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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 14.
Jan

Auch wenn die eigenen Kinder erwachsen und flĂŒgge werden, hat man immer wieder mit irgendeinem Teenager zu tun. Ab heute kommt mein Blog in diese Phase, denn er wird nun schon 13 Jahre alt 
 jetzt schon ?!?! Ja, es ist soweit.

Ich hoffe aber, dass er auch weiterhin ohne teenagerĂŒbliche Eskapaden auskommt und nicht herumzickt, wenn ich mal zu wenig Zeit fĂŒr ihn habe    standard
Ich nehme mir wirklich ernsthaft jedes Jahr vor, öfters zu schreiben. Leider kennen wir alle nur zu gut, was mit all den guten VorsĂ€tzen spĂ€testens Mitte des Jahres passiert    zwinker    aber vielleicht wird es jetzt im Norden anders werden und ich komme wieder viel mehr dazu, etwas Interessantes aus unserem Leben im hohen Norden zum Besten zu geben.

Ideen zum Schreiben habe ich mehr als genug und vielleicht kann ich meinen Blog öfter, dafĂŒr aber mit kĂŒrzeren Geschichten fĂŒttern und dabei hoffen, dass es den lieben und aufmerksamen Bloglesern am Ende nicht unbedingt zu viel wird    standard    denn ohne euch und eure Kommentare macht das Schreiben dann doch nur halb so viel Freude!

Auf jeden Fall wird heute ein Sekt(chen) aufgemacht. Zum einen muss der Geburtstag meines Teenager-Blogs wĂŒrdig gefeiert werden und zum anderen haben Carsten und ich seit heute unseren neuen Mietvertrag in die HĂ€nde bekommen – schwarz auf weiß und mit Stempel. Wir dĂŒrfen ab 1. Februar die Miete fĂŒr unsere favorisierte Wohnung in Wentorf zahlen. Einziehen mit Sack und Pack und Mobiliar können wir natĂŒrlich auch, aber das wird wohl aus logistischen GrĂŒnden nicht gleich am Monatsanfang passieren können. Heute Abend werden wir einen ungefĂ€hren Zeitplan ausknobeln – darĂŒber schreibe ich aber lieber extra    standard

Denn jetzt heißt es: Alles Gute zum Geburtstag! Hoch die Tassen!



2020 11.
Jan

Derzeit gibt es jede Menge Neues in unserem Leben als NordlĂ€nder. Carsten fĂ€hrt tĂ€glich ganz brav mit dem Rad zur Arbeit – zum GlĂŒck noch ohne mal in ein richtiges Hamburger Schietwedder gekommen zu sein. Inzwischen kennt er auch alle Kollegen aus seiner Abteilung persönlich, denn das ist mit den zwei ersten Arbeitstagen (DO & FR) zum Jahresanfang und der insgesamt vorhandenen Home-Office-Option fĂŒr das Team nicht immer so einfach wie man denkt. So musste der Limokuchen, welchen ich noch am Wochenende in Dresden gebacken habe und der dann auf dem Blech 500 km Anreise ĂŒberlebt hat, sowohl am Montag als auch am Dienstag aufgedeckt werden, da eben manche entweder an einem oder am anderen Tag von Zuhause gearbeitet haben:

Warum ich in Dresden gebacken habe ist schnell erklĂ€rt: Die KĂŒche unserer Übergangswohnung hat leider keinen Backofen … aber da es nur ein vorĂŒbergehender Zustand ist, kann ich damit ganz gut leben     standard

Als nĂ€chstes haben wir schon am Montag eine mĂŒndliche Zusage erhalten, dass die Wohnung, welche wir am letzten Tag des Jahres angesehen und fĂŒr gut befunden haben, uns ist. Der Mietvertrag ist somit nach Dresden geschickt worden und wenn alles nach Plan geht, dann könnten wir uns schon ab Anfang Februar ernsthafte Gedanken ĂŒber die Einrichtung des neuen OLCA-Domizils machen und nach und nach diese umsetzen. Folgerichtig heißt das aber auch, dass wir mit dieser Sicherheit jetzt unsere 60 Quadratmeter in Striesen sowie die beiden extra angemieteten StellplĂ€tze kĂŒndigen können. Die zwei Monate Februar & MĂ€rz werden wir dann zwar insgesamt drei Wohnungen bezahlen dĂŒrfen, aber damit haben wir schon gerechnet – Dank unseres Erspartem wird uns dieser Umstand aber nicht gleich in eine finanzielle Krise reißen.

Und wĂ€hrend mein Mann fleißig das Geld fĂŒr all diese Dinge verdient, nutzte ich meine arbeitsungebundene Zeit, um mal eben allein fĂŒr ein paar Tage nach Sylt zu fahren. Keine Sorge, wir brauchen keine Trennung auf Zeit und ich bin auch noch lange nicht so weit, mich im Winter auf eine Nordseeinsel zurĂŒckziehen zu mĂŒssen, um mal ĂŒber mein Leben nachzudenken. Ich habe mich mit Freunden getroffen …

Maria aus dem ukrainischen Dnipro, welche uns schon mal im August 2018 und im Januar 2019 in Dresden besucht hat, fand vor ein paar Monaten eine Arbeitsstelle in einer Reha-Klinik auf Sylt. Ihre Eltern kamen daraufhin zum Jahreswechsel fĂŒr ein paar Tage vorbei, um sie zu besuchen. Ich habe Maria durch ihre Mama kennen gelernt, die praktischerweise auch Olga heißt. Wir haben das gleiche in Charkow studiert, sie hat ihr Studium lediglich ein Jahr nach mir angefangen. UrsprĂŒnglich hatte ich vor, an einem Tag hin und zurĂŒck zu fahren, damit wir uns nach ca. 28 Jahren mal wieder treffen können:

Mein lieber Mann legte mir allerdings ans Herz, doch lieber ein paar Tage lĂ€nger dort zu verbringen, damit wir genug Zeit zum Quatschen haben. Maria wiederum empfahl mir, ein Zimmer bei ihrem Vermieter zu buchen, was ich dann auch aufgrund der somit sehr kurzen Wege liebend gern gemacht habe. Kurzentschlossen wurde die Unterkunft fĂŒr zwei NĂ€chte gebucht und die Zugtickets von Hamburg nach Westerland und zurĂŒck besorgt. Ehrlich, ich bin schon seit Ewigkeiten nicht mehr alleine im Fernzug gefahren! Auf der Hinfahrt musste ich auch sehr genau aufpassen, wo ich mich mit meinem Köfferchen niederlasse, denn bereits nach wenigen Kilometern wurde wĂ€hrend der Fahrt durchgesagt, dass in NiebĂŒll von „meinem“ IC ein paar Waggons abgekoppelt werden und nicht nach Westerland, wo ich hinwollte, sondern woandershin fahren. NatĂŒrlich saß ich anfangs in genau so einem „falschen“ Waggon. Aber ich wechselte noch rechtzeitig und hatte danach eine sehr entspannte Reisezeit mit Lesestoff und am Fenster vorĂŒberziehenden Landschaften, die ich mir mit meinem ReisebĂ€ren immer wieder gerne angesehen habe:

Das Wiedersehen machte ja so viel Freude! Kennt ihr das GefĂŒhl, wenn man sich nach enorm langer Zeit mit jemanden trifft und dennoch irgendwie ĂŒberzeugt ist, sich gerade erst gestern voneinander verabschiedet zu haben? Genau so war es bei uns. Von Dienstagnachmittag bis Donnerstagnachmittag schwatzten wir (natĂŒrlich auf Russisch), spazierten durch die Innenstadt von Westerland, in den DĂŒnen von List und auch bei starkem Regen und mit viel Wind durch die klatschnassen Straßen von Hörnum. Dabei konnten wir viel Fisch essen, meinen kĂŒrzlich gewonnenen Erdbeerwein der Phrase4 trinken und die gemeinsame Zeit vollends genießen:

Übrigens, die Vermieter, das Ehepaar Fröschel, sind herzensgute Menschen und ich war ganz bestimmt nicht zum letzten Mal bei ihnen – ich habe mich in ihrer / meiner Ferienwohnung sehr sehr wohl gefĂŒhlt:

Olga und Oleg sind am Freitag wieder nach Hause geflogen, dabei haben sie sich sehr in die Insel verliebt! Der raue Charme einer Nordseeinsel bringt um diese touristenarme Jahreszeit eigentlich jede vom Hamsterrad des Lebens ermĂŒdete Seele zur langersehnten Erholung. Ich schĂ€tze, die beiden werden ihr Kind wohl noch einige Male besuchen, sodass unserem Aufeinandertreffen sicherlich noch einige weitere folgen werden. Ich freue mich schon jetzt sehr darauf!

Carsten und mein Wochenende begann wie in letzter Zeit ĂŒblich am Freitagnachmittag auf der Autobahn gen Dresden. Am Samstag wird dann unser Leben weiter ganz fleißig in zahlreiche Kisten und Kartons eingemottet und am Sonntag geht es nach dem FrĂŒhstĂŒck im pickepackevollen Suzuki erneut zurĂŒck nach Hamburg in die 45 qm große Interimswohnung, in der sich mittlerweile so einige Umzugskisten zwischenstapeln:

In der Übergangswohung haben die TĂŒrme aus Kartons aber noch etwas Platz bis zur Decke und da sorgen wir selbstverstĂ€ndlich sehr gern fĂŒr den entsprechenden Nachschub    zwinker    Fortsetzung folgt.



2020 01.
Jan

Als allererstes möchte ich allen Lesern ein gesundes, glĂŒckliches, erfolgreiches und erfreuliches Jahr 2020 wĂŒnschen!

Wir haben das neue Jahr bereits in Hamburg begrĂŒĂŸt. Von unserer derzeitigen Übergangswohnung kommt man in etwa 10 Minuten zu Fuß ganz entspannt an die Außenalster. Wir waren dort kurz nach 23 Uhr und hatten einen guten Platz mit Blick auf das gegenĂŒberliegende Ufer ergattert, um das Silvesterfeuerwerk gut sehen zu können. In unserer NĂ€he hat man sogar (fĂŒr unsere Ohren) Gute-Laune-Musik laut laufen lassen. Geknallt wurde natĂŒrlich auch hier schon lange vor Mitternacht – das scheint irgendwie inzwischen normal zu sein. Das Wetter war wirklich nett zu uns: es hat weder geregnet noch war es zu windig oder zu kalt. Um Mitternacht zĂŒndete ich mit Carstens Hilfe meine obligatorischen Wunderkerzen an, wir haben gegenseitig mit Sekt und Wasser angestoßen (ihr dĂŒrft nun raten, wer von uns beiden was davon getrunken hat    standard    ) und dem Feuerwerk um uns herum und auch auf der anderen Alsterseite zugesehen.

Das Spiegeln der FunkenbĂŒndel im Wasser sah wirklich zauberhaft aus!

Am ersten Tag des neuen Jahrzehnts versackten wir ziemlich unerwartet schon gegen 9 Uhr vor dem Fernseher. Aber der WDR hat eine sehr interessante Reihe ĂŒber die 90er-Jahre herausgebracht und wir haben uns beim Schauen der Folgen 1990 bis 1995 ausgetauscht, wie wir das eine oder das andere Ereignis damals, als wir uns noch nicht kannten, so empfunden haben. Gegen 12 Uhr frĂŒhstĂŒckten wir dann auch mal endlich so nebenbei. Da das Wetter hier in Hamburg sonnig und fĂŒr einen Spaziergang perfekt war, haben wir nach ’95 dem Leben mit der Flimmerkiste ein Ende bereitet und sind im Hellen wieder an die Stelle der Außenalster gegangen, wo wir gestern im Dunklen das neue Jahr begrĂŒĂŸt haben.

Das Wetter lockte jede Menge Mitmenschen aus ihren vier WĂ€nden an die Luft, die GebĂ€ude am gegenĂŒberliegenden Alsterufer wurden anfangs in weichen Nebel eingewickelt und die Strahlen der Wintersonne waren warm und weich – im Endeffekt sind wir fast zwei Stunden unterwegs gewesen:

Es hat einfach Spaß gemacht, am Wasser entlang spazieren zu gehen und den ersten Tag des Jahres zu genießen. Ich bin als eine typische Vertreterin slawischer Kultur etwas aberglĂ€ubig und habe das alles auf uns bezogen als ein gutes Zeichen fĂŒr unseren neuen Lebensabschnitt gewertet. Ich hoffe, ich liege damit richtig    zwinker

Aber nun fÀllt es mir ein, dass ich euch noch ein paar Infos aus der Zeit zwischen dem letzten Eintrag zum Umzugsthema und heute vorenthalten habe.

Wir haben am 22. 12.2019 die SchlĂŒssel fĂŒr unsere Interimswohnung ĂŒbergeben bekommen, konnten darin schon unsere ersten 9 Kartons voll mit BĂŒchern zwischenlagern und uns ein wenig mit der Umgebung vertraut gemacht. Den Abend dieses Tages verbrachten wir damit, durch die WeihnachtsmĂ€rkte in Hamburger Innenstadt zu schlendern und es uns einfach nur gut gehen zu lassen. Am nĂ€chsten Morgen fuhren wir schon wieder die 500 km zurĂŒck nach Dresden, denn noch fehlten uns in Hamburg so einige Kleinigkeiten des tĂ€glichen Bedarfs und zum WohlfĂŒhlen, wie z.B. DVD-Player, TeddybĂ€ren im Bett usw.

