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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 14.
Jan

Auch wenn die eigenen Kinder erwachsen und flĂŒgge werden, hat man immer wieder mit irgendeinem Teenager zu tun. Ab heute kommt mein Blog in diese Phase, denn er wird nun schon 13 Jahre alt 
 jetzt schon ?!?! Ja, es ist soweit.

Ich hoffe aber, dass er auch weiterhin ohne teenagerĂŒbliche Eskapaden auskommt und nicht herumzickt, wenn ich mal zu wenig Zeit fĂŒr ihn habe    standard
Ich nehme mir wirklich ernsthaft jedes Jahr vor, öfters zu schreiben. Leider kennen wir alle nur zu gut, was mit all den guten VorsĂ€tzen spĂ€testens Mitte des Jahres passiert    zwinker    aber vielleicht wird es jetzt im Norden anders werden und ich komme wieder viel mehr dazu, etwas Interessantes aus unserem Leben im hohen Norden zum Besten zu geben.

Ideen zum Schreiben habe ich mehr als genug und vielleicht kann ich meinen Blog öfter, dafĂŒr aber mit kĂŒrzeren Geschichten fĂŒttern und dabei hoffen, dass es den lieben und aufmerksamen Bloglesern am Ende nicht unbedingt zu viel wird    standard    denn ohne euch und eure Kommentare macht das Schreiben dann doch nur halb so viel Freude!

Auf jeden Fall wird heute ein Sekt(chen) aufgemacht. Zum einen muss der Geburtstag meines Teenager-Blogs wĂŒrdig gefeiert werden und zum anderen haben Carsten und ich seit heute unseren neuen Mietvertrag in die HĂ€nde bekommen – schwarz auf weiß und mit Stempel. Wir dĂŒrfen ab 1. Februar die Miete fĂŒr unsere favorisierte Wohnung in Wentorf zahlen. Einziehen mit Sack und Pack und Mobiliar können wir natĂŒrlich auch, aber das wird wohl aus logistischen GrĂŒnden nicht gleich am Monatsanfang passieren können. Heute Abend werden wir einen ungefĂ€hren Zeitplan ausknobeln – darĂŒber schreibe ich aber lieber extra    standard

Denn jetzt heißt es: Alles Gute zum Geburtstag! Hoch die Tassen!



2020 11.
Jan

Derzeit gibt es jede Menge Neues in unserem Leben als NordlĂ€nder. Carsten fĂ€hrt tĂ€glich ganz brav mit dem Rad zur Arbeit – zum GlĂŒck noch ohne mal in ein richtiges Hamburger Schietwedder gekommen zu sein. Inzwischen kennt er auch alle Kollegen aus seiner Abteilung persönlich, denn das ist mit den zwei ersten Arbeitstagen (DO & FR) zum Jahresanfang und der insgesamt vorhandenen Home-Office-Option fĂŒr das Team nicht immer so einfach wie man denkt. So musste der Limokuchen, welchen ich noch am Wochenende in Dresden gebacken habe und der dann auf dem Blech 500 km Anreise ĂŒberlebt hat, sowohl am Montag als auch am Dienstag aufgedeckt werden, da eben manche entweder an einem oder am anderen Tag von Zuhause gearbeitet haben:

Warum ich in Dresden gebacken habe ist schnell erklĂ€rt: Die KĂŒche unserer Übergangswohnung hat leider keinen Backofen … aber da es nur ein vorĂŒbergehender Zustand ist, kann ich damit ganz gut leben     standard

Als nĂ€chstes haben wir schon am Montag eine mĂŒndliche Zusage erhalten, dass die Wohnung, welche wir am letzten Tag des Jahres angesehen und fĂŒr gut befunden haben, uns ist. Der Mietvertrag ist somit nach Dresden geschickt worden und wenn alles nach Plan geht, dann könnten wir uns schon ab Anfang Februar ernsthafte Gedanken ĂŒber die Einrichtung des neuen OLCA-Domizils machen und nach und nach diese umsetzen. Folgerichtig heißt das aber auch, dass wir mit dieser Sicherheit jetzt unsere 60 Quadratmeter in Striesen sowie die beiden extra angemieteten StellplĂ€tze kĂŒndigen können. Die zwei Monate Februar & MĂ€rz werden wir dann zwar insgesamt drei Wohnungen bezahlen dĂŒrfen, aber damit haben wir schon gerechnet – Dank unseres Erspartem wird uns dieser Umstand aber nicht gleich in eine finanzielle Krise reißen.

