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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 02.
Nov.

Das Wochenende war diesmal (gefĂŒhlt) noch kĂŒrzer als sonst. Es war einfach ĂŒbervoll mit schönen Ereignissen. Seltsamerweise drehte sich in den vergangenen Tagen nahezu alles entweder um KĂŒrbisse oder Wanderungen.

Freitagabend waren wir bei einer Fete. Kerstin feierte 10 Jahre ihrer beruflichen SelbstĂ€ndigkeit und wir verbrachten einen lustigen Abend in einer sehr netten Gesellschaft: ihrer Familie und ihren Freunden. Auch unsere Kinder zeigten sich von der guten Seite, dabei zog sich die Veranstaltung bis Mitternacht. Bei diesem Ereignis kann man das Etikett „Wanderung“ verwenden. Kerstin hat nĂ€mlich fĂŒr alle GĂ€ste eine PrĂ€sentation vorbereitet und RucksĂ€cke mit passenden Utensilien fĂŒr jeden gepackt. Sie betrachtete die vergangenen Jahre als eine Wanderung und wir, ihre GĂ€ste, bekamen an der passenden Stelle der ErzĂ€hlung einen Hinweis in die RucksĂ€cke zu greifen und das Eine oder das Andere an Tageslicht zu befördern. Als sie schwer zu knabbern hatte, packten wir eine Packung Sesamsticks aus, bei der Durststrecke holten wir leere Wasserflaschen heraus und da wir sie nie im Regen haben stehen gelassen, konnten wir als Belohnung dafĂŒr Regencapes herausfischen.

Samstag war Halloween. Unsere Kinder sind selber schon nicht mehr bereit, durch die Gegend zu stapfen und mit dem Spruch „SĂŒĂŸes oder Saures“ SĂŒĂŸigkeiten zu sammeln. Es gibt aber jede Menge Nachwuchs um uns herum. Daher zĂŒndete ich beim Einbruch der Dunkelheit einen Teelicht an, stellte einen KeramikkĂŒrbis dazu, klebte ein WiCo-KĂŒrbis an die Glasscheibe der HaustĂŒr und deponierte eine große SchĂŒssel mit SĂŒĂŸem aller Art in den Flur. Was glaubt ihr, wie viele Hexen, Zauberer und Gespenster unserem Lockruf folgten! Dieser Tag bekommt daher bei mir das Etikett „KĂŒrbis“.

Der Sonntag vereinte endlich beide Begriffe. Erst wanderten wir ca. 4 Stunden mit GĂŒnter durch den Liebethaler Grund (bei Pirna). Wir hatten GlĂŒck mit dem Wetter, da es zwar kĂŒhl, neblig und auf den Feldern auch recht windig war, aber dennoch die Sonne von einem blauen Himmel schien und außerdem die BĂ€ume noch jede Menge buntgefĂ€rbten BlĂ€tter zur Schau stellten. Nach dem fabelhaften Wanderausflug wurden wir noch von Barbara, GĂŒnters Frau, mit einer superleckeren KĂŒrbissuppe verwöhnt. Ich muss allerdings gestehen, dass es bei ihr nicht nur die Suppe gab, sondern Carsten und ich abends wieder mal gut gemĂ€stet aus ihrem Haus verschwanden. Die Mittagsverköstigung unserer MĂ€dels an diesem Tag war leider nur eine TĂŒtensuppe aus Tomaten mit Reis, da ihr Herz weder fĂŒrs Wandern, noch fĂŒr die KĂŒrbissuppen schlĂ€gt … sie bleiben einfach zuhause.



2009 25.
Okt.

Nun ist die schöne, uneingeschrĂ€nkte Familienzeit vorerst vorbei. Morgen beginnt fĂŒr alle OLCAs wieder der Alltag mit Schule, Arbeit und jeder Menge diverser Termine.