Die Weihnachtstage nutzten Carsten und ich ĂŒberwiegend dazu, mal mit gutem Gewissen nur zu lĂ€mpeln (= sĂŒĂŸes Nichtstun) und auszuschlafen, aber auch, um weitere Kisten zu packen und einige Vorbereitungen fĂŒr das kommende Jahr zu treffen. Wir hatten nach unserem sehr turbulenten Dezember in der Tat eine kleine Pause gebraucht – das spĂŒrten wir beide ganz deutlich. Daher waren diese Tage fĂŒr uns ein ersehntes Geschenk und eine gute Zeit, wieder Kraft fĂŒr die anstehenden Aufgaben zu tanken.

Am 30.12. waren wir dann erneut mit einem vollbeladenen Auto auf der Bahn. Jetzt hat unsere Hamburger Wohnung in einem gewissen Rahmen an WohlfĂŒhlfaktor dazugewonnen und wir haben das GefĂŒhl, immer mehr hier anzukommen:

Wegen der Suche nach einer festen Bleibe gibt es auch eine kleine Hoffnung. Carsten hat vor einigen Tagen wieder die Wohnungsanzeigen im Web durchgesehen und noch eine Wohnung gefunden, die uns von der Beschreibung und den Fotos ganz gut gefiel. Am 30. Dezember hat mein lieber Mann die Maklerin angerufen und unser Interesse an diesem Objekt gezeigt. Überraschenderweise meldete sich die Dame nur ein paar Stunden spĂ€ter zurĂŒck und meinte, dass wenn wir spontan sein können, wĂ€re diese Wohnung noch am nĂ€chsten Tag um 11:00 Uhr zu besichtigen. Und dank unserer derzeitigen Übergangswohnung in der Hansestadt und somit einem kurzen Weg konnten wir tatsĂ€chlich zusagen. Die Besichtigung hat unser Interesse an dieser Wohnung nur noch mehr bestĂ€rkt, sodass wir unsere Schufa-Auskunft und ein paar andere Unterlagen daher gleich abgegeben haben. Aber nun mĂŒssen wir uns noch etwas gedulden, denn vor Montag ist keiner der Entscheider im BĂŒro. DaumendrĂŒcken ist wie immer sehr erwĂŒnscht    standard

Mein Mann hat morgen seinen ersten Arbeitstag und ich muss gestehen, dass ich bei ihm fast genau so aufgeregt bin, wie damals bei Einschulung meiner Kinder    standard    aber eine ZuckertĂŒte wird es fĂŒr ihn nicht geben    standard

Am Wochenende (FR oder SA) geht es erneut auf die Bahn gen Dresden, um weitere GegenstĂ€nde aus unserem Hausrat in Kisten zu packen. Diese werden dann zwar noch dort bleiben mĂŒssen, denn zunĂ€chst darf uns das Gros unserer Kleidung und Schuhe in den hohen Norden begleiten. Unser Lebensmittelpunkt verlagert sich also immer mehr nach Hamburg und in Zukunft werden wir in Dresden sicherlich immer nur noch als „Besucher fĂŒr kurze Zeit“ auftauchen. Ehrlich gesagt, auch wenn ich diese Tatsache hier aufschreibe, so richtig verinnerlicht habe ich es noch nicht. Aber wie unsere gute Freundin Barbara immer sagt: „budjet“ (es wird schon). Ich werde euch auch im neuen Jahr auf dem Laufenden halten – versprochen!



2019 26.
Dez

Dieses Jahr ist bei uns zu Hause die Weihnachtszeit mit wenig ZaubĂ€rhaftem verbunden – statt eines Weihnachtsbaums stehen ĂŒbĂ€rall Kisten und Kartons im Wohnzimmer. Da kommen mir kleinem Heini-BĂ€ren viele schönen Erinnerungen an die Weihnachtstage vom letzten Jahr zurĂŒck ins GedĂ€chtnis, als ich meine Eltern in die „Stadt die niemals schlĂ€ft“ begleiten durfte.

Zugegeben, am Anfang habe ich in diesem großen HĂ€userwald zunĂ€chst gar keinen ZaubĂ€r von Weihnachten gespĂŒrt.

Dann habe ich aber in einem ganz großen Park ein bezaubĂ€rndes MĂ€dchen kennengelernt – sie heißt Alice:

Sie sagte mir, dass sie schon selber mal in einem Wunderland war und dass ich in dieser Stadt ganz viele interessante Sachen entdecken kann, wenn ich nur meine Knopfaugen ganz weit offen halte. Ihre Freunde – der MĂ€rzhase, die Grinsekatz und ein verrĂŒckter Hutmacher – haben das Gleiche bĂ€richtet:

Sie sagten, dass man hier viele schöne, spannende, abĂ€r auch vielleicht gruselige Sachen erleben könnte und dass mir die ganze Welt offen steht. Wegen der Welt hatten sie natĂŒrlich recht:

Ihr glaubt ja gar nicht, wie viele verschiedene BĂ€ren ich in der Stadt gefunden habe!

Die BĂ€ren in New York können ganz allein ein Auto fahren. Ich hoffe, dass ich, wenn ich groß bin, das auch mal kann!

Dortige BĂ€ren haben abĂ€r auch einen Riecher fĂŒr gemĂŒtliches Beisammensein …

Ich hĂ€tte nur zu gern an ihre Scheibe geklopft, abĂ€r dann wollte ich sie doch lieber nicht stören. Ich habe mir nun von ihrer GemĂŒtlichkeit etwas in meinem Herzen fĂŒr die weiteren Abenteuer aufbewahrt.

Ich war echt froh, dass Alice mich vorgewarnt hatte, dass es in dieser Stadt auch gruselige ÜbĂ€rraschungen geben kann … diesen BĂ€ren fand ich irgendwie schon zum AlptrĂ€umen schön!

Bei diesem prĂ€historischen SchwarzbĂ€ren hatte ich auch keine Lust auf eine grĂ¶ĂŸere Freundschaft und war ziemlich froh, dass er mich nicht entdeckt hat. Er war echt groß und dĂŒster!

Zum GlĂŒck lernte ich auch ganz viele sĂŒĂŸe BĂ€ren mit coolen WeihnachtsmĂŒtzen kennen – wir hatten echt viel Spaß zusammen! Ihre gute Laune war sofort ansteckend!

Ich hÀtte nur zu gern erfahren, welche Teddys in diesen Kartons ihr Zuhause haben. AbÀr diese waren zugebunden, da kam sogar ich nicht rein.

