Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 01.
MĂ€rz

Heute ist der 1. MĂ€rz und fĂŒr mich ist das schon so gut wie FrĂŒhling. Aber die ersten Anzeichen von einer neuen Jahreszeit hatte ich schon in der letzten Woche gehabt.

Das Wetter war eigentlich nicht wirklich schön, ich habe die Sonne sehr vermisst, es war meistens Grau in Grau und Nieselregen gehörte zum Alltag. Trotz dass es nicht sonderlich toll fĂŒr mein GemĂŒt war, fĂŒhlten sich die FrĂŒhjahrsblĂŒher in meinem Garten bereits berufen, ihre Nasen aus der Erde zu strecken. Bei den Nachbarn sieht man schon sogar die Schneeglöckchen, ich habe sie bei mir aber noch nie gepflanzt, dafĂŒr aber im Herbst jede Menge Krokusse-, Tulpen- und Narzissen-Zwiebel in die Erde eingebuddelt, weil meine alten im vergangenen Jahr irgendwie nicht mehr so richtig wollten. Kein Wunder bei meiner Pflege ;0).

Ab Mittwoch habe ich schon meine persönlichen Vorbereitungen fĂŒr die Osterzeit begonnen. Ich nutze die Möglichkeit und die Erinnerung an Verzicht und esse bis Ostersonntag keine Schokolade bzw. keine Lebensmittel mit Kakao. Ich merkte beim ersten Mal vor drei Jahren, dass es mir gut getan hat, eine zeitlang darauf zu verzichten. Statt dessen hole ich mir momentan mehr Obst und Jogurts ins Haus und fĂŒr die argen Zuckerentzugstage gibt es immer noch Gelee-Eier ;0).

In der kommenden Woche werde ich noch etwas mehr fĂŒr meine Gesundheit tun, denn ich habe mich fĂŒr ein 10 Wochen Fitnessprogramm der AOK angemeldet. Es ist allerdings nur dienstags und nur eine Stunde, aber etwas Bewegung in der Übergangszeit schadet mir bestimmt nicht. Außerdem gibt es am Ende einen Stempel in mein Bonusheftchen, um meine GeldprĂ€mie fĂŒrs nĂ€chste Jahr zu sichern.

Ich fĂŒrchte bloß, dass meine Planung mit der vernĂŒnftigeren ErnĂ€hrung von Donnerstag bis Sonntag nicht funktionieren wird, denn ich werde meine Firma am Messestand bei der CeBIT in Hannover zusammen mit den anderen Kollegen vertreten. Da gestaltet sich der Tag sowieso ganz anders und man isst eigentlich nur FrĂŒhstĂŒck und Abendbrot. TagsĂŒber kommt man in der Regel nicht dazu etwas zu essen und durch die Ablenkung hat man ohnehin kein ZeitgefĂŒhl fĂŒrs Mittagessen.

Am Samstag wird Carsten sich dieses Jahr mal ganz allein um Stephanies Geburtstagsfete kĂŒmmern mĂŒssen, aber er hat dem schon zugestimmt und ich weiß, dass er die Sache bestimmt ganz gut macht. Ihr Geburtstag war am letzten Schultag vor den Winterferien, daher konnten ihre Freunde nicht kommen, jetzt wird aber nachgefeiert. Ich finde es schade, dass ich nicht dabei sein kann, aber vielleicht gehört das auch ein wenig zum Loslassen fĂŒr die Zukunft dazu.



2009 22.
Feb.

Der Alltag hat uns ab morgen wieder fest im Griff!

Die eine Woche im Hotel Delphin Palace mit All-Inclusive-Service verging wirklich ganz schnell. Wir sind am 11.02 frĂŒh morgens nach Antalya geflogen, konnten bereits am Nachmittag die alte Stadt an der tĂŒrkischen Riviera unsicher machen und uns sogar mit der ersten einheimischen Couchsurferin namens Nalan treffen. Sie hat uns die brennendsten Fragen rund um den tĂŒrkischen Alltag beantwortet und schon fĂŒhlten wir uns etwas sicherer in der fĂŒr uns neuen Umgebung und mit einer Sprache, welche wir nicht beherrschen.

Am nĂ€chsten Tag unternahmen wir eine Wanderung zu DĂŒden WasserfĂ€llen. Wir sind viel am Strand entlang gelaufen, nur um die großen Hotelressorts mussten wir einen Bogen machen. Insgesamt dĂŒrften wir so zwischen 12 und 15 km zurĂŒckgelegt haben.

