Jan.
Ich habe mich wohl wirklich lange darĂŒber beklagt, dass in Dresden im Winter der Schnee eher eine RaritĂ€t ist. In den letzten Tagen hatten wir bereits eine leichte weiĂe Schneedecke bekommen, aber heute ist ein Wintertag ganz nach meinem Geschmack!
Als ich um etwa halb neun aus dem Fenster hinausschaute war ich richtig begeistert, denn alles um uns herum war schön weià und vom Himmel fielen weitere Schneeflocken auf Dresden herab.
Einen Augenblick spĂ€ter hatte ich aber auch bemerkt, dass der allwinterliche Schneekehrwettbewerb ebenfalls bereits begonnen hat. Die Nachbarn von der rechten Seite haben ihren Teil des Weges vermutlich schon vor einer Stunde schneefrei gemacht, denn die Schneedecke auf dem Kopfsteinpflaster vor ihrem Haus war um einiges dĂŒnner als unsere. Die Nachbarschaft von der linken Seite schob die Schneemassen wohl erst vor Kurzem weg, denn da waren sogar die einzelnen Steine zu sehen.
Ich schĂŒttelte den Kopf und verkroch mich erneut unter meiner warmen Bettdecke, um eine Kinozeitschrift zu lesen. Erst als ich auf dem neuesten Stand ĂŒber die laufenden und kommenden Filme war, meine Kinder und der Mann bereit zum FrĂŒhstĂŒck waren und die Aufbackbrötchen die heiĂe Luft im Backofen spĂŒrten, fegte auch ich unsere Strecke.
Stephanie hat heute einen Turnier in Wilsdruff und sie musste um ca. 13 Uhr in der Halle sein. Carsten und ich haben uns daher einen Spaziergang in der gleichen Gegend vorgenommen, denn keiner von uns wollte das schöne Winterwetter ungenutzt verstreichen lassen.
An der Ortseinfahrt âBirkenheinâ, ca. 3 km von Wilsdruff entfernt, stellten wir unseren Wagen ab und stapften durch die Schneewehen, -haine, -felder und âwĂ€lder. Ich habe bei dieser Gelegenheit meinen neuen, selbstgestrickten, superlangen Schal ausgefĂŒhrt. FĂŒr seine Fertigstellung habe ich die Zeit von 3 œ Staffeln âBuffyâ und 6 KnĂ€uel Wolle gebraucht. Aber er ist wirklich lang geworden und hat von Carsten inzwischen den Namen âPythonâ erhalten.
Als wir zu Hause mit nassen Schuhen und schneebedeckten Hosenbeinen ankamen, schauten wir als erstes nach unserer krĂ€nkelnden GroĂen. Andrea hat bereits beim FrĂŒhstĂŒck Unwohlsein verkĂŒndet und ihr nicht aufgegessenes RĂŒhrei an uns alle aufgeteilt. Wir haben sie ins Bett geschickt, das hat aber nicht sonderlich geholfen, denn sie hatte recht starke Bauchschmerzen. Wir waren sogar schon soweit, mit ihr zur Notaufnahme zu fahren, aber als wir im Vorraum unsere Jacken und Schuhe anziehen wollten, versĂŒrte sie einen starken Wunsch nach einem Eimer. Den gewĂŒnschten BehĂ€lter bekam sie im Nu und dann hat sie ihm lautstark erzĂ€hlt und gezeigt, was sie neuerdings alles so gegessen hat. Zum GlĂŒck fĂŒhlte sie sich danach augenblicklich wesentlich besser und verbringt den heutigen Tag zwar in Bett mit Kamillentee und Zwieback, aber sie sieht nicht mehr so blassgrĂŒn aus und kann auch schon wieder freche SprĂŒche loslassen.
Hoffen wir, dass es ein einmaliger Ausrutscher in diesem Jahr war, denn wir haben so viele WĂŒnsche fĂŒr ein gesundes 2009 bekommen â da muss es einfach funktionieren!







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