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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 20.
Juni

Ich hĂ€nge immer noch wartend in der Luft, fast wie Hamlet, nur dass meine Gedanken eben „schreiben oder nicht schreiben“ sind.

Allerdings hatte ich in dieser Woche ohnehin kaum eine Möglichkeit etwas zu verfassen. Es war immer irgendwas Interessantes los in der Casa OLCA.

Montags hatte ich wie immer HebrÀisch, allerdings ist in der kommenden Woche die letzte Unterrichtsstunde. Am Montag danach haben wir eigentlich schon Ferien, aber wir treffen uns noch einmal zusammen, um den Abschluss zu feiern.

Am Dienstag kam mein SchĂŒler, um seine Russisch-Kenntnisse auf den neusten Stand zu bringen. Als er nach Hause ging zog ich mich ganz flott um und ging mit der Klasse von meiner Großen als stiller Begleiter ins Theater der Jungen Generation. Eine Gruppenkarte von 4 EUR kann man wirklich als SchnĂ€ppchen betrachten. Das StĂŒck hieß „Falke“ und war wirklich gut gemacht. Es ging um einen Jungen im Untersuchungshaft, von welchen man nicht weiß, ob er seinen Stiefvater im Wald umgebracht hat oder nicht. Er selber berichtet nichts darĂŒber, aber einer Psychologin gelingt es am Ende die Wahrheit beinahe allein zu rekonstruieren, bis sich der Fall aufklĂ€rt. Ich mag die Schauspieler vom Dresdner TJG wirklich sehr gern, denn mich hat das StĂŒck auf jeden Fall noch eine Weile beschĂ€ftigt!

Am Mittwoch zog ich nach der Arbeit durch die LĂ€den, denn ich musste die Geschenke fĂŒr die kommenden zwei Tage besorgen. 

Donnerstagabend haben wir auf dem Sportplatz von SG Gittersee verbracht, wo wir erfolglos versucht haben unsere gute IKEA-Tasse kaputt zu machen. Das muss man am Polterabend ja schließlich machen!  Thomas und Sylvia dĂŒrfen heute nun inzwischen zur Ehemann und Ehefrau geworden sein.  Es war ein richtig schöner Abend, ich konnte viele bekannte Gesichter von Carstens Badmintonverein wiedersehen und es hat wie immer viel Spaß gemacht, mich mit ihnen zu unterhalten.

Nach einem definitiven Überschuß der deutschen Sprache in den vergangenen Tagen sorgte ich fĂŒr den entsprechenden Ausgleich und verbrachte den Freitagabend auf der Datscha meiner Lieblingsfreundin Anna. Ok, die Datscha gehört ihren Eltern, aber es war Annas Geburtstag. Da sie in Georgien geboren und groß geworden ist gab es fabelhaften Schaschlik und jede Menge Rotwein dazu. Wodka ist dort nicht so ĂŒblich wie bei den Ukrainern   ;0)   ….

Heute war mehr oder weniger Haushalts- und Telefoniertag bei mir und das war aus meiner Sicht auch ganz gut so. Mein Haus hatte dringend etwas Pflege nötig und außerdem konnte ich unsere zukĂŒnftige CS-Besucherin aus Bremen am Telefon kennenlernen sowie mich auf den neusten Stand der Dinge in der Ukraine bei meiner Familie bringen lassen.



2009 09.
Juni

Derzeit hĂ€nge ich blogtechnisch ganz schön in der Schwebe … 360° wird geschlossen, umgestellt, umgezogen – was auch immer … Mein Blog mit Kommentarfunktion auf unserer OLCA-Homepage ist immer noch eine Baustelle … Die bewĂ€hrte Sektion auf marvinchen.de zu fĂŒllen bleibt wahrscheinlich fĂŒr unbestimmte Zeit die einzige Möglichkeit ĂŒber unser Leben im Web zu berichten. Aber irgendwann habe ich ganz gewiss den besten Blog der Welt!

Derzeit mĂŒssen wir uns nur mit 1 Teenager arrangieren. Andrea hat am Sonntag ihren 16. Geburtstag gefeiert, am Montag hat sie ihre Sachen gepackt und ist aus dem Haus verschwunden.