Der dritte Tag gehörte erneut Antalya und den Couchsurfern. Dank Tijen haben wir die Stadt mit völlig andern Augen gesehen, sowie einige Leckereien in unscheinbaren Restaurants (dafĂŒr aber mit einer ausgezeichneten tĂŒrkischen KĂŒche) und einen fernab der Touristenpfade gelegenen Bauernmarkt ausprobiert. Nachmittags verĂ€nderte sich allerdings das Wetter von freundlich auf regnerisch, was uns sogar dazu getrieben hat, ein Museum zu besuchen. Abends trafen wir uns mit dem nĂ€chsten Antalyaner, Armagan, und schwatzten mit ihm eine Runde, bis die anderen Couchsurfer zu dem eigens fĂŒr uns einberufenen Treffen zusammenkamen. Der Abend wurde lang, aber es war wie immer absolut interessant.

Unseren Hochzeitstag, welcher gleichzeitig auch Valentinstag ist, verbrachten wir im Hotel. Dort nutzten wir diverse Wellnessmöglichkeiten, wobei ich irgendwie doch das Gros der Pflege abstaubte. Am Abend genossen wir unser Candle-Light-Dinner. Ok, es war eher Teelicht-Dinner, aber die Bedienung hat unseren Tisch besonders liebevoll mit einem Herz aus roten BlumenblĂ€ttern dekoriert und kĂŒmmerte sich um uns sehr gut. Zu guter Letzt gingen wir sogar zum hoteleigenen Animationsprogramm, wo das beste PĂ€rchen im Delphin Palace gefunden werden sollte und trotz meiner anfĂ€nglichen Abneigung gewannen wir am Ende nach Punkten diesen „Titel“.

Am Sonntag gingen wir ein wenig am Strand spazieren, genossen zum ersten Mal das Mittagessen im Hotel und wollten einfach in der Lounge mit Lesen und Surfen (WLAN kostenlos) abhĂ€ngen. Aber am Nachmittag haben wir einen Überraschungsbesuch von Armagan bekommen. Gemeinsam schauten wir uns andere, touristisch nicht erschlossene, Ecken von Antalya an und genossen den schönen sonnigen Tag bei netter Unterhaltung und einer Runde Go-Kart-Fahren.

Am Montag machten wir einen ausgedehnten Spaziergang am Strand und sahen uns die anderen, zum Teil ĂŒberdimensionalen, Hotelanlagen in Kundu (Vorort von Antalya, wo auch unser Hotel stand), an. So gelangt man unter anderem wie in Las Vegas ganz schnell von Venedig nach Moskau und dann noch nach Istanbul.

Am letzten Tag vor der Abreise fuhren wir auf eigene Faust wieder in die Innenstadt. Diesmal haben wir sogar ein paar kleinere Touri-Fallen nicht umgehen können, aber selbst diese kleinen Ärgerlichkeiten konnten das Gute von diesem Urlaub nicht zunichte machen. Am Abend hat es auch mit dem letzten CS-Treffen, diesmal mit Fevy, geklappt. Wir redeten bis Mitternacht und als sie nach Hause fuhr gingen wir ins Zimmer, um unsere Sachen zu packen, denn um 3:15 Uhr sollte man uns schon zum Flughafen abholen.

Zu Hause warteten die Kinder schon auf uns und ab da hatte uns das Familienleben wieder voll im Griff. Ich wusch körbeweise WĂ€sche und ein Großeinkauf war fĂ€llig – aber wir haben unsere Zusammenkunft wie immer genossen: mit vielen GesprĂ€chen, einigen Folgen „Buffy“, Besuch einer kleinen Ausstellung und Treffen mit Freunden.
Zwischenzeitlich haben wir unseren Jahresbericht 2008 fertig gestellt, er ist seit heute hier zu finden: https://www.marvinchen.de (direkt ĂŒber den Besucherzahlen).

Morgen frĂŒh geht es mit dem Alltag weiter und die nĂ€chste grĂ¶ĂŸere Unterbrechung gibt es erst wieder zu Ostern




2009 07.
Feb.

Die zweite HÀlfte unseres Freitagnachmittags war erst fröhlich-aufgeregt und dann historisch-nachdenklich.