Ich habe mir dann von einem Autor, der mit Nachnamen Andersen heißt, ein MĂ€rchen vorlesen lassen. Dabei habe ich dann auch einen weiteren Zuhörer – ein kleines Entchen, welches nicht sehr hĂŒbsch, abĂ€r ganz liebenswĂŒrdig war – in meiner NĂ€he entdeckt:

Dieses MĂ€rchen habe ich dann zwei MĂ€uschen weitererzĂ€hlt, die ich zufĂ€llig bei meinen StreifzĂŒgen durch die Stadt entdeckt habe, denn sie konnten von allein einfach nicht einschlafen. Irgendwie wurden sie sich nicht einig, ob es in ihrem Zimmer nun warm oder kalt war:

Ich fĂŒhlte mich wie zu Hause, denn meinem BĂ€renpapa ist es auch immer viel zu warm und meine BĂ€renmama sagt, dass ihr kalt sei. Vielleicht sollte ich es bei den beiden auch mal mit einem schönen MĂ€rchen versuchen … bei den MĂ€uschen hat es schließlich ja ebenfalls wunderbar geklappt!

So viel zu meinen Abenteuern in New York City. AbÀr es kam bis jetzt noch zu wenig Weihnachtliches in meinem BÀricht vor! Diese Stadt, wenn man die vielen Menschen in ihr nicht zu viel Aufmerksamkeit schenkt, hat das Zeug, einen kleinen BÀren ganz schnell in eine traumhafte Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Nehmen wir allein den super-duper-hyper-großen Weihnachtsbaum – sooooo viele bunte Glitzerkugeln!

Solche bunte Kugeln fand so gut wie ĂŒbĂ€rall! Ich finde, meine Nase spiegelt sich darin besonders gut    zwinker

Manche WeihnachtsbĂ€ume gab es zum GlĂŒck auch in einer fĂŒr einen Teddy passenderen GrĂ¶ĂŸe. Darauf waren nicht nur Nadeln grĂŒn …

ÜbĂ€rhaupt gab es an so vielen Orten sehr viel rote und grĂŒne Deko – ein total schöner Kontrast fĂŒr mein hellbraunes BĂ€renfell!

Oft hatte ich das GefĂŒhl, dass die ganze Welt um mich herum nur aus Licht und Leuchten bestand – so schön!

Mit dem ZaubĂ€rhirsch kam ich sogar ganz schnell mal auf den Nordpol.Wusstet ihr, dass dort Pinguine und EisbĂ€ren quasi als Nachbarn leben? Ich habe sogar ein Beweisfoto fĂŒr die gemacht, die mir das nicht glauben wollen!

Zu einem echten Weihnachtsfest gehörte natĂŒrlich ein Treffen mit einem Schneemann. Er war sehr viel kuscheliger als ich es mir vorgestellt habe. Also ist es echt gut, dass wir uns kennengelernt haben, sonst wĂŒrde ich wohl immer noch denken, dass alle WeihnachtsmĂ€nner eiskalt sind!

Wenn ihr denkt, ich habe den Weihnachtsmann nicht gesehen, dann irrt ihr euch!

Und da ich immer meistens ein ganz braver BĂ€rli bin, durfte ich mir auch etwas wĂŒnschen. Er hat mir sehr aufmerksam zugehört und versprochen, dass mein Wunsch in ErfĂŒllung gehen wird. AbĂ€r ich darf diesen niemanden verraten, sorry!

Ich hoffe, dass ich meinen WeihnachtszaubĂ€r, welches seitdem in meinem Herzen lebt, mit euch teilen konnte und wĂŒnsche allen meinen Lesern ein schönes, liebevolles, friedliches, kuscheliges und einfach nur bĂ€riges Weihnachtsfest!



2019 24.
Dez

Ihr könnt mir glauben, eine Ă€ußerst turbulente Woche liegt hinter uns … so voll war sicherlich keine andere in 2019 !

So kam z.B. immer wieder wieder Kochen und Backen auf uns zu, denn es war die Zeit der vielen Abschiede von Kollegen, Freunden und Bekannten. Neben kleinerer Treffen auf diversen WeihnachtsmĂ€rkten im Rahmen unserer seit Wochen zelebrierten „Abschiedstournee“ gab es am Montag meine große Abschiedrunde vom GeschĂ€ftsbereich IT und dem UKD (insgesamt 95 eingeladene Personen), von Dienstag bis Donnerstag je 10-stĂŒndige Arbeitstage, um erfolgreich gegen eine Havarie anzukĂ€mpfen, am Donnerstag unsere gemeinsame FrĂŒhstĂŒcks- und Abschiedsrunde im Carus Vital (dem Mitarbeiter-Fitnesszentrum unseres Arbeitgebers), am Freitag das AbschiedsfrĂŒhstĂŒck mit meiner Abteilung Basisinfrastruktur (18 eingeladene Kollegen) sowie die RĂ€umung des 17 Jahre lang von mir genutzten Arbeitsplatzes, am Freitagabend und Samstag ein gemĂŒtliches Beisammensein mit beiden Kindern samt deren Freunden, am Samstagabend ein Bowlen mit Familie und Freunden, am Sonntag die Fahrt nach Hamburg, um die SchlĂŒssel der Übergangswohnung entgegenzunehmen und gestern dann schon wieder die RĂŒckfahrt nach Dresden – der To-Do-Zettel wir gefĂŒhlt immer nur lĂ€nger und lĂ€nger.

Aber zum GlĂŒck lassen sich jetzt auch schon baldige Ruhephasen und Verschnauftage erahnen. Deshalb wird von meiner Seite auch sicherlich nicht gemosert, versprochen ! Wer mich kennt, der weiß, daß mir ein geordneter Arbeitsalltag voller Aufgaben immer besser gefĂ€llt, als ein tĂ€glicher Aufbruch ins Neuland – wir rechnen so ab Mitte Januar mit dem Einfinden eines ersten GewohnheitsgefĂŒhls.

