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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 11.
Nov

Unsere nĂ€chste Insel ist Kauai und wer „Lilo & Stitch“ (eines unserer Familienfilme) sehr aufmerksam angeschaut hat, weiß, dass es genau die Insel ist, auf welcher der kleine Außerirdische per Zufall landete. Nun landeten auch wir trotz der Wetterkapriolen des inzwischen auf einen tropischen Sturm herabgestuften Hurrikan Lane ebenfalls hier.

Kauai wird „Garden Island“ genannt und dies ist absolut gerechtfertigt, denn dort geht es der Pflanzenwelt wirklich gut – an Feuchtigkeit mangelt es jedenfalls nicht. Da diese aber eben vor TĂŒren und Fenstern nicht Halt macht, sind solche Bedingungen aber leider auch Ă€ußerst feindselig fĂŒr BĂŒcher, Fotos und Holzprodukte. Deshalb gibt es hier neben Klimaanlagen eben auch etwas im Großformat fĂŒr den Kleiderschrank, was wir in Deutschland oft nur beim Neukauf von elektronischen GerĂ€ten in kleinen SĂ€ckchen finden und eigentlich sogleich wegwerfen … bei uns nennt man es Silicagel. Ohne solche Luftentfeuchter wĂ€ren frische Klamotten im Regal grundsĂ€tzlich klamm und muffig. Hier mal in Großaufnahme ein solcher Beutel mit nur noch wenig Kristallgel (unten) und schon viel eingefangenem Wasser:

WĂ€hrend unserer Urlaubswoche haben wir eben auch gelernt, wie es sich anfĂŒhlt, wenn es den ganzen Tag einen tropischer Regen gibt und wie stark dann neben des krĂ€ftigen Windes auch die zahlreiche Regentropfen auf den breiten BlĂ€ttern von Bananen, Papaya und anderen tropischen GewĂ€chsen herabtrommeln.

Zudem haben wir jeden Tag sehen können, wie sich aufgrund der tÀglichen RegenfÀlle die Opakeaa-WasserfÀlle verÀndert haben.

Leider hat das Wetter unsere in Deutschland vorbereiteten PlÀne zum Wandern, Baden und Schnorcheln total zunichte gemacht.

Besonders deshalb ist Kauai fĂŒr uns die entspannteste aller Inseln auf unserer Reise geworden. Wir haben sogar Zeit gefunden, uns beim US- Netflix die ersten Folgen von „Hawaii-5-0“ anzusehen und hatten zudem beim Schwatzen ĂŒber dies und jenes mit unserer B&B-Gastfamilie ganz viel Spaß. Schließlich nahm der Regen am Ende natĂŒrlich auch erheblichen Einfluss auf den allgemeinen Tagesablauf von Darcy, Tim und ihren drei Kindern plus zwei Minidackeln – vieles wurde abgesagt und kurzerhand ins Haus verlegt.

Diese westlichste der großen Hawaii-Inseln und hat lediglich knapp 66.000 Einwohner. An der Lage ist zudem zu erkennen, dass sie geologisch betrachtet auch die Älteste ist. WĂ€hrend unseres Aufenthaltes haben wir das natĂŒrlich genauer erklĂ€rt bekommen: die letzte Insel im Osten ist Big Island (stellen wir in Wort und Bild im dritten Teil des Reiseberichts genauer vor) und sie ist aus vulkanischer Sicht das Epizentrum, da nur hier noch Austritt von Lava und Magma stattfindet. Die gesamte Inselgruppe Hawaiis inklusive der unzĂ€hligen Atolle driftet zudem kontinuierlich gen Westen. VerlĂ€sst eine Landmasse so also den unterirdischen „Überlauf“ und hat genĂŒgend Zeit sich zu entfernen, entsteht dadurch wiederum eine eigenstĂ€ndige Insel – von Ost nach West, also von Heute in die Vergangenheit, formierten sich demzufolge Big Island (vulkanisch als einziges noch aktiv), Maui (plus Kaholawe, Lanai & Molokai), Oahu und Kauai (plus Puuwai). Wind, Wasser und Wetter nagen allerdings seit Jahrmillionen kontinuierlich an dem, was sich ĂŒber der WasseroberflĂ€che befindet und deshalb ist alles westlich von Kauai nicht mehr als Insel zu erkennen, sondern nur noch als Atoll. Dieses Bild von Google-Earth zeigt es noch einmal sehr anschaulich:

Genug der Lehrstunde, zurĂŒck zu unseren persönlichen EindrĂŒcken. Ein Wahrzeichen von Kauai sind zweifelsohne die zahlreich auf der Insel vorkommenden HĂŒhner und schon bei unserer Ankunft haben wir sie nahezu auf jeder Straße gesehen. Ich dachte zuerst, es wĂ€re ein wenig wie in der Ukraine: TagsĂŒber sind die HĂŒhner allein unterwegs und abends kommen sie wieder zurĂŒck nach Hause. Aber dann haben wir von Tim gelernt, dass sie wirklich freilebend bzw. wild sind. Ihre Vorfahren wurden einst auf der Insel fĂŒr illegale aber sehr beliebte HahnenkĂ€mpfe gezĂŒchtet, doch 1992 fegte Hurrikan Iniki ĂŒber das Land. Dabei gingen die meisten Stallungen kaputt, sodass die HĂŒhner in eine ungewohnte Freiheit entlassen wurden, die sie anscheinend bis heute sichtlich genießen. Da sie sich von allem möglichen Zeugs auf den Straßen ernĂ€hren, was sich natĂŒrlich letztendlich auch auf ihren Fleischgeschmack auswirkt, und sie auch sonst wohl sehr zĂ€h sind, lohnt es sich nicht, diese als Mahlzeit zu betrachten. Tims vorgeschlagenes Kochrezept fĂŒr das hiesige Federvieh: In einem Topf stellt man ein Huhn zum Kochen auf den Herd und in einem anderen Topf zehn Lavasteine. Wenn die Lavasteine dann mal weich geworden sind, ist auch das Huhn fertig    standard

Jetzt ein paar Impressionen von dem, was wir sonst noch so auf der Insel entdeckt haben.

Regenbogen-EukalyptusbĂ€ume haben zwar keine Regenbogenfarben a la Einhörner zu bieten, die mehrfarbige Rinde ist aber auch mit Grau-Braun-Orange-GrĂŒn-Beige ein herrlicher und beeindruckender Anblick!

Die Landschaft im Waimea Canyon hat bei uns sofort Erinnerungen an unseren Ausflug in das Outback von Australien erinnert: rote Erde und blauer Himmel.

Dazu gab es Berge und TĂ€ler in der Ferne, soweit das Auge reicht.

Im Kokee State Park haben wir laut Schild eines der nassesten Aussichtspunkte der Erde erreicht. Ich fĂŒr meinen Teil kann diese Stelle nun als den absoluten Gewinner meiner persönlichen NĂ€ssehighlights fĂŒhren, denn die Luft war mit Wasser durchtrĂ€nkt, es tropfte kontinuierlich vom Himmel und als Aussicht hat man nur eine dichte Hexensuppe genießen können.

Wir haben natĂŒrlich auch das kleine StĂ€dtchen Hanapepe besucht, welche die Macher von „Lilo & Stich“ inspirierte. Leider waren die LĂ€den im Zentrum alle geschlossen und wegen der Überschwemmungsgefahr mit SandsĂ€cken abgedichtet bzw. wegen des vermuteten Hurrikans grĂ¶ĂŸtenteils noch verbarrikadiert.

Im Dauerregen haben wir allerdings noch die LĂ€den eines anderen auf der Insel bekannten StĂ€dtchen besuchen können, bevor es dann am nĂ€chsten Tag vollkommen ĂŒberschwemmt und aufgrund eines BrĂŒckenschadens komplett von der Außenwelt abgeschnitten wurde.

Wir kauften in Hanalei noch ohne Probleme das eine oder andere SchmuckstĂŒck ein und nur 24 Stunden spĂ€ter stand das von den Bergen kommende und schlammgeschwĂ€ngerte Wasser bis zu den DĂ€chern der einstöckigen HolzhĂ€user. So haben wir das zumindest in den Nachrichten gesehen, denn wie geschrieben, die Zufahrtsstraßen waren fortan fĂŒr jeglichen Verkehr gesperrt:

Eine absolute Überraschung fĂŒr mich war es, hier die spĂ€rlichen Überreste eines russischen (!) Forts Elisabeth aus dem Jahre 1815 zu entdecken.

Damals gab es hier eine russisch-amerikanische Kompanie, welche sich um die Sicherheit der Schiffe beider Staaten kĂŒmmerte, die auf dem Pazifischen Ozean zwischen dem amerikanischen Nordwesten und Asien unterwegs waren. Die zu der Zeit noch nicht der USA angehörigen Hawaiianer haben das allerdings nicht fĂŒr sehr gut befunden und die Russen bereits 1817 aufgefordert, die Insel wieder zu verlassen. Diese Stelle liegt ĂŒbrigens auch an der EinmĂŒndung des Flusses Waimea, wo Captain James Cook 1778 mit seinem Schiff anlegte.

