Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 02.
Dez

In den letzten Tagen und Wochen war ich erneut in so viele Sachen eingebunden, dass ich hiermit eine kleine Verschnaufpause suche, um alles in Ruhe mal Revue passieren zu lassen.

Die Wetterkapriolen mit tĂ€glich verĂ€ndernden Temperaturen haben leider einen sehr schlechten Einfluss auf mein Immunsystem gehabt. Ich musste eine reichliche Woche mit einer Bronchitis leben und eifrig gegen diese mit allen verfĂŒgbaren Mitteln wie Schlaf, KrĂ€utertee mit Honig, Inhalieren & Co ankĂ€mpfen. Seit geraumer Zeit kann ich aber stolz berichten, dass ich aus diesem Gefecht als stolze Gewinnerin hervorgegangen bin … mehr wird jetzt auch nicht mehr gejammert.

Wie ich schon schrieb,  es war erneut reichlich los in meinem Leben. Neben der Arbeit habe ich nach wie vor donnerstags einige erwachsene und zum Teil schon pensionierte Lernwillige in der VHS vor mir sitzen, die ich in die Geheimnisse der russischen Sprache einweihen darf. Ich bin, wie es sich nun mal fĂŒr eine vorbildliche Lehrerin gehört, so gut wie immer als erste da und genieße dann noch ein wenig die Ruhe vor dem Sturm    standard

Aber man hat ja zum GlĂŒck nicht nur die Arbeit im Kopf, egal wie viel Spaß sie auch macht    zwinker    deshalb ab hier meine kleinen, als Update gedachten Geschichten aus der Freizeit:

Ines und Torsten haben Carsten zum Geburtstag ein gemeinsames Bowling-Event geschenkt – dieses wurde nun im November eingelöst:

Und wie es so ist, in jeder Gruppe muss es einen geben, der konsequent den letzten Platz belegt – ich habe diese Rolle wie so oft beim Bowlen ziemlich schnell an mich gerissen. Doch meinem Spaß mit einer Kugel und 10 Pinnen samt netten Menschen um einen herum tat es dennoch keinen Abbruch:

Zum GlĂŒck war Ines punktetechnisch stets ziemlich in meiner NĂ€he, wenn auch immer recht knapp vor mir. Die Zeit dazwischen konnten wie vier nutzen, um ausgiebig von Angesicht zu Angesicht zu quatschen und hin und wieder wieder einen Ausflug zum mit inbegriffenen Brunchbuffet zu unternehmen. Zudem gaben wir uns stets der ein oder anderen Fotopose oder Blödelei („Strikemaker“ – pah ! Nicht mit mir !!!) hin:

Da der deutsche November in diesem Jahr ĂŒberraschend warm und sehr hĂ€ufig sonnig war, konnten wir nach dem Spiel noch locker und vergnĂŒgt im Freien spazieren und genossen die krĂ€ftigen Herbstfarben:

Zudem war der Tag perfekt fĂŒr einen Besuch in einem nicht weit entfernten EiscafĂ©, wo ich zu meinem Eisbecher auch gleich mal meinen ersten GlĂŒhwein der Saison bestellte – man muss ja der Jahreszeit dennoch irgendwie Tribut zollen    zwinker

Apropos Wein. Am 20. November verbrachte ich wie so oft, einen Abend in der „verĂ€nderbar“ in der Neustadt, um den Geschichten der Phrase4-Autoren zu lauschen. Diesmal habe ich als einzige aus dem gesamten Publikum die gesuchte Phrase in einer der Storys wiedererkannt. Niemand, eigentlich auch ich erst nach einigem GrĂŒbeln, haben damit gerechnet, dass die gesuchte Phrase des Abends („nur kurze Sprints“) bereits in der allerersten Geschichte, geschrieben und gelesen von Henning H. Wenzel, vorkommen wird. Deshalb habe ich sogar erst bis zum letzten Wort der Story gewartet und anschließend ganz brav wie in der Schule meine Hand hochgehoben, um zu fragen, ob ich richtig gehört habe. Habe ich in der Tat und somit durfte ich eine der beiden Flaschen mit nach Hause nehmen und mir gleich auch noch eine neue Phrase fĂŒr das nĂ€chste Mal ausdenken:

Mal sehen, wer diese wĂ€hrend der Januarlesung aus einer der 8 Kurzgeschichten heraushört    standard

Am Wochenende vor meinem Geburtstag kam Stephanie zu uns zu Besuch. Da man als Student und vor allem nicht fĂŒr sich allein den Aufwand betreibt, einen Braten zu machen, gab es diesen auf Wunsch einer einzelnen Dame eben am Sonntag bei den Eltern – natĂŒrlich mit allem, was dazugehört:

FĂŒr das Geburtsgasessen am Montag entschieden wir uns allerdings zur AuswĂ€rtsvariante und wir nahmen das AYCE-Rippchen-Angebot im „Rauschenbach Deli“ gern als Anlass, dort (nur) zu dritt anzurauschen:

Eine familiĂ€re Vollzusammenkunft klappt eben nicht immer – vor allem nicht, wenn eines der Kinder aus dem nahen Chemnitz vor Kurzem ins bergige Ausland gezogen ist. Andrea kommt somit erst nĂ€chstes Wochenende nach Sachsen und wir werden ein klein wenig nachfeiern.

Mitte Oktober hatte ich ja bereits geschrieben, dass meine Kinder mir ihr Geschenk schon „verraten“ haben. Ich erhielt eine Patenschaft ĂŒber (m)ein Tief, welches nach mir benannt wurde. Jetzt, zum Geburtstag, bekam ich zusammen mit anderen netten Sachen noch die gesamte Lebensgeschichte dieses Tiefs nachgereicht. Daraus entnehme ich, dass ich mich bei den Briten, Schotten und Norwegern aufrichtig fĂŒr das Benehmen meines Patenkindes entschuldigen muss, denn dort sorgte das Tief fĂŒr viel Regen und einen heftigen Sturm, wĂ€hrend wir uns in Deutschland zeitgleich der WĂ€rme des Hochs Viktor vergnĂŒgen konnten. Wer Interesse hat, kann mich gerne kontaktieren und ich lasse ihm die Biografie per Internet zukommen.

Ja, der 26.11. wurde mal wieder fĂ€llig und ich bin somit erneut um ein Jahr Ă€lter. Doch ich war wieder sehr gerĂŒhrt und ĂŒberrascht, wie viele Menschen an meinen Geburtstag gedacht haben und mir gratulierten. Die Geschenke waren sowohl im ĂŒbertragenen als auch im direkten Sinne einfach bĂ€rig!

Ein ganz herzliches Dankeschön nochmals an alle, die mich in dieser Woche angerufen haben, vorbeigekommen sind, mir ganz klassische Post geschickt haben und natĂŒrlich alle Mittel der modernen Kommunikation nutzten, um mir Gesundheit und viel Gutes fĂŒr das nĂ€chste Lebensjahr zu wĂŒnschen – ihr seid einfach klasse!

Meine diesjĂ€hrige Adventszeit begann ein paar Tage vorher mit einem Überraschungspaket aus Österreich – Andrea hat es geschickt:

Der Inhalt sind 24 kleine Pappboxen mit diversen Kleinigkeiten meiner Großen. Ich bin echt gespannt, was sie sich so alles ausgedacht hat. Am ersten Dezember gab es SchokobĂ€rchen und einen „Women’s Energy“-Tee. Heute durfte ich eine kleine Aufgabe lösen: etwas Lustiges im Internet oder draußen suchen und das mit meiner Familie teilen. Ich habe mich dafĂŒr entschieden:

… das Bild habe ich gestern in der Neustadt gemacht.

Carsten und ich waren Freitag und Samstag viel unterwegs, um Jesus unser schönes Dresden zu zeigen und gleich auch mal ĂŒber die vielen WeihnachtsmĂ€rkte zu tingeln. Diesen Gast aus Miami haben wir im Februar wĂ€hrend unseres Urlaubs in Florida ĂŒber die Couchsurfing-Plattform kennengelernt. Er stammt ursprĂŒnglich aus Venezuela und sein Name, welcher in Gegenden mit spanischem Einfluss keinesfalls so exotisch wirkt wie bei uns in Deutschland, wird „Chessuss“ ausgesprochen – wir konnten ihn also sehr unauffĂ€llig bei unseren RundgĂ€ngen rufen bzw. ansprechen, ohne gleich Ă€ußerst unglĂ€ubige Blicke auf uns zu ziehen. Derzeit wohnt und arbeitet er in Frankfurt und nutzte somit die Gelegenheit, um einmal nach Dresden zu kommen, sich die Stadt anzusehen und ĂŒber die diversen WeihnachtsmĂ€rkte zu schlendern.

Wer z.B. mal den Zwinger ganz fĂŒr sich allein, ohne alle anderen Touristen haben möchte, muss wohl an einem Freitagmittag dorthin gehen … idealerweise vielleicht im November    standard

Wir haben an den beiden letzten Tagen den Striezelmarkt, das Stallhöfische Adventsspektakel, den Advent auf den Neumarkt, den Augustusmarkt und den Winterzauber in der MĂŒnzgasse besucht, konnten dabei einiges essen und trinken und uns fröhlich in das vorweihnachtliche Gewusel stĂŒrzen:

An beiden Abenden rollten wir erst nach 20 Uhr tiefgekĂŒhlt, aber durch und durch satt zurĂŒck ins Apartamento OLCA, wo dann noch die ein oder andere Kleinigkeit aufgetischt wurde: Cognac und Wodka sowie Christstollen, Obst, Kaviar und Schokolade.

Heute frĂŒh (sehr frĂŒh: 6:30 Uhr !!!) ist unser Gast aber schon wieder nach Frankfurt zurĂŒckgeflogen. Wir gönnen uns dann an diesem Sonntag eine kleine Pause zu Hause und widmen uns eifrig der To-Do-Liste, denn morgen nach der Arbeit treffe ich mich mit ehemaligen Kollegen auf dem Striezelmarkt und Carsten geht am Dienstagabend mit seinen Abteilungskollegen wie jedes Jahr zum Jahresabschlussbowling. Und weitere Weihnachtsmarkttreffen sind in unserem Kalender ebenfalls reichlich vertreten, d.h. auch der Dezember verspricht, sehr ereignisreich zu werden.



2018 11.
Nov

Unsere nĂ€chste Insel ist Kauai und wer „Lilo & Stitch“ (eines unserer Familienfilme) sehr aufmerksam angeschaut hat, weiß, dass es genau die Insel ist, auf welcher der kleine Außerirdische per Zufall landete. Nun landeten auch wir trotz der Wetterkapriolen des inzwischen auf einen tropischen Sturm herabgestuften Hurrikan Lane ebenfalls hier.

Kauai wird „Garden Island“ genannt und dies ist absolut gerechtfertigt, denn dort geht es der Pflanzenwelt wirklich gut – an Feuchtigkeit mangelt es jedenfalls nicht. Da diese aber eben vor TĂŒren und Fenstern nicht Halt macht, sind solche Bedingungen aber leider auch Ă€ußerst feindselig fĂŒr BĂŒcher, Fotos und Holzprodukte. Deshalb gibt es hier neben Klimaanlagen eben auch etwas im Großformat fĂŒr den Kleiderschrank, was wir in Deutschland oft nur beim Neukauf von elektronischen GerĂ€ten in kleinen SĂ€ckchen finden und eigentlich sogleich wegwerfen … bei uns nennt man es Silicagel. Ohne solche Luftentfeuchter wĂ€ren frische Klamotten im Regal grundsĂ€tzlich klamm und muffig. Hier mal in Großaufnahme ein solcher Beutel mit nur noch wenig Kristallgel (unten) und schon viel eingefangenem Wasser:

WĂ€hrend unserer Urlaubswoche haben wir eben auch gelernt, wie es sich anfĂŒhlt, wenn es den ganzen Tag einen tropischer Regen gibt und wie stark dann neben des krĂ€ftigen Windes auch die zahlreiche Regentropfen auf den breiten BlĂ€ttern von Bananen, Papaya und anderen tropischen GewĂ€chsen herabtrommeln.

Zudem haben wir jeden Tag sehen können, wie sich aufgrund der tÀglichen RegenfÀlle die Opakeaa-WasserfÀlle verÀndert haben.

Leider hat das Wetter unsere in Deutschland vorbereiteten PlÀne zum Wandern, Baden und Schnorcheln total zunichte gemacht.

Besonders deshalb ist Kauai fĂŒr uns die entspannteste aller Inseln auf unserer Reise geworden. Wir haben sogar Zeit gefunden, uns beim US- Netflix die ersten Folgen von „Hawaii-5-0“ anzusehen und hatten zudem beim Schwatzen ĂŒber dies und jenes mit unserer B&B-Gastfamilie ganz viel Spaß. Schließlich nahm der Regen am Ende natĂŒrlich auch erheblichen Einfluss auf den allgemeinen Tagesablauf von Darcy, Tim und ihren drei Kindern plus zwei Minidackeln – vieles wurde abgesagt und kurzerhand ins Haus verlegt.

