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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2008 09.
Nov.

Gestern habe ich wieder den StadtfĂŒhrer gespielt.

Natascha, welche ich noch aus der Schulzeit kenne und welche inzwischen in Stendal wohnt, kam mit ihrer Mama nach Dresden, um die Stadt zu besuchen und auch um mich wieder zu treffen.

Ich habe meine Besucher kurz vor 11 Uhr auf dem Hauptbahnhof abgeholt und ab da ging es auf Erkundungstour durch die Hauptstadt der Sachsen!

Selbst wenn das Wetter nicht wirklich schön war, da keine Sonne hinter der dichten Wolkendecke hervorlugte und es auch hin und wieder genieselt hat, konnte die prunkvolle Dresdner barocke Architektur immer noch einen tollen Eindruck machen. Leider hatten wir kein GlĂŒck mit der Besichtigung der Frauenkirche, jedesmal wenn wir in ihrer NĂ€he auftauchten, war sie fĂŒr die Besucher nicht zugĂ€nglich.

Die Galerie „Alte Meister“ stand ebenfalls auf der Wunschliste meiner GĂ€ste und als der Nieselregen stĂ€rker wurde, war das eine richtig gute Alternative zum Aufenthalt im Freien.

Ich war schon lange nicht mehr dort und nutzte mit VergnĂŒgen die Gelegenheit erneut die berĂŒhmte „Sixtinische Madonna“ von Rafael, aber auch die Bilder von Rubens, Caravaggio, DĂŒrer und anderen anzuschauen. FĂŒr meine GĂ€ste habe ich Audioguides ausgeliehen, so konnten sie noch mehr ĂŒber eine Auswahl besonder schöner oder bekannter Werke erfahren.

Ich war mehr als ĂŒberrascht von der Menge der russischsprachigen Besucher in der Galerie, denn man hat kaum ein Wort in Deutsch gehört! Auch die Museumsmitarbeiter waren weitgehend auf diese offensichtlich recht bedeutende Zielgruppe eingestellt, so sprach z.B. die Dame am Infopoint an der Kasse akzentfreies Russisch. Auch als ich die Audioguides mit russischer Sprache auslieh, schaltete der junge Mann, welcher mir die langen schwarzen Hörer reichte, sofort auf Russisch um.

Einige deutschsprachige SchĂŒlergruppen waren mit oder ohne GruppenfĂŒhrung ebenfalls im Museum unterwegs, ich begegnete sogar 3 Kindern aus Andreas Klasse. Ich glaube, ich muss noch ernsthaft mit meiner Tochter ĂŒber ihre Freizeitgestaltung reden, denn sie hat mich auf einen Besuch dieses GebĂ€udes noch nie angesprochen ;0) .

Im Zwinger wartete eine weitere, fĂŒr mich persönlich sehr erfreuliche Überraschung: das Nymphenbad ist jetzt wieder zugĂ€nglich. Man hat diesen Teil des Zwingers lange Zeit restauriert und deshalb unter einer riesigen Plane gehalten. Jetzt konnte ich meine geliebten Nymphen wieder anschauen, leider ist die Zeit der Wasserspiele inzwischen vorbeigegangen, aber ich freue mich schon auf die nĂ€chsten warmen Tage im Jahr 2009 und werde mich dort bestimmt mehr als nur einmal blicken lassen :0) .

Nach ĂŒber 7 Stunden fuhren meine GĂ€ste mit etlichen Fotos, jeder Menge EindrĂŒcke, sowie dem aktuellen Stand ĂŒber die jetzige Lebenssituation in Sachsen und bei mir privat, erschöpft aber glĂŒcklich wieder nach Hause.

Es war ein interessanter und recht beeindruckender Tag fĂŒr mich, aber meine FĂŒĂŸe sind mir bestimmt dankbar, dass Carsten und ich uns heute fĂŒr die AktivitĂ€ten in Computerraum und nicht fĂŒr eine Wanderung entschieden haben.

ÜBRIGENS: unser Sommerurlaubsbericht ist jetzt auf www.marvinchen.de online gestellt. Es gibt 3 Varianten – sozusagen eine fĂŒr jeden Geschmack :0) :

1. mit vielen Bildern

2. 14-seitiges PDF ohne Bilder

3. meine ausfĂŒhrliche Fassung mit 18 Seiten, ebenfalls als PDF.