Wir haben trotz Regen natĂŒrlich immer wieder die Chance genutzt, um rauszugehen bzw. zu fahren – allein auf der 60*45 km großen Insel Kauai legten wir in 6 Tagen insgesamt 617 km zurĂŒck. Wir guckten den Surfern bei ihren Ausritten zu …

… gingen am Strand spazieren…

… unternahmen z.B. eine kleine Wanderung zur Makauwahi Cave …

… und entdeckten dabei eine alte, verlassene Zuckerfabrik. Wie schnell doch unter den hier vorherrschenden klimatischen Bedingungen die Natur wieder GebĂ€ude und zurĂŒckgelassene Maschinen aller Art fĂŒr sich zurĂŒckgewinnen kann:

Wir haben auch hier recht schnell gelernt, dass der Begriff „Fish Market“ keine große Markthalle mit frisch gefangenem Fischen bedeuten muss. In Koloa ist ein Laden mit solchem Namen winzig klein (vergleichbar mit einem Tante Emma-Laden oder Schnellimbiss), aber das dort verkaufte Poke schmeckt einfach großartig.

Apropos Essen. Ich habe jeden Morgen zum FrĂŒhstĂŒck frisches Obst und rosafarbenes Guava Bread mit diversen Fruchtaufstrichen gegessen. Das Brot schmeckte zwar nicht so sehr nach der mir bekannten Frucht, aber die Farbe war einfach genial! Dank der von Darcy und Keahna, die Ă€lteste Tochter der Familie, jeden Tag hervorragend vorbereiteten Obstplatten bin ich zudem schnell auf den Geschmack der einheimischen FrĂŒchte gekommen, wie z.B. Ananas, Papaya, Mango und dortigen kleinen Bananen. Die Papaya hat Darcy direkt vom Baum hinter ihrem Haus geerntet – frischer konnte es also nicht sein!

Ich habe auf Kauai auch wieder mal ein Hawaiian Shave Ice probiert. Diese, auf den Hawaii-Inseln und mittlerweile sogar schon in den USA sehr verbreitete LeckspezialitĂ€t, ist eigentlich nur ein ganz normales Wassereis, welches dann je nach Wunsch mit diversen Sirups durchtrĂ€nkt wird. Der Name kommt daher, dass man in eine Shave-Maschine einen gewöhnlichen Eisblock einlegt und durch Drehen des gesamten Blocks um die eigene Achse wird an einem Messer das Eis fĂŒr den Becher abrasiert:

Die kurze Woche war schneller vorbei als wir dachten und da stand auch schon der Flug auf die nĂ€chste Insel an – diesmal sogar ganz und gar ohne Sturm und ZwischenfĂ€lle.



2018 21.
Okt

Oahu war die erste Hawaii-Insel, welche wir wĂ€hrend unseres vierwöchigen Urlaubs erkundeten. Hier haben wir also auch sehr viele, bis dato fĂŒr uns völlig unbekannte Sachen erleben dĂŒrfen: (richtig große) Schildkröten im Meer …

… ein unfreiwilliges Kennenlernen des spitzenmĂ€ĂŸig ausgeklĂŒgelten Hurrikanwarnsystems auf Hawaii, das megaleckere rohe-Fisch-Gericht Poke-Bowl …

… (schmeckt am besten mit dieser Thunfischart) …

… unsere ungeschickten Versuche, mit einem Boogie-Board gegen kleine fiese Wellen anzukĂ€mpfen …

… und natĂŒrlich die ersten, postkarten- und bilderbuchreifen StrĂ€nde Hawaiis …

Ja, die StrĂ€nde auf Hawaii sind definitiv immer eine ErwĂ€hnung wert. Was mich an diesen nĂ€mlich sehr beeindruckt hat, ist der in der der Regel per Gesetz vorgeschriebene, kostenlose Zugang zu diesen. Damit kann kein noch so großes Ressort, wie z.B. in der TĂŒrkei oder in Spanien, ganze Strandabschnitte fĂŒr sich beanspruchen, sondern muss auch NichtgĂ€sten einen sogenannten „public access“ garantieren – selbst, wenn dafĂŒr am Ende HotelgelĂ€nde und Lobbys von jedermann befahren bzw. durchlaufen werden muss. Lediglich das vom Staat Hawaii bewirtschaftete Naturreservat Hanauma-Bay verlangte Eintrittsgeld von uns, dafĂŒr hat man allerdings auch eine Infrastruktur aufgebaut, welche die BedĂŒrfnisse der unzĂ€hligen, ĂŒberwiegend japanischen Touristen abdeckt.

Vor der ersten BerĂŒhrung mit dem Wasser gibt es sogar extra einen EinfĂŒhrungsfilm ĂŒber die Benimmregeln, Gefahren und andere wichtigen Hinweise. Damit war es der fĂŒr uns einzige Schnorchelspot auf der gesamten Reise, wo man vor dem Gang vom Parkplatz zum Strand noch zuerst in ein kleines Kino gefĂŒhrt wird, damit man am Ende weiß, dass man keine Meeresbewohner anfassen darf oder dass ein Riff und das offene Meer samt Strömung immer eine Gefahr darstellen können. Im GesamtresĂŒmee der Reise muss ich aber sagen, dass es fĂŒr mich persönlich weder der schönste Strand noch das schönste Schnorchelerlebnis war – viel zu ĂŒberfĂŒllt und bzgl. der geringen Wassertiefe leider recht schnorchelunfreundlich.

Aber genau dort haben wir zum ersten Mal Mungos in Aktion gesehen und verstehen nun, warum sie bei den Hawaiianern nicht sonderlich beliebt sind. Zum einem sind sie fĂŒr die am Boden nistenden Seevögel ganz gefĂ€hrliche NestrĂ€uber …

… zum anderen machen sie bei ihren RaubzĂŒgen nicht einmal an menschlichen Dingen Halt, wie z.B. an einem nicht sonderlich gut verschlossenen und mit Essen gefĂŒllten Rucksack, der vor unseren Augen in gerade mal 3 bis 4 Metern Entfernung stand und rotzfrech von den geschickten und flinken Tierchen „geplĂŒndert“ wurde.

Diese Mangustenart stammt eigentlich aus SĂŒdostasien (na, bei wem klingelt es, wenn ich „Rikki-Tikki-Tavi“ schreibe?), welche man vor langer Zeit mal zur RattenbekĂ€mpfung auf die Inseln gebracht hat, wo sie sich danach aber zu einer sogenannten invasiven Spezies entwickelte, die insbesondere einheimische Arten gefĂ€hrdet und hier selbst eigentlich keinerlei Fressfeinde hat.

Bleiben wir doch gleich mal bei den Tieren. Wir bereits erwĂ€hnt, haben wir auf Oahu unsere ersten GrĂŒnen Meeresschildkröten (im Allgemeinen auch unter dem Namen „Suppenschildkröte“ bekannt) gesehen: mal bei unseren SchnorchelgĂ€ngen grasend an den Klippen …

… oder auch im warmen Sand des Strandes ruhend.

Ist schon sehr beeindruckend, dass sie sich von uns Menschen ĂŒberhaupt nicht stören lassen – wenn man sie natĂŒrlich in Ruhe lĂ€sst. Auf Hawaii gibt es deshalb fĂŒr alle die klare Ansage, dass man zu einer am Strand liegenden Schildkröte einen Abstand von mindestens 3 m zu halten hat und wer eine Schildkröte anfasst, kann sogar mit einer Strafe von bis zu 25.000 Dollar rechnen.

Dass wir beim Schnorcheln jede Menge bunter Fische und natĂŒrlich auch den hawaiianischen Staatsfisch Humuhumu-nukunuku-apua’a (ein DrĂŒckerfisch mit einem Maul wie ein Schwein) gesehen haben, versteht sich bei der exquisiten Pazifiklage ca. 4.000 km von jeglichem Festland entfernt und den unzĂ€hligen Korallenriffen fast von selbst. GlĂŒcklicherweise darf man das unaussprechliche Kerlchen auch einfach Humu nennen, denn ich verhaspele mich irgendwie immer bei der Nennung seines vollen Namens.

Nach unseren ausgiebigen Badeeinheiten in salzigen GewĂ€ssern planten wir auch mal eine Erfrischung in einem recht bekannten, weit im Regenwald befindlichen Wasserfall. Die Wegbeschreibung versprach „eine kleine Wanderung von ca. einer halben Stunde“ – bei uns wurden daraus anderthalb Stunden … in nur eine Richtung! Denn nach einigen RegengĂŒssen an den Tagen zuvor und wahrscheinlich auch wegen des hohen Bekanntheitsgrades haben sich die aufgeweichten, lehmigen, mit Wurzeln durchzogenen Wege im tropischen Wald zu regelrechten Stolperfallen und einem rutschig, nassen Hindernisparcours gewandelt …

… und dazu mussten wir an drei Stellen noch einen kleinen Fluss ohne BrĂŒcken ĂŒberqueren, indem man von Stein zu Stein balancierte.