Diese westlichste der großen Hawaii-Inseln und hat lediglich knapp 66.000 Einwohner. An der Lage ist zudem zu erkennen, dass sie geologisch betrachtet auch die Älteste ist. WĂ€hrend unseres Aufenthaltes haben wir das natĂŒrlich genauer erklĂ€rt bekommen: die letzte Insel im Osten ist Big Island (stellen wir in Wort und Bild im dritten Teil des Reiseberichts genauer vor) und sie ist aus vulkanischer Sicht das Epizentrum, da nur hier noch Austritt von Lava und Magma stattfindet. Die gesamte Inselgruppe Hawaiis inklusive der unzĂ€hligen Atolle driftet zudem kontinuierlich gen Westen. VerlĂ€sst eine Landmasse so also den unterirdischen „Überlauf“ und hat genĂŒgend Zeit sich zu entfernen, entsteht dadurch wiederum eine eigenstĂ€ndige Insel – von Ost nach West, also von Heute in die Vergangenheit, formierten sich demzufolge Big Island (vulkanisch als einziges noch aktiv), Maui (plus Kaholawe, Lanai & Molokai), Oahu und Kauai (plus Puuwai). Wind, Wasser und Wetter nagen allerdings seit Jahrmillionen kontinuierlich an dem, was sich ĂŒber der WasseroberflĂ€che befindet und deshalb ist alles westlich von Kauai nicht mehr als Insel zu erkennen, sondern nur noch als Atoll. Dieses Bild von Google-Earth zeigt es noch einmal sehr anschaulich:

Genug der Lehrstunde, zurĂŒck zu unseren persönlichen EindrĂŒcken. Ein Wahrzeichen von Kauai sind zweifelsohne die zahlreich auf der Insel vorkommenden HĂŒhner und schon bei unserer Ankunft haben wir sie nahezu auf jeder Straße gesehen. Ich dachte zuerst, es wĂ€re ein wenig wie in der Ukraine: TagsĂŒber sind die HĂŒhner allein unterwegs und abends kommen sie wieder zurĂŒck nach Hause. Aber dann haben wir von Tim gelernt, dass sie wirklich freilebend bzw. wild sind. Ihre Vorfahren wurden einst auf der Insel fĂŒr illegale aber sehr beliebte HahnenkĂ€mpfe gezĂŒchtet, doch 1992 fegte Hurrikan Iniki ĂŒber das Land. Dabei gingen die meisten Stallungen kaputt, sodass die HĂŒhner in eine ungewohnte Freiheit entlassen wurden, die sie anscheinend bis heute sichtlich genießen. Da sie sich von allem möglichen Zeugs auf den Straßen ernĂ€hren, was sich natĂŒrlich letztendlich auch auf ihren Fleischgeschmack auswirkt, und sie auch sonst wohl sehr zĂ€h sind, lohnt es sich nicht, diese als Mahlzeit zu betrachten. Tims vorgeschlagenes Kochrezept fĂŒr das hiesige Federvieh: In einem Topf stellt man ein Huhn zum Kochen auf den Herd und in einem anderen Topf zehn Lavasteine. Wenn die Lavasteine dann mal weich geworden sind, ist auch das Huhn fertig    standard

Jetzt ein paar Impressionen von dem, was wir sonst noch so auf der Insel entdeckt haben.

Regenbogen-EukalyptusbĂ€ume haben zwar keine Regenbogenfarben a la Einhörner zu bieten, die mehrfarbige Rinde ist aber auch mit Grau-Braun-Orange-GrĂŒn-Beige ein herrlicher und beeindruckender Anblick!

Die Landschaft im Waimea Canyon hat bei uns sofort Erinnerungen an unseren Ausflug in das Outback von Australien erinnert: rote Erde und blauer Himmel.

Dazu gab es Berge und TĂ€ler in der Ferne, soweit das Auge reicht.

Im Kokee State Park haben wir laut Schild eines der nassesten Aussichtspunkte der Erde erreicht. Ich fĂŒr meinen Teil kann diese Stelle nun als den absoluten Gewinner meiner persönlichen NĂ€ssehighlights fĂŒhren, denn die Luft war mit Wasser durchtrĂ€nkt, es tropfte kontinuierlich vom Himmel und als Aussicht hat man nur eine dichte Hexensuppe genießen können.

Wir haben natĂŒrlich auch das kleine StĂ€dtchen Hanapepe besucht, welche die Macher von „Lilo & Stich“ inspirierte. Leider waren die LĂ€den im Zentrum alle geschlossen und wegen der Überschwemmungsgefahr mit SandsĂ€cken abgedichtet bzw. wegen des vermuteten Hurrikans grĂ¶ĂŸtenteils noch verbarrikadiert.

Im Dauerregen haben wir allerdings noch die LĂ€den eines anderen auf der Insel bekannten StĂ€dtchen besuchen können, bevor es dann am nĂ€chsten Tag vollkommen ĂŒberschwemmt und aufgrund eines BrĂŒckenschadens komplett von der Außenwelt abgeschnitten wurde.

Wir kauften in Hanalei noch ohne Probleme das eine oder andere SchmuckstĂŒck ein und nur 24 Stunden spĂ€ter stand das von den Bergen kommende und schlammgeschwĂ€ngerte Wasser bis zu den DĂ€chern der einstöckigen HolzhĂ€user. So haben wir das zumindest in den Nachrichten gesehen, denn wie geschrieben, die Zufahrtsstraßen waren fortan fĂŒr jeglichen Verkehr gesperrt:

Eine absolute Überraschung fĂŒr mich war es, hier die spĂ€rlichen Überreste eines russischen (!) Forts Elisabeth aus dem Jahre 1815 zu entdecken.

Damals gab es hier eine russisch-amerikanische Kompanie, welche sich um die Sicherheit der Schiffe beider Staaten kĂŒmmerte, die auf dem Pazifischen Ozean zwischen dem amerikanischen Nordwesten und Asien unterwegs waren. Die zu der Zeit noch nicht der USA angehörigen Hawaiianer haben das allerdings nicht fĂŒr sehr gut befunden und die Russen bereits 1817 aufgefordert, die Insel wieder zu verlassen. Diese Stelle liegt ĂŒbrigens auch an der EinmĂŒndung des Flusses Waimea, wo Captain James Cook 1778 mit seinem Schiff anlegte.

Wir haben trotz Regen natĂŒrlich immer wieder die Chance genutzt, um rauszugehen bzw. zu fahren – allein auf der 60*45 km großen Insel Kauai legten wir in 6 Tagen insgesamt 617 km zurĂŒck. Wir guckten den Surfern bei ihren Ausritten zu …

… gingen am Strand spazieren…

… unternahmen z.B. eine kleine Wanderung zur Makauwahi Cave …

… und entdeckten dabei eine alte, verlassene Zuckerfabrik. Wie schnell doch unter den hier vorherrschenden klimatischen Bedingungen die Natur wieder GebĂ€ude und zurĂŒckgelassene Maschinen aller Art fĂŒr sich zurĂŒckgewinnen kann:

Wir haben auch hier recht schnell gelernt, dass der Begriff „Fish Market“ keine große Markthalle mit frisch gefangenem Fischen bedeuten muss. In Koloa ist ein Laden mit solchem Namen winzig klein (vergleichbar mit einem Tante Emma-Laden oder Schnellimbiss), aber das dort verkaufte Poke schmeckt einfach großartig.

Apropos Essen. Ich habe jeden Morgen zum FrĂŒhstĂŒck frisches Obst und rosafarbenes Guava Bread mit diversen Fruchtaufstrichen gegessen. Das Brot schmeckte zwar nicht so sehr nach der mir bekannten Frucht, aber die Farbe war einfach genial! Dank der von Darcy und Keahna, die Ă€lteste Tochter der Familie, jeden Tag hervorragend vorbereiteten Obstplatten bin ich zudem schnell auf den Geschmack der einheimischen FrĂŒchte gekommen, wie z.B. Ananas, Papaya, Mango und dortigen kleinen Bananen. Die Papaya hat Darcy direkt vom Baum hinter ihrem Haus geerntet – frischer konnte es also nicht sein!

Ich habe auf Kauai auch wieder mal ein Hawaiian Shave Ice probiert. Diese, auf den Hawaii-Inseln und mittlerweile sogar schon in den USA sehr verbreitete LeckspezialitĂ€t, ist eigentlich nur ein ganz normales Wassereis, welches dann je nach Wunsch mit diversen Sirups durchtrĂ€nkt wird. Der Name kommt daher, dass man in eine Shave-Maschine einen gewöhnlichen Eisblock einlegt und durch Drehen des gesamten Blocks um die eigene Achse wird an einem Messer das Eis fĂŒr den Becher abrasiert:

Die kurze Woche war schneller vorbei als wir dachten und da stand auch schon der Flug auf die nĂ€chste Insel an – diesmal sogar ganz und gar ohne Sturm und ZwischenfĂ€lle.



2018 29.
Jul

In meinem Leben passieren so viele schöne Dinge und so viele wundervolle Begegnungen, dass ich euch jetzt einfach mal ein wenig davon erzĂ€hlen muss    standard

Schon am Anfang des Monats, nĂ€mlich am 3. Juli, haben Carsten und ich uns mit Sabine und ihren bezaubernden Töchtern Kaitlyn und Emily, welche wĂ€hrend ihres Deutschland/Prag-Roadtrips einen Nachmittag fĂŒr Dresden eingeplant haben, getroffen. Ich kenne Sabine ĂŒber das Internet wohl schon seit ĂŒber 18 Jahren und wir haben uns damals nicht nur Emails, sondern auch ganz klassische Briefe auf Papier mit ausgedruckten Fotos geschrieben. Das jetzige war allerdings unser erstes Treffen in Persona! Und ich fand das echt schön! Carsten hat bereitwillig die Rolle des StadtfĂŒhrers ĂŒbernommen und prĂ€sentierte unseren GĂ€sten aus den USA aus meiner Sicht die schönen Seiten von Dresden hervorragend.

Nachdem wir die wichtigsten Punkte unserer Altstadt gezeigt haben und uns zur Belohnung eine ordentliche Portion Eis an diesem warmen Tag gönnten, gab es natĂŒrlich auch noch ein Erinnerungsfoto mit uns allen:

Dieses Bild hat jetzt seinen Ehrenplatz auf unserer Wall of Visitors gefunden. Wir hoffen, dass wir die drei, vielleicht dann sogar noch mit ihrem vierten, mÀnnlichen Familienmitglied a.k.a Ehemann und Papa, nochmals in Dresden oder gar ganz woanders treffen können. Der Mann des Hauses musste leider arbeiten und konnte die MÀdels bei ihrem gesamten Roadtrip nicht begleiten. Aber unter uns: ein Wiederkommen lohnt sich auf jeden Fall, denn wir haben bei Weitem noch nicht alles gezeigt, was unsere schöne Stadt so zu bieten hat.

Schwenk zum nÀchsten Treffen:
Als Kerstin, unsere langjĂ€hrige Freundin, ihren Geburtstag in Mai feierte, schenkten wir ihr einen Gutschein fĂŒr einen gemeinsamen Wandertag – organisiert und durchgefĂŒhrt durch uns. Das Geschenk wurde von ihr am 7. Juli  eingelöst. Wir haben uns gemeinsam auf einen 20 km langen Rundwanderweg vom Dresdner Stadteil Lockwitz ĂŒber die BurgstĂ€dtler Linde nach Kreischa und ĂŒber die Babisnauer Pappel zurĂŒck nach Lockwitz verstĂ€ndigt. Das Wetter war uns hold und wir hatten unterwegs eine wunderbare Sicht, hin und wieder etwas Wegesrandproviant in Form von SĂŒĂŸkirschen, Brombeeren, kleinen (noch nicht ganz reifen) Birnen und Mirabellen sowie dazu noch einen Himmel mit herrlich anzusehenden Wolkenformationen:

Außerdem haben ich mich unterwegs noch mit einer Ziege angefreundet. Als Andrea das Bild von unserer Bekanntschaft gesehen hat, meinte sie: „Die Ziege hat sich bestimmt ĂŒber diese riesige, laufende Karotte gefreut.“ … gemeint ist natĂŒrlich die Farbe des T-Shirts    standard

Ein weiterer Begleiter eines anderen Wegabschnitts hat Carsten und mich als seine Ballwurfmaschinen sehr ins Herz geschlossen – ich war fĂŒr die Kurzsprints und Carsten fĂŒr die Langstrecken zustĂ€ndig.

Und das hat er auch wirklich immer fĂŒr sich entschieden, denn wenn er weit rennen wollte, brachte er seinen Tennisball zu Carsten und wenn er dabei zu sehr außer Puste geriet, trug er sein Spielzeug zu mir. Ich kann eben nicht so weit werfen wie mein Mann     zwinker

Übrigens, unterwegs habe ich entdeckt, wie man die heißgeliebten TeddybĂ€ren der Welt offline prĂ€sentieren kann:

In diesem HĂ€uschen waren alle Doppelfenster inklusive 20 cm breiter, innenliegender Fensterbank des Erdgeschosses mit viel „bĂ€rigem Leben“ gefĂŒllt – ich fand das klasse!