Ich wĂŒnsche Euch viel Spaß beim Entscheiden und Lesen!



2008 04.
Nov.

Gestern hatte ich meine erste HebrÀisch-Stunde.

Es ist schon komisch, plötzlich da zu sitzen, die Zeichen anzuschauen und ĂŒberhaupt nicht zu wissen, welche Laute sich dahinter verbergen! Man kommt sich wieder wie ein SchulanfĂ€nger oder Analphabet vor. NatĂŒrlich haben wir auch ein paar Worte wie „ja“ und „nein“ oder SĂ€tze wie „Ich bin Olga“ geĂŒbt. Auch dabei musste ich ganz von vorne anfangen, ohne jegliche Vorkenntnisse. Aber auch die Tatsache, dass man nicht von links nach rechts liest, sondern andersrum, oder dass einzelne Buchstaben auch Zahlen bedeuten fand ich sehr interessant und ungewöhnlich.

Aber genau deswegen habe ich mich fĂŒr diese außergewöhnliche und alte Sprache angemeldet und hoffe, dass ich bis Ende Juni einigermaßen fließend lesen kann ;0)



2008 02.
Nov.

Ich muss einfach ausnutzen, dass heute noch ein freier Tag ist und schnell noch ein paar Zeilen schreiben :0)

Den gestrigen Samstag genossen wir wie alle anderen Ferientage zu viert, aber diesmal außerhalb der eigenen vier WĂ€nde. Schon lange wollten wir uns einen 3D-Film anschauen und so gingen wir zum Dresdner Rundkino „Cinemagnum“, um den Streifen „Ocean Wonderland“ anzusehen. Es war sehr interessant und ich musste mich immer wieder beherrschen, um nicht die Hand auszustrecken und die vor meiner Nase schwimmenden, kleinen, lustigen, bunten Fische oder die niedlichen Delfine zu berĂŒhren. Es waren allerdings recht wenig Besucher da, was wohl an der ewig dauernden Baustelle im Eingangsbreich liegt und die fehlende Werbung vorm Haus hat bestimmt auch dazu beigetragen, dass die Leute sich einfach nicht getraut haben, reinzugehen. In dem Kinosaal war es recht kĂŒhl, aber dennoch ertrĂ€glich und die Bilder waren es auf jeden Fall wert, ein wenig zu frieren ;0).

Abends wollten wir in eine Erlebniskneipe essen gehen. Sie heisst „Western Inn“ und liegt an der Elbe zwischen Dresden und Meissen. Leider haben wir vorher keinen Tisch reserviert und deshalb keinen Platz bekommen. Samstags gibt es dort immer Live-Musik, was wir nicht gewusst haben, das war wohl unter anderem der Grund fĂŒr die Beliebheit an diesem Abend. Wir haben uns aber so auf das auswĂ€rtige Essen eingestellt, dass wir ein anderes Restaurant gesucht haben. Der Versuch zu viert im „El Rodizio“ ohne Reservierung einen Tisch zu bekommen scheiterte ebenfalls. Das nĂ€chste Ziel, welches wir ins Auge gefasst haben, war das Lokal „Tex-Mex“ in der berĂŒhmten Dresdener Kneipenmeile „Weiße Gasse“. Beinah hĂ€tten wir uns auch dort den gleichen Schicksalsschlag abgeholt, aber zum GlĂŒck war eine Gesellschaft bereits am Bezahlen. Etwa 10 Minuten standen wir in dem Eingangsbereich wie die armen Verwandten und warteten bis der Tisch frei wurde, aber dann hatten wir endlich eine schöne Ecke fĂŒr uns und konnten in den Speisekarten blĂ€ttern.

In ca. einer Stunde saßen wir alle völlig satt da, das Essen war wirklich lecker (es gab reichlich davon auf den Platten!) und die Bedienung superfreundlich.

So hatte unser Essensabenteuer doch noch ein gutes Ende gefunden :0)



2008 30.
Okt.

Der Monat ist schon fast zu Ende gegangen und ich habe noch keine einzige Zeile in meinem Blog geschrieben!