Als wir dann endlich am Wasserfall ankamen, hat mich die Vorstellung, anschließend auch wieder die gleiche Strecke mit nassen Sachen zurĂŒcklegen zu mĂŒssen, doch irgendwie vom Baden abgehalten. Carsten blieb wie immer hart im Nehmen und gesellte sich zu ein paar jungen Leuten, welche uns unterwegs ĂŒberholt hatten und schon vor Ort im Wasser waren.

Bei all den Verzögerungen auf dem Wanderweg blieb uns allerdings nicht mehr sehr viel Zeit zum Verweilen im Wasser, da ein Sonnenuntergang auf Hawaii ziemlich genau zwischen 18:00 und 18:30 Uhr beginnt und es danach recht schnell stockdunkel wird – die Zeit um 21:00 Uhr nennen die Einheimischen deswegen auch gerne mal Hawaiianische Mitternacht. Trotz der langsameren Geschwindigkeit auf den tĂŒckischen Wegen sind wir zwar etwas verdreckter als gedacht, aber dennoch glĂŒcklich im Hellen wieder an unserem Auto angekommen. Im Dunkeln hĂ€tten wir uns sicherlich die Haxen gebrochen oder wĂ€ren erst nach Stunden zurĂŒckgekehrt. Das Baden kam diesmal sicherlich zu kurz, aber dafĂŒr war der Indianer Jones-Abenteuerfaktor umso höher    standard

Oahu war bei unserer Urlaubstour die einzige Insel mit einer richtigen Großstadt: Honolulu, die Hauptstadt von Hawaii.

Bei unserem dortigen Tagesausflug waren wir u.a. auf dem Aloha-Tower, wo man erstaunlicherweise ohne jegliches Eintrittsgeld mit einem historischen Aufzug ganz nach oben fahren und den tollen Rundumblick ĂŒber die StrĂ€nde und das Hafengebiet bekommen konnte.

Die aus der Serie „Hawaii Five-O“ als Einblendung fĂŒr das Hauptquartier recht bekannte Statue von King Kamehameha ließen wir ebenfalls nicht aus. Wir hatten zwar bis dahin noch keine einzige Folge der Serie geguckt, aber dank Carstens Zappen erkannten wir das markante StĂŒck Stadtgeschichte trotzdem.

Den ganztĂ€gigen Stadtausflug begannen wir morgens mit einem Aufstieg auf den ehemaligen Vulkankrater Diamond Head, von dem man einen tollen Überblick ĂŒber die ganze Stadt hat und der eigentlich von fast ĂŒberall in Honolulu zu sehen ist. Und zum GlĂŒck waren wir auch schon sehr frĂŒh dort oben, denn so erwischten wir ohne Probleme noch innerhalb des Kraters einen guten Parkplatz, hatten beim Aufstieg nicht so viele Japaner und andere Touristen um uns herum …

… und auf den insgesamt drei Aussichtsplattformen konnten wir uns noch ohne großes GedrĂ€nge frei bewegen und mehr als eine Stunde lang die Blicke in alle Himmelsrichtungen schweifen lassen.

Als wir dann aber von oben zurĂŒck zum Wagen liefen, stapften uns Menschenmassen, grĂ¶ĂŸtenteils eben aus dem Land der aufgehenden Sonne, wie eine nicht enden wollende Ameisenstraße entgegen und der innere Parkplatz war schon wegen ÜberfĂŒllung geschlossen – alles richtig gemacht. Insgesamt hat Honolulu auf uns einen sehr japanisch beeinflussten Eindruck gemacht, denn es gab sogar extra Haltestellen und Pendelbusse zwischen den großen Hotelkomplexen, die komplett nur in japanischen Schriftzeichen gehalten waren … eine völlig eigene Infrastruktur im einstigen Kriegsgegnerland.

Liegt es eigentlich an Pearl Harbor, dass eben so viele Japaner auf Oahu Urlaub machen oder ist es doch nur die NĂ€he zwischen diesen beiden Inseln? Apropos Pearl Harbor: dieses Muss der heroischen Geschichte Amerikas haben wir uns gespart – zu teuer, zu wenig zu sehen und fĂŒr uns beide einfach viel zu patriotisch. DafĂŒr war ein Besuch des weltberĂŒhmten Waikiki-Strandabschnitts fĂŒr uns obligatorisch. Aber trotz seiner BerĂŒhmtheit ist dies absolut nicht der einzige tolle Strand der Stadt und wir haben vom Ala Moana Beach im Westen ĂŒber Magic Island Lagoon, Kahanamoku Beach bis zum Waikiki Beach und Kuhio Beach im Osten mehr als zweieinhalb Stunden gebraucht, um die gesamte Strecke mit flottem Schritt immer entlang der Wasserkante abzulaufen.

Zur Belohnung gab es am Übergang zwischen Waikiki und Kuhio noch einen mĂ€rchenhaften Sonnenuntergang und eine typisch hawaiianische Performance mit Einblicken in die Kultur, die TĂ€nze und die Gewohnheiten.

Die von mir ganz zur Anfang erwĂ€hnte Hurrikanwarnung hat uns zum Ende unserer Woche auf Oahu  ziemlich kalt erwischt. Wir kaufen inzwischen immer fĂŒr USA-Reisen entsprechende SIM-Karten und das lokale Warnsystem funktioniert auf dem Handy zum einen mittels SMS und vorinstallierter Notfall-App und zum anderen werden Updates auch nach einem sehr eindringlichen Warnton im Autoradio ĂŒbertragen.

Dadurch und die Berichterstattung im Fernsehen waren wir und alle anderen auf den Inseln ĂŒber den herannahenden Hurrikan Lane immer gut informiert – wenn nicht sogar verrĂŒckt bzw. kirre gemacht worden. Neben HamsterkĂ€ufen, leeren Tankstellen und Hausverbarrikadieren wurden wir zudem immer wieder mit dem Gedanken an abgesagte FlĂŒgen erinnert. Lane sollte am Freitag auf Oahu treffen und ausgerechnet an dem Tag fand eben auch unser erstes Inselhopping nach Kauai statt. Am Ende hatten wir unverschĂ€mtes GlĂŒck und kurz vor dem Abflug wurde der Hurrikan Stufe 5 auf einen tropischen Sturm herabgestuft, sodass die „Rednecks“ von Hawaiian Airlines wohl gar nicht erst ĂŒber Flugstreichungen nachgedacht haben – mit American Airline hĂ€tten wir an dem Tag sehr viel mehr Pech gehabt.

Die Berichterstattung zeigte jedenfalls Wirkung und so haben wir es sogar nicht einmal mehr geschafft, unseren Mietwagen, einen Jeep Wrangler Sahara, …

… wie ĂŒblich voll aufgetankt abzugeben, da alle auf dem Weg befindlichen Tankstellen leergepumpt und geschlossen waren. Der Flug selber verlief aber ganz problemlos und wir landeten wohlbehalten auf Kauai, dem zweiten Teil unseres Hawaii-Urlaubs. Was wir dort gesehen und erlebt haben, davon werde ich in einem spĂ€teren Blogeintrag in Wort und Bild berichten.



2018 18.
Okt

Ich habe im Internet immer wieder einige Bilder von einem kleinen MĂ€dchen gesehen, welches in Blumen oder auch in Obst oder GemĂŒse „gekleidet“ von ihrer Mama fotografiert wird. Damit ihr eine Vorstellung habt, was genau mich inspiriert hat, mich diesem Thema zu widmen, könnt ihr hier die von mir gemeinten Bilder mal ansehen.

Mir standen leider keine so kleine Models zur VerfĂŒgung wie bei Stefani von Alya Çağlar und dazu kam auch noch, dass es ja zunĂ€chst mein erstes Rantasten an dieses Thema werden sollte. Am Ende sind bei mir die Personen leider nicht so scharf geworden und auch die Proportionen stimmen nicht hundertprozentig ĂŒberein. Außerdem wĂŒrde ich beim nĂ€chsten Mal einen etwas ruhigeren Hintergrund wĂ€hlen. Aber ein paar der Aufnahmen kann ich euch doch mit gutem Gewissen hier mal zeigen    standard

Meine allerersten Versuche habe ich mit Ines und Manu vor dem Dresdner Kulturpalast in der Innenstadt gemacht:

Wie immer bei einem Fotoshooting mit den beiden, musste ich meine Kamera auch einmal aus der Hand geben und mich selber als Model vor die Linse stellen:

Ich vergesse bloß jedesmal, wenn wir uns verabreden, dass ich dann auch mal meine frau stehen muss und ziehe mich eher praktisch als schön an.  Aber was soll’s, so kommt mal mein BĂ€r auf dem T-Shirt gut zur Geltung    standard    hinter der Kamera fĂŒhle ich mich aber sehr viel wohler als davor    standard

Meine beiden MĂ€dels kamen im Juni fĂŒr ein verlĂ€ngertes Wochenende nach Hause und haben sofort zugesagt, ebenfalls fĂŒr diese Art der Fotos zu posen – ich habe ja so liebe Kinder!