Die Woche mit meinen Lieben hat mir wirklich gut getan. Es ist schön, wenn man auch nette Sachen des Lebens ohne zu hetzen erleben kann. Wir haben die vergangenen Tage nicht nur fĂŒrs Ausschlafen und lange Mahlzeiten genutzt. Ein Tag Bummeln in der Dresdner Innenstadt war dabei, ein Besuch im DDR-Museum in Radebeul und ein gelassener Rundgang durch die Galerie „Alte Meister“ (nur Andrea und ich). Jede Menge DVDs von Klamauk made by Zucker, Abrahams und Zucker bis zu den nachdenklich stimmenden „The Day After Tomorrow“ und des Dokufilms „Home“ wurden zusammen gesehen. Auch etliche Spielrunden von Bowlen bis aus der Dresdner Stadtbibliotek ausgeliehenen „Tabu“, „Trivial Pursuit“ (ganz modern mit DVD) und „Genial daneben“ haben uns viel Spaß bereitet.

Essenstechnisch, zumindest in Bezug auf die verfĂŒgbaren Fast-Food-Möglichkeiten in Dresden sind wir nun auf dem neusten Stand. Zu den traditionellen Besuchen bei McDonalds, BurgerKing und Subway gesellten sich nun auch eine KFC-Mahlzeit und eine Runde Starbucks-Kaffee. Aber auch der Auftakt bei der MongBar mit Sushi und Gegrilltem aller Art war toll (abgesehen von dem von mir zerdepperten Glas  :erroeten: ).

Wir haben allerdings nicht nur gefaulenzt. In den Tagen schafften wir nebenher das Bett von Carsten und mir rĂŒckentauglicher zu machen, Stephanie hat Freundschaft mit meiner NĂ€hmaschine geschlossen, man hat die zu klein gewordenen Sachen aussortiert und auch unser beeindruckend großer, aber kaum genutzter Serverschrank im Keller ist jetzt aufgrund der technischen Umstrukturierung in der Casa OLCA endgĂŒltig verschwunden.

Kurz zusammengefasst:  es war ein toller Familienurlaub! Ein paar Bilder aus der Zeit können interessierte Leser in meinem Album bei Picasa anschauen http://picasaweb.google.de/nimkenjakh



2009 13.
Okt.

Eigentlich habe ich Anfang des Jahres, nachdem wir alle Ferien mit dem Vater meiner Kinder abgesprochen haben, gedacht, dass diese Woche sturmfrei sein wird. Aber leider ist er beruflich verhindert, so bleiben die Kinder auch diese Woche bei uns zu Hause. So wird in Casa OLCA auf jeden Fall mehr Leben in der Bude sein, da die Girls abends, nachdem sie morgens bis in die Puppen pennen können, noch lange Zeit  munter, mittleiungsfreudig und schmusebedĂŒrftig sind.

Gestern haben wir z.B. nach einem langen Abendessen, wo wir uns ĂŒber die Erlebnisse am Wochenende ausgetauscht und schon die PlĂ€ne fĂŒr die nĂ€chste Woche (alle OLCAs haben dann frei), konkretisiert haben, uns zusammen auf die Couch gepflanzt und „Die Maske des Zorro“ angesehen. Carsten meinte zum Schluß, dass dieser Film der schlechteste aller Zorro-Streifen sei, aber MĂ€dels und ich könnten nur sagen, dass es der einzige ist, welchen wir je gesehen haben. Es war eine nette Unterhaltung, aber ich werde mir eine DVD davon doch nicht kaufen.

Bin gespannt, was die MĂ€dels sich heute zum Mittagessen organisieren. Zur Auswahl stehen: TĂŒtensuppen, TK-Pizza, Nudeln oder Reis mit Ketchup. Also all die Gerichte, die sie gern mögen, welche aber bei Carsten und mir keine Begeisterung hervorrufen. Bis auf die Pizza vielleicht.

Aber noch schlafen sie und ich flitze unter die Dusche, denn heute muss ich pĂŒnktlich nach der Arbeit zu Hause sein, um meine Sporttasche zu schnappen und meiner WirbelsĂ€ule eine Stunde Bewegung zu gönnen.



2009 21.
Sep.

Dank meinem Schatz war das Wochenende ĂŒberfĂŒllt mit vielen schönen Erlebnissen. Das Wetter war ebenfalls fantastisch und die Laune in Casa OLCA passte perfekt zu den sonnigen FrĂŒhherbsttagen.

Der Grund fĂŒr solche fröhlichen Tage war Carstens Geburtstag. Er hat nun die halbe Strecke zwischen 30 und 40 geschafft und das haben wir natĂŒrlich gebĂŒhrend gefeiert.

