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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2008 28.
Sep.

Das Wochenende verlief entsprechend den besungenden Deutschen Tugenden mit Wein, Weib und Gesang. Ok, „mit Weib“ ist fĂŒr Carsten, ich habe statt dessen einen Mann genommen.

Wirre GedankengĂ€nge beiseite… :0)

Dieses Wochenende ist wie jedes Jahr ein Weinfest sowohl in Altkötzschenbroda (Radebeul) als auch in Meissen.

Carsten hat es geschafft, mich am Freitagabend um 20:00 aus dem Haus zu locken, um das Herbst- und Weinfest in Radebeul zu besuchen. Jahrelang haben wir es nur am Sonntag vormittags mit Freunden besucht und nun war es wirklich an der Zeit, die Feierlichkeiten auch am ersten Abend zu sehen.

Am Freitag ist der Eintritt noch frei und die Gassen zwischen den Buden und HĂ€usern waren schlicht und einfach ĂŒberfĂŒllt. Man schubste sich durch die Menschenmassen und hielt sich an der Hand fest, um nicht verloren zu gehen. Ich habe schon seit Langem nicht mehr so viele Leute gesehen, welche hĂ€ndchenhaltend unterwegs waren! Zwischendurch, an einem halbwegs freien Weinstand habe ich meinen ersten Becher Federweißer gekauft. Es war ein Plastikbecher, daher ohne Pfand, was uns weitere Bewegungsfreiheit ermöglichte. Irgendwie vermisste ich dort die erwartete entspannende Wirkung vom Alkohol, der Wein war wohl doch noch etwas zu jung. Dennoch schoben wir uns weiter, ließen uns in etliche Innenhöfe mit Live-Konzerten der unterschiedlichsten Musikrichungen reintragen, kĂ€mpften uns nach einiger Zeit wieder hinaus bis zum nĂ€chsten Innenhof. Auf einem recht großen Platz habe ich meinen inzwischen leeren Becher mit der nĂ€chsten Portion Federweißer fĂŒllen lassen. Ich wollte eigentlich nur 0,2l haben, der Becher war allerdings fĂŒr 0,4l gedacht. Der Mann hinter dem Tresen hat ihn voll gefĂŒllt, aber ich habe nur meine bestellte Portion bezahlt, was mich gelehrt hat, auf das nĂ€chste Fest mit dem eigenen TrinkgefĂ€ĂŸ zu gehen :0)

Unweit des Standes des großzĂŒgigen Mannes war eine BĂŒhne aufgestellt und die Musik dort gefiel mir recht gut. Kein Wunder, war ja auch eine Gruppe aus der Ukraine, allerdings habe ich noch nie von ihr gehört. Sie hieß „Perkalaba“, wie das StĂ€dchen in der Westukraine, wo die Jungs herkamen. Falls jemand mal reinhören möchte: http://perkalaba.com.ua/en/index.html. Die Musik hatte echt Feuer und vor der BĂŒhne tanzten jede Menge Leute.

Nach einigen Liedern zogen wir aber von dannen, weil es mir doch zu kĂŒhl wurde und spĂ€t war es ohnehin schon geworden. Bis wir zu Hause ankamen war es schon nach Mitternacht.

Am Samstag hatten wir ein großartiges Wetter und den Vormittag verbrachten wir mit Gartenarbeiten wie RasenmĂ€hen (nĂ€chste deutsche Tugend ;0) ) und ÄstezurĂŒckschneiden.

Am spĂ€ten Nachmittag fuhren wir nach Meißen zum anderen Weinfest.

Hier war die FestflĂ€che um einiges grĂ¶ĂŸer, denn im Grunde genommen war die gesamte Innenstadt ein Fest. Überall standen die Buden mit vielfĂ€ltigem Essen- und GetrĂ€nkeangebot, die Musik war nicht nur auf den BĂŒhnen zu hören, man nutzte fast jede freie FlĂ€chen fĂŒr unterschiedliche Stile. Durch die Menschen lief auch eine außergewöhnliche Gruppe, welche perfekte Werbung fĂŒr sich gemacht hat, denn auf allen Instrumenten stand der Link zu ihrer Seite: www.heide-guggis.de . Aber auch die Kleidung der Musiker war sehr auffĂ€llig: die Sachen waren grĂŒn und knallgelb, die Wangen waren mit einer Art schwungvoll aufgemalten Tattoo in Drachenform oder Ă€hnlichen geheimnissvollen Bildern verziert und die Musik, welche sie gespielt haben, kam einem irgendwie bekannt vor, es hat aber ein wenig gedauert, bis man z.B. „The Wall“ erkannt hat. Man hört solche Lieder doch zu selten von einer Blasmusik- und Trommlertruppe.