Ich bin extra frĂŒher von der Arbeit nach Hause gegangen, denn gestern gab es zwei bedeutende Ereignisse mit unseren Kindern zu feiern: Stephanie wurde 13 Jahre alt und es gab die Halbjahresinformationen. Das zweite Ereignis wurde recht schnell abgehackt, denn die Zeugnisse waren zwar aus meiner ehrgeizigen Sicht nicht perfekt, aber sie waren wirklich gut. Wir wussten ja schon vorab, welche Noten die Kinder nach Hause bringen, denn nach wie vor sehen wir uns die Hausaufgabenhefte der Kinder jeden Tag an und auch die Hausaufgaben werden uns vorgelegt. So hat man zumindest den Überblick, welchen Stoff sie gerade in der Schule durchackern und wo sie evtl. irgendwas nicht verstanden haben und mehr ĂŒben mĂŒssen, um das große Ziel, das Abitur, zu schaffen.

Danach haben wir eine „Benjamin BlĂŒmchen“-Torte aufgeteilt und Mini -Windbeutel auf die Teller gepackt. Die Torte ist ĂŒbrigens nicht wegen der Figur gekauft worden, sondern weil sie uns immer noch gut schmeckt und sie nicht so groß ist wie die TK-Torten fĂŒr Erwachsene.

Nachdem von den Leckerein nur noch ein paar kleine KrĂŒmeln ĂŒbrig geblieben sind und die Kaffee/Tee/Kakaotassen leer waren, ging es endlich zum dem schönsten Teil eines Geburtstages: Geschenke auspacken. Stephanies Kleiderschrank hat ein paar neue Inhalte bekommen, auch ihr BĂŒcherregal wurde aufgefĂŒllt und fĂŒr die schöneren TrĂ€ume hat sie kuschelige BettwĂ€sche mit ihrem Lieblingstiermotiv bekommen, Giraffen. Außerdem packte sie Gesundheitsstecker aus, mit denen sie endlich Ohrlöcher bekommen soll, einen Gutschein von ihrem LieblingsbĂ€cker, neue schicke Kopfhörer und, da sie jetzt 13 geworden ist, auch die erste Schminke.

Nachdem alles anprobiert wurde und man vor Freude schon ziemlich aus dem HĂ€uschen war, holte ich ihr Babyalbum aus dem Schrank heraus und dann saßen nur wir zwei auf der Couch und ich erzĂ€hlte ihr einige SchwĂ€nke aus ihrer Baby- und Kleinkindzeit. Carsten beschĂ€ftigte sich derweil mit Andreas Rechner, also hatten wir alle etwas Nettes zu tun.

Die Kinder wurden abends von ihrem Papa abgeholt und sie werden jetzt bei ihm bleiben bis wir zurĂŒck aus dem TĂŒrkeiurlaub zurĂŒckkommen.

Carsten und ich hatten fĂŒr den kinderfreien Freitagabend Karten fĂŒr „Operation WalkĂŒre – Das Stauffenberg Attentat“ vorbestellt. Mein Interesse an der Geschichte verblasste noch nie so richtig und seit ich in Deutschland lebe und die Chance habe, den zweiten Weltkrieg aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, nutze ich jede Möglichkeit dafĂŒr. Der Film ist wirklich gut. Man mag ĂŒber Tom Cruises Privatleben denken, was man will, aber er ist in meinen Augen immer noch ein guter Schauspieler. Auch die Carice van Houten, welche ich schon als geheimnisvolle Minusch unglaublich beeindruckend fand, hat ihre Rolle als Nina von Stauffenberg gut gespielt, auch wenn ihr Part nicht sehr groß war. Die Geschichte kannte ich bislang nur in sehr groben ZĂŒgen, nun schĂ€tze ich, sie im Ganzen zu kennen und auch zu verstehen. Das Thema wird mich wohl noch einige Tage beschĂ€ftigen, es ist eben ein Streifen, welcher zum Nachdenken anregt. Die Geschichte kann mich eben nie gleichgĂŒltig lassen, egal ob gelesen oder gesehen.

Aber heute, nachdem ich mit dem Schreiben fertig bin, gehe ich etwas Schönes anschauen: die kleine Tochter meiner ehemaligen Arbeitskollegin. Auf den Bildern sieht sie wirklich knuffig aus, also muss ich sie auch mal richtig sehen!



2009 03.
Feb.

Kaum hat man von der Silvesterfete berichtet, schon stellt man völlig erstaunt fest, dass der erste Monat des Jahres bereits vorbei ist. Mit unserem Jahresbericht bin ich noch nicht sehr weit gekommen, aber wenigstens habe ich ihn schon angefangen.