Freitagabend, an seinem eigentlichen Festtag, gingen wir nach vorherigen Abstimmung in der Familie zu „Maxi-Mahl“ essen. Es hat wie immer richtig gut geschmeckt und das wir satt wurden versteht sich bei den PortionsgrĂ¶ĂŸen, welche der Name verspricht, von selbst. Danach gingen wir ins Kino, um uns Abenteuer von Carl Fredricksen und Russel aus dem neuen Pixar-Trickfilm „Oben“ in 3D anzusehen. Pixar hat uns noch nie enttĂ€uscht und so verließen wir auch diesmal hochvergnĂŒgt den Kinosaal.

Samstagvormittag verbrachten wir, nachdem MĂ€dels und ich mit einem kleinen Programm Carsten die GeschenkeÂ ĂŒberreicht haben, alle mit Kochen und Saubermachen, denn Nachmittag und Abend gehörten einer gemĂŒtlichen Freunderunde. Wir haben uns nicht nur auf die Verdienste des Geburtstagskundes konzentriert, sondern schon im Vorfeld gebeten, dass Leute ihre Urlaubsbilder mitbringen. So reisten wir auf der Couch sitzend nach Österreich, an die OstseekĂŒste, auf Fuerteventura und ließen unseren eigenen Urlaub in Italien Revue passieren. Es war schon weit nach 1 Uhr nachts als wir nach dem AufrĂ€umen ins Bett fielen.

SonntagfrĂŒh hatten meine MĂ€dels nach dem FrĂŒhstĂŒck ihre 2 Stunden Russisch bekommen und ab 15 Uhr hatten sie sturmfreie Bude. Wir gingen mit einem befreundeten PĂ€rchen zum Weinfest nach Radebeul, denn es ist die beste Zeit fĂŒr ein GlĂ€schen Federweißen gewesen.

Aber nun geht es zurĂŒck zum Alltag und ich muss ganz flott unter die Dusche hĂŒpfen, um alles rechtzeitig zu schaffen.   🙂



2009 20.
Juni

Ich hĂ€nge immer noch wartend in der Luft, fast wie Hamlet, nur dass meine Gedanken eben „schreiben oder nicht schreiben“ sind.

Allerdings hatte ich in dieser Woche ohnehin kaum eine Möglichkeit etwas zu verfassen. Es war immer irgendwas Interessantes los in der Casa OLCA.

Montags hatte ich wie immer HebrÀisch, allerdings ist in der kommenden Woche die letzte Unterrichtsstunde. Am Montag danach haben wir eigentlich schon Ferien, aber wir treffen uns noch einmal zusammen, um den Abschluss zu feiern.

Am Dienstag kam mein SchĂŒler, um seine Russisch-Kenntnisse auf den neusten Stand zu bringen. Als er nach Hause ging zog ich mich ganz flott um und ging mit der Klasse von meiner Großen als stiller Begleiter ins Theater der Jungen Generation. Eine Gruppenkarte von 4 EUR kann man wirklich als SchnĂ€ppchen betrachten. Das StĂŒck hieß „Falke“ und war wirklich gut gemacht. Es ging um einen Jungen im Untersuchungshaft, von welchen man nicht weiß, ob er seinen Stiefvater im Wald umgebracht hat oder nicht. Er selber berichtet nichts darĂŒber, aber einer Psychologin gelingt es am Ende die Wahrheit beinahe allein zu rekonstruieren, bis sich der Fall aufklĂ€rt. Ich mag die Schauspieler vom Dresdner TJG wirklich sehr gern, denn mich hat das StĂŒck auf jeden Fall noch eine Weile beschĂ€ftigt!

Am Mittwoch zog ich nach der Arbeit durch die LĂ€den, denn ich musste die Geschenke fĂŒr die kommenden zwei Tage besorgen. 

