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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 24.
Jan.

Meine Familie ist sĂŒchtig! Das Problem: Auch ich bin schon seit Langem nicht mehr frei von diesem Laster. Er ist nicht sĂŒĂŸ, sondern im Gegenteil scharf, einerseits gesund (viel GemĂŒse), anderseits eine Kalorienbombe (die Angaben im Internet schwanken zwischen 650 kcal und 770 kcal).

Es geht um Döner.

Die Szenerie wiederholt sich immer wieder, wenn ich die Frage „Was wollen wir am Wochenende essen?“ stelle. Die Antwort der drei Esser klingt meistens „Döner“, wobei ich mich schon seit langer Zeit eher fĂŒr DĂŒrĂŒm entscheide. Er hat weniger Kalorien und man kann ihn anstĂ€ndiger essen, da die reichhaltige FĂŒllung von allen Seiten umhĂŒllt :0).

NatĂŒrlich haben wir unsere Lieblingsdönerschmiede mit Lieblingsdönermann. Eigentlich hĂ€tten wir einen viel kĂŒrzeren Weg zu dem mit Fleisch und Salat gefĂŒllten Fladenbrot, aber in dem Lokal schmecken uns die Saucen nicht sonderlich, deshalb nehmen wir den etwas lĂ€ngern Weg in Kauf, um unsere Beute auch wirklich genießen zu können.

Auch gestern Abend war fĂŒr uns die angeblich tĂŒrkische SpezialitĂ€t angesagt. Nachdem ich im Elbe-Park meine EinkĂ€ufe erledigt habe fuhr ich also zum Lieblingsdöner. Meine Bestellung war einfach: „Ein Super-Döner mit SchafskĂ€se und ein DĂŒrĂŒm mit SchafskĂ€se mit Allem“. Die Bezeichnung „Mit Allem“ ist ĂŒberlebenswichtig, denn sonst darf man zu jeder Zutat und Saucenart immer „Ja, bitte“ sagen. Insofern war alles geklĂ€rt und ich stand etwas abseits und wartete auf unser Essen. Zwischenzeitlich kamen 2 MĂ€dels, sagen wir so vielleicht 17-18 Jahre alt, herein, stellten sich in der NĂ€he der TĂŒr an die Wand und flĂŒsterten ein paar Minuten aufgeregt miteinander. Der DönerverkĂ€ufer fragte sie mit einem Augenzwinkern „Na, ein Döner ohne Zwiebeln, Tomaten, Rotkraut?“. Die MĂ€dels trauten sich nĂ€her an die Theke heran und fragten nach einem DĂŒrĂŒm, aber „bitte ohne Zwiebel und scharfer Sauce“. Im gleichen Atemzug kam die Frage, ob man den DĂŒrum auch zur HĂ€lfte mit Tomaten und zur HĂ€lfte ohne machen könne, auch das wurde vom VerkĂ€ufer bejaht. Die MĂ€dels lĂ€chelten zufrieden und eine fragte, ob man denn auch nur auf eine HĂ€lfte SchafskĂ€se bekommen könnte. (SchafskĂ€se kostet 0,50 EUR Aufpreis) und da lĂ€chelte der VerkĂ€ufer ganz freundlich und meinte, dass es nicht gehen wĂŒrde. Auch die nĂ€chste Frage ob man den einen DĂŒrĂŒm hier essen oder mitnehmen möchte zwang die MĂ€dels zum aufgeregten Blicken Austausch der Blicke und folgenden Diskussion:

– Zum Mitnehmen

– Äh, vielleicht doch hier? (Blick zur Freundin)

-Ja, doch, hier


– Oder einpacken?

– Nee, hier.

Damit war der Essensort entschieden, die beiden MĂ€dels trabten zum einen Tisch im Nachbarraum und setzten sich in Erwartung ihres opulenten Mahls. Mein liebster DönerverkĂ€ufer rollte die Augen, seufzte und grinste gleichzeitig, wir zwinkerten uns zu und er fing mit dem Zaubern des extravaganten DĂŒrĂŒms an.

An den Döner haben wir in diese Woche allerdings nicht nur mit dem knurrenden Magen gedacht. In den Medien tauchte am 17. Januar die Nachricht auf, dass der Erfinder dieser angeblich tĂŒrkischen, in der Wahrheit aber Berliner SpezialitĂ€t, Mahmut AygĂŒn, im Alter von 87 Jahren an Knochenkrebs gestorben ist. Er war der erste, welcher im Sommer 1971 eine mit Dönerfleisch gefĂŒllte Teigtasche fĂŒr 2 DM verkauft hat. Leider hat er sich diese Erfindung nicht patentieren lassen. Es hĂ€tte seiner Familie bestimmt viel Geld gebracht, nur von seiner Krankheit hĂ€tte ihn wohl auch das viele Geld nicht erlösen können.