Allerdings kommt sie am Freitag nach ihrer Klassenfahrt zurĂŒck zu uns, ganz bestimmt voller EindrĂŒcke und mit Bergen dreckiger WĂ€sche. Ich bin schon gespannt, was sie uns erzĂ€hlen wird. Sie ist mit ihrer und Parallelklasse an der Ostsee, außerdem sind AusflĂŒge nach Hamburg und LĂŒbeck geplant, sowie ein Tag im Hansa-Park.

Ich habe heute aber ein richtig schönes Erfolgserlebnis gehabt, welches außnahmsweise nicht mit meinen Kindern verbunden ist. Seit einigen Wochen gebe ich dem Sohn einer Bekannten Nachhilfe in Russisch. Er stand bislang auf „4“. Die letzte Klassenarbeit hat er aber mit einer „2“ geschafft und damit bekommt er eine „3“ auf dem Zeugnis. Ich bin echt hin und weg!  Wir werden noch die kommenden 2 Wochen zum Lernen nutzen, dann kommt vorerst eine große Pause, denn Ende Juni fangen in Sachsen die Sommerferien an.



2009 03.
Mai

Was gibt es schöneres fĂŒr die arbeitende Bevölkerung als ein schönes langes Wochenende im Mai und mit traumhaftem Wetter? Nur Urlaub könnte es ĂŒbertrumpfen, aber man freut sich auch ĂŒber die kleineren Ruhephasen.

Allerdings wurde es bei mir nicht nur eine Ruhepause pur. Frau nutzte die Zeit, um einige langwierige Dinge vom Tisch zu kriegen. Den Namen „Tag der Arbeit“ habe ich wörtlich genommen und 5 Stunden lang WĂ€sche gewaschen und Fenster geputzt. Ich mag das Fensterputzen ĂŒberhaupt nicht, im Haus gibt es aber reichlich davon und wenigstens hin und wieder zwinge ich mich dazu, die Augen von meinem Heim zu sĂ€ubern. DafĂŒr gab es am Abend eine Belohnung vom Schatz: Abendessen (es ist Spargelzeit!) in einem kleinen Biergarten in Weixdorf.

Am Samstag haben wir die „Dresden for Friends“-Karte genutzt und bei MarchĂ© im Dresdner Bahnhof gefrĂŒhstĂŒckt. Das Buffet war zwar klein, aber fein – sehr zu empfehlen. Nur die Toiletten konnten mit der AtmosphĂ€re nicht mithalten. Erstens, Mann lĂ€uft recht lange bis zum stillen Örtchen – Frau aber doppelt so lange – und muss einige Treppen ĂŒberwinden, zweitens, bei den Frauen gab es nur 2 Kabinen, bei den MĂ€nnern 2 Pissoirs und 1 Kabine (ich habe mich nicht in der TĂŒr geirrt, die Info ĂŒber die MĂ€nnertoilette stammt von meinem Mann). Da entsteht sehr schnell ein großer Andrang …

Nachdem wir noch einige GĂ€nge in der Stadt erledigt haben, wollten wir nur ganz schnell bei „Hornbach“ RasendĂŒnger und Autowarnwesten fĂŒr unseren bevorstehenden Italienurlaub besorgen (die italienische Verkehrsordnung schreibt eine Warnweste pro Mitfahrer vor). Das mit dem „ganz schnell“ ging aber gar nicht, denn ich habe noch nie so viele Autos und Leute auf dem Baumarkt-Parkplatz erlebt – dabei sind wir dort mehr oder weniger Stammkunden! Das schöne FrĂŒhlingswetter verfĂŒhrte wohl die Menschheit entscheidend dazu, Pflanzen und Blumen zu kaufen. Nachdem wir lange in der Schlange an der Kasse gestanden haben und mit MĂŒh und Not endlich in Richtung FlĂŒgelwegbrĂŒcke losfahren konnten, waren wir froh, dass wir nicht noch mehr kaufen mussten.

Der Nachmittag gehörte dem Garten, insbesondere dem Rasen, er wurde gemĂ€ht und gedĂŒngt und ich hoffe, dass er endlich mal vernĂŒnftig wĂ€chst, denn ich habe sogar den Löwenzahn ĂŒberall ausgestochen, damit die Grashalme sich nun frei entfalten können.

Heute sitzen wir trotz schönes Wetters am Rechner. Mein lieber Mann bastelt an meinem neuen Blog und ich habe die erste Fassung von unserem TĂŒrkei-Bericht fertig geschrieben. Es sind 20 Seiten (ohne Bilder!!!) geworden. Jetzt wird noch mehrmals Korrektur gelesen, danach die passenden Bilder ausgesucht und am Ende ĂŒbergebe ich die Arbeit fĂŒr eine Veröffentlichung in die treuen HĂ€nde meines Webmasters.



