiner Familie und Freunden etwas machen m√∂chte ¬† ¬†zwinker

Am Dienstag war ich den ganzen lieben Tag ziemlich unruhig, denn meine Zahnbr√ľcke sa√ü seit geraumer Zeit nicht mehr fest und ich habe mir einen Termin f√ľr¬†eben diesen Dienstagabend¬†bei unserer Haus- und Hof-Zahn√§rztin geholt. Ehrlich gesagt, rechnete ich ganz¬†fest damit, dass meine tragenden Z√§hne irgendwelche Sch√§den haben und dass ich vermutlich wieder Geld in die Hand nehmen muss, um meine Zahnl√ľcke wieder irgendwie ausf√ľllen zu m√ľssen. Da ich au√üerdem aus Erfahrung wusste, dass daf√ľr nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Zeit beansprucht wird, wollte ich das alles bis zum unseren Urlaub ab Mitte August fertig haben. In der Praxis angekommen, rutschte mir mein Herz noch tiefer¬†in die Hose, denn¬†unsere Zahn√§rztin und ihr ganzes Team¬†sollte ab der kommenden Woche bis Monatsende wegen Sommerurlaub abwesend seien¬† ¬† schreien ¬† ¬†aber am Ende war dann doch alles halb so wild: Die Br√ľcke war locker, aber die Z√§hne darunter waren top¬†¬†¬† standard
Also¬†wurde einfach alles gereinigt und der k√ľnstliche Teil wieder eingeklebt. Ich sollte f√ľr diese Leistung¬† knapp 26 Euro ¬†zuzahlen, aber da ich regelm√§√üig zur Kontrolle komme, schmolz mein Eigenanteil dann doch¬†auf 2,94 Euro ¬† ¬†lachen ¬† ¬†daf√ľr kann ich jetzt wieder alles bedenkenlos essen ¬† ¬†*freu*

Weniger Grund zur Freude hatte ich zusammen mit allen anderen Fans der Deutschen Nationalelf am Donnerstag. Carsten und ich folgten einer Einladung von Mathias und Claudia, das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich bei ihnen im Garten zusammen mit anderen Freunden und Nachbarn zu gucken. Aber egal wie sehr wir die deutsche Elf anfeuerten, es wollte ihnen einfach kein Tor gelingen! Am Ende des Spiels haben sich die anderen Mitgucker gegenseitig damit getröstet, dass unsere Nationalmannschaft vor zwei Jahren immerhin den Weltmeistertitel geholt hat    zwinker

Bei unserem Wochenendeinkauf am Freitagnachmittag nahmen¬†Carsten und ich unter anderem Wanderproviant mit, denn f√ľr den Samstag war schon seit geraumer Zeit zusammen mit drei ehemaligen Teilnehmerinnen eines Russischkurses eine Tour¬†in der S√§chsischen Schweiz geplant. Das Wetter spielte gl√ľcklicherweise wunderbar mit und so erkundeten wir in der Schwarzbachtalgegend die Strecke¬†einer alten Schmalspurbahn und liefen √ľber Br√ľcken oder stapften durch den einen oder anderen alten Eisenbahntunnel … alles allerdings inzwischen g√§nzlich ohne Schienen & Co:

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Wir hatten den ganzen lieben Tag einen traumhaft schönen Weitblick gehabt:

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Nach dieser ca. 15 km langen Wanderung mit einigen Abstechern jenseits¬†der Hauptroute, landeten wir im Gohrischer Sommerhaus von Kerstin, wo wir zuerst ganz gem√ľtlich¬†Kaffee getrunken, dann gegrillt und letzten Endes uns bei einem Gl√§schen Wein an der Feuerschale eingefunden haben, bis es stockdunkel wurde.

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Es war ein supertoller Tag, den wir alle so richtig genossen haben Рin unserem ziemlich durchgeplanten Leben ist so ein Samstag, bei welchem lediglich die Uhrzeit zum morgendlichen Treffen feststand und alles andere zeitlich völlig flexibel war bzw. von anderen durchorganisiert wurde, schon wie eine richtige Auszeit    zwinker



2016 03.
Jul

Ja, in der Tat ich habe jetzt Sommerferien    zwinker

Mein Russischkurs ist zu Ende und, obwohl es mir wie immer unglaublich viel Spa√ü gemacht hat zu unterrichten und die Gruppe mal wieder sehr harmonisch war, freue ich mich wie jeder Lehrer √ľber die zus√§tzliche Freizeit durch alle Ferienzeiten. Den letzten Unterrichtstag haben wir vom √ľberdachten Klassenzimmer in den ruhigen Innenhof des Restaurants „Odessa“ verlegt. Da ich wie gewohnt erneut viel zu viel Zeit vor dem Beginn der Veranstaltung¬†eingeplant habe und das Restaurant f√ľr mich perfekt in der Innenstadt liegt, hatte ich noch ein paar Minuten, um meinen Dresdner Lieblingsort kurz zu besuchen – den Zwinger:

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An einem Dienstagabend hat man kaum Touristen im Innenbereich, da freuen sich offensichtlich sogar die darin befindlichen Skulpturen √ľber solche ruhigen Abende¬†¬†¬† zwinker

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Preisfrage: was macht man nun mit der dazugewonnenen Ferienfreizeit? Richtig, wir gehen zum Beispiel mit mit Katja & Antonia auf ein Erdbeerfeld im Dresdner Westen, um vor Ort seinen Bauch vollzuschlagen, aber auch, um noch etwas f√ľrs Zuhause zu pfl√ľcken:

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Da¬†man aber nicht nur von Erdbeeren satt wird, pfl√ľckten wir noch alle zusammen ein paar S√ľ√ükirschen von den B√§umen im Garten von Katjas Eltern:

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Unsere gesamte Ausbeute (Erdbeeren √ľber 3 kg !) hat trotz der Menge von jeweils einem ehemaligen Popkorneimer¬†nicht einmal bis Montag √ľberlebt¬†¬†¬† lachen

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An einem anderen Tag bin ich mit Anna zur Schlenderweinprobe beim Winzer M√ľller am Schlo√ü Albrechtsberg gegangen. Es war ein wundervoller Sommerabend: Die Sonne schien, der Winzer f√ľhrte uns durch den Park und erz√§hlte Geschichten aus der ganz fernen Vergangenheit¬†sowie √ľber die Entwicklung des Weinanbaus in Dresden¬†und lie√ü uns dabei drei Weinsorten aus seinem Weinkeller probieren:¬†M√ľller-Thurgau, Kerner und einen¬†Ros√© Domina. Hier mein Kerner und ich ¬† ¬†standard

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Wir haben einen anderen Teilnehmer der Gruppe gefragt, ob er ein Bild von uns machen k√∂nnte … nun wei√ü ich nicht, ob die Unsch√§rfe dieses Fotos daran liegt, dass der Herr keine Digitalkamera bedienen konnte oder dass wir inzwischen schon bei der dritten Weinsorte angekommen waren¬†¬†¬† zwinker

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N√§chste Unternehmung: Dass wir seit dem Verkauf des Hauses keine gro√üartige M√∂glichkeiten mehr zum Selbergrillen haben, macht uns eigentlich nicht so traurig, wie vielleicht manch einer denken mag ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†denn in unserer Wohngegend lassen¬†sich gegrillte Leckereien im nur ca. 10 min zu Fu√ü entfernten Biergarten „El Horst“ organisieren. Man muss √ľbrigens nicht zwingend immer nur Bier trinken, denn eine Wei√üweinschorle kann man dort genau so problemlos bekommen sowie eine Flasche¬†Karamalz ¬† ¬†lachen

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Eine weitere M√∂glichkeit f√ľr uns, frisch Gegrilltes auf dem Teller zu bekommen, sind der Besuch guter Freunde, welche im Gegensatz zu uns viel Freude am Garten und den damit verbundenen Arbeiten haben.¬†Wir fanden die Rasenabteilung¬†von Gundel und Peter schon immer¬†echt wundervoll –¬†und dieses Jahr haben sie diese sogar noch vergr√∂√üert und komplett umgestaltet – aber wir selber h√§tten aufgrund unserer „Gartenarbeitphobie“ vermutlich nicht den richtigen Nerv dazu, etwas Vergleichbares aus dem Boden zu stampfen¬†¬†¬† zwinker

Es ist doch ein absolut bezaubernder R√ľckzugsort, nicht wahr?

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Dorthin haben wir uns dann auch zum Essen von leckeren W√ľrstchen, Spie√üen, K√§sen und Steaks hingesetzt, welche Peter mit viel Liebe und Holzkohle zubereitet hat:

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Und sonst so? Das Wetter der letzten Wochen passte leider nicht immer zu unserer Planung und so musste ich gestern wegen der akuten Schauer- und Gewitterwarnung ein Fotoshooting im Freien auf einen sp√§teren Zeitpunkt verschieben. Stattdessen haben Anna und ich uns am Vormittag zu einem spontanen Besuch des Elbflohmarkts getroffen und sind gl√ľcklicherweise gegen Mittag nur leicht durchn√§sst wieder nach Hause gekommen. Wir hatten aber so viel Spa√ü beim St√∂bern und Quatschen, da machten dann ein paar Regentropfen auf dem Heimweg gar nix aus ¬† ¬†zwinker