Schuld darand sind außer meiner Faulheit und schlechten Organisation wie immer Arbeit und Familie, aber auch der goldene Herbst und unser Urlaubsbericht.

Dieses Jahr hatten wir einen wirklich traumhaften Herbst mit vielen sonnigen Tagen, welche durch das bunt gefÀrbte Laub auf den BÀumen noch friedlicher und besonnener wirkten. Carsten und ich haben diese wunderschöne Jahreszeit so gut wie es ging genutzt und versucht immer wieder zumindest am Wochenende unterwegs zu sein, um die herbstliche Natur zu geniessen.

Jetzt hat sich das Blatt endgĂŒltig gewendet. Wir haben in dieser Woche Urlaub, weil unsere Kinder noch Herbstferien haben und da ging es ab Montag richtig los mit dem Regen. Das Himmelsnass stört uns allerdings nicht wirklich, da wir die Zeit nutzen, um auszuschlafen, um gemeinsam einige DVDs aus der Familiensammlung anzuschauen, um zu spielen und um viele liegengebliebenen Sachen und Taten einfach endlich zu erledigen. Ich lese auch seit zweit Tagen „Das Tintenherz“ und bin von der Geschichte völlig angetan!

Aber unter anderem wurde unser Kellerraum grĂŒndlich ausgemistet, in den etlichen SchrĂ€nken und Regalen dieses Hauses nicht nur Staub gewischt, sondern auch alles neu geordnet und ebenfalls alles ÜberflĂŒssige entsorgt. Man hat jetzt wieder Platz fĂŒr die neuen Dinge ;0)

Die erste, unbebilderte Fassung unseres Urlaubsberichtes ĂŒber die schönen zwei Wochen in Bayern ist nach mehrmaligen Korrekturlesen bereits online (wie immer auf www.marvinchen.de). Carsten arbeitet momentan ganz intensiv an einer reichlich illustrierten Version. Die Zwischenschritte gefallen mir richtig gut und ich hoffe, dass wir bald eine Rundmail an unsere Freunde versenden können, um alle zum Lesen zu animieren :0)



2008 28.
Sep.

Das Wochenende verlief entsprechend den besungenden Deutschen Tugenden mit Wein, Weib und Gesang. Ok, „mit Weib“ ist fĂŒr Carsten, ich habe statt dessen einen Mann genommen.

Wirre GedankengĂ€nge beiseite… :0)

Dieses Wochenende ist wie jedes Jahr ein Weinfest sowohl in Altkötzschenbroda (Radebeul) als auch in Meissen.

Carsten hat es geschafft, mich am Freitagabend um 20:00 aus dem Haus zu locken, um das Herbst- und Weinfest in Radebeul zu besuchen. Jahrelang haben wir es nur am Sonntag vormittags mit Freunden besucht und nun war es wirklich an der Zeit, die Feierlichkeiten auch am ersten Abend zu sehen.

Am Freitag ist der Eintritt noch frei und die Gassen zwischen den Buden und HĂ€usern waren schlicht und einfach ĂŒberfĂŒllt. Man schubste sich durch die Menschenmassen und hielt sich an der Hand fest, um nicht verloren zu gehen. Ich habe schon seit Langem nicht mehr so viele Leute gesehen, welche hĂ€ndchenhaltend unterwegs waren! Zwischendurch, an einem halbwegs freien Weinstand habe ich meinen ersten Becher Federweißer gekauft. Es war ein Plastikbecher, daher ohne Pfand, was uns weitere Bewegungsfreiheit ermöglichte. Irgendwie vermisste ich dort die erwartete entspannende Wirkung vom Alkohol, der Wein war wohl doch noch etwas zu jung. Dennoch schoben wir uns weiter, ließen uns in etliche Innenhöfe mit Live-Konzerten der unterschiedlichsten Musikrichungen reintragen, kĂ€mpften uns nach einiger Zeit wieder hinaus bis zum nĂ€chsten Innenhof. Auf einem recht großen Platz habe ich meinen inzwischen leeren Becher mit der nĂ€chsten Portion Federweißer fĂŒllen lassen. Ich wollte eigentlich nur 0,2l haben, der Becher war allerdings fĂŒr 0,4l gedacht. Der Mann hinter dem Tresen hat ihn voll gefĂŒllt, aber ich habe nur meine bestellte Portion bezahlt, was mich gelehrt hat, auf das nĂ€chste Fest mit dem eigenen TrinkgefĂ€ĂŸ zu gehen :0)