2009 27.
Apr.

Wir haben unser letztes Wochenende nicht nur fĂŒr Kinobesuche („Der Kaufhaus Cop“ und „Monster vs. Aliens“ können jetzt von der Wunschfilmliste 2009 gestrichen werden) und Zeit mit unseren MĂ€dels verbracht, wir haben auch etliche Stunden am Rechner gesessen und uns Unmengen an Ferienwohnungen in der Umgebung des Gardasees angeschaut. Es ist schon nicht einfach, eine traumhaft ausgestattete, gemĂŒtliche, gĂŒnstige Wohnung in einer tollen Lage fĂŒr die schönste Zeit des Jahres zu finden, wenn man zu zweit oder zu vier in den Urlaub fahren möchte, aber noch schwieriger ist es, ein ausreichend großes Domizil fĂŒr 5 Personen zu finden.

Ja, diesmal werden wir 2 Urlaubswochen nicht nur mit unseren Teenies verbringen, wir werden den Spannungsfaktor steigern und Andreas Freundin Elli mitnehmen. Sie hat schon einige Male bei uns ĂŒbernachtet und gehört irgendwie schon zur Familie, daher haben wir dem zugestimmt.

Unsere Ferienwohnung liegt nicht wie ursprĂŒnglich getrĂ€umt direkt an Gardasee, sondern in der NĂ€he vom Tennosee, welcher angeblich der sauberste SĂŒĂŸwassersee in Italien ist. Auf jeden Fall sehen die Bilder im Internet fabelhaft aus!

Die Wohnung selber hat 2 Schlafzimmer, eines davon mit 3 Betten fĂŒr die Kinder, was fĂŒr uns enorm wichtig war und außer dem Bad noch eine zweite Toilette, was bei 5 Leuten auch nicht gerade von Nachteil ist.

Jetzt machen wir uns schon Gedanken, wann wir los fahren, was wir noch besorgen mĂŒssen und was noch zu organisieren ist. Dies wird ĂŒbrigens die erste Reise sein, wo Andrea ihren Personalausweis und nicht mehr den Kinderausweis bei der Grenzkontrolle vorlegen kann.

Sie kĂŒmmert sich gerade um die Beantragung des wichtigen Dokuments – nicht ganz reibungslos, aber sie muss es jetzt selbstĂ€ndig schaffen. Wer 16 Jahre alt wird muss sich auch selbst um die eigenen Belange kĂŒmmern dĂŒrfen ;0)



2009 21.
Apr.

Bei uns ist seit gestern wieder der Alltag eingekehrt, denn die Schulferien gingen zu Ende.

Am Freitag haben Carsten und ich uns noch einen Tag frei genommen, um mehr Zeit mit unseren MĂ€dels zu verbringen. In 3 Tagen haben wir ein richtiges Unterhaltungsprogramm fĂŒr uns alle geschafft. Gleich am Freitag sind wir nach Leipzig gedĂŒst, aber wegen des Regens haben wir nur das Völkerschlachtdenkmal und den Bahnhof gesehen, bzw. die LĂ€den im Bahnhof abgegrast. Abends gingen wir in eine Dresdner Kneipe namens „MaxiMahl“ essen, wo wir alle zusammen eine große Grillplatte verputzt haben und davon am Ende echt voll waren. Da in der NĂ€he der Kneipe ein russischer Videoverleiher ist, habe ich dort fĂŒr mich den Film „Admiral“ und fĂŒr die Kinder eine Sammlung kurzer lustiger Kinderfilme namens „Eralasch“ ausgeliehen. Der Preis von 1 EUR je DVD pro Woche ist in meinen Augen einfach unschlagbar !

Am Samstag war das Wetter nicht besser und wir haben einen richtigen Spieletag gemacht. In unserem Schrank liegen wirklich reichlich Gesellschaftsspiele, aber einige davon sind sozusagen noch original verpackt bzw. noch nie in dieser Familie gespielt worden. Ein paar davon habe ich noch mit meinem ersten Mann besorgt, ein paar hat Carsten aus seinem Vorrat in die Familie gebracht. Nach dem ganzen Tag sind uns trotzdem 4 Spiele noch ein RĂ€tsel geblieben, denn wir haben sie einfach nicht mehr geschafft :0). Am Abend waren wir zu einer „Baustellenparty“ im Waldbad Weixdorf eingeladen. Carsten unterstĂŒtzt Gerd, den Kneipenbetreiber vom Zschonergrundbad und nun auch vom Waldbad, indem er seine Homepage auf dem Laufenden hĂ€lt. Daher waren wir sozusagen EhrengĂ€ste :0)) War ein richtig schöner Abend !