Die beiden BlumenmĂ€dchen haben zuerst bunte „Röcke“ angezogen …

… anschließend haben wir „Kleider“ gebastelt    standard

Spaß hatten meine Modelle und ich in beiden FĂ€llen wirklich reichlich! Und es mussten insgesamt zwei BlumenstrĂ€uße Federn lassen, um die passende Form fĂŒr die grĂ¶ĂŸer gewachsenen MĂ€dchen als die auf den Originalen hinzubekommen. Ich weiß aber nun, was ich bei solchen Bildern in Zukunft verbessern könnte und damit haben sich diese Versuche doch auf jeden Fall gelohnt, finde ich    standard



2018 13.
Okt

Vor ein paar Tagen habe ich einen DIN-A4-großen Briefumschlag per Post von Stephanie bekommen. Ich wusste gar nicht, was darin sein könnte, denn das Kind hat mich diesmal ĂŒberhaupt nicht vorgewarnt, dass sie mir etwas zuschickt. Ich habe ein paar Minuten lang gerĂ€tselt und machte ihn dann endlich auf … darin war die BestĂ€tigung fĂŒr eine Patenschaft:

Ihr wisst ja sicherlich alle, dass Hochs und die Tiefs immer irgendwelche Namen haben. Habt ihr euch denn auch schon mal gefragt, wie diese eigentlich vergeben werden? Was Europa angeht, kennen wir den Ablauf schon seit Jahren, denn Stephanie jobbt bereits eine gewisse Zeit bei den Wetterpaten … ist ja auch ziemlich nahe liegend, wenn man Meteorologie studiert und die Wetterpaten ein Projekt des Instituts fĂŒr Meteorologie ist    standard
Auf jeden Fall kann kann bei diesem Projekt Namen fĂŒr noch freie Buchstaben kaufen – wobei Hochs mehr kosten als Tiefs, da sie eben das viel schönere Wetter bringen und somit begehrter sind plus, daß sie sehr viel lĂ€nger Bestand haben.

So wie es aussieht, haben meine MĂ€dels fĂŒr mich dieses Jahr ein besonderes Geburtstagsgeschenk vorbereitet und diesen Teil habe ich eben schon jetzt erhalten, so stand es in dem begleitenden Brief meiner MĂ€use. Ich weiß auch warum    standard

„Mein“ Tief (siehe Buchstaben O im 4. Durchlauf 2018)  ist nĂ€mlich, bezogen auf meinen Geburtstag Ende November, schon gestern geboren worden – wie man hier erkennen kann (ich habe „Olga“ eingekreist):

Wie ihr seht, tĂŒmmeln sich zudem noch reichlich andere Tiefs im nördlichen Europa herum und um ehrlich zu sein, weiß ich nicht so recht, ob ich es mit meinem noch bis nach Deutschland schaffe. Man hat zumindest fĂŒr die nĂ€chste Woche noch richtig schönes, warmes und sonniges Wetter fĂŒr Dresden vorausgesagt – und dafĂŒr sind in der Regel die Hochs „verantwortlich“. Den hiesigen Gartenbesitzern wĂŒrde ich aber schon ein wenig Regen meines Patenkindes gönnen    zwinker

Jedenfalls könnt ihr mir glauben, dass ich noch nie so aufmerksam den Verlauf eines Tiefs verfolgt habe, wie gerade jetzt    standard



2018 06.
Okt

Es war ein langer Urlaub auf vier verschiedenen Inseln und mit unzĂ€hligen StrĂ€nden – ihr ahnt schon, ich habe mehr als genug Möglichkeiten gehabt,  mich meiner 4. Obsession hinzugeben    standard

Beim Durchsicht aller Urlaubsbilder haben wir die passenden FĂŒĂŸe-im-Wasser-Bilder gleich notiert und Carsten hat sie bis heute ganz brav und ordentlich den jeweiligen StrĂ€nden zugeordnet. Deshalb haben wir uns nun auch die Zeit genommen, unsere Favoriten der jeweiligen Fotoserien zu ermitteln und jetzt steht die endgĂŒltige Auswahl in der Galerie „4. Obsession“ zum Anschauen bereit –> 39 NeuzugĂ€nge!

GegenĂŒber Freunden und Bekannten haben wir in den bisherigen ErzĂ€hlungen eigentlich immer etwas von ca. 20-25 Strandbesuchen erzĂ€hlt, die wir insgesamt in den vier Wochen besucht haben, aber anhand der Fotos und den genaueren Recherchen kommen wir nun sogar auf etwas ĂŒber 50 !!! Auf fĂŒnf StrĂ€nden waren wir von der Umgebung so begeistert, dass wir sogar völlig vergessen haben, ein Bild zu machen … aber ihr könnt uns glauben, auch da waren meine FĂŒĂŸe mindestens einmal drin. Und die ĂŒbrigen haben wir zwar angefahren, sind aber nicht reingegangen, sondern haben meist nur geguckt, Surfer beobachtet, Fotos geschossen und/oder den Blick in die Ferne schweifen lassen – mal wegen Wetter, mal wegen hohem Wellengang und mal weil wir an dem Tag schon unseren Strandbedarf zu GenĂŒge gestillt hatten … ja, sowas soll es auch (bei mir) geben    zwinker

Wer nun neugierig geworden ist und sehen möchte, welche feuchten Orte ich diesmal betreten durfte, sollte einfach mal hier klicken und relativ weit nach unten scrollen – 113 Orte waren schon vor Hawaii dokumentiert. Viel Spaß beim kleinen Hopping durch bzw. ĂŒber einen kleinen Teil (!!!) hawaiianischer StrĂ€nde!



2018 03.
Okt

Wer uns lange kennt, weiß, dass wir immer in die Ferne auswandern wollten. Der Traum ist zwar noch nicht ausgetrĂ€umt, dennoch sind wir bislang in Deutschland geblieben … nun haben wir trotzdem unseren ersten Auswanderer in der Familie. Andreas Freund Karl hat bereits seit Ende April eine Arbeitsstelle in Österreich und die beiden pendelten immer wieder hin und her. Nun hat man beschlossen, NĂ€gel mit Köpfen zu machen und die beiden fanden eine erste richtig gemeinsame Wohnung in Leoben. Ihre Magisterarbeit kann Andrea auch von dort gut schreiben, daher wurde ihre Bleibe in Chemnitz gekĂŒndigt und am vergangenen Wochenende stand der Umzug ins benachbarte Ausland an.

Andrea und Karl hatten bis Samstag schon alles gepackt, so dass wir nur den bereits vor Wochen gemieteten Transporter bei SIXT abholen und nach Chemnitz fahren mussten, um das gesamte Hab und Gut in den 3,5-Tonner einzuladen. Als erstens wollten wir Egon aus seinem großen Gehege in die Transportbox umsiedeln, aber wo wir auch im Gehege nachgesehen haben, der Dsungarische Zwerghamster war nirgendwo zu finden! Er war aber auch definitiv nicht tot, denn dann hĂ€tten wir seinen kleinen Körper im Streu finden mĂŒssen. Das Viech war schlichtweg wech! GlĂŒcklicherweise haben wir ab und zu mal unter der KĂ€figbox, welche auf RĂ€dern steht und deshalb etwas Abstand zum Boden bietet, Kratzen gehört und bewaffnet mit einer Taschenlampe entdecken wir darunter sogar den kleinen Ausbrecherkönig. Carsten hat ihn schnell gefangen und ihn in seine Transportbox verfrachtet. Wir alle hatten den Eindruck, dass er sich ĂŒber die Box sogar gefreut hat, denn er war offensichtlich etwas ausgehungert    standard

Der Deckel der Box wurde daraufhin besonders gut zugemacht, Egon verschwand in seinem HÀuschen und wir machten uns an die zahlreichen Kisten, Möbel und SÀcke:

Carsten durfte mal wieder Pack-Tetris spielen und jede noch so kleine LĂŒcke ausnutzen, ohne aber die KippstabilitĂ€t zu unterschĂ€tzen, denn schließlich hatten wir ja noch einen langen und holprigen Weg vor uns:

Um die Mittagszeit waren Wohnung und Keller endlich leer und der Transporter plus Karls Mietwagen, ein Nissan Qashqai, gut befĂŒllt. 630 km spĂ€ter und bereits bei Dunkelheit kamen wir endlich in Leoben in Österreich an. Alle vier Zimmer in der Wohnung waren noch fast leer:

Doch dann hat Carsten gegen 21:30 Uhr angefangen, die Sachen aus dem Transporter zu entladen. Karl, Andrea und ich fĂŒhlten uns wie auf einer Ameisenstraße, denn wir liefen immer wieder bepackt ins 2. OG, legten alles ab und mussten dann leer zurĂŒck zum Transporter. Am Ende hat uns sogar noch ein barmherziger Nachbar freiwillig mitgeholfen. Eigentlich wollte er draußen nur eine Zigarette rauchen, aber dann half er tatkrĂ€ftig mit und schleppte selbst die schwersten Teile mit hoch. Andrea und ich waren ihm dafĂŒr sehr, sehr dankbar    standard

Vor dem Schlafengehen (so gegen Mitternacht) hat Carsten noch nachtrÀglich zu seinem Geburtstag, welcher vor knapp zwei Wochen war, sein Geschenk von unseren MÀdels bekommen:

Sie kennen eben seine Vorlieben sehr gut    zwinker    und man beachte das MHD –> 14.02.2019 !!!