Da ich nun im Rahmen meiner großen Rede fĂŒr die GB IT-Kollegen und UKD-Mitarbeiter am Montag das bisherige OLCA-Leben genauer reflektieren konnte, möchte ich die folgenden Stellen aus selbiger sehr gerne auch hier in Olgas Blog veröffentlichen:

Beim Zusammenstellen einer geeigneten PrĂ€sentation habe ich eines herausgefunden, was zwar offensichtlich vor- bzw. hinter uns liegt, aber so noch nicht auf den Punkt gebracht worden ist: In uns schlagen zwei Herzen. Zum einen das heimatbezogene, welches sich an einem Ort sichtlich wohl fĂŒhlt, und zum anderen das vagabundierende, welches nach einiger Zeit dann doch mal wieder auf ein Weiterziehen pocht. Und da laut Definition EINE Generation ca. 20-25 Jahren entspricht, könnten man uns also quasi gut und gern als „Generationen-Weiterzieher“ bezeichnen. Hier kommt der Beweis …

Die Kindheit und Jugend verbrachte Olga ab 1970 im ukrainischen Pokotilovka bei Charkow, damals allerdings noch UdSSR. FĂŒr mich Wessi gleichbedeutend mit der CCCP (liest sich „CeCeCePe“ und nicht wie im kyrillischen „EsEsEsEr“), denn so stand es schließlich immer z.B. bei James Bond auf den Raketen oder anderen sowjetischen Dingen. Ich wuchs ab 1974 ohne jeglichen sozialistischen Einfluß (weder DDR noch Sowjetunion) im Ruhrgebiet oder am Rande dessen auf – Essen, Schermbeck, Raesfeld-Erle, Dortmund. Mein Heimatbundesland NRW ist heute wie damals fĂŒr hier AnsĂ€ssige besser als „Der Westen“ bekannt.

Dann kam der erste große Wechsel … fĂŒr Olga mit 22 und fĂŒr mich mit 27 Jahren. Sie zieht 1992 mit einem Rucksack und ihrem ZukĂŒnftigen zunĂ€chst nach Greiz in ThĂŒringen. Mit ihrem beim Goethe-Institut erlerntem Deutsch hat sie sich im Vogtland natĂŒrlich anfangs recht schwer getan, denn die Einheimischen leben u.a. nach diesen Leitspruch:“Wou di Hasen Hosen heeßen un de Hosen Husen heeßen“. Ein paar Jahre spĂ€ter verschlĂ€gt es die beiden nach Dresden, wo u.a. auch die jĂŒngere Tochter geboren wird. Ich dagegen bin erst nach meinem Studium in Dortmund Ende 2001 mit einem 7 1/2-Tonner in die Hauptstadt Sachsens gekommen. Man beachte den gravierenden Unterschied: sie mit Rucksack, ich mit LKW. Unser Fazit könnte aber auf jeden Fall sein: sie hat in den Westen gemacht, ich in den Osten.

Es folgt das erste Arbeitsleben. Olga ergattert nach ein paar Eingewöhnjobs (zu dem Zeitpunkt ist ihr Migrationshintergrund eben noch zu dominant) eine 17 Jahre andauernde Einstellung bei einem lokalen Kartenhersteller und arbeitet spĂ€ter noch einmal 4 Jahre im International Office des UniversitĂ€tsklinikums Dresden. Ich bin das erste Jahr fernab der Heimat arbeitslos (genau zu der Zeit ist die DotCom-Blase geplatzt und sowohl AMD als auch Infineon, beides lokale IT-Schwergewichte, verhĂ€ngen einen Einstellungsstop), verrichte danach ca. 1 Jahr in der IT-Branche Zeitarbeit und kann dann 2003 im Medizinischen Rechenzentrums des Uniklinikums unterkommen. Eingestellt als Netzwerkadministrator sollte ich eigentlich eine VerstĂ€rkung fĂŒr das Team des stark expandierenden Datennetzes sein, aber mein erstes Großprojekt (120 PCs, Monitore, Laserdrucker und Etikettendrucker fĂŒr die EinfĂŒhrung des neuen Krankenhaus-Informationssystems (KIS) mĂŒssen vorinstalliert werden – heutzutage werden am UKD ca. 8000 Clients dafĂŒr genutzt !) und der Vorstandswunsch, mittels Blackberry-Technologie Emails auf einem kleinen Telefon verwalten zu können (2003 noch ein absolutes Novum !), drĂŒcken mich immer mehr in die Server- & Clientbetreuung. 2005 wird meinen Aufgabengebiet noch um die Telekommunikation erweitert, denn mein Wissen aus dem Studium (Informations- & Kommunikationstechnik mit Schwerpunkt TK-Anlagen) stellt sich beim Umbau des telefonischen HerzstĂŒckes des Krankenhauses als Ă€ußerst nĂŒtzlich heraus. Mit gleichzeitiger EinfĂŒhrung der DECT-Schnurlostelefonie besiegelte ich auch das Ende der Nutzung von bis dahin sehr verbreiteten Pieper. Damals noch völlig unerfahren im Krankenhaus-Jargon, verfaßte ich sicherlich eine der bis heute lustigsten FundstĂŒcke im UKD-Intranet:“Falls Sie noch einen Pieper im Schieber liegen haben sollten, …“ – zwar heißt im Osten die Schublade „Schieber“ (so viel hatte ich mittlerweile gelernt), aber im Krankenhausumfeld entspricht der Schieber eben leider auch der Bettpfanne …

Und nun, bei Olga 27 und bei mir 18 Jahre spĂ€ter (aus dem Wessi ist lĂ€ngst ein Wossi geworden), steht der zweite große Wechsel bevor – eine weitere Generation ist vorbei. FĂŒr uns heißt es jetzt „auf in den hohen Norden“ … der SĂŒden muß also noch etwas warten. Am 2. Januar 2020 beginne ich im Team „Mobile Competence Center“ meine TĂ€tigkeit beim u.a. in Hamburg ansĂ€ssigen IT-Dienstleister Dataport.

Was bedeutet das alles fĂŒr unsere Zukunft ? Entweder wird landen generationenbedingt 2040/2050 (also im zarten Rentenalter von 70/80) im SĂŒden der Republik oder vielleicht werden sich unsere AuslandstrĂ€ume (USA, Kanada, Australien oder Neuseeland) doch noch erfĂŒllen. Heißt: es bleibt auch weiterhin sehr spannend bei den OLCAs !

Bis zum 30.12. werden wir noch ein paar Tage in Dresden verbringen, aber dann verlassen wir unsere lieb gewonnene Heimat und ziehen mit einem Teil des Hausrates in die Übergangswohnung nach Hamburg-Hohenfelde. Vor Ort werden wir uns dann sicherlich noch viel besser um eine „richtige“ Bleibe und um einen neuen Job fĂŒr Olga kĂŒmmern können. Wohnungs-/Hausbesichtigungen und BewerbungsgesprĂ€che auf 500 km Entfernung haben sich in den letzten Wochen als sehr aufwĂ€ndig herausgestellt, sodaß wir nach meiner Jobzusage und dem Finden der 45 qm großen, vollmöblierten Interimswohnung die anderen beiden Suchen getrost auf das neue Jahr 2020 verlegt haben. WĂŒnscht uns bitte GlĂŒck und viel Erfolg dabei !