Auf diesem Fest verbrachten wir ebenfalls reichlich Zeit, haben viel gesehen, Klassiker der 80er Jahre gehört, ich habe natĂŒrlich auch hier einen Wein getrunken, aber irgendwann waren wir mit den EindrĂŒcken ĂŒberfĂŒllt und wollten zurĂŒck nach Hause.

Nachdem wir beide Feierlichkeiten besucht haben wĂŒrde ich sagen, gemĂŒtlicher und mehr weinorientierter ist in meinen Augen das Fest in Altkötzschenbroda, bunter, aber auch irgendwie weihnachtsmarktÀÀnlicher ist die Veranstaltung in Meißen. In Radebeul verlangt man allerdings am Wochenende Eintritt, die Meißner lassen jeden unentgeltlich rein. Also es ist fĂŒr jeden Geschmack etwas dabei und unter anderen ist es gut, dass beide Feste parallel laufen, denn sonst wĂ€ren sie gnadenlos ĂŒberfĂŒllt.



2008 13.
Sep.

Gestern war ich mal wieder sauer auf die Ungerechtigkeiten dieser Welt.

Das GroßraumbĂŒro in der Firma teile ich mit 3 ganz lieben Kolleginnen, welche nett, humorvoll und fleißig sind. Sie sind jĂŒnger als ich, was fĂŒr mich kein Problem ist und auch um einiges schlanker als ich, womit ich auch gut leben kann.

Was ich aber als ganz ungerecht empfinde ist die Menge an Essen, welche sie an einem Tag verspeisen. Gestern ist es mir wirklich ganz extrem aufgefallen: 3 doppelte mit KĂ€se oder Wurst belegte Schnitten, einige MĂŒsliriegel oder Schokolade, mittags ein großes Eis…Joghurts und Äpfel zĂ€hle ich einfach nicht mit – ich war echt neidisch! Wie ich erfahren habe, schieben sie auch abends kein Kohldampf… Ja, und sporttechnisch ĂŒbertreiben sie auch nicht wirklich…

Dabei verbringe ich meinen Arbeitstag mit 1-2 fettarmen Joghurts, irgendwas obstigen oder gemĂŒsigen wie ein Apfel, 2-3 Möhren oder 1 Nektarine und etwa 2-3 Liter Mineralwasser und als Belohnung schleppe ich immer wieder etliche Kilos mit mir rum, welche ich nur zu gern los werden wĂŒrde! Jedes mal, wenn ich esse, gehe ich im Geiste durch, was sich sofort auf meine HĂŒfte absetzt und was vielleicht ein Tag spĂ€ter. Am Wochenende, wenn wir auswĂ€rts essen oder ich fĂŒr uns alle irgendwas Leckeres koche gehe ich aus Erfahrung stark davon aus, dass meine Waage am Montag mindestens 1 kg mehr anzeigt als am Freitag.

Und dann bemĂŒhe ich mich die ganze Woche, das zusĂ€tzliche Gewicht loszuwerden, wĂ€hrend vor meiner Nase nahezu ununterbrochen KĂ€sebrote & Co. von schlanken MĂ€dels gegessen werden…

Ist das nicht frustrierend?



2008 19.
Juli

Mein Garten und ich – es ist wirklich eine Hassliebe wie es im Buche steht!

Ich liebe es, an einem sonnigen Sommertag nach der Arbeit in den Garten rausgehen zu können, ein paar sĂŒĂŸe Himbeeren direkt vom Strauch zu essen, den Kindern beim Spielen zuzuschauen und einen Plausch mit meiner Nachbarin zu halten.