Aber man wird ihn auch nicht so schnell vergessen können, denn ich kann nicht mal annĂ€hrend einschĂ€tzen, wie viele Döner tĂ€glich ĂŒber die Theken gereicht werden, immerhin wird gesagt, dass der Verkauf von diesem innovativen Fast-Food mehr Geld einbringt als die beiden großen BĂŒrgerschmieden zusammen erwirtschaften.



2009 02.
Jan.

Ich wĂŒnsche allen ein gesundes und glĂŒckliches Jahr 2009!

Ich hoffe, jeder ist so reingerutscht wie er sich vorgestellt hat: feucht-fröhlich, mit großem Feuerwerk oder genau so gemĂŒtlich wie wir.

Diesen Silvester haben wir nÀmlich mit einer befreundeten Familie bei uns zu Hause gefeiert.

Da ich noch nie in meinem Leben in den Genuss von Fondue gekommen bin haben wir uns geeinigt, dass wir es diesmal machen. Kathrin und Axel haben außerdem ihr Raclette mitgebracht, somit konnten wir die Fondue-Wartezeit gut mit PfĂ€nnchenfĂŒllen und Garnelengrillen ĂŒberbrĂŒcken.

Die MĂ€nner haben sich fĂŒr einen alkoholfreien Silvesterabend entschieden, Kathrin und ich wĂ€hlten Weißwein aus meinen AlkoholvorrĂ€ten aus.

Es war, glaube ich, das erste Mal, dass die Kinder und die Erwachsenen zeitgleich am Tisch sitzen konnten. Aber mit 8 Personen ist das kein Wunderwerk.

Nach den nahezu 3 gemĂŒtlichen Fondue- und Raclettestunden zogen sich die Kinder in die Kinderzimmer zurĂŒck und ĂŒberließen das Essschlachtfeld uns.

Sie kamen erst zurĂŒck, als wir das Zauberwort „Nachtisch“ ausgesprochen haben. Kathrin hat eine große SchĂŒssel Mousse au Chocolat mitgebracht und ich glĂ€nzte mit dem MeisterstĂŒck der russischen Backschule: der Torte „Napoleon“.

Man schnatterte und quatschte, tauschte die Erfahrungen mit den Kindern und den Eltern aus, der Nachwuchs vergnĂŒgte sich mit Versteckspiel und plötzlich war es schon um Mitternacht. Wir haben es gerade noch so geschafft, die SektglĂ€ser zu fĂŒllen als das neue Jahr begann!

Um die bösen Geister vor der TĂŒr zu verscheuchen zĂŒndeten Kathrin und ich je eine große Wunderkerze auf der Terrasse an, danach war unser Interesse am feurigen VergnĂŒgen komplett erloschen. Wir schauten eine Zeit lang den Feuerblumen im Himmel zu und unterhielten uns weiter.

Gegen 1 Uhr haben Carsten und Axel den Tisch abgerĂ€umt und den gesamten Abwasch erledigt, wĂ€hrend Kathrin und ich uns ungestört weiter ĂŒber alles Mögliche ausgetauscht und PlĂ€ne fĂŒr die gemeinsamen Unternehmungen im neuen Jahr geschmiedet haben.

Um etwa 2:30 Uhr waren OLCAs wieder allein zu Hause und verschwanden relativ schnell in ihre Kuschelbettchen.

Das richtige Jahr begann fĂŒr uns am 1.1. um etwa 11 Uhr.

Ich finde unser Start ist sehr nett und gemĂŒtlich und hoffe, dass auch das restliche Jahr so ablaufen wird, eben ohne Stress und Hektik und mit guten Freunden.



2008 29.
Dez.

Bereits vor zwei Tagen startete ich einen Versuch, euch, meinen lieben Lesern, mitzuteilen, wie toll unsere Fahrt in den Schnee nach Rehefeld war.

Aber da ich noch ein paar essbare Kleinigkeiten fĂŒr den Alltag eingekauft, den Film „Das VermĂ€chtnis des geheimen Buches“ mit den MĂ€dels angeschaut und mich am Rechner vor der Abendessenzubereitung mit den Bewertungen fĂŒr unser eventuelles Hotel fĂŒr die Hochzeitstagfeier, sowie den Bewertungen fĂŒr diverse Angebote des „Dresden for Friends“ -Konzeptes beschĂ€ftigt habe, fehlte mir irgendwie die Zeit zum Schreiben


Dabei war unser Ausflug am 2. Weihnachtsfeiertag wirklich schön!