Zur Feier des letzen Januartages sind wir alle zusammen mit der Tochter unserer Freunde ins Kino gegangen. Vor Kurzem ist der neuste Streifen aus den Disney-Studios auf die Leinwand gekommen: „Bolt – Ein Hund fĂŒr alle FĂ€lle“. Die deutschen Filmverleiher können es einfach nicht lassen, den Originalfilmtiteln noch eine Zusatzbezeichnung zu geben, denn im Original heißt er einfach nur „Bolt“. Es ist ein schöner Trickfilm, voller Witz fĂŒr Groß und Klein, aber auch die rĂŒhrenden Momente fehlen nicht. Ich musste an manchen Stellen schon tief durchatmen, um die aufkommenden TrĂ€nen zu unterdrĂŒcken, aber es entging Carsten trotzdem nicht. Ich weiß, ich weiß, je Ă€lter ich werde, um so rĂŒhrseliger werde ich. :0) Der Hamster Dino (im Englischen Rhino) in der Kugel war allerdings mit Abstand die beste Figur!

Den Februar haben wir mit einer guten Freundin, Khrystyna, welche wir schon vor langer Zeit ĂŒber Couchsurfing kennengelernt haben, angefangen. Nach einem Studienjahr in Dresden zog sie fĂŒr ein Praktikum erst nach Wien und jetzt nach BrĂŒssel. Man hat sich schon seit 4 Monaten nicht gesehen und zwischenzeitlich nur sporadisch gemailt. Also entwickelte sich der gemĂŒtliche Nachmittag zu einem nicht minder gemĂŒtlichen Abend. Wir sprachen mal Ukrainisch, mal Deutsch oder auch mal Russisch, je nachdem worĂŒber wir redeten oder wer aus meiner Familie noch dabei war. Ich habe nebenbei zum Abendessen leckeren gefĂŒllten Schweinebauch („KaufMarkt“ sei Dank :0) ) mit KartoffelpĂŒree gemacht und mein Weinkeller hatte den Verlust von einer Flasche Rose zu beklagen.

Heute und morgen bleiben unsere MĂ€dels ĂŒbrigens zu Hause, denn die sĂ€chsischen Lehrer streiken. Der Zeitpunkt fĂŒr die Protestaktion ist wirklich gĂŒnstig ausgesucht, denn seit letzem Freitag hat man ohnehin den Notenstopp verhĂ€ngt. Am Freitag gibt es in Sachsen die Halbjahresinformationen. Wir haben jedoch keine bösen Überraschungen zu befĂŒrchten, unsere Kinder haben ihre NotensĂŒnden bereits im Vorfeld gebeichtet :0) .

Also wird es am Freitag auf jeden Fall Kuchen geben und auch Geschenke werden ausgepackt, denn Stephanie wird dann13 Jahre alt. Womit ich wieder am Anfang dieses Eintrags angekommen wÀre, denn die Zeit fliegt viel zu schnell vorbei. :0)



2009 27.
Jan.

Vor einigen Wochen, bei irgendeiner Fete in der Casa OLCA, wurde die Idee geboren, an einer Wodkaverkostung im Restaurant „Stroganow“ mitzumachen. Ich konnte schon immer einen guten Wodka aus Russland oder aus der Ukraine auftreiben und meinen GĂ€sten anbieten, aber 10 verschiedene Sorten auf einmal – das habe ich nicht mal versucht.

Kathrin war so lieb und hat uns einen Termin organisiert. Am Samstag, den 24. Januar, kamen deshalb 5 PĂ€rchen zusammen, welche großes Interesse an dieser Verkostung hatten. Es gab wie immer nur eine Person, welche keinen Tropfen getrunken hat: mein Mann. Es war mir aber aus vielerlei GrĂŒnden sehr recht. So konnte er z.B. zwei befreundete PĂ€rchen aus Freital abholen, wĂ€hrend ich mit zwei anderen mit der Straßenbahn unser Ziel erreichte.

Um 19:30 Uhr betraten wir das Restaurant, welches mit vielen russischen Dekorationen geschmĂŒckt ist. Bei manch einem StĂŒck habe ich richtig nostalgische GefĂŒhle bekommen, aber die lange gedeckte Tafel am Ende des Raums zog uns bereits magisch an. Es standen noch keine Flaschen darauf, was mein Herz erfreute, den warm schmeckt jeder, selbst der beste, Wodka einfach scheußlich. DafĂŒr hatten wir bereits eine gute Auswahl an „Zakuski“, also Vorspeisen da stehen: Eier-KĂ€se-Salat, gefĂŒllte Eier, Fleisch-Speck-Platten mit Salzgurken und einem großen Klecks scharfen Meerrettich, schöner fetter Hering mit frischen Zwiebeln und natĂŒrlich Brotkörbchen. Mit diesen Leckereien, welche nachgefĂŒllt waren, sobald sich die Platten leerten, hat man auf jeden Fall eine gute Grundlage fĂŒr den Wodkamarathon geschaffen.