Donnerstagabend haben wir auf dem Sportplatz von SG Gittersee verbracht, wo wir erfolglos versucht haben unsere gute IKEA-Tasse kaputt zu machen. Das muss man am Polterabend ja schließlich machen!  Thomas und Sylvia dĂŒrfen heute nun inzwischen zur Ehemann und Ehefrau geworden sein.  Es war ein richtig schöner Abend, ich konnte viele bekannte Gesichter von Carstens Badmintonverein wiedersehen und es hat wie immer viel Spaß gemacht, mich mit ihnen zu unterhalten.

Nach einem definitiven Überschuß der deutschen Sprache in den vergangenen Tagen sorgte ich fĂŒr den entsprechenden Ausgleich und verbrachte den Freitagabend auf der Datscha meiner Lieblingsfreundin Anna. Ok, die Datscha gehört ihren Eltern, aber es war Annas Geburtstag. Da sie in Georgien geboren und groß geworden ist gab es fabelhaften Schaschlik und jede Menge Rotwein dazu. Wodka ist dort nicht so ĂŒblich wie bei den Ukrainern   ;0)   ….

Heute war mehr oder weniger Haushalts- und Telefoniertag bei mir und das war aus meiner Sicht auch ganz gut so. Mein Haus hatte dringend etwas Pflege nötig und außerdem konnte ich unsere zukĂŒnftige CS-Besucherin aus Bremen am Telefon kennenlernen sowie mich auf den neusten Stand der Dinge in der Ukraine bei meiner Familie bringen lassen.



2009 03.
Mai

Was gibt es schöneres fĂŒr die arbeitende Bevölkerung als ein schönes langes Wochenende im Mai und mit traumhaftem Wetter? Nur Urlaub könnte es ĂŒbertrumpfen, aber man freut sich auch ĂŒber die kleineren Ruhephasen.

Allerdings wurde es bei mir nicht nur eine Ruhepause pur. Frau nutzte die Zeit, um einige langwierige Dinge vom Tisch zu kriegen. Den Namen „Tag der Arbeit“ habe ich wörtlich genommen und 5 Stunden lang WĂ€sche gewaschen und Fenster geputzt. Ich mag das Fensterputzen ĂŒberhaupt nicht, im Haus gibt es aber reichlich davon und wenigstens hin und wieder zwinge ich mich dazu, die Augen von meinem Heim zu sĂ€ubern. DafĂŒr gab es am Abend eine Belohnung vom Schatz: Abendessen (es ist Spargelzeit!) in einem kleinen Biergarten in Weixdorf.

Am Samstag haben wir die „Dresden for Friends“-Karte genutzt und bei MarchĂ© im Dresdner Bahnhof gefrĂŒhstĂŒckt. Das Buffet war zwar klein, aber fein – sehr zu empfehlen. Nur die Toiletten konnten mit der AtmosphĂ€re nicht mithalten. Erstens, Mann lĂ€uft recht lange bis zum stillen Örtchen – Frau aber doppelt so lange – und muss einige Treppen ĂŒberwinden, zweitens, bei den Frauen gab es nur 2 Kabinen, bei den MĂ€nnern 2 Pissoirs und 1 Kabine (ich habe mich nicht in der TĂŒr geirrt, die Info ĂŒber die MĂ€nnertoilette stammt von meinem Mann). Da entsteht sehr schnell ein großer Andrang …

Nachdem wir noch einige GĂ€nge in der Stadt erledigt haben, wollten wir nur ganz schnell bei „Hornbach“ RasendĂŒnger und Autowarnwesten fĂŒr unseren bevorstehenden Italienurlaub besorgen (die italienische Verkehrsordnung schreibt eine Warnweste pro Mitfahrer vor). Das mit dem „ganz schnell“ ging aber gar nicht, denn ich habe noch nie so viele Autos und Leute auf dem Baumarkt-Parkplatz erlebt – dabei sind wir dort mehr oder weniger Stammkunden! Das schöne FrĂŒhlingswetter verfĂŒhrte wohl die Menschheit entscheidend dazu, Pflanzen und Blumen zu kaufen. Nachdem wir lange in der Schlange an der Kasse gestanden haben und mit MĂŒh und Not endlich in Richtung FlĂŒgelwegbrĂŒcke losfahren konnten, waren wir froh, dass wir nicht noch mehr kaufen mussten.