Wir wĂŒnschen nun allen Lesern noch eine schöne Weihnachtszeit und ein frohes Fest im Kreise der Familie. Allen bisherigen WeggefĂ€hrten möchten wir zudem fĂŒr alles danken und wir werden auf jeden Fall immer wieder sehr sehr gerne an die gemeinsame Zeit zurĂŒckdenken.



2019 08.
Dez

Wir kommen allmÀhlich immer stÀrker in eine wahrhaftige Aufbruchslaune.

Einerseits haben wir unseren Kalender fĂŒr den laufenden Monat derzeit ganz prall mit diversen Treffen von ganz vielen lieben Menschen gefĂŒllt. Im Dezember bieten sich als Treffpunkt mit guten Freunden aus Nah und Fern natĂŒrlich die zahlreichen WeihnachtsmĂ€rkte bestens an:

Weitere Termine resultieren aus Carstens Verabschiedungen auf Arbeit. Man kann doch nach 17 tollen Jahren nicht einfach eine Kusshand in die Menge werfen und „War schön mit Euch, ich geh‘ dann mal!“ zurufen. Schließlich hat mein Mann in all diesen Jahren mit seinen Kollegen zusammen wirklich sehr gern jede Menge verschiedenster Aufgaben Hand in Hand bewĂ€ltigt. Deshalb gibt er am 16.12. (Montag) seinen Ausstand fĂŒr den GeschĂ€ftsbereich und andere UKD-Kollegen (ca. 95 Einladungen) und macht am 20.12. (Freitag) ein FrĂŒhstĂŒck exklusiv nur mit seiner Abteilung (18 Leute). Aus diesem Grund werden jetzt schon kleine SchlachtplĂ€ne fĂŒrs Besorgen diverser Leckereien, aber auch fĂŒrs Kochen und Backen geschmiedet und eifrig notiert. Sonst verliert man ja zu schnell den Überblick, was wann und wofĂŒr gebraucht wird: Abschiedsrunde im GeschĂ€ftsbereich, Abschiedsrunde in der Abteilung und auch fĂŒr ein JahresabschlußfrĂŒhstĂŒck im Carus Vital, dem von uns ganz gern genutzten Fitnessstudio fĂŒr Mitarbeiter des Klinikums. Wir haben jetzt schon einen gĂŒt gefĂŒllten Einkaufszettel fĂŒr den Wochen(end)einkauf am Freitag … 5x 10 Eier, eine Stiege Milch, 2-3 Margarinen, viel Zucker und Mehl u.v.m.

Zum anderen wissen wir auch endlich seit gestern, wo wir ab Januar unsere Köpfe fĂŒr mindestens drei Monate in Hamburg betten können. Wir haben nun eine kleine möblierte Wohnung in unmittelbarer NĂ€he von Carstens neuer ArbeitsstĂ€tte klar gemacht. Von dort werden wir uns dann auch schon aufgrund der kĂŒrzeren Anfahrtswege verstĂ€rkt um eine dauerhafte Wohnung kĂŒmmern und ich werde mich noch mehr ins Zeug legen, um schnell wieder in Lohn und Brot zu kommen. Falls ihr im neuen Jahr neben der ErfĂŒllung von frischen, guten VorsĂ€tzen noch den einen oder anderen Daumen zum DrĂŒcken frei habt … wir wĂŒrden uns ĂŒber das feste DrĂŒcken derer sehr freuen!

Dass wir jetzt nun tatsĂ€chlich eine Unterkunft haben, hat meinen Mann gestern derart beflĂŒgelt, dass er sogar schon mit dem ersten Packen von Kartons angefangen hat:

Der Blick auf die Regale oberhalb des Fernsehers ist seitdem sehr gewöhnungsbedĂŒrftig …

Morgen muss ich mich dann entscheiden, ob ich die weiteren Kartons eher mit BĂŒchern oder mit Andenken aus der Vitrine bestĂŒcken will – wahrscheinlich klappt beides, denn wir haben noch an die 20-25 leere fĂŒr den Anfang. Es sollten zumindest die Sachen sein, auf die wir ggf. Wochen und Monate verzichten können, denn die Dresdner Wohnung wird erst gekĂŒndigt und leer gerĂ€umt, wenn eine Neue in Sicht ist. Also darf nix verpackt werden, was wir jeden Tag benötigen. 

Ich schwanke zwischen Vorfreude auf den neuen Abschnitt unseres Lebens und einer leichten Wehmut, denn die jetzige Wohnung wird in absehbarer Zeit einiges an GemĂŒtlichkeit einbĂŒĂŸen. Aber unbequem sind VerĂ€nderungen doch immer, stimmt’s?



2019 02.
Dez

Einige unserer Freunde kennen bereits unsere PlĂ€ne, aber nun ist die Zeit reif, die Katze endlich mal fĂŒr alle aus dem Sack zu lassen und auch euch auf den gleichen Stand zu bringen.

Keine Angst, wir bleiben nach wie vor zusammen! Wir Ă€ndern lediglich unseren Standort. Carsten tritt am 2. Januar seine neue Stelle in der Hansestadt Hamburg an. FĂŒr ihn ist das ein nahezu nahtloser Übergang von einer ArbeitsstĂ€tte in die andere. Er hat zum 31.12.2019 gekĂŒndigt.

Ich dagegen bin schon seit Oktober zu Hause und habe mich natĂŒrlich ganz brav als arbeitssuchend bei der Agentur fĂŒr Arbeit gemeldet    standard    aber noch hat sich die optimale Stelle fĂŒr meine FĂ€higkeiten nicht gefunden. Dazu kommt das Problem, dass man fĂŒr ein VorstellungsgesprĂ€ch von recht kurzer Dauer erst fĂŒnf Stunden Fahrt in eine und anschließend genau so lang in die andere Richtung fahren muss. Wenn man das einmal gemacht hat (10 Stunden Fahrt fĂŒr 30 min BewerbungsgesprĂ€ch), dann ist man ganz schnell bereit, die exzessive Arbeitssuche lieber auf die Zeit zu verlagern, wenn man vor Ort ist.

Unter uns gesagt, in den ersten Tagen und Wochen hatte ich das GefĂŒhl, dass ich meine Arbeit schwĂ€nze. Inzwischen ist dieses GefĂŒhl zwar weg und ich genieße einfach diese, nach 21 Jahren ununterbrochener Arbeitnehmerbiografie irgendwie schon verdiente Pause. Zudem hat jeder sicherlich genug eigene Projekte und Ideen, fĂŒr welche man sonst entweder die Zeit nicht gefunden hat oder die Kraft nach einem anstrengenden Arbeitstag fehlte. Jetzt kommen meine endlich auch mal an die Reihe.