Treffen Nummer 3:
Da ich auf Arbeit zwei Kolleginnen – Kathrin und Lisa –  einmal in der Woche nach Feierabend helfe, ihre etwas verschĂŒtteten Russisch-Kenntnisse wieder auszugraben und aufzupolieren, war es natĂŒrlich nur logisch, dass sie auch mal die russische KĂŒche richtig kennen lernen sollten. Mein Vorschlag, an einem Dienstagabend ins Restaurant „Odessa“ zu gehen, wurde dabei dankbar aufgenommen. Trotz eines vorherigen Regenschauers setzten wir uns in das GĂ€rtchen im Innenhof des Restaurants, denn das aufgespannte Segel ĂŒber der Terrasse versprach einen zuverlĂ€ssigen Schutz bei einer etwaigen Wiederkehr von Regentropfen. Die Kollegen im Restaurant waren wie immer klasse: Das Essen schmeckte köstlich, der Service war stets zu Stelle, wenn man ihn sich gewĂŒnscht hat, aber dennoch nicht aufdringlich – alles perfekt fĂŒr einen gemĂŒtlichen Abend. Dazu hatten meine SchĂŒlerinnen eine tolle Möglichkeit, ihr Russisch gleich anzuwenden und das auch sehr erfolgreich! Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und ich zeigte meine absolute Lieblingsstelle in Dresden: das Nymphenbad im Zwinger. Beides war an diesem Dienstagabend nahezu menschenleer – eine ganz bezaubernde AtmosphĂ€re!

Ich glaube, auch Lisa ist diesem Zauber verfallen    standard

Auf zum nÀchsten Treffen:
Da wir schon ĂŒber Arbeit gesprochen haben    standard    Carus Vital, das Gesundheitszentrum unseres Arbeitgebers, ĂŒber welches ich schon paar mal geschrieben habe, bietet nicht nur sportliche Veranstaltungen, sondern auch Kochkurse an. Vor einigen Tagen gab es dann den Kurs „Vegetarisches Grillen“. Ich hatte mich leider etwas zu spĂ€t angemeldet und stand lange Zeit auf der Warteliste, aber glĂŒcklicherweise wurde noch ein PlĂ€tzel frei und ich konnte nachrutschen    standard    Carsten hat beim Wort „vegetarisch“ lieber gleich beschlossen, dass ich ohne ihn teilnehmen kann    zwinker
Diese Veranstaltung wurde netterweise von „meiner“ Julia vorbereitet und durchgefĂŒhrt. Das Grillgut in Form von eingelegtem HirtenkĂ€se und ebenfalls eingelegtem Zucchini-Champignon-GemĂŒse hat sie eigenhĂ€ndig schon vorbereitet gehabt. Solange das Grillgut nun vor sich hinbrutzelte, machten die Kursteilnehmer sich daran, nach ausgegebenen Rezepten die passenden Beilagen zuzubereiten.

Von links nach rechts: Sommernudelsalat, Tomaten-HirtenkĂ€seaufstrich, Tzaziki, Pesto, Linsensalat und gegrillte Kartoffeln, die mit dem Pesto gegessen werden sollten. Es war alles sehr, sehr lecker geworden … dass wir dabei mit jeder Menge Knoblauch gearbeitet haben, hat unsere Umgebung auch noch am nĂ€chsten Tag sicherlich deutlich wahrgenommen    standard

Nun zu unserem Hausgast:
Das Essensthema bringt mich auf das nĂ€chste Highlight: Wir haben seit ĂŒber einer Woche jemanden, den ich zum Anbeißen sĂŒĂŸ finde, zur Pflege in unserer Wohnung aufgenommen:

Es ist der Dsungarische Zwerghamster namens Egon von Andrea. Sie ist aktuell viel unterwegs (Umzugsplanungen nach Österreich & Kurzurlaub mit ihrer Schwester) und ihr Kumpel, welcher sonst die Tagespflege dieses kleinen Knuffels ĂŒbernommen hat, ist derzeit selbst im Urlaub. So hat sie ihren kleinen Mitbewohner aus Chemnitz zu uns gebracht. Ich denke, wir haben uns zu dritt inzwischen richtig gut eingelebt    standard

Er darf bei uns noch eine weitere Woche bleiben, danach bringen wir ihn wieder zurĂŒck. Dort hat er auch ein wesentlich grĂ¶ĂŸeres Gehege als bei uns.

Überleitung zum nĂ€chsten Thema:
Einen großen Auslauf im Freien hatten Carsten und ich am Samstag vor einer Woche. Wir waren erneut mit Teilnehmerninnen eines ehemaligen VHS-Russisch-Kurses von mir wandern, diesmal ĂŒberwiegend am Grenzfluß Kirnitzsch entlang. Aber die unverwechselbaren Formationen des Elbsandsteingebirges durften natĂŒrlich nicht fehlen, zumal man dort an einem heißen Tag ein ganz besonders schönes und schattiges PlĂ€tzchen zum Sitzen finden konnte    zwinker

Solche, zwischen FelswĂ€nden eingeklemmte Steinbrocken finde ich immer wieder beeindruckend …

… ich versuche allerdings an solchen Stellen immer sehr schnell durch zu laufen, denn man weiß ja nie, wann dieser Halt mal bröckelt    zwinker

Entlang eines recht langen Abschnitts des Wanderwegs wuchsen richtig großen Farne – ich fĂŒhlte mich ein wenig wie im Urwald von Jurassic Park    zwinker

Das Wasser der Kirnitzsch war kristallklar, wie diese Spiegelung und DurchlÀssigkeit am oberen Bildrand eindrucksvoll zeigt:

Das GrĂŒn der Wasserpflanzen wirkte auf mich sehr mĂ€rchenhaft – insbesondere, wenn sie im fließenden Wasserverlauf immer sanft hin- und herwiegten:

Es war so unglaublich ruhig dort! NatĂŒrlich konnte ich der Versuchung, meine FĂŒĂŸe von Wanderschuhen zu befreien und die Zehen in das Wasser einzutauchen, nicht widerstehen. Ein Beweisfoto gibt es in meiner „FĂŒĂŸe-im-Wasser„-Galerie    standard

SpĂ€ter, auf der Oberen Schleuse gönnten wir uns eine Kahnfahrt – die von der Wanderung ermĂŒdeten FĂŒĂŸe waren uns wirklich sehr dankbar. Bei so einer Fahrt erinnert man sich wieder, dass man nicht immer schnell von A nach B kommen muss, es geht auch langsam und entspannt.

Als wir an der unteren Staumauer gestartet sind, lag die Wassertiefe noch bei 4 m. An der weiter oben liegenden Bootsstation ist es ganz offensichtlich wesentlich flacher geworden.

Die Kirnitzsch ist schon sein Jahrhunderten ein Grenzfluß zwischen Tschechien und Deutschland. Doch die Namen der LĂ€nder Ă€nderten sich im Laufe der Jahre und manche Zeichen sind nur leicht etwas angepasst worden. Achtet einfach auf den Hintergrund vom Buchstaben „D“:

Hier kann man noch deutlich die DDR-Vergangenheit erkennen und auf tschechischer Seite zeigte auf manchem Grenzstein das LĂ€nderkĂŒrzel ČS noch die damalige AbkĂŒrzung der Tschechoslowakei.

Den Abend durften wir wieder mal im Garten von Kerstin und Lothar beim Grillen und einem Feuerchen ausklingen lassen:

Es war ein wunder-wunderschöner Sommertag!

Einen habe ich noch !
Auch Sommerabende können mal nach draußen locken und so folgte ich Annas Vorschlag, mal beim Palais-Sommer zu einem Konzert zu gehen. Letzten Dienstagabend, ich habe noch Kathrin mit dazu eingeladen, lauschen wir zu dritt den hervorragend gespielten JazzklĂ€ngen der Klazz Brothers:

Die Jungs haben mit einer Pause ganze zwei Stunden lang gespielt und es war wirklich klasse! Als der Auftritt zu Ende war, strahlte man das GebÀude vom Japanischen Palais, welches einige Museen beherbergt, noch mit einem Bild von einem bekannten Maler an. Erkennt ihr es?

Es ist ein Bild von Paul Gauguin: „Zwei Frauen auf Tahiti“. Ich gebe zu, den KĂŒnstler habe ich sofort erkannt, aber um zu wissen, wie genau dieses Bild heißt, musste ich recherchieren    standard

Oh, es ist ein ziemlich langer Beitrag geworden, aber es sind einfach zu viele zu schöne Erlebnisse passiert, welche ich mit euch hier schon seit langer Zeit teilen wollte. Mal schauen, was die nÀchsten Tage und Wochen so mit sich bringen werden!



2018 10.
Jun

Um ehrlich zu sein, ich kann keine vernĂŒnftige Antwort darauf geben, denn in meinem Leben kommt dieser Zustand so gut wie nie vor. Stattdessen gibt es ĂŒber jede Menge Erlebnisse zu berichten, die in den vergangenen zwei Wochen meine Schreibzeit fĂŒr sich beanspruchten    zwinker

Carsten und ich haben uns am Sonntag vor zwei Wochen recht spontan entschlossen, das schöne Sommerwetter fĂŒr einen Fahrradausflug auf dem Elbradweg zu nutzen. Es hat jede Menge Spaß gemacht und nach der Tour bis Pillnitz waren wir uns einig, dass wir uns ein spĂ€tes Mittagessen im Biergarten redlich verdient haben. Als Radfahrerin gönnte ich mir natĂŒrlich stilecht ein Radler    standard

Bei der Auswahl des Essens waren die Augen natĂŒrlich mal wieder etwas grĂ¶ĂŸer als der Mund    zwinker

Diese schöne, knusprige Haxe oben links bestimmte sogar völlig unerwartet noch den Ablauf der folgenden Tage. Ein StĂŒck von ihr hat sich nĂ€mlich in Carstens Speiseröhre als Nahrungsbolus festgesetzt und er konnte ab Sonntagnachmittag nichts mehr trinken und essen, weil der Pfropfen den Zugang zum Magen fest verschlossen hat. Atmen ging aber noch problemlos, sodass Carsten am Montag sowohl zum Sport gehen als auch zwei Meetings als Einladender abhalten konnte. Aber gegen 14 Uhr war Schluss mit Lustig und meine OrangenhĂ€lfte bewegte sich in die UKD-Notaufnahme, um das Problem endlich lösen zu lassen. Dank Magenspiegelung unter Vollnarkose war alles recht schnell erledigt und als ich nach meiner Arbeit an seinem Bett stand, war Carsten sogar schon wieder von allen SchlĂ€uchen befreit … nur die KanĂŒle sollte noch fĂŒr den Fall der FĂ€lle bis zur Entlassung dran bleiben.

Und hier ist ein Bild von seinem, wie wir es in der Familie genannt haben, „Alien“:

Die Haxe konnte ĂŒbrigens nix dafĂŒr, sie war wirklich lecker und ich habe sie am Dienstag noch völlig unfallfrei aufgegessen.

Da mein armer Mann dank Ă€rztlicher Hilfe nun wiederhergestellt war, konnte ich ganz beruhigt ein paar Tage spĂ€ter mit Anna zu einer FĂŒhrung durch die Ausstellung „Monster und Mythen“ ins Japanische Palais gehen.

Die Ausstellung ist klein, aber oho! Die riesigen Bewohner der Meere haben uns am meisten beeindruckt. Die FĂŒhrung war sehr entspannt und verstĂ€ndlich abgehalten, dazu war die junge Dame bestens ĂŒber alle AusstellungsstĂŒcke und die damit verbundenen Legenden und Geschichten informiert – es war sehr interessant und kurzweilig. Nachdem wir unseren Bildungsauftrag erfĂŒllt haben, gönnten Anna und ich uns noch einen schönen Abend beim Trinken und Schwatzen im Freien, denn das Wetter war wirklich einladend, um so lange wie möglich draußen zu bleiben. Inzwischen sind die SonnenuntergĂ€nge in Dresden sehr farbenfroh und richtig romantisch geworden:

Bei solch schönem Wetter macht es auch wieder sehr viel Freude, Menschen draußen im GrĂŒnen zu fotografieren. So passte es hervorragend, dass Manu und Ines, welche inzwischen ihr eigenes Tanzprojekt Irish Dance Women Dresden auf die Beine gestellt haben, ein paar Bilder fĂŒr ihre Homepage und andere Gelegenheiten brauchten. Bei den beiden komme ich irgendwie nie drum herum, mich auch mal vor die Kamera zerren zu lassen    zwinker

Wir haben sogar KrĂ€fte gemessen, doch auf dem Foto sieht man ganz deutlich den Unterschied zwischen einer Elfe und einer (haxenessenden) Steinbeißerfrau    zwinker

Beide MĂ€dels hatten in den letzten 14 Tagen auch ihren ersten großen Auftritt auf dem 3. Freitaler Irish Folk Festival und ich durfte natĂŒrlich ebenfalls viel knipsen und blitzen. Dabei hat Julia mich kurz gebeten, ihr Bierglas gegen meine Kamera zu tauschen … da ich dem MĂ€del mit den große Kulleraugen nichts abschlagen kann, ist so ganz nebenbei dieses Bild entstanden:

Hier haben Ines und Manu ĂŒbrigens die Rolle der Leprechauns ĂŒbernommen. In den HĂŒten, welche sie in der Hand halten,  ist das Geld, welches zahlreiche Zuschauer an die Musiker und TĂ€nzer gespendet haben, denn es wurde kein Eintritt zu der Veranstaltung verlangt. Es war insgesamt ein sehr fröhlicher und lustiger Abend!