Der Nachmittag gehörte dem Garten, insbesondere dem Rasen, er wurde gemĂ€ht und gedĂŒngt und ich hoffe, dass er endlich mal vernĂŒnftig wĂ€chst, denn ich habe sogar den Löwenzahn ĂŒberall ausgestochen, damit die Grashalme sich nun frei entfalten können.

Heute sitzen wir trotz schönes Wetters am Rechner. Mein lieber Mann bastelt an meinem neuen Blog und ich habe die erste Fassung von unserem TĂŒrkei-Bericht fertig geschrieben. Es sind 20 Seiten (ohne Bilder!!!) geworden. Jetzt wird noch mehrmals Korrektur gelesen, danach die passenden Bilder ausgesucht und am Ende ĂŒbergebe ich die Arbeit fĂŒr eine Veröffentlichung in die treuen HĂ€nde meines Webmasters.



2009 22.
MĂ€rz

Am Freitag war der kalendarische FrĂŒhlingsanfang. GefĂŒhlt sind wir eigentlich noch nicht soweit, aber die ersten FrĂŒhlingszeichen zeigen sich trotz des ungemĂŒtlichen Wetters und man lernt erneut sich auch an kleinen Dingen des Lebens wie erste Krokusse & Co. zu erfreuen.

Aber der Samstag entsprach total meinen Vorstellungen ĂŒber die Jahreszeit, welche dem Winter folgt. Die Sonne machte den Eindruck, dass sie sich nicht verstecken wolle und so wurde bei unserem ohnehin geplanten Gang zum Baumarkt noch mehr Geld ausgegeben als geplant. UrsprĂŒnglich wollten wir eigentlich nur Kabelkanal fĂŒr einen Lichtschlauch kaufen, um unserem Fernsehraum noch mehr Kinoflair zu verleihen. Aber die Einkaufliste wurde nach und nach mit Sachen wie Zaunlasur (unser Zaun hat schon seit Langem einen Anstrich bitter nötig), Korkparkettversiegelung (an manchen Stellen im Wohnzimmer sind Nachbesserungen fĂ€llig) aufgefĂŒllt. Dazu kamen außerdem 4 SĂ€cke Rindenmulch und 4 SĂ€cke Blumenerde und ich wurde trotz meines Vorsatzes, nichts Neues zum Pflanzen zu kaufen solange ich die Winterchaosspuren nicht beseitigt habe, bei den Blumenzwiebeln doch schwach und nahm einiges mit. Das i-TĂŒpfelchen waren dann ein T-Shirt und eine Fleece-Jacke mit dem Spruch „Woman at Work“. Nun wisst ihr, wo wir unser Geld gelassen haben, nicht wahr?

Zuhause luden wir alles aus und ich sammelte das alte Laub auf und schnitt einiges abgefrorenes oder blöd gewachsenes im Vorgarten ab, wĂ€hrend mein Liebster sich schon mit einem ebenfalls neu gekauften Duschkopf, Schlauch fĂŒr die Badewanne und Klopapierrollenhalter beschĂ€ftigte. Danach durfte er sich seiner Lichtschlauchinstallation widmen.

Unsere HausverschönerungstĂ€tigkeiten haben wir aber schon um 15 Uhr beenden mĂŒssen, denn Barbara und GĂŒnter kamen zu Besuch und brachten einen leckeren, selbstgebackenen Obstkuchen mit. Nach dem Kuchen haben wir uns in den Fernsehraum verzogen, denn der eigentliche Anlass unserer Zusammenkunft war der Film „Das Beste kommt zum Schluß“ mit Morgan Freeman und Jack Nicholson. Wir haben schon seit Langem ĂŒber diesen Streifen gesprochen und wollten ihn sogar bei den FilmnĂ€chten gemeinsam anschauen, aber leider war es terminlich Ă€ußerst unpassend. Die DVD haben wir schon vor einigen Monaten bei einem Streifzug durch „Media Markt“ mitgenommen und jetzt waren wir zeitlich sehr flexibel.