Da Petrus dieses Jahr fĂŒr die Dresdner zu Weihnachten kein Schnee eingeplant hat und ich unbedingt einen Spaziergang durch einen weißen Wald haben wollte, fuhren wir ins Erzgebirge.

Zum GlĂŒck ist die Gegend mit der nahezu 100%-gen Schneegarantie nur ca. 1 Stunde Autofahrt von uns entfernt. Wir zogen uns halbwegs warm an, packten den inzwischen recht verstaubten Schlitten ins Auto und verließen fĂŒr ein paar Stunden die warme Casa OLCA.

Unsere Erwartungen wurden nicht enttĂ€uscht, worĂŒber ich mich wohl am meisten gefreut habe. Trotz 16 œ Jahre in Deutschland kann ich mich einfach nicht an die schneelosen Winter gewöhnen und muss die weiße Pracht wenigstens hin und wieder sehen.

Stephanie hat sich fĂŒrs Schlittenfahren am Hang entschieden und die drei Großen, inkl. Andrea stapften durch den Schnee des Winterwaldes.

Wir waren gut eine Stunde unterwegs, schwatzten, lachten, machten Blödsinn und Andrea taute sogar im wahrsten Sinne des Wortes irgendwann auf. Was die KÀlteempfindlichkeit angeht ist sie anders gestrickt als Carsten, Stephanie oder ich.

Nach dem Rundgang durch die WĂ€lder, Felder und die Skipisten kamen wir an unserem Wagen wieder an und Stephanie stapfte uns schon entgegen, obwohl wir uns ĂŒber die Zeit der RĂŒckkehr nicht unterhalten haben.

Auf dem Weg nach Hause hielten wir an dem Ferienhotel „Huthaus“ in BĂ€renstein an. Carsten war dort schon einmal bei einer Wanderung mit Arbeitskollegen und schwĂ€rmte seitdem ĂŒber die leckere Haxe, welche er natĂŒrlich auch diesmal ausgewĂ€hlt hat. Andrea und ich entschieden uns fĂŒr Fischgerichte und Stephanie hat sich typisch deutsch verhalten, denn sie hat einen Schnitzel bestellt. Das Essen war wirklich lecker, die Preise waren in Ordnung, die Bedienung war aufmerksam, aber nicht aufdringlich – ich kann es nur weiter empfehlen.
NatĂŒrlich hatte ich wie immer meine Digicam dabei. Die Bilder von dem Ausflug stehen jetzt hier: http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/AusflugNachRehefeld#



2008 25.
Dez.

Es ist Weihnachten!!!

Allerdings spielt das Wetter dieses Jahr nicht wirklich mit. Vom Schnee ist keine Spur zu entdecken, meine FrĂŒhjahrsblĂŒher stecken schon jetzt die BlĂ€tter aus der Erde – man wĂ€re eher dazu geneigt, die Eier zu verstecken und nach einem Hasen statt nach einem bĂ€rtigen Mann im roten Mantel Ausschau zu halten.

Ok, der Weihnachtsmann ist in unserem Haus schon lange kein Thema mehr. Wen wundert’s, wenn die Kinder schon zu richtigen Teenager mutiert sind. Auf jeden Fall kann man bei ihnen mit Barbie oder Lego nicht mehr die große Freude herzaubern.

Da die Kinder von Sonntag bis Heiligabend bei Papa waren hatte ich genug Zeit, um den bei uns beliebten russischen Kartoffelsalat „Olivje“ zu machen und TannenĂ€ste in einer Vase auf unserem Glastischchen weihnachtlich zu dekorieren. Knapp 2 Stunden habe ich zum Einpacken der Geschenke fĂŒr meine Lieben gebraucht, wobei ich natĂŒrlich alles, selbst die kleinsten Sachen, wie GlĂŒckskekse, einzeln verpackt habe. Mit den beiden Geschenken fĂŒr Uwe und Conny wurden es am Ende 36 PĂ€ckchen.