Auf zum nĂ€chsten Ereignis: Wir haben schon lange vorgehabt, unsere OLCA-Mobile-Webseite auf den neuesten Stand zu bringen, schließlich ist der Suzuki Vitara schon seit dem 18. September letzten Jahres ebenfalls zum Familienmitglied geworden. Endlich haben wir es tatsĂ€chlich geschafft, unsere beiden fahrbaren UntersĂ€tze zu waschen und fĂŒr ein gemeinsames Fotoshooting im GrĂŒnen herauzuputzen. Das Ergebnis könnt ihr hier bewundern    standard

Gestern haben Carsten und ich uns wieder etwas Geschichtsunterricht gegönnt und liefen bei der Igeltour „Cottas Norden – Vom Wildwasser zur BestĂ€ndigkeit“ mit. Der Dresdner Stadtteil Cotta grenzt direkt an Briesnitz an und war somit frĂŒher, als wir noch im Haus wohnten, quasi unser Einzugsgebiet und wir kannten eben sehr viele Stellen der Tour.

Wir haben wie immer viel Neues erfahren und sind nun auf eine Tour durch das gesamte Cotta gespannt. Wenn wir es richtig verstanden haben, dann dĂŒrfte es wohl ĂŒber kurz oder lang eine solche FĂŒhrung von einem Igelaner geben.

Da wir schon in Hinterkopf hatten, dass Kirschenzeit ist, sind wir nach der Tour noch etwas weiter westlich nach BrabschĂŒtz gefahren, wohin wir inzwischen beinah jĂ€hrlich mindestens einmal zum KirschenpflĂŒcken fahren. Diesmal bemerkten wir, dass die unteren Äste der KirschbĂ€ume fachmĂ€nnisch gestutzt worden sind und somit nicht mehr alles vom Boden aus so gut zu erreichen war. Daher durfte Carsten seine KletterkĂŒnste und seinen Gleichgewichtssinn unter Beweis stellen:

Ich hĂŒpfte eher von unten, um an den einen oder anderen reich mit Kirschen bestĂŒckten Ast ranzukommen. Aber die MĂŒhe hat sich gelohnt, denn in etwa einer halben Stunde hatten wir zwei volle Plastikeimer gesammelt – die heimische Waage hat uns stolze 6 kg angezeigt.

Einer dieser Eimer ist ĂŒbrigens inzwischen schon wieder leer    standard

Auf dem Heimweg hielten wir noch ganz kurz an der ehemaligen Grundschule unserer MĂ€dels an, denn Stephanies Klasse hat 2006 als Abschlussgeschenk an die Schule eine HĂ€ngebirke gepflanzt. Dieses magere BĂ€umchen haben wir damals im Auftrag der Klasse in einer GĂ€rtnerei besorgt und in den steinigen Untergrund eingegraben:

12 Jahre spĂ€ter sieht es schon ganz anders aus – wow:

Nur das Holzschildchen hat nicht lange ĂŒberlebt    zwinker
Die Birke aber hat sich trotz des mageren Bodens unglaublich prÀchtig entwickelt, oder?

Beim KirschenpflĂŒcken haben wir schon stetiges Grummeln aus der Ferne gehört, aber das darauf folgende Gewitter ĂŒber Dresden hat uns zum GlĂŒck erst bei der Fahrt nach Hause erwischt:

Den Abend verbrachten wir in den eigenen vier WĂ€nden und schauten uns beim gleichzeitigen Vernichten der ersten Kilos frischer Kirschen die von Videobuster zugeschickte DVD „Reset“ an. Obwohl ich Filme mit Action und Zeitreisen mag, fand ich diesen aber leider nur eher durchschnittlich. Da bereiteten mir die Kirschen mehr GlĂŒck und Freude    zwinker



2018 03.
Mai

Eine der schönen Nebenwirkungen von Dienstreisen ist die Möglichkeit, sich vor und nach der Arbeitszeit wie ein Tourist zu benehmen und die Gegend ein wenig anzusehen. Vor dem Flug in die Ukraine zu einer Messe habe ich eine Zeit lang ĂŒberlegt, wann ich das letzte Mal in der Hauptstadt des Landes war. Ich stellte fest, dass ich, seit ich im Juni 1992 mein Visum dort in der Deutschen Botschaft erhalten habe, diese Stadt maximal auf einer Durchreise mit dem Zug „besuchte“. Die Erinnerungen waren sehr verschwommen, Kiew war nach so langer Zeit fĂŒr mich eine Terra Incognita geworden.

Und was soll ich sagen – ich wurde dort prompt von einem auf der Straße freilaufenden BĂ€ren angefallen!

Zum GlĂŒck sind ukrainische BĂ€ren gut erzogen, er hat sich fĂŒr sein unflĂ€tiges Benehmen entschuldigt und mich getröstet    standard

Einem Igelchen bin ich ebenfalls begegnet. Diese Figur kennt jedes Kind, welches in der UdSSR großgeworden ist, aus dem Trickfilm „Igelchen im Nebel

Auf einem meiner SpaziergĂ€nge habe ich ein Denkmal fĂŒr meine Namensgeberin gefunden – FĂŒrstin Olga

In der Geschichte von Kiew und vom Kiewer Rus spielte sie eine enorme Rolle und sorgte fĂŒr geregelte VerhĂ€ltnisse in ihrem FĂŒrstentum, wobei sie mit ihren Feinden nicht besonders zimperlich umging.

Ein Denkmal fĂŒr den Dichter Taras Shewtschenko war auch einfach zu finden. FĂŒr die ukrainische Sprache und Literatur spielt er eine Ă€hnliche Rolle wie Goethe fĂŒr die Deutschen. Allerdings war sein Leben weitaus beschwerlicher, denn als Leibeigener hat man es bedeutend schwerer im Leben …

NatĂŒrlich war ein Besuch auf dem Majdan ein Muss und glĂŒcklicherweise lag unser Hotel nur ein Katzensprung davon entfernt.

Die Erinnerungen an die Ereignisse von 2014 werden nach wie vor in Ehren gehalten. Fotos ĂŒber das Geschehene sind aufgestellt, Bilder der im Kampf gefallenen sind ebenfalls ĂŒberall zu sehen … man spricht dabei ĂŒbrigens von einer Revolution der WĂŒrde.

Politik und Krieg spielen dort auf jeden Fall eine wichtige Rolle. Auf den Straßen habe ich des Öfteren junge MĂ€nner in MilitĂ€runiform gesehen. Auch einige Statuen auf den Straßen wiesen auf die aktuelle Lage hin – diese hier fand ich besonders einleuchtend, die Symbolik ist quasi selbsterklĂ€rend …

… doch aufgrund der GrĂ¶ĂŸe des Fotos will ich eine kleine ErklĂ€rung geben: auf der Erde sind die Umrisse der Ukraine zu sehen, links/im Westen ein ukrainischer FreiheitskĂ€mpfer in Tracht (Kosak), der gegen einen doppelköpfigen Drachen (siehe Flagge bzw. Wappen von Russland) aus dem Osten kĂ€mpft, dessen Schwanz bereits auf der Krim liegt und HinterlĂ€ufe auf der Ostukraine stehen.

Aber es gab auch andere, nicht politische, sondern romantische, Kunstwerke zu sehen.

Da wir im Zentrum der Stadt lebten, hatten wir kurze Wege zu unterschiedlichen Kirchen. Das St. Michaelskloster befand sich am Ende unserer Straße und ist einfach nur wunderschön!

Bevor wir in die Ă€lteste Kirche der Stadt, die im 11. Jahrhundert erbaute Sophienkathedrale, gegangen sind, stiegen wir erst einmal auf den dazugehörigen Glockenturm auf – von oben hatte man einen tollen Blick ĂŒber die ganze Gegend!

Dass die Sophienkathedrale von der Aussichtsplattform in voller GrĂ¶ĂŸe zu sehen ist, versteht sich ja von selbst.

In diese Kirche sind wir auch hineingegangen. Die Fresken und Mosaiken sind noch im Original erhalten geblieben – es war irgendwie eigenartig, so viel Zeit(geschichte) mit eigenen Augen zu sehen: 10 Jahrhunderte! Fotografieren war allerdings nicht erlaubt, aber ich habe an einem anderen Portal eine Mosaik gefunden. Diese ist zwar vermutlich nicht so alt wie die Adorantfigur in Sophia, aber sie vermittelt zumindest den Eindruck der Schönheit, welche ich gesehen habe.

Die St. Andreas Kirche ist etwas weiter entfernt, aber sie zu sehen, war ein Muss … allerdings nur von Außen.

Dort beginnt auch der Andreassteig, eine Straße, welche den oberen und den unteren Teil der Stadt auf kĂŒrzestem Wege verbindet und auf welcher KĂŒnstler und SouvenirhĂ€ndler ihre Werke und ihre Waren zum Verkauf anbieten. Die VerkĂ€ufer waren sehr unaufdringlich und man konnte sich mit ihnen sogar unterhalten, ohne dass sofort etwas angedreht wurde – kann ich nur empfehlen! Und ja, ich habe sogar am Ende ein paar Sachen gekauft    standard

Apropos HĂ€ndler. Am Ende der kĂŒrzesten (nur 1.200 m) und breitesten Hauptstraße in Europa – Chreschtschatyk – befindet sich eine Markthalle, welche von 6:00 frĂŒh bis 4:00 frĂŒh immer geöffnet ist: die Bessarabska-Markthalle:

Ich schĂ€tze, vormittags wird da mehr los sein als spĂ€tabends, als wir hineingegangen sind. Aber das, was ich gesehen habe, brachte mich bereits zum Sabbern    standard    hier nur mal exemplarisch zwei Beispiele    zwinker

Erstens,  eingelegtes GemĂŒse in HĂŒlle und FĂŒlle:

Zweitens, Wurst und Speck bis zum Abwinken:

Ja, ich bin in meinem Herzen tatsĂ€chlich eine Ukrainerin, denn der Speck sah auch fĂŒr mich als Frau echt zum Reinbeissen aus!

Ich konnte mich aber noch beherrschen, denn anschließend sind wir in das ukrainische Restaurant Kortschma Taras Bulba gegangen, wo meine Geschmacksknospen ebenfalls voll auf ihre Kosten kamen    standard

Nach meiner RĂŒckkehr habe ich meiner Familie von dieser Stadt so viel vorgeschwĂ€rmt, dass wir nun ĂŒberlegen, auch mal abseits der Arbeit einen gemeinsamen Kurztrip dahin zu wagen. Ein Visum muss man ja zum GlĂŒck nicht beantragen, denn als EU-EuropĂ€er kann man sich bis 90 Tage in der Ukraine problemlos aufhalten – dass muss man ausnutzen    zwinker

Ich habe das GefĂŒhl, Kiew wartet schon auf uns    standard



2018 31.
Mrz

Was erwartet ein Einwohner der Bundesrepublik Deutschland in der zweiten MĂ€rzhĂ€lfte? Etwas Sonne, etwas WĂ€rme und einen beginnenden FrĂŒhling – das mĂŒssten meiner Meinung nach die ĂŒblichen Antworten sein. Aber das Klima hatte in diesem Jahr mit uns ganz andere PlĂ€ne: Es gab richtig harten Frost und nochmals Schneefall …

Aber selbst diese ungemĂŒtlichen Begleiterscheinungen haben Carsten und mich nicht daran gehindert, jede Menge außerhĂ€usliche Unternehmungen ins Auge zu fassen    standard    besonders voll ist der Tag am 18. MĂ€rz geworden. Carsten und ich standen bereits um 10 Uhr am Dresdner Zwinger, denn wir wollten unbedingt bei der Igel-Tour „Dichter, Denker, Literaten – eine LiteraTour“ dabei sein.

Carsten hat beim Verlassen der Wohnung leider seine Handschuhe und sein „Ohren“ (= ein Fleece-Stirnband mit OhrenschĂŒtzern) vergessen mitzunehmen. Bei der fast 2-stĂŒndigen FĂŒhrung und viel Wind hat er das natĂŒrlich sehr bereut, wusste sich aber wenigstens etwas zu helfen:

Zudem schneite es auch etwas, doch wenigstens gab es jede Menge geometrisch perfekte und somit sehr kunstvolle Schneeflocken zu sehen, die auf unserer Kleidung landeten und verweilten:

Aber die FĂŒhrung war das Frieren wert! Der Igel-Mitarbeiter Matthias Stresow ist nicht nur sehr wissend, sondern teilt sein Wissen auch gern und unterhaltsam. Wir haben bislang schon mindestens an drei seiner FĂŒhrungen in diversen Stadtteilen bzw. zu verschiedenen Themen teilgenommen und alle waren Ă€ußerst interessant. Nur, so durchgefroren wie bei dieser, waren wir bislang noch nie    zwinker

Da ich gegen 14 Uhr auf dem Dampfschiff „August der Starke“ sein sollte, um bei der inzwischen traditionellen St. Patrick’s Feier die Auftritte der TĂ€nzerinnen von der Irish Dance Company im Bild festzuhalten, wollten wir uns nach der FĂŒhrung nur ganz schnell noch bei der KutscherschĂ€nke etwas Heißes zu essen gönnen, um wenigstens von Innen wieder ein bisschen warm zu werden.