Am Sonntag sind wir ins benachbarte Tschechien gefahren. Wir wollten den Kindern die Felsenstadt Tisa (Tyssauer WĂ€nde) zeigen. Es ist dort wirklich schön zum Laufen, nicht sonderlich anstrengend, aber die Felsenlandschaft ist wundervoll ! NatĂŒrlich haben wir unser Auto vollgetankt und ich durfte mich in einem kleinen Supermarkt austoben. Da kann ich meine slawische Herkunft einfach nicht leugnen, denn ich habe vorrangig die Lebensmittel eingepackt, welche in einem deutschen Supermarkt schwer zu finden sind und fresse mich nun durch, um den Vergleich zu dem russisch-ukrainischen Geschmack festzustellen.

Ansonsten haben wir es geschafft, noch mehr aus dem Leben von Buffy der VampirjĂ€gerin zu sehen, haben mit den Kindern die DVD „Eiskalte Engel“ (Originaltitel: Cruel Intentions) geguckt und als reine MĂ€dchengesellschaft 2 Stunden lang die Kurzfilme von „Eralasch“ reingezogen. Carsten wollte es sich nicht antun, so gut ist sein Russisch leider noch nicht ;0)



2009 12.
Apr.

Der halbe April ist schon fast vorbei und mein Blog braucht dringend eine neue FĂŒllung.

Als erstes möchte ich mich bei allen fĂŒr die netten und verstĂ€ndnisvollen Kommentare auf den letzten, etwas frustgeladenen Eintrag bedanken. Es hat mir wirklich geholfen, die Welt etwas lockerer zu sehen und dann löste sich das eine oder das andere Problemchen schon fast von allein.

Auch das Wetter ist inzwischen wunderschön geworden, was natĂŒrlich auch dazu beigetragen hat, dass ich wesentlich weniger Zeit am Rechner verbringe. Ich habe mir fĂŒr diesen FrĂŒhling ernsthaft vorgenommen, etliche Schandflecke in unserem Garten zu bekĂ€mpfen und kann jetzt mit schmerzenden RĂŒcken, lĂ€dierten Knien und nach Entspannung lechzenden HĂ€nden auf eine Reihe von erledigten Arbeiten zurĂŒckblicken. Der Vorgarten ist vorzeigbar, auch eine vorher völlig verwahrloste Ecke oben am Hang sieht ansprechend aus, die Gartenmöbel sind gestrichen, der Zaun hat erstmals nach 9 Jahren einen Anstrich bekommen, alles Abgefrorene ist abgeschnitten, der Rasen ist vertikuliert und die kahl gewordenen PlĂ€tze mit Schattenrasensamen bedacht – es sind nur noch 2 kleinere Ecken ĂŒbrig geblieben. Ich denke, eine davon kann ich vielleicht sogar morgen schon vorzeigbar machen. DafĂŒr muss ich nur noch ein paar unerwĂŒnschte Pflanzen aus dem KrĂ€uterbeet entfernen und einen Sack Blumenerde verteilen.

Gestern Nachmittag habe ich mir schon eine richtig schöne Pause gegönnt und lag auf meinem frisch gestrichenen Liegestuhl unter dem von Carsten aufgespannten, neuen Sonnensegel auf der Terrasse und habe das vierte Buch ĂŒber Jason Bourne gelesen. „Das Bourne VermĂ€chtnis“ ist allerdings nicht von Robert Ludlum geschrieben, da er leider 2001 gestorben ist. Dieses Buch wurde nach seinen Skizzen von Eric von Lustbader verfasst. Ich habe es noch nicht zu Ende gelesen, aber es liest sich ziemlich gut – ich stehe eben auch auf Action und Spionengeschichten.

Den Abend haben wir mit Kerstin, der Mutter von Andreas Schulfreundin, ebenfalls bei uns auf der Terrasse verbracht, mit Grillen und Vernichten der Rose-WeinvorrĂ€te. Eine Unterhaltung mit ihr ist immer toll und wir hatten einen wirklich vergnĂŒgten Abend zusammen verbracht.

