Sep.
Dieses Wochenende hat mir selber erneut bewiesen, dass meine Interessen wirklich weit gefÀchert sind. Zumindest sehe ich das so.
Freitagabend, nach der recht friedlichen und ĂŒberraschenderweise kurzen EigentĂŒmerversammlung, schafften es Carsten und ich noch zu der 20:15-Vorstellung ins Kino. Da wir im Vorfeld nicht wussten, wie lange die Versammlung dauern wird, hatten wir uns schon Plan B zurechtgelegt: 23:00 Uhr, wobei das fĂŒr mich schon eine recht kritische Zeit wĂ€re. Auf jeden Fall saĂen wir pĂŒnklicht zum Anfang des Films „District 9“. Schon die Kinotrailer fand ich sehr interessant und der Streifen hat mich nicht enttĂ€uscht. Allein die Vorstellung, dass in SĂŒdafrika 1 Mio. Aliens in einem Auffanglager bleiben mĂŒssen fand ich ĂŒberwĂ€ltigend. Es ging in der Geschicht um Ausgrenzung, um Ideale und um VerstĂ€ndnis fĂŒr diejenigen, die absolut anders sind als man selbst. Aber auch um die BrutalitĂ€t der Konzerne, wenn es darum geht, neue Waffen in den Umlauf zu bringen. Das Ende ist offen – ich schĂ€tze, Teil II ist nicht ausgeschlossen. Die Art der ErzĂ€hlung fand ich faszinierend, denn die Geschichte ist aufgebaut wie eine Dokumentation, mit Interviews, Meinungsumfragen auf der StraĂe und Ăberwachungskameraausschnitten. Man bekommt das GefĂŒhl vermittelt, dass es alles wirklich passiert ist! Allerdings fanden Carsten und ich, dass man die FSK 16 zurecht verliehen hat. An manchen Stellen kam uns sogar der Gedanke, dass vielleicht auch FSK 18 noch passender wĂ€re. Nicht desto trotz ist das ein Film, welcher zum Nachdenken anregt und das fand ich richtig gut.
So brutal der Freitagabend war, so witzig und lustig wurde der Abend danach. Ich traf mich mit Anna, meiner Lieblingsfreundin, und mit ihrer Schwester, um den Tag der offenen TĂŒr im Schauspielhaus mitzuerleben. Wir suchten uns aus dem Programm ein paar interessante Veranstaltungen aus und zogen los durch das groĂe, zum Teil recht unĂŒbersichtliche Theater, um die passenden Orte zu finden. Wir warteten etliche Minuten, bis wir zu einer Show konnten, welche uns wirklich interessiert hat. Es ging dort vorrangig um Pantomime. Aber das Warten hat sich gelohnt! Wir hatten wirklich enorm viel SpaĂ an den Auftritten der Dresdner Schauspieler, u.a. Rainer König, welcher den Prolog aus dem StĂŒck „Faust ohne Worte“ auf die BĂŒhne brachte (hier mehr darĂŒber: http://www.faust-ohne-worte.de) aber auch die Auftritte der GĂ€ste aus den USA und aus Frankreich waren umwerfend! Zum SchluĂ gönnten wir uns noch einen, zum GlĂŒck nicht zu ernst nehmenden, Monolog ĂŒber den Strategieaufbau mehr Besucher ins Theater zu bekommen und verzogen uns anschlieĂend in „Bussmanns Brasil“, um einen KĂ€ffchen zu trinken und uns ĂŒber all das zu unterhalten, was seit unserem letzten Treffen alles passiert ist.Â
Nach Hause kam ich mit schmerzenden Kiefer, denn wir haben wirklich wahnsinnig viel gelacht, da jede von uns ein paar gute Geschichten auf Lager hatte.  Ganz nebenbei haben wir uns noch verabredet zusammen im Kino „Die Frau eines Zeitreisenden“ anzusehen. Ich schĂ€tze, das könnte in 2-3 Wochen soweit sein und freue mich schon enorm auf diesen Ausflug!

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