Aber ich hasse:

– nach der Arbeit in den Garten rauszugehen und zu sehen, dass unser Rasen wieder viel zu groß ist und die Nachbarn ihren schon wieder gemĂ€ht haben;

-zu endecken, dass die Pflanzen, welche ich gerne im Garten haben möchte beschließen, dass sie unbedingt eingehen wollen, dafĂŒr aber Löwenzahn, Klee und anderer grĂŒner, nicht gepflanzter und nicht gewĂŒnschter Mumpitz sich ĂŒberall sauwohl fĂŒhlt und wĂ€chst und gedeiht;

– wenn es an den Tagen, an welchen ich mir die Gartenpflege endlich vornehme, regnet oder der RasenmĂ€her streikt oder die Kinder den GartenhausschlĂŒssel irgendwo anders hingelegt haben als an die vereinbarte Stelle…

Ich glaube, die Liste könnte ich noch beliebig fortfĂŒhren, aber ich erspare Euch lieber meinen Unmut ;0)

Diese blogverpackte Beschwerde ist nĂ€mlich aus einem aktuellen Anlass entstanden: Heute habe ich mir den Vormittag fĂŒr die Gartenarbeiten eingeplant. Und natĂŒrlich streikte der RasenmĂ€her! Zum GlĂŒck hat mein lieber Mann alles fallen lassen und mir geholfen, den elenden Kampf mit den viel zu langen Grashalmen zu gewinnen. Am Ende hat er 2/3 der FlĂ€che selber gemĂ€ht und ich habe nur die Kanten geschnitten. Dann habe ich angefangen, das Unkraut zwischen den Gehwegplatten zu entfernen und es kam wie es kommen musste: Der Himmel verdunkelte sich und es begann zu regnen.

Völlig gefrustet trabte ich wieder ins Haus, ließ meinen Unmut an meiner liebsten OrangenhĂ€lfte aus (es heisst ja “ in guten wie in schlechten Zeiten“, nicht wahr ;0)?) und habe mich erstmal an den Rechner gesetzt, um mich bei Euch auszuheulen :0).

SelbstverstĂ€ndlich hat es inzwischen aufgehört zu regnen und daher werde ich wieder das Gartenhaus aufmachen, merkwĂŒrdige Unkrautfolterwerkzeuge holen und noch ein Teil des Weges vom ungewĂŒnschten GrĂŒn befreien!



2008 02.
Juli

Vorbei ist die Zeit des Mitfieberns und MitfĂŒhlens – die Fussball-EM ging am Sonntag mit dem verdienten Sieg der spanischen Mannschaft zu Ende.

Carsten hat Stephanie bereits vor einigen Tagen versprochen, dass wenn die deutsche Nationalelf es schafft, ins Finale zu kommen, wir zusammen zu Fanmeile ans Elbufer gehen werden. Andrea hat ebenfalls beschlossen, das Finale mit uns gemeinsam anzuschauen. Wir haben uns recht frĂŒh auf den Weg gemacht, dennoch als wir um 18:30 an der Carola-BrĂŒcke angekommen waren haben wir unseren Augen nicht geglaubt: alle Sitze waren bereits besetzt, die angrenzenden Wiesen hatten immer weniger grĂŒn zur Schau gestellt, da dort immer mehr fans sich niedergelassen haben und die Menschentrauben an den beiden EingĂ€ngen war wirklich ĂŒberwĂ€ltigend!.

Somit haben wir sehr schnell beschlossen, das Spiel woanders zu schauen, damit war das Zuhause gemeint. Um den umgemodelten Abend ein wenig zu versĂŒĂŸen, sind wir zu unserem Lieblingsitaliener „La Contadina“ gegangen, um eine leckere Pizza zu essen. Dort fiel uns spontan ein, dass in der NĂ€he Andreas liebste Schulfreundin wohnt, mit ihrer Mutter sind wir auch befreundet. Also schnell das Handy gezĂŒckt und gefragt, ob man gemeinsam Fussball gucken könne und wolle. Ja, es hat geklappt! Also hockten auf der Couch drei aufgeregten MĂ€dels, gekleidet mit Fussbaltricots oder in den Farben „schwarz, rot, gelb“ (sollte gold darstellen) und haben lebhaft mitgefiebert.

Leider war das Spiel aus der Sicht der Deutschen nicht wirklich toll gelaufen, unseren Spaß hatten wir dennoch gehabt.

Jetzt versuchen wir uns wieder in den Alltag zurĂŒckzufinden, was gar nicht so einfach ist, denn zum einen ist es unglaublich heiß geworden und zum zweiten, das Ende des Schuljahres in die NĂ€he rĂŒckt. In Sachsen werden die Zeugnisse am 11.Juli ausgegeben. Wir glauben, die Noten unserer Grazien zu kennen und schĂ€tzen, dass uns böse Überraschungen erspart bleiben.