Bei dieser Verkostung wird man den ganzen Abend persönlich vom Chef betreut und erfĂ€hrt einiges ĂŒber die Wodkaherstellung und auch ĂŒber die verschiedene Arten dieses traditionellen russischen GetrĂ€nks. Aber auch ĂŒber seine Erfahrungen mit der dem russischen Volk und seiner Trinkkultur fehlten nicht. Viele von seinen ErzĂ€hlungen konnte ich mit permanentem Kopfnicken bestĂ€tigen, denn seine Geschichten stimmten mit meinen Erinnerungen ĂŒberein.

Wir waren ĂŒbrigens die JubilĂ€umstruppe, es war die 50. Veranstaltung dieser Art.

Nach der 5. Wodkarunde wurden die Vorspeisen abgerĂ€umt und wir bekamen ganz leckere Pelmeni mit 2 verschiedenen FĂŒllungen (Fleisch und Pilze) mit 3 nicht minder leckeren Soßen (Saure Sahne, Knoblauchsße und scharfe Tomatensoße).

Die ganze Zeit hatte ich ĂŒbrigens den doppelten Genuß, denn ich habe nicht nur meine GlĂ€schen geleert, sondern auch die von Carsten. Zum GlĂŒck konnte man mit der Hilfe des Wörtchens „Stopp“ die FĂŒllhöhe bestimmen, somit habe ich jedesmal eben zwei Halbe statt einem Ganzen gehabt. Der Chef des Hauses hatte sogar Erbarmen mit meiner OrangenhĂ€lfte, denn Carsten hat ein Extraessen ergattert: Kalbsgeschnetzeltes mit Pilzen in einer traumhaft leckeren Soße. Er hat den Wodka ganz gewiss nicht vermisst :0) .

Es war schon nach Mitternacht, als wir das Restaurant verließen. Da man passendes Essen zum Trinkgenuß hatte und man fĂŒr die Verkostung insgesamt ca. 4 œ Stunden gebraucht hat, wurde keiner von uns richtig unanstĂ€ndig betrunken. Die Freitaler wollten nach Hause, aber die Straßenbahnfraktion entschied sich noch zu McDonalds auf dem Altmarkt zu gehen, um ein Eis zu essen. Wir haben die Strecke ohne ZwischenfĂ€lle geschafft, haben unseren Nachtisch gegessen und sind mit dem Bus nach Hause gefahren. Ich war um etwa 2 Uhr nachts zu Hause angekommen, Carsten war schon da und wartete auf mich.

Es war ein sehr gelungener Abend, denn Katerstimmung blieb allen Liebhabern der russischen NationalgetrÀnke erspart. Das schafft man nur mit dem echten russischen Wodka!



2009 24.
Jan.

Meine Familie ist sĂŒchtig! Das Problem: Auch ich bin schon seit Langem nicht mehr frei von diesem Laster. Er ist nicht sĂŒĂŸ, sondern im Gegenteil scharf, einerseits gesund (viel GemĂŒse), anderseits eine Kalorienbombe (die Angaben im Internet schwanken zwischen 650 kcal und 770 kcal).

Es geht um Döner.

Die Szenerie wiederholt sich immer wieder, wenn ich die Frage „Was wollen wir am Wochenende essen?“ stelle. Die Antwort der drei Esser klingt meistens „Döner“, wobei ich mich schon seit langer Zeit eher fĂŒr DĂŒrĂŒm entscheide. Er hat weniger Kalorien und man kann ihn anstĂ€ndiger essen, da die reichhaltige FĂŒllung von allen Seiten umhĂŒllt :0).

NatĂŒrlich haben wir unsere Lieblingsdönerschmiede mit Lieblingsdönermann. Eigentlich hĂ€tten wir einen viel kĂŒrzeren Weg zu dem mit Fleisch und Salat gefĂŒllten Fladenbrot, aber in dem Lokal schmecken uns die Saucen nicht sonderlich, deshalb nehmen wir den etwas lĂ€ngern Weg in Kauf, um unsere Beute auch wirklich genießen zu können.