Etwa um 18:30 Uhr wurden die Kinder vom Papa nach Hause gebracht. Zuerst haben wir in aller Ruhe an dem schön gedeckten Tisch den Kartoffelsalat mit WĂŒrstchen gegessen und die Erlebnisse der letzten Tage ausgetauscht, danach haben die Kinder uns ein paar Weihnachtslieder mehr schlecht als recht vorgesungen. Stephanie spielte auf der Gitarre „Jingle Bells“, aber ich hoffe, dass sie sich fĂŒrs nĂ€chste Jahr mehr Zeit zum Üben nimmt.

Nach der „OLCA sucht den Superstar“ – Einlage ging man zum vergnĂŒglichen Teil des Abends ĂŒber: Geschenke auspacken.

Insgesamt haben wir wohl etwa 2 Stunden dafĂŒr gebraucht, denn wie immer wurden die PĂ€ckchen einzeln ausgepackt, von allen begutachtet und ein Dankeschön im Anschluss wurde durch das KĂŒsschen und eine Umarmung ausgedrĂŒckt.

Im Großen und Ganzen sind wir alle mit unserer Ausbeute glĂŒcklich geworden. Nur Andrea war etwas enttĂ€uscht, dass sie die neue CD von The Ting Tings nicht bekommen hat. Man muss allerdings sagen, dass sie diese sich schon seit Monaten auf ihrer Amazon-Wunschliste stehen hat und sie hat es nie ausgesprochen, dass sie diese sooo sehnlichst wĂŒnscht.

Der Abend wurde mit dem abgeschlossen, was die Kinder sich gewĂŒnscht haben: eine Folge von „Buffy“. Ich habe ja schon gesagt, Teenager
 Mir wĂ€ren „Drei HaselnĂŒsse fĂŒr Aschenbrödel“ lieber ;0)

Die Bilder zu unserem gestrigen Tag sind jetzt ebenfalls online und können hier bestaunt werden

http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/Weihnachten2008InCasaOLCA#



2008 20.
Dez.

Es macht sich inzwischen sehr stark bemerkbar, dass das Jahr nicht mehr sehr viele Tage ĂŒbrig hat. Am Montag hatte ich zum letzten Mal meine HebrĂ€isch-Stunde fĂŒr 2008, am Dienstag meinen letzten SpĂ€tdienst, am Freitag meinen letzten Arbeitstag und heute wird es wohl die letzte öffentliche Weihnachtsfeier sein, verbunden mit der letzten Runde BrowniesbĂ€ckerei.

Gestern gab es aber auch etwas zum ersten Mal: Carsten und ich trafen uns mit einem PĂ€rchen aus dem Bekanntenkreis, um zu viert durch die Dresdner WeihnachtsmĂ€rkte zu bummeln. Angefangen haben wir mit dem mittelalterlichen im Stallhof. Dieses Jahr fand ich ihn eher nĂŒchtern, sein ganzer Zauber der vergangenen Jahre fehlte… Die Ursache dafĂŒr ist klar: der Brand im letzten Jahr. Dieser hat bei vielen HĂ€ndlern die Existenz wenn nicht zerstört, dann zumindest gefĂ€hrdet, die Fassade vom Stallhof hat sehr unter dem Feuer gelitten und seine Pracht ist leider immer noch nicht vollstĂ€ndig hergestellt – als Konsequenz aus dem UnglĂŒck gab es dieses Jahr kaum noch offenes Feuer. In den Jahren davor gab es in dem gesamten Areal kein elektrisches Licht, dafĂŒr aber wesentlich mehr bunte StĂ€nde mit allerlei Waren, welche auf dem Striezelmarkt nicht zu finden sind. Diese AtmosphĂ€re hat einen Besucher regelrecht verzaubert und in eine andere Welt versetzt. Ich fand es schade und hoffe sehr, dass man im nĂ€chsten Jahr wieder einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt besuchen kann, welcher sich besser in die Reihen seiner VorgĂ€nger einfĂŒgt.

Den nĂ€chsten Schwung von Weihnachtsstimmung holten wir uns in der MĂŒnzgasse. Man hatte die Auswahl zwischen Bratwurst, Bratwurst und Bratwurst an den drei StĂ€nden im Umkreis von sagen wir 2 Metern. Zum GlĂŒck gab es auch eine kleine Bude, wo Carsten sich ein SchĂ€lchen Gulaschsuppe kaufen konnte und ich eines mit Erbsensuppe bekam. Wir haben doch extra nichts zu Hause gegessen, um uns auf dem Weihnachtsmarkt den Bauch vollschlagen zu können ;0). Die HĂ€ndler in der MĂŒnzgasse haben sich sehr gut auf die wohl zahlreichen russischsprachigen Besucher eingestellt, denn einige Aufsteller haben die Gerichte (vor allen Dingen die Bratwurst ;0) ) nicht nur in Deutsch und Englisch angepriesen, sondern eben auch in Russisch.