Danach fielen wir alle wie tot ins Bett. Das Aufstehen am Sonntag war bei diesem Blick aus dem Fenster doch etwas leichter gefallen als gedacht    zwinker

Bei Lichte hat man dann gesehen, was man am Vorabend so alles hinein getragen hat. So sah das Zimmer am Morgen aus, welches ich weiter oben noch als leer bzw. nur mit zwei RĂ€dern und etwas Kleinkram gezeigt habe:

Da sieht man im Vordergrund auch Egons großes Gehege auf RĂ€dern    standard    das durfte er nur Minuten nach dem Hochtragen und dem BestĂŒcken wieder in Beschlag nehmen bzw. ordentlich durchwĂŒhlen.

Als Dankeschön fĂŒr die Umzugshilfe haben Karl und Andrea uns noch zum FrĂŒhstĂŒck ins Cafe Styria eingeladen. Das Lokal hat eine tolle Lage unmittelbar an der Mur:

Wir saßen oben, direkt am Fenster und hatten zu einem sehr leckeren und auch gesunden FrĂŒhstĂŒck einen tollen Ausblick dazu. Meine Pancakes fand ich einfach köstlich – sie waren eine gute Belohnung fĂŒr die Strapazen des Samstags und gleichzeitig eine gute StĂ€rkung vor dem bevorstehenden Nachhauseweg:

Wir sind auch hier erst gegen Mittag losgekommen und fuhren diesmal eine etwas kĂŒrzere Strecke ĂŒber Tschechien … leider aber nicht immer auf der Autobahn, sondern auch viel ĂŒber Landstrasse. So können sich auch 580 km ganz schön hinziehen. Zum GlĂŒck sind wir unfall- und nahezu staufrei durchgekommen, haben unseren Packesel auf RĂ€dern wieder in seinem Stall abgestellt, packten zu Hause unser Zeug aus und fielen danach schnell in einen tiefen und festen Schlaf.

Andrea und Karl wĂŒnschen wir viel GlĂŒck in ihrem ersten richtigen gemeinsamen Domizil!

P.S.: Irgendwie hatte nur ich als einzige von uns allen einen Muskelkater in den Waden zu beklagen    standard



2018 17.
Sep

Gestern war er vorbei, unser vierwöchiger Urlaub auf Hawai’i. Eigentlich ist mit diesem Satz schon alles gesagt … einerseits „wir sind wieder da“ und gleichzeitig „ein Urlaubstraum wurde wahr“   standard

In den vergangenen 30 Tagen haben wir unglaublich vieles erlebt. Wir haben diese vier hawaiischen Inseln besucht: Oahu, Kauai, Big Island und Maui – jede ist anders und hat ihre Besonderheit:

– OAHU ist die pulsierendste Insel mit der Hauptstadt Honolulu und einer ĂŒberwĂ€ltigenden Anzahl japanischer Touristen.

– KAUAI trĂ€gt ganz zu Recht den Beinamen „Garden Island“, denn sie ist in unseren Augen die grĂŒnste von allen … gleichzeitig ist sie erdgeschichtlich auch die Ă€lteste.

– BIG ISLAND ist dagegen eine ganz junge und immer noch wachsende Vulkaninsel, denn hier arbeitet die Göttin Pele eifrig daran, die InselflĂ€che durch stetige LavaflĂŒsse weiter zu vergrĂ¶ĂŸern.

– MAUI ist die touristischste von allen, aber die SonnenuntergĂ€nge auf den SandstrĂ€nden sind auch perfekt dafĂŒr geeignet.

Wir haben diesmal ĂŒberwiegend in B&Bs ĂŒbernachtet und bleiben mit einigen unserer „Herbergseltern“ sicherlich auch ĂŒber den Urlaub hinaus weiterhin im Kontakt. Insgesamt haben wir sehr viele interessante und liebenswĂŒrdige Menschen auf den Inseln getroffen. Auch die Tierwelt hat sich uns ebenfalls von ihrer besten Seite gezeigt.

Nur ein paar Beispiele: So viele Schildkröten haben wir gar nicht erwartet, aber wir sahen sie sowohl beim Schnorcheln als auch bei unseren zahlreichen StrandspaziergÀngen immer wieder mal in der Ferne und aus nÀchster NÀhe:

Wir fĂŒhlen uns ein wenig geehrt, dass wir einen von derzeit lediglich 1300 möglichen Hawaii-Mönchsrobben bei ihrem Landgang beobachten durften:

Das melodische Quaken (siehe Tabelle „Frog calls online“) von Coqui-Fröschen war unser allabendliches Schlaflied auf Big Island … fast 100 Dezibel bei solch einer GrĂ¶ĂŸe:

Auch das war völlig neu fĂŒr uns: Wir haben den Hurrikan Lane ĂŒberstanden und nebenbei eine Vorstellung davon bekommen, wie das Warnsystem auf Handys und via Radio auf diesen Inseln funktioniert.

Unsere Geschmacksnerven wurden in den vier Wochen allerhand neuen EindrĂŒcke ausgesetzt. Ich werde „Poke“, einen Fischsalat aus rohem Fisch, sehr vermissen und Carsten dĂŒrfte „Loco Moco“, einem Gericht aus Reis, einer flachen Frikadelle, einem gebratenen Ei und einer braunen Bratensauce, sicherlich etwas nachtrauern. Aber letzteres lĂ€ĂŸt sich bestimmt leichter nachkochen, als alleine schon die Zutaten fĂŒr ein ordentliches Poke (rohen Ahi, Thunfisch oder Lachs plus diverser, lokaler GewĂŒrzmischungen) zu bekommen    standard
Ich habe außerdem die VorzĂŒge einer Weißen Ananas sehr zu schĂ€tzen gelernt … die ist viel sĂŒĂŸer und enthĂ€lt kaum SĂ€ure. NatĂŒrlich aber auch von all dem anderen Obst, welches fĂŒr uns exotisch ist und dort vor dem FrĂŒhstĂŒck recht schnell mal kurz im Garten gepflĂŒckt werden kann.

Wir haben viel geschnorchelt, viel gebadet und waren auf der Spitze des höchsten Berges im ganzen Pazifikraum (Mauna Kea mit 4.205 m), um dort erst einen fabelhaften Sonnenuntergang ĂŒber den Wolken zu sehen und danach einen Himmel voller Sterne zu bewundern. Wir konnten jede Menge klassisch schöne, weiße SandstrĂ€nde sehen, waren aber auch auf StrĂ€nden mit schwarzem, grĂŒnem und rotem Sand.

Wir haben insgesamt ĂŒber 10.000 Bilder gemacht, die nun allerdings noch gesichtet und ausgedĂŒnnt werden. Die Digitalfotografie erlaubt es zum GlĂŒck bzw. leider, von einer Sache immer schnell mal ein paar Bilder mehr zu machen, um danach das Beste von allen auszusuchen – und genau den letzten Schritt das mĂŒssen wir noch durchfĂŒhren    standard

Danach teilen wir auch in gewohnter Art und Weise gern unsere Fotosammlung mit euch, denn ich kann mir vorstellen, dass das Interesse daran groß sein dĂŒrfte    zwinker



2018 31.
Aug

Als ich mir dieses Thema fĂŒr meinen Jahresplan ausgesucht habe, schwebten mir einige Aufnahmen mit trockenen KrĂ€utern vor …

… dann kam ich aber auch auf den Gedanken, dass man die in der KĂŒche hĂ€ufig verwendeten KrĂ€uter natĂŒrlich auch frisch zeigen könnte:

Klar, zum Kochen brÀuchte man schon etwas kleiner geschnitten

Ich habe sogar einen ehrgeizigen Plan entwickelt, eigenen Dill auszusĂ€en, um diesen immer frisch zur Hand zu haben …

… ich muss allerdings zugeben, dass ich das inzwischen mehr als nur einmal probiert habe. Jedes Mal keimen die Samen sehr schnell und die kleinen PflĂ€nzchen schießen eifrig in die Höhe – aber dann klappen sie einfach zusammen. Ich gebe aber noch nicht auf    zwinker

Ich habe in Mai auch angefangen, mich intensiver mit den Pflanzen am Wegesrand zu befassen, denn es gibt ja wesentlich mehr essbare und heilende Pflanzen, welche man auch HeilkrĂ€uter nennen kann, als das, was man ĂŒblicherweise in eigener KĂŒche immer zum WĂŒrzen nimmt.

Dies hier erkennt bestimmt jeder auf Anhieb:

Eine Kamille ist immer leicht zu erkennen. Und wie sieht es mit diesem PflÀnzchen aus?