Der Film ist sehr gut, traurig und lustig, er regt zum Nachdenken an und zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist. Es geht darum, dass zwei MĂ€nner im Krankenhaus ein Zimmer teilen und erfahren, dass ihnen durch ihre Krebserkrankung nur noch 6 Monate oder maximal 1 Jahr zum Leben bleiben. Carter, gespielt von Morgan Freeman, fĂ€ngt an, eine Löffel-Liste zu schreiben, eine Liste der Dinge, welche man erledigen will, bevor man den Löffel abgibt. Im Original heißt der Film ĂŒbrigens „The Bucket List“, die zum Löffelabgeben passende Übersetzung im Englischen ist nĂ€mlich „Kick the Bucket“. Edward (Jack Nicholson) ermuntert Carter, diese Liste zusammen zu schreiben und diese auch zu erledigen. Ich kann diesen Film wirklich sehr empfehlen, es sei denn man möchte sich mit dem Thema Leben und Tod nicht beschĂ€ftigen.

Der Abend wurde mit einer Runde Borschtsch mit dazugehörigen Pampuschki, Knoblauchsauce, saurer Sahne und natĂŒrlich einem GlĂ€schen Wodka abgerundet.

Heute, am Sonntag, ist das Wetter gartenuntauglich und so genieße ich meine Zeit am Rechner und werde schon mit den ersten Zeilen unseres TĂŒrkeiberichtes beginnen.



2009 08.
MĂ€rz

Heute ist der Sonntag und dazu 8. MĂ€rz. Beides wĂ€ren fĂŒr mich der Grund heute gar nichts zu tun und mich feiern zu lassen.

Aber es kommt immer wieder anders als frau es gern hÀtte. Derzeit stehe ich noch auf der CeBIT in Hannover und vertrete die Firma, wo ich meine Brötchen verdiene. Wir sind zu viert am Donnerstagabend hier angekommen und haben damit vier andere Kollegen erlöst, welche schon seit Montag da waren.

Die Messe ist kleiner geworden in all den Jahren, es sind auch weniger Aussteller als sonst in den Hallen. Werbegeschenke, welche sonst ĂŒberall sehr großzĂŒgig verteilt waren, sind ebenfalls rar geworden. Daher nehmen die Besucher alles mit, was nicht niet- und nagelfest ist. Am Nachbarstand hat man am helligsten Tage sogar ein Netzwerkkabel entwendet!

Es sind zum GlĂŒck nicht nur JĂ€ger und Sammler unterwegs, sondern auch reichlich interessante und interessierte Besucher.

Heute ist unser letzter Tag. Noch ist nicht sonderlich viel los in den GĂ€ngen, also nutze ich Gunst der Stunde, um mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben.

Falls jemand Fehler entdeckt bitte ich heute sehr großzĂŒgig darĂŒber wegzusehen. Meine letzte Nacht außerhalb der eigenen vier WĂ€nde war etwas zu kurz geraten. Gestern abends habe ich mich nĂ€mlich mit zwei ehemaligen Klassenkameraden getroffen, welche schon seit einigen Jahren in Hannover wohnen. Dima mit seiner Frau Oksana holte mich um ca. 19 Uhr ab und wir fuhren zu Ira, wo auf uns schon ein gedeckter Tisch mit leckeren Sachen wartete. Den dazugehörigen Wodka hatte Dima im GepĂ€ck, insgesamt immerhin 3 Flaschen a 0,7l fĂŒr 5 Personen, denn Iras Mann war ebenfalls dabei (und nach ein paar Stunden kamen noch 2 Freunde von Ira dazu). Es war ein richtig guter ukrainischer von der Firma „Nemiroff“. Wer diese Sorte kauft kann nichts falsch machen.

Es war ein richtig schöner lustiger Abend, gefĂŒllt mit Erinnerungen, Witzen, Gesang (Dima kann richtig gut Gitarre spielen und gar nicht so ĂŒbel singen) und natĂŒrlich mit Essen und Trinken. Um etwa 1 Uhr in der Nacht lösten wir die Runde auf, ich fuhr mit dem Taxi zurĂŒck zu dem Haus, wo wir wĂ€hrend der Messe wohnten, alle anderen gingen noch in die Disco. Trotz der Wodkamenge fĂŒhle ich mich ĂŒbrigens fit, denn es gab ja passendes Essen und ausreichend Zeit fĂŒr das Vernichten der FlĂŒssignahrung.