Auch gestern Abend war fĂŒr uns die angeblich tĂŒrkische SpezialitĂ€t angesagt. Nachdem ich im Elbe-Park meine EinkĂ€ufe erledigt habe fuhr ich also zum Lieblingsdöner. Meine Bestellung war einfach: „Ein Super-Döner mit SchafskĂ€se und ein DĂŒrĂŒm mit SchafskĂ€se mit Allem“. Die Bezeichnung „Mit Allem“ ist ĂŒberlebenswichtig, denn sonst darf man zu jeder Zutat und Saucenart immer „Ja, bitte“ sagen. Insofern war alles geklĂ€rt und ich stand etwas abseits und wartete auf unser Essen. Zwischenzeitlich kamen 2 MĂ€dels, sagen wir so vielleicht 17-18 Jahre alt, herein, stellten sich in der NĂ€he der TĂŒr an die Wand und flĂŒsterten ein paar Minuten aufgeregt miteinander. Der DönerverkĂ€ufer fragte sie mit einem Augenzwinkern „Na, ein Döner ohne Zwiebeln, Tomaten, Rotkraut?“. Die MĂ€dels trauten sich nĂ€her an die Theke heran und fragten nach einem DĂŒrĂŒm, aber „bitte ohne Zwiebel und scharfer Sauce“. Im gleichen Atemzug kam die Frage, ob man den DĂŒrum auch zur HĂ€lfte mit Tomaten und zur HĂ€lfte ohne machen könne, auch das wurde vom VerkĂ€ufer bejaht. Die MĂ€dels lĂ€chelten zufrieden und eine fragte, ob man denn auch nur auf eine HĂ€lfte SchafskĂ€se bekommen könnte. (SchafskĂ€se kostet 0,50 EUR Aufpreis) und da lĂ€chelte der VerkĂ€ufer ganz freundlich und meinte, dass es nicht gehen wĂŒrde. Auch die nĂ€chste Frage ob man den einen DĂŒrĂŒm hier essen oder mitnehmen möchte zwang die MĂ€dels zum aufgeregten Blicken Austausch der Blicke und folgenden Diskussion:

– Zum Mitnehmen

– Äh, vielleicht doch hier? (Blick zur Freundin)

-Ja, doch, hier


– Oder einpacken?

– Nee, hier.

Damit war der Essensort entschieden, die beiden MĂ€dels trabten zum einen Tisch im Nachbarraum und setzten sich in Erwartung ihres opulenten Mahls. Mein liebster DönerverkĂ€ufer rollte die Augen, seufzte und grinste gleichzeitig, wir zwinkerten uns zu und er fing mit dem Zaubern des extravaganten DĂŒrĂŒms an.

An den Döner haben wir in diese Woche allerdings nicht nur mit dem knurrenden Magen gedacht. In den Medien tauchte am 17. Januar die Nachricht auf, dass der Erfinder dieser angeblich tĂŒrkischen, in der Wahrheit aber Berliner SpezialitĂ€t, Mahmut AygĂŒn, im Alter von 87 Jahren an Knochenkrebs gestorben ist. Er war der erste, welcher im Sommer 1971 eine mit Dönerfleisch gefĂŒllte Teigtasche fĂŒr 2 DM verkauft hat. Leider hat er sich diese Erfindung nicht patentieren lassen. Es hĂ€tte seiner Familie bestimmt viel Geld gebracht, nur von seiner Krankheit hĂ€tte ihn wohl auch das viele Geld nicht erlösen können.

Aber man wird ihn auch nicht so schnell vergessen können, denn ich kann nicht mal annĂ€hrend einschĂ€tzen, wie viele Döner tĂ€glich ĂŒber die Theken gereicht werden, immerhin wird gesagt, dass der Verkauf von diesem innovativen Fast-Food mehr Geld einbringt als die beiden großen BĂŒrgerschmieden zusammen erwirtschaften.



2009 18.
Jan.

Gestern Abend hat Carsten eines von seinen Weihnachtsgeschenken eingeweiht und wir haben ihm dabei zugesehen. Es war ja auch nicht sonderlich schwer, denn es ging um eine DVD mit dem Programm „Heimatabend Deluxe“ von Paul Panzer.

Vor einigen Monaten haben wir zufĂ€llig beim Zappen diese BĂŒhnenshow entdeckt und mein Mann war beigeistert. Eigentlich kennt man Paul Panzer als einen Telefonanrufer im Radio, welcher in einigen Unternehmen fĂŒr viel Verwirrung und bei den etlichen Hörern fĂŒr reichlich Lacher gesorgt hat. Wir waren allerdings keine großen Fans von seinen Radioauftritten, das BĂŒhnenprogramm fanden wir dagegen ziemlich witzig.