Unweit des Standes des großzĂŒgigen Mannes war eine BĂŒhne aufgestellt und die Musik dort gefiel mir recht gut. Kein Wunder, war ja auch eine Gruppe aus der Ukraine, allerdings habe ich noch nie von ihr gehört. Sie hieß „Perkalaba“, wie das StĂ€dchen in der Westukraine, wo die Jungs herkamen. Falls jemand mal reinhören möchte: http://perkalaba.com.ua/en/index.html. Die Musik hatte echt Feuer und vor der BĂŒhne tanzten jede Menge Leute.

Nach einigen Liedern zogen wir aber von dannen, weil es mir doch zu kĂŒhl wurde und spĂ€t war es ohnehin schon geworden. Bis wir zu Hause ankamen war es schon nach Mitternacht.

Am Samstag hatten wir ein großartiges Wetter und den Vormittag verbrachten wir mit Gartenarbeiten wie RasenmĂ€hen (nĂ€chste deutsche Tugend ;0) ) und ÄstezurĂŒckschneiden.

Am spĂ€ten Nachmittag fuhren wir nach Meißen zum anderen Weinfest.

Hier war die FestflĂ€che um einiges grĂ¶ĂŸer, denn im Grunde genommen war die gesamte Innenstadt ein Fest. Überall standen die Buden mit vielfĂ€ltigem Essen- und GetrĂ€nkeangebot, die Musik war nicht nur auf den BĂŒhnen zu hören, man nutzte fast jede freie FlĂ€chen fĂŒr unterschiedliche Stile. Durch die Menschen lief auch eine außergewöhnliche Gruppe, welche perfekte Werbung fĂŒr sich gemacht hat, denn auf allen Instrumenten stand der Link zu ihrer Seite: www.heide-guggis.de . Aber auch die Kleidung der Musiker war sehr auffĂ€llig: die Sachen waren grĂŒn und knallgelb, die Wangen waren mit einer Art schwungvoll aufgemalten Tattoo in Drachenform oder Ă€hnlichen geheimnissvollen Bildern verziert und die Musik, welche sie gespielt haben, kam einem irgendwie bekannt vor, es hat aber ein wenig gedauert, bis man z.B. „The Wall“ erkannt hat. Man hört solche Lieder doch zu selten von einer Blasmusik- und Trommlertruppe.

Auf diesem Fest verbrachten wir ebenfalls reichlich Zeit, haben viel gesehen, Klassiker der 80er Jahre gehört, ich habe natĂŒrlich auch hier einen Wein getrunken, aber irgendwann waren wir mit den EindrĂŒcken ĂŒberfĂŒllt und wollten zurĂŒck nach Hause.

Nachdem wir beide Feierlichkeiten besucht haben wĂŒrde ich sagen, gemĂŒtlicher und mehr weinorientierter ist in meinen Augen das Fest in Altkötzschenbroda, bunter, aber auch irgendwie weihnachtsmarktÀÀnlicher ist die Veranstaltung in Meißen. In Radebeul verlangt man allerdings am Wochenende Eintritt, die Meißner lassen jeden unentgeltlich rein. Also es ist fĂŒr jeden Geschmack etwas dabei und unter anderen ist es gut, dass beide Feste parallel laufen, denn sonst wĂ€ren sie gnadenlos ĂŒberfĂŒllt.



2008 21.
Sep.

Gestern – Spaß, heute – Muskelkater …

Ja, das kommt davon, dass ich mich viel zu selten sportlich betÀtige. Wenn ich es doch mache, dann mit vollem Einsatz, so wie gestern.

Der Samstag war bewölkt, man hat aber gesagt, dass die Regenwahrscheinlichkeit sehr gering ist. Da wir schon seit langer Zeit ĂŒberlegt haben in einen der inzwischen mehreren HochseilgĂ€rten von Dresden zu gehen war das aus unserer Sicht die perfekte Möglichkeit, es endlich mal zu tun!