Schöllkraut kenne ich seit meiner Kindheit als „Zaubermittel“ gegen Kratzer und SchĂŒrfwunden    standard

Diese riesigen BlÀtter helfen auch als Heilkraut gegen Wunden:

Ja, hier reden wir von einer ĂŒberall wachsenden Klette    standard

Um mein Wissen ĂŒber das GrĂŒnzeug um uns herum zu erweitern, habe ich extra in diesem Monat bei einer KrĂ€uterwanderung mitgemacht. Dabei habe ich mich unter anderem wieder daran erinnert, dass diese Blumen tatsĂ€chlich sĂŒĂŸ schmecken und gar nicht giftig sind:

Man muss beim Zubeißen lediglich darauf achten, dass man keine Hummel mitkaut, denn das mögen sie bekanntlich nicht so sehr    zwinker    aber auf Klee fahren die dicken und felligen Bienenverwandten sehr wohl ab!

Im Klosterpark Altzella gab es auch einen mit viel Liebe angelegten, beschrifteten KrĂ€utergarten. Dort habe ich jede Menge PflĂ€nzchen wiedererkannt und jede Menge neu kennengelernt. Manche habe ich schon als pflanzliche Heilmittel zu mir genommen, hatte aber keine Vorstellung, wie ein Ysop …

… oder ein Mönchspfeffer eigentlich aussehen:

Wesentlich leichter war es bei Oregano …

… Liebstöckel …

… Thymian …

… und Rosmarin:

Dort, in dem KrÀutergarten, habe ich auch festgestellt, dass Salbei ganz unterschiedlich aussehen kann.

Die wohl bekannteste Salbeiart ist diese:

Es gibt ihn aber auch als Muskat-Salbei:

Und auch als grĂŒn-gelbe Version:

Einen Sauerampfer auf der Wiese oder am Wegesrand zu erkennen fiel mir schon immer leicht …

… das kann ich ĂŒber die BlĂ€tter von Blutampfer allerdings nicht behaupten:

Diese WissenslĂŒcke hat mich so aufgeregt, dass ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich zur Beruhigung lieber auf Johanniskraut …

… oder auf Baldrian zurĂŒckgreifen sollte    zwinker

Die Mojito-Minze wĂ€re vermutlich noch sehr viel besser (mit WĂ€sserchen drumherum) gewesen     zwinker

Das Thema hat mich wĂ€hrend der Suche nach passenden Motiven fĂŒr mein Projekt wirklich gepackt. Und auf die Idee, dass Heilpflanzen auch eine ganz andere Wirkung, eher eine „lebensverkĂŒrzende“, haben können,  brachte mich das Buch „Giftmorde: 15 tödliche Anleitungen„. Ich habe das Buch von Francis Mohr, einem der Phrase4-Autoren geschenkt bekommen, er hat nĂ€mlich eine Geschichte zu diesem Buch beigesteuert. Leider war der Monat Mai dann schon zu Ende, als ich alle Kurzkrimis durchgelesen habe, sonst hĂ€tte mein KrĂ€uter-Fotoprojekt bestimmt auch eine giftige Seite erhalten. Vielleicht mache ich das Thema „Giftiges“ irgendwann zu einem eigenstĂ€ndigen Projekt, wir werden sehen, wie sich das Marienblatt so wendet    zwinker



2018 15.
Aug

Um sich in unserem, inzwischen etwas fortgeschrittenen, Alter wieder jung zu fĂŒhlen, braucht man ein paar junge Leute um sich herum. Solange sie nicht nur aus Mitleid, sondern freiwillig Zeit mit uns verbringen möchten, ist ja alles noch nicht so schlimm mit den eigenen Jahreszahlen, finde ich    zwinker

In den letzten Tagen hatten wir reichlich Gelegenheit, uns mit der Jugend „abzugeben“.

Am Samstag, dem 3. August, sind Carsten und ich schon um 5 Uhr aufgestanden, um Maria aus Dnipro vom Fernbusbahnhof abzuholen, denn ihrer kam um 5:50 Uhr aus Bielefeld in Dresden an. Maria ist die Tochter einer meiner Kumpelinen aus der Studienzeit (heißt auch Olga) und findet Deutschland und die deutsche Sprache so toll, dass sie sich wĂ€hrend ihres Sommerurlaubs fĂŒr einen Sprachkurs in NRW eingeschrieben hat. Mit ihr hatten wir deshalb schon einige Monate vorher regen Austausch per Fazzebuck-Messenger. Da ich quasi parallel dazu angefangen habe, zwei Kolleginnen damit zu helfen, ihre etwas verschĂŒtteten Russisch-Kenntnisse aufzufrischen und eine davon etwa im gleichen Alter wie Maria ist, habe ich die beiden online bekannt gemacht. Deshalb ist es natĂŒrlich nur logisch, dass auch Lisa die Gelegenheit nutzen wollte, Maria persönlich kennen zu lernen. Und wie kommt man am einfachsten zu einem ungezwungenen Austausch? NatĂŒrlich beim Essen und beim Wandern. Also trafen wir uns um 8 Uhr in der Dresdner Neustadt zum FrĂŒhstĂŒck, besuchten in der SĂ€chsischen Schweiz den Basteifelsen, erwanderten den 415 m hohen Lilienstein, gönnten uns auf dem erklommenen Gipfel in der AusflugsgaststĂ€tte ein Mittagessen, ließen die MĂ€dels auf dem RĂŒckweg eine MĂŒtze Schlaf nachholen und kehrten zum Abendessen in den gemĂŒtlichen Biergarten „Ball- & Brauhaus Watzke“ ein. Auf dem im wahrsten Sinne erreichten Höhepunkt des Tages haben wir dann auch ein Erinnerungsbild gemacht:

Am Sonntag konnten wir Maria in aller Ruhe die schönen Seiten unserer bezaubernden Stadt zeigen. Ich hoffe, sie kommt im Dezember noch einmal zu uns, denn wir haben so viel von unseren WeihnachtsmÀrkten erzÀhlt und geschwÀrmt. Aber Dresden im Sommer sieht auch toll aus    zwinker

Nach dem Rundgang durch die Altstadt und einem kleinen Abstecher in die Neustadt machten wir einen Zwischenstopp zu Hause, um Marias Sachen zu holen, denn sie musste abends schon wieder zum Busbahnhof, um nach Bielefeld zurĂŒckzufahren. Sie ist dann dort um 5 Uhr morgens angekommen und anschließend ganz vorbildlich beim Unterrichtsbeginn um 8 Uhr aufgetaucht!

Am Dienstag packten Carsten und ich nach fast dreiwöchiger AsylgewĂ€hrung unseren Gasthamster Egon ein und sind mit ihm und seinem gesamten Hab und Gut nach Chemnitz gefahren. Andrea war mit ihrem Reisen fertig und hat den kleinen Buddler und Baumeister sogar schon echt stark vermisst. Egon hat seine Heimkehr im Auto ganz gut ĂŒberstanden und war zuhause völlig baff, dass er in seinem Gehege wieder so viel Platz zum Laufen und Buddeln hat. Wir haben ihn dort mit gutem Gewissen zurĂŒckgelassen, denn er war schon wieder vollauf damit beschĂ€ftigt, vor seiner Ruhezeit erst einmal seine GĂ€nge neu anzulegen, und sind mit Andrea zu unserem Lieblingslokal in Chemnitz gefahren – „Meyers Diner“ .

Dort gab es wie immer sehr leckere, wenn auch nicht immer sehr gesunde Sachen zum Essen   zwinker

Schon ganz frĂŒh am Mittwochmorgen kam Stephanie mit ihrer Freundin Lisa fĂŒr drei Tage aus Potsdam nach Dresden. Stephanies Lisa kannten wir schon flĂŒchtig, denn wir hatten uns schon in Potsdam in der Wohnung unserer Kleinen mal getroffen. Sie war aber bislang noch nie in Dresden – es war also an der Zeit, das zu Ă€ndern. FĂŒr den Abend haben Carsten und ich schon vor Wochen geplant, zu einem Konzert der SĂ€ngerin Elif zu gehen und die Kinder haben spontan beschlossen, auch mit zu der Veranstaltung im Rahmen des Palais Sommers zu kommen. Vor dem Konzert konnten wir uns noch im Restaurant „Mama Africa“ stĂ€rken und waren eine gute Stunde vor Beginn der Veranstaltung auf der Wiese vor der BĂŒhne. Wir gönnten uns auch diesmal LiegestĂŒhle, um bequem und nicht auf dem Boden zu sitzen. Obwohl zweiteres kostenlos wĂ€re, empfanden wir 3,50 Euro LeihgebĂŒhr pro Liegestuhl fĂŒr einen gemĂŒtlichen Abend mehr als gĂŒnstig    standard

Keine Angst, so leer blieb das StĂŒck Rasen hinter uns nicht, denn nur 30 min spĂ€ter konnte man keinen einzigen ausgedörrten Grashalm mehr sehen!!! Und ĂŒbrigens, die zwei Personen im Hintergrund sind Stephanie und Lisa. Stephanie hat natĂŒrlich die Gelegenheit genutzt, unseren berĂŒhmten Canaletto-Blick auf die Altstadt von Dresden zu zeigen. Carsten und ich haben wĂ€hrenddessen der Probe von Elif und ihren beiden Musikern gelauscht:

Ich war sehr beeindruckt, denn sie kling live genau so wie auf der CD! Das ist heutzutage gar nicht mehr so selbstverstÀndlich!!!