2008 25.
Juni

Fussball-EM hat uns nach wie vor fest in der Hand!

Das Ende rĂŒckt immer nĂ€her und die Spiele gewinnen immer mehr an der Spannung. Nicht alle, aber die meisten :0).

Mein Favorit ist die russische Mannschaft, welche bislang aus meiner Sicht die schönsten Spiele geliefert hat. Es macht immer Spaß, ihnen zuzusehen, denn sie spielen wirklich prĂ€zise und mit viel Kampfgeist.

Heute ist aber ein anderes spannendes Duell angesagt: Deutschland-TĂŒrkei. Ich schĂ€tze, nicht nur das Spiel an sich ist von Bedeutung, sondern auch , was in Deutschland nach dem Abpfeifen abgehen wird. Es kursieren schon einige witzigen Bilder zu dem Thema im Netz und nahezu jeder unterhĂ€lt sich, ob die TĂŒrken in Deutschland heute abend feiern oder trauern dĂŒrfen. Ein Durchschnittsdeutscher ist naturgegeben ĂŒberzeugt, dass die Elf von Jogi Löw weiter kommt. Vielleicht klappt es dann sogar mit meiner persönlichen Traumfinale: Russland-Deutschland. Wenn man an den Ausgang der etlichen Kriege in der Geschichte denkt, dann könnte das halbasiatische Land am Ende doch vielleicht mal….. ;0)

Nun muss ich mich wettergerecht anziehen, denn das heutige Spiel werden wir in dem Garten bei unseren Freunden anschauen. Leider ist der Tag des großen Spiels ziemlich von Unwettern ĂŒberschattet: Es hat schon mal ganz heftig gewittert und gestĂŒrmt und noch sieht es nicht wesentlich besser aus. Dennoch lassen wir uns die Freude des Mitfieberns nicht nehmen!



2008 19.
Juni

Casa OLCA lebt nach wie vor stark unterm Fussballstern. Leider waren die meisten gesehenen Spiele nicht so spannend wie erwartet, dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf, das ultimative Spiel zu sehen. Es muss doch spÀtestens in Finale klappen!

Gestern war allerdings schon ein gut organisiertes und lebendiges Spiel zu erleben. Das Wetter war gut, ich wollte unbedingt aus dem Haus raus und so haben Carsten und ich uns zu dem schönsten Public Viewing Platz in Dresden bewegt – Elbufer.

Die Dresdner Altstadt als Kulisse, lauer Sommerabend, ein Radler und eine Cola, die Möglichkeit, auf einen freien Stuhl die Beine hochzulegen und unbemekt den GesprĂ€chen von den Rußland-Fans zuzuhören – das Warten auf den Spielbeginn war sehr leicht zu ertragen.

Wie schon erwÀhnt, war das Spiel wirklich gut, die Russen haben wirklich schön gekÀmpft und haben das Ergebnis 2:0 redlich verdient. Wenn sie die Torchancen noch effektiver genutzt hÀtten könnten sie sogar bedeutend mehr Tore schaffen, aber es fehlten immer wieder nur paar Centimeter.

Die russische Fangemeinde, mit Flaggen, FĂ€hnchen und sogar mit den WintermĂŒtzen mit den Farben der russischen Fahne haben lebhaft mitgejubelt. Übrigens ein MĂ€del hat sogar die Zopfgummis in der Reihenfolge der Fahnenfarben um ihre MĂ€useschwĂ€nzchen gebunden!

In der Pause hatte eine koreanische Breakdance-Gruppe uns von den Antlitzten von Delling und Netzer verschont. Als Begleitungsmusik haben die pfiffigen TĂ€nzer sogar Fragmente aus einem sowjetischen Lied eingebunden, womit sie die Herzen der Russen doppelt so schnell erobert haben.

Überhaupt hatten die alten guten sowjetischen Lieder Hochkonjunktur an diesem Abend. Ein Fanblock schien das Singen sehr zu mögen. So konnte man zumindest die Refrains von „Katjuscha“ und am Ende des Spiels passend zum Thema „Tag des Sieges“ ganz klar erkennen.