Alle guten Dinge sind, wie man weiß, drei und danach gingen wir zum dritten, wohl weltweit bekanntesten Dresdner Weihnachtsmarkt – dem Striezelmarkt. Hier bin ich auf FlĂŒssignahrung umgestiegen und habe Heidelbeer- und Apfel-Zimt-GlĂŒhweine ausprobiert. Die Heidelbeervariante gefiel mir eindeutig besser :0) .

Leider mussten die Striezelmarktbuden bereits um 21:00 Uhr pĂŒnktlich zumachen, dabei haben wir unsere WeihnachtsmĂ€rkterunde erst ca. 19:00 angefangen. So haben wir nur einen flĂŒchtigen Blick ĂŒber diesjĂ€hrige Auswahl bekommen können.

Unsere Bekannten beschloßen danach noch in die Weiße Gasse (Dresdner Kneipenviertel auf der AltstĂ€dter Seite) zum Italiener zu gehen, wir als Familienemenschen gingen nach Hause zu unseren Kindern.

Carsten und ich waren sehr ĂŒberrascht, dass auf allen drei MĂ€rkten fĂŒr einen Freitagabend sehr wenig Besuch unterwegs war. Ob man auf diesem Wege bereits die Auswirkungen der Finanzkrise zu spĂŒren bekommt?



2008 12.
Dez.

Der Dezember ist wie immer voller Ereignisse, Termine und Vorweihnachtsstress… Mein Blog leidet daher mal wieder an dem Leereseitensyndrom, weil ich deswegen kaum zum Schreiben komme.

Aber heute habe ich SpĂ€tdienst, was bedeutet, dass ich erst um etwa 9:30 aus dem Haus gehe, dennoch zusammen mit meinen Lieben aufstehe und frĂŒhstĂŒcke. Das verschafft mir immerhin mehr als 2 Stunden fĂŒr diverse AktivitĂ€ten in Casa OLCA. Da bekommt auch mein Blog etwas mehr Aufmerksamkeit :0).

Das Hetzen in den letzten Tagen hat sich auf jeden Fall gelohnt, ich bin bereit fĂŒr Heiligabendbescherung, es gibt fĂŒr alle Familienmitglieder inzwischen mindestens ein Geschenk.

Ich hoffe, dass ich an diesem Wochenende dazu komme, auch ein paar PlĂ€tzchen zu backen. Appetit darauf habe ich schon seit Langem und habe deswegen das WeihnachtsgebĂ€ck fleissig auf dem Schulweihnachtsmarkt vor einer Woche eingekauft und getestet. NatĂŒrlich habe ich das meiste Geld auf den StĂ€nden der Klassen meiner Kinder gelassen :0).

Was ich noch gar nicht geschafft habe: Mit meinem Mann auf dem Weihnachtsmarkt irgendetwas Leckeres zu essen und einen GlĂŒhwein zu trinken. Kinder waren schon mit ihren Freunden auf dem Striezelmarkt, haben aber erstaunlicherweise ihr Essen bei McDonalds geholt, weil es dort gĂŒnstiger war. Wie soll man da aus der heutigen Jugend schlau werden?! :0))

Seit dem gestrigen Abend ist auch unser Weihnachtsgruß bei www.marvinchen.de online gegangen. Das Bild vom letzten Jahr war schwer zu toppen, aber mein Mann ist kreativ und ich denke, dass die Komposition von 2008 mit der vorherigen sehr gut mithalten kann!



2008 30.
Nov.

Dieses Wochenende war richtig schön geworden!

Gestern vormittags habe ich noch Brownies und Bananenbrot fĂŒr meine GeburtstagsgĂ€ste gebacken, danach mit Andreas großartiger Hilfe das Haus empfangstauglich geputzt und mit Stephanies Hilfe noch 2 GemĂŒsesalate gemacht. Alles andere Essbare war schon am Freitagabend fertig geworden.

Nachmittags ab 15:00 Uhr kamen nach und nach unsere Freunde. Sie haben gute Laune und tolle Geschenke fĂŒr mich mitgebracht und zum GlĂŒck war auch ausreichend Hunger vorhanden. Ich habe nĂ€mlich wie immer mehr als genug gekocht und gebacken :0).