Und wĂ€hrend mein Mann fleißig das Geld fĂŒr all diese Dinge verdient, nutzte ich meine arbeitsungebundene Zeit, um mal eben allein fĂŒr ein paar Tage nach Sylt zu fahren. Keine Sorge, wir brauchen keine Trennung auf Zeit und ich bin auch noch lange nicht so weit, mich im Winter auf eine Nordseeinsel zurĂŒckziehen zu mĂŒssen, um mal ĂŒber mein Leben nachzudenken. Ich habe mich mit Freunden getroffen …

Maria aus dem ukrainischen Dnipro, welche uns schon mal im August 2018 und im Januar 2019 in Dresden besucht hat, fand vor ein paar Monaten eine Arbeitsstelle in einer Reha-Klinik auf Sylt. Ihre Eltern kamen daraufhin zum Jahreswechsel fĂŒr ein paar Tage vorbei, um sie zu besuchen. Ich habe Maria durch ihre Mama kennen gelernt, die praktischerweise auch Olga heißt. Wir haben das gleiche in Charkow studiert, sie hat ihr Studium lediglich ein Jahr nach mir angefangen. UrsprĂŒnglich hatte ich vor, an einem Tag hin und zurĂŒck zu fahren, damit wir uns nach ca. 28 Jahren mal wieder treffen können:

Mein lieber Mann legte mir allerdings ans Herz, doch lieber ein paar Tage lĂ€nger dort zu verbringen, damit wir genug Zeit zum Quatschen haben. Maria wiederum empfahl mir, ein Zimmer bei ihrem Vermieter zu buchen, was ich dann auch aufgrund der somit sehr kurzen Wege liebend gern gemacht habe. Kurzentschlossen wurde die Unterkunft fĂŒr zwei NĂ€chte gebucht und die Zugtickets von Hamburg nach Westerland und zurĂŒck besorgt. Ehrlich, ich bin schon seit Ewigkeiten nicht mehr alleine im Fernzug gefahren! Auf der Hinfahrt musste ich auch sehr genau aufpassen, wo ich mich mit meinem Köfferchen niederlasse, denn bereits nach wenigen Kilometern wurde wĂ€hrend der Fahrt durchgesagt, dass in NiebĂŒll von „meinem“ IC ein paar Waggons abgekoppelt werden und nicht nach Westerland, wo ich hinwollte, sondern woandershin fahren. NatĂŒrlich saß ich anfangs in genau so einem „falschen“ Waggon. Aber ich wechselte noch rechtzeitig und hatte danach eine sehr entspannte Reisezeit mit Lesestoff und am Fenster vorĂŒberziehenden Landschaften, die ich mir mit meinem ReisebĂ€ren immer wieder gerne angesehen habe:

Das Wiedersehen machte ja so viel Freude! Kennt ihr das GefĂŒhl, wenn man sich nach enorm langer Zeit mit jemanden trifft und dennoch irgendwie ĂŒberzeugt ist, sich gerade erst gestern voneinander verabschiedet zu haben? Genau so war es bei uns. Von Dienstagnachmittag bis Donnerstagnachmittag schwatzten wir (natĂŒrlich auf Russisch), spazierten durch die Innenstadt von Westerland, in den DĂŒnen von List und auch bei starkem Regen und mit viel Wind durch die klatschnassen Straßen von Hörnum. Dabei konnten wir viel Fisch essen, meinen kĂŒrzlich gewonnenen Erdbeerwein der Phrase4 trinken und die gemeinsame Zeit vollends genießen:

Übrigens, die Vermieter, das Ehepaar Fröschel, sind herzensgute Menschen und ich war ganz bestimmt nicht zum letzten Mal bei ihnen – ich habe mich in ihrer / meiner Ferienwohnung sehr sehr wohl gefĂŒhlt:

Olga und Oleg sind am Freitag wieder nach Hause geflogen, dabei haben sie sich sehr in die Insel verliebt! Der raue Charme einer Nordseeinsel bringt um diese touristenarme Jahreszeit eigentlich jede vom Hamsterrad des Lebens ermĂŒdete Seele zur langersehnten Erholung. Ich schĂ€tze, die beiden werden ihr Kind wohl noch einige Male besuchen, sodass unserem Aufeinandertreffen sicherlich noch einige weitere folgen werden. Ich freue mich schon jetzt sehr darauf!