Die Fahrt nach Hause mit dem offenen Cabrio durch die wie immer wunderschön angestrahlte Altstadt hat den tollen Abend wirklich perfekt abgerundet!



2008 15.
Juni

In den letzten Tagen war erneut viel los in Casa OLCA! Am 7. Juni haben wir den Geburtstag von Andrea gefeiert, das MĂ€del ist jetzt 15 geworden! Sie hatte jede Menge Klassenkameraden eingeladen, zusammen hatten sie enorm viel Spaß und das war die Hauptsache :0) Diesmal haben Carsten und ich uns nur als Köche und Kellner nĂŒtzlich machen können, um die Unterhaltung mussten wir uns nicht mehr kĂŒmmern. So konnten wir ganz ungestört die Erföffnung von EM erleben und wir versuchen seitdem halbwegs regelmĂ€ĂŸig die Spiele zu sehen.

Dennoch steht Fussball nicht im Mittelpunkt unseres Lebens. Am Montag kam eine Freundin wegen paar Internetfragen vorbei und weil das Wetter noch so richtig schön sommerlich war saßen wir am Ende auf der Terrasse, erzĂ€hlten ĂŒber dies und jenes, tranken eine Flasche mitgebrachten Rotwein leer und haben viel gelacht. Die beiden Spiele wurden in der Situation zur absoluten Nebensache.

Genau so wie gestern bei mir allein. Die Firma, wo ich meine Brötchen verdiene, organisierte dieses Jahr einen Ausflug an die Neiße zum Paddeln. Außer dem Spaß auf dem ruhigen Wasser mitten in der nahezu unberĂŒhrten Natur konnte man Tontauben schießen (ich habe immerhin 2 von 10 getroffen und bin somit die beste unter den Frauen ;0) und den Tag beim Grillen und Bierchen schön ausklingen lassen. Die Fussballergebnisse waren auch in dieser Situation nebensĂ€chlich.

Heute bin ich vormittags ganz allein zu Hause und möchte die Zeit fĂŒr meine PC-Aufgaben nutzen. Um 14:00 Uhr bin ich eingeladen zum Eierkuchenessen, um 17:00 Uhr muss ich aber wieder zu Hause sein, da die Kinder heute etwas eher gebracht werden. Andrea fĂ€hrt am Montag fĂŒr eine Woche ins Schullandheim und die Tasche ist noch nicht zu Ende gepackt.

Schauen wir mal, wie Stephanie ihr Alleinsein in der kommenden Woche meistert ;0)



2008 05.
Juni

Seit gestern haben wir einen Sandstrand auf der Terrasse!

Das ist inzwischen eine gute Tradition geworden, jeden Sommer etliche Kilos Sand auf die Terrassenplatten auszukippen, um mir ein StrandgefĂŒhl zu vermitteln :0)

Ich liebe es, barfuss im Sand zu laufen oder einfach meine Zehen darin zu vergraben. Angeblich macht sowas auch die FĂŒĂŸe schöner, weil die Hornhaut quasi von allein verschwindet. Mir genĂŒgt einfach schon das tolle Sommer-Strand-GefĂŒhl!

Gestern haben wir wieder zwei Transportplastikwannen mit dem Sand aus dem Baumarkt gefĂŒllt (natĂŒrlich haben wir dafĂŒr auch bezahlt! :0) ) und die gelbe Pracht nach Hause gebracht. Das letzte StĂŒck war eigentlich das schwerste – die Treppe bis zur Terrasse mit dem gar nicht so kleinen Gewicht in den nicht direkt ergonomisch geformten GefĂ€ĂŸen. Die erste Wanne haben wir allein hochgeschleppt, bei der zweiten hatte ich unfassbares GlĂŒck. Vor unserem Wagen hat gerade ein Auto geparkt, daraus ist eine nette junge Familie mit zwei Kindern ausgestiegen und die Frau hat uns freundlicherweise ihren Mann zum Tragen angeboten – FrauensolidaritĂ€t ist doch nicht nur ein Wort in einer „Emma“-Ausgabe ;0)

Danach hatten wir zwei Sandbergen auf den Platten liegen, aber mein schlauer Mann hatte eine superpfiffige Idee: Er hat unserer Nachbarin gesagt, dass falls ihre Kinder Lust haben, im Sand zu spielen, können sie ja unsere frischen Körnchen großzĂŒgig verteilen. Und als wir zu Abend gegessen haben kam erst das jĂŒngste Kind mit der Ă€ltesten Schwester und einige Minuten spĂ€ter war auch das mittlere Kind da. Wir haben uns gar nicht getraut, irgendwas zu sagen, um sie nicht zu verschrecken ;0)

SpĂ€tabends konnten wir ihre Arbeit aufrichtig bewundern, denn nicht nur der ganze Sand war verteilt – wir haben sogar eine Sandsonne gratis dazu bekommen!