Wir haben schon von vielen Bekannten gehört, dass der Waldseilpark in BĂŒhlau (http://www.waldseilpark-dresden.de/) sehr schön ist und beschlossen daher, dorthin zu gehen, um unseren Mut und Fitness zu testen.

Zuerst mussten wir unsere Ganzkörperklettergurte ĂŒberziehen, was gar nicht so einfach war. Zum GlĂŒck sind die MitarbeiterInnen im Park alle sehr freundlich und hilfsbereit, so konnten wir uns mit ihrer UnterstĂŒtzung problemlos das Geschirr umbinden und straff ziehen. Einen Helm gab es obendrauf und gleich ging es mit einem Mitarbeiter des Parks zu der Übungsstrecke. Er hat uns erklĂ€rt, was wir zu beachten haben, wie wichtig es ist sich immer zweifach zu sichern, ließ uns das in einer ungefĂ€hrlichen Höhe austesten und begleitete uns anschließend zu der richtigen Kletterstrecke, allerdings mit Kennzeichnung „leicht“. Diese war recht einfach zu bewĂ€ltigen, wenn man auch stĂ€ndig darauf achten musste, dass man es nicht vergisst, die Sicherungsseile immer zu befestigen.

Auf der nĂ€chsten, mittelschweren Strecke hatte ich an einer Stelle wirklich sehr zittrigen Beine bekommen, weil ich echt nicht wusste, wo ich mich festhalten konnte. Danach habe ich die Wege wesentlich konzentrierter beschritten und mir immer schon VORHER Gedanken darĂŒber gemacht, wie ich besser laufen oder klettern kann.

Auch Stephanie hatte mit einer recht beweglichen Stelle ihr Problemchen, aber mit beruhigenden Worten von Carsten und mir schaffte sie es doch, die rettende Holzplattform zu erreichen. Es hat ihr allerdings gezeigt, dass auch sie sich nicht unbegrenzt alles zutrauen kann. Andrea dagegen bewĂ€ltigte alle Strecken sehr souverĂ€n und gut ĂŒberlegt, was uns positiv ĂŒberrascht hat. Eigentlich ist sie immer die Ängstlichere von beiden gewesen, aber in der Seillandschaft fĂŒhlte sie sich offensichtlich sehr wohl.

Wir hatten 2 1/2 Stunden in der Höhe verbracht, liefen auch die etwas schwereren Strecken ab. Manche Stellen, wie z.B mit Kennzeichnung „Schwerer Abzweig“ haben wir nach dem Betrachten und EinschĂ€tzen der eigenen FĂ€higkeiten aber lieber ausgelassen. Man muss ja sein Schicksal nicht unnötig herausfordern ;0). Die Sicherungsseile waren aber echt top, so hatten wir wahnsinnig viel Spaß bei den vielen Seilbahnen. Man musste sich dort einfach fallen lassen und schon bewegte man sich in der Luft, eine Frage des Vertrauen – ganz klar, aber weder Carsten noch ich haben an der Festigkeit des Klettergurtes gezweifelt und genossen solche FreiflĂŒge in vollen ZĂŒgen.

Das ganze Kletterabenteuer beendeten wir mit den Fahrten mit dem Mega-Fox. Die Seile waren nach Angaben auf der Homepage ca. 130 m lang und ĂŒber den ganzen Park gespannt. Es war einfach unglaublich befreiend, in der Geschwindigkeit ĂŒber die Köpfe der Untenstehenden hinweg zu sausen!

Heute kurieren wir nun unseren Muskelkater aus, denn das Hangeln durch die Seile und Balken, das Klettern ĂŒber die BrĂŒcken und aller Art Hindernisse (eine Strickleiter hat uns allen zugesetzt ;0) ) sowie das Balancieren auf den Tauen waren fĂŒr uns ja keine gewohnten Bewegungen und man hat ganz andere Muskelgruppen belastet als sonst beim Arbeiten im BĂŒro :0).



2008 13.
Sep.

Gestern war ich mal wieder sauer auf die Ungerechtigkeiten dieser Welt.