Zu Feier des (grĂŒnen) Tages habe ich gleich mal die Gelegenheit genutzt, einen meiner neu erworbenen Verlaufsfilter, natĂŒrlich den GrĂŒnen, auszutesten. Bildlich gesehen wirkt das Ergebnis, wenn man viel Fantasie hat, wie eine Mischung aus weißem Winter und der Hoffnung auf frisches GrĂŒn des FrĂŒhlings    zwinker

Da man diesen Filter problemlos drehen konnte, habe ich auch ein Bild mit einem grĂŒnen Himmel anzubieten    standard

Das Schiff war natĂŒrlich auch passend zur Feier des Tages geschmĂŒckt …

… und ich selber trug natĂŒrlich auch grĂŒn:

Die Kombination aus „aufgrund des Windes durchgefroren“ und „zum Einstieg ein Minibecher Whiskey“ steht mir sichtlich ins Gesicht geschrieben –> ich sehe nach beidem immer so knallrot aus!

Die MĂ€dels haben insgesamt vier Auftritte auf zwei unterschiedlichen Decks absolviert, wobei eine Ecke aus meiner Sicht zum Tanzen vom Platzangebot her leider sehr minimalistisch ausfiel    standard

Nachdem das Schiff am Abend wieder in Dresden anlegte, gab es eine St. Patrick’s Day Parade durch die Dresdner Innenstadt. Ich bewunderte die MĂ€dels echt, da sie mit Winterstiefeln auf dem Kopfsteinpflaster genau so leicht tanzten, also wenn sie mit Softschuhen auf einem Teppichboden herumwirbeln:

Das gleiche haben sie nochmals in der NĂ€he der Wilsdruffer Straße auf dem von zahlreichen Touristen fest getretenen, aber glĂŒcklicherweise zum grĂ¶ĂŸten Teil schon weggefegten Schnee, unfallfrei wiederholen können:

Es war ein toller (Sams-)Tag und ein wunderschöner Abend, der im geheizten St. Patrick’s Day-Festzelt auf dem Postplatz langsam ausklingen durfte – toll gemacht, MĂ€dels!

Am darauffolgenden Dienstag packte ich erneut meine Kamera ein, diesmal aber ohne irgendein Farbmotto, denn bei der LesebĂŒhne Phrase 4 geht es mehr darum, zuzuhören, um neben der tollen acht Kurzgeschichten auch eine vorab bekannt gegebene Phrase von einem der vier Autoren zu erkennen und sich schnell bzw. laut zu melden. Spoiler: ich war diesmal zu langsam    standard    es muss an dem immer noch anhaltenden Winter gelegen haben:

Die Betreiber der VerĂ€nderBar, in der die LesebĂŒhne seit Jahren ihre Heimat gefunden hat, haben ĂŒbrigens einen leuchtenden, stimmungsvollen Hinweis mit auf den Weg gegeben:

Drinnen war es allerdings noch etwas kĂŒhl, aber nachdem man sich ein Glas Wein gegönnt und die Geschichten einen abwechselnd berĂŒhrt, bewegt, zum Nachdenken und zum Lachen anregt haben, wurde es schon sehr bald warm ums Herz.
Zur Stammbesetzung Francis Mohr, Henning H.Wenzel und Lars Hitzing gesellte sich diesmal Arne Hirsemann aus Leipzig dazu und er hat seine Geschichten sehr lebendig und emotional mit dem Publikum geteilt:

Und das war erst der Anfang, was mich davor abgehalten hat, einen fĂ€lligen Blogeintrag schon eher zu schreiben    zwinker

Mit Carsten war ich einen Abend im Kino, um uns „Unsere Erde 2“ anzusehen … und wir haben ihn fĂŒr richtig gut befunden! Das einzige, was auf uns etwas befremdlich wirkte, war GĂŒnther Jauchs Stimme als ErzĂ€hler – aber das ist wohl Geschmackssache …

Mit Anna war ich einen anderen Abend im Boulevardtheater, wo wir die Premiere von „Azzurro – Wie zĂ€hme ich einen Italiener“ gesehen haben – das StĂŒck macht echt gute Laune, zumindest fĂŒr unsere Generation, welche mit Italo-Pop immer wieder schöne Erinnerungen an die Jugendzeit verbindet und die den Film „Der gezĂ€hmte Widerspenstige“ vermutlich mehr als nur einmal gesehen hat. Warum? Weil man diesen damals soooooo toll fand    standard    Anna und ich waren uns einig: das StĂŒck ist auf jeden Fall einen Besuch wert!!!

Und wie man an uns sieht, sind die winterlichen Tage inzwischen Geschichte geworden    standard    man muss einfach nur die Zeit, bis der FrĂŒhling richtig ankommt, mit vielen schönen Unternehmungen und Menschen ausfĂŒllen, dann kann das Warten auch sehr kurzweilig sein!



2018 25.
Feb

Wie ich bereits versprochen habe, möchte ich gern einige EindrĂŒcke von unserem zweiwöchigen SĂŒdfloridaurlaub mit euch teilen. Es ist gar nicht so einfach, sich bildertechnisch zusammenzureißen und nur eine kleine Auswahl der letzten 14 Tage zu geben, das könnt ihr mir glauben! Ein paar Bilder und Infos hat Carsten bereits an anderen Stellen auf unserer Homepage untergebracht. Zum einen kann man die lieben und netten Menschen, welche wir bei unserer Reise wiedergesehen oder kennengelernt haben, auf der Wall of Visitors (ganz nach unten scrollen oder per Flagge dorthin springen) ansehen. Zum anderen kann man einen recht guten Überblick ĂŒber die von uns besuchten StrĂ€nde bekommen, wenn man sich meine Obsession Nr. 4-Galerie anschaut, denn die letzten 11 Aufnahmen sind eben wĂ€hrend dieser Reise entstanden.

Die Idee, nach Miami zu gehen, ist definitiv unserer gemeinsamen Begeisterung fĂŒr diverse Filme und Serien geschuldet, welche in dieser Stadt spielen, z.B., „Miami Vice“ , „Bad Boys“ , „Dexter“ und „CSI:Miami“ , wobei sowohl Carsten als auch ich nicht zuletzt immer so sehr von den krĂ€ftigen Farben dieser Gegend angetan waren. Es war also mal an der Zeit, mit den eigenen Augen zu ĂŒberprĂŒfen, ob diese auch im wahren Leben so sind    zwinker    Achtung Spoiler: JA, SIND SIE !!!

Um ein richtig dekadentes LebensgefĂŒhl zu genießen, haben wir uns diesmal nicht in einem popeligen Hotel oder einer Ferienwohnung einquartiert, sondern gleich mal stilecht in einer kleinen, gemĂŒtlichen Yacht in einer Marina im Stadtteil Aventura:

Wenn wir nach dem Aufwachen unsere Köpfe aus der oberhalb des Bettes vorhandenen Dachluke schoben, wurden wir mit diesem Ausblick belohnt:

Als Auto gönnten wir uns passend zur Gegend zudem ein Mustang Cabrio    standard

Es hat allerdings ein paar Tage gedauert, bis wir den bestellten Autotyp von unserem Autovermieter, es war die fĂŒr uns beide bis dato unbekannte Firma Thrifty, erhalten haben, denn nach unserer Ankunft gegen 23:00 Uhr am Flughafen war das bestellte Auto nicht verfĂŒgbar und wir haben uns mit einem Infinity Q30 zufrieden gegeben, um weit nach Mitternacht endlich vom Flughafen zu unserer Unterkunft zu kommen. Am nĂ€chsten Tag waren wir wir abgesprochen kurz vor Mittag da und nachdem wir uns ca. 40 Minuten lang die Ausreden „Der Wagen wird gereinigt“ und „Kommt sofort“ angehört haben, hat man uns zur ÜberbrĂŒckung einen Chevrolet Camaro (allerdings kein Cabrio !) ĂŒbergeben. Abends dann der nĂ€chste Versuch und nach einem völlig unnötigen Chaos (der Mitarbeiter hat bei der Übergabe des Camaro statt Umtausch die RĂŒckgabe des Wagens im System eingetragen) konnten wir endlich die SchlĂŒssel fĂŒr DEN Wagen, welchen wir schon von Deutschland aus bestellt und bezahlt haben, in Empfang nehmen. Wenn es sich vermeiden lĂ€ĂŸt, werden wir bei dieser (Billig-)Firma nie wieder ein Auto mieten! Aber nun konnte es fĂŒr uns auch endlich autotechnisch mit dem richtigen und geplanten Urlaub losgehen.

Zwischen Autotausch 1 und 2 (Infinity & Camaro) haben wir mit einem Doppeldecker eine mehrstĂŒndige FĂŒhrung durch die Stadt genossen, welche wir ebenfalls schon von Dresden aus buchten:

Es war eine Kombi aus Stadt- und Boottour, was einfach perfekt passte, denn das Ende der ca. 90-minĂŒtigen Bootstour fiel genau (wie geplant) auf die Zeit des Sonnenuntergangs, welcher derzeit immer pĂŒnktlich auf 18:15 Uhr fiel – allein das war schon ein unglaublich schöner Moment und wir fĂŒhlten uns durch die Serien und Filme nicht in die Irre gefĂŒhrt! Wer hat bei diesem Anblick nicht das „Yeeeeaaaahhhh“ von The Who aus dem Intro von „CSI-Miami“ im Ohr …

Miami hatte aber auch sonst noch ein paar Überraschungen fĂŒr uns parat, denn z.B. habe ich vorher nicht mal annĂ€hernd gedacht, dass es in dieser teuren Stadt ein kostenloses Transportmittel geben könnte – man kann mit dem Metromover in Downtown tatsĂ€chlich ohne Ticket fahren:

Ich kam auch nie auf die Idee, dass sich die Banyan-BĂ€ume, welche wir auf Bali zum ersten Mal gesehen haben, auch in Florida sehr heimisch fĂŒhlen:

Doch den grössten Teil der SehenswĂŒrdigkeiten kannten wir schon sehr wohl aus Film, Fernsehen und dem Internet und erliefen diese immer wieder auch auf eigenen Entdeckersohlen, wie z.B. hier den SoBe a.k.a. South Beach:

Außerdem besuchten wir ein echtes und mein allererstes Basketballspiel: Miami Heat spielte gegen Houston Rockets:

Ich fand das Spiel wesentlich spannender und auch kurzweiliger als Fußball, denn es war eigentlich immer viel los auf dem Spielfeld    :)    selbst bei den Pausen und Time-Outs verkĂŒrzten kleine Programmpunkte auf dem Feld und im Zuschauerrund die Wartezeit. Und dann natĂŒrlich die in der NBA festgelegte Angriffszeit von nur 24 Sekunden … da war nix mit Ball-in-den-eigenen-Reihen-halten und Auf-Zeit-spielen!

Leider haben die Gastgeber mit 101:109 verloren … dabei sah es zwischenzeitlich fĂŒr sie echt gut aus! Der Stimmung im Stadion tat das aber keinen Abbruch und T-Shirts mit dem Heat-Logo habe ich dennoch gekauft    zwinker

Wer Streetart mag, sollte unbedingt die Winwood Walls besuchen – sehr beeindruckende Grafiken sowie Graffitis und das nicht nur innerhalb des Areals, sondern auch in der ganzen Gegend um diese Freiluftausstellung herum:

HĂ€tten wir Heimweh gehabt, könnten wir diesen ĂŒbrigens auf schnellem Weg  lindern    zwinker    diesen Hinweis haben wir auf der Suche nach Dexters Filmhaus in Bal Harbour zufĂ€llig im Vorbeifahren entdeckt:

Doch unter uns: hatten wir nicht    :-P

Stattdessen besuchten wir gleich mehrere Male lieber die Gegend, wo sich Kubaner quasi wie zu Hause fĂŒhlen können, denn Little Havanna ist fest in deren (Kultur-)Hand:

HĂ€hne gelten bei den Kubanern als GlĂŒcksbringer und deshalb sind sie an vielen Orten der Calle Ocho, die bekannteste Straße dieses Stadtviertels, ganz leicht zu finden … teilweise tippeln sie sogar in Echt zwischen den Autos herum:

Auch als absolute Nichtraucher haben wir mal die Gelegenheit genutzt, der Herstellung von Zigarren zuschauen zu können:

Diese GrĂ¶ĂŸe war allerdings einmalig    zwinker    und bestimmt unrauchbar:

Der berĂŒhmte Domino-Park war selbstverstĂ€ndlich ebenfalls ein Muss fĂŒr uns. Erst beim spĂ€teren Sichten der Fotos und nach dem Dominoabend bei Jesus (s.u.) haben wir gemerkt, dass die Anzahl der Augen auf den Spielsteinen wesentlich höher sein kann, als die gewohnten 6 … und damit liegen natĂŒrlich am Ende auch sehr viel mehr Spielsteine auf dem Tisch:

Das dĂŒrfte wohl auch die ErklĂ€rung dafĂŒr sein, warum sich Spieler dort Tag fĂŒr Tag gleich mehrere Stunden aufhalten und strategische PlĂ€ne schmieden können    zwinker

Wir haben gleich zu Anfang mal einen ganzen Tag dafĂŒr eingeplant, die Florida Keys zu besuchen. Unterwegs sind bis heute noch jede Menge Spuren der zerstörerischen Kraft von Hurrikan Irma vom September 2017 zu sehen. Wir dachten zudem, dass wir unterwegs immer die parallel zum Highway verlaufende, ehemalige Eisenbahnstrecke sehen wĂŒrden, aber diese BerĂŒhmtheit war leider nur fĂŒr ca. 50 km im mittleren Abschnitt der ca. 300 km langen Strecke von Aventura nach Key West sichtbar. Das Ganze sieht aber trotzdem echt schick aus!