Heute ist die Messezeit zum GlĂŒck zu Ende und ich freue mich schon sehr darauf, meine Lieben wieder zu sehen und in den Armen von meinem Mann einzuschlafen. Wenn es alles klappt könnten wir rein theoretisch schon um 17-18 Uhr auf der Autobahn sein.



2009 01.
MĂ€rz

Heute ist der 1. MĂ€rz und fĂŒr mich ist das schon so gut wie FrĂŒhling. Aber die ersten Anzeichen von einer neuen Jahreszeit hatte ich schon in der letzten Woche gehabt.

Das Wetter war eigentlich nicht wirklich schön, ich habe die Sonne sehr vermisst, es war meistens Grau in Grau und Nieselregen gehörte zum Alltag. Trotz dass es nicht sonderlich toll fĂŒr mein GemĂŒt war, fĂŒhlten sich die FrĂŒhjahrsblĂŒher in meinem Garten bereits berufen, ihre Nasen aus der Erde zu strecken. Bei den Nachbarn sieht man schon sogar die Schneeglöckchen, ich habe sie bei mir aber noch nie gepflanzt, dafĂŒr aber im Herbst jede Menge Krokusse-, Tulpen- und Narzissen-Zwiebel in die Erde eingebuddelt, weil meine alten im vergangenen Jahr irgendwie nicht mehr so richtig wollten. Kein Wunder bei meiner Pflege ;0).

Ab Mittwoch habe ich schon meine persönlichen Vorbereitungen fĂŒr die Osterzeit begonnen. Ich nutze die Möglichkeit und die Erinnerung an Verzicht und esse bis Ostersonntag keine Schokolade bzw. keine Lebensmittel mit Kakao. Ich merkte beim ersten Mal vor drei Jahren, dass es mir gut getan hat, eine zeitlang darauf zu verzichten. Statt dessen hole ich mir momentan mehr Obst und Jogurts ins Haus und fĂŒr die argen Zuckerentzugstage gibt es immer noch Gelee-Eier ;0).

In der kommenden Woche werde ich noch etwas mehr fĂŒr meine Gesundheit tun, denn ich habe mich fĂŒr ein 10 Wochen Fitnessprogramm der AOK angemeldet. Es ist allerdings nur dienstags und nur eine Stunde, aber etwas Bewegung in der Übergangszeit schadet mir bestimmt nicht. Außerdem gibt es am Ende einen Stempel in mein Bonusheftchen, um meine GeldprĂ€mie fĂŒrs nĂ€chste Jahr zu sichern.

Ich fĂŒrchte bloß, dass meine Planung mit der vernĂŒnftigeren ErnĂ€hrung von Donnerstag bis Sonntag nicht funktionieren wird, denn ich werde meine Firma am Messestand bei der CeBIT in Hannover zusammen mit den anderen Kollegen vertreten. Da gestaltet sich der Tag sowieso ganz anders und man isst eigentlich nur FrĂŒhstĂŒck und Abendbrot. TagsĂŒber kommt man in der Regel nicht dazu etwas zu essen und durch die Ablenkung hat man ohnehin kein ZeitgefĂŒhl fĂŒrs Mittagessen.

Am Samstag wird Carsten sich dieses Jahr mal ganz allein um Stephanies Geburtstagsfete kĂŒmmern mĂŒssen, aber er hat dem schon zugestimmt und ich weiß, dass er die Sache bestimmt ganz gut macht. Ihr Geburtstag war am letzten Schultag vor den Winterferien, daher konnten ihre Freunde nicht kommen, jetzt wird aber nachgefeiert. Ich finde es schade, dass ich nicht dabei sein kann, aber vielleicht gehört das auch ein wenig zum Loslassen fĂŒr die Zukunft dazu.



2009 27.
Jan.

Vor einigen Wochen, bei irgendeiner Fete in der Casa OLCA, wurde die Idee geboren, an einer Wodkaverkostung im Restaurant „Stroganow“ mitzumachen. Ich konnte schon immer einen guten Wodka aus Russland oder aus der Ukraine auftreiben und meinen GĂ€sten anbieten, aber 10 verschiedene Sorten auf einmal – das habe ich nicht mal versucht.