Es wurde ein ganz vergnĂŒglicher Abend, da wir unter anderem „Nobody is perfect“ gespielt haben und meine hauptsĂ€chlich deutschen GĂ€ste sich mit der russischen Version von „Scrabble“ beschĂ€ftigt haben. Dabei sind reichlich solche hochinteressanten Worte wie z.B. „ĐČĐžĐ»ŃŒĐŽĐ»Đ”ĐŽĐ”Ń€Ń‚Đ°ŃˆĐ”Đœ“ entstanden. :0)))

Diesmal habe ich eine Tradition der Casa OLCA gebrochen und nicht wie ĂŒblich den russischen Vodka aufgetischt, sondern einen guten polnischen – aber auch der ging ganz schnell zu Neige!

Am Ende des Abends haben wir sogar ganz plötzlich einen Übernachtungsgast bekommen, Andreas Freundin Elli wollte bei uns schlafen. Die großen MĂ€dels waren gnĂ€dig, so durfte auch Stephanie im gleichen Zimmer nĂ€chtigen.

Heute frĂŒh kurz vor 10 Uhr kratzten wir die mĂŒden MĂ€dels aus ihren SchlaffstĂ€tten heraus und in KĂŒrze setzten wir uns zu einem gemĂŒtlichen FrĂŒhstĂŒck zusammen. Danach musste Elli nach Hause fahren und ich habe mit meinen Kindern die ĂŒblichen 2 Stunden Russisch gemacht. Anschließend machte ich meine eigenen Hausaufgaben fĂŒr den HebrĂ€isch-Kurs, was auch fast eine Stunde beansprucht hat. Nach getaner Arbeit schauten Carsten und ich uns „Alien vs.Predator“ auf DVD an und nach dem Film wollten wir uns den Rechnern widmen.

Aber ich wurde mal wieder von meiner Familie ganz nett ĂŒberrascht. An meinem eigentlichen Geburtstag habe ich einen RĂŒckenmassagengutschein von meinen Lieben bekommen. WĂ€hrend Carsten mit mir die heftigen KĂ€mpfe der zwei Außerirdischen angesehen hat bereiteten die MĂ€dels alles vor: sie haben Matratzen auf den Boden gelegt, jede Menge Teelichter angezĂŒndet, das Zimmer kunstvoll mit TĂŒchern drapiert, schöne beruhigende Musik ausgesucht und eingeschaltet, um ihre HĂŒfte haben sie die TĂŒcher mit klingelnden MetallplĂ€ttchen gebunden, welche sie schon vor Jahren in der TĂŒrkei gekauft haben – es war alles sehr stimmungsvoll gestaltet! Erst massierten mich 4 zarte MĂ€dchenhĂ€nde, danach habe ich die krĂ€ftige Massage von meinem Mann bekommen – einfach toll! Ich könnte mich glatt daran gewöhnen! ;0)

Jetzt bereiten sich die Kinder fĂŒr die Schule vor, wir zwei sitzten kurz am Rechner und danach zieht es uns mal wieder in den Fernsehraum – da Stephanie eine Woche im Schullandheim verbracht haben hatten wir so lange eine „Buffy“-Pause gemacht. Jetzt können es die Kinder kaum abwarten, die weiteren Abenteuer der VampirjĂ€gerin endlich zu sehen!



2008 27.
Nov.

Gestern war mein Geburstag. Ich war sehr ĂŒberrascht, wie viele Leute an mich an diesem Tag gedacht haben: Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn, Kunden – die GlĂŒckwĂŒnsche erreichten mich per Telefon, e-mail und natĂŒrlich wurde ich vielmals liebevol umarmt und beschenkt.

Auf Arbeit habe ich eine Runde ausgegeben: es gab ein Blech Saftigen Streuselkuchen (das Rezept gibt es im Kochbuch auf www.marvinchen.de) und ich habe 3 kleine Flaschen mit „RotkĂ€ppchen“-Sekt mitgebracht. Bei den letzten Feiern in der Abteilung wurde eine normalgroße Flasche einfach nicht ausgetrunken, da man noch Auto fahren musste und außerdem hat Alkohol viele leere Kalorien, was in der Vorweihnachtszeit auch eine große Rolle bei der Entscheidung „trinken / nicht trinken“ spielt. Die Piccolos waren eine wirkich tolle Lösung!

Von meinen Lieben habe ich BĂŒcher bekommen, von den ich nicht mal getrĂ€umt habe. Diesmal gab es nicht nur Belletristik, dafĂŒr kann ich mich jetzt wesentlich intensiver mit der hebrĂ€ischen Sprache und auch mit dem Ursprung vieler deutschen Worte beschĂ€ftigen.