Nachdem wenigstens nun eine Verdienstquelle gesichert ist, sind wir eifrig dabei, uns eine Bleibe im Norden zu suchen. Es wird wohl so sein, dass wir vorerst fĂŒr 1-2 Monate eine möblierte Wohnung mieten und erst dann einen festen Wohnsitz sichern können. Die Mieten sind natĂŒrlich nicht ganz ohne, aber das ist inzwischen leider ĂŒberall Usus.

Ihr fragt euch natĂŒrlich, wie es dazu kam, dass wir diesen Umzug ins Auge gefasst haben … es kamen einfach mehrere Faktoren zusammen. Unsere Kinder haben schon vor Jahren Dresden den RĂŒcken gekehrt und sind in weiter entfernte Ecken gezogen – Andrea weilt derzeit in Österreich im StĂ€dtchen Leoben, Stephanie bleibt wenigstens bis zum Ende ihres Masters ihrem Potstdam treu. Dazu haben wir schon vor fĂŒnf Jahren unser Haus verkauft und auch auf Arbeit wird derzeit einiges umgestrickt. Kurzum: wir beide fĂŒhlten uns reif, etwas Neues loszutreten. Noch sind wir nicht zu alt dafĂŒr, zumindest fĂŒhlen wir uns so    zwinker    Carsten erzĂ€hlt immer wieder, dass er zuerst 27 Jahre im Westen der Bundesrepublik verbracht hat, danach ist er im Osten volljĂ€hrig (18) geworden und nun ist mal der Norden dran. Ich als Meerliebhaber freue mich natĂŒrlich darĂŒber, dass wir jetzt auch jederzeit einen kurzentschlossenen Tagesausflug an die KĂŒste machen können – da kommen bestimmt noch jede Menge FĂŒĂŸe-im-Wasser-Bilder zu meiner Fotosammlung dazu   standard

Aber davor mĂŒssen wir erst noch das Umkrempeln unseres gesamten Lebens und Alltags ohne SchĂ€den durchstehen    zwinker
Wir schĂ€tzen, dass die ersten Monate des Jahres 2020 ein wenig anstrengend sein könnten, schließlich hat man noch ganz viel zu erledigen: die Zelte in Dresden abbauen … diese dann in Hamburg aufschlagen … sich an die neue Umgebung gewöhnen … der Dialekt ist auch ganz anders    zwinker

Man hat hier jede Menge gute Freunde ins Herz geschlossen und diese werden uns ganz gewiss an unserem neuen Standort fehlen. Wenigstens kann man Dank der modernen Kommunkationsmöglichkeiten aber auch auf solche Entfernung immer im Kontakt bleiben.

Ich verspreche, euch Leser auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Es wird bestimmt ganz interessant    standard

Momentan haben Carsten und ich natĂŒrlich allerhand zu bedenken, zu beachten, zu planen und zu tun.

Ich weiß aber, dass ich einen perfekten Planer an meiner Seite habe – wenn ich ihm dann helfend unter die Arme greife, dann kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen    zwinker    dennoch wĂ€ren wir fĂŒr euer DaumendrĂŒcken natĂŒrlich sehr dankbar!



2019 29.
Nov

Ich persönlich finde es wirklich schwierig, die Frage nach meinem Alter richtig zu beantworten. Die Zahl Ă€ndert sich ja auch jedes Jahr aufs Neue!    zwinker
Am vergangenen Dienstag war wieder mal der nĂ€chste Zahlenwechsel dran und zum letzten Mal in diesem Leben habe ich nun eine Zahl mit einer Vier als erste Ziffer … 400 werde ich ja sicherlich nicht mehr werden    standard

Da die 49 im gesellschaftlichen Sinne kein besonderer Geburtstag ist, wurde dieser ganz einfach gehalten und nur im kleinen Familienkreis gefeiert. Andrea reiste dazu schon am Vorabend aus Österreich an, so hatten wir sogar noch genug Zeit, vorher einen schönen Mutter-Tochter-Tag zu verbringen. Noch bevor wir aus dem Haus gingen, kamen Barbara und Anna vorbei, um mir persönlich zu gratulieren und natĂŒrlich trudelten auch von FrĂŒh bis SpĂ€t GlĂŒckwĂŒnsche von anderen Freunden aus Nah und Fern auf diversen KommunikationskanĂ€len der modernen Zeit ein. Ich war wirklich gerĂŒhrt …

Aber definitiv als Erster hat mir mein Mann alles Gute gewĂŒnscht (beim alltĂ€glichen Aufstehen um 5:30 Uhr) und kurz danach rief auch schon Stephanie an, die gerade ihren Nachtdienst als Wetterbeobachterin beendete. Sie durfte sich auf mĂŒtterlichen Geheiß noch fĂŒr ein paar Stunden ins eigene Bett verziehen, bevor sie sich dann aber schon auf den Weg zu uns nach Dresden machte. Auch Andrea war schon beizeiten wach geworden und flĂŒsterte mir bei einer herzlichen Umarmung jede Menge guter WĂŒnsche zu.

Als sich dann am Nachmittag die gesamte Familie unter einem Dach versammelte, fuhren wir nach Meißen, denn mein Wunsch fĂŒr MEINEN Abend war der gemeinsame Besuch eines Weihnachtsmarktes, aber in Dresden machten sie leider erst einen Tag spĂ€ter auf. Da die Meißner schon seit Montag eröffnet haben, war das eben der entscheidende Grund fĂŒr unseren Ausflug in die Domstadt.

Und was macht man vornehmlich auf einem Weihnachtsmarkt? NatĂŒrlich, man trinkt GlĂŒhwein, beißt in eine Bratwurst rein, knuspert frisch gebrannte Mandeln und traut sich so wie wir vielleicht auch an einen Langos oder ein Knoblauchbrot ran. Das Wetter war sehr nett zu uns, denn es war weder sehr kalt, noch hat es geregnet – also: „Schmecken lassen!“

Erst als es 20 Uhr wurde und die VerkĂ€ufer kurz davor waren, Feierabend zu machen, fuhren auch wir wieder nach Hause. Allerdings nicht ohne 10 Minuten vor Ladenschluss im Schweinsgalopp zum Stand mit den Pulsnitzer gefĂŒllten Spitzen zu rennen, denn frisch schmecken diese einfach umwerfend! Carsten und Stephanie waren wie ĂŒblich schneller als Andrea und ich, dennoch standen sie schon vor heruntergelassenen Rolladen am Stand. HĂ€h ?!?! Die EnttĂ€uschung war groß! Aber plötzlich bewegte sich die Jalousie wieder nach oben … die VerkĂ€uferin war zum GlĂŒck nur mal kurz weg, um die Bestellung fĂŒr den nĂ€chsten Tag aufzugeben. So konnten wir unser Vorhaben doch noch umsetzen und unseren Vorrat an diesen Leckereien großzĂŒgig auffĂŒllen    standard

Zu Hause hockten wir noch eine ganze Weile beisammen und quatschten ĂŒber dies und das. Wir bleiben zwar dank der heutigen Möglichkeiten via Messenger, Email, Telefon oder Skype in recht engem Kontakt, aber bei einem persönlichen GesprĂ€ch, ggf. auch mit Kuscheleinheiten auf dem Sofa, erzĂ€hlt man einfach noch viel mehr aus dem Leben.