Ein Besuch beim sĂŒdlichsten Punkt der kontinentalen USA gehörte fĂŒr uns natĂŒrlich ebenfalls zum Programm:

Der Name „Home of the Sunset“ beschreibt dieses Fleckchen der Erde sehr, sehr treffend – wir hĂ€tten stundenlang zuschauen können, aber nach ca. 20 min ist auch der noch so schönste „Sunset“ leider vorbei:

Auch auf den Keys glaubt man felsenfest daran, dass HĂ€hne GlĂŒck bringen, doch statt der ĂŒbergroßen Plastikversionen setzt man hier allerdings nur auf das echte Federvieh, welches ausgesprochen zahlreich völlig ungeniert auf den Straßen von Key West flanieren darf:

Aufgrund fehlender Strassen und natĂŒrlich der dort vorkommenden Fressfeinde sieht man im Everglades-Nationalpark keine Gockel    standard    wir dagegen haben dort an einer gefĂŒhrten Tour mit dem Airboot teilgenommen:

SelbstverstĂ€ndlich wollten wir neben Reihern und anderen Wasservögeln unbedingt die Ureinwohner der Everglades in ihrer authentischen Umgebung sehen. Zum GlĂŒck hat es aus nĂ€chster Nahe funktioniert:

So ein Alligator hĂ€tte sich ganz bestimmt ĂŒber ein glĂŒckbringendes HĂ€hnchen gefreut    zwinker

Die Riesenechsen auf den BĂ€umen sind dagegen erst spĂ€ter und mithilfe der Menschen in dieses Gebiet eingewandert, fĂŒhlen sich aber ganz offensichtlich sehr wohl dort:

Dank der anschließend folgenden Show haben wir verstanden, dass Alligatoren eigentlich nicht besonders angriffslustig sind:

Es gab allerdings die ausdrĂŒckliche Empfehlung, DAS nicht in Eigenregie und in der freien Natur zu wiederholen    zwinker

Mit dieser Warnung im Ohr sind wir nach dem Besuch des fĂŒr Touristen erschlossenen Everglades Holiday Parks noch zur Loop Road gefahren. Diese Fahrt auf der ca. 38 km langen und zum Teil unbefestigten Straße hat unsere Erwartungen bei Weitem ĂŒbertroffen. Es war mit uns kaum ein anderer Besucher dort, es herrschte eine erholsame Stille und doch gab es jede Menge Leben neben und auch auf der Straße. Aber seht es euch selbst an    standard

Letzteres sind zwei von drei Geier, die locker-flockig ĂŒber die Straße hĂŒpften und uns mit dem Auto passieren ließen.

Und dies ist der mit Abstand grösste Alligator, den wir an dem Tag gesehen haben … min. 2 Meter hatte er schon und fauchen konnte er ebenfalls sehr bedrohlich – wohl gemerkt: da ist kein Zaun und keine Absperrung zwischen mir und der ĂŒberdimensionalen Handtasche!

Wir durften ĂŒbrigens noch sehr viel mehr von Floridas Tierwelt kennenlernen … nur ausgerechnet die Tiere, die wir besonders gern gesehen hĂ€tten, haben sich uns einfach nicht gezeigt: Manatees. Das erinnert uns ganz stark an die Reise nach SĂŒdaustralien, wo wir leider keine Wombats (gibt es hier nicht) und Schnabeltiere (tauchten nicht auf) zu Gesicht bekamen.

Aber die sich Zeigenden sind auch sehr schön gewesen    standard

Diese Lebewesen habe ich erst gar nicht als etwas Lebendiges angesehen, sondern als ein StĂŒck Plastik:

Weit gefehlt, es sind nĂ€mlich nicht ganz ungefĂ€hrliche Quallen, die den Namen Portugiesische Galeere tragen. Carsten klĂ€rte mich zwar schon vor Ort ĂŒber die Gattung Qualle auf, aber die „Kleinigkeit“ der GefĂ€hrlichkeit habe ich zum GlĂŒck erst zu Hause nachlesen können    zwinker    denn so hatte ich doch noch jede Menge Spaß beim Baden zwischen den vereinzelt auftretenden, aufgeblasenen Viechern. Zum GlĂŒck hatten wir genug Abstand von ihnen halten können und die zum Teil meterlangen Tentakeln hinterließen bei uns keinerlei Brandwunden:

Wir haben aber nicht nur die wilde Tierwelt von Florida kennengelernt, sondern auch die gezĂ€hmte und sehr-sehr freundliche    standard

Das ist Roscoe, der ganz knuffige Haussitter von Sandra und Jim in Cape Coral. Wir haben uns mit ihm trotz seiner ZĂ€hne blendend verstanden    standard

Überhaupt war das Wochenende bei Sandra auf der anderen Seite der Florida-Halbinsel superschön. Nicht zuletzt auch durch die Zeit, welche wir zusammen an den dortigen StrĂ€nden des Golfs von Mexiko verbrachten und die Seelen baumeln ließen … mit dem Sammeln von Muscheln sowie dem Beobachten von Delfinen in StrandnĂ€he und den Pelikanen auf dem Wasser und an der Pier: 

In Cape Coral haben wir mit Sandras Hilfe zudem noch eine weitere, fĂŒr uns bis dato unbekannte Tierart entdeckt … oder habt ihr schon jemals ein in Erdhöhlen lebenden Kaninchenkauz gesehen?

Eine weitere neue Erfahrung, welche Carsten und ich gemeinsam am letzten Tag vor der Abreise gemacht haben, war ein Rundflug ĂŒber Miami. Und zwar genau mit dem kleinen, viersitzigen Flugzeug, welches hinter uns steht:

Um ehrlich zu sein, hatte ich anfangs sogar wirklich ein paar Bedenken, da einzusteigen. Aber Brian, der Pilot von der ATA Flight School, hatte die Kiste perfekt im Griff. So habe ich wĂ€hrend des Fluges nichts anderes als Begeisterung empfunden, denn der Blick von oben auf die Stadt, die Inseln und die StrĂ€nde ist einfach nur atemberaubend!

So einen Rundflug kann ich echt jedem nur empfehlen!

Nach dem Propellerabenteuer waren wir noch bei Jesus (sprich: „Chesuuss“), einem im Miami kennengelernten Couchsurfer, eingeladen, um bei seinem regelmĂ€ĂŸigen Domino-Turnier mit Freunden aus Venezuela erst nur zuzusehen und dann sogar mitzuspielen – ja, Domino ist nicht nur das plumpe Aneinanderlegen von Steinen, bei dem man ein glĂŒckliches HĂ€ndchen im Ziehen seiner Anfangs-Dominos und dem anschließenden Ablegen seiner Spielkameraden hoffen darf. Die Taktik ist in etwa mit Skat oder Doppelkopf zu vergleichen, denn man muss alle noch vorhandenen und gelegten Spielsteinkombinationen im Kopf haben und sich innerhalb der zwei Zweierteams blind durch „richtiges“ Ablegen mit seinem Spielpartner die Strategie auskundschaften.

Zur StĂ€rkung gab es die traditionell venezolanischen Maisfladen Arepa – sehr lecker!

Dank Jesus haben wir ĂŒbrigens eine Woche zuvor die Gegend von Whiskey Creek entdecken können, wo man unter anderem im Ozean baden, in einer urgemĂŒtlichen Strandbar diverse GetrĂ€nke zum Spottpreis zischen (ein Bier fĂŒr 2 Dollar – normalerweise kostete das immer so ab 6 Dollar aufwĂ€rts!!!) und mit geliehenen Kanus bzw. Kayaks zwischen Mangroven herumpaddeln konnte.

Wir sind ein paar Tage spĂ€ter nochmals dort gewesen, denn der touristisch nicht ĂŒberfĂŒllte Strandabschnitt und auch der oben beschriebene „Hideout“ mit Alkoholischem und BBQ-Leckerlies haben uns einfach so gut gefallen.

Aber die zwei Wochen gingen viel zu schnell vorbei und dann war es auch schon wieder an der Zeit, sich von der bunten Welt Floridas zu verabschieden:

Alle Erwartungen und Vorstellungen durch die oben erwĂ€hnten Serien und Filme sind erfĂŒllt und grĂ¶ĂŸtenteils auch ĂŒbertroffen worden:

  • das kristallklare Karibikblau des Wassers
  • der zweimal am Tag in sĂ€mtlichen Rottönen erstrahlende Himmel und Horizont
  • die zahlreichen GrĂŒntöne der Palmen, BĂ€ume, StrĂ€ucher und Parkanlagen
  • das Weiß und Pastell der (Art Deco-)HĂ€user sowie Wolkenkratzer
  • das Ă€ußerst stimmige Arrangement der Glas- und Stahlbetonbauten (im Gegensatz z.B. zu Dubai)
  • die freundlichen, vor allem spanisch sprechenden Menschen
  • die sommerlichen Temperaturen von 25 bis 30 Grad
  • … diese Liste könnte sich noch ĂŒber mehrere DinA4-Seiten erstrecken!

Aber auch jeder Traum geht einmal zu Ende … so sind wir letztes Wochenende wieder wie gebucht und geplant in einem Dresden mit Minusgraden angekommen und haben auch schon unsere erste Arbeitswoche (ohne grĂ¶ĂŸere Katastrophen) hinter uns bringen können. Damit bleibt uns die Erholung sogar noch etwas lĂ€nger erhalten. Auch die extra fĂŒr diesen Trip hervorgekramten Sommersachen sind wieder gewaschen und tief unten in den SchrĂ€nken verstaut, aber der nĂ€chste Sommer kommt bestimmt    zwinker



2018 19.
Jan

Der Jahreswechsel ist fĂŒr uns / mich diesmal auf besonders leisen Pfoten angekommen und irgendwie habe ich das GefĂŒhl, dass es gar keine zeitliche ZĂ€sur gegeben hat. GlĂŒcklicherweise gibt es schöne Rituale bei den OLCAs, die in meinem Fall einerseits ein Beweis dafĂŒr sind, dass ein Jahr meines Lebens wieder vorbei ist, anderseits aber zeigen, wie schön das Jahr insgesamt war, was man so alles erlebt hat und auch mit wem. Dazu gehört zweifelsohne eben auch das Auspacken meiner Jahres- bzw. Erinnerungskiste. Ihr wollt sicher wissen, was sich diesmal so alles angesammelt hat, oder ? Das möchte ich euch selbstverstĂ€ndlich auch dieses Jahr (wie die anderen bisher: 2013, 2014, 2015 & 2016) nicht vorenthalten    zwinker

Und nun im Detail, was ein paar dieser Sachen zu bedeuten haben – ein Klick auf das Bild vergrössert die Übersicht und nach jeder Beschreibung wird ein Hinweis zur Position des Belegs gegeben.

Premieren des Jahres:

  • Zum ersten Mal bin ich dank S&V Mobility auf einem Segway gefahren (es war einst ein ganz uneigennĂŒtziges Geschenk an meine OrangenhĂ€lfte). Dabei habe ich so viel Spaß gehabt, dass wir einen weiteren Segway Ausflug – ebenfalls ganz uneigennĂŒtzig – an Anna schenkten, damit auch ihr lang gehegter Wunsch mal in ErfĂŒllung gehen konnte.    [oben links]
  • Carsten durfte zum ersten Mal in seinem Leben einen Trabant 601 lenken. Beim Kurven durch die Dresdner Straßen war ich mit meiner Beifahrerin-Rolle ganz zufrieden und so hat nur mein Mann nach der Fahrt ganz berechtigt seinen Trabi-FĂŒhrerschein erhalten!    [oben links & oben rechts]
  • Beim 18. Dresdner Pflegetag durfte ich zum ersten Mal mit dabei sein und ich muss sagen, es gab wirklich jede Menge interessante VortrĂ€ge. Einen großen Dank an meine Chefin, dass sie mich mitgenommen hat.    [mittig links]
  • Zum ersten Mal habe ich eine eigens kreierte Kette zusammengestellt und aufgefĂ€delt. Dabei war ich so erfolgreich mit meinem Entwurf, dass ich nach exakt dem gleichen Muster noch zwei weitere im Perlenladen herstellte: eine fĂŒr Anna und eine fĂŒr Susanne … ich habe auch schon gesehen, dass sie diese Werke tatsĂ€chlich tragen und nicht nur aus Höflichkeit dankten    standard    [unten links]
  • Zum ersten Mal konnte ich beim Sommerfest meines jetzigen Arbeitgebers teilnehmen und war sehr von der großen Organisation und der Zusammenkunft der vielen Mitarbeiter beeindruckt. Mehr durch Zufall habe ich dort auch eine Mutter getroffen, die wir bislang nur von gemeinsam besuchten Elternversammlungen von Stephanies Klasse im Gymnasium kannten. Beim Quatschen stellten wir allerdings fest, dass wir inzwischen seit fast zwei Jahren immer wieder dienstlich miteinander telefonieren, doch da wir beide nicht die gleichen Nachnamen wir unsere MĂ€dels haben, war weder ihr noch mir klar, wer sich am anderen Ende des Telefon befand. Was fĂŒr ein Aha-Erlebnis!!!    zwinker    [oben links]
  • Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich ganz legal (natĂŒrlich gegen ein entsprechendes Zusatzentgelt) an jeder großen und langen Schlange in einem Freizeitpark vorbeigetrabt. In den Universal Studios in L.A. darf man fĂŒr 90$ mehr völlig tiefenentspannt von ganz hinten nach ganz vorne gehen … mit einem „Front of Line“-Ticket um den Hals. Einen großen Dank an Ines fĂŒr die Idee, uns zu ĂŒberzeugen, diese „SchummelpĂ€sse“ doch zu kaufen!    [lila AnhĂ€nger mit schwarzen BĂ€ndchen mittig links]
  • Zum ersten Mal habe ich zu Ostern ein Geschenk bekommen, welches eigentlich gar nicht fĂŒr mich bestimmt war. Andrea hat nĂ€mlich bei Oxfam Geld fĂŒr ein Zicklein gespendet, damit das an eine bedĂŒrftige Familie gegeben werden kann. Ich habe im Gegenzug einen KĂŒhlschrankmagneten mit dem „kleinen Milchgesicht“ bekommen und bin zudem sehr stolz auf meine Tochter, die wirklich versucht, unsere Welt ein bisschen besser zu machen.    [mittig rechts]