Das GroßraumbĂŒro in der Firma teile ich mit 3 ganz lieben Kolleginnen, welche nett, humorvoll und fleißig sind. Sie sind jĂŒnger als ich, was fĂŒr mich kein Problem ist und auch um einiges schlanker als ich, womit ich auch gut leben kann.

Was ich aber als ganz ungerecht empfinde ist die Menge an Essen, welche sie an einem Tag verspeisen. Gestern ist es mir wirklich ganz extrem aufgefallen: 3 doppelte mit KĂ€se oder Wurst belegte Schnitten, einige MĂŒsliriegel oder Schokolade, mittags ein großes Eis…Joghurts und Äpfel zĂ€hle ich einfach nicht mit – ich war echt neidisch! Wie ich erfahren habe, schieben sie auch abends kein Kohldampf… Ja, und sporttechnisch ĂŒbertreiben sie auch nicht wirklich…

Dabei verbringe ich meinen Arbeitstag mit 1-2 fettarmen Joghurts, irgendwas obstigen oder gemĂŒsigen wie ein Apfel, 2-3 Möhren oder 1 Nektarine und etwa 2-3 Liter Mineralwasser und als Belohnung schleppe ich immer wieder etliche Kilos mit mir rum, welche ich nur zu gern los werden wĂŒrde! Jedes mal, wenn ich esse, gehe ich im Geiste durch, was sich sofort auf meine HĂŒfte absetzt und was vielleicht ein Tag spĂ€ter. Am Wochenende, wenn wir auswĂ€rts essen oder ich fĂŒr uns alle irgendwas Leckeres koche gehe ich aus Erfahrung stark davon aus, dass meine Waage am Montag mindestens 1 kg mehr anzeigt als am Freitag.

Und dann bemĂŒhe ich mich die ganze Woche, das zusĂ€tzliche Gewicht loszuwerden, wĂ€hrend vor meiner Nase nahezu ununterbrochen KĂ€sebrote & Co. von schlanken MĂ€dels gegessen werden…

Ist das nicht frustrierend?



2008 10.
Sep.

Gestern hatten wir in Dresden einen wirklich schönen sonnigen Tag. Also beschloss ich nach dem Abendessen noch etwas gutes fĂŒr meinen Vorgarten zu tun. Über eine Stunde kĂ€mpfte ich mit Unkraut, Moos, Wurzeln unbekannter BĂ€ume, welche ich nie gepflanzt habe, aber am Ende hatte ich sogar noch geschafft, einige FrĂŒhjarsblĂŒher in die Erde zu stecken.

Ich war gestern wirklich stolz auf meine Leistung.

Heute erfahre ich, was mein großes Kind zu meinem Mann dazu gesagt hat. Sie meinte, da jetzt der ganze Unkraut entlang des Weges nicht mehr da ist sieht man das GrĂŒnzeug zwischen den Gehwegplatten noch deutlicher. Carsten meinte darauf ganz trocken, dass sie doch den Weg bestimmt bereinigen könnte.

Andrea hat mich heute den ganzen Tag nicht darauf angesprochen. Beim Abendessen kam aber das Thema erneut auf den Tisch. Die Konsequenz: Andrea hat mein Gartenwerkzeug in die Hand gedrĂŒckt bekommen und musste die den Weg zur Straße sowie den Teil des öffentlichen Weges vor unserem Haus „entunkrauten“. Als Endergebnis habe ich einen augerĂ€umten Weg, beschnittene Rosen (das habe ich aber selber gemacht, solange mein Kind sich abgequĂ€lt hat) und einen schlechtgelaunten Teenager.

Ich gehe aber davon aus, dass sie das nĂ€chste mal lĂ€nger ĂŒberlegen wird bevor sie mit solchen SprĂŒchen um die Ecke kommt. Schade eigentlich, denn ich hĂ€tte noch viel zu tun im Garten und im Haus ;0)



2008 31.
Aug.

Mein Vorname ist in der deutschen Literatur eigentlich nicht besonders oft zu finden und in der Reihe der „Lustigen TaschenbĂŒcher“ (Donald Duck) hieß mal eine Schlange mal eine Kuh Olga. Ein tierisch guter Name sozusagen.