Ich hoffe, auch euer Sommer bereitet¬†euch genau so viel Freude wie der unsrige. Wenn das noch nicht der Fall war, denkt einfach dran: Der erste Sommermonat ist (leider) schon vorbei, d.h. es sind nur noch zwei davon √ľbrig ¬† ¬†lachen ¬† ¬†–> Macht das Beste draus! Wir werden es auf jeden Fall ebenfalls weiter versuchen¬†¬†¬† standard

Kleine Freude am Rande: mein Blog verzeichnete¬†am Samstag den 1000. Kommentar …
Kleine Enttäuschung am Rande: aber leider nicht auf einen Eintrag von mir, sondern auf den Gasteintrag von Carsten     traurig     leider Pech gehabt!



2016 28.
Mai

Es wiederholt sich immer wieder aufs Neue – derzeit hat mich das Leben mit seinen interessanten Seiten so stark im Griff, dass ich einfach nicht dazu komme, dar√ľber in diesem Blog zu berichten¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†denn in den vergangenen zwei Wochen habe ich wieder allerhand Sch√∂nes und Spannendes erleben d√ľrfen.

Fangen wir einfach mal mit dem Futter f√ľr den Kopf an¬†¬†¬† standard

Da am vorletzten Dienstag die letzte Lesung aller vier Autoren der Phrase4-Gruppe vor der Sommerpause war, lie√ü ich mich von meinem Schatz direkt nach dem Russisch-Unterricht von der VHS abholen und zur Ver√§nderbar bringen. Leider habe ich durch meine Unterrichtszeit den Anfang der Veranstaltung und somit zwei neue Geschichten, eine von Sabine Dre√üler und eine von¬†Francis Mohr, verpasst. Aber es gab trotzdem¬†noch jede Menge Spannendes, Lustiges und Nachdenkliches zum H√∂ren … nur Carstens Phrase vom April habe ich nicht mehr mitbekommen k√∂nnen:

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Jetzt muss ich genau so wie viele andere Fans dieser Leseb√ľhne bis September warten, bis es¬†mit den immer so tollen Geschichten¬†weiter geht.

Schon einen Tag sp√§ter lockte das n√§chste Lesevergn√ľgen und ging ich zum Deutsch-Russischen Kulturinstitut, um an einem¬†Treffen¬†mit dem schon zu Sowjetzeiten sehr bekannten Krimiautoren √áingiz Abdullayev¬†teilzunehmen. Ich habe zwar nicht alle seiner 194 B√ľchern gelesen, aber so um die 40 habe ich schon im Laufe der Zeit nach und nach verschlungen ¬† ¬†zwinker

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Das Treffen war sehr entspannt und interessant zugleich. Herr Abdullaev ist eine √§u√üerst charismatische Pers√∂nlichkeit und ein sehr guter Erz√§hler – das Treffen mit seinen Lesern in Dresden ging l√§nger als angek√ľndigt, aber ich denke, nicht nur ich habe diese ungeplante Verl√§ngerung von Herzen genossen.

Doch¬†wir haben uns die ganzen Tagen nicht nur irgendetwas vorlesen lassen. Am letzten Sonntag entdeckten wir dank einer passenden Igel-Tour per pedes viel Neues und Geschichtstr√§chtiges √ľber unseren¬†benachbarten Stadtteil Blasewitz.

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Unsere Aufmerksamkeit f√ľr das Schriftliche und Wissenschaftliche im Alltag ging aber noch viel weiter, denn Carsten und ich haben in den vergangenen beiden Wochen¬†einiges unserer Freizeit darauf verwendet, Andreas Bachelorarbeit zum Thema „1812 im kulturellen Ged√§chtnis der Russen“ aufmerksam durchzulesen und dementsprechend zu korrigieren. 43 DinA4-Seiten reinen Volltext kann man ganz sch√∂n untersch√§tzen, denn man sitzt schon etliche¬†St√ľndchen daran … Carsten bevorzugte das gesamte letzte Wochenende daf√ľr und z√§hlte¬†insgesamt ca. 15 Stunden konzentriertes Arbeiten – immer wieder unterbrochen von augenschonenden und zerstreuenden Pausen am PC oder vor dem Fernseher.¬†Unsere Korrekturen wurden dann zusammen mit Andrea am darauffolgenden Montag in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr direkt am Laptop¬†live eingearbeitet – und dabei kamen wir gerade mal auf Seite 32 an. F√ľr den Rest nahm sie unsere Aufzeichnungen mit in ihre Wohnung und verdonnerte Karl f√ľr weitere drei Stunden am Dienstagvormittag f√ľr das Einf√ľgen unserer Anstriche. Am letzten Donnerstag konnte sie dann endlich ihre gebundene Arbeit mitsamt Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Fu√ünoten und weiteren Pflichtseiten fristgerecht abgegeben. Nun sind wir auf das Ergebnis gespannt, aber bis es bekannt gegeben wird, d√ľrften noch einige Wochen ins Land ziehen.