Kathrin war so lieb und hat uns einen Termin organisiert. Am Samstag, den 24. Januar, kamen deshalb 5 PĂ€rchen zusammen, welche großes Interesse an dieser Verkostung hatten. Es gab wie immer nur eine Person, welche keinen Tropfen getrunken hat: mein Mann. Es war mir aber aus vielerlei GrĂŒnden sehr recht. So konnte er z.B. zwei befreundete PĂ€rchen aus Freital abholen, wĂ€hrend ich mit zwei anderen mit der Straßenbahn unser Ziel erreichte.

Um 19:30 Uhr betraten wir das Restaurant, welches mit vielen russischen Dekorationen geschmĂŒckt ist. Bei manch einem StĂŒck habe ich richtig nostalgische GefĂŒhle bekommen, aber die lange gedeckte Tafel am Ende des Raums zog uns bereits magisch an. Es standen noch keine Flaschen darauf, was mein Herz erfreute, den warm schmeckt jeder, selbst der beste, Wodka einfach scheußlich. DafĂŒr hatten wir bereits eine gute Auswahl an „Zakuski“, also Vorspeisen da stehen: Eier-KĂ€se-Salat, gefĂŒllte Eier, Fleisch-Speck-Platten mit Salzgurken und einem großen Klecks scharfen Meerrettich, schöner fetter Hering mit frischen Zwiebeln und natĂŒrlich Brotkörbchen. Mit diesen Leckereien, welche nachgefĂŒllt waren, sobald sich die Platten leerten, hat man auf jeden Fall eine gute Grundlage fĂŒr den Wodkamarathon geschaffen.

Bei dieser Verkostung wird man den ganzen Abend persönlich vom Chef betreut und erfĂ€hrt einiges ĂŒber die Wodkaherstellung und auch ĂŒber die verschiedene Arten dieses traditionellen russischen GetrĂ€nks. Aber auch ĂŒber seine Erfahrungen mit der dem russischen Volk und seiner Trinkkultur fehlten nicht. Viele von seinen ErzĂ€hlungen konnte ich mit permanentem Kopfnicken bestĂ€tigen, denn seine Geschichten stimmten mit meinen Erinnerungen ĂŒberein.

Wir waren ĂŒbrigens die JubilĂ€umstruppe, es war die 50. Veranstaltung dieser Art.

Nach der 5. Wodkarunde wurden die Vorspeisen abgerĂ€umt und wir bekamen ganz leckere Pelmeni mit 2 verschiedenen FĂŒllungen (Fleisch und Pilze) mit 3 nicht minder leckeren Soßen (Saure Sahne, Knoblauchsße und scharfe Tomatensoße).

Die ganze Zeit hatte ich ĂŒbrigens den doppelten Genuß, denn ich habe nicht nur meine GlĂ€schen geleert, sondern auch die von Carsten. Zum GlĂŒck konnte man mit der Hilfe des Wörtchens „Stopp“ die FĂŒllhöhe bestimmen, somit habe ich jedesmal eben zwei Halbe statt einem Ganzen gehabt. Der Chef des Hauses hatte sogar Erbarmen mit meiner OrangenhĂ€lfte, denn Carsten hat ein Extraessen ergattert: Kalbsgeschnetzeltes mit Pilzen in einer traumhaft leckeren Soße. Er hat den Wodka ganz gewiss nicht vermisst :0) .

Es war schon nach Mitternacht, als wir das Restaurant verließen. Da man passendes Essen zum Trinkgenuß hatte und man fĂŒr die Verkostung insgesamt ca. 4 œ Stunden gebraucht hat, wurde keiner von uns richtig unanstĂ€ndig betrunken. Die Freitaler wollten nach Hause, aber die Straßenbahnfraktion entschied sich noch zu McDonalds auf dem Altmarkt zu gehen, um ein Eis zu essen. Wir haben die Strecke ohne ZwischenfĂ€lle geschafft, haben unseren Nachtisch gegessen und sind mit dem Bus nach Hause gefahren. Ich war um etwa 2 Uhr nachts zu Hause angekommen, Carsten war schon da und wartete auf mich.

Es war ein sehr gelungener Abend, denn Katerstimmung blieb allen Liebhabern der russischen NationalgetrÀnke erspart. Das schafft man nur mit dem echten russischen Wodka!