Somit war es fĂŒr mich einfach fĂŒr meine geliebte OrangenhĂ€lfte diese DVD in der Vorweihnachtszeit zu besorgen und diese hĂŒbsch eingepackt im Geschenkeberg zu unterbringen.

Soviel zur Vorgeschichte. Gestern haben wir also beschlossen, das Programm endlich mal als Ganzes zu erleben und nicht wie bislang durch das Reinzappen in der Mitte der Vorstellung oder durchs Anschauen der einzelnen Szenen bei YouTube. Andrea fand die Idee gut, Stephanie war davon erstaunlicherweise nicht sonderlich angetan und trabte daher mit einem Buch in den Fernsehraum, denn auf unsere Gesellschaft wollte sie dennoch nicht verzichten. Es kam wie es kommen musste: Nach etwa 10 Minuten klingelte das Telefon, eine Freundin von Stephanie war dran und unsere Kleine verzog sich in ihr Zimmer zum Telefonieren. Als sie nach ĂŒber einer Stunde in den Fernsehraum zurĂŒck kam war die DVD so gut wie zu Ende. Wir witzelten daher, dass sie diesen Anruf extra organisiert hat, um nicht mitgucken zu mĂŒssen.
Auch wenn Stephanie es verpasst hat, die ĂŒbrigen drei OLCAs hatten reichlich Spaß.

Paul Panzer heißt eigentlich im richtigen Leben Dieter Tappert und mischt schon seit einigen Jahren fleißig in der Deutschen Comedyszene mit. Sein aktueller Streich ist der Film „MĂ€nnersache“ mit ihm und Mario Barth in den Hauptrollen. Das Drehbuch haben die beiden frechen Jungs gemeinsam geschrieben. Wir haben die ersten Trailer zu diesem Streifen bei unserem Mario Barth Abend in Riesa gesehen, danach gab es welche auch im Kino.
Carsten wartet schon sehnsĂŒchtig auf den Kinostart am 19.03.2009. :0) Es ist definitiv ein Film fĂŒr und ĂŒber MĂ€nner und ihren Humor (eher derb als fein:0) ), aber auch Frauen finden bestimmt reichlich Gelegenheiten sich zu amĂŒsieren, daher werde ich meinem Mann mit VergnĂŒgen Gesellschaft im Kinosaal leisten.



2009 14.
Jan.

Happy Birthday!

Mein Kleiner wird heute schon 2 Jahre alt! Da kommt einem nur noch so ein blöder Spruch ĂŒber die Lippen wie „Wie schnell die Zeit doch vergeht“ oder „ Wie schön du schon gewachsen bist“. Aber so ist es mal mit den lieben Kleinen.

Zugegeben, ich muss mich noch sehr zusammenreißen, um ihm so viel Aufmerksamkeit zu widmen wie den beiden Großen. Die beiden MĂ€dels melden sich eben lautstark, wenn sie Futter und Zuwendung brauchen, der Kleine ist ein ganz ruhiger und wartet lieber geduldig, bis ich von allein auf ihn zukomme.

Carsten kĂŒmmert sich dann um seinen Zwillingsbruder. Der Zwilli hat es besser, denn er wird von wesentlich mehr Leuten besucht und das tut ihm gut, das kann man förmlich sehen.

Es gibt trotz des kleinen JubilĂ€ums bei uns dennoch keinen Kuchen und Sekt. Ich werde mich mit meiner Tasse selbst gemachter HĂŒhnerbrĂŒhe an den Tisch setzten und einen Trinkspruch loslassen: „Hoch lebe mein kleiner Blog, denn heute ist dein Geburtstag!“



2009 13.
Jan.

Heute ist erst Dienstag, aber ich bekomme zunehmend den Eindruck, dass es nicht wirklich meine Woche ist.