Carsten und mein Wochenende begann wie in letzter Zeit ĂŒblich am Freitagnachmittag auf der Autobahn gen Dresden. Am Samstag wird dann unser Leben weiter ganz fleißig in zahlreiche Kisten und Kartons eingemottet und am Sonntag geht es nach dem FrĂŒhstĂŒck im pickepackevollen Suzuki erneut zurĂŒck nach Hamburg in die 45 qm große Interimswohnung, in der sich mittlerweile so einige Umzugskisten zwischenstapeln:

In der Übergangswohung haben die TĂŒrme aus Kartons aber noch etwas Platz bis zur Decke und da sorgen wir selbstverstĂ€ndlich sehr gern fĂŒr den entsprechenden Nachschub    zwinker    Fortsetzung folgt.



2020 01.
Jan

Als allererstes möchte ich allen Lesern ein gesundes, glĂŒckliches, erfolgreiches und erfreuliches Jahr 2020 wĂŒnschen!

Wir haben das neue Jahr bereits in Hamburg begrĂŒĂŸt. Von unserer derzeitigen Übergangswohnung kommt man in etwa 10 Minuten zu Fuß ganz entspannt an die Außenalster. Wir waren dort kurz nach 23 Uhr und hatten einen guten Platz mit Blick auf das gegenĂŒberliegende Ufer ergattert, um das Silvesterfeuerwerk gut sehen zu können. In unserer NĂ€he hat man sogar (fĂŒr unsere Ohren) Gute-Laune-Musik laut laufen lassen. Geknallt wurde natĂŒrlich auch hier schon lange vor Mitternacht – das scheint irgendwie inzwischen normal zu sein. Das Wetter war wirklich nett zu uns: es hat weder geregnet noch war es zu windig oder zu kalt. Um Mitternacht zĂŒndete ich mit Carstens Hilfe meine obligatorischen Wunderkerzen an, wir haben gegenseitig mit Sekt und Wasser angestoßen (ihr dĂŒrft nun raten, wer von uns beiden was davon getrunken hat    standard    ) und dem Feuerwerk um uns herum und auch auf der anderen Alsterseite zugesehen.

Das Spiegeln der FunkenbĂŒndel im Wasser sah wirklich zauberhaft aus!

Am ersten Tag des neuen Jahrzehnts versackten wir ziemlich unerwartet schon gegen 9 Uhr vor dem Fernseher. Aber der WDR hat eine sehr interessante Reihe ĂŒber die 90er-Jahre herausgebracht und wir haben uns beim Schauen der Folgen 1990 bis 1995 ausgetauscht, wie wir das eine oder das andere Ereignis damals, als wir uns noch nicht kannten, so empfunden haben. Gegen 12 Uhr frĂŒhstĂŒckten wir dann auch mal endlich so nebenbei. Da das Wetter hier in Hamburg sonnig und fĂŒr einen Spaziergang perfekt war, haben wir nach ’95 dem Leben mit der Flimmerkiste ein Ende bereitet und sind im Hellen wieder an die Stelle der Außenalster gegangen, wo wir gestern im Dunklen das neue Jahr begrĂŒĂŸt haben.

Das Wetter lockte jede Menge Mitmenschen aus ihren vier WĂ€nden an die Luft, die GebĂ€ude am gegenĂŒberliegenden Alsterufer wurden anfangs in weichen Nebel eingewickelt und die Strahlen der Wintersonne waren warm und weich – im Endeffekt sind wir fast zwei Stunden unterwegs gewesen:

Es hat einfach Spaß gemacht, am Wasser entlang spazieren zu gehen und den ersten Tag des Jahres zu genießen. Ich bin als eine typische Vertreterin slawischer Kultur etwas aberglĂ€ubig und habe das alles auf uns bezogen als ein gutes Zeichen fĂŒr unseren neuen Lebensabschnitt gewertet. Ich hoffe, ich liege damit richtig    zwinker

Aber nun fÀllt es mir ein, dass ich euch noch ein paar Infos aus der Zeit zwischen dem letzten Eintrag zum Umzugsthema und heute vorenthalten habe.