Das Konzert war großartig – die junge SĂ€ngerin verstand es super, das Publikum ins Geschehen mit einzubeziehen. In so einer großen Menge singe sogar ich als musikalisch völlig unbegabte Person gerne mit – da fallen meine schiefen Töne wenigstens nicht so auf    zwinker

Am Donnerstag gab es fĂŒr mich von den anfangs erwĂ€hnten zwei Kolleginnen, welchen ich bei der Auffrischung ihrer Russischkenntnisse helfe, eine unerwartete Überraschung als Dankeschön dafĂŒr, dass ich sie mit vielen Vokabeln und Endungen „quĂ€le“. Das kleine PĂ€ckchen machte ich erst zu Hause auf und war von dem Inhalt völlig geplĂ€ttet: eine ReisehĂ€ngematte! Sie wiegt nicht mal 700 g und geht ganz einfach zu befestigen. Das habe ich mit Carstens Hilfe natĂŒrlich gleicht an unserem HĂ€ngemattengestell testen mĂŒssen    standard    woanders brauche ich natĂŒrlich zwei BĂ€ume oder Ă€hnliches.

Mein persönliches Entspannungsrezept mit Erfolgsgarantie ist: In der HÀngematte zu liegen und ein Buch zu lesen. Hilft (mir) sogar besser als jeder Spaziergang! Auf jeden Fall wollen wir nun mein Geschenk in den Urlaub mitnehmen und hoffen, dass wir vor Ort zwei Palmen im richtigen Abstand finden werden    standard

Lange konnte ich meine neue HĂ€ngematte nach Feierabend allerdings nicht testen, denn ich habe schon vor einigen Wochen den TĂ€nzerinnen vom IDC versprochen, mal wieder ein paar Bilder von ihnen zu machen. Trotz der Hitze, welche in einem Trainingsraum unterm Dach und einem Baustrahler als zusĂ€tzliche Lichtquelle natĂŒrlich noch stĂ€rker war als auf der Straße, haben die MĂ€dels trotzdem immer schön fröhlich gelĂ€chelt. Ok, sie haben zwischenzeitlich auch ganz schön viel Unsinn veranstaltet, aber welches Fotoshooting besteht schon ausschließlich nur aus ernsten Bildern    zwinker    ?

Ich habe zwar nicht nur eine einzige „anstĂ€ndige“ Aufnahme gemacht, aber diese mag ich irgendwie besonders:

Den Freitag widmeten wir unserem inzwischen vernachlĂ€ssigten Haushalt und fĂŒllten unseren KĂŒhlschrank auf … allerdings erst, nachdem wir unsere BĂ€uche beim Dönermann gefĂŒllt hatten    zwinker

Am vergangenen Samstag war dann schon wieder frĂŒhes Aufstehen angesagt. Denn als wir im MĂ€rz mit Ines und Torsten durch Chemnitz schlenderten, war die Idee geboren, zusammen einen Tagesausflug nach Prag zu machen. Der Termin dafĂŒr war kurz danach festgelegt und dieses Wochenende war nun gekommen. Das Wetter war perfekt, denn die Hitze der letzten Tagen hatte sich verzogen und geregnet hat es dennoch nicht – optimal fĂŒr einen ausgedehnten Stadtbummel!

Die KarlsbrĂŒcke war selbstverstĂ€ndlich ein Muss, genau so wie der Petƙín-Aussichtsturm, Hradčany (Hradschin) und AltstĂ€dter Ring. Leider war die berĂŒhmte und wirklich beeindruckende Rathausuhr, fĂŒr mich eigentlich eines der Highlights dieser Stadt, nicht zu sehen – der Turm wird gerade auf Vordermann gebracht. Also wird das wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir diese Stadt unsicher machen    zwinker

Zum Abschluß des lauffreudigen Tages (die Fitnessuhren von Ines und Torsten haben mit einer kleinen Abweichung knapp 20.000 Schritte gezĂ€hlt) kehrten wir noch in einem Brauhaus namens „Pivovarsky Dum“ außerhalb der ĂŒblichen Touristenpfade ein. Wir haben dies bei unserem langen Aufenthalt im Februar 2011 auf Empfehlung von unserer Hotel-Rezeptionistin besucht und fĂŒr gut befunden. Da war eine Wiederkehr nach sieben Jahren ein Muss. Diesmal habe ich nicht wie damals das Karussell mit acht verschiedenen Biersorten genommen, denn das hat Torsten erledigt. Ich wagte mich diesmal an ein Karussell mit sieben tschechischen SchnĂ€psen, habe diese aber immer großzĂŒgig mit meinen Begleitern (außer Carsten) geteilt    standard

Es war also wie in guten alten Zeiten –> eine Stadt unsicher machen und sich am Abend viele verschiedene Alkoholsorten gönnen    zwinker

Wie gesagt: wir hatten in den vergangenen Tagen ein wirklich frohes Jugendleben    zwinker



2018 29.
Jul

In meinem Leben passieren so viele schöne Dinge und so viele wundervolle Begegnungen, dass ich euch jetzt einfach mal ein wenig davon erzĂ€hlen muss    standard

Schon am Anfang des Monats, nĂ€mlich am 3. Juli, haben Carsten und ich uns mit Sabine und ihren bezaubernden Töchtern Kaitlyn und Emily, welche wĂ€hrend ihres Deutschland/Prag-Roadtrips einen Nachmittag fĂŒr Dresden eingeplant haben, getroffen. Ich kenne Sabine ĂŒber das Internet wohl schon seit ĂŒber 18 Jahren und wir haben uns damals nicht nur Emails, sondern auch ganz klassische Briefe auf Papier mit ausgedruckten Fotos geschrieben. Das jetzige war allerdings unser erstes Treffen in Persona! Und ich fand das echt schön! Carsten hat bereitwillig die Rolle des StadtfĂŒhrers ĂŒbernommen und prĂ€sentierte unseren GĂ€sten aus den USA aus meiner Sicht die schönen Seiten von Dresden hervorragend.

Nachdem wir die wichtigsten Punkte unserer Altstadt gezeigt haben und uns zur Belohnung eine ordentliche Portion Eis an diesem warmen Tag gönnten, gab es natĂŒrlich auch noch ein Erinnerungsfoto mit uns allen:

Dieses Bild hat jetzt seinen Ehrenplatz auf unserer Wall of Visitors gefunden. Wir hoffen, dass wir die drei, vielleicht dann sogar noch mit ihrem vierten, mÀnnlichen Familienmitglied a.k.a Ehemann und Papa, nochmals in Dresden oder gar ganz woanders treffen können. Der Mann des Hauses musste leider arbeiten und konnte die MÀdels bei ihrem gesamten Roadtrip nicht begleiten. Aber unter uns: ein Wiederkommen lohnt sich auf jeden Fall, denn wir haben bei Weitem noch nicht alles gezeigt, was unsere schöne Stadt so zu bieten hat.

Schwenk zum nÀchsten Treffen:
Als Kerstin, unsere langjĂ€hrige Freundin, ihren Geburtstag in Mai feierte, schenkten wir ihr einen Gutschein fĂŒr einen gemeinsamen Wandertag – organisiert und durchgefĂŒhrt durch uns. Das Geschenk wurde von ihr am 7. Juli  eingelöst. Wir haben uns gemeinsam auf einen 20 km langen Rundwanderweg vom Dresdner Stadteil Lockwitz ĂŒber die BurgstĂ€dtler Linde nach Kreischa und ĂŒber die Babisnauer Pappel zurĂŒck nach Lockwitz verstĂ€ndigt. Das Wetter war uns hold und wir hatten unterwegs eine wunderbare Sicht, hin und wieder etwas Wegesrandproviant in Form von SĂŒĂŸkirschen, Brombeeren, kleinen (noch nicht ganz reifen) Birnen und Mirabellen sowie dazu noch einen Himmel mit herrlich anzusehenden Wolkenformationen:

Außerdem haben ich mich unterwegs noch mit einer Ziege angefreundet. Als Andrea das Bild von unserer Bekanntschaft gesehen hat, meinte sie: „Die Ziege hat sich bestimmt ĂŒber diese riesige, laufende Karotte gefreut.“ … gemeint ist natĂŒrlich die Farbe des T-Shirts    standard

Ein weiterer Begleiter eines anderen Wegabschnitts hat Carsten und mich als seine Ballwurfmaschinen sehr ins Herz geschlossen – ich war fĂŒr die Kurzsprints und Carsten fĂŒr die Langstrecken zustĂ€ndig.