Es war aber immer noch nicht alles, womit mein Kopf sich beschäftigen durfte, denn am Mittwoch war ich im Rahmen meiner Arbeit bei einem Vortrag von Irina Slot. Diesmal ging es um Interkulturelle Besonderheiten:

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Frau Slot bewies¬†eine sehr lebendige Art, ihren Vortrag zu halten¬†und konnte¬†ihr Publikum immer direkt in den Ablauf mit einbeziehen, indem sie anhand von Beispielen aus dem wahren Leben die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede¬†erkl√§rte. Auf jeden Fall hat mein Gehirn seitdem einiges zum Gr√ľbeln und sucht auch jetzt noch immer wieder nach weiteren Parallelen aus meinem Alltag f√ľr jene¬†Kulturdimensionen ¬† ¬†lachen

Soviel zum Futter f√ľr den Kopf¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†der Bauch ist in der letzten Zeit¬†ebenfalls¬†nicht zu kurz gekommen. Am vorletzten Freitag waren Carsten und ich mit den beiden Arbeitskollegen, mit denen¬†ich seit September f√ľnf Tage die Woche in einem B√ľro auf engstem Raum zusammen bin, samt¬†ihren Partnern im russischen Restaurant „Odessa“ essen. Das Wetter war total auf unserer Seite und so genossen wir im ruhigen und gem√ľtlichen Innenhof bzw. G√§rtchen des Lokals stundenlang allerhand heimatliche¬†Leckereien, wie z.B. Schaschlik, Pelmeni, Kaviar, Speck, Wodka, Bliny, Zharkoe (Foto) und Kuchen.

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Am Tag darauf war dann Essen in der spanischen Variante angesagt. Schon vor langer Zeit verabredeten wir uns mit Ines und Torsten, dieses Jahr wieder zusammen das DFB-Pokalendspiel¬†Borussia Dortmund gegen Bayern M√ľnchen zu gucken. Damit die Gastgeber nicht zu viel f√ľr die Vorbereitung tun mussten, √ľbernahmen wir kurzerhand die Versorgung mit Speisen und da wir uns schon einiges an der spanischen Art zu essen abgucken konnten, entschieden wir uns eben f√ľr deren¬†Futterportfolio aus Tapas, Chorizo, Aioli, Jamon und andere gef√ľllte Kleingkeiten.

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Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Papas arrugadas¬†(Meersalzkartoffeln) selber gekocht und war vom Ergebnis sehr positiv √ľberrascht. Die dazugeh√∂rigen Mojos (Dips) hatten wir schon im Februar von unserem Ausflug auf Gran Canaria¬†mitgebracht¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†und ich denke, Ines geh√∂rt ab jetzt ebenfalls zu Anh√§ngern des¬†Tinto de verano, welches ich allerdings nicht mit Gaseosa, sondern wie einst in Torremolinos gesehen, mit Bitter Lemon mache.

Gestern war ich dann noch mit den Arbeitskollegen aus meiner gesamten Abteilung unterwegs, denn eine Kollegin meinte bei der letzten Weihnachtsfeier, dass man sich ja auch mal im Sommer treffen könnte. Also hat bei sich zu Hause eine Gartenparty organisiert, bei der der Wettergott uns zuerst ganz schön geärgert hat, denn es regnete fast zwei Stunden in Strömen und ein kräftiges Gewitter ging hernieder. Aber als sich das Unwetter endlich verzog, konnte der Grill endlich angeworfen werden und es wurde ein richtig schöner und lustiger Abend    standard

Jedenfalls muss ich wieder einmal bekennend zugeben, dass ich mich bei all dem Essen¬†in guter Gesellschaft¬†enorm √ľber die Option, Sport in unserem betriebsinternen Fitnessstudio machen zu k√∂nnen, √ľber alle Ma√üen freue, denn sonst bliebe mir wohl jede Leckerei der letzten Tage dauerhaft auf dem Bauch, Oberschenkel oder Pops in Erinnerung. So bleibt es wenigstens halbwegs¬†im Gleichgewicht ¬† ¬†zwinker