Außerdem habe ich einen Gutschein fĂŒr eine RĂŒckenmassage made by Kinder und Carsten bekommen. Ich glaube, dass ich ihn sehr bald einlösen werde :0). Mein RĂŒcken knackt schon vor Vorfreude ;0) .

Am Samstag kommen unsere Freunde und dann wird „richtig“ gefeiert. Darauf freue ich mich schon ganz toll und bin dafĂŒr gern bereit meinen morgigen Abend in der KĂŒche mit Backen und Kochen zu verbringen!



2008 02.
Nov.

Ich muss einfach ausnutzen, dass heute noch ein freier Tag ist und schnell noch ein paar Zeilen schreiben :0)

Den gestrigen Samstag genossen wir wie alle anderen Ferientage zu viert, aber diesmal außerhalb der eigenen vier WĂ€nde. Schon lange wollten wir uns einen 3D-Film anschauen und so gingen wir zum Dresdner Rundkino „Cinemagnum“, um den Streifen „Ocean Wonderland“ anzusehen. Es war sehr interessant und ich musste mich immer wieder beherrschen, um nicht die Hand auszustrecken und die vor meiner Nase schwimmenden, kleinen, lustigen, bunten Fische oder die niedlichen Delfine zu berĂŒhren. Es waren allerdings recht wenig Besucher da, was wohl an der ewig dauernden Baustelle im Eingangsbreich liegt und die fehlende Werbung vorm Haus hat bestimmt auch dazu beigetragen, dass die Leute sich einfach nicht getraut haben, reinzugehen. In dem Kinosaal war es recht kĂŒhl, aber dennoch ertrĂ€glich und die Bilder waren es auf jeden Fall wert, ein wenig zu frieren ;0).

Abends wollten wir in eine Erlebniskneipe essen gehen. Sie heisst „Western Inn“ und liegt an der Elbe zwischen Dresden und Meissen. Leider haben wir vorher keinen Tisch reserviert und deshalb keinen Platz bekommen. Samstags gibt es dort immer Live-Musik, was wir nicht gewusst haben, das war wohl unter anderem der Grund fĂŒr die Beliebheit an diesem Abend. Wir haben uns aber so auf das auswĂ€rtige Essen eingestellt, dass wir ein anderes Restaurant gesucht haben. Der Versuch zu viert im „El Rodizio“ ohne Reservierung einen Tisch zu bekommen scheiterte ebenfalls. Das nĂ€chste Ziel, welches wir ins Auge gefasst haben, war das Lokal „Tex-Mex“ in der berĂŒhmten Dresdener Kneipenmeile „Weiße Gasse“. Beinah hĂ€tten wir uns auch dort den gleichen Schicksalsschlag abgeholt, aber zum GlĂŒck war eine Gesellschaft bereits am Bezahlen. Etwa 10 Minuten standen wir in dem Eingangsbereich wie die armen Verwandten und warteten bis der Tisch frei wurde, aber dann hatten wir endlich eine schöne Ecke fĂŒr uns und konnten in den Speisekarten blĂ€ttern.

In ca. einer Stunde saßen wir alle völlig satt da, das Essen war wirklich lecker (es gab reichlich davon auf den Platten!) und die Bedienung superfreundlich.

So hatte unser Essensabenteuer doch noch ein gutes Ende gefunden :0)



2008 28.
Sep.

Das Wochenende verlief entsprechend den besungenden Deutschen Tugenden mit Wein, Weib und Gesang. Ok, „mit Weib“ ist fĂŒr Carsten, ich habe statt dessen einen Mann genommen.

Wirre GedankengĂ€nge beiseite… :0)

Dieses Wochenende ist wie jedes Jahr ein Weinfest sowohl in Altkötzschenbroda (Radebeul) als auch in Meissen.

Carsten hat es geschafft, mich am Freitagabend um 20:00 aus dem Haus zu locken, um das Herbst- und Weinfest in Radebeul zu besuchen. Jahrelang haben wir es nur am Sonntag vormittags mit Freunden besucht und nun war es wirklich an der Zeit, die Feierlichkeiten auch am ersten Abend zu sehen.