Heute widme ich mich ein wenig meinen Computersachen, wie Emails, Foren und Blogs, auch wenn das Wetter nach wie vor ein Traum ist. GlĂŒcklicherweise ist morgen auch noch ein freier Tag und die Sonne bleibt uns, wenn man den Prognosen glauben darf, auch man Montag erhalten.

Noch etwas: ich habe auch diesmal meine Fastenzeit gut gemeistert und habe in der ganzen Zeit keine Schokolade gegessen, was ich heute feierlich mit der Pralinenkollektion „Aus Meisterhand„ aus der Halloren Schokoladenfabrik http://www.halloren.de/sortiment/pralinen.html beendet habe.

Ich wĂŒnsche allen Freunden ein schönes Osterfest und viel Spaß beim Finden der Ostereier und anderer Geschenke!



2009 28.
MĂ€rz

Dieser Eintrag wird nicht so optimistisch und lebensfroh sein wie sonst. Zur Zeit steht mir alles bis zu der Oberkante Stirn!

Die Woche im BĂŒro war einfach blöd, es gab einfach zu viele Dinge, welche nicht so liefen, wie ursprĂŒnglich geplant und man musste sich damit beschĂ€ftigen, statt den normalen Lauf der Dinge aufrecht zu erhalten.

Das Wetter macht alle um mich herum entweder aggressiv oder depressiv. Ich habe lange versucht meine gute Laune zu behalten und Leute aufzumuntern, jetzt habe ich keinen Bock mehr dazu. WofĂŒr die ganze MĂŒhe eigentlich, wenn man nichts Positives zurĂŒckbekommt?

Denn selbst die eigenen Kinder leben alle ihre Launen voll aus. Ich bin ein harmoniebedĂŒrftiger Mensch, aber muss die Harmonie immer auf meine Kosten gehen?

Heute habe ich echt fiese Laune und wollte mich im Garten beim Heckeschneiden wenigstens etwas abreagieren und zumindest ansatzweise Ordnung schaffen. Sogar die Plastikostereier habe ich schon aus dem Osterkarton rausgeholt, um im Anschluss an die Schneideorgie das KorkenzieherhaselnussbĂ€umchen vorm Haus damit zu schmĂŒcken. Ich war gerade mit einem Rosenbusch und halben Himbeerbusch fertig, da hat es angefangen zu regnen. Meine Laune hat sich dadurch ganz gewiss nicht gebessert.

Eigentlich wollten wir heute mit den Kindern Schuhe kaufen fahren, aber nach ihren letzten „Heldentaten“ habe ich dazu einfach keine Lust. Warum soll ich jemanden etwas Gutes tun, der meine Bitten ignoriert? Und so klein sind sie auch nicht mehr, dass man es einfach so abtun könnte.

Naja, wir werden sehen, wie sich die Stimmung in der Casa OLCA demnÀchst entwickelt
.



2009 22.
MĂ€rz

Am Freitag war der kalendarische FrĂŒhlingsanfang. GefĂŒhlt sind wir eigentlich noch nicht soweit, aber die ersten FrĂŒhlingszeichen zeigen sich trotz des ungemĂŒtlichen Wetters und man lernt erneut sich auch an kleinen Dingen des Lebens wie erste Krokusse & Co. zu erfreuen.

Aber der Samstag entsprach total meinen Vorstellungen ĂŒber die Jahreszeit, welche dem Winter folgt. Die Sonne machte den Eindruck, dass sie sich nicht verstecken wolle und so wurde bei unserem ohnehin geplanten Gang zum Baumarkt noch mehr Geld ausgegeben als geplant. UrsprĂŒnglich wollten wir eigentlich nur Kabelkanal fĂŒr einen Lichtschlauch kaufen, um unserem Fernsehraum noch mehr Kinoflair zu verleihen. Aber die Einkaufliste wurde nach und nach mit Sachen wie Zaunlasur (unser Zaun hat schon seit Langem einen Anstrich bitter nötig), Korkparkettversiegelung (an manchen Stellen im Wohnzimmer sind Nachbesserungen fĂ€llig) aufgefĂŒllt. Dazu kamen außerdem 4 SĂ€cke Rindenmulch und 4 SĂ€cke Blumenerde und ich wurde trotz meines Vorsatzes, nichts Neues zum Pflanzen zu kaufen solange ich die Winterchaosspuren nicht beseitigt habe, bei den Blumenzwiebeln doch schwach und nahm einiges mit. Das i-TĂŒpfelchen waren dann ein T-Shirt und eine Fleece-Jacke mit dem Spruch „Woman at Work“. Nun wisst ihr, wo wir unser Geld gelassen haben, nicht wahr?