2008 06.
Mai

Gestern waren Carsten und ich bei einem Auftritt von Michael Mittermeier im Kulturpalast Dresden.

Die Karten dafĂŒr habe ich meinem Schatz zu Weihnachten geschenkt. Man konnte allerdings schon im Dezember nur die „ĂŒbriggebliebenen“ Karten kaufen. Die meisten einzelnen PlĂ€tze lagen ganz weit auseinender, es war nur eine Kombination halbwegs in unserem Sinne: Wir hatten also beide den Platz 7 in den einanderfolgenden Reihen, saßen aber durch die versetzten Sitze nicht direkt hintereinander, konnten jedoch an manchen Stellen des Programms uns wenigstens grinsend anschauen.. Ich musste mich einfach umdrehen :0)

Etwas blöd waren die Sitze selbst: Man kann auf gar keinen Fall von Beinfreiheit sprechen, es war nicht mal möglich, die Beine ĂŒbereinander zu schlagen, ohne irgendeinen der Nachbarn mit dem Absatz der Schuhe zu treffen!

Aber solche Kleinigkeiten haben uns ĂŒberhaupt nicht davon abgehalten, fast drei Stunden dem Michel zuzuhören und unseren Spaß zu haben. Das Programm heisst ĂŒbrigens „Safari“ und es werden in der Tat auch einige Erlebnisse aus seiner Safari-Tour darin verarbeitet. Ansonsten konnte man ĂŒber die Witze ĂŒber die Schwaben, Chinesen, Katzen und viele andere Sachen und Situationen lachen, da sie alle aus einer ganz lustigen Perspektive betrachtet wurden. Gut fand ich, dass Mittermeier einen Zuschauer zurecht gewiesen hat, als der ein Foto wĂ€hrend des Auftritts gemacht hat. Es war doch am Anfang des Programms deutlich fĂŒr alle gesagt worden, dass Film- und Fotoaufnahmen nicht gestattet sind , aber es findet sich ja immer so ein ganz Schlauer mit dem Fotohandy in der Menge…

Unsere nĂ€chsten Eintrittskarten fĂŒr einen deutschen Comedystar werden wir Ende November einlösen. Denn die 4 Tickets fĂŒr einen Familienausflug nach Riesa, um Mario Barth live zu erleben sind schon lange gekauft :0)



2008 30.
MĂ€rz

Mir summen grad die FĂŒĂŸe!

Ich bin heute zum ersten Mal in meinem Leben Inliner gefahren! Ganz schön wackelige Angelegenheit, muss ich Euch sagen! Zwar kann ich schon seit Ewigkeiten Schlittschuhlaufen, aber ich hatte noch nie die Rollen unter den FĂŒĂŸen.

Auf jeden Fall war ich die ganze Inliner-Zeit meinem Mann unendlich dankbar fĂŒr alles, was er fĂŒr mich getan hat: Schuhe zugebunden, mir das Bremsen beigebracht, mir seine Hand zum Halten angeboten, als ich mĂŒde war mich geschoben und zum Schluß sogar mich den HĂŒgel hochgezogen.

Ich schĂ€tze, dass es nicht der letzte Ausflug dieser Art war, denn Carsten denkt jetzt ernsthaft darĂŒber nach, auch fĂŒr sich ein Paar Inliner zu besorgen.

Zu meinen bin ich ĂŒbrigens gekommen wie Jungfrau zum Kinde: ein guter Freund hatte sie mir geschenkt, weil er sie selber sie nicht mehr brauchte.

Die Kinder haben die Möglichkeit genutzt, ihre Heelys zu fahren, allerdings da sie sie im Winter selten genutzt haben hatten sie auch recht schnell den Muskelkater in den Beinen bekommen und sind mehr gelaufen als gefahren.

Da heisst es wohl fĂŒr uns alle: ĂŒben, ĂŒben und nochmals ĂŒben!