Am Freitag ist der Eintritt noch frei und die Gassen zwischen den Buden und HĂ€usern waren schlicht und einfach ĂŒberfĂŒllt. Man schubste sich durch die Menschenmassen und hielt sich an der Hand fest, um nicht verloren zu gehen. Ich habe schon seit Langem nicht mehr so viele Leute gesehen, welche hĂ€ndchenhaltend unterwegs waren! Zwischendurch, an einem halbwegs freien Weinstand habe ich meinen ersten Becher Federweißer gekauft. Es war ein Plastikbecher, daher ohne Pfand, was uns weitere Bewegungsfreiheit ermöglichte. Irgendwie vermisste ich dort die erwartete entspannende Wirkung vom Alkohol, der Wein war wohl doch noch etwas zu jung. Dennoch schoben wir uns weiter, ließen uns in etliche Innenhöfe mit Live-Konzerten der unterschiedlichsten Musikrichungen reintragen, kĂ€mpften uns nach einiger Zeit wieder hinaus bis zum nĂ€chsten Innenhof. Auf einem recht großen Platz habe ich meinen inzwischen leeren Becher mit der nĂ€chsten Portion Federweißer fĂŒllen lassen. Ich wollte eigentlich nur 0,2l haben, der Becher war allerdings fĂŒr 0,4l gedacht. Der Mann hinter dem Tresen hat ihn voll gefĂŒllt, aber ich habe nur meine bestellte Portion bezahlt, was mich gelehrt hat, auf das nĂ€chste Fest mit dem eigenen TrinkgefĂ€ĂŸ zu gehen :0)

Unweit des Standes des großzĂŒgigen Mannes war eine BĂŒhne aufgestellt und die Musik dort gefiel mir recht gut. Kein Wunder, war ja auch eine Gruppe aus der Ukraine, allerdings habe ich noch nie von ihr gehört. Sie hieß „Perkalaba“, wie das StĂ€dchen in der Westukraine, wo die Jungs herkamen. Falls jemand mal reinhören möchte: http://perkalaba.com.ua/en/index.html. Die Musik hatte echt Feuer und vor der BĂŒhne tanzten jede Menge Leute.

Nach einigen Liedern zogen wir aber von dannen, weil es mir doch zu kĂŒhl wurde und spĂ€t war es ohnehin schon geworden. Bis wir zu Hause ankamen war es schon nach Mitternacht.

Am Samstag hatten wir ein großartiges Wetter und den Vormittag verbrachten wir mit Gartenarbeiten wie RasenmĂ€hen (nĂ€chste deutsche Tugend ;0) ) und ÄstezurĂŒckschneiden.

Am spĂ€ten Nachmittag fuhren wir nach Meißen zum anderen Weinfest.

Hier war die FestflĂ€che um einiges grĂ¶ĂŸer, denn im Grunde genommen war die gesamte Innenstadt ein Fest. Überall standen die Buden mit vielfĂ€ltigem Essen- und GetrĂ€nkeangebot, die Musik war nicht nur auf den BĂŒhnen zu hören, man nutzte fast jede freie FlĂ€chen fĂŒr unterschiedliche Stile. Durch die Menschen lief auch eine außergewöhnliche Gruppe, welche perfekte Werbung fĂŒr sich gemacht hat, denn auf allen Instrumenten stand der Link zu ihrer Seite: www.heide-guggis.de . Aber auch die Kleidung der Musiker war sehr auffĂ€llig: die Sachen waren grĂŒn und knallgelb, die Wangen waren mit einer Art schwungvoll aufgemalten Tattoo in Drachenform oder Ă€hnlichen geheimnissvollen Bildern verziert und die Musik, welche sie gespielt haben, kam einem irgendwie bekannt vor, es hat aber ein wenig gedauert, bis man z.B. „The Wall“ erkannt hat. Man hört solche Lieder doch zu selten von einer Blasmusik- und Trommlertruppe.

Auf diesem Fest verbrachten wir ebenfalls reichlich Zeit, haben viel gesehen, Klassiker der 80er Jahre gehört, ich habe natĂŒrlich auch hier einen Wein getrunken, aber irgendwann waren wir mit den EindrĂŒcken ĂŒberfĂŒllt und wollten zurĂŒck nach Hause.

Nachdem wir beide Feierlichkeiten besucht haben wĂŒrde ich sagen, gemĂŒtlicher und mehr weinorientierter ist in meinen Augen das Fest in Altkötzschenbroda, bunter, aber auch irgendwie weihnachtsmarktÀÀnlicher ist die Veranstaltung in Meißen. In Radebeul verlangt man allerdings am Wochenende Eintritt, die Meißner lassen jeden unentgeltlich rein. Also es ist fĂŒr jeden Geschmack etwas dabei und unter anderen ist es gut, dass beide Feste parallel laufen, denn sonst wĂ€ren sie gnadenlos ĂŒberfĂŒllt.