Zuhause luden wir alles aus und ich sammelte das alte Laub auf und schnitt einiges abgefrorenes oder blöd gewachsenes im Vorgarten ab, wĂ€hrend mein Liebster sich schon mit einem ebenfalls neu gekauften Duschkopf, Schlauch fĂŒr die Badewanne und Klopapierrollenhalter beschĂ€ftigte. Danach durfte er sich seiner Lichtschlauchinstallation widmen.

Unsere HausverschönerungstĂ€tigkeiten haben wir aber schon um 15 Uhr beenden mĂŒssen, denn Barbara und GĂŒnter kamen zu Besuch und brachten einen leckeren, selbstgebackenen Obstkuchen mit. Nach dem Kuchen haben wir uns in den Fernsehraum verzogen, denn der eigentliche Anlass unserer Zusammenkunft war der Film „Das Beste kommt zum Schluß“ mit Morgan Freeman und Jack Nicholson. Wir haben schon seit Langem ĂŒber diesen Streifen gesprochen und wollten ihn sogar bei den FilmnĂ€chten gemeinsam anschauen, aber leider war es terminlich Ă€ußerst unpassend. Die DVD haben wir schon vor einigen Monaten bei einem Streifzug durch „Media Markt“ mitgenommen und jetzt waren wir zeitlich sehr flexibel.

Der Film ist sehr gut, traurig und lustig, er regt zum Nachdenken an und zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist. Es geht darum, dass zwei MĂ€nner im Krankenhaus ein Zimmer teilen und erfahren, dass ihnen durch ihre Krebserkrankung nur noch 6 Monate oder maximal 1 Jahr zum Leben bleiben. Carter, gespielt von Morgan Freeman, fĂ€ngt an, eine Löffel-Liste zu schreiben, eine Liste der Dinge, welche man erledigen will, bevor man den Löffel abgibt. Im Original heißt der Film ĂŒbrigens „The Bucket List“, die zum Löffelabgeben passende Übersetzung im Englischen ist nĂ€mlich „Kick the Bucket“. Edward (Jack Nicholson) ermuntert Carter, diese Liste zusammen zu schreiben und diese auch zu erledigen. Ich kann diesen Film wirklich sehr empfehlen, es sei denn man möchte sich mit dem Thema Leben und Tod nicht beschĂ€ftigen.

Der Abend wurde mit einer Runde Borschtsch mit dazugehörigen Pampuschki, Knoblauchsauce, saurer Sahne und natĂŒrlich einem GlĂ€schen Wodka abgerundet.

Heute, am Sonntag, ist das Wetter gartenuntauglich und so genieße ich meine Zeit am Rechner und werde schon mit den ersten Zeilen unseres TĂŒrkeiberichtes beginnen.



2009 15.
MĂ€rz

Und wieder ist eine Woche vorbei! Wobei diese schon fast fĂŒr zwei zĂ€hlen konnte, da ich durch den Messeeinsatz gar kein freies Wochenende hatte. Dazu kamen zu meinem MontagshebrĂ€isch und Dienstagssportkurs auch SpĂ€tdienste am Mittwoch und Freitag.

Aber nun ist die anstrengende Zeit verflogen und ich finde mich im Alltagsgeschehen wieder. Es ist schön aus dem gewohnten Lebensmuster herauszukommen, aber nicht minder schön ist es auch, in geregelten Strukturen zu leben. Da versteht man irgendwie besser, warum bei den Kleinkindern die Alltagsrituale so wichtig sind. Man fĂŒhlt sich sicherer wenn man eben einschĂ€tzen kann, was als NĂ€chstes kommt.

Aber auch im Alltag gibt es kleine nette Abweichungen. Zum Beispiel waren unsere beiden MĂ€dels heute allein zusammen im Kino und habe sich den Film „Shopaholic“ angesehen. Sie sind sonst immer mit uns oder mit den Freunden im Kino gewesen oder mit uns und Freunden, aber so ein Schwesternausflug war heute die Premiere. Andreas Freundinnen, mit welchen sie den Streifen sehen wollte, konnten alle irgendwie nicht und ich habe mich schon fast erbarmt ihr Gesellschaft zu leisten (obwohl der Film mich nicht interessierte), da meinte Stephanie, dass sie ihn auch sehen möchte!