Auf Reisen versuchen wir immer etwas Neues zu entdecken und davon gab es im Jahre 2017 zum GlĂŒck auch wieder reichlich:

  • Unseren 11. Hochzeitstag verbrachten wir diesmal in einem RIU-Hotel auf den Kapverden. Die Anreise nach Boa Vista war mit ca. 5200 km die bislang grĂ¶ĂŸte Entfernung, die wir fĂŒr diesen Anlass im Februar zurĂŒckgelegt haben … vom Hochzeitstag in Las Vegas mal abgesehen    zwinker   bin gespannt, wann das wieder getoppt wird und wie es weitergeht in den Reihen der OLCAschen Hochzeitstagsurlaube: Hamburg (Norddeutschland) – Bad Schandau (Ostdeutschland) – Antalya (SĂŒdtĂŒrkei) – Torremolinos (SĂŒdspanien) – Prag (Tschechien) – Corralejo auf Fuerteventura (Spanien) – Weimar (Ost-Deutschland) – Schnaittach bei NĂŒrnberg (SĂŒddeutschland) – Jelena GĂłra (Westpolen) – Playa del InglĂ©s auf Gran Canaria (Spanien) – Praia de Salines auf Boa Vista (Kapverden). Ihr seht: mal zieht es uns in die WĂ€rme und mal bleiben wir in der FebruarkĂ€lte … Boa Vista zĂ€hlt da natĂŒrlich zu wohltemperierten Destinationen und hat uns mehr als beindruckt – die Insel ist auf jeden Fall eine Reise wert.    [diverse Dinge links/mittig oben]
  • In Wien schlenderten wir nicht nur ein verlĂ€ngertes Wochenende durch die schöne Innenstadt und die mĂ€rchenhaften Parks samt Schlösser, sondern gönnten uns auch ein oberleckeres StĂŒck Sachertorte im gleichnamigen Cafe.    [beiges ZuckerpĂ€ckchen mittig]
  • Im Nachbarland Tschechien erkundeten wir bei einer einwöchigen Rundfahrt mal wieder ein paar StĂ€dte: in Gablonz kauften wir selbstverstĂ€ndlich den weltweit bekannten Glasschmuck, in Pilsen durften wir im Rahmen eines Braureibesuchs durch die unterirdischen GĂ€nge der Innenstadt wandeln, in Krumau galt es die Schönheit der Stadt zu bestaunen und in Budweis konnten wir bei einem kleinen Stadtfest hautnah mit dabei sein.    [diverse Dinge mittig]
  • London war schon seit Ewigkeiten ein Ziel meiner Reiselust und der Traum wurde im Jahre 2017 endlich erfĂŒllt! Auch wenn es nur ein verlĂ€ngertes Wochenende war und zeitgleich der schreckliche Amoklauf an der London-Bridge und im Bereich des Borough Market stattfand, hat mich diese Stadt mehr als nur in den Bann gezogen – da fahren wir bestimmt noch einmal hin!    [gar nicht erst suchen – zu versteckt]
  • Unseren Sommerurlaub verbrachten wir zusammen mit Ines und Torsten als Rundreise im Westen der USA: Los Angeles, Las Vegas und San Francisco, dazu zahlreiche Nationalparks (z.B. Joshua Tree, Death Valley, Zion, Bryce & Yosemite) und jede Menge anderer Highlights (z.B. Highway 1, Geisterstadt, Autostrand, Tierbegegnungen & ein Speedingticket ĂŒber 400$). Sorry Carsten, aber mit den beiden hat das Testen der verschiedenen Biersorten an jedem Ort viel mehr Spaß gemacht als mit dir Abstinenzler … dafĂŒr konnte er aber eben immer ohne vorheriges Auslosen mit dem US-typischen Monster von Auto fahren    standard    [die zwei Bottle Caps mit BĂ€ren mittig]
  • Auch die IJsselmeer-Gegend war fĂŒr Carsten und mich absolutes Neuland, ist aber ebenfalls fĂŒr uns ein sehr lohnendes Ziel, um nach einer gewissen Zeit nochmals dorthin zu fahren. Insbesondere das nigelnagelneue Auto samt FahrradtrĂ€ger hat sehr zur guten Laune und Erkundung per Pedes und Drahtesel beigetragen.    [ebenfalls gar nicht erst suchen]

Und was haben wir sonst noch so im Jahr 2017 gemacht, unternommen, entdeckt und zelebriert ?

  • Wir konnten glĂŒcklicherweise wieder sehr viel Zeit mit unseren Kindern verbringen: gegenseitige Besuche in Dresden, Potsdam und Chemnitz, haben viel gekocht und vielleicht noch mehr auswĂ€rts gegessen, konnten stundenlang spielen und quatschen, haben gemeinsam die AusgĂ€nge in den verwinkelten Wirren des Labyrinthehauses in Altenberg gesucht (und gefunden!) und machten uns gegenseitig immer wieder kleine und große Geschenke mit und auch ohne Anlass. Auch wenn wir jetzt nicht mehr so nah beieinander wohnen (oder vielleicht gerade deswegen?)    zwinker    schĂ€tzen wir die gemeinsame Zeit nun umso mehr.
  • Wenn meine Kinder mal nicht in greifbarer NĂ€he sind und ich dennoch jemanden zum Knuddeln und Schwatzen brauche, dann gibt es da noch das „Adoptivkind“ Julia von meiner Arbeit. Sie hat mich mich diese Jahr zudem immer ganz unkompliziert bei diversen Fotovorhaben unterstĂŒtzt, wie z.B. bei den Monatsprojekten „Gegen das Licht“ und „Körpersprache“ – dafĂŒr gibt es im Gegenzug auch gerne immer wieder mal ein KĂ€ffchen beim BĂ€cker und etwas zu essen    zwinker
  • Apropos Essen. Diese, unsere LieblingsbeschĂ€ftigung ist natĂŒrlich auch im vergangenen Jahr bei uns nicht zu kurz gekommen, was die diversen Rechnungen durchaus eindrucksvoll belegen: 
    • Dank Andreas Umzug nach Chemnitz haben wir jetzt öfter einen Grund, im Meyers Diner einzukehren.    [mittig links]
    • Wir waren mit Kindern beim allerersten Osterbrunch des Eivissa Cafes.    [mittig]
    • Im MilchmĂ€dchen kann man bei sehr leckerem Kuchen und dazu passendem Kaffee auch fĂŒr ganz lange Zeit versacken.    [mittig]
    • In der L’Osteria fĂŒllten wir zu fĂŒnft nach einem Wandertag unsere Energiereserven auf. Wer der fĂŒnfte ist? Karl, Andreas Freund. Ja er gehört nach mittlerweile 5 Jahren schon irgendwie fest zur OLCA-Familie    zwinker    [mittig]
    • Nach ewigen Zeiten haben Carsten und ich uns mal wieder Essen nach Hause liefern lassen – im Schnizz vor Ort wird man ganz prompt bedient, zu Hause mussten wir eine gute Stunde auf unsere Bestellung warten … beim nĂ€chsten Mal gehen wir lieber wieder direkt dorthin    standard    [unten links]
    • Im mexikanischen Restaurant Espitas haben wir zusammen mit Ines und Torsten gebruncht und dabei live bzw. sogar hautnah miterlebt, wie man Dia de los Muertes auch in Deutschland feiern kann.    [unten mittig mit den Glitzersteinchen vom Schminken]
    • Wir haben inzwischen das ganz in unserer NĂ€he befindliche, indisches Restaurant Agra sehr zu schĂ€tzen und lieben gelernt. Gutes, leckeres Essen und eine immer nette Bedienung. Dieser Genusstempel hat uns in 2017 gleich mehrmals gesehen und es wird sicherlich auch in 2018 so weitergehen    standard    [unten mittig und rechts]

Über Essen könnte ich sicherlich noch etliche Seiten fĂŒllen (traditionell deutsch im Brauhaus am Waldschlösschen, griechisch im Olympia, sommerlich im Biergarten El Horst, fleischig im Steakhaus Alte MĂŒnze/Applaus, alpenlĂ€ndisch im SwissĂŽtel, tĂŒrkisch im Ocakbasi, russisch im Odessa, Running-Sushi im Shou, chinesisch im Dschingiskhan, …), aber Platz fĂŒr ein bisschen Kultur muss auch noch sein:

  • Zusammen mit Anna waren Carsten und ich im Boulevardtheater bei einer Lesung von Vladimir Kaminer – egal wie oft man ihn schon gehört und gesehen hat, wie können nicht genug von ihm bekommen! Und Anna hatte am Ende ebenfalls Bauchschmerzen vor Lachen …    [oben mittig]
  • Am Abend des Konzerts von Apparatschik hat Carsten nur Taxidienste ĂŒbernommen, denn Anna und ich hatten jede Menge Spaß bei der Veranstaltung im Club Tante Ju, wo wir auch mal ganz verrĂŒckt unbeschwert das Tanzbein schwingen konnten, und er brachte zeitgleich Andrea mit dem Auto zurĂŒck nach Chemnitz, da aufgrund des Sturms keine Zug mehr gefahren ist.    [hellgrĂŒnes BĂ€ndchen samt Ticket unten mittig]
  • Das Programm „Schwer im Stress“ von Markus Maria Profitlich, welches wir gemeinsam mit Ines und Torsten besuchten, war leider nicht so spritzig wie wir es nach dem TV-Format „Mensch Markus“ erwartet hĂ€tten … unseren Spaß hatten wir dennoch.    [ebenfalls gar nicht erst suchen, da zu versteckt]
  • Im Kino waren wir in 2017 gerade drei Male – vor ein paar Jahren was das allerdings noch ganz anders: „Fast & Furious 8“ (super Action), „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ (sagenhafte Bilder und das sogar mit starker Story!) und natĂŒrlich „Paddington 2“ (so sĂŒĂŒĂŒĂŒĂŒĂŒĂŒĂŒĂŒĂŒss und knuffig!).    [1x links mittig & 2x rechts mittig]
  • Auch nominell weniger als die letzten Jahre sind wir im vergangenen bei Igel-Touren mit dabei gewesen. Aber zum einen gibt es dieses Jahr vielleicht mehr Gelegenheiten fĂŒr die verpaßten FĂŒhrungen und zudem kamen auch schon wieder ein paar neue Interessante dazu – d.h. es könnte 2018 durchaus wieder mehr werden    zwinker    [rechts unten]
  • NatĂŒrlich durfte ich auch diesmal wieder die TĂ€nzerinnen von IDC als Fotografin beim St. Patricks Day und auch bei ihrer eigenen Veranstaltung „Tap&Clap“ begleiten.    [links unten]
  • Und ich habe in 2017 sogar selber einen kleinen Beitrag zum Kulturleben von Dresden beitragen können, denn meine Bilder „TeddybĂ€ren auf Tour“ wurden im Rahmen einer Vernissage in der VerĂ€nderBar ausgestellt und zusammen mit einer Phrase4-Lesung eröffnet:

Puh ist das schon wieder viel Text geworden und eigentlich könnte ich noch viel viel mehr ĂŒber die bislang nicht erwĂ€hnten oder auch ĂŒber jedes einzelne StĂŒck schreiben, denn so viele Erinnerungen stecken in jedem Fetzen Papier und in der noch so kleinen Kleinigkeit, welche meine Jahreskiste vor ein paar Tagen preisgegeben hat. Aber ob man immer alles erzĂ€hlen sollte? Ich denke, ein paar Sachen lasse ich einfach mal nur als Bild so stehen … aber wenn ihr dennoch Fragen zu irgendetwas auf dem Foto habt (z.B. zum weißen KnĂ€ul da oben rechts    zwinker    ), beantworte ich euch diese sehr gern.