Wir haben am 22. 12.2019 die SchlĂŒssel fĂŒr unsere Interimswohnung ĂŒbergeben bekommen, konnten darin schon unsere ersten 9 Kartons voll mit BĂŒchern zwischenlagern und uns ein wenig mit der Umgebung vertraut gemacht. Den Abend dieses Tages verbrachten wir damit, durch die WeihnachtsmĂ€rkte in Hamburger Innenstadt zu schlendern und es uns einfach nur gut gehen zu lassen. Am nĂ€chsten Morgen fuhren wir schon wieder die 500 km zurĂŒck nach Dresden, denn noch fehlten uns in Hamburg so einige Kleinigkeiten des tĂ€glichen Bedarfs und zum WohlfĂŒhlen, wie z.B. DVD-Player, TeddybĂ€ren im Bett usw.

Die Weihnachtstage nutzten Carsten und ich ĂŒberwiegend dazu, mal mit gutem Gewissen nur zu lĂ€mpeln (= sĂŒĂŸes Nichtstun) und auszuschlafen, aber auch, um weitere Kisten zu packen und einige Vorbereitungen fĂŒr das kommende Jahr zu treffen. Wir hatten nach unserem sehr turbulenten Dezember in der Tat eine kleine Pause gebraucht – das spĂŒrten wir beide ganz deutlich. Daher waren diese Tage fĂŒr uns ein ersehntes Geschenk und eine gute Zeit, wieder Kraft fĂŒr die anstehenden Aufgaben zu tanken.

Am 30.12. waren wir dann erneut mit einem vollbeladenen Auto auf der Bahn. Jetzt hat unsere Hamburger Wohnung in einem gewissen Rahmen an WohlfĂŒhlfaktor dazugewonnen und wir haben das GefĂŒhl, immer mehr hier anzukommen:

Wegen der Suche nach einer festen Bleibe gibt es auch eine kleine Hoffnung. Carsten hat vor einigen Tagen wieder die Wohnungsanzeigen im Web durchgesehen und noch eine Wohnung gefunden, die uns von der Beschreibung und den Fotos ganz gut gefiel. Am 30. Dezember hat mein lieber Mann die Maklerin angerufen und unser Interesse an diesem Objekt gezeigt. Überraschenderweise meldete sich die Dame nur ein paar Stunden spĂ€ter zurĂŒck und meinte, dass wenn wir spontan sein können, wĂ€re diese Wohnung noch am nĂ€chsten Tag um 11:00 Uhr zu besichtigen. Und dank unserer derzeitigen Übergangswohnung in der Hansestadt und somit einem kurzen Weg konnten wir tatsĂ€chlich zusagen. Die Besichtigung hat unser Interesse an dieser Wohnung nur noch mehr bestĂ€rkt, sodass wir unsere Schufa-Auskunft und ein paar andere Unterlagen daher gleich abgegeben haben. Aber nun mĂŒssen wir uns noch etwas gedulden, denn vor Montag ist keiner der Entscheider im BĂŒro. DaumendrĂŒcken ist wie immer sehr erwĂŒnscht    standard

Mein Mann hat morgen seinen ersten Arbeitstag und ich muss gestehen, dass ich bei ihm fast genau so aufgeregt bin, wie damals bei Einschulung meiner Kinder    standard    aber eine ZuckertĂŒte wird es fĂŒr ihn nicht geben    standard

Am Wochenende (FR oder SA) geht es erneut auf die Bahn gen Dresden, um weitere GegenstĂ€nde aus unserem Hausrat in Kisten zu packen. Diese werden dann zwar noch dort bleiben mĂŒssen, denn zunĂ€chst darf uns das Gros unserer Kleidung und Schuhe in den hohen Norden begleiten. Unser Lebensmittelpunkt verlagert sich also immer mehr nach Hamburg und in Zukunft werden wir in Dresden sicherlich immer nur noch als „Besucher fĂŒr kurze Zeit“ auftauchen. Ehrlich gesagt, auch wenn ich diese Tatsache hier aufschreibe, so richtig verinnerlicht habe ich es noch nicht. Aber wie unsere gute Freundin Barbara immer sagt: „budjet“ (es wird schon). Ich werde euch auch im neuen Jahr auf dem Laufenden halten – versprochen!