Nach dem, was sie nach der RĂŒckkehr beim gemĂŒtlichen Pelmeni-Essen berichtet haben, war ich froh nicht dabei gewesen zu sein. Stephanie hat versucht, im Kinosaal ihre Gesundheitsstecker einzustecken und hat das HaltestĂŒck (wie auch immer das richtig heißt!) fallen lassen. Dass sie es gesucht hat ist ja wohl klar, oder ;0). Erst wuselte sie einfach so rum, dann lieh sie sich das Handy von ihrer Schwester, um mit der Displaybeleuchtung besser zu sehen. Zum GlĂŒck hat sie bald die Suche aufgegeben und nicht die ganze VorfĂŒhrung weitergesucht!

Aber der Film hat ihnen viel Spaß gemacht und das ist die Hauptsache!



2009 08.
MĂ€rz

Heute ist der Sonntag und dazu 8. MĂ€rz. Beides wĂ€ren fĂŒr mich der Grund heute gar nichts zu tun und mich feiern zu lassen.

Aber es kommt immer wieder anders als frau es gern hÀtte. Derzeit stehe ich noch auf der CeBIT in Hannover und vertrete die Firma, wo ich meine Brötchen verdiene. Wir sind zu viert am Donnerstagabend hier angekommen und haben damit vier andere Kollegen erlöst, welche schon seit Montag da waren.

Die Messe ist kleiner geworden in all den Jahren, es sind auch weniger Aussteller als sonst in den Hallen. Werbegeschenke, welche sonst ĂŒberall sehr großzĂŒgig verteilt waren, sind ebenfalls rar geworden. Daher nehmen die Besucher alles mit, was nicht niet- und nagelfest ist. Am Nachbarstand hat man am helligsten Tage sogar ein Netzwerkkabel entwendet!

Es sind zum GlĂŒck nicht nur JĂ€ger und Sammler unterwegs, sondern auch reichlich interessante und interessierte Besucher.

Heute ist unser letzter Tag. Noch ist nicht sonderlich viel los in den GĂ€ngen, also nutze ich Gunst der Stunde, um mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben.

Falls jemand Fehler entdeckt bitte ich heute sehr großzĂŒgig darĂŒber wegzusehen. Meine letzte Nacht außerhalb der eigenen vier WĂ€nde war etwas zu kurz geraten. Gestern abends habe ich mich nĂ€mlich mit zwei ehemaligen Klassenkameraden getroffen, welche schon seit einigen Jahren in Hannover wohnen. Dima mit seiner Frau Oksana holte mich um ca. 19 Uhr ab und wir fuhren zu Ira, wo auf uns schon ein gedeckter Tisch mit leckeren Sachen wartete. Den dazugehörigen Wodka hatte Dima im GepĂ€ck, insgesamt immerhin 3 Flaschen a 0,7l fĂŒr 5 Personen, denn Iras Mann war ebenfalls dabei (und nach ein paar Stunden kamen noch 2 Freunde von Ira dazu). Es war ein richtig guter ukrainischer von der Firma „Nemiroff“. Wer diese Sorte kauft kann nichts falsch machen.

Es war ein richtig schöner lustiger Abend, gefĂŒllt mit Erinnerungen, Witzen, Gesang (Dima kann richtig gut Gitarre spielen und gar nicht so ĂŒbel singen) und natĂŒrlich mit Essen und Trinken. Um etwa 1 Uhr in der Nacht lösten wir die Runde auf, ich fuhr mit dem Taxi zurĂŒck zu dem Haus, wo wir wĂ€hrend der Messe wohnten, alle anderen gingen noch in die Disco. Trotz der Wodkamenge fĂŒhle ich mich ĂŒbrigens fit, denn es gab ja passendes Essen und ausreichend Zeit fĂŒr das Vernichten der FlĂŒssignahrung.

Heute ist die Messezeit zum GlĂŒck zu Ende und ich freue mich schon sehr darauf, meine Lieben wieder zu sehen und in den Armen von meinem Mann einzuschlafen. Wenn es alles klappt könnten wir rein theoretisch schon um 17-18 Uhr auf der Autobahn sein.