Übrigens, das Sammeln von ErinnerungsstĂŒcken fĂŒr 2018 hat in der nur kurz leer gewesenen Kiste schon lĂ€ngst wieder begonnen   zwinker



2017 26.
Nov

Heute ist ein ganz besonderer Tag fĂŒr mich. Es ist der einzige Tag im Jahr, an welchem ich das absolute Recht habe, mir diese Krone aufzusetzen    standard

Da Andrea sich zum Kaffeetrinken angekĂŒndigt hat, gab es bei uns eine besondere Torte, welche traditionell bei den OLCAs schon seit fast 20 Jahren zu Geburtstagen gekauft wird: Benjamin-BlĂŒmchen-Torte. Diesmal durfte ich die Elefantenfigur behalten – Geburtstagskind zu sein hat eben auch gewisse Vorteile    zwinker

Dieses Jahr habe ich keine große Feier gemacht, da mein Geburtstag auf den Toten-, oder wie ich heute bei einem Radiosender gehört habe, Ewigkeitssonntag gefallen ist. Aber es ist auch schön, wenn man mit guten Freunden in seinen Geburtstag von gestern auf heute reinfeiern kann – so geschehen gestern mit Kathrin und Axel,  nachdem wir neben Quatschen und leckerem Essen auch noch einen „Fotovortrag“ ĂŒber unsere USA-Reise aus dem Sommer zum Besten geben konnten.

Heute haben mir aber sogleich ganz viele Leute telefonisch, per Email und SMS gratuliert und sogar der Briefkasten hatte die noch am Samstag zugestellte Geburtstagspost parat. Ich fĂŒhle mich auch ohne große Feierlichkeiten glĂŒcklich!

Wie gesagt, erst kam zum Mittag Andrea vorbei und auch Anna hatte mal kurz Zeit fĂŒr Tee und Leckerlis sowie natĂŒrlich auch, um persönlich zu gratulieren. Aus dem „ich schau nur mal kurz vorbei“ wurden am Ende ĂŒber 2 Stunden, aber beim Quatschen und Lachen vergeht die Zeit wie im Fluge … egal ob mit 46 oder 47 Lenzen auf dem Buckel    zwinker

Am Ende meines 46. Lebensjahres habe ich gestern eine Art „Midlife-Crisis light“ durchlebt und wenn sich Carstens scherzhafte Bemerkung bewahrheiten sollte, dĂŒrfte ich somit ĂŒber 90 Jahre alt werden, denn 46 Jahre * 2 = 92 Jahre   zwinker
Warum kleine Kriese? Diesmal hat mich der Novemberblues irgendwie besonders stark in seinen Bann gezogen und ich könnte echt immer und ĂŒberall nur noch schlafen, denn gefĂŒhlt war es draußen durchgĂ€ngig grau, dunkel und ungemĂŒtlich. Aber zum GlĂŒck hatte ich auch jede Menge Highlights – insbesondere mit Freunden und Bekannten. Bei solchen grauen Tagen sind die Zeiten mit lieben Menschen einfach unbezahlbar und außerdem ist es Ă€ußerst gemĂŒtlich, wenn man beim Kerzenlicht und Weinchen (oder anderen GetrĂ€nken) zusammensitzt und klönt –> ob mit Klaudia & Uli am Samstag (18.11.), mit Anna & Julia am Dienstag (21.11.) oder eben gestern mit Kathrin & Axel – es ist einfach immer wieder schön, dass man ganz entspannt mit jemandem ĂŒber Gott und die Welt reden kann!

Und ein weiteres November-Highlight möchte (und kann ich!) euch nicht vorenthalten: Carsten und ich waren am vergangenen Sonntag in der Preview von „Paddington 2

Der erste Teil kam vor 3 Jahren in die Kinos und schon damals habe ich mich in diesen wunderbar und liebevoll animierten RealfilmbĂ€ren verliebt. Die zweite abendfĂŒllende Geschichte ist ebenso gut gelungen und absolut zum Liebhaben! Der Film ist lustig und ein bisschen traurig, spannend und rĂŒhrend zugleich – einfach sehr zu empfehlen! Und das sage ich nicht nur, weil ich so bĂ€renverrĂŒckt bin    ;)

Heute ist der letzte Sonntag im November, der nĂ€chste wird bereits der 1. Advent sein. Ich freue mich schon auf die vielen Lichter in den Fenster der HĂ€user, auf die weihnachtliche Deko in den StraßenzĂŒgen, auf die schönen Dresdner WeihnachtsmĂ€rkte (habe bereits etliche Verabredungen im Kalender stehen) und einfach darauf, dass bereits in weniger als einem Monat die Wintersonnenwende stattfindet und ab da dann auch die Tage wieder lĂ€nger und heller werden.

Und heute noch? Heute gönne ich mir zu meiner eigenen Feier des Tages wahrscheinlich noch ein Sektchen    zwinker    trinkt ihr auch ein GlĂ€schen mit mit bzw. auf mich?



2017 01.
Nov

Unser Arbeitgeber wĂŒnscht, dass man bereits im November des Vorjahres seine Urlaubstage fĂŒr das gesamte Folgejahr einreicht – fĂŒr einen 24/7-Unternehmen sowie Abteilungen mit Schichtbetrieb und im Vorfeld auszuarbeitenden DienstplĂ€nen auf jeden Fall ein Muss. Wir fanden Ende November 2016 den Gedanken recht reizvoll, den in Sachsen schon immer freien Reformationstag am 31.10. (diesmal ein Dienstag) dazu zu nutzen, um mit zwei weiteren Urlaubstagen am Montag und Mittwoch fast eine ganze Woche verreisen zu können. Da aber das Jahr 2017 gleichzeitig auch die große 500 Jahr-Feier der Lutherschen Reformation sein sollte, gab es eben diesen freien Tag ausnahmsweise auch mal fĂŒr alle 16 deutschen BundeslĂ€nder und nicht nur fĂŒr die fĂŒnf im Osten. Die Vorstellung, sich dann mit unheimlich vielen Leuten die Autobahnen und FerienunterkĂŒnfte teilen zu mĂŒssen, fanden wir am Ende wieder nicht so umwerfend. Zudem hatten wir in den letzten Wochen sehr viel um die Ohren gehabt, weshalb wir recht kurzfristig beschlossen, die freien Tage doch lieber zu Hause zu bleiben und endlich mal ungestört sehr viel Zeit fĂŒr lange aufgeschobene Aufgaben, Treffen, Vorhaben und Projekte zu nutzen – unser berĂŒhmt-berĂŒchtigter To-Do-Zettel … ein seit Jahren stetig anwachsendes und gelegentlich auch mal schrumpfendes OLCA-Urgestein.

Das Ergebnis eines Vorhabens hat uns am Ende selber sehr ĂŒberrascht, denn wir stellten unerwartet fest, dass wir das Ausschlafen bis um 10 Uhr doch noch nicht verlernt haben! Normalerweise sind wir nĂ€mlich auch an freien Wochenenden mit 7 bzw. 8 Uhr recht frĂŒh wach, doch wenn man ĂŒber mehr als zwei Tage ein bisschen zur Ruhe kommt, schlĂ€ft man offensichtlich auch etwas entspannter … sogar unabhĂ€ngig davon, ob man mit oder ohne Zeitumstellung    zwinker
Nur die QualitĂ€t meiner TrĂ€ume hat sich nicht verbessert, denn sie waren bunt und verwirrt wie immer bei mir    lachen

An den Ausspanntagen habe ich mir außerdem reichlich Zeit zum Lesen von BĂŒchern gegönnt – das fehlt mir im Alltag doch ziemlich oft.

Halloween und Jahreszeit bringen etwas anderes Interessantes in den Fokus: KĂŒrbis. Ich habe in der kurzen Zeit gleich zwei Male KĂŒrbisbrot mit KĂŒrbiskernen gebacken, wobei ich beim ersten Mal unabsichtlich etwas zu flĂŒssigen Teig gemacht habe und es am Ende auf dem Backblech eher ein flaches Fladenbrot geworden ist. Die Besucher waren von dieser Darreichungsform zur Suppe und bestrichen mit Butter aber begeistert und so floss beim zweiten Mal schon etwas mehr Absicht in diese ungewöhnliche Form – sie lĂ€sst sich so eben sehr viel besser in kleine HĂ€ppchen schneiden als bei einem „anstĂ€ndigen“ Brot    standard
Logischerweise gab es auch dieses Jahr immer wieder mal KĂŒrbissuppen, seitdem die Herbstfrucht kĂ€uflich erhĂ€ltlich ist – zum Besuch der Kinder mal zur Abwechslung mit Kokosmilch und Ingwer:

Die KĂŒrbisrezepte werden ĂŒber kurz oder lang in unserem Kochbuch erscheinen … ich gebe nach der Veröffentlichung kurz Bescheid, versprochen    standard

Das erste (Fladen-)Brot wurde fĂŒr einen Besuch von Andrea und Karl gebacken. Wir haben endlich mal wieder viel Zeit zum Quatschen gefunden und es blieb sogar genug Zeit, um zusammen zwei Runden Bezzerwizzer zu spielen. Die „Kinder“ ĂŒbernachteten auch bei uns, aber leider konnten wir am darauffolgenden Morgen nicht mehr zusammen frĂŒhstĂŒcken, da wir bereits mit Ines und Torsten fĂŒr einen Brunch im Grunaer Espitas verabredet waren.

Das dortige Brunchangebot war wie immer umfangreich und lecker und diesmal gab es sogar noch eine ganz besondere Zugabe obendrauf! Da das mexikanische Fest Dia de los Muertos quasi vor der TĂŒr stand, kam ĂŒberraschend eine Gruppe entsprechend verkleideter Menschen ins Restaurant, welche tanzten und unentgeltlich Fotos von sich machen ließen:

Diese Überraschungsaktion machte echt gute Laune, auch wenn es „nur“ eine Werbeaktion fĂŒr das mexikanische Bier Sol war. Als weiteres i-TĂŒpfelchen war im Angebot, dass man sich kostenlos passend zum bevorstehenden Feiertag schminken lassen konnte. Ines und ich haben von diesem verlockenden Angebot natĂŒrlich recht schnell Gebrauch gemacht    standard

Das beworbene Bier gab es dann sogar noch als Zugabe dazu, allerdings war es geschminkt nicht mehr so einfach, es auf gewohnte Art und Weise zu trinken    zwinker

Aber ich habe es dennoch mit etwas Zusatzgehabe geschafft    zwinker

Leider konnte ich meine Totenbemalung nur fĂŒr ein paar StĂŒndchen und fĂŒr Fotos im Gesicht behalten, denn am gleichen Abend war ich mal wieder mit Anna verabredet und wollten raus aus den Wohnungen. Wir gingen zusammen in den Club Tante Ju zu einem Konzert der Band Apparatschik:

Von Anna, welche diese Band schon einmal live erlebt hat, wusste ich, dass es keine Musik wird, bei der man ruhig auf seinem StĂŒhlchen sitzen bleibt. Und so war es auch! Sie spielen jĂŒdisch-russisch-ukrainische Musik zum Mittanzen und es gab schon von Anfang an jede Menge Platz im Saal, um diesem Verlangen auch nachgeben zu können – wir hatten soooooo viel Spaß!

Am Montagabend kam Julia vorbei, um sich von uns ĂŒber die Reise nach den Niederlanden erzĂ€hlen und Fotos zeigen zu lassen und speziell fĂŒr diesen Zweck aus Friesland/Noord-Holland mitgebrachten KĂ€se sowie Bier zu genießen. Dazu gab es das bereits oben angesprochene, zweite KĂŒrbis(fladen)brot. Das Bier ist alle geworden, vom KĂ€se haben wir ihr noch jede Menge mitgeben können und trotzdem liegt immer noch reichlich davon in unserem KĂŒhlschrank. Aber es waren eben bei der Menge auch besondere Sorten dabei, wie z.B. mit Waldpilzen oder mit Spargel oder mit Nelken oder auch mit irischem Porter. Der klassische Gouda durfte bei der Auswahl natĂŒrlich auch nicht in mehreren Varianten fehlen    standard

Ich habe die letzten Tage zudem etwas Zeit gefunden, bei Tageslicht noch ein paar Bilder fĂŒr mein Monatsprojekt „Blattwerk“ zu knipsen. Aber wie so oft, konnte ich mich nicht nur auf das eigentliche Thema konzentrieren, sondern fotografierte gleich noch ein paar andere Schönheiten entlang des Weges    standard

Das Wetter war leider nicht so wahnsinnig gut geeignet, um große SpaziergĂ€nge zu machen. Aber eigentlich bin ich gar nicht so enttĂ€uscht, denn es passt perfekt zur meiner Erwartung an diese Jahreszeit, schließlich haben wir heute unsere Kalender ja auch schon auf November umgeblĂ€ttert …

Morgen geht es nach fĂŒnf Tagen Erholung und drei Tagen Pause wieder zur Arbeit. Doch schon am Freitag (also ĂŒbermorgen !) sind wir beide schon wieder Mittagskinder, denn da kommen unsere MĂ€dels zu uns nach Dresden ins Apartamento OLCA. Bei sowas zĂ€hlt schließlich jede Minute, die man zusammen verbringen kann, nicht wahr?