Als ich vor zwei Tagen in die Buchhandlung meines Vertrauens ging, um ein Geburtstagsgeschenk fĂŒr einen guten Freund zu bestellen, entdeckte ich im Regal die nĂ€chste tierische Namensvetterin. Diesmal hat mein Name es sogar zu einem eigenstĂ€ndigen Buch gebracht: „Olga – auch ein Schwein darf mal traurig sein“. Da ich sehr in Eile war, verschwand ich nach der abgegebenen Bestellung aus dem Laden, berichtete aber Carsten ĂŒber diese Entdeckung.

Gestern ging er mit mir zusammen die bestellte GeschenklektĂŒre abholen und hat sich auch das Olga-Buch angeschaut. Kurzerhand hat er sich entschlossen, es mitzunehmen, weil es so sĂŒĂŸ war und wie er gemeint hat Ă€hnelte Olgas (Schweine-)Geschichte etwas der unseren.

Ich war gespannt auf die Story, konnte aber meine Neugier noch bis nach Hause zĂŒgeln.

Dort angekommen saßen wir auf der Couch und haben das Kinderbuch zusammen gelesen. Es ist tatsĂ€chlich sehr sĂŒĂŸ! In der Geschichte handelt es sich um Olga, ein lebensfrohes Schwein, welches aber eines Tages ein graues GefĂŒhl im Bauch hat, das ihre Lebensfreude hemmt. Ben, ein Hund, welcher sogar optisch ein wenig meiner OrangenhĂ€lfte Ă€hnelt, hilft ihr aus dieser Situation. Carsten hatte recht, die Geschichte könnte auf uns in der Tat ĂŒbertragen werden.

Das Buch ist ganz liebevoll gestaltet, hat nicht sonderlich viel Text, dafĂŒr aber ganz knuffige Bilder. Ich denke, das Buch ist nicht nur fĂŒr Kinder gut, sondern wird auch den Erwachsenen helfen, sich an die wichtigen Sachen wie Freundschaft zu erinnern. Denn alleine kann man das graue grummelnde GefĂŒhl im Bauch nicht mit Arbeit oder Schlaf bekĂ€mpfen, dafĂŒr braucht man eben einen guten Freund!

Die Geschichte wurde von den zwei Schwestern Silke und Heike Mayer, welche unter dem Namen Hilke Mayer agieren, geschrieben und von dem Trickfilmer Kai Pannen illustriert. NatĂŒrlich kann man das Buch auch bei Amazon anschauen. Um meinen Freunden die Suche zu ersparen stelle ich gleich den Link zum Buch rein: http://www.amazon.de/Olga-Auch-Schwein-darf-traurig/dp/346630797X/



2008 28.
Aug.

Es ist Donnerstag, die Arbeitswoche geht langsam zu Ende und das ist diesmal wirklich gut so. Es gibt einfach viel zu viel Arbeit in verschiedenen Bereichen, deshalb komme ich ziemlich geschlaucht nach Hause. Ein Wochenende, dazu noch sturmfrei, da die Kinder wieder bei ihrem Papa sein werden, wird mir bestimmt nicht schaden :0).

Unsere MĂ€dels haben die erste Schulwoche erstaunlich gut gemeistert. Es gab keine Probleme mit dem Aufstehen oder Sachenpacken oder die Informationen weiterzugeben, welche am Anfang des Schuljahres von ĂŒberallher auf einen einströmen – man merkt in der Tat, dass sie erwachsener und selbstĂ€ndiger werden.

Heute haben wir ihre Sparschweinchen zur Sparkasse gebracht, um die SparbĂŒcher aufzufĂŒllen. Andrea hat schon ein FĂŒnftel vom FĂŒhrerschein drauf, Stephanie muss noch etwas mehr sparen, aber es fĂ€llt ihr nicht zu schwer, weil fĂŒr sie ein langer Einkaufsbummel ein Greuel ist :0)

Übrigens, ich habe mir vor ein paar Tagen die MĂŒhe gemacht, eine Auswahl der Urlaubsbilder online zu stellen. Wer Interesse hat, kann gerne einen Blick auf die schönste Zeit des Jahres werfen :0) http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/UrlaubAmChiemsee2008