Und das hat er auch wirklich immer fĂŒr sich entschieden, denn wenn er weit rennen wollte, brachte er seinen Tennisball zu Carsten und wenn er dabei zu sehr außer Puste geriet, trug er sein Spielzeug zu mir. Ich kann eben nicht so weit werfen wie mein Mann     zwinker

Übrigens, unterwegs habe ich entdeckt, wie man die heißgeliebten TeddybĂ€ren der Welt offline prĂ€sentieren kann:

In diesem HĂ€uschen waren alle Doppelfenster inklusive 20 cm breiter, innenliegender Fensterbank des Erdgeschosses mit viel „bĂ€rigem Leben“ gefĂŒllt – ich fand das klasse!

Treffen Nummer 3:
Da ich auf Arbeit zwei Kolleginnen – Kathrin und Lisa –  einmal in der Woche nach Feierabend helfe, ihre etwas verschĂŒtteten Russisch-Kenntnisse wieder auszugraben und aufzupolieren, war es natĂŒrlich nur logisch, dass sie auch mal die russische KĂŒche richtig kennen lernen sollten. Mein Vorschlag, an einem Dienstagabend ins Restaurant „Odessa“ zu gehen, wurde dabei dankbar aufgenommen. Trotz eines vorherigen Regenschauers setzten wir uns in das GĂ€rtchen im Innenhof des Restaurants, denn das aufgespannte Segel ĂŒber der Terrasse versprach einen zuverlĂ€ssigen Schutz bei einer etwaigen Wiederkehr von Regentropfen. Die Kollegen im Restaurant waren wie immer klasse: Das Essen schmeckte köstlich, der Service war stets zu Stelle, wenn man ihn sich gewĂŒnscht hat, aber dennoch nicht aufdringlich – alles perfekt fĂŒr einen gemĂŒtlichen Abend. Dazu hatten meine SchĂŒlerinnen eine tolle Möglichkeit, ihr Russisch gleich anzuwenden und das auch sehr erfolgreich! Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und ich zeigte meine absolute Lieblingsstelle in Dresden: das Nymphenbad im Zwinger. Beides war an diesem Dienstagabend nahezu menschenleer – eine ganz bezaubernde AtmosphĂ€re!

Ich glaube, auch Lisa ist diesem Zauber verfallen    standard

Auf zum nÀchsten Treffen:
Da wir schon ĂŒber Arbeit gesprochen haben    standard    Carus Vital, das Gesundheitszentrum unseres Arbeitgebers, ĂŒber welches ich schon paar mal geschrieben habe, bietet nicht nur sportliche Veranstaltungen, sondern auch Kochkurse an. Vor einigen Tagen gab es dann den Kurs „Vegetarisches Grillen“. Ich hatte mich leider etwas zu spĂ€t angemeldet und stand lange Zeit auf der Warteliste, aber glĂŒcklicherweise wurde noch ein PlĂ€tzel frei und ich konnte nachrutschen    standard    Carsten hat beim Wort „vegetarisch“ lieber gleich beschlossen, dass ich ohne ihn teilnehmen kann    zwinker
Diese Veranstaltung wurde netterweise von „meiner“ Julia vorbereitet und durchgefĂŒhrt. Das Grillgut in Form von eingelegtem HirtenkĂ€se und ebenfalls eingelegtem Zucchini-Champignon-GemĂŒse hat sie eigenhĂ€ndig schon vorbereitet gehabt. Solange das Grillgut nun vor sich hinbrutzelte, machten die Kursteilnehmer sich daran, nach ausgegebenen Rezepten die passenden Beilagen zuzubereiten.

Von links nach rechts: Sommernudelsalat, Tomaten-HirtenkĂ€seaufstrich, Tzaziki, Pesto, Linsensalat und gegrillte Kartoffeln, die mit dem Pesto gegessen werden sollten. Es war alles sehr, sehr lecker geworden … dass wir dabei mit jeder Menge Knoblauch gearbeitet haben, hat unsere Umgebung auch noch am nĂ€chsten Tag sicherlich deutlich wahrgenommen    standard

Nun zu unserem Hausgast:
Das Essensthema bringt mich auf das nĂ€chste Highlight: Wir haben seit ĂŒber einer Woche jemanden, den ich zum Anbeißen sĂŒĂŸ finde, zur Pflege in unserer Wohnung aufgenommen:

Es ist der Dsungarische Zwerghamster namens Egon von Andrea. Sie ist aktuell viel unterwegs (Umzugsplanungen nach Österreich & Kurzurlaub mit ihrer Schwester) und ihr Kumpel, welcher sonst die Tagespflege dieses kleinen Knuffels ĂŒbernommen hat, ist derzeit selbst im Urlaub. So hat sie ihren kleinen Mitbewohner aus Chemnitz zu uns gebracht. Ich denke, wir haben uns zu dritt inzwischen richtig gut eingelebt    standard

Er darf bei uns noch eine weitere Woche bleiben, danach bringen wir ihn wieder zurĂŒck. Dort hat er auch ein wesentlich grĂ¶ĂŸeres Gehege als bei uns.

Überleitung zum nĂ€chsten Thema:
Einen großen Auslauf im Freien hatten Carsten und ich am Samstag vor einer Woche. Wir waren erneut mit Teilnehmerninnen eines ehemaligen VHS-Russisch-Kurses von mir wandern, diesmal ĂŒberwiegend am Grenzfluß Kirnitzsch entlang. Aber die unverwechselbaren Formationen des Elbsandsteingebirges durften natĂŒrlich nicht fehlen, zumal man dort an einem heißen Tag ein ganz besonders schönes und schattiges PlĂ€tzchen zum Sitzen finden konnte    zwinker

Solche, zwischen FelswĂ€nden eingeklemmte Steinbrocken finde ich immer wieder beeindruckend …

… ich versuche allerdings an solchen Stellen immer sehr schnell durch zu laufen, denn man weiß ja nie, wann dieser Halt mal bröckelt    zwinker

Entlang eines recht langen Abschnitts des Wanderwegs wuchsen richtig großen Farne – ich fĂŒhlte mich ein wenig wie im Urwald von Jurassic Park    zwinker

Das Wasser der Kirnitzsch war kristallklar, wie diese Spiegelung und DurchlÀssigkeit am oberen Bildrand eindrucksvoll zeigt:

Das GrĂŒn der Wasserpflanzen wirkte auf mich sehr mĂ€rchenhaft – insbesondere, wenn sie im fließenden Wasserverlauf immer sanft hin- und herwiegten:

Es war so unglaublich ruhig dort! NatĂŒrlich konnte ich der Versuchung, meine FĂŒĂŸe von Wanderschuhen zu befreien und die Zehen in das Wasser einzutauchen, nicht widerstehen. Ein Beweisfoto gibt es in meiner „FĂŒĂŸe-im-Wasser„-Galerie    standard

SpĂ€ter, auf der Oberen Schleuse gönnten wir uns eine Kahnfahrt – die von der Wanderung ermĂŒdeten FĂŒĂŸe waren uns wirklich sehr dankbar. Bei so einer Fahrt erinnert man sich wieder, dass man nicht immer schnell von A nach B kommen muss, es geht auch langsam und entspannt.

Als wir an der unteren Staumauer gestartet sind, lag die Wassertiefe noch bei 4 m. An der weiter oben liegenden Bootsstation ist es ganz offensichtlich wesentlich flacher geworden.

Die Kirnitzsch ist schon sein Jahrhunderten ein Grenzfluß zwischen Tschechien und Deutschland. Doch die Namen der LĂ€nder Ă€nderten sich im Laufe der Jahre und manche Zeichen sind nur leicht etwas angepasst worden. Achtet einfach auf den Hintergrund vom Buchstaben „D“:

Hier kann man noch deutlich die DDR-Vergangenheit erkennen und auf tschechischer Seite zeigte auf manchem Grenzstein das LĂ€nderkĂŒrzel ČS noch die damalige AbkĂŒrzung der Tschechoslowakei.

Den Abend durften wir wieder mal im Garten von Kerstin und Lothar beim Grillen und einem Feuerchen ausklingen lassen:

Es war ein wunder-wunderschöner Sommertag!

Einen habe ich noch !
Auch Sommerabende können mal nach draußen locken und so folgte ich Annas Vorschlag, mal beim Palais-Sommer zu einem Konzert zu gehen. Letzten Dienstagabend, ich habe noch Kathrin mit dazu eingeladen, lauschen wir zu dritt den hervorragend gespielten JazzklĂ€ngen der Klazz Brothers:

Die Jungs haben mit einer Pause ganze zwei Stunden lang gespielt und es war wirklich klasse! Als der Auftritt zu Ende war, strahlte man das GebÀude vom Japanischen Palais, welches einige Museen beherbergt, noch mit einem Bild von einem bekannten Maler an. Erkennt ihr es?

Es ist ein Bild von Paul Gauguin: „Zwei Frauen auf Tahiti“. Ich gebe zu, den KĂŒnstler habe ich sofort erkannt, aber um zu wissen, wie genau dieses Bild heißt, musste ich recherchieren    standard

Oh, es ist ein ziemlich langer Beitrag geworden, aber es sind einfach zu viele zu schöne Erlebnisse passiert, welche ich mit euch hier schon seit langer Zeit teilen wollte. Mal schauen, was die nÀchsten Tage und Wochen so mit sich bringen werden!