FĂŒr mich war das ein ganz wunderbarer, lustiger und gleichzeitig sehr gemĂŒtlicher Geburtstag! Mal schauen, wie ich in 366 Tagen den großen Wechsel von der 49 auf die 50 feiern werde    zwinker    zum GlĂŒck habe ich ja noch ein knappes Jahr, um mir darĂŒber mehr Gedanken zu machen    standard



2019 24.
Nov

Um meinen Fotojahresplan fĂŒr 2018 nun endgĂŒltig zum Abschluß zu bringen, möchte ich euch zeigen, wie unsere Versorgung mit den Vitaminen einen Jahr lang Monat fĂŒr Monat geklappt hat.

Januar: Neues Jahr, neues GlĂŒck, aber die Kilos sind noch vom letzten Jahr drauf. Ergo man gibt sich viel MĂŒhe, mehr GemĂŒse zu essen. Etwas Obst passt sich farblich perfekt an und schafft es so auch noch mit auf den Teller:

Februar: Das Ziel unseres Hochzeitstagsurlaubs ist diesmal Florida. Zwei Wochen ohne lĂ€stige Winterklamotten, dafĂŒr aber mit einer Möglichkeit, kurzĂ€rmelig draußen in der Sonne zu frĂŒhstĂŒcken und dabei Obst aus dem gleichen Bundesstaat zu genießen:

MĂ€rz: Da es im Urlaub nicht nur Obst gab, was uns unsere Waage am Ende leider beweisen konnte, griffen wir in diesem Monat erneut verstĂ€rkt auf GemĂŒse zurĂŒck. Man lernt schnell, daraus tolle Salate und Eintöpfe zusammenschustern:

April: Seit der Kindheit ist fĂŒr mich ein Salat aus Radieschen, Gurken, FrĂŒhlingszwiebeln und mit Saurere Sahne angemacht ein sicheres Zeichen des FrĂŒhlings. DafĂŒr warte ich auch gern, bis die kleinen Schwestern des Rettichs aus Deutschland und nicht von woanders her kommen:

Mai: Ach, was soll’s! Ein wenig Exotik wird schon nicht schaden und so peppen ein paar Beeren und auch SĂŒdfrĂŒchte aus fernen LĂ€ndern unsere gesunde Speisekarte auf. Dass der Spargel jetzt ebenfalls dazu gehört, versteht sich quasi von selber:

Juni: Man kann SĂŒĂŸkirschen und Erdbeeren jetzt schon selber im Freien pflĂŒcken. Da nimmt man nur zu gern von allem eine Handvoll zu sich:

Juli: Die farbenfrohe Vielfalt von Beeren und Steinobst wird durch Wassermelonen abgerundet – das Leben schmeckt in diesem Monat so herrlich bunt !

August: Unser Urlaub auf Hawaii verwöhnt die Geschmacksknospen mit all den Obstsorten, welche hier exotisch, dort aber ganz normal sind. Im Secret Falls Retreat auf Kauai gehörte so ein Obstteller zum alltĂ€glichen FrĂŒhstĂŒck – das hĂ€tte ich jetzt sehr gerne wieder so    zwinker    die Papayas waren ĂŒbrigens direkt aus dem Garten unserer lieben Gastgeber:

September: Wir sind immer noch auf Hawaii unterwegs. Diese FrĂŒchte namens Erdbeer-Guave habe ich auf Big Island eigenhĂ€ndig gesammelt. Ein Weißwein von Maui, hergestellt aus Ananas, passte hervorragend dazu:

Oktober: Man greift zwar wieder vermehrt auf einheimische HerbstfrĂŒchte zurĂŒck, aber das Fernweh lĂ€sst doch noch Mango und Papaya mit auf den Tisch kommen. NatĂŒrlich schmecken sie nicht genau so wie im Urlaub, aber wenn man Geschmack mit frischen Erinnerungen kombinieren kann, ist das immer noch ein Hochgenuss!

November: Die Vitamine aus einheimischen GemĂŒsesorten gewinnen erneut an Bedeutung. Es wird allerdings weniger roh gegessen, sondern immer mehr im Backofen oder im Topf zubereitet:

Dezember: Es ist die Zeit der WeihnachtsdĂŒfte und das geht fĂŒr mich gar nicht ohne Orangen und Mandarinen. Ohne diese wĂŒrde ich / man in der dunklen Jahreszeit ja erst gar nicht in die richtige Stimmung fĂŒr die Feiertage  kommen, oder?

Somit ist mein Jahr 2018 nicht nur aus dem Blickwinkel der „Vitamine auf meinem Teller“ sondern auch in Bezug auf meinen Fotojahresplan erfolgreich abgeschlossen    standard

Im Jahr 2019 habe ich einfach mal eine kreative Pause gebraucht – deshalb auch diese lange Warte- und Aufbereitungszeit in Bezug auf die Nachreiche der ausstehenden 2018er Projekte. Aber nun schmiede ich Ă€ußerst schöpferisch schon PlĂ€ne fĂŒr das kommende Jahr  – ihr dĂŒrft gespannt bleiben    standard



2019 21.
Nov

Eigentlich sind wir inzwischen ja schon in der zweiten NovemberhĂ€lfte angekommen und sollten schon probehalber einen RĂŒckblick auf das Jahr 2019 werfen, aber unsere Familie hat es bis dato einfach noch nicht geschafft, den Jahresbericht fĂŒr das Jahr davor fertigzustellen    standard    das aktuelle Jahr hat sich als Ă€ußerst turbulent gezeigt und wir fanden zwischenzeitlich irgendwie nicht die nötige Ruhe, um das Vergangene zu verarbeiten und abzuspeichern.

Nun ist das SchriftstĂŒck mit vielen Erinnerungen fertig und sogar bereit, sich der Öffentlichkeit zu prĂ€sentieren. Einfach auf www.marvinchen.de gehen und auf dem Klingelbrett in der linken Reihe die zweite Klingel von oben betĂ€tigen. Diese ist extra rot eingefĂ€rbt und mit dem Schriftzug „neu“ gekennzeichnet.

Wir wĂŒnschen euch ganz viel Spaß beim Lesen!