Eigentlich habe ich es bereits gestern Morgen gespĂŒrt. Als meine Lieben mit dem FrĂŒhstĂŒck fertig waren und das Haus verließen, habe ich mich sehr angestrengt nicht so lange zu trödeln wie sonst, um schneller auf Arbeit aufzutauchen und ohne schlechtes Gewissen pĂŒnktlichst zum HebrĂ€isch zu verschwinden. Als ich 10 vor 8 mein Haus verlassen wollte, stellte ich fest, dass mein AutoschlĂŒssel noch mit meinem lieben Mann im Smart fĂ€hrt. Ich habe ihn nĂ€mlich dort deponiert als wir am Samstag durch die Stadt spazieren gegangen sind, denn durch den unheimlich sĂŒĂŸen, aber recht großen BĂ€ren-SchlĂŒsselanhĂ€nger (Weihnachtsgeschenk von meinen Kindern) hat mein AutoschlĂŒssel die Jackentasche zu sehr ausgefĂŒllt. Lange Rede – kurzer Sinn, ich habe Carsten auf Arbeit angerufen und ihn nach Hause bestellt. Deshalb war ich erst knapp eine Stunde spĂ€ter als geplant auf Arbeit… Auf den Vorschlag von meinem Mann habe ich den BĂ€ren jetzt auf meine Tasche angebracht, somit ist er jetzt kein SchlĂŒssel-, sondern TaschenanhĂ€nger. Aber meine Zeit musste ich eben heute noch einarbeiten, denn sonst stimmt mein Arbeitszeitenpensum nicht mehr in dieser Woche.

Und schon am gleichen Nachmittag merkte ich eine aufkeimende ErkĂ€ltung, welche sich heute schon etwas mehr bemerkbar macht. Meine Nase kribbelt fĂŒrchterlich und fĂ€ngt allmĂ€hlich an zu laufen. Ich ernĂ€hre mich heute vorrangig von Vitamin C und Tee in allen Variationen und hoffe instĂ€ndig, dass ich die Krankheit damit austricksen kann. DrĂŒckt mir mal bitte die Daumen, dass ich gesund bleibe!



2009 08.
Jan.

Der Jahresanfang entspricht wettertechnisch diesmal voll und ganz meinen persönlichen Vorstellungen. Es ist ein richtiger Winter in Dresden angekommen, mit viel Schnee und frostigen Temperaturen. Auch wenn jede Menge Leute sich ĂŒber die Schneemassen, nichtanspringenwollende Autos und andere außergewöhnliche WinterzustĂ€nde aufregen – ich freue mich sehr darĂŒber! Es macht mir nicht aus den Besen zu schwingen, um den Weg vorm Haus hin und wieder fussgĂ€ngerfreundlicher zu gestalten. Inzwischen ĂŒbernimmt ĂŒbrigens auch Stephanie gerne diesen Job. Aber gestern nach der Arbeit habe ich diese Aufgabe fĂŒr mich beansprucht und ich bekam sogar eine nette kleine Helferin aus der Nachbarschaft dazu. In Gesines Haushalt gibt es 4 Kinder, aber nur einen Besen zum Schneekehren. Als sich die Ă€lteste Tochter ihn geschnappt hat, wollte die zweitĂ€lteste selbstverstĂ€ndlich ebenfalls einen haben. Das kam mir natĂŒrlich sehr gelegen, so konnte ich nur als Beobachter dastehen :0), auch wenn ich hinterher wie vermutet nochmals nachfegen musste.

An dieser Jahreszeit gefĂ€llt es mir auch, die Kleinkinder in ihren sĂŒĂŸen Overalls auf den von ihren Eltern gezogenen Schlitten zu sehen. Als ich am Montagabend in der Dresdner Neustadt war, kamen mir ganze Scharen von Eltern, Kindern und Schlitten entgegen und es war eines der schönsten Winterbilder fĂŒr mich.

Im unseren Garten fegen wir natĂŒrlich keinen Schnee und die weiße Decke hat inzwischen eine recht beachtliche Höhe erreicht. Ich glaube, dass ich schon mal berichtet habe, dass unsere Terrasse zur einer tĂ€glichen Laufstrecke vom roten Kater aus der Nachbarschaft erklĂ€rt wurde.

Aber da in den letzten Tagen wohl nicht nur zu viel Schnee lag, sondern es mit -20°C auch richtig kalt wurde blieb er bestimmt zu Hause. Ist schon komisch, aber ich habe doch tatsĂ€chlich seine Tatzenabdrucke in den letzten Tagen vermisst. Um so schöner wurde mein Tag, als ich heute frĂŒh auf die nach wie vor zugeschneite Terrasse schaute und gesehen habe, dass er jetzt wieder seinen gewohnten Weg gegangen ist, wobei man jetzt nicht nur die tiefen Tatzenspuren, sondern auch die Bauchabdrucke sah. Ich schĂ€tze, er findet den Winter bestimmt nicht so toll wie ich :0)